TOKUNAGA, Yasushi, Tokyo 103-0023, JP; NOZAWA, Takafumi, Tokyo 100-0023, JP; FUKUNAGA, Etsushi, Tokyo 103-0023, JP; YAMADA, Yasunori, Tokyo 103-0023, JP; SHIMIZU, Motohiro, Tokyo 103-0023, JP
Die vorliegende Erfindung betrifft Harzzusammensetzungen und Harzfolien.
Hintergrundwissen
Üblicherweise wurden dekorative Schichtpressstofffolien weit
verbreitet zum Ankleben an Metall- oder Holzmaterialien verwendet, welche für
Möbel, Schränke, Zubehör, Tische, Geschirrschränke und dergleichen
verwendet wurden.
Dekorative Schichtpressstofffolien waren auch einzeln oder als dekorative
Schichtpressstofffolien zu haben, die durch Laminieren einer Vielzahl von Folien,
z.B. einer oberen Folie, einer unteren Folie und zusätzlich einer dazwischenliegenden
Folie gebildet wurden.
Außerdem werden dekorative Schichtpressstofffolien auch durch
Membranpressen genau auf Klebeflächen, die kompliziert gekrümmte Oberflächen
aufweisen, geklebt.
Als eine herkömmliche dekorative Schichtpressstofffolie gibt
es eine Folie, die beispielsweise in dem offengelegten Japanischen Patent JP 7-24979
offenbart ist. Die vorstehend genannte Folie ist eine dekorative Schichtpressstofffolie,
die aus einer opaken Polyolefinharzfolie als eine Substratschicht und einer amorphen
Polyethylenterepthalatharzfolie besteht.
In diesem Zusammenhang wird die amorphe Polyethylenterepthalatharzfolie,
die für die Folie verwendet wird, die in dem offengelegten Japanischen Patent
JP 7-24979 offenbart ist, "amorph" genannt. Es gibt jedoch eine gewisse Teilkristallinität
in der Harzfolie.
Weiterhin wird eine steife, schrumpfbare Folie in dem offengelegten
Japanischen Patent JP 62-124928 offenbart. Diese Folie schließt eine amorphe
Polyesterharzkomponente und eine Polymerkomponente ein, die aus einem aromatischen
Vinylkohlenwasserstoff besteht, bei der die Polymerkomponente mindestens ein Polymerblocksegment,
das in erster Linie aus den vorstehend genannten aromatischen Vinylkohlenwasserstoffen
besteht, und mindestens ein Polymerblocksegment umfasst, das in erster Linie aus
konjugierten Dienderivaten besteht.
Eine dekorative Schichtpressstofffolie und eine steife, schrumpfbare
Folie, die eine überlegene Formbarkeit, Schlagbiegefestigkeit und dergleichen
aufweisen, können gemäß der vorstehend beschriebenen herkömmlichen
Methode erhalten werden.
Außerdem ist in dem offengelegten Japanischen Patent JP 2-129266
ein Mittel zur Verbesserung der Schlagbiegefestigkeit von Polyalkylenterephthalatharzen
offenbart. Dies ist eine Harzzusammensetzung, die aus einem Polyalkylenterephthalatharz,
wie z.B. Polybutylenterephthalat und Polyethylenterephthalat, und einem Kern-Schale-Polymer
besteht, das aus einem Kautschukelastomer als Kern und einem glasartigen Polymer
als Schale besteht.
Eine Harzzusammensetzung, die eine überlegene Schlagbiegefestigkeit
aufweist, kann gemäß der vorstehend genannten herkömmlichen Methode
erhalten werden.
Herkömmliche Harzzusammensetzungen und dekorative Schichtpressstofffolien
weisen jedoch das Problem auf, dass eine Weißtrübung während des
Prägens, Heißsiegelns und Biegens bei der Herstellung auftritt, und dass
der Lichtdurchlässigkeitsgrad schlecht ist. Darüber hinaus besteht das
Problem, dass sich während des Walzenformens (Kalandrieren und Prägen)
und des Spritzgießens Nukleide ablagern.
Üblicherweisen werden zusätzlich zu Harzfolien, die eine
Lichtdurchlässigkeit aufweisen, auch Harzfolien mit farbigen oder bedruckten
Unterfolien weit verbreitet verwendet. In diesem Fall werden lichtdurchlässige
Folien im Allgemeinen als obere Folien verwendet, um die Harzfolien mit tieferen
Designeffekten zu versehen. Die Designeffekte haben jedoch kein zufrieden stellendes
Niveau erreicht. Außerdem weisen Harzfolien mit farbigen oder bedruckten Folien,
die als eine einzelne Folie oder als eine obere Folie verwendet werden, Probleme
hinsichtlich der Verarbeitbarkeit auf, da während des Biegens wahrscheinlich
eine Weißtrübung auftritt.
Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine Harzzusammensetzung
und eine Harzfolie bereitzustellen, die insbesondere zum Membranpressen, Vakuumpressen,
Luftpressen und dergleichen geeignet sind, bei dem die Harzzusammensetzung und die
Harzfolie überlegene Eigenschaften aufweisen, wie Verarbeitbarkeit, Formbarkeit,
Schlagbiegefestigkeit, Lichtfurchlässigkeit und dergleichen, und bei dem eine
Ablagerung von Nukleiden nicht merklich beobachtet wird, und bei dem eine Weißtrübung
während des Prägens und Heißsiegelns unmöglich auftritt.
Das Membranpressen ist ein Pressen, das die folgenden Schritte umfasst:
Erwärmen einer dekorativen Thermoplastfolie, die eine gewünschte farbige
Bedruckung oder eine Oberflächenbedruckung und eine gewünschte Dicke aufweist,
auf eine Temperatur nahe ihrem Erweichungspunkt, Bedecken einer Klebefläche
mit kompliziert gekrümmten Oberflächen, wie z.B. Türen, die in Einbauküchensystemen
verwendet werden, mit der dekorativen Folie, Bedecken der dekorativen Folie mit
einer elastischen Membran (in der Form einer Folie), z.B. einer Kautschukfolie,
und Kleben der dekorativen Folie auf die Klebefläche, exakt entlang deren Kontur,
durch Beaufschlagen der elastischen Membran mit Luft oder hydraulischem Druck.
Die grundlegenden Prinzipien von Vakuumpressen und Luftpressen entsprechen
denen von Membranpressen. Ersteres ist Pressen unter Verwendung von Vakuumdruck
anstelle einer Kautschukpressmembran, und letzteres ist Pressen unter Verwendung
von Luftdruck.
Zusammenfassung der Erfindung
Durch intensive Forschung der Erfinder der vorliegenden Erfindung
können die vorstehend beschriebenen herkömmlichen Probleme gelöst
werden.
Das heißt, dass die vorliegende Erfindung eine Harzzusammensetzung
bereitstellt, die 50 bis 99 Gew.% eines vollständig amorphen Polyesterharzes
(A) und 1 bis 50 Gew.% eines Pfropfcopolymers (B), erhalten durch Pfropfpolymerisieren
eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen Vinylverbindung mit konjugierten
Dienkautschukteilchen, umfasst.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Harzzusammensetzung bereit,
die 50 bis 99 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes (A) und 1 bis
50 Gew.% eines Pfropfcopolymers (C), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen, umfasst.
Die vorliegende Erfindung stellt ebenfalls eine Harzzusammensetzung
bereit, die 50 bis 98 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes (A), 1
bis 49 Gew.% des Pfropfcopolymers (B), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines
Methacrylsäureesters mit konjugierten Dienkautschukteilchen, und 1 bis 49 Gew.%
des Pfropfcopolymers (C), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen, umfasst, worin
die Gesamtsumme von (A), (B) und (C) 100 Gew.% ist.
Außerdem stellt die vorliegende Erfindung eine Harzfolie bereit,
erhalten durch Formen einer Harzzusammensetzung, umfassend 50 bis 99,9 Gew.% des
vollständig amorphen Polyesterharzes (A) und 0,1 bis 50 Gew.% eines thermoplastischen
Polyesterelastomers (D).
Die vorliegende Erfindung stellt ebenfalls eine Harzfolie bereit,
die farbig und/oder auf einer Oberfläche davon bedruckt ist.
Die vorliegende Erfindung stellt ferner eine Schichtpressstoffharzfolie
bereit, die durch Laminieren von mindestens zwei Schichten der vorstehend beschriebenen
Harzfolie erhalten wurde.
Die vorliegende Erfindung stellt ebenfalls eine Schichtpressstoffharzfolie
bereit, die durch Laminieren von zwei Schichten erhalten wurde, bei der die vorstehend
beschriebene Harzfolie als eine obere Schicht und eine Folie eines Thermoplastharzes
(F) als eine untere Schicht verwendet wird.
Zusätzlich stellt die vorliegende Erfindung eine Schichtpressstoffharzfolie
bereit, die durch Laminieren von zwei Schichten erhalten wurde, bei der die vorstehend
beschriebene Harzfolie als eine obere Schicht verwendet wird und eine Harzfolie,
die 50 bis 99 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes (A), 1 bis 50
Gew.% des Pfropfcopolymers (B), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit konjugierten Dienkautschukteilchen, und/oder
das Pfropfcopolymer (C), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines
Methacrylsäureesters und einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen,
umfasst, als eine farbige untere Schicht und/oder eine untere Schicht mit bedruckter
Oberfläche verwendet wird.
Die vorliegende Erfindung stellt ebenfalls eine Harzzusammenfassung
bereit, die 50 bis 99 Gew.% der Komponenten (A) + (E), die aus 0,1 bis 95 Gew.%
des vollständig amorphen Polyesterharzes (A) und 5 bis 99,9 Gew.% des Polyesterharzes
(E) bestehen, bei dem der Kristallisationsgrad annähernd 0 bis 50% beträgt,
und 1 bis 50% mindestens einer Komponente umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus dem Pfropfcopolymer (B), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines
Methacrylsäureesters und einer aromatischen Vinylverbindung mit konjugierten
Dienkautschukteilchen, dem Pfropfcopolymer (C), erhalten durch Pfropfpolymerisieren
eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen
und dem thermoplastischen Elastomer (D) besteht.
Die vorliegende Erfindung stellt ferner eine Harzfolie bereit, die
durch Formen einer vorstehend beschriebenen Harzzusammensetzung erhalten wurde.
Offenbarung der Erfindung
Bestandteil (A) (vollständig amorphes Polyesterharz) Das vollständig
amorphe Polyesterharz (A), das für die vorliegende Erfindung verwendet wird,
ist ein Harz, das keine Verschlechterung der Eigenschaften bei der Rekristallisation
durch wiederholte Wärmebehandlung zeigt, und das überhaupt keine kristalline
Komponente aufweist. In diesem Zusammenhang ist die Bezeichnung "Kristallinität",
die bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird, die Kristallinität, wie
sie mit einem Differentialscanningkalorimetrie (DSC)-Verfahren (Japanische Industrienorm
(JIS) K7121) gemessen wird.
Die vollständig amorphen Polyesterharze (A), die bevorzugt verwendet
werden, werden mittels Polykondensation durch Verestern, z.B. in erster Line von
Terephthalsäure oder Dimethylterephthalsäure mit Ethylenglycol, hergestellt.
Das vollständig amorphe Polyesterharz (A) umfasst ein Copolymer,
das durch Copolymerisieren einer dritten Komponente, zusätzlich zu der Dicarbonsäurekomponente
und der Glycolkomponente, gebildet wird, und der vorstehend genannte Typ wird vorzugsweise
für die vorliegende Erfindung verwendet.
Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
sind 1,4-Cyclohexandimethanol, Terephthalsäure, Isophthalsäure und dergleichen
als die dritte Komponente bevorzugt, und eine Glycolkomponente, die aus mindestens
zwei Verbindungen besteht, ist bevorzugter. Ein vollständig amorphes Polyesterharz,
das aus einer Dicarbonsäurekomponente, die Terephthalsäure umfasst, und
einer Diolkomponente besteht, die 50 bis 99 Mol% Ethylenglycol und 1 bis 50 Mol%
1,4-Cyclohexandimethanol umfasst, ist am meisten bevorzugt. Unter diesen ist es
besonders bevorzugt, dass ein vollständig amorphes Polyesterharz aus einer
Dicarbonsäurekomponente, die Terephthalsäure umfasst, und einer Diolkomponente
besteht, die 60 bis 80 Mol% Ethylenglycol und 20 bis 40 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol
umfasst.
Zusätzlich beträgt die Viskosität der Komponente (A)
vorzugsweise 0,65 bis 0,85 als intrinsischen Viskositätswert (IV).
Ein Verfahren zur Herstellung von vollständig amorphen Polyesterharzen
ist auf dem Gebiet wohlbekannt und beispielsweise im US-Patent US
5 340 907 offenbart.
Die Harzzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können durch
Mischen der vollständig amorphen Polyersterharzkomponente (A) mit dem Pfropfcopolymer
(B), das durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen
Vinylverbindung mit konjugierten Dienkautschukteilchen hergestellt wird, durch Mischen
der vollständig amorphen Polyersterharzkomponente (A) mit dem Pfropfcopolymer
(C), das durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters mit Acrylkautschukteilchen
hergestellt wird, oder durch Mischen der vollständig amorphen Polyersterharzkomponente
(A) mit dem Pfropfcopolymer (B) und dem Pfropfcopolymer (C) erhalten werden. Das
heißt, dass die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung zwei Arten von
Pfropfcopolymeren verwenden kann. Im Folgenden werden die zwei Pfropfcopolymere
beschrieben.
Pfropfcopolymer (B)
Das Pfropfcopolymer (B) wird durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit konjugierten Dienkautschukteilchen erhalten.
Konjugierte Diene, die zur Herstellung der konjugierten Dienkautschukteilchen
verwendet werden, sind Olefine mit konjugierten Doppelbindungen, wie z.B. 1,3-Butadien,
2-Methyl-1,3-Butadien, 2,3-Dimethyl-1,3-Butadien, 1,3-Pentadien und 1,3-Hexadien.
Die konjugierten Dienkautschukteilchen werden durch Polymerisieren
der vorstehend genannten konjugierten Diene hergestellt, und die konjugierten Dienkautschukteilchen
können außerdem durch Copolymerisieren der vorstehend genannten konjugierten
Diene mit aromatischen Vinylverbindungen oder anderen copolymerisierbaren Monomeren
hergestellt werden. Aromatische Vinylverbindungen, die für die vorstehend genannte
Copolymerisation verwendet werden, sind Styrol, &agr;-Methylstyrol, &agr;-Ethylstyrol
und deren substituierte Derivate, wie z.B. Vinyltoluol, Isopropenyltoluol, Chlorstyrol,
aromatische Vinylidenverbindungen und dergleichen. Andere copolymerisierbare Monomere
sind Alkylacrylate, wie z.B. Methylacrylat, Ethylacrylat und Butylacrylat; Vinylcyanide,
z.B. wie Acrylnitril und Methacrylnitril; Vinylidencyanide und dergleichen.
Überdies kann ein Vernetzungsmittel zur Vernetzung verwendet
werden. Vernetzbare Monomere, die für die Vernetzung verwendet werden, sind
Monomere mit mindestens zwei Doppelbindungen, die Reaktivitäten aufweisen,
die einander gleichwertig sind, z.B. aromatische Divinylmonomere, wie z.B. Divinylbenzol;
und Alkanpolyolpolyacrylate, wie z.B. Ethylenglycoldimethacrylat, Butylenglycoldimethacrylat,
Hexandioldimethacrylat, Oligoethylenglycoldimethacrylate, Trimethylolpropandimethacrylat
und Trimethylolpropantrimethacrylat. Speziell Butylenglycoldiacrylat und Hexandioldiacrylat
werden vorzugsweise verwendet.
Die konjugierten Dienkautschukteilchen bestehen vorzugsweise aus 1
bis 65 Gew.% eines konjugierten Diens, 0 bis 35 Gew.% einer aromatischen Vinylverbindung
und 0 bis 35 Gew.% anderer copolymerisierbarer Monomere. In diesem Zusammenhang
wird eine geringe Menge eines Vernetzungsmittels verwendet, und eine bestimmte Menge
davon wird geeignet ausgewählt.
Die Polymerisation der konjugierten Dienkautschukteilchen kann mittels
eines bekannten Polymerisationsverfahrens durchgeführt werden und ist nicht
speziell beschränkt.
Der Teilchendurchmesser der resultierenden konjugierten Dienkautschukteilchen
beträgt vorzugsweise 0,05 bis 1,0 &mgr;m.
Bevorzugter beträgt deren Teilchendurchmesser 0,05 bis 0,5 &mgr;m.
Als nächstes wird das Pfropfcopolymer (B) durch Pfropfpolymerisieren
eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen Vinylverbindung mit den konjugierten
Dienkautschukteilchen hergestellt. Die Methacrylsäureester weisen vorzugsweise
1 bis 8 Kohlenstoffatome auf, z.B. Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Propylmethacrylat,
Butylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat und 2-Ethylhexylmethacrylat. Die vorstehend
genannten Methacrylsäureester können auch in Kombination verwendet werden.
Speziell Methylmethacrylat wird bevorzugt verwendet. Als die vorstehend genannten
aromatischen Vinylverbindungen können diejenigen verwendet werden, die vorstehend
beispielhaft angeführt sind.
Wenn ein Methacrylsäureester und eine aromatische Vinylverbindung
pfropfcopolymerisiert werden, können, wenn nötig, weitere Komponenten,
das heißt, andere copolymerisierbare Monomere und Vernetzungsmittel und dergleichen,
auch damit copolymerisiert werden. Als die copolymerisierbaren Monomere und die
Vernetzungsmittel können diejenigen verwendet werden, die vorstehend beispielhaft
angeführt sind. Das Verhältnis dieser anderen Komponenten zum Gesamtgewicht
des Methacrylsäureesters, der aromatischen Vinylverbindung und der anderen
Komponenten beträgt vorzugsweise weniger als 50 Gew.%.
Eine Copolymerisierungsreaktion der konjugierten Dienkautschukteilchen
mit Methacrylsäureestern, aromatischen Vinylverbindungen und weiteren Komponenten,
die wenn nötig verwendet werden, kann durch Verwenden von bekannten Verfahren
durchgeführt werden, und die Verfahren dafür sind nicht speziell beschränkt.
Eine Keimkristallemulsionspolymerisation oder dergleichen kann beispielsweise verwendet
werden.
Das Verhältnis der konjugierten Dienkautschukteilchen im Pfropfcopolymer
(B) beträgt vorzugsweise 40 bis 90 Gew.%.
Pfropfcopolymer (C)
Das Pfropfcopolymer (C) wird durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen erhalten.
Die Acrylkautschukteilchen werden durch Polymerisieren eines Acrylsäureesters
erhalten. Die Acrylsäureester, die vorzugsweise 2 bis 8 Kohlenstoffatome in
einer Alkoholkomponente aufweisen, sind beispielsweise Ethylacrylat, Propylacrylat,
Butylacrylat, Cyclohexylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat.
Die Acrylkautschukteilchen werden durch Polymerisieren der vorstehend
genannten Acrylsäureester hergestellt, und sie können außerdem durch
Copolymerisieren der Acrylsäureester mit aromatischen Vinylverbindungen und
anderen copolymerisierbaren Monomeren hergestellt werden. Überdies kann ein
Vernetzungsmittel zum Vernetzen verwendet werden. Beispiele für diese aromatischen
Vinylverbindungen, für diese anderen copolymerisierbaren Monomere und Vernetzungsmittel
sind in der Beschreibung des Pfropfcopolymers (B) genannt.
Die Acrylkautschukteilchen bestehen vorzugsweise aus 1 bis 65 Gew.%
eines Acrylsäureesters, 0 bis 35 Gew.% einer aromatischen Vinylverbindung und
0 bis 35 Gew.% anderer copolymerisierbarer Monomere. In diesem Zusammenhang wird
eine geringe Menge eines Vernetzungsmittels verwendet, und eine bestimmte Menge
davon wird geeignet ausgewählt.
Die Polymerisation der Acrylkautschukteilchen kann durch bekannte
Verfahren ausgeführt werden, und die Verfahren sind nicht speziell beschränkt.
Der Teilchendurchmesser der resultierenden Acrylkautschukteilchen
beträgt vorzugsweise 0,05 bis 1,0 &mgr;m. Bevorzugter beträgt der Teilchendurchmesser
0,05 bis 0,5 &mgr;m.
Als nächstes wird das Pfropfcopolymer (C) durch Pfropfpolymerisieren
eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen Vinylverbindung mit den Acrylkautschukteilchen
hergestellt. Die Methacrylsäureester weisen vorzugsweise 1 bis 8 Kohlenstoffatome
auf, und diejenigen, die in der Beschreibung des Pfropfcopolymers (B) genannt sind,
dienen als Beispiel. Die aromatischen Vinylverbindungen werden durch diejenigen
veranschaulicht, die in der Beschreibung des Pfropfcopolymers (B) genannt sind.
Wenn ein Methacrylsäureester pfropfcopolymerisiert wird, können,
wenn nötig, weitere Komponenten, das heißt, andere copolymerisierbare
Monomere und Vernetzungsmittel und dergleichen, mit dem Methacrylsäureester
copolymerisiert werden. Die copolymerisierbaren Monomere und die Vernetzungsmittel,
die vorstehend beispielhaft angeführt sind, können verwendet werden. Das
Verhältnis dieser weiteren Komponenten zum Gesamtgewicht des Methacrylsäureesters
und der anderen Komponenten beträgt jedoch vorzugsweise weniger als 50 Gew.%.
Eine Copolymerisierungsreaktion der Acrylkautschukteilchen mit einem
Methacrylsäureester, einer aromatischen Vinylverbindung und weiteren Komponenten,
die, wenn nötig, verwendet werden, kann durch Verwenden eines bekannten Verfahrens
durchgeführt werden, und das Verfahren dafür ist nicht speziell beschränkt.
Eine Keimkristallemulsionspolymerisation oder dergleichen kann beispielsweise verwendet
werden.
Das Verhältnis der Acrylkautschukteilchen in dem Pfropfcopolymer
(C) beträgt vorzugsweise 40 bis 90 Gew.%.
Die Glasübergangstemperaturen der Pfropfkomponenten im Pfropfcopolymer
(B) und im Pfropfcopolymer (C) liegen vorzugsweise bei 40°C oder darüber.
Die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung besteht aus 50
bis 99 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes (A) und 1 bis 50 Gew.%
des Pfropfcopolymers (B), und sie besteht vorzugsweise aus 55 bis 92 Gew.% des vollständig
amorphen Polyesterharzes (A) und 8 bis 45 Gew.% des Pfropfcopolymers (B).
In dem Fall, in dem das Pfropfcopolymer (C) verwendet wird, besteht
die Harzzusammensetzung aus 50 bis 99 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes
(A) und 1 bis 50 Gew.% des Pfropfcopolymers (C), und es besteht vorzugsweise aus
55 bis 92 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes (A) und 8 bis 45 Gew.%
des Pfropfcopolymers (C).
Zusätzlich, in dem Fall, in dem die Pfropfcopolymere (B) und
(C) beide verwendet werden, besteht die Harzzusammensetzung vorzugsweise 50 bis
98 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes (A), 1 bis 49 Gew.% des Pfropfcopolymers
(B) und 1 bis 49 Gew.% des Pfropfcopolymers (C), worin die Gesamtsumme von (A),
(B) und (C) 100 Gew.% ist
Die vorliegende Erfindung stellt eine Harzfolie bereit, die durch
Formen einer Zusammensetzung erhalten wird, die 50 bis 99,9 Gew.% des vollständig
amorphen Polyesterharzes (A) und 0,1 bis 50 Gew.% eines thermoplastischen Polyesterelastomers
(D) umfasst.
Als das thermoplastische Polyesterelastomer (D) gibt es beispielsweise
einen Segmentcopolyester mit einem Molekülgewicht von 5.000 bis 100.000, der
vorzugsweise z.B. aus harten Segmenten von kristallinen Terephthalsäurepolyestern
(Polybutylenterephthalat (PBT) oder Polybutylennaphthalat (PBN)), die durch die
allgemeine Formel (1) oder (2) dargestellt sind, und weichen Segmenten von aliphatischen
Polyestern mit einem Molekülgewicht von 600 bis 6.000 besteht (Polytetramethylendiglycol
(PTMG), Polypropylenglycol (PPG) und Polyethylenglycol (PEG)), die durch die allgemeine
Formel (3) dargestellt sind, worin x eine ganze Zahl von 2 bis 4 und p eine ganze
Zahl von 8 bis 140 ist.
Durch Einstellen des Molekülgewichts des thermoplastischen Polyesterelastomers
(D), so dass es in dem vorstehend genannten Bereich liegt, können die Eigenschaften
der resultierenden Harzfolie, wie z.B. die Schlagbiegefestigkeit, die Zugfestigkeit,
die Beständigkeit gegenüber niedrigen Temperaturen sowie die Formbarkeit,
weiter verbessert werden.
Durch geeignete Auswahl des Molverhältnisses der harten Segmente
zu den weichen Segmenten können gewünschte Eigenschaften, wie z.B. die
Schlagbiegefestigkeit der erfindungsgemäßen Harzfolie, erhalten werden.
Hinsichtlich des Molverhältnisses von harten Segmenten zu weichen
Segmenten sind beispielsweise 50 Mol% oder mehr der weichen Segmente bevorzugt.
Die Copolymere bestehen beispielsweise aus einem aromatischen Polyester
als eine harte Komponente und einem aliphatischen Polyether als eine weiche Komponente,
einem aromatischen Polyester als eine harte Komponente und einem aliphatischen Polyester
(z.B. aliphatisches Lactonelastomer) als eine weiche Komponente und Polybutylennaphthalat
als eine harte Komponente und einem aliphatischen Polyether als eine weiche Komponente.
Die Zusammensetzung der Komponente (A) und der Komponente (D) beträgt
50 bis 99,9 Gew.% der Komponente (A) und 0,1 bis 50 Gew.%, vorzugsweise 0,5 bis
30 Gew.% der Komponente (D). Bevorzugter beträgt die Komponente (D) 1 bis 30
Gew.%.
Wenn die Komponente (D) 0,1 Gew.% oder weniger beträgt, ist die
mechanische Festigkeit schlecht, und wenn die Komponente (D) 50 Gew.% übersteigt,
ist die Formverarbeitbarkeit aufgrund ihrer schlechten Trennung von den Walzen schlecht.
Eine Zusammensetzung, die durch Mischen von Komponente (A) und Komponente
(D) erhalten wird, kann zu einer Folie geformt werden, und die resultierende Folie
kann als Monoschichtharzfolie (im Folgenden als lichtdurchlässige Harzfolie
bezeichnet) verwendet werden. Die lichtdurchlässige Harzfolie, die so erhalten
wurde, weist eine überlegene mechanische Festigkeit und Lichtdurchlässigkeit
auf, bleicht nicht aus und ist bei der Förderung der Gestaltung überlegen.
Die lichtdurchlässige Folie kann durch Verwenden eines bekannten Verfahrens
gefärbt und/oder die Oberflächen davon können bedruckt werden.
Als Beispiele für die erfindungsgemäßen Schichtpressstoffharzfolien
dienen Schichtpressstoffharzfolien, die durch Laminieren von mindestens zwei lichtdurchlässigen
Folien geformt wurden, Schichtpressstoffharzfolien, die durch Laminieren von mindestens
zwei lichtdurchlässigen Folien, die gefärbt sind und/oder bedruckte Oberflächen
aufweisen, geformt wurden, und Schichtpressstoffharzfolien, die durch Laminieren
einer lichtdurchlässigen Harzfolie als eine obere Schicht über eine Folie
mit gefärbten und/oder bedruckten Oberflächen als eine untere Schicht,
geformt wurden. Außerdem versteht sich ohne weiteres, dass, wenn nötig,
verschiedene Zwischenschichten verwendet werden können, und dieses Beispiel
liegt im Schutzumfang der Erfindung.
Überdies kann eine Folie, die aus einem thermoplastischen Harz
(F), das nachfolgend beschrieben wird, auf die erfindungsgemäße Schichtpressstoffharzfolie
als eine untere Schicht aufgebracht werden.
Die thermoplastischen Harze, die für die vorliegende Erfindung
verwendet werden, sind im Allgemeinen Polyvinylchloride, Polyolefine (Polyethylene,
Polypropylene, Propylen-Ethylen-Copolymere), Methacrylsäureester, Polycarbonatharze,
Polystyrolharze, Acryl-Styrolharze (AS), Acryl-Butadien-Sytrolharze (ABS), Polyesterharze,
Polyurethanharze, Polyamidharze und dergleichen. Die Komponente (F) kann ebenfalls
durch ein Verfahren, das nachfolgend beschrieben wird, zu einer Folie geformt werden.
Wenn die Komponente (F) als eine untere Schicht verwendet wird, ist eine obere Schicht
vorzugsweise eine lichtdurchlässige Harzfolie oder eine Harzfolie, die gefärbt
ist und/oder bedruckte Oberflächen aufweist, da eine Weißtrübung
nicht in der oberen Schicht auftritt, und selbst wenn die tiefere Schicht weiß
trübt, kann die Weißtrübung nicht an der Oberfläche gesehen
werden.
Bei der vorliegenden Erfindung kann überdies eine Folie als eine
untere Schicht verwendet werden, die aus einer Zusammensetzung gebildet ist, die
die Komponente (A) und das Pfropfcopolymer (B) und/oder das Pfropfcopolymer (C),
die vorstehend beschrieben sind, aufweist.
Wie vorstehend beschrieben wurde, ist es bevorzugt, wenn eine untere
Schicht, die aus der Zusammensetzung gebildet ist, die die Komponente (B) und/oder
aufweist, zusätzlich zur Komponente (A) verwendet wird, da die Vorteile einer
verbesserten mechanischen Festigkeit und von überlegenen V-Schnitt-Eigenschaften
erhalten werden.
Zusätzlich ist es bevorzugt, dass wenn die erfindungsgemäße
Folie für Baumaterialien verwendet wird, speziell wenn sie an einer Stelle
verwendet wird, wo Reinigungsmittel oft verwendet werden, wie z.B. in einer Küche,
ein Polyesterharz (E), das nachfolgend beschrieben ist, mit der Zusammensetzung
zu mischen, da die Spannungsrissfestigkeit verbessert werden kann.
Das Polyesterharz (E) weist einen Kristallisationsgrad von nahezu
0% bis 50% auf und hat insbesondere die Formel, die nachfolgend gezeigt ist. Speziell
kann das Polyesterharz (E) beispielsweise ein mit Glycol modifiziertes Polycyclohexylendimethylenterephthalat
(PCTG) sein, das aus 100 Mol% Terephthalsäure, 42 bis 32 Mol%
Ethylenglycol und 58 bis 68 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol besteht; ein mit Säure
modifiziertes Polycyclohexylendimethylenterephthalat (PCTA), das aus 1 bis 50 Mol%
Isophthalsäure und 50 bis 99 Mol% Terephthalsäure als eine Dicarbonsäurekomponente
besteht, und das vorzugsweise aus 1 bis 25 Mol% Isophthalsäure und 75 bis 99
Mol% Terephthalsäure besteht, und dergleichen. Als Beispiel für die PCTAs
dienen ein Copolyester 1, der aus 80 Mol% Terephthalsäure, 20 Mol% Isophthalsäure
und 100 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol besteht; und ein Copolyester 2, der aus 95
Mol% Terephthalsäure, 5 Mol% Isophthalsäure und 100 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol
besteht.
Außerdem sind Polyethylenterephthalat-Derivate, die durch die
folgenden Formeln gezeigt sind, ebenfalls bevorzugt.
Die Schmelzenthalpie der Komponente (E), die durch ein DSC-Verfahren
(JIS K7121] überwacht wird, beträgt nicht mehr als 15 cal/g, vorzugsweise
nicht mehr als 10 cal/g, und noch bevorzugter nicht mehr als 7 cal/g. Außerdem
beträgt die Viskosität der Komponente (E) vorzugsweise 0,65 bis 0,85 als
IV-Wert. Überdies können mindestens zwei Typen der Komponente (E) in Kombination
verwendet werden.
Die Harzzusammensetzung, die mit der Komponente (E) der vorliegenden
Erfindung gebildet wurde, umfasst 50 bis 99 Gew.% der Komponenten (A) + (E), die
aus 0,1 bis 95 Gew.% des vollständig amorphen Polyesterharzes (A) und 5 bis
99,9 Gew.% der Komponente (E) und 1 bis 50 Gew.% mindestens einer Komponente bestehen,
die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus dem Pfropfcopolymer (B), erhalten
durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen
Vinylverbindung mit konjugierten Dienkautschukteilchen, dem Pfropfcopolymer (C),
erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters und
einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen, und dem thermoplastischen
Polyesterelastomer (D) besteht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Harzzusammensetzung,
die mit der Komponente (E) der vorliegenden Erfindung gebildet ist, 70 bis 93 Gew.%
der Komponenten (A) und (E), die aus 20 bis 93 Gew.% des vollständig amorphen
Polyesterharzes (A) und 7 bis 80 Gew.% der Komponente (E) bestehen, und 7 bis 30
Gew.% mindestens einer Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
dem Pfropfcopolymer (B), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit konjugierten Dienkautschukteilchen, dem
Pfropfcopolymer (C), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen, und dem thermoplastischen
Polyesterelastomer (D) besteht. Die Harzzusammensetzung, die mit der Komponente
(E) der vorliegenden Erfindung gebildet wurde, weist, verglichen mit der Harzzusammensetzung,
die vorstehend beschrieben wurde, ein geringeres Verhältnis der Komponente
(A) auf. Der Grund dafür besteht darin, dass der primäre Zweck der Zusammensetzung
der ist, eine Spannungsrissfestigkeit zu erhalten. Mit anderen Worten, wenn keine
anderen Folieneigenschaften als die Spannungsrissfestigkeit speziell gewünscht
sind, kann die Komponente (A) auf 0,1 bis 95 Gew.% eingestellt werden.
Die Komponenten (A), (B), (C) und (D) sind vorstehend beschrieben.
Die verschiedenen Harzzusammensetzungen, die vorstehend beschrieben
sind, können auch geeignete Mengen an Additiven einschließen.
Als die vorstehend erwähnten Additive können beispielsweise
Flammschutzmittel, Formtrennmittel, Witterungsbeständigkeitsmittel, Antioxidantien,
Antistatika, Wärmestabilisierungsmittel, Gleitmittel, Färbemittel, Tenside,
Verstärkungsmittel und Füllstoffe genannt werden. In diesem Zusammenhang
werden Gleitmittel vorzugsweise gemischt, um die Verarbeitbarkeit zu verbessern.
Die nachfolgend genannten Materialien können als Gleitmittel verwendet werden,
d.h. Kohlenwasserstoffe (Polyethylen mit geringer Molekülmasse und Paraffine),
Fettsäuren (Stearinsäure, Hydroxystearinsäure, Stearinsäuregemische
und Ölsäure), aliphatische Alkohole, aliphatische Amide (Stearoamide,
Oxystearinsäureamide, Ölsäureamide, Erucasäureamide, Ricinusölsäureamide,
Behensäureamide, Methylolamide, Methylen-bis-stearoamide, Methylen-bis-stearobehensäureamide,
Bisamide höherer Fettsäuren, Stearoamide und Amidgemische), aliphatische
Ester(n-Butylstearat, Methylhydroxystearat, Fettsäurepolyole, gesättigte
Fettsäureester und Esterwachse) und Fettsäuremetallseifen. Kohlenwasserstoffe
und aliphatische Ester sind bevorzugt, und aliphatische Ester sind noch bevorzugter.
Die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung kann durch Kneten
einer so erhaltenen Zusammensetzung unter Verwendung eines Banbury Mischers oder
eines Einwellen- oder Doppelwellenkneters erhalten werden.
Die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung kann durch eine
Kalandriermaschine, einen T-Düsen-Extruder und dergleichen zu einer Folie mit
einer gewünschten Größe und Dicke geformt werden. Eine Weißtrübung
in der resultierenden Folie während des Prägens oder Heißsiegelns
tritt schwerlich auf, und die Folie ist speziell zum Vakuumpressen, Luftpressen
und Membranpressen geeignet, und sie kann beispielsweise als verschiedene dekorative
Schichtpressstofffolien verwendet werden.
Die Dicke der erfindungsgemäßen Harzfolie oder der erfindungsgemäßen
Schichtpressstoffharzfolie ist nicht besonders beschränkt. Die lichtdurchlässige
Harzfolie kann jedoch 5 bis 1.000 &mgr;m, vorzugsweise 60 bis 500 &mgr;m dick
sein. Im Falle der Schichtpressstoffharzfolie ist eine obere Schicht 5 bis 1.000
&mgr;m dick, vorzugsweise 60 bis 500 &mgr;m, eine untere Schicht ist 5 bis 1.000
&mgr;m dick, vorzugsweise 60 bis 500 &mgr;m, und die gesamte Schichtpressstoffharzfolie
ist 10 bis 2.000 &mgr;m dick, vorzugsweise 120 bis 1.000 &mgr;m.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 ist ein Schaubild, das die Ergebnisse für die
Messung der Knetdrehmomente der Harzzusammensetzungen in Tausendstel für die
Beispiele 3, 4, 8 und 9 zeigt.
2 zeigt eine MDF (Faserplatte mittlerer Dichte), die
mit einer erfindungsgemäßen Harzfolie überzogen ist, und die mit
einem V-Schnitt versehen ist.
3 zeigt einen Zustand, in dem eine erfindungsgemäße
Harzfolie, die über eine MDF, die mit einem V-Schnitt versehen
ist, geschichtet ist, rechtwinklig verbogen ist.
Bester Modus zum Ausführen der Erfindung
Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf Beispiele
beschrieben. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die Beispiele beschränkt.
(Beispiele 1 bis 17)
Die-Meßmethoden für verschiedene Eigenschaften werden beschrieben.
(1) Walzenverarbeitbarkeitsversuch
Die Verarbeitbarkeit wurde durch Kneten einer Zusammensetzung unter
Verwendung einer 8-Zoll Versuchswalzenvorrichtung mit einer Oberflächentemperatur
von 190°C bewertet.
O:
Der Knetvorgang kann ohne Probleme durchgeführt werden, und eine Folie
kann hergestellt werden.
&Dgr;:
Eine Folie kann hergestellt werden, der Vorgang ist jedoch aufgrund des Auftretens
von Adhäsion schwierig.
X:
Kristallisation tritt auf, eine Weißtrübung tritt in den Folien auf,
und ein Produkt kann nicht hergestellt werden.
(2) Formverschmutzungsversuch
Eine Harzzusammensetzung (Pellets) wurde unter den folgenden Bedingungen
unter Bildung einer Harzplatte, die 150 mm lang, 25 mm breit und 4 mm dick ist,
spritzgegossen. Die Trenneigenschaften wurden durch Lösen des geformten Teils
aus der Form bewertet.
Nissei Plastic Industrial Co., Ltd. FS-120
Formtemperatur: 250°C, 260°C und 280°C
Einspritzgeschwindigkeit: 55 mm/s
Einspritzdruck: 800 kg/cm2
Haltedruck: 600 kg/cm2
Einspritzzeit: 8 Sekunden
Kühlzeit: 45 Sekunden
(3) Nukleidablagerungsversuch
Während des Walzenversuchs wurden die Metalloberflächen
der Walzen alle 5 Minuten beobachtet.
(4) Izod Kerbschlagprüfung
Das Prüfverfahren wurde gemäß JIS K7110 durchgeführt.
Ein Probenkörper, der 6,35 mm lang, 12,7 mm breit und 6,4 mm
dick (und mit einer Kerbe versehen) ist, wurde durch Spritzgießen hergestellt
und bewertet.
(5) Zugfestigkeit und Dehnung
Das Prüfverfahren wurde gemäß JIS K7113 durchgeführt.
Nr. 1 Hantelprüfstücke mit einer Dicke von 1,0 mm wurden durch Spritzgießen
hergestellt. Die Hantelprüfstücke wurden bei einer Temperatur von 23°C
und einer relativen Feuchtigkeit 50% (vor dem Schnellalterungsversuch) und nach
7 Tage altern bei einer Temperatur von 60°C und einer relativen Feuchtigkeit
von 95% (nach dem Schnellalterungsversuch) bewertet.
(6) V-Schneidversuch
Eine vorbestimmte Menge einer Harzzusammensetzung wurde durch Kalandrieren
verarbeitet und zu einer Folie mit einer Dicke von 0,2 mm geformt. Nachdem die Folie
7 Tage lang bei 60°C und einer relativen Feuchte von 95% gehalten wurde, wurde
eine Faserplatte mittlerer Dichte (MDF) durch das folgende Verfahren mit der Folie
überzogen. Das heißt, nach dem Beschichten einer 240 mm langen, 1.200
mm breiten und 18 mm dicken MDF mit einer Wasserabsorption von 5 bis 15% (Starwood,
Hokushin Co., Ltd.) mit 140 g/mm2 eines härtbaren
Zweikomponenten-Haftmittels, das in erster Linie aus einem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
besteht, wurde die Folie darauf geschichtet und anschließend gepresst und bei
einem Druck von 1 bis 5 kg/cm2 für ungefähr 12 Stunden gealtert.
Die MDF, die mit der Folie versehen ist, wurde auf eine Größe
von 600 mm Länge und 400 mm Breite geschnitten, und ein V-Schnitt mit einem
offenen Winkel von 90° wurde längs der Breitenrichtung in der Mitte in
Längsrichtung der MDF geschnitten, wie es in 2
gezeigt ist. Die MDF, die mit der Folie versehen ist, wurde dann bei einer Temperatur
von 23 ± 2°C und mit einer Biegegeschwindigkeit von 1 mm/min gebogen,
um eine Form mit rechtem Winkel zu bilden, wie es in 3
gezeigt ist.
Das Aussehen des gebogenen Teils wurde beobachtet. Keine Änderung
wird durch O dargestellt, und das Auftreten von Rissbildung wird durch x dargestellt.
Bei den folgenden Beispielen wurden einige der verschiedenen Harze,
die nachfolgend aufgeführt sind, verwendet.
(1) Vollständig amorphes Polyesterharz (A)
Herstellerfirma: Eastman Chemical Co.
Handelsname: KODAR PETG 6763 (PET-G)
Zusammensetzung: Copolymertyp
Glycolkomponente: 70 Mol% Ethylenglycol und 30 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol
Dicarbonsäurekomponente: Terephthalsäure
Kristallinität: 0%
Schmelzenthalpie: nicht messbar aufgrund einer vollständig amorphen Struktur
(ii) Herstellerfirma: Mitsui Chemicals, Inc.
Handelsname: W-4051
Zusammensetzung: oxidiertes Polyethylenwachs
Die erhaltenen Versuchsergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 gezeigt.
Wie aus den vorstehenden Tabellen ersichtlich ist, waren die erfindungsgemäßen
Harzzusammensetzungen in verschiedenen Eigenschaften überlegen; die Zusammensetzungen
(Beispiele 10 und 11), die ein herkömmliches amorphes Polyesterharz
an Stelle der vollständig amorphen Polyesterharze verwenden, waren jedoch bei
der Walzenverarbeitbarkeit merklich unterlegen. Außerdem hatten die Zusammensetzungen
(Beispiele 12 bis 17), die ein von den Pfropfcopolymeren (A) und (B) verschiedenes
Polymer aufweisen, überlegene Eigenschaften; sie waren jedoch bei der Walzenverarbeitbarkeit,
der Formverunreinigung und der Ablagerung von Nukleiden unterlegen. Bei der Zusammensetzung
(Beispiel 9), die nur das vollständig amorphe Polyesterharz als eine Polymerkomponente
aufweist, konnten ausreichende Eigenschaften erhalten werden.
Außerdem wurden Knetdrehmomente der Harzzusammensetzungen in
Tausendstel für die Beispiele 3, 4, 8 und 9 gemessen. Die Messbedingungen sind
nachfolgend gezeigt.
Mischer: Typ Lab-plastomill R-30 von Toyo Seiki Co., Ltd.
Probenmenge: 33 Gramm
Versuchstemperatur: 160°C
Versuchsumdrehungen: 50,0 U/min
Vorwärmzeit: 120 Sekunden
Die erhaltenen Ergebnisse sind in 1 gezeigt.
In 1 steht #1 für Beispiel 9, #2 für Beispiel
8, #3 für Beispiel 4 und #4 für Beispiel 3. Gemäß
1 stiegen die Drehmomentwerte der erfindungsgemäßen
Harzzusammensetzungen in kurzer Zeit an, und deren Festwerden trat schnell ein;
das Festwerden der Harzzusammensetzung von Probe 9 war jedoch um etwa 20 Minuten
verzögert. Folglich waren die Unterschiede zwischen den beiden Harzzusammensetzungsarten
bei der Verarbeitbarkeit augenscheinlich. Das heißt, dass die erfindungsgemäße
Harzzusammensetzungen beim Kneten ohne weiteres schmelzen, und deren Komponenten
wurden in kurzer Zeit homogen dispergiert. Im Gegensatz dazu wurde die Harzzusammensetzung
von Probe 9 aufgrund deren schlechter thermischer Leitfähigkeit langsam geschmolzen,
und deren Komponenten benötigten lange Zeit, um zu dispergieren.
(Beispiele 18 bis 28)
Die Messverfahren für verschiedene Eigenschaften werden für
die Beispiele beschrieben.
(1) Walzenverarbeitbarkeitsversuch
Die Messungen wurden gemäß Beispiel 1 durchgeführt.
(2) Formverschmutzungsversuch
Die Messungen wurden gemäß Beispiel 1 durchgeführt.
(3) Izod Kerbschlagprüfung
Die Messungen wurden gemäß Beispiel 1 durchgeführt.
(4) Zugfestigkeit und Dehnung
Die Messungen wurden gemäß Beispiel 1 durchgeführt.
(5) Trübungsversuch (Trübungsgrad)
Die Messungen wurden gemäß JIS K7105 durchgeführt.
Ein 1 mm dickes Probenstück wurde bewertet.
(6) V-Schnittversuch
Die Messungen wurden gemäß Beispiel 1 durchgeführt.
(7) Biegeweißtrübungsversuch
Die Weißtrübung an einem gebogenen Abschnitt des Probenstücks,
das bei dem vorstehend genannten (6) V-Schnittversuch verwendet wurde, wurde beobachtet.
"Keine Weißtrübung" wird durch O dargestellt, und "eine Weißtrübung
tritt auf, wenn die Farbe dunkel ist, und keine Weißtrübung tritt auf,
wenn die Farbe hell ist, wie z.B. hellgrau" wird durch &Dgr;
dargestellt.
Bei den Beispielen wurden einige der verschiedenen Harze, die nachfolgend
aufgeführt sind, verwendet.
(1) Ein vollständig amorphes Polyesterharz (A)
Herstellerfirma: Eastman Chemical Co.
Handelsname: KODAR PETG 6763 (PET-G)
Zusammensetzung: Copolymertyp
Glycolkomponente: 70 Mol% Ethylenglycol und 30 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol
Dicarbonsäurekomponente: Terephthalsäure
Kristallinität: 0%
Schmelzenthalpie: nicht messbar aufgrund einer vollständig amorphen Struktur
(2) Thermoplastisches Polyesterelastomer (D)
Herstellerfirma: Dupont-Toray Co., Ltd.
Handelsname: Hytrel 4057, 2551
Zusammensetzung: die chemische Struktur ist ein Copolymer, das aus harten Segmenten
(PBT) und weichen Segmenten (Polyether) besteht.
(3) Pfropfcopolymer (B)
Herstellerfirma: Kaneka Corp.
Handelsname: Kaneace B-56
Zusammensetzung: Methacrylsäureester-Styrol/Butadienkautschuk-Pfropfcopolymer
Kautschukteilchendurchmesser: 0,1 bis 0,5 &mgr;m
(4) Pfropfcopolymer (C)
Herstellerfirma: Kaneka Corp.
Handelsname: Kaneace FM
Zusammensetzung: Methacrylsäureester-Acrylnitril/Butylacrylat (Acrylsäurekautschuk)-Pfropfcopolymer
Kautschukteilchendurchmesser: 0,05 bis 0,1 &mgr;m
(5) Additive
Herstellerfirma: Henkel Japan Co., Ltd.
Handelsname: Roxiol G-78
Zusammensetzung: Mischung aus Metallseife und Ester mit hoher Molekülmasse.
Die Zusammensetzungen wurden gemäß den Komponentengehalten
hergestellt, die in den Tabellen 3 bis 5 gezeigt sind, und verschiedene Versuche
wurden mit den Zusammensetzungen durchgeführt. Die Ergebnisse sind ebenfalls
in den Tabellen 3 bis 5 gezeigt.
(Tabelle 3)
(Tabelle 4)
(Tabelle 5)
(Beispiel 29)
Um eine untere Schicht herzustellen, wurde eine 80 &mgr;m dicke
Harzfolie (deren Zusammensetzung dieselbe ist, wie für Beispiel 21) durch eine
Kalandriermaschine hergestellt, gefolgt von Färben mit Titanoxid und einem
organischen Pigment, und sie wurde dann auf ihrer oberen Oberfläche mit einer
1,5 ± 0,5 &mgr;m dicken bedruckten Schicht (Nippon Decor K.K., Woodgrain)
versehen. Nachdem die bedruckte Schicht gehärtet war, wurde die obere Oberfläche
der bedruckten Schicht durch ein Gravurstreichverfahren mit einem flüssigen
Zweikomponenten-Haftmittel (Toyo-Morton, Ltd., AD527/CATHY-92) beschichtet. Nach
dem Beschichten wurde das Lösungsmittel in einem Trockenofen verdampft, um
so eine Haftschicht (2,5 ± 0,5 &mgr;m dick) zu erhalten. Der Trockenofen
war mit einer flottenverfahrenartigen Trockenzone versehen, und die Temperatur darin
wurde auf einen Wert von 75 bis 85°C eingestellt. Die Harzfolie wurde in 18
bis 22 Sekunden durch den Trockenofen hindurchgeführt. Nachdem die Haftschicht
trocken war, wurde die Haftschicht mit einer 80 &mgr;m dicken Harzfolie aus Beispiel
21, die als eine obere Schicht verwendet werden soll, überdeckt und anschließend
unter Verwendung von Metallwalzen heißversiegelt.
Anschließend wurde die Folie aufgerollt und für 72 Stunden
bei 40 ± 2°C stehen gelassen, um das Haftmittel altern zu lassen, wodurch
das Produkt erhalten wurde. Ein Biegeweißtrübungsversuch und ein V-Schnittversuch
wurden an der resultierenden dekorativen Schichtpressstofffolie durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 gezeigt.
(Beispiele 30 bis 34)
Die unteren Schichten für die Beispiele 30 bis 34 wurden, wie
nachfolgend beschrieben ist, verändert, und dann wurden dieselben Versuche
durchgeführt, wie diejenigen, die für Beispiel 16 durchgeführt wurden.
In diesem Zusammenhang wurde Beispiel 31 nicht mit einer bedruckten
Schicht versehen, so dass der Versuch für eine farbige dekorative Folie erfolgte.
(Beispiel 30)
Obere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 21 und ursprüngliche
Farbe
Bedruckte Schicht: Woodgrain gedruckt auf eine untere Schicht
Untere Schicht: 80 &mgr;m dick, farbige Zusammensetzung aus Beispiel 26 (farbig
durch Titanoxid, ein organisches Pigment oder dergleichen).
(Beispiel 31)
Obere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 21 und farbig
Untere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 26 und farbig
(farbig durch Titanoxid, ein organisches Pigment oder dergleichen).
(Beispiel 32)
Obere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 21 und ursprüngliche
Farbe
Bedruckte Schicht: Woodgrain gedruckt auf eine untere Schicht
Untere Schicht: 80 &mgr;m dick, hergestellt durch Riken Vinyl Industry Co.,
Ltd. (PVC-Folie und farbiges W500-Produkt).
(Beispiel 33)
Obere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 21 und ursprüngliche
Farbe
Bedruckte Schicht: Woodgrain gedruckt auf eine untere Schicht
Untere Schicht: 80 &mgr;m dick, hergestellt durch Riken Vinyl Industry Co.,
Ltd. (PP-Folie und farbiges OW-Produkt).
(Beispiel 34)
Obere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 21 und ursprüngliche
Farbe
Bedruckte Schicht: Woodgrain gedruckt auf eine untere Schicht
Untere Schicht: 80 &mgr;m dick, hergestellt durch Riken Vinyl Industry Co.,
Ltd. (PE-Folie und farbiges TPN-Produkt).
Die Ergebnisse, die für die Beispiele 29 bis 34 erhalten wurden,
sind in Tabelle 6 gezeigt.
(Beispiele 35 und 36)
Die Beispiele 35 und 36 sind Vergleichsbeispiele, bei denen die Materialien,
die für die Beispiele 30 bis 34 verwendet wurden, jeweils
für die Beispiele 35 und 36 verwendet wurden, und die obere Schicht und die
tiefere Schicht wurden in umgekehrter Reihenfolge angeordnet. Außerdem wurden
die Schichtpressstofffolien für die Beispiele 35 und 36 durch Laminieren einer
Folie mit ursprünglicher Farbe als eine obere Schicht mit einer farbigen dekorativen
Folie als eine untere Schicht geformt. Die Laminierverfahren und Messverfahren waren
dieselben, wie diejenigen für Beispiel 29.
(Beispiel 35)
Obere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 26 und ursprüngliche
Farbe
Bedruckte Schicht: Woodgrain gedruckt auf eine untere Schicht
Untere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 21 und farbig.
(Beispiel 36)
Obere Schicht: 80 &mgr;m dick, hergestellt durch Riken Vinyl Industry Co.,
Ltd. (PE-Folie und TPN, ursprüngliche Farbe)
Bedruckte Schicht: Woodgrain gedruckt auf eine untere Schicht
Untere Schicht: 80 &mgr;m dick, Zusammensetzung aus Beispiel 21 und farbig.
Die Ergebnisse für die Beispiele 35 und 36 sind in Tabelle 7
gezeigt.
(Tabelle 7)
(Beispiele 37 bis 75)
Durch Verwenden der nachfolgend aufgeführten Materialien wurden
(1) eine Überführungsfolie, (2) eine 0,2 mm dicke Polyesterfolie und (3)
eine 0,15 mm dicke Polyesterfolie gemäß den Zusammensetzungen hergestellt,
die in den Tabellen 8 bis 11 gezeigt sind, (1), (2) und (3) wurden in der Reihenfolge
laminiert, und der so geformte Schichtpressstoff wurde dann durch Walzen, die metallisch
verspiegelte Oberflächen aufweisen, bei 150 bis 160°C für 40 Sekunden
heißversiegelt (Pressdruck: 2,0 kg/cm, Trommeldrehgeschwindigkeit: 2,0 m/min
und Trommelumfang: 2,0 m). Die Polyesterfolie wurde durch einen T-Düsen-Extruder
geformt, um die gewünschte Dicke aufzuweisen.
Als nächstes wurde eine Schichtpressstofffolie auf eine Klebefläche,
die nachfolgend beschrieben wird, durch eine Membranpressmaschine (Maschinenname:
KT-M-139, Hersteller: Benhorner) geklebt. Die Adhäsionsbedingungen wurden so
eingestellt, dass die Presstemperaturen oben/unten = 110°C/80°C betrugen,
die Presszeiten Vorwärmen/Druckbeaufschlagung = 60 Sekunden/60 Sekunden betrugen,
und der Druck 4 kg/cm2 betrug.
Die Klebefläche (MDF) war Sperrholz, das durch feines Zermahlen
von Nadelbaum- oder Tanguileschnitzeln oder dergleichen, gefolgt von Verdichten
durch Pressen, geformt wurde. Die Klebefläche wurde in die Form einer Tür
geschnitten (ungefähr 150 mm × 200 mm und 18 mm dick), zur Montage in
ein Einbauküchensystem oder dergleichen, und gebogene Oberflächen (ungefähr
3R bis 10R) wurden darauf geformt. Dekorative Rillen ("routing" genannt) wurden
auf die obere Oberfläche der Klebefläche eingeschnitzt.
Vor dem Anhaften wurde die in Form einer Tür geformte MDF-Oberfläche
mit einem Haftmittel, wie z.B. einem Urethan-Haftmittel (eine Mischung aus dem Handelsnamen
34333 und dem Handelsnamen Hardener D, Henmitine Co., in einem Gewichtsverhältnis
von 100 und 5), beschichtet.
Bei den Beispielen verwendete Materialien
(1) Übertragungsfolie
Handelsname: UV-03 von Keihan Oike Transcription K.K.
Typ: Transferfolie aus Acrylsäure, 12 &mgr;m dick
(2) Polyesterfolie
Ein vollständig amorphes Polyesterharz (A)
Herstellerfirma: Eastman Chemical Co.
Handelsname: KODAR PETG 6763 (PET-G)
Zusammensetzung: Copolymertyp
Glycolkomponente: 70 Mol% Ethylenglycol und 30 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol
Dicarbonsäurekomponente: Terephthalsäure
Kristallinität: 0%
Schmelzenthalpie: nicht messbar aufgrund einer vollständig amorphen Struktur
Zusammensetzung: die chemische Struktur ist ein Copolymer, das aus harten Segmenten
(PBT) und weichen Segmenten (Polyether) besteht.
Polyesterharz (E)
(i) Herstellerfirma: Eastman Chemical. Co.
Handelsname: EASTER PCTG 5445 (PCTG)
Zusammensetzung: Copolymertyp
Glycol modifiziertes Polycyclohexylendimethylenterephthalat, das aus 100 Mol% Terephthalsäure,
42 bis 32 Mol% Ethylenglycol und 58 bis 68 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol besteht
Kristalline Komponente (Kristallinitätsgrad): Spuren Schmelzenthalpie: 2,6
(cal/g).
(ii) Herstellerfirma: Eastman Chemical. Co.
Handelsname: THERMX PCTA 6761 (PCTA)
Zusammensetzung: Copolymertyp
Säure modifiziertes Polycyclohexylendimethylenterephthalat, das aus 1 bis 50
Mol% Isophthalsäure und 50 bis 99 Mol% Terephthalsäure als Dicarbonsäurekomponenten
besteht, und vorzugsweise aus 1 bis 25 Mol% Isophthalsäure und 75 bis 99 Mol%
Terephthalsäure besteht
Schmelzenthalpie: 5,5 (cal/g).
(3) Polyesterfolie
Herstellerfirma: Riken Vinyl Industry Co., Ltd.
Handelsname: RIVESTAR SET351 FZ13359
Zusammensetzung: Copolymertyp
Kristalline Komponente (Kristallinitätsgrad): 0%
Die nachfolgend aufgeführten Versuche wurden an den geformten
Teilen, die erhalten wurden, durchgeführt.
• Lichtdurchlässigkeit: wurde durch Sichtprüfung ermittelt.
Die Bestimmungsgrade sind wie folgt. Eine überlegene Lichtdurchlässigkeit
wird durch 0 dargestellt, eine leichte weiße Trübung wird durch &Dgr;
dargestellt, und eine weiße Trübung wird durch x dargestellt.
• Bleistifthärteprüfung: gemäß JIS K5400 (Lastgewicht:
200 g)
• Spannungsrissprüfung durch Reinigungsmittel: Geformte Teile wurden
mit genügend Küchenreiniger (Magicline, Kao Corp.) beschichtet, und die
geformten Teile wurden 24 Stunden lang bei Raumtemperatur gehalten. Später,
nachdem die geformten Teile 90 Minuten lang bei 50°C gelagert wurden, gefolgt
von 90 Minuten lagern bei 0°C, wurden die Oberflächen der geformten Teile
durch Sichtprüfung auf Risse untersucht. Die Bestimmungsgrade waren wie folgt.
Keine Rissbildung wird durch 0 dargestellt, das Vorkommen von einigen Rissen (ungefähr
1 bis 10) wird durch &Dgr; dargestellt, das Vorkommen von einer Vielzahl von Rissen
(nicht weniger als 10) wird durch x dargestellt, und das Vorkommen von Rissen auf
der Gesamtheit der Oberflächen wird durch xx dargestellt. Die Ergebnisse sind
in den Tabellen 8 bis 11 gezeigt.
Gewerbliche Anwendbarkeit
Erfindungsgemäß werden eine Harzzusammensetzung und eine
Harzfolie, die speziell zum Membranpressen, Vakuumpressen, Luftpressen
und dergleichen geeignet ist, bereitgestellt, bei der die Harzzusammensetzung und
die Harzfolie überlegene Eigenschaften aufweisen, wie z.B. Verarbeitbarkeit,
Formbarkeit, Schlagbiegefestigkeit, Lichtdurchlässigkeit und dergleichen, und
bei der außerdem keine merkliche Nukleidablagerung beobachtet wird, und bei
der es unwahrscheinlich ist, dass eine Weißtrübung während des Prägens
und Heißsiegelns auftritt.
Anspruch[de]
Harzfolie, erhalten durch Formen einer Harzzusammensetzung, umfassend
ein zusätzliches Gleitmittel als Additiv unter Verwendung einer Kalandriermaschine,
worin die Harzzusammensetzung 50 bis 99 Gew.% eines vollständig amorphen Polyesterharzes
(A) und 1 bis 50 Gew.% eines Pfropfcopolymers (B), erhalten durch Pfropfpolymerisieren
eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen Vinylverbindung mit konjugierten
Dienkautschukteilchen, oder 1 bis 50 Gew.% eines Pfropfcopolymers (C), erhalten
durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters und einer aromatischen
Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen umfasst; und worin das Gleitmittel ein
aliphatischer Ester ist.Harzfolie, erhalten durch Formen einer Harzzusammensetzung, umfassend
ein zusätzliches Gleitmittel als Additiv unter Verwendung einer Kalandriermaschine,
worin die Harzzusammensetzung 50 bis 98 Gew.% eines vollständig amorphen Polyesterharzes
(A), 1 bis 49 Gew.% eines Pfropfcopolymers (B), erhalten durch Pfropfpolymerisieren
eines Methacrylsäureesters mit konjugierten Dienkautschukteilchen, und 1 bis
49 Gew.% eines Pfropfcopolymers (C), erhalten durch Pfropfpolymerisieren eines Methacrylsäureesters
und einer aromatischen Vinylverbindung mit Acrylkautschukteilchen umfasst, worin
die Gesamtsumme von (A), (B) und (C) 100 Gew.% ist; und worin das Gleitmittel ein
aliphatischer Ester ist.Harzfolie, erhalten durch Formen einer Harzzusammensetzung, umfassend
ein zusätzliches Gleitmittel als Additiv unter Verwendung einer Kalandriermaschine
gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, worin das vollständig amorphe
Polyesterharz (A) unter Verwendung von Terephthalsäure als Dicarbonsäurekomponente
und Ethylenglycol und 1,4-Cyclohexandimethanol als Glycolkomponente hergestellt
ist; und worin das Gleitmittel ein aliphatischer Ester ist.Harzfolie, erhalten durch Formen einer Harzzusammensetzung, umfassend
ein zusätzliches Gleitmittel als Additiv unter Verwendung einer Kalandriermaschine
gemäß Anspruch 3, worin die Glycolkomponente 50 bis 99 Mol% Ethylenglycol
und 1 bis 50 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol umfasst; und worin das Gleitmittel ein
aliphatischer Ester ist.Harzfolie, erhalten durch Formen einer Harzzusammensetzung, umfassend
ein zusätzliches Gleitmittel als Additiv unter Verwendung einer Kalandriermaschine
gemäß Anspruch 4, worin die Glycolkomponente 60 bis 80 Mol% Ethylenglycol
und 20 bis 40 Mol% 1,4-Cyclohexandimethanol umfasst; und worin das Gleitmittel ein
aliphatischer Ester ist.Harzfolie, erhalten durch Formen einer Harzzusammensetzung gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 5, die zum Vakuumpressen, Luftpressen und Membranpressen
verwendet wird.