Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem zur zeilenförmigen
Beleuchtung.
Eine typische Anwendung für ein Beleuchtungssystem
zur zeilenförmigen Beleuchtung ist ein Bildaufnahmesystem bzw. Scanner, bei
dem ein Sensor, beispielsweise eine Kamera, grafische Elemente einer Vorlage erfasst,
diese grafischen Elemente digitalisiert und die Bilddaten weiter verarbeitet werden.
Die Qualität eines Bildaufnahmesystems hängt direkt von der Lichtmenge
ab, die dem Sensor bei der Abtastung zur Erzeugung der entsprechenden Signale zur
Verfügung steht. Es ist daher wünschenswert, insbesondere im Bereich schneller
Zeilen-Abtastsysteme, eine große Lichtmenge zur Verfügung zu stellen,
da hierdurch für die nachfolgende Signalverarbeitung ein hoher Signal-Rausch-Abstand
bereitgestellt wird.
In der
DE 10 2004 025 699 A1
ist ein Fahrzeugscheinwerfer beschrieben der als Lichtquelle eine Leuchtdiode
aufweist. Dieser Fahrzeugscheinwerfer ist mit einem Hauptreflektor versehen, der
ein Großteil des von der Leuchtdiode emittierten Lichtes nach vorne in Fahrtrichtung
reflektiert. Die Leuchtdiode ist mit Ihrer Hauptstrahlrichtung nach oben und etwas
nach hinten in Richtung zum Hauptreflektor angeordnet. Ein Teil des abgestrahlten
Lichtes wird mittels eines am oberen Rand des Hauptreflektors vorgesehenen Umlenkreflektor
nach unten zu einem Zusatzreflektor abgelenkt, der das Licht wiederum nach vorne
in Fahrrichtung ablenkt. Durch diese Reflektoranordnung soll der Bauraum dieses
Fahrzeugscheinwerfers in Fahrrichtung möglichst kurz gehalten werden.
Aus der
JP 56-106257 A
geht eine Beleuchtungseinrichtung für eine Kopiervorrichtung hervor,
die eine in einem elliptischen Reflektor angeordnete Lichtquelle aufweist. Weiterhin
sind noch ein ebenflächiger und ein weiterer elliptischer Reflektor vorgesehen.
Alle drei Reflektoren sind derart angeordnet, dass sie das von der Lichtquelle abgestrahlte
Licht auf eine gemeinsame Zeile lenken.
Aus der
DE 101 08 075 A1
bzw. der korrespondierenden
US 2004/0075047 A1
geht ein Beleuchtungssystem zum Beleuchten einer Zeile hervor, welches
als Lichtquelle mehrere Leuchtdioden aufweist, wobei deren Licht mittels eines oder
mehrerer elliptischer Spiegel auf die zu beleuchtende Zeile abgebildet wird. Die
Leuchtdioden sowie die zu beleuchtende Zeile sind jeweils an einem der beiden Brennlinien
der elliptischen Spiegel angeordnet.
Ein solcher elliptischer Spiegel kommt insbesondere dann
zur Anwendung, wenn die Lichtquellen mit Abstand zum beleuchteten Objekt bzw. zur
beleuchtenden Zeile anzuordnen sind, da mit dem elliptischen Spiegel das abgestrahlte
Licht der Lichtquellen auf die zu beleuchtende Zeile gebündelt wird.
Die Verwendung eines derartigen elliptischen Linienreflektors
hat jedoch zwei grundsätzliche Probleme.
- Es fallen nur Strahlen aus einem eingeschränkten Winkelbereich, der im
Folgenden als Nutzbereich bezeichnet wird, auf den Reflektor und können auf
die Zeile abgebildet werden. Lichtstrahlen außerhalb des Nutzbereiches, der
im Folgenden als Nebenbereich bezeichnet wird, können somit nicht zur Beleuchtung
der Zeile beitragen.
- Die Verwendung eines Linienreflektors stellt ein optisches Abbildungssystem
dar, wobei die Lichtquellen auf die Zeile im Verhältnis der Abstände Lichtquelle
- Reflektor zu Reflektor - Zeile abgebildet werden. Verkleinert man den Abstand
zwischen den Lichtquellen und dem Reflektor, so verbreitert sich der Lichtstreifen
an der Zeile. Damit reduziert sich dort die Beleuchtungsstärke, und daraus
resultierend die Leuchtdichte.
Ein solches System arbeitet somit umso effizienter, je
kleiner der Abbildungsmaßstab und je größer die Breite des Reflektors
ist. Der realisierbare Abbildungsmaßstab und die Reflektorgröße werden
aber oft durch die vorhandenen Rahmenbedingungen im jeweiligen Gerät begrenzt,
so dass eine Erhöhung der Beleuchtungsstärke nur durch eine Erhöhung
der Leuchtdichte der Lichtquellen erreicht werden kann.
Die obigen Ausführungen gelten gleichermaßen
für die Verwendung einer Stablinse anstelle eines Linienreflektors, mit welcher
Licht von mehreren Lichtquellen auf eine Zeile abgebildet wird.
Die oben erläuterten Probleme sind insbesondere von
Bedeutung, wenn als Lichtquellen Leuchtdioden verwendet werden, da sie eine relativ
geringe Licht-Leistungsdichte im Vergleich zu anderen Lichtquellen, wie zum Beispiel
Leuchtstoffröhren, aufweisen. Leuchtdioden werden jedoch in derartigen Beleuchtungssystemen
sehr gerne wegen ihrer sehr guten Eigenschaften im Hinblick auf Lebensdauer, Zeitstabilität,
Temperaturstabilität und Effizienz der Lichtausbeute eingesetzt.
Hochleistungsleuchtdioden können nicht beliebig eng
nebeneinander platziert werden. Dies führt zu thermischen Problemen, so dass
prinzipbedingt die Lichtintensität von einer mehrere Leuchtdioden umfassenden
Anordnung begrenzt ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Beleuchtungssystem
zur zeilenförmigen Beleuchtung zu schaffen, mit welchem eine höhere Lichtintensität
im Nutzbereich erzielt werden kann, ohne dass die Leuchtdichte der einzelnen Lichtquellen
erhöht werden muss.
Die Erfindung wird durch ein Beleuchtungssystem mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem zur zeilenförmigen
Beleuchtung umfasst zumindest eine Lichtquelle, welche ein Lichtstrahlbündel
über einen vorbestimmten Winkelbereich aussendet, der einen Nutzbereich und
einen Nebenbereich umfasst. Der Nutzbereich ist mittels eines Abbildungselementes
auf eine zu beleuchtende Zeile abbildbar und der Nebenbereich umfasst den Bereich
außerhalb des Nutzbereichs.
Das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem zeichnet
sich durch einen Rückreflektor aus, der mit Abstand zur Lichtquelle im Nebenbereich
derart angeordnet ist, dass er einen Teil des von der Lichtquelle ausgesandten Lichtes
auf eine Beleuchtungslinie lenkt, auf der die Lichtquelle angeordnet ist, und auf
der mehrere Umlenkspiegel vorgesehen sind, die das durch den Rückreflektor
auf sie gelenkte Licht in den Nutzbereich lenken.
Hierdurch wird Licht aus dem Nebenbereich in den Nutzbereich
abgelenkt, wodurch auch Licht, das ursprünglich im Nebenbereich von der Lichtquelle
abgestrahlt worden ist, zur Beleuchtung der Zeile verwendet wird. Dies führt
zu einer intensiven Ausleuchtung der Zeile, ohne dass hierzu eine Erhöhung
der Lichtleistung der Lichtquelle(n) notwendig ist.
Vorzugsweise weist das Beleuchtungssystem mehrere Lichtquellen
auf, die an der Beleuchtungslinie angeordnet sind, wobei zwischen zwei benachbarten
Lichtquellen zumindest ein Linienreflektor angeordnet ist. In einem solchen Beleuchtungssystem
können auch bei Verwendung von Leuchtdioden als Lichtquellen eine hohe Lichtintensität
der Ausleuchtung der Zeile erreicht werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird
lediglich eine einzige oder werden einige wenige Lichtquellen verwendet. Benachbart
zu einer jeden Lichtquelle sind mehrere Umlenkspiegel angeordnet und einer jeden
Lichtquelle sind mehrere Rückreflektoren zugeordnet, die jeweils ein Lichtstrahlenbündel
der jeweiligen Lichtquelle auf einen der Umlenkspiegel lenken. Als Lichtquellen
werden hierbei vorzugsweise Lichtquellen verwendet, die in einen großen Raumbereich,
von zum Beispiel mindestens 180°, Licht abstrahlen, wie zum Beispiel Halogenstiftlampen.
Hierdurch wird Licht einer punktförmig in den Raumbereich abstrahlende Lichtquelle
auf die Beleuchtungslinie gelenkt. Mit den Rückreflektoren und den Umlenkspiegel
wird somit eine punktförmig in einen großen Raumbereich abstrahlende Lichtquelle
in eine linienförmige in einen relativ engen Nutzbereich abstrahlende Lichtquelle
umgesetzt.
Die Rückreflektoren sind vorzugsweise als Segmente
eines Ellipsoids ausgebildet, wobei in einem Brennpunkt des Ellipsoids eine Lichtquelle
in dem anderen Brennpunkt ein Linienreflektor angeordnet sind. Hierdurch wird ein
Teil des von der Lichtquelle abgestrahlten Lichtstrahlbündels auf den jeweiligen
Linienreflektor fokussiert.
In einer vereinfachten Ausführungsform können
jedoch die Rückreflektoren auch als Segmente einer Kugel oder als Rinnen ausgebildet
sein.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft näher
anhand der Zeichnung erläutert. In den Zeichnungen zeigen schematisch in:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Beleuchtungssystem mit kugelsegmentförmigen
Rückreflektoren und mehreren Leuchtdioden in der Draufsicht,
- Fig. 2
- das Beleuchtungssystem aus Fig. 1 in einer Seitenansicht, und
- Fig. 3
- ein weiteres erfindungsgemäßes Beleuchtungssystem in einer Seitenansicht.
Ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Beleuchtungssystems ist in Figuren 1 und 2 dargestellt. Es sind lediglich die für
die Funktion der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt. Es ist selbstverständlich,
dass geeignete Halterungen vorgesehen sind, die die einzelnen Elemente im Raum fixieren.
Das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem 1 nach
dem ersten Ausführungsbeispiel umfasst mehrere auf einer Beleuchtungslinie
2 angeordnete Lichtquellen 3. Zwischen zwei benachbarten Lichtquellen 3 sind jeweils
zwei plane Umlenkspiegel 4 auf der Beleuchtungslinie 2 angeordnet. Mit Abstand zu
den Lichtquellen 3 sind Rückreflektoren 5 vorgesehen, die derart angeordnet
sind, dass sie jeweils ein Teil des von einer Lichtquelle ausgestrahlten Lichtstrahlbündels
auf einen Linienreflektor 4 umlenken. Die Rückreflektoren 5 sind Kugelsegmente,
die in der Draufsicht (Figur 1) etwa langgestreckt streifenförmig ausgebildet
sind. Der Mittelpunkt der Kugelsegmente ist auf der Beleuchtungslinie zwischen einer
der Lichtquellen 3 und einem hierzu benachbarten Linienreflektor 4 angeordnet, so
dass Licht von der Lichtquelle 3 auf den Linienreflektor 4 gelenkt wird.
Die Lichtquellen 3 sind derart ausgerichtet, dass sie Licht
in einen Nutzbereich 6 und in seitlich angrenzende Nebenbereiche 7 abstrahlen (Figur
2). Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst ein Nutzbereich einen Winkelbereich
von 30°, wobei der Scheitelpunkt des Winkelbereiches auf der Beleuchtungslinie
2 liegt. Der Nutzbereich 6 wird durch die in den Nebenbereichen 7 angeordneten Rückreflektoren
5 begrenzt.
Die Umlenkspiegel 4 sind derart gekippt angeordnet, dass
das von den Rückreflektoren 5 auf die Umlenkspiegel 4 gelenkte Licht in den
Nutzbereich 6 gelenkt wird. Die Symmetrieachsen 9 der Umlenkspiegel verlaufen etwa
in der Grenzfläche zwischen dem jeweiligen Nebenbereich 7 und dem Nutzbereich
6.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird somit von
jeder Lichtquelle 3 ein Teil des Lichtstrahlbündels unmittelbar in den Nutzbereich
6 abgestrahlt und zwei weitere Teile des Lichtstrahlbündels über jeweils
einen der Rückreflektoren 5 und einen der Umlenkspiegel 4 aus den Nebenbereichen
7 in den Nutzbereich 6 umgelenkt und ausgehend von der Beleuchtungslinie 2 in den
Nutzbereich 6 abgestrahlt.
Besitzt die Lichtquelle eine kosinusförmige Abstrahlcharakteristik,
wie sie für Leuchtdioden typisch ist, und umfasst der Nutzbereich einen Winkelbereich
von 30°, so werden etwa 26% des emittierten Lichtes direkt in den Nutzbereich
6 gestrahlt. Je 22% der emittierten Strahlung werden über jeweils einen Rückreflektor
5, der sich über einen Winkelbereich von 30° erstreckt und den jeweiligen
Linienreflektor 4 in den Nutzbereich 6 gelenkt. Werden Reflektoren mit einer Effizienz
von 90% verwendet, dann erhöht sich die im Nutzbereich abgestrahlte Lichtmenge
um den Faktor 2,5.
Da das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem die
im Nutzbereich abgestrahlte Lichtmenge signifikant erhöht, ist sie besonders
für die Verwendung von Leuchtdioden geeignet, deren Lichtleistung begrenzt
ist.
Die Rückreflektoren 5 können jeweils auch als
Segmente eines Ellipsoids ausgebildet sein, wobei dann zweckmäßigerweise
ein Brennpunkt auf der Lichtquelle und der andere Brennpunkt auf dem jeweiligen
Linienreflektor angeordnet ist. Hierdurch wird das Licht der Lichtquelle auf den
jeweiligen Linienreflektor fokussiert. Bei dieser Ausführungsform werden die
Verluste gegenüber kugelsegmentförmigen Rückreflektoren geringfügig
verringert, da die kugelsegmentförmigen Rückreflektoren die Abbildung
der Leuchtflächen der Lichtquellen auf den Umlenkspiegel etwas verschmieren.
Dies kann jedoch auch erwünscht sein, da hierdurch eine gleichmäßigere
Ausleuchtung entlang der Beleuchtungslinie erhalten wird.
In einer vereinfachten Ausführungsform der Erfindung
werden anstatt kugelsegmentförmigen bzw. ellipsoidförmigen Rückreflektoren
Rückreflektoren verwendet, die die Form eines Rohrsegmentes bzw. einer Rinne
mit kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Derartige Rückreflektoren sind
sehr einfach und günstig herstellbar. Die Leuchtflächen der Lichtquellen
werden jedoch als Streifen über einen längeren Bereich der Beleuchtungslinie
abgebildet. Dabei kann ein erheblicher Teil auch zurück auf die Lichtquellen
fallen. Hier können keine Reflektoren zur Umlenkung der Strahlen angeordnet
werden, weshalb dieser Lichtanteil verloren geht. Weiterhin können sich die
von den Rückreflektoren auf die Beleuchtungslinie gelenkten Lichtstrahlbündel
der beiden Nebenbereiche 7 überlappen, was bei ebenflächigen Umlenkspiegel
zu dem Nachteil führt, dass im Überlappungsbereich nur Licht eines der
beiden Nebenbereiche in den Nutzbereich gelenkt werden kann. Hier kann es deshalb
zweckmäßig sein, anstelle von ebenflächigen Umlenkspiegel rinnenförmige
oder anders geformte Umlenkspiegel zu verwenden, die sich möglichst nahe bis
zu den benachbarten Lichtquellen erstrecken. Plane Umlenkspiegel werden jedoch bevorzugt.
Das vom erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem
im Nutzbereich abgestrahlte Licht kann herkömmlicherweise mittels eines Abbildungselementes
auf eine Zeile abgebildet werden. Geeignete Abbildungselemente sind zum Beispiel
elliptische Rinnenreflektoren oder Stablinsen. Je nach den räumlichen Möglichkeiten,
die für dieses Abbildungselement zur Verfügung stehen, kann der Nutzbereich
entsprechend abgeändert werden. Im Rahmen der Erfindung kann ein Nutzbereich
mit einem Winkelbereich von 15° bis 45° sinnvoll sein.
Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung (Figur
3) weist lediglich eine einzige Lichtquelle 3 auf. Die Lichtquelle 3 ist eine Halogenstiftlampe,
die in praktisch alle Raumrichtungen abstrahlt. Die Lichtquelle 3 ist zusammen mit
mehreren Umlenkspiegel 4 auf einer Beleuchtungslinie angeordnet. Die Beleuchtungslinie
steht senkrechte zur Darstellung in Figur 3. Zur einfachen bildlichen Darstellung
ist in Figur 3 lediglich ein einziger Linienreflektor 4 gezeigt. Es sind jedoch
beiderseits von der Lichtquelle 3 mehrere Umlenkspiegel 4 vorgesehen. Die Lichtquelle
3 ist von mehreren Rückreflektoren 5 umgeben. Die Rückreflektoren sind
derart angeordnet, dass sie jeweils einen Teil des von der Lichtquelle 3 ausgesandten
Lichtstrahlbündels auf jeweils einen Linienreflektor lenken. Die Umlenkspiegel
4 sind derart angeordnet, dass das von den Rückreflektoren 5 auf sie gelenkte
Licht in einen gemeinsamen Nutzbereich 6 gelenkt wird. Hierdurch wird Licht der
Punktlichtquelle entlang der Beleuchtungslinie verteilt und von dort in Nutzbereich
6 abgestrahlt. Die in den fast alle Raumrichtung abstrahlende Punktlichtquelle wird
somit in eine lediglich in den Nutzbereich 6 abstrahlende linienförmige Lichtquelle
umgesetzt.
Die Rückreflektoren 5 können wiederum in der
Form von Kugelsegmenten ausgebildet sein, wobei der Mittelpunkt des jeweiligen Kugelsegments
auf der Beleuchtungslinie zwischen der Lichtquelle 3 und dem jeweiligen Linienreflektor
4 angeordnet ist, auf den der Rückreflektor 5 das Licht der Lichtquelle lenken
soll.
Bei der Ausbildung der Rückreflektoren 5 als Ellipsoidsegmente
ist ein Brennpunkt an der Lichtquelle und der andere Brennpunkt auf dem Linienreflektor
angeordnet, auf den das Licht von der Lichtquelle mittels des jeweiligen Rückreflektors
gelenkt werden soll.
Bei dem oben erläuterten Ausführungsbeispiel
wird Licht einer einzigen Punktlichtquelle auf die Beleuchtungslinie umgelenkt und
von dort in den Nutzbereich abgestrahlt. Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich
auch möglich, dass mehrere Punktlichtquellen vorgesehen werden, denen jeweils
eine Vielzahl von Umlenkspiegel zugeordnet sind.
Für beide oben erläuterten Ausführungsbeispiele
gilt, dass zur zeilenförmigen Beleuchtung weniger Lichtquellen notwendig sind,
um die gleiche Lichtintensität wie bei herkömmlichen Beleuchtungssystemen
zu erhalten. Hierdurch werden die durch die Abwärme der Lichtquellen hervorgerufenen
thermischen Probleme verringert. Andererseits ist es möglich, mit der gleichen
Anzahl von Lichtquellen im Vergleich zu herkömmlichen Beleuchtungssystemen
eine höhere Lichtintensität zu erzielen.
Die Erfindung ist insbesondere zur Verwendung von Leuchtdioden
als Lichtquellen geeignet, da Leuchtdioden einfach in einer linienförmigen
Anordnung angeordnet werden können. Bei Leuchtdioden, insbesondere bei Hochleistungsleuchtdioden,
ist jedoch zu berücksichtigen, dass aufgrund der thermischen Probleme die Leuchtdioden
nicht beliebig eng nebeneinander angeordnet werden können. In den Zwischenbereichen
zwischen zwei benachbarten Leuchtdioden können jedoch die keine Wärme
verursachenden Umlenkspiegel einfach angeordnet werden.
Die Erfindung kann folgendermaßen kurz zusammengefasst
werden:
Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem zur zeilenförmigen
Beleuchtung einer Vorlage. Mit dem erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem
wird mittels eines oder mehrerer Rückreflektoren Licht einer Lichtquelle aus
unterschiedlichen Raumbereichen auf eine Beleuchtungslinie gelenkt. An der Beleuchtungslinie
sind Umlenkspiegel angeordnet, die das Licht in einen vorbestimmten Nutzbereich
lenken. Hierdurch erhält man eine linienförmige Lichtquelle, mit im Nutzbereich
erhöhter Leuchtdichte, mit der ein Licht mit weiteren optischen Abbildungselementen
auf eine zu beleuchtende Zeile abbildbar ist.
Bezugszeichenliste
- 1
- Beleuchtungssystem
- 2
- Beleuchtungslinie
- 3
- Lichtquelle
- 4
- Linienreflektor
- 5
- Rückreflektor
- 6
- Nutzbereich
- 7
- Nebenbereich
- 8
- Symmetrieebene des Nutzbereiches
- 9
- Symmetrieachse der Umlenkspiegel