I. GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen eine Vorrichtung
zur Bestimmung der Größe einer inneren Öffnung im Körper eines
Patienten. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Katheter zur Größenbestimmung,
wobei der Katheter zur Größenbestimmung verwendet werden kann, um den
gedehnten Durchmesser (stretched diameter) einer inneren Passage im Körper
eines Patienten zu bestimmen. Der Katheter zur Größenbestimmung der vorliegenden
Erfindung ist insbesondere gut geeignet für die Bestimmung des gedehnten Durchmesser
eines Defektes wie zum Beispiel eines Septumdefektes im Inneren des Herzes eines
Patienten. Sobald der gedehnte Durchmesser des Defektes bekannt ist, kann eine geeignete
Okkluder-Vorrichtung ausgewählt und in der Öffnung des Defektes angebracht
werden.
II. BESCHREIBUNG DER VERWANDTEN TECHNIK
Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche medizinische Vorrichtungen, darunter
auch Stents und Okkluder, für die Platzierung im Inneren einer zuvor bestimmten
inneren Passage, einer Öffnung oder eines Defektes eines Patienten entwickelt.
Komplexe Vorrichtungen können bei der Behandlung besonderer Erkrankungen bereitgestellt
und verwendet werden, wie zum Beispiel Vorrichtungen, die zur Entfernung vaskulärer
Verschlüsse verwendet werden oder Vorrichtungen, die zur Behandlung von Septumdefekten
und dergleichen verwendet werden. Aufgrund der Weiterentwicklung einer Vielzahl
von Vorrichtungen, können Stents und Okkluder ohne chirurgische Eingriffe bereitgestellt
werden. Einige intravaskuläre Vorrichtungen wie zum Beispiel Katheter und Führungsdrähte
können verwendet werden, um zum Beispiel spezielle medizinische Vorrichtungen
an eine bestimmten Stelle im Inneren des Herzes eines Patienten weiterzuleiten.
Ferner kann ein Katheter verwendet werden, um eine ausgewählte Kranzarterie
innerhalb des vaskulären Systems zu erreichen, oder ein Katheter und/oder ein
Führungsdraht können verwendet werden, um eine Vorrichtung an eine innere
Kammer des Herzes des Patienten weiterzuleiten.
Vor dem Weiterleiten der jeweiligen medizinischen Vorrichtung muss
die Größe der inneren Passage, der Öffnung oder des Defektes bestimmt
werden, damit eine Vorrichtung in der richtigen Größe bereitgestellt werden
kann. Ferner ist die Bestimmung des "Stretched-Diameters" der Öffnung oder
des Defektes wünschenswert, um eine bevozugte Passung der medizinischen Vorrichtung
mit dem sie umgebenden Gewebe bereitzustellen. In der Vergangenheit verwendeten
Ärzte im Zuge des Bestrebens, die Größe der inneren Öffnung
oder des Defektes zu bestimmen, einen Ballonkatheter. Typischerweise positioniert
der Arzt den Ballon im Inneren der Öffnung und bläst den Ballon langsam
auf, schiebt oder zieht den Ballon des Katheters nach vorne oder nach hinten, bis
der Arzt einen Widerstand feststellt, der gegen den Ballon drückt. Die Größe
des Ballons entspricht der Größe der Öffnung, so dass diese dadurch
bestimmt wurde. Die Technik des Ziehens oder des Schiebens eines Ballonkatheters
durch die Öffnung oder den Defekt ist nicht zuverlässig und bestimmt die
Größe der Öffnung nicht, wenn das umgebende Gewebe gedehnt ist.
Ein Ballonkatheter und ein geeichter Führungsdraht mit strahlenundurchlässigen
Bereichen einer bekannten Länge können durch einen Arzt im Zuge eines
vorhergehenden fluoroskopischen Verfahrens verwendet werden, um die Größe
des Defektes, seine Form und die Dicke der Septumswand nahe des Defektes einzuschätzen.
Obwohl dies nützlich ist, können die genaue Größe des Defektes
und seine Form im gedehnten Zustand nicht bestimmt werden, wodurch die Wahrscheinlichkeit
von Schäden durch Auslaufen um die Vorrichtung herum ansteigt.
Das Verfahren der Echokardiographie wurde ebenso verwendet, um den
Durchmesser der Öffnung oder des Defektes zu bestimmen, wobei jedoch Echomessungen
stets signifikant kleiner ausfallen als der "Stretched-Diameter". Die Abweichung
zwischen Echomessung und Stretched-Diameter kann sich zwischen 2 mm bis 10.5 mm
bewegen. Es wurde dazu angeraten, den Stretched-Diameter ausgehend von der Echomessung
zu bestimmen, indem man die Echomessung mit 1,05 multipliziert und dann 5,49 hinzuaddiert.
Obwohl diese Formel in einigen Fällen als ausreichend erwiesen hat, wurden
doch Abweichungen von bis zu 4,5 mm zwischen dem eigentlichen Stretched-Diameter
und dem durch die Formel geschätzten Diameter beobachtet. Die Fehler bei der
Echomessung können anhand der Tatsache erklärt werden, dass die meisten
Zwischenverbindungen nicht durch und durch rund sind, wohingegen der Ballon die
verformte Verbindung in eine runde Struktur überträgt. Wenn eine Vorrichtung
ausgewählt wird, die zu klein ist, steigt das Risiko einer Embolisation und
eines Restshuntes signifikant an. Auf der anderen Seite passt die Vorrichtung nicht
genau in die Öffnung oder den Defekt, wenn das Gerät zu groß ist.
WO 92/20280 offenbart einen Ballonkatheter zur Größenbestimmung,
um Öffnungen in Körperhöhlen zu messen, wobei dieser einen zusätzlichen
Ballon umfasst, der am distalen Ende des Katheters befestigt ist, sowie Referenzmarkierungen,
die sich auf dem Katheter, angrenzend an den Ballon, befinden.
Andere Verfahren zur Bestimmung der Größe
der inneren Öffnung unter Verwendung eines Ballonkatheters wurden beschrieben.
Zum Beispiel beschreiben Taheri et al. in der US-Patentschrift Nr. 5,591,195 einen
Katheter zur Größenbestimmung, bei dem der Druck im Inneren eines aufblasbaren
Ballons gemessen wird. Taheri et al. weisen darauf hin, dass der Druck im Inneren
des Ballons ansteigt, wenn der Ballon mit einem Gefäß, das gemessen werden
soll, in Kontakt kommt. Die Größe des Ballons kann dann aus einem Diagramm
mit bekannten Druckverhältnissen und Durchmessern des Ballons bestimmt werden.
Wie in 9 zu sehen ist, kann der Druck im Inneren des Ballons sogar
dann variieren, wenn der eigentliche Durchmesser, der gemessen werden soll, gleich
bleibt. Aus diesem Grunde besteht ein Bedarf an einer Vorrichtung, die den Stretched-Diameter
einer inneren Passage, einer Öffnung oder eines Defektes messen kann. Die vorliegende
Erfindung kommt diesem und anderen Bedarfsstellungen nach, welche für den Fachmann
ersichtlich sind.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Das Anliegen der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
einer Vorrichtung zur Bestimmung des nominalen oder „Stretched-Diameters"
einer inneren Öffnung oder eines inneren Defektes im Körper eines Patienten.
Der Fachmann weiß, dass die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung verwendet
werden kann, um die Größe aller unterschiedlichen Defekte, Passagen oder
inneren Öffnungen im Körper eines Patienten zu bestimmen. Zur Vereinfachung
der Diskussion und ohne die Absicht, einschränkend zu wirken, wird die Vorrichtung
der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit der Bestimmung des Stretched-Diameters
eines Septumdefektes im Herz eines Patienten beschrieben.
Die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung kann in Verbindung mit
Verfahren der Radiologie, Fluoroskopie, Echokardiographie und/oder anderen bekannten
geeigneten Mitteln zum Ansehen des distalen Endes eines Katheters verwendet werden,
der im Herz eines Patienten positioniert ist. Der Katheter zur Größenbestimmung
der vorliegenden Erfindung umfasst einen röhrenförmigen Schaft mit einer
Längsachse, die sich zwischen einem proximalen und einem distalen Ende des
röhrenförmigen Schaftes erstreckt. Der röhrenförmige Schaft
weist ein oder mehrere Lumen auf, die im Inneren des röhrenförmigen Schaftes
ausgebildet sind, wobei die Lumen so eingerichtet sind, dass sie zum Beispiel einen
Führungsdraht, eine Vorrichtung, ein druckfestes Fluid etc. aufnehmen. Eines
der Lumen erstreckt sich zwischen dem proximalen Ende und einem kurzen Abschnitt
des distalen Endes des röhrenförmigen Schaftes und endet an einer Reihe
von Anschlüssen, die sich durch den röhrenförmigen Schaft vom Lumen
bis zu einer Außenfläche des röhrenförmigen Schaftes erstrecken.
Die Reihe von Anschlüssen kann spiralförmig um den Umfang des röhrenförmigen
Schaftes angeordnet sein. Ein länglicher Dilationsballon wird am röhrenförmigen
Schaft nahe des distalen Endes des röhrenförmigen Schaftes befestigt und
umschließt die Reihe von Anschlüssen.
Der Dilationsballon ist aus einem dünnen dehnbaren Kunststoff
mit einem Druckschwellenwert ausgestaltet, der der Dehnbarkeit des Gewebes des Defektes
entspricht. Bei der Verwendung widersetzt sich der Dilationsballon der Verformung
bis zum Druckschwellenwert, wenn er in der zuvor bestimmten Öffnung positioniert
und aufgeblasen wird, wodurch das Gewebe, das die Öffnung umgibt, dazu veranlasst
wird, sich zu dehnen. Sobald der Druckschwellenwert erreicht ist, verformt sich
der Ballon im Bereich der zuvor bestimmten Öffnung, so dass ein klar erkennbarer
Umfang des Ballons angrenzend an die zuvor bestimmte Öffnung entsteht. Markierungen
am distalen Ende des Katheters mit bekannten Trennlinien können verwendet werden,
um eine Größe des Dilationsballons nahe der zuvor bestimmten Öffnung
zu bestimmen, was zur Messung des Stretched-Diameters der zuvor bestimmten Öffnung
beiträgt.
Alternativ dazu kann der Druck im Inneren des Dilationsballons gemessen
werden, wenn der Druckschwellenwert erreicht ist und sich der Dilationsballon verformt.
Der Katheter kann dann aus dem Herz gezogen, und das distale Ende kann in eine Matrize
mit Öffnungen einer bekannten Größe eingeführt werden.
Der Ballon kann nun bis zum bekannten Druck in einer Öffnung
aufgeblasen werden, von der man ausgeht, dass diese größer ist als der
Stretched-Diameter des Septumdefektes. Wenn sich der Ballon verformt, entspricht
die ausgewählte Öffnung in der Matrize in etwa dem Stretched-Diameter
des Septumdefektes. Die nächstgrößere Öffnung kann untersucht
werden, um zu prüfen, ob der Ballon sich in dieser größeren Öffnung
nicht verformt. Wenn sich der Ballon in der zunächst ausgewählten. Öffnung
nicht verformt, wird die nächste kleinere Öffnung in der Matrize ausgewählt,
und der Ballon wird bis zum bekannten Druck aufgeblasen. Wenn sich der Ballon in
dieser Öffnung verformt, entspricht die Größenabmessung der Öffnung
dem Stretched-Diameter der Öffnung. Dieses Verfahren wird solange wiederholt,
bis sich der Ballon in einer Öffnung bei dem bekannten Druck verformt. Auf
diese Weise kann der Stretched-Diameter des Defektes oder der Passage bestimmt werden.
Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sich das distale Ende
des Katheters durch den Defekt hindurch erstreckt, welcher sich senkrecht zur Achse
des Defektes befindet, kann das distale Ende des röhrenförmigen
Schaftes mit einer 45-Grad-Krümmung in Bezug auf die Längsachse des röhrenförmigen
Schaftes ausgebildet sein. Der Fachmann weiß, dass die Herstellung eines Winkels
von 45 Grad in Bezug auf die Längsachse des röhrenförmigen Schaftes
vorzuziehen ist, da das durchschnittliche Septum der Herzarterien eine Krümmung
von 45 Grad aufweist. Eine solche Ausrichtung ist ebenso vorzuziehen, wenn strahlenundurchlässige
Marker verwendet werden, um die Abstände und Größen im Inneren des
Herzes zu bestimmen.
GEGENSTÄNDE
Entsprechend besteht ein Hauptgegenstand der vorliegenden Erfindung
in der Bereitstellung einer Vorrichtung und eines Verfahrens für die Bestimmung
der Größes einer gedehnten inneren Passage oder eines Defektes, ohne dass
ein chirurgischer Eingriff notwendig wird.
Ein anderer Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
einer Vorrichtung, die geeignet ist, um eine Okkluder-Vorrichtung in passender Größe
zur Verwendung für den Verschluss eines Defektes zu bestimmen.
Diese und andere Gegenstände sowie diese und andere Funktionsmerkmale
und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann sogleich durch
die Erörterung der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsform in Verbindung mit den angehängten Ansprüchen und
Zeichnungen deutlich, bei denen ähnliche Zahlen auf entsprechende Aspekte Bezug
nehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine perspektivische Ansicht eines Katheters
zur Größenbestimmung der vorliegenden Erfindung;
2 ist eine Querschnittsansicht von oben auf einen Teil
des Endes des Katheterkörpers der vorliegenden Erfindung;
3 ist eine fragmentierte perspektivische Ansicht auf
das distale Ende des Katheters zur Größenbestimmung der vorliegenden Erfindung;
4 ist eine fragmentierte perspektivische Ansicht auf
das distale Ende des Katheters zur Größenbestimmung des Typus, der in
3 gezeigt wird, wobei der Ballon aufgeblasen ist;
5 ist eine fragmentierte perspektivische Ansicht des
distalen Endes des Katheters zur Größenbestimmung des Typus, der in
3 gezeigt wird, wobei der Ballon aufgeblasen und in
einer Öffnung einer Matrize zur Größenbestimmung positioniert ist;
6 ist eine fragmentierte perspektivische Ansicht des
distalen Endes des Katheters zur Größenbestimmung des Typus, der in
3 gezeigt wird, wobei der Ballon aufgeblasen und in
einem Septumdefekt eines Herzes positioniert ist; und
7 ist ein Diagramm, das die Unterschiede in Bezug auf
die Genauigkeit bei der Bestimmung der aufgeblasenen Größe des Ballons
des Katheters zur Größenbestimmung der vorliegenden Erfindung mit verschiedenen
Messmitteln darstellt.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
Bezugnehmend auf 1 wird auf allgemeine
Weise ein Katheter zur Größenbestimmung 10 zur Messung der Größe
einer Passage, einer Öffnung oder eines Defektes gezeigt. Der Katheter zur
Größenbestimmung 10 umfasst einen röhrenförmigen Schaft
12 mit einer Längsachse, die sich zwischen einem proximalen Ende
14 und einem distalen Ende 16 erweitert, wobei dieser ein erstes
und zweites Lumen 18 und 20 umfasst, das dort ausgebildet ist.
Das proximale Ende umfasst einen Anschluss 22 für einen Führungsdraht
und eine Anordnung 24 mit Druckventilen, die damit verbunden sind. Ohne
einschränkende Absicht ist das erste Lumen 18 in der bevorzugten Ausführungsform
so eingerichtet, dass es einen Führungsdraht (nicht gezeigt) dort aufnimmt.
Das zweite Lumen 20 ist im Inneren des röhrenförmigen Schaftes
12 ausgebildet und erstreckt sich zwischen dem proximalen Ende
14 des röhrenförmigen Schaftes 12 bis zu einem kurzen
Abschnitt des distalen Endes 16 und endet an einer Reihe von Anschlüssen
28, die sich durch den röhrenförmigen Schaft 12 vom
Lumen 20 zu einer Außenfläche des röhrenförmigen Schaftes
12 (siehe 2) erweitern. Ein länglicher
Dilationsballon 26 ist am röhrenförmigen Schaft 12 nahe
des distalen Endes des röhrenförmigen Schaftes befestigt und umschließt
die Reihe der Anschlüsse 28 (siehe 3).
Das zweite Lumen 20 dient als ein Kanal zwischen dem Ballon 26
und einem Mittel eines bekannten geeigneten Aufbaus zur Erhöhung des Drucks
im Inneren des Lumens 20, welches mit der Anordnung 24 der Druckventile
verbunden ist. Das erste Lumen 18 des Katheters zur Größenbestimmung
10 kann so ausgemessen sein, dass es über einen Führungsdraht
von 0,035 Inch (0,9 mm) passt, wobei es zum Zweck des schnellen Aufblasens und Ablassens
von Luft im Ballon 26 Platz für ein relativ großes zweites Lumen
20 lässt.
Der Dilationsballon 26 ist aus einem dünnen dehnbaren
Kunststoff mit einem solchen Druckschwellenwert hergestellt, dass sich der Dilationsballon
26 infolge der Positionierung und dem Aufblasen im Inneren
einer zuvor bestimmten Öffnung einer Verformung bis zu dem Druckschwellenwert
widersetzt. Ohne einschränkend wirken zu wollen, kann der röhrenförmige
Schaft in der bevorzugten Ausführungsform aus einem bekannten geeigneten strahlenundurchlässigen
Nylon auf Basis einer Polymerzusammensetzung hergestellt sein, und der Ballon
26 kann aus einem dehnbaren Polymer mit einer Dicke von 2 Mil (0,05 mm)
hergestellt sein, wie zum Beispiel aus einer Membran aus Polyurethan. Sobald der
Dilationsschwellenwert erreicht wird, verformt sich der Dilationsballon
26 im Bereich der zuvor bestimmten Öffnung. Eine Größe des
Dilationsballons angrenzend an die zuvor bestimmte Öffnung entspricht etwa
dem Stretched-Diameter der zuvor bestimmten Öffnung.
Bezugnehmend auf 4 wird hier das distale
Ende 16 des Katheters zur Größenbestimmung 10 gezeigt.
Strahlenundurchlässige Markierungen 36 aus einer bekannten geeigneten
Struktur können angebracht oder auf dem röhrenförmigen Schaft
12 nahe des Dilationsballons 26 ausgebildet sein. Das distale
Ende 16 des röhrenförmigen Schaftes 12 ist bezogen auf
die Längsachse des röhrenförmigen Schaftes in einem Winkel von 45
Grad gebogen. Auf diese Weise kann die Längsachse des distalen Endes
16 des Katheters zur Größenbestimmung 10 senkrecht zur
Ebene der zuvor bestimmten Öffnung angeordnet werden.
Bezugnehmend auf 5 wird hier das distale
Ende 16 des Katheters zur Größenbestimmung 10 in seiner
Positionierung im Inneren einer Öffnung 32 der Matrize 30
mit dem Ballon 26 gezeigt, welcher über den Druckschwellenwert hinaus
aufgeblasen ist. Öffnungen 32 mit verschiedenen Größen bekannter
Abmessungen sind in der Matrize 30 ausgebildet. Wie weiter unten beschrieben
wird, verändert sich der Druck im Inneren des Ballons, der bis zum Druckschwellenwert
aufgeblasen ist, je nach der Größe der Öffnung 32.
Nach der Beschreibung der Strukturmerkmale der vorliegenden Erfindung
wird als nächstes die Verwendungsart in Verbindung mit 6
und 7 beschrieben. Der Fachmann weiß, dass die
Vorrichtung der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, um die Größe
jeder Art von Defekten, Passagen oder inneren Öffnungen im Körper eines
Patienten zu bestimmen, wobei jedoch zur Vereinfachung der Diskussion und ohne beschränkende
Absicht die Verwendungsart in Verbindung mit der Bestimmung des Stretched-Diameters
eines Septumdefektes im Herz eines Patienten beschrieben wird. Bei der bevorzugten
Ausführungsform wird der Ballon 26 vor der Einführung des Katheters
in den Patienten mit Kohlendioxid aufgeblasen, obwohl dies nicht notwendig sein
muss, und danach werden alle Gase aus dem zweiten Lumen 20 abgesaugt.
Nach der Erhaltung der hämodynamischen Daten des Patienten wird
ein Einführungskatheter durch die Arterienverbindungen in eine der linken Lungenvenen
geschoben und ein Wechselführungsdraht wird eingeführt. Der Einführungskatheter
und die Umhüllung werden nun entfernt und der Katheter zur Größenbestimmung
10 wird über den Wechselführungsdraht direkt durch die Haut eingeführt.
Um diesen perkutanen Zugang zu ermöglichen, übt ein Helfer mittels einer
dort befestigten Spritze einen starken negativen Druck aus. Unter der Leitung der
Fluoroskopie und Echokardiographie wird das distale Ende 16 des Katheters
zur Größenbestimmung 10 am Defekt positioniert. Der Ballon
26 wird dann zusammen mit dem verdünnten Kontrastmittel aufgeblasen,
bis eine Verformung beobachtet werden kann (der Druckschwellenwert wurde erreicht)
und/oder kein Links-Rechts-Shunt mehr vorhanden ist, was durch die Doppler-Echokardiographie
beobachtet werden kann. Der Durchmesser des Ballons 26, der an den Defekt
angrenzt, kann dann durch jedes bekannte Mittel, darunter auch die Echokardiographie
oder Radiologie, bestimmt werden. Bezugnehmend auf das Diagramm in 7
geht man davon aus, dass die Echomessungen ausreichend sein werden, obwohl diese
auch durch Röntgenstrahlen ergänzt werden können. Ferner kann der
Katheter zur Größenbestimmung 10 auf Wunsch entfernt und in verschiedenen
Öffnungen einer Matrize 30 positioniert werden. Der Ballon wird dann
mit der bekannten Menge des Kontrastmittels wieder aufgeblasen und kann mittels
der Öffnung bestimmt werden, die derselben Verformung des Ballons
26 entspricht, die im Inneren des Defektes beobachtet wurde. Sobald der
Stretched-Diameter des Septumdefektes bestimmt wurde, kann eine Okkluder-Vorrichtung
der richtigen Größe ausgewählt werden, um im Inneren des Defektes
angeordnet zu werden.