Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Betriebsüberwachung
eines zellularen Funksystems in einem System, das mindestens eine Basisstation und
einen Repeater einschließt, der darauf abgestimmt ist, Signale umzusetzen,
die von der Basisstation auf Verkehrskanälen ausgesendet wurden. In diesem
System sendet die Basisstation über die Funkstrecke eine Verkehrskanalliste,
die die ihr zur Verfügung stehenden Verkehrskanäle enthält. Die Erfindung
bezieht sich auch auf einen Repeater in einem zellularen Funksystem, der aufweist:
Verstärkereinheiten zum Empfangen, Verstärken und Weiterleiten von Signalen,
die von einer ersten Basisstation auf dem Verkehrskanal gesendeten wurden; und eine
Transceivereinheit zum Aufbau einer Signalisierungsverbindung zu anderen Systemteilen,
um Steuersignale zwischen dem Repeater und anderen Netzwerkteilen zu übermitteln.
Ein mit bekannten zellularen Funksystemen verknüpftes Problem
ist das Management der im System eingesetzten Repeater. In bekannten Systemen melden
Repeater ihre Konfigurationen an andere Netzwerkteile nur, wenn es vom Managementsystem
verlangt wird. Folglich können bei einer Rekonfiguration der System-Verkehrskanäle
zum Beispiel Situationen entstehen, wenn ein Repeater irrtümlicherweise z.
B. auf falsche Verkehrskanäle abgestimmt wurde, oder seine Abstimmung vollständig
vernachlässigt und er auf den alten Verkehrkanälen belassen wurde. In
diesem Fall ist der Repeater aufgrund der falschen Verkehrskanäle nicht mehr
in der Lage, Verkehrskanäle der Basisstation umzusetzen, die er umsetzen sollte.
Da bekannte Repeater ihre Konfiguration nur melden, wenn dies verlangt wird, kann
ein Repeater für lange Zeit auf den falschen Verkehrkanälen verbleiben,
bevor das Managementsystem den Fehler entdeckt, z. B. aufgrund beeinträchtigter
Hörbarkeit innerhalb eines gegebenen Netzwerkgebiets. Siehe WO 99/17476 (Nokia)
und WO 98/29962 (Nokia).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das obige Problem zu lösen,
und eine Lösung bereit zu stellen, welche die Betriebsüberwachung von
zellularen Funksystemen verbessert und erleichtert. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch ein Verfahren gelöst, das sich durch Schritte auszeichnet, gemäß
denen: der Repeater darauf eingestellt wird, die von der Basisstation gesendete
Verkehrskanalliste zu empfangen, die in der Verkehrskanalliste enthaltenen Verkehrskanäle
mit den vom Repeater benutzten Verkehrskanälen verglichen werden und ein Alarm
gegeben wird, wenn sich die vom Repeater benutzten Verkehrskanäle von den in
der Verkehrskanalliste enthaltenen Verkehrskanälen unterscheiden.
Die Erfindung bezieht sich auch auf einen Repeater in einem zellularen
Funksystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Der
erfindungsgemäße Repeater ist dadurch gekennzeichnet, dass: die Transceivereinheit
zum Empfang einer Verkehrskanalliste eingestellt ist, die von der ersten Basisstation
über die Funkstrecke gesendet wurde und alle ihr zur Verfügung stehenden
Verkehrskanäle enthält; weiter dadurch, dass er Vergleichsmittel zum Vergleich
der in der Verkehrskanalliste enthaltenen Verkehrskanäle mit den von der Verstärkereinheit
benutzen Kanälen; und die Transceivereinheit Mittel zum Senden einer vorbestimmten
Mitteilung an ein Managementsystem des Systems aufweist, wenn das Vergleichsmittel
anzeigt, dass sich die von der Verstärkereinheit des Repeaters benutzten Kanäle
von den in der Verkehrskanalliste enthaltenen Verkehrskanälen unterscheiden.
In diesem Zusammenhang bezieht sich das Konzept Verkehrskanalliste
auf eine von einer Basisstation über die Funkstrecke gesendete Liste, welche
die für die Benutzung durch die Basisstation reservierten Verkehrskanäle
enthält. Zum Beispiel senden im GSM-System (Global System for Mobile Communications)
Basisstationen gemäß der GSM Spezifikation Teil 04.08 auf einem BCCH-Kanal
(Broadcast Control CHannel) eine Basis-Zuordnungsliste aus, die besagte Informationen
anzeigt.
Die Erfindung basiert auf einer Idee, das Management von zellularen
Funksystemen maßgeblich dadurch zu verbessern und zu erleichtern, dass Systemrepeater
auf die Überwachung der von den entsprechenden Basisstationen benutzen Verkehrskanäle
eingestellt werden. Gemäß der Erfindung wird jeder Repeater auf den Empfang
der von der zugehörigen Basisstation über die Funkstrecke gesendeten Verkehrskanalliste
eingestellt. In diesem Fall entdeckt der Repeater sofort eine mögliche Fehlfunktion,
d. h. ein Situation, in der sich die in der Verkehrskanalliste enthaltenen Kanäle
von den in seiner Verstärkereinheit benutzten (umgesetzten) Kanälen unterscheiden.
In dieser Situation sendet der Repeater sofort Informationen über die entdeckte
Fehlfunktion an die Managementsysteme des Systems. Der Repeater kann gleichzeitig
den Betrieb der entsprechenden Basisstation überwachen. Das heißt, dass
ein Repeater eine Fehlfunktion einer Basisstation dadurch entdeckt, dass er nicht
länger die von der Basisstation gesendeten Signale zu empfangen kann. In dieser
Situation meldet der Repeater dies auch an das Managementsystem des Systems. Somit
sind die wichtigsten Vorteile dieses Verfahrens und des Repeaters der Erfindung:
die Repeater können eine Situation, in der sie auf die falschen Kanäle
abgestimmt sind, selbständig entdecken; die Repeater können den Betrieb
der entsprechenden Basisstation überwachen; und die Repeater können auf
eigene Initiative Informationen über eine von ihnen erkannte Fehlfunktion an
das Managementsystem senden, wodurch das Managementsystem (und
der Betreiber) eine Fehlfunktion schneller und leichter erkennen als vorher.
In einer bevorzugten Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der Repeater darauf eingestellt, die Signalstärken von Signalen
zu messen, die für ihn hörbare Basisstationen ausgesendet haben. Die gemessenen
Signalstärken werden miteinander verglichen und ein Alarm wird gegeben, falls
der Vergleich anzeigt, dass das stärkste vom Repeater empfangene Signal von
einer anderen Basisstation als besagter erster Basisstation ausgesandt worden ist.
Diese Ausführung der Erfindung ermöglicht die Betriebsüberwachung
der Basisstationen im System. Zusätzlich zur Betriebsüberwachung der entsprechenden
Basisstation (d. h. der Basisstation, deren Signale er umsetzt), kann der Repeater
gleichzeitig auch den Betrieb anderer Basisstationen im System überwachen.
Dies kann dadurch geschehen, dass der Repeater in seinem Speicher eine Liste der
für ihn hörbaren stärksten Basisstationen führt, und dass er
in bestimmten Intervallen Kontrollmessungen durchführt um herauszufinden, ob
sich die Hörbarkeit der Basisstationen verändert hat. Wenn eine Basisstation
in diesem Fall deutlich weniger hörbar ist als vorher (oder überhaupt
nicht), dann kann der Repeater Informationen darüber an das Managementsystem
senden.
Die bevorzugten Ausführungen des Verfahrens und des Repeaters
der Erfindung werden in den beigefügten abhängigen Ansprüchen 2 bis
4 und 6 bis 10 offenbart.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels und der beigefügten
Zeichnungen noch näher beschrieben, wobei
1 ein Flussdiagramm einer ersten bevorzugten Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens ist,
2 ein Blockdiagramm des zellularen Funksystems ist
und
3 ein Blockdiagramm des in 2
gezeigten Repeaters.
1 ist ein Flussdiagramm einer ersten bevorzugten Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Flussdiagramm von 1
ist z. B. auf das GSM-System anwendbar.
In Feld A ist der Repeater darauf abgestimmt, die Verkehrskanäle
einer Basisstation umzusetzen. Die Abstimmung kann in jeglicher an sich bekannten
Weise durchgeführt werden; zum Beispiel dadurch, dass das Netzwerkmanagementsystem
einen Steuerbefehl an den Repeater sendet, woraufhin die Steuereinheit des Repeaters
die Verstärkereinheit des Repeaters darauf abstimmt, die im Steuerbefehl gegebenen
Frequenzkanäle zu verwenden.
In Feld B wird der Repeater darauf eingestellt, die von der Basisstation
gesendete Verkehrskanalliste zu empfangen. Im GSM-System zum Beispiel senden Basisstationen
auf einem BCCH-Kanal allgemeine zellenspezifische Informationen einschließlich
z. B. Informationen über die von den Verkehrskanälen besagter Zelle benutzten
Frequenzkanäle.
In Feld C wird eine Prüfung durchgeführt, um zu sehen, ob
der Empfänger in der Lage ist, die von der ersten Basisstation gesendeten Signale
zum empfangen. Sollte entdeckt werden, dass der Repeater außerstande ist, den
BCCH-Kanal der Basisstation oder die auf besagtem Kanal von der Basisstation gesendete
Verkehrskanalliste zum empfangen, weist dies auf eine Fehlfunktion entweder in der
Basisstation oder im Repeater hin. In diesem Fall verläuft das Verfahren weiter
zu Feld E in dem das Managementsystem des Systems einen Alarm bekommt.
Wenn in Feld C der Repeater in der Lage ist, von der Basisstation
gesendete Signale zu empfangen, verläuft das Verfahren weiter zu Feld D, wo
eine Prüfung durchgeführt wird, um zu sehen, ob die in der Verkehrskanalliste
enthaltenen Kanäle den Kanälen entsprechen, auf die die Verstärkereinheiten
des Repeaters zur Umsetzung abgestimmt wurden. Falls nicht, verläuft das Verfahren
weiter zu Feld E, wo eine Alarmmitteilung an das Managementsystem gesendet wird.
Durch Anwendung des Flussdiagramms in 1
wird eine Alarmmitteilung an das Managementsystem z. B. in folgenden Situationen
gesendet:
- 1) der Repeater ist auf die falschen Frequenzkanäle abgestimmt, d. h. die
Frequenzkanäle, die er umsetzt, unterscheiden sich von den in der entsprechenden
Basisstation benutzen Frequenzkanälen,
- 2) der Repeater hat nicht genug Verstärkerheiten, d. h. die Anzahl der
der Basisstation zur Verfügung stehenden Frequenzkanäle ist größer
die Anzahl der Verstärkereinheiten im Repeater,
- 3) der Repeater hört die Basisstation nicht, d. h. der Repeater ist außerstande
eine Verkehrskanalliste von der Basisstation zu empfangen,
- 4) der Repeater hat zu viele Verstärkereinheiten in Gebrauch.
2 ist ein Blockdiagramm eines zellularen Funksystems
und 3 ein Blockdiagramm des in 2
gezeigten Repeaters. Das zellulare Funksystem in 2
kann z. B. ein GSM-System sein.
Die in 2 gezeigte Mobilfunkvermittlungsstelle
MSC kommuniziert mit sechs Basisstationen BTS1 bis BTS6 mittels drei Basisstations-Controllern
BSC1 bis BSC3. Jede Basisstation BTS1 bis BTS6 unterhält eine ihr zugeordnete
Funkzelle, zu deren Benutzung bestimmte Frequenzkanäle zugewiesen worden sind.
Im Fall von 2 bedient das System auch
einen Repeater 1, der zur Umsetzung von Signalen der Basisstation BTS1
ausgelegt ist. Wie aus 3 ersichtlich, ist der Repeater
1 in diesem exemplarischen Fall ausgerüstet mit zwei Antennen ANT1
bis ANT2 und vier Verstärkereinheiten TRX1 bis TRX4 zum Empfangen, Verstärken
und Weiterleiten von durch die Basisstation BTS1 gesendeten Signalen. In gleicher
Weise empfängt, verstärkt und sendet der Repeater Signale einer Mobilstation
MS1 an die Basisstation BTS1.
Eine Transceivereinheit MS ist in den Repeater 1 in an sich
bekannter Weise integriert. Sie umfasst eine Antenne 3, über die eine
Telekommunikationsverbindung zur Aussendung von Steuersignalen CNT zwischen dem
Repeater 1 und einem Netzwerkmanagementcenter O&M hergestellt werden kann.
Falls nötig, kann diese Verbindung vom Managementsystem benutzt werden, um
die Einstellungen des Repeaters 1 zu ändern. In gleicher Weise kann
der Repeater diese Verbindung benutzen werden, um Alarmmitteilungen an das Managementsystem
zu senden. Im Beispiel der 2 ist die Transceivereinheit
MS' praktisch sehr ähnlich zu einem Mobiltelefon des GSM-Systems, das an der
Steuereinheit 2 des Repeaters angeschlossen ist.
Um das Management des in 2 veranschaulichten
erfindungsgemäßen Systems weiter zu erleichtern, wird die Transceivereinheit
MS' bei Frequenzkanalumgestaltung darauf eingerastet, dem BCCH-Kanal der dem Repeater
1 entsprechenden Basisstation BTS1 zu folgen. Somit, zielt die Transceivereinheit
kontinuierlich darauf ab, denjenigen BCCH-Kanal zu empfangen, auf dem sich der BSIC-Code
(Base transceiver Station Identity Code) der Basisstation BTS1 befindet. Auf besagtem
BCCH-Kanal sendet die Basisstation BTS1 Informationen, die der von ihr unterhaltenen
Funkzelle zugeordnet sind; einschließlich einer Verkehrskanalliste BA (Base
station Allocation), die die von den Verkehrskanälen besagter Basisstation
benutzten Frequenzkanäle anzeigt. Gemäß der Erfindung ist die Transceivereinheit
MS' des Repeaters 1 dazu eingerichtet, besagte Verkehrskanalliste in die
Steuereinheit 2 des Repeaters 1 einzuspeisen.
Die Steuereinheit 2 ist mit den Verstärkereinheiten
TRX1 bis TRX4 des Repeaters 1 verbunden, wobei sie die von der Verstärkereinheit
benutzten Frequenzkanäle kennt. Das erlaubt der Steuereinheit 2 die
Vergleichseinheit 4 dazu zu benutzen, die von der Verstärkereinheit
benutzen Frequenzkanäle mit den in der Verkehrsliste enthaltenen Frequenzkanälen
zu vergleichen. Falls besagter Vergleich anzeigt, dass die in der Verkehrskanalliste
enthaltenen Frequenzkanäle nicht den von den Kanaleinheiten TRX1 bis TRX4 benutzen
Frequenzkanälen entsprechen, steuert die Steuereinheit 2 die Transceivereinheit
MS' an, eine vorbestimmte Mitteilung an das Netzwerkmanagementcenter O&M des Systems
zu senden. Somit kann der Repeater 3 in Situationen in denen er auf die
falschen Frequenzen abgestimmt wurde, selbständig einen Alarm an das Managementsystem
senden. In gleicher Weise steuert die Steuereinheit 2 die Transceivereinheit
MS' an, einen Alarm an das Netzwerkmanagementcenter zu senden, wenn die Transceivereinheit
den BCCH-Kanal der Basisstation BTS1 nicht empfangen kann (und folglich, die Steuereinheit
die Verkehrskanalliste von der Transceivereinheit nicht empfängt). Ein Misslingen
des Empfangs des BCCH-Kanals zeigt offenkundig eine Fehlfunktion in der Basisstation
BTS1 oder im Repeater 1 an.
Gemäß der Erfindung, kann die Steuereinheit 2 des
Repeaters auch auf selbständige Anpassung der Frequenzkanäle der Verstärkereinheiten
programmiert werden. In anderen Worten: wenn die Vergleichseinheit 4 erkennt,
dass die in der Frequenzkanalliste enthaltenen Frequenzkanäle nicht den von
den Verstärkereinheiten TRX1 bis TRX4 benutzten Frequenzkanälen entsprechen,
passt sie die Verstärkereinheiten TRX1 bis TRX4 so an, dass deren Frequenzen
den in der Verkehrskanalliste enthaltenen Verkehrskanälen entsprechen. Zusätzlich
sendet sie die obige Mitteilung, über einen Frequenzwechsel, an das Managementsystem.
Auf diese Weise hat das Managementsystem fortlaufend Kenntnis der Frequenzkanäle,
auf die der Repeater zur Umsetzung abgestimmt wurde. Die Steuereinheit
2 bestätigt einen Frequenzwechsel durch Sendung einer vorbestimmten
Mitteilung an das Netzwerkmanagementcenter sogar dann, wenn das Managementsystem
eine Steuermitteilung vom Netzwerkmanagementcenter O&M an den Repeater
1 zwecks Wechsel der vom Repeater benutzten Frequenzkanäle gesendet
und sie (die Steuereinheit 2) die Verstärkereinheiten TRX1 bis TRX4
so eingestellt hat, dass deren Frequenzkanäle den im Steuerbefehl enthaltenen
Frequenzen entsprechen.
Da die Transceivereinheit des Repeaters 1 weitgehend einer
GSM-System-Mobilfunkstation entspricht, umfasst sie auch Messmittel zur Messung
der Signalstärken (RSSI; Received Signal Strength Indication) von BCCH-Kanalsignalen,
die sie von angrenzenden Basisstationen empfängt. Gemäß den GSM-Spezifikationen,
sollte eine GSM-System-Mobilfunkstation fortlaufend die Signalstärken der sechs
am besten hörbaren Basisstationen messen. Die in den Repeater 1 integrierte
Transceivereinheit MS' führt auch entsprechende Messungen
an von den Basisstationen BTS1 bis BTS6 auf BCCH-Kanälen gesendeten Signalen
durch. Außerdem führt sie eine Liste der Basisstationen, die sie am besten
hört und mit denen sie kommunizieren könnte, und zwar in der Reihenfolge
der Besten (beginnend mit der am besten hörbaren Station). Gemäß
der Erfindung, gibt die Transceivereinheit MS' diese Liste in die Steuereinheit
2 des Repeaters 1 ein.
Wenn die Steuereinheit 2 obige Liste von der Transceivereinheit
MS' erhalten hat, speichert sie sie in einem Speicher 5. Zusätzlich
steuert sie die Vergleichseinheit 4 an, die neueste Liste mit einer entsprechenden,
vorhergehenden Liste, die ebenfalls in Speicher 5 gespeichert ist, zu vergleichen.
Da der Repeater 1 darauf abgestimmt wird, insbesondere die Signale der
Basisstation BTS1 umzusetzen, sollte diese Basisstation an erster Stelle in der
Liste stehen. Falls nicht, zeigt dies ggf. Fehlfunktionen in der Basisstation BTS1
an, und die Steuereinheit 2 des Repeaters sendet deshalb darüber eine
Alarmmitteilung via Transceivereinheit MS' an das Systemnetzwerkmanagementcenter
O&M. Wenn die Vergleichseinheit 4 erhebliche Änderungen in der Liste
erkennt, d. h. die Position einer Basisstation fällt in der Liste z. B. um
einige Plätze (d. h. sie ist deutlich weniger hörbar als zuvor), sendet
die Steuereinheit 2 ebenso einen Alarm an das Systemnetzwerkmanagementcenter
O&M mittels der Transceivereinheit MS'. Erfindungsgemäß kann also das
Managementsystem den Repeater 1 dazu benutzen, den Betrieb der Basisstationen
BTS1 bis BTS6 zu überwachen.
Gemäß obigem Beispiel sendet ein Repeater sofort Alarmmitteilungen
an das Managementsystem, wenn er Abweichungen in Frequenzkanälen oder in Signalstärken
feststellt. Praktische Ausführungen der Erfindung erlauben aber auch Zeitverzögerungen
vorzugeben, also definierte Zeitspannen, die der Repeater wartet, bevor er Alarmmitteilungen
an das Managementsystem sendet. In anderen Worten, die Festlegung von z. B. einer
halbestündigen Verzögerung vor Aussendung einer Alarmmitteilung –
nachdem der Repeater erkannte, dass die von der entsprechenden Basisstation empfangenen
Signalstärken der Signale schwächer sind als die Signalstärken der
von anderen Basisstationen empfangenen Signale, erlaubt eine Vermeidung von durch
vorübergehende Störungen verursachten unnötigen Alarmen.
Es versteht sich, dass obige Spezifikation und die zugehörigen
Figuren nur dazu gedacht sind, die vorliegende Erfindung zu veranschaulichen. Für
den Fachmann sind auch andere Abwandlungen und Modifikationen der Erfindung ersichtlich,
ohne den Schutzbereich der beigefügten Ansprüche zu verlassen.