Die Erfindung bezieht sich auf ein Sicherheitsventil zum Abbau eines
eine vorgegebene Schwelle übersteigenden Überdrucks über zur umgebenden
Atmosphäre führende Ausströmöffnungen mit einem dichtend an
einem Überdruckraum anbringbaren, einen Ventilsitz aufweisenden Ventilgehäuse
und einer mit diesem lösbar verbundenen Ventilhaube, in der ein mit definierter
Gegenkraft gegen den Ventilsitz gedrückter Ventilkegel in einer Axialführung
gehalten ist.
Ein Sicherheitsventil dieser Art ist in der DE
77 34 368 U1 angegeben. Bei diesem bekannten Sicherheitsventil wird ein
Ventilgehäuse in Form eines Gehäuseunterteils mit einem Hochdruckstutzen
an einen Hochdruckraum angeschlossen, und ein Strömungsweg in einen drucklosen
Raum ist mittels eines mit Federkraft auf einen Ventilsitz gedrückten tellerförmigen
Ventilkegels bei normalen Druckverhältnissen gesperrt, wird aber durch Anheben
des Ventiltellers in Folge eines eine vorgegebene Schwelle übersteigenden Drucks
geöffnet, so dass sich der Druck in dem Hochdruckraum durch Ausstrom des den
Druck erzeugenden Mediums in den drucklosen Raum abbaut. Der Ventilkegel ist an
einem eine Axialführung bewirkenden Führungsglied in Form eines Ventilstößels
angebracht, der in einem Führungsstück verschieblich geführt ist,
welches in einem eine Haube bildenden Ventiloberteil angebracht ist. Zwischen dem
Ventilunterteil und dem Ventiloberteil ist zur Abdichtung der Führungskomponenten
gegenüber dem Medium eine Dichtmembran eingespannt, auf der auf der von dem
Hochdruckraum abgewandten Seite ein topfförmiger Membranteller sitzt. Die Dichtmembran
ist an ihrem Außenrand eingespannt. In dem Gehäuseunterteil ist in dessen
Hohlraum in axialer Richtung von dem Einspannrand der Dichtmembran in den Druckraum
versetzt der Ventilsitz eingearbeitet. Bei diesem Aufbau ist der drucklose Raum
über einen Leitungsanschluss verbunden, wobei kein freier Übergang zur
Atmosphäre gezeigt ist.
Auch in der DE 68 06 240 U
ist ein Sicherheitsventil gezeigt, wobei seitliche Ausströmöffnungen in
einem Ventilgehäuse von einem umlaufenden, radial beabstandeten Luftleitblech
umgeben sind. Das Luftleitblech ist hierbei an seinem von dem Ventilsitz abgewandten
oberen Abschnitt nach innen abgekantet und mit einem Innenrand zwischen Ventilsitz
und einem Ventiloberteil eingespannt.
Ein weiteres Sicherheitsventil, bei dem radialseitige Ausströmöffnungen
in einem Ventilgehäuse von einem umlaufenden, radial beabstandeten Luftleitkörper
umgeben sind, ist auch in der DE 44 04 350
C2 gezeigt. Hierbei bildet der Luftleitkörper einen Abschnitt der
Ventilhaube.
Weitere Sicherheitsventile mit glockenförmigem Luftleitkörper
zeigen auch die GB 217 530 und die
US 6,532,987 B1.
Ein weiteres Sicherheitsventil in Form eines Überdruckventils
ist in der DE 698 07 273 T2 gezeigt.
Ein Übergang in eine umgebende freie Atmosphäre ist nicht näher erläutert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitsventil der
eingangs genannten Art bereit zu stellen, das für einen Austritt des Mediums
zu einer freien Umgebungsatmosphäre ausgelegt ist und eine möglichst einfache
Fertigung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Hierbei ist vorgesehen, dass die Ausströmöffnungen in einen den Ventilsitz
umgebenden Wandbereich des Ventilgehäuses oder der Ventilhaube eingebracht
und auf ihrer Außenseite von einem umlaufenden radial beabstandeten Luftleitblech
umgeben sind, das mit einem zylindrischen Halteabschnitt, dessen Innendurchmesser
an den Außendurchmesser der Ventilhaube angepasst ist, axial von den Ausströmöffnungen
versetzt an der Ventilhaube festgelegt ist und auf seiner von dem Befestigungsabschnitt
abgekehrten Seite außerhalb der Ausströmöffnungen einen ringförmigen
umlaufenden Austrittspalt für das strömende Medium frei lässt, und
dass der auf den zugeordneten Abschnitt der Ventilhaube aufgesteckte Halteabschnitt
eingeformte Haltestrukturen aufweist, die mit darauf abgestimmten Gegenstrukturen
an dem Abschnitt der Ventilhaube fixierend zusammenwirken.
Mit dem Luftleitblech wird ein Personenschutz insbesondere in Verbindung
mit sogenannten F/K/S-Ventilen (für Substanzen mit flüssigen, körnigen
und/oder staubförmigen Bestandteilen) erhalten. Das Strömungsmedium wird
nicht unmittelbar in die das Sicherheitsventil umgebende Atmosphäre ausgeströmt,
sondern der radiale Ausstrom durch die Ausströmöffnungen wird von dem
Luftleitblech umgelenkt, je nach Anordnung des Sicherheitsventils z.B. nach unten.
Dabei wird eine günstige Montage des Luftleitblechs erreicht.
Für die Herstellung und Montage sind des Weiteren die Maßnahmen
von Vorteil, dass die Haltestrukturen als nach innen oder außen gerichtete
Haltewarzen oder Halterillen und die Gegenstrukturen als nach außen oder innen
gerichtete Vertiefungen oder Vorsprünge ausgebildet sind. Dabei besteht eine
vorteilhafte Maßnahme darin, dass die Haltewarzen eingeprägt sind.
Zur einfachen Montage tragen des Weiteren die Maßnahmen bei,
dass der Außendurchmesser der Ventilhaube im Bereich des Halteabschnittes verringert
ist und über einen Anschlagabsatz, an den die Stirnseite des
Halteabschnittes angrenzt, in einen erweiterten Bereich übergeht. Dadurch wird
ein stets eindeutiger Sitz sichergestellt.
Für die Umleitfunktion ist vorteilhaft vorgesehen, dass sich
der Halteabschnitt von seiner Stirnseite bis zu dem benachbarten Rand der Ausströmöffnungen
erstreckt und dass sich an den Halteabschnitt des Luftleitbleches ein um höchstens
90° nach außen gebogener erster Luftleitabschnitt und daran ein um höchstens
90° nach innen gebogener weiterer Luftleitabschnitt anschließt, dessen
stirnseitiger umlaufender Rand den Austrittspalt umgrenzt. Beispielsweise fassen
sich auf diese Art zwei ineinander übergehende konische Umleitabschnitte erhalten.
Für die Funktion auch in Verbindung mit dem Strömungsverhalten
sind des Weiteren die Maßnahmen von Vorteil, dass zum Schutz der Axialführung
zwischen dieser und dem Ventilkegel eine flexible Dichtmembran an ihrem Außenrand
mittels Spannelemente eingespannt ist.
Ist dabei vorgesehen, dass die Dichtmembran mittels der Spannelemente
in dem Hohlraum der Ventilhaube an deren Innenumfang festgelegt ist, wobei in dem
Hohlraum der Ventilhaube auf einer Seite der Dichtmembran einstückig an der
Hohlraumwandung oder mittels eines separaten, ortsfest eingesetzten Stückes
eine umlaufende ringförmige Klemmfläche gebildet ist, gegen die der Außenrand
der Dichtmembrane mittels eines auf deren anderer Seite angeordneten ringförmigen
Gegenstückes festgeklemmt ist, und wobei das eingesetzte Stück einen auf
der von dem Ventilkegel abgewandten Seite der Dichtmembran angeordneten Membranteller
bildet, so wird der Aufbau weiter begünstigt, wobei die Ausströmöffnungen
vorteilhaft in der Ventilhaube angeordnet werden können.
Eine zuverlässige Funktion des Sicherheitsventils wird dabei
dadurch unterstützt, dass eine die Gegenkraft erzeugende Schraubenfeder auf
einem auf der von dem Ventilkegel abgewandten Seite des eingesetzten Stücks
in dem Hohlraum in axialer Richtung beweglich angeordneten separaten Federteller
abgestützt ist, der mit dem Führungsglied axial unverschieblich verbunden
ist, und dass die Schraubenfeder mit ihrem von dem Ventilkegel abgewandten Ende
an einem in dem Hohlraum der Ventilhaube ortsfest angeordneten weiteren Federteller
abgestützt ist.
Die Funktion und der Aufbau einschließlich der Anordnung und
Ausbildung der Ausströmöffnungen werden ferner dadurch begünstigt,
dass das Ventilgehäuse in einem axial von dem Ventilsitz in Richtung von dem
Ventilkegel weg versetzten Abschnitt ein Außengewinde trägt und mit diesem
in ein angepasstes Innengewinde in der zugekehrten Hohlraumwandung der Ventilhaube
eingeschraubt ist und dass der Ventilsitz den vordersten Randbereich des Ventilgehäuses
bildet.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, dass die Ventilhaube
aus einem Rohrstück zylindrischen Querschnitts gefertigt ist.
Für die Funktion und den Aufbau sind des Weiteren die Maßnahmen
von Vorteil, dass die Ventilhaube auf ihrer von dem Ventilkegel abgewandten Seite
eine Anlüfteinheit aufweist, die von einer nur unter Zerstörung abnehmbaren
Kappe abgedeckt, an der Ventilhaube lösbar angebracht und mit dem Führungsglied
verbunden ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
1 ein Sicherheitsventil im Längsschnitt,
2 eine perspektivische Ansicht des Sicherheitsventils
nach 1 und
3 ein dem Sicherheitsventil nach 1
ähnliches Sicherheitsventil im Längsschnitt und in einer vergrößerten
Detailansicht.
Das in 1 gezeigte Sicherheitsventil setzt
sich aus einem Ventilgehäuse 1 und einer daran angeschraubten Ventilhaube
2 zusammen, die im Wesentlichen aus einem bearbeiteten zylindrischen Rohrstück
besteht, an dessen von dem Ventilgehäuse 1 abgewandter Seite eine
von einer Kappe 9 abgedecktes rändelmutterartiges Abschlussstück
8 angeschraubt ist. Das Ventilgehäuse 1 ist mittels eines
Gewindes, und zwar vorliegend eines Außengewindes 1.2, an einem angepassten
Gewinde eines (nicht gezeigten) Druckraums anschraubbar und besitzt einen Strömungskanal
1.5, um ein Druck erzeugendes Medium bei einem eine vorgegebene Druckschwelle
überschreitenden Überdruck nach außen zu leiten, wobei der Strömungskanal
im Normalfall im Bereich eines Ventilsitzes 1.3 mittels eines mit einer
Dichtung 10 versehenen Ventilkegels 3 abgesperrt ist und bei einem
die Schwelle überschreitenden Überdruck gegen eine mittels einer Feder
18 erzeugte Gegenkraft freigebbar ist.
Das Ventilgehäuse 1 und die zylindrische, rohrförmige
Ventilhaube 2 sind koaxial zueinander angeordnet, wobei der Strömungskanal
1.5 ebenfalls koaxial in dem Ventilgehäuse 1 angeordnet ist.
Der Ventilsitz 1.3 befindet sich an dem in das Innere der Ventilhaube
2 ragenden stirnseitigen Rand des Ventilgehäuses 1 und ist,
wie auch der Strömungskanal 1.5, rotationssymmetrisch ausgebildet
und wirkt mit der auf der zugekehrten, flach ausgebildeten Seite des
tellerartigen Ventilkegels 3 dichtend zusammen. Zum einfachen Anschrauben
an dem Druckraum, beispielsweise einem Überdruckbehälter, weist das Ventilgehäuse
1 einen Sechskant 1.1 auf, wie aus 2
ersichtlich.
Auf der von der Dichtseite abgewandten Seite ist an dem Ventilkegel
3 ein Ventilstößel 5 angebracht, beispielsweise in eine
Bohrung eingesetzt und mit einem Splint 22 oder einer Schraubverbindung
festgelegt. Der Ventilstößel 5 ist koaxial innerhalb der Ventilhaube
2 angeordnet und zum Abheben des Ventilkegels 3 von dem Ventilsitz
1.3 innerhalb der Ventilhaube 2 unter Führung verschieblich
gelagert. Die den Ventilstößel 5 umgebende Feder 18
ist an ihrem dem Ventilkegel 3 zugewandten unteren Ende und an ihrem von
dem Ventilkegel 3 abgewandten oberen Ende an einem unteren bzw. oberen
Federteller 6, 7 abgestützt, wobei der untere Ventilteller
6 an dem Ventilstößel 5 ortsfest angebracht und innerhalb
des Hohlraumes der Ventilhaube 2 in axialer Richtung bewegbar ist, während
der obere Ventilteller 7 ortsfest in dem Hohlraum der Ventilhaube
2 festgelegt ist, und zwar mittels eines Außengewindes an einem in
die Hohlraumwandung eingebrachten Innengewinde. Der obere Federteller
7 ist mittels einer Kontermutter 12 gesichert und besitzt eine
zentrale Bohrung oder ein in eine zentrale Aussparung eingesetztes Führungsstück
mit einer zentralen Bohrung, in der der Ventilstößel 5 geführt
ist. Auch in seinem dem Ventilkegel 3 zugewandten unteren Abschnitt ist
der Ventilstößel in einer Führung verschieblich gelagert, die vorliegend
in einem im Hohlraum der Ventilhaube 2 festgelegten Membranteller
14 ausgebildet ist.
Zwischen dem Ventilkegel 3 und dem Führungsmechanismus
des Ventilstößels 5 mit dem Führungsstück in dem oberen
Federteller 7 und dem Führungsabschnitt in dem Membranteller
14 ist eine biegsame Dichtmembran 16 eingespannt, wie in
3 näher dargestellt. Hierzu ist die Dichtmembran
16 an ihrem Außenrandbereich flächig zwischen einem ringförmigen
Abschnitt A des Ventiltellers 14 auf ihrer von dem Ventilkegel
3 abgewandten Seite und mittels eines ringförmigen Gegenstückes
13 auf ihrer dem Ventilkegel 3 zugewandten Seite eingespannt.
Die erforderlichen Spannkräfte werden mittels eines auf der zu dem Ventilkegel
3 gelegenen Seite des ringförmigen Gegenstückes 13 einerseits
und mittels eines auf der von dem Ventilkegel 3 abgewandten Seite des Membrantellers
14 andererseits in der Hohlraumwandung der Ventilhaube 2 eingesetzten
Sicherungsringes 19 bzw. 19' bewirkt. Die Sicherungsringe
19, 19' sind in jeweilige Ringnuten 2.3 bzw.
2.3' in der Hohlraumwandung eingesetzt und ragen aus diesen mit elastische
Federkräfte in axialer Richtung erzeugenden Abschnitten in den Hohlraum vor,
die das ringförmige Gegenstück 13 und den Membranteller
14 gegeneinander drücken, wodurch der Membranrand eingeklemmt und
sicher gehalten wird. Alternativ zu diesem Einspannmechanismus der Dichtmembran
16 kann an der Hohlraumwandung auch ein Absatz eingearbeitet sein, gegen
den der Membranrand flächig anliegt, und andererseits zum Festspannen eine
Spannschraube in ein in der Hohlraumwandung ausgebildetes Gewinde eingeschraubt
werden. Ferner ist eine Kombination eines in der vorstehenden Weise ausgebildeten
und eingespannten Sicherungsringes mit einem in dieser Weise eingearbeiteten Absatz
zum Einspannen der Dichtmembran 16 möglich. Auch eine Einspannung
zwischen zwei in ein Gewinde der Hohlraumwandung eingeschraubte Spannelemente ist
möglich.
Der Ventilteller 14 ist auf seiner dem Ventilkegel
3 zugewandten Seite konkav eingemuldet, so dass die Dichtmembrane
16 störungsfrei über den erforderlichen Hubweg des Ventilkegels
3 bewegt werden kann und in der konkaven Einmuldung abgestützt wird.
Die Membran weist eine zentrale Ausnehmung auf, durch die der Ventilstößel
5 geführt ist, wobei der Innenrand der Membran um die Ausnehmung mittels
zweier Scheiben 20 und einer Mutter 15 an dem Ventilstößel
5 dicht angebracht ist.
Axial etwa in Höhe des Ventilsitzes 1.3 sind in dem
umgebenden Umfangsabschnitt der Ventilhaube 2 in Umfangsrichtung vorzugsweise
äquidistant beabstandet fensterförmige, z.B. rechteckförmige, Ausströmöffnungen
2.1 eingebracht, die beim Abheben des Ventilkegels 3 von dem Ventilsitz
1.3 einen radialen Ausstrom des betreffenden Mediums an die äußere
Atmosphäre zulassen. Da das ausströmende Medium durch seine Bestandteile
oder bereits durch hohen Druck oder hohe Temperatur Personen gefährden kann,
ist um die Ausströmöffnungen 2.1 rundum verlaufend ein Luftleitblech
11 angeordnet, das mittels eines in seinem Durchmesser angepassten zylinderabschnittsförmigen
Halteabschnittes 11.1 auf der Außenseite der Ventilhaube
2 festgelegt ist. Zum Festlegen sind in der Außenseite der Ventilhaube
2 als Gegenhaltestrukturen Vertiefungen 2.2, z.B. Bohrungen oder
aber eine rundum verlaufende Rille, eingebracht, in die in den Halteabschnitt
11.1 eingearbeitete Haltestrukturen, ausgebildet als eingedrückte
Haltewarzen 11.2, eingreifen. Umgekehrt können an der Ventilhaube
2 Vorsprünge als Gegenhaltestrukturen und an dem Halteabschnitt
11.1 nach außen weisende Vertiefungen als Haltestrukturen eingearbeitet
sein, wobei auch Rillen bzw. Rippen in Frage kommen. Mit diesen Maßnahmen kann
das Luftleitblech 11 bei entsprechender Anpassung des Innendurchmessers
des Halteabschnittes 11.1 auf den betreffenden Abschnitt der Ventilhaube
2 aufgesteckt werden und wird mittels der ineinander greifenden Haltestrukturen
und Gegenhaltestrukturen stabil fixiert. Alternativ können die Haltestrukturen
an dem Halteabschnitt 11.1 auch erst im aufgesteckten Zustand des Halteabschnittes
auf den betreffenden Abschnitt der Ventilhaube 2 eingedrückt
werden. Zum einfachen, eindeutigen Positionieren und Festlegen des Luftleitbleches
11 ist der Außendurchmesser der Ventilhaube 2 im Bereich
des Halteabschnittes 11.1 verringert, so dass sich ein Anschlagabsatz
2.5 für die Stirnseite des Halteabschnittes 11.1 ergibt.
Im Bereich der Ausströmöffnungen 2.1 ist das Leitblech
11 von dem Außenumfang der Ventilhaube 2 beabstandet und
überragt mit seinem von dem Halteabschnitt 11.1 abgekehrten stirnseitigen
Rand in axialer Richtung von dem Ventilstößel 5 weg den (in den
Fig.) unteren Rand der Ausströmöffnungen 2.1, so dass ein direkter
radialer Ausstrom des Mediums vermieden wird. Ein derartiges Luftleitblech ist insbesondere
bei sogenannten F/K/S-Ventilen (Strömungsmedien mit flüssigen, körnigen,
staubförmigen Bestandteilen) wichtig, kann aber auch bei sogenannten DG-Ventilen
(Dämpfe, Gase) vorgesehen sein.
Der Halteabschnitt 11.1 grenzt vorteilhaft mit seinem (in
den Figuren) unteren Rand an den oberen Rand der Ausströmöffnungen
2.1 an und geht in einen um höchstens 90° nach außen gebogenen
ersten Luftleitabschnitt 11.3 über, der wieder um höchstens 90°
nach innen gebogen in einen weiteren Luftleitabschnitt 11.4 übergeht,
welcher den unteren stirnseitigen Rand aufweist, so dass eine sichere, schützende
Ableitung des Mediums erreicht wird.
Das rändelmutterartige Abschlussteil 8 an dem von dem
Ventilgehäuse 1 abgewandten Endabschnitt der Ventilhaube
2 weist einen zentralen Durchbruch auf, der von dem von dem Ventilkegel
3 abgewandten oberen Endabschnitt des Ventilstößels
5 durchragt wird. Auf der von dem Ventilkegel 3 abgelegenen Seite
ist in einen Hohlraum des Abschlussstückes 8 ein Anlüftteller
21 eingebracht, der ebenfalls mittels einer zentralen Bohrung auf den Ventilstößel
5 aufgeschoben und mittels eines Sicherungsringes 17 gegen ein
Herausschieben aus dem Ventilstößel 5 gesichert ist. Somit wird
der Ventilkegel 3 mit dem Ventilstößel 5 beim Herausschrauben
des rändelmutterförmigen Abschlussstückes 8 angehoben bzw.
ein Anlüften erreicht. Ähnlich ist auch der in den Fig. untere Federteller
6 gegen ein weiteres Verschieben in Richtung des Ventilkegels
3 mittels eines auf den Ventilstößel 5 in einer Ringnut
eingesetzten Sicherungsrings 17 gesichert.
Wie aus der 3 weiter ersichtlich, ist
die Dichtung 10 an dem tellerförmigen Ventilkegel 3 mittels
eines Hubringes 4 gehalten.
Da die Dichtungsmembran 16 innerhalb der Ventilhaube
2 angeordnet ist, kann diese bei einfacher Montage stabil angebracht werden,
ohne dass das Ventilgehäuse 1 diesbezügliche Ausgestaltungen
enthalten muss. Auch wird durch diese Anordnung der Dichtmembran 16 erreicht,
dass der Ventilsitz 1.3 einfach und gut bearbeitbar am stirnseitigen Rand
des Ventilgehäuses 1 ausgebildet werden kann und außerdem die
Ausströmöffnungen 2.1 mit einfachen Maßnahmen in der Ventilhaube
2 eingebracht und mit dem Luftleitblech 11 überfasst werden
können.