Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abgabepumpe für ein fluidförmiges
Produkt und eine Abgabevorrichtung für ein fluidförmiges Produkt, die
eine solche Pumpe umfasst.
Aus dem Stand der Technik sind Abgabepumpen für fluidförmige
Produkte allgemein bekannt, insbesondere um Produkte in den Bereichen der Kosmetik,
der Parfümerie oder auch der Pharmazie abzugeben. Sie umfassen im Allgemeinen
einen Kolben, der in einem Pumpenkörper gleitet, insbesondere in einer Pumpenkammer,
die in diesem Pumpenkörper vorgesehen und geeignet ist, bei jeder Betätigung
der Pumpe eine Dosis des fluidförmigen Produktes abzugeben. Die Pumpenkammer
umfasst im Allgemeinen ein Eintrittsventil, um es zu ermöglichen, die Dosis
des fluidförmigen Produktes festzulegen, die bei jeder Betätigung ausgestoßen
wird. Darüber hinaus umfassen insbesondere bei pharmazeutischen Produkten bestimmte
Pumpen manchmal Verschlüsse im Bereich der Abgabeöffnung, um jegliche
Verschmutzung des Produktes zwischen zwei Betätigungsvorgängen zu vermeiden.
Diese Merkmale sind aus dem Dokument US 5,881,952
bekannt.
Ein Problem, das sich bei dieser Art von Pumpe stellt, betrifft die
Initialisierung bzw. das Laden der Pumpe vor dem ersten Gebrauch. Tatsächlich
ist vor dem ersten Betätigen der Pumpe die Pumpenkammer mit Luft gefüllt,
und somit ist es erforderlich, diese Luft vollständig auszustoßen, um
ein Füllen der Pumpenkammer mit dem fluidförmigen Produkt zu ermöglichen
und eine genaue und reproduzierbare Dosierung bei jeder Betätigung der Pumpe
zu ermöglichen. Dieses Spannen bzw. erste Laden gestaltet sich noch deutlich
schwieriger, wenn die Pumpe einen Verschluss aufweist. Es ist schwierig, die in
der Pumpenkammer enthaltene Luft aus der Kammer hinaus auszustoßen, insbesondere
wegen des Vorhandenseins des besagten Verschlusses.
Ein anderes Problem, das sich bei Abgabepumpen für ein fluidförmiges
Produkt stellen kann, betrifft die Qualität des Sprühstrahls, wenn es
sich um eine Zerstäubungspumpe handelt. Insbesondere dann, wenn im Bereich
der Abgabeöffnung ein Verschluss vorgesehen ist, hängen die Qualität
und die Merkmale des Sprühstrahls im Augenblick des Ausstoßes von diesem
Verschluss ab. Da der größte Teil dieser Verschlüsse durch den Druck
des Produktes verschoben wird, der während der Betätigung erzeugt wird,
können Betätigungsvorgänge mit unterschiedlichen Stärken oder
axialen Kräften Veränderungen im Bereich der Eigenschaften des Sprühstrahls
verursachen. Insbesondere bei Pumpen, bei denen sich der Verschluss während
der Betätigung der Pumpe axial von der Abgabeöffnung entfernt, besteht
die Gefahr, dass eine zu starke Verschiebung des Verschlusses einen Qualitätsverlust
des Sprühstrahls und somit eine schlechte Abgabe der Dosis verursacht.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine Abgabepumpe für
ein fluidförmiges Produkt zu schaffen, welche die oben beschriebenen Nachteile
nicht aufweist.
Insbesondere hat die vorliegende Erfindung zum Ziel, eine Abgabepumpe
für ein fluidförmiges Produkt zu schaffen, die auf einfache und kostengünstige
Weise die Realisierung eines sicheren und zuverlässigen Initialisierens bzw.
erstmaligen Ladens der Pumpe ermöglicht.
Die vorliegende Erfindung hat auch zum Ziel, eine Abgabepumpe für
ein fluidförmiges Produkt zu schaffen, die bei jeder Betätigung der Pumpe
einen Zerstäubungs-Sprühstrahl garantiert, der von der Kraft unabhängig
ist, die der Verwender auf die Pumpe bei deren Betätigung ausübt.
Die vorliegende Erfindung hat auch zum Ziel, eine Abgabepumpe für
ein fluidförmiges Produkt zu schaffen, die auf einfache und kostengünstige
Weise hergestellt und zusammengebaut werden kann.
Die vorliegende Erfindung hat somit eine Abgabepumpe für ein
fluidförmiges Produkt zum Gegenstand, die folgendes umfasst: einen Pumpenkörper,
eine Pumpenkammer, wenigstens einen ersten Kolben, der in der Pumpenkammer gleitet,
um das fluidförmige Produkt abzugeben, eine Abgabeöffnung und einen Verschluss,
der zwischen einer Verschlussstellung der Abgabeöffnung und einer Öffnungsstellung
der Abgabeöffnung verschiebbar und/oder verformbar ist, wobei die Pumpenkammer
ein Eintrittsventil umfasst, das die Pumpenkammer von einem Verlängerungsrohr
trennt, das sich zu einem Behälter für das fluidförmige Produkt erstreckt,
wobei ein Umleitungsdurchgang zwischen dem Verlängerungsrohr und der Pumpenkammer
vorgesehen ist, wobei der Umleitungsdurchgang stromaufwärts von dem Eintrittsventil
angeordnet ist und wobei dieser Umleitungsdurchgang die Pumpenkammer mit dem Verlängerungsrohr
beim Initialisieren der Pumpe verbindet.
Vorteilhafterweise ist der Pumpenkörper mit dem Verschluss einstückig
ausgebildet.
Vorteilhafterweise umfasst das Eintrittsventil einen mit dem ersten
Kolben fest verbundenen Ventilsitz und ein Ventilelement, wobei der erste Kolben
in dichter Weise in den Pumpenkörper gleitet, wobei der Pumpenkörper eine
Öffnung aufweist, die bei der Initialisierung mit dem ersten Kolben zusammenwirkt,
um den Umleitungsdurchgang zu öffnen und vor der ersten Betätigung das
Verdrängen von in der Pumpenkammer enthaltener Luft durch
das Verlängerungsrohr in den Behälter zu ermöglichen.
Vorteilhafterweise umfasst die Pumpe einen Abgabekopf, der die Abgabeöffnung
aufweist.
Vorteilhafterweise umfasst der Verschluss einen zweiten Kolben, der
in jeder Stellung in dichter Weise mit dem Kopf zusammenwirkt, und einen dritten
Kolben, der bezüglich des Kopfes zwischen einer dichten Verschlussstellung
und einer Öffnungsstellung verschiebbar ist, wobei der dritte Kolben die Dosierkammer
in zwei Teile unterteilt, nämlich einem ersten Teil der Dosierkammer, der zwischen
dem Verschluss und dem dritten Kolben angeordnet ist, und einen zweiten Teil der
Dosierkammer, der zwischen dem dritten Kolben und dem zweiten Kolben angeordnet
ist.
Vorteilhafterweise ist der zweite Teil der Pumpenkammer mit dem Umleitungsdurchgang
verbunden.
Vorteilhafterweise kann bei der Betätigung dann, wenn sich der
dritte Kolben zu seiner Öffnungsstellung hin verschiebt, in welcher er den
ersten und den zweiten Teil der Pumpenkammer miteinander verbindet, ein Teil des
in der Pumpenkammer enthaltenen Produktes durch den Umleitungsdurchgang in das Verlängerungsrohr
und den Behälter verdrängt werden.
Vorteilhafterweise ist der zweite Teil der Pumpenkammer mit dem Umleitungsdurchgang
durch einen Durchgang verbunden, der im zweiten und dritten Kolben vorgesehen ist.
Vorteilhafterweise sind der zweite und der dritte Kolben einstückig
ausgebildet.
Vorteilhafterweise ist der zweite Kolben mit dem Verschluss einstückig
ausgebildet.
Vorteilhafterweise ist der Verschluss in elastischer Weise, insbesondere
durch eine Feder zu seiner Verschlussstellung hin vorgespannt und wird durch den
Druck des in der Pumpenkammer enthaltenen Produktes zu seiner Öffnungsstellung
hin verschoben und/oder verformt.
Vorteilhafterweise verschiebt und/oder verformt sich der Verschluss
bezüglich des Pumpenkörpers in axialer Richtung, wobei der dritte Kolben
ausgehend von einer vorbestimmten, axialen Verschiebung und/oder Verformung des
Verschlusses in die Öffnungsstellung mitgenommen wird.
Vorteilhafterweise ist das Ventilelement eine Kugel.
Vorteilhafterweise spannt eine einzige Feder den ersten Kolben in
seine Ruhestellung und den Verschluss in seine Verschlussstellung vor.
Vorteilhafterweise besitzt die Feder keinerlei Kontakt mit dem fluidförmigen
Produkt.
Vorteilhafterweise sind der erste Kolben und der erste Ventilsitz
einstückig mit einem Befestigungselement wie z.B. einem Ring ausgebildet, der
eingerastet, aufgequetscht oder verschraubt werden kann und der geeignet ist, die
Pumpe auf einem Behälter für das fluidförmige Produkt zu befestigen.
Die vorliegende Erfindung hat auch eine Abgabevorrichtung für
ein fluidförmiges Produkt zum Gegenstand, die einen Behälter für
das fluidförmige Produkt und eine Pumpe der oben beschriebenen Art umfasst.
Andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
noch klarer aus der folgenden, detaillierten Beschreibung der Erfindung, die auf
die beigefügte Zeichnung Bezug nimmt, in der ein nicht einschränkend zu
verstehendes Ausführungsbeispiel dargestellt ist; in der Zeichnung zeigen:
1 eine schematische Querschnittsansicht einer Abgabevorrichtung
für ein fluidförmiges Produkt, die eine Pumpe gemäß einer vorteilhaften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst, die sich in Ruhelage befindet,
2 eine schematische Querschnittsansicht durch eine
Abgabevorrichtung für ein fluidförmiges Produkt, die eine Abgabepumpe
für ein fluidförmiges Produkt gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst, die sich in der Initialisierungsposition befindet,
und
3 eine der 2 ähnliche
Darstellung in einer während der Betätigung auftretenden Stellung.
Gemäß den Figuren umfasst die Abgabepumpe gemäß
der vorliegenden Erfindung einen Pumpenkörper 10, in welchem zumindest
ein erster Kolben 72 gleitet. Dieser erste Kolben 72 umfließt
teilweise eine Pumpenkammer 20 und eine Betätigung der Pumpe veranlasst
die Abgabe einer Dosis des in der Pumpenkammer 20 enthaltenen Produktes
durch eine Abgabeöffnung 45 hindurch, die vorzugsweise in einem Abgabekopf
40 ausgebildet ist. Die Pumpe umfasst einen Verschluss 38, der
direkt stromaufwärts von der Abgabeöffnung 45 angeordnet ist
und mit dieser in der Weise zusammenwirkt, dass er zwischen einer Verschlussstellung
der Abgabeöffnung 45 und einer Öffnungsstellung für diese
Öffnung verschiebbar und/oder verformbar ist. Die Pumpenkammer umfasst ein
Eintrittsventil 70, das in Form einer Kugel 75 ausgebildet sein
kann, die ein Ventilelement bildet und mit einem Ventilsitz
71 zusammenwirkt. Der Pumpenkörper 10 ist vorzugsweise mit
dem Verschluss 38, der sich in seinem Inneren befindet, einstückig
ausgebildet. Vorteilhafterweise sind der Kolben 72 und der Ventilsitz
71 mit einem Element verbunden, das einen Befestigungsring 15
bildet, der geeignet ist, die Pumpe auf einem Behälter 60 zu befestigen,
der das fluidförmige Produkt enthält, wobei vorteilhafterweise eine Dichtung
65 dazwischen eingefügt wird. Ein Verlängerungsrohr
18, das dazu bestimmt ist, sich bis zum Boden des Behälters
60 zu erstrecken, um die gesamte Menge des Produktes abzugeben, die er
enthält, kann ebenfalls in einstückiger Weise mit dem Element ausgebildet
sein, das den Befestigungsring 15, den Kolben 72 und den Ventilsitz
71 bildet. Das Ventilelement 75 ist in Form einer Kugel dargestellt,
doch kann es auch auf andere Weise ausgebildet sein.
Ein Umleitungsdurchgang 74 ist zwischen dem Verlängerungsrohr
18 und der Pumpenkammer 20 stromaufwärts vom Eintrittsventil
70 vorgesehen. Dieser Umleitungsdurchgang 74 verbindet die Pumpenkammer
20 während der Initialisierung der Pumpe mit dem Verlängerungsrohr
18. Insbesondere kann dieser Umleitungsdurchgang 74 in Form einer
seitlichen Ausnehmung ausgebildet sein, die im Ventilsitz 71 stromaufwärts
vom Ventilelement 75 angeordnet ist. Der Ventilsitz 71 ist somit
vorteilhafterweise stromaufwärts vom ersten Kolben 72 angeordnet,
der in dichter Weise in dem Pumpenkörper gleitet, wobei dieser eine Öffnung
32 aufweist, die geeignet ist, mit dem ersten Kolben 72 während
der Initialisierung zusammen zu wirken. Diese Initialisierungsposition ist insbesondere
in 2 dargestellt. Man sieht, dass dann, wenn der Verwender
die Pumpe das erste Mal betätigt und diese in der Pumpenkammer 20
Luft enthält, die Luft zusammengedrückt wird, wodurch das Eintrittsventil
70 dadurch geschlossen wird, dass die Kugel 75 gegen den Ventilsitz
71 gedrückt wird, und deswegen, weil die Luft kompressibel ist, kann
der erste Kolben 72 im Pumpenkörper 10 gleiten, ohne dass
sich der Verschluss 78 bezüglich des Abgabekopfes 40 verschiebt.
Wenn der erste Kolben 72 im Bereich der Öffnung 32 des Pumpenkörpers
10 ankommt, wird ein Durchgang zwischen der Pumpenkammer 20 und
dem Umleitungsdurchgang 74 erzeugt, wodurch es möglich wird, die in
der Pumpenkammer 20 enthaltene Luft zum Verlängerungsrohr
18 hin und somit in den Behälter 60 hinein auszustoßen,
wie dies durch die Pfeile A und B in 2 dargestellt
ist. Nach der Initialisierung wird dann, wenn die Pumpe in ihre Ruhelage zurückkehrt,
fluidförmiges Produkt in das Innere der Pumpenkammer 20 angesaugt,
und im Folgenden kann der erste Kolben 72 während des normalen Betriebes
der Pumpe die Öffnung 32 im Pumpenkörper 30 nicht mehr
erreichen, d.h. während der Abgabe des Produktes, sondern erst am Ende der
Betätigung. Das Eintrittsventil 70 arbeitet dann in herkömmlicher
Weise, um sich während der Betätigung zu schließen und sich zu öffnen,
wenn die Pumpe in ihre Ruhelage zurückgebracht wird.
Vorteilhafterweise umfasst die Pumpe nur eine einzige Feder
50, die geeignet ist, den ersten Kolben 72 nach einer jeden Betätigung
in seine Ruhelage und den Verschluss 38 in seine Verschlussstellung zurück
zu drücken. Diese Feder 50 hat vorteilhafterweise keinerlei Berührung
mit dem fluidförmigen Produkt, wodurch jegliche Gefahr einer Veränderung
des in Rede stehenden fluidförmigen Produktes ausgeschlossen wird. Vorteilhafterweise
gleitet der Verschluss 38 zwischen seiner Öffnungs- und seiner Verschlussstellung
in axialer Richtung in einer Buchse 150, die im unteren Teil des Betätigungskopfes
40 vorgesehen ist. Ein Zerstäubungsprofil (nicht dargestellt) ist
vorzugsweise in der Buchse ausgebildet, um eine Verwirbelung des Produktes im Augenblick
seines Ausstoßens zu ermöglichen, um einen Sprühstrahl zu bilden.
Um einen Sprühstrahl guter Qualität zu erzielen, ist es
wichtig, dass sich der Verschluss 38 nicht zu weit von der Abgabeöffnung
45 weg verschiebt. Um diese Gefahr zu beseitigen, die beispielsweise dann
auftritt, wenn der Verwender den Betätigungskopf 40 zu heftig betätigt,
weist die Pumpe Einrichtungen auf, um diesen Druck in der Pumpenkammer
20 während der Betätigung zu vermindern, damit der Verschluss
38 mit einem ausreichend geringen Abstand zur Abgabeöffnung
45 bleiben kann, um einen Sprühstrahl mit guter Qualität zu realisieren.
Diese Einrichtungen umfassen einen zweiten und einen dritten Kolben 34
bzw. 35, die vorzugsweise einstückig mit dem Verschluss
40 ausgebildet sind. Der zweite Kolben 34 gleitet in dichter Weise
in dem Kopf 40 zwischen einer dichten Verschlussstellung und einer Öffnungsstellung.
Der dritte Kolben 35 unterteilt die Pumpenkammer 20 in einen ersten
Pumpenkammerteil 21, der sich stromaufwärts von der Abgabeöffnung
45 befindet, und in einen zweiten Pumpenkammerteil 23, der sich
zwischen dem zweiten Kolben 34 und dem dritten Kolben 35 befindet.
Der dritte Kolben 35 gleitet in den Teilen 11, 13 des
Kopfes 40, die unterschiedliche Durchmesser besitzen können. Somit
kann der dritte Kolben 35 in der dichten Verschlussposition mit einem Teil
11 des Kopfes mit vermindertem Durchmesser zusammenwirken, der sich in
einem Teil 13 des Kopfes mit größerem Durchmesser fortsetzt.
Wenn der dritte Kolben 35 diesen zweiten Teil 13 des Kopfes mit
größerem Durchmesser erreicht, wird der Durchgang zwischen dem ersten
Teil 21 der Pumpenkammer und dem zweiten Teil 23 der Pumpenkammer
geöffnet. Bei einer Variante kann der Teil 11 des Kopfes eine oder
mehrere Belüftungsrillen umfassen, um einen Durchgang zwischen den beiden Pumpenkammerteilen
21, 23 ausgehend von einer vorbestimmten Position des dritten
Kolbens 31 zu öffnen.
Vorteilhafterweise ist ein Durchgang 33 zwischen dem zweiten
und dem dritten Kolben 34, 35 im Bereich des zweiten Pumpenkammerteils
23 vorgesehen, wobei dieser Durchgang 33 mit dem Umleitungsdurchgang
74 und folglich mit dem Verlängerungsrohr 18 und dem Behälter
60 verbunden ist. Wenn der Verwender den Betätigungskopf
40 zu heftig betätigt, steigt der Druck in der Pumpenkammer
20 sehr schnell an, und dieser Druck verschiebt den Verschluss
38 schnell in einen Abstand von der Abgabeöffnung 45. Da
der dritte Kolben 35 mit dem Verschluss 38 fest verbunden ist,
verschiebt er sich gleichzeitig mit diesem. Nach einer vorbestimmten axialen Verschiebung
des Verschlusses 38 erreicht der dritte Kolben 35 seine Öffnungsstellung
derart, dass der Überdruck, der in dem ersten Pumpenkammerteil 21
erzeugt worden ist, in den zweiten Pumpenkammerteil 23 übertragen
wird. Dieser Überdruck verursacht somit eine Verdrängung eines Teils der
Dosis durch den Durchgang 33 in Richtung des Umleitungsdurchganges
74 und somit zum Behälter 60 wie dies durch die Pfeile C
und D in 3 dargestellt ist. Somit wird eine gute Qualität
des Sprühstrahls dadurch sichergestellt, dass der Verschluss 38 daran
gehindert wird, sich zu weit von der Abgabeöffnung 45 weg zu bewegen.
Der Umleitungsdurchgang 74, der stromaufwärts vom Eintrittsventil
70 der Pumpenkammer 20 angeordnet ist, erfüllt somit eine
doppelte Funktion, d.h. er wirkt einerseits als Luft-Verdrängungsdurchgang
während der Initialisierung, und andererseits als Verdrängungsdurchgang
für das Produkt während bestimmter Betätigungsarten, um eine gute
Zerstäubung des Produktes sicherzustellen.
Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine spezielle Ausführungsform
beschrieben, doch sei darauf hingewiesen, dass verschiedene Abwandlungen vorgesehen
werden können. Insbesondere muss das Verlängerungsrohr 18 nicht
notwendigerweise mit dem Befestigungselement 15 fest verbunden oder einstückig
ausgebildet sein, das die Pumpe auf den Behälter 60 befestigt. Auch
können die Formen des Verschlusses 38, des Pumpenkörpers
10, des Kolbens 72, des Eintrittsventils 70 der Pumpenkammer
20 oder anderer Elemente erforderlichenfalls auf andere Weise realisiert
werden. Für den Fachmann sind auch andere Abwandlungen erkennbar, die durchgeführt
werden können, ohne vom Rahmen der vorliegenden Erfindung abzuweichen, wie
er durch die beigefügten Ansprüche definiert ist.