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Dokumentenidentifikation DE102006025075A1 06.12.2007
Titel Kapazitive Sensoreinrichtung
Anmelder Hella KGaA Hueck & Co., 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Masjost, Ulrich, 59556 Lippstadt, DE
DE-Anmeldedatum 30.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025075
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 25/00(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05B 65/36(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   
Zusammenfassung Kapazitiver Sensor, umfassend mindestens eine erste Elektrode sowie eine zweite Elektrode sowie eine Sensorelektronik (3) mit mindestens einer als Massekabel (2) ausgestalteten Energieversorgung, wobei die zweite Elektrode aus einem Abschnitt des Massekabels (2) gebildet wird, sowie eine Sensoreinrichtung für ein Keyless-Entry-System, umfassend mindestens einen Grundkörper (11) sowie eine Antenne sowie einen kapazitiven Sensor, wobei es sich bei dem kapazitiven Sensor um einen kapazitiven Sensor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 handelt.

Beschreibung[de]
STAND DER TECHNIK

Aus der DE 196 17 038 C2 ist ein Schließsystem, insbesondere für ein Kraftfahrzeug bekannt, bestehend aus einem über eine Handhabe zu betätigendem Schloss an wenigstens einer Tür, Klappe oder dergleichen bekannt geworden, wobei das Schloss zwischen zwei Stellungen umstellbar ist, nämlich einer die Handhabe unwirksam setzenden gesicherten Stellung und einer die Handhabe wirksam setzenden Stellung bei der das Schloss über eine Betätigung der Handhabe zu öffnen ist, und bei dem ein im Bereich der Handhabe befindlicher Sensor, der mit einer elektrischen Steuereinheit verbunden ist, die Datenabfrage eines bedienerseitigen Datenträgers durch die elektrische Steuereinheit auslöst, wobei die elektrische Steuereinheit mit einer Sende/Empfangseinheit verbunden ist und über diese die Datenanfrage an den bedienerseitigen Datenträger übermittelt und der Datenträger seinerseits seine Daten aus einer Dateneinheit über einen Sender an die fahrzeugseitige Sende/Empfangseinheit übermittelt und die Sende/Empfangseinheit die Daten an die elektrische Steuereinheit weiterleitet und die elektrische Steuereinheit im positiven Datenidentifizierungsfall ein Entsichern des/der Schlösser an wenigstens einer Tür, einer Klappe od. dgl. des Fahrzeugs veranlasst, wobei dass der Sensor als kapazitiver Sensor ausgebildet ist, dass mindestens eine Elektrode des kapazitiven Sensors in der Handhabe integriert ist und eine zweite Elektrode des kapazitiven Sensors im Bereich der Handhabe türseitig als Bestandteil der Türblechkonstruktion angeordnet ist, so dass zwischen den Elektroden ein elektrisches Feld aufgebaut ist und dass die Kapazität zwischen den beiden Elektroden vom Dielektrikum einer in den Bereich des elektrischen Feldes gelangenden menschlichen Hand veränderbar und damit sensierbar ist.

In diesem Zusammenhang ist beachtlich, dass die zweite Elektrode des kapazitiven Sensors im Bereich der Handhabe türseitig als Bestandteil der Türblechkonstruktion angeordnet ist.

Hieraus ergeben sich jedoch Nachteile. Die Ausgestaltung der Türblechkonstruktion ist nur eingeschränkt möglich, solange die Türblechkonstruktion als zweite Elektrode des kapazitiven Sensors fungieren soll. Sofern beispielsweise profilierte Türblechkonstruktionen zum Einsatz kommen sollen, ist mit inhomogenen elektrischen Feldern zu rechnen, wodurch letztendlich das Detektionsvermögen des kapazitiven Sensors einschränkt wird. Auch ist das Schließsystem durch die Ausgestaltung des kapazitiven Sensors grundsätzlich nur dort einsetzbar, wo ein hintergreifbarer Abschnitt zwischen der Handhabe, sprich dem ersten Sensor, und der Türblechkonstruktion, sprich dem zweiten Sensor, vorhanden ist.

Hier setzt die vorliegende Erfindung an und macht es sich zur Aufgabe einen kapazitiven Sensor vorzuschlagen, der ein möglichst homogenes elektrisches Feld erzeugt. Ferner soll ein kapazitiver Sensor vorgeschlagen werden, der eine optimale Ausnutzung des bereitgestellten Bauraumes ermöglicht.

VORTEILE DER ERFINDUNG

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen kapazitiven Sensor mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, dass die zweite Elektrode aus einem Abschnitt des Massekabels gebildet wird, kann sowohl ein homogenes elektrisches Feld, als auch eine bauartbedingte vorteilhafte Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Bauraumes gewährleistet werden. Eine optimale Ausnutzung des Bauraumes ergibt sich bereits dadurch, dass das ohnehin zur Energieversorgung der Sensorelektronik benötigte Massekabel einer doppelten Funktion zugeführt wird, nämlich als Energieversorgung der Sensorelektronik und als zweite Elektrode des kapazitiven Sensors. Es liegt auf der Hand, dass sich der Bauraum auf diese Weise vorteilhafter ausnutzen lässt. Ferner ist – sofern beispielsweise von einem Einsatz des kapazitiven Sensors in einem Türgriff eines Kraftfahrzeugs ausgegangen wird – die Ausgestaltung der Türblechkonstruktion für die Wirkung des kapazitiven Sensors unbeachtlich, da die zweite Elektrode durch das Massekabel gebildet wird. Es ist ersichtlich, dass durch die Ausgestaltung und Lage des Massekabels als zweite Elektrode in vorteilhafter Weise Einfluss auf die Homogenität des elektrischen Feldes genommen werden kann.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass die erste Elektrode aus einem rechteckförmigen Sensorblech gebildet wird, wobei das Sensorblech eine mittige, in Längsrichtung verlaufende Aussparung aufweist, wobei die zweite Elektrode entlang der Längsachse der Aussparung angeordnet ist. Eine derartige erste Elektrode ist einfach herzustellen und lässt sich darüber hinaus leicht montieren. Insbesondere weist eine derart ausgestaltete erste Elektrode durch die verbleibenden Querverstrebungen eine hohe Stabilität auf. Ferner können die Abstände der ersten Teilelektrode zu der zweiten Teilelektrode bereits bei der Fertigung präzise vorbestimmt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des vorgeschlagenen Sensors kann vorgesehen sein, dass die erste Elektrode mindestens eine erste Teilelektrode und eine zweite Teilelektrode aufweist, wobei die zweite Elektrode zwischen der ersten Teilelektrode und der zweiten Teilelektrode angeordnet ist. Entsprechend dieser Aufteilung lässt sich lässt sich ein überaus homogenes elektrisches Feld erzeugen; wobei die zweite Elektrode in Form des Massekabels zwischen der ersten Teilelektrode und der zweiten Teilelektrode angeordnet ist.

Es kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass es sich bei dem Sensorblech um ein Stanz-Biegeteil handelt. Eine derartige Elektrode ist einfach aus einem Blechstreifen herzustellen und kann entsprechend den räumlichen Anforderungen mit entsprechenden Biegungen etc. versehen sein um eine optimale Passform, beispielsweise an eine bestimmte Einbauposition, zu gewährleisten.

Zur vorteilhaften Verbindung der ersten Elektrode mit der Sensorelektronik kann vorgesehen sein, dass die erste Elektrode einen Lötpin zur unmittelbaren Verbindung mit der Sensorelektronik aufweist. Der Lötpin kann unmittelbar einstückig aus dem Elektrodenmaterial ausgeformt sein, beispielsweise kann der Lötpin in einem Stanz-Biegeprozess ebenfalls mit ausgeformt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des kapazitiven Sensors kann vorgesehen sein, dass die erste Elektrode Bohrungen zur Befestigung auf einem Grundkörper aufweist.

Entsprechend können beispielsweise Aufnahmedome vorgesehen sein, auf welche die erste Elektrode einfach aufgesteckt wird, wobei die Aufnahmedome im Kopfbereich verbügelt oder verklebt werden können, so dass eine dauerhafte Verbindung zwischen Grundkörper und erster Elektrode hergestellt werden kann.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine kompakte Sensoreinrichtung, vorzugsweise für ein Keyless-Entry System vorzuschlagen, wobei die Sensoreinrichtung einen Grundkörper, sowie eine Antenne und eine kapazitive Sensoreinrichtung umfasst. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Sensoreinrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst, indem es sich bei dem kapazitiven Sensor um einen kapazitiven Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 6 handelt. Entsprechend der kompakten Bauweise, durch die Verwendung des Massekabels als zweite Elektrode, kann auch die vorgeschlagene Sensoreinrichtung eine kompakte Bauweise aufweisen. Ferner kann durch das homogene elektrische Feld eine Annäherung des Benutzers bzw. einer Hand des Benutzers im Rahmen des Keyless-Entry Authentifikationsvorgangs zuverlässig detektiert werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensoreinrichtung kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper eine zum Einbau in einen Türgriff einer Fahrzeugtür angepasste Form aufweist. Entsprechend kann der zur Verfügung stehende Bauraum in vorteilhafter Weise optimal ausgenutzt werden.

Es kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass der Grundkörper eine längliche Gestalt aufweist, wobei der Grundkörper einen ersten Abschnitt zur Aufnahme der Sensorelektronik aufweist, wobei der Grundkörper einen zweiten Abschnitt aufweist, der als Antenne ausgestaltet ist und ferner zur Aufnahme der ersten Elektrode und der zweiten Elektrode eingerichtet ist. Dementsprechend kann eine kompakte Sensoreinrichtung bereitgestellt werden, die einen geordneten Aufbau und eine funktional-räumliche Trennung zwischen den im weitesten Sinne als Antennen bzw. Detektoren anzusprechenden Bereich (kapazitiver Sensor und Antenne) und einem für die Sensorelektronik vorgesehenen Bereich ermöglicht.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden erfindungsgemäßen Sensoreinrichtung kann vorgesehen sein, dass der als Antenne ausgestaltete zweite Abschnitt des Grundkörpers einen Schacht aufweist, wobei der Schacht von einer Drahtwicklung umgeben ist, wobei der Schacht mit einem Ferritkern ausgestattet ist, der festlegbar innerhalb des Schachtes verschoben werden kann. Entsprechend kann eine kompakte Antenne bereitgestellt werden, die durch eine Verschiebung des innenliegenden Ferritstabes eingestellt werden kann. Nach einmaliger Einstellung kann der Ferritstab beispielsweise mit einem Klebetropfen fixiert werden.

In einer ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass der zweite Abschnitt des Grundkörpers mit ersten Befestigungsmitteln zur Befestigung der ersten Elektrode in Form von Aufnahmedomen ausgestattet ist, wobei Aufnahmedome durch die Bohrungen der ersten Elektrode geführt sind, wobei die erste Elektrode durch Verklebung oder Verbügelung mit den Aufnahmedomen verbunden ist. Dementsprechend kann eine vorteilhafte und vor allen Dingen schnell montierbare Verbindung zwischen der ersten Elektrode und dem Grundkörper hergestellt werden.

Vorteilhafterweise kann weiterhin vorgesehen sein, dass der zweite Abschnitt des Grundkörpers mit zweiten Befestigungsmitteln zur Befestigung der zweiten Elektrode ausgestattet ist, wobei es sich bei den zweiten Befestigungsmitteln um mit der Form des Massekabels korrespondierende Halteelemente handelt, die eine mittige Durchführung des Massekabels mindestens entlang der Aussparung der ersten Elektrode sicherstellen können. Dementsprechend kann das Massekabel in einer bevorzugt mittigen Position zwischen den Teilelektroden bzw. innerhalb der Aussparung sicher gehalten werden, wodurch letztendlich auch die Homogenität des elektrischen Feldes günstig beeinflusst wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass der zweite Abschnitt des Grundkörpers mit einem dritten Befestigungsmittel zur Befestigung weiterer Anschlusskabel der Sensorelektronik ausgestattet ist, wobei die dritten Befestigungsmittel zur beabstandeten Befestigung der weiteren Anschlusskabel von dem Massekabel eingerichtet sind. Dementsprechend können die weiteren Anschlusskabel sicher mit dem Grundkörper verbunden werden, jedoch von dem Bereich des kapazitiven Sensors beabstandet werden, wodurch die Homogenität des elektrischen Feldes des kapazitiven Sensors weiterhin vorteilhaft beeinflusst wird.

ZEICHNUNGEN

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen

1 eine perspektivische Ansicht auf eine erfindungsgemäße Sensoreinrichtung mit einem erfindungsgemäßen kapazitivem Sensor;

2 eine perspektivische Ansicht auf eine erfindungsgemäße Sensoreinrichtung mit einem erfindungsgemäßen kapazitivem Sensor;

38 eine perspektivische Ansicht auf eine erste Elektrode eines erfindungsgemäßen Sensors in Form eines Stanz-Biegeteils;

910 eine perspektivische Ansicht mit angedeuteten Montageschritten auf eine erfindungsgemäße Sensoreinrichtung mit einem erfindungsgemäßen kapazitivem Sensor.

BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Ein erfindungsgemäßer kapazitiver Sensor umfasst im Wesentlichen eine erste Elektrode, eine zweite Elektrode und eine Sensorelektronik 3, die mit mindestens einer als Massekabel 2 ausgestalteten Energieversorgung ausgestattet ist. Ferner ist die hier vorgeschlagene Sensorelektronik 3 mit weiteren Anschlusskabeln 4, beispielsweise einem Batterieverbindungskabel und/oder Datenkabeln, ausgestattet. Denkbar sind selbstverständlich auch weitere Anschluss- und Verbindungskabel, um die Sensorelektronik in geeigneter Weise mit der Bordelektronik zu verbinden.

Die Wirkungsweise des kapazitiven Sensors ist aus dem Stand der Technik bekannt. Zwischen und um die erste Elektrode und die zweite Elektrode ist ein elektrisches Feld ausgebildet. Dieses elektrische Feld ist unter anderem durch die Dielektrizitätskonstante (DK), in einem Ausgangszustand durch die Dielektrizitätskonstante von Luft, bestimmt.

Bei Beeinflussung des elektrischen Feldes durch einen Leiter, aber auch durch einen Nichtleiter, ändert sich die Dielektrizitätskonstante und damit auch das elektrische Feld. Diese Änderung kann detektiert und in der gewünschten Art und Weise von der Sensorelektronik, beispielsweise in ein Schaltsignal ab Erreichung eines Schwellenwertes, ausgewertet werden.

Bei der ersten Elektrode handelt es sich um ein Sensorblech 1 mit einer im Wesentlichen flachen, rechteckförmigen Gestalt. Mittig, entlang der Längsachse des Sensorblechs 1, ist eine ebenfalls rechteckförmige Aussparung 7 vorgesehen. Im Wesentlichen wird die erste Elektrode durch die mittige Aussparung 7 in eine erste Teilelektrode 5 und eine zweite Teilelektrode 6 unterteilt. Die zweite Elektrode 2 ist als Massekabel 2 ausgestaltet und entlang der Aussparung 7 angeordnet. Sofern von einer ersten Teilelektrode 5 und einer zweiten Teilelektrode 6 ausgegangen wird, ist die zweite Elektrode in Form des Massekabels 2 zwischen der ersten Teilelektrode 5 und der zweiten Telelektrode 6 angebracht.

Denkbar sind selbstverständlich auch weitere Anordnungen, beispielsweise eine gitterförmige Struktur der ersten Elektrode, wobei das Massekabel beispielsweise in den Gitterzwischenräumen verlegt ist. Letztendlich ist die Anzahl der Teilelektroden variabel und kann an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.

Darüber hinaus ist das als erste Elektrode ausgestaltete Sensorblech 1 mit Bohrungen 9 versehen, die beispielsweise auf Aufnahmedome 14 aufgesteckt werden können.

Ferner kann die erste Elektrode in Form eines Sensorblechs 1 mit einem Lötpin 8 zur unmittelbaren Verbindung der ersten Elektrode mit der Sensorelektronik 3 ausgestattet sein. Die Befestigung zwischen Lötpin 8 und Sensorelektronik 3 kann beispielsweise durch eine Wellenlötung hergestellt sein.

Der sich aus der Verwendung des Massekabels 2 als zweite Elektrode ergebende Vorteil liegt auf der Hand. Ein Massekabel 2 wird ohnehin zur Energieversorgung der Sensorelektronik 3 benötigt. Sofern das Massekabel 2 ebenfalls als zweite Elektrode verwendet wird, ergibt sich eine deutliche Platzersparnis, so dass ein vorgeschlagener kapazitiver Sensor sehr kompakt gebaut werden kann. Ferner liefert ein derartig ausgestalteter Sensor ein homogenes elektrisches Feld. Im Vergleich zu einem Sensor gemäß dem Stand der Technik, bei dem ein Abschnitt der Türblechkonstruktion als zweite Elektrode verwendet wird, ist das hier erzeugte elektrische Feld unabhängig von der Türblechkonstruktion, so dass beispielsweise bei der Ausgestaltung der Türblechkonstruktion zumindest keine Rücksicht auf die homogene Ausbildung eines elektrischen Feldes gelegt werden muss.

Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet des erfindungsgemäß vorgeschlagenen kapazitiven Sensors ist die Detektion einer Annäherung eines Benutzers, beispielsweise einer Hand eines Benutzers, an einen Türgriff im Rahmen eines Keyless-Entry Systems. Entsprechend ist der erfindungsgemäß vorgeschlagene kapazitive Sensor hier als kapazitiver Näherungssensor ausgestaltet. Denkbar sind selbstverständlich auch andere Einsatzzwecke, wie beispielsweise der Einsatz in Industrieanlagen.

Wie bereits angedeutet kann der zuvor beschriebene kapazitive Sensor vorteilhafterweise in einer ebenfalls erfindungsgemäßen Sensoreinrichtung 10 für ein Keyless-Entry System eines Kraftfahrzeuges vorgesehen sein. Eine erfindungsgemäße Sensoreinrichtung 10 umfasst im Wesentlichen einen Grundkörper 11, sowie eine Antenne und eine oben bereits beschriebene kapazitive Sensoreinrichtung.

Der Grundkörper 11 weist eine längliche Gestalt auf und ist seinem Verwendungszweck entsprechend, beispielsweise zum Einbau in einen Türgriff, mit einer im Wesentlichen zu dem Einbauort korrespondierenden Form ausgestaltet. Des Weiteren weist der Grundkörper 11 einen ersten Abschnitt 12 zur Aufnahme der Sensorelektronik 3 auf. Die Sensorelektronik 3 kann beispielsweise auf SMD Basis aufgebaut sein, um eine kompakte Bauweise sicherzustellen.

Ferner weist der Grundkörper 11 einen zweiten Abschnitt 13 auf. Der zweite Abschnitt 13 bildet sowohl die Aufnahme für die erste Elektrode und die zweite Elektrode des erfindungsgemäßen kapazitiven Sensors, als auch für die Antenne aus.

Der zweite Abschnitt des Grundkörpers bildet die Antenne durch einen Schacht 18 aus, der von einer Drahtwicklung 17 umgeben ist. Innerhalb des Schachtes 18 ist ein Ferritstab 19 angeordnet. Durch Verschieben des Ferritstabes 19 kann die Antenne eingestellt werden. Auch kann der Ferritstab 19 nach dem Einstellen, beispielsweise durch eine Klebung, festgelegt werden.

Des Weiteren weist der zweite Abschnitt entsprechende erste Befestigungsmittel für die erste und die zweite Elektrode des kapazitiven Sensors auf. Die ersten Befestigungsmittel für die als Sensorblech ausgestaltete erste Elektrode können als Aufnahmedome 14 ausgestaltet sein, die durch die Bohrungen 9 des Sensorblechs 1 hindurch gesteckt sein können. Sofern die Aufnahmedome 14, wie beispielsweise auch der Grundkörper, aus einem Kunststoff hergestellt sind, kann das Sensorblech 1 durch Verformung der Aufnahmedomköpfe befestigt werden.

Ferner weist der zweite Abschnitt des Grundkörpers geeignete zweite Befestigungsmittel für das als zweite Elektrode ausgebildete Massekabel 2 auf, die eine mittige Anordnung zwischen der ersten Teilelektrode 5 und der zweiten Teilelektrode 6 bzw. innerhalb und entlang der Längsachse der Aussparung des Sensorbleches 1 ermöglichen. Die zweiten Befestigungsmittel für das Massekabel 2 können beispielsweise als Halteelemente 15 am zweiten Abschnitt des Grundkörpers 11 und/oder als Verklebung ausgestaltet sein.

Ferner weist der zweite Abschnitt des Grundkörpers dritte Befestigungsmittel 16 für weitere Anschlusskabel 4 für die Sensorelektronik 3 auf, wobei die Befestigungsmittel 16 dazu eingerichtet sind, die weiteren Anschlusskabel 4 außerhalb des Bereiches des Massekabels 2 aufzunehmen. Vorzugsweise sind die dritten Befestigungsmittel 16 für die weiteren Anschlusskabel 4 seitlich des zweiten Abschnitts 13 des Grundkörpers 11, vorzugsweise seitlich des Schachtes 18 angeordnet.

Vorteilhafterweise ist der Grundkörper 11, die zuvor genannten Befestigungsmittel und der Schacht 18 einstückig ausgebildet, so dass der Grundkörper 11 in einem Produktionsschritt hergestellt werden kann. Funktional wird durch die vorgeschlagene Sensoreinrichtung eine kompakte Einheit aus kapazitivem Näherungssensor und Antenne bereitgestellt, wobei der Näherungssensor die Annäherung des Benutzers, insbesondere der Hand des Benutzers, an den Türgriff detektieren kann, um ein entsprechendes Signal an die im Kraftfahrzeug vorgesehene Authentifikationseinrichtung zu übermitteln, die ihrerseits und in bekannter Weise ein geeignetes Signal zur Einleitung des Authentifikationsvorgangs über die Antenne an die vom Benutzer mitgeführte Authentifikationseinrichtung aussendet. Selbstverständlich kann die weitere Kommunikation, also auch der Empfang von Signalen ebenfalls über die Antenne der Sensoreinrichtung stattfinden. Insgesamt ergibt sich eine überaus kompakte Sensoreinrichtung, insbesondere da das Massekabel 2 einem weiteren Verwendungszweck zugeführt worden ist, nämlich der Verwendung als zweite Elektrode des kapazitiven Sensors.


Anspruch[de]
Kapazitiver Sensor, umfassend mindestens

– eine erste Elektrode, sowie

– eine zweite Elektrode, sowie

– eine Sensorelektronik (3) mit mindestens einer als Massekabel (2) ausgestalteten Energieversorgung,

dadurch gekennzeichnet, dass

die zweite Elektrode aus einem Abschnitt des Massekabels (2) gebildet wird.
Kapazitiver Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Elektrode aus einem rechteckförmigen Sensorblech (1) gebildet wird, wobei das Sensorblech (1) eine mittige, in Längsrichtung verlaufende Aussparung (7) aufweist, wobei die als Massekabel (2) ausgestaltete zweite Elektrode entlang der Längsachse der Aussparung (7) angeordnet ist. Kapazitiver Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Elektrode mindestens eine erste Teilelektrode (5) und eine zweite Teilelektrode (6) aufweist, wobei die als Massekabel (2) ausgestaltete zweite Elektrode zwischen der ersten Teilelektrode (5) und der zweiten Teilelektrode (6) angeordnet ist. Kapazitiver Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Sensorblech (1) um eine Stanz-Biegeteil handelt. Kapazitiver Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Elektrode einen Lötpin (8) zur unmittelbaren Verbindung mit der Sensorelektronik (3) aufweist. Kapazitiver Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Elektrode Bohrungen (9) zur Befestigung auf einem Grundkörper (11) aufweist. Sensoreinrichtung für ein Keyless-Entry System, umfassend mindestens

– einen Grundkörper (11), sowie

– eine Antenne, sowie

– einen kapazitiven Sensor,

dadurch gekennzeichnet, dass

es sich bei dem kapazitiven Sensor um einen kapazitiven Sensor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 handelt.
Sensoreinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) eine zum Einbau in einen Türgriff einer Fahrzeugtür angepasste Form aufweist. Sensoreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) eine längliche Gestalt aufweist, wobei der Grundkörper (11) einen ersten Abschnitt (12) zur Aufnahme der Sensorelektronik (3) aufweist, wobei der Grundkörper (11) einen zweiten Abschnitt (13) aufweist, der als Antenne ausgestaltet ist und ferner zur Aufnahme der ersten Elektrode und der zweiten Elektrode des kapazitiven Sensors eingerichtet ist. Sensoreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der als Antenne ausgestaltete zweite Abschnitt (13) des Grundkörpers (11) einen Schacht (18) aufweist, wobei der Schacht (18) von einer Drahtwicklung (17) umgeben ist, wobei der Schacht (18) mit einem Ferritkern (19) ausgestattet ist, der festlegbar innerhalb des Schachtes (18)) verschoben werden kann. Sensoreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (13) des Grundkörpers (11) mit ersten Befestigungsmitteln zur Befestigung der ersten Elektrode in Form von Aufnahmedomen (14) ausgestattet ist, wobei die Aufnahmedome (14) durch die Bohrungen (9) der ersten Elektrode geführt sind, wobei die erste Elektrode durch Verklebung oder Verbügelung mit den Aufnahmedomen (14) verbunden ist. Sensoreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (13) des Grundkörpers (11) mit zweiten Befestigungsmitteln zur Befestigung der zweiten Elektrode ausgestattet ist, wobei es sich bei den zweiten Befestigungsmitteln um mit der Form des Massekabels (2) korrespondierende Halteelemente (15) handelt, die eine mittige Durchführung des Massekabels (2) mindestens entlang der Aussparung (7) der ersten Elektrode sicherstellen können. Sensoreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt des Grundkörpers mit einem dritten Befestigungsmittel (16) zur Befestigung weiterer Anschlusskabel (4) der Sensorelektronik (3) ausgestattet ist, wobei die dritten Befestigungsmittel (16) zur beabstandeten Befestigung der weiteren Anschlusskabel (4) von dem Massekabel (2) eingerichtet sind.






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