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Dokumentenidentifikation EP1844751 29.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001844751
Titel Austrittseinrichtung für Dampfkabinen
Anmelder Hansgrohe AG, 77761 Schiltach, DE
Erfinder van Heese, Juriaan, 1033 BX Amsterdam, NL
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 05.01.2005
EP-Aktenzeichen 070105879
EP-Offenlegungsdatum 17.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse A61H 33/10(2006.01)A, F, I, 20070918, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, mit deren Hilfe Dampf und Luft in eine Dampfbadkabine oder dergleichen eingeleitet werden können.

Es ist bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beschickung einer Dampfsaunakabine bekannt ( DE 33 14 617 ). Dabei ist ein in seinem Querschnitt großes horizontal verlaufendes Rohr vorhanden, dessen in das Innere der Kabine gerichtetes Ende die Austrittsöffnung bildet. Durch dieses Rohr wird die Luft eingeblasen. Innerhalb des Rohrs mündet ein in seinem Querschnitt kleineres Rohr, aus dem Dampf austritt. Das Austrittsende der Dampfleitung liegt deutlich vor dem Austrittsende des sie umgebenden äußeren Rohrs.

Bei einer weiteren Einrichtung dieser Art ( EP 121 500 ) ist ein Rohr vorhanden, in dem ein Ventilator angeordnet ist. Dieser drückt Luft in das Innere der Kabine. In diesem Rohr mündet ebenfalls weit vor dem Eintrittsende eine Dampfleitung, aus der Dampf dann in den Luftstrom eingebracht wird.

Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass bei den bekannten Systemen der Benutzer häufig den Eindruck hat, dass die Dampfbildung mangelhaft ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Temperatur in der Kabine ansteigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden und zu verbessern, dass der optische Eindruck für den Benutzer der Dampfbadkabine verbessert wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.

Durch die Maßnahmen der Erfindung vermischen sich Dampf und Frischluft erst nach Austritt aus ihrer jeweiligen Leitung unmittelbar am Eintritt in die Kabine. Es wurde festgestellt, dass es dabei zu einer besonders starken, sichtbaren Dampfentwicklung kommt. Auf diese Weise wird der Eindruck für den Benutzer der Dampfbadkabine deutlich verbessert.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Leitungen in einen Kasten einmünden, vor dessen offener Vorderseite die Abdeckung mit Abstand angeordnet ist. Die Abdeckung hat den Zweck, zu verhindern, dass aus einem Leitungsende austretendes Fluid, entweder Luft oder Dampf, direkt auf einen Benutzer treffen kann. Darüber hinaus hat sie den Zweck, den Kasten optisch abzudecken. Sie kann außerdem als Prallwand für die Strömungen des Dampfes und der Luft dienen. Die Leitungen münden also in diesem Kasten aus, so das erst im Kasten überhaupt die Möglichkeit der Vermischung zwischen Dampf und Luft besteht.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Fläche der Abdeckung größer als die Fläche der Vorderseite des Kastens ist, wobei die Abdeckung so angebracht ist, dass sie in der Projektion den Kasten an allen Rändern überdeckt.

Es kann vorgesehen sein, dass die Mischung aus Luft und Dampf durch einen Spalt austritt, der zwischen der Abdeckung und dem Rand des Austrittskastens gebildet ist. Dieser Spalt kann insbesondere eine Fläche aufweisen, die senkrecht zur Fläche der Wand verläuft, in der der Kasten untergebracht ist.

Erfindungsgemäß kann zur weiteren Verbesserung vorgesehen sein, dass das Austrittsende der Luftzuleitung eine Austrittsdüse aufweist. Diese Austrittsdüse kann mit Vorteil um eine horizontale und/oder eine vertikale Achse verdrehbar sein. Dadurch lässt sich die Richtung der Luft, die in den Kasten eintritt und von dort in den Raum gelangt, einstellen. Dies geschieht insbesondere unabhängig von der Art, wie der Dampf einströmt.

Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass die Dampfzuleitung großflächig endet. Es kann sich dabei einfach um ein abgeschnittenes Zuleitungsende handeln, so dass also ein Kreisquerschnitt dieser Öffnung vorhanden ist.

In nochmaliger Weiterbildung schlägt die Erfindung vor, dass die Austrittsöffnungen beider Leitungen etwa an der gleichen Stelle angeordnet sind und etwa den gleichen Querschnitt aufweisen.

Während es für die Luftzuleitung ausreichend und sinnvoll sein kann, eine einzige Leitung zu verwenden, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass für die Zuleitung von Dampf zwei Leitungen zur Verfügung stehen.

Es ist möglich, dass die Luftzuleitung an ihrem Ende zwei Austrittsdüsen aufweist, die vorzugsweise unabhängig von einander verstellbar sein können.

Der erwähnte Kasten kann insbesondere als Einbaukasten für Hohlwände ausgebildet sein, so dass er mit einem umlaufenden Flansch an der Rückseite oder Vorderseite einer Öffnung in einer Hohlwand angebracht und befestigt werden kann.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung, den Patentansprüchen und der Zusammenfassung, deren beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, sowie am Hand der Zeichnung. Hierbei zeigen:

Figur 1
die Vorderansicht eines Einbaukastens für eine Austrittseinrichtung nach der Erfindung;
Figur 2
vereinfacht die Seitenansicht der Anordnung der Figur 1;
Figur 3
eine der Figur 1 entsprechende Ansicht bei einer zweiten Ausführungsform;
Figur 4
perspektivisch denen Einbaukasten der Anordnung nach Figur 3;
Figur 5
die Art der Anbringung des Einbaukastens in einer Hohlwand.

Figur 1 zeigt in einer Stirnansicht eine Austrittseinrichtung für eine Dampfbadkabine. Die Austrittseinrichtung ist innerhalb eines an seiner Vorderseite offenen Kastens 1 angeordnet. In diesem Kasten mündet eine Zuleitung 2 für Luft, die an ihrem Ende 3 rechtwinklig abgebogen ist und dort eine Austrittsdüse 4 aufweist. Die Austrittsdüse kann an der Verschraubung 5 um eine vertikale Achse und in sich selbst um eine horizontale Achse verdreht werden.

Parallel zu der Luftzuleitung 2 münden in den Kasten zwei Dampfzuleitungen 6, 7 in Form zylindrischer Rohre. In ihrem Endbereich zum freien Ende 7 hin sind diese Rohre leicht nach innen, das heißt zum Betrachter hin, abgebogen. Das Austrittsende 7 wird durch die dort vorhandene Stirnfläche des jeweiligen Leitungsrohrs gebildet. Dies wird in der Figur durch eine Ellipse dargestellt.

In der dargestellten Ausführungsform ist der Kasten zusammen mit den Rohren an einem quer verlaufenden Vierkantprofil befestigt. An diesem Vierkantprofil sind die Zuleitungen mit Hilfe von Flanschen 9 festgeschraubt. Die Leitungen können aber auch direkt an der Kastenwand befestigt sein. Der Kasten 1 weist an seiner Außenseite einen umlaufenden rechtwinklig verlaufenden Flansch 10 auf, der zur Befestigung in einer Öffnung einer Hohlwand dient. Dies ergibt sich beispielsweise aus Figur 2, die eine Seitenansicht der Einrichtung nach Figur 1 zeigt. Hier ist zu sehen, dass der Flansch 10 einen Abstand von der Vorderkante des Kastens 1 aufweist.

Figur 3 zeigt eine gegenüber Figur 1 leicht abgeänderte Ausführungsform. Am unteren Ende 3 des Zuleitungsrohrs 2 für Luft sind in dem horizontal verlaufenden Zweig der Leitung hintereinander zwei Austrittsdüsen 4 angeordnet. Beide Austrittsdüsen 4 sind unabhängig voneinander um die horizontale Achse verdrehbar, die durch unteren Zweig der Zuleitung 2 gebildet wird. Zusätzlich können die Austrittsdüsen auch noch durch Verdrehung an der Verschraubung 5 um eine vertikale Achse in geringem Ausmaß verstellt werden. Ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Figur 1 liegt die Austrittsöffnung 14 der ersten Austrittsdüse 4 in Verlängerung der Achse des Zuleitungsrohrs 6 für Dampf. Die Austrittsöffnung 14 der zweiten Austrittsdüse 4 liegt entsprechend in Verlängerung der zweiten Zuleitung 6 für Dampf. Dadurch ist sichergestellt, dass die Luft tatsächlich den aus den Zuleitungsrohren austretenden Dampf in eine bestimmte Richtung drängt.

Figur 4 zeigt nun die Anordnung der Figur 3 perspektivische Ansicht in vereinfachter Form. Die Verschraubungen der Flansche 9 sind aus Gründen der einfacheren Darstellung weg gelassen. Dieses so gebildete Bauteil, das vorgefertigt sein kann, wird dann in eine Öffnung einer Hohlwand 15 eingesetzt, siehe Figur 5. Der Flansch 10 liegt dabei an der Vorderseite der Hohlwand 15 an. Es ist aber auch denkbar, ihn von hinten her anzusetzen, je nach den Umständen des Einzelfalls.

Anschließend wird die im Prinzip ja offene Vorderseite des Kastens 1 abgedeckt. Dies geschieht mit der in Figur 5 zu sehenden Abdeckplatte 16. Die Abdeckplatte 16 weist eine Fläche auf, die größer ist als die Fläche der Vorderseite des Kastens 1. Im dargestellten Beispiel ist die Abdeckung 16 etwas nach oben versetzt. Es ist auf jeden Fall sichergestellt, dass in einer Stirnansicht die Abdeckung 16 die offene Vorderseite vollständig abgedeckt, so dass an keiner Stelle die Gefahr besteht, dass ein Dampfstrahl einen Benutzer direkt trifft. Zur Abstandsbefestigung können Abstandsdübel 17 oder Ähnliches dienen, die die Platte 16 an der Hohlwand 15 festlegen. Die Abdeckung 16 kann auch optische Funktionen übernehmen. Sie kann beispielsweise aus Glas bestehen. Man kann ebenfalls der Figur 5 entnehmen, dass der aus den Zuleitungsrohren 6 austretende Dampf von der Luftströmung aus den Austrittsdüsen 4 direkt getroffen wird, da hier die Anordnung in gegenseitiger Verlängerung getroffen ist. Zum Austritt des Gemischs aus Dampf und Luft dient der ringförmige Spalt zwischen der Abdeckung 16 und der Vorderkante 18 des Kastens 1.

Die Abdeckung kann zusätzlich Schlitze aufweisen, so dass ein Teil des Luft- Dampfgemischs nach vorne austritt. Diese Schlitze können so gestaltet werden, dass eine sinnvolle Verteilung des Austretens zwischen einerseits der Vorderseite der Abdeckung und andererseits der seitlichen Öffnung erreicht wird.


Anspruch[de]
Austrittseinrichtung für eine Dampfbadkabine oder dergleichen, mit 1.1 mindestens einer Zuleitung (6) für Dampf, 1.2 einer Abdeckung (16) zur Verhinderung des direkten Eintritts von Dampf in die Kabine, wobei 1.4 die mindestens eine Zuleitung (2, 6) für Dampf in einen Kasten (1) mündet, vor dessen offener Vorderseite die Abdeckung (6, 16) mit Abstand angeordnet ist, 1.5 deren Fläche größer als die Fläche der Vorderseite des Kastens (1) ist und 1.6 der Dampf durch einen Spalt austritt, der zwischen der Abdeckung (16) und dem Rand des Austrittskastens (1) gebildet ist. Austrittseinrichtung für eine Dampfbadkabine oder dergleichen, insbesondere nach Anspruch 1, mit 2.1 mindestens einer Zuleitung (2) für Luft, 2.2 mindestens einer Zuleitung (6) für Dampf, 2.3 einer Abdeckung (16) zur Verhinderung des direkten Eintritts von Luft und Dampf in die Kabine, wobei 2.4 die beiden Arten von Zuleitungen (2, 6) bis zu ihrem jeweiligen Austrittsende getrennt voneinander sind, derart, dass keine Vermischung zwischen Luft und Dampf vor deren Austritt aus der jeweiligen Leitung (2, 6) auftritt. Austrittseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die beiden Arten von Leitungen (2, 6) in einen Kasten (1) münden, vor dessen offener Vorderseite die Abdeckung (6, 16) mit Abstand angeordnet ist. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Fläche der Abdeckung (16) größer als die Fläche der Vorderseite des Kastens (1) ist. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Mischung aus Luft und Dampf durch einen Spalt austritt, der zwischen der Abdeckung (16) und dem Rand des Austrittskastens (1) gebildet ist. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Mischung aus Luft und Dampf durch Schlitze in der Abdeckung (16) austritt. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens eine Art der Zuleitungen (2, 6) um eine horizontale und/oder vertikale Achse verstellbar ist. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem an dem Austrittsende der Luftzuleitung (2) in eine Austrittsdüse (4) angeordnet ist. Austrittseinrichtung nach Anspruch 9, bei der die Austrittsdüse (14) um eine horizontale und/oder eine vertikale Achse verdrehbar ist. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Dampfzuleitung (6) großflächig endet. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Austrittsöffnungen (4, 7) der Leitungen (2, 3) nahe beieinander angeordnet sind. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit mehreren Leitungen für Dampf. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit mehreren Austrittsdüsen (4) für Luft. Austrittseinrichtung nach Anspruch 13, bei der die Austrittsdüsen (4) unabhängig voneinander verstellbar sind. Austrittseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, als Einbaukasten für Hohlwände ausgebildet.






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