Technischer Bereich
Die vorliegende Erfindung betrifft ein mehrere Kolbenoberflächen
aufweisendes lineares Stellglied zur Bereitstellung einer höheren Ausgangskraft
nach Anwendung eines Druckmittels auf ein Stellglied bestimmten Durchmessers. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung ein Druckmittelstellglied kompakter Größe,
welches einen bewegbaren Zylinder mit einer oder mehreren axial mit Zwischenraum
angeordneten Kolbenoberflächen zwecks Anwendung einer Betätigungskraft
zur Bewegung des Zylinders in Einziehrichtung, und mindestens eine zusätzliche
Kolbenoberfläche zur Anwendung einer zusätzlichen Betätigungskraft
zum Bewegen des Zylinders in Ausfahrrichtung aufweist.
Stand der Technik
Lineare Stellglieder, die sich innerhalb von Zylindern auf Anwendung
eines Druckmittels hin bewegen, sind in der Technik wohl bekannt und werden für
eine Vielzahl verschiedener Zwecke eingesetzt. Allgemein kann die von derartigen
Stellgliedern gelieferte Ausgangskraft entweder durch Steigerung des Drucks des
zur Betätigung des Stellglieds zugeführten Fluids oder durch Erweiterung
des Kolbendurchmessers zur Vergrößerung der Kolbenoberfläche erhöht
werden. Bei einigen Anwendungen ist es jedoch erforderlich, dass das Stellglied
nur einen sehr beschränkten Raum einnimmt (so dass der Kolbendurchmesser nicht
erweitert werden kann). Bei derartigen Anwendungen kann der zur Lieferung der nötigen
Betätigungskraft erforderliche Druck die praktischen Grenzen übersteigen.
Dementsprechend ist eine alternative Konstruktion, welche die erforderliche Betätigungskraft
bei begrenztem Raum unter angemessenem Druck liefert, vonnöten.
Um dem oben beschriebenen Nachteil zu überwinden, sind eine Anzahl
von Stellgliedkonstruktionen entwickelt worden. Obschon vom Stand der Technik verschiedene
Vorrichtungen zur Bereitstellung einer erhöhten Ausgangskraft von einem durch
Druckmittel betriebenen Stellglied bekannt sind, umfassen die Vorrichtungen typischerweise
einen komplizierten Mechanismus oder aber reduzieren die Größe des Stellglieds
nicht so weit, dass es bei beschränktem Raum eingesetzt werden kann. Zum Beispiel
offenbart das am 14. Mai 2002 herausgegebene US Patent Nr. 6,386,508 mit dem Titel
„Stellglied mit zwei Kolbenoberflächen" ein zylinderartiges Stellglied
mit zwei Kolbenoberflächen zur Lieferung einer erhöhten Ausgangskraft.
Obschon diese Vorrichtung für geeignet Kraft bei beschränktem Raum sorgt,
hat ihre Konstruktion bestimmte Nachteile in Bezug auf die Bauhöhe des Zylinders.
Insbesondere erfordert die Höhe des Zylinders eine schwerere (stärkere)
Stahlhalteplatte, wodurch die Gesamtstärke sowie das Gewicht der Formanordnung
erhöht werden. Darüber hinaus ist diese bestimmte Konstruktion nicht einfach
für eine Bauweise geeignet, welche die Kraft durch Einbezug von mehr als zwei
Kolbenoberflächen weiter erhöhen würde.
Offenbarung der Erfindung
Gemäß dieser Erfindung wird ein Stellglied für ein
Absperrventil zur Verfügung gestellt, um wie im Patentanspruch 1 definiert
einen Strom von Kunststoffschmelze in einen Formhohlraum einzuführen. Zusätzliche
Aspekte der Erfindung sind in den dazugehörigen Unteransprüchen beschrieben.
Kurz gefasst wird ein Mehrkolbenstellglied reduzierter Höhe,
welches einen eine innere zylindrische Oberfläche bildenden röhrenförmigen
ortsfesten Zylinder umfasst, zur Verfügung gestellt. Ein bewegbarer Zylinder
wird gleitbar innerhalb eines ortsfesten Zylinders getragen und weist einen daran
befestigten Stab auf, wobei der Stab sich vom bewegbaren Zylinder in Bezug auf den
ortsfesten Zylinder in axialer Richtung erstreckt. Der bewegbare Zylinder teilt
den ortsfesten Zylinder in eine obere Kammer und eine untere Kammer. Der bewegbare
Zylinder umfasst auch einen inneren zylindrischen Raum.
Ein ortsfester Kolben verläuft quer durch den zylindrischen Innenraum
des bewegbaren Zylinders, wodurch der zylindrische Innenraum in eine erste innere
Kammer und eine zweite innere Kammer geteilt wird. Eine erste Fluidleitung steht
mit der oberen Kammer des ortsfesten Zylinders und mit der ersten inneren Kammer
des bewegbaren Zylinders in Verbindung. Durch Zuführung eines unter Druck stehenden
Fluids zur ersten Fluidleitung wird somit die Vorwärtsbewegung von bewegbarem
Zylinder und Stab in Bezug auf den ortsfesten Zylinders eingeleitet, wodurch ein
Stabausfahrhub verursacht wird. Eine zweite Fluidleitung befindet sich in Strömungsverbindung
mit der zweiten inneren Kammer, um bei Zuführung des unter Druck stehenden
Fluids den bewegbaren Zylinder nebst Stab in Bezug auf den ortsfesten Zylinder in
die entgegensetzte Richtung zu bewegen, wodurch ein Stabeinziehhub verursacht wird.
Das Stellglied kann einen ortsfesten Zylinder umfassen, welcher einen
durch feste (ortsfeste) Kolben in mehrfache innere Kammern unterteilten bewegbaren
Zylinder enthält. Die inneren Kammern befinden sich in Strömungsverbindung
mit den in der Zylinderwand vorgesehenen Ausfahr- und Einziehanschlüssen. Die
Zufuhr des unter Druck stehenden Fluids zum Einziehanschluss verursacht das Einwirken
des Fluiddrucks auf „n" Kolbenfläche(n), um den bewegbaren Zylinder
nebst Stab einzuziehen, während die Zufuhr des unter Druck stehenden Fluids
zum Ausfahranschluss den Fluiddruck zum Einwirken auf „n+1"
axial beabstandeter Kolbenoberflächen zwecks Ausfahren des bewegbaren Zylinders
nebst Stab führt. Dementsprechend liefert das Stellglied eine erhöhte
Ausfahrkraft, ohne den Gesamtdurchmesser des Stellglieds und den Druck des Fluids
zu erhöhen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 ist eine bruchstückartige Seitenansicht, teilweise
im Querschnitt, eines Abschnitts einer Formanordnung in einer Spritzgussmaschine,
welche zur Regelung des Kunststoffmaterialstroms zu einem Formhohlraum ein mit einem
Absperrventil funktionsfähig verbundenes lineares Stellglied gemäß
vorliegender Erfindung umfasst, wobei sich der bewegbare Zylinder in einer vollständig
eingezogenen Stellung befindet, so dass der Ventilstift in offener Stellung ist,
um die Strömung der Kunststoffschmelze in den Formhohlraum hinein zu ermöglichen.
2 ist eine vergrößerte Ansicht des innerhalb
des Kreises 2 befindlichen Abschnitts der 1.
3 ist eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen
Stellglieds entlang der Line 3-3 der 1.
4 ist eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen
Stellglieds entlang der Linie 4-4 der 1.
5 ist eine teilweise Seitenansicht ähnlich der
der 1 und stellt den bewegbaren Zylinder des Stellglieds
in einer Zwischenstellung zwischen der vollständig eingezogenen und der vollständig
ausgefahrenen Stellung dar.
6 ist eine teilweise Seitenansicht ähnlich der
der 1 und 5 und stellt
den bewegbaren Zylinder des Stellglieds in einer vollständig ausgefahrenen
Stellung dar.
7 ist eine bruchstückartige Seitenansicht, teilweise
im Querschnitt, eines Abschnitts der Formanordnung, in der eine alternative Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Stellglieds, das eine erhöhte Betätigungskraft
liefern kann, darstellt, wobei sich der bewegbare Zylinder des Stellglieds in vollständig
eingezogener Stellung befindet.
8 ist eine teilweise Seitenansicht der in der
7 dargestellten alternativen Ausführungsform,
wobei sich der bewegbare Zylinder des Stellglieds in vollständig ausgefahrener
Stellung befindet.
Beste Ausführungsweise der Erfindung
Zunächst auf die 1 und
2 der Zeichnungen verweisend wird ein Ventilstellglied
10 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Funktionsfähig
mit dem Stellglied 10 verbunden ist eine Normdüse 12, welche
einen Strom von Kunststoffschmelze über einen Formmasseverbindungsweg
14 von einem Spritzgussaggregat (nicht dargestellt) erhält. Die Düse
12 transportiert und regelt die Zufuhr der Kunststoffschmelze zu einem
Formhohlraum 16, der durch jeweils gegenüberliegende, entsprechend
geformte Ausnehmungen in einem ersten Formabschnitt 18 und einem mitwirkenden
zweiten Formabschnitt 20 gebildet wird. Wie Fachleute auf diesem Gebiet
verstehen werden, wird der erste Formabschnitt in einem ortfesten Zustand gehalten.
Der zweite Formabschnitt 20 ist zur Bewegung in Bezug auf den ersten Formabschnitt
18 abgestützt, um bei Berühren der Formsegmente 18,
20 den geschlossenen Formhohlraum 16 zu bilden, und um das Entfernen
des geformten Teils durch Trennen der Formsegmente 18, 20 zum
Öffnen des Formhohlraums 16 zu ermöglichen.
Beim Betrieb wird die Kunststoffschmelze aus dem Spritzgussaggregat
zum Strömen durch den Formmasseverbindungsweg 14 hindurch und in die
Düse 12 hinein gebracht. Die Düse 12 umfasst einen Anschnitt
oder Einlauf 22, der direkt mit dem Formhohlraum 16 verbunden
ist. Die Regelung des Kunststoffschmelzestroms durch die Düse 12 hindurch
erfolgt durch einen Ventilstift 26, der zu geeigneten Zeitpunkten eines
Formvorgangs zum wahlweisen Schließen und Öffnen des Einlaufs
22 zum Einlauf 22 hin und von diesem weg bewegt werden kann. Wie
in der 1 dargestellt befindet sich der Ventilstift
26 in der eingezogenen oder offenen Stellung, die das Strömen der
Kunststoffschmelze durch die Düse 12 und in den Formhohlraum
16 hinein zulassen wird.
Der Ventilstift 26 ist ein endseitiger Abschnitt eines länglichen
Stabs 28, dessen gegenüberliegendes Ende mit dem Stellglied
10 verbunden ist. Speziell umfasst das Stellglied 10 zwei konzentrische
Zylinder, nämlich einen bewegbaren Zylinder 30, der an den Stab
28 anschließt, und einen ortsfesten Zylinder 32, der den
bewegbaren Zylinder 30 gleitbar aufnimmt. Eine obere Stirnwand
34 und eine untere Stirnwand 36 dienen zum Schließen des
bewegbaren Zylinders 30, so dass er wie im Folgenden näher beschrieben
wie ein Kolben innerhalb eines ortsfesten Zylinders 32 funktioniert. Eine
Endkappe 38 schließt zum Bilden einer oberen Kammer 40 zwischen
der Endkappe 38 und der oberen Stirnwand 34 des bewegbaren Zylinders
30 ein Ende des ortsfesten Zylinders 32 ab. Vorzugsweise ist das
Stellglied 10 in einer Bohrung 24 angemessener Größe
in einer Formplatte 44 enthalten und wird durch geeignete Befestigungsmittel
wie z.B. durch die Endkappe 38 führende Schrauben 42 auf
seinem Platz gehalten. Die Formplatte 44 ist in Bezug auf die Düse
12 im Formsegment 18 geeignet befestigt, so dass
der Stab 28 und der dazugehörige Ventilstift 26 in Bezug
auf den Ventilsitz 46 in der Düse 12 korrekt ausgerichtet
sind. Der Ventilsitz 46 umfasst wie dargestellt einen kegelförmigen
Verbindungsweg, der vom Einlauf 22 auf eine mit dem Verbindungsweg
14 verbundene zylindrische Bohrung 48 hin abweicht.
Der ortsfeste Zylinder 32 weist vorzugsweise einen abgestuften
Durchmesser auf, der durch die ähnlich abgestufte Bohrung 24 in der
Formplatte 44 aufgenommen wird. Diese abgestufte Konstruktion erleichtert
einen wirtschaftlichen Zusammenbau unter Einsatz einer flüssigkeitsdichten
Abdichtung zwischen dem ortsfesten Zylinder 32 und der Bohrung
24, so dass der untere Abschnitt der Bohrung 24 und der ortsfeste
Zylinder 32 zusammenwirken, um den bewegbaren Zylinder 30 aufzunehmen.
Dadurch wird die Gesamtlänge des ortsfesten Zylinders
32 auf ein Minimum gehalten, da die untere Stirnwand 36 des bewegbaren
Zylinders 30 gegen den unteren Abschnitt der Bohrung 24 in der
Formplatte 44 hin abdichtet. Alternativerweise könnte die Bohrung
24 in der Formplatte 44 zur Aufnahme einen ortsfesten Zylinders
32 geraden Durchmessers, der sich zum Boden der Bohrung 24 in
der Formplatte 44 erstreckt um den bewegbaren Zylinder 30 vollständig
zu enthalten, mit gleichbleibendem Durchmesser maschinell hergestellt werden. In
beiden Fällen wird eine untere Kammer 41 durch einen Zwischenraum
zwischen der unteren Stirnwand 36 und der Bodenwand 25 der Bohrung
24 in der Platte 44 bildet. Eine Bohrung 45 in der Platte
44 ist so dimensioniert, dass sie dem Stab 28 den Durchlass mit
ausreichendem Abstand erlaubt, um die untere Kammer 41 mit einer Lüftungsöffnung
zur Umgebungsluft zu versehen.
Im Inneren des ortsfesten Zylinders 32 verläuft eine
starr mit der Endkappe 38 wie durch eine Schraube 52 verbundene
Tragsäule 50 nach unten und führt durch die untere Stirnwand
34 hindurch und in das Innere des bewegbaren Zylinders 30 hinein.
Die Tragsäule 50 schließt an einem quer verlaufenden ortsfesten
Kolben 54 ab. Der ortsfeste Kolben 54 ist ein scheibenförmiges
Glied, das einen äußeren Rand 56 aufweist, der mit einem Abstand
nach innen von der inneren Oberfläche der Zylinderseitenwand 58 des
ortsfesten Zylinders 32 angeordnet ist, so dass der Kolben 54
im bewegbaren Zylinder 30 enthalten ist. Der äußere Rand
56 umfasst vorzugsweise eine ringförmige Ausnehmung 60 zur
Aufnahme eines äußeren Dichtungsrings 62.
Der bewegbare Zylinder 30 weist einen hohlen, allgemein zylindrischen
Aufbau auf, der im ortsfesten Zylinder 32 und in der Bohrung
24 zur axialen, gleitenden Bewegung entlang der inneren Oberflächen
desselben aufgenommen wird. Die ringförmige untere Stirnwand 36 des
Zylinders 30 verläuft quer im Inneren der Bohrung 24 knapp
unter dem ortsfesten Zylinder 32. Wie dargestellt kann die untere Stirnwand
36 zwecks erleichterter Herstellung zwei durch Schrauben 64 aneinander
befestigte Abschnitte sowie eine Befestigung des Stabs 28 am bewegbaren
Zylinder 30 umfassen. Die untere Stirnwand 36 weist einen mit
einem Flansch versehenen Abschnitt 66 mit einer äußeren umfänglichen
Ausnehmung 68 zur Aufnahme am bewegbaren Zylinder 30 eines ersten
äußeren Dichtungsrings 70, der längsweise verschoben werden
kann und der mit der inneren Oberfläche der Bohrung 24 dichtend zusammenwirkt,
auf. Die untere Stirnwand 36, die einen mit einem Flansch versehenen Abschnitt
66 aufweist, befindet sich wie dargestellt zwischen dem ortsfesten Kolben
54 und der Bodenwand 25 der Bohrung 24.
Axial vom Umfang der unteren Stirnwand 36 aus angrenzend
und entlang der inneren Oberfläche der Zylinderseitenwand 58 und zur
Endkappe 38 hin verlaufend befindet sich eine röhrenförmige Seitenwand
72 des bewegbaren Zylinders 30. Ein zweiter äußerer
Dichtungsring 74 und ein dritter äußerer Dichtungsring
76 werden jeweils in röhrenförmigen Ausnehmungen 78,
80 bzw. am äußeren Umfang der Seitenwand 72 des bewegbaren
Zylinders 30 in einem axial beabstandeten Verhältnis zum ersten äußeren
Dichtungsring 70 und in axial beabstandetem Verhältnis zueinander
getragen. Der zweite und dritte Dichtungsring 74, 76 können
jeweils in Längsrichtung verschoben werden und wirken dichtend mit der inneren
Oberfläche der Zylinderseitenwand 58 zusammen. Das Ende
82 des Stabs 28 gegenüber des Ventilstifts 26 wird
in dem mit einem Flansch versehenen Abschnitt 66 der unteren Stirnwand
36 sicher aufgenommen, so dass der bewegbare Zylinder 30 sowie
der Ventilstift 26 sich zusammen bewegen.
Entlang der Seitenwand 72 von der unteren Stirnwand
36 und an der gegenüberliegenden Seite des ortsfesten Kolbens
54 von der oberen Stirnwand 36 axial beabstandet befindet sich
die obere Stirnwand 34 des bewegbaren Zylinders 30, die sich quer
durch den von der Seitenwand 72 bestimmten inneren Raum erstreckt. Wie
am offensichtlichsten in der 2 dargestellt umfasst
die innere Oberfläche der Seitenwand 72 eine radiale Stufe
84, an der die obere Stirnwand 34 anliegt, und ein ringförmiger
Haltering 86 wird in einer inneren Umfangsrille 88 aufgenommen,
die in der inneren Oberfläche der Seitenwand 72 zum Festhalten der
oberen Stirnwand 34 auf ihrem Platz in Bezug auf die Seitenwand
72 gebildet wird. Zusätzlich umfasst die obere Stirnwand
34 vorzugsweise eine äußere Umfangsausnehmung 89 zur
Aufnahme eines Dichtungsrings 90, sowie eine innere ringförmige Ausnehmung
92 zur Aufnahme eines Dichtungsrings 94, um eine flüssigkeitsdichte
Abdichtung der oberen Stirnwand 34 mit der Seitenwand 72 bzw.
der Tragsäule 50 zu ermöglichen.
Wie am besten in der 5 ersichtlich ist,
bildet das Volumen zwischen der unteren Stirnwand 36 und dem ortsfesten
Kolben 54 eine erste innere Kammer 96 innerhalb des Zylinders
30, und das ringförmige Volumen zwischen der oberen Stirnwand
34 und dem ortsfesten Kolben 54 bildet eine zweite innere Kammer
98 innerhalb des Zylinders 30. Die Seitenwand 72 weist
radial verlaufende Öffnungen 100 auf, die wie im Folgenden noch näher
erklärt für die Strömungsverbindung mit der zweiten inneren Kammer
98 sorgen.
Ein erster Anschluss 102 und ein zweiter Anschluss
104 in der Formplatte 44 münden in die Bohrung
24, wobei die Anschlüsse 102, 104 jeweils so angepasst
sind, dass sie wechselweise entweder mit einer Quelle eines unter Druck stehenden
Fluids (nicht dargestellt) wie beispielsweise Druckgas oder Druckhydraulikflüssigkeit
oder mit einem Fluidbehälter niedrigeren Drucks (nicht dargestellt) in Verbindung
sind. Die Verbindungen zwischen den Anschlüssen 102, 104
und der jeweiligen Druckmittelquelle und dem Fluidbehälter niedrigeren Drucks
können durch ein geeignetes umschaltbares Stromregelventil (nicht dargestellt)
einer in der Branche wohlbekannten Art hergestellt werden. Der erste Anschluss
102 schließt an eine den unteren Abschnitt der Seitenwand
58 des ortsfesten Zylinders umgebende und an die untere Stirnwand
36 des bewegbaren Zylinders 30 angrenzende ringförmige Kammer
106 an. Die ringförmige Kammer 106 steht mit der ersten inneren
Kammer 96 und mit der oberen Kammer 40 des ortsfesten Zylinders
32 über einen Durchlass 108 in der unteren Stirnwand
36 in Verbindung. Insbesondere mündet der Durchlass 108 in
die erste innere Kammer 96, die mit der oberen Kammer 40 durch
einen zweiten Durchlass 110 und radialen Öffnungen 118 in
der Tragsäule 50 des ortsfesten Kolbens 54 verbunden ist,
wodurch die Strömungsverbindung des ersten Anschlusses 102 mit der
ersten inneren Kammer 96 sowie mit der oberen Kammer 40 ermöglicht
wird.
Der zweite Anschluss 104 endet an der Nute 112,
die mit radialen Öffnungen 114 durch die Seitenwand 58 des
ortsfesten Zylinders 32 verbunden ist. Die radialen Öffnungen
114 sind mit einer den oberen Abschnitt des bewegbaren Zylinders
30 umgebenden ringförmigen Kammer 116 verbunden. Die ringförmige
Kammer 116 ist mit der zweiten inneren Kammer 98 durch die radial
verlaufenden Öffnungen 100 in der Seitenwand 72 knapp unterhalb
der radialen Stufe 84 verbunden, wodurch die Strömungsverbindung zwischen
dem zweiten Anschluss 104 und der zweiten inneren Kammer 98 des
bewegbaren Zylinders 30 ermöglicht wird.
In den 1 und 2
wird das Stellglied 10 mit dem bewegbaren Zylinder 30, dem Stab
28 und dem Ventilstift 26 jeweils in deren eingezogenen Stellung
in Bezug auf den ortsfesten Zylinder 32 und den Ventilsitz 46
dargestellt. Um im Betrieb die Bewegung des Ventilsstifts 26 und des Zylinders
30 aus deren eingezogenen Stellungen zu veranlassen, wird Druckmittel durch
den ersten Anschluss 102 eingespeist, während der zweite Anschluss
104 in Strömungsverbindung mit dem Fluidbehälter niedrigeren
Drucks oder dergleichen steht. Die Einspeisung des Druckmittels am ersten Anschluss
102 verursacht das Druckmittel, in die ringförmige Nute
106 einzutreten, durch diese und dann durch den ersten Durchlass
108 hindurchzufließen und dann in die erste innere Kammer
96 innerhalb des Zylinders 30 hineinzufließen. Gleichzeitig
strömt ein Teil des Druckmittels von der ersten inneren Kammer 96
in den zweiten Durchlass 110 hinein, durch diesen und die radialen Öffnungen
118 hindurch und tritt dann in die obere Kammer 40 ein. Folglich
befinden sich die obere Kammer 40 und die erste innere Kammer
96 in Bezug auf die untere Kammer 41, die nach außen durch
die den Stab 28 umgebende Bohrung 45 entlüftet wird, und
in Bezug auf die zweite innere Kammer 98 jeweils unter erhöhtem Druck.
Die zweite innere Kammer 98 ist mittels der Öffnungen 100,
ringförmigen Kammer 116, radialen Öffnungen 114, ringförmigen
Nute 112, und zweiten Anschluss 104 in Strömungsverbindung
mit dem Fluidbehälter niedrigeren Drucks.
Die sich ergebenden Druckunterschiede, die je auf die obere Stirnwand
34 und die untere Stirnwand 36 einwirken, verursachen die Bewegung
des Zylinders 30 auf die Bodenwand 25 der Bohrung 24
zu, wodurch sich der Ventilstift 26 zum Ventilsitz 46 hin bewegt,
d.h. von der in der in 1 dargestellten Stellung durch
eine wie in 5 dargestellte Zwischenstellung hindurch.
Während sich der Zylinder 30 und der Ventilstift 26 derartig
bewegen, nimmt das Volumen von jeweils der unteren Kammer 41 und der zweiten
inneren Kammer 98 ab, während das Volumen von je der ersten inneren
Kammer 96 und der oberen Kammer 40 zunimmt. Gleichzeit strömt
ein sich in der zweiten inneren Kammer 98 befindliches Fluid durch die
Öffnungen 100 hindurch, in die ringförmige Kammer 116
hinein, durch die radialen Öffnungen 114 hindurch in die ringförmige
Kammer 112 hinein und schließlich durch den zweiten Anschluss
104, der unter niedrigerem Druck als der erste Anschluss 102 steht,
heraus. Die weitere Anwendung eines höheren Fluiddrucks am ersten Anschluss
102 verursacht den Zylinder 30, sich wie in 6
dargestellt zum Ende seines Ausfahrhubs zu bewegen. Nach Abschluss des Ausfahrhubs
kommt die obere Stirnwand 34 mit dem am ortsfesten Kolben 54 befestigten
vorderen Aufschlag 120 in Berührung und das Ende des Ventilstifts
26 wird dicht am Ventilsitz 46 festgehalten, um eine Strömung
durch den Einlauf 22 zu unterbinden. Um einen auf die untere Stirnwand
36 einwirkenden Druckanstieg zu vermeiden, wird die sich in der unteren
Kammer 41 befindliche Luft durch die Bohrung
45 abgelassen.
Um das Stellglied 10 aus seiner in der 6
dargestellten ausgefahrenen Stellung zu bewegen, wodurch der Einlauf 22
geöffnet und die Strömung der Kunststoffschmelze in den Formhohlraum
16 hinein ermöglicht wird, ist der erste Anschluss 102 von
der Druckmittelquelle zu trennen und mit einem Behälter niedrigeren Drucks
oder dergleichen zu verbinden. Der zweite Anschluss 104 wird dann mit der
Druckmittelquelle verbunden und das Druckmittel tritt durch den zweiten Anschluss
104 in die ringförmige Nute 112 ein. Das Druckmittel fließt
von der ringförmigen Nute 112 durch die radialen Öffnungen
114 hindurch in die Seitenwand 58 und in die zweite innere Kammer
98 innerhalb des Zylinders 30 hinein. Der Eintritt des Druckmittels
in die zweite innere Kammer 98 wendet eine Kraft gegen die innere Oberfläche
der oberen Stirnwand 34 an, so dass der Zylinder 30 und der Ventilstift
26 in den ortsfesten Zylinder 32 eingezogen werden, bis dieser
die in 1 dargestellte Stellung erreicht, bei der die
untere Stirnwand 36 einen am ortsfesten Kolben 54 befestigten
Einziehaufschlag 122 berührt. Daraufhin wird der Ventilstift
26 in die Düse 12 hinein und vom Einlauf 22 weg
gezogen, damit Formmasse durch die Düse 12 und in den Formhohlraum
16 hinein fließen kann. Der andernfalls in der unteren Kammer
41 eventuell erzeugte Unterdruck wird durch Einlass von Umgebungsluft in
die untere Kammer 41 durch die den Stab 28 umgebende Bohrung
25 entlastet.
Die 7 und 8
stellen eine alternative Ausführungsform eines Ventilstellglieds
125 gemäß dieser Erfindung dar, bei der zusätzliche Oberflächen
zur weiteren Steigerung der Betätigungskraft zum Einsatz kommen. Das Stellglied
125 hat ein äußeres Gehäuse 126 und eine Endkappe
138, welche in einer Formplatte 143 aufgenommen werden. Ein ortsfester
Zylinder 132 wird in einem durch das Gehäuse 126, die Endkappe
138 und eine dem Innendurchmesser des Gehäuses 126 entsprechende
Bohrung 124 in der angrenzenden Formplatte 144 gebildeten Raum
aufgenommen. Vorzugsweise gehen die Schrauben 142 durch die Endkappe
138 und das Gehäuse 126 hindurch und greifen in die darunterliegende
Formplatte 144 ein, um das Stellglied 125 in der Formanordnung
zu befestigen. Alternativ könnte der ortsfeste Zylinder 132 in den
Gegenbohrungen in den Formplatten 143, 144 oder wie in der oben
beschriebenen Ausführungsform in einer einzelnen Formplatte aufgenommen werden,
wodurch das Erfordernis eines äußeren Gehäuses 126 ausgeräumt
wird. Ein bewegbarer Zylinder 130 wir gleitbar im ortsfesten Zylinder
132 aufgenommen. Ein verlängerter Stab 128 hat an ein sicher
in der unteren Stirnwand 136 des bewegbaren Zylinders 130 aufgenommenes
Ende 182, so dass der bewegbare Zylinder 130 und der Stab
128 sich zusammen bewegen, wobei das gegenüberliegende Ende des Stabs
128 wie vorhergehend beschrieben als Ventilstift funktioniert. Die Endkappe
138 schließt ein Ende des ortsfesten Zylinder 132 ab, um
eine obere Kammer 140 zwischen einer oberen Wand 134 des bewegbaren
Zylinders 130 und der Endkappe 138 zu bilden. Eine untere Wand
127 der Bohrung 124 schließt das gegenüberliegende Ende
des ortsfesten Zylinders 132 zur kompletten Aufnahme des bewegbaren Zylinders
130 ab.
Das Stellglied 125 umfasst einen ersten Anschluss
202 und einen zweiten Anschluss 204, welche wie vorstehend beschrieben
jeweils wechselweise zur Verbindung mit einer Druckmittelquelle (nicht dargestellt)
wie z.B. ein Druckgas oder Hydraulikfluid, ausgelegt sind. Der erste Anschluss
202 verläuft durch das äußere Gehäuse 126
und endet an einer Nute 206, die mit einem sich in einer röhrenförmigen
Seitenwand 158 des Zylinders 132 befindlichen ersten Durchlass
208 verbunden ist. Der erste Durchlass 208 mündet an einem
Ende 209 in eine obere Kammer 140 sowie an einem dazwischen liegenden
Punkt 210 und gegenüberliegenden Ende 211, um die Strömungsverbindung
zwischen dem ersten Anschluss 202 und dem Inneren des bewegbaren Zylinders
130 für die im Folgenden noch zu beschreibenden Zwecke zu ermöglichen.
Der zweite Anschluss 204 verläuft durch das äußere Gehäuse
126 und endet an einer Nute 212, die mit einem in der Wand
158 des Zylinders 132 befindlichen zweiten Durchlass
214 verbindet. Der zweite Durchlass 214 mündet an einem Ende
215 in eine ringförmige Nute 216 sowie an einer Öffnung
217 in eine zweite ringförmige Nute 218, um die Strömungsverbindung
zwischen dem zweiten Anschluss 204 und dem Inneren des bewegbaren Zylinders
130 zu ermöglichen.
Der bewegbare Zylinder 130 weist einen hohlen allgemein zylindrischen
Aufbau auf, der zur axialen Gleitbewegung entlang seiner inneren Oberfläche
in einem ortsfesten Zylinder 132 aufgenommen ist. Der bewegbare Zylinder
130 umfasst eine ringförmige untere Wand 136, die zur Abdichtung
gegen die Innenseite des Zylinders 132 quer verläuft. Die untere Stirnwand
136 weist eine äußere periphere Ausnehmung 168 zur Aufnahme
eines ersten äußeren Dichtungsrings 170 auf, der an der Innenoberfläche
des Zylinders 132 entlang gleiten kann und mit dieser dichtend zusammenwirkt.
Eine röhrenförmige Seitenwand 172 erststreckt sich axial vom
Rand der unteren Stirnwand 136 angrenzend an und entlang der Innenoberfläche
158 des Zylinders 132 und in Richtung der Endkappe 138.
Die röhrenförmige obere Stirnwand 134 verläuft quer durch
das Innere vom Ende des bewegbaren Zylinders 130 angrenzend an die Endkappe
138. Die obere Stirnwand 134 wird durch Halteringe 186
in Rillen 184 in der Seitenwand 172 festgehalten. Vier äußere
Dichtungsringe 174 werden jeweils in ringförmigen Ausnehmungen
176 am äußeren Rand der Seitenwand 172 in axialem Abstand
vom ersten äußeren Dichtungsring 170 und axial
voneinander beabstandet getragen. Jeder der äußeren Dichtungsringe
174 kann an der Innenoberfläche der Seitenwand 158 des ortsfesten
Zylinders 132 entlang gleiten und mit dieser dichtend zusammenwirken.
Eine Tragsäule 150, die durch eine Schraube
152 an der Endkappe 138 befestigt ist, geht durch die obere Stirnwand
134 des Zylinders 130 hindurch und erstreckt sich in das Innere
des Zylinders 130, um an einem quer verlaufenden ersten ortsfesten Kolben
154 zu enden. Ein zweiter ortsfester Kolben 155 wird durch geeignete
Mittel wie z.B. die Halteringe 156 an der Tragsäule 150 an
einer Stelle zwischen der Endkappe 138 und dem ersten ortsfesten Kolben
154 befestigt. Die ortsfesten Kolben 154, 155 sind scheibenförmige
Glieder, die zur Aufnahme in der röhrenförmigen Seitenwand 172
dimensioniert sind. Der umlaufende Rand je eines der ortsfesten Kolben
154, 155 weist eine ringförmige Ausnehmung 160 zur
Aufnahme eines peripheren Dichtungsrings 162 auf. Der Seitenwand
172 entlang und von der unteren Stirnwand 136 axial beabstandet
und zwischen den ortsfesten Kolben 154, 155 befindet sich eine
Zwischenwand 135, die quer durch das Innere des bewegbaren Zylinders
130 verläuft und durch Halteringe 186 an der Seitenwand
172 befestigt ist. Die Zwischenwand 135 und die obere Stirnwand
134 können wie dargestellt innere und periphere Ausnehmungen
188, 192 zur Aufnahme ringförmiger Dichtungsringe
190, 194 aufweisen.
Das Volumen zwischen der unteren Stirnwand 136 und dem ersten
ortsfesten Kolben 154 bildet eine erste Kammer 195 innerhalb des
bewegbaren Zylinders 130. Das ringförmige Volumen zwischen dem ersten
ortsfesten Kolben 154 und der Zwischenwand 135 bildet eine zweite
Kammer 196. Das ringförmige Volumen zwischen der Zwischenwand
135 und dem zweiten ortsfesten Kolben 155 bildet eine dritte Kammer
197, und das ringförmige Volumen zwischen der oberen Stirnwand
134 und dem zweiten ortsfesten Kolben 155 bildet eine vierte Kammer
198 innerhalb des bewegbaren Zylinders 130. Die Seitenwand
172 weist zur Ermöglichung der Strömungsverbindung zwischen der
ersten inneren Kammer 195 und dem ersten Durchlass 208 durch die
Endöffnung 211 radial verlaufende Öffnungen 146 auf.
Ähnliche Öffnungen 149 stellen einen Durchlass zwischen der zweiten
inneren Kammer 196 und der ringförmigen Nute 218, die Öffnungen
148 einen Durchlass zwischen der dritten inneren Kammer 197 und
der ringförmigen Nute 219, und die Öffnungen 147 einen
Durchlass zwischen der vierten inneren Kammer 198 und der ringförmigen
Nute 216 zur Verfügung.
Bei einem wie beschrieben gebauten Stellglied 125 sind die
obere Kammer 140, die erste Kammer 195 und die dritte Kammer
197 in kontinuierlicher Strömungsverbindung mit dem ersten Durchlass
208, und dadurch über die ringförmige Nute 206 mit dem
ersten Anschluss 202. Ähnlicherweise sind die zweite Kammer
196 und die vierte Kammer 198 in kontinuierlicher Verbindung mit
dem zweiten Durchlass 214 und dadurch über die zweite Nute
212 mit dem zweiten Anschluss 204.
Das Stellglied 125 ist in der 7
mit dem bewegbaren Zylinder 130 und dem Stab 128 (und dem dazugehörigen
Ventilstift) jeweils in deren eingezogenen Stellungen in Bezug auf den ortsfesten
Zylinder 132 dargestellt. Um im Betrieb die Bewegung des Ventilstifts und
des bewegbaren Zylinders 130 aus deren eingezogenen Stellungen zu veranlassen,
wird Druckmittel durch den ersten Anschluss 202 eingespeist, während
der zweite Anschluss 204 in Strömungsverbindung mit dem Fluidbehälter
niedrigeren Drucks oder dergleichen steht. Die Einspeisung des Druckmittels am ersten
Anschluss 202 verursacht das Druckmittel, in die ringförmige Nute
206 einzutreten, durch diese hindurch und dann in den ersten Durchlass
208 hinein zu strömen. Das Fluid strömt dann gleichzeitig durch
(a) die Öffnung 209 in die obere Kammer 140, (b) die Öffnung
210 zur Nute 219, durch die Öffnungen 148 und in
die dritte Kammer 197, und (c) die Öffnung 211, durch die
Öffnungen 146 und in die erste Kammer 195 hinein. Folglich
befinden sich die obere Kammer 140, die dritte Kammer 197 und
die erste Kammer 195 in Bezug auf die zweite und vierte Kammer
196, 198 jeweils unter erhöhtem Druck. Die sich ergebenden
Druckunterschiede, die auf die obere Stirnwand 134, Zwischenwand
135 und untere Stirnwand 136 einwirken, verursachen die Bewegung
des bewegbaren Zylinders 130 in Richtung Bodenwand 127, d.h. von
den in der 7 dargestellten Stellungen zu den in der
8 dargestellten Stellungen.
Bei Bewegung des bewegbaren Zylinders 130 aus der eingezogenen
Stellung zur ausgefahrenen Stellung nimmt das Volumen von je der vierten Kammer
198 und zweiten Kammer 196 ab, während das Volumen von je
der ersten Kammer 195, der dritten Kammer 197 und der oberen Kammer
140 zunimmt. Gleichzeitig strömt jegliches Fluid in der vierten Kammer
198 und der zweiten Kammer 196 durch die Nuten 218,
216, und den Durchlass 214 hindurch und aus dem zweiten Anschluss
204 heraus, der unter einem geringeren Druck als der erste Anschluss
202 steht. Die weitere Anwendung eines höheren Fluiddrucks am ersten
Anschluss 202 wird den bewegbaren Zylinder 130 veranlassen, zum
Ende seines Ausfahrhubs wie in 8 dargestellt zu fahren,
in welcher Stellung die untere Stirnwand 136 an dem an der Bodenwand
127 befestigten vorderen Aufschlag 164 anliegt und der Ventilstift
sich am Ventilsitz befindet, um die Strömung durch den Formeinlauf zu blockieren.
Um den andernfalls gegen die untere Stirnwand 136 wirkenden Widerstand
zu vermeiden, wird die sich zwischen der unteren Stirnwand
136 und der Bodenwand 127 befindliche Luft durch eine Bohrung
145 in der Formplatte 144, durch welche auch der Stab
128 hindurchgeht, abgelassen.
Um das Ventil zu öffnen und die Kunststoffschmelze in den Formhohlraum
fließen zu lassen, wird der erste Anschluss 202 von der Druckmittelquelle
abgetrennt und mit einem Behälter unter geringerem Druck oder dergleichen in
Verbindung gesetzt. Der zweite Anschluss 204 wird dann mit der Druckmittelquelle
verbunden und das Druckmittel tritt in die Nute 212 ein, strömt in
den Durchlass 214 hinein und dann durch die Öffnungen 215,
217 in die ringförmigen Nuten 216, 218. Das Druckmittel
strömt aus den ringförmigen Nuten 216, 218 durch die
Öffnungen 147, 149 in der Seitenwant 172 und in
die vierte Kammer 198 und die zweite Kammer 196 hinein. Der gegen
die innere Oberfläche der oberen Stirnwand 143 und die Zwischenwand
135 wirkende erhöhte Druck führt zum Einziehen des bewegbaren
Zylinders 130 in den ortsfesten Zylinder 132 hinein. Dadurch bewegt
sich der Ventilstift weg vom Einlauf, um den Schmelzstoff durch die Düse fließen
zu lassen. Der andernfalls zwischen der unteren Stirnwand 136 und der Bodenwand
127 erzeugte reduzierte Luftdruck wird durch Einlass von Umgebungsluft
durch die den Stab 128 umgebende Bohrung 145 entlastet.
Deshalb wird offensichtlich, dass ein erfindungsgemäßes
Stellglied eine höhere Ausgangskraft bei gleichem Zylinderdurchmesser liefert,
so dass ein derartiges Stellglied bei räumlich begrenzten Gegebenheiten, welche
Zylinder größeren Durchmessers ausschließen würden, sollten
höhere Betätigungskräfte benötigt werden, zum Einsatz kommen
kann. Falls eine ähnlich räumliche Begrenzung besteht, aber eine höhere
als die bei Einsatz eines einzelnen Kolbens zur Verfügung stehende Betätigungskraft
erforderlich wäre, aber nur ein verhältnismäßig niedriger Fluiddruck
vorhanden wäre, würde das erfindungsgemäße Stellglied eine erhöhte
Betätigungskraft bei diesem niedrigeren Fluiddruck liefern. Darüber hinaus
kann wie durch die alternative Ausführungsform dargestellt die Betätigungskraft
wunschgemäß durch Wiederholung der beschriebenen Anordnung ortsfester
Kolben und dazwischen liegender bewegbarer Zylinderwände weiter vervielfältigt
werden, wodurch die Anzahl der Betätigungsoberflächen erhöht wird.
Technische Anwendbarkeit
Die vorstehende Erörterung und die dargestellten Ausführungsformen
der Erfindung erfolgten im Rahmen der Anwendung des Stellglieds in einer Kunststoffspritzgussmaschine
zum Regeln des eine Kunststoffschmelzestroms aus einer Spritzeinheit zum Formhohlraum,
um bei begrenztem Raum oder bei niedrigen Fluiddruckgegebenheiten gesteigerte Betätigungskräfte
zur Verfügung zu stellen. Für die Fachleute dieser Technik wird offensichtlich
sein, dass ohne Abweichen von den Konzepten dieser Erfindung verschiedene Änderungen
und Modifikationen möglich sind. Somit ist beabsichtigt, dass die beiliegenden
Patentansprüche alle derartigen Änderungen und Modifikationen, die im
Umfang dieser Erfindung begriffen sind, umfassen.