Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine RFID-Tag-Prüfvorrichtung.
Tags, die einen Chip (integrierte Schaltung) und eine Planarantenne
umfassen, werden in vielen Anwendungen verwendet, wobei Bankkarten die gebräuchlichsten
darstellen. Angesichts der Wichtigkeit der Daten, die in den Tags zu speichern sind,
muss jedes Tag nach der Produktion geprüft werden, um zu überprüfen,
ob es innerhalb der Spezifikationen liegt und gültige Daten umfasst.
Derzeit können Tags individuell von Bedienern geprüft werden.
Jedes Tag wird elektromagnetischer Strahlung in dem RF-Frequenzbereich ausgesetzt,
und ein Tag, das die Spezifikationen nicht einhält, wird entsprechend markiert.
Ein Problem bei der derzeitigen Methode besteht darin, dass das Prüfen
von Tags zeitaufwändig ist und beim Bewegen der Tags innerhalb des Prüfgeräts
Handhabungsfehler auftreten können. Des Weiteren ist die Wahrscheinlichkeit,
dass ungültige oder mangelhafte Tags nicht markiert werden, hoch. Tags mit
unterschiedlichen Größen und magnetischen Eigenschaften müssen in
dem Prüfgerät unterschiedlich platziert werden. Dies erfordert eine manuelle
Einstellung der Tags bezogen auf das Prüfgerät, die ungenau sein kann.
Die vorliegende Erfindung wurde unter Berücksichtigung des oben
Erwähnten entwickelt.
Deshalb stellt die vorliegende Erfindung eine RFID-Tag Prüfvorrichtung
zum Prüfen von auf einem Trägerblatt angebrachten RFID-Tags bereit. Die
Vorrichtung umfasst eine Platte, vorzugsweise eine transparente Scheibe, zur Positionierung
des Trägerblatts mit zu prüfenden RFID-Tags, eine Mehrzahl von Tag-Prüfeinheiten,
von denen jede mit einer Antenne zur Kopplung an ein RFID-Tag versehen ist, und
einen Grundrahmen zur flexiblen Anbringung der Tag-Prüfeinheiten, um jede der
Tag-Prüfeinheiten auf einen der RFID-Tags auf dem Trägerblatt auszurichten.
Somit können viele Tags auf einmal geprüft werden.
Des Weiteren können die Tag-Prüfeinheiten leicht eingestellt
werden, um eine optimale Positionierung verschiedener Blattanordnungen und Tag-Größen
bezogen auf die Prüfvorrichtung bereitzustellen. Der Grundrahmen enthält
vorteilhafterweise eine Reihe von parallelen Trägerschienen, so dass jede Trägerschiene
eine Mehrzahl von Prüfeinheitspannvorrichtungen tragen kann, und die Trägerschienen
sind einstellbar auf dem Grundrahmen angebracht. Jede Tag-Prüfeinheit kann
auch gedreht werden.
Jede Tag-Prüfvorrichtung sollte vorzugsweise ein optisches Signalisierungselement
für die optische Signalisierung eines Prüfergebnisses durch die Scheibe
und durch einen ausgerichteten RFID-Tag enthalten. Hierdurch kann ein Bediener der
Vorrichtung schnell und einfach feststellen, ob ein Tag gültig ist oder nicht.
Ungültige Tags können dann markiert werden. Ein Tag-Leser kann über
einen RF-Multiplexer mit jeder Prüfeinheit gekoppelt sein, so dass die Prüfeinheiten
separat geschaltet und die Tags der Reihe nach geprüft werden können.
Es kann auch eine Mehrzahl von Tag-Lesern bereitgestellt werden, von denen jeder
mit einem anderen Teil der Tag-Prüfeinheiten in dem Array verbunden ist, so
dass jede Prüfeinheit über einen Multiplexer mit einem Tag-Leser gekoppelt
ist. Durch das Multiplexen des Tag-Lesers an die Antenne jeder Prüfeinheit
kann jeder zu prüfende Tag bei Bedarf einzeln oder bei Verwendung von mehr
als einem Leser auch parallel mit anderen Tags geprüft werden.
Vorzugsweise umfasst die Prüfvorrichtung einen Personal-Computer.
Dann kann nämlich ein Prüfprogramm auf dem Computer laufen, das die Tag-Leser
steuern kann. Der Computer kann die Multiplexer auch unter Verwendung einer separaten
Eingangs-/Ausgangsschnittstelle wie zum Beispiel einer digitalen Karte, die in einen
Elektronikeinschub innerhalb des PCs gesteckt werden kann, steuern. Die Prüfvorrichtung
kann auch eine Klemmenleiste für das selektive Schalten der jeder Prüfeinheit
zugeordneten optischen Signalisierungselemente enthalten, und der Verbindungsblock
kann auch durch den Computer, und insbesondere durch die die Multiplexer steuernde
Eingangs-/Ausgangsschnittstelle, gesteuert werden.
Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zum Prüfen
von auf einem Trägerblatt angebrachten RFID-Tags unter Verwendung der Prüfvorrichtung
bereit. Das Verfahren umfasst die Ausführung von Skripten auf einem Computer,
die von Prüfsoftware gelesen werden. Die Skripte definieren Prüfparameter
für den Betrieb der Tag-Prüfeinheiten, damit diese eine vorbestimmte Prüffolge
ausführen. Die Skripte können Textdateien sein, die Daten umfassen, die
eine bestimmte Prüffolge definieren. Auf diese Art kann die Software die Vorrichtung
so steuern, dass sie die Vorrichtung entsprechend verschiedener Parameter für
jede Prüffolge führt, und die Prüfbedingungen können einfach
auf eine bestimmte Tag-Charge maßgeschneidert werden. Der Computer kann über
ein Netzwerk mit einer Datenbank verbunden sein. In der Datenbank können dann
zur späteren Dokumentation Daten über Prüfergebnisse gespeichert
werden.
Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus
der untenstehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und aus
den beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
1 eine schematische Darstellung eines Rahmens und von
Tag-Prüfeinheiten zur Verwendung in einer Tag-Prüfvorrichtung gemäß
der Erfindung;
2 eine schematische Darstellung einer Tag-Prüfeinheit
zur Verwendung in der Tag-Prüfvorrichtung gemäß der Erfindung; und
3 eine schematische Darstellung der Tag-Prüfvorrichtung
gemäß der Erfindung.
Es wird nun eine Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme
auf die 1 bis 3 beschrieben.
Eine RFID-Tag-Prüfvorrichtung umfasst einen auf Trägern
128 angebrachten Grundrahmen 101. Eine regelmäßige Anordnung
von länglichen parallelen Leisten 102 ist auf dem Grundrahmen
101 zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten des Rahmens
101 so angebracht, dass sich diese Leisten längs zwischen den beiden
gegenüberliegenden Seiten des Rahmens 101 erstrecken. Die Leisten
102 sind auf dem Rahmen 101 so angebracht, dass sie in beide Richtungen
entlang den Seiten des Rahmens orthogonal zu der Längsrichtung der Erstreckung
der Leisten 102 verschoben werden können. Es werden Feststellschrauben
103 an beiden Enden der Leisten 102 bereitgestellt. Wenn die Feststellschrauben
103 festgezogen werden, dienen diese dazu, die Leisten 102 an
dem Rahmen 101 in einer benötigten Position zu arretieren.
Die Blöcke 104 sind jeweils mit einer Nut
125 in ihrem Sockel versehen. Die Nut 125 definiert eine Öffnung,
die so gestaltet ist, dass sie eine Leiste aufnehmen kann, so dass die Blöcke
104 verschiebbar auf den Leisten 102 angebracht werden können.
Es können mehrere Blöcke 104 auf einer Leiste 102 bereitgestellt
werden, und die Blöcke 104 können entlang der Länge der
Leiste 102 in beide Richtungen verschoben werden. Jeder Block
104 fungiert als Halter für eine Tag-Prüfeinheit. In der Mitte
der oberen Oberfläche jedes Blocks 104 wird eine Öffnung
109 bereitgestellt. Jede Öffnung 109 weist ein Gewinde auf,
das so gestaltet ist, dass es die auf der Seite eines Masts 105 bereitgestellte
Nut 111 aufnehmen kann, so dass der Mast 105 sicher in dem Block
109 gehalten werden kann. Der Mast 105 sollte aus Kunststoff oder
anderen isolierenden Werkstoffen bestehen.
Eine flache rechteckige Antenne 106 befindet sich nahe des
oberen Endes des Masts 105, wobei deren obere Oberfläche in einer
Ebene liegt, die parallel zu der Bewegungsrichtung des Blocks 104 ist,
und sie wird von einer Kunststoff-Antennenhaltevorrichtung 113 aufgenommen,
die auf dem Mast 105 unterhalb der Antenne 106 angeordnet ist.
Die Abmessungen der Antenne sollten kleiner sein als die einer typischen Kreditkarte,
d.h. circa 60-85 mm mal circa 40-55 mm. Die Antenne 106 kann RF-Signale
senden und empfangen. Sowohl die Antenne 106 als auch die Antennenhaltevorrichtung
113 sind mit einer zentralen Öffnung 115 zur Aufnahme des
Masts 105 versehen. Die Antenne 106 ist in der Antennenhaltevorrichtung
113 durch Schrauben 112 arretiert, die mit entsprechenden, in
der Antennenhaltevorrichtung 113 bereitgestellten Gewinden 114
eingreifen können.
Die Antennenhaltevorrichtung 113 (und dadurch die Antenne
106) ist mit einer Feststellschraube 116, die an einer Seite der
Antennenhaltevorrichtung 113 bereitgestellt wird und die sich durch die
Antennenhaltevorrichtung 113 in die zentrale Öffnung 115
erstreckt, an dem Mast 105 arretiert. Wenn die Feststellschraube
116 festgezogen wird, wird die Antenne 106 sicher in ihrer Position
an dem Mast 105 gehalten. Wenn die Feststellschraube 106 jedoch
lose ist, kann die Antenne 106 nach oben und nach unten an dem Mast
105 entlang verschoben werden, um die Höhe der Antenne 106
einzustellen. Die Antenne 106 ist auch in einer horizontalen Ebene über
einer Achse, die mit der Längsachse des Masts 105 übereinstimmt,
drehbar, wie in 2 gezeigt. Oben an dem Mast
105 über der Antenne 106 wird eine LED-Einheit
107 bereitgestellt. Ein RF-Schild kann um die Antenne 106 positioniert
sein, indem Ösen, die auf der Unterseite des Schildblocks (nicht gezeigt) bereitgestellt
werden, in Schildgewinde 110, die in der oberen Oberfläche des Blocks
104 bereitgestellt werden, eingesetzt werden. Der Mast 105, die
Antenne 106 und die LED-Einheit 107 bilden eine Tag-Prüfeinheit.
Ein auf dem Rahmen 101 bereitgestelltes Array von Antennen
106 ist unterhalb einer flachen Glasscheibe 117 positioniert.
Jede Antenne 106 ist mit einer Multiplexereinheit 119 verbunden.
In diesem Fall werden zwei Multiplexereinheiten 119 bereitgestellt, so
dass jede Multiplexereinheit 119 mit der Hälfte der Antennen
106 in dem Array verbunden ist. Die Multiplexereinheiten 119 sind
jeweils mit einem Tag-Leser 118 verbunden, der mit einem Computer
122 verbunden ist. Die Tag-Prüfvorrichtung wird in einem Metallgehäuse
121 bereitgestellt. Die Glasscheibe 117 wird in der oberen Oberfläche
des Metallgehäuses 121 bereitgestellt.
Der Computer 122 steuert den Betrieb der RFID-Tag-Prüfvorrichtung,
insbesondere das Schalten der Multiplexereinheiten 119, der Tag-Leser
118 und der LED-Einheiten 107. Auf dem Computer 122 ausgeführte
Prüfsoftware kann Textdateien lesen, die Steuerparameter für jede Prüffolge
beinhalten. Der Computer 122 ist an eine Datenbank 127 angebunden,
in der Prüfergebnisse zur späteren Dokumentation gespeichert werden.
Jede LED-Einheit 107 wird durch eine LED-Klemmleiste
120 angesteuert. Eine Eingangs-/Ausgangsschnittstelle, in diesem Fall eine
digitale Einsteckkarte 123, wird in einen Elektronikeinschub innerhalb
des Computers 122 gesteckt und steuert den Betrieb der LED-Klemmenleiste
120. Ein mit dem PC 122 verbundener Bildschirm 124 stellt
Informationen über den Prüfstatus bereit. Die auf dem Computer
122 ausgeführte Prüfsoftware ordnet auf dem Bildschirm
124 angezeigte Musterobjekte entsprechenden Tag-Prüfeinheiten zu.
Der Bildschirm 124 ist ein Tastbildschirm, so dass bei Bedarf einzelne
Tag-Prüfeinheiten deselektiert werden können, indem ein entsprechender
Teil des Bildschirms berührt wird. Die Standardeinstellung ist jedoch, dass
alle Tag-Prüfeinheiten der Reihe nach durchlaufen.
Ein Trägerblatt 126, das ein Array von RFID-Tags
127 wie zum Beispiel Kreditkarten trägt, wird oben auf die Glasscheibe
117 über dem Antennenarray platziert. Ein Bediener stellt die Position
der Blöcke 104 ein, indem er die Schienen 102 entlang dem
Rahmen 101 und die Blöcke 104 entlang den Schienen
102 schiebt, bis die Antennen 106 in der im Verhältnis zu
den Tags 127 benötigten Position sind. Die Antennen 106 werden
dann durch Festziehen der Feststellschrauben 116 in der benötigten
Position arretiert. Jede Antenne 106 sollte so positioniert sein, dass
ihre Position mit der eines Tags 127 übereinstimmt. Die Position jeder
Antenne 106 im Verhältnis zu einem entsprechenden Tag 127
kann dann angepasst werden, indem die Feststellschraube 116 in der Antennenhaltevorrichtung
113 gelöst und die Haltevorrichtung 113 auf dem Mast
105 auf die richtige Höhe im Verhältnis zu dem Tag
127 bewegt wird; und indem die Antennenhaltevorrichtung 113 um
eine Achse, die mit der zentralen Längsachse des Masts 105 übereinstimmt,
gedreht wird. Wenn die Antenne 106 in der richtigen Position ist, wird
die Antennenhaltevorrichtung 113 durch Festziehen der Feststellschraube
116 in ihrer Position arretiert. Die relative Position jeder Antenne
106 bezogen auf den entsprechenden Tag 127 hängt von den
Eigenschaften der Antenne innerhalb des geprüften Tags 127 ab.
Wenn alle Antennen 106 in der richtigen Position arretiert
wurden, startet der Bediener ein automatisches Prüfverfahren, das durch die
auf dem Computer 122 ausgeführte Software implementiert ist, oder
er deselektiert zu prüfende Tags 127, indem er den Bereich des Bildschirms
124, der die entsprechende Tag-Prüfeinheit darstellt, berührt.
Die auf dem Computer 122 ausgeführte Software steuert die RF-Multiplexereinheit
119 so, dass diese die sich unter dem zu prüfenden Tag 127
befindliche Antenne 106 einschaltet, und sie weist ebenfalls den Tag-Leser
118 an, den Tag zu lesen. Gleichzeitig weist die digitale Karte
123 die LED-Klemmenleiste 120 an, die entsprechende LED-Einheit
107 anzusteuern, so dass diese ein Blinklicht erzeugt. Jedes Tag
127 besteht aus einem Material, das zumindest zu einem gewissen Grad transparent
für das Licht von der LED-Einheit 107 ist, so dass das Licht von der
LED-Einheit 107 die Glasscheibe 126 passiert und durch den Tag
127 gesehen werden kann, obwohl sich die LED-Einheit 107 unter
dem Tag 127 befindet. Wenn die LED-Einheit 107 blinkt, zeigt dies
an, dass das Tag 127 geprüft wird.
Der Multiplexer 119 verbindet jede Antenne 106 selektiv
mit einem Leser 118. Das RF-Signal von dem Leser 118 interagiert
mit dem Tag 127, und das Tag 127 sendet eine Antwort zurück,
die von der Antenne 106 und dem Multiplexer empfangen wird. Die auf dem
PC ausgeführte Software verarbeitet und interpretiert dann das empfangen Antwortsignal.
Wenn sich herausstellt, dass die Parameter des Signals (Anstiegs- oder Abfallzeit,
Feldstärke, Modulation oder Frequenz, etc.) einen Tag angeben, der die Spezifikationen
nicht einhält, steuert die digitale Karte 123 die LED-Klemmenleiste
120 so, dass diese die LED-Einheit 107 einschaltet, so dass diese
ein starkes ununterbrochenes Licht erzeugt. Dies zeigt dem Bediener an, dass das
Tag 127 ungültig ist, und der Bediener kann dann das Tag
127 markieren, zum Beispiel indem er ein Kreuz auf der oberen Oberfläche
des Tags 127 einritzt.
Stellt die Software jedoch fest, dass die von dem Tag-Leser
118 aus dem von dem Tag 127 zurückgesendeten RF-Signal ausgelesenen
Parameter angeben, dass das Tag 127 gültig ist, weist die digitale
Karte 123 die LED-Klemmenleiste 120 an, die LED-Einheit
107 auszuschalten. Folglich kann über dem Tag 127 kein Licht
von der LED-Einheit 107 gesehen werden, was dem Bediener anzeigt, dass
das Tag gültig ist.
Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine bestimmte
Ausführungsform beschrieben wurde, ist sie nicht auf diese Ausführungsform
beschränkt, und einem Fachmann werden sicherlich weitere Alternativen einfallen,
die in den Schutzumfang der beanspruchten Erfindung fallen.