| Dokumentenidentifikation |
EP1757709 29.11.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001757709 |
| Titel |
Warmfeste Aluminiumlegierung |
| Anmelder |
Aluminium Rheinfelden GmbH, 79618 Rheinfelden, DE |
| Erfinder |
Franke, Rüdiger, 79539 Lörrach, DE |
| DE-Aktenzeichen |
502006000145 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
28.02.2006 |
| EP-Aktenzeichen |
064050859 |
| EP-Offenlegungsdatum |
28.02.2007 |
| EP date of grant |
17.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
29.11.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C22C 21/08(2006.01)A, F, I, 20070131, B, H, EP
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft eine Aluminiumlegierung vom Typ
AlMgSi mit guter Dauerwarmfestigkeit zur Herstellung thermisch und mechanisch beanspruchter
Gussbauteile.
Die Weiterentwicklung von Dieselmotoren mit dem Ziel einer
verbesserten Verbrennung des Dieselkraftstoffes und einer höheren spezifischen
Leistung führt u. a. zu erhöhtem Explosionsdruck und in der Folge zu einer
auf das Zylinderkurbelgehäuse pulsierend einwirkenden mechanischen Last, die
an den Werkstoff höchste Anforderungen stellt. Neben einer hohen Dauerfestigkeit
ist eine Hochtemperatur-Wechselfestigkeit des Werkstoffes eine weitere Voraussetzung
für dessen Verwendung zur Herstellung von Zylinderkurbelgehäusen.
Für thermisch beanspruchte Bauteile werden heute üblicherweise
AlSi-Legierungen eingesetzt, wobei die Warmfestigkeit durch Zulegieren von Cu erreicht
wird. Kupfer erhöht allerdings auch die Warmrissneigung und wirkt sich negativ
auf die Giessbarkeit aus. Anwendungen, bei denen insbesondere Warmfestigkeit gefordert
wird, findet man hauptsächlich im Bereich der Zylinderköpfe im Automobilbau,
siehe z.B.
F. J. Feikus, "Optimierung von Aluminium-Silicium-Gusslegierungen für
Zylinderköpfe", Giesserei-Praxis, 1999, Heft 2, S. 50-57
.
Aus der
US-A-3 868 250
ist eine warmfeste AlMgSi-Legierung zur Herstellung von Zylinderköpfen
bekannt. Die Legierung enthält, nebst üblichen Zusätzen, 0,6 bis
4,5 Gew.-% Si, 2,5 bis 11 Gew.-% Mg, davon 1 bis 4,5 Gew.-% freies Mg, und 0,6 bis
1,8 Gew.-% Mn.
Die
WO-A-9615281
offenbart eine Aluminiumlegierung mit 3,0 bis 6,0 Gew.-% Mg, 1,4 bis 3,5
Gew.-% Si, 0,5 bis 2,0 Gew.-% Mn, max. 0,15 Gew.-% Fe, max. 0,2 Gew.-% Ti und Aluminium
als Rest mit weiteren Verunreinigungen einzeln max. 0,02 Gew.-%, insgesamt max.
0,2 Gew.-%. Die Legierung eignet sich zur Herstellung von Bauteilen mit hohen Anforderungen
an die mechanischen Eigenschaften. Die Verarbeitung der Legierung erfolgt bevorzugt
durch Druckgiessen, Thixocasting oder Thixoschmieden.
Aus der
WO-A-0043560
ist eine ähnliche Aluminiumlegierung zur Herstellung von Sicherheitsbauteilen
im Druckguss-, Squeezecasting-, Thixoforming- oder Thixoforging-Verfahren bekannt.
Die Legierung enthält 2,5 - 7,0 Gew.-% Mg, 1,0 - 3,0 Gew.-% Si, 0,3 - 0,49
Gew.-% Mn, 0,1 - 0,3 Gew.-% Cr, max. 0,15 Gew.-% Ti, max. 0,15 Gew.-% Ti, max. 0,15
Gew.-% Fe, max. 0,00005 Gew.-% Ca, max. 0,00005 Gew.-% Na, max. 0,0002 Gew.-% P,
sonstige Verunreinigungen einzeln max. 0,02 Gew.-% und Aluminium als Rest.
Eine aus der
EP-A-1 234 893
bekannte Gusslegierung vom Typ AlMgSi enthält 3,0 bis 7,0 Gew.-%
Mg, 1,7 bis 3,0 Gew.-% Si, 0,2 bis 0,48 Gew.-% Mn, 0,15 bis 0,35 Gew.-% Fe, max.
0,2 Gew.-% Ti, wahlweise noch 0,1 bis 0,4 Gew.-% Ni sowie Aluminium als Rest und
herstellungsbedingte Verunreinigungen einzeln max. 0,02 Gew.-%, insgesamt max. 0,2
Gew.-%, mit der weiteren Massgabe, dass Magnesium und Silizium in der Legierung
im wesentlichen in einem Gewichtsverhältnis Mg : Si von 1,7 : 1 entsprechend
der Zusammensetzung des quasi-binären Eutektikums mit den festen Phasen Al
und Mg2Si vorliegen. Die Legierung eignet sich zur Herstellung von Sicherheitsteilen
im Fahrzeugbau durch Druckgiessen, Rheo- und Thixocasting.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aluminiumlegierung
mit guter Dauerwarmfestigkeit zur Herstellung thermisch und mechanisch beanspruchter
Bauteile zu schaffen. Die Legierung soll sich vor allem für den Druckguss,
aber auch für den Schwerkraft-Kokillenguss, den Niederdruck-Kokillenguss und
den Sandguss eignen.
Ein spezielles Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung
einer Aluminiumlegierung für im Druckgiessverfahren hergestellte Zylinderkurbelgehäuse
von Verbrennungsmotoren, insbesondere Dieselmotoren.
Die aus der Legierung gegossenen Bauteile sollen eine hohe
Festigkeit in Verbindung mit hoher Duktilität aufweisen. Die im Bauteil angestrebten
mechanischen Eigenschaften sind wie folgt definiert:
Dehngrenze
Rp0.2
>
170 MPa
Zugfestigkeit
Rm
>
230 MPa
Bruchdehnung
A5
>
6%
Die Giessbarkeit der Legierung sollte mit der Giessbarkeit
der derzeit angewendeten AlSiCu-Gusslegierungen vergleichbar sein, und die Legierung
sollte keine Tendenz zu Warmrissen zeigen.
Zur erfindungsgemässen Lösung der Aufgabe führt,
dass die Gehalte der Legierungselemente Magnesium und Silizium in Gew.-% in einem
kartesischen Koordinatensystem durch ein Polygon A mit den Koordinaten [Mg; Si]
[8,5; 2,7] [8,5; 4,7] [6,3; 2,7] [6,3; 3,4] begrenzt sind und die Legierung weiter
0,1 bis 1 Gew.-% Mangan
max. 1 Gew.-% Eisen
max. 3 Gew.-% Kupfer
max. 2 Gew.-% Nickel
max. 0,5 Gew.-% Chrom
max. 0,6 Gew.-% Kobalt
max. 0,2 Gew.-% Zink
max. 0,2 Gew.-% Titan
max. 0,5 Gew.-% Zirkonium
max. 0,008 Gew.-% Beryllium
max. 0,5 Gew.-% Vanadium
sowie Aluminium als Rest mit weiteren Elementen und herstellungsbedingten Verunreinigungen
einzeln max. 0,05 Gew.-%, insgesamt max. 0,2 Gew.-% enthält.
Für die Hauptlegierungselemente Mg und Si werden die
folgenden Gehaltsbereiche bevorzugt:
- Mg
- 6,9 bis 7,9 Gew.-%, insbesondere 7,1 bis 7,7 Gew.-%
- Si
- 3,0 bis 3,7 Gew.-%, insbesondere 3,1 bis 3,6 Gew.-%
Besonders bevorzugt werden Legierungen, deren Gehalte der
Legierungselemente Magnesium und Silizium in Gew.-% in einem kartesischen Koordinatensystem
durch ein Polygon B mit den Koordinaten [Mg; Si] [7,9; 3,0] [7,9; 3,7] [6,9; 3,0]
[6,9; 3,7], insbesondere durch ein Polygon C mit den Koordinaten [Mg; Si] [7,7;
3,1] [7,7; 3,6] [7,1; 3,1] [7,1; 3,6] begrenzt sind.
Mit den Legierungselementen Mn und Fe kann das Kleben der
Gussteile in der Form verhindert werden. Ein hoher Eisengehalt führt zu einer
erhöhten Warmfestigkeit auf Kosten einer verminderten Dehnung. Mn trägt
auch wesentlich zur Warmhärtung bei. Je nach Anwendungsbereich werden deshalb
die Legierungselemente Fe und Mn bevorzugt wie folgt aufeinander abgestimmt:
Bei einem Gehalt von 0,4 bis 1 Gew.-% Fe, insbesondere
0,5 bis 0,7 Gew.-% Fe, wird ein Gehalt von 0,1 bis 0,5 Gew.-% Mn, insbesondere 0,3
bis 0,5 Gew.-% Mn eingestellt.
Bei einem Gehalt von max. 0,2 Gew.-% Fe, insbesondere max.
0,15 Gew.-% Fe, wird ein Gehalt von 0,5 bis 1 Gew.-% Mn, insbesondere 0,5 bis 0,8
Gew.-% Mn eingestellt.
Für die weiteren Legierungselemente werden die folgenden
Gehaltsbereiche bevorzugt:
- Cu
- 0,2 bis 1,2 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 0,8 Gew.-%, insbesondere 0,4 bis 0,6
Gew.-%
- Ni
- 0,8 bis 1,2 Gew.-%
- Cr
- max 0,2 Gew.-%, vorzugsweise max. 0,05 Gew.-%
- Co
- 0,3 bis 0,6 Gew.-%
- Ti
- 0,05 bis 0,15 Gew.-%
- Fe
- max. 0,15 Gew.-%
- Zr
- 0,1 bis 0,4 Gew.-%
Kupfer führt zu einer zusätzlichen Festigkeitssteigerung,
verschlechtert aber mit zunehmendem Gehalt des Korrosionsverhalten der Legierung.
Durch Zugabe von Kobalt kann das Ausformverhalten der Legierung
weiter verbessert werden.
Titan und Zirkonium dienen der Kornfeinung. Eine gute Kornfeinung
trägt wesentlich zur Verbesserung der Giesseigenschaften und der mechanischen
Eigenschaften bei.
Beryllium in Verbindung mit Vanadium vermindert die Krätzebildung.
Bei einer Zugabe von 0.02 bis 0.15 Gew.-% V, vorzugsweise 0.02 bis 0.08 Gew.-% V,
insbesondere 0.02 bis 0.05 Gew.-% V sind weniger als 60 ppm Be ausreichend.
Ein bevorzugter Anwendungsbereich der erfindungsgemässen
Aluminiumlegierung ist die Herstellung thermisch und mechanisch beanspruchter Bauteile
als Druck-, Kokillen- oder Sandguss, insbesondere für im Druckgiessverfahren
hergestellte Zylinderkurbelgehäuse im Automobilbau.
Die erfindungsgemässe Legierung erfüllt zudem
die für Strukturbauteile im Fahrzeugbau geforderten mechanischen Eigenschaften
nach einer einstufigen Wärmebehandlung ohne separate Lösungsglühung.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
- Fig. 1
- ein Diagramm mit den Gehaltsgrenzen für die Legierungselemente Mg und Si.
Das in Fig. 1 dargestellte Polygon A definiert den Gehaltsbereich
für die Legierungselemente Mg und Si, die Polygone B und C betreffen Vorzugsbereiche.
Die Gerade E entspricht der Zusammensetzung des quasi-binären Eutektikums Al-Mg2Si.
Die erfindungsgemässen Legierungszusammensetzungen liegen somit auf der Seite
mit einem Magnesiumüberschuss.
Die erfindungsgemässe Legierung wurde zu Druckgussplatten
mit unterschiedlichen Wanddicken vergossen. Aus den Druckgussplatten wurden Zugproben
gefertigt. An den Zugproben wurden die mechanischen Eigenschaften Dehngrenze (Rp0.2),
Zugfestigkeit (Rm) und Bruchdehnung (A) im Zustand
- F
- Gusszustand
- Wasser/F
- Gusszustand, nach dem Ausformen in Wasser abgeschreckt
- F> 24 h
- Gusszustand, > 24 h Lagerung bei Raumtemperatur
- Wasser/F > 24
- Gusszustand, nach dem Ausformen in Wasser abgeschreckt, > 24 h Lagerung bei
Raumtemperatur
sowie nach verschiedenen einstufigen Wärmebehandlungen bei Temperaturen im
Bereich von 250 °C bis 380 °C und nach Langzeitlagerungen bei Temperaturen
im Bereich von 150 °C bis 250 °C bestimmt.
Die untersuchten Legierungen sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Die Kennziffer A verweist auf Legierungen mit Kupferzusatz, die Kennziffer B auf
Legierungen ohne Kupferzusatz.
In Tabelle 2 sind die Ergebnisse der an Zugproben der Legierungen
von Tabelle 1 ermittelten mechanischen Eigenschaften zusammengestellt.
Eine in den Tabellen 1 und 2 nicht berücksichtigte
Legierung mit guter Dauerwarmfestigkeit wies die folgende Zusammensetzung (in Gew.-%)
auf:
3,4 Si, 0,6 Fe, 0,42 Cu, 0,32 Mn, 7,4 Mg, o,07 Ti, 0,9 Ni, 0,024 V und 0,004 Be
Die Ergebnisse der Langzeitversuche belegen die gute Dauerwarmfestigkeit
der erfindungsgemässen Legierung. Die mechanischen Eigenschaften nach einer
einstufigen Wärmebehandlung bei 350 °C und 380 °C während 90
min lassen darüber hinaus erkennen, dass die erfindungsgemässe Legierung
auch die an Strukturbauteile im Fahrzeugbau gestellten Anforderungen erfüllt.
Tabelle 1: chemische Zusammensetzung der Legierungen in Gew.-.%
Legierungsvariante
Wanddicke Flachprobe
Si
Fe
Cu
Mn
Mg
Ti
V
Be
1
3mm
3,469
0,1138
0,787
7,396
0,106
0,0221
0,0025
1A
3 mm
3,4
0,117
0,527
0,781
7,151
0,119
0,0223
0,0019
2
2 mm
3,366
0,0936
0,774
7,246
0,117
0,0263
0,0024
2A
2mm
3,251
0,0841
0,507
0,76
7,499
0,1
0,0246
0,0023
3
4 mm
3,352
0,0917
0,774
7,221
0,118
0,026
0,0024
3A
4mm
3,198
0,0848
0,522
0,747
7,351
0,101
0,0255
0,0023
4
6 mm
3,28
0,0921
0,766
7,024
0,119
0,0268
0,0024
4A
6mm
3,181
0,0862
0,535
0,745
7,273
0,1
0,0257
0,0023
Tabelle 2: mechanische Eigenschaften der Legierungen
Legierungsvariante
Ausgangszustand
Wärmebehandlung
Rp0.2 [MPa]
Rm [MPa]
A5 [%]
1
F
210
359
8,6
Wasser / F
181
347
9,6
F>24h
204
353
8,9
Wasser / F>24h
176
347
13,4
F>24h
250°C/10min
216
352
7,4
250°C/20min
218
352
6,8
250°C/90min
207
349
10,8
350°C/10min
154
315
12,5
350°C/20min
158
315
10,6
350°C/90min
147
306
11,4
380°C/10min
145
304
14,1
380°C/20min
139
299
13,9
380°C/90min
137
299
16,7
150°C/100h
221
365
9,4
180°C/100h
214
346
6
200°C/100h
211
354
9,4
250°C/100h
184
336
11,7
150°C/500h
223
353
6
180°C/500h
216
357
9,7
200°C/500h
202
349
9,2
250°C/500h
170
327
12,3
1A
F
234
345
4,2
Wasser / F
170
319
4,9
F>24h
205
355
7,1
Wasser / F>24h
188
340
5,6
F>24h
250°C/10min
227
355
6,6
250°C/20min
217
354
7,5
250°C/90min
213
350
7,9
350°C/10min
157
328
10,4
350°C/20min
151
317
9,3
350°C/90min
142
312
12,1
380°C/10min
141
315
12,6
380°C/20min
137
312
12,4
380°C/90min
133
309
12,2
150°C/100h
248
370
5
180°C/100h
249
373
6,3
200°C/100h
215
346
6,2
250°C/100h
185
329
7,6
150°C/500h
239
368
6,5
180°C/500h
227
352
6,9
200°C/500h
215
350
7,8
250°C/500h
162
317
8,9
2
F>24h
212
364
10,7
250°C/90min
223
358
9,9
350°C/90min
152
312
13,9
380°C/90min
139
297
17,9
2A
F>24h
241
394
7,8
250°C/90min
234
375
8,5
350°C/90min
163
332
9
380°C/90min
144
328
13,7
3
F>24h
158
321
9,9
250°C/90min
164
324
10,4
350°C/90min
143
307
12
380°C/90min
129
292
16,4
3A
F>24h
173
326
6
250°C/90min
181
325
5,9
350°C/90min
151
315
6,9
380°C/90min
137
312
9,5
4
F>24h
138
304
8,2
250°C/90min
145
309
9
350°C/90min
133
297
8,4
380°C/90min
123
286
12,7
4A
F>24h
152
284
4,3
250°C/90min
163
278
3,7
350°C/90min
139
286
5,2
380°C/90min
131
285
5,7
|
| Anspruch[de] |
Aluminiumlegierung vom Typ AlMgSi mit guter Dauerwarmfestigkeit zur
Herstellung thermisch und mechanisch beanspruchter Gussbauteile,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Gehalte der Legierungselemente Magnesium und Silizium in Gew.-% in einem kartesischen
Koordinatensystem durch ein Polygon A mit den Koordinaten [Mg; Si] [8,5; 2,7] [8,5;
4,7] [6,3; 2,7] [6,3; 3,4] begrenzt sind und die Legierung weiter
0,1 bis 1 Gew.-% Mangan
max. 1 Gew.-% Eisen
max. 3 Gew.-% Kupfer
max. 2 Gew.-% Nickel
max. 0,5 Gew.-% Chrom
max. 0,6 Gew.-% Kobalt
max. 0,2 Gew.-% Zink
max. 0,2 Gew.-% Titan
max. 0,5 Gew.-% Zirkonium
max. 0,008 Gew.-% Beryllium
max. 0,5 Gew.-% Vanadium
sowie Aluminium als Rest mit weiteren Elementen und herstellungsbedingten Verunreinigungen
einzeln max. 0,05 Gew.-%, insgesamt max. 0,2 Gew.-% enthält.
Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch 6.9
bis 7,9 Gew.-% Mg, vorzugsweise 7,1 bis 7,7 Gew.-% Mg.
Aluminiumlegierung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
3,0 bis 3,7 Gew.-% Si, vorzugsweise 3,1 bis 3,6 Gew.-% Si.
Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gehalte der Legierungselemente Magnesium und Silizium in Gew.-% in einem kartesischen
Koordinatensystem durch ein Polygon B mit den Koordinaten [Mg; Si] [7,9; 3,0] [7,9;
3,7] [6,9; 3,0] [6,9; 3,7] begrenzt sind.
Aluminiumlegierung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gehalte der Legierungselemente Magnesium und Silizium in Gew.-% in einem kartesischen
Koordinatensystem durch ein Polygon C mit den Koordinaten [Mg; Si] [7,7; 3,1] [7,7;
3,6] [7,1; 3,1] [7,1; 3,6] begrenzt sind.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch 0,4 bis 1 Gew.-% Fe, vorzugsweise 0,5 bis 0,7 Gew.-%
Fe, und 0,1 bis 0,5 Gew.-% Mn, vorzugsweise 0,3 bis 0,5 Gew.-% Mn.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch max. 0,20 Gew.-% Fe, vorzugsweise max. 0,15 Gew.-% Fe,
und 0,5 bis 1 Gew.-% Mn, vorzugsweise 0,5 bis 0,8 Gew.-% Mn.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch 0,2 bis1,2 Gew.-% Cu, vorzugsweise 0,3 bis 0,8 Gew.-%
Cu, insbesondere 0,4 bis 0,6 Gew.-% Cu.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch 0,8 bis1,2 Gew.-% Ni.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
gekennzeichnet durch max. 0,2 Gew.-% Cr, vorzugsweise max. 0,05 Gew.-% Cr.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
gekennzeichnet durch 0,3 bis 0,6 Gew.-% Co.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch 0,05 bis 0,15 Gew.-% Ti.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
gekennzeichnet durch 0,1 bis 0,4 Gew.-% Zr.
Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
gekennzeichnet durch 0.02 bis 0.15 Gew.-% V, vorzugsweise 0.02 bis 0.08 Gew.-%
V, insbesondere 0.02 bis 0.05 Gew.-% V, und weniger als 60 ppm Be.
Verwendung einer Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1
bis 14 für im Druck- Kokillen- oder Sandgiessverfahren hergestellte, thermisch
und mechanisch beanspruchte Bauteile.
Verwendung nach Anspruch 15 für im Druckgiessverfahren hergestellte
Zylinderkurbelgehäuse im Automobilbau.
Verwendung einer Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1
bis 14 für im Druckgiessverfahren hergestellte Sicherheitsteile im Automobilbau.
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