PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006025105A1 06.12.2007
Titel Schaltungsanordnung und Verfahren zur Anpassung eines Demodulators
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Koroschetz, Helmut, Lieboch, AT
Vertreter Epping Hermann Fischer, Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80339 München
DE-Anmeldedatum 30.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025105
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse H03D 1/04(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04L 27/06(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   H04L 27/22(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Schaltungsanordnung zur Anpassung eines Demodulators an Betriebsbedingungen umfasst einen Demodulator, der aus einem eingangsseitig anliegenden analogen Eingangssignal ausgangsseitig ein demoduliertes Signal bereitstellt und der durch ein eingangsseitig anliegendes Steuersignal ansteuerbar ist. Die Schaltungsanordnung umfasst ferner einen Sensor, der ausgangsseitig ein Sensorstatussignal bereitstellt, und eine Steuereinheit, an der das Sensorstatussignal eingangsseitig anliegt und die das Steuersignal für den Demodulator während des laufenden Betriebs bereitstellt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Anpassung eines Demodulators an Betriebsbedingungen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Anpassung eines Demodulators an Betriebsbedingungen.

Chipkarten haben weite Verbreitung gefunden und werden vielfältig eingesetzt. Die Datenübertragung zwischen der Chipkarte und dem Lesegerät kann kontaktbehaftet oder kontaktlos erfolgen. Bei der kontaktlosen Datenübertragung werden die Daten mittels eines elektromagnetischen Feldes übertragen.

Für eine bidirektionale Kommunikation verfügt die Chipkarte über Sende- und Empfangseinrichtungen. Ist nur eine unidirektionale Kommunikation vorgesehen, verringert sich der schaltungstechnische Aufwand abhängig von der vorgesehenen Kommunikationsrichtung.

Die Güte der Datenübertragung und damit einhergehend auch die Übertragungssicherheit zwischen der kontaktlosen Chipkarte und dem Lesegerät schwanken beispielsweise auf Grund von elektromagnetischen Feldstärkenänderungen am Ort des Empfängers. Diese rühren von Abstandsänderungen zwischen der Chipkarte und dem Lesegerät während der Kommunikation her, wie sie auftreten können, wenn die Chipkarte als im Vorbeigehen zu lesende Zugangsberechtigung, z. B. als Schipass, verwendet wird.

Ein weiterer Faktor, der die Kommunikation beeinträchtig, ist die Temperatur. Stark schwankende Umgebungstemperaturen, die auf Chipkarten, die beispielsweise als Zugangsberechtigung sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden verwendet werden, einwirken, können die Kommunikation beeinflussen.

Bisher sind integrierte Schaltungen auf den Chipkarten derart dimensioniert worden, dass eine ausreichende Güte der Kommunikation für einen möglichst großen Einsatzbereich oder den gesamten relevanten Einsatzbereich gewährleistet worden ist. Solche Bereiche werden beispielsweise durch den ISO-Standard vorgegeben.

Ein wesentliches Element für den Empfang der übertragenen Daten ist ein Demodulator, der ein analoges Eingangssignal in ein demoduliertes Signal wandelt, das weiter verarbeitet werden kann.

Bisher ist solch ein analoger Demodulator vor seiner Inbetriebnahme getestet worden und die Ansteuerparameter für einen weiten Einsatzbereich optimiert oder für einen bevorzugten Einsatzbereich optimiert und dann schaltungsintern gespeichert worden. Bei erstgenanntem Fall handelt es sich um eine Kompromisslösung. Bei letztgenanntem Fall führen Abweichungen vom bevorzugten Einsatzbereich zu verminderter Güte der Kommunikation.

Diese Anpassung wird lediglich einmal durchgeführt. Somit ist die Einstellung des Demodulators fix und kann während des Betriebs nicht mehr geändert werden.

Es stellt sich daher die Aufgabe die Ansteuerung für den Demodulator derart zu verbessern, dass er für verschiedene Betriebssituationen optimierbar ist. Des Weiteren soll ein Verfahren zur Anpassung eines Demodulators angegeben werden.

Die Aufgabe wird durch eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren gemäß den nebengeordneten Patentansprüchen gelöst.

Die Schaltungsanordnung zur Anpassung eines Demodulators an Betriebsbedingungen umfasst einen Demodulator, der aus einem eingangsseitig anliegenden analogen Eingangssignal ausgangsseitig ein demoduliertes Signal bereitstellt und der durch ein eingangsseitig anliegendes Steuersignal ansteuerbar ist. Die Schaltungsanordnung umfasst ferner einen Sensor, der ausgangsseitig ein Sensorstatussignal bereitstellt und eine Steuereinheit, an der das Sensorstatussignal eingangsseitig anliegt und die das Steuersignal für den Demodulator während des laufenden Betriebs bereitstellt.

Vorteil dieser Anordnung ist, dass der Arbeitspunkt des Demodulators auch während des Betriebs in Abhängigkeit des Steuersignals zur Anpassung justierbar ist. Somit erfolgt die Anpassung während des laufenden Betriebs, beispielsweise während einer Datenübertragung.

Vorteilhafterweise detektieren die Sensoren Umgebungsparameter, beispielsweise die Temperatur, die den Arbeitspunkt des Demodulators verstellen können, oder auf das analoge Signal einwirkende Parameter, die direkt die Güte der Kommunikation beeinflussen. Beispiele hierfür sind die elektromagnetische Feldstärke oder die Flankensteilheit von elektromagnetischen Feldstärkenänderungen.

Ähnlich einer Regelung kann das Steuersignal kontinuierlich und in vorgegebenen Abständen angepasst und erneut dem Demodulator bereitgestellt zu werden, um den Arbeitspunkt des Demodulators nachzujustieren. Es ist auch denkbar, dass der Demodulator nur dann angepasst wird, wenn die Sensoren eine signifikante Veränderung des zu detektierenden Parameters anzeigen, um mit energieeffizienter Vorgehensweise ein signifikantes Absinken der Übertragungsgüte zu vermeiden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das demodulierte Datensignal an die Steuereinheit gekoppelt, um auch darin enthaltene Informationen zur Ansteuerung des Demodulators zu verwenden.

Vorteilhafterweise wird solch ein Demodulator in einer kontaktlosen Schnittstelleneinheit einer Chipkarte eingesetzt, um die Güte der Kommunikation auch bei stark schwankenden Betriebsbedingungen zu gewährleisten.

Bei dieser Verwendung kann in das Steuersignal auch Informationen über den Datentyp und/oder die Datenrate der über die Schnittstelleneinheit zu übertragenden Daten einfließen. Diese Daten können zum Beispiel beinhalten, dass bei höheren Datenraten der Demodulator im stärkeren Maße angesteuert wird als bei niedrigeren Datenraten.

Geeignete Maßnahmen, um den Betrieb des Modulators mit dem Steuersignal zu beeinflussen, umfassen die Steuerung eines Stromspiegels zur Anpassung eines Demodulatorfensters an die Feldstärke oder zur Anpassung eines Biasstroms.

Das Verfahren zur Anpassung eines Demodulators an Betriebsbedingungen umfasst:

  • – Demodulation eines analogen Eingangssignals in ein demoduliertes Signal, wobei die Demodulation in Abhängigkeit von Ansteuerinformation für den Demodulator erfolgt,
  • – Detektion von zumindest einem auf den Betrieb des Demodulators und/oder auf das analoge Eingangssignal einwirkenden Parameter und Bereitstellen davon abhängiger Statusinformation und
  • – Bereitstellen der Ansteuerinformation für den Demodulator in Abhängigkeit der Statusinformation während des Betriebs.

Vorteil dieses Verfahrens ist, dass sich eine Veränderung der Parameter, die die Betriebsbedingungen für den Demodulator anzeigen, direkt auf die Ansteuerung des Demodulators auswirkt. Somit wird der Demodulator während des laufenden Betriebs angepasst.

Vorteilhafterweise umfassen die Statusinformationen die elektromagnetische Feldstärke, die Flankensteilheit dieser oder die Temperatur, um sowohl auf die Güte des analogen Signals einwirkende Parameter zu berücksichtigen, als auch Parameter, die die Demodulationsfunktion des Demodulators verändern, was eine Nachjustierung des Arbeitspunktes erforderlich macht. Das demodulierte Signal kann als weitere Information in die Ansteuerinformation einfließen.

Die Änderung der Ansteuerung erfolgt entweder kontinuierlich oder in vorgegebenen Abständen, um eine gleich bleibend hohe Güte der Demodulation zu gewährleisten. Alternativ oder zusätzlich kann sie in energiesparender Weise erfolgen, wenn nur bei starken Schwankungen der Umgebungsbedingungen beziehungsweise der davon abhängigen Ansteuerinformation eine Anpassung erfolgt.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.

Es zeigen:

1 ein schematisches Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels einer kontaktlosen Schnittstelleneinheit mit einem Demodulator,

2 ein schematisches Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels einer kontaktlosen Schnittstelleneinheit mit einem Demodulator,

3 ein Ausführungsbeispiel zur Aussteuerung eines Demodulatorfensters und

4 ein Ausführungsbeispiel zur Steuerung eines Biasstromes.

1 zeigt eine kontaktlose Schnittstelleneinheit 1 beispielsweise für eine Chipkarte. Die kontaktlose Schnittstelleneinheit 1 ist ausgebildet, Daten zu empfangen und zur Verarbeitung aufzubereiten, sodass sie in digitaler Form vorliegen und verarbeitet werden können.

Die kontaktlose Schnittstelle 1 umfasst eine Antenne 2, mit der über ein elektromagnetisches Feld übertragene Daten und Versorgungsenergie für die Chipkarte in ein analoges elektrisches Signal S6 gewandelt werden.

Das analoge Signal ist ein moduliertes Signal. Beispielsweise kann eine Amplitudenmodulation oder eine Phasenumtastung zur Modulation verwendet werden. Der Modulationsgrad hängt unter anderem von der Datenrate und dem Datentyp ab. Denkbare Modulationsverfahren sind 100%-Amplitudenmodulation oder 60%-Phasenumtastung. Als Kodierung kommen beispielsweise eine Modified-Miller-Kodierung oder eine Manchester-Kodierung in Betracht.

Es ist ein analoger Demodulator 3 vorgesehen, der das analoge Signal S6 demoduliert, sodass die übertragenen Informationen als demoduliertes Ausgangssignal S1 vorliegen. Das digitale, demodulierte Signal S1 steht ausgangsseitig des Demodulators 3 bereit und wird einem digitalen Schaltungsbereich 5 zugeführt. Im digitalen Schaltungsbereich 5 wird das demodulierte Signal 3 verarbeitet.

Die Schaltungsanordnung umfasst eine Steuereinheit 6, um den Demodulator 3 anzusteuern, indem ein Steuersignal S3 bereitgestellt wird, das an den Demodulator 3 gekoppelt ist.

Ferner umfasst die kontaktlose Schnittstelleneinheit 1 einen Sensor 4, der zumindest einen Umgebungsparameter detektiert und in Abhängigkeit davon ein Sensorstatussignal S2 ausgibt, das eingangsseitig an die Steuereinheit 6 gekoppelt wird.

In diesem einfachen Ausführungsbeispiel ist lediglich ein Sensor 4 vorgesehen, der beispielsweise als Temperatursensor ausgebildet ist. Auch andere Parameter, die auf die Wirkung des Demodulators und die Güte der Demodulation einwirken, können zweckmäßigerweise detektiert werden.

Die Steuereinheit 3 generiert in Abhängigkeit des Sensorstatussignals S2 das Steuersignal S3 derart, dass die Ansteuerung des Demodulators 3 beziehungsweise seines Arbeitspunktes der Temperatur angepasst wird. Somit wird eine Variation der Demodulationseigenschaften des Demodulators 3 ermöglicht. Damit wird einer mit der Veränderung der Umgebungstemperatur einhergehenden Veränderung der Demodulationsfunktion entgegengewirkt, um die Demodulation und damit die Datenübertragung für die sich ändernden Umgebungsbedingungen zu optimieren. Üblicherweise erfolgt die Verarbeitung innerhalb der Steuereinheit 6 digital, sodass vorteilhafterweise Eingangs- und Ausgangssignale als digitale Signale vorliegen.

2 zeigt eine Weiterbildung einer kontaktlosen Schnittstelle.

Gleiche Bezugszeichen kennzeichnen gleiche Schaltungsteile. Zur Vermeidung von Wiederholungen erfolgt keine mehrfache Beschreibung übereinstimmender Anordnungen.

In 2 ist ein weiterer Sensor 7 vorgesehen, der ausgebildet ist, die Feldstärke des elektromagnetischen Feldes, das von der Antenne 2 detektiert wird, zu detektieren und in Abhängigkeit derer ein Feldstärkeninformationssignal S4 auszugeben. Dieses Feldstärkeninformationssignal S4 ist an die Steuereinheit 6 gekoppelt.

Die Messung der Feldstärke kann beispielsweise parallel zur Demodulation erfolgen, was durch die Kopplung des weiteren Sensors 7 an den Demodulator 3 angedeutet ist.

Das Steuersignal S3 wird in Abhängigkeit des Feldstärkeninformationssignals S4 und des Sensorstatussignals S2 generiert. Über das Feldstärkeninformationssignal S4 wird der Arbeitspunkt des Demodulators 3 an die Umgebungsparameter, die auf den Betrieb des Demodulators 3einwirken, angepasst. Über das Sensorstatussignal S2 wird der Arbeitspunkt des Demodulators 3 an auf das analoge Signal S6 einwirkende Parameter angepasst. Letzteres ist zum Beispiel von Vorteil, wenn es während der Modulation im Sender zum Absinken der Feldstärke kommt.

Durch die Verwendung mehrerer Sensoren 4, 7, in diesem Fall ein Feldstärkensensor und darüber hinaus beispielsweise ein Temperatursensor, wird eine noch genauere Anpassung des Demodulators ermöglicht. Dieser Effekt kann durch die Verwendung weiterer Sensoren verstärkt werden, deren Sensorstatussignale ebenfalls in das Steuersignal S3 eingehen.

Um eine noch genauere Anpassung des Demodulators 3 zu erreichen, wird in 2 auch das demodulierte Signal der Steuereinheit zugeführt, und wirkt sich auf das Steuersignal S1 aus, beispielsweise wenn ein Block gleicher Bits gesendet wird.

In 2 ist ferner vorgesehen, innerhalb des digitalen Schaltungsbereichs 5 ein Signal S5 der Steuereinheit 6 zuzuführen.

Bei dem internen Signal S5 kann es sich beispielsweise um softwaremäßig bereitgestellte und in einem Register 8 abgelegte Information über die zu übertragenden Datenrate oder den zu übertragenden Datentyp handeln. Auch diese Information kann zur Abstimmung des Demodulators 3 für das Steuersignal S3 verwendet werden.

Die Steuereinheit 3 kann das Steuersignal S3 entweder kontinuierlich und in regelmäßigen Abständen dem Demodulator 3 erneut bereitstellen, um eine gleich bleibende Güte der Demodulation und damit der Übertragung zu gewährleisten. Die Abstände können dabei beispielsweise von der Datenrate und dem Datentyp abhängen.

Sollen lediglich große Schwankungen der Umgebungsparameter beziehungsweise der Feldstärke erfasst werden, ist es ausreichend in der Steuereinheit 6 lediglich zu prüfen, ob die Sensorstatussignale S4, S2 von einem vorgegebenen Wert abweichen. Lediglich bei großen Schwankungen wird der Demodulator durch ein verändertes Steuersignal S3 erneut angepasst, um eine Mindestgüte der Demodulation zu erreichen.

3 zeigt ein Schaltbild wesentlicher Elemente, um die Aussteuerung eines Demodulatorfensters zu veranschaulichen. Innerhalb des Demodulatorfensters auftretende Schwankungen des analogen Signals S6 werden vom Demodulator 3 detektiert. Wenn das Fenster zu klein gewählt wird, können Überschwinger als falsche Signale detektiert werden. Wird das Fenster zu groß gewählt, geht dieses zu Lasten der Genauigkeit. Allerdings ist bei geringem Modulationsgrad in stärkerem Maße anzupassen als bei hohem Modulationsgrad.

Der Demodulator 3 umfasst einen Feldstärkensensor 7, an den von der Antenne 2 das analoge Signal S6 gekoppelt wird. Der Feldstärkensensor 7 stellt ein von der Feldstärke abhängiges Sensorstatussignal S4 bereit, das an die von der digitalen Einheit 5 umfasste Steuereinheit 6 gekoppelt ist.

Zur Ansteuerung einer demodulierenden Einheit 30 für das analoge Signal S6 liegen an dieser eingangsseitig ein erstes Potenzial W1 und eine zweites Potenzial W2, das geringer als das erste Potenzial W1 ist, an. Die Potenziale W1, W2 bestimmen die obere und untere Grenze des Demodulatorfensters.

Parallel zu den Eingängen, um das erste und das zweite Potenzial W1, W2 anzulegen, ist ein Spannungsteiler mit einem ersten Widerstand 12 und einem zweiten Widerstand 13 geschaltet. Zwischen den Widerständen 12, 13 wird das Potenzial abgegriffen und ebenso wie das analoge Signal S6 einem Differenzverstärker 11 zugeführt. Dessen Ausgangssignal liefert das erste Potenzial W1.

Das zweite Potenzial W2 liegt auf demselben Potenzialknoten wie der Ausgang eines Stromspiegels, der einen Konstanzstrom CC spiegelt, mit den Transistoren 14, 15, 16, 17. Der Ausgangsstrom wird durch drei parallele Stromzweige, jeweils einen der Transistoren 15, 16, 17 umfassend, die jeweils durch einen Schalter 18, 19, 20 unterbrechbar sind, generiert und hängt von der Schalterstellung der Schalter 18, 19, 20 ab.

Steuersignale S3a, S3b, S3c zum Ansteuern der Schalter 18, 19, 20 werden durch die Steuereinheit 6 generiert. Somit werden in Abhängigkeit der Feldstärke der Ausgangstrom des Stromspiegels und damit das zweite Potenzial W2 zum Aussteuern des Demodulatorfensters gesteuert.

4 zeigt ein schematisches Schaltbild wesentlicher Elemente, um einen Biasstrom zu steuern.

In dieser Anordnung ist ein Temperatursensor 4 vorgesehen, der abhängig von der Temperatur T das Sensorstatussignal S2 generiert, das an die Steuereinheit 6, die von der digitalen Einheit 5 umfasst ist, gekoppelt wird.

Ein Stromspiegel im Demodulator 3 umfasst die parallelen Transistoren 24, 25, 26, deren Strompfade jeweils durch die Schalter 21, 22, 23 schaltbar sind. Der resultierende Strom speist eine Last 29, die beispielsweise einen Teil des Demodulators 3 umfassen kann. In Abhängigkeit der Schalterstellungen der Schalter 21, 22, 23 fließt ein Bespiegelte Bias-Strom CB durch die Transistoren 27, 28. Der Bias-Strom CB dient dazu, beispielsweise den Arbeitspunkt des Demodulators einzustellen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die in 3 und 4 dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele exemplarische Maßnahmen umfassen, um den Demodulator an Betriebsbedingungen anzupassen. Diese Maßnahmen sind kombinierbar. Es sind selbstverständlich auch andere Maßnahmen denkbar, um den Demodulatorbetrieb anzupassen, die andere Ansätze oder darüber hinausgehende Ansätze verfolgen.

Natürlich ist die Anwendung der Erfindung nicht auf Chipkarten beschränkt, sondern auch in anderen Feldern, nicht nur der Kommunikation anwendbar, in denen ein Demodulator eingesetzt wird.

1
Schnittstelleneinheit
2
Antenne
3
Demodulator
4, 7
Sensor
5
digitale Einheit
6
Steuereinheit
8
Register
14, 15, 16, 17,
24, 25, 26, 27, 28
Transistoren
11
Verstärker
12, 13
Widerstände
18, 19, 20, 21, 22, 23
Schalter
29
Last
S1
demoduliertes Signal
S2, S4
Sensorstatussignal
S3, S3a, S3b, S3c
Steuersignal
S5
internes Signal
S6
analoges Signal
CC
Konstantstrom
CB
Biasstrom
W1, W2
erstes, zweites Potenzial
T
Temperatur


Anspruch[de]
Schaltungsanordnung zur Anpassung eines Demodulators (3) an Betriebsbedingungen mit

– einem Demodulator (3), der aus einem eingangsseitig anliegenden analogen Eingangssignal (S6) ausgangsseitig ein demoduliertes Signal (S1) bereitstellt und der durch ein eingangsseitig anliegendes Steuersignal (S3) ansteuerbar ist,

– einem Sensor (3, 7), der ausgangsseitig ein Sensorstatussignal (S2, S4) bereitstellt und

– einer Steuereinheit (6), an der das Sensorstatussignal (S2, S4) eingangsseitig anliegt und die das Steuersignal (S3) für den Demodulator (3) während des laufenden Betriebs bereitstellt.
Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (4, 7) auf den Betrieb des Demodulators (3) und/oder auf das analoge Eingangssignal (S6) einwirkende Parameter detektiert. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (4) als Temperatursensor ausgebildet ist. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) ausgebildet ist, eine elektromagnetische Feldstärke zu detektieren. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) ausgebildet ist, eine Flankensteilheit einer elektromagnetischen Feldstärkenänderung zu detektieren. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (6) ausgebildet ist, dass das Steuersignal (S3) kontinuierlich oder in vorgegebenen Abständen angepasst und erneut bereitgestellt wird. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (6) ausgebildet ist, dass das Steuersignal (S3) bei einer Änderung des Steuersignals (S3) um zumindest einen vorgegebenen Wert oder bei einer Änderung des Sensorstatussignals (S2, S4) um zumindest einen vorgegebenen Wert angepasst und erneut bereitgestellt wird. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das demodulierte Datensignal (S1) an die Steuereinheit (6) gekoppelt ist. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal (S3) ein Demodulatorfenster des Demodulators (3) steuert. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal (S3) einen Biasstrom (CB) steuert. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Demodulator (3) einen vom vom Steuersignal (S3) steuerbaren Stromspiegel (14, 15, 16, 17; 24, 25, 26, 27, 28) umfasst. Kontaktlose Schnittstelleneinheit (1), die eine Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 umfasst. Kontaktlose Schnittstelleneinheit (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal (S3) ferner von einem Datentyp und/oder einer Datenrate der über die Schnittstelleneinheit (1) zu übertragenden Daten abhängt. Verfahren zur Anpassung eines Demodulators (3) an Betriebsbedingungen umfassend:

– Demodulation eines analogen Eingangssignals (S6) in ein demoduliertes Signal (S1), wobei die Demodulation in Abhängigkeit von Ansteuerinformation (S3) für den Demodulator (3) erfolgt,

– Detektion von zumindest einem auf den Betrieb des Demodulators (3) und/oder auf das analoge Eingangssignal (S6) einwirkenden Parameter und Bereitstellen davon abhängiger Statusinformation (S2, S4) und

– Bereitstellen der Ansteuerinformation (S3) für den Demodulator (3) in Abhängigkeit der Statusinformation (S2, S4) während des Betriebs.
Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Statusinformation (S2) temperaturabhängig ist. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Statusinformation (S4) abhängig von einer elektromagnetischen Feldstärke ist. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Statusinformation (S4) abhängig von einer Flankensteilheit einer elektromagnetischen Feldstärke ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Bereitstellen der Ansteuerinformation (S3) für den Demodulator (3) kontinuierlich oder in vorgegebenen Abständen erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Bereitstellen der Ansteuerinformation (S3) für den Demodulator (3) nur bei einer Änderung der Statusinformation (S2, S4) um zumindest einen vorgegebenen Wert oder einer Änderung der Ansteuerinformation (S3) um zumindest einen vorgegebenen Wert erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerinformation (S3) auch vom demodulierten Datensignal (S1) abhängt. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal (S3) ein Demodulatorfenster des Demodulators (3) steuert. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal (S3) einen Biasstrom (CB) steuert. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal (S3) einen Stromspiegel (14, 15, 16, 17; 24, 25, 26, 27, 28) steuert.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com