Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Reduzierung der
Einkopplungsfläche eines Stoßwellenreflektors und zur Weiterleitung einer
Stoßwellen-Fokuszone.
Stoßwellen finden in zahlreichen medizinischen Bereichen ein
Anwendungsgebiet.
Der bekannteste Bereich ist die therapeutische und kosmetische Anwendung
bei der Behandlung von beispielsweise Steinerkrankungen (z.B. Urolithasis, Cholelithiasis)
und der Narbenbehandlung in der Human- und Tiermedizin.
Neuere Einsatzgebiete betreffen die Zahnbehandlung, die Behandlung
von Arthrose, die Entfernung von Kalkablagerungen (z.B. Tendinosis calcarea), die
Behandlung von chronischen Tennis- oder Golferellenbogen (sog. Epikondylopathia
radialis oder ulnaris), von chronischen Schultersehnenbeschwerden (sog. Tendinose
der Rotatorenmanschette) und von chronischen Achillessehnenreizungen (sog. Achillodynie).
Weiterhin werden Stoßwellen auch zur Therapie bei Osteoporose,
Paradontose, nichtheilenden Knochenbrüchen (sog. Pseudarthrosen), Knochennekrosen
und ähnlichen Erkrankungen eingesetzt. Neuere Studien untersuchen auch einen
Einsatz in Stammzellentherapien.
Stoßwellen können weiterhin auch dazu verwendet werden,
mechanischen Stress, z.B. in Form von Scherkräften, auf Zellen auszuüben,
wobei deren Apoptose eingeleitet wird. Dies geschieht beispielsweise mittels einer
Initiierung des "Todesrezeptorweges" und/oder des Cytochrom c-Weges und/oder einer
Caspasen-Kaskade.
Unter Apoptose versteht man die Initiierung eines genetisch gesteuerten
Programms, welches zum "Zell-Selbstmord" einzelner Zellen im Gewebeverband führt.
Dabei schrumpfen die betroffenen Zellen und ihre Organellen und zerfallen in Bruchstücke,
die sogenannten apoptotischen Körperchen. Diese werden anschließend von
Makrophagen und/oder Nachbarzellen phagozytiert. Die Apoptose stellt somit einen
nicht-nekrotischen Zelltod ohne Entzündungsreaktion dar.
Daher ist die Verwendung von Stoßwellen in allen Fällen
vorteilhaft, in denen es um die Behandlung von Erkrankungen mit erniedrigter Apoptoserate
geht, z.B. Tumorbehandlungen oder Virenerkrankungen.
Weiterhin können Stoßwellen besonders vorteilhaft zur Behandlung
von nekrotisch veränderten Bereichen und Strukturen im Muskelgewebe, insbesondere
im Herzmuskelgewebe, zur Anregung des Knorpelaufbaus bei arthritischen Gelenkserkrankungen,
zur Initiierung der Differenzierung von embryonalen oder adulten Stammzellen in
vivo und in vitro entsprechend dem umgebenen Zellverband, zur Behandlung von Gewebeschwäche,
insbesondere von Cellulitis und zum Fettzellenabbau, sowie zur Aktivierung von Wachstumsfaktoren,
insbesondere von TGF-[beta], verwendet werden.
Stoßwellen können ebenfalls zur Verhinderung einer Ödembildung
und/oder -ausweitung sowie Ödemabbau, zur Behandlung von Ischämie, Rheuma,
Gelenkserkrankungen, Kieferknochen (Paradontitis), kardiologische Erkrankungen und
Herzinfarkte, Paresen (Lähmungen), Nervenentzündungen, Querschnittslähmungen,
Arthrose, Arthritis, zur Prophylaxe von Narbenbildung, zur Behandlung von Narbenbildung
bzw. Nervenvernarbung, zur Behandlung von Achillobursitis und sonstigen Knochennekrosen
verwendet werden.
Eine weitere Verwendung betrifft die Behandlung von Rückenmarks-
und Nervenverletzungen, zum Beispiel Rückenmarksverletzungen mit einhergehender
Ödemisierung.
Stoßwellen sind auch zur Behandlung von vernarbtem Sehnen- und
Bändergewebe sowie von schlecht heilenden offenen Wunden geeignet.
Solche schlecht heilenden offenen Wunden und Geschwüre werden
als Ulcus oder auch Ulzeration bezeichnet. Sie stellen eine Oberflächenzerstörung
durch Gewebszerfall an der Haut und/oder der Schleimhaut dar. Je nachdem welche
Gewebeanteile betroffen sind, wird bei oberflächlichen Läsionen von Exfoliation
(nur Oberhaut betroffen) oder Exkoriation (Ober- und Lederhaut betroffen) gesprochen.
Zu den durch Stoßwellen behandelbaren offenen Wunden zählen
insbesondere ulcus cruris, ulcus hypertonicum, ulcus varicosum oder ulcus terebrans
aufgrund eines dadurch verursachten verbesserten Heilungprozesses.
Weiterhin sind Stoßwellen geeignet für die Stimulation der
Zellvermehrung und der Differenzierung von Stammzellen.
Zur Erzeugung von Stoßwellen stehen im wesentlichen drei Prinzipien
zur Verfügung, nämlich das elektrohydraulische, das piezoelektrische und
das elektromagnetische Prinzip.
Bei einem elektrohydraulischen Stoßwellenerzeuger wird im Fokus
eines Reflektors eine Funkenentladung zwischen zwei Elektrodenspitzen in einem flüssigen
Medium erzeugt. Sobald die Ausdehnungsgeschwindigkeit der durch
die Funkenentladung erzeugten Plasmablase unter die Schallgeschwindigkeit gesunken
ist, löst sich von der Oberfläche der Plasmablase eine Stoßwelle
ab, die sich als primäre, divergente Stoßwelle ausbreitet. Dabei wird
ein wesentlicher Teil der divergenten Welle vom Reflektor reflektiert.
Der Reflektor kann dabei parabolisch oder elliptisch ausgeführt
sein.
Ist der Reflektor elliptisch ausgeführt, so wird durch die Reflexion
der reflektierte Teil der divergenten Stoßwelle in eine konvergente Stoßwelle
transformiert, die in einem zweiten Fokus zusammen und anschließend auseinander
läuft. Falls die Position des zweiten Fokus verändert werden soll, muss
eine akustische Linse eingesetzt werden.
Ist der Reflektor parabolisch ausgeführt, so wird durch die Reflexion
der reflektierte Teil der divergenten Stoßwelle in eine ebene Stoßwelle
transformiert, die parallel aus dem Reflektor läuft. Um einen weiteren Fokus
im Anwendungsgebiet zu erzeugen, wird eine akustische Linse benötigt, welche
die Stoßwelle fokussiert.
Systeme zur Behandlung mit Stoßwellen nach dem Stand der Technik
sind daraufhin ausgerichtet, mittels eines Behandlungskopfes die Stoßwellen
über ein am Behandlungskopf angebrachtes Koppelkissen in einen Körper
einzukoppeln.
Die Behandlungsköpfe nach dem Stand der Technik sind jedoch aufgrund
ihrer Abmessungen für eine lokale, kleinflächige Einkopplung der Stoßwellen
in einen Körper nicht einsetzbar.
So sind mit Behandlungsköpfen nach dem Stand der Technik viele
Bereiche eines Körpers direkt nicht erreichbar und die Stoßwellen müssen
durch Körperbereiche geleitet werden, die vor dem eigentlichen Behandlungsgebiet
liegen.
Dabei können unerwünschte Nebenwirkungen wie beispielsweise
die Entstehung von Hämatomen auftreten oder die Effektivität der Stoßwellen
kann durch Reflexion an Gewebegrenzschichten gemindert werden. Letzteres tritt auf,
wenn die Stoßwellen auf dem Weg durch den Körper angrenzende Bereiche
mit sehr unterschiedlichem Aufbau durchlaufen müssen.
Es wäre deshalb wünschenswert, wenn die Stoßwellen
direkt in das zu behandelnde Gebiet eingekoppelt werden könnten.
Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
zur Verfügung zu stellen, die es ermöglicht, Stoßwellen lokal und
kleinflächig in ein zu behandelndes Gebiet einzukoppeln.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter.
Ein erfindungsgemäßer Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter
weist einen Reflektor und einen Stoßwellenleiter auf.
Der Stoßwellenleiter weist einen akustischen Trichter und ein
sich an den akustischen Trichter anschließendes Stoßwellenrohr auf.
Der akustische Trichter dient einer Reduzierung der Querschnittsabmessungen
des erfindungsgemäßen Stoßwellenreflektors mit Stoßwellenleiter
senkrecht zu einer Stoßwelleneinkopplungsrichtung, so dass die Querschnittsfläche
des Stoßwellenrohrs wesentlich kleiner als die des Reflektors ist.
Dabei werden im akustischen Trichter die aus dem Reflektor kommenden
Stoßwellen zusammengeführt und in das sich an den akustischen Trichter
anschließende Stoßwellenrohr geleitet.
Der akustische Trichter hat vorzugsweise eine konische Form, jedoch
sind auch nicht kegelförmige Mantelflächen, die zu einer Reduzierung der
Querschnittsabmessungen führen, möglich.
Weiterhin ist der akustische Trichter derart gestaltet, dass ein zweiter
virtueller Fokus des Reflektors direkt am Übergang von dem akustischen Trichter
in das Stoßwellenrohr liegt und somit der Fokus gut im Stoßwellenrohr
abgebildet wird.
Der akustische Trichter kann mit dem Reflektor in einem Teil kombiniert
sein oder ein separates Teil bilden, das beispielsweise mittels Schrauben mit dem
Reflektor verbunden ist.
Im Fall eines separaten akustischen Trichters können der Reflektor
und der akustische Trichter im Bereich der gemeinsamen Kontaktfläche Trennwände
aufweisen, so dass der akustische Trichter samt Stoßwellenrohr leicht von einem
ersten Reflektor getrennt und mit einem zweiten Reflektor verbunden werden kann.
Dabei kann der akustische Trichter an Stelle eines Koppelkissens mit
einem Behandlungskopf nach dem Stand der Technik verbunden und verwendet werden.
Das Stoßwellenrohr dient der Bereitstellung einer Fläche
zur Einkopplung der Stoßwellen in einen Körper und der Überbrückung
einer Weglänge, indem im Stoßwellenrohr die Stoßwellen von einem
ersten Ende, das mit dem akustischen Trichter verbunden ist, zu
einem zweiten Ende geleitet werden.
Das zweite Ende des Stoßwellenrohrs weist eine Fläche zur
Einkopplung der Stoßwellen in einen Körper auf. Vorzugsweise ist die Fläche
senkrecht zur Längsachse des Stoßwellenrohrs angeordnet und ist vorzugsweise
wesentlich kleiner als eine Einkopplungsfläche eines Stoßwellenreflektors
nach dem Stand der Technik, so dass die Stoßwellen mit einem erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter kleinflächig in den Körper
eingekoppelt werden können.
Der Übergang von dem akustischen Trichter in das Stoßwellenrohr
ist vorzugsweise so gestaltet, dass der Radius in der Wandung ein 1000-10000faches
der Wellenlänge der Stoßwellen (ca. 10–6 m) beträgt.
Damit werden unerwünschte Reflexionen der Stoßwellen aufgrund eines Knicks
im Verlauf der Wandung reduziert.
Das Stoßwellenrohr des Stoßwellenleiters weist vorzugsweise
eine schmale, längliche Form auf.
Weiterhin ist das Stoßwellenrohr vorzugsweise biegbar ausgeführt,
so dass es beispielsweise durch nicht gerade Körperöffnungen oder Lumen
geführt werden kann.
Der Innendurchmesser des Stoßwellenrohrs ist so gewählt,
dass das Stoßwellenrohr eine –6 dB Fokuszone (Bereich des Stoßwellenfeldes,
in dem der lokale Druck größer als oder so groß wie die Hälfte
des Maximaldrucks ist) noch voll umschließt.
Somit beträgt der Innendurchmesser des Stoßwellenrohrs vorzugsweise
1 mm bis 5 mm.
Der Außendurchmesser des Stoßwellenrohrs beträgt vorzugsweise
1,0 mm bis 10 mm.
Die Länge des Stoßwellenrohrs beträgt vorzugsweise
1 cm bis 500 cm.
Im Inneren des Stoßwellenleiters befindet sich ein Medium, das
eine ähnliche akustische Impedanz und eine ähnliche Schallgeschwindigkeit
wie Wasser aufweist und die Stoßwellen aus dem Reflektor zu dem zweiten Ende
des Stoßwellenrohrs leitet.
Das Medium im Stoßwellenleiter besitzt vorzugsweise eine Schallgeschwindigkeit
von 1300 m/s bis 1800 m/s.
Das Reflexionsmedium der Wandung des Stoßwellenleiters ist in
seiner akustischen Impedanz und seiner Schallgeschwindigkeit deutlich unterschiedlich
zu Wasser und besteht vorzugsweise aus einem metallischen oder keramischen Werkstoff.
Das Reflexionsmedium der Wandung des Stoßwellenleiters besitzt
vorzugsweise eine Schallgeschwindigkeit von entweder kleiner als 1300 m/s oder größer
als 1800 m/s.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße
Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter mit einem schallabsorbierenden
Medium ummantelt, das die primäre Schallwelle im hörbaren Bereich reduziert,
wodurch eine Anwendung für eine zu behandelnde Person angenehmer wird.
Aufgrund seiner vorzugsweise länglichen Form und seines vorzugsweise
kleinen Durchmessers im Bereich des Stoßwellenrohrs sowie der Biegbarkeit des
Stoßwellenrohrs ist es mit dem erfindungsgemäßen Stoßwellenreflektor
mit Stoßwellenleiter möglich, in einem Körper liegende Bereiche durch
eine Öffnung des Körpers oder einen minimalinvasiven, perkutanen Zugang
direkt zu erreichen, ohne die Stoßwellen durch andere vor dem Behandlungsgebiet
liegende Bereiche des Körpers leiten zu müssen.
Weiterhin ist mit dem erfindungsgemäßen Stoßwellenreflektor
mit Stoßwellenleiter eine lokale, kleinflächige Einkopplung von Stoßwellen
in ein zu behandelndes Gebiet möglich.
Damit werden mit dem erfindungsgemäßen Stoßwellenreflektor
mit Stoßwellenleiter neue Einsatzgebiete für die Behandlung mit Stoßwellen
erschlossen.
Bei bereits etablierten Einsatzgebieten können mit dem erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter die Nebenwirkungen der Behandlung
reduziert und die Effektivität der Stoßwellen gesteigert werden.
Exemplarisch seien hier als mögliche Einsatzgebiete Indikationen
des Dentalbereichs und der Gelenke, Tumore sowie koronare, zelebral- und spinal-neurologische
Indikationen genannt.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden eingehend erläutert.
Es zeigt:
1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektors mit Stoßwellenleiter.
Aus der Abbildung gemäß 1 ist
eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektors mit Stoßwellenleiter ersichtlich.
In der dargestellten Ausführungsform der Erfindung
wird in einem ersten Fokus (F1) eines Reflektors (1) eines erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektors mit Stoßwellenleiter zwischen zwei Elektrodenspitzen
eine Funkenentladung in einem flüssigen Medium (M) mit ähnlichen Eigenschaften
wie Wasser erzeugt. Eine Stoßwelle, die sich von der Oberfläche einer
durch die Funkenentladung erzeugten Plasmablase löst, wird mittels eines geeigneten
Reflexionsmediums einer Wandung des Reflektors (1), das vorzugsweise ein
Material mit deutlich zu Wasser abweichender akustischer Impedanz ist, reflektiert
und in einem zweiten virtuellen Fokus (F2) des Reflektors (1) gebündelt.
An die sich öffnende Seite des Reflektors (1) ist ein
Stoßwellenleiter angeschlossen.
Dabei ist der Stoßwellenleiter, der einen akustischen Trichter
(2) und ein Stoßwellenrohr (3) aufweist, mit einer größeren
Öffnung des akustischen Trichters (2) bündig an den Reflektor
(1) angebracht.
Der akustische Trichter (2) führt die aus dem Reflektor
(1) kommenden Stoßwellen zusammen und leitet sie in das sich anschließende
Stoßwellenrohr (3).
Hierzu ist der akustische Trichter (2) so ausgeführt,
dass der zweite virtuelle Fokus (F2) des Reflektors (1) direkt am Übergang
von dem akustischen Trichter (2) in das Stoßwellenrohr (3)
liegt und somit der Fokus gut im Stoßwellenrohr (3) abgebildet wird.
In der dargestellten Ausführungsform besitzt sowohl der Reflektor
(1) als auch der akustische Trichter (2) im Bereich der gemeinsamen
Kontaktfläche eine Trennwand (4). Damit ist es leicht möglich,
den akustischen Trichter (2) samt Stoßwellenrohr (3) von
dem Reflektor (1) zu trennen, um beispielsweise eine Verbindung des akustischen
Trichters (2) samt Stoßwellenrohr (3) mit einem zweiten Reflektor
herzustellen.
Dabei kann die Verbindung des akustischen Trichters (2) mit
einem Reflektor (1) mittels Schrauben hergestellt werden.
Das Stoßwellenrohr (3) schließt sich mit einem
ersten Ende dicht an eine kleinere Öffnung des akustischen Trichters (2)
an und ist auf der dem Reflektor (1) gegenüberliegenden Seite des
akustischen Trichters (2) angeordnet.
Im Stoßwellenrohr (3) werden die Stoßwellen von
dem ersten Ende des Stoßwellenrohrs (3) zu einem zweiten Ende des
Stoßwellenrohrs (3) geleitet.
Das Stoßwellenrohr (3) ist kreiszylindrisch ausgeführt
und besitzt einen Innendurchmesser, der so gewählt ist, dass das Stoßwellenrohr
(3) eine –6 dB Fokuszone (F) noch voll umschließt.
Das zweite Ende des Stoßwellenrohrs (3) ist verschlossen
und dient der Einkopplung der Stoßwellen in ein zu behandelndes Gebiet, das
vorzugsweise in einem Körper liegt und mit dem erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter über eine Öffnung des
Körpers oder einen minimalinvasiven, perkutanen Zugang erreichbar ist.
Im Inneren des Stoßwellenleiters befindet sich vorzugsweise dasselbe
Medium (M) wie im Reflektor (1), das eine ähnliche akustische Impedanz
und eine ähnliche Schallgeschwindigkeit wie Wasser aufweist.
Um mit dem zweiten Ende des Stoßwellenrohrs (3) das
Gebiet, das vorzugsweise in einem Körper liegt, über eine Öffnung
des Körpers oder einen minimalinvasiven, perkutanen Zugang mit dem erfindungsgemäßen
Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter erreichen zu können, weist
das Stoßwellenrohr (3) vorzugsweise eine schmale und längliche
Gestalt auf und ist vorzugsweise biegbar ausgeführt, so dass das Stoßwellenrohr
(3) durch die Öffnung des Körpers oder den minimalinvasiven,
perkutanen Zugang an das Gebiet in dem Körper geführt werden kann.
Mit dem erfindungsgemäßen Stoßwellenreflektor mit Stoßwellenleiter
werden somit neue Behandlungsgebiete für die Therapie mit Stoßwellen erschlossen.
Besonders zu erwähnen sind hierbei Behandlungen mit Stoßwellen im Dentalbereich
sowie minimalinvasive Applikationen von Stoßwellen im Körperinneren wie
beispielsweise koronare Applikationen.
- F
- Fokuszone
- F1
- erster Fokus des Reflektors
- F2
- zweiter virtueller Fokus des Reflektors
- M
- Medium im Stoßwellenleiter
- 1
- Reflektor
- 2
- akustischer Trichter
- 3
- Stoßwellenrohr
- 4
- Trennwand