| Dokumentenidentifikation |
DE102006026432A1 13.12.2007 |
| Titel |
Billigbauweise für Faulbehälter im Wasserbecken |
| Anmelder |
Institut für Umwelttechnik und Management an der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH, 58455 Witten, DE |
| Erfinder |
Rudolph, Karl-Ulrich, 58455 Witten, DE |
| DE-Anmeldedatum |
07.06.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006026432 |
| Offenlegungstag |
13.12.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C02F 3/28(2006.01)A, F, I, 20060607, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
In bestehende Wasserbecken (z. B. vorhandene Abwasserteiche) wird ein Faulbehälter eingesetzt, der aufgrund des äußeren Wasserdruckes nur eine geringe eigene Stabilität aufweisen muss, um den Wasserinnendruck auszuhalten. Das verbilligt seinen Bau erheblich, so dass dieser für Einsatzzwecke rentabel wird, für die er sonst nicht in Frage gekommen wäre. Der Abwasserzulauf wird in den Faulbehälter geleitet, der aus einem Unterteil - dünner Betonring, dünne Stahl-/Kunststoffwand - und einem Oberteil - Stahl oder GFK-Kunststoff (zum Auffangen des Biogases konisch geformt) - besteht. Zwischen Ober- und Unterteil ist ein Überlaufschlitz vorgesehen, wodurch das Abwasser ausfließen kann. Die Konstruktion kann auch einteilig mit Lochöffnungen gestaltet sein. Maßgebend ist, dass das einfließende Abwasser in Freigefälle in das umgebende Wasserbecken abfließen kann, um einen hohen Überdruck im Behälterinneren zu vermeiden, aber auch einen gewissen Überdruck zur Stabilisierung zu wahren. Die Behälterform kann durch einen unten liegenden Konus aufgewertet werden. Faulbehälter in Billigbauweise können erfindungsgemäß eingesetzt werden zur Nachrüstung von Abwasserteichen oder von konventionellen Kläranlagen und zur dezentralen Abwasserbehandlung, teilweise mit Biogasgewinnung. Auch der Einsatz zur Behandlung flüssiger/zerkleinerter organischer Abfälle ist möglich (als kostengünstige Alternative zu konventionellen Vergärungsbehältern).
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| Beschreibung[de] |
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Die prozesstechnischen Vorteile der Trennung eines klassischen Anaerobbeckens
in Anaerobzone und anoxische Zone mit oben liegender aeroben Wasserschicht sind
nicht Gegenstand der Erfindung (siehe dazu Fachliteratur zum PETRO-Prozess, z.B.
K.-U. Rudolph (2006): "Affordable Treatment and Disinfection Options for Agricultural
Wastewater Reuse", Vortrag anlässlich des 2006 WaterReuse Symposiums in Hollywood,
Kalifornien, vom 10.–13. September 2006 und P. G. J. Meiring: SA Patent 92/9644).
Gegenstand der Erfindung ist die Billigbauweise des Faulbehälters.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde,
dass der Einsatz von Faulbehältern im Wasserbecken für viele Einsatzzwecke
aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht in Frage kam.
Dieses Problem wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten
Merkmale 1–4 gelöst.
Die Faulbehälter bestehen erfindungsgemäß aus einem
Unterteil – beispielsweise als schlanke Betonkonstruktion, möglicherweise
in Form von polygonförmig aneinander gesetzten L-Steinen – und einem
Oberteil – beispielsweise aus Stahl oder GFK-Kunststoff gefertigt –,
welches an der Oberseite konisch geformt ist, um das entstehende Biogas aufzufangen.
Dieses Biogas wird oben abgezogen. Zwischen Ober- und Unterteil ist ein Überlaufschlitz
vorgesehen. Das bedeutet, dass das Oberteil auf das Unterteil derart aufgesetzt
wird, dass zwischen beiden Teilen Abwasser ausfließen kann. Analog zu dieser
Konstruktion kann auch eine Reihe von beispielsweise lochförmigen Öffnungen
in eine durchgehende, aus einem Teil bestehende Behälterkonstruktion eingebracht
werden. Maßgebend ist, dass das Abwasser, welches in den Faulbehälter
einfließt, im Freigefälle in das umgebende Wasser- bzw. Abwasserbecken
abfließen kann, damit ein hoher Überdruck im Inneren des Behälters
vermieden wird, andererseits immer ein gewisser Überdruck zur Stabilisierung
der Behälterform vorhanden ist. Die üblichen aus der klassischen Faulbehältertechnik
bekannten Einrichtungen können bedarfsweise installiert werden (z.B. Schaumschneider
usw. Bei der vorbeschriebenen Auslaufkonstruktion fließt entstehender Schaum
ohnehin mit dem Abwasserstrom ab und kann den Faulprozess nicht stören). Durch
den den Faulbehälter umgebenden Wassermantel ist zudem eine Temperaturvergleichmäßigung
gewährleistet. Bedarfsweise, in kalten Klimaten, kann der Faulbehälter
auch aus zwei Wandteilen mit innen liegender Isolierung bestehen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass sich der Bau eines Faulbehälters erheblich verbilligt und ein solcher
Faulbehälter für Einsatzzwecke rentabel wird, für die er ohne diese
Verbilligung aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht in Frage gekommen wäre.
Die Anwendung der Erfindung ist insbesondere dort vorteilhaft, ...
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch
2 angegeben. Die Behälterform kann durch einen unten liegenden Konus noch aufgewertet
werden.
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| Anspruch[de] |
Billigbauweise für Faulbehälter im Wasserbecken,
dadurch gekennzeichnet,
dass
1. in bestehende Wasserbecken (z.B. stillgelegte Klärbecken, vorhandene Abwasserteiche
oder Ähnliches), welche mit mit Abwasser gefüllt sind, ein Faulbehälter
eingesetzt wird (ggf. auch ein Wasserbehälter für andere Zwecke), welcher
aufgrund des vorhandenen äußeren Wasserdrucks nur eine geringe eigene
Stabilität aufweisen muss, um den Wasser- bzw. Abwasserinnendruck auszuhalten,
2. das Unterteil des Faulbehälters aus einem dünnen Betonring oder (bei
größerem Durchmesser) auch dünne Stahl- oder Kunststoffwände
besteht, möglicherweise in Form von polygonförmig aneinander gesetzten
L-Steinen,
3. das Oberteil aus Stahl oder GFK-Kunststoff gefertigt ist und zwecks Auffangen
des entstehenden Biogases an der Oberseite konisch geformt ist,
4. zwischen Ober- und Unterteil ein Überlaufschlitz vorgesehen ist, so dass
zwischen beiden Teilen Abwasser ausfließen kann. Analog zu dieser Konstruktion
kann auch eine Reihe von beispielsweise lochförmigen Öffnungen in eine
durchgehende, aus einem Teil bestehende Behälterkonstruktion eingebracht werden.
Maßgebende ist, dass das Abwasser, welches in den Faulbehälter einfließt,
im Freigefälle in das umgebende Wasser- bzw. Abwasserbecken abfließen
kann, damit ein hoher Überdruck im Inneren des Behälters vermieden wird,
andererseits immer ein gewisser Überdruck zur Stabilisierung der Behälterform
vorhanden ist. Bedarfsweise, in kalten Klimaten, kann der Faulbehälter auch
aus zwei Wandteilen mit innen liegender Isolierung bestehen.
Billigbauweise für Faulbehälter im Wasserbecken nach Patentanspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterform auch durch einen unten liegenden
Konus noch aufgewertet werden kann.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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