Die Erfindung betrifft eine Wirkmaschine mit einer Fadenquelle,
einem Wirkbereich, einer Warenabnahme, die eine im Wirkbereich erzeugte Wirkware
aufnimmt, und einem mit einer Maschinensteuerung verbundenen Stücklängenzähler,
der bei Erreichen einer vorbestimmten Länge der Wirkware eine vorbestimmte
Aktion in der Wirkmaschine auslöst.
In einigen Fällen ist es erforderlich, die Länge
der erzeugten Wirkware zu überwachen. Wenn eine vorbestimmte Länge erreicht
ist, wird die Wirkmaschine beispielsweise angehalten, so daß die erzeugte Länge
der Wirkware abgetrennt werden kann, beispielsweise um in Form einer Wirkwarenrolle
mit einer bestimmten Länge abgenommen und verpackt werden zu können.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Herstellung
von gewirkten Netzen für die Verpackung von Heuballen beschrieben. Sie ist
jedoch auch bei anderen Wirkwaren auf vergleichbare Weise anwendbar.
Beim Verpacken von zylinderförmigen Heuballen werden
die Heuballen, sobald sie die gewünschte Größe erreicht haben, mit
einem gewirkten Netz umgeben, damit sie im folgenden nicht weiter auseinanderfallen.
Dieses Netz wird von einer Rolle abgewickelt, deren Durchmesser einen vorbestimmten
Wert nicht überschreiten darf, beispielsweise maximal 30 cm. Dementsprechend
ist die Anzahl der Heuballen, die man mit einem derartigen Netz verpacken kann,
begrenzt. Der Arbeiter, der die Heuballen-Maschine bedient, muß also rechtzeitig
erkennen, wann der Netzvorrat zu Ende geht.
Zu diesem Zweck ist es bekannt, das gewirkte Netz an seinem
Ende mit einem oder mehreren Markierungsstreifen zu versehen. Diese Markierungsstreifen
haben eine andere Farbe, Form oder Struktur als der Rest des Netzes. Sobald der
Streifen an dem Netz erscheint, weiß der Bediener, daß er die Vorratsrolle
austauschen muß.
Zum Erzeugen eines derartigen Streifens ist es aus
EP 0 578 353 A1
bekannt, einzelne Fäden oder Gruppen von Fäden vor dem Wirkbereich
über eine Farbauftragsstation zu führen, in der die Fäden selektiv
mit Farbe versehen werden können. Das gewirkte Netz hat dann Abschnitte, in
denen einzelne Fäden mit einem Farbauftrag versehen worden sind, und andere
Abschnitte, in denen der Farbauftrag fehlt. Diese Ausgestaltung hat allerdings zwei
Nachteile. Zum einen ist der Aufwand, den man zum Einfärben der Fäden
treiben muß, relativ groß. Zum anderen ist nicht in allen Fällen
sicherzustellen, daß die Farbe auf den Fäden so sicher haftet, daß
auch unter schwierigen Einsatzbedingungen der Markierungsstreifen erhalten bleibt.
Eine alternative Ausgestaltung sieht vor, daß man
auf einer begrenzten Länge der Wirkware einen oder mehrere Markierungsfäden
einwirkt. Diese Ausgestaltung hat zwar den Vorteil, daß man einen durchgefärbten
oder auf andere Weise dauerhaft markierten Faden für den oder die Markierungsstreifen
verwenden kann. Allerdings ist der Aufwand bei der Herstellung der mit einem Markierungsstreifen
versehenen Wirkware relativ hoch, weil im Grunde eine permanente Überwachung
des Wirkvorgangs durch eine Bedienungsperson erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung
einer Wirkware mit mindestens einem markierten Bereich mit geringem Aufwand zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird bei einer Wirkmaschine der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß ein zweiter Stücklängenzähler
mit der Maschinensteuerung verbunden ist, der bei Erreichen einer vorbestimmten
zweiten Länge der Wirkware eine vorbestimmte zweite Aktion in der Wirkmaschine
auslöst.
Durch diese Ausgestaltung ist es nun möglich, beispielsweise
beim Beginn des Wirkvorganges einen Markierungsfaden oder mehrere Markierungsfäden
mit in die Wirkware einzuwirken. Wenn der Wirkvorgang gestartet worden ist, wozu
vielfach noch eine Bedienungsperson erforderlich ist, dann kann die Maschine selbsttätig
weiterarbeiten. Die Anwesenheit einer Bedienungsperson ist nicht erforderlich. Bei
der nachfolgenden Produktion der Wirkmaschine zählen sowohl der erste Stücklängenzähler
als auch der zweite Stücklängenzähler mit zunehmender Länge
der Wirkware hoch. Wenn der zweite Stücklängenzähler einen vorbestimmten
Wert erreicht hat, dann kann die Wirkmaschine beispielsweise angehalten werden und
es wird ein Signal ausgegeben, das der Bedienungsperson bei Bedarf anzeigt, daß
die Länge des markierten Bereiches erreicht worden ist. Die Bedienungsperson
kann dann beispielsweise den oder die eingewirkten Markierungsfäden entfernen
und die Wirkmaschine erneut starten. Die Wirkmaschine kann dann den Wirkvorgang
so lange fortsetzen, bis beispielsweise die vorbestimmte Länge der Wirkware
erreicht ist, was durch den ersten Stücklängenzähler angezeigt wird.
Die Bedienungsperson muß also, falls überhaupt erforderlich, nur zu wenigen,
vorbestimmten Zeitpunkten an der Maschine anwesend sein, nämlich beim Starten
und am Ende des Wirkvorganges und beim Übergang von einem markierten Bereich
zu einem unmarkierten Bereich. Wie weiter unten erläutert werden wird, ist
auch diese Anwesenheit nicht in allen Fällen unbedingt erforderlich. Durch
die Verwendung eines zweiten Stücklängenzählers lassen sich also
auf einfache Weise zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten für die Wirkmaschine
realisieren, die bislang einer permanenten Überwachung bedurft hatten.
Vorzugsweise sind die beiden Stücklängenzähler
miteinander synchronisiert. Dies hat den Vorteil, daß man gleichartige Signale
von beiden Stücklängenzählern erhält und gegebenenfalls auch
gleichartige Signale an beide Stücklängenzähler geben kann. Dies
vereinfacht den Aufbau. Die Stücklängenzähler können auf unterschiedliche
Weise ausgebildet sein. Man kann sie als mechanische Stücklängenzähler
realisieren. Auch eine rein elektrische Ausbildung ist möglich, wenn man beispielsweise
die Länge der Wirkware aus der Anzahl der hergestellten Maschenreihen ermitteln
kann. In diesem Fall müssen die Stücklängenzähler nicht einmal
körperlich vorhanden sein. Es reicht dann aus, wenn der Zählwert der Wirkmaschenreihen
in der Maschinensteuerung berücksichtigt werden kann.
Vorzugsweise weist der erste Stücklängenzähler
einen ersten Rücksetzeingang und der zweite Stücklängenzähler
einen zweiten Rücksetzeingang auf, wobei die beiden Rücksetzeingänge
so miteinander verbunden sind, daß mit einem Rücksetzsignal an den ersten
Rücksetzeingang auch der zweite Rücksetzeingang ein Rücksetzsignal
erhält, aber bei einem Rücksetzsignal an den zweiten Rücksetzeingang
der erste Rücksetzeingang kein Rücksetzsignal erhält. Dabei geht
man von der Annahme aus, daß man beim Erreichen der vorbestimmten Länge
der Wirkware, das durch den ersten Stücklängenzähler festgestellt
wird, ein Zurücksetzen beider Stücklängenzähler erforderlich
ist, damit ein neuer "Produktionslauf" gestartet werden kann, also die Produktion
einer neuen Länge der Wirkware mit einem erneuten markierten Bereich. Aus diesem
Grunde werden beide Stücklängenzähler gleichzeitig zurückgesetzt.
Gegebenenfalls kann hierfür das gleiche Rücksetzsignal verwendet werden.
Anders sieht es aus, wenn der zweite Stücklängenzähler seinen vorgegebenen
Wert erreicht hat. Wenn man dann den zweiten Stücklängenzähler zurücksetzen
möchte, sollte der erste Stücklängenzähler nicht zurückgesetzt
werden, damit der erste Stücklängenzähler nach wie vor für die
Überwachung der Länge der Wirkware verwendet werden kann. Die Verwendung
von teilweise gegeneinander verriegelten Rücksetzeingängen ist daher eine
besonders einfache Maßnahme.
Auch ist von Vorteil, wenn der zweite Stücklängenzähler
einen Zwischenstoppzähler aufweist. In diesem Fall kann man den zweiten Stücklängenzähler
bei einem Produktionslauf mehrfach verwenden, beispielsweise um mehrere, in Längsrichtung
der Wirkware voneinander getrennte markierte Bereiche zu erzeugen. In diesem Fall
kann man beispielsweise so vorgehen, daß der zweite Stücklängenzähler
ein erstes Mal bis zu einem vorbestimmten Wert hochzählt, um einen markierten
Bereich der Wirkware zu erzeugen. Die Maschine wird dann angehalten und der Markierungsfaden
entfernt. Danach erzeugt die Wirkmaschine einen weiteren Bereich ohne Markierungsfäden.
Auch die Länge dieses Bereichs kann durch den zweiten Stücklängenzähler
festgestellt werden. Darauf folgt ein dritter Bereich, der wiederum mit einem Markierungsfaden
versehen ist. Auch die Länge dieses dritten Bereichs kann durch den zweiten
Stücklängenzähler gesteuert werden. Gegebenenfalls können noch
weitere markierte und unmarkierte Bereiche vorgesehen sein. Bei jedem Stopp wird
der Zwischenstoppzähler hochgezählt, so daß nach einer vorbestimmten
Abfolge von markierten und unmarkierten Bereichen die Produktion der Wirkware kontinuierlich
fortgesetzt werden kann, ohne daß der zweite Stücklängenzähler
einen erneuten Stopp verursacht. Dieser kontinuierliche Produktionsvorgang startet
dann, wenn der Zwischenstoppzähler seinen vorbestimmten Wert erreicht hat.
Vorzugsweise weist der zweite Stücklängenzähler
eine Speichereinrichtung auf, in der mehrere Sollwerte gespeichert sind, wobei die
Sollwerte in Abhängigkeit vom Zwischenstoppzähler auslesbar sind. Mit
einer derartigen Ausgestaltung kann man die Länge der markierten und der unmarkierten
Bereiche unterschiedlich wählen. Letztendlich kann man durch die Sollwerte,
die in der Speichereinrichtung abgelegt sind, die Länge zwischen jeweils zwei
Stopps der Maschine genau einstellen. Man kann beispielsweise einen längeren
markierten Bereich und einen kürzeren unmarkierten Bereich erzeugen und danach
wiederum einen markierten Bereich, dessen Länge zwischen dem ersten markierten
und dem unmarkierten Bereich liegt. Dies steigert die Flexibilität der Wirkmaschine
weiter.
Bevorzugterweise weist die Fadenquelle mindestens einen
Markierungsfadenträger auf, der einen Markierungsfaden spendet. In diesem Fall
kann man den Markierungsfaden getrennt von den anderen Fäden zuführen
und beispielsweise mit einem "normalen" Wirkfaden gemeinsam durch eine Legenadel
führen. Wenn dann der markierte Bereich beendet ist, reicht es aus, den Markierungsfaden
zu durchtrennen, so daß er nicht weiter eingewirkt wird. Wenn der Markierungsfaden
erneut benötigt wird, dann ist die einzige Aktion, die notwendig ist, daß
man diesen Markierungsfaden durch die Legenadel hindurchführt und mit dem bereits
durch die Legenadel geführten Faden verbindet. Diese Aktion läßt
sich in relativ kurzer Zeit durchführen. Sie erfordert nur einen geringen Aufwand.
Bevorzugterweise ist eine auf den Markierungsfaden einwirkende
Trenneinrichtung mit der Maschinensteuerung verbunden. In diesem Fall ist sogar
beim Erreichen des Endes des markierten Bereichs ein Eingriff durch eine Bedienungsperson
entbehrlich. Sobald der zweite Stücklängenzähler signalisiert, daß
die vorbestimmte Länge der Wirkware, die markiert werden soll, erreicht ist,
kann die Trenneinrichtung den Markierungsfaden durchtrennen, so daß der nachfolgende
Bereich der Wirkware nicht mehr mit dem Markierungsfaden versehen ist. Die Bedienungsperson
muß dann allenfalls bei Beginn einer neuen Länge der Wirkware tätig
werden, um den Markierungsfaden wieder in die Legenadel einzulegen oder auf andere
Weise mit der Wirkware zu verknüpfen.
Hierbei ist bevorzugt, daß die Trenneinrichtung eine
Fadenhalteeinrichtung aufweist. In diesem Fall wird das vordere Ende des Markierungsfadens
nach dem Durchtrennen festgehalten, so daß es nicht frei in der Wirkmaschine
bewegbar ist. Mit der Fadenhalteeinrichtung vermeidet man also Störungen. Das
Ende des Markierungsfadens, der mit der Wirkware verbunden ist, verursacht hingegen
keine Probleme, weil dieses Ende mit in die Wirkware eingewirkt wird. Von diesem
Ende sind also keine Störungen zu befürchten.
Bevorzugterweise ist die Fadenhalteeinrichtung als Fadenklemme
ausgebildet. Eine Fadenklemme kann den Faden schnell erfassen und auch ohne größeren
Aufwand wieder freigeben, so daß die Bedienungsperson beim Starten einer neuen
Länge der Wirkware oder beim Erzeugen eines weiteren markierten Bereichs der
Wirkware den Markierungsfaden ohne größeren Aufwand wieder in die Wirkware
einbinden kann.
Vorzugsweise verhindert der zweite Stücklängenzähler
nach Erreichen der vorbestimmten zweiten Länge der Wirkware ein Anlaufen der
Wirkmaschine im Schnellgang. Damit wird eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme
bereitgestellt, die darin besteht, daß die Wirkmaschine nach dem Einbinden
des Markierungsfadens zunächst im Kriechgang anlaufen muß. Im Kriechgang
kann die Bedienungsperson leicht überprüfen, ob der Markierungsfaden richtig
in die Wirkware eingebunden wird. Wenn die Bedienungsperson feststellt, daß
diese Bedingung erfüllt ist, dann kann die Maschine im Schnellgang weiterlaufen.
Zur Überprüfung der Tatsache, ob der Markierungsfaden richtig eingebunden
wird, reichen in der Regel wenige Maschenreihen aus, so daß die Bedienungsperson
zeitlich nicht zu stark beansprucht wird.
Auch ist von Vorteil, wenn der zweite Stücklängenzähler
die zweite Aktion in der Wirkmaschine auslöst, ohne die Wirkmaschine anzuhalten.
Der Markierungsbereich kann damit ohne Zwischenstopp, also ohne Produktionsunterbrechung,
in die Wirkware eingebracht werden. Damit wird das Risiko klein gehalten, daß
sich durch ein Anhalten und Wiederanfahren der Wirkmaschine lokale Strukturveränderungen
in der Wirkware ergeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Wirkmaschine und
- Fig. 2
- eine Ansicht der Wirkmaschine von hinten.
Fig. 1 zeigt in stark schematisierter Darstellung eine
Wirkmaschine 1 mit einer Fadenquelle 2, einem Wirkbereich 3 und einer Warenabnahme
4. Die Wirkmaschine 1 dient hier zur Herstellung von Heuballen-Netzen.
Zu diesem Zweck befindet sich in der Fadenquelle 2 eine
Vorratsrolle 5, auf die eine Kunststoffolie 6 aufgewikkelt ist. Diese Kunststoffolie
6 wird durch eine Längsschneideinrichtung 7 in viele schmale Streifen unterteilt,
die letztendlich die Wirkfäden 8 bilden.
Jeder Wirkfaden 8 wird durch eine Legenadel 9 geführt,
die im Wirkbereich 3 angeordnet ist, und mit Hilfe von Wirknadeln 10 zu einem Flächengebilde
verwirkt. Der Wirkbereich 3 ist hier in stark schematisierter Form dargestellt.
Üblicherweise sind mindestens zwei Reihen von Legenadeln 9 vorgesehen, wobei
jede Reihe von Legenadeln 9 an einer Legebarre befestigt ist.
Im Wirkbereich 3 wird aus den Wirkfäden 8 eine Wirkware
11 erzeugt, beispielsweise das oben angesprochene Heuballen-Netz, die über
mehrere Abzugsrollen 12, 13 abgezogen und auf einen Wickel 14 aufgewickelt wird,
der in der Warenabnahme 4 angeordnet ist.
Wenn eine bestimmte Länge der Wirkware 11 auf den
Wikkel 14 aufgewickelt worden ist, dann tritt eine Querschneideinrichtung 15 in
Aktion, die die Wirkware 11 quer zu ihrer Laufrichtung durchtrennt. Auf diese Weise
kann man dafür sorgen, daß der Durchmesser des Wickels einen vorbestimmten
Wert von beispielsweise 30 cm nicht überschreitet.
Die Wirkmaschine 1 wird gesteuert von einer Maschinensteuerung
16, die beispielsweise durch eine SPS-Programmierung eingerichtet worden sein kann.
Damit die Maschinensteuerung 16 "weiß", wann die vorbestimmte Länge der
Wirkware 11 erreicht ist, ist ein erster Stücklängenzähler 17 vorgesehen,
der bei Erreichen der vorbestimmten Länge der Wirkware 11 ein entsprechendes
Signal an die Maschinensteuerung 16 abgibt, so daß die Maschinensteuerung 16
die Querschneideinrichtung 15 betätigt und ein entsprechendes Signal ausgibt,
beispielsweise eine Bildschirmanzeige, so daß eine Bedienungsperson sofort
sieht, welche Maßnahmen bei der dann angehaltenen Wirkmaschine 1 zu treffen
sind, um die Wirkmaschine 1 erneut in einen Produktionszustand zu versetzen.
Zusätzlich ist ein Markierungsfadenträger 18
vorgesehen, beispielsweise eine Spule, auf die ein Markierungsfaden 19 aufgewickelt
ist. Der Markierungsfaden 19, der von dem Markierungsfadenträger 18 abgezogen
wird, wird ebenfalls in den Wirkbereich 3 eingeführt und durch eine Legenadel
9 geführt, durch die bereits ein Wirkfaden 8 der Kunststoffolie 6 geführt
ist. Zweckmäßigerweise handelt es sich dabei um eine Legenadel 9 im Bereich
einer Längskante der Wirkware 11. Der Markierungsfaden 19 wird dann mit in
die Wirkware 11 eingewirkt, so daß im Bereich der Längskante ein Markierungsbereich
entsteht. Natürlich können auch mehrere Markierungsfäden 19 gleichzeitig
in die Wirkware 11 eingewirkt werden. Diese werden dann zweckmäßigerweise
durch unterschiedliche Legenadeln 9 geführt.
Zwischen dem Markierungsfadenträger 18 und dem Wirkbereich
3 ist eine Trenneinrichtung 20 vorgesehen, mit der der Markierungsfaden 19 durchtrennt
werden kann.
Die Trenneinrichtung 20 weist ein Messer 21 und zwei Klemmbacken
22, 23 auf. Wenn die Wirkware mit dem markierten Bereich, also mit eingewirktem
Markierungsfaden 19, die gewünschte Länge erreicht hat, dann wird die
Trenneinrichtung 20 betätigt. Dabei durchtrennt das Messer 21 den Markierungsfaden
19 und die Klemmbacken 22, 23 halten den Bereich des Markierungsfadens fest, der
von dem Markierungsfadenträger 18 stammt. Das andere Ende des Markierungsfadens
19 bleibt frei und wird bei dem nachfolgenden Wirkvorgang in die Wirkware 11 eingewirkt.
Um die Länge des markierten Bereiches festzustellen,
ist ein zweiter Stücklängenzähler 24 vorgesehen, der ebenfalls mit
der Maschinensteuerung 16 verbunden ist. Sobald der zweite Stücklängenzähler
24 feststellt, daß die Wirkware 11 eine vorbestimmte Länge erreicht hat,
betätigt die Maschinensteuerung 16 die Trenneinrichtung 20.
Wie insbesondere aus Fig. 2 zu erkennen ist, können
in der Wirkmaschine 1 auch mehrere Wirkwarenbahnen gleichzeitig hergestellt werden.
In diesem Fall umfaßt die Fadenquelle mehrere Vorratsrollen 5, die nebeneinander
angeordnet sind, wobei jeder Vorratsrolle 5 mindestens ein Markierungsfadenträger
18 zugeordnet ist.
Mit der Wirkmaschine, die mit den beiden Stücklängenzählern
17, 24 ausgerüstet ist, sind nun verschiedene Betriebsweisen möglich,
die im folgenden erläutert werden sollen.
Zu Beginn der Produktion der Wirkware 11, genauer gesagt
zu Beginn der Herstellung eines Wickels 14, stehen beide Stücklängenzähler
17, 24 auf Null und sind mit den gewünschten Vorgabewerten vorbesetzt, d.h.
der erste Stücklängenzähler 17 mit der gewünschten Länge
der Wirkware 11 und der zweite Stücklängenzähler 24 mit der gewünschten
Länge des Markierungsbereichs. Sobald die Wirkmaschine 1 gestartet wird, beginnen
die beiden Stücklängenzähler 17, 24 mit der synchronen und parallel
zueinander verlaufenden Stücklängenerfassung.
Wenn der zweite Stücklängenzähler 24 mit
seinem Istwert den entsprechenden Vorgabewert erreicht, dann wird beispielsweise
eine Betriebsmeldung "Stücklänge 2 erreicht" ausgegeben, was man beispielsweise
durch Setzen eines entsprechenden Systemmerkers realisieren kann. Zum anderen wird
eine vorbestimmte Aktion in der Wirkmaschine 1 ausgelöst. Im einfachsten Fall
wird die Wirkmaschine 1 angehalten.
Wenn die Wirkmaschine 1 angehalten hat, dann kann eine
Bedienungsperson den Markierungsfaden 19 entfernen und die Wirkmaschine 1 wieder
starten. Die Wirkmaschine produziert dann die Wirkware 11 mit der gewünschten
Gesamtlänge so lange, bis der erste Stücklängenzähler 17 ebenfalls
auf seinem Vorgabewert angekommen ist. Beide Stücklängenzähler 17,
24 werden dann zurückgesetzt, vorzugsweise durch ein einziges Rücksetzsignal.
Wenn ein neuer Produktionszyklus gestartet wird, dann wird
der Markierungsfaden 19 wieder in die zugehörige Legenadel 9 eingeführt
und die Wirkware 11 kann produziert werden, wie dies zuvor beschrieben worden ist.
Wenn man beispielsweise mehrere Bereiche in der Wirkware
11 erzeugen will, die abwechselnd markiert und unmarkiert sind, dann wird nach dem
ersten Stopp der Wirkmaschine 1, bei dem der Markierungsfaden 19 abgeschnitten worden
ist, der zweite Stücklängenzähler 24 durch ein Rücksetzsignal
auf Null gesetzt und der Produktionsvorgang wieder gestartet. Das Rücksetzsignal
kann beispielsweise durch Betätigen einer Rücksetztaste oder dergleichen
erzeugt werden. Es setzt aber nur den zweiten Stücklängenzähler 24
zurück, nicht auch den ersten Stücklängenzähler 17. Die Wirkware
11 wird so lange weiterproduziert, bis der zweite Stücklängenzähler
24 erneut einen Vorgabewert erreicht hat. Dieser Vorgabewert kann der gleiche sein
wie für den markierten Bereich. Es kann sich auch um einen abweichenden Wert
handeln. Gegebenenfalls werden die unterschiedlichen Vorgabewerte in einem Speicher
26 gespeichert und bei Bedarf abgerufen.
Wenn der zweite Stücklängenzähler 24 die
Wirkmaschine 1 ein weiteres Mal stoppt, dann wird eine entsprechende Betriebsmeldung
ausgegeben, so daß die Bedienungsperson weiß, daß sie den Markierungsfaden
19 erneut durch die Legenadel 9 einführen muß. Danach wird die Wirkmaschine
1 wieder gestartet. In diesem Fall ist ein Start im Schnellgang allerdings nicht
möglich. Man muß die Wirkmaschine 1 im Kriechgang starten, damit die Bedienungsperson
überwachen kann, ob der Markierungsfaden 19 richtig in die Wirkware 11 eingewirkt
wird. Dieser Zyklus kann sich wiederholen. Damit der zweite Stücklängenzähler
24 "weiß", wann die markierten und unmarkierten Bereiche beendet sind, kann
er einen Zwischenstoppzähler 25 aufweisen. Wenn der Zwischenstoppzähler
25 feststellt, daß die gewünschte Anzahl von Wechseln zwischen markierten
und unmarkierten Bereichen erreicht ist, dann erfolgt kein weiterer Zwischenstopp
mehr. Den Zwischenstoppzähler 25 kann man auch verwenden, um den Speicher 26
auszulesen, in dem die jeweiligen Längen der markierten und unmarkierten Bereiche
abgelegt sind.
Man kann in einer alternativen Vorgehensweise auch nur
den Beginn der Produktion der Wirkware 11 starten. In dieser Vorgehensweise ist
der Markierungsfaden 19 durch die entsprechende Legenadel 9 geführt und wird
in die Wirkware 11 eingewirkt.
Sobald der zweite Stücklängenzähler 24 seinen
Vorgabewert erreicht hat, wird die Wirkmaschine 1 nicht gestoppt, sondern die Trenneinrichtung
20 durchtrennt den Markierungsfaden 19 und hält das mit dem Markierungsfadenträger
18 verbundene Ende fest. Die Wirkmaschine stoppt dann erst, wenn der erste Stücklängenzähler
17 seinen Vorgabewert erreicht hat, die Wirkmaschine 1 also die komplette Länge
der Wirkware 11 erzeugt hat.
Wenn dann die Betriebsmeldung "Stücklänge 1 erreicht"
ausgegeben wird, dann werden sowohl der erste Stücklängenzähler 17
als auch der zweite Stücklängenzähler 24 zurückgesetzt, wobei
eine entsprechende Betriebsmeldung ausgegeben werden kann und der entsprechende
Systemmerker gesetzt wird.
Wenn dann der Markierungsfaden 19 erneut durch die Legenadel
9 eingeführt worden ist, kann der Produktionszyklus von vorne beginnen.
Bei allen Alternativen ist die Anzahl der eingebrachten
Markierungsfäden 19 frei wählbar. Sie werden von entsprechenden Markierungsfadenträgern
18, beispielsweise Gatterspulen, bereitgestellt und ihr Auslauf wird über entsprechende
Sensoren (nicht dargestellt) überwacht.
Die Stücklängenzähler 17, 24 sind hier als
diskrete Bauelemente dargestellt. Dies ist aber nicht unbedingt erforderlich. Man
kann die Stücklänge, also die Länge der erfolgten Wirkware 11, auf
unterschiedliche Weise erfassen, beispielsweise auch über die Anzahl der Maschenreihen,
die von der Maschinensteuerung 16 ermittelt werden kann. Es ist auch möglich,
die Länge der erzeugten Wirkware 11 über die Abzugsrollen 12, 13 zu ermitteln.
Die Querschneideinrichtung 15 ist hier praktisch am Ausgang
der Wirkmaschine 1 dargestellt. Es kann zweckmäßig sein, die Querschneideinrichtung
15 dichter an den Wirkbereich 3 heranzurücken.