BEREICH DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Wiedergabe
von Programmen, mit Speichermitteln zur Speicherung einer Anzahl gespeicherter Programm.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren
zum Wiedergeben von Programmen von einer Vielzahl gespeicherter Programme.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Ein Gerät der eingangs erwähnten Art ist allgemein bekannt.
So ist beispielsweise ein Videorecorder imstande, Fernsehprogramme auf einem Videoband
oder einer Videodisk zu speichern, und die genannten Programme an einem Fernsehschirm,
beispielsweise von einem Fernsehgerät, das mit dem Videorecorder verbunden
ist, wiederzugeben. Es sind Fernsehgeräte bekannt, die einen eingebauten Videorecorder
haben oder die imstande sind, einen verbundenen Videorecorder zu steuern. Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auf jeden beliebigen derartigen Apparat.
US 5.534.911 beschreibt ein Gerät,
mit dessen Hilfe ein Kunde eines Fernsehsystems mit einem virtuellen persönlichen
Kanals, der, wenn selektiert, ein Fernsehprogramm entsprechend dem höchstpersönlichen
Interesse liefert, ungeachtet in welchen Kanal und zu welcher Zeit das Programm
physikalisch gesendet wird. Das Gerät ermöglicht es, dass ein Benutzer
über ein persönliches Programmierungsmenü ein Profil definiert, einen
persönlichen Programmführer einsieht und auf den persönlichen Kanal
zugreift.
EP-A-0 726 574 beschreibt ein Gerät mit einer "Zeitverschiebungswiedergabe"
Funktion, d.h. einer Funktion um während der Aufzeichnung eines Programms,
das zu der betreffenden zeit gesendet wird, dasselbe Programm vom Anfang an wiederzugeben,
während die Aufzeichnung des Programms fortgesetzt wird.
Es ist auch bekannt, eine Tabelle mit Inhalt zu speichern, die Information
über die gespeicherten Programme umfasst, die auf einer Sammlung von Videobändern
oder Videodisks gespeichert sind. Diese Tabelle kann von einem Benutzer eingesehen
werden, wodurch der Benutzer die Möglichkeit erhält, sich ein wiederzugebendes
Programm zu wählen, möglicherweise nach Befolgung von Instruktionen um
das richtige Band oder die richtige Disk einzugeben. Das Gerät ist dann imstande,
den Start des selektierten Programms automatisch zu orten. Trotz derartiger Maßnahmen
ist es nach wie vor schwierig für den Benutzer über alle Programme in
der Videosammlung im Bilde zu bleiben. Dadurch ist es schwer Programme zu finden,
die den Bedürfnissen des Benutzers zu einem bestimmten Zeitpunkt entsprechen.
Es ist daher u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dem Benutzer
beim Selektieren wieder zu gebender Programme aus den Speichermitteln behilflich
zu sein. Dazu weist das Gerät nach der vorliegenden Erfindung das Kennzeichen
auf, dass das Gerät Planungsmittel aufweist, die dazu vorgesehen sind, einen
Subsatz der genannten Anzahl gespeicherter Programme zu selektieren und einen Wiedergabeplan
des genannten Subsatzes entsprechend einem Benutzerprofil zusammenzustellen, wobei
das Gerät dazu vorgesehen ist, die gespeicherten Programme des genannten Subsatzes
mit dem genannten Wiedergabeplan wiederzugeben und weiterhin virtuelle Kanalmittel
aufweist zum Schaffen eines vom Benutzer selektierbaren virtuellen Kanals zur Wiedergabe
der Programme des Wiedergabeplans, wobei durch eine vorher eingestellte Nummer auf
den virtuellen Kanal zugegriffen werden kann, wie auf einen normalen Kanal in einem
normalen Fernseher, und in einem EPG unter eine Vielzahl von Kanälen sichtbar
ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass auf gespeicherte Programme ebenso einfach
wie auf gesendete Programme, die von einer Antenne oder einem Kabelnetzwerk empfangen
werden, zugegriffen werden kann. Benutzer sind an zuschaubereiten Programmplänen
gewohnt, einen für jeden empfangenen Fernsehkanal. Das Gerät nach der
vorliegenden Erfindung schlägt dem Benutzer einen ähnlichen Programmplan
vor, der nur darin abweicht, dass die Programme aus dem Verzeichnis von einer örtlichen
Speicheranordnung erhalten werden. Auf diese Weise könnte ein "Abendprogramm"
zusammengestellt werden, das völlig aus gespeicherten Programmen besteht. Das
Benutzerprofil könnte einfache Richtlinien enthalten, beispielsweise eine Planung
in Reihenfolge von Aufzeichnung. Aber bei einer bevorzugten Ausführungsform
sind Aspekte des genannten Benutzerprofils eine Folge von Programmkategorien und/oder
einer maximalen Dauer des Wiedergabeplans. So kann beispielsweise das Benutzerprofil
spezifizieren, dass der Plan eine Dauer haben soll von etwa drei Stunden, und vorzugsweise
mit einem Quiz starten soll, mit einem Film enden soll und weiterhin eine Komödie
oder ein Musikprogramm enthalten soll. Derartige Programmkategorieinformation kann
zusammen mit den Programmen gespeichert und durch Handcodierung oder durch Verwendung
von Information aus dem Internet oder Service-Information von einem digitalen Funkstrom,
beispielsweise DVB-SI, erhalten werden. Wenn mehrere Episoden einer Fernsehserie
zur Zeit gespeichert werden, könnten die Planungsmittel ihre Seriennummer berücksichtigen
und immer diejenige mit der niedrigsten Seriennummer selektieren.
Eine weitere Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden
Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass das Gerät weiterhin vom Benutzer
betreibbare Editiermittel aufweist zum Ändern des Wiedergabeplans und/oder
des Benutzerprofils. Auf diese Weise wird erreicht, dass, wenn dem Benutzer der
Wiedergabeplan, wie dieser von den Planungsmitteln vorgeschlagen wird, nicht gefällt,
der Benutzer die Möglichkeit hat, die Programm des Plans neu zu gliedern, oder
sie durch andere Programme zu ersetzen. Auch kann der Benutzer das Benutzerprofil
ändern, d.h. die Regeln, die von den Planungsmitteln angewandt werden zum Zusammenstellen
des Wiedergabeplans. Auf diese Weise können Benutzerprofile explizit von dem
Benutzer spezifiziert werden. Aber sie können auch mit Hilfe von Schaugewohnheiten
erzeugt werden. Prototypische Benutzerprofile können vom Hersteller des Geräts
eingebaut oder über einen Kommunikationskanal herunter geladen werden.
Eine weitere Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden
Erfindung, das weiterhin Empfangsmittel zum Empfangen von gesendeten Programmen
von einer Vielzahl von Kanälen, und Selektionsmittel zum Selektieren eines
Subsatzes der genannten gesendeten Programme enthält, weist das Kennzeichen
auf, dass die Planungsmittel weiterhin dazu vorgesehen sind, gesendete Programme
des genannten Subsatzes von gesendeten Programmen in dem Wiedergabeplan zu enthalten.
Auf diese Weise wird erreicht, dass gesendete Programme und gespeicherte Programme
beide in den von den Planungsmitteln zusammengestellten Wiedergabeplan eingeschlossen
werden können, was es ermöglicht, dass der Wiedergabeplan eine interessante
Mischung von aktuellen Programmen und gespeicherten Programmen enthalten kann. Die
Selektionsmittel können einen elektronischen Programmführen (EPG) enthalten,
der einem Benutzer die Möglichkeit bietet, Sendeprogramme von Hand zu selektieren.
Auf alternative Weise sind die Selektionsmittel imstande, gesendete Programme automatisch
zu selektieren, und zwar entsprechend in einem Benutzerprofil registrierten Benutzervorzügen.
Im Allgemeinen ergibt das Einschließen gesendeter Programme in
den Wiedergabeplan Lücken zwischen diesen Programmen, weil es sein kann, dass
sie zu verschiedenen Zeiten über verschiedene Kanäle empfangen werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform weist das Kennzeichen auf, dass die Planungsmittel
weiterhin dazu vorgesehen sind, eine Lücke in dem Wiedergabeplan vor oder hinter
einem gesendeten Programm zu füllen, und zwar mit wenigstens einem Teil eines
gespeicherten Programms. Da das Gerät die Länge der gespeicherten Programme
und die Länge der Lücke kennt, ist es imstande, ein oder mehrere gespeicherte
Programme zu selektieren, welche die Lücke füllen, und dem Benutzerprofil
möglichst entsprechen. Bei einer weiteren Ausführungsform ist das Gerät
nach der vorliegenden Erfindung imstande, die Geschwindigkeit der Wiedergabe eines
gespeicherten Programms zu steuern. Durch leichter Steigerung oder Verzögerung
der Wiedergabegeschwindigkeit wird es möglich, eine Lücke genau zu füllen,
oder besser, eine kleine Pause einer vorbestimmten Länge zwischen den aufeinander
folgenden Programmen zu lassen. Auf alternative Weise kann ein gespeichertes Programm
für ein gesendetes Programm unterbrochen werden, beispielsweise ein gespeichertes
Programm könnte für eine Nachrichtensendung unterbrochen werden.
Eine erweiterte Ausführungsform weist das Kennzeichen auf, dass
die Planungsmittel weiterhin dazu vorgesehen sind, eine Überlappung zwischen
einem gesendeten Programm des Wiedergabeplans und einem gespeicherten Programm des
Wiedergabeplans dadurch zu vermeiden, dass wenigstens ein Teil des gesendeten Programms
aufgezeichnet wird, während das gespeicherte Programm wiedergegeben wird, und
dass das gesendete Programm nach dem gespeicherten Programm wiedergegeben wird.
Geräte, die imstande sind, gleichzeitig ein gesendetes Programm aufzuzeichnen
und ein gespeichertes Programm wiederzugeben, sind an sich bekannt, beispielsweise
ein Fernseher, der zwei oder mehr Videorecorder steuert, oder ein Videorecorder
mit einem schnellen Cache-Speicher, der gleichzeitig Datenspeicherung und -abfrage
ermöglicht. Eine derartige Fähigkeit kann von den Planungsmitteln benutzt
werden um ein gesendetes Programm zu verschieben bis die Wiedergabe eines gespeicherten
Programms endet.
Eine weitere Ausführungsform weist das Kennzeichen auf, dass
das Gerät weiterhin virtuelle Kanalmittel aufweist zum Schaffen eines vom Benutzer
selektierbaren Kanals zur Wiedergabe der Programme des Wiedergabeplans, wobei das
Gerät dazu vorgesehen ist, die Empfangsmittel zu steuern um auf einen Kanal
abzustimmen, der zu dem betreffenden Zeitpunkt ein Programm des Wiedergabeplans
aussendet und die Speichermittel zu steuern um ein gespeichertes Programm des Wiedergabeplans
wiederzugeben. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Benutzer einen virtuellen
Kanal selektieren kann, der die Programme des Wiedergabeprogramms aussendet. Der
virtuelle Kanal verhält sich wie ein normaler Kanal dem Benutzer gegenüber,
folglich kann darauf über einen Vorwahlnummer zugegriffen werden und ist er
in einem EPG sichtbar. Nach Selektion des virtuellen Kanals sorgt das Gerät
für die automatische Umschaltung zwischen der Abfrage gespeicherter Programme
aus den Speichermitteln oder Abstimmung auf die wirklichen Kanäle, welche die
Sendungsprogramme des Wiedergabeplans aussenden. Dadurch kann sich der Benutzer
die geplanten Programme durch einfache Selektion des virtuellen Kanals ansehen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
1 eine Darstellung eines digitalen Fernsehempfängers
als Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden Erfindung,
2 eine Darstellung des Prozesses der Zusammenstellung
eines persönlichen Programmplans für einen virtuellen Kanal.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
1 zeigt ein Blockschaltbild eines digitalen Fernsehempfängers
als eine Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden Erfindung. Digitale
Sendungsströme, moduliert auf HF-Signalen, werden durch eine Antenne
1 aus dem Ether empfangen oder auf alternative Weise aus einem Kabelnetzwerk.
Die Sendungsströme können beispielsweise entsprechend dem DVB-Standard
("Digital Video Broadcasting") formatiert werden. Ein Tuner 2 umfasst eine
standardisierte analoge HF-Empfangsanordnung, die imstande ist, die genannten HF-Signale
zu empfangen und eines derselben zu selektieren um dieses zu einem Modulator
3 weiterzuleiten. Welches Signal der Tuner 2 selektiert, ist von
den von einer zentralen Verarbeitungseinheit (CPU) empfangenen Steuerdaten abhängig.
Der Demodulator 3 verwandelt das analoge Signal in einen digitalen Paketstrom,
und zwar auf Basis von Steuersignale, die von der VCP 5 empfangen wurden.
Dieser Paketstrom wird danach zu einem Demultiplexer 4 weitergeleitet,
der den Paketstrom in elementare Video-, Audio- oder Datenströme zerlegt.
In einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird der Paketstrom von dem Demodulator 3 unmittelbar der CPU
5 zugeführt. In dieser Ausführungsform führt die CPU
5 die Aufgaben des Demultiplexers 4 durch, wodurch die Notwendigkeit
des Demultiplexers 4 eliminiert wird.
Ein Videoprozessor 8 decodiert den von dem Demultiplexer
4 oder von der CPU 5 empfangenen elementaren Videostrom. In bevorzugten
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist der Videoprozessor
8 ein MPEG-2 Decoder; aber jeder beliebige Decoder kann verwendet werden,
solange der Decoder imstande ist, mit dem Typ der zum Codieren der Videodaten verwendet
wurde, kompatibel ist. Decodierte Videodaten werden danach einem Wiedergabeschirm
9 zugeführt. Ein Audioprozessor 6 decodiert den von dem Demultiplexer
4 empfangenen elementaren Audiostrom. Auch hier kann jeder beliebige Decoder
verwendet werden, solange der Decoder mit dem Codierungstyp, verwendet zum Codieren
der Audiodaten, kompatibel ist. Decodierte Audiodaten werden danach einem Lautsprechersystem
7 zugeführt.
Der Demultiplexer 4 liefert den elementaren Datenstrom zu
der CPU 5. Die CPU 5 umfasst einen oder mehrere Mikroprozessoren,
die imstande sind Programminstruktionen durchzuführen, die in einem ROM
12 gespeichert sind. Diese Programminstruktionen umfassen Teile von Softwaremodulen,
einschließlich, u. a. eines Befehlsmoduls 13, eines EPG Moduls
14, eines virtuellen Kanalmoduls 15 und eines Planungsmoduls
16. Daten, die von den genannten Softwaremodulen verarbeitet worden sind,
beispielsweise DVB-Si Daten und Benutzerprofilinformation, können in einem
nicht flüchtigen Speicher 11 gespeichert werden. Das Befehlsmodul
13 ist imstande, Funktionen des Fernsehgeräts zu steuern und Daten
zu dem Videoprozessor 8 zu übertragen, die an dem Schirm
9 angeboten werden sollen. Eine Benutzerbefehlseinheit 10 empfängt
Benutzerbefehle, beispielsweise über eine (nicht dargestellte) Fernbedienung,
und überträgt sie zur Verarbeitung zu dem Befehlsmodul 13. Wenn
beispielsweise der Benutzer eine Kanalnummer eingibt, steuert das Befehlsmodul
13 den Tuner 2 und den Demultiplexer 4 derart, dass diese
den entsprechenden Sendungsstrom mit den betreffenden Datenpaketen selektieren,
und sendet graphische Daten zu dem Videoprozessor 8 um an dem Schirm
9 Rückkopplung zu präsentieren, beispielsweise die voreingestellte
Nummer, während der Kanalname einige Sekunden wiedergegeben wird.
Ein digitaler Videorecorder 17 wird von der CPU
5 gesteuert und ist imstande Programme und DVB-SI Daten zu speichern und
wiederzugeben. Diese kann in den Fernsehempfänger eingebaut sein, oder sie
kann eine einzelne Anordnung sein unter Ansteuerung des Fernsehempfängers.
Das EPG-Modul 14 interpretiert die DVB-SI-Daten, die von
dem Demultiplexer 4 empfangen wurden zum Sammeln von Information über
die Kanäle, die in den empfangenen Sendungsströmen verfügbar sind
und über die für diese Kanäle geplanten Programme. Das EPG-Modul
14 benutzt diese Information zum Erzeugen einer Am-Schirm-Übersicht
von Programmen, geplant für die Kanäle in den empfangenen gesendeten Strömen.
Es bietet dem Benutzer auch die Möglichkeit, Programme zu selektieren, die
er sich anschauen, aufzeichnen oder sich erinnern möchte. Bezugnahmen auf die
selektierten Programme werden in dem Speicher 11 gespeichert, auf die durch
das virtuelle Kanalmodul 15 zugegriffen werden kann. Das virtuelle Kanalmodul
15 ist imstande, einen oder mehrere virtuellen Kanäle zu schaffen,
die genannten selektierten Programme, die in dem Speicher 11 gespeichert
sind, betreffend. Die Erzeugung der genannten virtuellen Kanäle erfolgt durch Manipulation
der DVB-SI-Tabellen derart, dass das Befehlsmodul 13 und das EPG-Modul
14 automatisch die neuen Kanäle erkennen, wodurch die Notwendigkeit
wesentlicher Anpassungen der genannten Module vermieden wird.
Das Planungsmodul 16 ist imstande, einen persönlichen
Programmplan für jeden der virtuellen Kanäle zusammenzustellen, der aufgezeichnete
Programme und/oder gesendete Programme umfasst. Ein derartiger persönlicher
Programmplan kann in Reaktion auf einen benutzerbefehl zusammengestellt werden,
oder automatisch auf einer täglichen Basis. Zum Zusammenstellen eines persönlichen
Programmplans umfasst das Benutzerprofil des Planungsmoduls 16 weiterhin
Richtlinien, die spezifizieren, wie der Plan zusammengestellt werden soll. Derartige
Richtlinien können spezifizieren, dass der Programmplan eine bestimmte Dauer
haben soll, beispielsweise drei Stunden, und eine Folge bestimmter Programmtypen
sein soll, beispielsweise starten mit einem Quiz, enden mit einem Film, und weiterhin
eine Komödie oder ein Musikprogramm enthalten soll. Das Planungsmodul
16 ermöglicht, dass viele Sätze mit Richtlinien gespeichert werden,
damit en vielen Benutzern oder Umständen passt. Benutzer können mit Hilfe
der Benutzerbefehlseinheit 10 derartige Sätze hinzufügen, entfernen
oder ändern. Richtlinien können auch von dem Hersteller vorgespeichert
sein. Je nach den im Videorecorder 17 und in den empfangenen gesendeten
Strömen verfügbaren Programmen, stellt das Planungsmodul 16 einen
Plan zusammen, der dem selektierten Satz mit Richtlinien möglichst entspricht.
Wenn beispielsweise die Richtlinien vorschreiben, dass der Plan eine Komödien
enthalten soll, dass aber weder der Videorecorder 17 noch die gesendeten
Ströme eine Komödie liefern, kann das Planungsmodul 16 ein komisches
Programm, beispielsweise einen Zeichentrickfilm oder Kabarett planen. Regeln für
derartige Anpassungen können von dem Hersteller geliefert werden, durch die
Service-Information eines gesendeten Stromes oder von dem Benutzer. Eine derartige
Regel kann beispielsweise spezifizieren, dass ein Zeichentrickfilm oder ein Kabarett
anstelle einer Komödie geplant werden kann und umgekehrt. Eine andere Richtlinie
kann spezifizieren, dass gesendete Programme Priorität haben gegenüber
aufgezeichneten Programmen, dies zum Sparen von Speicherkapazität auf dem Videorecorder
17. Die Richtlinien können von einfach bis zu komplex reichen. Sie
könnten beispielsweise nur die bevorzugte Startzeit und Endzeit des Programmplans
spezifizieren. Der Plan kann dann beispielsweise dadurch zusammengestellt werden,
dass die nachfolgenden Schritte durchgeführt werden:
- – alle gewünschten gesendeten Programme planen (entsprechend den
Vorzügen des Benutzers in dem Benutzerprofil) zwischen der Startzeit und der
Endzeit.
- – wenn es zwischen den gesendeten Programmen Überlappungen gibt,
sollen Prioritätsbewertungen zugeordnet werden und die Programme mit einer
niedrigeren Bewertung sollen zum Aufzeichnen reserviert werden und sie sollen aus
dem Programmplan entfernt werden.
- – wenn Lücken auftreten, sollen aufgezeichnete Programme geplant
werden, die in diese Lücken hineinpassen.
Wenn die Richtlinien eine Folge von Programmkategorien spezifizieren,
beispielsweise ein Quiz oder eine Show, wonach eine Komödie oder ein Zeichentrickfilm
folgt, mit einem nachfolgenden Film, kann der Plan dadurch zusammengestellt werden,
dass nacheinander für jede Kategorie ein Programm dieser Kategorie gesucht
wird. In erster Instanz wird der EPG der Sendungsprogramme durchsucht. Wenn kein
Sendungsprogramm innerhalb einer bestimmten Periode nach dem vorhergehenden Programm
des Programmplans startet, wird der Inhalt des Videorecorders 17 untersucht.
Wenn ein Programm der gewünschten Kategorie verfügbar ist, wird dieses
in die Planung aufgenommen. Sonst wird ein gespeichertes Programm einer beliebigen
Kategorie geplant. Je nach den verfügbaren Verarbeitungsmitteln kann der Prozess
der Zusammenstellung eines Programmplans viel komplexer sein. So kann beispielsweise
der Prozess iterativ sein um einen optimalen Plan mit wenig Lücken zu finden,
der den Richtlinien möglicht entspricht. Je nach der Komplexität des Videorecorders
17 sind mehrere Möglichkeiten zum Meistern der Lücken und Überlappungen
verfügbar. Wenn der Videorecorder 16 nicht verbunden ist oder keine
Speicherkapazität zur Verfügung hat, und wenn es zwischen zwei oder mehr
gesendeten Programmen einen Zeitkonflikt gibt, wird der Recorder mit der höchsten
Prioritätsbewertung zur Wiedergabe selektiert. Wenn Speicherkapazität
verfügbar ist, werden die Programme mit den niedrigeren Bewertungen auf dem
Videorecorder 17 aufgezeichnet. Das Planungsmodul 16 verwaltet
weiterhin eine Datenbank mit Informationen über die im Videorecorder
17 verfügbaren Programme, beispielsweise die Titel, die Dauer und
die Programmkategorie. Wenn es in dem Plan des virtuellen Kanals eine Lücke
gibt, sucht das Planungsmodul 16 in der Datenbank nach aufgezeichneten
Programmen mit einer Länge, die der Länge der Lücke im Wesentlichen
entspricht. Wenn derartige Programme gefunden werden, wird eines derselben für
den virtuellen Kanal geplant, die Lücke zu füllen. Auf alternative Weise
werden mehrere kürzere aufgezeichnete Programme zum Füllen der Lücke
kombiniert, oder ein längeres Programm wird in verschiedene Teile aufgeteilt,
die je eine andere Lücke in dem Plan des virtuellen Kanal füllen, beispielsweise
vor und nach einer Nachrichtensendung. Das Planungsmodul 16 kann den Videorecorder
17 derart steuern, dass dieser ein Programm mit einer etwas höheren
Geschwindigkeit wiedergibt, wenn es etwas zu lang für eine
Lücke ist, damit diese Lücke genau gefüllt wird oder eine kleine
Pause einer vorbestimmten Länge lassen, beispielsweise 5 Minuten. Auf gleiche
Weise kann ein Programm, das etwas zu kurz ist um eine Lücke aufzufüllen,
mit einer etwas niedrigeren Geschwindigkeit wiedergegeben werden, damit lange Pausen
zwischen Programmen vermieden werden. Wenn der Videorecorder 17 imstande
ist, gleichzeitig ein erstes Programm aufzuzeichnen und ein zweites Programm wiederzugeben,
kann ein gesendetes Programm in der Zeit verschoben werden, so dass es nur dann
startet, wenn die Wiedergabe eines aufgezeichneten Programms geendet hat. Das Planungsmodul
16 ist auf diese Art und Weise imstande, Zeitkonflikte zwischen Programmen
zu lösen, die über die empfangenen Sendungsströme gesendet werden,
durch Zeitverschiebung der Programme oder durch Einfügung aufgezeichneter Programme.
2 zeigt die Zusammenstellung eines Programmplans für
einen virtuellen Kanal CH-V mit Programmen von einem Videorecorder VCR und zwei
gesendeten Strömen CH-A und CH-B. Das Programm A1 von CH-A und das Programm
B2 von CH-B werden für CH-V geplant, wobei zwischen denselben eine Lücke
gelassen wird. Das Programm R3 von dem VCR wird geplant, diese Lücke zu füllen.
Da R3 etwas länger ist als die Länge der Lücke, wird die Wiedergabegeschwindigkeit
von R3 gesteigert, damit es einige Minuten vor dem Anfang von B2 endet. Das Programm
R2 von VCR wird nach B2 geplant, und das Programm A4 von CH-A wird nach R2 geplant,
was durch Verschiebung in der Zeit erreicht wird, d.h. Aufzeichnung desselben während
R2 von VCR wiedergegeben wird. Wenn R2 endet, startet VVCR die Wiedergabe von A4,
während dennoch der Rest von R4 aufgezeichnet wird. Die Wiedergabegeschwindigkeit
von A4 wird gesteigert, damit die verlorene Zeit kompensiert wird, so dass das nachfolgende
Programm B4 überhaupt nicht mehr in der Zeit verschoben zu werden braucht.
Obschon die vorliegende Erfindung anhand bestimmter illustrativer
Ausführungsformen beschrieben worden ist, sind Abwandlungen und Modifikationen
im Rahmen des erfinderischen Konzeptes durchaus möglich. Auf diese Weise können
beispielsweise die jeweiligen Softwaremodule implementiert und verschiedenartig
kombiniert oder aber in verschiedenen Geräten, beispielsweise einer Settopbox
oder einem Videorecorder, untergebracht werden. Der Videorecorder 17 kann
ein herkömmlicher Video-Kassettenrecorder oder ein optisches Aufzeichnungssystem
sein. Das Gerät kann einen schnellen Plattenspeicher enthalten oder verschiedene
Lese/Schreibmechanismen zur gleichzeitigen Aufzeichnung und Wiedergabe. Es kann
einen automatischen Lademechanismus haben zum Laden austauschbarer Datenträger,
wie Videobänder und optischer Platten. Auf alternative Weise kann das Gerät
Mitteilungen erzeugen um den Benutzer zu beantragen, Datenträger auszutauschen.
Zusammenfassend bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Gerät
zum Wiedergeben von Programmen, wobei dieses Gerät Speichermittel zum Speichern
einer Anzahl gespeicherter Programme, beispielsweise einen Fernsehempfänger,
der einen Videorecorder aufweist oder diesen steuert. Das Gerät umfasst Planungsmittel
zum Zusammenstellen eines persönlichen Wiedergabeplans eines Subsatzes der
genannten Anzahl gespeicherter Programme, entsprechend einem Benutzerprofil. Wenn
das Gerät auch imstande ist, gesendete Programme zu empfangen, sind die Planungsmittel
dazu vorgesehen, die genannten gesendeten Programme in den Wiedergabeplan einzuschließen.
Ein vom Benutzer selektierbarer Kanal kann zur leichten Untersuchung und Durchführung
des Wiedergabeplans vorgesehen sein.