GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet der Telekommunikation.
Im Besonderen betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Übertragen von Telefonanrufen zu oder von einem standardmäßigen
Telefonapparat unter Verwendung eines Computernetzwerkes, wie beispielsweise dem
Internet.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Kommunikationssysteme zum Übertragen von Telefonanrufen sind
zu einem integralen, unerlässlichen Bestandteil unseres täglichen Lebens
geworden. Die ersten Grundsteine der Telefonie wurden im Jahre 1876 mit der Erfindung
des ersten praktikablen Telefons durch Alexander Graham Bell gelegt. Da die Anzahl
von anrufenden Stationen oder Teilnehmerleitungen (Telefonen) in dem System zu wachsen
begann, wurde das Verdrahtungssystem, das die Telefone zusammenschaltet, extrem
kompliziert und nicht mehr handhabbar. Eine Lösung für dieses Problem
bestand in der Einführung von Vermittlungssystemen. Jede Teilnehmerleitung
endete in einem lokalen Vermittlungssystem, das allgemeinhin als ein zentrales Amt
(CO – central office) bezeichnet wurde. Das zentrale Amt führte anschließend
die Aufgabe des Verbindens einer jeden der Telefonleitungen, die es bediente, mit
einer entsprechenden Telefonleitung durch, um einen Anruf zu bewerkstelligen. Wenn
die zwei Anrufteilnehmer durch dasselbe zentrale Amt bedient wurden, konnte in diesem
Fall die Verbindung durch dasselbe zentrale Amt hergestellt werden, ohne dass auf
andere Teile des Telekommunikationsnetzwerkes zurückgegriffen werden musste.
Wenn der Anruf eine Verbindung zu einer Telefonleitung erforderte, die durch eine
Fernvermittlungsstelle bedient wurde, wurde in diesem Fall unter Verwendung einer
Amtsverbindungsleitung, das heißt, einer Verbindung zwischen zwei zentralen
Ämtern, eine Verbindung zwischen den zentralen Ämtern hergestellt.
Da die Anzahl von zentralen Ämtern erhöht wurde, war eine
höhere Vermittlungstätigkeit erforderlich, um die Zusammenschaltungen
zwischen den zentralen Ämtern auszuführen. Im Wesentlichen wurde jedes
zentrale Amt als eine Leitung zu einem höheren Vermittlungssystem zum Vermitteln
des Verkehrs zwischen den zentralen Ämtern behandelt. Auf diese Weise wird
ein Anruf von einem ersten Teilnehmer an einem Ort zu einem zweiten Teilnehmer an
einem entfernt gelegenen Ort von dem ersten Teilnehmer zu dem zentralen Amt vermittelt,
das den ersten Teilnehmer bedient. Anschließend wird der Anruf von dem zentralen
Amt des ersten Teilnehmers zu einer höheren Vermittlungsstelle und anschließend
weiter zu dem zentralen Amt des zweiten Teilnehmers vermittelt. Von dem zentralen
Amt des zweiten Teilnehmers wird der Anruf schließlich zu dem zweiten Teilnehmer
vermittelt.
Jedes Vermittlungssystem oder jedes zentrale Amt enthält Technik
zum Bereitstellen von Signalisierungs-, Steuerungs- und Vermittlungsfunktionen.
Die Signalisierungstechnik überwacht die Aktivität von verschiedenen Leitungen,
die an das zentrale Amt angeschlossen sind, und leitet Steuerungsinformationen,
die mit jeder Leitung assoziiert sind, an die Steuerungstechnik weiter. Die Steuerungstechnik
empfängt die Steuerungsinformationen und baut mit Hilfe der Vermittlungstechnik
die geeigneten Verbindungen auf. Die Vermittlungstechnik bildet in ihrer Funktion
eine Schnittstellenmatrix zum Bewerkstelligen von Verbindungen zwischen ausgewählten
Eingangsleitungen und ausgewählten Ausgangsleitungen. Vor der Einführung
von digitalen Vermittlungssystemen wurde eine Anzahl von Koordinatenschaltern zum
Implementieren der Schnittstellenmatrix verwendet. Später wurden dann digitale
Vermittlungssysteme, wie beispielsweise das AT&T 5ESS, anstelle der mechanischen
oder elektromechanischen Vermittlungssysteme verwendet. Die wichtigsten Bestandteile
von digitalen Telefonvermittlungssystemen sowie die der digitalen Telefonie im Allgemeinen
werden in dem Dokument Digital Telephony von John Bellamy (John Wiley & Sons, 1991)
beschrieben.
In der letzten Zeit hat das Volumen des Telefonverkehrs zwischen den
zentralen Ämtern schneller zugenommen als der lokale Telefonverkehr. Als Ergebnis
wurden sogenannte „T-Carrier", wie beispielsweise T1, T1C, T1D, T2, T3 und
T4, entwickelt, wobei diese allesamt digitale Träger sind, die die Umwandlung
von analogen Telefonsignalen in ein digitales Format erfordern, bevor die Signale
über den Träger zu einer Gegenstelle übertragen werden. Der am häufigsten
verwendete Typ von T-Carrier ist der T1, und er wird als solcher in der vorliegenden
Spezifizierung verwendet. An der Gegenstelle werden die digitalen Signale zurück
in ein analoges Format umgewandelt und über das Telefonsystem vermittelt. Die
Übertragung von digitalen Signalen über den T1-Carrier kann unter Verwendung
eines Zeitmultiplexverfahrens (TDM – time division multiplexing) erzielt
werden, bei dem eine Nachrichtenübermittlungsverbindung einer hohen Bandbreite,
wie beispielsweise ein T1-Carrier mit 1,544 Mbit/s, in eine Anzahl von Kommunikationskanälen
einer geringeren Bandbreite, wie beispielsweise Kanäle mit 64 Kbit/s, unterteilt
wird. Jedem 64 Kbit-Kanal wird ein Zeitschlitz des T1-Carriers zugewiesen. Auf diese
Weise ist der T1-Carrier der hohen Bandbreite periodisch für einen beschränkten
Zeitabschnitt verfügbar, der für einen jeden Kanal ausreichend ist, um
eine Übertragung bei einer effektiven Übertragungsgeschwindigkeit von
64 Kbit/s durchzuführen.
Die Telefonkunden müssen für das Benutzen des Telefonnetzes
eine Gebühr entrichten, wobei solche Gebühren typischerweise proportional
zu der Menge an in Anspruch genommener Zeit und der Entfernung von dem anrufenden
Teilnehmer zu dem angerufenen Teilnehmer sind. Dementsprechend kosten Anrufe, die
über lange Strecken vermittelt werden, für gewöhnlich mehr, als Anrufe,
die über kürzere Strecken vermittelt werden. Zusätzlich dazu wird
für Ortsgespräche, die keine höhere Vermittlungstätigkeit oder
kein Vermitteln innerhalb des Systems erfordern, ein Pauschaltarif (Flatrate) unabhängig
von der eigentlichen Benutzung durch den Teilnehmer erhoben. In einem geringeren
Ausmaß werden Pauschaltarife möglicherweise auch für Ferngespräche
eingeführt. Dies kann mit Hilfe einer „geleasten Leitung" erzielt werden,
wobei der Teilnehmer eine dedizierte Nachrichtenübermittlungsverbindung von
einem Ort zu einem anderen Ort least. Der Teilnehmer ist dann in der Lage, für
eine festgelegte Gebühr Anrufe zwischen zwei Orten zu vermitteln. Die Anzahl
von Anrufen, die der Teilnehmer vermitteln darf, wird durch die Bandbreite der geleasten
Leitung oder der Nachrichtenübermittlungsverbindung begrenzt.
Ein anderer Typ eines Pauschaltarif-Dienstes ist der Wide Area Telephone
Service (WATS), bei dem ein Teilnehmer ein bestimmtes geografisches Gebiet entweder
zum Empfangen oder zum Übertragen von Anrufen auswählt. Für diesen
Typ von Telefondienst wird ein Pauschaltarif berechnet, der von der Größe
des ausgewählten Gebietes und davon abhängt, ob der WATS-Dienst ganzzeitig
oder für eine gemessene begrenzte Zeit, das heißt, eine Anzahl von Stunden
pro Monat, ausgewählt wird.
Für den durchschnittlichen Teilnehmer ist der WATS-Dienst oder
der Dienst mit geleaster Leitung aus ökonomischer Sicht nicht praktikabel,
da solche Dienste nur für Benutzer mit einem hohen Gesprächsvolumen, wie
beispielsweise Unternehmen oder andere Institutionen, kosteneffektiv sind. Dementsprechend
ist der durchschnittliche Kunde darauf angewiesen, für den Telefondienst auf
Basis einer minutenweisen oder nutzungsweisen Abrechnung zu bezahlen, und er kommt
nicht in den Genuss der Vorteile einer Telefonbenutzung auf Basis eines Pauschaltarifes
(Flatrate).
Eine Alternative zu der Telefonkommunikation ist die Datenkommunikation,
die die Computertechnologie nutzt. Ein Weg zur Datenkommunikation zwischen Computern
besteht in der Nutzung eines Modems. Insbesondere wird ein Modem dazu verwendet,
Informationen oder Daten von einem Computer zu einem anderen Computer, der ebenso
mit einem Modem ausgestattet ist, zu übertragen. Das Übertragungsmedium
für die Kommunikation über Modems ist jedoch auch in diesem Fall das Telefonnetzwerk.
Dementsprechend besteht effektiv kein wirklicher ökonomischer Nutzen. In der
letzten Zeit sind, da die Anzahl von Computern, die sich in Verwendung befinden,
angestiegen ist, Computernetzwerke dazu verwendet worden, große Anzahlen von
Computern zusammenzuschalten, um eine Datenkommunikation bereitzustellen. Obgleich
der Zugang zu dem Computernetzwerk mit Hilfe des Telefonnetzes bewerkstelligt wird,
ist die Zugangsstelle zu dem Computernetzwerk für die meisten Benutzer oftmals
durch ein Ortsgespräch gebildet, auf das für gewöhnlich eine Gebühr
auf Basis einer Flatrate erhoben wird. Das Zusammenschalten und das Vermitteln von
Daten, wenn diese Daten das Computernetzwerk erreicht haben, wird typischerweise
mit Hilfe von Leitungen zu geringeren Kosten, wie beispielsweise geleasten Leitungen,
bewerkstelligt, da mittlerweile ausreichend Verkehr vorhanden ist, und die Kosten,
die mit einer geleasten Leitung assoziiert sind, somit gerechtfertigt werden können.
Die Ursprünge des heutzutage verwendeten Internet-Computernetzwerkes
liegen mehr als zwanzig Jahre zurück, als es als ein Regierungsprojekt initiiert
wurde. Ursprünglich wurde das Computernetzwerk als ARPRANET (Advanced Research
Projects Agency Network) bezeichnet, und es war dadurch konstruiert, dass eine kleine
Gruppe von Standorten oder Stellen innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika
identifiziert wurde, um als Netzwerk-Hubs zu fungieren. Jeder Hub war über
eine dedizierte geleaste Leitung, die bei einer Übertragungsgeschwindigkeit
von 56 Kbps arbeitete, direkt mit jedem anderen Hub verbunden. Auf diese Weise waren
alle Standorte mit Hilfe von Hochgeschwindigkeitsträgern miteinander verbunden
und unter Verwendung des lokalen Telefonnetzes mit anderen Gegenstellen lokal verbunden,
die keine direkte Verbindung zu irgendeiner anderen Stelle hatten. Die daraus resultierende
Konfiguration war in der Tat ein nationales Computernetzwerk.
Mit der Ausbreitung des Netzwerkes kam es zu einer signifikanten Erhöhung
der Anzahl von zusätzlichen Endstellen, die lokal mit einer Netzwerkstelle
verbunden waren, deren Stelle selbst mit anderen Standorten zusammengeschaltet war.
Die Anzahl von Haupthubs blieb relativ konstant, währenddessen die Endstellen,
die mit ihnen verbunden waren, anfingen, als Vermittlungssatelliten zum Bereitstellen
von Netzwerkzugang zu anderen Stellen zu fungieren. Genauer gesagt, entwickelte
sich ein Netzwerk mit einer „Baum"-artigen Struktur. Darüber hinaus
wurden Verbindungen zu anderen Ländern als den Vereinigten Staaten von Amerika
eingerichtet, wodurch ein internationales oder weltweites Netzwerk geschaffen wurde.
Mit der zunehmenden Größe des Netzwerkes stieg auch die Menge an Datenverkehr an.
Dieser Anstieg des Verkehrs war der Impuls für ein Vergrößern der
Bandbreite oder der Kapazität des Kommunikationsmediums, das die verschiedenen
Hubs des Netzwerkes zusammenschaltet. Heutzutage sind, um den angestiegenen Verkehr
aufnehmen zu können, faseroptische Verbindungen die am meisten verwendeten
Nachrichtenübermittlungsverbindungen für die meisten, wenn nicht für
alle Zusammenschaltungen zwischen den Netzwerk-Hubs. Satellitenstellen bilden Schnittstellen
mit den Hubs vorrangig über eine faseroptische oder T1-Telefonverbindung. Auf
ähnliche Weise sind Endbenutzer, die mit den Satellitenstellen verbunden sind,
mit Hilfe von Modems oder T-1-Leitungen verbunden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt
werden die Netzwerksteuerung und der Netzwerkbetrieb vorrangig durch private oder
kommerzielle Unternehmen im Gegensatz zu einer direkten Beteiligung durch die Regierung
verwaltet.
1 illustriert ein typisches Segment 100 der
Internet-Netzwerktopologie. Jede einzelne Verbindung zu dem Internet wird durch
einen Router (nicht dargestellt), wie beispielsweise Teilnummer Cisco 4000, erhältlich
von Cisco, Menlo Park, Kalifornien oder Teilnummer 8230, erhältlich von NewBridge,
Herndon, Virginia, hergestellt. Der Router isoliert lokale Netze (LANs –
Local Area Networks) an spezifischen Stellen von der Vielzahl von Datenpaketen,
die durch das Internet gesendet werden und die für das bestimmte LAN von keinem
Interesse sind. Wenn beispielsweise eine Verbindung über das Internet von dem
LAN 110 zu dem LAN 120 hergestellt wird, ist wahrscheinlich keine
der Informationen, die zwischen dem LAN 110 und dem LAN 120 ausgetauscht
werden, von irgendeinem Interesse für das LAN 130. Der Router verhindert
dementsprechend, dass solche Informationen das LAN 130 erreichen. Wenn
im Gegensatz dazu das LAN 120 wünscht, Informationen zu dem LAN
130 zu senden, ist der Router intelligent genug, um zuzulassen, dass diese
Informationen mit Hilfe des LAN 140, mit dem das LAN 130 verbunden
ist, das LAN 130 erreichen.
Die Kommunikationsprotokolle, die durch die Computer in dem Internet
verwendet werden, um Informationen zu übertragen, umfassen das Übertragungs-Steuerungsprotokoll
TCP (Transmssion Control Protocol) und das Benutzerdatengramm-Protokoll UDP (User
Datagram Protocol). Das TCP-Protokoll ist ein verbindungsorientiertes Protokoll,
das einen zuverlässigen Datenpfad zwischen zwei Kommunikationseinheiten bereitstellt.
Im Gegensatz dazu ist das UDP ein verbindungsloses Protokoll, das kein Zustellen
von Nachrichten garantiert. Obgleich Nachrichten in dem UDP typischerweise erfolgreich
zugestellt werden, muss dies nicht notwendigerweise auch dann der Fall sein, wenn
es zu einer Störung oder Überlastung des Netzwerkes kommt. Sowohl das
TCP als auch das UDP sind auf einem Protokoll der unteren Schichten, bekannt als
das IP (Internet-Protokoll), angeordnet. Das IP wird zum Formatieren und Vermitteln
von TCP- und UDP-Nachrichten verwendet. TCP/IP und UDP/IP sind zu weltweit verwendeten
Defacto-Standards für die Zwischenprozesskommunikation geworden und stellen
den zugrunde liegenden Transportmechanismus, der in dem Internet verwendet wird,
bereit. Eine ausführliche Beschreibung der Prinzipien und des Protokolls der
TCP/IP-Kommunikation wird in dem Dokument Internetworking with TCP/IP Volume 1 Principle
Protocols and Architecture von Douglas E. Corner, (Prentice Hall, 1991) gegeben.
Computernetzwerke, wie beispielsweise das Internet, die in der Lage
sind, generische Daten oder Informationen zwischen Standorten zu übertragen,
sind bisher auch verwendet worden, um Audioinformationen zwischen Computern zu übertragen.
In dem übertragenden Computer kann die Stimme einer Person unter Verwendung
eines Analog-/Digital-(A/D) Wandlers digitalisiert und zu dem empfangenden Standort
übertragen werden, an dem die Daten durch einen Digital-/Analog-(DIA) Wandler
weitergeleitet und als Audiodaten präsentiert werden. Diese Art von Audiokonnektivität
ist wohl der Flatrate-Telefonie dahingehend ähnlich, dass Audioinformationen
mit Hilfe eines Flatrate-Kommunikationsmediums einer hohen Bandbreite von einem
Standort zu einem anderen übertragen werden können. Diese Art von Computer-Telefoniesystem
weist jedoch mehrere erhebliche Nachteile auf. Erstens ist das System nur auf diejenigen
Benutzer beschränkt, die Zugang zum Internet haben. Während sich der Internetzugang
mittlerweile weit ausgebreitet hat, hat er noch nicht die nahezu universale Zugänglichkeit
des herkömmlichen Telefonsystem-(POTS „Plain Old Telephone Service")
Dienstes erreicht. Solch ein System ist gänzlich nutzlos, wenn gewünscht
wird, mit jemandem zu kommunizieren, der keinen Zugang zum Internet hat.
Zweitens stellen solche Systeme lediglich eine Halbduplex-Kommunikation
bereit, bei der Informationen lediglich zu einem beliebigen gegebenen Zeitpunkt
nur in eine Richtung übertragen werden können. Es besteht keine gleichzeitige
Zwei-Wege-Übertragung von Informationen. Drittens wird der Zugang durch den
Benutzer auf ein solches System lediglich mit Hilfe eines Computers bewerkstelligt,
der immer noch bedeutend teurer als ein Telefon ist. Viertens ist der Zugang durch
den Benutzer im Vergleich zu Schnur-, schnurlosen, tragbaren, Mobil- oder Zellulartelefonen
extrem umständlich, und zwar dahingehend, dass der Zugang lediglich an einer
Stelle bereitgestellt werden kann, an der der Computer auch physisch vorhanden ist.
Fünftens kann die Kommunikation mit einem bestimmten Individuum nur durch Adressieren
von Informationen zu ihrer Computernetzwerkadresse und nicht zu ihrer Standardtelefonnummer
bewerkstelligt werden.
Während Versuche unternommen worden sind, einige dieser Unzulänglichkeiten
zu überwinden, sind die aus diesen Versuchen resultierenden Systeme immer noch
unangemessen. So ist beispielsweise die „Internet Phone"-Vorrichtung, die
von VocalTec von Northvale, New Jersey, erhältlich ist, eine computer-basierte
Windows-Vorrichtung, die eine Vollduplex-Audiokonnektivität im Internet bereitstellt.
Das System ist jedoch extrem unpraktisch in der Verwendung und weist darüber
hinaus verschiedene Nachteile auf. Genauer gesagt, verwendet das Internet Phone
keine standardmäßigen Telefonnummern, um Einzelne zu adressieren; es erfordert
einen Computer sowohl an der Sendeseite als auch an der Empfangsseite; und sowohl
der Übertragungsstandort als auch der Empfangsstandort müssen anrufen,
um eine Verbindung zwischen den zwei Teilnehmern aufzubauen. Noch wichtiger ist
jedoch die Tatsache, dass das System keine spontane Kommunikation zulässt,
da die Kommunikationssitzungen vorab zeitlich koordiniert werden müssen. Jede
potenzielle Empfangsseite muss ihre zeitliche Verfügbarkeit kundtun und einen
Standort für einen Computer oder eine Maschine spezifizieren, an dem sie erreicht
werden kann.
Das Dokument WO96/20553, veröffentlicht am 4. Juli 1996, offenbart
ein vereinheitlichtes Nachrichtenerstellungs- und Ferngesprächkommunikationssystem,
in dem eine Vermittlungsabzweigung des Verteilungsnetzwerkes ein Internetsegment
ist. Die Telefonkommunikation wird typischerweise für Anfangs- oder Endabzweigungen
verwendet, wobei Voicemail, Email, Fax und Echtzeitsprach-Telefonkommunikationen
das System vervollständigen.
Das Dokument WO97/14238, veröffentlicht am 17. April 1997 offenbart,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Übertragen und Vermitteln von Sprachtelefonanrufen
über ein auf der Paketvermittlung basierendes Computernetzwerk. Die Umwandlung
zwischen Protokollen von auf Paketvermittlung basierenden Computernetzwerken und
Protokollen von auf Schaltungsvermittlung basierenden Telefonnetzwerken wird durch
eine oder mehrere Telefon-Vermittlungsstellen ausgeführt, die an das auf Paketvermittlung
basierende Computernetzwerk und das auf Schaltungsvermittlung basierende Telefonnetzwerk
gekoppelt sind. Das Vermitteln von Sprachkonversationen zwischen einer Vielzahl
von Telefonvermittlungsstellen, die an das auf Paketvermittlung basierende Computernetzwerk
gekoppelt sind, wird durch einen oder mehrere Routing-Server (vermittelnde Server),
die an das auf Paketvermittlung basierende Computernetzwerk oder einen lokalen Computer
eines Benutzers gekoppelt sind, ausgeführt.
Das Dokument WO/38018, veröffentlicht am 28. November 1996, offenbart
ein Verfahren und ein System zum Aufbauen einer Sprechverbindung in unterschiedlichen
Netzwerken. Das Verfahren und das System stellen einen Mechanismus bereit, durch
den ein Teilnehmer eine beliebige Nummer von einem Telefon, das über eine Datenstation
mit dem Datennetzwerk, wie beispielsweise dem Internet verbunden ist, aus anrufen
kann. Der Teilnehmer kann eingehende Anrufe zu der sich aktuell in Verwendung befindlichen
Datenstation lenken.
Das Dokument US 4.866.704
offenbart ein asynchrones, auf Hochgeschwindigkeit basierendes, faseroptisches lokales
Netz (LAN).
AUFGABEN DER ERFINDUNG
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und
eine Vorrichtung bereitzustellen, die in der Lage sind, auf effiziente Weise Audioinformationen
über ein Computernetzwerk zu übermitteln.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und
eine Vorrichtung bereitzustellen, die in der Lage sind, auf effiziente Weise Audioinformationen
über ein Computernetzwerk zu übermitteln, das in der Lage ist, die Informationen
im Wesentlichen zu einer Flatrate oder Gebühr zu übertragen.
Es ist eine zusätzliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen, die in der Lage sind, Audioinformationen
über ein Computernetzwerk zwischen Benutzern zu übermitteln, die keinen
direkten Zugang zu dem Computernetzwerk haben.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
und eine Vorrichtung bereitzustellen, die in der Lage sind, Audioinformationen im
Vollduplex-Format über ein Computernetzwerk zu übermitteln.
Es ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
und eine Vorrichtung bereitzustellen, die in der Lage sind, Audioinformationen über
ein Computernetzwerk zu übermitteln, ohne dass die Verwendung eines Computers
an dem Benutzerstandort erforderlich ist.
Es ist eine zusätzliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen, die in der Lage sind, Audioinformationen
über ein Computernetzwerk zu übermitteln, ohne dass es erforderlich ist,
dass sich der Benutzer an einem Computerstandort befindet.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen, die in der Lage sind, Audioinformationen
unter Verwendung von standardmäßigen Telefonnummern zum Lenken der übertragenen
Informationen über ein Computernetzwerk zu übermitteln.
In Übereinstimmung mit einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung
wird ein Verfahren zum Vermitteln eines Vollduplextelefonanrufes gemäß
Anspruch 1 bereitgestellt.
In Übereinstimmung mit einem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung wird ein System zum Vermitteln eines Vollduplextelefonanrufes gemäß
Anspruch 13 bereitgestellt.
In Übereinstimmung mit den Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung werden ein neuartiges Verfahren und eine Vorrichtung zum Übermitteln
von Audioinformationen über ein Computernetzwerk bereitgestellt. Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ermöglichen es einer beliebigen Person mit einem
standardmäßigen Telefon, das mit dem öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk
(PTSN – public switched telephone network) verbunden ist, unter Verwendung
eines Computernetzwerkes, wie beispielsweise dem Internet, als die Übertragungseinrichtung
anstelle von herkömmlichen Telefonübertragungseinrichtungen, wie beispielsweise
den Querverbindungs- oder IntraLATA-Einrichtungen, mit einem beliebigen anderen
Telefon zu kommunizieren.
Unter Verwendung einer illustrativen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wählt der Initiator eines Gespräches (der anrufende Teilnehmer)
die Nummer eines Zugangsanschlusses des vorliegenden Systems. Der Anruf wird zu
einem Vermittlungssystem eines zentralen Amtes vermittelt, das an das öffentliche
Telefonvermittlungsnetzwerk angeschlossen ist. Wenn die Verbindung zu dem Zugangsanschluss
hergestellt ist, signalisiert ein spezialisiertes Computersystem an dem Zugangsanschluss
dem Benutzer, die Nummer des Teilnehmers, der angerufen werden soll (der angerufene
Teilnehmer) zu übertragen. Das spezialisierte Computersystem bildet eine Schnittstelle
zwischen dem Telefonvermittlungssystem und einem Computernetzwerk, wie beispielsweise
dem Internet. Das spezialisierte Computersystem empfängt die Nummer des angerufenen
Teilnehmers und baut über das Computernetzwerk eine Zwei-Wege-, Vollduplex-Nachrichtenübermittlungsverbindung
zu einem entsprechenden spezialisierten Computersystem an einem Zugangsanschluss
in der Nähe des angerufenen Teilnehmers auf. Dieses spezialisierte Computersystem
auf der Empfangsseite ist mit dem öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk
in der Region des angerufenen Teilnehmers verbunden, und es verwendet das lokale
öffentliche Telefonvermittlungsnetzwerk, um den Anruf zu dem angerufenen Teilnehmer
zu verbinden. Wenn der Anruf bei dem angerufenen Teilnehmer beantwortet wird, können
der anrufende Teilnehmer und der angerufene Teilnehmer so kommunizieren, als ob
der Anruf unter Verwendung des herkömmlichen Telefonsystems aufgebaut worden
wäre.
Da die Zugangsanschlüsse über das Computernetzwerk verbunden
sind, müsste, selbst wenn der Anruf über weite Entfernungen getätigt
werden würde, der Benutzer lediglich für die Ortgespräche zu den
Zugangsanschlüssen sowie wie die reduzierte Gebühr oder die Flatrate für
die Benutzung des Computernetzwerkes bezahlen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Weitere Aufgaben, Leistungsmerkmale und Vorteile der Erfindung, die
in der voranstehenden kurzen Erklärung diskutiert wurde, werden noch deutlicher
zu verstehen sein, wenn diese zusammen mit der folgenden ausführlichen Beschreibung
einer Ausführungsform, die lediglich im illustrativen Sinne zu verstehen ist,
betrachtet werden, und die beigefügten Zeichnungen spiegeln lediglich Aspekte
einer Ausführungsform wieder, wobei in den Zeichnungen:
1 ein Blockdiagramm einer dem Stand der Technik entsprechenden
Internet-Computernetzwerktopologie ist;
2 ist ein Blockdiagramm eines Computernetzwerk-Telefon-Übertragungssystems
in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, das die Telefon-zu-Telefon-Kommunikation
darstellt;
3 ist ein Blockdiagramm einer alternativen Ausführungsform
des Computernetzwerk-Telefon-Übertragungssystems in Übereinstimmung mit
der vorliegenden Erfindung, das die Telefon-zu-Telefon-Kommunikation darstellt;
4 ist ein Blockdiagramm einer alternativen Ausführungsform
des Computernetzwerk-Telefon-Übertragungssystems in Übereinstimmung mit
der vorliegenden Erfindung, das die Telefon-zu-Computer-Kommunikation darstellt;
5 ist ein Blockdiagramm eines spezialisierten Computersystems
in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, das eine Schnittstelle zwischen
dem öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk PSTN und einem Computernetzwerk
bildet;
6 ist ein Ablaufplan, der die Verarbeitung des eingehenden
Anrufes durch das in 5 dargestellte spezialisierte
Computersystem illustriert;
7 ist ein Ablaufplan, der die Verarbeitung des abgehenden
Anrufes durch das in 5 dargestellte spezialisierte
Computersystem illustriert;
8 ist ein Ablaufplan, der die Funktionsweise des Anrufinitiierungsmoduls
(Call Initiation Module – CIM) darstellt;
9 ist ein Ablaufplan, der die Funktionsweise des Anrufannahmemoduls
(Call Acceptance Module – CAM) darstellt; und
10 ist ein Ablaufplan, der die Funktionsweise des Telephony
Internet Router Module (TIRM) darstellt.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Zunächst wird die gesamte Funktionsweise der vorliegenden Erfindung
in Bezug auf 2 beschrieben. 2
ist ein Blockdiagramm eines Computernetzwerk-Telefon-Übertragungssystems in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, das die Telefon-zu-Telefon-Kommunikation
darstellt. Wie dies in 2 dargestellt ist, wird das
Computernetzwerk-Telefon-Übertragungssystem 200 verwendet, um einen
Telefondienst zwischen der anrufenden Station 202 und der angerufenen Station
204 bereitzustellen. Zuerst wählt der Benutzer an der anrufenden Station
die Nummer des spezialisierten Computersystems 206 an einem Internetzugangsanschluss.
Die lokale Vermittlungsstelle 208 vermittelt den Anruf über das öffentliche
Telefonvermittlungsnetzwerk PTSN 210 zu dem zentralen Amt 212,
das den spezialisierten Computer 206 bedient. Zu diesem Zeitpunkt wird
mit Hilfe des öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerkes 210 ein Anruf
zwischen der anrufenden Station 202 und dem spezialisierten Computer
206 aufgebaut.
Der spezialisierte Computer 206 veranlasst den Benutzer an
der anrufenden Station 202, die Telefonnummer des gewünschten oder
angerufenen Teilnehmers 204 bereitzustellen. Auf Basis der Telefonnummer
des angerufenen Teilnehmers 204 stellt der spezialisierte Computer
206 eine Nachrichtenübermittlungsverbindung zu dem angerufenen Teilnehmer
204 her. Dies wird dadurch erzielt, indem der spezialisierte Computer
206 unter Verwendung des TCP/IP-Protokolls eine Reihe von Signalisierungsnachrichten
über das Globale Internet 214 initiiert. Während die in
2 dargestellte und hierin diskutierte spezifische Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung so beschrieben wird, dass sie das Internet verwendet,
sollte an dieser Stelle beachtet werden, dass die vorliegende Erfindung im Allgemeinen
auch mit einem beliebigen Computernetzwerk verwendet werden kann. Zusätzlich
dazu kann der spezialisierte Computer 206 entweder das TCP/IP- oder das
UDP/IP-Protokoll zum Übermitteln von Sprachdaten über das Internet verwenden.
Ein Vorteil des Verwendens des UDP/IP-Protokolls besteht darin, dass dieses Protokoll
einen geringeren Übertragungssteuerungsaufwand (Overhead) erfordert, was in
einer schnelleren Datenübertragung resultiert. Aufgrund des Echtzeitcharakters
eines Telefonanrufes lohnt es sich nicht, einen Versuch zu unternehmen, die Nachrichten,
die ursprünglich als nicht zustellbar zurückgesendet wurden, erneut zuzustellen.
Dies rührt daher, dass darauffolgende Nachrichten fortlaufend strömen
und zugestellt werden müssen, um den Echtzeitaspekt und den Fluss des Anrufes
aufrechtzuerhalten. Es erweist sich in der Praxis als völlig nutzlos, Teile
von Nachrichten mit einer Zeitverschiebung zuzustellen. Die Signalisierungsnachrichten
werden durch das Internet 214 transportiert und zu einem spezialisierten
Endeinrichtungs-Computer 216 an einem dezentralen Zugangsanschluss übertragen.
Der spezialisierte Endeinrichtungs-Computer 216 ist mit dem spezialisierten
Computer 206, der auch als der spezialisierte Ausgangs-Computer bezeichnet
wird, identisch, mit der Ausnahme, dass der spezialisierte Ausgangs-Computer 206
zum Übertragen eines Anrufes verwendet wird, während der spezialisierte
Endeinrichtungs-Computer 216 verwendet wird, um einen Anruf zu empfangen.
Sowohl der spezialisierte Ausgangs-Computer 206 als auch der spezialisierte
Endeinrichtungs-Computer 216 sind jeweils mit Übertragungsschaltungen
und Empfangsschaltungen ausgestattet, und sie sind in der Lage, Anrufe in beide
Richtungen abzuwickeln.
Der spezialisierte Endeinrichtungs-Computer 216 wählt
über ein zentrales Amt 218, mit dem er verbunden ist, einen Anruf.
Das zentrale Amt 218 vermittelt wiederum den Anruf über das öffentliche
Telefonvermittlungsnetzwerk 220 zu dem zentralen Amt 222, das
den angerufenen Teilnehmer 204 bedient. Das Telefon des angerufenen Teilnehmers
204 wird durch das zentrale Amt 222 angerufen, und es wird eine
Nachrichtenübermittlungsverbindung zwischen dem anrufenden Teilnehmer
202 und dem angerufenen Teilnehmer 204 aufgebaut.
In einer alternativen Ausführungsform in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, die in 3 als
250 dargestellt ist, kann die Notwendigkeit des Wählens einer Telefonnummer
der spezialisierten Vermittlungsstelle und des anschließenden Übertragens
der Telefonnummer des angerufenen Teilnehmers 204 eliminiert werden, indem
diese Operation zu einem Schritt kombiniert wird. Im Wesentlichen baut in dieser
Ausführungsform der spezialisierte Computer 216 eine direkte Verbindung
zwischen sich selbst und einem zentralen Amt oder einer privaten Selbstwählnebenstelle
(PBX – private brauch exchange) 218 auf. Wenn sich in dieser Situation
der anrufende Teilnehmer bei 204 befindet, der mit Hilfe der PBX
218 direkt mit dem spezialisierten Computer verbunden ist, muss in diesem
Fall der anrufende Teilnehmer bei 204 lediglich die Telefonnummer des angerufenen
Teilnehmers, der sich bei 202 befindet, wählen, da sämtliche
Anrufe, die von dem zentralen Amt oder der PBX 218 stammen,
direkt zu dem spezialisierten Computer 216 vermittelt werden. Es besteht
hier keine Notwendigkeit, mit Hilfe eines öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerkes
Zugang zu dem spezialisierten Computer 216 zu erlangen. Es versteht sich
von selbst, dass für Anrufe, die an der Stelle 202 vermittelt werden,
zunächst die Telefonnummer der spezialisierten Vermittlungsstelle
206 gewählt werden muss, wie dies voranstehend beschrieben wurde.
Eine weitere alternative Ausführungsform in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, die in 4 als
300 dargestellt ist, ermöglicht über das Internet 214
die Kommunikation von dem Computer zu dem Telefon. In dieser Situation entspricht
die Telefonnummer des angerufenen Teilnehmers 204 der Telefonnummer, die
mit dem Computer 252 assoziiert ist. In dieser Situation muss der spezialisierte
Computer 206 wissen, dass der angerufene Teilnehmer ein Computer ist, so
dass er den Internet-Anruf nicht zu einem Internetzugangsanschluss in der Nähe
des Computers 252 lenkt.
In Bezug auf 5 wird im Folgenden ein
Blockdiagramm des spezialisierten Computers 206 an dem Internet-Zugangsanschluss,
auch als die Internet-Telefonie-Vermittlungsschnittstelle (IST – Internet
telephony switch) bezeichnet, die zum Vermitteln eines Anrufes verwendet wird, beschrieben.
Darüber hinaus wird der spezialisierte Endeinrichtungs-Computer 216,
auch als dezentraler ITS-Knoten bezeichnet, der zum Empfangen eines Anrufes verwendet
wird, dargestellt. Der ITS-Knoten 206 bildet eine Schnittstelle zu dem
öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk 210 unter Verwendung des
Telefonnetzwerkschnittstellenmoduls TNIM (Telephone Network Interface Module)
502. Das TNIM 502 empfängt Anrufe von dem öffentlichen
Telefonvermittlungsnetzwerk 210 und beantwortet diese Anrufe unter der
Steuerung der Internetanrufverwaltungsvorrichtung oder ICM (Internet Call Manager)
506. Die Anrufe, die von dem öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk
210 empfangen werden, sind eigentlich abgehende Anrufe, die über das
Internet vermittelt werden sollen. Die von dem öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk
210 empfangenen Anrufe werden zu einer ICM 506 (die im Folgenden
ausführlicher beschrieben wird) zur Vermittlung über das Internet vermittelt.
Wenn der ITS-Knoten 206 als ein spezialisierter Endeinrichtungs-Computer
dient, wird das TNIM 502 dafür verwendet, um die abgehenden Anrufe
in dem öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk 210 zu vermitteln,
um die über das Internet empfangenen eingehenden Anrufe zu bearbeiten. Das
TNIM 502 kann unter Verwendung eines Dialog Digital Telephony Interface
DTI/211 T-1 Network Interface Board, das von der Dialogic Corporation aus Parsippany,
New Jersey, erhältlich ist, und auf dem geeignete Software zum Ausführen
der beschrieben Funktionen läuft, implementiert werden. Das Dialogic DTI/211
wird in dem Handbuch Dialogic Products and Services Guide 12.20 beschrieben.
Das DTI/211 bildet eine Schnittstelle über eine T1-Verbindung
(eine DTI/212 kann mit einer E1-Verbindung verwendet werden) zu einer digitalen
Vermittlungsstelle in einem zentralen Amt. Alternativ dazu kann eine analoge Version
des DTI/211, das heißt, das LSI120, zum Bilden von Schnittstellen zu analogen
Telefonleitungen verwendet werden. Das DTI/211 gewährleistet die angemessene
Signalisierung, die zum Kommunizieren mit dem öffentlichen Telefonvemtittlungsnetz
erforderlich ist, so beispielsweise die G.711-Signalisierung.
In dem ITS-Knoten 206 ist das TNIM 502 mit einem
Sprachressourcenmodul 504 verbunden. Das Sprachressourcenmodul
504 stellt die Verarbeitung eines Sprachanrufes bereit, die die DTMF-(Dual
Tone Multifrequency – Doppeltonmehrfrequenz) Erfassung und -Erzeugung sowie
das Kodieren von Sprachsignalen unter Verwendung von entweder einer A-Law- oder
einer &mgr;-Law-PCM (Puls Coded Modulation) in Datenströme von 64 Kbit/s
einschließt. Die Datenrate von 64 Kbit/s kann unter Verwendung der Datenkompression
nach unten zu 24 Kbit/s abgeändert werden. Das Sprachressourcenmodul
504 kann unter Verwendung eines Dialogic D/121B-12-Port Voice Processing
Board implementiert werden, das von der Dialogic Corporation von Parsippany, New
Jersey, erhältlich ist, auf dem die entsprechende Software läuft, um die
beschriebenen Funktionen auszuführen. Das Dialogic D/121B wird in dem Produkt-
und Dienstleistungs-Handbuch von Dialogic (Dialogic Products and Services Guide)
11.42 beschrieben.
Das D/121B hat die Fähigkeit, die von dem PSTN empfangenen digitalisierten
Sprachdaten zu speichern und sie dem Computernetzwerk wiederzugeben. Das D/121B
umfasst programmierbare DSP-Einheiten zum Speichern und Wiedergeben der digitalisierten
Sprachdaten. Das D/121B ermöglicht des Weiteren die Tonerkennung und -erzeugung,
die bei der telefonischen Kommunikation verwendet werden.
Das D/121B verfügt an sich über keine spezifische Telefonfunktionalität.
Das D/121B kommuniziert vielmehr über einen Bus, wie beispielsweise den Dialogic
SCbus (Signal Computing Bus), mit dem DTI/211. Der SCbus ermöglicht, dass die
von dem PSTN eingehenden Sprachdaten oder die zu dem PSTN zu übertragenden
Sprachdaten, von dem D/121B zu dem DTI/211 weitergeleitet werden können. Darüber
hinaus kann der SCbus die Funktionsweise einer Vermittlungsmatrix bereitstellen,
um einen eingehenden Anruf von dem PSTN direkt mit einem abgehenden Anruf zu dem
PSTN in dem Fall zu verbinden, in dem es effizienter ist, den Anruf
insgesamt über das PSTN anstatt über das Computernetzwerk zu vermitteln.
Das Sprachressourcenmodul 504 ist mit zwei separaten Internetanrufverwaltungsvorrichtungen
(ICM – Internet Call Manager) 506 und 508 verbunden. Die
Internetanrufverwaltungsvorrichtung 506 wird verwendet, um abgehende Anrufe
zu verarbeiten, das heißt, diejenigen Anrufe, die von dem PSTN 210
empfangen werden und über das Internet zu einem angerufenen Teilnehmer vermittelt
werden. Demgegenüber wird die Internetanrufverwaltungsvorrichtung
508 verwendet, um eingehende Anrufe von dem Internet zu verarbeiten, das
heißt, diejenigen Anrufe, die an einer Gegenstelle erzeugt wurden, über
das Internet vermittelt wurden und zu einem angerufenen Teilnehmer mittels des TNIM
502 und des PSTN 210 zu verbinden sind. Eine ICM kann durch Hardware,
Software oder einer Kombination aus beiden implementiert werden. In allen diesen
Fällen muss die ICM-Funktion für jeden Anruf durchgeführt werden,
der verarbeitet wird. Wenn die ICM durch Software implementiert wird, dann muss
eine Instanz der ICM für jeden Anruf erstellt werden. Darüber hinaus kann
die ICM in der Lage sein, viele Zeitschlitze zu bearbeiten, und demzufolge in der
Lage sein, gleichzeitig viele Anrufe zu bearbeiten. Wenn die ICM durch Hardware
implementiert wird, muss eine ausreichende Anzahl von ICM-Modulen bereitgestellt
werden, um ein gewünschtes Anrufverkehrs-Volumen auf Basis einer statistischen
Verwendung abzuwickeln. Die ICM nutzt die digitale Signalverarbeitung (DSP –
Digital Signal Processing) des Sprachressourcenmoduls, um den eingehenden Sprachdatenstrom
abzutasten und in Nachrichten oder Pakete umzuwandeln, die anschließend über
das Internet übertragen werden. Jede der ICMs 506 und 508
ist direkt mit dem TNIM 502 zum Übermitteln von Anrufsignalisierungsinformationen
verbunden. Die tatsächlichen Sprachdaten werden zwischen dem TNIM
502 und dem Sprachressourcenmodul 504 und anschließend zwischen
dem Sprachressourcenmodul 504 und der ICM 506 oder 508
übermittelt.
Die Internetanrufverwaltungsvorrichtung 506 nimmt Anrufe
von dem TNIM 502 an und fragt den anrufenden Teilnehmer nach der Telefonnummer
des angerufenen Teilnehmers, den er erreichen möchte. Die Internetanrufverwaltungsvorrichtung
506 überträgt diese Information anschließend an das Verbindungsinitiierungsmodul
(CIM – Connection Initiation Modul) 510, das wiederum eine Datenverbindung
über das Internet 214 herstellt und die verschiedenen Anrufaufbau-
und einrichtungsparameter verhandelt. Wenn der Internetdatenanruf durch das CIM
510 hergestellt wurde, wird der Datenstrom für den Sprachanruf über
eine entsprechende Ethernetschnittstelle 512 zur Übertragung zu dem
Internet 214 geleitet.
Um den Anruf herzustellen, kommuniziert das CIM 510 mit einem
Anrufannahmemodul (CAM – Call Acceptance Manager) 556, das mit dem
dezentralen ITS-Knoten an der Empfangsseite assoziiert ist. Während dieser
Anrufverhandlungs- und Aufbauphase tauschen das CIM 510 und das CAM
556 Parameter, wie beispielsweise die zu wählende Zieltelefonnummer
und Parameter dahingehend aus, ob der paketierte Sprachdatenstrom über das
Sprach-Compander-Modul (im Folgenden diskutiert) und/oder das Leitungsqualitätsmodul
(im Folgenden diskutiert) zu filtern ist, bevor er über das Internet
214 übertragen wird. Darüber hinaus wird das bestimmte Protokoll,
das für die Datenübertragung zwischen dem ITS-Knoten 206 und
dem ITS-Knoten 216 verwendet wird, eingerichtet. Das Datenübertragungsprotokoll
ist typischerweise entweder das TCP/IP oder das UDP/IP, da dies die Protokolle sind,
die hauptsächlich von dem Internet 214 unterstützt werden. Wenn
die Anfangsanrufaufbauparameter zwischen den ITS-Knoten 206 und
216 ausgetauscht worden sind, wartet die ICM 506 auf eine Meldung
von dem dezentralen ITS-Knoten 216, dass die Zieltelefonnummer durch den
dezentralen ITS-Knoten 216 gewählt worden ist.
Vor dem Einrichten einer Internetsprachverbindung verwendet der ITS-Knoten
206 Modul 514 zur Vermittlung mit den geringsten Kosten (LCR –
Least Routing Module), um den ITS-Knoten ausfindig zu machen, der den Anruf an der
Empfangsseite auf die effizienteste Art und Weise vermitteln kann. Um diese Funktion
durchzuführen, vergleicht das LCR 514 zunächst die Eigenschaften
der Zieltelefonnummer (Telefonnummer des angerufenen Teilnehmers) mit den in einer
lokalen Datenbank gespeicherten Daten. Dies kann unter Verwendung einer hierarchischen
Suche ausgeführt werden, um den ITS-Knoten in der Region der gewählten
Telefonnummer ausfindig zu machen. Demzufolge werden Auslandstelefonnummern durch
Ausparsen einer anfänglichen „1" in der gewählten Nummer (beispielsweise
würde „001" einen internationalen Anruf anzeigen) erfasst. Anschließend
wird eine Vorwahlnummer geparst, um die geografische Region zu bestimmen. Im Anschluss
daran werden die numerischen Kennungen einer telekommunikationstechnischen Vermittlungseinrichtung
geparst, um die spezifische geografische Region und den dieser Region dienenden
ITS-Knoten zu bestimmen. Zusätzlich zu oder anstatt der hierarchischen Suche
oder dem Vergleich kann das LCR 514 Listen mit spezifischen Telefonnummern
und ihren assoziierten ITS-Knoten enthalten. Während dies im Allgemeinen weniger
effizient ist, kann dies in bestimmten Situationen effizienter sein, wie beispielsweise
bei häufig gewählten Telefonnummern. Nach dem Durchsuchen der Datenbank
gibt das LCR 514 den optimalen Standort des empfangenden ITS-Knotens zum
Verarbeiten des bestimmten Anrufs an. Darüber hinaus kann die Datenbank ebenso
wechselnde ITS-Knoteninformationen enthalten, so dass das LCR 514 dem CIM
514 den nächstfolgenden optimalen ITS-Knoten bereitstellen kann und
so weiter, so dass, wenn der optimale ITS-Knoten nicht verfügbar ist, oder
er den Anruf nicht bearbeiten kann, das CIM 510 dann versuchen kann, den
Anruf unter Verwendung des nächstfolgenden optimalsten empfangenden ITS-Knotens
zu vermitteln.
Darüber hinaus bestimmt das LCR 514, ob die Zieltelefonnummer
auf effizientere Weise (auf Basis der Kosten des Anrufs, der Verfügbarkeit
des Knotens und anderer Systemparameter) durch das PSTN gewählt werden kann.
Wenn der Anruf auf effizientere Weise durch das PSTN vermittelt werden kann, zeigt
das LCR 514 dies der ICM 506 an, die daraufhin die Zieltelefonnummer
unter Verwendung des PSTN 210 mittels des TNIM 502 wählt.
Der eingehende PSTN-Anruf und der abgehende PSTN-Anruf werden anschließend
in einer Schnittstellenvermittlungsmatrix in dem TNIM 502 miteinander verbunden.
Diese Situation kann dort auftreten, wo sich sowohl der anrufende als auch der angerufene
Teilnehmer in der Nähe desselben ITS-Knotens befinden.
Ein Vollduplex-Sprachpfad wird über das Internet 214
zwischen dem ITS-Knoten 206 und dem dezentralen ITS-Knoten 216
unter Verwendung eines Telefonieinternetvermittlungsmoduls (TIRM – Telephony
Internet Router Module) 518 aufgebaut, das an dem ITS-Knoten
206 angeordnet ist. Wenn das TIRM 518 in dem ITS-Knoten
206 verwendet wird, um einen Anruf zu vermitteln (im Gegensatz zu dem Empfangen
eines Anrufes in dem dezentralen ITS-Knoten 216), hat das TIRM
518 die Funktion inne, die paketierten Sprachdaten zu erfassen und zu einem
an dem dezentralen ITS-Knoten 216 angeordneten entsprechenden TIRM
558 zu vermitteln. Gleichermaßen hat beispielsweise das an dem dezentralen
ITS-Knoten 216 angeordnete TIRM 558, wenn es zum Empfangen von
Anrufen verwendet wird, die Funktion inne, die paketierten Sprachdaten zu empfangen
und diese zu der ICM, die den Anruf verarbeitet, zu leiten. Die ICM sendet die digitalen
Sprachdaten wiederum zu dem TNIM. Das TNIM wandelt die digitalen Sprachdaten wiederum
in ein analoges Audiosignal um, das durch das PSTN zu dem angerufenen Teilnehmer
zu senden ist. Alternativ dazu können die digitalen Daten auch direkt von dem
TNIM zu dem PSTN ohne eine Umwandlung in ein analoges Audiosignal übertragen
werden, und zwar in dem Fall, in dem das bestimmte PSTN die digitalen Daten bearbeiten
kann.
Die Sprachdaten werden solange zwischen den zwei ITS-Knoten
206 und 216 ausgetauscht, bis entweder der anrufende Teilnehmer
oder der angerufene Teilnehmer den Anruf beendet. Wenn ein Anruf beendet wird, wird
ein Überwachungszeichen durch das TNIM empfangen und zu der ICM an dem ITS-Knoten
übertragen, an dem die Beendigung des Anrufes initiiert wurde. Die ICM an der
Endstelle benachrichtigt das TIRM an der Endstelle darüber, die Anrufverbindung
„abzubrechen" oder diese zu unterbrechen.
Um die Verbindung „abzubrechen", benachrichtigt das TIRM an
der Endstelle (ITS-Knoten) die TIRM-Gegenstelle an dem anderen ITS-Knoten. Die ICM
an jedem Standort gibt anschließend die Sprachverarbeitung DSP, die mit dem
Anruf assoziiert ist, frei, so dass die DSP-Ressourcen für nachfolgende Anrufe
verwendet werden können.
Zusätzliche Sprachverarbeitungselemente können in jeden
ITS-Knoten integriert werden, um die Gesamtleistung des ITS-Knotens zu verbessern.
Speziell kann ein Sprach-Compander-Modul (VCM – Voice Compander Module)
520 hinzugefügt werden, um die Datenkompressions- und Expansionsfunktionalität
bereitzustellen. Die Datenkompression wird an dem gesendeten Datenstrom durchgeführt,
um die Bandbreite zu verringern, die für die Übertragung der digitalisierten
Sprachdaten über das Internet erforderlich ist. Wenn der über das Internet
empfangene Datenstrom komprimiert wurde, muss er ebenso vor der weiteren Verarbeitung
zunächst expandiert werden.
Darüber hinaus kann eine Leitungsqualitäts-Überwachungsvorrichtung
(LQM – Line Quality Monitor) 522 hinzugefügt werden, um die
Leitungsqualitätseigenschaften, wie beispielsweise Echo und Rauschen, zu überwachen
und um anschließend die erforderlichen Filterungsfunktionen durchzuführen,
um die störenden Effekte zu verringern oder zu eliminieren. Darüber hinaus
kann ein Anrufsicherheitsmodul enthalten sein, um die Konversation zu verschlüsseln,
um so das elektronische Abhören über das Internet zu verhindern.
Wenn ein Anruf empfangen wird, wartet ein ITS-Knoten darauf, einen
anderen ITS-Knoten unter Verwendung seines TIRM und seiner ICM zu kontaktieren und
anzufordern, dass ein Telefonanruf im Namen eines anrufenden Teilnehmers, der sich
in den anderen ITS-Knoten eingewählt hat, initiiert wird. Der Empfang eines
Internetsprachanrufes an dem dezentralen ITS-Knoten 216 wird im Folgenden
unter Verwendung des Empfängerteils des ITS-Knotens 206 ausführlich
beschrieben. In einer tatsächlichen Anordnung würde der Empfängerteil
des ITS-Knotens 216 einen von dem Internet empfangenen Sprachanruf verarbeiten.
Ein Telefonanruf wird initiiert, wenn das CIM eines dezentralen ITS-Knotens
eine Verbindungsanforderung zu dem CAM des lokalen ITS-Knotens sendet. Wenn ein
Anruf von dem Internet 214 über die Ethernetschnittstelle
512 empfangen wird, wird der mit dem bestimmten Anruf assoziierte Datenstrom
zunächst durch das Verbindungsannahmemodul (CAM – Connection Acceptance
Module) 516 empfangen. Das Verbindungsannahmemodul 516 empfängt
die mit dem bestimmten Anruf assoziierten Anrufaufbauparameter und überträgt
den Anruf zu der Internetanrufverwaltungsvorrichtung 508, die die entgegengesetzte
Operation wie die Internetanrufverwaltungsvorrichtung 506 durchführt.
Die Internetanrufverwaltungsvorrichtung 508 empfängt insbesondere
die Zieltelefonnummer und vermittelt einen Anruf zu der Zieltelefonnummer unter
Verwendung des TNIM 502 und des PSTN 210. Die ICM 508
überträgt anschließend eine Bestätigung oder eine Meldung „Anruf
gewählt" zu der dezentralen ITS-Knoten-ICM.
Jeder ITS-Knoten kann unter Verwendung einer Hewlett Packard HP 9000/743
Telepace-Plattform implementiert werden. Die Telepace-Plattform fungiert als ein
zentraler Prozessor zum Koordinieren der durch die einzelnen Module, wie beispielsweise
das TNIM und die ICM, ausgeführten Aufgaben. Sämtliche der Hardwarekomponenten
des ITS-Knotens sind durch einen Signalisierungsbus miteinander verbunden, der das
Vermitteln von Anruf- und Sprachressourcen, so wie dies erforderlich ist, ermöglicht.
Der bestimmte verwendete Bus kann beispielsweise der Dialogic SCbus sein. Alternativ
dazu kann eine Standard-Computerplattform verwendet werden, um einen ITS-Knoten
sowohl für Einzelbenutzer- und Mehrfachanrufanwendungen in Abhängigkeit
von den bestimmten Hardwarefähigkeiten des Computers zu implementierten. In
dieser Situation kann die Dialogic-Hardware in einem Personalcomputer (anstelle
der HP-Telepace-Plattform) verwendet werden, um einen Vielfachbenutzerdienst bereitzustellen.
Diese zuletzt genannte Vorgehensweise kann weniger effizient als die Verwendung
der HP-Telepace-Plattform sein; sie kann jedoch in Abhängigkeit von der bestimmten
Anwendung kostengünstiger sein. Bei noch einer weiteren alternativen Konfiguration
kann ein ITS-Knoten unter Verwendung eines Computers implementiert werden, der mit
einer Soundkarte ausgestattet ist, die gleichzeitig Sprache abtasten und wiedergeben,
das heißt, Sprachsignale sowohl in der Übertragungsrichtung als auch in
der Empfangsrichtung verarbeiten, sowie eine Verbindung mit dem Internet haben kann.
Darüber hinaus kann ein ITS-Knoten unter Verwendung eines Computers implementiert
werden, der mit der geeigneten DSP-Verarbeitung ausgestattet ist, wie zum Beispiel,
in Form eines DSP-Chips, der die hierin diskutierten ITS-Funktionen durchführen
kann. Bei den Computerimplementationen kann ein Headset oder eine Mikrofon/Lautsprecher-Kombination
als Benutzer-Audioschnittstelle verwendet werden.
Das Sprachressourcenmodul 504 (5)
empfängt die digitalisierten Sprachdaten von der ICM und vermittelt diese Daten
zu dem TNIM über den Bus, wie beispielsweise den Dialogic SCbus, der diese
beiden Module miteinander verbindet. Diese Daten werden anschließend unter
Verwendung der Standard-T1/E1-Signalisierung durch das TNIM zu dem PSTN übertragen.
Es handelt sich dabei um Daten, die von dem dezentralen ITS-Knoten empfangen wurden.
Auf ähnliche Weise empfängt das Sprachressourcenmodul 504 digitale
Sprachdaten, die von dem PSTN stammen, mit Hilfe des TNIM. Diese Daten werden anschließend
zu der ICM übertragen, um über das Internet gesendet zu werden. Das Sprachressourcenmodul
504 führt darüber hinaus die erforderliche Tonerzeugung und Tonerfassung,
wie beispielsweise von DTMF-Tönen, durch, die zum Wählen der Zahlen einer
Telefonnummer verwendet werden.
Das TNIM 502 überwacht die Zeitschlitze, die für
die verschiedenen Telefonleitungen verwendet werden. Jede Leitung wird hinsichtlich
einer Anzahl von Ereignissen überwacht, die ein Auflegen durch den anrufenden
Teilnehmer oder dem angerufenen Teilnehmer sowie eingehende Anrufbenachrichtigungen
vom den zentralen Amt einschließen. Das TNIM benachrichtigt die ICM über
das Auftreten eines jeglichen dieser Ereignisse. Darüber hinaus verarbeitet
das TNIM Anforderungen von der ICM, wie beispielsweise einen Zeitschlitz abzunehmen,
um einen abgehenden Anruf zu wählen und einen eingehenden oder abgehenden Anruf
in dem Fall eines Auflegens freizugeben.
Das Sprach-Compander-Modul 520 stellt die Datenkompression
für die eingehenden Daten bereit, die von dem PSTN empfangen werden, bevor
sie über das Computernetzwerk übertragen werden. Da die Ressourcen eines
Computernetzwerkes beschränkt sind, werden diese Ressourcen während Zeiträumen
mit hohem Verkehr (High Volume Traffic) möglicherweise überlastet. Der
Datendurchsatz kann potenziell bis zu dem Punkt verringert werden, an dem eine erkennbare
Verzögerung zwischen der Übertragung und dem Empfang vorhanden ist. Eine
derartige Situation ist bei der Echtzeittelefonkommunikation äußerst unerwünscht.
Die Datenkompression wird verwendet, um die Gesamtmenge an Daten, die über
das Computernetzwerk übertragen werden, zu verringern, um die Probleme hinsichtlich
der Datenverzögerung zu verringern. Die Datenübertragung sollte selbstverständlich
nicht an dem Punkt angewendet werden, an dem sie die Audioqualität der Daten,
die übertragen werden, sehr beeinträchtigt. Bei dem Empfang der komprimierten
Daten, die über das Computernetzwerk übertragen wurden, führt das
VCM 520 die inverse Funktion des Expandierens der komprimierten Daten durch.
Die in dem VCM 520 verwendete Kompression schließt typischerweise
die 8-Bit &mgr;-Law-PCM (Pulse Coded Modulation) ein, die variable Kompressionsverhältnisse
aufweist. Die verwendeten Kompressionstypen können GSM (Global
System for Mobile Communication), CELP (Code Excited Linear Prediction) oder ADPCM
(Adaptive Differential Pulse Code Modulation) sein. Dies stellt jedoch keine vollständige
Liste dar, und es kann jedes der Kompressionsverfahren verwendet werden, wie beispielsweise
jedes der Kompressionsverfahren, das durch die Netscape Navigator Software verwendet
wird, welche von der Netscape Communications Corporation of Mountain View, Kalifornien,
erhältlich ist. Wenn sich das Kompressionsverhältnis erhöht, verschlechtert
sich typischerweise die Sprachqualität.
Die Leitungsqualitäts-Überwachungsvorrichtung oder LQM
522 überprüft die abgetasteten Sprachdaten und wendet eine Reihe
verschiedener Verfahren an, um die Sprachqualität zu verbessern. Beispielsweise
kann ein Echokompensationsfilter verwendet werden, um die Echoeffekte zu minimieren,
die bei Ferngesprächen auftreten. Zusätzlich dazu kann eine variable Dämpfung
auf das Sprachsignal angewendet werden, um das Echo zu vermeiden. Da dieses Verfahren
lediglich einmal auf Sprachdaten zwischen den zwei Endstellen angewendet werden
muss, kann entweder der Knoten des anrufenden Teilnehmers oder der Knoten des angerufenen
Teilnehmers das Signal modifizieren. Wenn der anrufende Teilnehmer das Signal modifiziert,
wird die LQM an dem empfangenden Knoten darüber benachrichtigt, keine weiteren
Schritte zu unternehmen. Ansonsten sieht die Standardsituation so aus, dass der
empfangende Knoten die Echokompensation durchführt.
Im Folgenden wird in Bezug auf 6 der
logische Ablauf eines Anrufes durch einen ITS-Knoten aus der Sicht des anrufenden
Teilnehmers beschrieben. Ein Anruf wird zuerst initiiert, wenn der anrufende Teilnehmer
eine Telefonnummer wählt, die ihn direkt über das PSTN mit einem ITS-Knoten
verbindet. In Bezug auf 6 empfängt die ICM in
Schritt 602 eine Meldung über einen eingehenden Anruf von der TNIM.
Diese gibt an, dass der anrufende Teilnehmer einen Telefonanruf initiiert hat. In
Schritt 604 weist die ICM das TNIM an, den Anruf zu beantworten. In Schritt
606 empfängt die ICM (über das TNIM) Informationen von dem PSTN
in Bezug auf den anrufenden und den angerufenen Teilnehmer. Das PSTN stellt insbesondere
DNIS-(Dialed Number Identification Service) Ziffern, die die Zieltelefonnummer beziehungsweise
die Telefonnummer des angerufenen Teilnehmers spezifizieren, sowie ANI-(Automatic
Number Identification – automatische Rufnummernerkennung) Ziffern bereit,
die den anrufenden Teilnehmer identifizieren. DNIS und ANI werden der ICM bereitgestellt,
die diese Informationen wiederum in Schritt 608 dem Modul zur Vermittlung
mit den geringsten Kosten, oder dem LCR-Modul, zur Verfügung stellt. Auf Basis
der DNIS und/oder ANI spezifiziert das LCR den ITS-Knoten für die ICM, der
den Anruf zur der Zieltelefonnummer auf die effizienteste Weise ausführen kann.
In Schritt 610 wird, wenn der lokale ITS-Knoten, das heißt,
der mit dem anrufenden Teilnehmer assoziierte Knoten, als der effizienteste Knoten
zur Vermittelung des Anrufes bestimmt wird, der Anruf in dem PSTN unter Verwendung
des TNIM zurückgewählt, indem zu dem „Ja"-Zweig in Schritt
612 übergegangen wird. In Schritt 614 weist die ICM die TNIM
an, den eingehenden Anruf von dem anrufenden Teilnehmer mit dem abgehenden Anruf
zu verbinden, der durch den lokalen ITS-Knoten vermittelt wurde. Auf diese Weise
wird ein Kommunikationskanal zwischen dem anrufenden Teilnehmer und dem angerufenen
Teilnehmer aufgebaut. Dieser Anruf bleibt aktiv, solange keiner der Teilnehmer den
Anruf beendet. Wenn in Schritt 616 eine Anrufbeendigung entweder auf der
Seite des anrufenden Teilnehmers oder auf der Seite des angerufenen Teilnehmers
erfasst wird, dann wird der Anruf in Schritt 618 abgebrochen, und der anrufende
Teilnehmer sowie der angerufene Teilnehmer werden in Schritt 620 freigegeben.
Alternativ dazu wird, wenn ein dezentraler ITS-Knoten, das heißt,
nicht der lokale ITS-Knoten, durch das LCR als der effizienteste Knoten zur Vermittlung
des Anrufes spezifiziert wird, dieser optimale Anrufpfad unter Verwendung des Internets
aufgebaut. Dies wird als der „Nein"-Zweig bei Schritt 610 dargestellt.
In Schritt 622 leitet die ICM an dem lokalen ITS-Knoten die Anrufaufbaudaten
weiter und fordert das lokale CIM auf, sich über das Internet mit dem CAM an
dem dezentralen ITS-Knoten zu verbinden, um eine Verbindung über das Internet
mit einer ICM-Gegenstelle an dem dezentralen ITS-Knoten aufzubauen. Schritt
622 umfasst zunächst das Identifizieren der Internetadresse des dezentralen
ITS-Knotens und das anschließende Übertragen einer ersten Nachricht, um
einen Kommunikationspfad zwischen der ICM des lokalen ITS-Knotens und der ICM des
dezentralen ITS-Knotens aufzubauen. Wenn beispielsweise ein Anruf von New York City
zu einer Nummer in dem Vereinigten Königreich vermittelt wird, wird die Internetadresse
des Knotens in der UK verwendet, um eine Verbindung zu diesem Knoten herzustellen.
Wenn es mehr als einen Knoten in der UK gibt, bestimmt das LCR-Modul auf Basis der
Zieltelefonnummer den am optimalsten gelegenen Knoten. Dieser Knotenstandort sowie
optional zusätzliche Knoten in absteigender Präferenz-Reihenfolge werden
durch das LCR-Modul auf Basis der Effizienz oder anderer Kriterien zurückgesendet.
Wie vorangehend erwähnt, umfassen die für das Herstellen
des Anrufes verwendeten Anrufaufbauparameter die Zieltelefonnummer sowie Informationen
darüber, ob die Sprachdaten das Sprach-Compander-Modul und/oder das Anrufqualitätsmodul
vor dem Übertragen über das Internet durchlaufen müssen oder nicht.
Das spezifische Protokoll, das zur Übermittlung der tatsächlichen Sprachdaten
zwischen zwei ITS-Knoten verwendet wird, wird bei der Installation konfiguriert
und ist entweder das TCP/IP oder das UDP/IP. Wenn die Verbindung zwischen dem lokalen
CIM und dem dezentralen CAM aufgebaut worden ist, zeigt das lokale CIM dies der
lokalen ICM in Schritt 624 an. Nachdem die Anfangsparameter zwischen den
zwei ITS-Knoten eingerichtet wurden, wartet die lokale ICM darauf, dass die dezentrale
ICM die Zieltelefonnummer wählt und eine Meldung zu der lokalen ICM zurücksendet,
die anzeigt, dass die Zieltelefonnummer gewählt wurde. Dies geschieht in Schritt
626.
In Schritt 628 beginnen sowohl die lokale ICM als auch die
dezentrale ICM mit dem gleichzeitigen Erfassen von Sprachdaten von ihrem jeweiligen
PSTN über deren jeweilige Sprachressourcenmodule. In diesem Modus führt
der ITS-Knoten in Schritt 630 Tests durch, um zu bestimmen, ob entweder
der anrufende Teilnehmer oder der angerufene Teilnehmer den Anruf beendet hat. Wenn
keine Anrufbeendigung erfasst wird, führt die Anordnung Schritt 632
aus und führt die Kompression durch, wenn die Datenkompression eingeschaltet
wurde. Auf ähnliche Weise geht die Anordnung zu der Ausführung des Schrittes
634 über und führt das Überwachen und die Korrektur der
Leitungsqualität durch, wenn diese Funktion auch eingeschaltet ist. Die ICM
fährt anschließend in Schritt 636 damit fort, die Sprachdaten
in Nachrichten oder Pakete zu segmentieren, die dann über das Internet zu der
dezentralen ICM über das lokale TIRM übertragen werden. Die Anordnung
kehrt anschließend zu Schritt 628 zurück, um mit dem vorangehend
beschriebenen Verfahren fortzufahren. Auf diese Weise werden Sprachdaten weiterhin
zu der Gegenstelle übertragen. Ebenso werden Sprachdaten auch von der Gegenstelle
empfangen, wie dies nachstehend ausführlich beschrieben wird, so dass Sprachdaten
in dem Vollduplexmodus, das heißt, sowohl in der Übertragungs- als auch
in der Empfangsrichtung, übermittelt werden.
Wenn in Schritt 630 eine Anrufbeendigung oder ein Auflegen
erfasst wird, wird der „Ja"-Zweig von Schritt 630 bis zu Schritt
638 ausgeführt, in dem ein Anrufüberwachungszeichen von dem PSTN,
in dem die Anrufbeendigung aufgetreten ist, zunächst durch die ICM an der Endstelle
empfangen wird und anschließend durch das TIRM an der Endstelle zu der ICM
an dem anderen Standort gesendet wird. Der Vorgang geht anschließend zu Schritt
640 über, in dem die erforderlichen Verfahrensschritte durchgeführt
werden, um aufzulegen oder den Anruf „abzubrechen". Der Vorgang endet schließlich
in Schritt 642, und die Anordnung gibt im Wesentlichen die Ressourcen frei,
die mit dem bestimmten Anruf verbunden waren, so dass sie zur Verarbeitung eines
anderen Anrufes zur Verfügung stehen.
Die Schritte 628 bis 636 von 6
stellen den Datenübertragungsabschnitt eines Vollduplextelefonanrufes dar.
Der Empfang von Daten von der dezentralen Stelle beginnt mit Schritt 644,
der gleich nach dem Schritt 626 ausgeführt wird, das heißt, nachdem
die dezentrale ICM gemeldet hat, dass die Zieltelefonnummer erfolgreich gewählt
worden ist. Die Ausführung des Schrittes 644 sowie der nachfolgenden
mit dem Datenempfang verbundenen Schritte wird parallel zu der Datenübertragungsfunktion,
das heißt, den Schritten 628 bis 636, ausgeführt. Nachdem
die lokale ICM jedes Datenpaket von der dezentralen ICM über die TIRM in Schritt
644 empfangen hat, führt die Anordnung in Schritt 646 Tests
durch, um zu bestimmen, ob der Anruf durch das Auflegen des dezentralen Teilnehmers
beendet wurde. Wenn eine Anrufbeendigung erfasst wird, geht die Ausführung
der Anordnung entlang des „Ja"-Zweiges von Schritt 646 zu den Schritten
640 und 642 über, und es werden die geeigneten und wie vorangehend
beschriebenen Auflege- und Beendigungsvorgänge durchgeführt.
Wenn in Schritt 646 keine Anrufbeendigung erfasst wird, führt
die Anordnung Schritt 648 aus und führt die Dekompression durch, wenn
die Datenkompression an der Gegenstelle eingeschaltet worden ist. Ebenso geht die
Anordnung zu der Ausführung des Schrittes 650 über und führt
die Überwachung und Korrektur der Leitungsqualität durch, wenn diese Funktion
ebenfalls eingeschaltet ist. Schließlich wird das verarbeitete Sprachdatenpaket
in Schritt 652 durch die lokale ICM über das Sprachressourcenmodul
zu dem TNIM gesendet, so dass es unter Verwendung des PSTN zu dem Benutzer übertragen
werden kann. Die Vorgehensweise kehrt anschließend zu Schritt 644
zurück, um ein nachfolgendes Sprachdatenpaket zu empfangen und zu verarbeiten.
Der logische Ablauf eines Anrufes durch einen lokalen ITS-Knoten,
der sich an einem Standort eines angerufenen Teilnehmers befindet, das heißt,
aus der Sicht des angerufenen Teilnehmers, wird im Folgenden in Bezug auf
7 beschrieben. Wie in 7
dargestellt ist, empfängt die ICM in Schritt 702 eine Meldung, dass
ein Anruf über das Internet aufgebaut wurde. Sie empfängt darüber
hinaus Anrufaufbaudaten und die Telefonnummer des angerufenen Teilnehmers und geht
in Schritt 708 dazu über, diese Nummer über das CAM zu wählen.
Wenn der Anruf zu der Zieltelefonnummer ausgeführt wurde, sendet die ICM in
Schritt 710 eine Anrufausführungsnachricht zu der dezentralen ICM.
Zu diesem Zeitpunkt wird die Nachrichtenübermittlungsverbindung
zwischen dem anrufenden Teilnehmer und dem angerufenen Teilnehmer eingerichtet,
und der lokale sowie der dezentrale ITS-Knoten fahren mit dem
Austausch von Sprachdatenpaketen fort. Dies wird in dem verbleibenden Abschnitt
von 7 dargestellt, der dem Datenaustauschabschnitt
der vorangehend diskutierten 6 entspricht. Die in
7 dargestellten Schritte, die den vorangehend im Zusammenhang
mit 6 diskutierten Schritten entsprechen, wurden mit
denselben Referenznummer bezeichnet. Demzufolge muss die Beschreibung dieser Schritte
in 7 an dieser Stelle nicht wiederholt werden, da sie
denselben in 6 ausgeführten Schritten entsprechen.
Im Folgenden wird die Funktionsweise der einzelnen Blöcke von
5 in Bezug auf die 8 bis
10 ausführlich beschrieben. In Bezug auf
8 wird ein Ablaufplan der Funktionsweise des CIM-Moduls
dargestellt. In Schritt 802 empfängt das CIM-Modul eine Verbindungsanforderung
von der ICM. Diese Verbindungsanforderung umfasst die Zieladresse des dezentralen
ITS-Knotens. In Schritt 804 fährt das CIM damit fort, eine Internetverbindung
über das Internet zu dem CAM, das sich an dem dezentralen ITS-Knoten befindet,
herzustellen. In Schritt 806 führt das CIM Tests durch, um zu bestimmen,
ob die Verbindung erfolgreich war. Wenn die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde,
dann sendet das CIM eine Anrufinitiierungsnachricht zu dem CAM, die anzeigt, dass
ein neuer Anruf bearbeitet werden muss. Die Anrufinitiierungsnachricht enthält
Informationen, wie beispielsweise spezielle Konfigurationsinformationen, die das
zu verwendende Kommunikationsprotokoll anzeigen, und die anzeigen, ob die Kompression
eingeschaltet wurde und so weiter, und wenn dies der Fall ist, welcher Typ eingeschaltet
worden ist, ob die Echokompensation eingeschaltet wurde und ob weitere Informationen
zum ordnungsgemäßen Bearbeiten des Anrufes erforderlich sind. Die Anrufinitiierungsnachricht
enthält darüber hinaus die Zieltelefonnummer des angerufenen Teilnehmers.
In Schritt 810 informiert das CIM die ICM darüber, dass eine Verbindung
mit dem CAM an dem dezentralen ITS-Knoten erfolgreich eingerichtet wurde. Die ICM
wartet auf eine Meldung, dass die Zielnummer erfolgreich durch die dezentrale ICM
gewählt wurde. Wenn in Schritt 806 bestimmt wird, dass die Verbindung
nicht erfolgreich hergestellt wurde, geht das CIM zu Schritt 812 über,
um die ICM über das Scheitern des erfolgreichen Verbindens zu dem dezentralen
ITS-Knoten zu benachrichtigen.
Im Folgenden wird in Bezug auf 9 ein
Ablaufplan der Funktionsweise des CAM-Moduls dargestellt. In Schritt 850
wartet das CAM-Modul auf eine Verbindungsanforderung von einem CIM-Modul, das sich
an einem dezentralen ITS-Knoten befindet und empfängt diese. In Schritt
852 fährt das CAM damit fort, eine Verbindung über das Internet
zu dem CIM herzustellen, das sich an dem dezentralen ITS-Knoten befindet. Das CAM
bestimmt in Schritt 854, ob eine erfolgreiche Verbindung hergestellt wurde.
Wenn die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde, geht das CAM zu Schritt
856 über und empfängt die Anrufaufbaudaten von dem CIM an dem
dezentralen ITS-Knoten. Wie vorangehend beschrieben, enthalten diese Anrufaufbaudaten
solche Informationen wie beispielsweise die Zieltelefonnummer des angerufenen Teilnehmers.
Die empfangenen Anrufaufbauinformationen und die Zieltelefonnummer werden anschließend
durch das CAM zu der ICM übertragen, die wiederum das TNIM anweist, die Zieltelefonnummer
zu wählen.
In Folgenden wird in Bezug auf 10 ein
Ablaufplan der Funktionsweise des TIRM-Moduls dargestellt. In Schritt
902 empfängt das TIRM Nachrichten, die entweder von der ICM, die sich
lokal an demselben Knoten befindet, oder über das Internet von einer TIRM-Modul-Gegenstelle
stammen, die sich an dem dezentralen ITS-Knoten befindet. Wenn die Nachricht von
der lokalen ICM stammt, empfängt das TIRM diese Nachricht in Schritt
904. Die Nachricht von der lokalen ICM kann Sprachdaten enthalten. Darüber
hinaus kann die Nachricht weitere Informationen, wie beispielsweise die Zieltelefonnummer,
Informationen bezüglich des Auflegens des Anrufers und so weiter, enthalten.
In Schritt 906 paketisiert das TIRM diese Nachricht in Datenpakete geeigneter
Länge und eines geeigneten Formats und stellt einen Nachrichten-Header voran,
der die Nachrichtengröße, den Datentyp (Sprache, Telefonnummer und so
weiter) oder die Nachrichtensequenznummer enthält. Das Paket oder die Nachricht
wird anschließend über die eingerichtete Internetverbindung zu dem dezentralen
ITS-Knoten gesendet. Das TIRM geht anschließend zu Schritt 908 über,
um zu bestimmen, ob eine Beendigungsnachricht empfangen worden ist. Wenn keine Beendigungsnachricht
empfangen wurde, das heißt, wenn der gegenwärtige Anruf noch aktiv ist
und zusätzliche Daten übertragen werden müssen, kehrt das TIRM zu
Schritt 902 zurück, um weitere Nachrichten zu empfangen. Wenn in Schritt
908 bestimmt wird, dass eine Beendigungsnachricht empfangen wurde, trennt
das TIRM in Schritt 910 die Internetverbindung.
Alternativ dazu geht das lokale TIRM, wenn die in Schritt
902 empfangene Nachricht von dem dezentralen TIRM stammt, zu Schritt
912 über, um Sprachdaten oder Auflegeinformationen von dem dezentralen
TIRM zu empfangen. Die Header-Informationen, die die Sequenznummer enthalten, werden
in Schritt 914 validiert. Die Validierung der Sequenznummer stellt sicher,
dass die Nachrichten in der richtigen Reihenfolge angekommen sind. Die empfangenen
Nachrichten, wie beispielsweise Sprachdaten, werden in Schritt 916 zu der
ICM übertragen. Das TIRM geht anschließend zu Schritt 918 über,
um zu bestimmen, ob eine Beendigungsnachricht empfangen wurde. Wenn keine Beendigungsnachricht
empfangen wurde, das heißt, der gegenwärtige Anruf noch
aktiv ist und zusätzliche Daten übertragen werden müssen, kehrt das
TIRM zu Schritt 902 zurück, um weitere Nachrichten zu empfangen. Wenn
in Schritt 918 bestimmt wird, dass eine Beendigungsnachricht empfangen
wurde, wird die Internetverbindung in Schritt 920 beendet. Die Verarbeitung
der Schritte 904 bis 910 wird parallel zu der Verarbeitung der
Schritte 912 bis 920 ausgeführt, da die Nachrichten gleichzeitig
von der lokalen ICM sowie von dem dezentralen TIRM empfangen werden.
Die Erfindung wurde insbesondere in Bezug auf eine bevorzugte Ausführungsform
davon dargestellt und beschrieben, einer Person mit gewöhnlicher Erfahrung
auf dem Gebiet der Technik ist jedoch offensichtlich, dass mehrere Änderungen
an der Form und den Details daran vorgenommen werden können, ohne von dem Umfang
der angehängten Ansprüche abzuweichen.