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Dokumentenidentifikation DE69837139T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000957056
Titel Verstellbare Schneidleiste für einen Falzapparat einer Rollenrotationsdruckmaschine
Anmelder Goss International Corp., Bolingbrook, Ill., US
Erfinder Graag, David N., Westmont, Illinois 60559, US
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69837139
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, LI, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.08.1998
EP-Aktenzeichen 981162555
EP-Offenlegungsdatum 17.11.1999
EP date of grant 21.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B65H 45/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B65H 35/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schneidleiste zur Verwendung in einer Falzmaschine für eine Rotationsdruckmaschine. Mehr im einzelnen bezieht sich die Erfindung auf eine Schneidleiste, die ein Paar einstellbarer Schneideklingen aufweist, um eine Papierbahn in gleiche oder ungleiche Schnittlängen zuzuschneiden.

Hintergrund der Erfindung

Bei Falzmaschinen für eine Rotationsdruckmaschine ist eine insgesamt zylindrische Schneidetrommel, die ein Paar Schneideklingen aufweist, neben einer Falztrommel angeordnet. Die Klingen der Schneidetrommel schneiden eine Papierbahn, auf der eine Abbildung aufgedruckt ist, in Abschnitte mit einer vorbestimmten Länge, die dann von der Falztrommel auf eine Art und Weise gefalzt werden, die in der Technik allgemein bekannt ist.

Die Schneidetrommeln sind bevorzugt einstellbar, wobei sie es möglich machen, die Falzmaschine in zwei Betriebsarten, zu betreiben, nämlich im "Geradeaus"- und im "Sammel"-Betrieb. Wenn die Druckpresse im Geradeausbetrieb betrieben wird, dann sind die Klingen der Schneidetrommel einander gegenüberliegend an der Schneidetrommel angeordnet. Somit schneidet die Schneidetrommel zwei Papierabschnitte mit gleicher Länge pro Umdrehung. Die Abschnitte haben eine identische Abbildung, was einen kontinuierlichen Lauf ermöglicht. Wenn man, im Vergleich dazu, im "Sammel"-Betrieb arbeitet, dann ist eine der Klingen der Schneidetrommel in Umfangsrichtung bewegt, was es der Schneidetrommel ermöglicht, einen längeren Abschnitt und einen kürzeren Abschnitt pro Umdrehung abzuschneiden. Die Abschnitte, auf denen unterschiedliche Abbildungen aufgedruckt sind, werden dann vor dem Falzen gesammelt, was somit einen kontinuierlichen Lauf verhindert.

Eine Vielfalt von Vorrichtungen wurden verwendet, um eine Vorkehrung für die Einstellung der Schneideklingen zu treffen. Ein solcher Versuch ist es, die Position der Klingen dadurch einzustellen, daß man ein oder mehrere Distanzstücke verwendet. Die Position der Klinge wird dann dadurch festgelegt, daß man einen Keil verwendet, um die Klinge an Ort und Stelle festzulegen. Unglücklicherweise muß zum Einstellen der Position der Klingen die Druckpresse angehalten werden, und die Keile und Distanzstücke müssen entnommen und wieder eingebaut werden. Ein solches System ist arbeitsintensiv, hat einen hohen Zeitverbrauch und gestattet auch nicht die stufenlose Einstellung der Schneideklingen.

Eine andere Vorrichtung aus dem Stand der Technik ist im US-Patent Nr. 5 017 184 offenbart, das für Takahori et al. erteilt wurde, und auf dessen Grundlage der Oberbegriff des Anspruchs 1 entworfen wurde. Die Takahori-Vorrichtung verwendet einen äußeren Zylinder, der eine erste Schneideklinge aufweist, und einen inneren Zylinder, der innerhalb des äußeren Zylinders untergebracht ist, relativ zu diesem drehbar ist und eine zweite Schneideklinge aufweist, die aus einem Spalt im äußeren Zylinder hervorsteht. Unglücklicherweise ist, zusätzlich zu anderen Nachteilen, der Bereich der Einstellbarkeit infolge der Konstruktion des inneren/äußeren Zylinders eingeschränkt.

Demgemäß liegt ein Erfordernis für eine verbesserte Schneidleiste zur Verwendung mit einer Falzmaschine für eine Rotationsdruckpresse vor.

Zusammenfassung der Erfindung

Eine verbesserte, einstellbare Schneidleiste nach der vorliegenden Erfindung hat einstellbare Klingen, die beweglich sind, so daß sie zueinander in Umfangsrichtung einstellbar sind, um das Zuschneiden von Papierabschnitten mit der selben Länge oder unterschiedlichen Längen zu gestatten. Die Schneidetrommel der vorliegenden Erfindung ermöglicht es, daß die relative Position der Schneideklingen rasch mit einem Minimum an Standzeit und/oder Arbeit einstellbar ist, und ermöglicht es den Klingen, stufenlos eingestellt zu werden. Außerdem gestattet es die vorliegende Ausgestaltung den Schneideklingen, über einen sehr weiten Bereich eingestellt zu werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt eine einstellbare Schneidleiste einer Falzmaschine für eine Rotationsdruckmaschine eine drehbare Welle, die an einem Rahmen getragen ist, sowie eine erste Schneideklinge, die an der Welle zur gemeinsamen Drehung mit der Welle angebracht ist. Eine zweite Schneideklinge ist an der Welle drehbar angebracht, um eine Umfangsbewegung der zweiten Schneideklinge relativ zur ersten Schneideklinge um die Achse der Welle zu gestatten. Ein Antriebssystem ist wirkungsmäßig mit der ersten und der zweiten Schneideklinge verbunden und dreht die beiden Schneideklingen um die Achse der Welle mit einer gemeinsamen Umfangsgeschwindigkeit. Das Antriebssystem umfaßt eine Antriebswelle mit einem ersten und zweiten Antriebs-Zahnrad, ein erstes angetriebenes Zahnrad, das mit der Welle verbunden ist und in das erste Antriebs-Zahnrad eingreift, und ein zweites, angetriebenes Zahnrad, das mit der zweiten Schneideklinge verbunden ist und in das zweite Antriebs-Zahnrad eingreift. Die Antriebswelle ist axial beweglich. Die Position der zweiten Schneideklinge relativ zur ersten Schneideklinge wird in Abhängigkeit von der axialen Bewegung der Antriebswelle geändert.

In Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführung ist jede der Schneideklingen an einer Trägerstange angebracht, und jede der Trägerstangen ist ihrerseits zwischen einem Paar von Endhaltern angebracht. Bevorzugt umfassen die Endhalter einen Sitz zur Aufnahme des Endes der Trägerstange, und jedes der Trägerstangenenden ist am Endhalter durch Befestigungsteile befestigt, die im wesentlichen parallel zur Achse der drehbaren Welle ausgerichtet sind.

Das Antriebssystem umfaßt eine Antriebswelle, die ein Paar Antriebs-Zahnräder hat. Eines der Antriebs-Zahnräder greift in ein angetriebenes Zahnrad ein, das von der drehbaren Welle zur Drehung der ersten Schneideklinge getragen ist, und ein zweites Antriebs-Zahnrad greift in ein angetriebenes Zahnrad ein, das mit der zweiten Schneideklinge verbunden ist. Mindestens eine der Anordnungen aus Antriebs-Zahnrad und angetriebenem Zahnrad umfaßt schrägverzahnte Zahnräder, so daß auf die axiale Bewegung der Antriebswelle hin das schrägverzahnte angetriebene Zahnrad gedreht wird und sich somit die angebrachte Schneideklinge relativ zur anderen Schneideklinge dreht. Die erste und zweite Kombination aus Antriebs-Zahnrad und angetriebenem Zahnrad können beide mit schragverzahnten Zahnrädern mit entgegengesetzter Neigung sein, so daß es beiden Schneideklingen gestattet ist, gleichzeitig in Umfangsrichtung in entgegengesetzten Umfangsrichtungen auf die axiale Einstellung der Antriebswelle hin eingestellt zu werden. Eines der Antriebs-Zahnräder ist bevorzugt an einer Antriebsbuchse durch eine Kupplungsanordnung angebracht, die es dem angetriebenen Zahnrad gestattet, sich relativ zur Antriebsbuchse zu drehen, falls in der Falzmaschine eine Stauung auftritt, wodurch man eine potentielle Beschädigung am Antriebssystem verhindert. Schließlich kann die Position eines der angetriebenen Zahnräder relativ zur Antriebsbuchse unter Verwendung eines Totgang-Einstellmechanismus eingestellt werden, was die Leistung durch Ausräumen des Spiels im Antriebssystem verbessert.

Eine verbesserte Schneidetrommel, die die Merkmale der vorliegenden Erfindung verkörpert, wird die stufenlose Einstellung der Schneideklingen ermöglichen, was es der Falzmaschine gestattet, entweder im Geradeaus- oder im Sammel-Betrieb zu arbeiten, und die Umwechselzeit zwischen den Betriebsarten ist wirksam ausgeräumt. Weitere Ziele, Merkmale und Vorzüge der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann nach der Lektüre der nachfolgenden, detaillierten Beschreibung ohne weiteres ersichtlich.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine bruchstückartige, teilweise geschnittene Ansicht einer Vorrichtung mit einstellbarer Scheidleiste, die die Merkmale der vorliegenden Erfindung verkörpert;

2 ist eine vergrößerte Perspektiv-Teilansicht eines Teils der vorliegenden Schneidleistenvorrichtung unter Abbildung der Trägerstangen, der Endhalter und eines Teils der drehbaren Welle;

3 ist eine vergrößerte Ansicht der Verbindung zwischen einem der angetriebenen Zahnräder und der drehbaren Welle, wobei der Totgang-Einstellmechanismus und der Kupplungsmechanismus abgebildet sind; und

4 ist ein Teilschnitt, der längs Linie 4-4 der 3 vorgenommen wurde.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die hierin beschriebene Ausführung soll nicht den Bereich der Erfindung auf die genaue, offenbarte Form erschöpfen oder einschränken. Die folgende Ausführung wurde gewählt, um die Prinzipien der Erfindung und ihren praktischen Gebrauch am besten zu erläutern, so daß andere Fachleute ihren Lehren folgen können.

Es wird nun auf die Zeichnungen Bezug genommen; eine einstellbare Schneidleiste oder -trommel, die gemäß den Lehren der vorliegenden Erfindung zusammengebaut ist, wird insgesamt durch das Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Schneidetrommel 10 ist bevorzugt zur Verwendung in einer Falzmaschine für eine Rotationsdruckpresse (nicht gezeigt) eingerichtet. Die Schneidetrommel 10 umfaßt eine Welle 12, die am Rahmen 14 durch mehrere Lager 16 drehbar gelagert ist, wie es in der Technik allgemein bekannt ist. Eine erste bzw. zweite Schneideklingenanordnung 18, 20 ist an der drehbaren Welle 12 angebracht. Ein Antriebssystem 70 ist zum Drehen der Schneidetrommel 10 um die Achse 13 der Welle 12 vorgesehen, wie es noch detaillierter unten beschrieben werden wird.

Wie es in den 1 und 2 gezeigt ist, umfaßt die erste Schneideklingenanordnung 18 eine Trägerstange 22, die zwischen einem Paar Endhaltern 24, 26 getragen ist. Die Endhalter 24, 26 umfassen jeweils eine Bohrung 28 bzw. 30, um es den Endhaltern 24, 26 zu gestatten, auf der Welle 12 verschoben zu werden. Jeder Endhalter 24, 26 umfaßt auch eine Nutfeder 32, so daß die Endhalter 24, 26 und die angebrachte Schneideklingenanordnung 18 sich gemeinsam mit der Welle 12 drehen. Die Welle 12 kann aber auch eine Schiebenut oder jede andere geeignete Verbindung umfassen. Jeder Endhalter 24, 26 umfaßt auch eine Kerbe oder einen Sitz 25 bzw. 27, die bzw. der die benachbarten Enden 34, 36 der Trägerstange 22 aufnehmen. Mehrere Bolzen oder andere, geeignete Befestigungseinrichtungen 38 befestigen die Enden 34, 36 der Trägerstange 22 an ihren jeweiligen Endhaltern 24, 26. Eine Schneideklinge 40 ist innerhalb des Messerkastens 42 oder einer anderen, geeigneten Befestigungseinrichtung befestigt, welcher bzw. welche innerhalb einer länglichen Kerbe 44 befestigt ist, die sich längs der Trägerstange 22 erstreckt und durch die Endhalter 24, 26 hindurch erstreckt.

Die zweite Schneideklingenanordnung 20 umfaßt ein Paar Endhalter 46, 48, von denen jeder eine Bohrung 50, 52 aufweist, die so bemessen ist, daß sie die drehbare Welle 12 so aufnimmt, daß die Endhalter 46, 48 relativ zur Welle 12 um die Mittelachse 13 der Welle 12 drehbar sind. Eine Trägerstange 54 erstreckt sich zwischen den Endhaltern 46, 48. Die Endhalter 46, 48 umfassen eine Kerbe oder einen Sitz 56 bzw. 58, die die benachbarten Enden 55, 57 der Trägerstange 54 aufnehmen. Mehrere Bolzen oder andere geeignete Befestigungseinrichtungen 60 befestigen die Enden 55, 57 an ihrem benachbarten Endhalter 46, 48. Eine Schneideklinge 62 ist innerhalb eines Messerkastens 64 oder einer anderen, geeigneten Befestigungseinrichtung befestigt, der bzw. die in einer länglichen Kerbe 66 befestigt ist, die sich längs der Trägerstange 54 erstreckt und durch die Endhalter 46, 48 erstreckt.

Es wird nun auf 1 Bezug genommen; ein Antriebssystem 70 umfaßt eine seitliche Antriebswelle 72 mit einem Paar Antriebs-Zahnrädern 74, 76. Die Antriebswelle 72 ist drehbar innerhalb des Rahmens 14 durch mehrere Lager 78 gelagert, um eine axiale Bewegung der Antriebswelle 72 zu gestatten. Eine Betätigungseinrichtung 75, etwa ein pneumatischer Zylinder, ein hydraulischer Zylinder oder eine mechanische Betätigungseinrichtung, ist vorgesehen, um der Antriebswelle 72 eine axiale Bewegung mitzuteilen. Das Antriebssystem 70 umfaßt ein angetriebenes Zahnrad 80, das von einer Kupplungseinrichtung 71 an einer Nabe 82 anmontiert ist, die am Antriebsende 84 der drehbaren Welle 12 befestigt ist. Das Antriebs-Zahnrad 74 kämmt mit dem angetriebenen Zahnrad 80 so, wie es mit größerem Detail noch unten erörtert wird. Ein zweites angetriebenes Zahnrad 86 ist am Endhalter 46 der zweiten Schneideklingenanordnung 20 durch mehrere Befestigungseinrichtungen 88 so gehalten, daß das angetriebene Zahnrad 86 und die zweite Schneideklingenanordnung 20 um die Achse 13 der Welle 12 drehbar sind. Das Antriebs-Zahnrad 76 kämmt mit dem angetriebenen Zahnrad 86, wie es mit größeren Detail noch unten erläutert wird.

Wie es ebenfalls in 1 gezeigt ist, sind die Außendurchmesser der Antriebs-Zahnräder 74, 76 identisch, wie es auch die Außendurchmesser der angetriebenen Zahnräder 80, 86 sind, so daß bei Drehung der Antriebswelle 72 die angetriebenen Zahnräder 80, 86 mit einer gemeinsamen Umfangsgeschwindigkeit rotieren. Als Ergebnis drehen sich auch die erste und zweite Schneideklinge 18, 20 mit einer gemeinsamen Umfangsgeschwindigkeit um die Achse 13 der drehbaren Welle 12. Wie oben festgestellt, ist ein Teil der Antriebswelle 72 zur axialen Bewegung längs der Längsachse 73 der Antriebswelle 72 eingerichtet. Dementsprechend ist das Antriebs-Zahnrad 74 relativ zum angetriebenen Zahnrad 80 beweglich. Wie oben umrissen, veranlaßt dank des wendelförmigen Verlaufes an den Zahnrädern 74, 80 die axiale Bewegung des Antriebs-Zahnrades 74 das angetriebene Zahnrad 80, sich um die Achse 13 der drehbaren Welle 112 zu drehen. Bei diesem Vorgang wird dank der geraden Verzahnung des Antriebs-Zahnrads 76 und des angetriebenen Zahnrads 86 die Position der Schneidleistenanordnung 20 bezüglich eines festen Bezugspunktes wie etwa des Rahmens 14 beibehalten. Dementsprechend wird die Position der ersten Schneideklingenanordnung 18 relativ zur zweiten Schneideklingenanordnung 20 geändert.

Im Betrieb, wenn es gewünscht ist, die Falzmaschine für eine Rotationsdruckmaschine (nicht gezeigt) im Geradeausbetrieb zu betreiben, werden die Schneideklingenanordnungen 18, 20 im wesentlichen so positioniert, wie es in 2 gezeigt ist, mit den Schneideklingen 40 bzw. 62 um 180° getrennt angeordnet.

Es wird nun auf die 3 und 4 Bezug genommen; die Kupplungsanordnung 71 umfaßt mehrere Bolzen 90, die in die Nabe 82 eingeschraubt sind. Jeder Bolzen 90 umfaßt eine abgestumpfte, ebene Beilagscheibe 92, die bevorzugt aus Messing ist. Jede ebene Beilagscheibe 92 umfaßt eine nach außen gewandte Kante 94, die in einen inneren Ring 96 am Zahnrad 80 eingreift. Das Zahnrad 80 ist abnehmbar am inneren Ring 96 mittels mehrere Bolzen 97 angebracht. Die Kanten 94 der ebenen Beilagscheibe 92 greifen durch Reibung so in den inneren Ring 96 ein, daß im Fall einer Stauung oder einer anderen Fehlfunktion die Kupplungsanordnung 71 es dem Zahnrad 80 ermöglicht, relativ zur Nabe 82 und Welle 12 durchzudrehen. Die Kupplung 71 kann wieder durch erneutes Aufbringen eines Drehmoments auf die Bolzen 90 eingestellt werden.

Eine Totgang-Einstelleinrichtung 98 sichert einstellbar den inneren Ring 96 und somit das angetriebene Zahnrad 80 an der Nabe 82. Die Einstelleinrichtung 98 umfaßt ein Paar entgegengesetzter Gewinde-Einstellschrauben 100, 102, von denen jede durch einen Block 104 bzw. 106 geschraubt ist. Die Blöcke 104, 106 sind am inneren Ring 96 angebracht. Das Ende einer jeden Einstellschraube 100, 102 berührt einen Ansatz 108 an der Nabe 82. Der Ansatz 108 steht durch eine Öffnung 109 im inneren Ring vor und ist bevorzugt ein entnehmbarer Bolzen, so daß der innere Ring 96 und das angetriebene Zahnrad 80 von der Nabe 82 abgenommen werden können. Dementsprechend kann die Position des inneren Rings 96 und seines daran angebrachten, angetriebenen Zahnrads 80 zum Beispiel durch Vorwärtsdrehen der Einstellschraube 100 und durch Rückwärtsdrehen der Einstellschraube 102 geändert werden. Die Kraft einer der Einstellschrauben 100, 102, die gegen den Ansatz 108 anliegt, wird den inneren Ring 96 veranlassen, sich relativ zur Nabe 82 zu drehen. Dementsprechend kann der Totgang des Antriebssystems, der normalerweise im Bereich von 0,15–0,20 mm (0,006–0,008 Zoll) liegt, auf etwa 0,05–0,08 mm (0,002–0,003 Zoll) verringert werden. In der Praxis verlängert die Totgang-Einstelleinrichtung 98 die Betriebslebensdauer der Messerkästen 42, 64 sowie der Schneidegummis, die hierin enthalten sind (nicht gezeigt), von denen jeder federnd eine Messerklinge 40 bzw. 62 abstützt. Infolge der Drehung der Schneidetrommel 10 berührt jede Klinge 40, 62 einen Schneidestreifen (nicht gezeigt) auf einer bzw. einem benachbarten, rotierenden Trommel oder Zylinder (nicht gezeigt), wie es in der Technik allgemein bekannt ist. Weniger Zahnrad-Totgang verringert die Bewegungen der Klingen 40, 62 innerhalb ihrer Messerkästen 42, 62, was zu weniger Aushöhlung des Schneidestreifens (nicht gezeigt), verbesserter Schneidleistung und verbesserter Betriebslebensdauer für die verschiedenen Komponenten führt.

Im Betrieb, wenn die Falzmaschine für eine Rotationsdruckmaschine (nicht gezeigt) im Geradeaus-Betrieb betrieben wird, sind die Schneideklingen 42, 64 um 180° auseinander positioniert, und zwar durch Einstellen der axialen Lage der Antriebswelle 72 unter Verwendung der Betätigungseinrichtung 75. Dies kann bewerkstelligt werden, während sich die Welle 72 um ihre Achse 73 dreht, oder während die Welle 72 stationär ist. Mit den so positionierten Klingen 42, 64 wird die Schneidetrommel 10 durch das Antriebssystem 70 gedreht. Das schrägverzahnte Antriebs-Zahnrad 74 kämmt mit dem Zahnrad 80 und das Antriebs-Zahnrad 76 kämmt mit dem Zahnrad 86, so daß sich die Klingen 40, 62 um die Achse 13 der Welle 12 mit einer gemeinsamen peripheren Geschwindigkeit oder Umfangsgeschwindigkeit drehen. Wie aus dem vorangehenden evident ist, dreht sich die erste Schneideklingenanordnung 18 um die Achse 13 dank ihrer Verbindung mit der Welle 12, während die zweite Schneideklingenanordnung 20 sich um die Achse 13 dank des Antriebs-Zahnrades 76 dreht, das das angetriebene Zahnrad 86 antreibt. Im Betrieb werden die Schneideklingen 42, 64 in Berührung mit den Schneidestreifen (nicht gezeigt) auf einer benachbarten Walze (nicht gezeigt) gebracht, wie es in der Technik allgemein bekannt ist, um eine Papierbahn (nicht gezeigt) in Abschnitte von im wesentlichen gleicher Länge zu zerschneiden.

Wenn es gewünscht ist, die Falzmaschine für eine Rotationsdruckmaschine in der Sammel-Betriebsart zu betreiben, dann muß die Position der Klingen 42, 64 so geändert werden, daß sie nicht länger um 180° voneinander getrennt sind, so daß die Schneidetrommel 10 Papierabschnitte (nicht gezeigt) mit längerer oder kürzerer Länge als die schneiden kann, wenn sie im Geradeaus-Betrieb arbeitet. Um die Klingen 42, 64 relativ zueinander zu bewegen, wird die Betätigungseinrichtung 75 verwendet, um die Antriebswelle 72 axial vorwärts oder rückwärts zu verstellen (in Abhängigkeit von der gewünschten Einstellung). Wenn sich die Antriebswelle 72 axial bewegt, bewegen sich die Zahnräder 74 und 76 ebenfalls. Dank der Schrägverzahnung auf den Zahnrädern 74 und 80 drehen sich das Zahnrad 80, die Nabe 82 und somit die Welle 12 und ihre daran angebrachte Schneideklingenanordnung 18 um die Achse 13 der Welle 12. Dank der Nicht-Schrägverzahnung auf den Zahnrädern 76 und 86 drehen sich die Schneideklingenanordnung 20 und die Endhalter 46, 48 nicht um die Achse 13 der Welle 12. Dementsprechend wird die relative Position der Schneideklingenanordnungen 18, 20 geändert. Das Endergebnis ist das selbe, wenn die Antriebswelle 72 axial bewegt wird, während sich die Antriebswelle 72 dreht. Es können aber auch alle Zahnräder 74, 76, 80, 86 schrägverzahnt sein, wobei die Zahnräder 74, 80 einen Gang haben, der dem Gang auf den Zahnrädern 76, 86 entgegengesetzt ist.

Wie oben umrissen, gestattet, wenn die Falzmaschine (nicht gezeigt) auf einen Papierstau trifft, die Kupplungsanordnung 71 es dem Zahnrad 80, sich relativ zur Welle 12 zu drehen, die in einer Stauung abrupt stoppen kann. Dementsprechend wird ein Schaden am Antriebssystem 70 verhindert.

Die vorangehende detaillierte Beschreibung soll nicht den Umfang der Erfindung auf die präzise, offenbarte Form einschränken. Es wird in Betracht gezogen, daß gewisse Änderungen möglich sind, ohne vom Umfang der nachfolgenden Ansprüche abzuweichen.


Anspruch[de]
Einstellbare Schneidleiste mit einem Paar von Schneideklingen zur Verwendung in einer Falzmaschine für eine Rotationsdruckmaschine, umfassend:

eine drehbare Welle (12), die an einem Rahmen (14) getragen ist;

eine erste Schneideklinge (40), die an der drehbaren Welle (12) zur gemeinsamen Drehung mit dieser befestigt ist;

eine zweite Schneideklinge (62), die drehbar an der drehbaren Welle (12) angebracht ist, um eine Drehung der zweiten Schneideklinge (62) in Umfangsrichtung relativ zur ersten Schneideklinge (40) zu gestatten; und

ein Antriebssystem (70), das wirkungsmäßig mit der ersten und zweiten Schneideklinge (40, 62) verbunden ist, um die erste und zweite Schneideklinge (40, 62) mit einer gemeinsamen Umfangsgeschwindigkeit zu drehen,

wobei das Antriebssystem (70) eine Antriebswelle (72), mit einem ersten und zweiten Antriebs-Zahnrad (74, 76), ein erstes angetriebenes Zahnrad (80), das mit der drehbaren Welle (12) verbunden ist und in das erste Antriebs-Zahnrad (74) eingreift, und ein zweites Antriebs-Zahnrad (86), das mit der zweiten Schneideklinge (62) verbunden ist und in das zweite Antriebs-Zahnrad (76) eingreift, umfaßt

dadurch gekennzeichnet, daß

die Antriebswelle (72) axial beweglich ist, wobei die Position der zweiten Schneideklinge (62), relativ zur ersten Schneideklinge (40), auf die axiale Bewegung der Antriebswelle (72) hin geändert wird.
Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei wobei das Antriebssystem (70) mit der drehbaren Welle (12) und der zweiten Schneideklinge (62) verbunden ist. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei jede der Schneideklingen (40, 62) an einer Trägersstange (22, 54) angebracht ist. Schneidleiste nach Anspruch 3, wobei jede der Trägerstangen (22, 54) zwischen zwei Endhaltern (24, 26; 46, 48) angebracht ist. Schneidleiste nach Anspruch 4, wobei jeder der Endhalter einen Sitz (25, 27; 56, 58) umfaßt, wobei die Trägerstangen-Enden (34, 36; 55, 57) an den Endhalter-Sitzen (25, 27; 56, 58) durch mehrere Befestigungsteile (38) befestigt sind, die im wesentlichen parallel zur Achse (13) der drehbaren Welle (12) ausgerichtet sind. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei die zweite Schneideklinge (62) an einer Trägerleiste (54) angebracht ist, die zwei Enden (55, 57) aufweist, von denen jedes an einem Endhalter (46, 48) angebracht ist, die drehbar an der drehbaren Welle (12) angebracht sind. Schneidleiste nach Anspruch 6, wobei jeder der Endhalter (46, 48) eine Öffnung (50, 52) umfaßt, die zur Aufnahme der drehbaren Welle (12) bemessen ist und es dabei den Endbügeln gestattet, sich um die Achse (13) der drehbaren Welle (12) zu drehen. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei das erste antreibende Zahnrad (74) und das erste angetriebene Zahnrad (80) schrägverzahnte Zahnräder sind, so daß, infolge der radialen Bewegung der Antriebswelle (72), die Position des ersten angetriebenen Zahnrades (86) relativ zum zweiten angetriebenen Zahnrad (80) geändert wird. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei das erste antreibende und angetriebene Zahnrad (74, 80) schrägverzahnte Zahnräder sind und das zweite antreibende und angetriebene Zahnrad (76, 86) schrägverzahnte Zahnräder sind, deren Schrägung entgegen der des ersten antreibenden und angetriebenen Zahnrades (74, 80) gerichtet ist, so daß auf die Axialbewegung der Antriebswelle (72) hin die erste und zweite Schneideklinge (40, 62) in entgegengesetzten Umfangsrichtungen bewegt werden. Schneidleiste nach Anspruch 3, wobei jede der Trägerstangen (22, 54) eine bogenförmige, äußere Oberfläche umfaßt. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei die zweite Schneideklinge (62) an einer Trägerstange (54) angebracht ist, die zwei Enden (55, 57) umfaßt, und jedes der Enden an einem Endhalter (46, 48) angebracht ist, der drehbar an der drehbaren Welle (12) angebracht ist, und wobei ferner das Antriebssystem (70) ein angetriebenes Zahnrad (80) umfaßt, das an einem der Endbügel angebracht ist, und die Antriebswelle ein antreibendes Zahnrad umfaßt, das mit dem angetriebenen Zahnrad in Eingriff steht. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei das Antriebssystem eine Kupplungseinrichtung (71) umfaßt. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei eine Antriebsbuchse (82) am Antriebsende (84) der drehbaren Welle (12) befestigt ist, und das erste angetriebene Zahnrad (80) mittels einer Kupplung (71) an der Antriebsbuchse angebracht ist. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei eine Antriebsbuchse (82) am Antriebsende (84) der drehbaren Welle (12) befestigt ist, und das erste angetriebene Zahnrad (80) einstellbar an der Antriebsbuchse angebracht ist. Schneidleiste nach Anspruch 1, wobei wobei eine Antriebsbuchse (82) am Antriebsende (84) der drehbaren Welle (12) befestigt ist, und Totgang-Einstellmittel (98) vorgesehen sind, um das erste angetriebene Zahnrad (80) einstellbar an der Antriebsbuchse (82) anzubringen.






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