Diese Erfindung bezieht sich auf das Fertigstellen von Innenwänden.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf das Fertigstellen der Ränder bzw.
Kanten an Schnittstellen, an denen sich Wände treffen.
2. Darlegung des technischen Problems
Trockenbaupaneele werden verbreitet in der Bauindustrie zum Bilden
der Innenwände und Decken von Räumen verwendet. Trockenbaupaneele werden
aus einem Kern aus Gips oder bewehrtem Gips hergestellt, der mit Papier bedeckt
wird. Trockenbaupaneele besitzen die Vorteile, dass sie leicht auf gewünschte
Abmessungen zu schneiden und an verschiedenen Arten von Rahmen anzubringen sind.
Allerdings ist es sehr schwierig, Trockenbaupaneele derart zu schneiden, dass die
Ränder perfekt gerade und glatt sind und einander zum Bilden einer perfekt
geraden Ecke treffen können, was ästhetisch erwünscht ist. Wenn zusätzlich
die Trockenbaupaneele in die gewünschten Abmessungen geschnitten werden, verbleiben
die Ränder der Paneele freigelegt. Dieser freigelegte Gipskern ist weich und
neigt zum Bröckeln, sofern die abgetrennten Ränder nicht irgendwie geschützt
werden. Dies ist besonders wichtig bei Außenwandecken.
Wenn Wände und Decken durch Rahmenmaterialien wie Holz gebaut
werden, sind die hierdurch gebildeten inneren und äußeren Ecken selten
perfekt gerade. Geringe Variationen in den Abmessungen der Holzrahmenelemente, ein
Sortieren des Holzes und unerfahrene Bauleute führen zu imperfekt geraden Ecken,
wo Wände und Decken aufeinander treffen, und wo Wände an Türen und
Durchgängen enden. Wenn Trockenbaupaneele dann an den gekrümmten Rahmenmaterialien
angebracht werden, werden ihre Schnittstellen ebenso gekrümmt sein.
Eine Vielfalt von Vorrichtungen wurde verwendet, um ein glattes und
dauerhaftes Finish für die Schnittstellen bereitzustellen, an denen zwei Trockenbaustücke
aneinander anliegen, um eine innere oder äußere Ecke zu bilden. Unter
den verwendeten herkömmlichen Vorrichtungen sind Trockenbauband und Metalleckleisten.
Herkömmliches Trockenbauband wird als schmales, längliches Band oder Streifen
aus porösem Papier bereitgestellt, das zu Rollen gewickelt ist. Das Papier
ist manchmal perforiert, um die Feuchtigkeitspenetration zu erhöhen und zu
verhindern, dass Luftblasen hinter dem Band eingeschlossen werden. Das Trockenbauband
wird zuerst auf Verbindungsstellen und Ränder aneinander anliegender Trockenbaupaneele
aufgebracht und wird dann mit feuchtem Putz bedeckt, der manchmal als „mud"
(„Schlamm") bezeichnet wird. Der Putz wird entlang der Ränder des Bandes
ausgebreitet und geglättet, um die Kränze zwischen den Bandrändern
und den Trockenbaupaneelen, auf welche das Band aufgebracht ist, zu verbergen. Wenn
der feuchte Putz getrocknet ist, können das Band und die Trockenbauwand angestrichen
oder auf andere Weise mit einer geeigneten Wandbedeckung bedeckt werden.
Es wird ein großes Maß an Geschicklichkeit benötigt,
um den Putz auf beide Seiten einer Innenecke derart aufzubringen, dass eine perfekt
gerade Schnittstelle erzielt wird. Ebenso müssen zum Korrigieren der sich aus
den verzogenen Rahmenelementen und inkonsistenten Baupraktiken, wie sie oben beschrieben
wurden, ergebenden Krümmungen oftmals mehrere Putzschichten aufgebracht werden,
wobei zwischen jeder Beschichtung ein ganzer Tag Trocknungszeit benötigt wird.
Selbst dann ergibt sich selten eine perfekt gerade Ecke. Es ist ebenso wahrscheinlich,
dass die Putzkelle, sofern sie nicht in besonders geschickten Händen ist, die
erste Seite des Putzes beschädigen wird, während die zweite Seite aufgebracht
wird. Sobald der Putz aufgebracht und getrocknet ist, muss er zu einem geeigneten
Finish geschliffen werden, um eine Oberfläche bereitzustellen, die für
die Aufbringung von Farbe oder Tapete geeignet ist.
Kassettendecken und Gewölbedecken wurden zuletzt bei Hausbauern
und Einkäufern sehr populär. Oftmals bildet die Spitze solcher Decken
einen spitzen Winkel. Es ist schwierig, eine herkömmliche Putzkelle in solche
Winkel einzusetzen.
Da Trockenbauband aus Papier gebildet ist, ist es sehr flexibel und
wird sich verschiedenen Oberflächenkonfigurationen der Ränder einander
schneidender Trockenbaupaneele anpassen. Wenn herkömmliches Trockenbauband
an den äußeren Ecken von Wänden verwendet wird, führt die Flexibilität
des Bandes oftmals zu einer Eckbegrenzung, die unregelmäßig ist, da sich
das Band den Unregelmäßigkeiten der freigelegten, getrennten Ränder
der Trockenbaupaneele anpasst. Das Band ist ebenso zerbrechlich und diese steht
nicht gut einer konstanten physischen Belastung, die an den äußeren
Ecken auftritt. Als Ergebnis hieraus kann herkömmliches Trockenbauband nicht
an freigelegten äußeren Ecken verwendet werden.
Um äußere Ecken in der Bautechnik fertig zu stellen, werden
daher oftmals Metalleckleisten verwendet. Herkömmliche Metallleisten sind mit
einem L-förmigen oder winkelförmigen Querschnitt aufgebaut und werden
typischerweise aus länglichen, perforierten Streifen aus Metall hergestellt,
wie verzinktem Stahl, der dauerhaft mit einer 90 Grad Biegung in Längsrichtung
verformt wird, um längliche Winkel zu bilden. Die Metallleiste wird typischerweise
an den Schnittstellen benachbarter Trockenbauwände positioniert, die einander
unter einem rechten Winkel treffen, um eine Außenecke mit einem Raum zu bilden.
Die Abschnitte der Metallleiste werden an ihrem Ort durch die Trockenbaupaneele
hindurch an holzbasierten Stütztragelementen angenagelt, die hinter den Trockenbaupaneelen
gelegen sind. Feuchter Putz wird dann vor Ort geglättet, um die Metallflansche
oder Schenkelelemente der Metallleiste zu bedecken, und die Ränder des Putzes
werden geglättet und verteilt, um zu versuchen, die Metallränder zu verbergen.
Während die Steifigkeit der Metallleiste ermöglicht, dass
eine äußere Ecke einer inneren Gebäudewand mit einer scharfen, geraden
Ecke fertig gestellt wird, die ästhetisch ansprechend ist, bringt die Verwendung
einer Metallleiste einige signifikante Probleme mit sich. Mit der Zeit wird die
Metalleckleiste rosten, wodurch Rostverschmutzungen erzeugt werden, die deutlich
an den Oberflächen der Wände in der Ecke sichtbar sind. Es ist nicht immer
möglich, die Ränder der Metallflansche oder die Nagelköpfe, die zum
Anbringen der Metalleckleiste an dem Trockenbaupaneel verwendet werden, vollständig
zu bedecken, was das gewünschte glatte Erscheinungsbild der Wand beeinträchtigt.
Oftmals entwickeln sich Risse in dem darüber liegenden Putz an den äußeren
Ecken der Flansche. Um dies zu verhindern, werden oftmals zwei oder drei Putzschichten
aufgebracht, wo bei vorherigen Beschichtungen ermöglicht wird, zu trocknen
und auszuhärten, was 24 Stunden in Anspruch nehmen kann, bevor eine nachfolgende
Beschichtung aufgebracht wird. Wenn die Ecken infolge von Problemen mit dem darunter
liegenden Rahmen gekrümmt oder gezackt sind, bedecken Metallleisten nicht ausreichend
Oberfläche oder haben nicht genug Flexibilität, um die vorhandenen Ungleichmäßigkeiten
auszugleichen. Ein weiteres Problem liegt inhärent in der Tatsache, dass das
verformbare Metall, aus welchem die Metallleisten hergestellt sind, eine sehr schlechte
Erinnerung hat und dazu neigt, gezahnt oder gewellt zu sein, wonach es schwierig
ist, diese gerade zu machen, um ein glattes Finish zu erzeugen. Aufgrund der groben
Handhabung, welcher das meiste Material auf einer Baustelle ausgesetzt ist, ist
es nicht unüblich, dass die Streifen gewellt, gezahnt und möglicherweise
verdreht sind, was diese entweder unnutzbar oder nur zum Erzeugen eines schlechten
Endergebnisses nutzbar macht. Zusätzlich werden die Metallstreifen in großen
Mengen beim Bau verwendet und können zu beträchtlichen Kosten führen.
Eine Anzahl von Eckfertigstellvorrichtungen wurde entwickelt, um den
oben beschriebenen Problemen zu begegnen. Unter diesen Vorrichtungen sind die folgenden:
Swanson und Lamb beschreiben Kunststoffverbindungsstreifen, die reversibel
gebogen werden können, um haftend an der inneren als auch
der äußeren Ecke befestigt zu werden.
Baker zeigt einen Außeneckverbinder für Wasserbettsockel,
bei denen die den Sockel bildenden Paneele in den Verbinder eingefügt sind.
Ellingson stellt eine Schutzstruktur mit einem doppellagigen Wandelement
für Außenecken bereit, die aus einem elastischen Material hergestellt
ist.
Schaafsma beschreibt zwei Arten von Wandplattenecken, eine für
Innenecken, die an dem Ort durch Kitt gehalten wird und eine andere für Außenecken,
die an ihrem durch die Trockenbaupaneele selbst gehalten wird. Die erstere ist durch
die Tatsache benachteiligt, dass sie nur durch Kitt gehalten ist; falls der Kitt
nicht gut an der Trockenbauwand haftet, wird die Ecke lose werden. Die äußere
Ecke muss unter den Trockenbaupaneelen platziert werden, was ein beträchtliches
Biegen oder, falls sie auf die Ecke vor den Paneelen gesetzt wird, ein bestimmtes
Maß an Zusatzaufwand zum Halten der Ecke an ihrem Ort, während die Paneele
darüber genagelt werden, erfordert. Beide Ecken verwenden ein Band zum Vorsehen
eines glatten Deckfinish, das mit dem Trockenbaufinish durch Aufbringen von Putz
und Schleifen versenkt werden kann.
Weinar stellt einen aus Kunststoff oder Metall basierende, T-förmige
Eckkonstruktion bereit, bei welcher der Posten des T zwischen den aneinander liegenden
Stücken der Trockenbauwand sitzt, und der Querstab liegt oberhalb der Trockenbaupaneele.
Ein Teil des ein Paneel bedeckenden Papiers wird um den Querstab gewickelt, um ein
fertig gestelltes Erscheinungsbild bereitzustellen, was einen Grad auf einer Seite
der Ecke belässt. Diese Eckkonstruktion kann nur an Außenecken verwendet
werden.
Schneller beschreibt noch eine weitere Art einer Außeneckleiste
aus Metall, bei welcher sich ein zusätzlicher Flansch über den Rand der
Trockenbauplatte erstreckt, welche die äußere Ecke bildet. Grate verbleiben
auf beiden Seite der Ecke, und diese Eckleiste kann nur an Außenecken verwendet
werden.
Bernard präsentiert eine L-förmige Außeneckabdeckung
aus Kunststoff, die ein wärmeschrumpfbares Kunststoffband entlang der Arme
verwendet, so dass ein Verfahren zum Anbringen auch als ein Verfahren zum Bereitstellen
einer glatten Verbindungsstelle zwischen der Abdeckung und der Trockenbauwand. Diese
Abdeckung kann für Außenecken mit einer Vielzahl von Winkeln verwendet
werden.
Tucker stellt ein Papiertrockenbauwandband bereit, das eine zentral
gelegene Kunststoffleiste besitzt, die sich in Längsrichtung entlang des Bandes
erstreckt. Putz wird zum Anbringen des Bandes an der Trockenbauwand verwendet. Diese
Kunststoffleiste ist dazu ausgelegt, nur mit Außenecken verwendet zu werden.
Conboy beschreibt ein Kunststofftrockenbauband, das sowohl an Innen-
als auch an Außenecken verwendet werden kann. Erneut wird dieses Kunststoffband
von der Ecke mit Putz gehalten und der Putz wird zum Vorsehen eines fertig gestellten
Erscheinungsbildes verwendet.
Tucker beschreibt einen steifen Plastikstreifen mit einem gekrümmten
Mittenabschnitt und zwei Flanschen, der an Außen- oder Innenecken mit Klebstoff
angebracht wird. Die Flansche werden dann mit Papierbandstreifen und Putz bedeckt.
Weldy stellt ein Wandberandungssystem sowohl für innere als auch
äußere Ecken bereit, das einen Kunststoffstreifen mit einem bogenförmigen
Mittenabschnitt aufweist, an welchem zwei Flansche unter rechten Winkeln angebracht
sind. Der Streifen wird an der Trockenbauwand mit Nägeln angebracht. Es wird
dann über dem Streifen geglättet, um die Ränder fertig zu stellen.
Die Seite des Streifens, welche nach außen zu dem Raum gewandt ist, kann mit
einem Grundanstrich fertig gestellt werden.
Ritchie et al. beschreiben eine Eckleiste für Außenecken,
die einen Metallkern besitzt und vollständig durch Papier bedeckt ist. Diese
Leiste besitzt eine abgerundete Nase und Seitenflansche. Die Papierbedeckung ist
ferner mit einer Verstärkungsemulsion beschichtet. Die Eckleiste wird an die
Trockenbauwand angenagelt, und Putz wird zum Verbergen der Ränder verwendet.
Die Druckschrift FR-A-2 700 568 offenbart eine Vorrichtung zum Koppeln
zweier Paneele miteinander, die zwei Abschnitte zum Empfangen der Paneele und ein
die zwei Abschnitte verbindendes, flexibles Band besitzt. Die Vorrichtung kann an
dem flexiblen Band gebogen werden, um eine abgerundete oder „nasige" Ecke
zu bilden.
DE 28 04 173 A offenbart ein Paneelaufnahmevorrichtung
mit zwei Flügeln, die durch eine flexible Verbindungsstelle verbunden sind,
wobei jeder Flügel eine vordere und eine hintere Fläche besitzen kann,
wobei die vordere und die hintere Fläche frei von jeglicher Verstärkungsstruktur
dazwischen sind.
Es besteht ein Bedarf nach einer Fertigstellvorrichtung für eine
Trockenbauwandecke, die sowohl an äußeren als auch an inneren Ecken mit
verschiedenen Winkeln verbindet werden kann und die eine grundierte Oberfläche
für jegliche Ausrichtung bereitstellt. Es besteht ein weiterer Bedarf nach
einer Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwand, die zum Bedecken nebeneinander
liegender Außenecken verwendet werden kann, wie sie an den Rändern von
Innentüren oder anderen Öffnungen mit verschiedenen Abmessungen anzutreffen
sind, beispielsweise Durchgängen von einem Raum zu einem anderen. Aufgrund
der gekrümmten Ecken, die sich aus verzogenen Baumaterialien und inkonsistenten
Baupraktiken ergeben, besteht ein Bedarf nach einer Fertigstellvorrichtung für
eine Ecke, die eine perfekt gerade Ecke ohne die Verwendung mehrerer Putzschichten
bereitstellen wird. Ebenso wird eine Fertigstellvorrichtung benötigt, welche
den Aufbau der Trockenbauwand in spitzgewinkelten Innenecken vereinfachen und die
Notwendigkeit zur Verwendung von Putz minimieren wird. Eine der oben beschriebenen
Trockenbauwandecken erfüllt diesen Bedarf.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Fertigstellvorrichtung nach
Anspruch 1 bereit.
3. Lösung des Problems
Die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke, die hier
beschrieben wird, kann sowohl für innere als auch für äußere
Ecken mit verschiedenen Winkeln verwendet werden. Bauherren müssen nicht zwei
oder mehr Versionen bestellen, um unterschiedliche Arten von Ecken abzudecken. Die
hier beschriebene Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke kann ebenso
verwendet werden, um zwei benachbarte, äußere Ecken abzudecken, ohne die
Verwendung eines schmalen Streifens eines Trockenbauwandpaneels zwischen den Ecken
und zwei Fertigstellvorrichtungen, eine für jede äußere Ecke, zu
erfordern. Eine Schicht von Grundierung oder Laminat bedeckt die Seite der Fertigstellvorrichtung
für die Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die
in den Raum gerichtet ist. Aufgrund dieser Grundierungs- oder Laminatschicht, muss
Putz nur an den äußeren Kanten der Eckfertigstellvorrichtung verwendet
werden, wo sie an der Trockenbauwand anliegt. Die hier beschriebene Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke besitzt eine Breite, die allgemein gleich zu derjenigen
der Trockenbauwandpaneele ist, so dass wenig Putz benötigt wird, um den Bereich
zu füllen, in welchem die Trockenbauwandpaneele auf die Fertigstellvorrichtung
treffen. Die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß
der vorliegenden Erfindung ist in der Lage, gekrümmte, ungleichmäßige
Ecken zu verbergen, ungeachtet wie unregelmäßig die Abweichungen sein
mögen. Die vorliegende Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke
wird direkt an die Rahmenelemente der Wand genagelt, wodurch Stabilität bereitgestellt
wird.
Zusammenfassung der Erfindung
Eine Fertigstellvorrichtung, die zum Bilden einer Ecke zwischen zwei
Trockenbauwandpaneelen verwendet wird, besitzt einen flexiblen Verbindungsabschnitt,
der sich entlang einer vorbestimmten Achse erstreckt. Zwei Flügel sind mit
dem flexiblen Verbindungsabschnitt verbunden und erstrecken sich in diesem nach
außen in einer auseinander strebenden Beziehung, um eine Ecke mit einem einstellbaren
Winkel zu bilden. Jeder Flügel besitzt eine vordere Fläche, eine hintere
Fläche und eine Kante distal von dem flexiblen Verbindungsabschnitt. Diese
Kante liegt an einem der Trockenbauwandpaneele an und besitzt eine Dicke, die näherungsweise
gleich der Dicke der Trockenbauwandpaneele ist. Eine Schicht einer Grundierung oder
eines haftenden Laminats ist auf die vordere Fläche der Flügel aufgebracht,
so dass Farbe oder Tapete oder andere Wandbedeckungen an der Frontfläche haften
können. Die Fertigstellvorrichtung ist in der Lage, sowohl innere als auch
äußere Ecken zu bilden. Um innere Ecken zu bilden, wird die Fertigstellvorrichtung
entlang des flexiblen Verbindungsabschnitts gebogen. Um äußere Ecken zu
bilden, werden Streifen parallel zu dem flexiblen Verbindungsabschnitt von der hinteren
Fläche der Flügel entfernt, und die Fertigstellvorrichtung wird entlang
der so erzeugten Öffnungen gefaltet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die vorliegende Erfindung kann leichter in Verbindung mit den begleitenden
Zeichnungen verständlich werden, in denen:
1 ist eine teilweise Perspektivansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung;
2 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung;
3 ist eine detaillierte Querschnittsansicht, die aus
dem umrissenen Abschnitt in 2 entnommen ist und die
vordere Fläche der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, die mit einer Grundierungsschicht
bedeckt ist;
4 zeigt eine detaillierte Querschnittsansicht, die
aus dem umrissenen Abschnitt in 2 entnommen ist und
die vordere Fläche einer zweiten Ausführungsform der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt,
die mit einer Schicht eines haftenden Laminats bedeckt ist;
5 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die
derart gebogen ist, um zu inneren Ecken zu passen;
6 ist eine detaillierte Querschnittsansicht des zentralen
Verbindungsabschnitts der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke,
wie sie in 2 gezeigt ist;
7 zeigt eine detaillierte Querschnittsansicht des zentralen
Verbindungsabschnitts der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke,
wie sie in 5 gezeigt ist;
8 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die
auf eine innere Ecke zwischen einer Wand und einer Decke angewendet ist;
9 ist eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die
auf eine an der Oberseite einer Decke gebildete innere Ecke angewendet ist;
10 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die
um zwei äußere Ecken angewendet ist;
11 ist eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die
um zwei äußere Ecken angewendet ist, die um einen größeren Abstand
getrennt sind als die in 10 gezeigten äußeren
Ecken;
12(a) zeigt eine detaillierte Querschnittsansicht des
entfernbaren Streifens der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke
gemäß der vorliegenden Erfindung;
12(b) ist eine detaillierte Querschnittsansicht, die
das Entfernen des entfernbaren Streifens aus 12(a)
zeigt;
12(c) ist eine detaillierte Querschnittsansicht, die
zeigt, wie die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke nach dem
Entfernen des entfernbaren Streifens aus 12(a) gefaltet
wird; und
13 ist eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, welche
das Aufbringen von Putz auf den Verbindungsabschnitt zeigt.
14 ist eine Querschnittsansicht einer alternativen
Ausführungsform der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke.
Ausführliche Beschreibung
Wendet man sich 1 zu, sind der linke
102 und rechte 104 Flügel des Fertigstellstreifens für
eine Trockenbauwandecke an einem flexiblen, zentralen Verbindungsabschnitt
100 angebracht und erstrecken sich von diesem zu einem distalen Rahmen
110 nach außen. Die Flügel 102, 104 besitzen
eine vordere Fläche 106 und eine hintere Fläche 108.
Die vordere Fläche 105 und die hintere Fläche 108 erstrecken
sich nach außen über die distale Kante 110 der Flügel
102, 104, um die distale Kante 110 abzudecken. Wenn die
Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke entweder eine innere Ecke
oder eine äußere Ecke abdeckt, liegt die hintere Fläche
108 der Vorrichtung neben dem Rahmen einer inneren Wand, während die
vordere Fläche 106 nach außen in den Raum gewandt ist, bündig
zu der Oberfläche der die Wand bildenden Trockenbauwandpaneele. Die vordere
Fläche 106 kann mit einer Schicht aus Grundierung 300 bedeckt
sein, wie in 3 gezeigt, so dass jegliche
Farbe oder Wandbedeckung, die möglicherweise zum Dekorieren der Wand verwendet
wird, leicht anhaften wird. Alternativ kann die vordere Fläche 106
ein haftendes Laminat 400 besitzen, das an dieser angebracht wird, wie
in 4 gezeigt.
Die Struktur der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke
ist in 2 deutlicher zu erkennen. Der flexible, zentrale
Verbindungsabschnitt 100 ist bevorzugt bogenförmig, jedoch ist ausdrücklich
zu beachten, dass jegliche Verbindungsabschnittform, wie V-förmig, U-förmig,
C-förmig, etc. verwendet werden kann, die ermöglicht, dass die Vorrichtung
über eine Vielzahl von Winkeln an dem zentralen Verbindungsabschnitt
100 gebogen werden kann. Der zentrale Verbindungsabschnitt 100
erstreckt sich entlang einer Achse, die sich geradlinig erstreckt, um eine Ecke
oder eine Kante zu bilden.
Eine Anzahl von Streben 206 trennt die hintere Fläche
108 jedes Flügels 102, 104 von der vorderen Fläche
106 des jeweiligen Flügels 102, 104. In der bevorzugten
Ausführungsform, die in 1 und 2
gezeigt ist, stellt das Muster der Streben 206 Stabilität für
die Struktur der Eckvorrichtung bereit und ermöglicht ebenso, dass die Vorrichtung
um äußere Ecken gefaltet werden kann, wie nachfolgend ausführlicher
diskutiert. Es wird dem Fachmann ersichtlich sein, dass das in 1
und 2 gezeigte Muster der Streben 206 nicht
das einzige Muster ist, das diese Merkmale von Stabilität und Falten bereitstellt,
und dass andere Muster geeignet wären und in der vorliegenden Erfindung enthalten
sind.
Die Kante 202 der hinteren Fläche 108 erstreckt
sich über die Kante 200 der vorderen Fläche 106. Der
distale Abschnitt 204 der vorderen Fläche 106 verjüngt
sich etwas zu der hinteren Fläche 108, so dass, wie nachfolgend ausführlicher
diskutiert, die Kante des Trockenbauwandpaneels in dem Raum 114 zwischen
der vorderen Fläche 106 und der hinteren Fläche 108
derart platziert werden kann, dass die Kante 202 der hinteren Fläche
108 und die Kante 200 der vorderen Fläche 106 in
enger Anlage zu dem Trockenbauwandpaneel sind. Die hintere Fläche
108 enthält eine Anzahl entfernbarer Streifen 208,
210, die entfernt werden, wenn es erwünscht ist, die Fertigstellvorrichtung
für eine Trockenbauwandecke um äußere Ecken zu falten, wie nachfolgend
ausführlicher diskutiert wird.
8 veranschaulicht die innere Ecke, die gebildet wird,
wenn eine vertikale Ward auf einen Kassettendeckel oder Kuppeldecke trifft.
9 zeigt die innere Ecke, die an dem Gewölbe einer
solchen Decke gebildet ist. In Abhängigkeit vom Design des Gebäudes können
diese Ecken Winkel im Bereich von weniger als 90 Grad bei 180 Grad besitzen. Wenn
die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke verwendet wird, um eine
innere Ecke fertig zu stellen, wird zuerst die hintere Fläche 108
direkt an den Rahmen platziert. Der zentrale Verbindungsabschnitt 100 wird
von 180 Grad, wie in 6 gezeigt, in dem geeigneten Winkel
gebogen, der benötigt wird, um zu dem durch die Ecke hergestellten Winkel zu
passen, wie durch einen Pfeil 500 in 5 und
einen Pfeil 700 in 7 gezeigt wird.
Als ein Beispiel ist in 8 die Fertigstellvorrichtung
an dem Wandrahmen 800 und dem Deckensparen 802 mittels Nägeln
806 angebracht. Die Fertigstellvorrichtung ist aus Kunststoff hergestellt,
der weiche genug ist, um zu ermöglichen, dass die Nägel 806 durch
den Flansch 112 der hinteren Fläche 108 getrieben werden
können, ohne dass vorgeformte Löcher erstellt werden müssen. Es ist
ausdrücklich zu beachten, dass andere Verfahren wie die Verwendung von Schrauben,
Bolzen, Haftmittel, etc. gleichermaßen wirksam beim Anbringen der Fertigstellvorrichtung
an den Stützelementen der Wand oder der Decke sein wird. Die Anbringstelle
der Vorrichtung und die Positionen der Nägel 806 können variiert
werden, um zu ermöglichen, dass die Vorrichtung Ungleichmäßigkeiten
ausgleichen kann, die innerhalb des Rahmens und von einem Rahmenelement
800 zum nächsten bestehen können. Falls erforderlich, können
Ausgleichsstücke hinter der Vorrichtung platziert werden, bevor diese durch
Nägel 806 angebracht wird. Nachdem die Vorrichtung sicher an dem Rahmen
800 und dem Sparen 802 angebracht worden ist, werden die Kanten
der Trockenbauwandpaneele 804 in die Räume 114 zwischen der
vorderen Fläche 106 und der hinteren Fläche 108 eingefügt,
so dass die Kanten der Trockenbauwandpaneele 804 an den distalen Kanten
110 der Flügel 102, 104 anliegen. In 8
ist zu erkennen, dass die Räume 114 zwischen der vorderen Fläche
106 und der hinteren Fläche 108 gerade große genug sind,
um die Trockenbauwandpaneele 804 aufzunehmen, und dass die vordere Fläche
106 und die hintere Fläche 108 eng an den Trockenbauwandpaneelen
804 anliegen. Die Trockenbauwandpaneele 804 verbergen somit die
Nägel 806. Die Trockenbauwandpaneele 804 sind an dem Rahmen
800 und dem Sparen 802 auf übliche Weise angebracht.
Wie 13 zeigt, wird dann Putz
1300 auf den sich verjüngenden distalen Abschnitt 204 der
vorderen Fläche 106 und die sich verjüngende Kante des Trockenbauwandpaneels
804 aufgebracht, um die Kante 200 zu verbergen und eine glatte,
ausgeglichene Oberfläche vorzusehen. Da Putz 1300 nur auf den sich
verjüngenden Abschnitt 204 der Fertigstellvorrichtung aufgebracht
wird, werden Schwierigkeiten vermieden, die dem Verputzen innerhalb
von Ecken inhärent sind. Solche Schwierigkeiten umfassen unter anderem die
Schwierigkeit beim Handhaben einer Putzkelle innerhalb einer Ecke, das zum Erzeugen
einer perfekt geraden Kante, an welcher sich zwei Seiten der Ecke treffen, benötigte
Geschick, und der Notwendigkeit mehrerer Schichten von Putz 1300 zum vollständigen
verbergen der Verbindungsstelle zwischen der Fertigstellvorrichtung und der Trockenbauwand
oder zum Korrigieren der Ungleichmäßigkeiten, die sich aus Rahmenelementen
ergeben, die falsche Abmessungen besitzen, falsch platziert sind oder verzogen sind,
wobei jede Lage eine beträchtliche Zeitdauer zum Trocknen benötigt. Sobald
Putz 1300 aufgebracht worden ist, kann die Oberfläche der Wand durch
Anstreichen, Tapezieren oder jegliches anderes gewünschtes Verfahren fertig
gestellt werden. Die auf die vordere Fläche 106 aufgebrachte Grundierung
300 ermöglicht, dass Farbe oder andere Wandbedeckungen an der Frontfläche
106 der Fertigstellvorrichtung anhaften. In einer weiteren Ausführungsform
kann ein Laminat 400 haftend an der Frontfläche 106 angebracht
sein, um eine Oberfläche für nachfolgendes Anstreichen vorzusehen.
Ein zweites Beispiel der Verwendung der Fertigstellvorrichtung für
innere Ecken ist in 9 gezeigt. Hier stellt die Fertigstellvorrichtung
eine innere Ecke bereit, im wesentlichen wie sie oben beschrieben wurde, außer
dass hier die Ecke diejenige ist, die durch das Gewölbe einer Kassettendecke
gebildet ist. Die Vorrichtung wird an den Sparen 900 durch Eintreiben von
Nägeln 904 durch die Flansche 112 angebracht. Die Anbringstelle
der Vorrichtung und die Positionen der Nägel 904 können variiert
werden, um zu ermöglichen, dass die Vorrichtung Ungleichmäßigkeiten
ausgleichen kann, die innerhalb der Sparen 900 und von einem Sparen
900 zum nächsten bestehen können. Falls erforderlich können
Ausgleichsstücke hinter der Vorrichtung platziert werden, bevor diese durch
die Nägel 904 angebracht wird. Die Kanten der Trockenbauwandpaneele
902 werden dann in die Räume 114 zwischen der vorderen Fläche
106 und der hinteren Fläche 108 eingefügt. Wie oben
sind diese Räume 114 gerade groß genug, um die Kanten der Trockenbauwandpaneele
902 aufzunehmen, so dass die vordere Fläche 106 und die hintere
Fläche 108 in enger Anlage zu den Trockenbauwandpaneelen
902 sind. Die Trockenbauwandpaneele 902 verbergen somit die Nägel
904. Die Trockenbauwandpaneele 902 werden an den Sparen
900 auf übliche Weise angebracht. Putz 1300 wird dann auf
den sich verjüngenden distalen Abschnitt 204 der vorderen Fläche
106 und die Kante der Trockenbauwandpaneele 902 aufgebracht, um
eine gleichmäßige Oberfläche vorzusehen. Aufgrund der Grundierung
300 oder des Laminats 400, welche die vordere Fläche
106 bedecken, ist es nicht erforderlich, Putz auf dem Rest der vorderen
Fläche 106 zu verwenden, und die Schwierigkeiten beim Verputzen innerhalb
der durch die inneren Ecken gebildeten, engen Winkel werden vermieden. Die Oberfläche
der Wand wird dann angestrichen oder auf andere Weise wie gewünscht fertig
gestellt.
Oftmals bestehen äußere Ecken nebeneinander. Zwei Beispiele
solcher äußerer Ecken sind in 10 und
11 gezeigt. 10 veranschaulicht
äußere Ecken, die durch 2 × 4 Rahmenplatten 1000,
1002 gebildet sind, und 11 zeigt äußere
Ecken, die durch 2 × 6 Rahmenplatten 1100, 1102 gebildet
sind. Die hintere Fläche 108 enthält mindestens zwei Sätze
entfernbarer Streifen 208, 210. Es ist ausdrücklich zu beachten,
dass die entfernbaren Streifen 208, 210 an jeglicher geeigneten
Stelle an der hinteren Fläche 108 gelegen sein können, und dass
die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigten Stellen der Streifen
208, 210 beschränkt ist. Die Streifen 208 werden
entfernt, wenn 2 × 4 Platten 1000, 1002 verwendet werden,
und die Streifen 210 werden entfernt, wenn 2 × 6 Platten
1100, 1102 verwendet werden. Sobald die Streifen 208
oder 210 entfernt sind, kann die vordere Fläche 106 um die
beiden äußeren Ecken gebogen werden. Dieser Vorgang wird nachfolgend beschrieben
und ist in 12(a)–12(c)
gezeigt.
Ein entfernbarer Streifen 208 ist durch eine Anzahl dünner
Etiketten 1200 zwischen den Streben 206 parallel zu der hinteren
Fläche 108 gehalten. Um einen Streifen 208 zu entfernen,
muss man nur dass dünne Etikett 1200 durchbrechen. Der Streifen
208 wird dann in der Richtung des Pfeils 1202 entfernt und weggeworfen.
Die vordere Fläche 106 wird dann in der Richtung des Pfeils
1204 gebogen, um eine Ecke zu bilden, die um eine der benachbarten äußeren
Ecken passen wird. Es ist zu beachten, dass ein ähnlicher, jedoch spiegelbildlicher
Vorgang bei dem zweiten Streifen 208 auftritt, so dass die vordere Fläche
106 gebogen werden kann, um eine zweite Ecke zu bilden, die um die zweite
der nebeneinander liegenden äußeren Ecken passen wird. Die Streifen
210 werden auf dieselbe Weise entfernt, um zu ermöglichen, dass die
Fertigstellvorrichtung um zwei äußere Ecken gebogen wird, die weiter entfernt
sind.
Sobald die Streifen 208 oder 210 entfernt sind und
die vordere Fläche 106 gebogen ist, wird die Fertigstellvorrichtung
an der Rahmenplatte 1000 oder 1102 unter Verwendung von Nägeln
1004 oder 1104 angebracht. Die Anbringstelle der Vorrichtung und
die Positionen der Nägel 1004, 1104 kann variiert werden,
um zu ermöglichen, dass die Vorrichtung Ungenauigkeiten ausgleichen kann, die
sich aus verzogenen oder falsch bemessenen Rahmenplatten 1000,
1002, 1100, 1102 oder Inkonsistenzen der Baupraktiken
ergeben können. Falls erforderlich, können Ausgleichsstücke hinter
der Vorrichtung platziert werden, bevor diese durch Nägel 1004, 1104 angebracht wird. Die Trockenbauwandpaneele
1006, 1106 werden wie oben für innere Ecken beschrieben eingefügt,
und die Verbindungsstelle zwischen der Fertigstellvorrichtung und den Trockenbauwandpaneelen
1006, 1106 wird auf dieselbe Weise wie oben beschrieben und in
13 für innere Ecken gezeigt fertig gestellt.
14 zeigt eine Querschnittsansicht einer alternativen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese Ausführungsform sieht
nur einen Satz entfernbarer Streifen 210 vor, die gleichmäßig
beabstandet von dem zentralen Verbindungsabschnitt 110 gelegen sind. Die
Anzahl und Komplexität der Streben 206 wurde ebenso vermindert, um
die Herstellung der Vorrichtung durch Kunststoffextrusion zu vereinfachen. Die Anordnung
der distalen Streben 207 wurde ebenso für eine größere Stützung
des sich verjüngenden Endes 204 der vorderen Fläche der Vorrichtung
verändert. Falls ein Abschnitt des hinteren Flansches 112 nach hinten
gezogen wird, um einen ungleichmäßigen Abschnitt in einem Sparen aufzunehmen,
wird die distale Strebe 207 dazu neigen, der sich verjüngenden vorderen
Fläche 204 der Vorrichtung zu ermöglichen, eine gerade Kante
trotz Unregelmäßigkeiten der darunter liegenden Sparen aufrechtzuerhalten.
Nimmt man an, dass die Vorrichtung aus einer Art flexiblem Kunststoff gegossen ist,
wird sich die Endstrebe 205 derart verformen, wie es zum Aufnehmen solcher
Unregelmäßigkeiten erforderlich ist.
Die obige Offenbarung gibt eine Anzahl von Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung an. Weitere Anordnungen oder Ausführungsformen,
die nicht genau dargelegt sind, könnten innerhalb der Lehre der vorliegenden
Erfindung, wie sie in den nachfolgenden Ansprüchen dargelegt ist, ausgeführt
werden.
Anspruch[de]
Fertigstellvorrichtung zur Verwendung beim Bilden einer inneren oder
äußeren Ecke zwischen zwei Trockenbaupaneelen, die Kanten mit einer vorbestimmten
Dicke besitzen, wobei die Fertigstellvorrichtung aufweist:
zwei Flügel und einen flexiblen Verbindungsabschnitt, der die zwei Flügel
verbindet, wobei die zwei Flügel (102, 104) sich nach außen
in einer auseinanderstrebenden Beziehung von dem Verbindungsabschnitt (100)
erstrecken, um eine Ecke mit einem einstellbaren Winkel zu bilden, wobei jeder Flügel
eine Frontpaneelfläche (106) und eine Kante (110) distal
von dem Verbindungsabschnitt (100) zum Anliegen an einem der Trockenbaupaneele
besitzt, wobei die distale Kante (110) eine Dicke annähernd gleich
der Trockenbaupaneelkantendicke besitzt, wobei die zwei Flügel und der Verbindungsabschnitt
eine einstückige Struktur bilden und der Verbindungsabschnitt ein sich linear
erstreckendes Gelenk (100) aufweist, das in der Lage ist, eine gerade Ecke
zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein extrudierter
Abschnitt ist, bei welchem die Flügel die Fronpaneelfläche (106)
und eine Rückpaneelfläche (108), die beabstandet in im wesentlichen
parallele Beziehung ist, und wobei sich in jedem Flügel eine Mehrzahl beabstandeter
Streben (260) zwischen den parallelen, vorderen und hinteren Paneelflächen
erstreckt, und zwar an Stellen, die über die jeweiligen Bereiche der Front-
und Rückpaneelflächen verteilt sind.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch
eine Schicht, die auf die Frontfläche des Flügels (106) aufgebracht
ist und ermöglicht, dass Farbe an der Frontfläche haftet.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schicht eine Grundierung (300) aufweist.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schicht ein Haftlaminat (400) aufweist.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das flexible Gelenk (100) einen im wesentlichen bogenförmigen Querschnitt
besitzt.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Frontfläche (106) sich nach außen über die distale Kante
(110) erstreckt, um die Trockenbaupaneelkante abzudecken.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückfläche (108) sich nach außen über die distale
Kante (110) erstreckt, um einen Flansch (112) zum Anbringen der
Fertigstellvorrichtung an einem Rahmen vorzusehen.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückfläche (108) ferner einen Streifen (208) aufweist,
der sich im wesentlichen parallel zu dem Verbindungsabschnitt (100) erstreckt,
der beseitigt werden kann, um zu ermöglichen, dass ein entsprechender
Abschnitt der Frontfläche (106) gebogen wird, um eine zweite Ecke
in einem vorbestimmten Abstand von dem Verbindungsabschnitt zu bilden.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückfläche (108) ferner mindestens zwei Streifen (208,
210) aufweist, die im wesentlichen parallel zu und in einem vorbestimmten
Abstand von dem Verbindungsabschnitt (100) sind und die entnommen werden
können, um zu ermöglichen, dass die Frontfläche (106) um
mindestens zwei äußere Ecken in einem vorbestimmten Abstand von dem Verbindungsabschnitt
gefaltet werden kann.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung aus Kunststoff hergestellt ist.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Frontfläche (106) sich zu der Rückfläche (108)
hin verjüngt.Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung in eine Mehrzahl von Winkeln an dem Verbindungsabschnitt (100)
derart gefaltet werden kann, um in Ecken mit einer Mehrzahl von Winkeln zu passen.