GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung bezieht sich auf Telekommunikationsvermittlungssysteme
und insbesondere auf ein Zeichenübertragungssystem mit einem Einheitszugriffsschalter
für das Bereitstellen von Zeichenübertragung und Anruf-Routing in einem
Telekommunikationssystem.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Telekommunikationsträger setzen zunehmend Mehrfachdienst-Pakete
oder gebündelte Dienste für Kunden ein, um bei dem Versuch, die Kundenbindung
zu steigern, reduzierte Gesamtzugriffsgebühren zu bieten. Zum Beispiel hat
der Boom bei Abonnements von digitalen Teilnehmerleitungen viele Träger dazu
veranlasst, Internetdienste mit hoher Bandbreite mit herkömmlichen Sprachdiensten
zu bündeln. Der Träger kann vorteilhafterweise eine höhere Gebühr
für den gebündelten Dienst berechnen als für die einzelnen Servicegebühren
von einem der zusammengebündelten Dienste, während er jedoch eine Gebühr
für den gebündelten Service anbietet, die immer noch niedriger ist als
die Summe von typischen Gebühren der einzelnen Dienste, wodurch ein Anreiz
für die Kunden geschaffen wird, zusätzliche Dienste zu abonnieren. Neueste
Markttrends weisen eine hohe Verbrauchernachfrage nach diesen gebündelten Diensten
auf. Zahlreiche Kabelträger stellen auch gebündelte Dienste in der Form
von herkömmlichen Pay-TV-Kabeldiensten bereit, die mit einem Kabelinternetzugriff
mit hoher Bandbreite gebündelt sind. Die Deregulation in der Telekommunikationsindustrie,
die es jetzt erlaubt, dass Träger von Ferngesprächen mit lokalen Trägern
konkurrieren, verspricht, dem Verbraucher zusätzliche gebündelte Dienste
zu bringen. Drahtlose Dienste werden auch mit zahlreichen Kombinationen der oben
erwähnten Dienste gebündelt. Die Markttrends hinsichtlich gebündelter
Dienste sind unverkennbar. Erfolgreiche Träger der Zukunft werden die Fähigkeit
haben, verschiedene Pakete von Sprach- und Datendiensten anzubieten. Träger
spüren bereits die Belastung des erfolgreichen Aktualisierens von vorhandenen
Infrastrukturen, um die von Kunden verlangten Dienste mit hoher Bandbreite zu schaffen.
Einige lokale Träger berichten gegenwärtig von Auftragsüberhängen
von bis zu drei Jahren für zum Beispiel DSL-Dienste.
Üblicherweise werden Übergangsnetzwerke genutzt, um dem
Kunden Zugriff auf Sprach- und Datennetzwerke zu liefern. Ein Zugriffsnetzwerk ist
mit Sprach- und Datenschaltern gekoppelt, die jeweils mit einem Datennetzwerk, zum
Beispiel einem Pakethauptnetzwerk, und dem öffentlichen Telefonnetzwerk gekoppelt
sind. Typischerweise sind verschiedene Klassen von Sprachschaltern, zum Beispiel
Klasse-4-Schalter für das Bereitstellen von Austauschträger(IXC von englisch
,Interexchange Carrier')-Sprachdiensten und Klasse-5-Schaltern für das Bereitstellen
von Endbürosprachdiensten in dem Übergangsnetzwerk erforderlich. Dann
sind Multimediagateways für die Kopplung mit einem Datenzugriffsschalter erforderlich.
Es wird jedoch an einem echt integrierten Sprach- und Datennetzwerk gearbeitet.
Es wird viel Arbeit aufgewandt, um die Übergangsnetzwerke zu
warten und zu aktualisieren, wenn neue Dienste verfügbar werden. Eine Bewegung
hin zu einem Einheitszugriff ist eindeutigerweise vorteilhaft und verspricht neu
entstehenden Techniken, die auf gegenwärtigen Großnetzwerken nicht leicht
zu implementieren sind, zum Beispiel Internet-Protokoll-Telefonie (VoIP von englisch
,Voice over IP') und DSL-Telefonie (VoDSL von ,Voice over DSL'), einen breiteren
Akzeptanzgrad zu verschaffen.
Ein Einheitszugriff erfordert stark verbesserte Vermittlungssysteme,
die heute üblicherweise im PSTN (von englisch ,public switched telephone network';
öffentliches Telefonvermittlungsnetz) zu finden sind. Die Vermittlungsstruktur
erfordert verschiedene an zahlreiche andere verschiedene Netzwerke zu vermittelnde
Dienste. Zum Beispiel würde eine eingehende Zeitmultiplexnachricht dazu in
der Lage sein müssen, an einen anderen Zeitmultiplexkanal sowie auch an verschiedene
andere Netzwerke, zum Beispiel IP für einen VoIP-Ziel-Kunden, vermittelt zu
werden. Auf ähnliche Weise würde der Einheitsschalter dazu fähig
sein müssen, einen von einem IP stammenden Anruf an ein IP-, TDM-, Rahmenrelais-
und ATM-Netzwerk zu vermitteln, um nur ein paar zu nennen. Eindeutigerweise hat
ein Schalter, der für die Realisierung eines Einheitszugriffs erforderlich
ist, einen Entwicklungsstand, der in typischen, heute in Trägernetzwerken zu
findenden Schaltern nicht ausgeführt ist.
Typischerweise ist die in Telekommunikationsvermittlungssystemen ausgeführte
Zeichenübertragung bezüglich der für die Datennetzwerke bereitgestellten
Menge an Diensten begrenzt. Ein Einheitszugriffsschalter wäre vorzugsweise
dazu fähig, die Übertragung für alle davon übertragenen und
weitergeleiteten Anrufe zu handhaben. Ferner haben in den heutigen Vermittlungssystemen
die Nachschlagetabellen (nachstehend einfach als 'Tabelle' bezeichnet) allgemein
Einträge für jeden Zieltyp, der dazu fähig ist, von dem Schalter
weitergeleitet zu werden. Durch das Integrieren von Datendiensten in einem Einheitszugriffsschaiter
wächst die Größe dieser Tabellen zweifellos, wenn Dienste, zum Beispiel
Selektionsdienste, die jetzt bei vielen Sprachdiensten üblich sind, für
Datendienste angewendet werden.
DE 198 04 197 A richtet sich auf
ein Verfahren für das Suchen von Information in einer Datenverarbeitungsvorrichtung
unter Verwendung von Telefonnummern eines Telefonsystems. Das Verfahren beinhaltet
die Verwendung einer zusätzlichen Indextabelle, in der alle Telefonnummern
von Informationsobjekten in einem vorherbestimmten Indexformat in Verbindung mit
einem Identifikator für ein entsprechendes Informationsobjekt gespeichert werden.
Die Telefonnummer eines Anrufers wird in das Indexformat umgewandelt, das dem Ausgangspunkt
des Anrufers entspricht und von der Position des angerufenen Teilnehmers abhängt.
Die Steuerung der Umwandlung in das Indexformat wird von den führenden Nullen
der entsprechenden Telefonnummer abhängig gemacht.
Gemäß der Erfindung ist ein Vermittlungssystem für
das Empfangen eines Zeichenstroms eines von einem Teilnehmer ausgesendeten Anrufs
vorgesehen, das so betreibbar ist, dass es Zeichenerkennung des Zeichenstroms gemäß
den Merkmalen nach Anspruch 1 bereitstellt. Darüber hinaus betrifft die Erfindung
ein Verfahren für das Bereitstellen von Zeichenübertragung und Anruf-Routing
in einem Telekommunikationsvermittlungssystem gemäß den Merkmalen nach
Anspruch 19.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist ein optimales Zeichenübertragungs- und Anrufverarbeitungssystem und -verfahren
vorgesehen, das die Größe der für das Ausführen von Zeichenübertragung
erforderlichen Tabellen reduziert. Ein Präfixübertragungs- und Zeichenkennzeichnungsprozess
wird unter der Verwendung einer Zeichenpräfixtabelle und einer mit ihr gekoppelten
zweiten Tabelle ausgeführt. Die Zeichenpräfixtabelle enthält zahlreiche
Einträge, die Präfixen von gewählten Zeichenströmen entsprechen.
Jeder Eintrag weist einen Index auf einen Eintrag einer zweiten Tabelle auf, die
so betreibbar ist, dass sie einen Zieltyp des Zeichenstroms ausgibt. Die zweite
Tabelle weist zahlreiche Einträge auf, die mit verschiedenen Anrufzieltypen
assoziiert sind. Jeder in den entsprechenden Einträgen der Zeichenpräfixtabelle
enthaltene Index kann auf mehr als einen Eintrag der zweiten Tabelle verweisen.
Die Zeichenstromlänge wird analysiert, um Mehrdeutigkeiten in dem Zeichenstrom,
wenn ein Index in einem Eintrag der Zeichenpräfixtabelle auf mehr als einen
Eintrag der zweiten Tabelle verweist, aufzulösen. Mehrere Einträge der
Zeichenpräfixtabelle können einen gemeinsamen Index auf einen identischen
Eintrag der zweiten Tabelle haben, wodurch die erforderliche Anzahl von Einträgen
in der zweiten Tabelle für das Kennzeichnen von Anrufzieltypen reduziert wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
eine Anrufselektionstabelle mit von der zweiten Tabelle erhaltenen Zieltypendaten
abgefragt. Die Anrufselektionstabelle kann die Anrufsteuerung an eine National-
oder International-Übertrager-Tabelle weitergeben, die einen Routenindex bereitstellt,
auf dem die weitere Anrufverarbeitung ausgeführt wird. Der Routenindex kann
von einer Ursprungs-Routingtabelle, einer Trägeridentifikationscode-Routingtabelle
und einer Tageszeit-Routingtabelle modifiziert werden, bevor der Anruf letztendlich
weitergeleitet wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Für ein vollständigeres Verständnis der vorliegenden
Erfindung, ihrer Aufgaben und Vorteile wird jetzt auf die folgenden Beschreibungen
in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen Bezug genommen. In denen ist:
1 ein vereinfachtes Telekommunikationssystem, das einen
Einheitszugriffsschalter aufweist, auf den die vorliegende Erfindung angewendet
werden kann;
2 eine vereinfachte Zeichenpräfixtabelle und Zeicheneingrenzungstabelle
für das Ausführen von Zeichenpräfixkennzeichnung einschließlich
einer Zieltypenanalyse;
3 eine vereinfachte Selektionstabelle gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
4 ein Ablaufdiagramm des Präfixübertragungs-
und Zeichenkennzeichnungsprozesses der vorliegenden Erfindung einschließlich
Anrufselektions- und Routing-Prozessen davon.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und
ihre Vorteile sind am besten durch Bezugnahme auf 1–4
der Zeichnungen zu verstehen, gleiche Bezugszeichen werden für ähnliche
und entsprechende Teile der verschiedenen Zeichnungen verwendet.
In 1 ist ein vereinfachtes Telekommunikationssystem
100 dargestellt, das einen Einheitszugriffsschalter 10 gemäß
der vorliegenden Erfindung aufweist. Der Einheitszugriffsschalter 10 schafft
eine Schnittstelle für ein Zugriffsnetzwerk 20 mit zum Beispiel einem
Pakethauptnetzwerk 40 und dem öffentlichen Telefonnetzwerk (PSTN)
30. Das Zugriffsnetzwerk 20 kann mit verschiedener Telekommunikationsgerätschaft,
zum Beispiel Vorrichtungen für asynchrone Übertragungsbetriebsarten, Rahmenrelais
und Internetprotokolle, die alle allgemein von der Bezugszahl 50 bezeichnet
werden, sowie auch eine integrierte Zugriffsvorrichtung (IAD von englisch ,integrated
access device') 60, Nebenstellenanlagen (PBXs von englisch
,private branch exchanges') 70 und Digitalschleifenträger (DLCs von
englisch ,digital loop carriers') 80, die mit verschiedenen Protokollen
und Übertragungstechniken arbeiten, gekoppelt sein. Der Einheitszugriffsschalter
10 schafft Schnittstellen von Teilnehmerleitungen mit Hardware und Software
für die Verbindung zu anderen Teilnehmerleitungen und Kommunikationseinrichtungen.
Der Einheitszugriffsschalter 10 weist vorzugsweise verschiedene
Protokollübertragungsmodule auf, die in verschiedener Hardware und Software
ausgeführt sein können. Entsprechend der Zeichenübertragung gemäß
der vorliegenden Erfindung werden verschiedene Tabellen in dem Einheitszugriffsschalter
10 geführt. Diese Tabellen werden vorzugsweise in Speichermodulen
in dem Einheitszugriffsschalter 10 gespeichert. Die Tabellen können
zahlreiche Einträge enthalten, die jeweils verschiedene Parameter und Identifikatorfelder
speichern, die jeweils mit verschiedenen Teilnehmerdiensten assoziiert sind und
sie definieren. Es sollte zu verstehen sein, dass der Begriff Tabelle, wie er hierin
verwendet wird, die darin enthaltenen Daten nicht auf herkömmliche Eintragsfeldtabellenformate
beschränken soll, sondern zum Beispiel in verschiedenen Baumstrukturen gespeicherte
Daten aufweisen kann, um das Datensuchen danach zu erleichtern. Eine Datenbank von
Teilnehmerprofilen wird vorzugsweise in dem Einheitszugriffsschalter 10
geführt und definiert verschiedene von den Teilnehmern abonnierte Dienste.
Diese Dienste können geeignete Routing-Verfahren für entsprechende Anrufzieltypen
definieren und können sowohl mit Sprach- als auch Datenserviceanrufen assoziiert
sein. Die Teilnehmerprofile werden für das Erleichtern der Modifizierung der
Daten, das heißt, der darin definierten Abonnementsdienste, vorzugsweise in
Lese/Schreibspeichermodulen geführt. Vorzugsweise weist jedes der Teilnehmerprofile
einen Präfixbaumwähler, eine Übertragungsgruppe, eine Selektionsklasse,
eine Trägeridentifikation und eine Teilnehmergruppe auf, auch wenn die in jedem
Teilnehmerprofil enthaltene Information nicht darauf beschränkt ist.
Der Anrufverarbeitungszeichenübertrager der vorliegenden Erfindung
weist ein Erkennungsmodul für gewählte Zeichen, ein Klassifizierungsmodul
für gewählte Zeichen, ein Anrufzielselektionsmodul und Routingmodul auf.
Der Zeichenübertrager liefert Zeichenerkennungs- und Interpretationsfähigkeiten
und bestimmt auf der Basis der Zeichenerkennungs- und Interpretationsfunktionen,
wie der Anruf verarbeitet werden soll, ob er zum Beispiel über das Netzwerk
weitergeleitet werden soll, ob der Zugriff versagt werden soll usw. Der Zeichenübertrager
ist ein programmierbarer Übertrager, der so konfiguriert werden kann, dass
er verschiedene Anrufsszenarien in den entstehdenden integrierten Sprach- und Datendienstschaltern
handhabt. Der Zeichenübertrager ist vorteilhafterweise programmierbar und kann
dementsprechend Anrufverarbeitung für gegenwärtig angebotene und zukünftig
anzuwendende Dienste liefern.
Zeichenübertragung gemäß der vorliegenden Erfindung
wird universell auf allen Anrufausgängen ausgeführt, unabhängig davon,
ob diese Anrufe von Teilnehmerleitungen ausgehende Anrufe sind oder von der Hauptleitung
ausgehen. Weiterhin ist der Übertrager dafür ausgebildet, Anrufausgängen
unabhängig von dem Protokoll, den von dem in dem Anruf aufgerufenen Anrufmerkmalen
und den in dem Anrufausgang enthaltenen kundenspezifischen Daten zu verarbeiten.
Die Anrufverarbeitungszeichenübertragung und die Anrufverarbeitung
der vorliegenden Erfindung werden in drei allgemeinen Schritten ausgeführt
und weisen einen Präfixübertragungs- und Zeichenpräfixkennzeichnungsschritt,
einen Anrufselektionsschritt und einen Routing-Schritt auf. Jeder dieser Schritte
wird durch die Abfrage von in dem Schalter geführten verschiedenen Tabellen
ausgeführt. Allgemein wird der Präfixübertragungsschritt durchgeführt,
um im Voraus zugeordnete Anrufpräfixe zu erkennen. Wenn der Präfixübertragungsschritt
bestimmt, dass im Voraus zugeordnete Anrufpräfixe in dem Zeichenstrom existieren,
wird das im Voraus zugeordnete Präfix aus dem Strom entfernt. Die Nummer der
angerufenen Partei (Zielnummer) wird dann aus dem übrigen Strom rückgewonnen.
Der letzte Anruftyp, der der Zieltyp ist, wird dann aus dem Zeichenstrom ausgewertet.
Zuletzt wrird der Zeichenstrom hinsichtlich mehrdeutig gewählter Nummernkombinationen
analysiert.
Der Anrufselektionsschritt wird allgemein durchgeführt, um zu
bestimmen, ob die den Anruf veranlassende (anrufende) Partei den Anruf unter dem
ausgewerteten Szenario durchführen darf. Eine mit dem Anrufer assoziierte Selektionsklasse
wird aus einem Teilnehmerprofil abgerufen, das für die den Anruf veranlassende
Partei geführt wird. Allgemein hat jede Anruferpartei, die auf den Schalter
für das Veranlassen eines Anrufs zugreift, ein Teilnehmerprofil, das in dem
Schalter geführt wird und die Abonnementsdienste des Anrufers beschreibt. Das
Anruferprofil kann verschiedene Daten aufweisen, die sich auf Anrufdienste des Teilnehmers
beziehen, und weist sämtliche Anrufselektionsfunktionen und spezielle Routing-Dienste
auf, die von dem Anrufer abonniert wurden. Der Zieltyp wird dann, wie er in dem
Präfixübertragungs- und Zeichenpräfixkennzeichnungsschritt ausgewertet
wurde, mit der Selektionsklasse verglichen, um zu bestimmen, ob der Anruf erlaubt
ist. Wenn der Anrufselektionsschritt bestätigt, dass die den Anruf veranlassende
Partei einen Anruf tätigen darf, wird ein Routing-Schritt für das Verfeinern
der Anruftypanalyse und das Auswerten einer Route für an das Fernamt gerichtete
Anrufe durchgeführt. Selektionsdienste für Sprach- und
Datendienste können sich zum Beispiel durch die Selektionsklasse oder andere
Teilnehmerdaten, wie z.B. die Teilnehmergruppe, unterscheiden.
Der Anrufverarbeitungszeichenübertrager der vorliegenden Erfindung
ist vorzugsweise in verschiedenen von Computern ausführbaren Code-Modulen oder
Anwendungsprogrammierschnittstellen implementiert, die mit dem Einheitszugriffsschalter
10 der vorliegenden Erfindung geführt werden. Die Präfixübertragung
der vorliegenden Erfindung greift auf zwei Datentabellen zu.
Eine Zeicheneingrenzungstabelle enthält Daten, um die gewählte
Nummer zu kennzeichnen. Die Zeicheneingrenzungstabelle weist ein Eingrenzungsindexfeld
für das Identifizieren von verschiedenen Einträgen darin auf. Eine Zeichenpräfixtabelle
enthält eine Liste von Präfixen, von denen jedes einen assoziierten Zeicheneingrenzungstabellenindex
hat. Diese zwei Tabellen werden in Verbindung miteinander verwendet, um sämtliche
speziellen Präfixe, zum Beispiel Präfixe, die für das Bestimmen eines
Aufrufs von öffentlichen Merkmalen verwendet werden, zu erkennen und zu trennen,
um die angerufene Partei zu bestimmen. Die Zeicheneingrenzungstabelle und die Zeichenpräfixtabelle
werden kollektiv genutzt, um die allgemeine Natur der angerufenen Nummer zu bestimmen
und jegliche mehrdeutig gewählte Nummer auch aufzulösen.
Ein Präfixübertragungsmodul oder Präfixübertragungs-API
(von englisch ,application programming interface'; Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung)
schafft eine anfängliche Anrufselektion und Zeichenführung durch das Zugreifen
auf die Zeicheneingrenzungstabelle und ein mit dem Veranlasser des Anrufs assoziiertes
Profil. Das Präfix des gewählten Zeichens kann gemäß verschiedenen
definierten Präfixen, zum Beispiel einem Standardpräfix, wie z.B. *, 101,
0, 1 usw., einer Verzeichnispräfixnummer, einer internationalen Nummer usw.
klassifiziert werden. Durch das Verwenden von zwei Tabellen für das Spezifizieren
des Präfixes und das Identifizieren des Anruftyps werden zwei eindeutige Vorteile
realisiert. In die Präfixübertragertabelle eingetragene mehrfache identische
Präfixe können auf einen identischen Index der Zeicheneingrenzungstabelle
abgebildet werden. Wiederholungen in der Zeicheneingrenzungstabelle werden deshalb
reduziert. Weiterhin können mehrere Eingaben in die Zeicheneingrenzungstabelle
mit einem einzelnen Index der Zeicheneingrenzungstabelle ausgewählt werden.
Verschiedene Eingaben, die einen Zeicheneingrenzungsindex gemeinsam nutzen, repräsentieren
verschiedene mehrdeutige Nummern, die zum Beispiel mit einem gemeinsamen Präfix
beginnen. Der für einen Anruf verwendete spezielle Zeicheneingrenzungsindex
wird auf der Grundlage der gewählten Zeichenlänge ausgewählt. Folglich
können verschiedene Zeicheneingrenzungsindizes einem gemeinsamen Präfix
entsprechen, wobei jeder der Einträge dieser verschiedenen Indizes den gewählten
Zeichen mit unterschiedlichen Längen entspricht.
Das Funktionsverhalten der Zeichenpräfixtabelle, hierin auch
als ein Präfixbaum bezeichnet, wie es mit der Zeicheneingrenzungstabelle interagiert,
ist besser mit Bezug auf 2 zu verstehen. Die Zeichenpräfixtabelle
110 weist zahlreiche Eingaben, zum Beispiel die Präfixeingaben
110A–110N, die jeweils die Eingaben für *66, 214,
*69 und 972 Präfixe darstellen, für die verschiedenen gültigen Präfixeingaben,
die aus einem Zeichenstrom eines abgehenden Anrufs rückgewonnen werden können,
auf. Es versteht sich, dass die Präfixeingaben 110A–110N
nur beispielhaft sind und zahlreiche solche Präfixe existieren. Weiterhin können
die in der Zeichenpräfixtabelle 110 enthaltenen Präfixe vorzugsweise
in der Anzahl dynamisch sein, d.h. die Zeichenpräfixtabelle 110 ist
so aktualisierbar, dass Präfixe, die bisher nicht verwendete Dienste betreffen,
oder Präfixe, die noch zu definierende Anrufvorwahlcodes betreffen, der Zeichenpräfixtabelle
110 bei Bedarf hinzugefügt werden können.
Ein Beispiel für mehrfache Präfixe mit einem gemeinsamen
Zeicheneingrenzungstabellenindex, wie obenstehend erwähnt, ist in
2 erläutert. Zum Beispiel nutzen die Präfixe
*66 und *69 mit den entsprechenden Zeichenpräfixtabellen-110-Eingaben
110A und 110C einen gemeinsamen Zeicheneingrenzungstabellenindex
gemeinsam und werden dementsprechend auf die Zeicheneingrenzungstabelleneingabe
120A abgebildet, die einen Code von öffentlichen Merkmalen kennzeichnet,
das heißt, die Zeichenpräfixtabelleneingaben 110A und
110C weisen beide einen identischen Index auf, der auf die Zeicheneingrenzungstabelleneingabe
120A verweist. Weiterhin nutzen die Zeichenpräfixtabelleneingaben
110B und 110N, die mit den Präfixen 214 bzw. 972 assoziiert
sind, einen Zeicheneingrenzungstabellenindex gemeinsam und werden folglich gemeinsam
auf die Eingabe 120N der Zeicheneingrenzungstabelle 120 abgebildet.
Allgemein können die meisten Benummerungsflächen (NPAs von englisch ,numbering
plan areas') ein gemeinsames Profil und folglich einen gemeinsamen Zeicheneingrenzungstabellenindex
gemeinsam nutzen. Weiterhin kann jede Präfixeingabe der Zeichenpräfixtabelle
110 auf Eingaben in Eingrenzungstabellen für mehrere Zeichen
120 abgebildet werden. Folglich kann ein Eingrenzungstabellenindex für
einzelne Zeichen verwendet werden, um auf mehrere Eingaben der Zeicheneingrenzungstabelle
120 zu verweisen. Mehrfachabbildungen von einem Eingrenzungstabellenindex
für einzelne Zeichen können durch das Analysieren der Zeichenkettenlänge
und das dementsprechende Abbilden des Indexes auf eine Zeicheneingrenzungstabelleneingabe
ausgeführt werden. Ein solches Verfahren kann verwendet werden, um mehrdeutige
Zeichenströme aufzulösen, wie untenstehend vollständiger beschrieben
wird. Das Schaffen von Mehrfachabbildungen von einem einzelnen Zeicheneingrenzungstabellenindex
reduziert die Anzahl von erforderlichen Eingaben in die Zeichenpräfixtabelle
110 durch das Aufheben des Bedarfs an separaten Eingaben in die Zeichenpräfixtabelle
110 für identische Präfixe mit verschiedenen Zieltypen, zum Beispiel
nationalen und internationalen Zieltypen mit einem gemeinsamen Präfix.
Als ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung können die
Zeichenpräfixtabelle 110 und die Zeicheneingrenzungstabelle
120 zusammen verwendet werden, um mehrdeutig gewählte Nummern aufzulösen,
zum Beispiel Nummern mit einer gemeinsamen NPA und zentralen Büronummer (NXX).
Das heißt, in einer gewählten Nummer mit der Form NPA-NXX-XXXX, wobei
NXX das spezielle Telefongesellschaftszentralbüro bezeichnet, entsteht eine
Mehrdeutigkeit, wenn NPA und NXX identisch sind. In der vorliegenden Erfindung werden
mehrdeutig gewählte Zeichen durch das Nutzen der Fähigkeit, einem gemeinsamen
Zeicheneingrenzungsindex Eingrenzungseingaben für mehrere Zeichen zuzuweisen,
aufgelöst. Man betrachte zum Beispiel einen Fall, in dem die NPA- und NXX-Zeichen
beide 972 sind. Ein gewählter Zeichenstrom mit einer NPA von 972 würde
die Form 972-NXX-XXXX annehmen. Ein gewählter Zeichenstrom mit einem NXX von
972 hätte die Form 972-NXXX. Beide Nummern können durch das gemeinsame
Präfix, in diesem Fall 972, erkannt werden. Jedoch sollten für korrektes
Anruf-Routing je nach der gewählten Zeichenkettenlänge verschiedene Ergebnisse
vorkommen. Zwei Eingaben in die Zeicheneingrenzungstabelle werden gemacht, wobei
jede einen gemeinsamen Index gemeinsam nutzt, um die Mehrdeutigkeit aufzulösen.
Eine erste Eingabe, die dem gewählten Zeichenstrom mit einer NPA von 972 entspricht,
würde den gewählten Zeichenstrom als national (10-stelliger gewählter
Zeichenstrom) klassifizieren, was folglich keine Zeichenstromänderung erfordert.
Eine zweite Eingabe, die dem gewählten Zeichenstrom mit einer NXX von 972 entspricht
(7-stelliger gewählter Zeichenstrom), würde die Nummer in Verbindung mit
einem Bedarf an der Präfigierung der NPA auf dem Zeichenstrom als national
klassifizieren. Die Präfixübertragertabelle 110 wird verwendet,
um den Zeicheneingrenzungsindex zu erzeugen, wenn das 972-Präfix erkannt wird.
Der Index wird dann mit der Zeicheneingrenzungstabelle 120 gegengeprüft,
um die zwei Eingaben zu finden. Die tatsächliche Anzahl von gewählten
Zeichen wird verwendet, um zu bestimmen, welches Profil verwendet wird. Andere NXX-Kombinationen
mit einer äquivalenten NPA-Folge von Nummern werden auf eine ähnliche
Art aufgelöst.
Die Zeichenpräfixkennzeichnung geht allgemein zu einem von einer
Anzahl von definierten Ergebnissen über. Allgemein wird das Präfix als
ein Code mit öffentlichen Merkmalen, ein nationales oder internationales Präfix,
911, Vermittlung durch Telefonisten oder eine Sondernummer, zum Beispiel ein Servicebereich-Code
(SAC von englisch ,service area code'), wie z.B. persönliche Kommunikationsdienste
(PCS von englisch ,personal communication service'), Fernsprechgebührdienste
und Sonderdienste gekennzeichnet. Zusätzliche Präfixkennzeichnungen umfassen
nutzerspezifische Ursachenwerte, die zu benutzerdefinierter Anrufbehandlung führen,
zum Beispiel einem zugewiesenen Ton, einer nutzerdefinierten Ankündigung oder
einer Abfangroute. Ein systemdefinierter Ursachenwert ergibt sich, wenn ein Fehler
bei dem Abgleich mit dem Zeichenpräfix auftritt. Der Übertragungsprozess
endet, wenn ein Ursachenwert zugewiesen wird.
Der Einheitszugriffsschalter 10 der vorliegenden Erfindung
nutzt vorzugsweise eine separate Tabelle für das Ausführen von Anrufselektion.
Mit Bezug auf 3 ist eine Ausführungsform einer
Selektionstabelle 200 dargestellt, die vorzugsweise in dem Einheitszugriffsschalter
10 der vorliegenden Erfindung geführt wird. Die Selektionstabelle
200 wird genutzt, um zu verifizieren, dass die den Anruf veranlassende
Anruferpartei den Typ des stattfindenden Anrufs durchführen darf. Eine Selektionsklasse
210B, die in dem Anruferprofil gespeichert ist, wird mit einem von der
Zeicheneingrenzungstabelle 120 zugewiesenen Zieltyp 220C verglichen.
Die Ergebnisse des Vergleichs zwischen der Selektionsklasse und dem Zieltyp zeigen
Anrufzulassung oder -abweisung an. Zahlreiche Kombinationen von Anruftypen können
von der Selektionsklassentabelle 200, die auf den verschiedenen von dem
Dienstanbieter zugewiesenen Zieltypen basiert, abgewiesen werden. Folglich können
zahlreiche Selektionsklassen 210A–210N definiert werden,
um die Vielfalt von Zieltypen 220A–220N, zum Beispiel nationale
Zieltypen, internationale Zieltypen, und SAC-Zieltypen zu nutzen, die von dem Dienstanbieter
definiert werden.
Vergleiche können auch während der Anrufselektion gemacht
werden, um zu bestimmen, ob die gewählten Zeichen hinsichtlich des Verbietens
von Anrufverarbeitung und -Routing, die verschwendete Verarbeitungsressourcen auf
einer ungültigen Zielnummer wären, gültig sind. Abfragen können
auch ausgeführt werden, um zu bestimmen, ob der Veranlasser des Anrufs ein
Vorabonnement mit dem Träger hat, wenn trägerspezifisches Wählen
ausgeführt wird. In dem Fall, dass der Anrufer kein Vorabonnement mit dem Träger
hat, kann die Anrufverarbeitung dann entsprechend der festgelegten Behandlung von
Parteien ohne Abonnement durch den Träger fortfahren. Außerdem kann die
Anwesenheit oder Abwesenheit eines Fernsprechgebührenpräfixes, zum Beispiel
1+(NPA NXX XXXX) im Abgleich mit dem Anruferprofil ausgewertet werden, um zu bestimmen,
ob Fernsprechgebührenanrufe von der veranlassenden Partei erlaubt sind. Zwei
auf übliche Art durchgeführte Selektionsklassen können eine Fernsprechgebührblockierung
aufweisen, zum Beispiel das Blockieren einer gewählten 1+NPA NXX XXXX Nummer,
um Ferngesprächgebühren von dem Anrufer zu verhindern und Sonderanrufblockierung,
zum Beispiel NPAs von 900 und 976, was zu Gebühren führt, die nicht mit
Ferngespräch- oder Trägergebühren assoziiert sind. Durch das Aktivieren
einer 1+-Anrufblockierung in dem Profil der den Anruf veranlassenden Partei wird
der Anruf abgewiesen, wenn ein 1+-Präfix während der Präfixübertragung
isoliert wird. Auf eine ähnliche Weise wird der Anruf abgewiesen, wenn ein
Sonderblockierungseintrag in dem Anruferprofil geführt wird und ein SAC-Sonderpräfix
während der Präfixübertragung isoliert wird. In dem Fall, dass ein
Anruf selektiert wird, kann ein nutzerdefinierter Ursachenwert, der spezifisch für
die Anrufabweisung ist, eine geeignete Anrufhandhabung festlegen, zum Beispiel die
Erzeugung eines Tons oder einer Ankündigung, die dem Anruftätiger vorgespielt
wird.
Eine National-Zeichenübertragungs-Tabelle wird vorzugsweise von
dem Einheitszugriffsschalter 10 der vorliegenden Erfindung genutzt. Von
einer den Anruf veranlassenden Partei gewählte nationale Rufnummern werden
mit Eingaben in eine National-Zeichenübertragungs-Tabelle verglichen, um eine
entsprechende Eingabe darin zu bestimmen. Mit Eingaben in die National-Zeichenübertragungs-Tabelle
verglichene Nummern sollten als eine Folge von Präfixübertragung eindeutig
sein, wie obenstehend mit Bezug auf 2 beschrieben.
Einträge in die National-Zeichen-Übertragungs-Tabelle können jede
beliebige Länge von Zeichen haben. Jedoch weisen Zeichenlängen vorzugsweise
die NPA- und NXX-Zeichen oder mehr auf, um Bürocodevalidierung und eine Analyse
der Tragbarkeit von lokalen Nummern zu ermöglichen. Ein Fehler beim Rückgewinnen
einer passenden National-Zeicheneingabe in der National-Zeichenübertragungs-Tabelle
bewirkt eine Anruffehlerbehandlung. Das erfolgreiche Rückgewinnen einer Eingabe
von der National-Zeichenübertragungs-Tabelle bewirkt einen Index, der für
das Ausführen von Anruf-Routing in Verbindung mit einer ursprungsbasierten
Routingtabelle genutzt wird, die untenstehend vollständiger beschrieben wird.
Eine Ländercodetabelle wird vorzugsweise von dem Einheitszugriffsschalter
10 der vorliegenden Erfindung genutzt, um International-Zeichenübertragung
bereitzustellen. Die Zeichen, die auf das internationale Präfix folgen, werden
durch das Abfragen der Ländercodetabelle verifiziert. Ein Fehler bei der Rückgewinnung
eines gültigen Ländercodes aus der Ländercodetabelle bewirkt die
Erzeugung eines Ursachen-Codes, der den Einheitszugriffsschalter 10 so
leitet, dass er einen Anruffehlerprozess ausführt. Wenn ein Ländercode
erfolgreich von der Ländercodetabelle rückgewonnen wird, wird die übrige
Zeichenlänge mit dem Wählplan des identifizierten Landes verglichen. Wenn
eine geeignete Eingabe für den Wählplan des identifizierten Landes nicht
rückgewonnen werden kann, wird ein Ursachen-Code erzeugt, der den Schalter
so leitet, dass er den Anruf als einen Anruffehler verarbeitet. Wenn sowohl der
Ländercode als auch die übrigen Zeichen der gewählten Nummer erfolgreich
zu entsprechenden Eingaben in der Ländercodetabelle passend ausgewählt
werden, wird ein Eingabe-Routing-Index zurückgegeben, der in Verbindung mit
einer ursprungsbasierten Routingtabelle verwendet wird, wie untenstehend vollständiger
beschrieben wird.
Eine ursprungsbasierte Routingtabelle wird vorzugsweise von dem Einheitszugriftsschalter
10 der vorliegenden Erfindung genutzt, um auf der Basis eines von dem Anruferprofil
erhaltenen Ursprungs-Routing-Modifikators einen aktualisierten Routenindex zu schaffen.
Der von dem Anruferprofil erhaltene Ursprungs-Routing-Modifikator wird mit einem
anfängliche Routenindex verglichen, um die Zeichenklassifizierung (Zeichentyp)
weiter zu verfeinern. Der Vergleich führt zu einem aktualisierten Routenindex.
Die Verfeinerung der Zeichenklassifizierung wird auf allen Zeichen ausgeführt,
die in der Präfixübertragung als nationale Rufnummern klassifiziert wurden.
Diese Nummern werden verfeinert, um lokale Teilnehmernummern, intra-lokale Zugriffs-
und Transportbereich(intraLATA von englisch ,intra Local Access Transport Areas')-
und interlokale Zugriffs- und Transportbereich(interLATA)-Nummern zu schaffen. Routenaktionstypen
sind in der ursprungsbasierten Routingtabelle enthalten und liefern einen Hinweis
darauf, ob Träger-Routing ausgeführt werden soll. Zum Beispiel bewirkt
ein Routenaktionstyp 'unmittelbare Route', dass ein Träger-Routing-Schritt
umgangen wird. Träger-Routing kann von einem Routenaktionstyp 'Route über
den Träger' aufgerufen werden. Ein Routenaktionstyp 'Behandlung' kann zu alternativem
Routing führen, zum Beispiel Routing für fehlgeschlagene Anrufhandhabung
oder teilnehmerspezifisches Routing.
Eine Trägeridentifikations(CIC von englisch ,carrier identification')-Tabelle
sowie auch eine CIC-Routingtabelle werden zusammen genutzt, um entsprechendes Anruf-Routing
zu liefern. Ein dem Anruf zugewiesener Träger-ID-Code wird genutzt, um das
Routing des Anrufs zu steuern. Der Träger-ID-Code kann in dem Teilnehmerprofil
enthalten sein oder kann durch den Einheitszugriffsschalter 10 in dem Anrufaufbau
enthalten sein. Der dem Anrufer zugewiesene spezielle Träger-ID-Code wird beiden
der zwei primären Austausch-Träger (PICs von englisch ,primary exchange
carriers') standardmäßig zugeordnet. Der Zeichentyp des Anrufs, wie er
von der ursprungsbasierten Routingtabelle bestimmt wurde, bestimmt,
welcher der PICs genutzt werden soll. Der Standard-PIC kann durch zum Beispiel das
Beinhalten eines ursprungspezifischen Trägers in der Ursprungsanrufaufbaunachricht
oder Verbindungszulassungssteuerungsnachricht außer Kraft gesetzt werden. Außerdem
kann die Zeicheneingrenzungstabelle 120 Daten umfassen, die einen ursprungsspezifischen
Träger anzeigen, um eine Außerkraftsetzung des Standard-PICs zu schaffen.
Ein Träger-ID-Code wird in der CIC-Tabelle indexiert, um einen
Trägerindex für den Anruf zu liefern. Der Trägerindex und der Routenindex
werden, wie sie von der ursprungsbasierten Routingtabelle erhalten wurden, in die
CIC-Routingtabelle eingegeben. Die Ergebnisse von der CIC-Routingtabelle können
verschiedene Typen von auszuführendem Routing aufweisen, einschließlich
unmittelbarem Routing, Tageszeiten-Routing und Anrufbehandlungsszenarien. Die Ausgabe
von der CIC-Routingtabelle kann auch einen Hinweis darauf aufweisen, dass kein Routing
ausgeführt werden soll.
Tageszeit-Routing, wie es von der CIC-Routingtabelle aufgerufen werden
kann, wird durch die Nutzung einer Jahrestag-Tabelle, einer Tageszeitindex-Tabelle
und einer Tageszeit-Routingtabelle ausgeführt. Der Trägerroutenindex wird
aktualisiert, wenn das Tageszeit-Routing durch die Verwendung eines Tageszeitindexes
in Verbindung mit dem Routenindex angerufen wird. Der Tageszeit-Routing-Index wird
von der Tageszeitindextabelle erzeugt. Die Tageszeitindextabelle erzeugt den Tageszeit-Routingindex
in Reaktion auf eine Abfrage eines Indikators, der von der Jahrestag-Tabelle und
den Ursprungsgruppendaten von dem Teilnehmerprofil geschaffen wird. Die Jahrestag-Tabelle
verwendet die Teilnehmergruppen-ID, um sämtliche einem Teilnehmer zugeordnete
Tage zu identifizieren, was zu einer festgelegten Anrufbehandlung führt. Die
Tageszeitindextabelle nutzt sowohl die Teilnehmergruppen-ID als auch die Anrufursprungszeit
und den Wochentag, um einen Tageszeitindex zu bestimmen. Eine Modifizierung des
Routenindexes, wie von der Tageszeit-Routingtabelle ausgeführt, kann zu modifizierter
Anruf-Routing-Behandlung auf der Basis der Zeit des speziellen Tages, an dem der
Anruf getätigt wird, führen. Diese Anrufbehandlung kann zum Beispiel für
ein Geschäft nützlich sein, um Anrufe während spezieller Stunden
spezieller Tage zu blockieren, wie z.B. nach Geschäftsschluss oder an Wochenenden.
Der letzte Routenindex wird verwendet, um eine Liste von Hauptgruppen
von einer Routenlistentabelle zu erhalten. Die Liste von Hauptgruppen wird durchsucht,
um eine Hauptgruppe zu erlangen, an die sich der Anruf richtet. Die Operation des
Einheitszugriffsschalters 10, um einen Routenindex gemäß der
vorliegenden Erfindung zu liefern, ist besser mit Bezugnahme auf 4
zu verstehen. Die Verzeichnisnummer (DN von englisch ,directory number') der angerufenen
Partei wird in einen Präfixbaum 305 eingegeben (Schritt 1). Vorzugsweise
weist der Präfixbaum 305 zahlreiche 'Zweige' auf, von denen jeder
für das Ausführen von Abfragen davon getrennt adressierbar ist, wodurch
verschiedene Anrufbehandlungsszenarien für identisch gewählte Zeichenströme
bereitgestellt werden. Ein Präfixbaumwähler (PTS von englisch ,Prefix
Tree Selector') und eine Übertragungsgruppe werden dem Präfixbaum
305 auch zugeführt. Der Präfixbaumwähler wird aus dem Anruferprofil
abgerufen und definiert den speziellen Zweig des zu durchsuchenden Präfixbaums
305. Die Übertragungsgruppe (TG von englisch ,Translation Group'),
die auch in dem Profil des Teilnehmers gespeichert und in den Präfixbaum
305 eingegeben wird, wird in Verbindung mit dem Präfixbaumwähler
genutzt, um das Bereitstellen verschiedener Wählpläne zu ermöglichen.
Wie obenstehend erörtert, weist die Zeichenpräfixtabelle
110 mit der Zeicheneingrenzungstabelle 120 assoziierte Indizes
auf. Auf einen Index der Zeicheneingrenzungstabelle 310 wird von der Zeichenpräfixtabelle
110 wie oben beschrieben auf der Basis des rückgewonnenen Präfixes
verwiesen, um auf eine assoziierte Eingabe in die Zeicheneingrenzungstabelle
310 zuzugreifen (Schritt 2). Die spezielle Eingabe, auf die verwiesen wird,
kann zusätzlich zu dem rückgewonnenen speziellen Präfix von dem Präfixbaumwähler
und den in den Präfixbaum eingegebenen Übertragungsgruppen abhängen
und während der Abfrage der Zeicheneingrenzungstabelle berücksichtigt
werden (Schritt 3). Jede Eingabe der Zeicheneingrenzungstabelle 310 kann
abhängig von der Übertragungsgruppe verschiedenes Anrufverhalten festlegen.
Dementsprechend kann die Eingabe der Zeicheneingrenzungstabelle 310, auf
die von dem Zeicheneingrenzungsindex verwiesen wird, mehrfache Zieltypen haben,
von denen einer abhängig von der in dem Anruferprofil festgelegten speziellen
Übertragungsgruppe für den speziellen Anruf ausgewählt wird. Der
Zieltyp wird in die Anrufselektionstabelle 320 eingegeben (Schritt 4A),
es sei denn, eine geeignete Eingabe in die Zeicheneingrenzungstabelle
310 wird nicht rückgewonnen. Ein Fehler beim Bestimmen einer geeigneten
Zeicheneingrenzungstabellen-310-Eingabe bewirkt die Erzeugung eines Ursachen-Codes,
der für die geeignete Handhabung eines fehlgeschlagenen Anrufs in ein Ursachen-Code-Modul
315 eingegeben wird (Schritt 4B).
Die Anrufselektionstabelle 320 empfängt die Selektionsklasse
(Schritt 5), wie sie von dem Anruferprofil in Verbindung mit dem auf der Zeicheneingrenzungstabelle
310 ausgewerteten Zieltyp erhalten wurde, um zu bestimmen, ob der Anruf
erlaubt oder abgewiesen wird. Das Abweisen des Anrufs durch die Anrufselektionstabelle
führt zur Erzeugung eines FEHLER-Ursachen-Codes, der dem Ursachen-Code-Modul
315 gemeldet wird (Schritt 6D). Wenn die Ergebnisse von der Anrufselektionstabelle
anzeigen, dass der Anruf erlaubt ist, kann die Prozesssteuerung zu der International-Zeichen-Übertragungstabelle
330 oder der National-Zeichen-Übergabetabelle 335 weitergehen
oder kann unmittelbar an die ursprungsbasierte Routingtabelle 340 weitergegeben
werden.
Die Ergebnisse von der Zeicheneingrenzungstabellenanalyse, die anzeigen,
dass der Anruf ein internationaler Zieltyp ist, veranlassen, dass die Prozesssteuerung
an die International-Zeichenübertragungs-Tabelle 330 weitergeleitet
wird, wenn die Anrufselektionstabellen-320-Analyse den Anruf als zulässig auswertet
(Schritt 6A). Auf die Validierung des Ländercodes und des Länderwählplans
hin wird ein Eingaberoutenindex an die Ursprungs-Routingtabelle 340 weitergeleitet
(Schritt 7A). Anruffehler bei der International-Zeichenübertrager-Tabelle
330 können sich aus dem Fehler beim Rückgewinnen des Ländercodes
oder aus dem Fehler beim Bestätigen des Wählplans des Landes ergeben,
zum Beispiel haben die übrigen Zeichen nach dem Internationalpräfix eine
andere Zeichenlänge als die von dem Wählplan des identifizierten Landes
geforderten Zeichenlängen. Anruffehler bewirken die Erzeugung eines Ursachen-Codes
und das anschließende Weiterleiten des Ursachen-Codes und der Prozesshandhabung
an das Ursachen-Code-Modul 315 (Schritt 7B).
Die Ergebnisse von der Zeicheneingrenzungstabellenanalyse, die anzeigen,
dass der Anruf ein nationaler Zieltyp ist, bewirken, dass die Prozesssteuerung an
die National-Zeichenübertragungs-Tabelle 335 weitergeleitet wird,
wenn die Anrufselektionstabellen-320-Analyse den Anruf als zulässig auswertet
(Schritt 6C). An die National-Zeichenübertragungs-Tabelle 335 weitergeleitete
nationale Rufnummern hatten zuvor jegliche Mehrdeutigkeiten wie obenstehend erörtert
aufgelöst. Die National-Zeichenübertragungs-Tabelle kann bezüglich
des Passens zu jedem Teil der National-Rufnummer abgefragt werden. Jedoch schafft
das Passen sowohl zu den NPA- als auch den NXX-Teilen der nationalen Rufnummer die
Bestätigung sowohl des Amtscodes als auch der Bestätigung der Tragbarkeit
lokaler Nummern und ist dementsprechend vorzuziehen. Das erfolgreiche Abfragen der
National-Zeichenübertragungs-Tabelle 335 führt dazu, dass ein
Eingaberoutenindex sowie auch die Prozesssteuerung an die Ursprungs-Routingtabelle
340 weitergeleitet wird (Schritt 7C). Fehler beim Identifizieren eine gültige
National-Nummer-Eingabe in der National-Zeichenübertragungs-Tabelle
335 führen zu einem Ursachen-Code, der erzeugt und an das Ursachen-Code-Module
315 weitergeleitet wird, wo die Anrufverarbeitungssteuerung des fehlgeschlagenen
Anrufs beendet wird (Schritt 7D).
Speziell zugeordnete Typen von Anrufen können von den Anrufselektionsfunktionen,
die von der Anrufselektionstabelle 320 ausgeführt werden, ohne zusätzliche
Zeichenübertragung und vorzugsweise mit einer minimalen Verzögerung unmittelbar
an die Ursprungs-Routingtabelle 340 weitergeleitet werden. Zum Beispiel
können Notrufe, wie z.B. 911, und durch Telefonisten vermittelte Anrufe,
wie z.B. 411, sowie auch Vermittlungsdurchschaltanrufe und SAC-Anrufe zusammen
mit einem Routenindex direkt an die Ursprungs-Routingtabelle 340 weitergeleitet
werden (Schritt 6B).
Der Routing-Modifikator wird, wie er mit dem Anruferprofil geführt
wird, in die Ursprungs-Routingtabelle 340 eingegeben, so dass die Zeichenklassifizierung
weiter verfeinert werden kann (Schritt 8). Die Verfeinerung der Zeichenklassifizierung
wird für alle nationalen Rufnummern ausgeführt, um die korrekte Klassifizierung
der Zielnummer anzuzeigen, zum Beispiel um einen Hinweis darauf zu liefern, dass
die DN ein lokaler Teilnehmer, ein interLATA- oder ein intraLATA-Teilnehmer ist.
Die Ergebnisse der Analyse der Ursprungs-Routingtabelle 340 zeigen auch
an, ob Träger-Routing ausgeführt werden soll. Wenn der Anruf unmittelbar
weitergeleitet werden soll, wird Träger-Routing umgangen und wird der Routenindex
an die Vermittlungszentralenroutenliste weitergegeben (Schritt 9A), wo die geeignete
Hauptgruppe identifiziert wird und der Anruf an sie weitergeleitet wird (Schritt
13). Anrufverarbeitungsfehler in der Ursprungs-Routingtabelle 340 führen
zu einem Ursachen-Code, der erzeugt und an das Ursachen-Code-Modul 315
weitergeleitet wird, wo die Verarbeitung des fehlgeschlagenen Anrufs wieder aufgenommen
wird (Schritt 9C).
In dem Fall, in dem Träger-Routing ausgeführt werden soll,
wird der Routenindex, der möglicherweise von der Ursprungs-Routingtabelle
340 modifiziert wird, an die CIC-Routingtabelle 350 weitergeleitet,
wo die Anrufverarbeitungssteuerung wieder aufgenommen wird (Schritt 9B). Die CIC-Tabelle
345 wird nach einem Trägerindex befragt. Die CIC-Tabelle
345 empfängt einen Trägercode, zum Beispiel einen der PICs des
Anrufers in einem Standard-Szenario, wie obenstehend beschrieben (Schritt 10A).
Ein Trägerindex wird dann von der CIC-Tabelle 345 an die CIC-Routingtabelle
350 weitergeleitet (Schritt 10B). Die CIC-Routingtabelle 350 nutzt
den Trägerindex und den Routenindex, um eine geeignete Anrufverarbeitung zu
bestimmen. Abhängig von der Eingabe in die CIC-Routingtabelle 350
kann der Anruf unmittelbar weitergeleitet werden (Schritt 11A), kann die Anrufverarbeitung
an die Tageszeit-Routingtabelle 370 weitergeleitet werden, die den Routenindex
von der CIC-Routingtabelle 350 empfängt (Schritt 11B) oder kann ein
Ursachen-Code erzeugt und an das Ursachen-Code-Modul 315 weitergeleitet
werden (Schritt 11C). Wenn die Tageszeit-Routing-Verarbeitung
umgangen wird, das heißt, wenn der Anruf von der CIC-Routingtabelle unmittelbar
weitergeleitet wird, wird der Routenindex genutzt, um auf die Vermittlungsroutenlistentabelle
zuzugreifen, um die Hauptgruppe abzufragen, auf der der Anruf weitergeleitet werden
soll.
Wenn Tageszeit-Routing ausgeführt wird, empfängt die Tageszeit-Routingtabelle
370 den Routenindex als eine Eingabe von der CIC-Routingtabelle
350 und einen von der Tageszeitindextabelle 365 empfangenen Tageszeitindex
(Schritt 12C), um eine letzte Aktualisierung auf dem Routenindex auszuführen.
Der an die Tageszeit-Routingtabelle 370 weitergeleitete Tageszeit-Routingindex
wird von der Tageszeitindextabelle 365 in Reaktion auf einen Indikator
erzeugt, der von der Jahrestag-Tabelle 360 zusammen mit einer Teilnehmergruppeninformation,
die von dem Teilnehmerprofil und der Anrufursprungszeit- und Wochentageingabe erhalten
wird, in sie eingegebenen wird (Schritt 12B). Die Jahrestag-Tabelle 360
empfängt Teilnehmergruppenprofilinformation (Schritt 12A) zusammen mit dem
Ursprungsdatum des Aufrufs, um das Nutzerprofil hinsichtlich jeglicher spezieller
Daten/Zeitanrufverarbeitung abzufragen, die der Teilnehmer abonniert hat. Die Ergebnisse
der Analyse von der Jahrestag-Tabelle 360 liefern die Eingabe in den Tageszeitindex
365, der wiederum den Tageszeitindex an die Tageszeit-Routingtabelle
370 liefert. Die Ergebnisse der Tageszeit-Routingtabelle 370 liefern
einen letzten Routenindex an eine Routenlistentabelle, wo eine Hauptgruppe identifiziert
wird, auf der der Anruf letztlich beendet wird (Schritt 13).
Folglich ist aus dem Vorhergehenden ersichtlich, dass ein Übertragungssystem
in einem Telekommunikationsschalter vorgesehen ist, das die Größe der
für die Übertragung erforderlichen Tabellen reduziert. Mehrere Einträge
der Zeichenpräfixtabelle des Übertragungssystems können einen gemeinsamen
Index auf einen identischen Eintrag einer Zeicheneingrenzungstabelle haben, die
eine Anrufzieltypenanalyse liefert. Eine Reduzierung der Anzahl von Einträgen
in der Zeicheneingrenzungstabelle als auch der Gesamtübertragungssystemgröße
wird erreicht.
Während die Erfindung insbesondere durch die vorhergehende detaillierte
Beschreibung gezeigt und beschrieben wurde, wird der Fachmann verstehen, dass verschiedene
Änderungen, Abänderungen, Modifikationen, Varianten und Abweichungen in
Form und Detail gemacht werden können, ohne vom Umfang der Ansprüche abzuweichen.