Die Erfindung betrifft eine Regelschaltung und ein Verfahren zur Erzeugung
einer Versorgungsgleichspannung für ein analoges Telefon, welches über
herkömmliche Zweidraht-Kupferleitungen an einer SLIC-Schaltung (SLIC: Subscriber
Line Interface Circuit) angeschlossen ist.
Die US 5,619,567 beschreibt
eine SLIC-Schaltung, bei der ein über eine Zweidrahttelefonleitung und über
eine Last fließender Gleichstrom erfasst wird. Dieser erfasste Schleifenstrom
wird an einem Knoten mit einem konstanten Strom und einem weiteren zuschaltbaren
konstanten Strom zu einem Summenstrom addiert, der anschließend in einem Stromspiegel
gespiegelt wird. Von dem gespiegelten Strom wird an einem weiteren Knoten ein Referenzstrom
subtrahiert und der daraus resultierende Referenzstrom, welcher über einen
Widerstand fließt, erzeugt eine Differenzspannung am Eingang eines Verstärkers.
Die Differenzspannung wird anschließend verstärkt an die Last abgegeben.
Die EP 0 440 006 A1
beschreibt eine Schaltung zur Abgabe eines Gleichstroms an eine Telefonleitung.
Eine SLIC-Schaltung weist einen RC-Tiefpassfilter auf. Dieser RC-Tiefpassfilter
dient zum Abblocken von Signalen in einem Sprachfrequenzband.
Ein herkömmliches analoges Telefon ist über eine zweidrahtige,
verdrillte Kupferleitung LA, LB (line a, line b) an eine Ortsvermittlungsstelle
oder an eine Nebenstellenanlage angeschlossen. Das analoge Telefon weist keine eigene
Gleichspannungsversorgung auf, sondern wird von der Ortsvermittlungsstelle oder
von der Nebenstellenanlage mit einer Gleichspannung versorgt. Durch Abheben des
Hörers (Off-hook) schließt sich ein Kontakt (ein sog. Gabelumschalter)
und es fließt ein Gleichstrom, der in der Vermittlungsstelle, beispielsweise
mittels eines Relais, erkannt wird. Hierdurch wird der Verbindungswunsch des abnehmenden
Telefonteilnehmers der Vermittlungseinrichtung signalisiert.
Durch Auflegen des Hörers nach dem Gespräch öffnet
sich der Gabelumschalter und unterbricht die Gleichstromschleife. Die Telefonsprachsignale
sind dem Gleichstrom überlagert.
Die Trennung des Sendekreises (Sprecher) von dem Empfangskreis (Hörer)
erfolgt meist durch eine sogenannte Gabelschaltung. Die Vermittlungsstellen des
Fernsprechnetzes arbeiten nach dem Prinzip der Leitungsvermittlung. Hierbei werden
die Nutzkanäle in den Vermittlungsstellen (sog. Netzknoten) transparent durchgeschaltet.
Der Teilnehmer steuert durch eine Wahlinformation den Verbindungsaufbau.
Das sog. POTS-(Plain Old Telefon Service) Telefonnetzwerk ist im Gegensatz
zu dem ISDN-Telefonnetz nicht digital aufgebaut. Jedes analoge Telefon ist an eine
Teilnehmeranschlusskarte (line card) über Telefonanschlussleitungen angeschlossen.
Die Teilnehmeranschlusskarte weist eine Schaltung zur Erzeugung einer DC-Gleichspannung
und eines Versorgungsstroms für entfernt gelegene analoge Telefone auf. Hierbei
wird eine vorgegebene Leerlaufspannung von beispielsweise 48 Volt erzeugt. Durch
einen vorgegebenen Ausgangswiderstand, der von dem Lastwiderstand des analogen Telefons
und dem Widerstand der Telefonleitung abhängt, wird ein Versorgungsstrom in
einem vorgegebenem Strombereich erzeugt, wobei der Strombereich typischerweise in
einem Bereich von 20 – 30 mA liegt. Darüber hinaus ist eine Strombegrenzung
vorgesehen, die verhindert, dass der Strom 60 mA überschreitet. Im abgehobenen
Zustand des Telefonhörers (Off-hook-Betriebsmodus), das heißt während
des Telefongesprächs, soll sich der Versorgungsstrom innerhalb des gewünschten
vorgegebenen Strombereichs für vorgegebene Lastwiderstände und Telefonleitungslängen
befinden.
1 zeigt eine Regelschaltung zur Erzeugung einer Versorgungsgleichspannung
für ein analoges Telefon nach dem Stand der Technik. Das analoge Telefon weist
einen bestimmten Lastwiderstand RTel auf, der typischerweise zwischen
100 und 430 Ohm liegt. Über verdrillte Zweidraht-Telefonleitungen und externe
Schutzwiderstände ist das analoge Telefon an zwei Telefonanschlüsse (Tip,
Ring) einer SLIC-Schaltung angeschlossen. Die SLIC-Schaltung ist ein integrierter
Schaltkreis, der in der Lage ist, den über die Telefonleitung fließenden
Schleifen-Gleichstrom zu messen bzw. zu erfassen. Hierzu weist die SLIC-Schaltung
eine gesteuerte Stromquelle auf, die den Schleifengleichstrom (ILOOP)
mit einem bestimmten Skalierungsfaktor (SF) gespiegelt an einem Ausgang der SLIC-Schaltung
abgibt. Der gespiegelte Schleifengleichstrom fließt über einen Widerstand
RSENSE an Masse ab und erzeugt eine Gleichspannung VSENSE,
die proportional zu dem Schleifengleichstrom ILOOP ist. Die Spannung
VSENSE liegt an einem Eingang einer CODEC-Schaltung an. An dem Eingang
der CODEC-Schaltung wird zudem über einen Koppelkondensator CKOPPEL
das analoge AC-Telefonsignal ausgekoppelt. Der Widerstand RSENSE weist
typischerweise einen Widerstandswert von 500 Ohm auf. Die externen Schutzwiderstände,
durch die das Telefon an die SLIC-Schaltung angeschlossen ist, weisen typischerweise
jeweils einen Widerstand von 50 Ohm auf. Ein in der CODEC-Schaltung vorgesehenes
analoges Pre-Filter dient als Anti-Aliasing-Filter (AAF) und ist einem Analog-Digital-Wandler
ADC vorgeschaltet. Der Analog-Digital-Wandler tastet das anlegende analoge Signal
mit einer relativ hohen Abtastfrequenz von beispielsweise 4 MHz ab. Das abgetastete
digitale Signal wird durch ein nachgeschaltetes digitales Dezimationsfilter
auf eine niedrigere Abtastfrequenz dezimiert. Dem Dezimationsfilter ist ein digitales
Tiefpassfilter 1. Ordnung nachgeschaltet, dessen Grenzfrequenz bei 0,3
Hz liegt. Das tiefpassgefilterte digitale Signal wird durch einen digitalen Signalprozessor
DSP verarbeitet, um eine bestimmte flache Stromspannungskennlinie an dem angeschlossenen
analogen Telefon hervorzurufen, wie sie in 2 dargestellt
ist.
Ausgangsseitig ist dem digitalen Signalprozessor DSP ein weiteres
Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von beispielsweise 8 Hz nachgeschaltet. Das
tiefpassgefilterte Filter wird einem Interpolationsfilter zugeführt, welches
das Signal interpoliert und an einen Digital-Analog-Wandler DAC abgibt. Der Digital-Analog-Wandler
wandelt das anliegende digitale Signal mit einer Sampling- oder Abtastfrequenz von
beispielsweise 4 MHz in ein analoges Signal um. Ein in dem CODEC integrierter Widerstand
RF bildet zusammen mit einem externen Kondensator CF ein analoges
Tiefpassfilter 1. Ordnung. Der Digital-Analog-Wandler DAC ist beispielsweise
ein Singlebit-Sigma-Delta-Analog-Wandler mit Noise Shaping-Funktion. In dem analogen
Tiefpassfilter ist ein Post-Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von beispielsweise
100 KHz nachgeschaltet. Die von der CODEC-Schaltung abgegebene Gleichspannung wird
durch einen Signalverstärker V innerhalb der SLIC-Schaltung mit einem bestimmten
Signalverstärkungsfaktor verstärkt und an die beiden Anschlüsse Tip,
Ring der SLIC-Schaltung geführt.
Die in 1 dargestellte Schaltungsanordnung
nach dem Stand der Technik führt zu der Stromspannungskennlinie an dem analogen
Telefon, wie sie in 2 dargestellt ist.
Kennlinienpunkt P1 stellt dabei einen Kurzschlussfall dar, das heißt
die Summe des Telefonlastwiderstands mit dem Leitungswiderstand beträgt 0 Ohm.
Bei dem angegebenen Beispiel beträgt die Summe aus dem Telefonlastwiderstand
RTel und dem Leitungswiderstand RLINE an dem Kennlinienpunkt
P2 1520 Ohm, wobei der Lastwiderstand RTel des Telefons typischerweise
zwischen 100 und 430 Ohm liegt.
An Kennlinienpunkt 3 beträgt die Summe aus dem Telefonlastwiderstand
und dem Leitungswiderstand beispielsweise 2300 Ohm. Der Schleifengleichstrom, der
durch das analoge Telefon fließt, beträgt in Punkt P1 bei einem Skalierungsfaktor
SF von 50 und eine Widerstand RSENSE von 500 Ohm, 26, 5 mA und befindet
sich somit noch im zulässigen Bereich zwischen 20 und 30 mA. Bei einer relativ
langen Telefonleitung mit einem Leitungswiderstand von etwa 1 k&OHgr; beträgt
im Kennlinienpunkt P2 der Schleifengleichstrom etwa 23 mA und befindet sich somit
ebenfalls noch im zulässigen Strombereich. Erst ab einem Gesamtwiderstand von
2300 Ohm sinkt der Schleifengleichstrom auf einen Stromwert I3 von etwa 20 mA ab,
der nur noch einen Notbetrieb des analogen Telefons zulässt.
Die in 1 dargestellte Schaltungsanordnung
weist somit die in 2 dargestellte flache Stromspannungskennlinie
auf. Die in 1 dargestellte Schaltungsanordnung eignet
sich somit auch für Telefonleitungen, die relativ lang sind und einen relativ
hohen Leitungswiderstand RLINE aufweisen. Auch für relativ lange
Telefonleitungen mit einem Leitungswiderstand von etwa 2 k&OHgr; ist somit eine
ausreichende Versorgung des analogen Telefons sichergestellt.
Der Nachteil der in 1 dargestellten Schaltungsanordnung
nach dem Stand der Technik besteht allerdings darin, dass der schaltungstechnische
Aufwand zur Implementierung sehr hoch ist. Die Schaltungsanordnung umfasst einen
komplexen Analog-Digital-Wandler und einen komplexen Digital-Analog-Wandler. Darüber
hinaus sind verschiedene digitale Filter innerhalb der CODEC-Schaltung vorgesehen
sowie ein digitaler Signalprozessor DSP. Der Grund hierfür liegt hauptsächlich
darin, dass sich eine sehr niedrige Grenzfrequenz von fG = 0,3 Hz effizient
nur mit einem digitalen Tiefpassfilter realisieren lässt.
Die Notwendigkeit einer flachen Stromspannungskennlinie, wie sie in
2 dargestellt ist, besteht nicht in allen Anwendungen,
das heißt in vielen Fällen ist die Telefonleitung zum Anschluss des analogen
Telefons an die SLIC-Schaltung relativ kurz und weist einen niedrigen Leitungswiderstand
RLINE auf. In diesen Anwendungsfällen ist der schaltungstechnische
Aufwand, wie er durch die Schaltungsanordnung in 1
betrieben wird, nicht gerechtfertigt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Regelschaltung
und ein Verfahren zur Erzeugung einer Versorgungsgleichspannung für ein analoges
Telefon zu schaffen, bei der der schaltungstechnische Aufwand zur Erzeugung der
Versorgungsgleichspannung minimal ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Regelschaltung
zur Erzeugung einer Versorgungsgleichspannung für ein analoges Telefon mit
den in dem Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung spiegelt die SLIC-Schaltung den Schleifengleichstrom (ILOOP)
zur Erzeugung eines Spiegelstromes, welcher mit einem Spiegel-Skalierungsfaktor
(SF) skaliert über einen zwischen der SLIC-Schaltung und der
CODEC-Schaltung vorgesehenen Widerstand (RSENSE) zur Erzeugung der zu
dem Schleifengleichstrom (ILOOP) proportionalen Spannung (VSENSE)
fließt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung weist die CODEC-Schaltung einen Signalverstärker auf, der die
Differenzspannung (VDIFF) mit einem CODEC-Signalverstärkungsfaktor
(GCODEC) verstärkt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung weist die CODEC-Schaltung ein analoges Tiefpassfilter zum Filtern
des von dem Signalverstärker abgegebenen Differenzspannungssignals auf.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung weist die SLIC-Schaltung ebenfalls einen Signalverstärker auf,
der das von dem Tiefpassfilter abgegebene gefilterte Differenzspannungssignal VDIFF
mit einem SLIC-Signalverstärkungsfaktor GSLIC zur Erzeugung der
Versorgungsgleichspannung verstärkt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung wird der konstante Verstärkungsfaktor Gain durch das Produkt
aus dem CODEC-Signalverstärkungsfaktor und dem SLIC-Signalverstärkungsfaktor
gebildet.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung ist die durch die Spannungsquelle der CODEC-Schaltung erzeugte konstante
Spannung VGen in Abhängigkeit von einem Steuersignal zur Erzeugung
eines Signales invertierbar.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung ist der zwischen der SLIC-Schaltung und der CODEC-Schaltung vorgesehene
Widerstand RSENSE austauschbar.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung wird die an dem Widerstand RSENSE abfallende Spannung an einen Eingang
der CODEC-Schaltung angelegt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung wird an dem Eingang der CODEC-Schaltung mittels eines Koppelkondensators
ein AC-Telefonsignal ausgekoppelt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung ist das analoge Tiefpassfilter ein Tiefpassfilter 1. Ordnung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung weist das analoge Tiefpassfilter eine Grenzfrequenz von etwa 8 Hz
auf.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung besteht das analoge Tiefpassfilter aus einem in der CODEC-Schaltung
integrierten Widerstand RF und einem zwischen der CODEC-Schaltung und
der SLIC-Schaltung vorgesehenen Kondensator CF.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung weist das analoge Telefon einen bestimmten Lastwiderstand (RTel)
auf.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung ist das analoge Telefon über einen ersten Telefondraht und über
einen ersten Schutzwiderstand an einen ersten Anschluss der SLIC-Schaltung und über
einen zweiten Telefondraht und über einen zweiten Schutzwiderstand an einen
zweiten Anschluss der SLIC-Schaltung angeschlossen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung liegt der Lastwiderstand RTel eines analogen Telefons
zwischen 100 und 430 Ohm.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung ist der Skalierungsfaktor 50.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung weist der zwischen der SLIC-Schaltung und der CODEC-Schaltung vorgesehene
Widerstand RSENSE einen Widerstandswert von 500 Ohm auf.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung erzeugt die Konstantspannungsquelle eine konstante Spannung von 0,3
Volt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung beträgt der Verstärkungsfaktor 160, sodass die
an den beiden Anschlüssen der SLIC-Schaltung anliegende Leerlaufspannung
48 Volt ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung beträgt der CODEC-Signalverstärkungsfaktor GCODEC
des in der CODEC-Schaltung vorgesehenen Signalverstärkers 4.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung beträgt der SLIC-Signalverstärkungsfaktor GSLIC
des in der SLIC-Schaltung vorgesehenen Signalverstärkers 40.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung weisen die beiden Schutzwiderstände jeweils einen Widerstandswert
von 50 Ohm auf.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung wird die Konstantspannungsquelle durch eine Band-gap-Referenzspannungsquelle
gebildet.
Die Erfindung schafft ferner ein Verfahren zum Erzeugen einer geregelten
Versorgungsgleichspannung für ein analoges Telefon, wobei das Verfahren die
folgenden Schritte aufweist, nämlich
Erfassen eines über eine Zweidraht-Telefonleitung an das analoge Telefon fließenden
Gleichstromes,
Spiegeln des Schleifengleichstromes zum Erzeugen eines Spiegelstromes, der über
einen Widerstand zum Erzeugen einer zu dem Schleifengleichstrom proportionalen Spannung
VSENSE fließt,
Subtrahieren der erzeugten proportionalen Spannung von einer konstanten Spannung
zum Erzeugen einer Differenzspannung, und
Verstärken der Differenzspannung zum Erzeugen der Versorgungsgleichspannung
für das analoge Telefon, wobei die verstärkte Differenzspannung durch
ein analoges -Tiefpassfilter mit einer adaptierbaren Grenzfrequenz von etwa 8 Hz
zur Stabilisierung der geregelten Versorgungsspannung gefiltert wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die Differenzspannung tiefpassgefiltert.
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Regelschaltung und des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Erzeugen einer
Versorgungsgleichspannung für ein analoges Telefon unter Bezugnahme auf die
beigefügten Figuren zur Erläuterung erfindungswesentlicher Merkmale beschrieben.
Es zeigen:
1 eine Schaltungsanordnung zum Erzeugen einer Versorgungsgleichspannung
für ein analoges Telefon nach dem Stand der Technik;
2 eine Stromspannungskennlinie der in 1
dargestellten Schaltungsanordnung nach dem Stand der Technik;
3 eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Regelschaltung zum Versorgen eines analogen Telefons mit einer Versorgungsgleichspannung;
4 eine Stromspannungskennlinie der in 3
dargestellten erfindungsgemäßen Regelschaltung.
Wie man aus 3 erkennen kann, enthält
die erfindungsgemäße Regelschaltung 1 zum Erzeugen einer Versorgungsgleichspannung
für ein analoges Telefon 2 eine SLIC-Schaltung 3 und eine
CODEC-Schaltung 4. Das analoge Telefon 2 ist über eine Zweidraht-Telefonleitung
5a, 5b und zwei Schutzwiderstände 6a,
6b an zwei Anschlüsse 7a, 7b der SLIC-Schaltung
3 angeschlossen. Die SLIC-Schaltung 3 erfasst den über die
Zweidraht-Telefonleitung 5 fließenden Schleifen-Gleichstrom ILOOP.
Hierzu spiegelt die SLIC-Schaltung 3 den Schleifengleichstrom zum Erzeugen
eines Spiegelstromes ISpiegel, der über einen Ausgang
8 der SLIC-Schaltung 3 zu einem Knoten 9 und von dort
über einen Widerstand 10 an Masse abfließt. Die Masse wird vorzugsweise
als virtuelle Masse von der CODE-Schaltung 4 erzeugt. Die SLIC-Schaltung
3 erzeugt den Spiegelstrom ISpiegel. wobei dieser mit einem
Spiegel-Skalierungsfaktor SF skaliert wird. Wie man aus 3
erkennen kann, enthält die SLIC-Schaltung 3 eine gesteuerte Stromquelle
3a, die in Abhängigkeit von dem erfassten Schleifen-Gleichstrom ILOOP
gesteuert wird. Der Spiegel-Skalierungsfaktor SF beträgt bei einer bevorzugten
Ausführungsform Fünfzig, das heißt der gespiegelte Stromfluss weist
eine Amplitude auf, die ein Fünfzigstel der Amplitude des erfassten Schleifenstromes
ILOOP ist. An dem Knoten 9 ist ein Koppelkondensator
11 angeschlossen, über den ein AC-Telefonsignal an einem Ausgang
12 ausgekoppelt wird.
Die CODEC-Schaltung 4 weist einen Signaleingang
13 auf, der mit dem Knoten 9 verbunden ist. Der durch den Widerstand
10 abfließende gespiegelte Strom ISpiegel erzeugt eine
Spannung VSENSE, die proportional zu dem Schleifengleichstrom ILOOP,
welcher durch das analoge Telefon 2 fließt, ist. Diese proportionale
Spannung VSENSE liegt an dem hochohmigen Eingang 13 der CODEC-Schaltung
4 an. Die CODEC-Schaltung 4 enthält eine Konstantspannungsquelle
4A, die eine konstante Spannung VGen generiert.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die erzeugte
konstante Spannung 0,3 Volt. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird die Konstantspannungsquelle 4A durch eine interne Band-gap-Referenzspannungsquelle
der CODEC-Schaltung gebildet. Die Referenzspannungsquelle 4A ist vorzugsweise
in Abhängigkeit von einem Steuersignal CTRL invertierbar. Durch die Invertierung
der Polarität der konstanten Spannung ist es möglich, Signalisierungsfunktionen
vorzunehmen. Die CODEC-Schaltung 4 enthält ferner einen Substrahierer
4B, der die an dem Widerstand 10 anliegende Spannung VSENSE
von der generierten konstanten Spannung VGen zur Erzeugung einer Differenzspannung
VDIFF subtrahiert.
Die CODEC-Schaltung 4 enthält ferner einen Signalverstärker
4C, der die erzeugte Differenzspannung VDIFF
mit einem CODEC-Signalverstärkungsfaktor GCODEC verstärkt.
Der Ausgang des Signalverstärkers 4C ist an einen Widerstand
4D angeschlossen, der ebenfalls in der CODEC-Schaltung 4 integriert
ist. Der Widerstand 4D ist mit einem Ausgang 14 der CODEC-Schaltung
4 verbunden. Dieser Ausgang 14 der CODEC-Schaltung 4
ist über einen Knoten 15 an einen Eingang 16 der SLIC-Schaltung
3 angeschlossen. Darüber hinaus ist der Knoten 15 über
einen Kondensator 17 mit Masse verbunden. Der in der CODEC-Schaltung
4 integrierte Widerstand 4D sowie der externe Kondensator
17 bilden zusammen ein analoges Tiefpassfilter TP 1. Ordnung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht zwischen der CODEC-Schaltung
4 und der SLIC-Schaltung 3 eine differentielle Verbindung, wobei
der Kondensator 17 zwischen den beiden differentiellen Leitungen verschaltet
ist.
Die SLIC-Schaltung 3 enthält ebenfalls einen Signalverstärker
3B, der das von dem Tiefpassfilter TP abgegebene gefilterte Differenzspannungssignal
mit einem SLIC-Signalverstärkungsfaktor GSLIC zur Erzeugung einer
Versorgungsgleichspannung für das analoge Telefon 2 verstärkt.
Ausgangsseitig ist der Signalverstärker 3B der SLIC-Schaltung
3 mit den beiden Telefonanschlüssen 7a, 7b zum Anschluss
des analogen Telefons 2 verbunden. Die von dem Subtrahierer 4B
der CODEC-Schaltung 4 abgegebene Differenzspannung VDIFF wird
zum Erzeugen der Versorgungsgleichspannung des analogen Telefons 2 mit
einem konstanten Verstärkungsfaktor verstärkt. Die Verstärkung erfolgt
durch den ersten Signalverstärker 4D innerhalb der CODEC-Schaltung
und den zweiten Signalverstärker 3B innerhalb der SLIC-Schaltung
3. Der konstante Verstärkungsfaktor Gain ergibt sich aus dem Produkt
des CODEC-Signalverstärkungsfaktors GCODEC mit dem SLIC-Signalverstärkungsfaktor
GSLIC des Signalverstärkers 3B.
Wie man aus 3 erkennen kann, ist die
SLIC-Schaltung 3 und die CODEC-Schaltung 4 über die Knoten
9, 15 zu einer DC-Regelschaltung zur Erzeugung eines Versorgungsgleichstroms
für das analoge Telefon 2 verschaltet. Der schaltungstechnische Aufwand
zum Erzeugen der Versorgungsgleichspannung ist dabei minimal. Durch Austausch der
externen Bauelemente, die nicht in der SLIC-Schaltung 3 und der CODEC-Schaltung
4 integriert sind, das heißt durch Austausch des Widerstandes
10 und des Kondensators 17 ist es möglich, die in
3 dargestellte Schaltungsanordnung 1 für
verschiedene Anwendungen anzupassen.
Die Schaltungsanordnung 1 weist einen ersten Anschluss
18a, der auch als Tip-Anschluss bezeichnet werden kann, und einen zweiten
Anschluss 18b, der auch als Ring-Anschluss bezeichnet wird, auf. An diesen
beiden Anschlüssen 18a, 18b ist die Zweidraht-Telefonleitung
5, welche durch den ersten Telefondraht 5a und durch einen zweiten
Telefondraht 5b gebildet wird, angeschlossen. Die an dem Anschluss
18 anliegende Last wird durch den Widerstand der Telefonleitung und durch
den Widerstand RTel des analogen Telefons 2 gebildet:
RLAST = RTel + RLINE
Der Widerstand RTel des analogen Telefons 2 liegt
typischerweise zwischen 100 und 430 Ohm.
Der Widerstand RLINE der Leitung 5 hängt
von der Länge der Telefonleitung ab. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
1, wie sie in 3 dargestellt ist, eignet sich
insbesondere für Anwendungen, bei der die Telefonleitungen 5 relativ
kurz sind und somit einen relativ geringen Widerstand aufweisen. Die erfindungsgemäße
Schaltungsanordnung 1 zum Erzeugen der Versorgungsgleichspannung für
das analoge Telefon 2 ist dabei vor allem für kurze Telefonleitungen,
die eine Länge unter einem halben Kilometer aufweisen, geeignet.
Die gesteuerte Stromquelle 3A der SLIC-Schaltung
3 erfasst den durch das analoge Telefon 2 fließenden Schleifen-Gleichstrom
ILOOP zum Erzeugen eines skalierten, gespiegelten Spiegelstromes ISpiegel:
wobei der Skalierungsfaktor SF vorzugsweise 50 beträgt.
An dem Widerstand 10 fällt eine zu dem Schleifen-Gleichstrom
ILOOP proportionale Spannung VSENSE ab:
Durch den integrierten Subtrahierer 4B der CODEC-Schaltung
4 wird von der abfallenden Spannung VSENSE eine konstante Spannung
VGen subtrahiert:
VDIFF = VGen – VSENSE
Diese Differenzspannung VDIFF wird durch das Tiefpassfilter
TP gefiltert und durch die beiden Signalverstärker 4C, 3B
mit einem konstanten Verstärkungsfaktor Gain verstärkt.
Dabei ergibt sich der Verstärkungsfaktor Gain aus dem Produkt
eines CODEC-Signalverstärkungsfaktors GCODEC des Signalverstärkers
4C und eines SLIC-Signalverstärkungsfaktors GSLIC des Signalverstärkers
3B.
Gain = GainSLIC·GainCODEC
wobei der SLIC-Signalverstärkungsfaktor GainSLIC vorzugsweise 40
beträgt und der CODEC-Signalverstärkungsfaktor GainCODEC vorzugsweise
4 beträgt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der CODEC-Signalverstärkungsfaktor
GAINCODEC von 4 auf 16/3 = 5,33 umschaltbar, sodass eine SLIC-Schaltung
mit einem SLIC-Verstärkungsfaktor GAINSLIC von 30 eingesetzt werden
kann, ohne dass die Kennlinie verschoben wird.
Somit ergibt sich ein konstanter Verstärkungsfaktor Gain von
160.
An den Anschlüssen 7a, 7b ist somit eine DC-Gleichspannung
VDC vorhanden:
Die zwischen dem Tip-Anschluss 18a und dem Ring-Anschluss
18b anliegende Versorgungsgleichspannung VTR ergibt sich aus
einer konstanten Leerlaufspannung V0, die um einen Spannungswert reduziert
ist, der proportional zu dem tatsächlich fließenden Schleifengleichstrom
ILOOP ist:
VTR = V0 – R0·ILOOP,
wobei der Schleifengleichstrom ILOOP von dem Lastwiderstand RLAST
abhängt:
Dabei stellt R0 den Ausgangswiderstand der Schaltungsanordnung
1 an den Anschlüssen 18a, 18b dar.
Für den Ausgangswiderstand R0 gilt:
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ergibt sich somit der Ausgangswiderstand
R0 von
Die Leerlaufspannung V0 beträgt bei der bevorzugten
Ausführungsform mit einem Verstärkungsfaktor von 160 und einer erzeugten
Konstantspannung VGen von 0,3 Volt:
V0 = 0,3V·160 = 48V
Eine derartige Leerlaufspannung von 48 Volt wird beispielsweise durch
die TELCORDIA GR 57-Spezifikation verlangt.
Der Kurzschlussstrom an den Anschlüssen 18a,
18b, das heißt wenn der Last-Widerstand RLAST Null wird,
beträgt
Ein analoges Telefon 2, das den maximalen Widerstandswert
von 430 Ohm aufweist, wird mit folgendem Gleichstrom versorgt, wenn man den Leitungswiderstand
RLiNE vernachlässigt
Durch Invertierung der von der Konstantspannungsquelle 4
abgegebenen Spannung VGen kann eine negative Leerlaufspannung V0
von -48 Volt erzeugt werden.
4 zeigt die Stromspannungskennlinie der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung 1.
Der Kurzschlussstrom beträgt 28,2 mA und die Leerlaufverstärkung
V0 48 Volt. Unter Vernachlässigung des Widerstandes der Telefonleitung
(RTel = 0) beträgt bei einem Telefonlastwiderstand von 100 Ohm der
Schleifenstrom 26,6 mA und bei einem maximalen Telefonlastwiderstand von 430 Ohm
23,6 mA.
Der von der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
1 abgegebene Schleifenstrom befindet sich somit für alle analogen
Telefone in einem zulässigen Bereich von 20-30 mA.
Je größer der Ausgangswiderstand R0 ist desto
flacher ist die in 4 dargestellte Stromspannungskennlinie.
Dieser Ausgangswiderstand R0 hängt von dem Skalierungsfaktor SF,
dem Widerstandswert RSENSE des Widerstandes 10 und dem Verstärkungsfaktor
Gain ab, wie dies in Gleichung 9 dargestellt ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung 1 ist zusätzlich zu der SLIC-Schaltung
3 eine Strombegrenzung vorgesehen, die die Stromspitzen des Schleifenstromes
auf 60 mA begrenzt.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung 1, wie
sie in 3 dargestellt ist, kann sowohl in der Vermittlungsstelle
(central office) als auch auf einer Teilnehmeranschlusskarte des Teilnehmers vorgesehen
werden. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung 1 ist beispielsweise
bei den ISDN-Turmoil-Adaptern oder Analog-Telefone-Adaptern ATA
einsetzbar. Der Strombereich ist durch geeignete Einstellung des Widerstandes R0
skalierbar. Auch der Spannungswert der Leerlaufspannung V0 ist durch
die Einstellung der Signalverstärkungsfaktoren GainSLIC, GainCODEC
für verschiedene Länderspezifikationen adaptierbar. Die erfindungsgemäße
Schaltungsanordnung ist mit wenigen passiven Bauelementen in einer besonders preisgünstigen
analogen Technologie herstellbar, welche die Kosten für das Endprodukt stark
begrenzen. Der schaltungstechnische Aufwand der erfindungsgemäßen Regelschaltung
ist gering, wobei bereits vorgesehene Baukomponenten eingesetzt werden.
Die Stabilität der Regelschleife wird durch den dominanten Pol
des Tiefpassfilters, welches durch den Widerstand 4D und den Kondensator
17 gebildet wird, sichergestellt. Bei dem analogen Tiefpassfilter handelt
es sich vorzugsweise um ein analoges Tiefpassfilter 1. Ordnung mit einer
Grenzfrequenz fg von etwa 8 Hz. Durch Austausch des Kondensators
17 ist die Grenzfrequenz fg für verschiedene Anwendungen
leicht adaptierbar. Das Schleifenfilter bestimmt die Konvergenzzeit bzw. Bandbreite
in kritischen Übergangsphasen zwischen dem On-hook und dem Off-hook-Betrieb.
1
Regelschaltung
2
analoges Telefon
3
SLIC-Schaltung
3A
gesteuerte Stromquelle
3B
Signalverstärker
4
CODEC-Schaltung
4A
Konstantspannungsquelle
4B
Subtrahierer
4C
Signalverstärker
4D
Widerstand
5
Zweidraht-Telefonleitung
6
externe Widerstände
7
Telefonanschlüsse
8
SLIC-Ausgang
9
Knoten
10
Widerstand
11
Koppelkondensator
12
Signalausgang
13
CODEC-Eingang
14
CODEC-Ausgang
15
Knoten
16
SLIC-Eingang
17
Kondensator
18
Tip-Ring-Anschlüsse
Anspruch[de]
Regelschaltung (1) zur Erzeugung einer Versorgungsgleichspannung
für ein analoges Telefon (2) mit:
(a) einer SLIC-Schaltung (3), an die das analoge Telefon (2) über
eine Zweidraht-Telefonleitung (5a, 5b) angeschlossen ist,
wobei die SLIC-Schaltung (3) einen über die Zweidraht-Telefonleitung
(5a, 5b) fließenden Schleifen-Gleichstrom (ILOOP)
erfasst;
(b) einer CODEC-Schaltung (4), die eine Konstant-Spannungsquelle (4A)
zur Erzeugung einer konstanten Spannung (VGEN) und
einen Subtrahierer (4B) aufweist, der eine zu dem Schleifen-Gleichstrom
(ILOOP) proportionale Spannung (VSENSE) von der konstanten
Spannung (VGEN) zur Erzeugung einer Differenzspannung (VDIFF)
subtrahiert;
(c) wobei die Differenzspannung (VDIFF) zur Erzeugung der Versorgungsgleichspannung
mit einem konstanten Verstärkungsfaktor (Gain) verstärkt wird;
(d) wobei die CODEC-Schaltung (4) ein analoges Tiefpassfilter (TP) mit
einer adaptierbaren Grenzfrequenz fg von etwa 8 Hz zur Stabilisierung
der Regelschaltung (1) aufweist, das aus einem in der CODEC-Schaltung (4)
integrierten Widerstand (4D) und aus einem zwischen der CODEC-Schaltung
(4) und der SLIC-Schaltung (3) vorgesehenen austauschbaren Kondensator
(17) besteht.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die SLIC-Schaltung
(3) den Schleifen-Gleichstrom (ILOOP) zur Erzeugung eines Spiegelstromes
(ISpiegel) spiegelt, welcher mit einem Spiegel-Skalierungsfaktor (SF)
skaliert über einen zwischen der SLIC-Schaltung (3) und der CODEC-Schaltung
(4) vorgesehenen Widerstand (RSENSE) zur Erzeugung der zu dem
Schleifen-Gleichstrom (ILOOP) proportionalen Spannung (VSENSE)
fließt.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die CODEC-Schaltung
(4) einen Signalverstärker (4C) aufweist, der die Differenzspannung
(VDIFF) mit einem CODEC-Signalverstärkungsfaktor (GCODEC)
verstärkt.Regelschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die CODEC-Schaltung
(4) ein analoges Tiefpassfilter (TP) zum Filtern des von dem CODEC-Signalverstärker
(4C) abgegebenen Differenzspannungssignals aufweist.Regelschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die SLIC-Schaltung
(3) einen Signalverstärker (3B) aufweist, der das von dem
Tiefpassfilter (TP) abgegebene Differenzspannungssignal mit einem SLIC-Signalverstärkungsfaktor
(GSLIC) zur Erzeugung der Versorgungsgleichspannung verstärkt.Regelschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der konstante
Verstärkungsfaktor (Gain) das Produkt des CODEC-Signalverstärkungsfaktors
(GCODEC) und des SLIC-Signalverstärkungsfaktors (GSLIC)
ist.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch
die Konstantspannungsquelle (4A) der CODEC-Schaltung (4) erzeugte
konstante Spannung (VGEN) in Abhängigkeit von einem Steuersignal
(CRTL) zur Erzeugung eines Signales invertierbar ist.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen
der SLIC-Schaltung (3) und der CODEC-Schaltung (4) vorgesehene
Widerstand (10) austauschbar ist.Regelschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an
dem Widerstand (10) abfallende Spannung (VSENSE) an einem Eingang
(13) der CODEC-Schaltung (4) anliegt.Regelschaltung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem
Eingang (13) der CODEC-Schaltung (4) mittels eines Koppelkondensators
(11) ein AC-Telefonsignal ausgekoppelt wird.Regelschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das analoge
Tiefpassfilter (TP) ein Tiefpassfilter 1. Ordnung ist.Regelschaltung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das analoge
Tiefpassfilter (TP) eine Grenzfrequenz fG von 8 Hz aufweist.Regelschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das analoge
Tiefpassfilter (TP) aus einem in der CODEC-Schaltung integrierten Widerstand (4D)
und einem zwischen der CODEC-Schaltung (4) und der SLIC-Schaltung (3)
vorgesehenen Kondensator (17) besteht.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das analoge
Telefon (2) einen vorgegebenen Lastwiderstand (Rtel) aufweist.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das analoge
Telefon (2) über einen ersten Telefondraht (5a) und einen
ersten Schutzwiderstand (6a) an einen ersten Anschluss (18a) der
SLIC-Schaltung (3) und über einen zweiten Telefondraht (5b)
und einen zweiten Schutzwiderstand (6b) an einen zweiten Anschluss (18b)
der SLIC-Schaltung (3) angeschlossen ist.Regelschaltung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Lastwiderstand
(Rtel) des analogen Telefons (2) zwischen 100 und 430 Ohm liegt.Regelschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spiegel-Skalierungsfaktor
(SF) 50 beträgt.Regelschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen
der SLIC- und der zwischen der CODEC-Schaltung vorgesehene Widerstand (10)
einen Widerstandswert (RSENSE) von 500 Ohm aufweist.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konstantspannungsquelle
(4A) eine konstante Spannung von 0,3 Volt erzeugt.Regelschaltung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkungsfaktor
(Gain) 160 ist, sodass die an den beiden Anschlüssen der SLIC-Schaltung
(3) anliegende Leerlaufspannung (V0) 48 Volt ist.Regelschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der CODEC-Signalverstärkungsfaktor
(GCODEC) des in der CODEC-Schaltung (4) vorgesehenen Signalverstärkers
(4C; vier beträgt.Regelschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der SLIC-Signalverstärkungsfaktor
(GSLIC) des in der SLIC-Schaltung (3) vorgesehenen Signalverstärkers
(3B) vierzig beträgt.Regelschaltung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden
Schutzwiderstände (6a, 6b) jeweils einen Widerstandswert
(REXT) von 50 Ohm aufweisen.Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konstantspannungsquelle
(4A) eine Bandgap-Referenzspannungsquelle ist.Verfahren zum Erzeugen einer geregelten Versorgungsgleichspannung für
ein analoges Telefon (2) mit den folgenden Schritten:
(a) Erfassen eines über eine Zweidraht-Telefonleitung (5a,
5b) an das analoge Telefon (2) fließenden Schleifen-Gleichstromes
(ILOOP)
(b) Spiegeln des erfassten Schleifen-Gleichstromes (ILOOP) zum Erzeugen
eines Spiegelstromes (ISpiegel), der über einen Widerstand (10) zum
Erzeugen einer zu dem Schleifen-Gleichstrom (ILOOP) proportionalen Spannung
(VSENSE) fließt;
(c) Subtrahieren der erzeugten proportionalen Spannung (VSENSE) von einer
konstanten Spannung (VGEN) zum Erzeugen einer Differenzspannung (VDIFF)
(d) Verstärken der Differenzspannung (VDIFF) zum Erzeugen der Versorgungsgleichspannung
für das analoge Telefon (2),
(e) wobei die verstärkte Differenzspannung durch ein analoges Tiefpassfilter
(TP) mit einer adaptierbaren Grenzfrequenz fg von etwa 8 Hz zur Stabilisierung
der geregelten Versorgungsspannung gefiltert wird.