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Dokumentenidentifikation DE60218820T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001352176
Titel SELBSTANSAUGENDES PUMPENAGGREGAT
Anmelder DAB PUMPS S.p.A., Mestrino, Padua, IT
Erfinder MARTINELLO, Davide, I-36071 Arzignano, IT
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60218820
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.01.2002
EP-Aktenzeichen 027107762
WO-Anmeldetag 03.01.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/EP02/00022
WO-Veröffentlichungsnummer 2002057635
WO-Veröffentlichungsdatum 25.07.2002
EP-Offenlegungsdatum 15.10.2003
EP date of grant 14.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse F04D 9/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Gebiet der Technik

Die folgende Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe mit erleichterter Selbstansaugung.

Technischer Hintergrund

Für einen optimalen Betrieb müssen Kreiselpumpen bekanntermaßen komplett mit Wasser oder andernfalls mit dem zu pumpenden Fluid gefüllt sein.

Die Pumpe wird zuvor direkt von Bedienpersonen oder mittels speziell dafür vorgesehener Geräte und Vorrichtungen gefüllt. Im anderen Fall muss die Pumpe in der Lage sein, selbst anzusaugen, wenn sie mindestens teilweise mit Fluid gefüllt ist.

Diese Selbstansaugung erfolgt normalerweise mithilfe eines in der Pumpe selbst eingebauten Ventils, das nach Art eines hydraulischen „Kurzschlusses" eine Rezirkulation des Fluids derart sicherstellt, dass die Pumpe den optimalen Füllzustand erreicht, bevor sie Fluid unter Druck wirklich ausstößt.

Wenn ein solcher Füllzustand erreicht ist, ermöglicht das Schließen des selbstansaugenden Ventils, dass die Pumpe den Normalbetrieb mit Förderung zu dem dafür vorgesehenen Auslass fortsetzt.

Eine solche Pumpe ist beispielsweise aus US 5513959 bekannt.

Offenbarung der Erfindung

Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Pumpe mit erleichterter Selbstansaugung bereitzustellen, die für eine erhebliche Erhöhung der Sicherheit und Effizienz während des Anlaufens der Pumpe sorgt.

Innerhalb dieses Ziels hat die Erfindung u. a. zur Aufgabe, eine Pumpe anzugeben, die durch Unterbrechen der Rezirkulation des Selbstansaugschrittes eine automatische Deaktivierung ermöglicht, wenn im Innern der optimale Pegel des Fluids erreicht ist.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Pumpe mit hohem Wirkungsgrad, die mit ähnlichen Pumpen voll konkurrenzfähig ist.

Außerdem ist es ein Anliegen der vorliegenden Erfindung, eine Pumpe vorzusehen, die mit den unterschiedlichsten Maßen, Drücken und Durchflusskapazitäten hergestellt werden kann.

Die vorliegende Erfindung hat auch zur Aufgabe, eine Pumpe bereitzustellen, die mit bekannten Technologien und Anlagen zu Kosten hergestellt werden kann, die im Vergleich zu Pumpen mit ähnlichen Funktionen wettbewerbsfähig sind.

Dieses Ziel und diese sowie weitere Aufgaben, die im Folgenden besser ersichtlich werden, werden durch eine Kreiselpumpe mit erleichterter Selbstansaugung erreicht. Die Kreiselpumpe umfasst ein Gehäuse mit einem Ansaugeinlass und einem Abflussauslass sowie mit inneren Reihen von Diffusoren und Laufrädern, die eine zylinderförmige Anordnung bilden, die gemeinsam mit dem Gehäuse einen ringförmigen Zwischenraum bildet, der auf der Abflussseite durch zugehörige radiale Abflussöffnungen und auf der Einlassseite durch ein Loch, das perimetrisch im Ansaugbereich angeordnet ist, mit dem Inneren der Reihen von Diffusoren und Laufrädern verbunden ist, wobei das Loch auf der Seite des Zwischenraums durch ein im Normalzustand offenes, flexibles, metallenes Blattventil gesteuert wird, wobei die Pumpe dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Wand, auf die das Fluid auftrifft, welches durch das gesteuerte Loch aus dem Zwischenraum austritt, so ausgebildet ist, dass sie einen doppeltsymmetrischen Kanal aufweist, der geeignet ist, einen Doppelwirbel auf das Fluid zu übertragen, bevor dieses das erste Laufrad passiert.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden beim Studium der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besser hervortreten, die anhand eines nicht einschränkend angegebenen Beispiels in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist. Darin zeigen:

1 eine perspektivische Teilschnittansicht einer Pumpe mit dem Aufbau nach der Erfindung;

2 und 3 zwei perspektivische Teilschnittansichten der Pumpe aus 1;

4 und 5 perspektivische Ansichten, die den gleichen Teil der Pumpe nach 1 in zwei verschiedenen Betriebsschritten zeigen;

6 eine weitere perspektivische Teilschnittansicht der Pumpe aus 1;

7 perspektivische Teilschnittansicht eines Teils der Pumpe aus 1.

Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung

Bezug nehmend auf 1 bis 7 ist eine Kreiselpumpe mit erleichterter Selbstansaugung allgemein mit dem Bezugszeichen 10 gekennzeichnet.

Die Pumpe 10 umfasst in einem zylinderförmigen Gehäuse 11 mit einem Ansaugeinlass 12 und einem Abflussauslass 13 eine Reihe oder einen Satz 14 von Diffusoren und Laufrädern (nur deren zylinderförmige Außenseite ist in den Figuren zu sehen), die bzw. der gemeinsam mit dem Gehäuse 11 einen ringförmigen Zwischenraum 16 bildet.

Der ringförmige Zwischenraum ist durch radiale Abflussöffnungen 13a mit dem Inneren des Satzes 14 und durch ein perimetrisches Loch 18 (im Einlassbereich), das in diesem Fall in einem dazugehörigen, den Zwischenraum 16 teilenden Flansch 17 angeordnet ist, mit einer Ansaugkammer 17a verbunden.

Das Loch 18 wird auf der Seite des Zwischenraums 16 durch ein im Normalzustand offenes, flexibles, metallenes Blattventil gesteuert, das allgemein mit dem Bezugszeichen 19 gekennzeichnet ist.

Gemäß der Erfindung ist der Flansch 17 an seiner dem Satz 14 abgewandten Seite 20 (das heißt, der Wand, auf die das aus dem Loch 18 austretende Fluid auftrifft) so ausgebildet, dass er für das aus dem Zwischenraum 16 durch das Loch 18 austretende Fluid einen doppeltsymmetrischen Kanal bildet, allgemein mit dem Bezugszeichen 21 gekennzeichnet, der geeignet ist, vor dem Ansaugabschnitt einen Doppelwirbel auf das Fluid zu übertragen.

Insbesondere ist das Blattventil 19 durch ein Metallblatt 22 gebildet, das in der Nähe des Lochs 18 freitragend befestigt ist und sich vom Loch 18 weg krümmt, jedoch über diesem angeordnet ist.

Das Blatt 22 ist speziell mithilfe eines Gewindeelementes 23 an dem Diffuser 17 befestigt.

Der Kanal 21 besteht aus zwei symmetrischen Kanälen 24, die beide wie Halb-Kardioide geformt sind.

Die Kanäle 24 sind durch einen äußeren peripheren Rand 25, der kardioidförmig ist, und durch einen inneren Rand 26 gebildet, der etwa wie ein Dreieck mit gekrümmten Seiten geformt ist.

Ferner ist in dem inneren Rand 26 eine axiale Ansaugöffnung 27 ausgebildet.

Im vorliegenden Fall besteht der Flansch 17 aus Kunststoff.

In der Praxis funktioniert die Pumpe folgendermaßen: Während der Selbstansaugung ist das Ventil 19 offen und ermöglicht so die Rezirkulation des Fluids durch das Loch 18.

Diese Rezirkulation ist erlaubt, bis sich im Inneren der Pumpe 10 eine ausreichende Wassermenge angesammelt hat, um das Blattventil 19 zu schließen.

Wenn das Ventil 19 geschlossen ist, kann das Fluid, nachdem es durch die Ansaugöffnung 27 hindurch geströmt ist, wie gewöhnlich aus dem Abflussauslass 13 austreten.

Die Praxis hat gezeigt, dass die vorliegende Erfindung die beabsichtigten Ziele und Aufgaben erfüllt.

Es bleibt insbesondere zu erwähnen, dass die Pumpe nach der Erfindung eine leichte und schnelle Selbstansaugung ermöglicht, aber dennoch eine automatische Beendigung des Selbstansaugungsschrittes sicherstellt.

Hingewiesen wird ferner auf die bauliche Einfachheit, die jedoch die hydraulische und mechanische Leistung der Pumpe nicht reduziert.

Außerdem sollte man beachten, dass die Erzeugung von Wirbeln auch in den typischen Übergangsschritten, wie in der Tat bei der Selbstansaugung, für eine deutliche Verbesserung der gesamten hydraulischen Merkmale sorgt.

Die vorliegende Erfindung erlaubt im Rahmen der beiliegenden Ansprüche zahlreiche Änderungen und Abwandlungen.

Somit kann z. B. die Wand, auf die das aus dem Zwischenraum austretende Fluid auftrifft, durch den ersten Diffusor des besagten Satzes an Diffusoren und Laufrädern gebildet werden.


Anspruch[de]
Kreiselpumpe mit erleichterter Selbstansaugung, umfassend ein Gehäuse (11) mit einem Ansaugeinlass (12) und einem Abflussauslass (13) sowie mit inneren Reihen (14) von Diffusoren und Laufrädern, die eine zylinderförmige Anordnung bilden, die gemeinsam mit dem Gehäuse (11) einen ringförmigen Zwischenraum (16) bildet, der auf der Abflussseite durch zugehörige radiale Abflussöffnungen (13a) und auf der Einlassseite durch ein Loch (18), das perimetrisch im Ansaugbereich angeordnet ist, mit dem Inneren der Reihen (14) von Diffusoren und Laufrädern verbunden ist, wobei das Loch (18) auf der Seite des Zwischenraums (16) durch ein im Normalzustand offenes, flexibles, metallenes Blattventil (19) gesteuert wird, wobei die Pumpe (10) dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Wand (20), auf die das Fluid auftrifft, welches durch das gesteuerte Loch (18) aus dem Zwischenraum (16) austritt, so ausgebildet ist, dass sie einen doppeltsymmetrischen Kanal (21) aufweist, der geeignet ist, einen Doppelwirbel auf das Fluid zu übertragen, bevor dieses die ersten Laufräder der Reihen (14) passiert. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (20), auf die das aus dem Zwischenraum austretende Fluid auftrifft, durch einen Flansch (17) gebildet ist, der den Zwischenraum (16) mit einer Ansaugkammer (17a) und der Wand (20) teilt, und die geformte Wand oder Oberfläche (20) auf der Seite des Flansches (17) ausgebildet ist, die den Reihen (14) von Diffusoren und Laufrädern abgewandt ist. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (20), auf die das aus dem Zwischenraum (16) austretende Fluid auftrifft, durch einen ersten Diffusor der Serie (14) von Diffusoren und Laufrädern gebildet ist. Kreiselpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (21) aus zwei Kanälen (24) besteht, die beide wie Halb-Kardioide geformt sind. Kreiselpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Kanäle (24) durch einen äußeren peripheren Rand (25), der kardioidförmig ist, und durch einen inneren Rand (26) gebildet sind, der etwa wie ein Dreieck mit gekrümmten Seiten geformt ist. Kreiselpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem inneren Rand (26) eine Ansaugöffnung (27) gebildet ist. Kreiselpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (17) im Wesentlichen scheibenförmig ist. Kreiselpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (17) aus Kunststoff besteht.






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