Die Erfindung betrifft ein Drosselventil, mit Grobeinstellmitteln
und Feineinstellmitteln zur Grob- und Feineinstellung der Drosselungsintensität.
Ein aus der
EP 1336789 B1
bekanntes Drosselventil dieser Art verfügt über ein Ventilgehäuse,
in dem ein Drosselkanal verläuft, dem Grobeinstellmittel und Feineinstellmittel
zugeordnet sind, um eine Grob- und Feineinstellung des von einem Fluid durchströmbaren
Drosselungsquerschnittes und mithin der realisierbaren Drosselungsintensität
vornehmen zu können. Die Grobeinstellmittel ermöglichen ein stufenweises
Umschalten zwischen verschiedenen Drosselungsstufen mit unterschiedlichen Drosselungsquerschnitten.
Hierzu enthalten die Grobeinstellmittel eine Grobeinstellungs-Drosseleinrichtung
mit einem Drehglied, das mehrere unterschiedlich große Drosseldurchgänge
aufweist, die wahlweise im Strömungsverlauf des Fluides positionierbar sind.
Die Feineinstellmittel beinhalten eine eigenständige Feineinstellungs-Drosseleinrichtung,
die der Grobeinstellungs-Drosseleinrichtung parallelgeschaltet ist und insbesondere
einen zum jeweils wirksamen Drosseldurchgang der Grobeinstellungs-Drosseleinrichtung
parallelgeschalteten Fluidkanal aufweist, in dessen Verlauf eine fein justierbare
Drosselschraube angeordnet ist. Auf diese Weise kann ein großes Drosselungsspektrum
mit hoher Genauigkeit abgedeckt werden, wobei die Grobeinstellmittel eine stufenweise
Grobeinstellung und die Feineinstellmittel eine darauf basierende Feinjustierung
der gewünschten Drosselungsintensität ermöglichen. Angestrebt ist
eine Auslegung, bei der der Einstellbereich der Feineinstellungs-Drosseleinrichtung
genau die Querschnittsdifferenz zwischen den größenmäßig jeweils
aufeinanderfolgenden Drosselungsstufen der Grobeinstellungs-Drosseleinrichtung abdeckt.
Das bekannte Drosselventil ist zwar bequem und exakt einstellbar.
Allerdings hat sich gezeigt, dass sich ein Betrieb des Drosselventils in Verbindung
mit unterschiedlichen Druckdifferenzen ungünstig auf das Einstellungsergebnis
auswirkt. Ist beispielsweise in Verbindung mit einer niedrigen Druckdifferenz eine
exakte Überbrückung zweier aufeinanderfolgender Drosselungsstufen durch
die Feineinstellungs-Drosseleinrichtung gewährleistet, kann bei einer höheren
Druckdifferenz der in Verbindung mit der Feineinstellungs-Drosseleinrichtung realisierbare
Durchflusswert über demjenigen der nächstfolgenden Drosselungsstufe der
Grobeinstellungs-Drosseleinrichtung liegen, sodass beim Umschalten auf diese nächste
Drosselungsstufe ein nicht reproduzierbarer Sprung im erhaltenen Durchflusswert
auftritt, was letztlich die Einstellungsmaßnahmen sehr beeinträchtigt.
Dieses Phänomen ist insbesondere bei einem Betrieb des Drosselventils mit Druckluft
oder einem anderen Gas festzustellen und kann daher wohl auf die Kompressibilität
dieser Medien zurückgeführt werden.
Die
DE 19932982 C2
beschreibt ein Drosselventil, bei dem unterschiedliche Drosselungsintensitäten
durch die Einstellung eines Drosselgliedes vorgegeben werden können, das durch
einen Schraubvorgang verstellbar ist, wobei zur lösbaren Fixierung in unterschiedlichen
Positionen Rastmittel vorhanden sein können. Eine kombinierte Grob- und Feineinstellung
ist jedoch nicht möglich. Um in Verbindung mit einer hohen Einstellgenauigkeit
ein weitreichendes Einstellspektrum zu erhalten, bedarf es daher eines großen
Gewinde-Verstellbereiches und einer Vielzahl von Umdrehungen der Einstellmimik,
was zeitraubende Einstellvorgänge zur Folge hat und der Reproduzierbarkeit
der Einstellungen abträglich ist.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Drosselventil
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem sich unabhängig von der anstehenden
Druckdifferenz auf einfache Weise exakte Einstellungen vornehmen lassen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem mit Grobeinstellmitteln
und Feineinstellmitteln ausgestatteten Drosselventil vorgesehen, dass die Grobeinstellmittel
und die Feineinstellmittel einstellungsmäßig auf das gleiche Drosselglied
wirken und bei vorgenommener Grobpositionierung des Drosselgliedes eine darauf basierende
Feinpositionierung des Drosselgliedes ermöglichen.
Wird dieses Drosselventil in Verbindung mit unterschiedlichen
Druckdifferenzen betrieben, entsprechen die getroffenen Einstellungen zwar auch
unterschiedlichen Durchflusswerten. Es ist jedoch gewährleistet, dass die zwischen
zwei Grobpositionen liegende Durchflussdifferenz unabhängig von der Druckdifferenz
in reproduzierbarer Weise durch die Feineinstellmittel abgedeckt werden kann. Man
kann also bei Bedarf über die Feineinstellmittel exakte "Anschlüsse" zwischen
den den einzelnen Grobpositionen entsprechenden Durchflusswerten realisieren, wobei
durch die Feineinstellung stets die Differenz zwischen zwei Grobpositionen überbrückbar
ist. Anders als beim Stand der Technik wird hierbei die gewünschte Drosselungsintensität
nicht durch die Parallelschaltung verschiedener Strömungsquerschnitte erzielt,
sondern durch die Variation nur eines, von dem Drosselglied beherrschten Drosselquerschnittes,
wobei sowohl die Grobeinstellmittel als auch die Feineinstellmittel letztlich auf
ein und dasselbe Drosselglied wirken.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den
Unteransprüchen hervor.
Das Drosselventil besitzt zweckmäßigerweise ein
Ventilgehäuse, das einen zwischen zwei Anschlüssen verlaufenden Drosselkanal
enthält, bezüglich dem das Drosselglied zur Veränderung der Drosselungsintensität
verstellbar ist. Die sich auf die Drosselungsintensität auswirkende Bewegung
sei als Einstellbewegung bezeichnet und ist in der Regel eine Linearbewegung. Für
die Grobeinstellung sitzt das Drosselglied an einem Drosselgliedträger, der
bezüglich des Ventilgehäuses und mithin bezüglich des Drosselkanals
grob verstellbar ist. Bei der Grobverstellung wird das Drosselglied mitgenommen.
Jedoch ist die Verbindung zwischen dem Drosselglied und dem Drosselgliedträger
so ausgebildet, dass zusätzlich eine Feinverstellung des Drosselgliedes bezüglich
des Drosselgliedträgers ausführbar ist. Insgesamt wird also die Grobeinstellung
durch eine Verstellung des das Drosselglied tragenden Drosselgliedträgers bezüglich
des Ventilgehäuses vorgenommen und die Feineinstellung durch ein Verstellen
des Drosselgliedes bezüglich des es tragenden Drosselgliedträgers.
Zur Vorgabe der den verschiedenen Drosselungsintensitäten
entsprechenden Drosselungsquerschnitte ragt das Drosselglied je nach Einstellung
zweckmäßigerweise unterschiedlich weit in den zugeordneten Drosselkanal
hinein. Dabei kann der in den Drosselkanal eintauchende Drosselungsabschnitt des
Drosselgliedes sich verjüngend ausgebildet sein und insbesondere den Endabschnitt
des Drosselgliedes bilden.
Zur Realisierung der Feineinstellmittel steht das Drosselglied
mit dem Drosselgliedträger zweckmäßigerweise in einem Gewindeeingriff.
Der Feineinstellvorgang ist dann ein Schraubvorgang, wobei die hervorgerufene Drehbewegung
eine lineare Einstellbewegung hervorruft. Die Gewindeverbindung wird hier zweckmäßigerweise
mit einem sogenannten Feingewinde realisiert, das eine relativ geringe Gewindesteigung
aufweist.
Der Verdrehbereich des Drosselgliedes bezüglich des
Drosselgliedträgers ist zweckmäßigerweise auf maximal eine Umdrehung
beschränkt. Dadurch kann, insbesondere in Verbindung mit entsprechenden Ablesemitteln
wie Skala und Zeiger, stets eine reproduzierbare Einstellung vorgenommen werden.
Für die Grobeinstellung kann der Drosselgliedträger
zur Vornahme einer reinen Linearbewegung bezüglich des Ventilgehäuses
ausgebildet sein. Er könnte beispielsweise relativ zum Ventilgehäuse linear
verschiebbar gelagert sein. Bevorzugt wird jedoch eine Bauform, bei der der Drosselgliedträger
im Rahmen einer Kombination aus Drehbewegung und linearer Einstellbewegung relativ
zum Ventilgehäuse verstellbar ist. Dies lässt sich unter anderem über
eine Gewindeverbindung realisieren, die in Verbindung mit einem als Schraubteil
ausgebildeten Drosselglied eine größere Gewindesteigung aufweist als die
zur Feineinstellung dienende Gewindeverbindung zwischen Drosselglied und Drosselgliedträger.
Sowohl die Grobeinstellung als auch die Feineinstellung kann dann mittels eines
Schraubvorganges vorgenommen werden. Um bei der Grobeinstellung bestimmte unterschiedliche
Drosselungsintensitäten reproduzierbar vorgeben zu können, kann eine lösbare
Rastverbindung zwischen dem Drosselgliedträger und dem Ventilgehäuse oder
einem ventilgehäusefesten Bauteil vorgesehen sein. Allerdings ist eine Einstellung
auch allein auf der Basis geeigneter Ablesemittel, beispielsweise Skala und Zeiger,
grundsätzlich möglich.
Zur Vorgabe unterschiedlicher Drosselungsstufen durch die
Grobeinstellung ist der Drosselgliedträger zweckmäßigerweise relativ
zum Ventilgehäuse in Richtung der Einstellbewegung abgestuft in mehreren unterschiedlichen
Axialpositionen positionierbar. Dies lässt sich sowohl bei einer rein linearen
Verstellbewegung als auch bei einer kombinierten Dreh-Linearbewegung verwirklichen,
wobei die letztgenannte Bewegungskombination eine beliebige Aufeinanderfolge von
Linearbewegung und Drehbewegung sein kann.
Eine besonders bequeme und zugleich sichere Einstellung
unterschiedlicher grober Drosselungsstufen ist möglich, wenn der Drosselgliedträger
relativ zum Ventilgehäuse in Richtung der Einstellbewegung linear verschiebbar
und bezüglich der zugehörigen Bewegungsachse verdrehbar ist, wobei zur
Grobeinstellung eine sich entlang des Außenumfanges des Drosselgliedträgers
erstreckende, axial orientierte, gehäusefeste Stufenkontur vorhanden ist, der
ein umfangsseitig am Drosselgliedträger angeordneter, insbesondere radial vorstehender
Anschlag axial gegenüberliegt. Durch Drehen des Drosselgliedträgers kann
der Anschlag wahlweise gegenüberliegend unterschiedlichen Stufenflächen
der Stufenkontur positioniert werden, was dann jeweils bezüglich der Bewegungsachse
unterschiedliche Axialpositionen des Drosselgliedträgers und somit auch des
daran angeordneten Drosselgliedes zur Folge hat.
Zweckmäßigerweise sind Federmittel vorhanden,
durch die der Anschlag ständig in Richtung der Stufenkontur und mithin auch
der jeweils ausgewählten Stufenfläche vorgespannt ist. Prinzipiell könnte
diese Vorspannung jedoch auch unter Verzicht auf eine mechanische Federeinrichtung
allein durch den anstehenden Fluiddruck bewirkt werden.
Die Stufenkontur ist zweckmäßigerweise Bestandteil
eines am Ventilgehäuse angeordneten Drehlagerringes, der den Drosselgliedträger
bei gleichzeitiger drehbarer Lagerung koaxial umschließt.
Damit sich bei der Grobeinstellung bestimmte Drosselungsstufen
mühelos auffinden lassen, kann auf der der Stufenkontur axial entgegengesetzten
Seite des Anschlages eine gehäusefeste Positionierstruktur vorhanden sein,
die ebenfalls mit dem Anschlag zusammenwirkt. Zum Umschalten auf eine andere Drosselungsintensität
wird hier der Drosselgliedträger im axial gedrückten Zustand verdreht,
bis der Anschlag an einem von der Positionierstruktur definierten Gegenanschlag
zur Anlage gelangt, welcher so platziert ist, dass der daran anliegende Anschlag
einer bestimmten Stufenfläche der Stufenkontur axial gegenüberliegt. Wird
der Drosselgliedträger dann losgelassen, kann sich der Anschlag zur Anlage
an der betreffenden Stufenfläche bewegen.
Auch die Positionierstruktur ist zweckmäßigerweise
Bestandteil eines im Ventilgehäuse fixierten, den Drosselgliedträger koaxial
umschließenden Ringes. Dieser Ring kann durch den koaxial vorgelagerten Drehlagerungsring
axial fixiert sein.
Das Gehäuse des Drosselventils kann nach Art einer
sogenannten Schwenkverschraubung ausgebildet sein. Es verfügt dann zweckmäßigerweise
über einen die Grob- und Feineinstellmittel aufweisenden und mit mindestens
einem Fluidanschluss ausgestatteten Grundkörper sowie über ein an dem
Grundkörper drehbar gelagertes, mindestens einen anderen Anschluss aufweisendes
Schwenkteil. Ebenfalls möglich ist es, einen die Drosselstelle umgehenden Umgehungskanal
vorzusehen, der mit Rückschlagventilmitteln versehen ist. Auf diese Weise liegt
insgesamt ein einstellbares Drosselventil mit Rückschlagventil vor.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine bevorzugte erste Bauform des erfindungsgemäßen Drosselventils
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- das Drosselventil aus Figur 1 mit längsgeschnittenem Gehäuse und leicht
gekippt, wobei eine Einstellung des Drosselgliedes gezeigt ist, bei der der Fluiddurchgang
komplett abgesperrt ist,
- Fig. 3
- einen reinen Längsschnitt durch das Drosselventil aus Fig. 1 bei mit der
Fig. 2 übereinstimmender Einstellung, wobei strichpunktiert eine durch Feineinstellung
erhältliche andere Drosselposition des Drosselgliedes angedeutet ist,
- Fig. 4
- die Anordnung aus Fig. 3, wobei hier allerdings auch der Bereich der Grob- und
Feineinstellmittel komplett geschnitten dargestellt ist,
- Fig. 5
- das Drosselventil aus Fig. 1 in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellungsweise,
wobei allerdings eine einer anderen Drosselungsintensität entsprechende Drosselposition
des Drosselgliedes gezeigt ist, die durch eine von den vorgenannten Figuren abweichende
Grob- und Feineinstellung erhalten wurde,
- Fig. 6-9
- den Darstellungen der Fig. 2 bis 5 entsprechende Schnittdarstellungen eines
weiteren Ausführungsbeispiels des Drosselventils und
- Fig. 10
- ein eine bevorzugte Bedienungscharakteristik der beispielsgemäßen
Drosselventile wiedergebendes Diagramm.
Die einerseits aus Fig. 2 bis 5 und andererseits aus Fig.
6 bis 9 hervorgehenden Ausführungsbeispiele unterscheiden sich im Wesentlichen
nur in der Ausgestaltung der Grobeinstellmittel, sodass eine sich auf alle Ausführungsbeispiele
beziehende gemeinsame Beschreibung vorgenommen wird. Etwaige Abweichungen in den
Ausgestaltungen werden jeweils gesondert angesprochen.
Das in seiner Gesamtheit mit Bezugsziffer 1 bezeichnete
Drosselventil ist insgesamt so ausgelegt, dass es in die Verbindung zwischen einem
in Fig. 1 schematisch angedeuteten fluidtechnischen Bauteil 3 und einer ebenfalls
nur in Fig. 1 angedeuteten Fluidleitung 4 einschaltbar ist. Bei dem fluidtechnischen
Bauteil 3 handelt es sich beispielsweise um einen fluidbetätigten Antrieb oder
ein Ventil. Die Fluidleitung 4 kann starr oder flexibel sein. Durch das Drosselventil
1 kann eine fluidische Verbindung zwischen dem fluidtechnischen Bauteil 3 und der
Fluidleitung 4 hergestellt werden. Obwohl sich das Drosselventil auch für hydraulische
Anwendungen eignet, ist es im Besonderen für einen Betrieb mit gasförmigen
Medien, insbesondere mit Druckluft, zu empfehlen.
Das Drosselventil 1 besitzt ein Ventilgehäuse 2 mit
einem durchgehend hohl ausgebildeten länglichen Grundkörper 5, der zweckmäßigerweise
als Hohlschraube ausgeführt ist. An seinem in der Zeichnung nach unten weisenden
fußseitigen Endabschnitt ist der Grundkörper 5 mit einem ein Außengewinde
aufweisenden zylindrischen Befestigungsabschnitt 6 versehen, der in eine Gewindebohrung
des fluidtechnischen Bauteils 3 eingeschraubt werden kann. Der in der Zeichnung
oben liegende kopfseitige Endabschnitt 7 besitzt außen eine Mehrkantkontur
oder ist in anderer Weise so ausgebildet, dass sich ein Schraubwerkzeug ansetzen
lässt, mit dem sich die Schraubbefestigung am fluidtechnischen Bauteil 3 unterstützen
lässt.
Alternativ kann der Befestigungsabschnitt 6 auch für
andere Befestigungsarten ausgelegt sein. Es besteht ferner die Möglichkeit,
das Drosselventil 1 für eine direkte Integration in ein fluidtechnisches Bauteil
3 zu konzipieren, wobei dann der Grundkörper 5 sogar ein unmittelbarer Bestandteil
des fluidtechnischen Bauteils 3 sein kann.
Zwischen dem Befestigungsabschnitt 6 und dem kopfseitigen
Endabschnitt 7 befindet sich ein weiterer Längenabschnitt des Grundkörpers
5, der im Folgenden als Lagerungsabschnitt 8 bezeichnet sei. Auf diesem sitzt koaxial
ein ring- oder hülsenähnlich gestalteter Lagerkörper 12, der Bestandteil
eines Schwenkteils 13 des Ventilgehäuses 2 ist, welches relativ zum Grundkörper
5 beliebig verdrehbar ist. Die Drehachse fällt mit der Längsachse 15 des
Grundkörpers 5 zusammen. Beim Verdrehen des Schwenkteils 13 dreht sich der
Lagerkörper 12 auf dem Lagerungsabschnitt 8 des Grundkörpers 5.
Das Schwenkteil 13 ist zum Anschließen der Fluidleitung
4 ausgelegt. Es besitzt einen quer zur Längsachse 15 des Grundkörpers
5 verlaufenden Anschlussstutzen 17, der mit Anschlussmitteln 16 ausgestattet ist,
in den die anzuschließende Fluidleitung 4 einsteckbar ist. Nicht näher
gezeigte Haltemittel und Dichtungsmittel gewährleisten eine lösbare, abgedichtete
Fixierung der eingesteckten Fluidleitung 4. Abweichend vom Ausführungsbeispiel
könnten die Anschlussmittel 16 auch auf einem anderen Funktionsprinzip beruhen.
Beim Einsatz des Drosselventils 1 hat der Anwender die
Möglichkeit, den Anschlussstutzen 17 winkelmäßig entlang des Umfanges
des Grundkörpers 5 so zu positionieren, dass er hinsichtlich der anzuschließenden
Fluidleitung 4 eine optimale Ausrichtung besitzt. Das Drosselventil 1 kann jedoch
auch in einer Bauform ohne Schwenkteil realisiert werden. In diesem Falle wäre
dann der Anschlussstutzen 17 drehfest und insbesondere einstückig mit dem Grundkörper
5 verbunden.
Auch lässt sich das Drosselventil 1 mit anderer relativer
Ausrichtung des Befestigungsabschnittes 6 und der Anschlussmittel 16 ausführen.
Möglich wäre insbesondere eine Ausgestaltung, bei der diese Komponenten
in einer Linie platziert sind. Im Übrigen könnte das Drosselventil 1 auch
so eingesetzt werden, dass sowohl am Befestigungsabschnitt 6 als auch an den Anschlussmitteln
16 je eine Fluidleitung anschließbar ist.
Ein Längenabschnitt des den Grundkörper 5 durchziehenden
Hohlraumes bildet einen ersten Anschlusskanal 23a, der einenends an der Stirnseite
des Befestigungsabschnittes 6 ausmündet und im am fluidtechnischen Bauteil
3 montierten Zustand mit einem darin ausgebildeten, in Figur 1 angedeuteten Druckmittelkanal
22 kommuniziert. Ein weiterer, zweiter Anschlusskanal 23b durchsetzt das Schwenkteil
13 und mündet im Bereich der Anschlussmittel 16 aus, sodass er bei angeschlossener
Fluidleitung 4 mit dieser in Verbindung steht.
Die beiden Anschlusskanäle 23a, 23b stehen unter funktioneller
Zwischenschaltung einer Drosseleinrichtung 24 im Innern des Grundkörpers 5
miteinander in fluidischer Verbindung.
Durch diese Drosseleinrichtung 24 ist es möglich,
die Durchflussrate, mit der das Fluid zwischen den beiden Anschlusskanälen
23a, 23b überströmt, variabel einzustellen.
Der erste Anschlusskanal 23a endet mit einem in Richtung
der Längsachse 15 orientierten, im Folgenden als Drosselkanal 25 bezeichneten
Kanalabschnitt im Innern des Grundkörpers 5. An ihn schließt sich ein
als Aufnahmeabschnitt 26 bezeichneter Längenabschnitt des den Grundkörper
5 durchziehenden Hohlraumes an, der stirnseitig am kopfseitigen Endabschnitt 7 ausmündet
und Komponenten der Drosseleinrichtung 24 aufnimmt.
Der zweite Anschlusskanal 23b kommuniziert in dem sich
an den Drosselkanal 25 anschließenden Bereich mit dem Aufnahmeabschnitt 26.
Dort münden in den Aufnahmeabschnitt 26 mehrere den Grundkörper 5 radial
durchsetzende Querkanäle 27 ein, die radial außen mit einer zwischen dem
Außenumfang des Grundkörpers 5 und dem Innenumfang des Lagerkörpers
12 definierten Ringraum 29 kommunizieren, in den auch der zweite Anschlusskanal
23b einmündet. Auf diese Weise besteht bei jeder Winkelstellung des Schwenkteils
13 eine fluidische Verbindung zwischen dem zweiten Anschlusskanal 23b und dem dem
Drosselkanal 25 vorgelagerten Bereich des Aufnahmeabschnittes 26.
Die in dem Aufnahmeabschnitt 26 angeordneten Komponenten
der Drosseleinrichtung 24 enthalten unter anderem ein bevorzugt stößelartig
ausgebildetes Drosselglied 28, das sich in dem Aufnahmeabschnitt 26 koaxial erstreckt,
wobei seine Längsachse 32 mit derjenigen (15) des Grundkörpers 5 zusammenfällt.
Das Drosselglied 28 ist unter Ausführung einer mit der Achsrichtung der Längsachse
32 gleichgerichteten, durch einen Doppelpfeil angedeuteten Einstellbewegung 34 relativ
zum Ventilgehäuse 2 und somit auch relativ zu dem Drosselkanal 25 verstellbar,
wobei es entsprechend der jeweiligen Axialposition - im Folgenden "Drosselungsposition"
genannt - mit einem an dem dem Drosselkanal 25 zugewandten Endbereich vorgesehenen
Drosselungsabschnitt 33 mehr oder weniger weit in den Drosselkanal 25 eintaucht.
In Abhängigkeit von der Eintauchtiefe definiert der
Drosselungsabschnitt 33 mit der Wandung des Drosselkanals 25 unterschiedlich große,
als Drosselungsquerschnitte bezeichnete Strömungsquerschnitte für das
zwischen den beiden Anschlusskanälen 23a, 23b überströmende Fluid.
Hierzu besitzt der Drosselungsabschnitt 33 beim Ausführungsbeispiel eine sich
zu seinem freien Ende hin verjüngende Gestalt. Der Drosselungsquerschnitt wird
mithin von einem Ringspalt 31 zwischen dem Außenumfang des Drosselungsabschnittes
33 und der Wandung des Drosselkanals 25 definiert, dessen Breite mit zunehmender
Eintauchtiefe des Drosselungsabschnittes 33 abnimmt.
Bevorzugt ist der Drosselungsabschnitt 33 so ausgebildet,
dass er in einer bestimmten, aus Fig. 2 bis 4 und Fig. 6 bis 8 hervorgehenden Drosselungsposition
den Fluiddurchgang durch den Drosselkanal 25 vollständig absperrt. Diese Drosselungsposition
entspricht dann einer Absperrstellung. Um dies zu ermöglichen, besitzt der
Drosselungsabschnitt 33 beim Ausführungsbeispiel einen radial vorspringenden
umlaufenden Bund 35, der in der Absperrstellung nach Art eines Sitzventils an einem
ringförmigen Ventilsitz 36 zur Anlage gelangt, der vom Übergangsbereich
zwischen dem Drosselkanal 25 und dem sich daran mit größerem Durchmesser
anschließenden Aufnahmeabschnitt 26 definiert ist.
Um die gewünschte Drosselungsposition einstellen zu
können, enthält die Drosseleinrichtung 24 zum einen Grobeinstellmittel
37 und zum anderen Feineinstellmittel 38, die beide einstellungsmäßig
auf das einzige vorhandene Drosselglied 28 wirken und eine Grob- und Feineinstellung
der Drosselungsintensität ermöglichen. Man kann somit das Drosselglied
28 zunächst grob positionieren, um dann ausgehend von der eingestellten Grobposition
durch Feinpositionierung die gewünschte Drosselungsintensität exakt einzustellen.
Sowohl bei der Grobeinstellung als auch bei der Feineinstellung findet eine Einstellbewegung
34 des Drosselgliedes 28 statt. Bei der Grobeinstellung kann diese Einstellbewegung
jedoch gröber und mithin zum Erhalt größerer Querschnittsänderungen
schneller ausgeführt werden als durch die Feineinstellmittel, mit denen dann
nur noch bei entsprechend großer Untersetzung eine kurze Einstellstrecke abgedeckt
werden muss.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 sind die
Grobeinstellmittel 37 zur stufenweisen Grobeinstellung des Drosselgliedes 28 ausgebildet.
Die Feineinstellmittel 38 hingegen ermöglichen eine stufenlose Feineinstellung.
Die Auslegung ist insgesamt so getroffen, dass die verschiedenen Grobpositionen
in der im Folgenden als Einstellrichtung bezeichneten Richtung der Einstellbewegung
34 untereinander den gleichen Abstand haben und sich von Grobposition zu Grobposition
eine linear abgestufte Zunahme des eingestellten Drosselungsquerschnittes ergibt,
wenn man die Sache ausgehend von der stärksten Drosselungsposition beziehungsweise
der Absperrstellung betrachtet. Beim Ausführungsbeispiel können auf diese
Weise insgesamt fünf mit den Buchstaben A bis E gekennzeichnete Grobpositionen
eingestellt werden.
Der stufenlos beherrschbare Feineinstellbereich der Feineinstellmittel
38 ist in diesem Zusammenhang so gewählt, dass er der Differenz der Drosselungsquerschnitte
entspricht, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Grobpositionen vorliegt, wenn
man das Ganze bei gleicher Feineinstellung betrachtet. Zur besseren Orientierung
beim Einstellvorgang enthalten die Feineinstellmittel 38 beim Ausführungsbeispiel
eine von "null" bis "zehn" gehende Skala 42, an der man sich während des Einstellvorganges
orientieren kann.
Das in Fig. 10 abgebildete Diagramm verdeutlicht die Betriebsweise
des Drosselventils 1. Die vertikale Achse beschreibt hier die in Abhängigkeit
von der eingestellten Drosselungsposition erhaltene Durchflussrate, während
waagerecht der Feineinstellungsbereich aufgetragen ist. Liegt der momentane Feineinstellungswert
bei null, entspricht der erzielbare Durchfluss demjenigen der momentan eingestellten
Grobposition unter den möglichen Grobpositionen A bis E. Bei der gemäß
Fig. 2 bis 4 und Fig. 6 bis 8 getroffenen Einstellung liegt die der Absperrstellung
entsprechende Drosselungsposition A vor, bei gleichzeitiger Null-Feineinstellung,
sodass der realisierbare Durchfluss ebenfalls bei null liegt und man sich in dem
Kennlinienfeld der Fig. 10 an der Stelle 43 befindet.
Soll hingegen ein Durchflusswert eingestellt werden, der
der Stelle 44 entspricht, hat man die Grobposition C zu wählen, in Verbindung
mit einer Feineinstellung gemäß Skalenwert "2". Die Fig. 5 und 9 zeigen
das beispielsgemäße Drosselventil 1 bei einer solchen Einstellung.
Die schrägen, linearen Kennlinien 45 in dem Diagramm
der Fig. 10 beschreiben die durch die Feineinstellung realisierbaren Durchflussänderungen.
Man erkennt, dass der ausgehend von einer eingestellten Grobposition in Verbindung
mit den Feineinstellungsmaßnahmen jeweils erzielbare Durchfluss-Maximalwert
46 dem Betrag entspricht, der mit der nächsthöheren Grobposition bei Null-Feineinstellung
erzielbar ist. Auf diese Weise lässt sich das gesamte Durchflussspektrum von
null bis zum absoluten Maximum stufenlos vorgeben, sodass man bei Bedarf ein proportionales
Einstellverhalten realisieren kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis 9 lässt
sich im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der Fig. 2 bis 5 auch die Grobeinstellung
stufenlos vornehmen. Gleichwohl ist es auch hier zweckmäßig, Maßnahmen
vorzusehen, die eine stufenweise Grobpositionierung zulassen. Beim Ausführungsbeispiel
bestehen diese Maßnahmen in miteinander kooperierenden Ablesemitteln 47, die
ohne mechanische Verrastung eine Stufeneinstellung zulassen. Es handelt sich hierbei
insbesondere um eine mit einem Zeiger 48 zusammenarbeitende Skala 49, wobei Letztere
beim Ausführungsbeispiel die Buchstaben A bis E enthält. Bei Bedarf kann
durch nicht näher gezeigte Rastmittel auch eine rastbare Stufenvorgabe vorgesehen
werden.
Allen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass der
Aufnahmeabschnitt 26 einen im Durchmesser erweiterten Endabschnitt 52 aufweist,
in den ein als Hohlkörper ausgebildeter Drosselgliedträger 53 eintaucht,
der von dem Drosselglied 28 koaxial durchsetzt ist. Ein bevorzugt hülsenförmiger
Einstellabschnitt 54 des Drosselgliedträgers 53 steht mit dem Drosselglied
28 in Gewindeeingriff und besitzt zu diesem Zweck ein auf ein Außengewinde
des Drosselgliedes 28 aufgeschraubtes Innengewinde 56. Die hierdurch erzielte Gewindeverbindung
stellt zweckmäßigerweise ein sogenanntes Feingewinde mit geringer Gewindesteigung
dar.
Über die Grobeinstellmittel 37 ist der Drosselgliedträger
53 bezüglich des Ventilgehäuses 2 in der Einstellrichtung grob verstellbar
gelagert. Da das Drosselglied 28 über die Gewindeverbindung 55, 56 an ihm fixiert
ist, macht es die grobe Verstellbewegung des Drosselgliedträgers stets direkt
mit.
Folglich kann die Grobeinstellung durch bezüglich
des Ventilgehäuses 2 erfolgende Drehbetätigung des Drosselgliedträgers
53 vorgenommen werden, während die Feineinstellung durch Drehbetätigung
des Drosselgliedes 28 bezüglich des Drosselgliedträgers 53 erfolgt. Beide
Einstellmaßnahmen haben die Einstellbewegung 34 des Drosselgliedes 28 bezüglich
des Drosselkanals 25 zur Folge.
Zu seiner Drehbetätigung ist der Drosselgliedträger
53 mit einem außerhalb des Aufnahmeabschnittes 26 angeordneten, fest mit dem
Einstellabschnitt 54 verbundenen Betätigungsabschnitt 58 versehen. Dieser ist
dem kopfseitigen Endabschnitt 7 des Grundkörpers 5 zweckmäßigerweise
axial vorgelagert. Beim Ausführungsbeispiel ist der Betätigungsabschnitt
58 ein ringförmiges Teil, das auf den Einstellabschnitt 54 drehfest aufgesteckt
und durch Verrastung axial fixiert ist. Eine andere Befestigungsart wäre jedoch
ebenfalls möglich. Ferner könnten der Betätigungsabschnitt 58 und
der Einstellabschnitt 54 einstückig miteinander ausgebildet sein. Die Drehbetätigung
kann manuell erfolgen. Bei Bedarf kann der Betätigungsabschnitt 58 auch genutzt
werden, um den Drosselgliedträger 53 während der Feineinstellung des Drosselgliedes
28 unverdrehbar festzuhalten.
Miteinander kooperierende Ablesemittel 62 am Drosselglied
28 und am Drosselgliedträger 53 erleichtern die Feineinstellung. Beim Ausführungsbeispiel
enthalten die Ablesemittel 62 die oben bereits angesprochene, beispielhaft aus Zahlen
bestehende Skala 42 an der dem Drosselungsabschnitt 33 entgegengesetzten, frei zugänglichen
Stirnseite 63 des Drosselgliedes 28 sowie einen neben der Skala 42 feststehend am
Drosselgliedträger 53 angeordneten Zeiger 64. Der Zeiger 64 ist beim Ausführungsbeispiel
ein Stift, der neben den Außenumfang des äußeren Endabschnittes 65
des Drosselgliedes 28 ragt. Entlang des Umfanges dieses Endabschnittes 65 verteilte
bohrungsartige Befestigungsvertiefungen 66 ermöglichen beim Zusammenbau des
Drosselventils 1 eine variable Positionierung des stiftartigen Zeigers 64.
Um eine reproduzierbare Feineinstellung zu ermöglichen,
ist der Verdrehbereich des Drosselgliedes 28 bezüglich des Drosselgliedträgers
53 auf maximal eine Umdrehung beschränkt. In der Regel wird der Drehwinkel
unter 360° liegen.
Die Beschränkung des Drehwinkels wird zweckmäßigerweise
dadurch erreicht, dass der äußere Endabschnitt 65 des Drosselgliedes 28
mit einem Radialvorsprung 66 versehen ist, der bei der Drehbetätigung des Drosselgliedes
28 um die Längsachse 32 verschwenkt wird und in dessen Schwenkweg mindestens
ein bezüglich des Drosselgliedträgers 53 feststehender Drehbegrenzungsanschlag
67 platziert ist. Bevorzugt wird der sowieso vorhandene Zeiger 64 als Drehbegrenzungsanschlag
67 herangezogen, der dabei die Drehbegrenzung bei beiden Drehrichtungen hervorrufen
kann, indem der Radialvorsprung 66 entweder von der einen oder von der anderen Seite
auf ihn aufläuft. Der einstellbare Drehwinkel liegt daher um das Breitenmaß
des Radialvorsprunges 66 unter 360°.
Die für die Grobeinstellung nützlichen Ablesemittel
47 befinden sich einerseits am Drosselgliedträger 53 und andererseits am Ventilgehäuse
2. Die schon erwähnte Skala 49 befindet sich zweckmäßigerweise am
Außenumfang des Betätigungsabschnittes 58, während der zugeordnete
Zeiger 48 von einer Kante oder gesonderten Markierung am Außenumfang des kopfseitigen
Endabschnittes 7 des Grundkörpers 5 gebildet ist.
Es versteht sich, dass bei beiden Ablesemitteln 47, 62
die Anordnung von Skala und Zeiger bezüglich der sie aufweisenden Komponenten
auch vertauscht sein kann.
Wie schon erwähnt, ist der Drosselgliedträger
53 bei beiden Ausführungsbeispielen zur Grobeinstellung der Drosselungsintensität
im Rahmen einer kombinierten Drehbewegung und linearen Einstellbewegung relativ
zum Ventilgehäuse 2 verstellbar. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis
9 bilden die Grobeinstellmittel 37 zu diesem Zweck eine Gewindeverbindung. Ein mit
relativ großer Steigung versehenes Außengewinde 68 befindet sich am Außenumfang
des Einstellabschnittes 54 und steht mit einem komplementären ventilgehäusefesten
Innengewinde 69 in Schraubeingriff. Die Gewindesteigung ist größer als
diejenige der Gewindeverbindung 55, 56 der Feineinstellmittel 38.
Das Innengewinde 69 kann direkt am Ventilgehäuse 2
an der Innenfläche des Endabschnittes 52 des Aufnahmeabschnittes 26 vorgesehen
sein. Eine kostengünstigere Herstellung verspricht jedoch die beim Ausführungsbeispiel
realisierte Variante, bei der sich das Innengewinde 69 an einer drehfest in den
Endabschnitt 52 eingesetzten Innengewindehülse 72 befindet. Die axiale Fixierung
der Innengewindehülse 72 erfolgt zweckmäßigerweise durch Umbördeln
des stirnseitigen Randes des Grundkörpers 5.
Bei reinen Gewindeverbindungen 55, 56 beziehungsweise 68,
69 kann durch eine vorgegebene Schwergängigkeit, beispielsweise durch geeignete
Werkstoffauswahl oder Beschichtung, gewährleistet werden, dass die getroffene
Einstellung allein aufgrund Reibschluss Bestand hat. Gleichwohl kann bei einer oder
bei beiden Gewindeverbindungen eine zusätzliche oder alternative Verrastungsmöglichkeit
vorgesehen werden. Für die Einstellung des Drosselgliedes 28 würde hier
eine relativ feine Teilung der Rastmittel zur Anwendung kommen, um weiterhin eine
quasi stetige Einstellmöglichkeit zu gewährleisten.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 bis 5 sind
die Grobeinstellmittel 37 so ausgebildet, dass der Drosselgliedträger 53 relativ
zum Ventilgehäuse 2 in der Einstellrichtung abgestuft in mehreren unterschiedlichen
Axialpositionen positionierbar ist. Die Anordnung ist so getroffen, dass hinsichtlich
des Durchflusses nur die diversen Stufen einstellbar sind und keine Zwischenstellungen.
Im Einzelnen ist bei diesem Ausführungsbeispiel in
dem Endabschnitt 52 des Aufnahmeabschnittes 26 ein für die Drehlagerung des
Drosselgliedträgers 53 zuständiger Drehlagerring 73 koaxial eingesetzt,
der den Einstellabschnitt 54 des Drosselgliedträgers 54 koaxial so umschließt,
dass Letzterer unter Gewährleistung der Drehbeweglichkeit und auch axialen
Verstellmöglichkeit zentriert ist.
An der dem Grund des Endabschnittes 54 zugewandten Stirnseite
des Drehlagerringes 73 ist eine sich entlang des Außenumfanges des Drosselgliedträgers
53 erstreckende, axial orientierte Stufenkontur 74 vorhanden. Durch entsprechende
gehäusefeste Fixierung des Drehlagerringes 73 ist auch eine gehäusefeste
Fixierung der Stufenkontur 74 gewährleistet.
Die Stufenkontur 74 definiert mehrere in der Drehrichtung
des Drosselgliedträgers 53 aufeinanderfolgend angeordnete, jeweils nach axial
innen weisende Stufenflächen 75, die in der Einstellrichtung unterschiedlich
weit vom Drosselkanal 25 beziehungsweise vom Grund des Endabschnittes 52 beabstandet
sind.
Der Stufenkontur 74 axial in Richtung zum Drosselkanal
25 vorgelagert ist ein umfangsseitig radial vom Drosselgliedträger 53 wegragender
Anschlag 76 vorhanden. Durch Verdrehen des Drosselgliedträgers 53 bewegt sich
der Anschlag 76 entlang der Stufenkontur 74 und kann selektiv gegenüberliegend
den einzelnen Stufenflächen 75 positioniert werden.
Durch sich am Ventilgehäuse 2 abstützende Federmittel
77 wird der Drosselgliedträger 53 ständig nach axial außen gerichtet
beaufschlagt, sodass der vom Drosselgliedträger 53 getragene Anschlag 76 ständig
gegen die Stufenkontur 74 vorgespannt ist. Das Zusammenwirken zwischen Anschlag
76 und Stufenkontur 74 definiert somit die momentane Axialposition des Drosselgliedträgers
53 und mithin die jeweilige Grobposition des Drosselgliedes 28.
Die Übergänge zwischen den einzelnen, für
die Grobpositionen verantwortlichen Stufenflächen 75 können so gestaltet
sein, dass aktiv eine reine Drehbetätigung des Drosselgliedträgers 53
ausreicht, um den Anschlag 76 längs der Stufenkontur 74 zu positionieren. Durch
die Federmittel 77 ist jedoch gleichwohl die Möglichkeit geschaffen, die Drehbewegung
zu erleichtern, indem der Drosselgliedträger 53 während des Verstellvorganges
entgegen der Federkraft nach axial innen gedrückt werden kann, sodass der Anschlag
76 von der Stufenkontur 74 abhebt.
Diese Maßnahme empfiehlt sich besonders, wenn zwischen
benachbarten Stufenflächen 75 axial vorstehende Begrenzungswände 78 vorhanden
sind, die in Verbindung mit der Federvorspannung eine lösbar verrastende Fixierung
des Anschlages 76 in der betreffenden Drehposition bewirken. Dadurch wird einem
unbeabsichtigten Verstellen der Grobposition entgegengewirkt.
Die Federmittel 77 bestehen beim Ausführungsbeispiel
aus einer den Schaft des Drosselgliedes 28 koaxial umschließenden Schraubendruckfeder,
die außen von dem Einstellabschnitt 54 umschlossen ist und die sich einenends
an der Grundfläche des Endabschnittes 52 abstützt, während sie andernends
auf eine Abstufung am Innenumfang des Einstellabschnittes 54 einwirkt.
Vergleichbare Federmittel 77' sind im Übrigen auch
bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis 9 zweckmäßigerweise vorhanden.
Sie bewirken ein axiales Verspannen der Gewindeverbindung 68, 69 und rufen dadurch
für die Einhaltung des eingestellten Wertes zweckmäßige Reibungskräfte
hervor.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 bis 5 ist ein
dem Drehlagerring 73 axial gegenüberliegender weiterer Ring 81 vorgesehen,
der den Drosselgliedträger 53 koaxial umschließt und sich an der Grundfläche
des Endabschnittes 52 abstützt. Er wird durch den vorgelagerten Drehlagerring
73 an Ort und Stelle gehalten.
An der der Stufenkontur 74 zugewandten Axialseite besitzt
der weitere Ring 81 eine sich entlang des Außenumfanges des Drosselgliedträgers
53 erstreckende, axial orientierte, gehäusefeste Positionierstruktur 82. Sie
flankiert den Anschlag 76 auf der der Stufenkontur 74 entgegengesetzten Axialseite.
Insbesondere kann zwischen dem Drehlagerring 73 und dem weiteren Ring 81 ein sich
in der Umfangsrichtung des Drosselgliedträgers 53 erstreckender Schlitz definiert
sein, der axial zum einen von der Stufenkontur 74 und zum anderen von der Positionierstruktur
82 begrenzt ist.
Die Positionierstruktur 82 ist in ihrer Umfangsrichtung
zweckmäßigerweise abgestuft, wobei sich die Anzahl der Stufen an der Anzahl
der einstellbaren Grobpositionen orientiert. Jede Stufe definiert einen Gegenanschlag
83 in einem einer Stufenfläche 75 axial gegenüberliegenden Bereich.
Durch die Positionierstruktur 82 wird die Grobpositionierung
des Drosselgliedes 28 vereinfacht. Zum Umschalten kann der Drosselgliedträger
53 entgegen der Federkraft so weit axial nach innen gedrückt werden, bis der
Anschlag 76 an der Positionierstruktur 82 zur Anlage gelangt. Sodann kann der Drosselgliedträger
53 verdreht werden, bis der Anschlag 76 auf einen Gegenanschlag 83 aufläuft.
Wird der Drosselgliedträger 53 dann losgelassen, wird der Anschlag 76 durch
die Federmittel 77, insbesondere verrastend, gegen die zugeordnete Stufenfläche
75 gedrückt.
Die oben erwähnten, die Verrastung begünstigenden
Begrenzungswände 78 können sowohl durch axiale Vorsprünge realisiert
werden als auch durch eine im Drehlagerring 73 axial vertiefte Platzierung der zugeordneten
Stufenfläche 75.
Von Vorteil ist es, wenn der Anschlag 76 eine sich zur
Stufenkontur 74 hin verjüngende Gestalt hat und die Stufenkontur 74 am Grund
einer sich zweckmäßigerweise ebenfalls entsprechend verjüngenden
Vertiefung 79 angeordnet ist. Dadurch ergibt sich beim Eingriff eine automatische
Zentrierung.
In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn ein gegebenenfalls
vorhandener Gegenanschlag 83 mit einer gewissen Überdeckung der zugehörigen
Vertiefung gegenüberliegt. Dies hat zur Folge, dass der Anschlag 76 beim Herausbewegen
aus der zugeordneten Vertiefung 79 nicht wieder vor den betreffenden Gegenanschlag
83 bewegt wird, sondern auf der darauffolgenden Stufe der Positionierstruktur 82
zu liegen kommt und somit beim anschließenden Drehvorgang direkt bis zum nächsten
Gegenanschlag 83 weiter verdreht werden kann.
Verjüngt sich der Anschlag 76 zur Stufenkontur hin,
ist der Eingriff in die zugeordnete Vertiefung 79 auch dann gewährleistet,
wenn der Anschlag 76 aufgrund des Zusammenwirkens mit einem Gegenanschlag 83 der
Vertiefung 79 nicht exakt axial gegenüberliegt.
Die Federmittel 77, 77' stabilisieren die jeweils eingestellte
Grobposition. Allerdings wird der Anschlag 76 über das am Drosselgliedträger
53 fixierte und von dem im Drosselkanal 25 herrschenden Druck beaufschlagte Drosselglied
28 auch durch den Fluiddruck gegen die Stufenkontur 74 angedrückt. Es kann
daher unter Umständen sogar auf die Federmittel 77, 77' verzichtet werden.
Ein Fluidaustritt im Bereich der Drosseleinrichtung 24
wird dadurch verhindert, dass das Drosselglied 28 auf der dem Drosselkanal 25 entgegengesetzten
Seite im Anschluss an die Einmündungen der Querkanäle 27 einen mit der
Wandung des Aufnahmeabschnittes 26 zusammenarbeitenden Dichtring 84 trägt.
Das Drosselventil 1 kann als reines Drosselventil ausgebildet
sein. Viele Anwendungen verlangen jedoch eine kombinierte Drosselungs- und Rückschlagfunktion,
wobei die Ausführungsbeispiele deutlich machen, dass man solchen Anforderungen
Rechnung tragen kann, indem man über mindestens einen weiteren Querkanal 85
eine Fluidverbindung zwischen dem Ringraum 29 und dem dem Drosselkanal 25 vorgelagerten
Abschnitt des ersten Anschlusskanals 23a vorsieht, in Verbindung mit einer Rückschlag-Dichtlippe
87, die in dem Ringraum 29 axial zwischen den Einmündungen der Querkanäle
27 und 85 platziert ist.
Die Rückschlag-Dichtlippe 87 ist am Grundkörper
5 fixiert und liegt dichtend an der Innenfläche des Lagerkörpers 12 an.
Wird sie von der Rückseite her angeströmt, kann sie vom Lagerkörper
12 abheben und gibt den Fluiddurchtritt frei. Das Druckmedium kann dann unter Umgehung
der Drosseleinrichtung 24 ungedrosselt zwischen den beiden Anschlusskanälen
23b, 23a überströmen. Bei einer Fluidströmung in Gegenrichtung verhindert
die Rückschlag-Dichtlippe 87 den unmittelbaren Fluidübertritt zwischen
den beiden Anschlusskanälen 23a, 23b, und das Fluid ist gezwungen, den Weg
über die Drosseleinrichtung 24 zu nehmen.
An seiner von außen her zugänglichen Stirnseite
63 ist das Drosselglied 28 mit einer Werkzeugangriffspartie 88 versehen, an der
sich ein Schraubwerkzeug für die Drehbetätigung des Drosselgliedes 28
ansetzen lässt. Es handelt sich hier beispielsweise um einen Innenmehrkant.
Alternativ könnte der Endabschnitt des Drosselgliedes 28 auch so ausgebildet
werden, dass eine unmittelbare manuelle Verstellung möglich ist. Für eine
solche ist beim Ausführungsbeispiel der Drosselgliedträger 53 ausgebildet,
der hierzu bequem an seinem Betätigungsabschnitt 58 erfasst werden kann.