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Dokumentenidentifikation EP1513592 29.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001513592
Titel Verfahren zum Herstellen von zur jeweiligen Körpergröße von Golfspielern individuell passenden Golfschlägern
Anmelder Wohldorf GmbH, 24568 Kaltenkirchen, DE
Erfinder WOHLDORF, Peter A., 24568 Kaltenkirchen, DE
DE-Aktenzeichen 50211099
Vertragsstaaten DE, ES, FR, IT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 26.02.2002
EP-Aktenzeichen 027199322
WO-Anmeldetag 26.02.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/EP02/02046
WO-Veröffentlichungsnummer 2003072203
WO-Veröffentlichungsdatum 04.09.2003
EP-Offenlegungsdatum 16.03.2005
EP date of grant 17.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse A63B 59/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A63B 69/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A63B 53/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G01B 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Heutzutage werden Golfschläger auf Wunsch an die körperlichen Gegebenheiten eines Spielers oder einer Spielerin angepaßt, und zwar nich nur auf statische Weise, bei der ein Testschläger auf den Boden gestellt und die Schaftlänge sowie der Winkel zwischen dem Schlägerkopf und dem Schaft, dem sogenannten Lie-Winkel, an die Größe des Spielers angepaßt werden, sondern auch auf dynamische Weise unter Berücksichtigung der Bewegungsverhältnisse beim Schlagen nach einem Golfball. Dabei wird ein Golfschläger als passend bezeichnet, wenn im Treffmoment die Sohle des Schlägerkopfes genau mittig den Boden berührt. Wenn dies der Fall ist, wird der Schläger im Treffmoment nämlich weder nach rechts, noch nach links verdreht, was bei nicht mittigem Bodenkontakt zwangsläufig der Fall wäre.

Da ein kompletter Schlägersatz 14 Golfschläger umfaßt, die alle verschiedene Anstellwinkel für die Schlagfläche haben (allgemein als Loft-winkel oder kurz "Loft" " bezeichnet), wäre es theoretisch zweckmäßig, alle Schläger eines Satzes derart passend herzustellen, daß mit jedem Schläger der Bodenkontakt mittig erfolgt. Es hat sich aber herausgestellt, daß es wesentlich wichtiger ist, die kurzen Eisen genau passend einzustellen, während dies für die längeren Eisen und Hölzer nicht so wichtig erscheint. Dabei versteht man unter kurzen Eisen Schläger wie Sand Wedge (SW) mit einem Loft von zB. 55°, Pitching Wedge mit einem Loft von zB. 48°, Eisen 9 mit einem Loft von zB. 44° und Eisen 8 mit einem Loft von zB. 39°. Die sogenannten mittlern Eisen Nr. 7 bis 5 haben demgemäß Loft-Winkel von zB. 35° bis 27°, während für lange Eisen Nr. 4 bis 1 der Loft zB. 24° bis 16° sein kann.

Bekannt ist es nun, die individuelle Anpassung nach zwei Methoden vorzunehmen. Die statische Anpassungsmethode ist die ältere von beiden; sie wird weltweit allgemein als "Static-Lie-Fitting" bezeichnet. Die jüngere und damit modernere dynamische Methode, die heute den Stand der Technik darstellt, wird als "Dynamic-Lie-Fitting" bezeichnet. Bei der zuletzt genannten Methode schlägt der Spieler zweckmäßigerweise mehrere Bälle von einer besonders vorbereiteten Unterlage, dem sogenannten Schlagbrett oder "Lie-Test-Hitting-Board". Letzteres ist eine etwa 1-3cm dicke Platte, üblicherweise aus Holz mit den Abmessungen von 1m x 1m. Die Größe sollte so bemessen sein, daß ein Spieler auf der Platte stehend die Probeschläge ausführen kann. Um dabei die Sohle des Schlägerkopfes mit einer Berührungsmarkierung versehen zu können, ist in die Platte üblicherweise eine Markierungsfläche eingearbeitet, die eine Farbschicht, beispielsweise Graphit, aufweist und die bei richtig ausgeführtem Golfschlag die Sohle des Schlägerkopfes mit einer farbigen Markierung versieht, die die Berührungslinie der Sohle mit der Unterlage darstellt.

Bislang sind Schlägerhersteller nun so vorgegangen, daß sie dann, wenn die Berührungslinie nicht mit der Sohlenmitte zusammenfiel, was der Regelfall sein dürfte, den Winkel zwischen Schaft und Sohle, der als "Lie-Winkel" (&agr;) bezeichnet wird, durch Biegen auf einer Biegemaschine verändert haben, bis die Berührungslinie nach wiederholten Probeschlägen mit der Sohlenmitte in etwa deckungsgleich geworden war.

Ein Nachteil dieses "Dynamic-Lie-Fitting-Verfahrens" besteht darin, daß sich nicht alle Golfschläger biegen lassen. Um den Lie-Winkel &agr; zu verändern, muß nämlich die Biegemaschine am Schlägerkopf ansetzen und dabei den Winkel zwischen Kopf und Hals verändern, was aber nur bei geschmiedeten Schlägern möglich ist. Gegossene Schläger lassen sich nämlich nicht verbiegen, da das Material nicht die erforderliche Elastizität hat und einfach brechen würde.

Die US-A-6,102,811 offenbart lediglich ein ballig geformtes Schlagbrett, mit dem man ermitteln kann, an welcher Stelle der Schlägerkopf eines Golfschlägers den Boden berührt.

Der Artikel von Jason Campbell: "The Fit - That's it" - A Primer on Golf Club Fitting for Everyone [Online] 27-Mai 2001 (2000-05-27) XP002219823, vermittelt zunächst die Theorie zum Treffen eines Golfballes. Nach seinem Vorschlag werden verschieden lange Eisen mit gleichem Lie-Winkel ausprobiert, bis ein mittiger (''squarer") Bodenkontakt erzielt wird. Wenn dann die richtige Schaftlänge bei mittigem Kontakt gefunden wurde, werden die übrigen Eisen des Satzes dadurch angefertigt, daß ihre Schäfte um je 1/2 inch gekürzt bzw. verlängert werden.

Die CA-A-2, 312, 587 offenbart nur ein Verfahren zur Ermittlung des Kontakts der Schlägersohle mit dem Boden, wobei ein Sohlenklebeband mit speziellen Markierungen auf eine Schlägersohle aufgeklebt wird, um den Kontaktbereich mit dem Boden beim Schlag zu ermitteln.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes dynamisches Herstellungsverfahren zu schaffen, mit dem sowohl geschmiedete als auch gegossene oder auf andere Weise hergestellte Golfschläger individuell passend herstellbar sind.

Zur Lösung dieser Aufgabe dient das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Dadurch wird erreicht, daß praktisch alle Golfschläger, sei es für Damen, für Herren oder für Kinder auch hinsichtlich ihres dynamischen Schwungverhaltens optimal passend hergestellt werden können. Dies ist dann der Fall, wenn die Golfschlägerlänge zu dem vorhandenen Lie-Winkel unter Berücksichtigung der Schaftdurch biegung im Treffmoment, dem sogenannten "toe-down-bending", passend abgestimmt ist, so daß die Sohle des Schlägerkopf den Boden im Treffmoment genau mittig berührt und dadurch kein Verdrehen des Schlägerkopfs im Treffmoment erfolgt.

Das Schablonenverfahren macht das bisherige Fitten, d.h. die Veränderung des Lie-Winkels durch Verbiegen unter Beibehaltung der Schaftlänge überflüssig, weil nämlich erstmals von vornherein ein Schlägerset mit für den Verwender passenden Schaftlängen und ohne Lie-Veränderung hergestellt werden kann. Ausserdem wird durch die Auswertung des Testschlags mittels der Schablone erstmals die Wirkung der Verbiegung des Schlägers beim Schlag berücksichtigt. Diese Verbiegung ist offenbar nicht errechenbar, sondern nur experimentell feststellbar. Das Schablonenverfahren wird dazu führen, besonders die durch den Testschlag experimentell festgestellte Verbiegung, die in die Markierung auf der Schlägerkopfsohle einfliesst, ebenfalls bei der Herstellung eines von vornherein passenden Schlägersets zu berücksichtigen.

Im ersten Schritt stellt der Hersteller von Golfsehlägern eine Gruppe von Testschlägern mit gleichem Loft, jedoch unterschiedlichem Bodenabstand H ("Wrist-to-Floor" (WtF) genannt) her, beispielsweise Eisen 9 (Loft = 44°; Lie = 64°) mit WtF von 23" bis 38", wobei die Maße weltweit und unabhängig von dem in Europa üblichen Maßsystem der S.I. Einheiten [mm oder cm] in inch ["] angegeben werden. Nun ist es nicht erforderlich, die Testschläger in allen Abstufungen von 1", als beispielsweise 16 Schläger Eisen 9 mit WtFs von 23", 24".....38" herzustellen. Es genügt wohl, wenn nur solche Schläger geliefert werden, wie sie in etwa für die zu erwartenden Kunden passen, zB. Eisen 9 mit WtFs von 29", 31", 33" und 35".

Es wird darauf hingewiesen, daß es ausreicht, wenn der Golfspieler die Anpassung anhand eines einzigen Testschlägers zB. des Typs Eisen 9 mit ungefähr passendem Bodenabstand (Wrist-to-Floor) vornimmt, denn wenn ein Schläger richtig angepaßt ist, dann passen auch alle anderen Schläger des gleichen Satzes, also auch Sand Wedge (SW), Pitching Wedge (PW) sowie Eisen 8 bis 1.

Im zweiten Schritt wird eine Schablone für den Testschlägersatz hergestellt, die anzeigt, um wieviel sich der Kontaktpunkt der Schlägersohle mit dem Boden aus der Mitte verlagert, wenn ein und dieselbe Testperson mit Schlägern, die gleiche Loft- und Lie-Winkel, jedoch andere Wrist-to-Floor Abstände haben, einen Golfschlag beispielsweise auf einem Schlagbrett ausführt.

Im dritten Schritt wird bei einem Probanden der Abstand seines Handgelenks zum Boden in senkrechter Richtung gemessen, also der Bodenabstand H (oder Wrist-to-Floor (WtF)) und ein möglichst dazu passender Testschläger ausgewählt.

Im vierten Schritt führt der Proband ein paar Golfschläge mit dem wie zuvor ausgewählten Testschläger auf einem Schlagbrett durch.

Im fünften Schritt nimmt der Schlägerhersteller die gemäß dem zweiten Schritt hergestellte Schablone, hält sie auf die Sohle des Testschlägers und liest ab, wo der Kontaktpunkt oder die Kontaktlinie in Bezug auf die Mitte der Sohle liegt.

Im sechsten Schritt liest der Schlägerhersteller aus einer Tabelle ab, wie lang der Schläger unter Berücksichtigung der mit der Schablone ermittelten Korrektur sein sollte und schneidet dann den Schaft auf die richtige Länge ab.

Im siebenten Schritte wird dann nur noch der Griff in der üblichen Weisen auf das Ende des Schafts aufgebracht.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1
einen Golfschläger in schematischer Darstellung;
Fig. 2
eine erste Schablone;
Fig. 3
einen Golfschläger beim Schlag; und
Fig. 4
drei weitere Schablonen.

Figur 1 zeigt schematisch einen Golfschläger mit einem Schlägerkopf 1, einem daran ansetzenden Schaft 2 und einem Griff 3. Der Griff 3 ist auf dem vom Schlägerkopf 1 entfernten Ende des Schafts 2 aufgebracht.

Der Schlägerkopf 1 besitzt eine Schlagfläche 4, die mit einer Vertikalebene, die der Zeichenebene entspricht, einen sogenannten Loft-Winkel &bgr; einschließt. Üblicherweise kann der Loft von 10° bis etwa 60° reichen. Näheres zeigt die weiter unten wiedergegebene Tabelle. Die Berührung des Bodens erfolgt im Treffmoment mit der Sohle 5, wobei die Berühung mittig entsprechend der Linie 0 erfolgen soll, damit kein Drehmoment entstehen kann, das den Schlägerkopf 1 nach rechts oder links verdrehen würde.

Der Winkel &agr;, den der Schaft 2 mit dem Boden einschließt, ist der sogenannte Lie-Winkel, der aufgrund langjähriger Erfahrung den einzelnen Schlägern eines Satzes zugeordnet worden ist. Ein Beispiel gibt hierfür wieder die nachstehende Tabelle; es wird jedoch darauf hingewiesen, daß auch andere Lie-Winkel dem jeweiligen Schläger zugeordnet sein können. So muß beispielsweise ein Eisen 9 nicht unbedingt einen Lie &agr; = 64° haben; es könnten auch ein oder zwei Grad mehr oder weniger sein, je nachdem, wie der Hersteller den Schlägersatz bauen will.

Wenn nun ein Golfschläger mit einem bestimmten Lie-Winkel &agr; auf den Boden gestellt wird, so daß seine Sohle 5 mittig aufliegt, dann ergibt dies gemäß Figur 1 einen Bodenabstand H von der Mitte des freien Endes des Griffs 3 zum Boden gemessen, der in etwa dem Abstand des Handgelenks eines den Griff 3 umfassenden Spielers zum Boden entspricht, so daß H auch als "Wrist-to-Floor" (W-t-F) bezeichnet wird.

Ferner ist in Figur 1 die Schlägerlänge L eingezeichnet, die vom Ende des Griffs 3 bis zum Aufsetzpunkt am Boden gemessen wird. Daraus ergibt sich die Beziehung: sin &agr; = H / L oder L = H / sin &agr;

Die nachstehende Tabelle 1 zeigt diese errechneten Werte für vier Wrist-to-Floor Werte. Tabelle 1: Eisen Nr. Loft° Lie° H 35 34,5 34 33,5 1 16 56 L = 42,2 41,6 41,0 40,4 2 18 57 L = 41,7 41,1 40,5 39,9 3 21 58 L = 41,3 40,7 40,1 39,5 4 24 59 L = 40,8 40,2 39,7 39,1 5 27 60 L = 40,4 39,8 39,3 38,7 6 31 61 L = 40,0 39,4 38,9 38,3 7 35 62 L = 39,6 39,1 38,5 37,9 8 39 63 L = 39,3 38,7 38,2 37,6 9 44 64 L = 38,9 38,4 37,8 37,3 SW/PW 55 65 L = 38,6 38,1 37,5 37,0

Ausgangspunkte sind dafür einmal die üblichen Lie-Winkel von 56° bis 65° für Eisen 1-9 und SW/PW. Wählt ein Schlägerhersteller andere Lie-Winkel für seine Schlägersätze, so verändern sich natürlich die Werte in der Tabelle 1. Am Prinzip sollte sich aber nichts ändern, denn die Wrist-to-Floor Abstände H sind in Schritten von S" wiedergegeben. Mit Tabelle 1 könnten demnach nur Personen arbeiten, deren Wrist-to-Floor Abstand zwischen 33,5" und 35" liegt; es macht für den Fachmann jedoch keine Schwierigkeiten, die Tabelle auf Werte von H = 23 bis 38 auszuweiten.

Zu Tabelle 2 kommt man, wenn man die Werte aus Tabelle 1 mit einem Korrekturfaktor versieht, nämlich einen konstanten Faktor A = 2,5 abzieht, da sich der Wrist-to-Floor Abstand eines Spielers gegenüber der aufrechten Ausgangsstellung mit gerade am Körper herunter hängenden Armen reduziert, wenn sich der Spieler leicht nach vorne neigt und seine Hände den Griff 3 umfassen. Der Faktor A ist ein Erfahrungswert, der zweckmäßigerweise bei 2,5 liegt, jedoch auch den Bereich von 1,5 - 3,0 umfassen könnte. Tabelle 2: Eisen Nr. Loft° Lie° H 35 34,5 34 33,5 1 16 56 L1 = 39,7 39,1 38,5 37,9 2 18 57 L1 = 39,2 38,6 38,0 37,4 3 21 58 L1 = 38,8 38,2 37,6 37,0 4 24 59 L1 = 38,3 37,7 37,2 36,6 5 27 60 L1 = 37,9 37,3 36,8 36,2 6 31 61 L1 = 37,5 36,9 36,4 35,8 7 35 62 L1 = 37,1 36,6 36,0 35,4 8 39 63 L1 = 36,8 36,2 35,7 35,1 9 44 64 L1 = 36,4 35,9 35,3 34,8 SW/PW 55 65 L1 = 36,1 35,6 35,0 34,5

Tabelle 3 entwickelt sich aus Tabelle 2 wenn man die Länge L1 mit einem weiteren Korrekturfaktor versieht, nämlich dem Faktor B für die Durchbiegung des Schlägerschaftes beim Schlag, das sogenannte "toe-down-bending", das in Figur 3 gezeigt ist. Je länger ein Schläger ist, um so größer ist dieser Korrekturfaktor B. Er läuft von 0,0 bis 0,9 in Schritten von 0,1. Mithin werden die Werte aus der Tabelle 2 für die Tabelle 3 beispielsweise um jeweils 0,1 erhöht, also bei einem Eisen 9 und einem 35" Schläger von 36,4 auf 36,5 usw.. Tabelle 3: Eisen Nr. Loft° Lie° H 35 34,5 34 33,5 1 16 56 L2 = 40,6 40,0 39,4 38,8 2 18 57 L2 = 40,0 39,4 38,8 38,2 3 21 58 L2 = 39,5 38,9 38,3 37,7 4 24 59 L2 = 38,9 38,3 37,8 37,2 5 27 60 L2 = 38,4 37,8 37,3 36,7 6 31 61 L2 = 37,9 37,3 36,8 36,2 7 35 62 L2 = 37,4 36,9 36,3 35,7 8 39 63 L2 = 37,0 36,4 35,9 35,3 9 44 64 L2 = 36,5 36,0 35,4 34,9 SW/PW 55 65 L2 = 36,1 35,6 35,0 34,5
Schließlich gelangt man zur endgültigen Tabelle 4, wenn die Werte der Tabelle 3 in Schritten von 0,5 geglättet werden, was man am besten an Hand der Spalte 34,5 erkennt.

Bezeichnen wir also mit H den Abstand Wrist-to-Floor, die Schlägerlänge mit L3 und den Lie-Winkel mit &agr;, so ergibt sich folgende Beziehung für die Werte in Tabelle 3: L 3 = H / sin&agr; - A + B , wobei

  • A = 2,5
  • B = n x 0,1
ist und darin

n = 1, 2, ... 9 bedeutet.

Die so ermittelten Werte von Tabelle 3 sind dann in Tabelle 4 derart gerundet worden, daß jedem Grad Lie-Winkel eine Schritthöhe von 0,5 entspricht. Tabelle 4: Eisen Nr. Loft° Lie° H 35 34,5 34 33,5 1 16 56 L3 = 40,6 40,0 39,4 38,8 2 18 57 L3 = 40,1 39,5 38,9 38,3 3 21 58 L3 = 39,6 39,0 38,4 37,8 4 24 59 L3 = 39,1 38,5 37,9 37,3 5 27 60 L3 = 38,6 38,0 37,4 36,8 6 31 61 L3 = 38,1 37,5 36,9 36,3 7 35 62 L3 = 37,6 37,0 36,4 35,8 8 39 63 L3 = 37,1 36,5 35,9 35,3 9 44 64 L3= 36,6 36,0 35,4 34,8 SW 55 65 L3 = 36,1 35,6 34,9 34,3

Figur 2 zeigt eine Schablone, die für ein Eisen 9 erstellt worden ist und der man entnehmen kann, wie groß die Verschiebung der Kontaktlinie gegenüber der Mitte oder der Null-Linie für einen Schläger mit einem Bodenabstand H oder einem Wrist-to-Floor von 24" in Schritten von ± 0,5 ist. Grund für diese Verschiebung ist die Krümmung des Schaftes 2 beim Schlag, wie dies der rechte Teil von Figur 3 zeigt, was zu dem bereits erwähnten toe-down-bending des Schlägerkopfes 1 führt. Trifft der Proband also das Schlagbrett mit dem Schlägerkopf 1 derart, daß sich eine Kontaktlinie ergibt, die gemäß der Schablone nach Figur 2 bei +1 liegt, dann muß der Hersteller in der Tabelle 4 von Spalte 34 zu Spalte 35 wechseln, um die richtige Länge L3 für das Eisen 9 zu ermitteln, also statt 35,4" die Länge 36,6" wählen und bei einem neuen Schlägerkopf 1 des gleichen Typs wie der Testschläger den Schaft 2 des neuen Schlägers bei 36,6" abschneiden. Anschließend wird der Griff 3 aufgesetzt und das individuell angepaßte Eisen 9 ist fertig. Die übrigen Schläger des Satzes werden dann ohne weitere Tests mit den Längenangaben nach Spalte 35 von Tabelle 4 gefertigt.

Figur 4a-c zeigt drei weitere Schablonen, bei denen die Berührungslinien für Schläger mit gleichem Lie-Winkel &agr;, jedoch unterschiedlichem Handgelenkabstand H und damit mit anderen Wrist-to-Floor-Werten nicht in Abständen von ± 0,5" sondern unmittelbar in Wrist-to-Floor-Werten angegeben sind.

Figur 4a zeigt dabei eine Schablone für einen 28" Schläger des Typs Eisen 9, wobei die Mittellinie, die bei der Schablone nach Figur 2 mit 0 bezeichnet ist, hier die Aufschrift 28" trägt.

Figur 4b zeigt eine ähnliche Schablone wie Fig. 4a, jedoch für einen 30" Testschläger, während die Schablone nach Fig. 4c für einen 32" Testschläger gedacht ist.

Wenden wir uns nun noch einmal einem Probanden mit einem Wrist-to-Floor-Wert von beispielsweise 32" zu, so wird dieser für die Auswahl des optimal angepaßten Schlägersatzes zunächst einen 32" Testschläger wählen, der aus den gleichen Köpfen, Schäften und Griffen wie das gewünschte Schlägerset gefertigt wurde. Mit diesem Testschläger führt der Proband nun 1, 2 oder mehr Golfschläge auf einem Test-Brett aus. Dabei entsteht auf der Sohle 5 des Schlägerkopfes 1 eine Markierung, die anzeigt, an welcher Stelle die Sohle 5 das Test-Brett beim Schlag berührt hat.

Anschließend nimmt der Club-Maker in dem Fall eine Schablone nach Figur 4c mit der Aufschrift 32" zur Hand und legt sie so auf die Sohle 5 des Schlägerkopfes 1, daß sich die auf der Sohle 5 immer vorhandenen Gravuren wie etwa die betreffenden Markennamen und eventuell die Ziffer für den Schlägerkopf genau decken, so daß die Schablone 32" präzise mit der Sohle des 32"-Testschlägers vom Typ Eisen 9 ausgerichtet ist.

Die durch die Film-Schablone sichtbare, von dem Testschlag stammende Markierung auf der Sohle 5 wird dann oft nicht mit der Mittellinie, die durch die in der ovalen Umrandung dargestellte Zahl 32" angegeben ist, zusammenfallen, sondern rechts oder links daneben liegen. Diejenige senkrechte Linie, die der Markierung am nächsten liegt, ist dann die maßgebenden Linie und der Club-Maker kann nun an Hand der dieser Linie zugeordneten Zahl ablesen, welcher Wrist-to-Floor-Wert für den Probanden am nächsten liegt. Liegt diese Markierung nun beispielsweise zwischen den Linien 33" und 33,5" bei der Schablone nach Figur 4c, jedoch näher an der 33,5"-Linie, so bedeutet dies, daß der Proband am besten mit einem Schlägersatz mit einem Wrist-to-Floor-Wert von 33,5" treffen würde, da er mit einem solchen Schlägersatz dann in der Regel eine ebene Unterlage genau mit der Mitte der Sohle 5 des Schlägers berühren würde.

Auf das weiter oben angegebene Beispiel angewendet würde dies bedeuten, daß der Club-Maker für den Probanden einen Schlägersatz nach der Spalte 33,5 in Tabelle 4 herstellen würde, also für ein Eisen 9 mit einer Länge L = 34,8". Der gleichen Tabelle kann nun der Club-Maker die Längen für Eisen 1 bis 8 entnehmen, also von 38,8" - 35,3".

Es wird nun noch einmal darauf hingewiesen, daß die Erstellung der Tabellen nicht Gegenstand der Erfindung ist, denn es kann für jeden Schlägertyp und jeden Schlägerkopf eine eigene Tabelle aufgestellt werden. Ferner kann jeder Schlägerhersteller eigene, produktbezogene Tabellen aufstellen, nach denen er seine Schläger herstellen möchte. Wesentlich ist es lediglich, daß zu jedem Testschläger eine Tabelle existiert und daß in Abhängigkeit von der mit der erfindungsgemäßen Schablone gemessenen Verlagerung der Kontaktlinie auf der Sohle des Schlägerkopfes der richtige Wrist-to-Floor-Wert und damit die richtige Tabellenspalte ausgewählt werden.


Anspruch[de]
Verfahren zum Herstellen eines zur jeweiligen Körpergröße eines Golfspielers individuell passenden Golfschlägers, der einen Schaft (2) aufweist, an dessen unterem Ende ein Schlägerkopf (1) befestigt ist, der eine Schlagfläche (4) sowie eine Sohle (5) besitzt, wobei die Schlagfläche (4) zu einer durch den Schaft (2) und die Sohle (5) verlaufenden Vertikalebene einen Loft-Winkel einschließt, während die Sohle (5) mit dem Schaft (2) einen Lie-Winkel (&agr;) bildet, und mit einem Griff (3), der an dem oberen Ende des Schafts (2) aufgebracht ist; dadurch gekennzeichnet, daß

in einem ersten Schritt eine Gruppe von Testschlägern mit gleichem Loft, jedoch unterschiedlichem Bodenabstand H ("Wrist-to-Floor" WtF) hergestellt wird, wobei der Bodenabstand H der Abstand von der Mitte des Griffs (3) zum Boden bei mittig auf dem Boden aufliegender Sohle (5) ist;

in einem zweiten Schritt eine Schablone für die Gruppe von Testschlägern hergestellt wird, die Verschiebewerte anzeigt, welche aussagen, um wieviel sich der Kontaktpunkt der Schlägersohle mit dem Boden aus der Mitte gegenüber der mittigen oder Null-Position Testschlägers in halbzahligen oder ganzzahligen Schritten von "Wrist-to-Floor" Abständen verlagert;

in einem dritten Schritt bei einem Probanden der Abstand seines Handgelenks zum Boden in senkrechter Richtung gemessen und ein möglichst dazu passender Testschläger ausgewählt wird;

in einem vierten Schritt der Proband ein paar Golfschläge mit dem im dritten Schritt ausgewählten Testschläger auf einem Schlagbrett mit einer Markierungsfläche ausführt;

in einem fünften Schritt mit Hilfe der nach dem zweiten Schritt hergestellte Schablone abgelesen wird, wo der Kontaktpunkt oder die Kontaktlinie des Schlägers mit dem Schlagbrett in Bezug auf die Mitte der Sohle liegt;

in einem sechsten Schritt aus einer Tabelle abgelesen wird, wie lang der Schläger unter Berücksichtigung des mit der Schablone ermittelten Korrekturwertes sein sollte und dann der Schaft für einen neuen Schläger mit gleichem Loft- und Lie-Winkel wie für den Testschläger auf die richtige Länge abgeschnitten wird; und daß

in einem siebenten Schritte der Griff auf das Ende des Schafts aufgebracht wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone Markierungen aufweist, die der Verschiebung der Kontaktlinie auf der Sohle (5) des Schlägerkopfs (1) gegenüber der mittigen oder Null-Position eines genau passenden Schlägers in halbzahligen oder ganzzahligen Schritten von Wrist-to-Floor Abständen entsprechen.
Anspruch[en]
A method of manufacturing golf clubs individually fitted according to the respective body size of a golfer, each golf club having a shaft (2) with a clubhead (1) attached to the bottom end of the shaft and having a striking face (4) and a sole (5), the striking face (4) forming a loft angle with the vertical plane running through the shaft (2) and the sole (5) and forming a lie angle (&agr;) with the shaft (2), and with a grip (3) provided at the top end of the shaft (2); characterized in that

in a first step a group of test clubs is produced with the same loft, but with differing distance to the floor H ("Wrist-to-Floor" wtf), with the distance to the floor H being the distance from the center of the grip (3) to the floor when the sole (5) is placed centered on the floor;

in a second step a stencil is produced for the group of test clubs which shows displacement values which demonstrate how far the contact point on the club sole, at the moment of impact of the club sole with the ground, has been displaced with reference to the middle or zero position of the test club in half-integral or integral number of "wrist-to-floor" distance unit increments;

in a third step the distance is measured between the individual golfer's wrist and the floor in a vertical direction and the best possible test club is selected;

in a fourth step the individual golfer carries out a few shots on a hitting board having a marking surface and using the test club selected in the third step;

in a fifth step a reading is taken from the stencil produced in the second step, said reading determining the location of the contact point or contact line of the club with the hitting board in relationship to the center of the sole;

in a sixth step reference is made to a chart to determine how long the club shaft should be, taking into consideration the correction determined from the stencil, and then cutting the shaft for the new club to the correct length with the same loft and lie angle as the test club; and

in a seventh step the grip is provided to the end of the shaft.
Method according to Claim 1, wherein the stencil includes indicia that correspond to the shift of the contact line on the sole (5) of the clubhead (1) with respect to the middle or zero position of a club which fits precisely, said indicia corresponding to he grip height in half-integral or integral number increments.
Anspruch[fr]
Procédé de fabrication d'une crosse de golf adaptée individuellement à la taille corporelle d'un joueur de golf, laquelle comporte une tige (2) à l'extrémité inférieure de laquelle est fixée une tête de crosse (1) qui possède une surface de frappe (4) ainsi qu'une semelle (5), la surface de frappe (4) formant un angle loft par rapport à un plan vertical passant par la tige (2) et la semelle (5), tandis que la semelle (5) forme avec la tige (2) un angle lie (&agr;), et comportant une poignée (3) qui est placée à l'extrémité supérieure de la tige (2) ; caractérisé en ce que

dans une première étape est réalisé un groupe de crosses tests avec le même loft, mais une distance au sol (H) ("Wrist-to-Floor" WtF) différente, la distance au sol (H) étant la distance entre le milieu de la poignée (3) et le sol lorsque la semelle (5) repose sur le sol ;

dans une deuxième étape est réalisé un gabarit pour le groupe de crosses tests, qui indique des valeurs de décalage lesquelles indiquent de combien se déplace le point de contact de la semelle de la crosse avec le sol, depuis le milieu, par rapport à la position centrale ou neutre de la crosse test, en pas mi-entiers ou entiers de distance "Wrist-to-Floor" ;

dans une troisième étape, avec un expérimentateur, la distance de son poignet au sol est mesurée dans la direction verticale et une crosse test le plus adaptée possible est choisie ;

dans une quatrième étape, l'expérimentateur exécute quelques coups de golf avec la crosse test choisie à la troisième étape, sur une batte avec une surface portant des repères ;

dans une cinquième étape, à l'aide du gabarit réalisé selon la deuxième étape, on lit à quel endroit le point de contact ou la ligne de contact de la crosse avec la batte se situe par rapport au milieu de la semelle ;

dans une sixième étape, on lit dans un tableau quelle longueur la crosse devrait avoir, en tenant compte de la valeur de correction déterminée avec le gabarit, puis la tige est coupée à la bonne longueur pour une nouvelle crosse avec le même angle loft et angle lie que pour la crosse test ; et en ce que

dans une septième étape, la poignée est fixée à l'extrémité de la tige.
Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le gabarit présente des repères qui correspondent au déplacement de la ligne de contact sur la semelle (5) de la tête de crosse (1) par rapport à la position centrale ou position neutre d'une crosse exactement adaptée, en pas mi-entiers ou entiers de distance Wrist-to-Floor.






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