Die Erfindung betrifft ein Programmiergerät für Sender-/Empfängersysteme
zur berührungslosen Betätigung von Garagentoren.
Derartige Sender-/Empfängersysteme bilden Mehrkomponentensysteme
zur Fernbedienung, insbesondere zum funkgesteuerten Öffnen und Verschließen
von Garagentoren. Für jede berechtigte Person ist ein Handfunksender als Sender
vorhanden, mit welchem ein Sendercode an einen dem Torantrieb eines Garagentors
zugeordneten Funkempfänger als Empfänger ausgesendet werden kann, um das
Garagentor ferngesteuert zu öffnen oder zu schließen. Das Öffnen
oder Schließen des Garagentors wird dabei dann uber eine Betätigungsvorrichtung
freigegeben, wenn der ausgesandte Sendercode mit einem im Funkempfänger abgespeicherten
Empfängercode übereinstimmt.
Zur Eingabe der Sendercodes in die Sender beziehungsweise der Empfängercodes
in den Empfänger können an diesen Einheiten mechanisch betätigbare
Codierschalter vorgesehen sein. Ein derartiger Codierschalter weist eine Schaltleiste
mit einer vorgegebenen Anzahl von Schaltern auf wobei jeder Schalter zwei Schaltzustände
aufweist. Durch Betätigen der Schalter kann eine binäre Zahl als Codewort
in den Sender und Empfänger eingegeben werden, dessen Länge durch die
Anzahl der Schalter vorgegeben ist.
Aus der WO 99/67 759 A2 ist eine Vorrichtung zur Vergabe derartiger
Codes in codegesteuerten Mehrkomponentensystemen bekannt, bei welcher die manuellen
Codierschalter durch programmierbare Codierschaltungen ersetzt sind.
Diese Codierschaltung weist anstelle einer Schaltleiste mit Schaltern
eine der Anzahl der Schalter entsprechende Anzahl von manuell betätigbaren
Betätigungseinrichtungen auf, welche Bestandteil einer Programmiereinrichtung
zur Eingabe von Codeworten sind. Die so ausgebildete Codierschaltung weist somit
eine den Codierschaltern entsprechende Bedienoberfläche auf, so dass diese
Einheiten kompatibel sind und gegebenenfalls gegeneinander ausgetauscht werden können.
Durch die Ankopplung der Betätigungseinrichtungen an die Programmiereinrichtung
kann jedoch ein Codewort beliebiger Länge eingegeben werden, wobei die Länge
des Codeworts insbesondere unabhängig von der Anzahl der Betätigungseinrichtung
ist.
Aus der US 4 998 992 A
ist ein Sender-/Empfängersystem zur Betätigung von Garagentoren und dergleichen
bekannt. Das mit Funksignalen berührungslos arbeitende Sender-/Empfangersystem
weist mehrere Sender auf, in welchen Zufallscodes generiert werden. Durch Aussenden
der Codes von einem Sender an einen Empfänger wird das Garagentor betätigt,
falls der ausgesendete Code im Empfänger als gültig erkannt wird. Zur
Programmierung von Codes sind die Sender als Transceiver ausgebildet, so dass diese
auch Codes empfangen können. Zur Durchführung eines Einlernvorgangs wird
ein derartiger Sender durch Drücken eines Programmierschalters in einen Einlernvorgang
versetzt. In diesem Einlernvorgang sendet der Sender seinen Zufallscode an den zweiten
Sender, in welchem dieser gespeichert wird. Der Zufallscode wird damit auf den zweiten
Sender dupliziert.
Die DE 198 21 998 C1
betrifft ein signalbetätigbares Schließsystem für Türen und
Tore. Das Schließsystem verwendet, um ein unkontrolliertes Duplizieren von
Berechtigungscodes einerseits, andererseits aber, wenn gewünscht, eine einfache
Dupliziermöglichkeit dieser Berechtigungscodes zuzulassen, mindestens drei
Arten von Signalcodes als Berechtigungscodes, nämlich frei kopierbare Normalcodes,
nur einmal kopierbare Sicherungscodes und nicht kopierbare kopierte Sicherungscodes.
Die in dem Schließsystem verwendeten normalen Komponenten (Normalsender) können
bei einem Lernvorgang, bei dem ein neuer Berechtigungscode einprogrammiert werden
soll, unterscheiden, um welchen Signalcode es sich jeweils handelt. Dazu weisen
die verwendeten Signalcodes Kennungen auf, die beim Lernen gegebenenfalls modifiziert
werden. Sicherheitscodes können nur von einer speziellen Programmiereinrichtung
(Sicherungssender) übertragen werden, die den Sicherungscode in einer Originalkennung
aufweist. Beim Kopieren dieses Sicherungscodes wird die Kennung verändert.
Ein Lernvorgang mit einem solchen kopierten Sicherungscode wird verweigert, wohingegen
die normalen Komponenten (z.B. der Normalsender) einen Normalcode identisch weitervererben
können.
Aus der DE 691 25 553 T2
sind programmierbare Sicherheitsschlösser bekannt, welche jeweils mit einem
Sicherheitscode programmierbar sind. Die Sicherheitsschlösser dienen zum Öffnen
von Türen in Hotels oder dergleichen. Jedes Sicherheitsschoss kann dabei mit
einem elektronischen Schlüssel geöffnet werden. In der Rezeption des.
Hotels befindet sich eine Steuereinheit zum Programmieren der Schlüssel und
Sicherheitsschlösser. Dabei wird in der Steuereinheit jeweils ein eindeutiger
Sicherheitscode vergeben und drahtlos in ein Sicherheitsschloss und in einen zugeordneten
elektronischen Schlüssel eingegeben.
Die DE 100 12 910 A1
betrifft eine Programmiereinrichtung für eine mittels tragbaren Transpondern
zu entriegelnden Sperreinrichtungen aufweisende Schließanlage. Die Programmiereinrichtung
umfasst einen mit einer Rechenanlage verbindbaren Transporter.
Der Transporter hat einen Speicher für in den Steuereinrichtungen der Sperreinrichtungen
abzulegenden Daten und einen Adapter zu seiner Verbindung mit einer Transponderschnittstelle
der STeuereinrichtungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Programmiergerät
für Sender/Empfängersysteme zur berührungslosen Betätigung von
Garagentoren bereitzustellen, welches einen hohen Bedienkomfort aufweist und zudem
eine sichere und einfache Vergabe von Codes für die Sender-/Empfängersysteme
gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen.
Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht somit darin, die Sendercodes
und Empfängercodes von Sender-/Empfängersystemen zur berührungslosen
Betätigung von Garagentoren zentral über das Programmiergerät vorzugeben.
Die Sender-/Empfängersysteme können generell Infrarotsignale, Ultraschallsignale,
Funksignale oder optische Signale zur Fernsteuerung oder Fernbedienung von Garagentoren
übertragen. Dabei weist ein Sender-/Empfängersystem bevorzugt einen Empfänger
auf, der einer Betätigungsvorrichtung zur Betätigung einer Tür oder
eines Tores zugeordnet ist. Weiterhin umfasst das Sender/Empfängersystem mehrere
Sender bevorzugt in Form von Handgeräten. Erfindungsgemäß werden
mit dem erfindungsgemäßen Programmiergerät die Codes mehrerer Sender-/Empfängersysteme
vorgegeben.
Ein wesentlicher Vorteil hierbei besteht darin, dass Codierleisten
oder Codierschaltungen an den Sendern und Empfängern zur Eingabe van Codeworten
nicht mehr benötigt werden. Abgesehen davon, dass dies zu einer erheblichen
konstruktiven Vereinfachung der Sender und Empfänger führt, wird durch
die zentrale Eingabemöglichkeit über das Programmiergerät die Eingabe
von Codes für die Sender-/Empfängersysteme für den Benutzer erheblich
vereinfacht.
Dabei besteht ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung darin,
dass in dem Programmiergerät zentral die Verwaltung der Sendercodes und Empfängercodes
der Sender-/Empfängersysteme erfolgt, welche von dem Benutzer jederzeit eingesehen
und kontrolliert werden kann.
Die in dem Programmiergerät verwalteten Sender-/Empfängersysteme
sind jeweils mit einer Kennung versehen, anhand derer eine eindeutige Identifizierung
möglich ist. Die Kennung kann dabei benutzerspezifisch vorgegeben werden. Unter
der Kennung können die Sendercodes und Empfängercodes des jeweiligen Sender-/Empfängersystems
im Programmiergerät aufgerufen und angezeigt werden. Weiterhin kann über
die Eingabeeinheit eine Editierung zur Vergabe der Sendercodes und Empfängercodes
erfolgen.
Für ein Sender-/Empfängersystem werden dabei zunächst
die Empfängercodes für den Empfänger vorgegeben. Dies kann durch
direkte Eingabe der Empfängercodes über die Eingabeeinheit erfolgen. Besonders
vorteilhaft ist in der Rechnereinheit eine Liste von Codes abgespeichert, aus welchen
die Empfängercodes ausgewählt werden können. Durch Maskierung von
einmal vorgegebenen Codes über die Rechnereinheit kann eine Mehrfachauswahl
eines Codes vermieden werden. Diese Eingabemöglichkeit ist besonders einfach
durchführbar.
Die auf diese Weise definierten Empfängercodes werden über
die Schnittstelleneinheit in den angeschlossenen Empfänger eingelesen.
Die Vergabe der Sendercodes für dieses Sender-/Empfängersystem
erfolgt anschließend dadurch, dass aus den Empfängercodes im Programmiergerät
für jeden Sender eine Untermenge ausgewählt wird und in diesen über
die Schnittstelleneinheit eingelesen wird. Bevorzugt wird jedem Sender ein individueller
Sendercode dadurch zugewiesen, dass einer der Empfängercodes von dem Benutzer
ausgewählt wird und dann als Sendercodes vom Programmiergerät in den Sender
eingelesen wird. Zur Vermeidung von Mehrfachbelegungen wird der ausgewählte
Empfängercode im Programmiergerät maskiert, so dass dieser nicht ein zweites
Mal zur Definition eines Sendercodes verwendet werden kann. Die Maskierung der Empfängercodes
wird zweckmäßigerweise dem Benutzer angezeigt.
Mit dem Programmiergerät kann des Weiteren auch eine Änderung,
insbesondere Löschung von Sendercodes und/oder Empfängercodes der Sender/Empfängersysteme
durchgeführt werden. Die so durchgeführten Änderungen sind für
den Benutzer einfach durchführbar und zudem anhand der aktualisierten Listen
mit den entsprechenden Codes im Programmiergerät gut kontrollierbar.
Die Schnittstelleneinheit zum Anschluss von Sendern und Empfängern
kann in Form eines Schnittstellenadapters ausgebildet sein. In diesem Fall wird
zwischen dem Programmiergerät und dem zu programmierenden Sender oder Empfänger
eine Kabelverbindung hergestellt. Die so ausgebildete Schnittstelleneinheit besteht
aus Standardkomponenten, die kostengünstig herstellbar sind. Alternativ kann
die Schnittstelleneinheit auch Schnittstellen zur berührungslosen Datenübertragung
zwischen dem Programmiergerät und den Sendern und Empfängern
der Sender-/Empfängersysteme aufweisen. Diese Schnittstelleneinheit eignet
sich insbesondere für die Programmierung von Empfängern an ihren Einbauorten
in den Türen oder Toren.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das
Programmiergerät an einen Personalcomputer anschließbar oder in einem
Personalcomputer integriert. In diesem Fall kann das Terminal des Personalcomputers
als Anzeigeeinheit und die Tastatur des Personalcomputers als Eingabeeinheit des
Programmiergeräts genutzt werden. Weiterhin können in dem Personalcomputer
installierte Standardprogramme, insbesondere Textverarbeitungsprogramme und Tabellenkalkulationsprogramme,
als Softwaremodule für das Programmiergerät genutzt werden.
Die Erfindung wird im Nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
1: Schematische Darstellung eines Schließsystems
mit einem Sender/Empfängersystem zur berührungslosen Betätigung eines
Garagentors.
2: Schematische Darstellung eines Programmiergeräts
zur Programmierung von Sender-/Empfängersystemen gemäß
1.
3: Liste von in dem Programmiergerät gespeicherten
Codes zur Definition von Empfängercodes für Sender-/Empfängersysteme.
4: Liste von Empfängercodes eines Sender-/Empfängersystems.
1 zeigt schematisch ein Schließsystem
1 zur berührungslosen Betätigung eines Garagentores
2. Anstelle eines Garagentores 2 kann mit dem Schließsystem
1 generell ein Tor oder eine Tür betätigt werden.
Das Schließsystem 1 umfasst ein Sender-/Empfängersystem
mit mehreren Sendern 3, sowie einem den Sendern 3 zugeordneten
Empfänger 4. Der Empfänger 4 ist im Bereich des Garagentores
2 montiert und an einen Torantrieb 5 angeschlossen, mit welchem
das Garagentor 2 geschlossen und geöffnet werden kann.
Die Sender 3 weisen jeweils einen identischen Aufbau auf.
Jeder Sender 3 ist dabei als Handsender ausgebildet, der in einem Gehäuse
6 integriert ist. Der Sender 3 weist ein Funksendemodul
7 zum Aussenden kodierter Funksignale auf. Der Sender 3 ist mittels
nicht dargestellter Tasten betätigbar, wobei durch Betätigung bestimmter
Tastenkombinationen vorgegebene Funksignale emittiert werden. Weiterhin ist in dem
Sender 3 ein Prozessor 8 mit integrierter Speichereinheit und
eine Schnittstelleneinheit 9 integriert. Der Prozessor 8 übernimmt
die Steuerung der einzelnen Komponenten des Senders 3.
Der Empfänger 4 weist ein Funkempfangsmodul
10 zum Empfang der Funksignale der Sender 3 auf. Weiterhin weist
der Sender 3 einen Prozessor 11 mit integrierter Speichereinheit
auf, in welchem die Funksignale der Sender 3 dekodiert werden. Weiterhin
weist der Empfänger 4 eine Schnittstelleneinheit 9' auf,
die identisch mit der Schnittstelleneinheit 9 der Sender 3 ist.
Zur Betätigung des Garagentores 2 wird einer der Sender
3 betätigt, so dass dieser mit den emittierten Funksignalen einen
Sendercode an den Empfänger 4 übermittelt. Im Prozessor
11 des Empfängers 4 wird der dekodierte Sendercode mit Empfängercodes
verglichen, die in der Speichereinheit des Prozessors 11 im Empfänger
4 abgespeichert sind. Stimmt der eingelesene Sendercode mit einem der abgespeicherten
Empfängercodes überein, wird der Torantrieb 5 zum Öffnen
oder Schließen des Garagentors 2 aktiviert.
In den Sendern 3 des Sender-/Empfängersystems sind individuelle
Sendercodes abgespeichert, wobei diese als Empfängercodes im Empfänger
4 hinterlegt sind. Damit bilden nur diese Sender 3 berechtigte
Sendeeinheiten, mittels derer das Garagentor 2 geöffnet und geschlossen
werden kann.
Generell können derartige Sender-/Empfängersysteme anstelle
von Funksignalen auch optische Signale, insbesondere Infrarotsignale, Ultraschallsignale
oder dergleichen aussenden und empfangen. In jedem Fall erfolgt die Aussendung der
Signale in Form von Sendercodes, die empfangsseitig mit Empfängercodes zur
Freigabe der Betätigung eines Tores oder einer Tür verglichen werden.
Bei komplexen Anlagen und Gebäuden können typischerweise
auch mehrere Schließsysteme 1 zum Einsatz kommen. Insbesondere können
mehrere Schließsysteme 1 mit Sender-/Empfängersystemen gemäß
1 zum Öffnen und Schließen einer Anzahl von
Garagentoren 2 eingesetzt werden.
Zur Konfigurierung derartiger Sender-/Empfängersysteme, insbesondere
zur Vergabe der Sendercodes und Empfängercodes für die einzelnen Sender/Empfängersysteme
ist das Programmiergerät 12 gemäß 2
vorgesehen.
Das Programmiergerät 12 weist eine Schnittstelleneinheit
9'' zum Anschluss der Sender 3 und Empfänger 4 von
Sender-/Empfängersystemen gemäß 1 auf.
Dabei ist die Schnittstelleneinheit 9'' des Programmiergeräts
12 identisch mit den Schnittstelleneinheiten 9, 9' der
Sender 3 und Empfänger 4 ausgebildet. Im vorliegenden Fall
sind die Schnittstelleneinheiten 9, 9',
9'' als Schnittstellenadapter mit jeweils einer seriellen Schnittstelle
ausgebildet. Die Verbindung zwischen dem Programmiergerät 12 und einem
Sender 3 oder einem Empfänger 4 wird über ein nicht
dargestelltes Anschlusskabel hergestellt. Die tragbaren Sender 3 werden
hierzu zum Programmiergerät 12 gebracht. Auch der Empfänger
4 wird hierzu zum Programmiergerät 12 gebracht, wobei der
Empfänger 4 vor Inbetriebnahme an das Programmiergerät
12 anschließbar ist. Weiterhin kann der Empfänger 4
auch von seiner jeweiligen Einbauposition am Garagentor 2 gelöst und
an dem Programmiergerät 12 angeschlossen werden. Dabei braucht der
Empfänger 4 keine eigene Spannungsversorgung aufzuweisen. Schließlich
kann der Empfänger 4 prinzipiell auch in seiner jeweiligen Einbauposition
am Garagentor 2 an das Programmiergerät 12 angeschlossen
werden.
Prinzipiell können die Schnittstelleneinheiten 9,
9', 9'' auch von Schnittstellen zur berührungslosen Datenübertragung
zwischen dem Programmiergerät 12 einerseits und den Sendern
3 und der Empfänger 4 der Sender/Empfängersysteme andererseits
gebildet sein. Die Datenübertragung kann durch Austausch von optischen Signalen,
insbesondere Infrarotsignalen, Funksignalen oder Ultraschallsignalen erfolgen.
Das Programmiergerät 12 weist eine Rechnereinheit
13 zur Steuerung der Funktionen und Komponenten des Programmiergeräts
12 auf. Weiterhin weist das Programmiergerät 12 ein Bedienfeld
14 auf, welches als Anzeigeeinheit zur Anzeige von Daten und als Eingabeeinheit
zur Eingabe von Daten dient.
Schließlich weist das Programmiergerät 12 eine
Schnittstelle 15 auf, über welche das Programmiergerät
12 an eine entsprechende Schnittstelle 15' eines Personalcomputers
16 anschließbar ist. Der Personalcomputer 16 weist eine Prozessoreinheit
17 sowie ein Terminal 18 und eine Tastatur 19 auf. Das
Terminal 18 kann als Anzeigeeinheit für das angeschlossene Programmiergerät
12 genutzt werden. Die Tastatur 19 des Personalcomputers
16 kann als Eingabeeinheit für das Programmiergerät
12 genutzt werden.
Generell kann das Programmiergerät 12 auch als autarke
Einheit ausgebildet sein, die ohne einen Personalcomputer 16 oder dergleichen
betrieben werden kann. Weiterhin kann das Programmiergerät 12 auch
in einem Personalcomputer 16 oder dergleichen integriert sein.
Das Programmiergerät 12 dient zur Programmierung von
Sender/Empfängersystemen, insbesondere zum Einprogrammieren von Sendercodes
in die Sender 3 und von Empfängercodes in die Empfänger
4 von vorzugsweise mehreren Sender-/Empfängersystemen.
Für ein Sender-/Empfängersystem wird vor dessen Inbetriebnahme
zunächst der Empfänger 4 über die Schnittstelleneinheit
9' an das Programmiergerät 12 angeschlossen. Für den
Empfänger 4 wird dann über die Eingabeeinheit eine vorgegebene
Anzahl von Empfängercodes eingegeben. Diese Empfängercodes werden vorzugsweise
unter einer Kennung, die das Sender-/Empfängersystem kennzeichnet, zu welchem
der Empfänger 4 gehört, in der Rechnereinheit 13 des
Programmiergeräts 12 abgespeichert. Die Kennung kann vorzugsweise
von dem Benutzer frei gewählt werden. Die Programmierung kann durch eine unmittelbare
Eingabe der Empfängercodes über die Eingabeeinheit erfolgen. In einer
besonders vorteilhaften Ausführungsform kann die Programmierung menügeführt
erfolgen, wobei dem Benutzer eine Anzahl von in der Rechnereinheit 13 des
Programmiergeräts 12 gespeicherten Codes angezeigt wird, aus welchen
der Benutzer die Empfängercodes anwählen kann.
Eine derartige Tabelle mit Codes C1, C2, ...CN ist in 3
schematisch dargestellt. Aus diesen Codes kann der Benutzer eine vorgegebene Anzahl
als Empfängercodes auswählen. Um eine Mehrfachvergabe eines Codes als
Empfängercode zu vermeiden, wird ein einmal als Empfängercode vorgegebener
Code über die Rechnereinheit 13 des Programmiergeräts
12 maskiert, so dass dieser für eine weitere Vergabe als Empfängercode
gesperrt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel sind die ersten beiden Codes maskiert,
was dem Benutzer durch eine entsprechende graphische Markierung angezeigt wird.
Die restlichen Codes C3, ...CN stehen noch zur Vergabe als Empfängercodes zur
Verfügung. Je nach Ausbildung der Software in der Rechnereinheit
13 werden die Codes C1, C2,... entsprechend ihrer Reihenfolge in der Tabelle
als Empfängercodes vergeben oder können frei vom Benutzer gewählt
werden.
Bei der vorzugsweise menügeführten Programmierung des Empfängers
4 können vorzugsweise auch weitere Daten in das Programmiergerät
12 eingegeben werden. Hierzu gehören beispielsweise der Bautyp des
Empfängers 4 sowie dessen Seriennummer. Weiterhin kann ein Empfänger
4 mehrere Kanäle zum Empfang von Funksignalen aufweisen. In diesem
Fall kann auch der Kanal des Empfängers 4 eingegeben werden, welchem
die einzulesenden Empfängercodes jeweils zuzuweisen sind. Vorzugsweise kann
auch vor Beginn der Programmierung des Empfängers 4 die Anzahl der
zugeordneten Sender 3 und damit die Gesamtzahl der einzugebenden Empfängercodes
abgefragt werden.
Nachdem die Empfängercodes in das Programmiergerät
12 eingegeben worden sind, werden diese vom Programmiergerät
12 in den angeschlossenen Empfänger 4 eingelesen. Der erfolgte
Einlesevorgang wird dem Benutzer vorzugsweise über die Anzeigeeinheit des Programmiergeräts
12 angezeigt.
Im vorliegenden Fall wurden für einen Empfänger
4 eines Sender/Empfängersystems M Empfängercodes EC1, ...ECM
eingelernt, die in der Tabelle in 4 dargestellt sind.
Anhand dieser eingelernten Empfängercodes werden anschließend
die Sendercodes für die Sender 3 dieses Sender-/Empfängersystems
vergeben.
Zur Programmierung eines Senders 3 wird dieser über
die Schnittstelleneinheit 9'' an das Programmiergerät 12
angeschlossen. Der Benutzer wählt dann aus der Tabelle der Empfängercodes,
die an der Anzeigeeinheit angezeigt wird, einen Empfängercode aus, welcher
dem Sender 3 als Sendercodes zugewiesen wird. Diese Zuweisung wird mit
weiteren Daten des Senders 3, insbesondere dem Bautyp und der Seriennummer
des Senders 3 in der Rechnereinheit 13 des Programmiergeräts
12 unter der Kennung des betreffenden Sender/Empfängersystems abgespeichert.
Danach wird der Sendercode von dem Programmiergerät 12 in den Sender
3 eingelesen, wobei der Einlesevorgang wiederum über die Anzeigeeinheit
angezeigt und quittiert wird.
Damit unterschiedlichen Sendern 3 individuelle, eindeutige
Sendercodes zugewiesen werden, erfolgt nach Vergabe eines Empfängercodes aus
der Tabelle gemäß 4 als Sendercode eine Maskierung
dieses Empfängercodes. Damit ist dieser Empfängercode für eine weitere
Vergabe als Sendercode gesperrt. Die Maskierung der vorgegebenen Empfängercodes
wird wiederum graphisch angezeigt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
der Empfängercode EC2 in 4 markiert, während
die restlichen Empfängercodes noch zur Vergabe als Sendercodes zur Verfügung
stehen.
Nach der Vergabe der Sendercodes für die Sender 3 und
die Empfänger 4 eines Sender-/Empfängersystems ist das entsprechende
Schließsystem 1 betriebsbereit.
Auch nach Inbetriebnahme können die Sendercodes und Empfängercodes
für ein Sender-/Empfängersystem mittels des Programmiergeräts
12 geändert werden. Insbesondere können auch Sendercodes und
Empfängercodes gelöscht werden. Die entsprechende Programmierung von Änderungen
über das Programmiergerät 12 erfolgt entsprechend wie die Erstvergabe
von Sendercodes und Empfängercodes.
Die aktuellen Versionen der für die Sender-/Empfängersysteme
vergebenen Sendercodes und Empfängercodes werden in dem Programmiergerät
12 verwaltet. Insbesondere kann dort die Historie von verschiedenen Versionen
von Sätzen mit Sendercodes und Empfängercodes für ein Sender/Empfängersystem
abgespeichert werden. Vorzugsweise werden hierzu auch die Zeitpunkte der Erstellung
der einzelnen Versionen festgehalten. Diese Versionen können über die
Anzeigeeinheit angezeigt werden. Falls mit dem Programmiergerät 12
alleine keine Verwaltung der Sendercodes und Empfängercodes möglich ist,
kann hierzu zusätzlich der angeschlossene Personalcomputer 16 genutzt
werden.
- 1
- Schließsystem
- 2
- Garagentor
- 3
- Sender
- 4
- Empfänger
- 5
- Torantrieb
- 6
- Gehäuse
- 7
- Funksendemodul
- 8
- Prozessor
- 9, 9', 9''
- Schnittstelleneinheit
- 10
- Funkempfangsmodul
- 11
- Prozessor
- 12
- Programmiergerät
- 13
- Rechnereinheit
- 14
- Bedienfeld
- 15, 15'
- Schnittstelle
- 16
- Personalcomputer
- 17
- Prozessoreinheit
- 18
- Terminal
- 19
- Tastatur
- C1
- Code
- CN
- Code
- EC1
- Empfängercode
- ECM
- Empfängercode