Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines
Turboverdichters, bei dem ein Betriebspunkt vorgegeben wird, der unterhalb der in
einem dem Turboverdichter zugeordneten Betriebsdiagramm durch eine Pumpgrenzkurve
repräsentierten Pumpgrenze liegt. Sie betrifft weiterhin einen Turboverdichter.
Das Betriebsverhalten eines Turboverdichters lässt
sich anhand seines Betriebsdiagrammes charakterisieren. Üblicherweise wird
ein derartiges Betriebsdiagramm in einem kartesichen Koordinatensystem dargestellt,
wobei entlang der Abszisse (x-Achse) z. B. die Drehzahl des Verdichters oder eine
daraus abgeleitete Kenngröße und entlang der Ordinate (y-Achse) z. B.
der Anstellwinkel der Vorleitschaufeln oder das Druckverhältnis, definiert
als der Quotient von Enddruck zu Saugdruck, abgetragen ist. In einer alternativen,
im Wesentlichen aber äquivalenten Darstellungsweise kann die x-Koordinate auch
den Volumenstrom durch den Verdichter oder eine ähnliche Kenngröße
bezeichnen. In das Betriebsdiagramm wird üblicherweise eine Schar von relevanten
Kennlinien des Turboverdichters eingetragen, die in ihrer Gesamtheit ein Kennfeld
bilden, z. B. Linien konstanten Wirkungsgrades oder konstanten Drehmomentes oder
dergleichen. Die verdichterspezifischen Kennlinien lassen sich beispielsweise experimentell
im Rahmen von Prüfstandversuchen oder auch anhand theoretischer Überlegungen
oder numerischer Simulationen ermitteln.
Der aktuelle Betriebszustand oder Betriebspunkt des Verdichters
wird im Betriebsdiagramm durch einen Punkt repräsentiert. Beim Betrieb des
Turboverdichters sollten ungünstige Betriebspunkte vermieden werden. Eine Betriebsgrenze
des Turboverdichters, deren Überschreitung in jedem Fall zu vermeiden ist,
ist die so genannte Pumpgrenze. Unter "Pumpen" (engl. surge) versteht man das Phänomen,
das auftritt, wenn beispielsweise bei einem bestimmten Druckverhältnis ein
dazu korrespondierender Mindestvolumenstrom unterschritten wird. Dabei bricht die
Strömung zur Druckseite des Verdichters hin zusammen; es kommt zu einer Rückströmung
durch den Kompressor, in deren Folge sich der Eintrittsdruck wieder erhöht
und der Austrittsdruck abnimmt, bis erneut die Pumpgrenze erreicht wird. Ein derartiger
Pumpvorgang, gekennzeichnet durch zyklisches Fördern und Rückströmen
des komprimierten Mediums, wird in der Regel begleitet von starken, niederfrequenten
Vibrationen (mit einer typischen Frequenz von 0,5 bis 2 Hz), von Druckstößen
und von einem schnellen Temperaturanstieg im Verdichter. Mögliche Folgen sind
Lager-, Anstreif-, Laufrad- bzw. Schaufelschäden mit den damit verbundenen
Betriebsausfällen.
Zwar lässt sich durch das sofortige Einleiten von
aktiven Pumpunterdrückungsmaßnahmen beim Auftreten des ersten Pumpstoßes,
etwa durch das Öffnen von Aus- oder Umblaseventilen, das unmittelbare Gefährdungspotenzial
durch derartige Pumpvorgänge erheblich begrenzen, jedoch ist in diesem Fall
eine vorübergehende Abweichung von den Nennbetriebswerten und somit eine vorübergehende,
zum Teil erhebliche Leistungsreduktion unvermeidlich, wodurch insbesondere auch
die störungsfreie Verfügbarkeit eines an den Turboverdichter oder die
zugehörige Gasturbine angekoppelten Generators eingeschränkt ist. Damit
kann beispielsweise die Stabilität der Stromversorgung bei Einspeisung des
im Generator erzeugten elektrischen Stromes in ein Verbundnetz beeinträchtigt
sein. Es besteht daher das Bestreben, ein Überschreiten der Pumpgrenze bei
einem Turboverdichter durch "intelligente" Regelung des Betriebsverhaltens von vornherein
zu vermeiden.
Im Betriebsdiagramm wird die Pumpgrenze für verschiedene
Betriebsbedingungen durch eine Pumpgrenzkurve repräsentiert, die das Kennlinienfeld
in einem stabilen und einen instabilen Bereich trennt. Die exakte Lage und der exakte
Verlauf der Pumpgrenzkurve für die verschiedenen Vorleitschaufelstellungen
lassen sich theoretisch nur mit begrenzter Genauigkeit ermitteln; eine experimentelle
Ermittlung ist vergleichsweise aufwändig und liegt in vielen Fällen nicht
vor. Allenfalls wird in der Regel aus einer Serie gleichartiger Turboverdichter
ein Testexemplar ausgesondert und in einem Messstand vermessen. Vergleichsweise
kleine Toleranzen bei der Fertigung der Serie können aber bereits zu merklichen
Verschiebungen der Pumpgrenzkurve führen. Darüber hinaus ändert sich
die Lage der Pumpgrenze im Betrieb in Abhängigkeit vom Alter des Turboverdichters
und von der Sauberkeit der Verdichterbeschaufelung sowie von weiteren, zum Teil
nur schwer erfassbaren oder quantifizierbaren Einflussfaktoren. Derzeit wird daher
die Lage der Pumpgrenzkurve im Betriebsdiagramm nur dann angepasst, wenn dies infolge
neuer Betriebserfahrung oder durch verbesserte Rechenverfahren sinnvoll erscheint.
Deshalb muss der Betriebspunkt des Turboverdichters grundsätzlich unter Berücksichtigung
eines mit hoher Sicherheit ausreichenden, dadurch aber auch mit hoher Wahrscheinlichkeit
unnötig groß gewählten Abstandes zur tatsächlichen Pumpgrenzlage
eingestellt werden. Dadurch wird der Betriebsbereich des Turboverdichters bzw. der
Gasturbine unnötig eingeschränkt, wobei gerade in den Kennfeldbereichen
mit prinzipiell hoher Leistungsausbeute durch die Wahl eines entsprechend großen
Sicherheitsabstandes hohe Einbußen auftreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zum Betreiben eines Turboverdichters anzugeben, das bei hoher betrieblicher Sicherheit
und unter Vermeidung von Pumpvorgängen eine besonders große Flexibilität
hinsichtlich der Wahl des Betriebspunktes sowie je nach den betrieblich vorgegebenen
Randbedingungen einen besonders hohen betrieblichen Wirkungsgrad und/oder eine besonders
hohe Leistungsausbeute gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass die Pumpgrenzkurve während des Betriebs des Turboverdichters anhand von
während des Betriebs am Turboverdichter ermittelten Messwerten aktualisiert
wird.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass ein
besonders großer Betriebsbereich eines Turboverdichters und damit eine unter
allen denkbaren betrieblichen Randbedingungen besonders günstige Betriebsweise
dann realisierbar ist, wenn nur ein vergleichsweise kleiner Sicherheitsabstand zur
Pumpgrenze vorgegeben und eingehalten werden muss. Dazu sollte idealerweise die
tatsächliche Pumpgrenzkurve im zugrunde liegenden Betriebsdiagramm mit möglichst
hoher Genauigkeit bekannt sein. Ferner sollte für einen sicheren und gleichzeitig
etwaige Leistungsreserven vollständig ausschöpfenden Betrieb des Turboverdichters
berücksichtigt werden, dass diese tatsächliche, à priori allerdings
nur näherungsweise bekannte Pumpgrenzkurve keine statische Größe
ist, sondern im Laufe des Betriebs unter dem Einfluss vielfältiger Faktoren,
wie etwa Lebensdauer, Anzahl der Betriebsstunden, Verschmutzungsgrad, Korrosion,
vergrößertes Lagerspiel etc. variieren, sprich sich verschieben oder auch
ihre Form ändern kann.
Nach dem nunmehr vorgesehenen Konzept werden derartige
Effekte durch eine dynamische, während des Betriebs erfolgende Anpassung der
anfänglich nur approximativ ermittelten Pumpgrenzkurve an die wirklichen Gegebenheiten
berücksichtigt, wobei diese Anpassung anhand von während des Betriebs
aufgenommenen Messwerten erfolgt, die in die Ermittlung oder Berechnung der aktuellen
Pumpgrenzkurve eingehen. Damit kann zum einen in der Art einer iterativen Prozedur
die ursprüngliche Approximation der Pumpgrenzkurve verbessert werden, so dass
im Prinzip eine Kalibrierung des der anfänglichen Kurve zugrunde liegenden
Modells (der Vorhersage) durchgeführt wird, die bereits dann vorteilhaft wäre,
wenn die tatsächliche Pumpgrenze stationär wäre.
Darüber hinaus erfolgt auf diese Weise auch automatisch
eine Adaption der Pumpgrenzkurve an die alterungsbedingt auftretenden Veränderungen
und Degradationseffekte, die sich in einer zeitlich variierenden Pumpgrenzkurve
niederschlagen, und die über die als Funktion der Zeit (kontinuierlich oder
diskret) aufgenommenen Messwerte unmittelbar und mit vergleichsweise geringem Aufwand
messtechnisch erfassbar sind.
Die für die Aktualisierung der Pumpgrenzkurve maßgeblichen
Zeitintervalle können vorab anhand von Erfahrungswerten festgelegt werden.
Sie können auch unregelmäßig sein und während des Betriebs bedarfsgerecht
justiert werden. Vorteilhafterweise erfolgt jedoch eine fortlaufende Erfassung der
Messwerte und Aktualisierung der Pumpgrenzkurve in periodischen Zeitschritten, z.B.
täglich bei extremen Umgebungstemperaturen oder auch ereignisgesteuert, z.B.
bei niedrigen Netzfrequenzen / Drehzahlen. Kürzer gewählte Zeitintervalle
bedingen zwar einen erhöhten Verarbeitungsaufwand für die erfassten Daten,
sind aber zweckmäßig, um auch den Einfluss instationärer Vorgänge,
wie etwa das An- oder Abfahren des Turboverdichters oder Lastwechselvorgänge,
angemessen zu berücksichtigen.
Neben einer rein messwertbasierten Aktualisierung der Pumpgrenzkurve
kann es vorteilhafterweise zusätzlich vorgesehen sein, auf Erfahrungswerten
beruhende Freiheitsgrade, etwa in der Art von frei wählbaren Skalierungsfaktoren
oder dergleichen, bei der Ermittlung der aktuellen Pumpgrenzkurve zuzulassen.
Vorteilhafterweise wird während des Betriebs des Turboverdichters
der aktuelle Wert eines Zustandsparameters, der zumindest näherungsweise ein
Maß für den Abstand des jeweiligen Betriebszustandes zur tatsächlichen
Pumpgrenze darstellt, ermittelt, wobei anhand dieses aktuellen Wertes des Zustandsparameters
die aktuelle Pumpgrenzkurve festgelegt wird. Dabei wird vorzugsweise aus einer Schar
möglicher Pumpgrenzkurven, entlang derer der Wert des Zustandsparameters jeweils
konstant ist, diejenige als aktuelle Pumpgrenzkurve ausgewählt, die dem tatsächlichen
Pumpgrenzabstand zuzuordnen ist, der sich aus dem aktuellen Wert des Zustandsparameters
ergibt.
Mit anderen Worten: In das Betriebsdiagramm des Turboverdichters
werden - gegebenenfalls den sonstigen Kennlinien überlagert - Kurven mit jeweils
konstantem Wert des zuvor als relevant ausgewählten Zustandsparameters eingetragen.
Dabei handelt es sich um generische Kurven, deren Verlauf aus experimentellen (Prüffeld-)Versuchen,
gegebenenfalls durch theoretische Überlegungen und Rechnungen unterstützt,
bekannt ist. Da der auch als Stall-Parameter bezeichnete Zustandsparameter derart
gewählt ist, dass er zumindest in guter Näherung ein universelles, absolutes
Maß für den Abstand des jeweiligen Betriebszustandes zur tatsächlichen
Pumpgrenze darstellt, können die so erzeugten Kurven auch als Kurven konstanten
Pumpgrenzabstandes angesehen werden. Sie stellen die möglichen Pumpgrenzkurven
dar, die mit zunehmender Betriebszeit des Turboverdichters von diesem tatsächlich
angenommen bzw. realisiert werden können. Anders ausgedrückt: Die aktuelle
Pumpgrenzkurve stimmt in guter Näherung mit einer der Kurven aus der zuvor
ermittelten Schar überein, nämlich derjenigen, die dem aktuellen, durch
Messung ermittelten Wert des Zustandsparameters zugeordnet ist.
Da der gemessene Wert des Zustandsparameters möglicherweise
selbst fehlerbehaftet ist, ist es zweckmäßig, eine Mehrzahl von Messwerten
simultan oder zumindest zeitnah aufzunehmen und dann z. B. aus diesen Messwerten
einen Mittelwert zu bilden. Alternativ kann bei besonders konservativer Auslegung
derjenige Messwert aus der aufgenommenen Reihe zur Auswahl der Pumpgrenzkurve herangezogen
werden, der die größten "Sicherheitsreserven" bietet. Die aktuelle Pumpgrenzkurve
kann dabei beispielsweise auch durch Parallelverschiebung der ursprünglichen
Pumpgrenzkurve im Betriebsdiagramm, gegebenenfalls unter Anwendung der Methode der
kleinsten Fehlerquadrate oder dergleichen ermittelt und an die aktuellen Messwerte
des Stall-Parameters angepasst werden.
Vorteilhafterweise werden in die Ermittlung oder Berechnung
des aktuellen Wertes des Zustandsparameters zeitabhängige Druckfluktuationen
im Strömungskanal des Turboverdichters einbezogen. Als besonders vorteilhaft
erweist es sich dabei, die Druckfluktuation im Spaltbereich zwischen den Laufschaufeln
einer Laufschaufelreihe, insbesondere der in Strömungsrichtung des zu verdichtenden
Strömungsmediums gesehen ersten Laufschaufelreihe und dem den Strömungskanal
begrenzenden Verdichtergehäuse zu messen. Als weitere Eingangsgrößen
zur Berechnung des aktuellen Wertes des Zustandsparameters werden vorteilhafterweise
eine für den Anstellwinkel der Leitschaufeln des Turboverdichters charakteristische
Kenngröße und/oder eine das Druckverhältnis zwischen saugseitigem
und auslassseitigem Druck und/oder eine für die Drehzahl des Turboverdichters
charakteristische Kenngröße durch Messung ermittelt. Wie sich herausgestellt
hat, ist ein solchermaßen aus vergleichsweise einfach zugänglichen Messgrößen
ermittelter Wert des Zustandsparameters für eine besonders zuverlässige
Bewertung des Pumpgrenzabstandes und für eine zuverlässige Vorhersage
von Pumpzuständen geeignet.
In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung
des Verfahrens werden als eine erste Koordinate des Betriebsdiagrammes eine für
den Anstellwinkel der Leitschaufeln charakteristische Kenngröße oder stattdessen
das (Gesamt-) Druckverhältnis zwischen auslassseitigem und saugseitigem Druck
des Turboverdichters und als zweite Koordinate eine für die Drehzahl des Turboverdichters
charakteristische Kenngröße, insbesondere die auf Normbedingungen bezogene
reduzierte Drehzahl, gewählt. Eine derartige Darstellung der betrieblichen
Zusammenhänge hat sich bereits im Rahmen der bislang verwendeten Regelungs-
oder Steuerungsverfahren etabliert und ist daher für das Bedienpersonal des
Turboverdichters ausgesprochen übersichtlich und aussagekräftig.
Bei der ersten Inbetriebnahme des Turboverdichters wird
vorteilhafterweise eine auf theoretischen Überlegungen, insbesondere auf Modellrechnungen
und numerischen Simulationen, und/oder auf Vergleichsmessungen an anderen Maschinen
gleicher oder ähnlicher Bauart beruhende, also heuristisch ermittelte, anfängliche
Pumpgrenzkurve verwendet, indem beispielsweise der Wert des Zustandsparameters überschlagsmäßig
abgeschätzt und anhand dieses Wertes aus der Schar theoretisch möglicher
Pumpgrenzkurven die entsprechende ausgewählt wird.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird
einer drohenden oder tatsächlichen Überschreitung der Pumpgrenze, vorzugsweise
in automatisierter Weise, entgegengewirkt, indem der einer den Verdichter antreibenden
Antriebseinheit zugeführte Brennstoffmassenstrom reduziert und/oder der Anstellwinkel
der Vorleitschaufeln verändert wird. Mit Vorleitschaufeln werden dabei die
Leitschaufeln der in Strömungsrichtung des Strömungsmediums gesehen ersten
Leitschaufelreihe bezeichnet, die über eine zugehörige Verstellvorrichtung
um ihre Längserstreckung verstellbar sind. Durch die rechtzeitige Einleitung
derartiger Pumpverhütungsmaßnahmen können wesentlich drastischere,
nachträgliche Entlastungsmaßnahmen, wie etwa das Öffnen von Abblaseventilen
oder dergleichen vermieden und stattdessen der reguläre Betrieb des Turboverdichters
oder der Gasturbine ohne übermäßige Leistungseinbußen aufrecht
erhalten werden.
Ein auf das oben erläuterte Betriebsverfahren besonders
gut abgestimmter Turboverdichter weist bevorzugt eine Überwachungs- und Regelungsvorrichtung
auf, wobei die Überwachungs-und Regelungsvorrichtung eine Anzahl von Messsensoren
umfasst, die datenseitig mit einer für die Ermittlung des aktuellen Betriebszustandes
sowie für die Ermittlung und/oder Kalibrierung einer aktuellen Pumpgrenzkurve
konfigurierten Auswerteeinheit verbunden sind. Das heißt, der Betriebszustand
des Turboverdichters wird fortlaufend daraufhin überwacht, ob er sich im Betriebsdiagramm
der dynamisch aktualisierten Pumpgrenzkurve annähert, so dass bei Unterschreiten
eines vorgegebenen, vorzugsweise frei wählbaren Mindestabstandes ein entsprechendes
Warnsignal ausgegeben wird. Weiterhin umfasst die Überwachungs- und Regelungsvorrichtung
vorteilhafterweise eine dateneingangsseitig auf die in der Auswerteeinheit ermittelte
aktuelle Pumpgrenzkurve zugreifende Regelungseinheit, die mit einer Anzahl von auf
relevante Stellgrößen des Turboverdichters einwirkenden Aktuatoren verbunden
ist. Die Regelungseinheit ist dabei derart konfiguriert, dass durch entsprechende
zeitabhängige Ansteuerung der Aktuatoren der Betriebspunkt des Turboverdichters
stets unterhalb der durch die aktuelle Pumpgrenzkurve repräsentierten Pumpgrenze
bleibt. Gegebenenfalls kann das Bedienpersonal über eine Bedienkonsole oder
dergleichen auch die vollautomatische Regelung außer Kraft setzen oder "überschreibende"
manuelle Steuerbefehle absetzen, und zwar vorteilhafterweise nur solche, die den
Abstand des Betriebspunktes zur aktuellen Pumpgrenzkurve vergrößern.
Vorteilhafterweise umfasst der Turboverdichter mindestens
einen zur Erfassung von zeitlichen Druckfluktuationen im Strömungskanal ausgelegten
Drucksensor, der vorzugsweise im Bereich des der ersten Laufschaufelreihe zugeordneten
Radialspalts angeordnet ist. Die hier interessierenden, bei konstanter Drehzahl
des Turboverdichters periodischen Druckfluktuationen entstehen dadurch, dass die
Laufschaufeln sich infolge der Rotation der Verdichterwelle mit vergleichsweise
hoher Geschwindigkeit am jeweiligen Messpunkt des Verdichtergehäuses vorbei
bewegen. Dementsprechend sollte der jeweilige Drucksensor eine vergleichsweise hohe
Abtastrate von typischerweise mindestens 50 kHz haben.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Turboverdichter
weiterhin eine Vorrichtung zur Regulierung des Brennstoffmassenstroms, welcher einer
den Turboverdichter antreibenden Antriebseinheit zugeführt wird, und/oder eine
Verstellvorrichtung für die Vorleitschaufeln des Turboverdichters auf. Der
Turboverdichter ist vorteilhafterweise ein Gasturbinenverdichter, so dass es sich
bei der Antriebseinheit um die Turbineneinheit der Gasturbine und bei dem regelbaren
Brennstoffmassenstrom um den den Brennern der zugehörigen Brennkammer zugeführten
Brennstoffmassenstrom handelt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere
darin, dass durch die während des Betriebs des Turboverdichters erfolgende
dynamische Anpassung bzw. Aktualisierung der Pumpgrenzkurve anhand von durch Messung
ermittelten, charakteristischen Zustandsparametern ein besonders zuverlässiger
und sicherer Betrieb des Turboverdichters ermöglicht ist, wobei gleichzeitig
der jeweils stabile Betriebsbereich möglichst vollständig ausgeschöpft
werden kann, ohne wie bislang etwaige Leistungsreserven durch unnötig groß
gewählte Sicherheitsabstände ungenutzt zu "verschenken". Dabei lassen
sich zum einen die Vorhersagen aus vereinfachten, aber gut handhabbaren Modellen
an die Realität anpassen bzw. kalibrieren, zum anderen wird eine alterungsbedingte
oder verschmutzungsbedingte Verlagerung der Pumpgrenzkurve automatisch mit erfasst
und lässt sich bei der Steuerung oder Regelung des Turboverdichters angemessen
berücksichtigen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand
einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
- FIG 1
- schematisch einen Turboverdichter im Längsschnitt mit einer zugehörigen
Überwachungs- und Regelungs-vorrichtung,
- FIG 2
- ein Betriebsdiagramm des Turboverdichters gemäß FIG 1 mit einer generischen
Pumpgrenzkurve, und
- FIG 3
- ein weiteres Betriebsdiagramm des Turboverdichters gemäß FIG 1, in
das verschiedene Pumpgrenzkurven eingetragen sind, welche jeweils zu verschiedenen
Betriebszeitpunkten des Turboverdichters anhand von Messungen eines Zustandsparameters
ermittelt wurden.
Der in FIG 1 dargestellte Turboverdichter 2 dient zur Verdichtung
eines Strömungsmediums M, hier Luft. Dazu umfasst der als Axialverdichter ausgestaltete
Turboverdichter 2 eine Anzahl von jeweils zu Laufschaufelreihen zusammengefasste,
jeweils kranzförmig an einer rotierbaren Verdichterwelle 4 angeordnete Laufschaufeln
6. Durch die rotierenden Laufschaufeln 6 wird in Umkehrung des Prinzips einer Turbine
kinetische Energie auf das Strömungsmedium M übertragen, wodurch dieses
innerhalb des nach innen durch die Verdichterwelle 4 und nach außen durch das
Verdichtergehäuse 8 begrenzten Strömungskanals 10 in Richtung der Verdichterachse
12 vom Einlass 14 zum Auslass 16 befördert und dabei infolge des zur Auslassseite
hin stetig abnehmenden Querschnitts des Strömungskanals 10 komprimiert wird.
Das heißt, bei gleichem Massenstrom ist der Volumenstrom am Auslass 16 geringer
als am Einlass 14. Im Allgemeinen muss der Massenstrom allerdings nicht über
den gesamten Verdichter konstant sein; vielmehr können an einzelnen Verdichterstufen
Teilmengen der verdichteten Luft entnommen werden. Die Einlassseite wird auch als
Saugseite bezeichnet. Zwischen den Laufschaufeln 6 benachbarter Laufschaufelreihen
sind jeweils am Verdichtergehäuse 8 befestigte, jeweils zu Leitschaufelreihen
zusammengefasste Leitschaufeln 18 vorgesehen, so dass sich Lauf- und Leitschaufelreihen
in Strömungsrichtung 20 des Strömungsmediums abwechseln. Die in den Strömungskanal
10 hineinragenden Leitschaufeln 18 dienen dabei zur Strömungsführung des
Strömungsmediums M. Eine aus einer Laufschaufelreihe und einer ihr unmittelbar
nachfolgenden Leitschaufelreihe gebildete Einheit wird auch als Verdichterstufe
bezeichnet.
Der Turboverdichter 2 ist als Gasturbinenverdichter Bestandteil
einer Gasturbine und wird über eine hier nicht dargestellte Turbineneinheit
angetrieben, wobei die Verdichterwelle 4 starr mit der Turbinenwelle verbunden ist.
Die im Turboverdichter 2 komprimierte Luft wird gemeinsam mit einem fossilen Brennstoff
den in einer Brennkammer der Gasturbine angeordneten Brennern zugeführt, wobei
durch Verbrennung des so erzeugten Brennstoff-Luft-Gemisches ein heißes und
unter hohem Druck stehendes Arbeitsmedium entsteht. Das Arbeitsmedium treibt bei
seiner Expansion im Strömungskanal der Turbineneinheit über einen Impulsübertrag
auf die rotierend an der Turbinenwelle angeordneten Turbinenlaufschaufeln die Turbinenwelle
und damit auch die mit ihr verbundene Verdichterwelle 4 an. An der gemeinsamen Welle
ist üblicherweise ein hier ebenfalls nicht dargestellter Generator zur Erzeugung
von elektrischem Ström angekoppelt.
Die Leitschaufeln 18 der in Strömungsrichtung 20 gesehen
ersten Leitschaufelreihe, die so genannten Vorleitschaufeln 22, sind in ihrem Anstellwinkel
jeweils gegenüber einer von der Verdichterachse 12 und einem dazu senkrechten
Radialstrahl aufgespannten Bezugsebene verstellbar. Zur Verstellung der Vorleitschaufeln
22 ist eine in FIG 1 lediglich schematisch angedeutete Verstellvorrichtung 24 vorgesehen.
Mit zunehmendem Anstellwinkel verkleinert sich der freie Querschnitt an dieser Stelle
des Strömungskanals 10. Bei gleichbleibender Drehzahl n* der Verdichterwelle
4 nimmt die Menge der pro Zeiteinheit angesaugten Luft und damit der Massenstrom
durch den Turboverdichter 2 mit zunehmendem Anstellwinkel der Vorleitschaufeln 22,
im Folgenden mit LSV bezeichnet, ab. Der als Index an der Drehzahl n* angebrachte
Stern soll andeuten, dass es sich dabei um die so genannte reduzierte Drehzahl,
handelt, die gemäß
auf die Drehzahl n, die Lufttemperatur T und die Gaskonstante R bei Nennbedingungen,
charakterisiert durch den Index 0, bezogen ist.
Neben einer Verstellung der Vorleitschaufeln 22 kann darüber
hinaus auch eine Verstellung der Schaufeln von weiter stromabwärts liegenden
Leitschaufelreihen, z.B. der Reihen 1 bis 3, vorgesehen sein.
Für einen begrenzten n*-Bereich gilt: Wird bei einer
bestimmten Drehzahl n* ein dazu korrespondierender maximaler Anstellwinkelwinkel
LSVmax der Vorleitschaufeln 22 überschritten, treten infolge des
zu geringen Volumenstroms durch den Turboverdichter 2 die eingangs geschilderten
Pumpphänomene auf. Zur Vermeidung von Verdichterschäden, aber auch zur
Gewährleistung einer stabilen Stromversorgung durch den an die Gasturbine angekoppelten
Generator sollte die Pumpgrenze beim Betrieb des Turboverdichters 2 möglichst
nicht überschritten werden. Im Allgemeinen ist die durch den Wert von LSVmax
charakterisierte Pumpgrenze eine Funktion der (reduzierten) Drehzahl n*. In dem
in FIG 2 dargestellten schematischen Betriebsdiagramm 26 des Turboverdichters 2,
bei dem entlang der x-Achse die Drehzahl n* und entlang der y-Achse der maximale
Anstellwinkel LSVmax aufgetragen ist, ist die Pumpgrenze daher durch
eine gekrümmte Pumpgrenzkurve 28 repräsentiert. Unterhalb der Pumpgrenzkurve
28 liegen die stabilen Betriebspunkte des Turboverdichters 2, oberhalb die instabilen,
bei denen Pumpphänomene auftreten. Anstelle von LSVmax könnte
auf der y-Achse auch das Druckverhältnis &pgr; des Turboverdichters 2, definiert
als Quotient aus austrittsseitigem zu eintrittsseitigem Druck des Strömungsmediums
M, aufgetragen sein.
Die exakte, tatsächliche Lage der Pumpgrenzkurve 28
im Betriebsdiagramm 26 ist in der Regel anhand von experimentellen Versuchen oder
anhand von Modellrechnungen nur unzulänglich bekannt. Daher wird zur Steuerung
des Betriebsverhaltens des Turboverdichters 2 eine approximative, in FIG 2 gestrichelt
gezeichnete Pumpgrenzkurve 28' verwendet, die mit hoher Sicherheit unterhalb der
tatsächlichen Pumpgrenzkurve 28 liegt. Das heißt, der Betriebspunkt 30
des Turboverdichters 2 wird stets unterhalb der approximativen Pumpgrenzkurve 28'
liegend gewählt. Dadurch wird der zulässige Betriebsbereich des Turboverdichters
2 jedoch meist unnötig eingeschränkt. Hinzu kommt, dass sich die tatsächliche
Lage der Pumpgrenzkurve 28 im Betriebsdiagramm aufgrund mannigfaltiger, in der bisherigen
Diskussion von FIG 2 noch nicht berücksichtigter Einflüsse im Laufe des
Betriebs des Turboverdichters 2 nach oben oder nach unten verschieben kann. Verschiebt
sie sich nach oben, so vergrößert sich die Menge der nicht nutzbaren,
stabilen Betriebszustände noch zusätzlich; verschiebt sie sich nach unten,
so besteht die Gefahr, dass der Verdichter bei ungünstiger Wahl des Betriebspunktes
30 "pumpt".
Um derartigen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, wird
während des Betriebs des Turboverdichters 2 der jeweils aktuelle Wert eines
Zustandsparameters (bezeichnet mit Pstall oder Pi) ermittelt,
der zumindest näherungsweise ein Maß für den Abstand des jeweiligen
Betriebszustandes zur tatsächlichen Pumpgrenze darstellt. Zu diesem Zweck ist,
wie in FIG 1 gezeigt, ein zeitlich hoch auflösender Drucksensor 32 an der zum
Strömungskanal 10 gewandten Außenseite des Verdichtergehäuses 8 derart
angeordnet, dass er den zeitlichen Verlauf des Drucks im Radialspalt 34 zwischen
dem ersten Laufrad bzw. den Laufschaufelspitzen 36 der ersten Laufschaufelreihe
und dem Verdichtergehäuse 8 misst. Dabei wird eine Reihe zeitlich aufeinander
folgender Druckwerte pi während des "Vorbeiflugs" der Laufschaufeln
6 mit konstanter Abtastrate gemessen. Im Ausführungsbeispiel sind 4096 Messwerte
vorgesehen; das heißt, es gilt i = 1... 4096. Anschließend wird zur Vorhersage
und Früherkennung eines Pumpstoßes in der Auswerteeinheit 38, die Bestandteil
der in FIG 1 mit einer gestrichelten Linie umrahmten Überwachungs- und Regelungsvorrichtung
40 ist, gemäß folgender Formel ein Parameter PPumpstoß
gebildet:
mit k = Einstellfaktor
Aus diesem Parameter wiederum wird gemäß:
ein auf die Warnschwelle oder auf den Grenzwert Pstall = 1 normierter
so genannter Stall-Parameter oder Zustandsparameter Pstall gebildet.
K und K sind Einstellfaktoren. In langwierigen Untersuchungen hat sich gezeigt,
dass der so definierte Stall-Parameter Pstall zumindest im Prinzip ein
absolutes Maß für den momentanen Pumpgrenzabstand darstellt, wobei in
der Praxis meist noch Verallgemeinerungen dieses auf der Ermittlung eines Schall/Druck-Spektrums
beruhenden Konzeptes mit entsprechend komplizierteren Formeln und Berechnungsmethoden
eingesetzt werden. An dieser Stelle, d. h. für ein grundsätzliches Verständnis
der Verdichterregelung, kommt es jedoch nicht auf derartige Einzelheiten an. Im
Folgenden wird anstelle der Bezeichnung Pstall auch die Bezeichnung Pi
verwendet, wobei der Index i andeutet, dass auch Verallgemeinerungen auf mehr als
einen derartiger Parameter gebräuchlich sind.
Jedenfalls stellen die Linien Pi = const. im
Prinzip Linien konstanten Pumpgrenzabstandes dar, die sich anhand von Versuchen
und gegebenenfalls durch Modellrechnungen unterstützt in dem Betriebsdiagramm
26 des Turboverdichters 2 detektieren und eintragen lassen. Dies ist in FIG 3 schematisch
dargestellt. Jede der generischen Kurven LSVmax = f(n*) der Kurvenschar
mit Pi = const. stellt dann zumindest in sehr guter Näherung eine
der möglichen Pumpgrenzkurven dar, die der Turboverdichter 2 im Laufe seines
Betriebslebens, abhängig z. B. vom Verschmutzungsgrad der Verdichterbeschaufelung,
tatsächlich annehmen kann. Der aktuell gültige Wert des Zustandsparameters
Pi, der sich - wie oben geschildert - anhand der kontinuierlich erfassten
Messgrößen pi, LSV, n*, &pgr; und gegebenenfalls noch weiterer
Größen berechnen lässt, legt dann die aktuelle, der Steuerung des
Turboverdichters 2 zugrunde zu legende Pumpgrenzkurve 28 fest.
In der Praxis wird beispielsweise nach der Fertigung der
Gasturbine bzw. des Turboverdichters 2 für drei verschiedene, jeweils durch
ein Paar von Werten (LSV, n*) charakterisierte Betriebspunkte 30 der jeweils leicht
fehlerbehaftete Wert des Zustandsparameters Pi = Pi(LSV, n*)
ermittelt. Dem entsprechen im Betriebsdiagramm 26 von FIG 3 die drei Punkte P1,P2,P3,
durch die die Regressionskurve A als anfängliche Pumpgrenzkurve 28 gelegt wird.
Zu einem späteren Zeitpunkt, in dem sich die tatsächliche Pumpgrenzkurve
28 aufgrund von Alterungsprozessen etc. verlagert hat, werden auf analoge Weise
die Punkte P4 bis P7 ermittelt. Diese liegen in dem Betriebsdiagramm 26 beispielsweise
allesamt oberhalb der Kurve A, d. h. bei höheren LSVmax-Werten,
was eine Verschiebung der ursprünglichen Pumpgrenzkurve A nach oben nahe legt.
Nun besteht z. B. die Möglichkeit, konservativ zu sein und die Kurve A parallel
zu verschieben, bis sie den untersten der Punkte P4 bis P7 schneidet. Im Beispiel
ist dies der Punkt P4; es ergibt sich die Kurve B. Eine andere Möglichkeit
ist, die Kurve A derart parallel zu verschieben, dass die vier Punkte P4 bis P7
die Bedingung erfüllen, dass die Summe der Fehlerquadrate bzw. Abweichungsquadrate
möglichst gering ist. In diesem Fall ergibt sich als neue, aktuelle Pumpgrenzkurve
28 die Kurve C. Bei der Wahl der geeigneten Vorgehensweise können insbesondere
auch Erfahrenswerte berücksichtigt werden.
Das gesamte Verfahren wird - wie oben bereits geschildert
- entweder vollautomatisch oder interaktiv im Dialog mit einer Bedienperson in der
in FIG 1 mit 40 gekennzeichneten Überwachungs- und Regelungsvorrichtung durchgeführt,
die neben der Auswerteeinheit 38 zur Ermittlung des aktuellen Wertes des Zustandsparameters
Pi und der zugehörigen Pumpgrenzkurve 28 auch noch eine Regelungseinheit
42 umfasst. Die Regelungseinheit 42 wirkt über ihr zugeordnete Aktuatoren auf
die Verstellvorrichtung 24 für die Vorleitschaufeln 22, d. h. auf deren Anstellwinkel
LSV, und auf eine den Brennstoffmassenstrom N für die Gasturbine regulierende
Brennstoffregulierungsvorrichtung ein. Die Regelung erfolgt derart, dass der Betriebspunkt
30 des Turboverdichters 2 stets unterhalb der durch die aktuelle Pumpgrenzkurve
28 repräsentierten Pumpgrenze bleibt. Dazu wird der mit etwaigen Lageänderungen
sowohl des Betriebspunktes 30 als auch der Pumpgrenzkurve 28 verbundene Trend, d.
h. insbesondere die Änderungsgeschwindigkeit beider Größen, ermittelt
und ausgewertet. Bei Unterschreitung eines vorgegebenen Mindestpumpgrenzabstandes
werden dann entgegenwirkende Steuerbefehle zur Steuerung von LSV und N gegeben,
deren Stärke von der Stärke des Trends und damit von der "Kollisionsgefahr"
zwischen dem Betriebspunkt 30 und der Pumpgrenzkurve 28 abhängig ist.
Damit kann bei hoher betrieblicher Sicherheit ein besonders
großer Betriebsbereich des Turboverdichters 2 voll ausgeschöpft werden.