| Dokumentenidentifikation |
EP1339658 06.12.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001339658 |
| Titel |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR DESTILLATIVEN GEWINNUNG VON 1,3-REINBUTADIEN AUS 1,3-ROHBUTADIEN |
| Anmelder |
BASF AG, 67063 Ludwigshafen, DE |
| Erfinder |
BOHNER, Gerd, 69254 Malsch, DE; KINDLER, Klaus, 67376 Harthausen, DE; PAHL, Melanie, 68167 Mannheim, DE; KAIBEL, Gerd, 68623 Lampertheim, DE |
| Vertreter |
Patentanwälte Isenbruck Bösl Hörschler Wichmann Huhn, 68165 Mannheim |
| DE-Aktenzeichen |
50113177 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
15.11.2001 |
| EP-Aktenzeichen |
019965227 |
| WO-Anmeldetag |
15.11.2001 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/EP01/13235 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2002040434 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
23.05.2002 |
| EP-Offenlegungsdatum |
03.09.2003 |
| EP date of grant |
24.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
06.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C07C 11/167(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
|
| IPC-Nebenklasse |
C07C 7/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur destillativen
Gewinnung von 1,3-Reinbutadien aus 1,3-Rohbutadien.
1,3-Butadien wird großtechnisch in der Regel aus dem
sogenannten C4-Schnitt gewonnen, d. h. aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen,
worin die C4-Kohlenwasserstoffe, insbesondere 1-Buten, i-Buten sowie
1,3-Butadien überwiegen. Neben geringen Mengen an C3- und C5-Kohlenwasserstoffen
enthält der C4-Schnitt in der Regel Butine, insbesondere 1-Butin
(Ethylacetylen) und Butenin (Vinylacetylen). Hierbei fällt zunächst ein
sogenanntes 1,3-Rohbutadien an, d. h. ein Gemisch, das etwa 89 bis 99,5 Gew.-% 1,3-Butadien,
Rest Verunreinigungen, enthält. Dieses muss anschließend, um den Spezifikationsanforderungen
zu entsprechen, zu sogenanntem 1,3-Reinbutadien weiter destillativ gereinigt werden.
Die Spezifikationsanforderungen für 1,3-Reinbutadien sehen insbesondere einen
Mindestgehalt an 1,3-Butadien von 99,6 Gew.-% und einen maximal zulässigen
Gehalt an Propin von 10 ppm und an 1,2-Butadien von 20 ppm vor.
Die Gewinnung von 1,3-Rohbutadien aus dem C4-Schnitt
ist wegen der geringen Unterschiede in den relativen Flüchtigkeiten der Komponenten
ein kompliziertes destillationstechnisches Problem und wird daher in der Regel durch
sogenannte Extraktivdestillation durchgeführt.
In besonders vorteilhafter Weise können auch die acetylenischen
C4-Verunreinigungen, insbesondere Ethylacetylen und Vinylacetylen in
das Wertprodukt 1,3-Butadien übergeführt werden, wenn der Extraktivdestillation
eine Selektivhydrierung vorgeschaltet wird, wie beispielsweise in
US 4,277,313
beschrieben oder besonders vorteilhaft indem Extraktivdestillation und
Selektivhydrierung in heterogener Katalyse in einer einzigen Kolonne, vorzugsweise
einer Trennwandkolonne oder in thermisch gekoppelten Kolonnen durchgeführt
werden. Ein derartiges Verfahren ist in der
deutschen Patentanmeldung 10022465.2
beschrieben. In den bekannten Verfahren zur Extraktivdestillation bzw.
zur Extraktivdestillation und Selektivhydrierung, beispielsweise gemäß
DE 10022465.2
, fällt jedoch zunächst ein 1,3-Butadien an, das den Spezifikationsanforderungen
noch nicht genügt, sogenanntes 1,3-Roh-Butadien.
Aus
EP-A 0 141 356
ist ein Verfahren zur Gewinnung von beispielsweise 1,3-Butadien aus einem
C4-Kohlenwasserstoffgemisch mittels Extraktivdestillation bekannt, wonach
man das C4-Kohlenwasserstoffgemisch in eine die schwerer löslichen
Kohlenwasserstoff enthaltendes Destillat, einen 1,3-Butadien enthaltenden Produktstrom
und ein die leichter löslichen Kohlenwasserstoffe enthaltenden Strom auftrennt
und bei dem man die Extraktivdestillation unter Verwendung einer Destillatabzugszone
(= Trennzone C), eine Zulaufzone für das Ausgangs-C4-Kohlenwasserstoffgemisch
(= Trennzone A), eine Produktabzugszone für den Produktstrom (= Trennzone B)
und eine Ausstreifzone, in der das selektive Lösungsmittel zurückgewonnen
und aus der die leichter löslichen Kohlenwasserstoffe enthaltende Strom abgezogen
wird (= Trennzone D) und wobei man
- a) das Ausgangs-C4-Kohlenwasserstoffgemisch der Trennzone A zuführt,
- b) das der Extraktivdestillation zuzuführende selektive Lösungsmittel
im oberen Teil der Trennzone C zugibt,
- c) das im unteren Teil der Trennzone C erhaltene geladene selektive Lösungsmittel
zu einem Teil im oberen Teil der Trennzone A und zum anderen Teil im oberen Teil
der Trennzone B zuführt,
- d) das im unteren Teil der Trennzone A erhaltene beladene selektive Lösungsmittel
und das im unteren Teil der Trennzone D erhaltene beladene selektive Lösungsmittel
der Trennzone D zuführt, aus der der die leichter löslichen Kohlenwasserstoffe
enthaltende Strom und ein Strom des von den Kohlenwasserstoffen ganz oder teilweise
befreiten selektiven Lösungsmittels abgezogen werden,
- e) aus der Trennzone D einen 1,3-Butadien enthaltenden Produktstrom und
- f) aus der Trennzone C das Destillat abzieht.
Die parallelen Trennzonen A und B können apparativ
in und demselben Kolonnenmantel untergebracht werden, wobei zur Trennung der beiden
Zonen A und D voneinander ein senkrechtes Trennblech eingebaut ist.
Die destillative Gewinnung von 1,3-Reinbutadien aus 1,3-Rohbutadien
erfolgt im Stand der Technik zweistufig: In einer ersten Stufe wird bei einem Kolonnendruck
von etwa 7 bar ein Gemisch von überwiegend Propin und Propadien als Kopfprodukt
abgezogen, in einer zweiten nachgeschalteten Destillationskolonne werden bei einem
Druck von etwa 4,5 bar als Sumpfprodukt 1,2-Butadien und C5-Kohlenwasserstoffe
abgetrennt. Das im 1,3-Rohbutadien vorhandene cis-2-Butin erscheint etwa hälftig
am Kopf und am Sumpf der zweiten Destillationskolonne. Das Wertprodukt 1,3-Reinbutadien
wird als Kopfprodukt der zweiten Destillationskolonne entnommen.
Aus
EP-B 284 971
ist es auch bekannt, die beiden Destillationskolonnen thermisch gekoppelt
auszugestalten. Auch nach dem Verfahren der
EP-B 284 971
werden die beiden Destillationskolonnen bei unterschiedlichen Drücken
betrieben, müssen somit mit jeweils eigenem Verdampfer und Kondensator ausgerüstet
werden, mit der Folge einer lediglich geringfügigen Verringerung des Energiebedarfs
gegenüber der Variante mit zwei nicht thermisch gekoppelten Destillationskolonnen.
Alle bekannten Verfahrensvarianten zur destillativen Gewinnung
von 1,3-Reinbutadien aus 1,3-Rohbutadien waren von der Annahme ausgegangen, dass
eine Betriebsweise bei zwei unterschiedlichen Drücken, mit niedrigerem Druck
in der zweiten Destillationskolonne gegenüber der ersten Destillationskolonne
im Hinblick auf die thermischen Empfindlichkeit der zur Polymerisation neigenden
Diene sowie die bessere Kondensierbarkeit des Propin/Propadien-Gemisches am Kopf
der ersten Destillationskolonne zwingend erforderlich sei.
Demgegenüber war es Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes
Verfahren und eine Vorrichtung zur destillativen Gewinnung von 1,3-Reinbutadien
aus 1,3-Rohbutadien zur Verfügung zu stellen, das, bei Einhaltung der geforderten
Spezifikationen, wirtschaftlicher ist, insbesondere bezüglich der Investitions-
und Energiekosten.
Die Lösung geht aus von einem Verfahren der destillativen
Gewinnung 1,3-Reinbutadien aus 1,3-Rohbutadien.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren
in einer Trennwandkolonne durchgeführt wird, in der eine Trennwand in Kolonnenlängsrichtung
unter Ausbildung eines oberen gemeinsamen Kolonnenbereichs, eines unteren gemeinsamen
Kolonnenbereichs, eines Zulaufteils und eines Entnahmeteils angeordnet und dass
die Verweilzeit im Sumpfverdampfer und dem dazu gehörigen Rohrleitungssystem
auf 1 bis 15 Minuten begrenzt ist.
Es wurde überraschend gefunden, dass die destillative
Gewinnung von 1,3-Reinbutadien aus 1,3-Rohbutadien entgegen der Annahme, dass eine
zweistufige Betriebsweise mit unterschiedlichen Drücken erforderlich sei, in
einer einzigen Kolonne, und zwar einer Trennwandkolonne und somit bei einheitlichem
Druck durchgeführt werden kann.
Das Verfahren wird erfindungsgemäß in einer Trennwandkolonne
durchgeführt. Trennwandkolonnen sind Destillationskolonnen mit senkrechten
Trennwänden, die in Teilbereichen eine Quervermischung von Flüssigkeits-
und Brüdenströmen verhindern. Die Trennwand, die aus einem ebenen Blech
besteht, unterteilt die Kolonne in Längsrichtung in deren mittlerem Bereich
in einen Zulaufteil und einen Entnahmeteil. Das aufzutrennende Gemisch, das 1,3-Rohbutadien,
wird dem Zulaufteil zugeführt und das Produkt, das 1,3-Reinbutadien wird aus
dem Entnahmeteil abgezogen.
Das Verfahren wird in der Regel kontinuierlich durchgeführt.
Die Trennwandkolonne ist, wie in der Regel jede Destillationskolonne,
mit einem Sumpfverdampfer und einem Kondensator am Kolonnenkopf ausgestattet.
Im Verfahren der vorliegenden Erfindung wird in vorteilhafter
Weise die Verweilzeit im Sumpfverdampfer und dem zugehörigen Rohrleitungssystem
auf 3 bis 6 Minuten, begrenzt. Dadurch wird trotz der Polymerisationsanfälligkeit
des Gemisches mit zahlreichen ungesättigten Komponenten ein störungsfreier
Betrieb der Anlage, insbesondere nur geringfügige oder keine Verschmutzungen
gewährleistet.
In einer bevorzugten Verfahrensvariante wird das Flüssigkeitsrücklaufverhältnis
am oberen Ende der Trennwand auf den Zulauf- bzw. Entnahmeteil der Kolonne im Verhältnis
von 1:1,3 bis 2,2, bevorzugt im Verhältnis von 1:1,6 bis 1,9 geregelt. Dies
erfolgt bevorzugt in der Weise, dass die Flüssigkeit am oberen Ende der Trennwand
gesammelt und über eine Regelungs- oder Stellvorrichtung im genannten Verhältnis
auf den Zulauf- bzw.
Entnahmeteil der Kolonne aufgegeben wird. Dadurch wird
ein niedrigerer Energieverbrauch gewährleistet.
In einer weiteren bevorzugten Verfahrensvariante zusätzlich
oder alternativ zur Regelung des Flüssigkeitsrücklaufverhältnisses
am oberen Ende der Trennwand das Mengenverhältnis der Brüdenströme
am unteren Ende der Trennwand auf den Zulaufteil beziehungsweise auf den Entnahmeteil
der Kolonne im Verhältnis von 1:0,7 bis 1,3, bevorzugt im Verhältnis von
1:0,95 bis 1,1, eingestellt. Dies erfolgt bevorzugt durch Wahl der Trenneinbauten
und/oder durch den zusätzlichen Einbau druckverlusterzeugender Einbauten, beispielsweise
von Blenden oder durch eine Mengenregelung der Brüdenströme.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird bevorzugt
bei einem Druck im Kolonnenkopf von 2 bis 10 bar, bevorzugt von 4 bis 7 bar, durchgeführt.
Bevorzugt ist im oberen gemeinsamen Kolonnenbereich eine
Temperaturregelung vorgesehen, mit einer Messstelle unterhalb des obersten theoretischen
Bodens, bevorzugt auf dem dritten theoretischen Boden von oben gezählt, die
als Stellgröße den Destillatstrom, das Rücklaufverhältnis oder
bevorzugt die Rücklaufmenge, nutzt. Dadurch wird ein stabiler Betrieb der Kolonne
gewährleistet mit der Folge einer weiteren Verbesserung der erzielbaren Produktreinheit.
In einer weiteren Verfahrensvariante ist zusätzlich
oder alternativ eine Temperaturregelung im unteren Kolonnenbereich vorgesehen mit
einer Messstelle oberhalb des untersten theoretischen Bodens, bevorzugt auf dem
zweiten theoretischen Boden von unten gezählt, die als Stellgröße
die Sumpfentnahmemenge nutzt. Durch diese zusätzliche Maßnahme wird eine
weitere Verbesserung des stabilen Kolonnenbetriebs erreicht.
Darüber hinaus ist es zusätzlich oder alternativ
möglich, eine Standregelung am Kolonnensumpf vorzusehen, die als Stellgröße
die Seitenentnahmemenge nutzt.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte
Trennwandkolonne weist eine Anzahl von theoretischen Böden von etwa 40 bis
70, bevorzugt von 50 bis 60 auf.
Bevorzugt ist die Zulaufstelle für das 1,3-Rohbutadien
auf einem theoretischen Boden zwischen dem 20. bis 40., bevorzugt zwischen dem 25.
bis 35. theoretischen Boden angeordnet.
Die Seitenentnahmestelle für das 1,3-Reinbutadien
erfolgt bevorzugt von einem theoretischen Boden zwischen dem 25. bis 50., bevorzugt
zwischen dem 33. bis 40. theoretischen Boden.
Die Trennwand ist in der Kolonne zwischen dem 10. und 60.,
bevorzugt zwischen dem 15. und 53. theoretischen Boden, bevorzugt mittig, angeordnet.
Bezüglich der trennwirksamen Einbauten gibt es grundsätzlich
keine Einschränkungen; bevorzugt sind geordnete Packungen oder Böden vorgesehen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Böden
so ausgelegt, insbesondere bezüglich der Wehrhöhen, dass die Verweilzeit
in der Kolonne 15 Minuten, bevorzugt 10 Minuten, nicht überschreitet.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung
und eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt in der einzigen Figur eine Trennwandkolonne
1 mit Trennwand 8, die die Trennwandkolonne 1 in einen gemeinsamen oberen Kolonnenbereich
9, einen Zulaufteil 10, 12, mit Verstärkungsteil 10 und Abtriebsteil 12 einen
Entnahmeteil 11,13 mit einem Abtriebsteil 11 und einem Verstärkungsteil 13
sowie einen gemeinsamen unteren Kolonnenbereich 14 unterteilt. Das 1,3-Rohbutadien
2 tritt zwischen den Kolonnenteilen 10 und 12 in die Trennwandkolonne 1 ein. Das
1,3-Reinbutadien 3 wird zwischen den Kolonnenteilen 11 und 13, bevorzugt in flüssiger
Form, entnommen. Der am Kolonnenkopf anfallende Brüdenstrom 15 wird im Kondensator
6, der gegebenenfalls durch einen Nachkühler ergänzt wird, teilweise kondensiert
und in den Rücklaufstrom 16 sowie den Destillatstrom 4 aufgeteilt. Der nicht
kondensierte Anteil aus dem Kondensator 6 enthält die leichtsiedenden Verunreinigungen
und wird dampfförmig als Strom 19 abgezogen. Am unteren Kolonnenende wird die
Flüssigkeit 17 in einem Verdampfer 7 teilweise verdampft und über die
Rohrleitung 18 in die Kolonne zurückgeführt. Ein Teilstrom 5, der die
schwersiedenden Verunreinigungen enthält, wird abgezogen. Der Verdampfer 7
kann als Naturumlaufverdampfer oder als Zwangsumlaufverdampfer ausgebildet sein,
im letzteren Fall ist zusätzlich eine Umlaufpumpe für den Flüssigkeitsstrom
17 erforderlich. Besonders vorteilhaft hinsichtlich der Vermeidung unerwünschter
Polymerisationsreaktionen ist es anstelle des Zwangsumlaufverdampfers einen Fallfilmverdampfer
einzusetzen, da mit dieser Bauart die kürzesten Verweilzeiten möglich
sind. Zur Verringerung der Verweilzeit der Flüssigkeit im Verdampfersystem
ist es günstig, die Standhaltung nicht in der unteren Kolonnenhaube, sondern
in der Zulaufleitung der Flüssigkeit 17 anzuordnen.
Beispiel:
Ein 1,3-Rohbutadienstrom von 11.027 kg/h mit einer Temperatur
von 43,8°C wurde flüssig auf dem 30. theoretischen Boden einer Trennwandkolonne
1 mit insgesamt 55 theoretischen Böden eingespeist. Das 1,3-Rohbutadien wies
die folgende Zusammensetzung auf:
Propin
800 ppm
n-Butan
9 ppm
i-Butan
17 ppm
n-Buten
28 ppm
i-Buten
49 ppm
trans-2-Buten
13 ppm
cis-2-Buten
0,27 Gew.-%
1,3 Butadien
99,44 Gew.-%
1,2 Butadien
0,14 Gew.-%
1-Butin
49 ppm
C4-Acetylene
82 ppm
C5-Komponenten
48 ppm
Wasser
405 ppm.
Die Trennwand 8 erstreckte sich vom 20. bis zum 51. theoretischen
Boden. Die Seitenentnahme 3 erfolgte auf dem 37. theoretischen Boden. Der Betrieb
der Kolonne erfolgte bei einem Kopfdruck von 5,5 bar und einem Sumpfdruck von 5,75
bar.
Am Kopf der Kolonne wurde bei einer Temperatur von 40°C
kondensiert. Aus dem Kondensator 6 wurde ein dampfförmiger leichtsiederhaltiger
Strom 19 von 26,4 kg/h abgezogen. Aus dem kondensierten Strom wurde ein Teilstrom
4 von 4,4 kg/h abgezogen. Die hochsiedenden Verunreinigungen 5 wurden am Kolonnensumpf
in einem Mengenstrom von 28 kg/h bei einer Temperatur von 62°C entnommen. Am
Seitenabzug wurde das Wertprodukt 1,3-Reinbutadien bei einer Temperatur von 49,7°C
flüssig in einer Menge von 10.968,5 kg/h mit einem Gehalt an 1,3-Butadien von
99,76 Gew.% erhalten. Die handelsüblichen Spezifikationen für Propin wurden
mit 10 ppm und für 1,2-Butadien mit 20 ppm eingehalten. Die Destillationsausbeute
für 1,3-Butadien lag bei über 99,8 %.
Das Aufteilungsverhältnis für die Flüssigkeit
am oberen Ende der Trennwand 8 betrug 1:1,8 zwischen Zulaufteil und Entnahmeteil.
Am unteren Ende der Trennwand erfolgte die Aufteilung des Brüdenstroms im Verhältnis
1:1 auf den Zulauf- bzw. den Entnahmeteil. Die Heizleistung betrug 4.778 kW.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren konnte die
Destillation von 1,3-Rohbutadien zu 1,3-Reinbutadien bei einer Jahreskapazität
von 90.000 t unter Einhaltung der geforderten Spezifikationen mit einer Investitionskosteneinsparung
von 20% und einer Energiekosteneinsparung von 16% gegenüber dem herkömmlichen
zweistufigen Destillationsverfahren durchgeführt werden.
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| Anspruch[de] |
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Verfahren zur destillativen Gewinnung von 1,3-Reinbutadien, enthaltend
mindestens 99,6 Gew.-% 1,3-Butadien, maximal 10 ppm Propin und maximal 20 ppm 1,2-Butadien,
aus 1,3-Rohbutadien, enthaltend etwa 89 bis 99,5 Gew.-% 1,3-Butadien, Rest Verunreinigungen,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren in einer Trennwandkolonne (1)
durchgeführt wird, in der eine Trennwand (8) in Kolonnenlängsrichtung
unter Ausbildung eines oberen gemeinsamen Kolonnenbereichs (9), eines unteren gemeinsamen
Kolonnenbereichs (14), eines Zulaufteils (10,12) und eines Entnahmeteils (11,13)
angeordnet ist, und dass man die Verweilzeit im Sumpfverdampfer (7) und dem zugehörigen
Rohrleitungssystem auf 1 bis 15 Minuten begrenzt.
Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
man die Verweilzeit im Sumpfverdampfer (7) und dem dazugehörigen Rohrleitungssystem
auf 3 bis 6 Minuten begrenzt.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
man das Flüssigkeitsrücklaufverhältnis am oberen Ende der Trennwand
(8) auf den Zulauf-(10) bzw. den Entnahmeteil (11) der Kolonne im Verhältnis
von 1 zu 1,3 bis 2,2 bevorzugt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass man das Mengenverhältnis der Brüdenströme am unteren Ende
der Trennwand (8) auf den Zulaufteil (12) bzw. den Entnahmeteil (13) der Kolonne
im Verhältnis von 1 zu 0,7 bis 1,3, bevorzugt im Verhältnis von 1 zu 0,95
bis 1,1, einstellt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch
einen Druck am Kolonnenkopf von 2 bis 10 bar, bevorzugt von 4 bis 7 bar.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch
eine Temperaturregelung im oberen gemeinsamen Kolonnenbereich, mit einer Messstelle
unterhalb des obersten theoretischen Bodens, bevorzugt auf dem 3. theoretischen
Boden von oben gezählt, die als Stellgröße den Destillatstrom, das
Rücklaufverhältnis oder bevorzugt die Rücklaufmenge nutzt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch
eine Temperaturregelung im unteren gemeinsamen Kolonnenbereich mit einer Messstelle
oberhalb des untersten theoretischen Bodens, bevorzugt auf dem 2. theoretischen
Boden von unten gezählt, die als Stellgröße die Sumpfentnahmemenge
nutzt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch
eine Standregelung am Kolonnensumpf, die als Stellgröße die Seitenentnahmemenge
nutzt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch
eine Anzahl von theoretischen Böden von etwa 40 bis 70, bevorzugt von 50 bis
60 in der Trennwandkolonne (1).
Verfahren nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch die Anordnung
der Zulaufstelle (2) für das 1,3-Rohbutadien auf einem theoretischen Boden
zwischen dem 20. bis 40., bevorzugt zwischen dem 25. bis 35. theoretischen Boden.
Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, gekennzeichnet
durch eine Seitenentnahmestelle (3) für das 1,3-Reinbutadien von einem
theoretischen Boden zwischen dem 25. bis 50., bevorzugt zwischen dem 33. bis 40.
theoretischen Boden.
Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (8) in der Kolonne zwischen dem 10. und 60., bevorzugt zwischen
dem 15. und 53. theoretischen Boden, bevorzugt mittig, angeordnet ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass als trennwirksame Einbauten geordnete Packungen oder Böden vorgesehen
sind.
Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die
Böden dergestalt ausgelegt sind, insbesondere bezüglich der Wehrhöhen,
dass die Verweilzeit in der Kolonne 15 Minuten, bevorzugt 10 Minuten, nicht überschreitet.
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| Anspruch[en] |
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A process for obtaining pure 1,3-butadiene comprising at least 99.6%
by weight of 1,3-butadiene, not more than 10 ppm of propyne and not more than 20
ppm of 1,2-butadiene from crude 1,3-butadiene comprising from about 89 to 99.5%
by weight of 1,3-butadiene, balance impurities, by distillation, wherein the process
is carried out in a dividing wall column (1) in which a dividing wall (8) is installed
in the longitudinal direction of the column to form an upper common column region
(9), a lower common column region (14), a feed section (10, 12) and an offtake section
(11, 13) and the residence time in the bottom vaporizer (7) and the associated piping
system is limited to from 1 to 15 minutes.
The process process according to claim 1, wherein the residence time
in the bottom vaporizer (7) and the associated piping system is limited to from
3 to 6 minutes.
The process according to claim 1 or 2, wherein the liquid runback ratio
at the upper end of the dividing wall (8) between the feed section (10) and the
offtake section (11) of the column is set to a ratio of 1:1.3-2.2.
The process according to any of claims 1 to 3, wherein the ratio of
the vapor flows at the lower end of the dividing wall (8) to the feed section (12)
and the offtake section (13) of the column is set to a ratio of 1:0.7-1.3, preferably
1:0.95-1.1.
The process according to any of claims 1 to 4, wherein the pressure
at the top of the column is from 2 to 10 bar, preferably from 4 to 7 bar.
The process according to any of claims 1 to 5, wherein the upper common
column region is provided with a temperature regulator with a measurement point
below the uppermost theoretical plate, preferably on the third theoretical plate
from the top, which utilizes the distillate flow, the runback ratio or preferably
the amount of runback as setting parameter.
The process according to any of claims 1 to 6, wherein the lower common
column region is provided with a temperature regulator with a measurement point
above the lowermost theoretical plate, preferably on the second theoretical plate
from the bottom, which utilizes the amount taken off at the bottom as setting parameter.
The process according to any of claims 1 to 7, wherein the bottom of
the column is provided with a level regulator which utilizes the amount taken off
at the side offtake as setting parameter.
The process according to any of claims 1 to 8 which has from about 40
to 70, preferably from about 50 to 60, theoretical plates in the dividing wall column
(1).
The process according to claim 9, wherein the feed point (2) for the
crude 1,3-butadiene is located on a theoretical plate from the 20th to the 40th,
preferably from the 25th to 35th, theoretical plate.
The process according to claim 9 or 10 which has a side offtake point
(3) for the pure 1,3-butadiene at a theoretical plate from the 25th to the 50th,
preferably from the 33rd to 40th, theoretical plate.
The process according to any of claims 9 to 11, wherein the dividing
wall (8) is installed, preferably centrally, in the column between the 10th and
60th, preferably between the 15th and 53rd, theoretical plates.
The process according to any of claims 9 to 12 provided with ordered
packing or trays as separation-active internals.
The process according to claim 13, wherein the trays are designed, particularly
in respect of the weir heights, so that the residence time in the column does not
exceed 15 minutes, preferably 10 minutes.
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| Anspruch[fr] |
|
Procédé destiné à l'obtention par distillation de
1,3-butadiène pur, contenant au moins 99,6 % en poids de 1,3-butadiène,
au maximum 10 ppm de propine et au maximum 20 ppm de 1,2-butadiène, à
partir de 1,3-butadiène brut, contenant environ 89 à 99,5 % en poids de
1,3-butadiène, le reste représentant des impuretés, caractérisé
en ce que l'on réalise le procédé dans une colonne à paroi
séparatrice (1), dans laquelle une paroi séparatrice (8) est agencée
dans la direction longitudinale de la colonne en formant une zone de colonne commune
supérieure (9), une zone de colonne commune inférieure (14), une partie
d'alimentation (10,12) et une partie de soutirage (11,13) et en ce que l'on
limite le temps de séjour dans l'évaporateur de bas de colonne (7) et
dans le système de conduite tubulaire correspondant à une durée de
1 à 15 minutes.
Procédé selon la revendication 1, caractérisé
en ce que l'on limite le temps de séjour dans l'évaporateur de bas
de colonne (7) et dans le système de conduite tubulaire correspondant à
une durée de 3 à 6 minutes.
Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce que l'on ajuste un rapport de reflux liquide de l'extrémité
supérieure de la paroi séparatrice (8) à la partie d'alimentation
(10) ou à la partie de soutirage (11) de la colonne de 1:1,3 à 2,2.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à
3, caractérisé en ce que l'on ajuste le rapport quantitatif des
courants de fumées de l'extrémité inférieure de la paroi séparatrice
(8) à la partie d'alimentation (12) ou à la partie de soutirage (13) de
la colonne dans un rapport de 1:0,7 à 1,3, de préférence dans un
rapport de 1:0,95 à 1,1.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, caractérisé par une pression en tête de colonne de 2 à
10 bars, de préférence de 4 à 7 bars.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, caractérisé par une régulation de température dans
la zone de colonne commune supérieure, avec un point de mesure en dessous du
plateau théorique supérieur, de préférence sur le 3ème
plateau théorique en partant du haut, laquelle régulation de température
utilise le courant du distillat, le rapport de reflux ou, de préférence,
la quantité de reflux comme grandeur de réglage.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à
6, caractérisé par une régulation de température dans
la zone de colonne commune inférieure, avec un point de mesure au-dessus du
plateau théorique inférieur, de préférence sur le 2ème
plateau théorique en partant du bas, laquelle régulation de température
utilise la quantité soutirée du bas de colonne comme grandeur de réglage.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à
7, caractérisé par une régulation de niveau en bas de colonne
qui utilise la quantité de soutirage latéral comme grandeur de réglage.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à
8, caractérisé par un nombre de plateaux théoriques d'environ
40 à 70, de préférence de 50 à 60 dans la colonne à paroi
séparatrice (1).
Procédé selon la revendication 9, caractérisé
par l'agencement du point d'alimentation (2) pour le 1,3-butadiène brut
sur un plateau théorique situé entre les 20ème et 40ème
plateaux théoriques, de préférence entre les 25ème
et 35ème plateaux théoriques.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 ou 10,
caractérisé par un point de soutirage latéral (3) pour le
1,3-butadiène pur d'un plateau théorique situé entre les 25ème
et 50ème plateaux théoriques, de préférence entre
les 33ème et 40ème plateaux théoriques.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à
11, caractérisé en ce que la paroi séparatrice (8) est agencée
dans la colonne entre les 10ème et 60ème plateaux
théoriques, de préférence entre les 15ème et 53ème
plateaux théoriques, de préférence au centre.
Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à
12, caractérisé en ce que l'on prévoit des garnissages ou
des plateaux ordonnés comme éléments encastrés séparateurs.
Procédé selon la revendication 13, caractérisé
en ce que les plateaux sont dimensionnés, en particulier concernant les
hauteurs de déversoir, de sorte que le temps de séjour dans la colonne
ne dépasse pas 15 minutes, de préférence 10 minutes.
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