Die vorliegende Erfindung betrifft eine Epoxidharzzusammensetzung
mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften und einer hervorragenden Witterungsbeständigkeit,
die zum Beispiel für die Verwendung als ein Matrixharz für Verbundstoffen,
ein Gießharz, ein Beschichtungsmaterial, Klebemittel und dergleichen geeignet
ist, und außerdem betrifft sie einen witterungsbeständigen, faserverstärkten
Verbundstoff, der geeignet für Flugzeugteile, Kraftfahrzeugteile, Schiffsteile,
Teile von Sportartikeln und dergleichen verwendet wird.
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
Ein faserverstärkter Verbundstoff (FRP), der verstärkte
Fasern und ein Matrixharz aufweist, ist herkömmlich auf vielen Gebieten, wie
bei Flugzeugteilen, Kraftfahrzeugteilen, Schiffsteilen und Teilen von Sportartikeln,
verwendet worden, da er sich durch mechanische Eigenschaften, wie Festigkeit, Steifigkeit
und Schlagzähigkeit auszeichnet, obwohl er leicht ist.
Als ein Matrixharz eines faserverstärkten Verbundstoffs wird
in vielen Fällen ein wärmehärtendes Harz, wie ein Epoxidharz, ein
ungesättigtes Polyesterharz, ein Vinylesterharz, ein Phenolharz, ein Cyanatharz
und ein Bismaleimidharz, verwendet, und ein Epoxidharz wird insbesondere auf dem
Gebiet am häufigsten verwendet, auf dem eine vergleichsweise hohe Leistung
gefordert ist.
Ein Epoxidharz ist ein typischerweise wärmehärtendes Harz
und wird zusätzlich zu einem Matrixharz für ein Verbundmaterial auf vielen
Gebieten in großem Umfang verwendet, wie als Gießharz, Beschichtungsmaterial,
Klebemittel und eine IC-Baugruppe, weil ein gehärtetes Produkt davon hervorragende
mechanische Eigenschaften, wie Biegemodul und Zugdehnung, eine hervorragende Wärmebeständigkeitseigenschaft,
eine hervorragende chemische Beständigkeit und eine geringe Schrumpfung beim
Härten und dergleichen aufweist.
Die vorstehend genannten wärmehärtenden Harze (gehärtete
Produkte), für die ein Epoxidharz ein Beispiel darstellt, und die als Matrixharz
eines Verbundmaterials verwendet werden, haben eine schlechte Witterungsbeständigkeit,
da sie gegenüber Licht, insbesondere UV-Strahlen, instabil sind, leicht einer
Photooxidation unterliegen, wodurch sich leicht die Farbe verändert, und eine
Beeinträchtigung des Glanzes und der mechanischen Eigenschaften erfahren. Deshalb
lassen sie sich ohne Anstrich oder mit einem transparenten Anstrich für Anwendungszwecke
in einer Umgebung, in der sie UV-Strahlen ausgesetzt sind, zum Beispiel im Freien,
nur schwer einsetzen.
Ein faserverstärkter Verbundstoff hat jedoch nicht nur hervorragende
mechanische Eigenschaften, sondern erzielt auch seit einiger Zeit Aufmerksamkeit,
da er eine angemessene Ästhetik hat, weil die Farbe und die Formen (zum Beispiel
Textilstruktur und dergleichen) der verstärkenden Fasern von außen zu
sehen sind, wenn ein transparentes Matrixharz verwendet wird. Deshalb ist die Verwendung
als Strukturmaterial mit einem ästhetischen Wert ohne Anstrich oder mit einem
transparenten Anstrich erwünscht.
Es gibt jedoch ein Problem, da das Verfärben durch UV-Strahlen
die ästhetischen Eigenschaften im Falle der Verwendung eines herkömmlichen
wärmehärtenden Harzes deutlich beeinträchtigen kann. Obwohl es tatsächlich
ein Beispiel der Verwendung eines faserverstärkten Verbundstoffs mit einem
transparenten Anstrich als Außenplatte eines Kraftfahrzeugs und aerodynamisches
Teil gibt, hat es den Schwachpunkt, daß es sich in einer vergleichsweise kurzen
Zeit verfärbt.
Ein faserverstärkter Verbundstoff, der ein Acrylatharz (thermoplastisches
Harz), das eine hervorragende Witterungsbeständigkeit, jedoch unzureichende
mechanische Eigenschaften hat, als Matrixharz verwendet, ist übrigens bereits
in der Praxis als Material für ein dekoratives Teil für das Kraftfahrzeuginnere
verwendet worden ["Carbon fiber in Japanese Cars", High-Performance Composites,
Bd. 7, Ausg. 3, S. 17 (1999)]. Ein Acrylatharz kann jedoch trotz der hervorragenden
Witterungsbeständigkeit nur als Material für ein reines Dekorationsteil
verwendet werden, da es einen niedrigen Elastizitätsmodul aufweist, und ein
Verbundmaterial davon hat ungeeignete mechanische Eigenschaften (insbesondere Druckfestigkeit,
Biegefestigkeit), und ist für die Herstellung eines faserverstärkten Verbundstoffs
mit einem hohen Gehalt an verstärkenden Fasern ungeeignet, da es ein thermoplastisches
Harz ist.
Als ein Verfahren zur Herstellung eines faserverstärkten Verbundstoffs,
der sowohl mechanische Eigenschaften als auch Witterungsbeständigkeit
aufweist, offenbart die ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung Nr.
2002-105789 ein Verfahren, das ein witterungsbeständiges Matrixharz in der
Nähe der Oberfläche und ein Matrixharz mit hervorragenden mechanischen
Eigenschaften im restlichen Teil verwendet. Dieses Verfahren hat jedoch eine Schwachstelle,
weil das Herstellungsverfahren ziemlich kompliziert ist, und es ist ein Verfahren
erwünscht, bei dem die gleiche Leistung von einem einzigen Matrixharz erreicht
wird.
Wenn zudem ein Epoxidharz außer als Matrixharz für Verbundstoffe
wichtige Anwendungszwecke aufweist, die Witterungsbeständigkeit erfordern,
wie als Beschichtungsmaterial und Klebemittel, ist ferner ein Epoxidharz mit hoher
Witterungsbeständigkeit erforderlich.
Auf dem Gebiet von Kunststoffen wird im allgemeinen ein UV-Absorptionsmittel,
wie ein Benzotriazol-Derivat und ein Benzophenon-Derivat, zugesetzt, um die Witterungsbeständigkeit
zu verbessern. Bei einem typischen Epoxidharz hat die Zugabe eines UV-Absorptionsmittels
jedoch keine Wirkung und statt dessen gab es sogar den Fall, daß sie die Farbänderung
verstärkt hat. Auf dem Gebiet von Epoxidharzen ist deshalb der Zusatz eines
UV-Absorptionsmittels kaum untersucht worden, und es gibt wenig Informationen über
eine wirksame Kombination aus einem Epoxidharz und einem UV-Absorptionsmittel, obwohl
das ein allgemeiner Versuch zur Verbesserung der Witterungsbeständigkeit von
Kunststoffen war.
Es gibt einige Versuche, die Witterungsbeständigkeit eines Epoxidharzes
ohne den Zusatz eines UV-Absorptionsmittels zu verbessern.
"Introduction to Epoxy Resin", von Soichi Muroi und Hidekazu Ishimura
geschrieben (Kobunshikankokai, 1988) offenbart auf Seite 52 eine Zusammensetzung,
die einen Diglycidylether von Dodecahydro(bisphenol A) und Epomate B-002 (modifiziertes
Amin) umfaßt, und offenbart, daß ein gehärtetes Produkt davon nach
dem Einfluß von Licht den Glanz hervorragend beibehält.
Die ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung Nr. 2000-143939
offenbart eine Zusammensetzung, die einen Diglycidylether von Dodecahydro(bisphenol
A), ein cycloaliphatisches Epoxidharz und ein Carbonsäureanhydrid oder einen
kationischen Initiator umfaßt, und offenbart, daß ein gehärtetes
Produkt davon nach dem Einfluß von Licht den Glanz hervorragend beibehält.
Ein gehärtetes Produkt dieser Harzzusammensetzungen hat jedoch
eine schlechtere Witterungsbeständigkeit als andere witterungsbeständige
Kunststoffe, wie ein Acrylatharz, obwohl es eine deutlich bessere Witterungsbeständigkeit
in Hinblick auf den Erhalt des Glanzes im Vergleich mit einem üblichen Epoxidharz
hat. Diese Dokumente aus dem Stand der Technik enthalten nichts über eine Farbänderung
oder über den Zusatz eines UV-Absorptionsmittels.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf, eine Epoxidharzzusammensetzung
mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften und auch einer hervorragenden Witterungsbeständigkeit
bereitzustellen, bei der insbesondere die Farbänderung nach dem Einfluß
von Licht gering ist. Die vorliegende Erfindung zielt zudem darauf, einen faserverstärkten
Verbundstoff bereitzustellen, der hervorragende mechanische Eigenschaften und auch
eine hervorragende Witterungsbeständigkeit hat, bei dem insbesondere die Farbänderung
nach dem Einfluß von Licht gering ist, und der ästhetische Eigenschaften
aufweist, die von einem verstärkenden Faserstoff stammen, wobei ein einziges
wärmehärtendes Harz verwendet wird.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Die Erfinder haben festgestellt, daß eine bestimmte Kombination
aus einem Epoxidharz und einem Härter im Gegensatz zu allgemeinen Epoxidharzen
die herausragende Eigenschaft hat, daß der Zusatz eines UV-Absorptionsmittels
die Witterungsbeständigkeit deutlich verbessert, insbesondere als eine geringe
Farbänderung nach dem Einfluß von Licht, obwohl die Kombination selbst
allgemein bekannt ist und in großem Umfang verwendet wird, und gelangten damit
zur vorliegenden Erfindung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Epoxidharzzusammensetzung,
welche umfaßt: (A) ein Epoxidharz mit einem Cycloalkan-Ring oder einem Cyclohexen-Ring,
jedoch weder mit einem aromatischen Ring noch einem Stickstoffatom eines Amins,
(B) ein Carbonsäureanhydrid ohne aromatischen Ring und (C) ein UV-Absorptionsmittel,
wobei der Gehalt der Komponente (A) 70 bis 100 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Epoxidharze, beträgt, und der Gehalt der Komponente (B) 70 bis 100 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Carbonsäureanhydride, beträgt, und wobei
die Komponente (C) einen Molekülextinktionskoeffizienten bei 380 nm in Chloroform
von 5,0 × 102 bis 2,0 × 104 hat.
Das erfindungsgemäße gehärtete Epoxidharzprodukt wird
durch Härten der vorstehend genannten Epoxidharzzusammensetzung erhalten, und
der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff umfaßt verstärkende
Fasern und das vorstehend genannte gehärtete Epoxidharzprodukt als Matrixharz.
Der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff umfaßt
zudem verstärkende Fasern und ein einziges wärmehärtendes Matrixharz,
das bei einem 1500-stündigen beschleunigten Bewitterungstest mit Kohlebogen-Sonnenlicht
ohne Anstrich einen Farbunterschied &Dgr;E*ab von nicht mehr als 4 aufweist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 zeigt eine teilweise geschnittene Draufsicht einer
Vorrichtung zur Herstellung eines faserverstärkten Verbundstoffs von Beispiel
13;
2 zeigt eine Schnittansicht der Fertigungsvorrichtung
von 1;
3 zeigt eine Draufsicht einer für Beispiel 14
verwendeten Form;
4 zeigt die Konfiguration von verstärkenden Fasern
und Teilmaterialien von Beispiel 14.
1
Aluminiumplatte
2
Glasfasertuch
3
Kohlenstoffasertuch
4
Polyestertaft
5
Kunststoff-Gitter
6
Kanal aus Aluminium
7
Kanal aus Aluminium
8
Silicondichtung
9
Nylonfolie
10
Polyethylenschlauch
11
Polyethylenschlauch
A
Verbindungsweg zu einem Harzbehälter
B
Verbindungsweg zu einer Vakuumpumpe
12
Eisenform
13
Einlaß
14
Gießrinne
15
Produktoberfläche
16
Gießrinne
17
Auslaß
18
Silicondichtung
19
Verstärkungsfasersubstrat (Kohlenstoffasertuch)
20
Ablöseschicht
21
Harzdiffusionsmedium (Polypropylen-Gitter)
22
Nylonfolie
BESTE ART UND WEISE DER DURCHFÜHRUNG DER ERFINDUNG
In der vorliegenden Erfindung steht Epoxidharz für eine Verbindung,
die im Molekül zwei oder mehr Oxiran-Ringe aufweist. Epoxidharzzusammensetzung
bedeutet eine ungehärtete Zusammensetzung, die das vorstehend genannte Epoxidharz
umfaßt.
Wie bei einer herkömmlichen Epoxidharzzusammensetzung wurden
übrigens reichlich Epoxidharze verwendet, die aromatische Ringe, zum Beispiel
einen Glycidylether von Bisphenol A, umfassen, da die mechanischen Eigenschaften
und die Wärmebeständigkeit eines gehärteten Produktes davon hervorragend
sind. Es wurden oft irgendwelche Epoxidharze gemischt, die ein Amin-Stickstoffatom
umfassen, wie Bis(4-diglycidylaminophenyl)methan oder 1,3-Bis(glycidylaminomethyl)cyclohexan,
um die Wärmebeständigkeit und die mechanischen Eigenschaften weiter zu
verbessern. Von diesen Epoxidharzen stammende Strukturen, das heißt ein aromatischer
Ring und eine tertiäre Aminstruktur, neigen jedoch beide zur Photooxidation,
und außerdem weist ein aromatischer Ring eine starke Absorption von UV-Strahlen
auf, deshalb ist im allgemeinen der Gehalt eines Epoxidharzes,
das einen aromatischen Ring und/oder ein Amin-Stickstoffatom aufweist, vorzugsweise
gering, und es ist stärker bevorzugt, wenn es nicht enthalten ist. Insbesondere
beträgt der Gehalt eines Epoxidharzes, das einen aromatischen Ring und/oder
ein Amin-Stickstoffatom aufweist, vorzugsweise nicht mehr als 3 Gew.-% und stärker
bevorzugt nicht mehr als 1 Gew.-%, auf das Gewicht der Epoxidharzzusammensetzung
bezogen.
Eine Struktur, die sich von Epoxidharzen ableitet, die weder einen
aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom aufweisen, unterliegt jedoch nicht
leicht der Photooxidation. Um mechanische Eigenschaften und Wärmebeständigkeit
ohne einen aromatischen Ring oder ein Amin-Stickstoffatom zu verleihen, muß
ein Epoxidharz verwendet werden, das im Molekül einen Cycloalkan-Ring (insbesondere
einen Cyclohexan-Ring, einen Cyclopentan-Ring und dergleichen) oder einen Cycloalken-Ring
(insbesondere einen Cyclohexen-Ring und dergleichen) aufweist. Aus diesem Grund
muß die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung ein Epoxidharz
als wesentliche Komponente (A) umfassen, das einen Cycloalkan-Ring oder einen Cycloalken-Ring,
jedoch weder einen aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom aufweist. Außerdem
kann die Komponente (A) entweder eine einzige Verbindung oder ein Gemisch von zwei
oder mehr Verbindungen sein.
Typische Beispiele eines als Komponente (A) verwendeten Epoxidharzes
schließen die folgenden drei Arten ein:
(A-1) Ein Epoxidharz, das einen 1,2-Epoxycyclohexan-Ring oder einen 1,2-Epoxycyclopentan-Ring
aufweist (das sogenannte cycloaliphatische Epoxidharz);
(A-2) einen Glycidylether eines aliphatischen Polyols mit einem Cycloalkan-Ring
oder einem Cycloalken-Ring;
(A-3) einen Glycidylester einer aliphatischen Polycarbonsäure mit einem
Cycloalkan-Ring oder einem Cycloalken-Ring.
Obwohl jede davon vorzugsweise verwendet wird, ist insbesondere das
Epoxidharz (A-1) am wirksamsten, um die mechanischen Eigenschaften und die Wärmebeständigkeit
eines gehärteten Produktes davon zu verbessern, und es ist bevorzugt, daß
das Epoxidharz (A-1) 50 bis 100 Gew.-% ausmacht, auf das Gewicht der Komponente
(A) bezogen.
Zu Beispielen des Epoxidharzes (A-1) gehören die folgenden:
4-Vinylcyclohexandioxid (Formel 1),Dipentendioxid (Formel 2),3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexancarboxylat (Formel 3),Bis(3,4-epoxycyclohexylmethyl)adipat (Formel 4),Dicyclopentadiendioxid (Formel 5),Bis(2,3-epoxycyclopentyl)ether (Formel 6),und ein Oligomer von Vinylcyclohexendioxid (Formel 7),
Zu Beispielen des Epoxidharzes (A-2) gehören die folgenden:
Ein Diglycidylether von Dodecahydrobisphenol A (Formel 8),Ein Diglycidylether von Dodecahydrobisphenol F (Formel 9),und 1,4-Cyclohexandimethanoldiglycidylether (Formel 10),
Zu Beispielen des Epoxidharzes (A-3) gehören die folgenden:
Diglycidylhexahydrophthalat (Formel 11),Diglycidylhexahydroterephthalat (Formel 12),
und ein Diglycidylester einer Dimersäure.
Die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung kann als
wahlfreien Bestandteil ein Epoxidharz umfassen, das weder einen aromatischen Ring
noch ein Amin-Stickstoffatom noch einen Cycloalkan-Ring oder Cycloalken-Ring aufweist.
Zu Beispielen solcher Epoxidharze gehören Ethylenglycoldiglycidylether, Propylenglycoldiglycidylether,
1,4-Butandiolglycidylether, 1,6-Hexandioldiglycidylether, Neopentylenglycoldiglycidylether,
Glycerolpolyglycidylether, Diglycerolpolyglycidylether, Trimethylolpropanpolyglycidylether,
Sorbitolpolyglycidolether und 1,4-Bis(2-oxiranyl)butan.
Die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung kann eine
Mono-Epoxidverbindung (eine Epoxidverbindung, die nur einen Oxiran-Ring aufweist)
als wahlfreien Bestandteil umfassen, die weder einen aromatischen Ring noch ein
Amin-Stickstoffatom aufweist. Zu Beispielen solcher Epoxidverbindungen gehören
4-tert.-Butylglycidylether, Butylglycidylether, 1-Butenoxid, 1,2-Epoxy-4-vinylcyclohexan
und dergleichen.
Obwohl ein Beispiel der erfindungsgemäßen Epoxidharzzusammensetzung
eine Epoxidverbindung umfassen kann, die von der Komponente A, wie sie vorstehend
aufgeführt ist, verschieden ist, ist es bevorzugt, daß die Komponente
(A) 70 bis 100 Gew.-% ausmacht, und zwar auf das Gesamtgewicht aller Epoxidverbindungen
bezogen. Deshalb verbleibt für den Anteil des vorstehend genannten wahlfreien
Bestandteils in allen Epoxidverbindungen ein Bereich von 30 bis 0 Gew.-%. Es ist
stärker bevorzugt, daß die Komponente (A) 90 bis 100 Gew.-% ausmacht,
und zwar auf das Gesamtgewicht aller Epoxidverbindungen bezogen, aus denen die
Zusammensetzung besteht.
Eine Epoxidverbindung vom Glycidylether-Typ, die ein Epoxidharz (A-2)
umfaßt und eine Epoxidverbindung vom Glycidylester-Typ, die ein Epoxidharz
(A-3) umfaßt kann gelegentlich eine Verunreinigung mit einer Kohlenstoff-Chlor-Bindung,
insbesondere einen 3-Chlor-2-hydroxypropylether, 2,3-Dichlorpropylether, 3-Chlor-2-hydroxypropylester,
2,3-Dichlorpropylester und dergleichen, einschließen. Eine Kohlenstoff-Chlor-Bindung
ist eine lichtempfindliche Bindung, wie es allgemein bekannt ist, und es ist bevorzugt,
eine Epoxidverbindung zu verwenden, die eine möglichst geringe Menge dieser
Verunreinigungen enthält. Andererseits weist das Epoxidharz (A-1) eine geringe
Verunreinigung mit einer Kohlenstoff-Chlor-Bindung auf, und deshalb ist sie auch
aus dieser Sicht bevorzugt.
Ein Chloratom, das eine solche Kohlenstoff-Chlor-Bindung bildet, ist
ein sogenanntes hydrolysierbares Chlor, und in der vorliegenden Erfindung beträgt
der Gehalt des hydrolysierbaren Chlors, das in dieser Zusammensetzung vorliegt,
vorzugsweise nicht mehr als 1000 ppm, wenn Ausgangsmaterialien mit hoher Reinheit
ausgewählt werden.
Als Härter eines Epoxidharzes wird gewöhnlich ein Polyamin,
ein Polyphenol, ein Polymercaptan oder ein Carbonsäureanhydrid verwendet.
Von allen aromatischen Verbindungen enthält Polyamin Amin-Stickstoffatome,
die leicht oxidieren, Polyphenol bringt Phenylether-Strukturen mit sich, die leicht
zum gehärteten Produkt oxidieren, und ein Polymercaptan bringt Sulfidbindungen
mit sich, die leicht zu einem gehärteten Produkt oxidieren, und folglich ist
jedes davon in Hinblick auf die Witterungsbeständigkeit von Nachteil.
Im allgemeinen werden als Härter eines Epoxidharzes sowohl ein
Carbonsäureanhydrid mit einem aromatischen Ring als auch ein Carbonsäureanhydrid
ohne aromatischen Ring verwendet. Die Verwendung eines Carbonsäureanhydrids
mit einem aromatischen Ring hat jedoch einen negativen Einfluß auf die Witterungsbeständigkeit,
da die UV-Absorption des gehärteten Produktes hoch ist. Im Falle eines Carbonsäureanhydrids
ohne aromatischen Ring gibt es jedoch kein Problem. Theoretisch wird erwartet, daß
ein schlechter Einfluß auf die Witterungsbeständigkeit vorliegt, wenn
im Carbonsäureanhydrid ein Amin-Stickstoffatom enthalten ist. Hier besteht
jedoch kein Problem, da das Carbonsäureanhydrid, das gewöhnlich als Härter
eines Epoxidharzes verwendet wird, kein Stickstoffatom enthält. Deshalb ist
es wesentlich, daß die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung
als Härter ein Carbonsäureanhydrid ohne aromatischen Ring umfaßt,
das die Komponente (B) darstellt.
Wie auch im Falle eines Epoxidharzes ist es zudem effektiv, ein Carbonsäureanhydrid
mit einem Cycloalkan-Ring oder einem Cycloalken-Ring zu verwenden, um die Wärmebeständigkeit
und die mechanischen Eigenschaften des gehärteten Produktes zu verbessern.
Zu Beispielen des Carbonsäureanhydrids mit einem solchen Cycloalkan-Ring gehören
die folgenden:
Hexahydrophthalsäureanhydrid (Formel 13),Methylhexahydrophthalsäureanhydrid (Formel 14),Methyldihydronadinsäureanhydrid (Formel 15),und Cyclopentantetracarbonsäuredianhydrid (Formel 16),
Zu Beispielen eines Carbonsäureanhydrids mit einem Cycloalken-Ring
gehören die folgenden:
1,2,3-6-Tetrahydrophthalsäureanhydrid (Formel 17),Methyl-1,2,3,6-tetrahydrophtalsäureanhydrid (Formel 18),Nadinsäureanhydrid (nadic anhydride) (Formel 19),Methylnadinsäureanhydrid (Formel 20),Bicyclo[2.2.2]oct-7-en-2,3,5,6-tetracarbonsäuredianhydrid (Formel
21),und 4-(2,5-Dioxotetrahydrofuran-3-yl)-3-methyl-1,2,5,6-tetrahydrophthalsäureanhydrid
(Formel 22),
Die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung kann als
wahlfreien Bestandteil ein Carbonsäureanhydrid umfassen, das weder einen aromatischen
Ring noch einen Cycloalkan-Ring noch einen Cycloalken-Ring aufweist. Zu Beispielen
eines solchen Carbonsäureanhydrids gehören Succinsäureanhydrid, 2-Alkylsuccinsäure
und 2-Alkenylsuccinsäure.
Bei der erfindungsgemäßen Epoxidharzzusammensetzung ist
es bevorzugt, daß das Carbonsäureanhydrid als Komponente (B) 70 bis 100
Gew.-% ausmacht, und zwar auf das Gesamtgewicht aller Arten des Carbonsäureanhydrids
bezogen. Es ist stärker bevorzugt, daß das Carbonsäureanhydrid als
Komponente (B) 90 bis 100 Gew.-% ausmacht, und zwar auf das Gesamtgewicht aller
Arten des Carbonsäureanhydrids bezogen.
Bei der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung beträgt
der Anteil der Anzahl der Mole der Epoxygruppen und der Anzahl der Mole der Carbonsäureanhydridgruppen
in 1 kg der Zusammensetzung (stöchiometrisches Verhältnis) vorzugsweise
35:65 bis 80:20. Wenn der Anteil der Anzahl der Mole der Epoxygruppen zu gering
ist, entsteht keine ausreichende Vernetzungsstruktur, und es werden weder Wärmebeständigkeit
noch mechanische Eigenschaften erzielt. Wenn der Anteil der Anzahl der Mole der
Epoxygruppen andererseits groß ist, ist die Entstehung einer
Vernetzungsstruktur möglich, da die Epoxygruppen homopolymerisieren können.
Wenn der Anteil der Anzahl der Mole der Epoxidharze jedoch zu groß ist, besteht
die Möglichkeit, daß die Vernetzungsgeschwindigkeit zu gering wird und
daß das gehärtete Produkt spröde werden kann, und deshalb liegt der
Anteil der Anzahl der Mole der Epoxygruppen vorzugsweise im vorstehend genannten
Bereich. Der Zusatz eines UV-Absorptionsmittel ist allgemein als Verfahren zur Verhinderung
des Abbaus von Kunststoffen durch UV-Strahlen bekannt. Bei herkömmlichen Epoxidharzen
wurde jedoch, wenn ein UV-Absorptionsmittel zugesetzt wird, wie es vorstehend angegeben
ist, der Abbau durch UV-Strahlen, insbesondere das Verfärben, nicht verbessert,
sondern wurde im Gegenteil gelegentlich schlechter.
Die Erfinder haben jedoch festgestellt, daß der Zusatz eines
UV-Absorptionsmittels zu einem erfindungsgemäßen Epoxidharz, das die Komponente
(A) und die Komponente (B) aufweist, eine deutliche Verbesserungswirkung zeigt.
Deshalb verwendet die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung ein UV-Absorptionsmittel
als Komponente (C).
Zu Beispielen des UV-Absorptionsmittels gehören Verbindungen,
wie vom Phenylsalicylat-Typ, vom Benzophenon-Typ, vom Benzotriazol-Typ und vom Acrylat-Typ,
und in der vorliegenden Erfindung ist ein UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ
besonders bevorzugt, da die stabilisierende Wirkung auf die Farbveränderung
groß ist. Danach ist ein UV-Absorptionsmittel vom Benzophenon-Typ bevorzugt.
Ein UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ gehört zu der Gruppe
von Verbindungen, die ein Gerüst aus 2-(2-Hydroxyphenyl)-2H-benzotriazol haben,
und zu Beispielen davon gehören die folgenden:
2-(3-tert.-Butyl-2-hydroxy-5-methylphenyl)-2H-benzotriazol (Formel
232-(3,5-Di-tert.-butyl-2-hydroxyphenyl)-2H-benzotriazol (Formel 24),2-(2-Hydroxy-3,5-di-tert.-pentylphenyl)-2H-benzotriazol (Formel 25),2-(3,5-Bis(&agr;,&agr;-dimethylbenzyl)-2-hydroxyphenyl)-2H-benzotriazol
(Formel 26),2,2'-Methylenbis[6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3,-tetramethylbutylphenol]
(Formel 27),2-(2-Hydroxy-5-methyl-3-(3,4,5,6-tetrahydrophthalimidmethyl)phenyl)-2H-benzotriazol
(Formel 28),2-(3-tert.-Butyl-2-hydroxy-5-methylphenyl)-5-chlor-2H-benzotriazol
(Formel 29),5-Chlor-2-(3,5-di-tert.-butyl-2-hydroxyphenyl)-2H-benzotriazol (Formel
30),2-(2-Hydroxy-5-methylphenyl)-2H-benzotriazol (Formel 31),und 2-(2-Hydroxy-5-tert.-octylphenyl)-2H-benzotriazol (Formel 32),
Ein UV-Absorptionsmittel vom Benzophenon-Typ gehört zu der Gruppe
von Verbindungen, die ein Gerüst aus 2-Hydroxybenzophenon haben, und zu Beispielen
davon gehören die folgenden:
2,4-Dihydroxybenzophenon (Formel 33),2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon (Formel 34),4-Octyloxy-2-hydroxybenzophenon (Formel 35),4-Dodecyloxy-2-hydroxybenzophenon (Formel 36),4-Benzyloxy-2-hydroxybenzophenon (Formel 37),2,2'-4,4'-Tetrahydroxybenzophenon (Formel 38),und 2,2'-Dihydroxy-4,4'-dimethoxybenzophenon (Formel 39),
Bei der erfindungsgemäßen Epoxidharzzusammensetzung beträgt
die zugegebene Menge des vorstehend genannten UV-Absorptionsmittels vorzugsweise
0,01 bis 1,0 Gew.-% und stärker bevorzugt 0,01 bis 0,5 Gew.-%, und zwar auf
das Gesamtgewicht der Komponente (A) und der Komponente (B) bezogen. Der Grund ist,
daß keine ausreichende Witterungsbeständigkeit erreicht wird, wenn die
Zugabemenge des UV-Absorptionsmittels zu gering ist, und daß die Möglichkeit
besteht, daß das Verfärben des erhaltenen gehärteten Epoxidharzproduktes
auffallend sein kann, da das UV-Absorptionsmittel selbst eine leichte Farbe hat,
und daß die Wärmebeständigkeit des Epoxidharzes entsprechend der
Plastifizierungswirkung abnehmen kann, wenn die Zugabemenge des UV-Absorptionsmittels
zu groß ist.
Beim detaillierten Vergleich des Effektes von verschiedenen Arten
von UV-Absorptionsmitteln stellt es sich heraus, daß zwischen den spektralen
Eigenschaften und der die Witterungsbeständigkeit verbessernden Wirkung eines
UV-Absorptionsmittels ein Zusammenhang besteht und daß eine im wesentlichen
gute Witterungsbeständigkeit auftritt, wenn ein UV-Absorptionsmittel mit einem
Molekülextinktionskoeffizienten bei 380 nm von nicht weniger als 5,0 ×
102 verwendet wird, obwohl es dabei einige Ausnahmen gibt. Ein zu hoher
Molekülextinktionskoeffizient bei 380 nm ist jedoch nicht bevorzugt, da die
Farbe des UV-Absorptionsmittels selbst zu stark wird. In der vorliegenden Erfindung
wird deshalb ein UV-Absorptionsmittel verwendet, das einen Molekülextinktionskoeffizienten
bei 380 nm von 5,0 × 102 bis 2,0 × 104 aufweist.
Der vorstehend genannte Molekülextinktionskoeffizient ist der Wert, der erhalten
wird, wenn die Absorption der Lösung bei einer Länge des Lichtweges von
1 cm durch die molare Konzentration geteilt wird. Für den Molekülextinktionskoeffizienten
eines UV-Absorptionsmittels sollte der bei 25°C in Chloroform gemessene Wert
verwendet werden.
Die Vernetzungsreaktion des Epoxidharzes und des Carbonsäureanhydrids
erfordert ohnehin eine vergleichsweise hohe Temperatur. Eine gewisse Technologie,
die das Vernetzen bei einer niedrigeren Temperatur erlaubt, indem ein Härtebeschleuniger
zugesetzt wird, ist bekannt, um verschiedenen Verwendungszwecken gerecht zu werden.
Wenn jedoch als Härtebeschleuniger ein ungeeigneter verwendet wird, nimmt die
Stabilität gegenüber UV-Strahlen ab.
Als Härtebeschleuniger, der die Stabilität gegenüber
UV-Strahlen nicht verringert, haben die Erfinder die folgenden Komponenten (D) und
(E) gefunden. Die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung kann als
wahlfreie Komponenten die Komponenten (D) und (E) allein oder zusammen umfassen.
Komponente (D): Imidazolverbindung
Komponente (E): Polyol, das weder einen aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom
aufweist.
Zu bevorzugten Beispielen der Komponente (D) gehören 1-Methylimidazol,
2-Methylimidazol, 4-Methylimidazol, 1,2-Dimethylimidazol, 2-Ethylimidazol, 2-Isopropylimidazol,
2-Ethyl-1-methylimidazol, 2-Ethyl-4-methylimidazol, 2-Undecylimidazol, 2-Heptadecylimidazol
und 1-Isobutyl-2-methylimidazol.
Die Zugabemenge dieser Imidazolverbindungen beträgt vorzugsweise
nicht mehr als 3,0 Gew.-%, und zwar auf das Gesamtgewicht der Komponente (A) und
der Komponente (B) bezogen. Wenn die Zugabemenge mehr als 3,0 Gew.-% beträgt,
wird die Konservierungsbeständigkeit der Epoxidharzzusammensetzung in unerwünschter
Weise verringert.
Zu bevorzugten Beispielen der Komponente (E) gehören Ethylenglycol,
Diethylenglycol, Propylenglycol, Dipropylenglycol, 1,3-Propandiol, 1,2-Butandiol,
1,4-Butandiol, Neopentylenglycol, Glycerol, Trimethylolpropan, 1,4-Cyclohexandiol,
1,4-Cyclohexandimethanol, Dodecahydrobisphenol A, Dodecahydrobisphenol F, ein Additionsprodukt
von Ethylenoxid und Dodecahydrobisphenol A und ein Additionsprodukt von Propylenoxid
und Dodecahydrobisphenol A.
Die Zugabemenge des Polyols, das weder einen aromatischen Ring noch
ein Amin-Stickstoffatom aufweist, beträgt vorzugsweise nicht mehr als 10,0
Gew.-%, und zwar auf das Gesamtgewicht der Komponente (A) und der Komponente (B)
bezogen. Wenn die Zugabemenge mehr als 10,0 Gew.-% beträgt, nimmt die Konservierungsbeständigkeit
der Epoxidharzzusammensetzung auf unerwünschte Weise ab.
Die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung kann ferner
mit einem Farbstoff, organischen oder anorganischen Partikeln (Pigment, Füllstoff,
thixotropes Mittel, leitfähige Partikel und dergleichen), Stapelfasern, einem
oberflächenaktiven Mittel, einer makromolekularen Verbindung, wie Poly(methylacrylat)
und dergleichen, gemischt werden.
Als Verfahren zur Auswertung der Witterungsbeständigkeit eines
gehärteten Epoxidharzproduktes gibt es ein Verfahren, bei dem es der Umwelt
ausgesetzt wird, und ein Verfahren unter Verwendung eines handelsüblichen Bewitterungsmeßgerätes.
Zu Beispielen des Bewitterungsmeßgerätes gehören Testgeräte,
die Kohlebogenlicht, eine Xenonlampe, eine Metallampe (metaling lamp) und dergleichen
als Lichtquelle verwenden. Das Verfahren unter Verwendung eines Bewitterungsmeßgerätes
zeichnet sich durch eine kurze Meßzeit und eine gute Reproduzierbarkeit aus.
Beim Test mit einem Bewitterungsmeßgerät unter Verwendung
einer Metallampe als Lichtquelle, der in einer vergleichsweise kurzen Zeit ausgewertet
werden kann, beträgt der Farbunterschied &Dgr;E*ab, der ein quantitativer
Index der Farbänderung nach der Durchführung eines 100-stündigen
Tests mit einem Bewitterungsmeßgerät für eine Platte mit einer Dicke
von 2 mm ist, für ein gehärtetes Produkt der erfindungsgemäßen Epoxidharzzusammensetzung
vorzugsweise nicht mehr als 5 und stärker bevorzugt nicht mehr als 3. Die Bedingungen
des Tests mit dem Bewitterungsmeßgerät unter Verwendung einer Metallampe
als Lichtquelle sind wie nachfolgend angegeben. Die Beleuchtung beträgt 2 kW/m2.
Ein Zyklus, der aus dem Bestrahlen für 12 Minuten unter Besprühen mit
Wasser bei Bedingungen mit einer Temperatur der schwarzen Platte von 63°C und
einer relativen Feuchte von 98% und Bestrahlen für 48 Minuten ohne Besprühen
mit Wasser bei Bedingungen mit einer Temperatur der schwarzen Platte von 63°C
und einer relativen Feuchte von 50% besteht, wird 100 mal wiederholt (d.h. 100 Stunden).
Der Farbunterschied &Dgr;E*ab wird wie folgt gemessen. Die Kolorimetrie bei hindurchgegangenem
Licht wird mit einer C-Lichtquelle und bei einem Bildfeldwinkel von 2° auf
einer Probe vor dem Test mit dem Bewitterungsmeßgerät und einer Probe
nach dem Test durchgeführt, und es wird der kolorimetrische Wert laut dem L*a*b*-Farbsystem
der CIE 1976 berechnet. Wenn der kolorimetrische Wert vor dem beschleunigten Bewitterungstest
mit (L*1, a*1, b*1) angegeben wird und der kolorimetrische
Wert nach dem Test mit (L*2, a*2, b*2) angegeben
werden, wird der Farbunterschied, der sich durch den beschleunigten Bewitterungstest
ergibt, durch folgende Formel erhalten:
&Dgr;E*ab = [(L*1 – L*2)2 + (a*1
– a*2)2 + (b*1 – b*2)2]1/2(1)
Der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff umfaßt
verstärkende Fasern und ein einziges wärmehärtendes Matrixharz und
weist bei einem 1500-stündigen Test mit einem Bewitterungsmeßgerät
mit Kohlebogen-Sonnenlicht ohne Anstrich einen Farbunterschied &Dgr;E*ab von nicht
mehr als 4 auf und kann erhalten werden, wenn ein gehärtetes Produkt der vorstehend
genannten Epoxidharzzusammensetzung als Matrixharz verwendet wird.
Kohlenstoffasern, Glasfasern, Aramidfasern, Siliciumnitridfasern,
Borfasern und Metallfasern, die als verstärkende Fasern verwendet werden, werden
vorzugsweise für den erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoff
verwendet. Es können auch Fasern mit Glanz oder einer Dünnschicht-Interferenzfarbe
mit einer dünnen Metallschicht oder dergleichen auf ihrer Oberfläche durch
Behandeln mittels Bedampfen, Zerstäuben, Ionenplattieren, CVD, nicht-elektrolytisches
Plattieren, elektrolytisches Plattieren oder dergleichen auf transparenten verstärkenden
Fasern, wie Glasfasern oder Aramidfasern, verwendet werden. Davon sind Kohlenstoffasern
besonders bevorzugt, da sie geeignet sind, um einen faserverstärkten Verbundstoff
zu erhalten, bei dem die spezifische Festigkeit, der spezifische Modul und andere
mechanische Eigenschaften hervorragend sind.
Es können auch zwei oder mehr Arten von verstärkenden Fasern
verwendet werden, und eine Kombination von zwei oder mehr Arten von verstärkenden
Fasern mit unterschiedlicher Farbe oder unterschiedlichem Glanz kann die ästhetischen
Eigenschaften verbessern. Fasern, abgesehen von den vorstehend genannten bevorzugten
verstärkenden Fasern, können kombiniert werden. Zu bestimmten Beispielen
davon gehören eine Kombination aus gefärbten synthetischen Fasern oder
Naturfasern oder synthetische Fasern, die mit einer Pigmentmischung gefärbt
sind, um die dekorative Gestaltung zu verbessern.
Diese verstärkenden Fasern können verwendet werden, nachdem
sie zu einer Form verarbeitet worden sind, wie gewebt, gewirkt, geflochten oder
dergleichen. In einem solchen Fall kann das Tuch angesichts der gestalterischen
Wirkung ausgewählt werden (zum Beispiel Leinwandbindung, Köperbindung,
Satinbindung und dergleichen), und mit dem Tuch lassen sich auch Merkmale, Bilder
und dergleichen ausprägen.
Als Verfahren zum Kombinieren von zwei oder mehr Arten von Fasern
gibt es ein Verfahren, das unterschiedliche Arten von Fasern als Kettfaden und Schußfaden
von Gewebe verwendet, ein Verfahren, das zwei oder mehr Arten als Kettfaden oder
Schußfaden von Gewebe verwendet, ein Verfahren, das zwei oder mehr Arten von
Substraten laminiert, die aus unterschiedlichen Arten von Fasern bestehen, und dergleichen.
Der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff kann
durch Erwärmen erhalten werden, wodurch nach dem Imprägnieren der vorstehend
genannten verstärkenden Faser mit der vorstehend genannten witterungsbeständigen
Epoxidharzzusammensetzung das Härten vorgenommen wird. Im allgemeinen steht
der Umwandlungspunkt zweiter Ordnung eines gehärteten Produktes aus einem wärmehärtenden
Harz mit der Molekülstruktur und der Härtetemperatur in Zusammenhang,
und im Falle eines wärmehärtenden Harzes mit einer geeigneten Molekülstruktur
ist der Umwandlungspunkt zweiter Ordnung des gehärteten Produktes um so höher,
je höher die Härtetemperatur ist. Der Umwandlungspunkt zweiter Ordnung
einer Matrix steht mit der Wärmebeständigkeit hinsichtlich der mechanischen
Eigenschaften eines faserverstärkten Verbundstoffs in Zusammenhang, d.h. er
ist für den Erhalt der mechanischen Eigenschaften selbst bei erhöhter
Temperatur charakteristisch und beträgt vorzugsweise nicht weniger als 90°C.
Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoffs
ist es bevorzugt, bei einer Temperatur von nicht weniger als 80°C zu härten,
damit die Matrix einen Umwandlungspunkt zweiter Ordnung von nicht
weniger als 90°C hat. Die Härtezeit beträgt gewöhnlich 10 Minuten
bis 3 Stunden.
Ein Matrixharz wird gelegentlich bei einer bestimmten Temperatur teilweise
gehärtet (Vorhärten) und danach bei einer höheren Temperatur erneut
gehärtet (Nachhärten). Da es die Temperatur beim Nachhärten ist,
die den Umwandlungspunkt zweiter Ordnung des gehärteten Produktes beeinflußt,
beträgt die Temperatur beim Nachhärten vorzugsweise nicht weniger als
80°C, wenn nach einem solchen Verfahren gehärtet wird.
Als Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen faserverstärkten
Verbundstoffs kann vorzugsweise jedes allgemein bekannte Verfahren angewendet werden,
wie ein Ablegeverfahren von Hand, ein Prepreg-Verfahren, das RTM-Verfahren, ein
Strangziehverfahren, ein Aufwickelverfahren von Filamenten und ein Aufsprühverfahren.
Das RTM-Verfahren, das eines der bevorzugten Herstellungsverfahren darstellt, ist
ein Verfahren, bei dem ein flüssiges wärmehärtendes Harz in ein Substrat
aus verstärkenden Fasern gespritzt wird, das sich in einer Form befindet, und
gehärtet wird, wodurch ein faserverstärkter Verbundstoff erhalten wird.
Als Substrat aus verstärkenden Fasern kann ohnehin ein Gewebe,
Gewirke, eine Matte, ein Geflecht oder dergleichen, das aus verstärkenden Fasern
besteht, oder eine Vorform verwendet werden, die durch Laminieren dieser Substrate
erhalten wird, wodurch eine Form erhalten wird, und es kann auch das Fixieren der
Form mit einem Bindemittel, Vernähen oder dergleichen angewendet werden.
Als Form kann eine geschlossene Form aus einem steifen Material verwendet
werden, oder es kann auch ein Verfahren angewendet werden, das eine steife einseitige
Form und eine flexible Folie (Beutel) verwendet. Im letzteren Fall wird das Substrat
aus verstärkenden Fasern zwischen der starren einseitigen Form und der flexiblen
Folie angeordnet. Als Material der steifen Form werden verschiedene Arten von vorhandenen
Materialien, wie Metall (Eisen, Stahl, Aluminium und dergleichen), FRP, Holz, Gips
und dergleichen verwendet. Als flexible Folie wird eine Folie aus Nylon, Fluorharz,
Siliconharz oder dergleichen verwendet.
Bei der Verwendung einer steifen geschlossenen Form wird die Form
gewöhnlich durch Druck zusammengeklemmt, und die flüssige Epoxidharzzusammensetzung
wird unter Druck in die Form gespritzt. Sie kann dabei getrennt vom Einlaß
mit einer Absaugöffnung ausgestattet sein, die mit einer Vakuumpumpe zum Absaugen
verbunden ist. Das flüssige Epoxidharz kann auch nur durch Atmosphärendruck
ohne Verwendung einer speziellen komprimierenden Einrichtung angesaugt und gegossen
werden.
Bei Verwendung einer steifen einseitigen Form und einer flexiblen
Folie wird gewöhnlich das Ansaugen und Einspritzen durch Atmosphärendruck
angewendet. Es ist wirksam, ein Mittel zum Verteilen des Harzes zu verwenden, wie
es in US-Patent Nr. 4,902,215 angegeben ist, um beim Einspritzen durch Atmosphärendruck
eine gute Imprägnierung zu erzielen. Es kann auch ein Verbundstoff, der mit
einem Schaumstoffkern, einem Honigwabenkern, Metallteilen oder dergleichen verbunden
ist, erhalten werden, wenn dieser oder diese neben dem Substrat aus verstärkenden
Fasern in der Form angeordnet wird oder werden. Insbesondere hat ein Produkt mit
einer Sandwichstruktur, das durch Anordnen eines Substrats aus Kohlenstoffasern
auf beiden Seiten eines Schaumstoffkerns und durch Formen erhalten wird, ein geringes
Gewicht und eine hohe Biegesteifigkeit und ist somit als Material für eine
Außenplatte für zum Beispiel ein Auto, ein Flugzeug und dergleichen nützlich.
Außerdem ist es gelegentlich bevorzugt, vor der Anordnung eines Substrats aus
verstärkenden Fasern den nachstehend genannten Gelüberzug auf der Oberfläche
der steifen Form aufzubringen.
Die Viskosität der flüssigen Epoxidharzzusammensetzung bei
der Temperatur der Form zum Zeitpunkt des Einspritzens des Harzes liegt sowohl im
Falle der Verwendung einer geschlossenen Form als auch einer einseitigen Form vorzugsweise
im Bereich von 10 bis 1000 mPa·s. Wenn die Viskosität zu hoch ist, dauert
das Imprägnieren lange und die Produktivität kann abnehmen. Wenn die Viskosität
zu gering ist und auch wenn sie zu hoch ist, kann das Imprägnieren schlecht
sein.
Nachdem das Einspritzen des Harzes beendet ist, wird es unter Verwendung
einer geeigneten Heizvorrichtung erhitzt, damit es härtet, und der Form entnommen.
Wie vorstehend erwähnt, kann es falls erforderlich nach der Entnahme aus der
Form nachgehärtet werden.
Der Test des erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoffs
mit einem Bewitterungsmeßgerät kann wie im Falle eines gehärteten
Harzproduktes der Einfluß im Freien und der Test mit einem Bewitterungsmeßgerät
sein, und obwohl der gleiche Test mit einem Bewitterungsmeßgerät verwendet
werden kann, werden auf dem Gebiet von Kraftfahrzeugen, in der Architektur und dergleichen
oft Verfahren angewendet, die als Lichtquelle einen Kohlebogen
benutzen. Insbesondere wird ein 1500-stündiger Test mit einem Kohlebogen vom
Sonnenlicht-Typ durchgeführt, der gemäß JIS K5400-1990 (entspricht
ISO 4892-4:1994) erfolgt, und es wird der Farbunterschied der Oberfläche vor
dem Test und nach dem Test festgestellt.
Der Farbunterschied &Dgr;E*ab wird wie folgt gemessen. Es wird eine
Kolorimetrie von reflektiertem Licht mit einer C-Lichtquelle und bei einem Betrachtungswinkel
von 2° auf der Probe vor dem Test mit dem Bewitterungsmeßgerät und
der Probe nach diesem Test durchgeführt und der kolorimetrische Wert wird mit
dem Farbsystem CIE 1976 festgestellt. Der Farbunterschied &Dgr;E*ab, der sich
aus dem Test mit dem Bewitterungsmeßgerät ergibt, wird nach folgender
Gleichung erhalten:
&Dgr;E*ab = [(L*1 – L*2)2 + (a*1
– a*2)2 + (b*1 – b*2)2]1/2(1)
worin L*1, a*1 und b*1 kolorimetrische Werte vor
der Durchführung des Tests mit Bewitterungsmeßgerät sind und L*2,
a*2 und b*2 kolorimetrische Werte nach dem Test sind.
Der vorstehend genannte Farbunterschied &Dgr;E*ab vor dem Test und
nach dem Test soll nicht mehr als 4 betragen und beträgt vorzugsweise nicht
mehr als 3, da die Änderung des Farbtons in geringerem Maße festgestellt
werden kann.
Der Test des erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoffs
mit einem Bewitterungsmeßgerät kann auch unter Verwendung eines Bewitterungsmeßgerätes
durchgeführt werden, das eine Metallampe als Lichtquelle verwendet. Dieses
Auswertungsverfahren ist nützlich, wenn eine ungefähre Auswertung der
Witterungsbeständigkeit für eine kurze Zeit vorgenommen wird. In diesem
Fall sind die Testbedingungen vorzugsweise die gleichen wie bei der Auswertung der
Witterungsbeständigkeit eines gehärteten Harzproduktes. Die Bedingungen
für die Messung des Farbunterschiedes sind jedoch die gleichen wie die beim
vorstehend genannten Test eines faserverstärkten Verbundstoffs unter Verwendung
eines Testgerätes vom Kohlebogenlicht-Typ. In diesem Fall beträgt der
vorstehend genannte Farbunterschied &Dgr;E*ab vor dem Test und nach dem Test vorzugsweise
nicht mehr als 4 und stärker bevorzugt nicht mehr als 3.
Der Elastizitätsmodul eines Matrixharzes eines faserverstärkten
Verbundstoffs steht mit den mechanischen Eigenschaften, Druckfestigkeit, Biegefestigkeit,
Zugfestigkeit und dergleichen, eines faserverstärkten Verbundstoffs in Zusammenhang.
Deshalb beträgt der Biegemodul des erfindungsgemäßen faserverstärkten
Verbundstoffs bei Raumtemperatur vorzugsweise nicht weniger als 2,9 GPa und stärker
bevorzugt nicht weniger als 3,1 GPa. Der Biegemodul eines wärmehärtenden
Matrixharzes eines erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoffs
bei Raumtemperatur wird erhalten, indem eine Durchbiegungsmessung nach dem Verfahren
vorgenommen wird, das in JIS K7203 bei einer Probe durchgeführt worden ist,
die durch Einspritzen des verwendeten wärmehärtenden Matrixharzes in eine
Form mit einer Vertiefung mit einer Dicke von 2 mm, Härten, indem der gleiche
Wärmeverlauf wie beim Formen eines faserverstärkten Verbundstoffs bereitgestellt
wird, und Schneiden in ein Rechteck erhalten worden ist.
Der Umwandlungspunkt zweiter Ordnung eines wärmehärtenden
Matrixharzes eines erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoffs
wird durch Kalorimetrieanalyse mit Differentialabtastung eines kleinen Stücks
des faserverstärkten Verbundstoffs erhalten.
Die Matrix muß transparent sein, um einen faserverstärkten
Verbundstoff zu erhalten, bei dem das Tuch aus verstärkenden Fasern sichtbar
ist. Da ein gehärtetes Produkt aus einer Epoxidzusammensetzung, die nur aus
den Komponenten (A), (B) und (C) besteht, in den meisten Fällen transparent
ist, wenn nur das Einmischen eines Zusatzes, der die Transparenz beeinträchtigt,
zum Beispiel das Einmischen einer großen Menge von Pigmenten oder anorganischen
Füllstoffen, vermieden wird, ist das gehärtete Produkt der erfindungsgemäßen
Harzzusammensetzung transparent und für eine Matrix eines faserverstärkten
Verbundstoffs geeignet, bei dem das Tuch aus verstärkenden Fasern sichtbar
ist. Außerdem kann der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff
eine Struktur aufwiesen, bei der auf die gestaltete Oberfläche eine transparente
Harzschicht aufgebracht ist. Gestaltete Oberfläche bedeutet hier eine Oberfläche
von den Oberflächen des faserverstärkten Verbundstoffs, die auf übliche
Weise betrachtet werden kann und einen sehr schönen Anblick bieten soll. Die
gestaltete Oberfläche muß witterungsbeständig sein, da sie in eine
Umgebung gebracht wird, in der sie in vielen Fällen natürlichem Licht
ausgesetzt wird. Im Falle eines plattenförmigen faserverstärkten Verbundstoffs
liegen beide Fälle vor: daß die Oberfläche von nur einer Seite dieser
entspricht und daß die Oberflächen von beiden Seiten dieser entsprechen,
im Falle der Außenplatte einer Maschine entspricht dieser jedoch gewöhnlich
die Oberfläche von nur einer Seite. Im Falle eines hohlen, d.h. schlauch- bzw.
rohrförmigen oder kastenförmigen faserverstärkten Verbundstoffs entspricht
im allgemeinen gewöhnlich die Außenseite der gestalteten
Oberfläche. Im Falle eines kompakten, zum Beispiel eines stabförmigen,
faserverstärkten Verbundstoffs entspricht gewöhnlich die gesamte Oberfläche
der gestalteten Oberfläche.
Eines der Verfahren zur Bereitstellung einer transparenten Harzschicht
auf einer gestalteten Oberfläche besteht im Überziehen mit einem transparenten
Anstrich. Ein anderes praktisches Verfahren besteht darin, auf der Form einen transparenten
Gelüberzug aufzubringen, wenn die Formgebung nach dem RTM-Verfahren erfolgt,
und in einem Verfahren zum Ablegen von Hand, einem Aufsprühverfahren oder dergleichen.
Ein weiteres praktisches Verfahren besteht darin, eine Schicht eines thermoplastischen
Harzes oder eines wärmehärtenden Harzes auf die Oberfläche zu laminieren.
Es kann eine Vielzahl dieser transparenten Harzschichten aufgebracht werden. Zu
Beispielen eines Verfahrens zum Aufbringen einer Vielzahl von transparenten Harzschichten
gehört die gemeinsame Verwendung eines Gelüberzugs und eines transparenten
Überzugs, wodurch ein transparenter Überzug aufgebracht wird, der aus
zwei oder mehr Schichten besteht, und dergleichen. Die dekorative Ausgestaltung
kann weiter verbessert werden, wenn Färbemittel, wie ein Farbstoff und ein
Pigment, Metallpulver, schuppenförmige Füllstoffe und dergleichen einer
transparenten Harzschicht, die auf die gestaltete Oberfläche aufgebracht wird,
in einem solchen Bereich zugesetzt werden, daß die Transparenz nicht beeinträchtigt
wird, so daß die verstärkenden Fasern sichtbar sind. Obwohl eine auf eine
gestaltete Oberfläche aufgebrachte transparente Harzschicht selbstverständlich
eine hervorragende Witterungsbeständigkeit haben muß, können dafür
alle bekannten wasserdichten Materialien verwendet werden, da keine speziellen mechanischen
Eigenschaften erforderlich sind. Im Falle des Aufbringens einer transparenten Harzschicht
auf eine gestaltete Oberfläche ist die Witterungsbeständigkeit in dem
Zustand, bei dem die transparente Harzschicht aufgebracht ist, natürlich wesentlich.
Sie wird ausgewertet, indem ein 1500-stündiger Test auf der Außenseite
gemäß dem Test vom Kohlebogen-Sonnenlicht-Typ durchgeführt wird,
der in JIS K5400-1990 durchgeführt worden ist (entspricht ISO 4892-4:1994),
und der Farbunterschied der Außenseite vor und nach dem Test festgestellt wird.
Es ist bevorzugt, daß &Dgr;E*ab nicht mehr als 4 beträgt, und es ist
stärker bevorzugt, daß der Farbunterschied nicht mehr als 3 beträgt.
Bei der Auswertung der Witterungsbeständigkeit eines faserverstärkten
Verbundstoffs eines Substrats eines faserverstärkten Verbundstoffs mit einer
auf eine gestaltete Oberfläche aufgebrachten transparenten Harzschicht sollte
man andererseits, falls eine fast ebene Oberfläche ohne eine transparente Harzschicht
vorliegt, die Witterungsbeständigkeit dieser Oberfläche auswerten, und
falls nicht, sollte man die transparente Harzschicht durch Abschälen mit einem
Lösungsmittel oder Polieren entfernen und die Witterungsbeständigkeit
der entstehenden Oberfläche auswerten.
Die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung wird geeignet
als Beschichtungsmaterial und Klebemittel verwendet, die im Freien benutzt werden,
da sie sich durch Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Andererseits wurde einer
herkömmlichen Epoxidharzbeschichtung Witterungsbeständigkeit verliehen,
wenn eine große Menge Pigment oder Füllstoff zugesetzt wurde. Gemäß
der vorliegenden Erfindung kann eine transparente Epoxidharzbeschichtung erhalten
werden und ist vorteilhaft. Wenn die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung
als Beschichtungsmaterial oder Klebemittel verwendet wird, wird ein Verfahren, bei
dem eine lösungsmittelfreie Zusammensetzung aufgebracht und danach erhitzt
wird, damit sie härtet, oder ein Verfahren angewendet, bei dem eine Lösung
der erfindungsgemäßen Epoxidharzzusammensetzung aufgebracht wird, und
das Lösungsmittel danach verdampft wird, und diese erhitzt wird, damit sie
härtet.
Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Epoxidharzzusammensetzung
zum Gießen wird ein Gußteil erhalten, wenn eine lösungsmittelfreie
Zusammensetzung in eine Form gespritzt und erhitzt wird, damit sie härtet.
Die erfindungsgemäße Epoxidharzzusammensetzung kann geeignet
als Matrix eines faserverstärkten Verbundstoffs verwendet werden, da sie sich
durch mechanische Eigenschaften oder Wärmebeständigkeit des gehärteten
Produktes auszeichnet.
Das faserverstärkte Verbundmaterial, das eine gestaltete Oberfläche
erfordert, muß eine sehr ebene und glatte Oberfläche und eine Klarheit
des Bildes der gestalteten Oberfläche aufweisen. Um diese Anforderungen zu
erfüllen, sind ein sehr genaues Schleifen der Form und eine geeignete Auswahl
und das geeignete Aufbringen eines Gelüberzugs und eines Beschichtungsmaterials
erforderlich. Bei der Oberflächenebenheit und -glätte einer gestalteten
Oberfläche eines erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoffs
beträgt der Durchschnittswert der Rauhtiefe Ra, der erhalten wird, wenn eine
Messung der Oberflächenrauheit gemäß JIS B 0601 durchgeführt
wird (entspricht ISO 468:1982), vorzugsweise 0,05 bis 2,0 &mgr;m und stärker
bevorzugt 0,05 bis 1,3 &mgr;m. Die maximale Höhe Ry, die durch Anwendung
der gleichen Messung der Oberflächenrauheit erhalten wird, liegt vorzugsweise
im Bereich von 0,1 bis 5,0 &mgr;m und stärker bevorzugt im Bereich von 0,1
bis 3,0 &mgr;m. Wenn Ra oder Ry oberhalb des vorstehend genannten
Bereichs liegen, wird die Rauheit beim Aussehen oder Berühren auffällig.
Wenn Ra oder Ry unterhalb des vorstehend genannten Bereichs liegen, ist das Aussehen
zufriedenstellend, wenn die Rauheit jedoch zu gering ist, besteht die Möglichkeit,
daß die Herstellungskosten hoch sein können oder die Ausbeute gering sein
kann, und deshalb ist in der Praxis der vorstehend genannte Bereich bevorzugt. Bei
der Klarheit des Bildes einer gestalteten Oberfläche des erfindungsgemäßen
faserverstärkten Verbundstoffs liegt der NSIC-Wert, der gemäß ASTM
D5767 gemessen wird, vorzugsweise im Bereich von 30 bis 80% und stärker bevorzugt
im Bereich von 40 bis 70%. NSIC hat einen Wert von 0 bis 100%, und ein Wert von
100% ist der einer idealen Spiegelebene ohne Verzerrung des Bildes. Wenn eine ebene
und glatte gestaltete Oberfläche erzielt werden soll, ist es folglich nicht
bevorzugt, daß der NSIC-Wert unterhalb des vorstehend genannten Bereichs liegt,
da die Verzerrung des auf der gestalteten Oberfläche reflektierten Bildes stark
ist und der ästhetische Eindruck beeinträchtigt wird. Wenn der NSIC-Wert
oberhalb des vorstehend genannten Bereichs liegt, wird der umgebende Hintergrund
genau wie bei einem Spiegel reflektiert, und das ist ebenfalls nicht von Vorteil.
Bei einem faserverstärkten Verbundstoff mit einer gestalteten
Oberfläche muß die gestaltete Oberfläche eine ausreichende Härte
haben. Da ein gehärtetes Produkt der erfindungsgemäßen Epoxidharzzusammensetzung
eine ausreichende Härte hat, ist er völlig zufriedenstellend, wenn weder
ein Anstrich noch ein Gelüberzug aufgebracht werden, wenn jedoch ein Anstrich
oder ein Gelüberzug aufgebracht werden, müssen die Eigenschaften des Anstrichs
oder des Gelüberzugs geeignet ausgewertet werden. Die Bleifstiftritzhärte
einer gestalteten Oberfläche des erfindungsgemäßen faserverstärkten
Verbundstoffs, die gemäß JIS K 5600-5-4 gemessen wird (entspricht ISO
15184:1996), beträgt vorzugsweise F oder mehr. Wenn die Bleistiftritzhärte
weniger als F beträgt, besteht die Möglichkeit, daß die gestaltete
Oberfläche beim Waschen einen Schaden erleiden kann.
Da der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff
sowohl eine hervorragende dekorative Gestaltung als auch hervorragende mechanische
Eigenschaften hat, kann er für alle Anwendungszwecke benutzt werden, bei denen
er betrachtet werden kann und vorbestimmte mechanische Eigenschaften haben muß.
Er kann zum Beispiel geeignet für ein Teil für Sportartikel, wie einen
Golfschläger, einen Tennisschläger, eine Badmintonschläger, einen
Hockeyschläger, einen Skistock, eine Platt für einen Ski, ein Snowboard,
ein Skateboard, ein Surfbrett, eine Angel und dergleichen, und für ein Teil
eines Fahrzeugs mit gestalteten Oberflächen, wie ein Flugzeug, eine Rakete,
ein Schienenfahrzeug, ein Kraftfahrzeug (ein Pkw, ein Rennfahrzeug, ein Bus, ein
Lieferwagen, ein Waggon, ein Lkw, ein Wohnwagen und dergleichen), ein Motorrad,
ein Schiff, ein Ruderboot, ein Segelboot, ein Fahrrad und dergleichen und ferner
für ein Teil einer Badewanne oder eines Gehäuses eines elektronischen
Gerätes verwendet werden.
Wir werden das vorstehend genannte Teil von Sportartikeln und ein
Teil eines Fahrzeugs ausführlicher erklären, wobei ein Teil eines Kraftfahrzeugs
mit einer gestalteten Oberfläche als Beispiel genommen wird.
Der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff kann
vorzugsweise besonders für ein Teil für ein Kraftfahrzeug mit einer gestalteten
Oberfläche verwendet werden, d.h. eine Außenplatte, ein Innenmaterial
und ein aerodynamisches Teil. Als Außenplatte eines Kraftfahrzeugs kann es
insbesondere vorzugsweise für eine Motorhaube, eine vordere Stoßstange,
eine hintere Stoßstange, eine Türplatte, ein Dach, einen Kofferraumdeckel,
eine Rückscheibenplatte, einen Tankdeckel, eine Verzierung, eine Trimmung,
einen Grill, einen Stoßfänger, ein Armaturenbrett und dergleichen verwendet
werden. Als aerodynamisches Teil eines Kraftfahrzeugs kann es vorzugsweise für
einen hinteren Spoiler, eine vordere Luftsperre (air dam), eine seitliche Luftsperre,
eine Radkappe und dergleichen verwendet werden. Als Innenmaterial eines Kraftfahrzeugs
kann es vorzugsweise für eine Instrumententafel, ein Lenkrad, ein Armaturenbrettfach
(dash box), eine Mittelkonsole, ein Sitzrahmen und dergleichen verwendet werden.
Wenn der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff
für diese Kraftfahrzeugteile verwendet wird, kann das Gewicht des Fahrzeugs
verringert werden und gleichzeitig können ästhetische Eigenschaften verliehen
werden.
Da eine Außenplatte eines Kraftfahrzeugs und ein aerodynamisches
Teil aufgrund eines Unfalls, Schadens, des Zerbrechens und dergleichen häufig
gewechselt wird, werden das Aussehen und die Gestalt des Kraftfahrzeugs selbst beeinträchtigt,
wenn es zwischen dem ausgetauschten Plattenteil und dem nicht ausgetauschten Plattenteil
zu einem Farbunterschied kommt. Der erfindungsgemäße faserverstärkte
Verbundstoff ist auch aus dieser Sicht für eine Außenplatte eines Kraftfahrzeugs
und ein aerodynamisches Teil geeignet.
Eine Motorhaube, eine Türplatte, ein Dach, ein Kofferraumdeckel
und dergleichen, die eine große Oberfläche haben, sind
Teile, deren Farbe sich leicht durch einen Schlag ändert, und der erfindungsgemäße
faserverstärkte Verbundstoff läßt sich dafür besonders bevorzugt
verwenden. Da eine Motorhaube, ein Dach, ein Kofferraumdeckel und dergleichen, die
waagerechte Teile darstellen, direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind und leicht die
Farbe ändern, wird der erfindungsgemäße faserverstärkte Verbundstoff
dafür besonders vorteilhaft verwendet.
Wenn das Teil ein Plattenteil mit einer Krümmung ist (zum Beispiel
ein Kofferraumdeckel, dessen vorderer Teil eine weitestgehend waagerechte Fläche
ist und dessen hinterer Teil eine weitestgehend senkrechte Fläche ist), ändert
sich die Strahlungsmenge innerhalb der Oberfläche des gleichen Teils, und es
kommt leicht zu einem Farbunterschied, und deshalb kann der erfindungsgemäße
faserverstärkte Verbundstoff geeignet für ein Plattenteil mit einer Krümmung
verwendet werden.
Innenmaterialien eines Kraftfahrzeugs empfangen entsprechend ihrer
Bereiche unterschiedliche Mengen der Lichtstrahlung. Wenn ein Material, das sich
leicht durch Licht verfärbt, für das Innenmaterial verwendet wird, ändert
sich der Farbton bei langer Verwendung entsprechend ihrer Bereiche, und deshalb
wird das schöne Aussehen beeinträchtigt. Der erfindungsgemäße
faserverstärkte Verbundstoff ist aus diesem Grund für Innenmaterialien
eines Kraftfahrzeugs geeignet.
BEISPIELE
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend auf der Basis der Beispiele
ausführlich beschrieben. Außerdem sind die Bedingungen und Ergebnisse
jedes Beispiels zusammen in den nachfolgenden Tabellen 1 und 2 und die der Vergleichsbeispiele
zusammen in Tabelle 3 aufgeführt. Außerdem steht &egr;380 in den Beispielen
für einen bei 25°C in Chloroform gemessenen Molekülextinktionskoeffizienten.
Beispiel 1(1) Herstellung einer Epoxidharzzusammensetzung
120,0 Gew.-Teile 4-Methylhexahydrophthalsäureanhydrid (Formel
14, Handelsbezeichnung: Rikacid MH-700, von New Japan Chemical Co., Ltd. hergestellt)
als Carbonsäureanhydrid mit einem Cycloalkan-Ring und 1,1 Gew.-Teile 2-(3-tert.-Butyl-2-hydroxy-5-methylphenyl)-5-chlor-2H-benzotriazol
(Formel 29, &egr;380 = 6,0 × 103, Handelsbezeichnung: ADK STAB
LA-36, von Asahi Denka Co., Ltd. hergestellt) als UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ
wurden zu 100,0 Gew.-Teilen 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexancarboxylat
(Formel 3, Handelsbezeichnung: Celloxide 2021P, von Daicel Chemical Industries,
Ltd. hergestellt) als Epoxidharz mit einem 1,2-Epoxycyclohexan-Ring gegeben, und
das Gemisch wurde ausreichend gerührt, wodurch die Epoxidharzzusammensetzung
1 erhalten wurde.
(2) Herstellung eines gehärteten Epoxidharzproduktes
Die vorstehend genannte Epoxidharzzusammensetzung 1 wurde in eine
Form mit einer plattenförmigen Vertiefung mit einer Dicke von 2 mm gespritzt
und zum Härten 4 Stunden bei 100°C und 10 Stunden bei 150°C erhitzt.
Danach wurde sie der Form entnommen, und es wurde ein gehärtetes Epoxidharzprodukt
mit einer Dicke von 2 mm erhalten.
(3) Messung der physikalischen Eigenschaften des gehärteten Harzproduktes
Ein Teststück mit einer Breite von 10 mm und einer Länge
von 60 mm wurde aus dem vorstehend genannten gehärteten Epoxidharzprodukt ausgeschnitten,
und es wurde ein Dreipunkt-Biegetest einer Testgeschwindigkeit von 2,5 mm und einem
Abstand zwischen den Hebelstützpunkten von 32 mm durchgeführt, und der
Biegemodul wurde gemäß JIS K7203 gemessen. Das Ergebnis zeigte, daß
der Biegemodul 3,6 GPa betrug.
In der gleichen Weise wurde ein kleines Teststück mit einer Größe
von 1(1/2) ausgeschnitten, und die Zugdehnung wurde gemäß JIS K7113 gemessen
(entspricht ISO 527-2). Das Ergebnis zeigte, daß die Zugdehnung 0,9% betrug.
Dieser Biegemodul und diese Zugdehnung zeigten, daß es als Matrixharz, das
für einen faserverstärkten Verbundstoff verwendet wird, ausreichende mechanische
Eigenschaften aufwies.
(4) Bewitterungstest eines gehärteten Epoxidharzproduktes
Das vorstehend genannte gehärtete Epoxidharzprodukt wurde zu
einem Quadrat mit 50 mm geschnitten und als Teststück für den Bewitterungstest
benutzt. Dieses Teststück wurde dem Bewitterungstest ausgesetzt, wobei ein
Bewitterungsmeßgerät (Metaling Weather Meter M6T, von Suga Test Instruments
Co., Ltd. hergestellt) verwendet wurde, das einen Zyklus 100mal wiederholte (d.h.
100 Stunden), der aus 12 Minuten Bestrahlen unter Besprühen mit Wasser bei
Temperaturbedingungen der schwarzen Platte von 63°C und 48 Minuten Bestrahlen
ohne Besprühen mit Wasser bei Temperaturbedingungen der schwarzen Platte von
63°C und einer relativen Feuchte von 50% bestand.
(5) Messung des Farbunterschiedes
Der Farbunterschied des gehärteten Produktes vor und nach dem
Bewitterungstest wurde mit einem spektrophotometrischen Kolorimeter mit mehreren
Lichtquellen (MSC-P, von Suga Test Instruments Co., Ltd. hergestellt) gemessen.
Zuerst wurde ein Teststück (mit einer Dicke von 2 mm) vor der Durchführung
des Bewitterungstestes auf das spektrophotometrische Kolorimeter mit mehreren Lichtquellen
gegeben, und der spektrale Lichtdurchlaßgrad wurde bei Meßbedingungen
des Transmissionslichtmodus, einer C-Lichtquelle, einem Betrachtungswinkel von 2°,
einem Einfall von 8°, ohne enthaltenes reguläres Reflexionslicht, und
einer Wellenlänge im Bereich von 380 bis 780 nm gemessen. Außerdem wurden
die kolorimetrischen Werte vor dem Bewitterungstest in einem L*a*b*-Farbsystem CIE
1976 (L*1, a*1, b*1) berechnet, wobei ein mit dem
Gerät verbundenes Programm benutzt wurde. Dann wurde das Teststück nach
der Durchführung des Bewitterungstestes auf das Spektrum-Kolorimeter mit mehreren
Lichtquellen gegeben, und die kolorimetrischen Werte nach dem Bewitterungstest (L*2,
a*2, b*2) wurden nach dem gleichen Verfahren wie vorstehend
aufgeführt berechnet. Als Ergebnis der Feststellung des Farbunterschiedes des
gehärteten Produktes vor und nach dem Bewitterungstest anhand der Gleichung
(1) betrug der Farbunterschied 0,43, was zeigt, daß es eine hervorragende Witterungsbeständigkeit
hat.
(6) Herstellung eines faserverstärkten Verbundmaterials
Vier Kohlenstoffasergewebe CK6250E (Kohlenstoffaser: T700S-12K, Textur:
Leinwandbindung, Flächengewicht der Faser: 190 g/m2, von Toray Industries,
Inc. hergestellt), auf 295 mm × 395 mm zugeschnitten, als verstärkende
Faser wurden in einer 300 mm × 400 mm × 5 mm plattenförmigen Vertiefung
einer Form laminiert, und die Form wurde festgeklemmt, indem eine obere Druckplatte
befestigt wurde. Dann wurde die Epoxidharzzusammensetzung 1 in die Form gespritzt
und für das Härten 4 Stunden bei 100°C und 10 Stunden bei 150°C
erhitzt, darauf folgte die Entnahme aus der Form, wodurch ein faserverstärktes
Verbundmaterial hergestellt wurde.
(7) Bewitterungstest und Messung des Farbunterschiedes eines faserverstärkten
Verbundstoffs
Dann erfolgte eine Auswertung des vorstehend genannten faserverstärkten
Verbundstoffs durch Kolorimetrie und in bezug auf die Witterungsbeständigkeit.
Zuerst wurde das faserverstärkte Verbundmaterial auf 50 mm × 50 mm geschnitten
und der spektrale Reflexionsanteil und der kolorimetrische Wert wurden erhalten,
indem im Bereich von 380 bis 780 nm bei den Bedingungen einer C-Lichtquelle, einem
Betrachtungswinkel von 2°, einer Meßöffnung &phgr; von 30 mm, einem
Einfall von 8° und ohne enthaltenes reguläres Reflexionslicht gemessen
wurde, wobei das vorstehend genannte Spektrophotometer mit mehreren Lichtquellen
MSC-P, von Suga Test Instruments Co., Ltd. hergestellt, verwendet wurde und die
Daten verarbeitet wurden.
Dann wurde ein Bewitterungstest des faserverstärkten Verbundstoffs
durchgeführt. Dieser wurde genau wie beim vorstehend genannten 100-stündigen
Test des gehärteten Epoxidharzproduktes mit einem Bewitterungsmeßgerät
vorgenommen. Der Farbunterschied &Dgr;E*ab betrug 1,83, und das Aussehen war vor
und nach dem Bewitterungstest unverändert, und das Aussehen war gut.
Beispiel 2(1) Herstellung einer Epoxidharzzusammensetzung
Als Imidazolverbindung wurden der in Beispiel 1 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
1 ferner 6,6 Gew.-Teile 1,2-Dimethylimidazol (Handelsbezeichnung: Curezol 1,2-DMZ,
von Shikoku Chemicals Corp. hergestellt) zugesetzt, und das Gemisch wurde ausreichend
gerührt, wodurch die Epoxidharzzusammensetzung 2 erhalten wurde.
(2) Herstellung eines gehärteten Epoxidharzproduktes
Die vorstehend genannte Epoxidharzzusammensetzung 2 wurde in eine
Form mit einer plattenförmigen Vertiefung mit einer Dicke von 2 mm gespritzt
und zum Härten 2 Stunden bei 70°C und 2 Stunden bei 100°C erhitzt.
Dann wurde sie der Form entnommen, und es wurde ein gehärtetes Epoxidharzprodukt
mit einer Dicke von 2 mm erhalten.
(3) Bewitterungstest, Messung des Farbunterschiedes
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes in genau der gleichen Weise wie in Beispiel 1 betrug der Farbunterschied
0,48, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende Witterungsbeständigkeit
aufwies.
Beispiel 3(1) Herstellung einer Epoxidharzzusammensetzung
Der in Beispiel 2 hergestellten Epoxidharzzusammensetzung wurden ferner
als Polyol, das weder einen aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom aufweist,
11,0 Gew.-Teile Diethylenglycol (Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) zugesetzt,
und das Gemisch wurde ausreichend gerührt, wodurch die Epoxidharzzusammensetzung
3 erhalten wurde.
In genau der gleichen Weise wie in Beispiel 2 wurden die Epoxidharzzusammensetzung
3 zum Härten erhitzt und der Bewitterungstest des gehärteten Produktes
durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, daß der Farbunterschied 3,45 betrug
und es eine hervorragende Witterungsbeständigkeit hatte.
Beispiel 4
Eine Zusammensetzung, die der in Beispiel 3 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
3 identisch ist, außer daß der Zusatz des UV-Absorptionsmittels vom Benzotriazol-Typ
ADK STAB LA-36 in 0,2 Gew.-Teile abgeändert wurde, wurde als Epoxidharzzusammensetzung
4 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes der Epoxidharzzusammensetzung 4 in genau der gleichen Weise wie in Beispiel
2 betrug der Farbunterschied 1,37, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende
Witterungsbeständigkeit hat.
Beispiel 5
Eine Zusammensetzung, die der in Beispiel 4 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
4 identisch ist, außer daß 0,2 Gew.-Teil des UV-Absorptionsmittels vom
Benzotriazol-Typ 2-(2-Hydroxy-5-methylphenyl)-2H-benzotriazol (Formel 31, &egr;380
= 9,0 × 102, Handelsbezeichnung: SEESORB 701, von Shipro Kasei Kaisha,
Ltd. hergestellt) anstelle von ADK STAB LA-36 zugesetzt wurde, wurde als Epoxidharzzusammensetzung
5 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes der Epoxidharzzusammensetzung 4 in genau der gleichen Weise wie in Beispiel
2 betrug der Farbunterschied 3,01, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende
Witterungsbeständigkeit hat.
Beispiel 6
Eine Zusammensetzung, die der in Beispiel 4 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
4 identisch ist, außer daß 0,2 Gew.-Teil des UV-Absorptionsmittels vom
Benzotriazol-Typ 2-(2-Hydroxy-3,5-di-tert.-pentylphenyl)-2H-benzotriazol (Formel
25, &egr;380 = 4,6 × 103, Handelsbezeichnung: SEESORB 704, von
Shipro Kasei Kaisha, Ltd. hergestellt) anstelle von ADK STAB LA-36 zugesetzt wurde,
wurde als Epoxidharzzusammensetzung 6 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes der Epoxidharzzusammensetzung 6 in genau der gleichen Weise wie in Beispiel
2 betrug der Farbunterschied 1,03, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende
Witterungsbeständigkeit hat.
Beispiel 7
Eine Zusammensetzung, die der in Beispiel 4 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
4 identisch ist, außer daß 0,2 Gew.-Teil des UV-Absorptionsmittels vom
Benzotriazol-Typ 2-(2-Hydroxy-5-tert.-octylphenyl)-2H-benzotriazol (Formel 32, &egr;380
= 1,9 × 103, Handelsbezeichnung: SEESORB 709, von Shipro Kasei Kaisha,
Ltd. hergestellt) anstelle von ADK STAB LA-36 zugesetzt wurde, wurde als Epoxidharzzusammensetzung
7 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes der Epoxidharzzusammensetzung 7 in genau der gleichen Weise wie in Beispiel
2 betrug der Farbunterschied 4,85, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende
Witterungsbeständigkeit hat.
Beispiel 8
Eine Zusammensetzung, die der in Beispiel 4 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
4 identisch ist, außer daß 0,2 Gew.-Teil des UV-Absorptionsmittels vom
Benzophenon-Typ 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon (Formel 34, &egr;380 = 2,0 ×
101, Handelsbezeichnung: SEESORB 101, von Shipro Kasei Kaisha, Ltd. hergestellt)
anstelle von ADK STAB LA-36 zugesetzt wurde, wurde als Epoxidharzzusammensetzung
8 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes der Epoxidharzzusammensetzung 8 in genau der gleichen Weise wie in Beispiel
2 betrug der Farbunterschied 4,92, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende
Witterungsbeständigkeit hat.
Beispiel 9
Eine Zusammensetzung, die der in Beispiel 4 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
4 identisch ist, außer daß 0,2 Gew.-Teil des UV-Absorptionsmittels vom
Benzophenon-Typ 2-Benzyloxy-2-hydroxybenzophenon (Formel 37, &egr;380 = 3,0 ×
101, Handelsbezeichnung: SEESORB 105, von Shipro Kasei Kaisha, Ltd. hergestellt)
anstelle von ADK STAB LA-36 zugesetzt wurde, wurde als Epoxidharzzusammensetzung
9 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes der Epoxidharzzusammensetzung 9 in genau der gleichen Weise wie in Beispiel
2 betrug der Farbunterschied 4,72, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende
Witterungsbeständigkeit hat.
Beispiel 10
Eine Zusammensetzung, die der in Beispiel 4 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
4 identisch ist, außer daß 0,2 Gew.-Teil des UV-Absorptionsmittels vom
Benzophenon-Typ 2,2'-Dihydroxy-4,4'-dimethoxybenzophenon (Formel 39, &egr;380
= 9,0 × 103, Handelsbezeichnung: SEESORB 107, von Shipro Kasei Kaisha,
Ltd. hergestellt) anstelle von ADK STAB LA-36 zugesetzt wurde, wurde als Epoxidharzzusammensetzung
10 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Härtens der Epoxidharzzusammensetzung
10 durch Erwärmen und der Durchführung des Bewitterungstests in genau
der gleichen Weise wie in Beispiel 2 betrug der Farbunterschied 2,43, womit deutlich
wird, daß es eine hervorragende Witterungsbeständigkeit hat.
Beispiel 11(1) Herstellung einer Epoxidharzzusammensetzung
100,8 Gew.-Teile 4-Methylhexahydrophthalsäureanhydrid (Handelsbezeichnung:
Rikacid MH-700, von New Japan Chemical Co., Ltd. hergestellt) als Carbonsäureanhydrid
mit einem Cycloalkan-Ring, 0,2 Gew.-Teil 2-(3,5-Di-t-pentyl-2-hydroxyphenyl)-2H-benzotriazol
(Handelsbezeichnung: SEESORB 704, von Shipro Kasei Kaisha, Ltd. hergestellt) als
UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ, 3,0 Gew.-Teile 1,2-Dimethylimidazol (Handelsbezeichnung:
Curezole, 1,2-DMZ, von Shikoku Chemicals Corp. hergestellt) als Imidazolverbindung,
6,0 Gew.-Teile Diethylenglycol (Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) als Polyol,
das weder einen aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom hat, wurden bei Raumtemperatur
zu 50,0 Gew.-Teilen 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexancarboxylat (Handelsbezeichnung:
Celloxide 2021P, von Daicel Chemical Industries, Ltd. hergestellt)
und 50,0 Gew.-Teilen Bis(3,4-epoxycyclohexylmethyl)adipat (Formel 4, Handelsbezeichnung:
ERL-4299, von Union Carbide Japan, Ltd. hergestellt) als Epoxidharze mit 1,2-Epoxycyclohexan-Ringen
gegeben, und das Gemisch wurde ausreichend gerührt, wodurch die Epoxidharzzusammensetzung
11 erhalten wurde.
Als Ergebnis der Herstellung eines gehärteten Produktes in genau
der gleichen Weise wie in Beispiel 3 und der Messung der mechanischen Eigenschaften
betrug der Biegemodul 3,0 GPa und die Zugdehnung lag bei 2,1%, womit deutlich wird,
daß es mechanische Eigenschaften hat, die für ein Matrixharz für
einen faserverstärkten Verbundstoff ausreichend sind. Als Ergebnis der Durchführung
des Bewitterungstests in genau der gleichen Weise wie in Beispiel 1 betrug zudem
der Farbunterschied 1,17, womit deutlich wird, daß es eine hervorragende Witterungsbeständigkeit
hat.
Beispiel 12(1) Herstellung einer Epoxidharzzusammensetzung
110,6 Gew.-Teile 4-Methylhexahydrophthalsäureanhydrid (Handelsbezeichnung:
Rikacid MH-700, von New Japan Chemical Co., Ltd. hergestellt) als Carbonsäureanhydrid
mit einem Cycloalkan-Ring, 0,2 Gew.-Teil 2-(3,5-Di-t-pentyl-2-hydroxyphenyl)-2H-benzotriazol
(Handelsbezeichnung: SEESORB 704, von Shipro Kasei Kaisha, Ltd. hergestellt) als
UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ, 6,6 Gew.-Teile 1,2-Dimethylimidazol (Handelsbezeichnung:
Curezole, 1,2-DMZ, von Shikoku Chemicals Corp. hergestellt) als Imidazolverbindung,
11,0 Gew.-Teile Diethylenglycol (Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) als Polyol,
das weder einen aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom hat, wurden bei Raumtemperatur
zu 25 Gew.-Teilen 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexancarboxylat (Handelsbezeichnung:
Celloxide 2021P, von Daicel Chemical Industries, Ltd. hergestellt) und 75 Gew.-Teilen
Bis(3,4-epoxycyclohexylmethyl)adipat (Handelsbezeichnung: ERL-4299, von Union Carbide
Japan, Ltd. hergestellt) als Epoxidharze mit 1,2-Epoxycyclohexan-Ringen gegeben,
und das Gemisch wurde ausreichend gerührt, wodurch die Epoxidharzzusammensetzung
12 erhalten wurde.
In genau der gleichen Weise wie in Beispiel 3 wurden die Epoxidharzzusammensetzung
12 zum Härten erhitzt und die mechanischen Eigenschaften gemessen. Das Ergebnis
zeigt, daß der Biegemodul 2,9 GPa betrug und die Zugdehnung bei 4,4% lag, und
daß sie mechanische Eigenschaften aufwies, die für ein Matrixharz für
einen faserverstärkten Verbundstoff ausreichend sind. Als Ergebnis der Durchführung
des Bewitterungstests in genau der gleichen Weise wie in Beispiel 1 betrug zudem
der Farbunterschied 0,93, womit deutlich wird, daß sie eine hervorragende Witterungsbeständigkeit
hat.
Vergleichsbeispiel 1
Eine Harzzusammensetzung, die das UV-Absorptionsmittel in der in Beispiel
3 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung 3 nicht enthielt, wurde als Epoxidharzzusammensetzung
13 bezeichnet.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests des gehärteten
Produktes der Epoxidharzzusammensetzung 13 in genau der gleichen Weise wie in Beispiel
2 betrug der Farbunterschied 6,85, womit deutlich wird, daß es eine schlechte
Witterungsbeständigkeit hat.
Vergleichsbeispiel 2
Eine Harzzusammensetzung, die in den in Beispiel 3 verwendeten Epoxidharzzusammensetzungen
3 1,1 Gew.-Teile des Lichtstabilisators aus einem gehinderten Amin 1,2,2,6,6-Pentamethyl-4-piperidyltridecyl-1,2,3,4-butantetracarboxylat
(Handelsbezeichnung: ADK STAB LA-62, von Asahi Denka Co., Ltd. hergestellt) anstelle
von ADK STAB LA-36 enthielt, wurde als Epoxidharzzusammensetzung 14 bezeichnet.
Der Lichtstabilisator aus einem gehinderten Amin ist ein häufig verwendeter
Zusatz, um die Witterungsbeständigkeit von Kunststoffen zu verbessern.
In genau der gleichen Weise wie in Beispiel 2 wurden die Epoxidharzzusammensetzung
14 zum Härten erhitzt und der Bewitterungstest durchgeführt. Das Ergebnis
zeigt, daß der Farbunterschied 5,45 beträgt und die Witterungsbeständigkeit
schlecht war und daß ein Lichtstabilisator aus einem gehinderten Amin bei der
Verbesserung der Witterungsbeständigkeit unwirksam war.
Vergleichsbeispiel 3
Ein alicyclisches Amin (Ancamine 2049, von PTI Japan, Ltd. hergestellt)
wurde zu 70,0 Gew.-Teilen eines Epoxids vom Typ eines Bisphenols F (Handelsbezeichnung:
Epikote 807, von Japan Epoxy Resins Co., Ltd. hergestellt), das ein Epoxidharz mit
Benzolringen ist, und 30,0 Gew.-Teilen N,N,O-Triglycidyl-p-aminophenol (Handelsbezeichnung:
Epikote 630, von Japan Epoxy Resins Co., Ltd. hergestellt), das ein Epoxidharz mit
einem Benzolring und einem Amin-Stickstoffatom ist, gegeben, und das Gemisch wurde
ausreichend gerührt, wodurch die Epoxidharzzusammensetzung 15 erhalten wurde.
Die Epoxidharzzusammensetzung ist ein Modell einer Epoxidharzzusammensetzung für
herkömmliche übliche faserverstärkte Verbundstoffe.
Die Epoxidharzzusammensetzung 15 wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 3 erhitzt und gehärtet, wodurch ein gehärtetes Produkt erhalten
wurde. Außerdem lautete das Ergebnis der Messung des Biegemoduls und der Zugdehnung
des gehärteten Produktes, die in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 erfolgten,
3,2 GPa bzw. 7,4%, womit deutlich wird, daß es mechanische Eigenschaften aufweist,
die für ein Matrixharz für einen faserverstärkten Verbundstoff ausreichend
sind.
Als Ergebnis der Durchführung des Bewitterungstests in genau
der gleichen Weise wie in Beispiel 3 betrug jedoch der Farbunterschied 10,49, und
es verfärbte sich gelb und hatte eine schlechte Witterungsbeständigkeit.
Vergleichsbeispiel 4
Der im Vergleichsbeispiel 3 verwendeten Epoxidharzzusammensetzung
15 wurde ferner 0,1 Gew.-Teil 2(2'-Hydroxy-3'-t-butyl-5'-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol
(Handelsbezeichnung: ADK STAB LA-36, von Asahi Denka Co., Ltd. hergestellt) als
UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ zugesetzt, und die erhaltene Harzzusammensetzung
wurde als Epoxidharzzusammensetzung 16 bezeichnet.
Als Ergebnis der Herstellung eines gehärteten Produkts in genau
der gleichen Weise wie in Beispiel 3 und der Durchführung des Bewitterungstests
betrug der Farbunterschied 20,97, was eine noch schlechtere Witterungsbeständigkeit
gegenüber dem vorstehend genannten Epoxidharz 15 darstellte, das kein UV-Absorptionsmittel
enthielt. Selbst wenn ein UV-Absorptionsmittel, das in der vorliegenden Erfindung
wirksam ist, einer herkömmlichen üblichen Epoxidharzzusammensetzung zugegeben
wird, wird die Witterungsbeständigkeit nicht verbessert sondern statt dessen
schlechter.
Vergleichsbeispiel 5
111,5 Gew.-Teile 4-Methylhexahydrophthalsäureanhydrid (Handelsbezeichnung:
Rikacid MH-700, von New Japan Chemical Co., Ltd. hergestellt) als Carbonsäureanhydrid
mit einem Cycloalkan-Ring, 0,2 Gew.-Teil 2-(3,5-Di-t-pentyl-2-hydroxyphenyl)-2H-Benzotriazol
(Handelsbezeichnung: SEESORB 704, von Shipro Kasei Kaisha, Ltd. hergestellt) als
UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ, 6,6 Gew.-Teile 1,2-Dimethylimidazol (Handelsbezeichnung:
Curezole, 1,2-DMZ, von Shikoku Chemicals Corp. hergestellt) als Imidazolverbindung
und 11,0 Gew.-Teile Diethylenglycol (Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) als Polyol,
das weder einen aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom aufweist, wurden
bei Raumtemperatur zu 60 Gew.-Teilen 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexancarboxylat
(Handelsbezeichnung: Celloxide 2021P, von Daicel Chemical Industries, Ltd. hergestellt)
als Epoxidharz mit 1,2-Epoxycyclohexan-Ringen und 40,0 Gew.-Teilen eines Epoxids
vom Typ eines Bisphenols F (Handelsbezeichnung: Epikote 807, von Japan Epoxy Resins
Co., Ltd. hergestellt), das ein Epoxidharz mit Benzolringen ist, gegeben, und das
Gemisch wurde als Epoxidharzzusammensetzung 16 bezeichnet.
In genau der gleichen Weise wie im Beispiel 3 wurden die Epoxidharzzusammensetzung
16 zum Härten erhitzt und der Bewitterungstest durchgeführt. Das Ergebnis
zeigt, daß der Farbunterschied 12,38 betrug und es sich gelb verfärbt
hatte und eine schlechte Witterungsbeständigkeit aufwies.
Die Tabellen 1 bis 4 fassen die Bedingungen und Ergebnisse der vorstehend
aufgeführten Beispiele und Vergleichsbeispiele zusammen.
Beispiel 13(1) Herstellung einer Epoxidharzzusammensetzung
91,3 Gew.-Teile 4-Methylhexahydrophthalsäureanhydrid (Handelsbezeichnung:
Rikacid MH-700, von New Japan Chemical Co., Ltd. hergestellt) als Carbonsäureanhydrid
mit einem Cycloalkan-Ring, 0,1 Gew.-Teil 2-(3,5-Di-t-pentyl-2-hydroxyphenyl)-2H-benzotriazol
(Handelsbezeichnung: SEESORB 704, von Shipro Kasei Kaisha, Ltd. hergestellt) als
UV-Absorptionsmittel vom Benzotriazol-Typ, 5,7 Gew.-Teile 1,2-Dimethylimidazol (Handelsbezeichnung:
Curezole, 1,2-DMZ, von Shikoku Chemicals Corp. hergestellt) als Imidazolverbindung,
9,6 Gew.-Teile Diethylenglycol (Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) als Polyol,
das weder einen aromatischen Ring noch ein Amin-Stickstoffatom hat, wurden bei Raumtemperatur
zu 25 Gew.-Teilen 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexancarboxylat (Handelsbezeichnung:
Celloxide 2021P, von Daicel Chemical Industries, Ltd. hergestellt) als Epoxidharze
mit einem 1,2-Epoxycyclohexan-Ring und 75 Gew.-Teilen Bis(3,4-epoxycyclohexylmethyl)adipat
(Handelsbezeichnung: ERL-4299, von Union Carbide Japan, Ltd. hergestellt) gegeben,
und das Gemisch wurde ausreichend gerührt, wodurch die Epoxidharzzusammensetzung
17 erhalten wurde.
(2) Biegemodul eines wärmehärtenden Matrixharzes
Die vorher auf 40°C erwärmte Epoxidharzzusammensetzung 17
wurde in eine Form mit einer Vertiefung mit einer Dicke von 2 mm gespritzt, die
Form wurde in einen Heißluftofen mit 40°C gegeben, und die Temperatur
des Ofens wurde bei einer Erhöhungsrate von 1,5°C/min auf bis zu 90°C
erhitzt und 3 Stunden bei 90°C gehalten, um das Härten durchzuführen.
Dann wurde die erhaltene Probe zu einem Rechteck geschnitten, und der Biegemodul
bei Raumtemperatur (23°C) des wärmehärtenden Matrixharzes wurde mit
einem Instron-Testgerät, Modell 1128 (von Instron Corporation hergestellt)
gemäß JIS K7203 gemessen. Der Biegemodul betrug folglich 2,9 GPa.
(3) Herstellung eines faserverstärkten Verbundstoffs
Ein faserverstärkter Verbundstoff wurde nach dem RTM-Verfahren
hergestellt, wobei eine steife einseitige Form, eine flexible Folie und ein Harzverteilungsmittel
verwendet wurden.
1 ist eine Draufsicht eines Verbundstoffs und einer
Fertigungsvorrichtung bei der Herstellung des erfindungsgemäßen faserverstärkten
Verbundstoffs, und 2 ist eine Schnittansicht entlang
der Pfeile A-A des Verbundstoffs und von sonstigem aus 1.
In den Figuren ist 1 die als steife einseitige Form verwendete
Aluminiumplatte. 2 ist das als Belüftung (Belüftungsmaterial)
verwendete Glasfasergewebe, 3 ist ein Kohlenstoffasergewebe, das ein Substrat
aus verstärkenden Fasern darstellt, 4 ist Polyestertaft, der als Ablöseschicht
verwendet wird (Abdeckmaterial, um die Trennung zu erleichtern), 5 ist
ein Kunststoff-Gitter, das ein Harzverteilungsmittel darstellt. 6 und
7 sind Kanäle aus Aluminium zum Ansaugen von Luft (umfassen ein Harz)
bzw. zum Einspritzen des Matrixharzes, und das Matrixharz kann aus dem Weg A eingespritzt
werden, der ein Verbindungsweg zum Behälter für das Matrixharz darstellt,
der nicht dargestellt ist, und andererseits kann Luft von der Innenseite der verstärkenden
Faser 2 bis 4 zum Weg B angesaugt werden, der ein Verbindungsweg zu einer Vakuumpumpe
ist. Außerdem ist eine Falle im Ansaugweg B installiert, die nicht gezeigt
ist, um angesaugtes Harz zu entfernen. 8 ist eine Silicondichtung, um zu
verhindern, daß Luft von außen nach innen strömt, wenn der Druck
verringert wird, 9 ist eine Nylonfolie, die als flexible Folie verwendet
wird, 10 und 11 sind Polyethylenschläuche, die als Ansaugöffnung
für Luft bzw. Einlaß für das Matrixharz verwendet werden.
Als Platte 1 von 1 wurde eine
quadratische 500 mm Aluminiumplatte verwendet, ein Formtrennmittel (GA-6010, von
Daikin Industries, Ltd. hergestellt) wurde auf deren Oberfläche gesprüht.
Ein bandförmiges Glasfasergewebe 2 wurde parallel auf eine Seite der
Aluminiumplatte 2 gelegt. Unter Verwendung eines Kohlenstoffasergewebes
(CK6243C, von Toray Industries, Inc. hergestellt, Kohlenstoffasersorte: T700S, Textur:
Leinwandbindung, Flächengewicht der Faser: 300 g/m2), das zu einer
Länge von 350 mm und einer Breite von 350 mm geschnitten worden war, als Kohlenstoffasergewebe
3 wurden 7 Lagen davon angeordnet, so daß eine Seite davon das Glasfasergewebe
2 etwas überlappen kann, wie es in 2
dargestellt ist. Das Kohlenstoffasergewebe 3 wurde mit Polyestertaft
4 bedeckt, der etwas größer ausgeschnitten worden war, als das
Kohlenstoffasergewebe 3. Ein Gitter 5 aus Polypropylen (TSX-160,
von Mitsui Petrochemical Industrial Products, Ltd. hergestellt) als Harzverteilungsmittel
wurde so angeordnet, daß der Teil des Kohlenstoffasergewebes 3, der
nicht mit dem Glasfasergewebe 2 überlappt ist, bedeckt werden kann.
Ein Aluminiumkanal 6 als Ansaugweg für Luft und Harz wurde auf das
Glasfasergewebe 3 gelegt, und ein anderer Aluminiumkanal 7 als
Einspritzweg für das Harz wurde nahe der Seite angeordnet, die dem Glasfasergewebe
2 des Polypropylen-Gitters 5 gegenüberliegt. Eine Silicondichtung
8 wurde um die gesamte Aluminiumplatte 1 herum angeordnet, und
das Ganze wurde mit einer Nylonfolie 9 bedeckt. Eine Ansaugöffnung
wurde erzeugt, indem die Nylonfolie 9 ausgestanzt wurde, die die Endfläche
des Aluminiumkanals 6 bedeckt, der auf dem Glasfasergewebe 2 angeordnet
worden war, darin ein Polyethylenschlauch 10 eingesetzt wurde und der Bereich,
in dem der Schlauch 10 und die Folie 9 miteinander
in Kontakt kommen, mit einer Silicondichtung abgedichtet wurde. Außerdem wurde
in ähnlicher Weise ein Einlaß erzeugt, indem auch in die Seite des Aluminiumkanals
7, der auf dem Polypropylen-Gitter 5 angeordnet worden war, ein
Polyethylenschlauch 11 eingeführt wurde.
Das Ganze aus den vorstehend aufgeführten 1
und 2 wurde auf eine Heizplatte gegeben, der Schlauch
11 der Harzeinlaßseite wurde mit einem Behälter der Epoxidharzzusammensetzung,
der einen Warmwassermantel aufwies, verbunden, der Schlauch 10 auf der
Seite der Ansaugöffnung wurde durch eine Glasfalle und ein Ventil mit einer
Vakuumpumpe verbunden, und das Harzgefäß und die gesamte Ausrüstung
wurden bei 40°C erwärmt. Die Vakuumpumpe, die nicht gezeigt ist, wurde
angeschaltet, so daß sie ansaugt, und die Epoxidharzzusammensetzung
17 wurde in die Form gespritzt. Nachdem visuell bestätigt worden war,
daß die Epoxidharzzusammensetzung das Innere der Form füllt und in der
Epoxidharzzusammensetzung, die in die Falle auslief, im wesentlichen keine Luftblasen
mehr zu sehen waren, wurde das Ventil geschlossen, die Schläuche auf der Einlaßseite
und der Ansaugseite wurden zerschnitten, und die Ausrüstung wurde in einen
Heißluftofen mit 40°C gegeben. Die Temperatur wurde bei einer Erhöhungsrate
von 1,5°C/min auf bis zu 90°C erhöht und 3 Stunden bei 90°C
gehalten, um das Härten durchzuführen. Nachdem das Härten beendet
war, wurde die Ausrüstung demontiert, die Platte des faserverstärkten
Verbundstoffs wurde herausgenommen, und das Kunststoff-Gitter und der Polyestertaft
wurden abgenommen.
Der auf das Volumen bezogene Gehalt der Kohlenstoffasern des erhaltenen
faserverstärkten Verbundstoffs betrug 53,2%.
(4) Messung des Umwandlungspunkts zweiter Ordnung des Matrixharzes in einem
faserverstärkten Verbundstoff
Der Umwandlungspunkt zweiter Ordnung eines kleinen Stücks, das
aus dem vorstehend genannten faserverstärkten Verbundstoff ausgeschnitten worden
war, wurde mit einem Kalorimeter mit Differentialabtastung (Modell TA3000, von Mettler
hergestellt) bei einer Temperaturerhöhungsrate von 40°C/min und in einem
Temperaturbereich von 30 bis 300°C gemessen. Das Ergebnis zeigte, daß
er bei 92°C lag.
(5) Messung der mechanischen Eigenschaften des faserverstärkten Verbundstoffs
Die Zugfestigkeit bei Raumtemperatur (23°C) des vorstehend genannten
faserverstärkten Verbundstoffs wurde mit einem Instron-Testgerät, Modell
1128 (von Instron Corporation hergestellt) gemäß ISO 527-1, 527-4 gemessen.
Die Abmessung des Teststücks wurde auf eine Breite von 25 mm und eine Länge
von 250 mm gebracht, und ein Streifen aus GFRP wurde an das Teststück geklebt.
Die Zugfestigkeit betrug 1160 MPa, was hervorragend ist.
(6) Messung der Witterungsbeständigkeit des faserverstärkten
Verbundstoffs
Beim vorstehend genannten faserverstärkten Verbundstoff (ohne
Anstrich) wurde ein Bewitterungstest für 1500 Stunden mit einem Kohlebogen-Sonnenlicht-Testgerät
(von Suga Test Instruments Co., Ltd. hergestellt) gemäß JIS K 5400-1990
durchgeführt. Dann wurde der Farbunterschied &Dgr;E*ab des vorstehend genannten
faserverstärkten Verbundstoffs vor und nach dem Bewitterungstest bei Bedingungen
mit einer C-Lichtquelle, einem Betrachtungswinkel von 2° und einer Meßöffnung
von 30 mm ϕ und reflektiertem Licht unter Verwendung eines spektrophotometrischen
Kolorimeters (MSC-P, von Suga Test Instruments Co., Ltd. hergestellt) gemessen.
Folglich betrug der Farbunterschied &Dgr;E*ab vor und nach dem Bewitterungstest
2,9, was hervorragend ist.
Beispiel 14
Mit dem erfindungsgemäßen faserverstärkten Verbundstoff
wurde ein Modell einer Motorhaube eines Autos geformt.
3 zeigt den Umriß der verwendeten Form, und
4 zeigt die Konfiguration des Substrats aus verstärkenden
Fasern und der Bestandteilmaterialien. Eine Metallform 12 wird aus Eisen
hergestellt und mit einem Einlaß 13 zum Einspritzen eines Harzes,
einer Gießrinne 14, um das Harz entlang der Produktoberfläche
der Form zu leiten, einer Produktoberfläche 15, die eine durchschnittliche
Oberflächenrauheit Ra von 0,1 &mgr;m hat, einer Gießrinne
16 zum Auffangen des überschüssigen Harzes und einem Auslaß
17 für Harz ausgestattet.
Nach dem Lösen der Metallform 12 wurde zuerst ein Gelüberzug
auf die Produktoberfläche 15 der Form gesprüht, wobei eine Spritzpistole
vom Druckzuführungs-Typ verwendet wurde, so daß die Beschichtungsdicke
0,3 mm betragen konnte. Dieser Gelüberzug wurde gehärtet, indem man ihn
einen Tag bei Raumtemperatur stehenließ. Für den Gelüberzug wurde
eine Verbindung verwendet, die aus 100 Gew.-Teilen NR-AC000IP (von Ferro Enamels
(Japan) Ltd. hergestellt) und 1 Gew.-Teil Kayamek M (von Kayaku Akzo Corporation
hergestellt) bestand. Danach wurde sechs Kohlenstoffasergewebe (CK6250E, von Toray
Industries, Inc. hergestellt, Kohlenstoffasersorte: T300B, Textur: Leinwandbindung,
Flächengewicht der Faser: 190 g/m2), die entsprechend der Form der
Produktoberfläche 15 geschnitten worden waren, als Substrat
19 aus verstärkenden Fasern auf die Produktoberfläche
15 der Form gelegt. Dann wurde eine Ablöseschicht 20 aus
Nylon (Release Ply A, von Airteck) in der Form der Produktoberfläche zugeschnitten
und auf das Substrat 19 aus verstärkenden Fasern gelegt. Dann wurde
ein Polypropylen-Gitter 21 (TSX 160, von Mitsui Petrochemical Industrial
Products, Ltd. hergestellt) als Harzverteilungsmittel auf die Ablöseschicht
20 gelegt. Außerdem wurde entlang der Form eine Silicondichtung
18 angeordnet, und durch Bedecken mit einer Nylonfolie 22 und
Absaugen aus dem Harzauslaß 17 mit einer Vakuumpumpe wurde der Druck
des Forminneren, das heißt der Raum zwischen der Produktoberfläche der
Metallform und der Nylonfolie, bei 0,1 MPa eingestellt. Dabei wurde die Temperatur
der Form bei 90°C eingestellt.
Dann wurde eine Epoxidharzzusammensetzung (das Epoxidharz
17, das im Beispiel 13 verwendet worden war) mit einer Temperatur von 30°C
in die Form gespritzt. Als das Harz aus dem Harz 17 herauskam, wurde das
Einspritzen beendet, die Temperatur der Form wurde 3 Stunden bei 90°C gehalten,
damit das Harz härtet. Nachdem das Erwärmen der Form beendet war und die
Temperatur der Form etwa 50°C betrug, wurden die Nylonfolie, das Harzverteilungsmittel
und die Ablöseschicht entnommen, und ein faserverstärkter Verbundstoff
mit der Form einer Motorhaube eines Autos wurde der Form entnommen.
Die Oberflächenrauheit der gestalteten Oberfläche des erhaltenen
faserverstärkten Verbundstoffs, das heißt der Oberfläche mit einer
Gelüberzugsschicht, die mit der Form in Kontakt gestanden hatte, wurde gemessen,
dies zeigte, daß Ra 0,7 &mgr;m und Ry 1,5 &mgr;m betrugen. Es wurde die
Klarheit des Bildes der gestalteten Oberfläche gemessen, dies zeigte, daß
NSIC 45 Prozent betrug. Die Bleistiftritzhärte der gestalteten Oberfläche
lag bei 3H.
Zwei Teststücke mit einer quadratischen Form mit 5 cm wurden
aus dem erhaltnen faserverstärkten Verbundstoff ausgeschnitten, und es wurde
für 1500 Stunden ein beschleunigter Lichtechtheitstest mit einem Kohlebogen-Sonnenlicht-Testgerät
(von Suga Test Instruments Co., Ltd. hergestellt) bei den gleichen Bedingungen wie
in Beispiel 13 durchgeführt. Ein Teststück wurde in das Testgerät
gegeben, so daß die gestaltete Oberfläche freiliegen kann, und das andere
wurde so in das Testgerät gegeben, daß die entgegengesetzte Oberfläche,
d.h. die Oberfläche ohne Gelüberzugsschicht, freiliegen kann. Der Farbunterschied
&Dgr;E*ab der gestalteten Oberfläche vor und nach dem beschleunigten Lichtechtheitstest
beträgt 3,1, und der Farbunterschied &Dgr;E*ab der Oberfläche ohne Gelüberzugsschicht
betrug 2,8, beide zeigten eine hervorragende Witterungsbeständigkeit.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
Ein gehärtetes Produkt aus einer erfindungsgemäßen
Epoxidharzzusammensetzung und ein erfindungsgemäßer faserverstärkter
Verbundstoff haben eine ganz hervorragende Witterungsbeständigkeit, insbesondere
eine geringe Farbänderung nach dem Bestrahlen mit Licht, sowie auch hervorragende
mechanische Eigenschaften.
Anspruch[de]
Epoxidharzzusammensetzung, umfassend (A) ein Epoxidharz mit einem Cycloalkan-Ring
oder einem Cyclohexen-Ring, jedoch weder mit einem aromatischen Ring noch einem
Stickstoffatom eines Amins, (B) ein Carbonsäureanhydrid ohne aromatischen Ring
und (C) ein UV-Absorptionsmittel, wobei der Gehalt der Komponente (A) 70 bis 100
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Epoxidharze, beträgt, und der Gehalt
der Komponente (B) 70 bis 100 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Carbonsäureanhydride,
beträgt, und wobei die Komponente (C) einen Molekülextinktionskoeffizienten
bei 380 nm in Chloroform von 5,0 × 102 bis 2,0 × 104
hat.Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch 1, die nicht mehr als 3 Gew.-%,
auf das Gewicht der Epoxidharzzusammensetzung bezogen, eines Epoxidharzes mit einem
aromatischen Ring oder einem Stickstoffatom eines Amins umfaßt.Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Komponente (A)
einen 1,2-Epoxycyclohexan-Ring oder 1,2-Epoxycyclopentan-Ring aufweist.Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Komponente (B)
ein Carbonsäureanhydrid mit einem Cycloalkan-Ring oder einem Cycloalken-Ring
ist.Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Komponente (C)
ein UV-Absorptionsmittel aus Benzotriazol ist.Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch 1, die ferner (D) eine Imidazol-Verbindung
umfaßt.Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch 1, die ferner (E) eine Polyolverbindung
umfaßt, die weder einen aromatischen Ring noch ein Stickstoffatom eines Amins
aufweist.Gehärtetes Epoxidharzprodukt, das durch Härten einer Epoxidharzzusammensetzung
nach Anspruch 1 erhalten wird.Faserverstärktes Verbundmaterial, das verstärkende Fasern
und ein wärmehärtendes Matrixharz umfaßt, das bei einem 1500-stündigen
Test mit einem Bewitterungsmeßgerät mit Kohlebogen-Sonnenlicht ohne Anstrich
einen Farbunterschied &Dgr;E*ab von nicht mehr als 4 aufweist, und wobei das wärmehärtende
Matrixharz in gehärtetes Epoxidharzprodukt nach Anspruch 8 ist.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 9, wobei der Biegemodul
des wärmehärtenden Matrixharzes bei Raumtemperatur nicht weniger als 2,9
GPa beträgt.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 9, wobei der Umwandlungspunkt
zweiter Ordnung des wärmehärtenden Matrixharzes nicht weniger als 90°C
beträgt.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 9, wobei die verstärkenden
Fasern Kohlenstoffasern sind.Faserverstärktes Verbundmaterial, das ferner eine transparente
Harzschicht auf einer Außenseite des faserverstärkten Verbundmaterials
nach Anspruch 9 umfaßt.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 13, das bei einem
1500-stündigen Test mit einem Bewitterungsmeßgerät mit Kohlebogen-Sonnenlicht
ohne Anstrich einen Farbunterschied &Dgr;E*ab von nicht mehr als 4 aufweist.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 13, das bei einer
Messung der Rauheit einer gestalteten Oberfläche einen Durchschnittswert der
Rauhtiefe Ra von 0,05 bis 2,0 &mgr;m hat.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 13, das bei der
Messung der Rauheit einer gestalteten Oberfläche eine maximale Höhe Ry
von 0,1 bis 5,0 &mgr;m hat.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 13, das einen Bildklarheits-Index
NSIC einer gestalteten Oberfläche von 30 bis 80% hat.Faserverstärktes Verbundmaterial nach Anspruch 13, das eine Bleistiftritzhärte
einer gestalteten Oberfläche von F oder darüber aufweist.Fahrzeugteil, umfassend ein faserverstärktes Verbundmaterial nach
Anspruch 13.Sportartikelteil, umfassend ein faserverstärktes Verbundmaterial
nach Anspruch 9.Verfahren zur Herstellung eines faserverstärkten Verbundmaterials,
das die Schritte des Imprägnierens einer Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch
1 in verstärkende Fasern und des Erwärmens umfaßt, um die in die
verstärkenden Fasern imprägnierte Epoxidharzzusammensetzung zu härten,
gekennzeichnet durch das Imprägnieren der Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch
1 bei Bedingungen, so daß deren Viskosität 10 bis 1000 mPa·s beträgt.Verfahren zur Herstellung eines faserverstärkten Verbundmaterials,
das die Schritte des Imprägnierens einer Epoxidharzzusammensetzung nach Anspruch
1 in verstärkende Fasern, wodurch Prepregs erzeugt werden, des anschließenden
Laminierens der Prepregs, wodurch eine Form erhalten wird, und des Erwärmens,
um die Epoxidharzzusammensetzung zu härten, umfaßt.