Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Frequenzversatzdiversitätsempfänger
und findet insbesondere, aber nicht ausschließlich, Anwendung bei Mehreingangs-Mehrausgangs-Systemen
(Multiple Input Multiple Output Systems, MIMO-Systemen), wie z.B. HIPERLAN 2-Systemen,
und Empfängersystemen, die Antennendiversität verwenden.
Allgemeiner Stand der Technik
Ein Frequenzversatzdiversitätsempfänger ist aus den IEEE
Transactions on Vehicular Technology, Bd. VT-36, Nr. 2, Mai 1987, beginnend mit
Seite 63, „Frequency Offset Receiver Diversity for Differential MSK" von
Tatsuro Masamura bekannt. Das beschriebene Empfängerdiversitätsschema
ist für die Differenzdetektion von MSK (Minimum Shift Keying, Minimumumtastung)
in einem Mobil-Satellitenkommunikationssystem hoher Qualität vorgesehen. Der
Empfänger umfasst zwei Empfangszweige, von denen jeder seine eigene Antenne
aufweist. Das Signal von jedem Empfangszweig wird in eine unterschiedliche Zwischenfrequenz
(ZF) umgesetzt. Die ZF-Signale werden summiert und dann durch einen gemeinsamen
Differenzdetektor detektiert. Die mehreren Signale werden in einer ZF-Stufe ohne
Phasenjustierer, Signalqualitätsmessschaltungen oder eine Schaltsteuerung kombiniert.
Die ZF-Signale unterscheiden sich in der Frequenz um den Trägerfrequenzversatz
fs. Der Frequenzversatz ist derart gewählt, dass er ausreichend
groß ist, dass jedwede Störkomponenten in den Produkten der Mischung durch
einen Tiefpassfilter unterdrückt werden können, der auf den Differenzdetektor
folgt. Jeder der Empfangszweige umfasst effektiv zwei vollständige Empfängerketten,
was nicht nur die Komponentenanzahl und dadurch die Kosten erhöht, sondern
auch den Stromverbrauch steigert, was in tragbaren Handgeräten unerwünscht
ist.
US-Patentspezifikation 5.742.583 betrifft Auswahldiversität und
beschreibt ein Verfahren des Kombinierens diverser Spreizspektrumantennensignale,
das vermeidet, separate „Rückführkabel" zwischen jeder Antenne
und einem jeweiligen Anschluss eines Empfängers bereitstellen zu müssen.
In einer Ausführungsform, die zwei Antennen aufweist, ist die Frequenz F1
eines Spreizspektrumsignals, das an einer der zwei Antennen empfangen wird, um eine
Frequenz +F0 versetzt. Die nicht versetzten und die versetzten Signale
werden kombiniert und an ein einzelnes Rückführkabel gelegt. An einer
Basisstation wird das kombinierte Signal zerlegt, wobei ein Anteil direkt an einen
ersten Empfängeranschluss gelegt wird, während der andere Anteil um –F0
frequenzverschoben wird und das Ergebnis an einen zweiten Empfängeranschluss
gelegt wird. Das nicht versetzte Antennensignal wird am Empfänger unverändert
empfangen, und vom versetzten Antennensignal wird der Versatz entfernt, bevor es
an den Empfänger gelegt wird. Die Versatzfrequenz F0 wird so ausgewählt,
dass sie so klein wie möglich ist, aber groß genug, um Signaltrennung
aufrechtzuerhalten. F0 kann 1/(2 × CPI) Hz klein sein, wobei CPI
das kohärente Verarbeitungsintervall (Coherent Processing Interval) des Spreizspektrumsignals
ist. Als Beispiel ist bei einer Spreizbandbreite von 10 MHz das CPI gleich 5 Mikrosekunden,
und der Wert von F0 ist gleich 100 kHz.
In einer zweiten Ausführungsform werden die Antennenspreizspektrumsignale
von räumlich getrennten Antennen vor der Übertragung auf einem einzelnen
Rückführkabel durch Codemultiplexen behandelt. An der Basisstation wird
die Ausgabe aus dem Rückführkabel zerlegt, und die jeweiligen Anteile
werden an Korrelatoren gelegt, die die jeweiligen Antennensignale entspreizen und
decodieren.
Abgesehen vom Verringern der Anzahl Rückführkabel verringert
dieses Verfahren die Anzahl der HF-Ketten im Basisstationsempfänger nicht.
Beschreibung der Erfindung
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Komponentenanzahl
in Frequenzversatzdiversitätsempfängern zu verringern.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Frequenzversatzdiversitätsempfänger
geschaffen, der räumliche Antennendiversitätsmittel zum Aufnehmen jeweiliger
von mindestens zwei modulierten HF-Signalen, wobei die räumlichen Antennendiversitätsmittel
einen jeweiligen Ausgang für jedes der mindestens zwei modulierten HF-Eingangssignale
aufweisen, ein HF-Signalkombiniermittel, das Signaleingänge und einen Ausgang
aufweist, wobei jeder der Signaleingänge durch einen jeweiligen HF-Signalweg
mit einem jeweiligen Ausgang der räumlichen Antennendiversitätsmittel
gekoppelt ist, HF-Frequenzverschiebungsmittel in allen außer einem der HF-Signalwege
und ein Signalverarbeitungsmittel umfasst, das mit dem Ausgang des HF-Signalkombiniermittels
gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Frequenzverschiebungsmittel
ausgelegt ist, um die Frequenz des HF-Signals in seinem jeweiligen Weg um mindestens
einen Kanalabstand in einen jeweiligen Frequenzkanal zu verschieben, der einem Frequenzkanal
benachbart ist, der durch das HF-Signal belegt ist, das mit dem einen der HF-Signalwege
gekoppelt ist, dadurch, dass das Ausgangssignal vom HF-Signalkombiniermittel ein
einzelnes Mehrkanal-HF-Signal umfasst, und dadurch, dass das Signalverarbeitungsmittel
eine Zwischenfrequenzstufe (ZF-Stufe), die mit dem Ausgang des HF-Signalkombiniermittels
zum Mischen des kombinierten Signals abwärts zum Basisband
gekoppelt ist, eine Analog-Digital-Wandlerstufe (AD-Wandlerstufe), die mit der ZF-Stufe
gekoppelt ist, um die Basisbandsignale zu digitalisieren, ein Frequenzdemultiplexmittel,
das mit der Analog-Digital-Wandlerstufe gekoppelt ist, zum Wiederherstellen der
jeweiligen modulierten Basisbandsignale und ein Mittel zum Kombinieren der Basisbandsignale
umfasst, um ein Ausgangssignal bereitzustellen.
Im Unterschied zum bekannten Typ von Empfänger, der oben in dem
Artikel der IEEE Transactions on Vehicular Technology beschrieben ist, sind die
Eingangssignale im Wesentlichen bei HF, wenn sie kombiniert werden, wodurch eine
Duplizierung von Komponenten im HF-Abschnitt des Empfängers und die ihnen zugehörigen
Kosten vermieden werden. Frequenzabwärtswandlung zum Basisband erfolgt in einer
gemeinsamen Stufe, und danach werden die Signale, die digitalisiert worden sind,
Frequenzdemultiplexen unterzogen, um die ursprünglich empfangenen Signale wiederherzustellen,
die darauf folgend kombiniert werden.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Die vorliegende Erfindung wird nun anhand eines Beispiels unter Bezug
auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, wobei
1 ein schematisches Blockschaltbild eines Frequenzversatzdiversitätsempfängers
ist, der gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt ist, und
2 ein schematisches Blockschaltbild eines MIMO-Empfängers
ist. In den Zeichnungen sind, um entsprechende Merkmale zu bezeichnen, dieselben
Bezugszeichen verwendet worden.
Weisen zum Ausführen der Erfindung
Der in 1 gezeigte Empfänger umfasst
erste und zweite HF-Empfangszweige 10, 12, die mit jeweiligen
Eingängen 11, 13 eines Kombinierers 14 gekoppelt
sind. Der erste Empfangszweig 10 umfasst eine erste Antenne 16,
die mit dem Eingang 11 des Kombinierers 14 gekoppelt ist. Der
zweite Zweig 12 umfasst eine zweite Antenne 18, die von der ersten
Antenne 16 räumlich getrennt ist und die über einen Schalter
20 mit einem Filter 22 gekoppelt ist. Ein Ausgang des Filters
22 ist mit einem ersten Eingang 23 eines Mischers 26
gekoppelt. Ein Lokaloszillatorsignal, das eine Frequenz FREQ.A aufweist, wird einem
Eingang 24 des Mischers 26 zugeführt, um das Signal auf dem
ersten Eingang 23 zu einem Frequenzkanal zu verschieben, der dem Kanal
benachbart ist, der durch das Signal im ersten Empfangszweig 10 belegt
ist. Ein Ausgang des Mischers 26 wird dem Eingang 13 des Kombinierers
14 zugeführt.
Der Kombinationssignalausgang des Kombinierers 14 wird zum
Basisband in zwei Überlagerungsstufen frequenzabwärtsgewandelt, die einen
HF-Mischer 28, der von einer geeigneten Quelle eine HF-Lokaloszillatorfrequenz
FREQ.B empfängt, um das kombinierte HF-Signal auf eine ZF frequenzabwärtszuwandeln,
und einen ZF-Mischer 30 beinhalten, der eine ZF-Lokaloszillatorfrequenz
empfängt, um das ZF-Signal auf seinem anderen Eingang zum Basisband frequenzabwärtszuwandeln.
Optional können die Mischer 28 und 30 durch
einen einzelnen Mischer (nicht gezeigt) ersetzt werden, in welchem Fall dessen Lokaloszillatorfrequenz
ausgewählt wird, um das kombinierte HF-Signal zum Basisband zu wandeln.
Ein Analog-Digital-Wandler (AD-Wandler) 32 digitalisiert
das Basisbandsignal vom Mischer 30 und führt es einer Basisbandverarbeitungsstufe
34 zu. Die Stufe 34 umfasst einen Frequenzdemultiplexer
36, der die jeweiligen ursprünglichen Modulationssignale wiederherstellt,
die durch die ersten und zweiten Zweige 10, 12 empfangen werden,
und sie auf jeweiligen Ausgängen 38, 40 bereitstellt. Das
Signal auf dem Ausgang 40 hat die Frequenzverschiebung umgekehrt aufgewiesen,
die durch den Mischer 26 erzeugt wird. Diese Ausgänge 38,
40 sind mit einer Phasenausricht- und Kombinationsstufe 42 gekoppelt,
die ein einzelnes maximal kombiniertes Signal auf einem Ausgang 44 bereitstellt.
Die Basisbandverarbeitungsstufe 34 beinhaltet eine Nachbarkanalabtaststufe
46, die einen Eingang aufweist, der mit dem Ausgang des AD-Wandlers
32 gekoppelt ist. Die Stufe 46 weist drei Ausgänge
48, 50 und 52 auf. Der Ausgang 48 wird zum selektiven
Betätigen des Schalters 20 verwendet, der Ausgang 50 stellt
die Frequenz FREQ.A bereit, die verwendet wird, um die Frequenz des HF-Signals im
zweiten Empfangszweig 12 zu verschieben, und der Ausgang 52 stellt
dem Lokaloszillatoreingang des HF-Mischers 28 die Frequenz FREQ.B bereit.
Der Betrieb des dargestellten Empfängers wird nun mit Unterstützung
der eingesetzten Wellenformdiagramme P, Q, R, S, T, V, W und X beschrieben. In den
Diagrammen repräsentiert die Abszisse die Frequenz, und die Ordinate repräsentiert
die Leistung.
Diagramm P stellt ein einzelnes Kanalsignal dar, das durch die erste
Antenne 16 empfangen wird, und Diagramm Q stellt ein einzelnes Kanalsignal
dar, das durch die zweite Antenne 18 empfangen wird. Beide Kanäle
sind auf 5,2 GHz zentriert. Diagram R stellt das Signal, das durch die zweite Antenne
18 empfangen worden ist und das in der Frequenz um +20 MHz verschoben ist,
dar, um so in einem Kanal zu liegen, der jenem benachbart ist,
der durch das Signal auf der ersten Antenne 16 belegt ist. Das kombinierte
Signal von der Stufe 14 ist in Diagramm S gezeigt, das diese Signale in
benachbarten Frequenzdiversitätskanälen befindlich zeigt.
Diagramm T zeigt die kombinierten Signale zum Basisband frequenzabwärtsgewandelt.
Diagramme V und W zeigen die jeweiligen Ausgänge 38, 40 vom
Frequenzdemultiplexer 36. Im Falle des Diagramms W ist das Signal in der
Frequenz zurückverschoben worden und ähnelt jenem, das im Diagramm Q gezeigt
ist. Schließlich zeigt Diagramm X das Ergebnis des Phasenausrichtens und Kombinierens
der in den Diagrammen V und W gezeigten Signale zu einem einzigen, weitgehend unverzerrten
Puls.
In einer bevorzugten Betriebsart sind beide benachbarten Kanäle
leer, in welchem Fall der Schalter 20 geschlossen ist und beide Signale
verwendet werden. Sind jedoch beide benachbarten Kanäle belegt, kann der Empfänger
nicht mit zwei durch Frequenzmultiplexen behandelten Signalen arbeiten, und der
Schalter 20 ist geöffnet, sodass der Empfänger als gewöhnlicher
Empfänger arbeitet, der immer noch Antennenumschaltung ähnlich einem klassischen
Empfänger mit Antennendiversität einsetzen kann.
Kommt es vor, dass nur einer der Kanäle belegt ist, kann der
Empfänger immer noch Frequenzmultiplexen einsetzen, kann aber erfordern, dass
die Frequenzen FREQ.A und FREQ.B derart justiert werden, dass das durch Frequenzmultiplexen
behandelte Signal nicht beschädigt wird.
Der dargestellte Empfänger kann den Zustand des benachbarten
Kanals durch Basisbandverarbeitung untersuchen. Um dies zu tun, wird der Schalter
20 geöffnet, und die Signalstärken der gedemultiplexten Signale
werden verglichen. Um den anderen benachbarten Kanal zu untersuchen, müssen
die Frequenzen FREQ.A und FREQ.B justiert werden.
In einer nicht dargestellten Variante des Empfängers, der gemäß
der vorliegenden Erfindung hergestellt ist, könnte das Frequenzmultiplexen
bei ZF nach dem ZF-Kanalfilter vorgenommen werden. Dies stellt sicher, dass benachbarte
Kanäle stets leer sein würden. Diese nicht dargestellte Variante würde
zwei HF-ZF-Frequenzabwärtswandler, aber nur einen ZF-Basisband-Frequenzabwärtswandler
erfordern.
Das Signal im zweiten Empfangszweig 12 kann um mehr als einen
Kanalabstand verschoben sein. In einem derartigen Fall müssen die ZF-Stufe
und der AD-Wandler 32 über einem größeren Frequenzbereich
arbeiten.
2 zeigt eine Ausführungsform eines Frequenzversatzempfängers
zur Verwendung in einem MIMO-System. Der dargestellte MIMO-Empfänger ist in
vielerlei Hinsicht eine einfache Extrapolation des in 1
gezeigten Empfängers, die mehr Kanäle oder Zweige aufweist. Obgleich in
2 vier Empfangszweige gezeigt worden sind, wird die
Anzahl wiederholt, um genug Zweige für die Gesamtzahl von MIMO-Zweigen bereitzustellen.
Der in 2 gezeigte Empfänger umfasst
vier Empfangszweige (oder Kanäle) 10, 12A, 12B und
12C, die mit jeweiligen Eingängen 11, 13A,
13B und 13C eines Kombinierers 14 gekoppelt sind. Ein
erster der Empfangszweige, Zweig 10, umfasst eine erste Antenne
16, die mit dem Eingang 11 des Kombinierers 14 gekoppelt
ist. Die Architektur der übrigen drei Zweige 12A, 12B und
12C ist im Wesentlichen dieselbe, und aus Gründen der Einfachheit
der Beschreibung wird nur der zweite Zweig 12A beschrieben. Auf die entsprechenden
Merkmale in den dritten und vierten Zweigen 12B und 12C wird in
Klammern verwiesen.
Der zweite Zweig 12A umfasst eine Antenne 18A (18B,
18C), die mit einem Filter 22A (22B, 22C) gekoppelt
ist. Ein Ausgang des Filters 22A (22B, 22C) ist mit einem
ersten Eingang 23A (23B, 23C) eines Mischers
26A (26B, 26C) gekoppelt. Ein Lokaloszillatorsignal,
das eine Frequenz FREQ.A (FREQ.C und FREQ.D) aufweist, wird einem Eingang
24A (24B, 24C) des Mischers 26A (26B,
26C) zugeführt, um das Signal auf dem ersten Eingang 23A
(23B, 23C) zu einem Frequenzkanal zu verschieben, der dem Kanal
benachbart oder nahe ist, der durch das Signal im ersten Empfangszweig
10 belegt ist. Ein Ausgang des Mischers 26A (26B,
26C) ist mit einem jeweiligen Eingang 13A (13B,
13C) des Kombinierers 14 gekoppelt. Als Beispiel weist der erste
Kanal 10 eine Mittenfrequenz von 5,2 GHz auf, und die jeweiligen Lokaloszillatorsignale,
die an die Eingänge 24A, 24B und 24C der Mischer
26A, 26B, 26C gelegt sind, sind derart, dass die jeweiligen
Signale, die an die Eingänge 13A, 13B und 13C des
Kombinierers 14 gelegt sind, [5,25 GHz + (1 × 20 MHz)], [5,2 GHz +
(2 × 20 MHz)] und [5,2 GHz – (1 × 20, MHz)] sind.
Der Kombinationssignalausgang des Kombinierers 14, der Signale
in vier benachbarten Frequenzkanälen umfasst, wird zum Basisband in zwei Überlagerungsstufen
frequenzabwärtsgewandelt, die einen HF-Mischer 28, der von einer geeigneten
Quelle eine HF-Lokaloszillatorfrequenz FREQ.B zum Frequenzabwärtswandeln des
kombinierten HF-Signals auf eine ZF empfängt, und einen ZF-Mischer
30 beinhalten, der eine ZF-Lokaloszillatorfrequenz zum Frequenzabwärtswandeln
des ZF-Signals auf seinem anderen Eingang zum Basisband empfängt.
Optional können die Mischer 28 und 30 durch
einen einzelnen Mischer (nicht gezeigt) ersetzt werden, in welchem Fall dessen Lokaloszillatorfrequenz
ausgewählt wird, um das kombinierte HF-Signal zum Basisband zu wandeln.
Ein Analog-Digital-Wandler (AD-Wandler) 32 digitalisiert
das Basisbandsignal vom Mischer 30 und führt es einer Basisbandverarbeitungsstufe
34 zu. Die Stufe 34 umfasst einen Frequenzdemultiplexer
36, der die jeweiligen ursprünglichen Modulationssignale wiederherstellt,
die durch die vier Zweige 10, 12A, 12B und
12C empfangen werden, und sie auf jeweiligen Ausgängen 38,
40A, 40B und 40C bereitstellt. Die Signale auf den Ausgängen
40A, 40B und 40C haben die Frequenzverschiebungen umgekehrt
aufgewiesen, die durch die Mischer 26A, 26B und 26C erzeugt
werden. Diese Ausgänge 38, 40A, 40B und
40C sind mit einer ersten MIMO-Stufe MIMO1 gekoppelt. Die MIMO1-Stufe ist
in der Lage, einige oder alle der folgenden Elemente oder Funktionen auszuüben:
- (a) Funkkanalabschätzung (um die Koeffizienten der M-mal-N-Matrix zu bestimmen,
die die Eigenschaft des Kanals repräsentiert, wobei M die Anzahl von Sendern
ist und N die Anzahl von Empfängern ist. Erreicht werden kann dies durch die
Verwendung entweder von Trainingssequenzen oder von Codiertechniken.).
- (b) Funkkanalmatrixinversion.
- (c) Kapazitätsabschätzung.
- (d) Nullung oder Strahlformung.
- (e) Störunterdrückung.
- (f) Störabstandsmaximierung.
- (g) Fehlererkennung und -korrektur.
Ausgänge 58, 60A, 60B und
60C der MIMO1-Stufe sind mit jeweiligen Eingängen einer zweiten MIMO-Stufe
MIMO2 gekoppelt, die ein Multiplexer zum Neukombinieren der individuellen Datenströme
in einen gemeinsamen Strom ist, der auf einem Ausgang 44 abgegeben wird.
Die Basisbandverarbeitungsstufe 34 beinhaltet eine Nachbarkanalabtaststufe
46, die einen Eingang aufweist, der mit dem Ausgang des AD-Wandlers
32 gekoppelt ist. Die Stufe 46 weist vier Ausgänge
50, 52, 54 und 56 auf. Der Ausgang
50 stellt die Frequenz FREQ.A bereit, die verwendet wird, um die Frequenz
des HF-Signals im zweiten Empfangszweig 12A zu verschieben, der Ausgang
52 stellt dem Lokaloszillatoreingang des HF-Mischers 28 die Frequenz
FREQ.B bereit, und die Ausgänge 54, 56 stellen jeweils FREQ.C
und FREQ.D zum Verschieben der Frequenzen der HF-Signale in den dritten und vierten
Empfangszweigen 12B, 12C bereit.
Beim Vergleichen von 1 und
2 wird man bemerken, dass es in 2
keine Schalter in den Zweigen 12A, 12B und 12C gibt,
weil die Mehrzweigstruktur von MIMO jederzeit verfügbar sein muss, damit MIMO
arbeitet. Nichtsdestotrotz kann es Gelegenheiten geben, bei denen einige der benachbarten
Kanäle belegt sind und der Sender informiert werden muss. Dies kann über
einen Rückkanal erfolgen, und der Sender kann in Reaktion darauf den Grad der
MIMO-Zunahme begrenzen, den er verwendet.
In der vorliegenden Spezifikation und den Ansprüchen schließt
das Wort „ein" oder „eine" (Englisch: „a" oder „an")
vor einem Element das Vorhandensein mehrerer derartiger Elemente nicht aus. Ferner
schließt das Wort „umfassen" (Englisch: „comprising") das Vorhandensein
von anderen als den aufgeführten Elementen oder Schritten nicht aus.
Fig. 1 und Fig. 2
- Power
- Leistung
- IFLO
- ZFLO
- RFLO
- HFLO