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Dokumentenidentifikation DE102006025246A1 06.12.2007
Titel Laser-Licht-Modul
Anmelder Oerlikon Contraves GmbH, 78333 Stockach, DE
Erfinder Knoch, Torsten, 78333 Stockach, DE;
Vogt, Edgar, 78357 Mühlingen, DE;
Wick, Reinhold, 78224 Singen, DE
Vertreter Dietrich, B., Dipl.-Ing. (FH) Faching.f.Schutzrechtsw., Pat.-Anw., 40476 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 29.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025246
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse F41G 1/35(2006.01)A, F, I, 20060529, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F41A 33/02(2006.01)A, L, I, 20060529, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird vorgeschlagen, eine Laserquelle (2) vorzugsweise oberhalb einer Lichtquelle (1) und von hinten durch den Lampenkopfreflektor (4) mittels einer Bohrung (3) zu führen. Selbstverständlich können auch mehr als eine Laserquelle (2) in den Reflektor (4) integriert werden. Auch kann beispielsweise eine IR-Quelle zusätzlich oder alternativ im Reflektor (4) eingebracht werden.

Beschreibung[de]

Laser- bzw. Lichtquellen dienen in der heutigen Zeit als Visiervorrichtungen an Waffen, insbesondere an Handfeuerwaffen und Jagdgewehren.

Bekannte Laser-Licht-Module, wie das der Anmelderin eigene LLM 01 oder LLM-R so genannte aktive Zielhilfen für alle Arten von Handfeuerwaffen, besitzen einen Zielmarkierer und einen Zielbeleuchter im Infrarotbereich sowie einen Zielmarkierer und/oder einen Rotlich-Zielmarkierer und eine starke Lampe im sichtbaren Bereich.

Auch bei anderen bekannten Licht-Laser-Modulen sind dabei die Lasereinheit und die Lichteinheit in unmittelbarer Nähe zum Lauf der Waffe jedoch getrennt voneinander an der Waffe angebracht. Dafür sind unterschiedliche Austrittsöffnungen für die unterschiedlichen Lichtquellen vorhanden. Die gewünschten Kombinationen definieren dabei die Baugröße dieser Module. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Anordnung der Laser so zu wählen ist, dass sie nahe der Schussachse liegen, um einen parallelen Versatz oder den Justageweg so gering wir möglich zu halten. In der Regel ist/sind daher die Markierer oberhalb der Lichteinheit angebracht, wenn diese Einheiten unterhalb des Laufes angeordnet werden oder unterhalb der Lichteinheit, wenn diese oberhalb des Laufes ihre funktionsgemäße Anbringung erhalten. Die Justage der Laserquellen erfolgt dann separat in der Horizontalen und Vertikalen über zwei Ebenen.

Aus der US 6,185,854 B1, der US 6,574,901 B1 oder auch US 20040187374 A1 sind Zusatzgeräte für eine Waffe bekannt. Das jeweilige Zusatzgerät ist über einer Befestigung unterhalb der Waffe an dieser befestigbar und umfasst zumindest eine Beleuchtungseinheit.

Eine der Kundenforderung ist, immer kleinere und leichtere Geräte zu erhalten, die an eine Waffe angebracht werden und diese nicht unnötig schwerer machen. Dabei sollen jedoch die bekannten und bewährten Performance zumindest beibehalten werden.

Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Reduzierung der Gerätegröße zu erreichen, um diesem Kundenwunsch gerecht zu werden.

Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Der Erfindung liegt die Einsicht zugrunde, dass ein Engerlegen der beiden Lichtquellen, Laser und Lampe, eine Baugrößenreduzierung schafft. Hier greift die Idee ein, den Laser in die Lampe selbst mit einzubinden. Dazu wird die Laserquelle vorzugsweise oberhalb der Lichtquelle und von hinten durch den Lampenkopfreflektor geführt. Dieser weist einen Durchbruch (Loch) für die Laserquelle auf. Die Praxis hat gezeigt, dass obwohl die Lampe selbst eine Wärme von ca. 300° erzeugt, die Funktionsfähigkeit der Laserquelle nicht beeinflusst wird. Auch wurde nachgewiesen, dass kein Weislicht durch diese Bohrung verloren geht.

Selbstverständlich können auch mehr als eine Laserquelle integriert werden. So kann auch beispielsweise eine IR-Quelle zusätzlich oder alternativ im Reflektor eingebracht werden. Befindet sich bereits die Laserquelle oberhalb der Lichtquelle, kann man die IR-Quelle unterhalb der Lichtquelle in diese integrieren. Aber auch die Anordnung mehrerer Laserquellen im Reflektor um die Lichtquelle ist denkbar.

Diese Anordnung des Lasers im Reflektor hat des Weiteren den Vorteil, dass eine einfachere Justage ermöglicht wird. Auch können hier über einen Wahlschalter nur der Laser, das Licht oder Licht und Laser zugeschaltet werden.

Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden.

Es zeigt:

1 in einer Draufsichtdarstellung ein Laser-Licht-Modul mit in der Lampe integrierter Laserquelle,

1a eine Schnittdarstellung im Schnitt A-A aus 1,

2a, b ein mit dem Laser-Licht-Modul ausgerüstetes, an eine Waffe adaptierbares Gerät.

In 1 (1a) ist eine Lichtquelle 1 mit wenigstens einer integrierten Laserquelle 2 dargestellt. Die Laserquelle 2 ist dabei in einer Bohrung 3 des Reflektors 4 der Lichtquelle 1 eingebunden. Über nicht näher dargestellte, jedoch herkömmlich bekannte Anschlüsse sind sowohl die Lichtquelle 1 als auch die Laserquelle 2 mit einer Stromversorgung und/oder Steuereinheit (nicht näher dargestellt) verbunden.

2a und 2b zeigen ein mit diesem Modul 10 (Lichtquelle 1 mit integrierter Laserquelle 2) ausgerüstetes, an eine nicht näher dargestellte Waffe anbringbares Geräte 11. Weislicht 12 als auch ein Laserstrahl 13 treten aus dem Austritt 14 der Lichtquelle 1 und damit aus dem Modul 10 aus. Der Laserstrahl 13 verläuft dabei innerhalb des Weislichts 12. Eine gegenseitige Beeinflussung ist dabei jedoch ausgeschlossen, eine Reduktion der Lichtstärke des Weislichtes 12 nicht vorhanden.


Anspruch[de]
Laser-Licht-Modul (10), mit wenigstens einer Laserquelle (2) und/oder wenigstens einer IR-Quelle und einer Lichtquelle (1) mit einem Reflektor (4), dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Laserquelle (2) und/oder IR-Quelle im Reflektor (4) der Lichtquelle (1) derart integriert ist, dass Weislicht (12) und Laserlicht (13) und/oder Infrarotlicht gemeinsam oder einzeln aus dem Austritt (14) der Lichtquelle (1) austreten können. Laser-Licht-Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor (4) wenigstens eine Bohrung (3) aufweist, in welche die Laserquelle (2) oder IR-Quelle eingebunden ist. Gerät (11) mit einem Laser-Licht-Modul (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2. Waffe mit einem Gerät (11) nach Anspruch 4.






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