Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gusseisenwerkstoff zur Herstellung
von Kolbenringen und Zylinderlaufbuchsen, der bestimmte Anteile an Martensit, Primärkarbiden,
Perlit und Bainit umfasst. Weiterhin betrifft die Erfindung Kolbenringe und Zylinderlaufbuchsen,
die als Grundkörper einen derartigen Gusseisenwerkstoff umfassen. Die Erfindung
betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Gusseisenwerkstoffs.
Gusseisenwerkstoffe bzw. Gusseisenlegierungen werden zur Herstellung
hoch beanspruchter Teile von Verbrennungskraftmotoren, wie beispielsweise Kolbenringen,
verwendet. Kolbenringe, insbesondere Kompressionsringe in hochbeanspruchten Motoren,
zum Beispiel Dieselmotoren, 2-Takt-Dieselmotoren, werden vorzugsweise als Gusskolbenringe
mit einer Laufflächenbeschichtung, beispielsweise einer Chrom-Keramik-Beschichtung
oder einer Einlaufschicht ausgelegt. Als geeigneter Gusswerkstoff werden bisher
ein vermiculargraphitisches Gusseisen (GOE 50 A) mit Zugfestigkeiten von 400 bis
600 MPa und sphärolitische vergütete Gusswerkstoffe (GEO 52/56) eingesetzt.
Kolbenringe, insbesondere Kompressionsringe, unterliegen in hochbeanspruchten
Motoren einer zunehmenden Belastung, wie beispielsweise Kompressionsspitzendruck,
Verbrennungstemperatur, EGR, Schmierfilmreduzierung, die deren Funktionseigenschaften,
wie Verschleiß, Brandspurbeständigkeit, Microwelding, Korrosionsbeständigkeit,
maßgeblich beeinflussen.
Bei höheren mechanischen und dynamischen Beanspruchungen an Kolbenringen
werden jedoch meist hochchromlegierte martensitische Stähle eingesetzt. Der
Einsatz dieser Stähle weist aber den Nachteil auf, dass die Herstellungskosten
im Vergleich zu Gusseisenbauteilen signifikant höher sind, außerdem ab
einem gewissen Durchmesser die Ringherstellung (wickeln) aus Stahldraht nicht mehr
möglich.
Kolbenringe dichten den zwischen Kolbenkopf und Zylinderwand vorhandenen
Spalt gegenüber dem Brennraum ab. Bei der Auf- und Abbewegung des Kolbens gleitet
der Kolbenring einerseits mit seiner äußeren Umfangsfläche in ständiger
federnder Anlage gegen die Zylinderwand, andererseits gleitet der Kolbenring, bedingt
durch die Kippbewegungen des Kolbens, oszillierend in seiner Kolbenringnut, wobei
seine Flanken wechselnd an der oberen oder unteren Nutenflanke der Kolbenringnut
anliegen. Bei den jeweils gegeneinander laufenden Gleitpartnern tritt in Abhängigkeit
des Materials ein mehr oder weniger starker Verschleiß auf, der bei einem Trockenlauf
zu so genannten Fressern, Riefenbildung und schließlich zu einer Zerstörung
des Motors führen kann. Um das Gleit- und Verschleißverhalten von Kolbenringen
gegenüber der Zylinderwand zu verbessern, wurden diese an deren Umfangsfläche
mit Beschichtungen aus unterschiedlichen Materialien versehen.
Gusseisenwerkstoffe können in verschiedenen Mikrostrukturen vorliegen,
die durch Verwendung spezieller Zusammensetzungs- und/oder Verfahrensparameter eingestellt
werden können. So ist bekannt, dass die mechanischen Eigenschaften von Gusseisenwerkstoffen
durch eine geeignete Wärmebehandlung verbessert werden können.
Ein Gusseisenwerkstoff, der ein bainitisches bis martensitisches Grundgefüge
aufweist, das durch eine Wärmebehandlung erzeugt ist, wird beispielsweise in
der DE 24 28 821 A beschrieben. In
dem Grundgefüge sind lamellare bis knötchenförmige Graphitausscheidungen
enthalten, um Notlaufeigenschaften zu gewährleisten.
Ein Verfahren zur Herstellung eines perlitischen und/oder ferritischen
Gusseisens wird in der US 3,565,698 beschrieben.
Hier wird das Ausgangsmaterial in der Schmelze mit Mischmetall versetzt und zu einem
Rohling gegossen. Der Rohling wird nach dem Gießen bei einer Temperatur in
einem Bereich von 900°C und 1050°C geglüht, um den Zementit in Lösung
zu setzen, um den schwarzen Temperguss zu erzeugen. Wie in der US
3,000,770 beschrieben wird, kann die Glühzeit durch das Zugeben von
Schwefel in einer bedeutenden Menge zu dem Ausgangsmaterial reduziert werden.
In der EP 1 384 794 A1
ist ein Gusseisenwerkstoff für Kolbenringe beschrieben, der eine spezifische
chemische Zusammensetzung aufweist und einer Wärmebehandlung unterworfen wird,
die eine Austenitisierungsbehandlung, gefolgt von einem isothermalen Härtungsverfahren,
umfasst, um eine mechanische Eigenschaften zu erreichen, die zu denen von Stählen
vergleichbar sind. Durch den Einsatz von Kugelgraphit-bildenden Zusätzen wird
ein sphärolitischer Werkstoff erhalten. Bei Kolbenringen muss dieser Gusseisenwerkstoff
eine Matrix aus Perlit mit geringen Anteilen von Ferrit aufweisen, um eine optimale
Wärmebehandlung zu erfahren, durch die die mechanischen Eigenschaften des Gusseisenwerkstoffs
verbessert werden. Durch die Wärmebehandlung wird ein bainitisch-austenitisches
Matrixgefüge erzeugt, jedoch ergibt sich hier der Nachteil einer Entfestigung
bei höheren Einsatztemperaturen, bei denen sich die bainitisch-austenitische
Struktur in bainitisch-feinperlitisch Strukturen umwandelt. Dieser Effekt verhindert
den Einsatz dieses Materials in Verbrennungsmotoren, da somit wesentliche Funktionseigenschaften
wie die Tangentialkraft negativ beeinflusst werden.
In der EP 0 821 073 wird weiter
eine Gusseisenlegierung mit perlitischer Grundstruktur und kugelförmigen oder
vermikularförmigen Graphitausscheidungen offenbart, die aufgrund der auch bei
hohen Temperaturen beständigen Festigkeitswerte insbesondere zur Anwendung
in Kolbenringen einsetzbar ist.
Die Gusseisenwerkstoffe gemäß dem Stand der Technik weisen
jedoch ein hohes Bruchrisiko auf, so dass es bei der Verwendung bisheriger Werkstoffe
häufig zu Ringbrüchen kommt. Gestiegene mechanisch-dynamische Belastungen
führen zu kürzeren Lebensdauern von Kolbenringen oder Zylinderlaufbuchsen.
Ebenso kommt es zu starkem Verschleiß und Korrosion an Lauffläche und
Flanke.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Gusseisenwerkstoff
mit erhöhter Verschleißbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit
sowie einen Kolbenring bzw. eine Zylinderlaufbuchse mit minimiertem Bruchrisiko
bereitzustellen, der bzw. die bei gestiegener mechanisch-dynamischer Belastung das
weitere Funktionsverhalten über lange Lebensdauern garantiert und der bzw.
die eine erhöhte Verschleiß- und der Korrosionsbeständigkeit an Lauffläche
und Flanke aufweist. Eine weitere Aufgabe ist es, Verfahren zur Herstellung eines
Gusseisenwerkstoffs mit erhöhter Verschleißbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit
bereitzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Gusseisenwerkstoff
gemäß Anspruch 1 und einen Kolbenring gemäß Anspruch 11, eine
Zylinderlaufbuchse gemäß Anspruch 13 sowie durch ein Verfahren gemäß
Anspruch 15 gelöst.
Der erfindungsgemäße Gusseisenwerkstoff zeichnet sich insbesondere
durch eine höhere Zugfestigkeit, Dauerfestigkeit, Verschleißbeständigkeit
und Biegebruchfestigkeit als die bisher angewendeten Werkstoffe aus. Gleichzeitig
verfügt der erfindungsgemäße Werkstoff über eine signifikant
verbesserte Zähigkeit, was sich insbesondere positiv auf die Bruchneigung auswirkt.
Weiterhin ist der Gusseisenwerkstoff gemäß der vorliegenden Erfindung
insbesondere zur Herstellung von Kolbenringen und/oder Zylinderbuchsen geeignet.
Aufgrund der guten mechanischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Gusseisenwerkstoffs kann eventuell die Flanken- und Laufflächenbeschichtung
entfallen und damit kostengünstiger produziert werden.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung enthalten.
Erfindungsgemäß wird ein Gusseisenwerkstoff bereitgestellt,
der besonders zur Herstellung von Kolbenringen und Zylinderlaufbuchsen geeignet
ist und ein Mischgefüge aufweist, das einer Wärmebehandlung unterzogen
wird und > 50 % überwiegend angelassenen Martensit, < 10 % und > 0,5%
Primärkarbide, < 30 % Perlit und < 30 % angelassenen Bainit umfasst,
wobei > 70 % der Primärkarbide NbC sind. Bei bevorzugten Ausführungsformen
umfasst das Mischgefüge > 70 % überwiegend angelassenen Martensit,
< 7 % und > 0,5% Primärkarbide, < 20 % Perlit und < 20 % angelassenen
Bainit umfasst.
Die Wärmebehandlung, der das Mischgefüge unterzogen wird,
beinhaltet bevorzugt die folgenden Schritte: Austenitisieren des Gusseisenwerkstoffs
bei 900 bis 1000°C für eine Stunde, Abschrecken des Gusseisenwerkstoffs
in Öl oder einem anderen geeigneten Abschreckmedium und Anlassen des Gusseisenwerkstoffs
bei 420 bis 470°C für eine Stunde.
Der erfindungsgemäße Gusseisenwerkstoff weist bevorzugt
die folgende chemische Zusammensetzung in Gew.-% auf Kohlenstoff 3,0 bis 4,2; Silizium
1,5 bis 3,0; Mangan max. 0,5; Phosphor max. 0,05; Schwefel max. 0,02; Chrom max.
0,3; Kupfer 0,5 bis 1,8; Molybdän max. 0,5; Magnesium max. 0,03; Nickel max.
1,0; Niob 0,3 bis 3,0; wobei der Rest Eisen einschließlich herstellungsbedingte
Verunreinigungen ist. Der Gusseisenwerkstoff enthält bevorzugt kein Zinn. In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße
Gusseisenwerkstoff die folgende chemische Zusammensetzung in Gew.-% auf: Kohlenstoff
3,0 bis 4,2; Silizium 1,5 bis 3,0; Mangan 0,02 bis 0,5; Phosphor 0,005 bis 0,05;
Schwefel 0,005 bis 0,02; Chrom 0,02 bis 0,3; Kupfer 0,5 bis 1,8; Molybdän 0,02
bis 0,5; Magnesium 0,005 bis 0,03; Nickel 0,02 bis 1,0; Niob 0,3 bis 3,0; wobei
der Rest Eisen einschließlich herstellungsbedingte Verunreinigungen ist. Der
Gusseisenwerkstoff enthält bevorzugt kein Zinn.
Die Eigenschaften des erfindungsgemäßen Gusseisenwerkstoffs
können weiterhin spezifisch gesteuert werden, in dem die Art der im Werkstoff
vorliegenden Graphitausbildung sphärolitisch und/oder vermicular variiert wird.
Vermiculargraphit ist „wurmförmiger" Graphit, welcher
in seiner Morphologie zwischen Lamellengraphit und Kugelgraphit liegt und wird im
Allgemeinen mit GJV abgekürzt. Aufgrund der vermicularen Graphitausbildung
weichen die Eigenschaften im Wesentlichen vom Ferrit-/Perlit-Verhältnis im
Grundgefüge sowie vom Anteil des begleitenden Kugelgraphits ab. Üblich
sind hier 80 bis 90% Vermiculargraphit, der Rest besteht aus Kugelgraphit. GJV eignet
sich daher für thermisch beanspruchte, insbesondere temperaturwechselbeanspruchte
Bauteile wie Kolbenringe.
Gusseisen mit sphärolitischer bzw. „kugelförmiger"
Graphitausbildung ist auch als GJS bekannt. Bei diesem Werkstoff ist der Hauptanteil
des Kohlenstoffs im Gusszustand in Form von Kugelgraphit ausgeschieden.
Ein sphärolitischer Gusseisenwerkstoff weist den Vorteil einer
deutlich geminderten Kerbwirkung und deutlich höheren Zugfestigkeit und Duktilität
auf. Ein vermiculargraphitischer Gusseisenwerkstoff weist höhere Festigkeitseigenschaften
als andere Graphitausbildungen auf. Natürlich ist es möglich, einen Gusseisenwerkstoff
mit verschiedenen Graphitausbildungen alleine sowie als Gemisch bereitzustellen.
Verfahren sind dem Fachmann bekannt. Eine Graphitüberführung zu einem
Gusseisenwerkstoff mit vermicularer Graphitausbildung (GJV) oder sphärolitischer
Graphitausbildung (GJS) kann beispielsweise durch eine Mg-Behandlung, wie aus dem
Stand der Technik bekannt ist, erreicht werden. Beispiele für Modifikationsverfahren
sind GF(Georg-Fischer)-Konverter, Sandwich, Durchfluss, Fülldraht-Injektionsbehandlung.
Der Gusseisenwerkstoff kann weiterhin ein Element enthalten, das ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus Titan, Tantal, Wolfram, Bor, Tellur oder Bismut
oder deren Kombinationen, insbesondere in einer Menge von bis zu 1 Gew.-%. Derartige
Elemente bilden leicht Karbide und verbessern die Verschleißbeständigkeit.
Weiterhin kann der Gusseisenwerkstoff einen Zusatzstoff enthalten,
der ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Cobalt, Antimon, Calcium,
Strontium, Aluminium, Lanthan, Cer, Seltenerdmetallen oder deren Kombinationen,
bevorzugt in einer Menge von bis zu 0,1 Gew.-%. Seltenerdmetalle, die als Kugelgraphit-keimbildende
Zusätze, wie auch NiMg, NiSiMg, FeMg oder FeSiMg, wirken, werden bevorzugt.
Seltenerdmetalle umfassen Gemische aus Lanthanoiden mit Oxiden anderer Metalle.
Diese Elemente und Zusatzstoffe können herstellungsbedingte Verunreinigungen
sein oder während des Verfahrens zur Herstellung des erfindungsgemäßen
Gusseisenwerkstoffs zu der Schmelze zugegeben werden.
Die Inhaltsstoffe sind derart enthalten, dass die Summe aller genannten
oder nicht explizit genannten Ausgangsmaterialien, Bestandteile, Inhaltstoffe, Elemente,
Zusatzstoffe in jedem Fall 100 Gew.-% ergeben. Der Anteil an Ausgangsmaterialien,
Bestandteilen, Inhaltstoffen, Elementen, Zusatzstoffen kann durch verschiedene,
dem Fachmann bekannte Verfahren eingestellt werden. Die chemische Zusammensetzung
wird insbesondere in Abhängigkeit vom Gussstückmodul eingestellt.
Der erfindungsgemäße Gusseisenwerkstoff weist eine Zugfestigkeit
im Bereich von (700–1200MPa) auf, seine Bruchdehnung ist größer
als 0,5%, was sich insbesondere positiv auf die Bruchneigung auswirkt. Die Dauerfestigkeit
und die Biegebruchfestigkeit von Kolbenringen und Zylinderbuchsen aus dem erfindungsgemäßen
Gusseisenwerkstoff liegen im Bereich von (min. 250MPa) bzw. Biegefestigkeit min.
900MPa.
Bei dem Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen
Gusseisenwerkstoffs wird zuerst eine Schmelze hergestellt. Die Schmelze weist bevorzugt
die oben genannten chemischen Zusammensetzungen auf. Anschließend wird ein
Rohling unter Erstarrung der Schmelze hergestellt.
Der Rohling kann dabei mit im Stand der Technik bekannte Methoden
gegossen werden, wie beispielsweise Schleuderguss, Strangguss als rundes oder unrundes
Rohr mit/ohne Zentrierkerbe, Stempel-Pressverfahren, Croning oder Grünsandformen
als Einzel- oder Mehrfachrohling und zu einem Kolbenring oder einer Zylinderlaufbuchse
weiterverarbeitet werden. Der Fachmann wird aufgrund der Zweckbestimmng des Rohlings
und unter Zuhilfenahme seines allgemeinen Fachwissens die geeignete Methode wählen.
Das Verfahren zur Herstellung des Gusseisenwerkstoffs umfasst weiterhin
eine Wärmebehandlung, bestehend aus einer Austenitisierung für eine Stunde
bei 900 bis 1000°C mit nachfolgendem Abschrecken des Gusseisenwerkstoffs in
Öl oder einem anderen geeigneten Abschreckmedium und einer Anlassbehandlung
bei 420 bis 470°C für eine Stunde.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispiel (erfindungsgemäß)
Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Gusseisenwerkstoffes
wird zunächst eine Gusseisen-Schmelze in einem Ofen, vorzugsweise Kupolofen,
hergestellt. Anschließend wird ein Rohling unter Erstellung der Schmelze erzielt.
Der Rohling kann dabei mit bekannten Verfahren, wie zum Beispiel Schleuderguss,
Strangguss etc. gegossen werden und dann später zu einem Kolbenring oder zu
einer Zylinderlaufbuchse weiterverarbeitet werden. Der Gusseisen-Werkstoff kann
weiter in einer Wärmebehandlung, bestehend aus einer Austenitisierung für
eine Stunde bei 900°C–1000°C mit nachfolgendem Abschrecken des
Gusseisenwerkstoffs in Öl oder einem anderen geeigneten Abschreckungsmedium
und einer Anlassbehandlung bei 420°C–470°C für eine Stunde
weiterbehandelt werden.
Auf diese Weise wird ein Gusseisenwerkstoff mit vermicularem
Graphit und einem Grundgefüge aus Martensit, Primärkarbiden, Perlit und
Bainit, mit maximal 3% Ferriten hergestellt, welcher folgende chemische Zusammensetzung
(Gew.-%) aufweist:
C 3,9
SI 1,86
Mn 0,10
P 0,033
S 0,009
Cu 1,50
Mo 0,008
Ni 0,33
Cr 0,022
V 0,008
Nb 0,5–1,0
Mg 0,010
Rest Fe und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
Der gewonnene Gusseisenwerkstoff weist eine Härte von 330–490
HB und eine Zugfestigkeit von mindestens 700 MPa auf.