Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rahmenkonstruktion, an der
Verstärkungsbauteile angebracht sind, die die Einzelteile des Rahmens verbinden.
Stand der Technik
Es ist bekannt, dass eines der häufigsten Probleme, das ernst
genug ist, um den einwandfreien Betrieb von Rahmen mit einem oder mehr Läden
zu beeinträchtigen, darin besteht, dass das Gewicht des beweglichen Rahmens
und seiner Füllung mit der Zeit Verformungen der Ecken verursacht, insofern,
als diese den Momenten, die durch das Gewicht der den Rahmen bildenden Massen erzeugt
werden, standhalten müssen. Solche Verformungen werden als „Nachgeben
der Ecken" bezeichnet.
Das Nachgeben der Ecken führt zu Veränderungen in der Form
der beweglichen Rahmen und deshalb zu Schwierigkeiten, diese in Bezug auf die Anschlussabstände
zu anderen beweglichen oder festen Bauteilen zu bewegen; es verursacht auch nicht
weniger wichtige ästhetische Mängel, da der Rahmen einen äußerst
wichtigen Teil der Ästhetik eines Gebäudes darstellt. Was bisher beschrieben
wurde, ist besonders auffällig bei Blenden, deren Füllung die Ecken nicht
dabei unterstützt, den durch das Gewicht erzeugten Momenten standzuhalten und
ist noch ausgeprägter bei Rahmen, die aus PVC bestehen, da dies ein elastischer
Werkstoff ist, mit der Neigung durch die Einwirkung von Sonnenlicht und der daraus
folgenden Temperaturerhöhung nachzugeben.
Aus der FR-A-2 430 507 ist bekannt, ein Winkelelement zwischen angrenzende
Seiten eines Blendrahmens einzufügen, das einen Winkel vom weniger oder mehr
als 90 Grad aufweist, um die Steifigkeit des Rahmens zu erhöhen und somit seine
Verformung zu verhindern.
In der in dieser Schrift offenbarten Rahmenkonstruktion sind jedoch
zumindest die vertikalen Elemente nach innen oder nach außen verformt, wenn
der Rahmen durch das Einführen der Winkelelemente vorgespannt wird. In einigen
Fällen kann diese Verformung deutlich sichtbar sein und einen wichtigen ästhetischen
Mangel darstellen.
Darüber hinaus erfordert das in der FR-A-2 430 507 beschriebene
Verfahren zum Verhindern der Verformung der Blende die Verwendung von zumindest
zwei Winkelelementen oder besser von vier Winkelelementen.
Schließlich kann dieses Verfahren nicht auf Blendrahmen, wie
z.B. Blendrahmen aus PVC oder Holz, angewendet werden, die das Einfügen eines
Elements zwischen zwei benachbarten Seiten oder in den Winkeln des Rahmens nicht
zulassen. Außerdem kann ein solches Winkelelement während der Benutzung
nicht entsprechend der Verformung des Rahmens angepasst werden.
Ziel und Umfang der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, die oben angesprochenen Begrenzungen
der Rahmenkonstruktionen nach dem Stand der Technik zu überwinden, indem eine
Rahmenkonstruktion angenommen wird, wie sie in dem beiliegenden Anspruch 1 beschrieben
ist.
Dabei wird dieses Ziel durch Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
klarer, die nur eine Annäherung darstellen und nicht einschränkend zu
verstehen sind, wobei
1 eine Explosionsdarstellung des unteren Teils des Ladenrahmens
darstellt; und
2 die Einzelheit der Ladenecke im Längsschnitt
darstellt, die durch Verbinden der unteren Seite mit der vertikalen Seite entsteht,
an der die Vorrichtungen befestigt sind, die eine Drehung gestatten.
In Übereinstimmung mit einer allgemeinen Ausführungsform
ist die Blende zumindest mit einem Verstärkungsbauteil aus Metall versehen
und umfasst ein Unterteil, zwei vertikale Ständer sowie eine Platte oder Halterung,
die in lösbarer Weise mittels Schrauben an der Unterteilkonstruktion befestigt
ist.
Diese Platte oder Halterung ist mit einer ersten Anschlagfläche
versehen, die auf dem Unterteil der Konstruktion aufliegt, sowie mit einem plattenförmigen
Ständer, der eine zweiten Fläche aufweist, die zumindest als gradueller
oder vorher festgelegter Anschlag geeignet ist und mit zumindest einem vertikalen
Ständer der Rahmenkonstruktion zusammenwirkt. Die genannte zweite Fläche
des plattenförmigen Ständers definiert mit der ersten Anschlagfläche
einen Winkel von unter 90 Grad (° hexadezimal).
In Übereinstimmung mit einer weiteren Ausführungsform weist
die Platte oder Halterung einen Anschlag zum Verbinden mit der Unterteilkonstruktion
und einen plattenförmigen Ständer auf, an dem eine Hülse oder Buchse
mit einer Gewindedurchgangsbohrung angebracht ist. Der plattenförmige Ständer
definiert einen Winkel &bgr; von unter 90 Grad (° hexadezimal).
Der plattenförmige Ständer ist in vorteilhafter Weise mit
einer Durchgangsbohrung versehen, die geeignet ist, den Teil einer Schraube oder
Verbindungsstange aufzunehmen, der vom vertikalen Ständer
des Rahmens herausragt, um den genannten plattenförmigen Ständer in Richtung
auf oder graduell gegen den Rahmenständer zu drängen.
Vorzugsweise besteht die Rahmenkonstruktion aus PVC mit zumindest
einem Metallteil.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung umfasst die Rahmenkonstruktion
auch ein oder zwei oder mehr Querstücke, die zwischen den vertikalen Ständern
und den Rahmenständern einbaubar sind und ein Gehäuse zum Aufnehmen und
Verbergen der Platte oder Halterung aufweisen.
In den Zeichnungen bezeichnet 1 allgemein einen beweglichen
Abschnitt eines Rahmens, z.B. einer Blende, aus PVC mit Metallverstärkung oder
-kern. Dieser (Rahmen) weist deutlich eine Grundseite 2 sowie zwei vertikale
Ständer 3 und 4 auf. Es kann angenommen werden, dass die
Seite 3 der Ständer ist, an dem die Vorrichtungen zum Drehen der Blende
angebracht sind.
Die obere Fläche der Grundseite 2 und der entsprechende
Metallkern 5 weisen eine Reihe von Bohrungen 6 auf. In gleicher
Weise umfasst der Profilabschnitt am vertikalen Ständer 3 eine Durchgangsbohrung
7. Gemäß dieser Erfindung ist eine Platte oder Halterung
8 angebracht, die einen Anschlag 9 mit einer Reihe von Bohrungen
6' sowie einen plattenförmigen Ständer 10 aufweist,
der einen Winkel &bgr; < 90° mit dem Anschlag 9 bildet. An dem
plattenförmigen Ständer 10 ist eine Hülse oder Buchse
11 angebracht, die eine Gewindedurchgangsbohrung 12 aufweist.
Beim Zusammenbau der Konstruktion wird der Anschlag 9 an
der Grundseite 2 mittels Schrauben 6'' in den Bohrungen
6–6' befestigt, während der plattenförmige Ständer
10 am Rahmenständer 3 durch eine Schraube oder Verbindungsstange
13 befestigt wird, die mit der Gewindebohrung 12 der Hülse
11 wechselwirkt.
Der betreffende Rahmen weist auch zwei Querstücke 14
und 15 auf, die zwischen den vertikalen Ständern 3 und
4 einbaubar sind. Genauer gesagt, weist das Querstück 14
ein Gehäuse 14' zur Aufnahme und zum Verbergen der Platte oder Halterung
8 sowie zwei seitliche Flächen 18 und 18' auf, die
an dem Boden des Profils der Ständer 3 und 4 anliegen. Das
Querstück 14 weist auch zumindest zwei Durchgangsbohrungen
16 und 17 auf, die die gleiche Anzahl von Schrauben
19 zur Befestigung an der Grundseite 2 aufnehmen sollen. Die genannten
Schrauben wirken mit den in der Grundseite 2 und dem dazugehörigen
Metallkern 5 vorgesehenen Bohrungen 16' und 17' zusammen.
Das Querstück 15 dient wiederum zum Einbau zwischen den vertikalen
Ständern 3 und 4 und zur Befestigung am Querstück
14 durch Schrauben 20, die durch die Durchgangsbohrungen
21 hindurch geführt sind und mit den Bohrungen 22 im Querstück
14 zusammenwirken sollen.
Beim Zusammenbau des Rahmens wird die Platte oder Halterung
8 auf der oberen Fläche der Grundseite 2 und dem dazugehörigen
Metallkern 5 befestigt; die Querstücke 14 und 15,
die zwischen den Ständern 3 und 4 eingesetzt sind, werden
auf der Grundseite und der entsprechenden Metallverstärkung 5 einerseits
(mit Schrauben 19) und andererseits (mit Schrauben 20) befestigt.
Mit Hilfe einer Schraube 13 wird der plattenförmige Ständer
10 der Halterung 8 unter Zug gesetzt, so dass der zwischen der
Grundseite 2 und dem vertikalen Ständer 3 definierte Winkel
&agr; in der gewünschten Position arretiert werden kann. Das Einfügen
der Querstücke 14 und 15, deren Verbergungsfunktion für
die Platte 8 bereits erwähnt wurde, hilft, das Ziel der Erfindung
zu erreichen, indem sie den zwischen der Grundseite 2 und dem Ständer
4 definierten Winkel &ggr; mit Hilfe des Anschlags, der zwischen dem
genannten vertikalen Ständer 4 und dem vertikalen Ständer
3 aufgrund des Einbaus der Querstücke 14 und 15
erzeugt wurde, zwingen, seine Größe unverändert beizubehalten.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Halterungen
8 und/oder Querstücke 14 und 15 je nach Bedarf variieren
kann, ohne vom Umfang der Erfindung, wie sie in den beiliegenden Ansprüchen
beschrieben wird, abzuweichen.