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Dokumentenidentifikation DE60126981T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001349641
Titel VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM REINIGEN EINES FLUIDS, WIE WASSER
Anmelder Paques B.V., Balk, NL
Erfinder VELLINGA, Sjoerd Hubertus, NL-8458 CP Tjalleberd, NL
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60126981
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.11.2001
EP-Aktenzeichen 019973437
WO-Anmeldetag 23.11.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/NL01/00857
WO-Veröffentlichungsnummer 2002041980
WO-Veröffentlichungsdatum 30.05.2002
EP-Offenlegungsdatum 08.10.2003
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B01D 61/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B01D 63/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C02F 3/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B01D 65/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine derartige Vorrichtung ist aus US 5 482 625 bekannt, die nachstehend näher erläutert wird.

Vorrichtungen zum Reinigen einer Flüssigkeit, die Membranen aufweisen, sind bekannt. Für die biologische Reinigung von Abwasser werden immer häufiger sogenannte Membran-Bioreaktoren (MBR) verwendet. Ein Reaktor dieses Typ weist einen belüfteten Tank auf, der Mikroorganismen enthält, welche die Verunreinigungen im Abwasser als Nahrung nutzen. Ferner weist ein Reaktor dieses Typs eine Membraneinrichtung auf, die im allgemeinen aus Mikrofiltrationsmodulen besteht. Die Membranen werden dazu verwendet, die Bakterien aus dem gereinigten Wasser abzuscheiden und sie dem Reaktortank wieder zuzuführen. Membranmodule, die unter Anwendung eines Vakuums arbeiten, können auch in einen belüfteten Tank eingehängt sein. Das Einhängen der Membranmodule in den belüfteten Tank bedeutet, daß sie keinen zusätzlichen Raum benötigen. Außerdem befinden sich in dem Tank im allgemeinen Einrichtungen zum Erzeugen eines Blasenstroms. Diese Einrichtungen sind allgemein unterhalb der Membranen positioniert. Mit Hilfe der Luftblasen werden die Membranen in Schwingungen versetzt, und Scherkräfte bilden sich an der Oberfläche der Membranen aus, so daß es Verunreinigen nicht möglich ist, an dem Membranmaterial zu haften. Trotz der Reinigungswirkung der aufsteigenden Luftblasen ist es auch erforderlich, die Innenseite der Membranen von Zeit zu Zeit zu reinigen, beispielsweise mittels einer Lösung aus Chemikalien.

Die internationale Patentanmeldung WO98/46533 (Zenon) zeigt eine Vorrichtung, die Membranen verwendet, die Hohlfasern einer Dicke von einigen Millimetern aufweisen. Eine große Anzahl der Hohlfasern ist an ihren Enden in einem Modul befestigt. Die größte Länge dieser Fasern ist ungefähr eineinhalb bis zwei Meter. Dadurch, daß die Hohlfasern gemeinsam befestigt sind, werden "Spaghettibündel" gebildet. Im Gebrauch ist es schwierig, diese Spaghettibündel zu handhaben. Ferner ist die Faserlänge im Hinblick auf die Festigkeit der Anbringung der Fasern begrenzt. Ein weiterer Nachteil der Vorrichtung dieses Dokuments ist, daß zum Reinigen mit Hilfe von Chemikalien hoher Druck erforderlich ist, weil die Fasern dem Chemikalienstrom einen relativ hohen Widerstand entgegensetzen.

Das Abstract von JP 07/088337 und von JP 06/210144 zeigt jeweils Vorrichtungen, die zum Reinigen eines Fluids geeignet sind und zwei geprägte Filtrationsmembranen aufweisen, die mit Vorsprüngen und Vertiefungen ausgebildet sind.

US 3 309 301 zeigt eine Elektrodialysevorrichtung mit Membranen, die in trommelähnlich straffem Zustand innerhalb eines Rahmens gespannt sind. Eine der Membranen hat vorspringende Bereiche und vertiefte Bereiche, wobei letztere Kanäle bilden, die quer zu der Spannrichtung innerhalb des Rahmens verlaufen.

Das Abstract von JP 04/018923 zeigt ein Membrantuch, das mit Rippen versehen ist.

US 4 451 370 zeigt ein Membrantuch, das Rillen oder parallele Rippen hat.

Das Abstract von JP 10/066843 zeigt Sets von zwei Membranelementen, die in bezug aufeinander verlagerbar angeordnet sind.

Die US-PS 5 482 zeigt eine Vorrichtung des im Oberbegriff von Anspruch 1 beschriebenen Typs, wobei anstelle von Hohlfasern Rahmen verwendet werden, die in Modulen befestigt sind. Mit diesen Rahmen ist Membrantuch verklebt. Ein Vakuum kann zwischen den Membrantüchern erzeugt werden, und Wasser wird aus dem Tank durch die Membrantücher in Richtung zu einem Auslaß geleitet. Die Membrantücher sind an Rahmen befestigt, um zu verhindern, daß die Membrantücher unter dem Einfluß des Vakuums miteinander in Berührung gelangen, wodurch es unmöglich wäre, weitere Flüssigkeit zwischen diesen Membrantüchern zu übertragen. Der Nachteil des Systems nach der vorgenannten US-Patentschrift ist, daß eine sehr große Zahl von Rahmen benötigt wird, um die Membrantücher zu befestigen, wodurch das System teuer wird.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Vorrichtung des im Oberbegriff angegebenen Typs, die möglichst weitgehend die Nachteile des Systems nach US 5 482 625 vermeidet.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch Vorsehen einer Vorrichtung nach dem Patentanspruch 1 gelöst.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, daß die Rillen oder Stege von Rippen gebildet sind, die sich in der Längsrichtung des Tuchs erstrecken.

Die Tatsache, daß sich die Tücher unter dem Einfluß des Vakuums in bezug aufeinander geringfügig bewegen und einander berühren können, bedeutet, daß wegen des Vorhandenseins der Rippen feine Kanäle zwischen den beiden Tüchern gebildet werden, welche die Bewegungsbahn für die zu reinigende Flüssigkeit bilden. Der Rahmen, in dem die Tücher angeordnet sind, ist an der Unterseite und an der Oberseite offen, so daß die Luftblasen ebenfalls durch de Rahmen aufsteigen können. Infolgedessen wird durch die Tücher eine Reinigungswirkung erreicht.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind Rillen oder Stege sowohl in dem ersten Membrantuch als auch dem zweiten Membrantuch angeordnet, wobei die Rillen oder Stege der Tücher auf solche Weise positioniert sind, daß in der ersten Position der Membrantücher die Rillen in dem ersten Tuch gemeinsam mit den Rillen in dem zweiten Tuch einen Kanal zwischen den Tüchern einschließen.

Wenn die Membrantücher auf spiegelsymmetrische Weise zu zweit aneinander positioniert sind, preßt das zwischen den beiden Tüchern angelegte Vakuum die Tücher aneinander und führt zur Ausbildung von feinen Kanälen. Diese Kanäle werden gebildet, wenn die hohlen Seiten der Rillen oder Kanäle in den Tüchern aneinander angrenzen.

Einer der Hauptvorteile des Systems gemäß der vorliegenden Erfindung ist, daß es möglich ist, eine große Zahl sehr feiner Kanäle mit Hilfe von Membrantüchern zu schaffen. Das bedeutet, daß es nicht erforderlich ist, "Spaghettibündel" zu verwenden, die schwer zu handhaben sind und bereits in Verbindung mit dem Stand der Technik erörtert wurden. Außerdem ist die Länge der Membrantücher im Prinzip unbegrenzt.

Ein weiterer Vorteil ist, daß eine Reinigungsflüssigkeit beispielsweise in Gegenrichtung zwischen die Membrantücher gepumpt werden kann. Das resultiert in einem Überdruck zwischen den Membrantüchern mit dem Ergebnis, daß sich die Tücher auseinander bewegen. Dadurch, daß sich die Tücher auseinander bewegen, wird der Widerstand der Membrantücher gegen den Strom von Reinigungsmedium entlang den Tüchern verringert, und die Reinigungsflüssigkeit kann erfolgreich in die Kanäle oder Rillen eintreten, die in den Membrantüchern gebildet sind. Der Überdruck, der auf die Tücher aufgebracht werden kann, ist beispielsweise 0,5 m Wassersäule.

Gemäß der Erfindung ist es möglich, daß die Membrantücher Polyesterfasern aufweisen. Ferner ist es möglich, daß die Polyesterfasern mit einer oberen Schicht von Polysulfon wie beispielsweise Polyethersulfon beschichtet sind. Das Tuch kann beispielsweise aus einer Polyesterfaser als Trägermaterial mit einer Dicke von 0,5 mm hergestellt werden. Eine obere Schicht aus Polysulfon mit einer Dicke von 0,5 mm kann dann auf dieses Trägermaterial aufgebracht werden. Dieses Material ist relativ haltbar, und somit sind große Entfernungen zwischen den Enden eines Rahmens möglich. Das bedeutet, daß es möglich ist, höhere Module zu verwenden als im Fall der oben erörterten Hohlfasern (Spaghettibündel).

Das Wasser bewegt sich durch die obere Schicht aus Polysulfon, so daß Mikroorganismen und andere Teilchen aus dem Wasser abgetrennt werden. Dann fließt das Wasser in die stützende Polyesterfaserschicht. Diese Schicht stellt sicher, daß das Wasser in Richtung zu der Bewegungsbahn zwischen zwei benachbarten Membrantüchern transportiert wird.

Um ein zu weites Auseinanderdrücken der Tücher während der Reinigung der Tücher mit einer Reinigungsflüssigkeit zu verhindern, können an der Seite der Tücher Stützwände angeordnet sein, die verhindern, daß der Zwischenraum zwischen den Tüchern zu groß wird.

Wie oben bereits ausgeführt wurde, ist es vorteilhaft, wenn in der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung Einrichtungen vorhanden sind, um einen Blasenstrom entlang den Membrantüchern zu erzeugen. Diese Einrichtungen sind bevorzugt an der Unterseite des Rahmens positioniert, in dem die Membrantücher befestigt sind.

Die Anwesenheit des Blasenstroms bringt die Membrantücher zum Schwingen, was bedeutet, daß Verunreinigungen, die an dem Membrantuch haften, von den Membrantüchern gelöst werden können.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum biologischen Reinigen von Abwasser, wobei:

  • – die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 verwendet wird,
  • – das Abwasser mit Hilfe von Mikroorganismen, die in einem belüfteten Tank anwesend sind, gereinigt wird,
  • – das gereinigte Wasser entlang dem ersten und dem zweiten Membrantuch der Vorrichtung geleitet wird, um Teilchen wie etwa Mikroorganismen aus dem gereinigten Wasser abzutrennen, wobei das gereinigte Wasser mit Hilfe eines Vakuums durch eine Fluidbahn zwangsgeführt wird, wobei die Fluidbahn zwischen dem ersten Membrantuch und dem zweiten Membrantuch eingeschlossen ist, und
  • – wobei das erste Membrantuch und das zweite Membrantuch in bezug aufeinander auf solche Weise verlagerbar angeordnet sind, daß das erste Membrantuch und das zweite Membrantuch durch Ansaugen von gereinigtem Wasser zwischen den Membrantüchern im wesentlichen aufeinander zu bewegt werden.

Wie oben bereits ausgeführt wurde, ist es vorteilhaft, daß das erste und das zweite Membrantuch in bezug aufeinander auf solche Weise verlagerbar angeordnet sind, daß das erste Membrantuch und das zweite Membrantuch durch Ansaugen von Wasser zwischen den Membrantüchern mit Hilfe einer Pumpe im wesentlichen aufeinander zu bewegt werden.

Ferner ist es vorteilhaft, daß dann mit Hilfe eines Überdrucks eine Reinigungsflüssigkeit durch die Fluidbahn zwischen dem ersten und dem zweiten Membrantuch gepreßt wird.

Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen weiter erläutert; diese zeigen in:

1 eine Vorderansicht eines Rahmens, in dem eine Vielzahl von Sets von jeweils zwei Membrantüchern angeordnet sind;

2. eine Draufsicht auf einen Teil von 1 im Schnitt entlang der Linie A-A;

3 ein Detail, das in 2 mit III bezeichnet ist;

4 ein Detail der Unterseite des in 1 gezeigten Rahmens;

5 eine Draufsicht auf die in 1 gezeigte Vorrichtung;

6 ein weiteres Detail eines Teils der in 5 gezeigten Vorrichtung;

7 eine Position der Tücher zu einem Zeitpunkt, zu dem zwischen den Tüchern ein Überdruck erzeugt wird;

8 ein Detail der in 7 gezeigten Tücher.

1 ist eine Vorderansicht eines Rahmens 1, in dem eine Vielzahl von Sätzen von Membrantüchern 2 positioniert sind. Der Rahmen 1 weist eine im wesentlichen horizontal verlaufende obere Wand 3, eine untere Wand 4 und zwei Seitenwände 5 auf. Eine spezielle Einrichtung zum Anbringen der Membrantücher 2 ist in 4 gezeigt.

Der Rahmen 1 von 1 ist in einem Membran-Bioreaktor angeordnet. Ein Strom von Blasen wird angewandt, um einen Flüssigkeitsstrom zwischen den Membrantüchern hervorzurufen. Der Blasenstrom gewährleistet, daß die Flüssigkeit entlang den Oberflächen der Membranen ständig erneuert wird. Ein Vakuum wird zwischen den Membrantüchern mittels einer Pumpe erzeugt. Dieses Vakuum bewirkt, daß ein Teil des Fluidstroms in die Membrantücher angesaugt wird. Aufgrund der speziellen Gestalt der Membrantücher nach der Erfindung gibt es kleine Kanäle zwischen den Membrantüchern, um das durch die Tücher hindurch angesaugte Wasser abzuleiten. Der Blasenstrom, der von unterhalb des Rahmens 1 nach oben strömt, bringt die Membrantücher zum Schwingen und verursacht die Erzeugung von Scherkräften an der Oberfläche der Tücher. Infolgedessen können Verunreinigungen nicht an der äußeren Oberfläche des Membranmaterials haften.

2 ist eine Draufsicht auf einen Teil von 1 im Schnitt entlang der Linie A-A. In 2 ist zu sehen, daß jedes Set von Membrantüchern 2 ein erstes Membrantuch 21 und ein zweites Membrantuch 22 aufweist. Das Membrantuch 21 ist immer auf der linken Seite in 2 gezeigt, wogegen ein zweites Membrantuch 22 sich an der rechten Seite befindet. Eine weitere Einzelheit der Membrantücher 21, 22 ist in 3 zu sehen. Aus 3 ist ersichtlich, daß der Endrand des ersten Membrantuchs 21 an den Endrand des zweiten Membrantuchs 22 angrenzt. In dem Bereich ihrer Enden sind die Tücher 21, 22 über ein Verbindungselement oder eine Schweißverbindung 23 miteinander verbunden. Es ist auch möglich, daß das erste Membrantuch 21 und das zweite Membrantuch 22 als ein erster Teil und ein zweiter Teil eines einzigen Filtrationselements ausgebildet sind. Die Membrantücher 21, 22 bestehen beispielsweise aus einer Grundschicht aus Polyesterfasern 24, auf deren Außenseite eine obere Schicht aus Polysulfon aufgebracht worden ist. Die Polyesterfaserschicht hat beispielsweise eine Dicke von 0,5 mm, während die obere Schicht eine Dicke von beispielsweise 0,25 mm hat.

Die Grundschicht aus Polyesterfaser gewährleistet eine gute Übertragung von Wasser durch das Membrantuch. Die obere Polysulfonschicht gewährleistet, daß Mikroorganismen aus dem durch die Membran angesaugten Wasser abgetrennt werden. Die Membrantücher 21, 22 sind in einer Rinne 31 mit Hilfe einer Masse wie etwa einer Formmasse 32 befestigt. Dann wird in dieser Formmasse 32 ein Loch 30 gebildet. Wie noch unter Bezugnahme auf 6 erläutert wird, wird die Verlängerung dieses Lochs 30 mit einem zentralen Verteiler verbunden. An der Oberseite der Membranen (nicht gezeigt) befindet sich eine entsprechende Rinne mit einer entsprechenden Bohrung. Die Verlängerung dieser Bohrung wird mit der Auslaßleitung für das gereinigte Wasser verbunden.

Die Position der Tücher 21, 22, wie sie in den 2 und 3 gezeigt ist, entspricht der Position, welche die Tücher einnehmen, wenn zwischen den Tüchern ein Vakuum angelegt wird. Als Ergebnis des Vakuums bewegen sich die einander zugewandten Seiten der Tücher 21, 22 im wesentlichen aufeinander zu. In dem vorliegenden Text wird diese Position auch als die "erste Position" bezeichnet. Dieses Position wird angewandt, um einen Flüssigkeitsstrom wie etwa Abwasser mit Hilfe der Membrantücher 21, 22 zu reinigen.

4 zeigt ein weiteres Detail der Art und Weise, wie die Membrantücher 21, 22 an der Unterseite des Rahmens 1 angebracht sind.

Es ist vorteilhaft, daß die Formmasse 32 aus dem gleichen oder im wesentlichen dem gleichen Material wie die Membrantücher 21, 22 hergestellt ist. Im vorliegenden Fall bedeutet das, daß die Formmasse 32 aus einem Polyester besteht. Diese Maßnahme gewährleistet gute Haftung der Membrantücher 21, 22 an der Masse 32. Der Kanal oder die Rinne 31 ist bevorzugt aus einem Material wie etwa rostfreiem Stahl hergestellt.

5 ist eine Draufsicht auf die in 1 gezeigte Vorrichtung.

Wie in 5 zu sehen ist, sind die verschiedenen Rinnen 31 an den Oberenden der Membranen mit Verteilern 51, 52 über Ansatzelemente verbunden. Diese Verteiler 51, 52 sind über einen zentralen Anschluß 61, 62 beispielsweise mit einer Pumpe verbunden, um sicherzustellen, daß das aus der Vorrichtung entfernte gereinigte Wasser ausgeleitet wird. 5 zeigt auch die Seitenwände 5, die vorhanden sein müssen, um zu verhindern, daß sich die Membrantücher (die in der Draufsicht nicht sichtbar sind) zu weit auseinander bewegen, wenn zwischen den Membrantüchern ein Überdruck angelegt wird.

6 zeigt ein Detail, das in 5 mit VI bezeichnet ist. Aus dieser Figur geht hervor, daß jede Rinne 31 mit dem Verteiler 52 über einen Anschluß 63 verbunden ist. Es ist selbstverständlich, daß die jeweilige Rinne 31 an ihrem anderen Ende mit dem zentralen Verteiler 51 über das Ende eines entsprechenden Anschlusses verbunden ist.

7 zeigt erneut eine Draufsicht auf die Tücher 21, 22 entlang der Schnittlinie A-A in 1. In 7 wirkt jedoch ein Überdruck zwischen den Tüchern 21, 22. Dieses Situation tritt ein, wenn die Tücher 21, 22 mit Hilfe einer Reinigungsflüssigkeit gereinigt werden sollen, die unter Druck zwischen den Tüchern 21, 22 aufgebracht wird. Dieser Druck kann beispielsweise 0,5 m Wassersäule betragen. Infolge des Überdrucks, der zwischen den Membrantüchern 21, 22 erzeugt wird, wird der Abstand zwischen den beiden Membrantüchern größer, so daß der Widerstand, den der Flüssigkeitsstrom erfährt, geringer ist und die Reinigungsflüssigkeit auch tief in die Ausnehmungen 25 gelangen kann.

Eine weitere Einzelheit der in 7 gezeigten Position ist in 8 zu sehen. Aus 8 geht hervor, daß dann, wenn die Tücher 21, 22 spiegelsymmetrisch in dem Rahmen 1 befestigt sind, in der Position von 7 die Rückseiten der Kanäle 25 aneinander anliegen.

Der Klarheit halber sollte erwähnt werden, daß die Position der Membrantücher 21, 22, die in den 7 und 8 zu sehen ist, auch als die "zweite Position" im vorliegenden Text bezeichnet wird.


Anspruch[de]
Vorrichtung, die insbesondere zum Reinigen eines Fluids wie etwa Wasser geeignet ist und Folgendes aufweist: mindestens einen Satz (2) eines ersten Membrangewebes bzw. -tuchs (21) und eines zweiten Membrangewebes bzw. -tuchs (22), die jeweils über im Wesentlichen ihre Gesamtlänge für Wasser durchlässig sind, wobei die Membrantücher (21, 22) in ihrer Längsrichtung im Wesentlichen parallel zueinander in einem Rahmen (1), der eine Unterseite (4) und eine Oberseite (3) hat, straff gehalten werden, wobei die Membrantücher (21, 22) zwischen sich eine Bewegungsbahn für Fluid begrenzen, wobei die Tücher in Bezug aufeinander verlagerbar sind zwischen einer ersten Position, in der die einander zugewandten Oberflächen der Tücher (21, 22) einander im Wesentlichen berühren, und einer zweiten Position, in der die Tücher (21, 22) in einem Abstand voneinander liegen, so dass die Bewegungsbahn für das Fluid in der zweiten Position eine Breite hat, die größer als die in der ersten Position ist, wobei eine Pumpe zum Erzeugen eines Vakuums zwischen den Tüchern vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Tücher (21, 22) an der Seite, die dem benachbarten Tuch zugewandt ist, mit Rillen oder Stegen versehen ist, um in der ersten Position der Membrantücher (21, 22) Kanäle (25) zwischen den Tüchern (21, 22) zu bilden, dass die von den Rillen bzw. Stegen gebildeten Kanäle sich in der Längsrichtung der Membrantücher erstrecken, und dass die Membrantücher (21, 22) in Rinnen (31) an der Unterseite und der Oberseite des Rahmens (1) befestigt sind, wobei sich die Rillen oder Stege in der Richtung der Rinnen an der Unterseite und Oberseite des Rahmens erstrecken. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen oder Stege von Rippen gebildet sind, die sich in der Längsrichtung des Tuchs erstrecken. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen oder Stege sowohl in dem ersten Membrantuch als auch in dem zweiten Membrantuch angeordnet sind, wobei die Rillen oder Stege der Tücher auf eine solche Weise positioniert sind, dass in der ersten Position der Membrantücher die Rillen oder Stege in dem ersten Tuch gemeinsam mit den Rillen oder Stegen in dem zweiten Tuch einen Kanal (25) zwischen den Tüchern einschließen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Membrantuch ein erster Teil eines Filterkörpers ist, wobei das zweite Tuch ein zweiter Teil des genannten Filterkörpers ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrantücher Polyesterfaser als Substratmaterial aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Substratmaterial mit einer oberen Schicht aus Polysulfon beschichtet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endränder der Membrantücher im Inneren der Rinnen, die mit einer Materialmasse gefüllt sind, die dem Material des Membrantuchs im Wesentlichen entspricht, eingespannt sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Nähe der Unterseite der Membrantücher Mittel zum Bilden eines Stroms von Blasen entlang den Membrantüchern befinden. Verfahren zum biologischen Reinigen von Abwasser, wobei

– die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 verwendet wird,

– das Abwasser mit Hilfe von Mikroorgnismen, die in einem belüfteten Tank anwesend sind, gereinigt wird,

– das gereinigte Wasser entlang dem ersten und dem zweiten Membrantuch (21, 22) der Vorrichtung geleitet wird, um Teilchen wie etwa Mikroorganismen aus dem gereinigten Wasser abzutrennen, wobei das gereinigte Wasser mit Hilfe eines Vakuums durch eine Fluidbahn zwangsgeführt wird, wobei die Fluidbahn zwischen dem ersten Membrantuch und dem zweiten Membrantuch eingeschlossen ist, und

wobei das erste Membrantuch und das zweite Membrantuch in Bezug aufeinander auf eine solche Weise verlagerbar angeordnet sind, dass das erste Membrantuch und das zweite Membrantuch durch Ansaugen von gereinigtem Wasser zwischen den Membrantüchern im Wesentlichen aufeinander zu bewegt werden.
Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass dann mit Hilfe eines Überdrucks eine Reinigungsflüssigkeit durch die Fluidbahn zwischen dem ersten und dem zweiten Membrantuch gepresst wird.






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