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Dokumentenidentifikation DE60035483T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001145632
Titel ZUSAMMENSETZUNGEN ZUR BEKÄMPFUNG VON KLEINTIEREN SOWIE DARAUS HERGESTELLTE FORMTEILE ZUR BEKÄMPFUNG VON KLEINTIEREN
Anmelder Nix, Inc., Yokohama, Kanagawa, JP;
Otsuka Kagaku K.K., Osaka, JP
Erfinder TABUCHI, Akira, Tokushima-shi, Tokushima 771-0130, JP;
TANI, Kiyozumi, Tokuahima-shi, Tokushima 771-0130, JP;
INUBUSHI, Akiyoshi, Tokushima-shi, Tokushima 771-0130, JP;
KAMADA, Atushi, Tokushima-shi, Tokushima 771-0130, JP;
KAMEI, Masaharu, Tokushima-shi, Tokushima 771-0130, JP;
IGARASHI, Osamu, Yokohama-shi, Kanagawa 220-6108, JP
Vertreter Wablat und Kollegen, 14129 Berlin
DE-Aktenzeichen 60035483
Vertragsstaaten DE, FR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.01.2000
EP-Aktenzeichen 009004003
WO-Anmeldetag 14.01.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/JP00/00160
WO-Veröffentlichungsnummer 2000041564
WO-Veröffentlichungsdatum 20.07.2000
EP-Offenlegungsdatum 17.10.2001
EP date of grant 11.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse A01N 25/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft Harzzusammensetzungen zur Schädlingsbekämpfung und daraus geformte Produkte zur Schädlingsbekämpfung.

Allgemeiner Stand der Technik

Es besteht ein Problem, da das Eindringen von Insekten oder dergleichen in elektrische Ausrüstung oder Transportausrüstung Fehlfunktionen oder Funktionsstörungen daran verursacht. Beispielsweise verursacht ein TV-Empfänger im Innenraum Hitze, die Schädlinge, wie Insekten oder Spinnen anlocken kann, die in den Innenraum des TV-Empfängers durch kleine Löcher auf einer Rückseite des Geräts eindringen und eine Fehlfunktion durch Kurzschluss einer Schaltung oder dergleichen verursachen. Ein derartiges Eindringen von Insekten oder dergleichen, das manchmal Funktionsstörungen verursacht, tritt in Computern, Telefonzentralen, industriellen Automaten oder dergleichen auf.

Um das genannte Problem anzugehen, ist es vorstellbar eine Substanz zur Schädlingsbekämpfung auf einem Harz-Trägermaterial herzustellen, welches für ein strukturelles Bauteil, ein Außenbauteil, eine Rohrleitung zum Transport einer Flüssigkeit, ein Getriebeteil oder ähnliche Teile der Geräte verwendet wird.

Als ein Harzmaterial mit einer schädlingsbekämpfenden Eigenschaft ist ein weiches Harz vorgeschlagen worden, wie ein geradkettiges Polyethylenharz mit einem geringen Molekulargewicht, Polypropylenharz oder Polyvinylchloridharz, das als Matrixharz mit einem Insektizid oder dergleichen vermischt wird. Diese Harze sind von der Art, dass sie geeignet sind, ein großes Volumen eines chemischen Mittels, wie ein Insektizid, aufzunehmen, besitzen allerdings Nachteile, und zwar eine schlechte Festigkeit, eine schlechte Hitzebeständigkeit und eine schlechte chemische Beständigkeit. Daher ist ein Produkt, das unter Verwendung einer solchen Harzzusammensetzung als Bildungsmaterial hergestellt wird, in seiner Anwendung außerordentlich begrenzt und kann daher nur bei solchen Gegenständen angewendet werden, für die eine geringe Festigkeit benötigt wird, wie ein Katzenhalsband, (siehe Japanische Patentanmeldungen, Veröffentlichungsnummern Hei-6-315332, 5-284871 und 6-141724). EP_A_0 569 791 beschreibt eine Vorrichtung zur Kontrolle von Ektoparasiten auf Basis eines in ein thermoplastisches Harz eingeschlossenen Pestizids. Eine Zeolithpaste wird in das Harz in einem der Beispiele eingeschlossen, allerdings ist dies kein faserförmiger, anorganischer Füllstoff.

Ein so genannter technischer Kunststoff besitzt eine hervorragende Hitzebeständigkeit und chemische Beständigkeit. Allerdings zeigt er üblicherweise eine schlechte Fähigkeit, das oben genannte chemische Mittel aufzunehmen. Demzufolge zeigt ein solcher Kunststoff, der mit dem chemischen Mittel vermischt wurde, keine fortwährende Freisetzung, erzeugt keine schädlingsbekämpfende Wirkung verliert die schädlingsbekämpfende Wirkung innerhalb einer kurzen Zeitspanne, sogar wenn die anfängliche Wirkung erzeugt werden kann, oder besitzt beliebige andere Nachteile.

Zusammenfassung der Erfindung

In Anbetracht der Probleme im Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Harzzusammensetzung bereitzustellen, die solch eine Hitzebeständigkeit und chemische Beständigkeit besitzt und ebenso zu ermöglichen, dass die Harzzusammensetzung als ein strukturelles Bauteil oder dergleichen verwendet wird, sowie dass sie in der Lage ist, die schädlingsbekämpfende Wirkung für eine anhaltende Zeitspanne auszuüben.

Insbesondere wird erfindungsgemäß eine Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung bereitgestellt, die (A) mindestens ein Harz, ausgewählt aus Polyamidharzen und Polyacetalharzen (im Folgenden in einigen Fällen einfach als „Bestandteil A" bezeichnet), (B) mindestens eine Verbindung, ausgewählt aus Sulfonamid-Derivaten, Sulfonsäureester-Derivaten, Phosphorsäureester-Derivaten, Phosphazen-Derivaten, Carbonsäureamid-Derivaten, Carbonsäureester-Derivaten (im Folgenden in einigen Fällen einfach als „Bestandteil B" bezeichnet) und (C) ein chemisches Mittel mit einer schädlingsbekämpfenden Eigenschaft (im Folgenden in einigen Fällen einfach als „Bestandteil C" bezeichnet) enthält.

Mit der Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung, welche die genannten Inhaltsstoffe enthält, ist es möglich, ein Produkt zur Schädlingsbekämpfung zu erhalten, das solch eine Festigkeit, Hitzebeständigkeit und chemische Beständigkeit besitzt und ebenso das Produkt als strukturelles Bauteil nutzbar zu machen sowie die Fähigkeit zu besitzen, die schädlingsbekämpfende Wirkung für eine verlängerte Zeitspanne auszuüben.

Erfindungsgemäß kann die Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung mit (D), einem faserförmigen, anorganischen Füllstoff, (im Folgenden einfach als „Bestandteil D" bezeichnet) vermischt werden. Die mit dem faserförmigen, anorganischen Füllstoff vermischte Zusammensetzung kann vorzugsweise eine verbesserte, andauernde Freisetzung erreichen. Ebenso wird die Beimischung des faserförmigen, anorganischen Füllstoffs bevorzugt, da sie zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaft beiträgt.

Erfindungsgemäß wird ebenfalls ein Produkt zur Schädlingsbekämpfung bereit gestellt, das aus einer beliebigen der oben genannten Harzzusammensetzungen zur Schädlingsbekämpfung hergestellt wurde. Das Produkt zur Schädlingsbekämpfung kann durch direktes Ausformen der Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung in eine gewünschte Form oder durch Extrudieren derselben und bedarfsweise Ausformen in Pellets oder dergleichen zur Lagerung und Verteilung hergestellt werden. Das Ausformen der Pellets ermöglicht die Formgebung des Produkts mittels eines bekannten Verfahrens.

Beste Art die Erfindung auszuführen

Als spezifisches Beispiel der Polyamidharze in (A) können mindestens ein Harz, ausgewählt aus Polyamidharzen und Polyacetalharzen genannt werden; als Polyamidharze, können z.B. Polyamid-6-, Polyamid-66-, Polyamid-11- oder Polyamid-12-Harz und aromatische Polyamidharze, wie Polyamid-MXD- oder Polyamid-6T-Harz genannt werden.

Als spezifische Beispiele der Polyacetalharze kann ein Homopolymer, das nur eine Oxymethyleneinheit enthält, sowie ein Copolymer, das eine Oxymethyleneinheit als Hauptbestandteil und eine andere Copolymereinheit, wie eine Oxyethyleneinheit, als Zusatzbestandteil enthält, ein quervernetztes, aus der Quervernetzung zwischen ihnen gebildetes Polymer oder ein mittels Pfropfpolymerisation zwischen ihnen gebildetes Pfropfpolymer genannt werden.

Es ist möglich, als Bestandteil A ausschließlich ein aus den Polyamidharzen oder ein aus den Polyacetalharzen ausgewählte Harz oder die Mischung, die zwei oder mehrere aus diesen Harzen ausgewählte Harze umfasst, zu verwenden.

Die erfindungsgemäß als Bestandteil A verwendeten Polyamidharze oder Polyacetalharze können in Form einer Mischung mit verschiedenen Harzen verwendet werden, soweit dies nicht die erfindungsgemäß erzeugten Effekte verschlechtert. Als spezifische Beispiele von Harzen, die als die verschiedenen Harze in dieser Mischung verwendet werden können, können Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Acrylnitrilbutadienstyrolharz, Polyethylenterephthalat, Polybutylenterephthalat, Polycarbonat, Polyarylat, Polyphenylenether, thermoplastisches Polyurethan, flüssiger, kristalliner Polyester und dergleichen genannt werden. Diese können als Beimischung in den Bestandteil (A) in einer Menge von weniger als 70 Gewichtsteilen verwendet werden.

Es ist vorstellbar, dass mindestens eine Verbindung, ausgewählt aus (B), Sulfonamid-Derivaten, Sulfonsäureester-Derivaten, Carbonsäureamid-Derivaten und Carbonsäureester-Derivaten den Bestandteil (C) lösen und aufnehmen kann, so dass eine Wirkung erreicht wird, welche die Zusammensetzung in die Lage versetzt, eine andauernde Freisetzung aufzuweisen.

Als spezifische Beispiele für die Carbonsäureester-Derivate unter denen, die als Bestandteil (B) verwendeten werden, kann ein Alkylester, aromatischer Ester oder dergleichen von verschiedenen Carbonsäuren genannt werden, bei denen eine Hydroxylgruppe, Nitrogruppe, Aminogruppe, Epoxygruppe, ein Halogen oder dergleichen substituiert sein kann. Insbesondere die Derivate mit der Hydroxylgruppe, der Epoxygruppe oder dergleichen werden auf Grund ihrer günstigen Kompatibilität mit Polyamid bevorzugt.

Als spezifische Beispiele für die Carbonsäureester-Derivate können genannt werden Phthalsäureester-Derivate, wie Dimethylphthalat, Diethylphthalat, Di-n-octylphthalat, Diphenylphthalat, Benzylphthalat, Dimethoxyethylphthalat, 4,5-Epoxyhexahydrophthalsäure-di(2-ethylhexyl), 4,5-Epoxycyclohexahydrophthalsäure-(7,8-epoxy-2-octenyl), 4,5-Epoxycyclohexahydrophthalsäure-di(9,10-epoxyoctadecyl), 4,5-Epoxycyclohexahydrophthalsäure-di(10,11-epoxyundecyl), Phthalsäure-di(tetrahydrofurfuryloxyethyl), verschiedene gemischte Phthalsäureester und ein Ethylenoxid-Addukt von einem gemischten Phthalsäureester, Isophthalsäureester-Derivate, Tetrahydrophthalsäureester-Derivate, Benzoesäureester-Derivate, wie Parahydroxybenzoesäurebutoxyethyl, Parahydroxybenzoesäurecyclohexyloxyethoxyethoxyethyl, Parahydroxybenzoesäure-2-ethylhexyl, Hydroxybenzoesäureester von &ohgr;-Alkyl(oligo)ethylenoxid und einem Parahydroxybenzoesäure-Addukt von einem Undecylglycidylether, Propionsäureester-Derivate, wie Thiodipropionsäure-di(tetrahydrofurfuryloxyethyl), Adipinsäureester-Derivate, Azelainsäureester-Derivate, Sebazinsäureester-Derivate, Dodecan-2-säureester-Derivate, Maleinsäureester-Derivate, Fumarsäureester-Derivate, Trioctyltrimellitatester-Derivate, Citronensäureester-Derivate, wie Tri(butoxyethoxyethyl)citrat, Di-n-octyl-mono(nonylphenoxyethylcitrat, Tri-n-octylcitrat, Dioctyl(tetrahydrofurfuryloxyethyl)citrat, Trimyristylcitrat und Triethylcitrat, Itaconsäureester-Derivate, Ölsäureester-Derivate, wie Tetrahydrofurfuryloleat, Ricinolsäureester-Derivate, Milchsäureester-Derivate, wie (N-Butyl)laktat, (2-Ethylhexyl)laktat, (N-Butoxyethoxyethyl)laktat, (Ethoxy-n-octoxyethyl)laktat und (N-Decyloxyethoxyethyl)laktat, Weinsteinsäureester-Derivate, wie Di(ethoxyoctoxyethyl)tartrat und (N-Octyl)(nonylphenoxyethyl)tartrat, Äpfelsäureester-Derivate, wie Dibutoxyethylmalat, Di(n-butoxyethoxyethyl)malat, Distearylmalat und Octadecinylisononylmalat, Salizylsäureester-Derivate, wie ein Salizylsäure-Addukt von einem Benzylglycidylether.

Als spezifische Beispiele für die Phosphorsäureester-Derivate können Trimethylphosphat, Triethylphosphat, Tributylphosphat, Tris(2-ethylhexyl)phosphat, 2-Ethylhexyldiphenylphosphat, Tributoxyethylphosphat, Triphenylphosphat, Cresyldiphenylphosphat, Isodecyldiphenylphosphat, Tricresylphosphat, Trixylenylphosphat, Tri(chlorethyl)phosphat, Dimethylphenyldiphenylphosphat und Tetrakis(2,4-di-tertiär-butylphenyl)4,4'-biphenylendiphosphonat genannt werden.

Als spezifische Beispiele der Phosphazen-Derivate können zyklische Phosphazenverbindungen der allgemeinen Formel (1) genannt werden.

in der

m für eine ganze Zahl von 3 bis 25 steht,

R1, R2 gleich oder verschieden sind und eine C1-8-Alkylgruppe und eine Phenylgruppe darstellen, die mit einer C1-8-Alkylgruppe und/oder Arylgruppe substituiert sein kann

sowie geradkettige Phosphazenverbindungen der allgemeinen Formel (2)
in der

n für eine ganze Zahl von 3 bis 1000 steht,

R3, R4 gleich oder verschieden sind und eine C1-8-Alkylgruppe und eine Phenylgruppe darstellen, die mit einer C1-8-Alkylgruppe und/oder Arylgruppe substituiert sein kann,

X eine N=P(OR3)3-Gruppe, eine N=P(OR4)3-Gruppe, eine N=P(O)(OR3)-Gruppe oder eine N=P(O)(OR4)-Gruppe darstellt,

Y eine P(OR3)4-Gruppe, eine P(OR4)4-Gruppe, eine P(O)(OR3)2-Gruppe oder eine P(O)(OR4)2-Gruppe darstellt

sowie mindestens eine Phosphazenverbindung ausgewählt aus den vorher genannten Phosphazenverbindungen

in denen

zwei Sauerstoffatome, die aus der Freisetzung von Alkylgruppen oder dergleichen aus den Substituenten R1, R2, R3, R4 entstehen, miteinander über mindestens eine vernetzende Gruppe verbunden sind, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer o-, m-, p-Phenylengruppe, Biphenylengruppe und Gruppen der allgemeinen Formel (3)
in der

r für 0 oder 1 steht,

A eine -SO2-, -S-, -O- oder -C(CH3)2-Gruppe darstellt.

Als spezifische Beispiele für die zyklische Phosphazenverbindungen der allgemeinen Formel (1) können Hexa-phenoxycyclotriphosphazen, Octaphenoxycyclotetraphosphazen, Decaphenoxycyclopentaphosphazen, Hexapropoxycyclotriphosphazen, Octapropoxycyclotetraphosphazen und Decapropoxycyclopentaphosphazen genannt werden.

Als spezifische Beispiele für die geradkettigen Phosphazenverbindungen der allgemeinen Formel (2) können kettenförmige Phosphazenverbindungen genannt werden, die jede ein kettenförmiges, mit einer Propoxygruppe und/oder Phenoxygruppe substituiertes Dichlorphosphazen aufweisen.

Als spezifische Beispiele für die Vernetzerstruktur der allgemeinen Formel (3) können ein 4,4'-Sulfonyldiphenylen(bisphenol-S-rest), eine 4,4'-Oxydiphenylengruppe, eine 4,4'-Thiodiphenylengruppe und eine 4,4'-Diphenylengruppe genannt werden.

Diese Phosphazen-Derivate können jedes einen Anteil oder Anteile besitzen, die mit einer Aminogruppe und/oder einer Phenylaminogruppe substituiert sind.

Diese Phosphazen-Derivate können jedes alleine verwendet werden oder die Mischung von zwei oder mehreren Derivaten kann eingesetzt werden. Ebenfalls kann die Mischung von einem zyklischen Phosphazen und einem geradkettigen Phosphazen verwendet werden.

Als ein spezifisches Beispiel für die Carbonsäureamid-Derivate kann N-Cyclohexylbenzoesäureamid oder dergleichen genannt werden.

Als spezifische Beispiele für die Sulfonamid-Derivate kann N-Methylbenzolsulfonamid, N-Ethylbenzolsulfonamid, N-Butylbenzolsulfonamid, N-Cyclohexylbenzolsulfonamid, N-Ethyl-P-toluolsulfonamid, N-Butyl-toluolsulfonamid und N-Cyclohexyltoluolsulfonamid genannt werden.

Als ein spezifisches Beispiel für die Sulfonsäureester-Derivate kann Benzolsulfonsäureethyl oder dergleichen genannt werden.

Als Bestandteil (B) kann ein Derivat ausgewählt aus Sulfonamid-Derivaten, Sulfonsäureester-Derivaten, Carbonsäureamid-Derivaten und Carbonsäureester-Derivaten alleine verwendet werden oder eine Mischung aus zwei oder mehreren davon ausgewählten Derivaten kann eingesetzt werden.

Das chemische Mittel (C) mit einer schädlingsbekämpfenden Eigenschaft ist ein chemisches Mittel, das eine schädlingsbekämpfende Wirkung gegen verschiedene landwirtschaftlich schädliche Insekten, gesundheitsschädliche Insekten oder Schädlinge, wie beliebige andere Insekten, Spinnen, Milben oder Ratten ausübt. Als das chemische Mittel (C) können Verbindungen genannt werden, die eine abstoßende Wirkung auf Schädlinge aufweisen, Verbindungen, die eine insektentötende, milbentötende, spinnentötende, nagertötende oder beliebige andere schädlingsbekämpfende Wirkung zeigen, Zusammensetzungen, die eine nicht-ernährende Wirkung, eine das Wachstum des Schädlings kontrollierende Wirkung und dergleichen aufweisen.

Als spezifische Beispiele für das chemische Mittel mit einer solchen schädlingsbekämpfenden Eigenschaft können genannt werden Chlornicotinyl-Insektizide, wie Imidacloprid-Insektizid, Verbindungen mit Siliziumatomen, wie Silafluofen, Carbamat-Verbindungen, wie Benfuracarb, Alanicarb, Metoxadiazon[5-methoxy-3-(2-methoxyphenyl)-1,3,4-oxadiazol-2(3H)-on], Carbosulfan, Phenobcarb, Carbaryl, Methomyl, Propoxur und Phenoxycarb, Pyrethroid-Verbindungen, wie Pyrethrin, Allethrin, d1,d-T80-Allethrin, d-T80-Resmethrin, Bioallethrin, d-T80-Phthalthrin, Phthalthrin, Resmethrin, Furamethrin, Proparthrin, Permethrin, Acrinathrin, Etofenprox, Tralomethrin, Phenothrin, d-Phenothrin, Fenvalerat, Empenthrin und Prarethrin, Tefluthrin, Organophosphor-Verbindungen, wie Dichlorvos, Fenitrothion, Diazinon, Malathion, Propaphos, Fenthion, Trichlorforn, Naled, Temephos, Fenclophos, Chlorpyriphosmethyl, Ciafos, Calcrofos, Azamethiphos, Pyridafenthion, Propetamphos und Chlorpyriphos sowie ihre Isomere und Derivate.

Als spezifische Beispiele für die Verbindungen, die eine das Wachstum eines Schädlings kontrollierende Wirkung aufweisen, können Methopren, Pyriproxyfen, Kinopren, Hydropren, Diofenolan, NC-170, Flufenoxuron, Diflubenzuron, Lufenuron und Chlorfluazuron genannt werden.

Als spezifische Beispiele für milbentötende Mittel kann Kelthan, Chlorfenapyr, Tebufenpyrad, Pyridaben, Milbemectin und Fenpyroximat genannt werden. Als spezifische Beispiele für nagertötende Mittel kann Scillirosid, Norbormid, Zinkphosphid, Thalliumsulfat, gelber Phosphor, Antu, Warfarin, Kumarin, Coumatetralyl, Bromadiolon und Difethialon genannt werden.

Als der faserförmige, anorganische Füllstoff (D) werden solche Stoffe mit einem durchschnittlichen Faserdurchmesser von 0,05 bis 10 &mgr;m, einer durchschnittlichen Faserlänge von 3 bis 150 &mgr;m bevorzugt eingesetzt und als spezifische Beispiele dafür können Kalium-4-titanat-Faser, Kalium-6-titanat-Faser, Kalium-8-titanat-Faser, Titandioxid-Faser, monokline Titandioxid-Faser, Siliziumdioxid-Faser, Wollastonit und Zonotlite genannt werden. Diese können jedes alleine oder miteinander vermischt verwendet werden. Unter diesen faserförmigen, anorganischen Füllstoffen wird die Kalium-8-titanat-Faser am meisten bevorzugt.

Der faserförmige, anorganische Füllstoff wird vorzugsweise in eine Verbindung gemischt, da dies zu einer verbesserten anhaltenden Freisetzung führt. Ebenfalls ist die Beimischung des faserförmigen, anorganischen Füllstoffs bevorzugt, da sie zu einer Verbesserung der mechanischen Eigenschaft führt.

Obwohl der faserförmige, anorganische Füllstoff so wie er ist verwendet werden kann, kann er auch einer Oberflächenbehandlung mit einem Oberflächenbehandlungsmittel, wie einem Silankopplungsmittel, wie einem Aminosilan, einem Epoxysilan und einem Acrylsilan oder einem Titanatkopplungsmittel unterzogen werden.

Ein anorganische Füllstoff, wie Zeolith, kann zusammen in einer erfindungsgemäßen Harzusammensetzung in solch einem Ausmaß verwendet werden, dass er nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung verschlechtert.

Obwohl der Mischungsanteil jedes Bestandteils in der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung in Anlehnung an einen tatsächlich ausgewählten Bestandteil entsprechend gewählt werden kann, ist ein übliches Verhältnis, dass der Bestandteil (B) im Bereich von 0,05 und 100 Gewichtsteilen und vorzugsweise von 2 und 50 Gewichtsteilen und der Bestandteil (C) im Bereich von 0,01 und 30 Gewichtsteilen und vorzugsweise von 0,1 und 20 Gewichtsteilen in Bezug auf 100 Gewichtsteile des Bestandteils (A) eingestellt wird.

Wo der Bestandteil (D) beigemischt wird, beträgt sein Mischungsanteil vorzugsweise 2 bis 60 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile des Bestandteils (A). Wenn der Mischungsanteil des Bestandteils (D) mehr als 60 Gewichtsteile beträgt, verursacht dies eine Schwierigkeit bei der Formgebung. Im Gegenteil kann, wenn der Mischungsanteil kleiner als 2 Gewichtsteile ist, kein ausreichender Beimischungseffekt des faserförmigen, anorganischen Füllstoffs erzeugt werden.

Die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung kann beispielsweise durch Zusammenmischen der entsprechenden Bestandteile und dann durch Schmelzen und Kneten derselben hergestellt werden. Die entsprechenden Bestandteile können mittels eines Dry-Blending-Verfahrens unter Verwendung eines Tumblers, Mischers, Mixers etc. zusammengemischt werden. Alternativ kann das Mischen dieser Bestandteile durch Einfüllen der Bestandteile durch denselben Fülltrichter oder verschiedene Fülltrichter einer Knetmaschine erfolgen.

Die erhaltene Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung kann direkt in eine gewünschte Form zur Verwendung als Produkt zur Schädlingsbekämpfung ausgeformt werden oder kann bedarfsweise extrudiert und in Pellets oder dergleichen zur Lagerung und Verteilung geformt werden. Der Grund für das Ausformen der Zusammensetzung in Pellets oder dergleichen ist der, dass diese mittels eines bekannten Verfahrens in die Form gebracht werden können.

Für das Ausformen der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung können verschiedene bekannte Ausformungstechniken angewendet werden. Beispielsweise können Spritzguss, Strangpressen, Pressformen, Blasformen oder ein maschinelles Verfahren verwendet werden.

Das erfindungsgemäße Produkt zur Schädlingsbekämpfung ist nicht notwendigerweise auf eine bestimmt Form begrenzt. Vielmehr kann es als flache Platte, Stab, Zylinder, Kamm, Kugel oder in jeder beliebigen Form ausgeformt sein.

Die Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung kann mit herkömmlichen Harzzusammensetzungen, Metallen oder dergleichen kombiniert werden und in ein strukturelles Bauteil mit zwei oder mehr als zwei Farben ausgeformt werden, wobei ein gewünschtes Teil des strukturellen Bauteils die schädlingsbekämpfende Wirkung ausübt.

Ausführungsbeispiele

Die vorliegende Erfindung wird im Detail durch die folgende Darstellung von Ausführungsbeispielen und Vergleichsbeispielen näher erläutert.

Ausführungsbeispiele 1 bis 3 und Vergleichsbeispiele 1 bis 4

Unter Verwendung eines biaxialen Extruders von 45 mm ∅ mit einer auf 190°C eingestellten Harztemperatur wurde der Bestandteil (A) (für den Polyamid 12 als Polyamidharz verwendet wurde, das als „PA" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird) in den Extruder gegeben und geschmolzen. Das verwendete Polyamid 12 wird unter dem Namen „DAIAMID L-1940" verkauft und von DAICELHÜLS LTD. hergestellt. Die Mischung aus dem Bestandteil (B) (für den N-Butylbenzolsulfonamid als Sulfonamid-Derivat verwendet wurde, das als „A" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird) und dem Bestandteil (C) (für den Permethrin als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet wurde, das als „A" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird), wird in dem in der Tabelle 1 oder 2 angegebenen Größenverhältnis durch einen Seitenfülltrichter mittels Druck durch eine Kolbenpumpe in den biaxialen Extruder gegeben und zu Pellets geformt. So wurden die Harzzusammensetzungen der Ausführungsbeispiele 1 bis 3 und der Vergleichsbeispiele 1 bis 4 erhalten.

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm aufweisen, wurden mittels einer Spritzgussmaschine unter Verwendung der erhaltenen Pellets hergestellt.

Allerdings blutete das chemische Mittel in der Harzzusammensetzung des Vergleichsbeispiels 4 auf den Oberflächen der Pellets aus, so dass ein Spritzgussgegenstand nicht hergestellt werden konnte.

Tabelle 1

Tabelle 2

Ausführungsbeispiele 4 bis 6 und Vergleichsbeispiel 5 Unter Verwendung eines biaxialen Extruders von 45 mm ∅ mit einer auf 185°C eingestellten Harztemperatur wurde der Bestandteil (A) (für den Polyacetalharz verwendet wurde, das als „POM" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird) in den Extruder gegeben und geschmolzen. Das verwendete Polyacetalharz wird unter dem Namen „DURACON M90-44" verkauft und von POLYPLASTICS CO., LTD. hergestellt. Die Mischung aus dem Bestandteil (B) (für den N-Butylbenzolsulfonamid als Sulfonamid-Derivat verwendet wurde) und dem Bestandteil (C) (für den Permethrin als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet wurde) wurde in dem in den Tabellen 1 oder 2 angegebenen Verhältnis durch einen Seitenfülltrichter mittels Druck durch eine Kolbenpumpe in den biaxialen Extruder gegeben und zu Pellets geformt. So wurden die Harzzusammensetzungen der Ausführungsbeispiele 4 bis 6 und des Vergleichsbeispiels 5 erhalten.

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm aufweisen, wurden mittels einer Spritzgussmaschine unter Verwendung der erhaltenen Pellets hergestellt.

Ausführungsbeispiele 7 bis 9

Die Harzzusammensetzungen der Ausführungsbeispiele 7 bis 9 wurden in derselben Art und Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel erhalten, mit der Ausnahme, dass für den Bestandteil (C) alternativ Methoxydiazon verwendet wurde (ein Schädlingsbekämpfungsmittel, das als „B" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird).

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm aufweisen, wurden ebenfalls mittels einer Spritzgussmaschine unter Verwendung der erhaltenen Pellets hergestellt.

Ausführungsbeispiele 10 bis 12

Die Harzzusammensetzungen der Ausführungsbeispiele 10 bis 12 wurden in derselben Art und Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel erhalten, mit der Ausnahme, dass für den Bestandteil (B) alternativ Parahydroxybenzoesäure-2-ethylhexyl verwendet wurde (ein Carbonsäureester-Derivat, das als „B" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird).

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm aufweisen, wurden ebenfalls mittels einer Spritzgussmaschine unter Verwendung der erhaltenen Pellets hergestellt.

Ausführungsbeispiele 13 bis 15

Die Harzzusammensetzungen der Ausführungsbeispiele 13 bis 15 und das Vergleichsbeispiel 8 wurden in derselben Art und Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel erhalten, mit der Ausnahme, dass für den Bestandteil (B) alternativ eine Phosphazenzusammensetzung mit der unten stehenden, allgemeinen Formel (4) verwendet wurde, die als „C" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird.

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm aufweisen, wurden ebenfalls mittels einer Spritzgussmaschine unter Verwendung der erhaltenen Pellets hergestellt.

Ausführungsbeispiele 16 bis 21

Unter Verwendung eines biaxialen Extruders von 45 mm ∅ mit einer auf 190°C eingestellten Harztemperatur wurde der Bestandteil (A) (für den dasselbe Polyamidharz wie im ersten Ausführungsbeispiel verwendet wurde) in den Extruder gegeben und geschmolzen. Das verwendete Polyamidharz wird unter dem Namen „DAIAMID L-1940" verkauft. Die Mischung aus dem Bestandteil (B) (für den N-Butylbenzolsulfonamid als Sulfonamid-Derivat verwendet wurde) und dem Bestandteil (C) (für den Permethrin als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet wurde) wird in dem in der Tabelle 1 angegebenen Verhältnis durch einen Seitenfülltrichter mittels Druck durch eine Kolbenpumpe in den biaxialen Extruder gegeben. Dann wurde der Bestandteil (D) (für den Kalium-8-titanatfaser, mit einem durchschnittlichen Faserdurchmesser von 0,5 &mgr;m und einer durchschnittlichen Faserlänge von 18 &mgr;m als faserförmiger, anorganischer Füllstoff verwendet wurde, der als „A" in den die Art angebenden Feldern der Tabellen bezeichnet wird) über eine Seitenzuführung zugegeben. Die verwendete Kalium-8-titanatfaser wird unter dem Namen „TISMO-D" verkauft und von OTSUKA KAGAKU KABUSHIKI KAISHA hergestellt. Das sich ergebende Material wurde zu Pellets geformt. So wurden die Harzzusammensetzungen der Ausführungsbeispiele 16 bis 21 erhalten.

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm aufweisen, wurden mittels einer Spritzgussmaschine unter Verwendung der erhaltenen Pellets hergestellt.

Vergleichsbeispiel 6

Unter Verwendung eines biaxialen Extruders von 45 mm ∅ mit einer auf 240°C eingestellten Harztemperatur wurden 80 Gewichtsteile Polypropylenharz, das der Einfachheit halber in den entsprechenden Feldern des Bestandteils (A) mit „PP" bezeichnet wird, in den Extruder gegeben und geschmolzen. Das verwendete Polypropylenharz wird unter dem Namen „UBE POLYPRO" verkauft und von UBE INDUSTRIES LTD. hergestellt. 20 Gewichtsteile des Bestandteils (C) (für den Permethrin als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet wurde) wurden durch einen Seitenfülltrichter mittels Druck durch eine Kolbenpumpe in den biaxialen Extruder gegeben und dann wurde das sich ergebende Material zu Pellets geformt. So wurde die Harzzusammensetzung des Vergleichsbeispiels 6 erhalten.

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm besitzen, wurden ebenfalls für die Harzzusammensetzung des Vergleichsbeispiels 6 mittels einer Spritzgussmaschine in derselben Art und Weise wie in jedem Ausführungsbeispiel hergestellt.

Vergleichsbeispiel 7

Unter Verwendung eines biaxialen Extruders von 45 mm ∅ mit einer auf 150°C eingestellten Harztemperatur wurden 80 Gewichtsteile von Ethylenvinylacetatharz mit einem Vinylacetatgehalt von 32 Gewichtsprozent, das der Einfachheit halber in den die Art angebenden Feldern des Bestandteils (A) in den Tabellen mit „EVA" bezeichnet wurde, in den Extruder gegeben und geschmolzen. Das verwendete Ethylenvinylacetatharz wird unter dem Namen „ULTRASEN 750" verkauft und von TOYO SODA KABUSHIKI KAISHA hergestellt. 20 Gewichtsteile des Bestandteils (C) (für den Permethrin als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet wurde) wurden durch einen Seitenfülltrichter mittels Druck durch eine Kolbenpumpe in den biaxialen Extruder gegeben und dann wurde das sich ergebende Material zu Pellets geformt. So wurde die Harzzusammensetzung des Vergleichsbeispiels 7 erhalten.

Die Testformteile, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm besitzen, wurden ebenfalls für die Harzzusammensetzung des Vergleichsbeispiels 7 mittels einer Spritzgussmaschine in derselben Art und Weise wie in jedem Ausführungsbeispiel hergestellt.

Testbeispiel 1

Die in den entsprechenden Ausführungsbeispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen Testformteile wurden in einer Atmosphäre von 25°C gelassen. Nach Ablauf von 7 Tagen, drei Monaten bzw. 6 Monaten wurden von TORAY INDUSTRIES, INC. hergestellte und unter dem Namen „TETORON C-199 SKYLARK" verkaufte Gazen an die entgegen gesetzten Enden der Formkörper angeheftet und fünf Testobjekte, die jeweils eine Spinne (agelena limbata) enthielten, wurden für jedes Ausführungsbeispiel und Vergleichsbeispiel hergestellt. Das Überleben oder der Tod von agelena limbata wurde innerhalb von 24 Stunden ermittelt.

Das Überleben oder der Tod von agelena limbata wurde bestimmt, indem die Spinne mit einer Pinzette stimuliert wurde. Das heißt, wenn keine Reaktion beobachtet wurde, wurde sie als tot bestimmt.

Die Testergebnisse werden in den Tabellen 1 und 2 gezeigt.

Die Ermittlung der in den Tabellen 1 und 2 gezeigten schädlingsbekämpfenden Wirkung wurde auf Basis des Größenverhältnisses der toten Testobjekte in Bezug auf die Gesamttestobjekte (d.h. 5 Testobjekte) durchgeführt.

In den Tabellen stellen die Symbole o, &Dgr; bzw. x die Todesraten von agelena limbata und zwar nicht weniger als 80 %, zwischen 40 und nicht mehr als 80 % und nicht mehr als 40 % dar.

Testbeispiel 2

Die Teststücke wurden mittels eines Spritzgussverfahrens unter Verwendung der Harzzusammensetzungen der Ausführungsbeispiele 1 und 4 und der Vergleichsbeispiele 6 und 7 hergestellt und die Tests wurden durchgeführt, um die Zugfestigkeit (ASTM D638), die Biegefestigkeit (ASTM D790), die Hitzebiegungstemperatur (ASTM D648, 4,6 kg/cm2) und die Benzinbeständigkeit zu bestimmen.

Um die Benzinbeständigkeit zu bestimmen, wurden die Teststücke, die jeweils eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser von 15 mm ∅, einer Dicke von 1,5 mm und einer Länge von 40 mm aufwiesen, für 24 Stunden in Benzin (normales, von IDEMITSU PETROCHEMICAL CO., LTD hergestelltes Benzin) getaucht und dann wurden, sofort nachdem die Teststücke aus dem Benzin genommen worden waren, die Änderungen in der Länge der Teststücke gemessen.

Die Testergebnisse werden in Tabelle 3 gezeigt.

In Tabelle 3 stellen die Symbole o bzw. &Dgr; die Änderungen von nicht mehr als 0,2 % und nicht weniger als 0,2 % in der Länge dar und x stellt einen geschmolzenen Zustand dar.

Tabelle 3

Wie aus den Testbeispielen 1 und 2 ersichtlich ist, zeigen die Formteile aller entsprechenden Ausführungsbeispiele die schädlingsbekämpfende Wirkung. Insbesondere zeigt das, mit dem faserförmigen, anorganischen Füllstoff vermischte Formteil eine herausragende anhaltende Freisetzung.

Das Formteil jedes Ausführungsbeispiels besitzt eine ausreichende Festigkeit, Hitzebeständigkeit und dergleichen.

Wie oben beschrieben ist es mit der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung möglich, ein Produkt zur Schädlingsbekämpfung zu erhalten, das eine solche Hitzebeständigkeit und chemische Beständigkeit besitzt, dass die Harzzusammensetzung in die Lage versetzt wird, als strukturelles Bauteil oder dergleichen verwendet zu werden sowie in der Lage ist, die schädlingsbekämpfende Wirkung über eine verlängerte Zeitspanne zu zeigen.


Anspruch[de]
Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung, die (A) mindestens ein Harz, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyamidharzen und Polyacetalharzen, (B) mindestens eine Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Sulfonamid-Derivaten, Sulfonsäureester-Derivaten, Phosphorsäureester-Derivaten, Phosphazen-Derivaten, Carbonsäureamid-Derivaten und Carbonsäureester-Derivaten, (C) ein chemisches Mittel mit einer schädlingsbekämpfenden Eigenschaft und (D) einen faserförmigen anorganischen Füllstoff enthält. Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung nach Anspruch 1, worin der faserförmige anorganische Füllstoff (D) mindestens eine Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kalium-4-titanat-Faser, Kalium-6-titanat-Faser, Kalium-8-titanat-Faser, Titandioxid-Faser, monokline Titandioxid-Faser, Siliziumdioxid-Faser, Wollastonit und Zonotlite ist. Produkt zur Schädlingsbekämpfung hergestellt aus mindestens einer der Harzzusammensetzung zur Schädlingsbekämpfung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2.






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