Die vorliegende Erfindung betrifft einen Toner für die Entwicklung
eines elektrostatisch geladenen Bilds. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung
einen magnetischen Einkomponenten-Trockentoner, einen nichtmagnetischen Einkomponenten-Trockentoner,
einen Zweikomponenten-Trockentoner oder einen polymerisierten Trockentoner, der
nach Fixierung eine hervorragende Schutzwirkung gegen verbrauchten Toner aufweist
und ein gut fixiertes, hochtransparentes, scharfes Bild bilden kann.
Die Erfindung betrifft außerdem den obigen Toner zur Verwendung
in Kopierern, Druckern, Faxmaschinen, Farbkopierern, Farblaserkopierern und -druckern
und schnellen elektrophotografischen Druckern.
Stand der Technik
Infolge der weit verbreiteten Büroautomatisierung erfreuen sich
elektrostatisch geladene Bilder entwickelnde Kopierer und Drucker immer größerer
Beliebtheit. Vor diesem Hintergrund wächst der Bedarf an hochwertigen oder
scharfen kopierten Bildern, die sehr lichtdurchlässig und gut fixiert sind.
Unter diesen Umständen wurde in der eigenen, am 29. Dezember
1995 eingereichten japanischen Patentanmeldung 354063/95, die zum Zeitpunkt der
Einreichung noch nicht offengelegt worden war, sinngemäß angegeben: "Das
in Rede stehende Problem kann durch Verwendung eines Polyolefinharzes mit cyclischer
Struktur als Bindemittel für einen Toner für elektrostatisch geladene
Bilder entwickelnde Kopierer und Drucker vom Heißwalzenfixierungstyp und auch
durch Einarbeitung von weniger als 50 Gew.-% des Polyolefinharzes mit hoher Viskosität
in das gesamte Bindemittelharz gelöst oder verringert werden. Dadurch ist ein
scharfes, hochwertiges kopiertes Bild mit hervorragender Fixierung, Lichtdurchlässigkeit
und Schutzwirkung gegen verbrauchten Toner erhältlich. Dieses Harz legt insbesondere
bei Verwendung in einem Farbtoner seine Eigenschaften an den Tag."
Diese frühere Erfindung war jedoch insofern mangelhaft, als sie
minimal einen ausreichend breiten offsetfreien Temperaturbereich ergab, der für
die praktische Anwendung geeignet ist, und bei einer von Anwendern geforderten noch
höheren Kopiergeschwindigkeit kaum eine vollständige Fixierung erreichte.
Bei der Fixierung eines Tonerbilds auf Normalpapier oder einer OHP-Folie
stehen verschiedene Fixiermethoden zur Verfügung, wie Heißwalzenfixierung,
Heißbandfixierung, Druckfixierung, Strahlungswärmefixierung oder Blitzfixierung.
In den letzten Jahren ist zunehmend eine durch Einschränkung symbolisierte
Energieeinsparung gefordert worden, und es hat sich ein hoher Bedarf an einem bei
niedriger Temperatur und niedrigem Druck fixierbaren Toner entwickelt. Die thermischen
und mechanischen Eigenschaften von herkömmlichen Styrol-Acrylatharzen und Polyesterharzen
oder die in der japanischen Patentanmeldung 354063/95 beschriebenen Polyolefinharze
mit cyclischer Struktur können die Anforderungen bei unter dem gegenwärtigen
Niveau liegenden Temperaturen oder Drücken nicht erfüllen. Eine Verbesserung
der thermischen Eigenschaften dieser Harze einerseits führte zu einer Verschlechterung
der Lagerstabilität des Toners andererseits.
Allgemeine Formulierungen für Toner in elektrostatisch geladene
Bilder entwickelnden Kopierern und Druckern sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Toners
in einem Zweikomponenten-Trockentoner-Entwickler, einem nichtmagnetischen Einkomponenten-Trockentoner-Entwickler,
einem magnetischen Einkomponenten-Trockentoner-Entwickler oder einem polymerisierten
Trockentoner-Entwickler, der die durch die japanische Patentanmeldung 354063/95
erzielten Effekte aufweist, einen ausreichend breiten offsetfreien Temperaturbereich
aufweist, der für die praktische Anwendung geeignet ist, auch bei hoher Kopiergeschwindigkeit
eine ausreichende Fixierung erzielen kann und ein höherwertiges Bild, nämlich
ein gut fixiertes, optisch hochtransparentes, scharfes Bild in einem elektrostatisch
geladene Bilder entwickelnden Kopierer oder Drucker ergibt.
Darstellung der Erfindung
Die obige Aufgabe wird dadurch gelöst, daß als Bindemittelharz
für einen Toner ein Bindemittelharz verwendet wird, das mindestens ein Polyolefinharz
mit cyclischer Struktur enthält, welches aus einem Harz oder einer Harzfraktion
mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht (Mn), bestimmt durch GPC, von weniger
als 7 500 und einem Harz oder einer Harzfraktion mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht
von 7 500 oder mehr besteht; und wobei in dem Polyolefinharz mit cyclischer Struktur
ein Harz oder eine Harzfraktion mit einer intrinsischen Viskosität (i.v.) von
0,25 dl/g oder mehr, einer Wärmeformbeständigkeitstemperatur (HDT) gemäß
der DIN-Methode 53461-B von 70°C oder mehr und einem zahlenmittleren Molekulargewicht
(Mn) von 7 500 oder mehr und einem gewichtsmittleren Molekulargewicht (Mw) von 15
000 oder mehr, bestimmt nach der GPC-Methode, in einem Anteil von weniger als 50
Gew.-%, bezogen auf das gesamte Bindemittelharz, enthalten ist.
Somit betrifft die Erfindung einen Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch
geladenen Bilds, der im wesentlichen aus einem Bindemittelharz, einem Farbmittel,
einem funktionsverleihenden Mittel (im allgemeinen Wachs als Formtrennmittel) und
einem Ladungssteuermittel besteht, wobei das Bindemittelharz zumindest das oben
beschriebene Polyolefinharz mit cyclischer Struktur enthält, wobei das Polyolefinharz
die obigen Bedingungen erfüllt.
Bei dem hier verwendeten Polyolefinharz mit cyclischer Struktur handelt
es sich beispielsweise um ein Copolymer aus einem &agr;-Olefin (in breitem Sinne
einem acyclischen Olefin), wie Ethylen, Propylen oder Butylen, und einer cyclischen
und/oder polycyclischen Verbindung mit mindestens einer Doppelbindung, wie Cyclohexan
oder Norbornen, Tetracyclododecen (TCD) und Dicyclopentadien (DCPD), wobei das Copolymer
farblos und transparent ist und eine hohe Lichtdurchlässigkeit aufweist. Bei
diesem Polyolefinharz mit cyclischer Struktur handelt es sich um ein Polymer, das
beispielsweise nach einem Polymerisationsverfahren unter Verwendung eines Metallocenkatalysators
oder eines Ziegler-Katalysators und eines Katalysators für die Metathese-Polymerisation,
d. h. doppelbindungsöffnende und ringöffnende Polymerisationsreaktionen,
erhalten wird.
Beispiele für die Synthese des Polyolefinharzes mit cyclischer
Struktur werden in JP-A-339327/93, JP-A-9223/93, JP-A-271628/94, EP-A-203799, EP-A-407870,
EP-A-283164, EP-A-156464 und JP-A-7253315 beschrieben.
Gemäß diesen Beispielen erhält man das Polyolefinharz,
indem man gegebenenfalls ein acyclisches Olefinmonomer und mindestens ein Cycloolefinmonomer
bei einer Temperatur von –78 bis 150°C und vorzugsweise 20 bis 80°C
und einem Druck von 0, 01 bis 64 bar in Gegenwart eines Katalysators, der mindestens
ein Zirconium oder Hafnium enthaltendes Metallocen enthält, zusammen mit einem
Cokatalysator, wie Aluminoxan, polymerisiert. Andere verwendbare Polymere werden
in der EP-A-317262 beschrieben. In Betracht kommen auch hydrierte Polymere und Copolymere
von Styrol und Dicyclopentadien.
Beim Lösen in einem inerten Kohlenwasserstoff, wie einem aliphatischen
oder aromatischen Kohlenwasserstoff, wird der Metallocenkatalysator aktiviert. So
wird der Metallocenkatalysator beispielsweise zur Voraktivierung und Vorreaktion
in dem Lösungsmittel in Toluol gelöst.
Die wichtigen Merkmale des COC sind Erweichungspunkt, Schmelzpunkt,
Viskosität, dielektrische Eigenschaften, Anti-Offset-Fenster und Transparenz.
Die folgenden Einstellungen können vorteilhafterweise durchgeführt werden:
Wahl von Monomeren/Comonomeren, Verhältnis von Comonomeren im Copolymer, Molekulargewicht,
Molekulargewichtsverteilung, Hybridpolymere, Blends und Additive.
Das Molverhältnis des acyclischen Olefins und des Cycoolefins,
die für die Umsetzung eingetragen werden, kann je nach dem gewünschten
Polyolefinharz mit cyclischer Struktur stark variiert werden. Dieses Verhältnis
wird vorzugsweise auf 50:1 bis 1:50 und besonders bevorzugt 20:1 bis 1:20 eingestellt.
Wenn es sich bei den für die Umsetzung eingetragenen Copolymerkomponenten
um insgesamt zwei Verbindungen, nämlich Ethylen als acyclisches Olefin und
Norbornen als Cycloolefin, handelt, wird die Glasübergangstemperatur (Tg) des
cyclischen Polyolefinharzes durch ihre Eintragsverhältnisse stark beeinflußt.
Bei Erhöhung des Norbornengehalts nimmt im allgemeinen auch die Tg zu. So kann
beispielsweise bei einem Anteil an eingetragenem Norbornen von ungefähr 60
Gew.-% die Tg etwa 60 bis 70°C betragen.
Die physikalischen Eigenschaften, wie das zahlenmittlere Molekulargewicht,
werden nach literaturbekannten Methoden eingestellt.
Bei dem farblosen, transparenten, sehr lichtdurchlässigen Polyolefin
mit cyclischer Struktur, das bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann
es sich um eine Mischung aus einem niederviskosen Harz mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht, bestimmt durch GPC, von weniger als 7 500, vorzugsweise 1 000
bis weniger als 7 500 und besonders bevorzugt 3 000 bis weniger als 7 500, einem
gewichtsmittleren Molekulargewicht, bestimmt durch GPC, von weniger als 15 000,
vorzugsweise 1 000 bis weniger als 15 000 und besonders bevorzugt 4 000 bis weniger
als 15 000, einer intrinsischen Viskosität (i.v.) von weniger als 0,25 dl/g
und einer Tg von vorzugsweise weniger als 70°C und einem hochviskosen Harz
mit einem zahlenmittlere Molekulargewicht, bestimmt durch GPC, von 7 500 oder mehr
und vorzugsweise 7 500 bis 50 000, einem gewichtsmittleren Molekulargewicht, bestimmt
durch GPC, von 15 000 oder mehr und vorzugsweise 50 000 bis 500 000 und einer i.v.
von 0,25 dl/g oder mehr handeln. Alternativ dazu kann das Polyolefinharz eine Molekulargewichtsverteilung
mit einem einzigen Peak aufweisen und eine Harzfraktion mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht von weniger als 7 500 und eine Harzfraktion mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht von 7 500 oder mehr enthalten. Alternativ dazu kann das Polyolefinharz
zwei oder mehr Peaks aufweisen, worin seine Harzfraktion, die mindestens einen dieser
Peaks aufweist, ein zahlenmittleres Molekulargewicht von weniger als 7 500 aufweist,
und eine Harzfraktion, die den anderen Peak aufweist, ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von 7 500 oder mehr aufweist. Die hier aufgeführten Harzfraktionen beziehen
sich auf die jeweiligen Harzkomponenten vor dem Mischen, wenn das Polyolefinharz
mit cyclischer Struktur aus einer Mischung von verschiedenen Komponenten besteht,
wie solchen mit verschiedenem zahlenmittleren Molekulargewicht; ansonsten beziehen
sie sich auf Harzteilmengen, die durch Fraktionierung des Syntheseendprodukts mit
geeigneten Mitteln, wie GPC, gebildet werden. Wenn diese Fraktionen monodispers
oder annähernd monodispers sind, entspricht ein Mn von 7 500 nahezu einem Mw
von 15 000.
Das hochmolekulare/niedermolekulare Polyolefinharz mit cyclischer
Struktur weist die obigen zahlenmittleren Molekulargewichte Mn, gewichtsmittleren
Molekulargewichte Mw und intrinsischen Viskositäten i.v. auf. Somit beträgt
das als Maß für den Dispersionsgrad der Molekulargewichtsverteilung verwendete
Verhältnis Mw/Mn nur 1 bis 2,5, nämlich ein monodisperser oder annähernd
monodisperser Zustand. Daher kann ein Toner mit schneller Wärmeansprechung
und hoher Fixierungsfestigkeit hergestellt werden. Dieses Polyolefinharz ermöglicht
nicht nur eine Fixierung bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck, sondern trägt
auch zur Lagerstabilität, zur Schutzwirkung gegen verbrauchten Toner und zu
den elektrischen Stabilitätseigenschaften, wie einheitlicher Ladungsverteilung
oder konstanter Ladungseffizienz oder Effizienz bei der Eliminierung von Statik,
bei. Insbesondere wenn das niederviskose Harz monodispers oder nahezu monodispers
ist, zeigt der resultierende Toner bessere Wärmeansprecheigenschaften, wie
sofortiges Schmelzen oder Festwerden.
Das hochviskose/niederviskose Polyolefinharz mit cyclischer Struktur
ist außerdem farblos, transparent und sehr lichtdurchlässig. So wurde
beispielsweise das Azopigment Permanent Rubin F6B (Hoechst AG) zu dem Harz gegeben,
wonach die Mischung gründlich geknetet und dann auf einer Presse zu einem Flächengebilde
geformt wurde. Es wurde bestätigt, daß dieses Flächengebilde sehr
transparent war. Daher weist das Harz eine ausreichende Verwendbarkeit für
einen Farbtoner auf. Messungen nach der GSC-Methode haben gezeigt, daß dieses
Polyolefinharz eine sehr niedrige Schmelzwärme benötigt. Somit ist eine
beträchtliche Verringerung des Energieverbrauchs für die Fixierung zu
erwarten.
Das hochviskose Polyolefinharz mit cyclischer Struktur hat ebenfalls
die oben aufgeführten Eigenschaften; somit verleiht es dem Toner im Gegensatz
zu dem niederviskosen Polyolefinharz Strukturviskosität, wodurch der offsetverhindernde
Effekt und die Haftung auf einem Kopiermedium, wie Papier oder Folie, verbessert
wird.
Wenn die Einsatzmenge des hochviskosen Harzes 50 Gew.-% oder mehr,
bezogen auf das gesamte Bindemittelharz, beträgt, verschlechtert
sich die einheitliche Verknetung drastisch, was die Leistungsfähigkeit des
Toners beeinträchtigt. Das bedeutet, daß ein hochwertiges Bild, d. h.
ein scharfes Bild mit hoher Fixierungsfestigkeit und hervorragender Wärmeansprechung,
nicht erhältlich ist.
In dem erfindungsgemäßen Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch
geladenen Bilds enthält das Bindemittelharz mindestens das Polyolefinharz mit
cyclischer Struktur, wobei als Polyolefinharz die Polyolefinharze mit niedriger
Viskosität und hoher Viskosität verwendet werden. Daher deckt der offsetfreie
Temperaturbereich die Hochtemperaturseite und die Niedertemperaturseite ab, die
Fixierungseigenschaften durch Schnellkopieren werden verbessert, und die Fixierungseigenschaften
bei niedrigen Temperaturen und niedrigen Drücken werden verbessert.
Das niederviskose Polyolefinharz mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht
von weniger als 7 500 trägt zur Verbreiterung des offsetfreien Temperaturbereichs
auf der Niedertemperaturseite bei. Das hochviskose Polyolefinharz mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht von 7 500 oder mehr trägt dagegen zur Verbreiterung des offsetfreien
Temperaturbereichs auf der Hochtemperaturseite bei. Zur effizienteren Verbreiterung
des offsetfreien Temperaturbereichs auf der Hochtemperaturseite liegt daher vorzugsweise
ein hochviskoses Polyolefinharz mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 20
000 oder mehr vor. Die Anteile der Polyolefinharze mit cyclischer Struktur mit einem
zahlenmittleren Molekulargewicht von weniger als 7 500 und 7 500 oder mehr, die
in dem gesamten Bindemittelharz enthalten sind, betragen vorzugsweise jeweils 0,5
Gewichtsteile oder mehr, besonders bevorzugt 5 Gewichtsteile oder mehr, bezogen
auf 100 Gewichtsteile des gesamten Bindemittelharzes. Wenn der Gehalt jedes Polyolefinharzes
unter 0,5 Gewichtsteilen liegt, ist es schwierig, einen für die praktische
Verwendung geeigneten breiten offsetfreien Temperaturbereich zu erhalten.
In dem Fall, daß das Polyolefinharz mit cyclischer Struktur aus
dem niederviskosen Polyolefinharz mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von
weniger als 7 500 und dem hochviskosen Polyolefinharz mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht von 25 000 oder mehr besteht, wird zur Verbesserung der Verträglichkeit
dieser nieder- und hochviskosen Polyolefinharzkomponenten ein mittelviskoses Polyolefinharz
mit cyclischer Struktur mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 7 500 oder
mehr, aber weniger als 25 000 zugegeben. Es wurde gefunden, daß durch diese
Zugabe ein kontinuierlicher offsetfreier Bereich erhalten werden kann.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist somit auch mit anderen Worten das Bindemittelharz, das mindestens ein Polyolefinharz
mit cyclischer Struktur enthält, wobei das Polyolefinharz Harze oder Harzfraktionen
mit drei Molekulargewichtsbereichen, ausgedrückt durch das zahlenmittlere Molekulargewicht
(Mn), bestimmt durch GPC, von weniger als 7 500, 7 500 oder mehr, aber weniger als
25 000 und 25 000 oder mehr enthält. Bei den die jeweiligen Molekulargewichtsbereiche
bildenden Harzfraktionen kann es sich um ein Harz mit einer Molekulargewichtsverteilung
mit einem oder zwei Peaks handeln, das in Fraktionen mit den drei als Mn ausgedrückten
Molekulargewichtsbereichen aufgeteilt werden kann. Alternativ dazu kann es sich
bei den die jeweiligen Molekulargewichtsbereiche bildenden Harzfraktionen um eine
Mischung von Harzen mit Molekulargewichtsverteilungen mit drei oder mehr Peaks handeln,
die in jedem der obigen Molekulargewichtsbereiche mindestens einen Molekulargewichtspeak
aufweisen.
Der Anteil des mittelviskosen Polyolefinharzes bzw. der mittelviskosen
Polyolefinharzfraktion zur Verbesserung der Verträglichkeit beträgt vorzugsweise
1 Gewichtsteil oder mehr und vorzugsweise 5 Gewichtsteile oder mehr; bezogen auf
100 Gewichtsteile des Bindemittelharzes.
Bei der vorliegenden Erfindung wird mit einem Toner mit einer Mischung
aus dem Polyolefinharz, die sich aus Harzen oder Harzfraktionen mit einem Mn von
weniger als 7 500 und einem Mn von 7 500 oder mehr zusammensetzt, und einem anderen
Harz als Bindemittelharz ebenfalls ein hochwertiges Bild, d. h. ein scharfes Bild
mit hoher Fixierungsfestigkeit, erhalten. Das andere Harz bezieht sich auf ein Polyesterharz,
ein Epoxydharz, ein Polyolefinharz, ein Vinylacetatharz, ein Vinylacetat-Copolymerharz,
ein Styrol-Acrylat-Harz und andere Acrylatharze oder eine Mischung oder ein Hybridpolymer
von beliebigen der oben aufgeführten Polyolefine. Die Anteile des Polyolefinharzes
mit cyclischer Struktur und des anderen Harzes, die in dem Bindemittelharz verwendet
werden, betragen 1 bis 100 Gewichtsteile, vorzugsweise 20 bis 90 Gewichtsteile und
besonders bevorzugt 50 bis 90 Gewichtsteile des ersteren und 99 bis 0 Gewichtsteile,
vorzugsweise 80 bis 10 Gewichtsteile und besonders bevorzugt 50 bis 10 Gewichtsteile
des letzteren, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Bindemittelharzes. Wenn die Menge
des ersteren Harzes weniger als 1 Gewichtsteil beträgt, wird es schwierig,
eine hochwertiges Bild zu erhalten.
Durch Einführung von Carboxylgruppen in das Polyolefinharz mit
cyclischer Struktur kann dessen Verträglichkeit mit dem anderen
Harz und die Dispergierbarkeit des Pigments verbessert werden. Ferner kann die Haftung
auf Papier oder Folie, einem Kopiermedium, verbessert werden, was zu erhöhter
Fixierbarkeit führt. Bevorzugt ist ein zweistufiges Reaktionsverfahren, bei
dem man zunächst das Polyolefinharz mit cyclischer Struktur polymerisiert und
danach Carboxylgruppen einführt.
Zur Einführung der Carboxylgruppen in das Harz stehen mindestens
zwei Verfahren zu Verfügung. Bei einem Verfahren wird eine Alkylgruppe, wie
Methyl, am Ende des Harzes durch Luftoxidation in der Schmelze oxidiert und in eine
Carboxylgruppe umgewandelt. Mit diesem Verfahren weist jedoch das unter Verwendung
eines Metallocenkatalysators synthetisierte Polyolefinharz mit cyclischer Struktur
nur wenige Verzweigungen auf, was es schwierig macht, viele Carboxylgruppen in dieses
Harz einzuführen. Bei dem anderen Verfahren gibt man ein Peroxid zu dem Harz
und setzt Maleinsäureanhydrid oder einen anderen Ester und Esterderivate, Amide
und andere polare ungesättigte Verbindungen mit dem resultierenden Radikalteil
um. Mit diesem Verfahren ist es theoretisch möglich, viele Carboxylgruppen
in das Harz einzuführen. Aber ein erhöhter Einführungsanteil führt
zu einer Vergilbung des Harzes, was seine Transparenz schlecht macht. Bei Beschränkung
der Verwendung des Produkts auf einen Toner ist daher die Einführung von 1
bis 15 Gew.-% Maleinsäureanhydrid, bezogen auf das Harz, bevorzugt. Die gleiche
Verbesserung ist durch Einführung von Hydroxylgruppen oder Aminogruppen nach
einem bekannten Verfahren erhältlich.
Zur Verbesserung der Fixierbarkeit des Toners kann man eine vernetzte
Struktur in das Polyolefinharz mit cyclischer Struktur einführen. Bei einem
der Verfahren zur Einführung dieser vernetzten Struktur gibt man zusammen mit
dem acyclischen Olefin und dem Cycloolefin ein Dienmonomer, wie Norbornadien oder
Cyclohexadien, zu und bringt das System dann zur Reaktion, wodurch man ein terpolymeres
Polyolefinharz mit cyclischer Struktur erhält. Im Ergebnis dieses Verfahrens
weist das Harz auch ohne Vernetzungsmittel eine Aktivität zeigende Endgruppe
auf. Eine bekannte chemische Reaktion, wie Oxidation oder Epoxidation, oder die
Zugabe eines Vernetzers zur Bildung einer vernetzten Struktur führt zum Funktionieren
des Harzes.
Bei einem anderen Verfahren versetzt man das Polyolefinharz mit cyclischer
Struktur und darin eingeführten Carboxylgruppen mit einem Metall, wie Zink,
Kupfer oder Calcium, und vermischt und schmilzt die Mischung dann mit einer Schnecke
oder dergleichen zum einheitlichen Dispergieren des Metalls in Form von feinen Teilchen
in dem Harz auf, was ein Ionomer mit vernetzter Struktur ergibt. Bezüglich
einer Technologie zu einem derartigen Isomer wird beispielsweise in der US-PS 4,693,941
ein Terpolymer von Ethylen mit Carboxylgruppen offenbart, das bei einem Versuch
zur Erzielung von Zähigkeit nach teilweiser oder vollständiger Neutralisation
die Form eines Salzes eines zweiwertigen Metalls annehmen kann. In der im Patentblatt
offiziell veröffentlichten Patentschrift 500348/94 wird ein Polyesterharz-Formkörper
beschrieben, der ein für den gleichen Zweck vorgesehenes Ionomer einer ungesättigten
Carbonsäure enthält, in welchem etwa 20 bis 80% der Carbonsäuregruppen
mit Zink, Kobalt, Nickel, Aluminium oder Kupfer(II) neutralisiert sind.
In dem erfindungsgemäßen Toner wird ein bekanntes funktionsverleihendes
Mittel zur Verbesserung des offsetverhindernden Effekts verwendet. Zur weiteren
Verbesserung dieser Leistung hat sich die Zugabe von Wachs als effektiv erwiesen.
Als polares Wachs kann mindestens ein unter Amidwachs, Carnaubawachs, höheren
Fettsäuren und deren Estern, Metallseifen höherer Fettsäuren, teilverseiften
höheren Fettsäureestern und höheren aliphatischen Alkoholen ausgewähltes
Wachs als funktionsverleihendes Mittel verwendet werden. Als unpolares Wachs kann
mindestens ein unter Polyolefinwachs und Paraffinwachs ausgewähltes Wachs als
funktionsverleihendes Mittel verwendet werden.
Das polare Wachs kann wegen der Differenz zwischen Polarität
und Unpolarität als externes Gleitmittel für das Polyolefinharz, bei dem
es sich um ein unpolares Harz handelt, fungieren. Das unpolare Wachs kann hauptsächlich
wegen der leichten Oberflächenmigration infolge seines geringen Molekulargewichts
als externes Gleitmittel fungieren und so zu verbesserten offsetfreien Eigenschaften
beitragen.
Der erfindungsgemäße Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch
geladenen Bilds ist durch Zugabe eines Farbmittels, eines Ladungssteuermittels,
eines funktionsverleihenden Mittels und gewünschtenfalls anderer Additive zu
dem obigen Bindemittelharz und Durchführung bekannter Verfahren, wie Extrusion,
Kneten, Mahlen und Klassieren, erhältlich. Ferner werden ein Fließmittel
und ein Gleitmittel zugegeben.
Bei dem Farbmittel kann es sich um ein bekanntes Farbmittel handeln,
wie Ruß, Diazogelb, Phthalocyaninblau, Chinacridon, Carmin 6B, Monoazorot oder
Perylen.
Beispiele für das Ladungssteuermittel sind bekannte Ladungssteuermittel,
wie Nigrosinfarbstoffe, fettsäuremodifizierte Nigrosinfarbstoffe, metallisierte
Nigrosinfarbstoffe, metallisierte fettsäuremodifizierte Nigrosinfarbstoffe,
Chromkomplexe der 3,5-Di-tert.-butylsalicylsäure, quaternäre Ammoniumsalze,
Triphenylmethanfarbstoffe und Azochromkomplexe.
Dem erfindungsgemäßen Toner können ferner ein Fließmittel,
wie kolloidales Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder Titanoxid, und ein ein Fettsäuremetallsalz,
wie Bariumstearat, Calciumstearat oder Bariumlaurat, umfassendes Gleitmittel zugegeben
werden.
Der erfindungsgemäße Toner kann als magnetischer Einkomponenten-Trockentoner,
nichtmagnetischer Einkomponenten-Trockentoner, Zweikomponenten-Trockentoner oder
polymerisierter Trockentoner verwendet werden.
Die vorliegende Erfindung ist auf einen Kopierer, einen Drucker, eine
Faxmaschine und einen schnellen elektrophotografischen Drucker anwendbar. Die Erfindung
ist auch als Vollfarbtoner in einem Farbkopierer, einem Farblaserkopierer und einem
Farblaserdrucker anwendbar.
Beispiele
Die vorliegende Erfindung wird nun anhand von Beispielen und Vergleichsbeispielen
ausführlicher beschrieben.
Die physikalischen Eigenschaften des bei der Erfindung verwendeten
Polyolefinharzes mit cyclischer Struktur werden nach den folgenden Methoden bestimmt:
GPC-Bedingungen zur Bestimmung des Molekulargewichts
Molekulargewichtumrechnungsmethode: Standardmäßiges Polyethylen verwendet.
Verwendete Säule: JORDI-SÄULE 500 × 10 LINEAR
Mobile Phase: 1,2-Dichlorbenzol (135°C) (Durchflußrate 0,5 ml/min)
Detektor: Differentialrefraktometer
Verfahren zur Bestimmung der intrinsischen Viskosität: Inhärente Viskosität
bei 135°C bei einheitlichem Lösen von 1,0 g des Harzes in 100 ml Dekalin
<Tonerherstellungsverfahren 1>Nichtmagnetisches Einkomponenten-Trockensystem und Zweikomponenten-Trockensystem:
1 Gew.-% eines Ladungssteuermittels (Copy Charge NX, Hoechst), 4 Gew.-%
Amidwachs (BNT, Nippon Seika), 0,5 Gew.-% Aerosol-Siliciumdioxid (HDK-H2000, Wacker
Chemie), 5 Gew.-% Magenta-Pigment (Permanent Rubin F6B, Hoechst) als Farbmittel
und 89,5 Gew.-% eines Bindemittelharzes wurden vermischt und auf einem Zweiwalzenstuhl
bei 130°C in der Schmelze geknetet. Dann wurde die Mischung zur Verfestigung
abgekühlt und grob zerstoßen, wonach die Teilchen auf einer Strahlmühle
fein verteilt wurden. Die erhalten feinen Teilchen wurden zur Selektion von Teilchen
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von etwa 10 &mgr;m klassiert,
wodurch ein Toner hergestellt wurde.
40 Gew.-% eines Magnetpulvers (BL100, Titanium Industry), 1 Gew.-%
eines Ladungssteuermittels (Copy Charge NX, Hoechst), 4 Gew.-% Wachs (BNT, Nippon
Seika), 0,5 Gew.-% Aerosol-Siliciumdioxid (HDK-H2000, Wacker Chemie), 2,0 Gew.-%
Calciumcarbonat (Shiraishi Calcium) als Streckpigment und Strukturviskositätsverbesserer
und 52,5 Gew.-% eines Bindemittelharzes wurden vermischt und auf einem Zweiwalzenstuhl
bei 150°C in der Schmelze geknetet. Dann wurde die Mischung zur Koagulation
abgekühlt und grob zerstoßen, wonach die Teilchen auf einer Strahlmühle
fein verteilt wurden. Die erhaltenen feinen Teilchen wurden zur Selektion von Teilchen
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von etwa 10 &mgr;m klassiert,
wodurch ein Toner hergestellt wurde.
1 Gew.-% eines Ladungssteuermittels (Copy Charge NX, Hoechst), 4 Gew.-%
Wachs (BNT, Nippon Seika), 0,5 Gew.-% Aerosol-Siliciumdioxid (HDK-H2000, Wacker
Chemie) und 5 Gew.-% Magenta-Pigment (Permanent Rubin F6B, Hoechst) als Farbmittel
wurden mechanisch dispergiert und 89,5 Gew.-% eines Bindemittelharzes zum Zeitpunkt
der Polymerisation des Bindemittelharzes entsprechenden Monomerkomponenten beigemischt.
Die Mischung wurde zu Teilchen mit einem mittleren Teilchendurchmesser von etwa
10 &mgr;m grenzflächenpolymerisiert, wodurch ein Toner hergestellt wurde.
Tabelle 1
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Die grundlegenden Eigenschaften des bei der vorliegenden Erfindung
verwendeten Polyolefinharzes mit cyclischer Struktur sind in Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2 Grundlegenden Eigenschaften
Tg: Glasübergangstemperatur
Bei Probe Nr. 1 (MT845), Nr. 2 (MT854) und Nr. 9 (MT849) handelt es
sich um Polyolefinharze mit cyclischer Struktur mit niedriger Viskosität, hoher
Viskosität bzw. mittlerer Viskosität.
Probe Nr. 3 (T-745'-MO): hergestellt durch Umsetzung von Probe Nr.
10 (T-745), einem Ethylen-Norbornen-Bipolymer, mit einem Peroxid und 7 Gew.-% Maleinsäureanhydrid,
bezogen auf T-745, zur Einführung von Carboxylgruppen.
Probe Nr. 5 (T-745'-CL): hergestellt durch Neutralisation von etwa
70% der Carboxylgruppen von Probe Nr. 3 (T-745'-MO), welche darin eingeführte
Carboxylgruppen aufweist, mit Zink zur Umwandlung in ein Ionomer.
Die nach den obigen Tonerherstellungsverfahren 1, 2 und 3 hergestellten
Toner wurden jeweils in einen im Handel erhältlichen elektrophotographischen
Kopierer (PC100, Canon Inc.) eingebracht und einer Leistungsprüfung unterworfen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt.
In den Beispielen 1-8 und den Vergleichsbeispielen 1 und 2 werden
zwei Verfahren für Tonerherstellung verwendet. Die Tonerformulierung und das
Harzgerüst sind jedoch gleich, so daß die Ergebnisse der Auswertungspunkte
die gleichen sind.
Auswertungsverfahren und Auswertungskriterien1) Fixierbarkeit
Die mit den jeweiligen Formulierungen hergestellten Toner wurden jeweils
zum Kopieren auf Recyclingpapier mit einer Kopierrate von 10 Kopien/min bei einer
Fixierungstemperatur von 110 bis 140°C verwendet, wobei die Fixierungstemperatur
bei jedem Kopierzyklus um 10°C erhöht wurde. Die erhaltenen Kopieproben
wurden mit Hilfe eines Abriebprüfgeräts von Southernland zehnmal mit einem
Radierer gerieben. Die Belastung während der Prüfung betrug 40 g/cm2.
An den geprüften Proben wurde die Bedruckungsdichte mit Hilfe eines Macbeth-Reflexionsdensitometers
gemessen. Die Zuordnung des Symbols X erfolgte, wenn auch nur einer der Meßwerte
bei den jeweiligen Temperaturen weniger als 65% betrug. Die Zuordnung des Symbols
&rgr; erfolgte, wenn die Meßwerte bei den jeweiligen Temperaturen 65% oder
mehr, aber weniger als 75% betrugen. Die Zuordnung des Symbols
erfolgte, wenn die Meßwerte bei den jeweiligen Temperaturen 75% oder mehr,
aber weniger als 85% betrugen. Die Zuordnung des Symbols
erfolgte, wenn die Meßwerte bei den jeweiligen Temperaturen 85% oder mehr
betrugen.
2) Bildschärfe
Die mit den jeweiligen Formulierungen hergestellten Toner wurden zum
Kopieren auf Recyclingpapier verwendet. Die erhaltenen Proben wurden mit Probebildern
von Data Quest verglichen. Als Grundlage für die Auswertung dienten das Auflösungsvermögen
für dünne Linien und die Grauskala des Kopiebilds. Die Zuordnung des Symbols
X erfolgte bei einem Auflösungsvermögen für dünne Linien von
200 Punkten/Zoll oder weniger, &rgr; bei einem Auflösungsvermögen für
dünne Linien von 201 bis 300 Punkten/Zoll und
bei einem Auflösungsvermögen für dünne Linien von 301 Punkten/Zoll
oder mehr. Das Verhältnis der Reflexionsdichte des Kopiebilds zur Reflexionsdichte
des Probebilds bei jeder Stufe der Grauskala erhielt die Bewertung X bei einem Wert
von weniger als 65%, &rgr; bei einem Wert von 65% oder mehr, aber weniger als
75%, und
bei einem Wert von 75% oder mehr.
3) Lichtdurchlässigkeit
Die mit den Formulierungen der Beispiele und der Vergleichsbeispiele
hergestellten magentafarbenen Toner wurden jeweils zur Herstellung von 100 &mgr;m
dicken flächigen Proben verwendet. Die Lichtdurchlässigkeit jeder flächigen
Probe wurde mit einem optischen Filter mit einem Peak bei 624 nm bestimmt. Die Lichtdurchlässigkeit
bei 624 nm erhielt die Bewertung X bei einem Wert von weniger als 8%, &rgr; bei
einem Wert von weniger 8% oder mehr, aber weniger als 11%, und
bei einem Wert von weniger 11% oder mehr.
4) Schutzwirkung gegen verbrauchten Toner
Der in jedem der Beispiele und der Vergleichsbeispiele beschriebene
Toner und ein Ferrit-Träger von Powdertech wurden in vorgegebenen Mengen in
einen Entwicklerkasten eingebracht. Nach einer Woche Rühren und triboelektrischer
Behandlung der Mischung wurden 5 g des Trägers mit darauf abgeschiedenem Toner
angewogen. Dieser Träger mit darauf abgeschiedenem Toner wurde in Seifenwasser
eingebracht, um den elektrostatisch an der Oberfläche haftenden Toner zu entfernen.
Mit einem Magneten wurde nur das magnetische Trägerpulver abgezogen. Das Magnetpulver
wurde in Aceton getaucht, um den mit der Oberfläche verschmolzenen verbrauchten
Toner aufzulösen und zu entfernen. Eine Gewichtsänderung nach Eintauchen
im Vergleich zum Gewicht vor dem Eintauchen erhielt die Bewertung
bei einem Wert von weniger 0,2%, &rgr; bei einem Wert von 0,2% oder mehr, aber
weniger als 0,5%, und X bei einem Wert von 0,5% oder mehr.
5) Offsetfreie Eigenschaften
Die mit den jeweiligen Formulierungen hergestellten Toner wurden jeweils
zum Kopieren auf Recyclingpapier bei einer Kopierate von 10 Kopien/min und einer
Fixierungstemperatur von 90 bis 180°C verwendet, wobei die Fixierungstemperatur
bei jedem Kopierzyklus um 10°C erhöht wurde. Die Bedruckungsdichte der
Nichtbildbereiche der erhaltenen Proben wurde mit Hilfe eines Macbeth-Reflexionsdensitometers
bestimmt. Die Bedruckungsdichte von 0,2 oder mehr (Bedruckungsdichte von Papier
= 0,15) repräsentierte einen offsetfreien Zustand. Die Differenz zwischen der
oberen und unteren Grenztemperatur im offsetfreien Zustand erhielt die
Bewertung X bei einem Wert von 0°C, &rgr; bei einem Wert von 1 bis 20°C,
bei einem Wert von 21 bis 40°C und
bei einem Wert von mehr als 40°C.
Anspruch[de]
Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds, enthaltend
ein Bindemittelharz, ein Farbmittel, ein funktionsverleihendes Mittel und ein Ladungssteuermittel,
wobei das Bindemittelharz mindestens ein Polyolefinharz mit cyclischer Struktur
enthält, welches aus einem Harz oder einer Harzfraktion mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht (Mn), bestimmt durch GPC, von weniger als 7 500 und einem Harz
oder einer Harzfraktion mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 7 500 oder
mehr besteht und in dem Polyolefinharz mit cyclischer Struktur ein Harz oder eine
Harzfraktion mit einer intrinsischen Viskosität (i.v.) von 0,25 dl/g oder mehr
und einem zahlenmittleren Molekulargewicht (Mn) von 7 500 oder mehr und einem gewichtsmittleren
Molekulargewicht (Mw) von 15 000 oder mehr, bestimmt nach der GPC-Methode, in einem
Anteil von weniger als 50 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Bindemittelharz, enthalten
ist.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach Anspruch
1, wobei das Bindemittelharz aus 1 bis 100 Gewichtsteilen des Polyolefinharzes mit
cyclischer Struktur und 99 bis 0 Gewichtsteilen eines anderen Harzes, umfassend
ein Polyesterharz, ein Epoxydharz, ein Polyolefinharz, ein Vinylacetatharz, ein
Vinylacetat-Copolymerharz, ein Styrol-Acrylat-Harz und ein anderes Acrylatharz,
eine Mischung, Hybridpolymere oder Blends von beliebigen dieser Harze, besteht.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach Anspruch
1 oder 2, wobei das Polyolefinharz mit cyclischer Struktur mindestens eine polare
funktionelle Gruppe aufweist.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach Anspruch
3, wobei das Polyolefinharz mit cyclischer Struktur mindestens eine unter einer
Carboxylgruppe, einer Hydroxylgruppe und einer Aminogruppe ausgewählte polare
funktionelle Gruppe aufweist.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, wobei es sich bei dem Polyolefinharz mit cyclischer
Struktur um ein Ionomer handelt.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Polyolefinharz mit cyclischer Struktur eine
vernetzte Struktur aufweist.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach Anspruch
6, bei dem das Polyolefinharz eine durch ein Dien, einen Ester, ein Amid, ein Sulfid
oder einen Ether vernetzte Struktur aufweist.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach einem
der Ansprüche 1 bis 7, wobei als funktionsverleihendes Mittel mindestens ein
polares Wachs verwendet wird.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach Anspruch
8, wobei als funktionsverleihendes Mittel mindestens ein unter Amidwachs, Carnaubawachs,
höheren Fettsäuren und deren Estern, Metallseifen höherer Fettsäuren,
teilverseiften höheren Fettsäureestern oder höheren aliphatischen
Alkoholen ausgewähltes polares Wachs verwendet wird.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach einem
der Ansprüche 1 bis 7, wobei als funktionsverleihendes Mittel mindestens ein
unpolares Wachs verwendet wird.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach Anspruch
10, wobei als funktionsverleihendes Mittel mindestens ein unter Polyolefinwachs
oder Paraffinwachs ausgewähltes unpolares Wachs verwendet wird.Toner zur Entwicklung eines elektrostatisch geladenen Bilds nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, wobei das das Bindemittelharz bildende Polyolefinharz
mit cyclischer Struktur Harze oder Harzfraktionen mit drei oder mehr Molekulargewichtsbereichen,
ausgedrückt durch ein zahlenmittleres Molekulargewicht (Mn), bestimmt durch
GPC, von weniger als 7 500 oder mehr, aber weniger als 25 000 oder mehr, enthält.