Die vorliegende Erfindung betrifft eine pharmazeutische Zusammensetzung,
enthaltend ZD6474 und Gemcitabin; ein Kit, enthaltend ZD6474 und Gemcitabin; die
Verwendung von ZD6474 und Gemcitabin bei der Herstellung eines Arzneimittels zur
Verwendung bei der Behandlung einer Krebserkrankung bei einem Warmblüter wie
dem Menschen, der gegebenenfalls mit ionisierender Strahlung behandelt wird.
Die normale Angiogenese spielt bei einer Reihe von Prozessen eine
wichtige Rolle, u.a. bei der Embryonalentwicklung, bei der Wundheilung und bei verschiedenen
Komponenten der weiblichen Fortpflanzungsfunktion. Eine unerwünschte oder pathologische
Angiogenese wurde bereits mit Krankheitszuständen assoziiert, u.a. mit diabetischer
Retinopathie, Psoriasis, Krebs, rheumatoider Arthritis, Atherom, Kaposi-Sarkom und
Hämangiom (Fan et al., 1995, Trends Pharmacol. Sci. 16: 57–66; Folkman,
1995, Nature Medicine 1: 27–31). Es wird angenommen, daß sowohl bei
normalen als auch bei pathologischen physiologischen Prozessen die Änderung
der Gefäßpermeabilität eine Rolle spielt (Cullinan-Bove et al., 1993,
Endocrinology 133: 829–837; Senger et al., 1993, Cancer and Metastasis Reviews,
12: 303–324). Einige Polypeptide, die in vitro das Wachstum von Endothelzellen
fördern, wurden bereits identifiziert, u.a. der saure und der basische Fibroblastenwachstumsfaktor
(aFGF und bFGF) und VEGF (vascular endothelial growth factor). Dank der begrenzten
Expression seiner Rezeptoren ist die Wachstumsfaktorwirkung von VEGF im Gegensatz
zu der der FGFs verhältnismäßig endothelzellenspezifisch. Neuere
Befunde deuten darauf hin, daß VEGF ein wichtiger Stimulator sowohl der normalen
als auch der pathologischen Angiogenese (Jakeman et al., 1993, Endocrinology, 133:
848–859; Kolch et al., 1995, Breast Cancer Research and Treatment, 36: 139–155)
und Gefäßpermeabilität (Connolly et al., 1989, J. Biol. Chem. 264:
20017–20024) ist. Die Antagonisierung der Wirkung von VEGF durch Sequestrierung
von VEGF mit Antikörper kann zur Inhibierung von Tumorwachstum führen
(Kim et al., 1993, Nature 362: 841–844).
Rezeptortyrosinkinasen (RTKs) sind bei der Übertragung von biochemischen
Signalen über die Plasmamembran von Zellen von Bedeutung. Diese Transmembranmoleküle
bestehen charakteristischerweise aus einer extrazellulären Ligandenbindungsdomäne,
die durch ein Segment in der Plasmamembran mit einer intrazellulären Tyrosinkinasedomäne
verbunden ist. Die Bindung von Ligand an den Rezeptor führt zur Stimulierung
der rezeptorassoziierten Tyrosinkinaseaktivität, die zur Phosphorylierung von
Tyrosinresten sowohl des Rezeptors als auch anderer intrazellulärer Moleküle
führt. Durch diese Änderungen der Tyrosinphosphorylierung wird eine Signalkaskade
initiiert, die zu einer Reihe von Zellreaktionen führt. Bisher wurden bereits
mindestens neunzehn verschiedene Rezeptortyrosinkinase-Unterfamilien identifiziert,
die durch Aminosäuresequenzhomologie definiert sind. Eine dieser Unterfamilien
besteht derzeit aus dem „fms-like" Tyrosinkinaserezeptor Flt-1, KDR (kinase
insert domain-containing receptor, auch als Flk-1 bezeichnet) und einem anderen
„fms-like" Tyrosinkinaserezeptor, nämlich Flt-4. Es ist gezeigt worden,
daß zwei dieser verwandten Rezeptortyrosinkinasen, nämlich Flt- und KDR,
VEGF mit hoher Affinität binden (De Vries et al., 1992, Science 255: 989–991;
Terman et al., 1992, Biochem. Biophys. Res. Comm. 1992, 187: 1579–1586).
Die Bindung von VEGF an diese in heterologen Zellen exprimierten Rezeptoren wurde
mit Änderungen des Tyrosinphosphorylierungsstatus von Zellproteinen und Calciumfluxen
in Verbindung gebracht.
In den internationalen Patentanmeldungen WO 98/13354 und WO 01/32651
werden Chinazolinderivate beschrieben, bei denen es sich um Inhibitoren von VEGF-Rezeptortyrosinkinase
handelt. In WO 98/13354 und WO 01/32651 werden Verbindungen beschrieben, die Wirkung
gegenüber VEGF-Rezeptortyrosinkinase (VEGF-RTK) und etwas Wirkung gegenüber
EGF-Rezeptortyrosinkinase (EGF-TRK; EGF = epidermal growth factor) besitzen. Bei
ZD6474 handelt es sich um 4-(4-Brom-2-fluoranilino)-6-methoxy-7-(1-methylpiperidin-4-ylmethoxy)chinazolin:
ZD6474 fällt unter die breite allgemeine Offenbarung von WO 98/13354
und wird in WO 01/32651 als Beispiel aufgeführt. ZD6474 ist ein hochwirksamer
Inhibitor von VEFG-RTK und besitzt auch etwas Wirkung gegen EGF-RTK. Es ist gezeigt
worden, daß ZD6474 in einer Reihe von Modellen nach einmaliger oraler Verabreichung
Breitband-Antitumorwirkung ergibt (Wedge S.R., Ogilvie D.J., Dukes M. et al., Proc.
Am. Assoc. Canc. Res. 2001; 42: Zusammenfassung 3126).
In WO 98/13354 und WO 01/32651 wird angegeben, daß die Verbindungen
gemäß ihren Erfindungen:
„als alleinige Therapie angewandt werden oder neben einer erfindungsgemäßen
Verbindung auch noch eine oder mehrere andere Substanzen und/oder Behandlungen umfassen
können. Für eine derartige Kombinationsbehandlung werden die Einzelkomponenten
der Behandlung gleichzeitig, hintereinander oder getrennt verabreicht." Danach werden
in WO 98/13354 und WO 01/32651 Beispiele für eine derartige Kombinationsbehandlung
einschließlich Chirurgie, Radiotherapie und verschiedener Arten von Chemotherapeutika
einschließlich von Inhibitoren der Wachstumsfaktorfunktion beschrieben.
In WO 98/13354 und WO 01/32651 wird nirgendwo die Kombination aus
einer Verbindung der Erfindung und Gemcitabin zur Behandlung eines Krankheitszustands
einschließlich Krebs vorgeschlagen.
In WO 98/13354 und WO 01/32651 wird nirgendwo die spezielle Kombination
aus ZD6474 und Gemcitabin vorgeschlagen.
In WO 98/13354 und WO 01/32651 wird nirgendwo angegeben, daß
die Verwendung einer Verbindung der Erfindung darin mit anderen Behandlungen zu
überraschenden vorteilhaften Wirkungen führt.
In Baker et al., Cancer Research 62, 1996 2003, 1. April 2002, wird
eine Dreierkombination aus einem VEGF-RTK-Inhibitor (PTK 787), einem EGF-RTK-Inhibitor
(PKI 166) und Gemcitabin beschrieben. Die Autoren kamen zu dem Schluß, daß
eine Kombination aus entweder PTK 787 mit Gemcitabin oder PKI 166 mit Gemcitabin
vorteilhaft war, die Dreierkombination jedoch keine zusätzlichen therapeutischen
Wirkungen erbrachte.
In Bruns et al., International Journal of Cancer, Band 102, Ausgabe
2, 2002, Seite 101–108, wird eine Kombination von Gemcitabin mit DC 101,
einem VEGF-Rezeptor-2-Antikörper (Anti-KDR-Antikörper), beschrieben.
In der Zusammenfassung von Ciardello F. et al., Proc. Am. Assoc. Canc.
Res. Ann. Band 43, März 2002 (2002-03), Seite 1080–1081, wird die Inhibierung
von EGFR (epidermal growth factor receptor) durch ZD6474 in NIH-3T3-Mausfibroblasten,
die humanen EGFR überexprimieren, und in humanen MCF-10A-ras-Brustkrebszellen
beschrieben. Weiterhin wird die Behandlung von Nacktmäusen mit GEO-Kolonkrebsxenografts
mit einer Kombination aus ZD6474 und Paclitaxel beschrieben. In Drevs J. et al.,
Proc. Am. Assoc. Canc. Res. Ann. Band 43, März 2002 (2002-03), Seite 1082,
wird die Verwendung von Kernspintomographie (Magnetic Resonance Imaging, MRI) zur
Betrachtung von vaskulären Parametern, wie Gefäßdichte und mikrovaskulärer
Architektur, in einem Modell von murinem Nierenzellenkarzinom beschrieben. Wedge
S.R. et al., Proc. Am. Assoc. Canc. Res. Ann. Band 43, März 2002 (2002-03),
Seite 1081, beschreiben die Kombination aus ZD6474 und ZD6126 (N-Acetylcolchinol-O-phosphat)
in einem Calu-6-Humanlungentumor-Xenograft-Modell und in einem LoVo-Humankolorektaltumor-Xenograft-Modell.
Holden S. et al., Eur. Jnl. Canc. Band 37, Nr. Ergänzung 6, 2001, Seite 573,
geben eine vorläufige Übersicht eines klinischen Versuchs
von ZD6474 der Phase I an Patienten mit soliden Tumoren.
Hennequin L. F. et al., Jnl. Med. Chem. 45, 6, 2002, 1300-1312, beschreiben die
Struktur-Wirkungs-Beziehung einer Reihe von VEGF-RTK-Inhibitoren einschließlich
ZD6474.
Unerwarteterweise und überraschenderweise wurde nun gefunden,
daß die spezielle Verbindung ZD6474 bei Verwendung in Kombination mit einer
speziellen Auswahl aus den in WO 98/13354 und WO 01/32651 aufgeführten Kombinationstherapien,
nämlich mit Gemcitabin, wesentlich bessere Wirkungen ergibt als ZD6474 und
Gemcitabin bei alleiniger Verwendung. Insbesondere ergibt ZD6474 bei Verwendung
in Kombination mit Gemcitabin wesentlich bessere Wirkungen auf solide Tumore als
ZD6474 und Gemcitabin bei alleiniger Verwendung.
Gemcitabin ist (INN) 2'-Desoxy-2',2'-difluorcytidinmonohydrochlorid
(&bgr;-Isomer).
Gemcitabin ist auch als GemzarTM (Warenzeichen von Lilly)
bekannt und ein cytotoxisches Mittel. Es ist ein Antimetabolit, der eine Inhibierung
der DNA-Synthese verursacht.
Zu den erfindungsgemäßen Antikrebswirkungen zählen
Antitumorwirkungen, die Ansprechrate, die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung
und die Überlebensrate. Zu den erfindungsgemäßen Antitumorwirkungen
zählen eine Inhibierung des Tumorwachstums, eine Verlangsamung des Tumorwachstums,
eine Tumorregression, ein Schrumpfen des Tumors, eine längere Zeit bis zum
erneuten Wachsen des Tumors nach Behandlungsende und eine Verlangsamung des Fortschreitens
der Erkrankung. Es wird angenommen, daß bei Verabreichung einer erfindungsgemäßen
pharmazeutischen Zusammensetzung an einen Warmblüter wie den Menschen, der
einer Krebshandlung im Zusammenhang mit einem soliden Tumor bedarf, diese Behandlung
eine Wirkung hervorrufen wird, die sich beispielsweise durch einen oder mehrere
der folgenden Faktoren messen läßt: das Ausmaß der Antitumorwirkung,
die Ansprechrate, die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung und die Überlebensrate.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine pharmazeutische
Zusammensetzung bereitgestellt, die ZD6474 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz
davon und Gemcitabin zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder
Träger enthält.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Kombinationsprodukt, enthaltend ZD6474 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz
davon und Gemcitabin zur Verwendung bei einem Verfahren zur Behandlung eines menschlichen
oder tierischen Körpers durch Therapie bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Kit, enthaltend ZD6474 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon und Gemcitabin,
bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Kit, enthaltend:
a) ZD6474 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon in einer ersten Einheitsdosisform;
b) Gemcitabin in einer zweiten Einheitsdosisform und
c) ein Behältnis zur Aufnahme der ersten und zweiten Dosisform,
bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Kit, enthaltend:
a) ZD6474 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon zusammen mit einem
pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder Träger in einer ersten Einheitsdosisform;
b) Gemcitabin zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder
Träger in einer zweiten Einheitsdosisform und
c) ein Behältnis zur Aufnahme der ersten und zweiten Dosisform,
bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
die Verwendung von ZD6474 oder einem pharmazeutisch annehmbaren Salz davon und Gemcitabin
bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Verwendung bei der Behandlung einer
Krebserkrankung bei einem Warmblüter wie dem Menschen bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
die Verwendung von ZD6474 oder einem pharmazeutisch annehmbaren
Salz davon und Gemcitabin bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Verwendung
bei der Behandlung einer Krebserkrankung mit einem soliden Tumor bei einem Warmblüter
wie dem Menschen bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
eine therapeutische Kombinationsbehandlung bereitgestellt, bei der man einem Warmblüter
wie dem Menschen, der einer derartigen therapeutischen Behandlung bedarf, eine wirksame
Menge ZD6474 oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon, gegebenenfalls
zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder Träger, und gleichzeitig,
hintereinander oder getrennt eine wirksame Menge Gemcitabin verabreicht, wobei Gemcitabin
gegebenenfalls zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder Träger
verabreicht werden kann.
Eine derartige therapeutische Behandlung umfaßt eine antiangiogene
Wirkung und/oder Gefäßpermeabilitätswirkung, eine Antikrebswirkung
und eine Antitumorwirkung.
Eine erfindungsgemäße Kombinationsbehandlung gemäß
der hier angegebenen Definition kann durch gleichzeitige, aufeinanderfolgende oder
getrennte Verabreichung der einzelnen Komponenten der Behandlung bewerkstelligt
werden. Eine Kombinationsbehandlung gemäß der hier angegebenen Definition
kann als alleinige Therapie angewandt werden oder zusätzlich zu einer erfindungsgemäßen
Kombinationsbehandlung Chirurgie, Radiotherapie oder ein zusätzliches Chemotherapeutikum
umfassen.
Die Chirurgie kann den Schritt einer teilweisen oder vollständigen
Tumorresektion vor, während oder nach der Verabreichung der hier beschriebenen
Kombinationsbehandlung mit ZD6474 umfassen.
Andere Chemotherapeutika zur fakultativen Verwendung mit einer erfindungsgemäßen
Kombinationsbehandlung sind u.a. diejenigen gemäß WO 01/32651. Eine derartige
Chemotherapie kann fünf Hauptkategorien von Therapeutika abdecken:
(i) andere antiangiogene Mittel einschließlich auf die Gefäße
wirkender Mittel;
(ii) Zytostatika;
(iii) die biologische Reaktion modifizierende Mittel (beispielsweise Interferon);
(iv) Antikörper (beispielsweise Edrecolomab) und
(v) antiproliferative/antineoplastische Arzneistoffe und Kombinationen davon,
wie sie in der medizinischen Onkologie zum Einsatz kommen.
Ein besonderes Beispiel für ein Chemotherapeutikum zur Verwendung
mit einer erfindungsgemäßen Kombinationsbehandlung ist ein Platin-Antikrebsmittel,
wie Cisplatin; es wird erwartet, daß eine derartige Kombination zur Verwendung
bei der Behandlung von Lungenkrebs und Blasenkrebs besonders gut geeignet ist.
Die Verabreichung einer Dreierkombination von ZD6474, Gemcitabin und
ionisierender Strahlung kann Wirkungen, wie Antitumorwirkungen, ergeben, die größer
sind als die mit der Verwendung von ZD6474, Gemcitabin oder ionisierender Strahlung
alleine erzielten Wirkungen, größer sind als die mit der Kombination von
ZD6474 und Gemcitabin erzielten Wirkungen, größer sind als die mit der
Kombination von ZD6474 und ionisierender Strahlung erzielten Wirkungen, größer
sind als die mit der Kombination von Gemcitabin und ionisierender Strahlung erzielten
Wirkungen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
die Verwendung von ZD6474 oder einem pharmazeutisch annehmbaren Salz davon und Gemcitabin
bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Verwendung bei der Behandlung einer
Krebserkrankung bei einem Warmblüter wie dem Menschen, der mit ionisierender
Strahlung behandelt wird, bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
die Verwendung von ZD6474 oder einem pharmazeutisch annehmbaren Salz davon und Gemcitabin
bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Verwendung bei der Behandlung einer
Krebserkrankung mit einem soliden Tumor bei einem Warmblüter wie dem Menschen,
der mit ionisierender Strahlung behandelt wird, bereitgestellt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
eine therapeutische Kombinationsbehandlung bereitgestellt, bei der man einem Warmblüter
wie dem Menschen, der einer derartigen therapeutischen Behandlung bedarf, eine wirksame
Menge ZD6474 oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon, gegebenenfalls
zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder Träger, eine
wirksame Menge Gemcitabin, gegebenenfalls zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren
Hilfsstoff oder Träger, und eine wirksame Menge ionisierender Strahlung verabreicht,
wobei das ZD6474, das Gemcitabin und die ionisierende Strahlung
gleichzeitig, hintereinander oder getrennt und in beliebiger Reihenfolge verabreicht
werden können.
Ein Warmblüter wie der Mensch, der mit ionisierender Strahlung
behandelt wird, bedeutet einen Warmblüter wie den Menschen, der vor, nach oder
gleichzeitig mit der Verabreichung eines Arzneimittels oder einer Kombinationsbehandlung
mit ZD6474 und Gemcitabin mit ionisierender Strahlung behandelt wird. Die ionisierende
Strahlung kann dem Warmblüter wie dem Menschen beispielsweise im Zeitraum von
einer Woche vor bis einer Woche nach der Verabreichung eines Arzneimittels oder
einer Kombinationsbehandlung mit ZD6474 und Gemcitabin verabreicht werden. Das bedeutet,
daß ZD6474, Gemcitabin und die ionisierende Strahlung getrennt oder hintereinander
in beliebiger Reihenfolge oder gleichzeitig verabreicht werden können. Der
Warmblüter kann die Wirkung von ZD6474, Gemcitabin und Strahlung gleichzeitig
erfahren.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung verabreicht
man die ionisierende Strahlung vor der Verabreichung von ZD6474 oder Gemcitabin
oder nach der Verabreichung von ZD6474 oder Gemcitabin.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung verabreicht
man die ionisierende Strahlung vor der Verabreichung von ZD6474 und Gemcitabin oder
nach der Verabreichung von ZD6474 und Gemcitabin.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung verabreicht
man einem Warmblüter ZD6474 nach der Behandlung des Warmblüters mit ionisierender
Strahlung.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
erwartet, daß die Wirkung der erfindungsgemäßen Behandlung mindestens
der Addition der Wirkungen jeder der Komponenten der Behandlung bei alleiniger Verwendung,
d.h. von ZD6474 und Gemcitabin bei alleiniger Verwendung oder ZD6474, Gemcitabin
und ionisierender Strahlung bei alleiniger Verwendung, entspricht.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
erwartet, daß die Wirkung der erfindungsgemäßen Behandlung größer
ist als die Addition der Wirkungen jeder der Komponenten der Behandlung bei alleiniger
Verwendung, d.h. von ZD6474 und Gemcitabin bei alleiniger Verwendung oder ZD6474,
Gemcitabin und ionisierender Strahlung bei alleiniger Verwendung.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
erwartet, daß die Wirkung der erfindungsgemäßen Behandlung eine synergistische
Wirkung ist.
Erfindungsgemäß ist eine Kombinationsbehandlung so definiert,
daß sie eine synergistische Wirkung liefert, wenn die beispielsweise durch
das Ausmaß des Ansprechens, die Ansprechrate, die Zeit bis zum Fortschreiten
der Erkrankung oder den Überlebenszeitraum gemessene Wirkung therapeutisch
größer ist als die bei Dosierung einer der Komponenten der Kombinationsbehandlung
in ihrer herkömmlichen Dosis erzielbare Wirkung. So ist die Wirkung der Kombinationsbehandlung
beispielsweise synergistisch, wenn die Wirkung therapeutisch größer ist
als die mit ZD6474 oder Gemcitabin oder ionisierender Strahlung alleine erzielbare
Wirkung. Des weiteren ist die Wirkung der Kombinationsbehandlung synergistisch,
wenn in einer Gruppe von Patienten, die auf ZD6474 oder Gemcitabin oder ionisierende
Strahlung alleine nicht (oder schlecht) anspricht, eine vorteilhafte Wirkung erhalten
wird. Überdies ist die Wirkung der Kombinationsbehandlung so definiert, daß
sie eine synergistische Wirkung liefert, wenn eine der Verbindungen in ihrer herkömmlichen
Dosis dosiert wird und die andere Komponente bzw. die anderen Komponenten in verringerter
Dosis dosiert wird/werden und die beispielsweise durch das Ausmaß des Ansprechens,
die Ansprechrate, die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder den Überlebenszeitraum
gemessene therapeutische Wirkung der bei Dosierung von herkömmlichen Mengen
der Komponenten der Kombinationsbehandlung erzielbaren Wirkung entspricht. Insbesondere
wird Synergie als vorliegend erachtet, wenn die herkömmliche Dosis von ZD6474
oder Gemcitabin oder ionisierender Strahlung verringert werden kann, ohne das Ausmaß
des Anssprechens, die Ansprechrate, die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung
und/oder die Überlebensdaten zu beeinträchtigen, insbesondere ohne die
Ansprechdauer zu beeinträchtigen, aber mit weniger und/oder weniger störenden
Nebenwirkungen als bei Verwendung von herkömmlichen Dosen jeder Komponente.
Wie oben bereits angegeben, sind die erfindungsgemäßen Kombinationsbehandlungen
gemäß der hier angegebenen Definition wegen ihrer antiangiogenen Wirkung
und/oder Gefäßpermeabilitätswirkung von Interesse. Angiogenese und/oder
eine Erhöhung der Gefäßpermeabilität liegen bei einer breiten
Palette von Krankheitszuständen vor, einschließlich Krebs (einschließlich
Leukämie, multiplem Myelom und Lymphom), Diabetes, Psoriasis, rheumatoider
Arthritis, Kaposi-Sarkom, Hämangiom, akuter und chronischer Nephropathie, Atherom,
arterieller Restenose, Autoimmunerkrankungen, akuter Entzündung, Lymphödem,
Endometriose, dysfunktionalen Uterusblutungen und Augenkrankheiten
mit Netzhautgefäßproliferation einschließlich altersbedingter Makuladegeneration.
Es wird erwartet, daß erfindungsgemäße Kombinationsbehandlungen besonders
gut zur Verwendung bei der Prophylaxe und Behandlung von Erkrankungen wie Krebs
und Kaposi-Sarkom geeignet sind. Insbesondere wird erwartet, daß derartige
erfindungsgemäße Kombinationsbehandlungen vorteilhafterweise das Wachstum
von primären und rezidivierenden soliden Tumoren, z.B. des Kolons, des Pankreas,
der Blase, der Brust, der Prostata, der Lunge und der Haut, verlangsamen. Speziell
wird erwartet, daß erfindungsgemäße Kombinationsbehandlungen vorteilhafterweise
das Wachstum von Tumoren bei Pankreaskrebs und Lungenkrebs, beispielsweise Mesotheliom
und nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC), verlangsamen. Im besonderen wird
erwartet, daß derartige erfindungsgemäße Kombinationsbehandlungen
jede Form von mit VEGF assoziiertem Krebs einschließlich Leukämie, multiplem
Myelom und Lymphom inhibieren und auch beispielsweise das Wachstum von primären
und rezidivierenden soliden Tumoren, die mit VEGF assoziiert sind, insbesondere
denjenigen Tumoren, die hinsichtlich Wachstum und Ausbreitung in beträchtlichem
Maße von EGF abhängig sind, einschließlich beispielsweise bestimmter
Tumore des Kolons, des Pankreas, der Blase, der Brust, der Prostata, der Lunga,
der Vulva und der Haut, insbesondere NSCLC, inhibieren.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
erwartet, daß ZD6474 und Gemcitabin, gegebenenfalls mit ionisierender Strahlung,
das Wachstum von primären und rezidivierenden soliden Tumoren, die mit VEGF
assoziiert sind, insbesondere denjenigen Tumoren, die hinsichtlich Wachstum und
Ausbreitung in beträchtlichem Maße von VEGF abhängig sind, inhibieren.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
erwartet, daß ZD6474 und Gemcitabin, gegebenenfalls mit ionisierender Strahlung,
das Wachstum von primären und rezidivierenden soliden Tumoren, die mit VEGF
und EGF assoziiert sind, insbesondere denjenigen Tumoren, die hinsichtlich Wachstum
und Ausbreitung in beträchtlichem Maße von VEGF und EGF abhängig
sind, inhibieren.
Die hier beschriebenen Zusammensetzungen können in einer für
die orale Verabreichung geeigneten Form, beispielsweise als Tablette oder Kapsel,
in einer für die nasale Verabreichung oder die inhalative Verabreichung geeigneten
Form, beispielsweise als Pulver oder Lösung, in einer für eine parenterale
Injektion (einschließlich intravenöser, subkutaner, intramuskulärer,
intravasaler Injektion oder Infusion), beispielsweise als sterile Lösung, Suspension
oder Emulsion, in einer für die topische Verabreichung geeigneten Form, beispielsweise
als Salbe oder Creme, in einer für die rektale Verabreichung geeigneten Form,
beispielsweise als Zäpfchen, vorliegen, oder die Verabreichung kann durch direkte
Injektion in den Tumor oder durch regionale Verabreichung oder durch lokale Verabreichung
erfolgen. Bei anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann das
ZD6474 der Kombinationsbehandlung endoskopisch, intratracheal, intraläsional,
perkutan, intravenös, subkutan, intraperitoneal oder intratumoral verabreicht
werden. Vorzugsweise wird ZD6474 oral verabreicht. Im allgemeinen werden die hier
beschriebenen Zusammensetzungen auf herkömmliche Weise unter Verwendung herkömmlicher
Hilfsstoffe hergestellt. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen liegen
vorteilhafterweise in Einheitsdosisform vor.
ZD6474 wird einem Warmblüter normalerweise in einer Einheitsdosis
im Bereich von 10–500 mg pro Quadratmeter Körperoberfläche des
Tieres, bei einem Menschen beispielsweise etwa 0,3–15 mg/kg, verabreicht.
Eine Einheitsdosis im Bereich von beispielsweise 0,3–15 mg/kg, vorzugsweise
0,5–5 mg/kg, ist vorgesehen und ist normalerweise eine therapeutisch wirksame
Dosis. Eine Einheitsdosisform wie eine Tablette oder Kapsel enthält gewöhnlich
beispielsweise 25–500 mg Wirkstoff. Vorzugsweise wird eine Tagesdosis im
Bereich von 0,5–5 mg/kg verwendet.
Gemcitabin wird gemäß bekannter klinischer Praxis verabreicht.
So beträgt beispielsweise bei NSCLC die empfohlene Gemcitabin-Dosis 1000 mg/m2,
verabreicht durch 30-minütige intravenöse Infusion. Dies kann über
einen Zeitraum von drei Wochen einmal wöchentlich wiederholt werden, wonach
ein Ruhezeitraum von einer Woche folgt. Dieser Vierwochenzyklus kann dann wiederholt
werden. Wenn der Patient eine übermäßige Toxizizät erfährt,
kann eine Dosisverringerung notwendig sein. Bei Pankreaskrebs beträgt die empfohlene
Gemcitabin-Dosis 1000 mg/m2, verabreicht durch 30-minütige intravenöse
Infusion. Dies kann über einen Zeitraum von sieben Wochen einmal wöchentlich
wiederholt werden, wonach ein Ruhezeitraum von einer Woche folgt. Nachfolgende Zyklen
können aus einmal wöchentlichen Injektionen über drei aufeinanderfolgende
Wochen eines Zeitraums von jeweils vier Wochen bestehen. Wenn der Patient eine übermäßige
Toxizizät erfährt, kann eine Dosisverringerung notwendig sein.
Die Dosierungen und Behandlungsprogramme können je nach dem speziellen
Krankheitszustand und der Gesamtverfassung des Patienten variieren. Die Dosierungen
und Behandlungsprogramme können auch variieren, wenn neben
einer erfindungsgemäßen Kombinationsbehandlung ein oder mehrere zusätzliche
Chemotherapeutika zur Anwendung kommt/kommen. Das Behandlungsprogramm kann von dem
einen bestimmten Patienten behandelnden Arzt bestimmt werden.
Die Radiotherapie kann gemäß den bekannten Praktiken der
klinischen Radiotherapie verabreicht werden. Bei den Dosierungen der ionisierenden
Strahlung handelt es sich um die für die Verwendung in der klinischen Radiotherapie
bekannten Dosierungen. Die Strahlentherapie schließt beispielsweise die Verwendung
von &ggr;-Strahlen, Röntgenstrahlen und/oder die direkte Zufuhr von Strahlung
aus Radioisotopen ein. Die vorliegende Erfindung umfaßt auch andere Formen
von DNA-schädigenden Faktoren, wie Mikrowellen und W-Strahlung. So können
beispielsweise Röntgenstrahlen über einen Zeitraum von 5–6 Wochen
5 Tage pro Woche in Tagesdosen von 1,8–2,0 Gy verabreicht werden. Eine in
Fraktionen aufgeteilte Gesamtdosis liegt normalerweise im Bereich von 45–60
Gy. Als Teil eines Radiotherapie-Behandlungszyklus können einzelne größere
Dosen, beispielsweise 5–10 Gy, verabreicht werden. Einzelne Dosen können
intraoperativ verabreicht werden. Es kann eine hyperfraktionierte Strahlentherapie
angewandt werden, bei der kleine Dosen Röntgenstrahlung regelmäßig
über einen Zeitraum verabreicht werden, beispielsweise 0,1 Gy pro Stunde über
eine Reihe von Tagen. Die Dosierungsbereiche für Radioisotope variieren stark
und hängen von der Halbwertszeit des Isotops, der Stärke und der Art der
emittierten Strahlung und der Aufnahme durch die Zellen ab.
Wie oben angegeben, hängt die für die therapeutische oder
prophylaktische Behandlung eines bestimmten Krankheitszustands benötigte Größe
der Dosis jeder Therapie notwendigerweise vom behandelten Wirt, dem Verabreichungsweg
und der Schwere der behandelten Krankheit ab. Dementsprechend kann die optimale
Dosierung von dem einen bestimmten Patienten behandelnden Arzt bestimmt werden.
So kann es beispielsweise erforderlich oder wünschenswert sein, die oben erwähnten
Dosen der Komponenten der Kombinationsbehandlungen zu verringern, um die Toxizität
herabzusetzen.
Die vorliegende Erfindung betrifft Kombinationen von Gemcitabin mit
ZD6474 oder mit einem Salz von ZD6474.
Salze von ZD6474 zur Verwendung in pharmazeutischen Zusammensetzungen
sind pharmazeutisch annehmbare Salze, jedoch können bei der Herstellung von
ZD6474 und pharmazeutisch annehmbarer Salze davon auch andere Salze brauchbar sein.
Derartige Salze können mit einer anorganischen oder organischen Base, die ein
pharmazeutisch annehmbares Kation liefert, gebildet werden. Beispiele für derartige
Salze mit anorganischen oder organischen Basen sind ein Alkalimetallsalz, wie ein
Natrium- oder Kaliumsalz, ein Erdalkalimetallsalz, wie ein Calcium- oder Magnesiumsalz,
ein Ammoniumsalz oder beispielsweise ein Salz mit Methylamin, Dimethylamin, Trimethylamin,
Piperidin, Morpholin oder Tris(2-hydroxyethyl)amin.
ZD6474 kann beispielsweise nach einem der bekannten Verfahren zur
Herstellung von ZD6474 synthetisiert werden. So kann ZD6474 beispielsweise nach
einem der Verfahren gemäß der WO 01/32651, beispielsweise denjenigen gemäß
Beispiel 2(a), 2(b) und 2(c) der WO 01/32651, hergestellt werden.
Gemcitabin ist im Handel erhältlich.
Zur Demonstration der Wirkung von ZD6474 in Kombination mit Gemcitabin
können beispielsweise die folgenden Tests verwendet werden.
Modell zur Untersuchung der Wirkungen der Therapie mit ZD6474 und Gemcitabin
auf das Wachstum primärer Pankreastumore und orthotopisch wachsenden Metastasen
in Nacktmäusen
Nacktmäusen (n = 10 pro Gruppe) wurden 1 × 106
L3.6p1-Humanpankreaskrebszellen in den Pankreas injiziert. 8 Tage nach der Tumorinjektion
erhielten die Mäuse eines der folgenden Behandlungsprogramme:
Gruppe 1 – Kontrollgruppe erhielt Kochsalzlösung durch tägliche
orale Verabreichung;
Gruppe 2 – eine tägliche Dosis ZD6474 (50 mg/kg; Schlundsonde);
Gruppe 3 – zweimal wöchentlich Gemcitabin (an den Tagen 2 und 5 jeder
Behandlungswoche) (100 mg/kg durch intraperitoneale Injektion (i.p.));
Gruppe 4 – eine tägliche Dosis ZD6474 (50 mg/kg; Schlundsonde) und zweimal
wöchentlich Gemcitabin (an den Tagen 2 und 5 jeder Behandlungswoche) (GEM:
100 mg/kg i.p.).
32 Tage nach der Tumorzelleninjektion wurden die Tiere getötet.
Die Inzidenz von Pankreastumoren, Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen
und peritonealer Karzinose wurde evaluiert. Der primäre Pankreastumor
wurde ausgewogen. Alle makrososkopisch vergrößerten Lymphknoten und Leberknoten
wurde mittels Histopathologie bestätigt (H&E-Ansfärbung).
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle 1
Im Vergleich mit dem mittleren Gewicht von Kontrolltumoren (1231 mg)
erreichten Tumore in behandelten Tieren ein mittleres Gewicht von 836 mg (Gemcitabin),
541 mg (ZD6474) und 308 mg (Gemcitabin + ZD6474). Lebermetastasen lagen in 6/10
Kontrolltieren und 4/9 mit Gemcitabin behandelten Tieren, aber nur in 1/10 und 0/5
Tieren unter ZD6474-Behandlung bzw. Kombinationsbehandlung vor. Lymphknotenmetastasen
lagen in 10/10 Kontrolltieren und 9/9 mit Gemcitabin behandelten Tieren, aber nur
in 3/10 und 1/5 Tieren unter ZD6474-Behandlung bzw. Kombinationsbehandlung vor.
Anspruch[de]
Verwendung von ZD6474 oder einem pharmazeutisch annehmbaren Salz davon
und Gemcitabin bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Verwendung bei der Behandlung
einer Krebserkrankung bei einem Warmblüter wie dem Menschen.Verwendung nach Anspruch 1, bei der bei der Krebserkrankung ein solider
Tumor vorliegt.Verwendung nach Anspruch 1, bei der es sich bei der Krebserkrankung
um Pankreaskrebs handelt.Verwendung nach Anspruch 1, bei der es sich bei der Krebserkrankung
um Lungenkrebs handelt.Verwendung von ZD6474 oder einem pharmazeutisch annehmbaren Salz davon
und Gemcitabin bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Verwendung bei der Behandlung
einer Krebserkrankung bei einem Warmblüter wie dem Menschen, der mit ionisierender
Strahlung behandelt wird.Verwendung nach Anspruch 5, bei der bei der Krebserkrankung ein solider
Tumor vorliegt.Verwendung nach Anspruch 5, bei der es sich bei der Krebserkrankung
um Pankreaskrebs handelt.Verwendung nach Anspruch 5, bei der es sich bei der Krebserkrankung
um Lungenkrebs handelt.Pharmazeutische Zusammensetzung, enthaltend ZD6474 oder ein pharmazeutisch
annehmbares Salz davon und Gemcitabin zusammen mit einem pharmazeutisch
annehmbaren Hilfsstoff oder Träger.Kit, enthaltend ZD6474 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon
und Gemcitabin.