Ein Verfahren zur Positions- oder Lagebestimmung eines Transponders durch induktive Kopplung in einem Funksystem, wobei das Funksystem eine Sende-/Empfangsvorrichtung mit einer Antenneneinrichtung umfasst, mit einem Schritt des Erzeugens eines magnetischen Wechselfeldes mittels der Sende-/Empfangsvorrichtung und der Antenneneinrichtung und einem Schritt des Ermittelns eines Zuordnungssignals, das ein Maß für eine induktive Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung und dem Transponder darstellt, wobei der induktiven Kopplung eine Entfernung oder Orientierung des Tranponders zu der Antenneneinrichtung zuordenbar ist.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und ein System
zur Bestimmung von Position, Ausrichtung und/oder Bewegung eines Transponders durch
induktive Kopplung in einem Funksystem, insbesondere in einem RFID-System (RFID
= Radio Frequency Idendification).
Im Bereich der automatischen Identifizierung von Waren, Personen,
Gütern und Tieren kommt unter anderem seit geraumer Zeit die sogenannte RFID-Technologie
zum Einsatz. Bei der RFID-Technologie handelt es sich um ein funkbasiertes, kontaktloses
Identifikationsverfahren, welches ursprünglich Funkfrequenzen im Radiofrequenzbereich
(100 kHz bis einige 10 MHz) verwendete, wobei inzwischen aber Frequenzen bis in
den Mikrowellenbereich Anwendung finden. Vorteile dieser Systeme z.B. gegenüber
Barcodesystemen sind unter anderem eine deutlich höhere Kapazität, Unempfindlichkeit
gegenüber Umwelteinflüssen und Verschmutzung, deutlich höhere Reichweiten
und die Möglichkeit viele Transponder (zusammengesetzt aus Transmitter und
Responder) gleichzeitig auszulesen.
Ein Transponder ist dabei das eigentliche Etikett, welches Informationen,
z.B. einer Ware, trägt und mit einem stationären oder mobilen Lesegerät
bzw. einer Sende-/Empfangsvorrichtung kommuniziert. Diese Kommunikation erlaubt
je nach Systemaufbau das Lesen und Beschreiben des Transponders, wodurch eine zusätzliche
Flexibilität des Systems gegeben ist. Eine nachträgliche Änderung
von Produktdaten ist somit einfach möglich. Ein weiterer Vorteil von RFID-Systemen
ist die Möglichkeit, passive Transponder einzusetzen, die ohne eigene Energieversorgung
auskommen und daher entsprechend kompakt aufgebaut werden können.
18 zeigt einen typischen Aufbau eines RFID-Systems.
Solch ein System besteht typischerweise aus einem oder mehreren Lesegeräten
bzw. Sende-/Empfangsvorrichtungen 10 und einer Vielzahl von Transpondern
11. Sowohl das Lesegerät 10 als auch der Transponder
11 besitzen jeweils eine Antenne 12, 13, die maßgeblich
eine Reichweite der Kommunikation zwischen Lesegerät 10 und Transponder
11 beeinflusst. Gelangt der Transponder 11 in die Nähe der
Antenne 12 des Lesegeräts 10, so tauschen beide (Transponder
und Lesegerät) Daten aus. Das Lesegerät 10 überträgt
neben den Daten auch Energie zum Transponder 11. Im Innern des Transponders
11 befindet sich dafür eine Antennenspule, die beispielsweise als
Rahmen- oder Ferritantenne ausgeführt ist. Zum Betrieb des Transponders
11 erzeugt das Lesegerät 10 zunächst mittels seiner
Antenne 12 ein hochfrequentes magnetisches Wechselfeld. Die Antenne
12 umfasst ebenfalls eine großflächige Spule mit mehreren Windungen.
Hält man nun den Transponder 11 in die Nähe der Lesegerätantenne
12, so erzeugt das Feld des Lesegeräts eine Induktionsspannung in
der Spule des Transponders 11. Diese Induktionsspannung wird gleich gerichtet
und dient zur Spannungsversorgung des Transponders 11. Parallel zu einer
Induktivität der Transponderspule ist im Allgemeinen eine Kapazität geschaltet.
So entsteht ein Parallelschwingkreis. Die Resonanzfrequenz dieses Schwingkreises
entspricht der Sendefrequenz des RFID-Systems. Gleichzeitig wird auch die Antennenspule
des Lesegeräts 10 durch einen zusätzlichen Kondensator in Reihen-
oder Parallelschaltung in eine Resonanz gebracht.
Aus der, in dem Transponder 11 induzierten Wechselspannung
wird zusätzlich eine Taktfrequenz abgeleitet, welche einen Speicherchip oder
einen Mikroprozessor des Transponders 11 dann als Systemtakt zur Verfügung
steht. Die Datenübertragung vom Lesegerät 10 zum Transponder
11 erfolgt im einfachsten Fall durch eine sog. Amplitudentastung (ASK =
Amplitude Shift Keying), bei der das hochfrequente magnetische Wechselfeld ein-
und ausgeschaltet wird. Die umgekehrte Datenübertragung vom Transponder
11 zum Lesegerät 10, nutzt die Eigenschaften der transformatorischen
Kopplung zwischen der Lesegerätantenne 12 und der Transponderantenne
13 aus. Dabei stellt die Lesegerätantenne 12 eine primäre
Spule und die Transponderantenne 13 eine sekundäre Spule eines aus
Lesegerätantenne und Transponderantenne gebildeten Transformators.
Aufgrund der oft sehr geringen elektromagnetischen Kopplung zwischen
der Lesegerätantenne 12 und der Transponderantenne 13 ist
mit sehr kleinen Modulationssignalen an der Antenne 12 des Lesegeräts
10 zu rechnen. Die Kopplung ist meist kleiner als 10%, gelegentlich liegt
sie sogar unter 1%. Die Lastmodulationssignale sind in etwa 60 dB bis 80 dB schwächer
als das Trägersignal.
Auf dem Gebiet der Nahbereichslokalisierung von Objekten sind beispielsweise
Systeme für Anwendungen im Bereich der Logistik bekannt. In der Logistik ist
eine binäre Lokalisierung (Transponder präsent/nicht präsent) sehr
verbreitet, also eine Registrierung von Objekten an einem bzw. mehreren vorher bekannten
Orten.
Dagegen wird für eine Eingabe einer Position eines Punktes in
einen Computer beispielsweise eine Rasterlokalisierung verwendet.
Mehrere Leiter, die im Bereich der Positionsmessung nebeneinander angeordnet sind,
werden nacheinander aktiviert. Dabei wird die Position bei der Anregung des bestimmten
Leiters aus zwei Komponenten berechnet.
Dazu beschreibt die Patentschrift DE
44 00 946 C1 beispielsweise eine Positionserfassungseinrichtung mit einem
Positionserfassungsbereich, in dem mehrere Leiter vorgesehen sind, die in Richtung
der Positionsmessung nebeneinander angeordnet sind, eine Wahlschaltung zum Auswählen
einzelner Leiter, eine Sendeschaltung, die ein Sendesignal einem ausgewählten
Leiter bereitstellt, einem Positionszeiger mit einem Schwingkreis, der durch das
Sendesignal zum Schwingen angeregt wird und ein Empfangssignal abstrahlt, eine Empfangsschaltung
zur Detektion des Empfangssignals in einem ausgewählten Leiter, eine Verarbeitungseinrichtung
zur Bestimmung der durch den Positionszeiger angezeigten Position durch Verarbeitung
der mit der Empfangsschaltung detektierten Empfangssignale, wobei dem Schwingkreis
kontinuierlich Energie übertragen wird.
Ein weiteres Prinzip der Funklokalisierung ist die Lokalisierung durch
elektromagnetische Wellenausbreitung. Dabei wird ein Empfänger in ein Objekt
integriert, der bei Anfrage seine Daten an einen Sender schickt. Die Position des
Objekts wird danach aus Laufzeiten bzw. der Differenz zwischen zwei ankommenden
Signalen berechnet.
Schließlich besteht eine weitere Möglichkeit zur Positionsbestimmung
in der Ausnutzung des bekannten Radarprinzips beispielsweise mittels des sog. Backscatter-Verfahrens.
Bestehende Systeme zur binären Lokalisierung bieten nur eine
geringe Flexibilität, da sich bei Ihnen die Identifizierung eines Transponders
auf einen reine Anwesenheitsprüfung beschränkt. Typischerweise sind solche
Systeme sehr ungenau und daher für viele Anwendungen unbrauchbar. Für
eine Nahbereichslokalisierung, d.h. zur Positionsbestimmung von Objekten innerhalb
eines kleinen Bereichs, sind Systeme, die eine Funklokalisierung mittels einer Laufzeitmessung
nutzen, nicht geeignet, da sich Funkwellen im Antennennahfeld typischerweise noch
nicht von der Antenne gelöst haben. Laufzeitverfahren basieren aber auf der
Wellencharakteristik, wie sie im erst im Antennenfernfeld vorliegt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein verbessertes
Konzept zur Nahbereichslokalisierung von Objekten zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1,
eine Vorrichtung gemäß Anspruch 20 und/oder einen Transponder gemäß
Anspruch 35 gelöst.
Die Erkenntnis der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, dass
Position, Richtung und/oder Bewegung eines im Nahfeld der Sende-/Empfangsvorrichtung
befindlichen und mit der Sende-/Empfangsvorrichtung induktiv gekoppelten Transponders
bestimmt werden kann, indem eine transformatorische Kopplung des Transponders mit
der Sende-/Empfangsvorrichtung ausgenutzt wird. Zunächst wird mittels einer
Antenneneinrichtung eines Sende-/Empfangsgeräts, d.h. mittels eines Lesegeräts,
ein elektromagnetisches bzw. magnetisches Wechselfeld erzeugt bzw. von der dem Lesegerät
zugeordneten Antenneneinrichtung abgestrahlt. Im Antennennahfeld kann von einem
reinen magnetischen Wechselfeld gesprochen werden, da sich die Funkwellen hier noch
nicht von der Antenne gelöst haben, wohingegen im Antennenfernfeld eine elektromagnetische
Wellenausbreitung vorherrscht. Erfindungsgemäß wird dann in der Sende-/Empfangsvorrichtung
und/oder in dem Transponder eine elektrische Größe in Form eines Zuordnungssignals
ermittelt, die ein Maß für die induktive Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung
der Sende-/Empfangsvorrichtung und dem Transponder darstellt. Diese elektrische
Größe bzw. das Zuordnungssignal resultiert beispielsweise aus der Ansprechfeldstärke
oder der Lesefeldstärke des Transponders oder deren Änderungen, aus einer
Feldstärkemessung des magnetischen Wechselfeldes am Transponder, oder aus einer
Auswertung einer durch den Transponder hervorgerufenen Lastmodulation. Gemäß
der vorliegenden Erfindung wird nun ausgenutzt, dass ein Zusammenhang zwischen der
induktiven Kopplung zwischen Transponder und Sende-/Empfangsvorrichtung und einer
Entfernung zwischen dem Transponder und der Sende-/Empfangsvorrichtung vorliegt.
Somit lässt sich erfindungsgemäß der ermittelten elektrischen Größe,
d.h. dem Zuordnungssignal, die Entfernung zwischen dem Transponder und der Sende-/Empfangsvorrichtung
zuordnen.
Diese Zuordnung von Zuordnungssignal und Entfernung wird nun bei einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, dass eine Ansprechmindestfeldstärke
und/oder Lesemindestfeldstärke des Transponders als Indikator zur Bestimmung
des Abstandes des Transponders zur Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung
herangezogen wird. Die Ansprechfeldstärke bzw. Ansprechmindestfeldstärke
ist diejenige Feldstärke, bei der der Transponder gerade noch ordnungsgemäß
arbeitet, d.h. die Feldstärke ausreichend für eine Spannungsversorgung
des Transponders ist. Die Lesefeldstärke bzw. Lesemindestfeldstärke ist
diejenige Feldstärke, die für eine Kommunikation zwischen dem Transponder
und der Sende-/Empfangsvorrichtung mindestens erforderlich ist. D.h. die Lesemindestfeldstärke
ist größer oder gleich der Ansprechmindestfeldstärke. Wird beispielsweise
ein Antennenspeisestrom der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung schrittweise
oder kontinuierlich geändert, so ändert sich entsprechend der Betrag des
von der Antenneneinrichtung erzeugten Magnetfeldes an einem bestimmten Ort. Wird
nun der Antennenspeisestrom und damit der Betrag des erzeugten Magnetfeldes von
einem geringen Anfangswert bis zu einem Maximalwert, oder umgekehrt, durchfahren
und befindet sich ein Transponder in Reichweite der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung,
so antwortet der Transponder, sobald seine benötigte Ansprechmindestfeldstärke
bzw. Lesemindestfeldstärke erreicht ist. Somit kann jedem Antennenspeisestrom
an der Sende-/Empfangsvorrichtung eine Entfernung des Transponders von der Antenneneinrichtung
zugeordnet werden.
Ein Vorteil dieses Aspekts der vorliegenden Erfindung besteht darin,
dass herkömmliche Transponder eingesetzt werden können und lediglich eine
Sende-/Empfangsvorrichtung, d.h. das Lesegerät, erfindungsgemäß anzupassen
ist, um einen Strom durch eine Antenneneinrichtung einer Sende-/Empfangsvorrichtung
zu variieren und einer bestimmten Höhe dieses Stroms basierend auf der ermittelten
Ansprech- bzw.
Lesefeldstärke eine Transponderentfernung zuordnen zu können.
Die Zuordnung von Zuordnungssignal und Entfernung kann nun bei einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht werden, dass an einem
Schwingkreis einer Antenneneinrichtung des Transponders eine durch das von der Sende-/Empfangsvorrichtung
erzeugte Magnetfeld induzierte, analoge Spannung im Transponder erfasst wird, und
beispielsweise gleichgerichtet und geglättet wird, um einen zur induzierten
Spannung entsprechenden Gleichspannungswert zu erhalten. Dieser Gleichspannungswert
kann durch einen Analog-Digital-Wandler in einen entsprechenden digitalen Wert gewandelt
und dann als Daten in ein entsprechendes Datenübertragungsprotokoll zwischen
dem Transponder und der Sende-/Empfangsvorrichtung eingebunden und übertragen
werden. Optional könnte die durch das von dem Magnetfeld induzierte Spannung
im Transponder auch direkt, d.h. ohne Gleichrichtung und Glättung, digitalisiert
und weiterverarbeitet werden. Die Sende-/Empfangsvorrichtung kann dann die in das
Übertragungsprotokoll integrierten, digitalen Feldstärkedaten aus den
eigentlichen Nutzdaten der Kommunikation herausfiltern, so dass sie für eine
Auswertung, beispielsweise mittels eines PC's, zur Verfügung stehen. Die so
übertragenen digitalen Daten sind dabei vorzugsweise proportional zu der Feldstärke
des am Transponder anliegenden magnetischen Wechselfeldes, die wiederum ein Maß
für die Entfernung von dem Transponder zu der Sende-/Empfangsvorrichtung ist.
Dieser Aspekt der vorliegenden Erfindung weist den Vorteil auf, dass
die Messung der magnetischen Kopplung direkt am Transponder stattfindet und somit
eine ausgesprochen genaue Entfernungsmessung ermöglicht wird.
Die Zuordnung von Zuordnungssignal und Entfernung kann nun bei einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht werden, dass an der
Sende-/Empfangsvorrichtung das Zuordnungssignal in Form eines ersten und/oder zweiten
Zuordnungssignals und insbesondere einer sog. Mittelspannung und/oder eines Spannungshubs
ermittelt wird, die in einem Eingangskreis der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung
durch eine Lastmodulation des Transponders erzeugt werden. Die an der Sende-/Empfangsvorrichtung
ermittelten Spannungen entstehen dabei durch eine transformatorische Rückwirkung
des Transponders auf die Sende-/Empfangsvorrichtung, die proportional zu der Entfernung
von dem Transponder zu der Sende-/Empfangsvorrichtung ist. Die Mittelspannung entspricht
dabei einem Gleichspannungsanteil, der nach einer Demodulation dem Empfangssignal
überlagert ist, wobei der Spannungshub beispielsweise dadurch entsteht, dass
das Trägersignal am Primärschwingkreis im Rhythmus der Daten belastet
wird.
Vorteile dieses Aspekts gemäß der vorliegenden Erfindung
bestehen darin, dass herkömmliche Transponder eingesetzt werden können.
Eine erfindungsgemäße Sende-/Empfangsvorrichtung benötigt lediglich
eine Verarbeitungseinrichtung, um zumindest einer der beiden durch die transformatorische
Rückwirkung entstehenden Signale, d.h. der Mittelspannung oder den Spannungshub,
eine Entfernung des Transponders von der Sende-/Empfangsvorrichtung zuzuordnen.
Die Antenneneinrichtung einer erfindungsgemäßen Sende-/Empfangsvorrichtung
kann dabei eine oder eine Mehrzahl von Antennen umfassen. Die Anzahl
der Antennen bestimmt, in wie vielen Dimensionen eine Position, Richtung und/oder
Bewegung eines mit der Sende-/Empfangsvorrichtung induktiv gekoppelten Transponders
bestimmt werden kann.
Damit besteht mit dem erfindungsgemäßen Konzept neben der
Möglichkeit der reinen Identifizierung eines mit einer Sende-/Empfangsvorrichtung
induktiv gekoppelten Transponders zusätzlich erfindungsgemäß die
Möglichkeit zur Positionsbestimmung des Transponders, zur Bestimmung einer
Orientierung des Transponders und die Möglichkeit zur Bestimmung einer Bewegung
des Transponders. Dabei ist es möglich, lediglich die Sende-/Empfangsvorrichtung
entsprechend zu modifizieren, so dass zur Lokalisierung herkömmliche Transponder
verwendet werden können.
Weiterhin bietet das erfindungsgemäße Konzept die Möglichkeit
für neue Serviceleistungen und dadurch eine Grundlage für die Entstehung
neuer Anwendungsbereiche.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
1 einen schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen
RFID-Systems zur Erläuterung der induktiven Kopplung zwischen einer Sende-/Empfangsvorrichtung
und einem Transponder;
2 eine schematische Darstellung einer Sende-/Empfangsvorrichtung
mit einer Antenneneinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung;
3 ein Widerstandsnetzwerk zur Steuerung eines Antenennstroms
einer Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangseinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
4 eine schematische Darstellung einer Verarbeitungseinrichtung
einer Sende-/Empfangseinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, die eine Lese- oder Ansprechmindestfeldstärke eines
Transponders als Indikator zur Bestimmung des Abstandes des Transponders nutzt;
5 eine schematische Darstellung einer Verarbeitungseinrichtung
einer Sende-/Empfangsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, die eine an der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung
anliegende Spannung als Indikator zur Bestimmung des Abstandes des Transponders
nutzt;
6a eine schematische Darstellung eines Zusammenhangs
zwischen einem ersten und zweiten Zuordnungssignal, insbesondere einer Mittelspannung
und einem Spannungshub gemessen an einer Antenne einer Sende-/Empfangsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung;
6b eine beispielhafte Darstellung einer Messung einer
Mittelspannung an einer Sende-/Empfangsvorrichtung aufgetragen über einen Abstand
eines Transponders zu einer Sende-/Empfangsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
6c einen schematischen Verlauf einer Mittelspannung
an einer Sende-/Empfangsvorrichtung aufgetragen über einem magnetischen Kopplungsfaktor
eines Transponders zu einer Sende-/Empfangsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
6d eine beispielhafte Darstellung einer Messung eines
Spannungshubs an einer Sende-/Empfangsvorrichtung aufgetragen über einen Abstand
eines Transponders zu einer Sende-/Empfangsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
6e einen schematischen Verlauf eines Spannungshubs
an einer Sende-/Empfangsvorrichtung aufgetragen über einem magnetischen Kopplungsfaktor
eines Transponders zu einer Sende-/Empfangsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
7 eine schematische Darstellung eines Transponders
mit einer Antenneneinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung;
8 ein Blockschaltbild eines passiven Transponders gemäß
einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
9 eine beispielhafte Darstellung einer Messung einer
Induktionsspannung an einem AD-Wandler in einem Transponder gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung aufgetragen über einen
Abstand des Transponders zu einer Sende-/Empfangsvorrichtung;
10 ein Blockschaltbild einer modifizierten Sende-/Empfangsvorrichtung
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
11 eine schematische Darstellung eines Transponders
im 3-dimensionalen Raum;
12a eine schematische Darstellung von orthogonal angeordneten
Spulen als Antennen gemäß der vorliegenden Erfindung;
12b eine schematische Darstellung von in einem beliebigen
Winkel angeordneten Spulen als Antennen gemäß der vorliegenden Erfindung;
12c eine schematische Darstellung einer Antenneneinrichtung
bestehend aus sechs orthogonal angeordneten Spulen als Antennen gemäß
der vorliegenden Erfindung;
12d eine Antennenanordnung bestehend aus zwei orthogonal
zueinander angeordneten Helmholzspulenpaaren und einer Diagonalspule gemäß
der vorliegenden Erfindung;
13a eine Antennenanordnung bestehend aus vier rechteckig
angeordneten Spulen zur Erzeugung einer Magnetfeldorientierung von 0° gemäß
der vorliegenden Erfindung;
13b eine Antennenanordnung bestehend aus vier rechteckig
angeordneten Spulen zur Erzeugung einer Magnetfeldorientierung von 90° gemäß
der vorliegenden Erfindung;
13c eine Antennenanordnung bestehend aus vier rechteckig
angeordneten Spulen zur Erzeugung einer Magnetfeldorientierung von 135° gemäß
der vorliegenden Erfindung;
13d eine Antennenanordnung bestehend aus vier rechteckig
angeordneten Spulen zur Erzeugung einer Magnetfeldorientierung von 45° gemäß
der vorliegenden Erfindung;
14 eine Antennenanordnung bestehend aus zwei orthogonal
zueinander angeordneten Helmholzspulenpaaren und einer Diagonalspule und zwei Transpondern
gemäß der vorliegenden Erfindung;
15 eine Antennenanordnung bestehend aus vier rechteckig
angeordneten Antennen und einen Transpondern mit zwei möglichen Positionen
gemäß der vorliegenden Erfindung;
16 ein Blockschaltbild einer Sende-/Empfangseinrichtung
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gekoppelt
mit einer Antenneneinrichtung mit sechs orthogonal angeordneten Spulen als Antennen
gemäß der vorliegenden Erfindung;
17 ein Blockschaltbild einer Sende-/Empfangseinrichtung
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gekoppelt
mit einer Antenneneinrichtung mit zwei Antennenelementen gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
18 einen typischen Aufbau eines konventionellen RFID-Systems.
Bezüglich der nachfolgenden Beschreibung sollte beachtet werden,
dass bei den unterschiedlichen Ausführungsbeispielen gleich oder gleichwirkende
Funktionselemente gleiche Bezugszeichen aufweisen und somit die Beschreibungen dieser
Funktionselemente in den verschiedenen, in den nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen
untereinander austauschbar sind.
Im Nachfolgenden wird der Begriff „Signal" für Ströme
oder Spannungen gleichermaßen verwendet, es sei denn, es ist explizit etwas
anderes angegeben.
1 zeigt einen exemplarischen Aufbau eines RFID-Systems.
Solch ein System besteht wenigstens aus einem Lesegerät bzw. einer Sende-/Empfangsvorrichtung
100 und einem Transponder 110. Sowohl das Lesegerät
100 als auch der Transponder 110 weisen jeweils eine Antenneneinrichtung
102 bzw. 112 auf, die sich in einem Abstand d
voneinander befinden. Die Antenneneinrichtung 102 der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 weist eine Spule mit einer Induktivität L1 auf und
die Antenneneinrichtung 112 des Transponders 110 weist eine Spule
mit einer Induktivität L2 auf.
Eine Datenübertragung von dem Transponder 110 zur Sende-/Empfangsvorrichtung
100, nutzt die Eigenschaften einer transformatorischen Kopplung zwischen
der Spule L1 der Antenneneinrichtung 102 der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 und der Spule L2 der Antenneneinrichtung 112 des
Transponders 110 aus, wobei die Spule der Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 als eine primäre Spule
und die Spule der Antenneneinrichtung 112 des Transponders 110
als eine sekundäre Spule eines aus der Antenneneinrichtung 102 und
der Antenneneinrichtung 112 gebildeten Transformators angesehen werden
kann.
Aufgrund der Gegeninduktivität M, die von einer magnetischen
Kopplung der Spulen L1, L2 abhängt, bewirkt eine Änderung
eines Stroms I2 durch die sekundäre Spule L2 auf der
Seite des Transponders 110 auch eine Änderung eines Stroms I1
bzw. der Spannung Ulan der primären Spule L1 auf der Seite der Sende-/Empfangsvorrichtung
100, entsprechend dem Prinzip eines Transformators. Die magnetische Kopplung
der Spulen hängt wiederum von dem Abstand d zwischen der Spule L1
der Antenneneinrichtung 102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100
und der Spule L2 der Antenneneinrichtung 112 des Transponders
110 ab. Zur Vereinfachung der nachfolgenden Erläuterungen wird diesbezüglich
im Nachfolgenden häufig auch von einem Abstand zwischen Sende-/Empfangsvorrichtung
und Transpander bzw. deren Antenneneinrichtungen gesprochen, wobei der Antennenabstand
gemeint ist.
Eine Änderung des Stroms in der sekundären Spule L2
auf der Seite des Transponders 110 bewirkt auch eine Änderung des
Stroms bzw. der Spannung an der primären Spule L1 auf der Seite
des Lesegeräts 100, wie bei einem Transformator. Diese Spannungsänderung
an der Lesegerätantenne 102 entspricht in der Wirkung einer Amplitudenmodulation,
jedoch mit einem in der Regel sehr kleinen Modulationsgrad. Durch das Ein- und Ausschalten
eines zusätzlichen Lastwiderstands im Transponder 110 im Takt der
zu übertragenen Daten, können so Daten an das Lesegerät
100 gesendet werden. Dieser Vorgang wird als Lastmodulation (Load Modulation)
bezeichnet.
Der Abstand d ist nun vorzugsweise derart vorzusehen, dass sich der
Transponder 110 im Nahfeld der Antenne der Sende- /Empfangsvorrichtung
100 befindet, um eine Kommunikation zwischen der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 und dem Transponder 110 durch induktive Kopplung zu ermöglichen.
Gemäß vorliegender Erfindung wird der Zusammenhang zwischen
der magnetischen Kopplung der Spulen L1, L2 und deren Abstand d voneinander
für die erfindungsgemäße Vorgehensweise zur Positionsbestimmung des
Transponders 110 durch induktive Kopplung ausgenutzt, indem ein magnetischen
Wechselfeld, das beispielsweise eine Frequenz von 125 kHz oder 13.56 MHz oder auch
eine andere für RFID-Systeme geeignete Frequenz aufweisen kann, mittels der
Sende-/Empfangsvorrichtung 100 und der Antenneneinrichtung 102
erzeugt wird und in der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 und/oder dem Transponder
110 eine elektrische Größe als ein Zuordnungssignal ermittelt
wird, wobei die elektrische Größe ein Maß für die induktive
Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung 102 der Sende- /Empfangsvorrichtung
100 und dem Transponder 110 darstellt, und wobei der induktiven
Kopplung die Entfernung d des Transponders 110 zu der Antenneneinrichtung
102 zuordenbar ist. Diese elektrische Größe bzw. das Zuordnungssignal
resultiert beispielsweise aus der Ansprechfeldstärke oder der Lesefeldstärke
des Transponders oder deren Änderungen, aus einer Feldstärkemessung des
elektrischen Wechselfeldes am Transponder, oder aus einer Auswertung einer durch
den Transponder hervorgerufenen Lastmodulation.
Im Folgenden wird nun detailliert auf verschiedene spezifische Aspekte
der erfindungsgemäßen Vorgehensweise zur Bestimmung von Position, Richtung
oder Bewegung eines Transponders in einem Funksystem (RFID-System) mittels induktiver
Kopplung eingegangen, wobei weitere spezifische Ausführungsbeispiele und Ausgestaltungen
der vorliegenden Erfindung nachfolgend Bezug nehmend auf die 2-17
beschrieben werden.
Wie die nachfolgenden Ausführungen noch deutlich machen werden,
kann bei der vorliegenden Erfindung eine elektrische Größe als ein Zuordnungssignal,
das ein Maß für eine induktive Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung
der Sende-/Empfangsvorrichtung und dem Transponder darstellt, entweder auf der Seite
der Sende-/Empfangsvorrichtung oder der Seite des Transponders ermittelt werden.
Der elektrischen Größe und damit auch der induktiven Kopplung zwischen
der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung und der Antenneneinrichtung
des Transponders ist eine Entfernung des Transponders zu der Antenneneinrichtung
der Sende-/Empfangsvorrichtung und damit des Tranponder zu der Sende-/Empfangsvorrichtung
zuordenbar.
2 zeigt eine erfindungsgemäße Sende-/Empfangsvorrichtung
100, die mit einer Antenneneinrichtung 102 gekoppelt ist. Die
Sende-/Empfangsvorrichtung weist eine Einrichtung 104 zum Erzeugen eines
Ansteuersignals Sst zum Ansteuern der Antenneneinrichtung 102
über eine Leitung 106 auf. Ferner weist die Sende-/Empfangsvorrichtung
100 eine über eine Leitung 107 mit der Antenneneinrichtung
102 gekoppelten Verarbeitungseinrichtung 108 zum Verarbeiten eines
von der Antenneneinrichtung 102 herrührenden Signals SRx
auf. Ferner ist optional das Ansteuersignal Sst oder ein äquivalenter
Wert davon in die Verarbeitungseinrichtung 108 zum Verarbeiten von Sst
einkoppelbar, was durch die gestrichelte Leitung in 2
angedeutet ist.
Die Einrichtung 104 zum Erzeugen des Ansteuersignals Sst
zum Ansteuern der Antenneneinrichtung 102 kann beispielsweise derart ausgebildet
sein, dass das Ansteuersignal Sst variiert werden kann, oder aber dass
die Einrichtung 104 ein konstantes Ansteuersignal Sst für
die Antenneneinrichtung 102 liefert. Das Ansteuersignal Sst
könnte beispielsweise ein Strom zum Speisen der Antenneneinrichtung
102 sein.
In vorliegendem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Sende-/Empfangsvorrichtung
100 über zwei Leitungen 106 und 107 mit der Antenneneinrichtung
102 verbunden, wobei die Leitung 106 das Ansteuersignals Sst
zum Ansteuern der Antenneneinrichtung 102 und Leitung 107 ein
von der Antenneneinrichtung 102 herrührendes Signals SRx
führt. Eine Trennung zwischen Sende- und Empfangspfad findet hier also beispielsweise
in der Antenneneinrichtung 102 statt. Diese Trennung zwischen Sende- und
Empfangspfad könnte gemäß der vorliegenden Erfindung genauso auch
in der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 stattfinden, wobei es dann ausreichend
wäre, die Sende-/Empfangsvorrichtung 100 über nur eine Leitung
mit der Antenneneinrichtung 102 zu verbinden.
Die Verarbeitungseinrichtung 108 zum Ermitteln des Zuordnungssignals
als Maß für die induktive Kopplung zwischen Sende-/Empfangsvorrichtung
100 und einem Transponder ermittelt aus dem Zuordnungssignal, welches beispielsweise
einer an der Antenneneinrichtung 102 anliegenden Spannung SRx,
einem Antennenspeisestrom Sst oder in einem Übertragungsprotokoll
von einem Transponder an die Sende-/Empfangsvorrichtung 100 übertragenen
digitalen Daten entsprechen kann, eine Entfernung des Transponders zu der Sende-/Empfangsvorrichtung
100. Beispielsweise könnte ein Mikrocontroller die Funktion der Einrichtung
104 und/oder 108 übernehmen.
Im Folgenden wird nun ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung beschrieben, bei dem das Zuordnungssignal auf der Seite der Sende-/Empfangsvorrichtung
ermittelt wird.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann eine
Ansprechfeldstärke bzw. eine Lesefeldstärke eines Transponders
110 als Indikator zur Bestimmung des Abstandes des Transponders zur Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 herangezogen werden. Die
Ansprechfeldstärke bzw. Ansprechmindestfeldstärke ist diejenige Feldstärke,
bei der der Transponder gerade noch ordnungsgemäß arbeitet, d.h. die Feldstärke
ausreichend für eine Spannungsversorgung des Transponders ist. Die Lesefeldstärke
bzw. Lesemindestfeldstärke ist diejenige Feldstärke, die für eine
Kommunikation zwischen dem Transponder und der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 mindestens erforderlich ist. Die Lesemindestfeldstärke ist somit
in der Regel größer als die Ansprechmindestfeldstärke.
Wird beispielsweise ein Strom durch die Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 durch die Einrichtung
104 schrittweise oder kontinuierlich geändert, so ändert sich
entsprechend der Betrag des von der Antenneneinrichtung erzeugten Magnetfeldes bzw.
magnetischen Wechselfeld an einem bestimmten Ort bzgl. der Antenneneinrichtung
102.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
kann der Strom durch die Antenneneinrichtung 102 beispielsweise mittels
eines Widerstandsnetzwerks, wie es in 3 beispielhaft
gezeigt ist, gesteuert werden.
3 zeigt ein Widerstandsnetzwerk, welches beispielsweise
die anhand von 2 beschriebene Einrichtung
104 zum Erzeugen des Ansteuersignals Sst zum Ansteuern der Antenneneinrichtung
102 realisieren kann, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel gemäß
der vorliegenden Erfindung das Ansteuersignal Sst ein Antennenspeisestrom
ist. Das Widerstandsnetzwerk 104 besteht aus mehreren parallel geschalteten
Widerständen, von denen der Übersichtlichkeit halber nur zwei mit Bezugszeichen
202a, 202b versehen sind. Die Widerstände 202a und
202b können über zugeordnete Schalter 204a,
204b jeweils in einen Stromlauf von einem Eingang 104a zu einem
Ausgang 104b des Widerstandsnetzwerks 104 zugeschaltet werden.
Die Schalterstellungen der Schalter 204a und
204b werden beispielsweise durch einen Mikrocontroller 210 gesteuert.
Genau wie die Spule L1 der Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100, besitzt eine Spule L2
einer Antenneneinrichtung 112 eines Transponders 110 mehrere wichtige
Eigenschaften. Eine davon ist die Transformation eines magnetisches Wechselfeld
mit einer bestimmten Feldstärke in einen Strom und eine Spannung zur Versorgung
des Transponders 110 mit Energie. Erfindungsgemäß kann nun der
Antennenspeisestrom Sst und damit der Betrag des erzeugten magnetischen
Wechselfeldes von einem niedrigen Anfangswert bis zu einem Maximalwert, oder umgekehrt,
durchfahren werden. Wenn sich ein Transponder 110 in Reichweite der Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 befindet, so „antwortet"
der Transponder 110, sobald seine benötigte Ansprechmindestfeldstärke
bzw. Lesemindestfeldstärke erreicht ist. Somit kann man verschiedenen Antennenspeiseströmen
Sst der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 eine Entfernung des Transponders
110 von der Antenneneinrichtung 102 zuordnen.
Steigt der Antennenspeisestrom Sst und damit der Betrag
des erzeugten magnetischen Wechselfeldes von einem niedrigen Anfangswert an, so
wird ab einem ersten Antennenspeisestrom Sst zuerst die Ansprechmindestfeldstärke
des Transponders erreicht, was die Sende-/Empfangsvorrichtung aufgrund einer plötzlichen
Änderung des Stroms Antennenspeisestroms Sst bzw. der Spannung an
der primären Spule L1 auf der Seite der Sende-/Empfangsvorrichtung
100, aufgrund der Gegeninduktivität M, die von der magnetischen Kopplung
der Spulen L1 und L2 auf der Seite des Transponders
110 „bemerkt". Erhöht man den Antennenspeisestrom Sst
und damit den Betrag des erzeugten magnetischen Wechselfeldes weiter, so wird ab
einem zweiten Antennenspeisestrom Sst die Lesemindestfeldstärke
des Transponders 110 erreicht, was daran zu erkennen ist, dass ab dieser
Lesemindestfeldstärke eine ordnungsgemäße Datenkommunikation zwischen
Transponder 110 und Sende-/Empfangsvorrichtung 100 möglich
ist.
Die Ansprechmindestfeldstärke kann beispielsweise dann als Indikator
zur Bestimmung des Abstandes des Transponders 110 zur Antenneneinrichtung
102 herangezogen werden, wenn sich nur ein einziger Transponder in Reichweite
der Antenneneinrichtung 102 befindet. Befindet sich hingegen eine Mehrzahl
von Tranpondern in Reichweite, so ist vorzugsweise die Lesemindestfeldstärke
als Indikator zur Bestimmung des Abstandes des Transponders 110 zur Antenneneinrichtung
102 zu wählen, da hier eine Kommunikation zwischen Sende-/Empfangsvorrichtung
100 und Transponder 110 und damit eine gezielte Auswahl des Transponders
110 durch Antikollisionsverfahren zur Unterscheidung der einzelnen Transponder
möglich ist.
4 zeigt nun eine schematische Darstellung einer Verarbeitungseinrichtung
108 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
die die Ansprechmindestfeldstärke eines Transponders als Indikator zur Bestimmung
des Abstandes des Transponders zur Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung
nutzt.
Die Verarbeitungseinrichtung 108 weist einen Eingang
108a und einen Ausgang 108b auf. Dem Eingang 108a wird
ein variabler Antennenspeisestrom Sst (oder ein dazu äquivalentes
Signal) zugeführt. Innerhalb der Verarbeitungseinrichtung 108 wird
demjenigen Antennenspeisestrom Sst eine Entfernung d des Transponders
zu der Sende-/Empfangsvorrichtung gemäß einer Vorschrift d = f(Sst)
zugeordnet, bei dem das von der Sende-/Empfangsvorrichtung erzeugte magnetische
Wechselfeld groß genug ist, um am Ort des Transponders gerade die vom Transponder
benötigte Ansprechmindestfeldstärke zu erzeugen, so dass eine Kommunikation
zwischen Transponder und der Sende-/Empfangsvorrichtung möglich ist. Die so
ermittelte Entfernung d wird an dem Ausgang 108b der Verarbeitungseinrichtung
108 zu einer Weiterverarbeitung bereitgestellt. Der Antennenstrom Sst
stellt also ein Zuordnungssignal dar, das ein Maß für die induktive Kopplung
zwischen der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung und dem Transponder
darstellt, wobei der induktiven Kopplung die Entfernung d des Transponders zu der
Antenneneinrichtung zuordenbar ist.
Umfasst die Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung lediglich
eine einzige Spule (1-dimensionaler Fall), so kann über den Antennenstrom Sst
durch die Antenneneinrichtung lediglich die Entfernung d eines Transponders zu der
Antenneneinrichtung bestimmt wer den. Ist dazu beispielsweise eine Bewegungsrichtung
des Transponders bekannt bzw. vorgegeben, so ist damit die Position des Transponders
erfassbar.
Soll eine Position des Transponders in einem mehrdimensio nalen Raum
bestimmt werden, so kann das beschriebene erfindungsgemäße Verfahren auf
mehrere Antennenelemente erweitert werden, worauf Bezug nehmend auf die
12a-12d, 13,
14 und 15 im Nachfolgenden
noch eingegangen wird.
Im Folgenden wird nun anhand der 5,
6a-e eine weitere Vorgehensweise zur Nahbereichslokalisierung
gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erläutert,
bei der das Zuordnungssignal auf Seiten der Sende-/Empfangsvorrichtung
ermittelt wird.
Gemäß diesem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung
wird zur Lokalisierung eines Transponders an der Sende-/Empfangsvorrichtung zumindest
eines von zwei Auswertesignalen ermittelt, die in einem Eingangskreis bzw. Empfangspfad
der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung durch eine Lastmodulation
des Transponders erzeugt werden. Die an der Sende-/Empfangsvorrichtung ermittelten
Auswertesignalen entstehen dabei durch eine transformatorische Rückwirkung
des Transponders auf die Sende-/Empfangsvorrichtung, die abhängig von der Entfernung
von dem Transponder zu der Sende-/Empfangsvorrichtung ist.
5 zeigt eine schematische Darstellung einer Verarbeitungseinrichtung
108 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung, die ein erstes Auswertesignal S₌ und/oder ein zweites Auswertesignal
S~ eines Emp fangsignals SRx, das in einem Eingangskreis der
Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung durch eine Lastmodulation des
Transponders erzeugt wird, als Indikator zur Bestimmung des Abstandes des Transponders
zur Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung nutzt. Die Verar beitungseinrichtung
108 weist einen Eingang 108a und einen Ausgang 108b auf.
Am Eingang 108a der Verarbeitungseinrichtung 108
liegt ein Empfangssignal SRx, beispielsweise eine Spannung, des Eingangskreises
der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung an. Das Signal SRx
kann in ein erstes Auswertesignal S₌ oder ein zweites Auswertesignal S~
aufgeteilt werden (siehe 6a).
Dazu zeigt 6a qualitativ und beispielhaft
eine schematische Darstellung eines Zusammenhangs zwischen einem ersten Auswertesignal
S₌ und einem zweiten Auswertesignal S~ gemessen an einer Antenne
einer Sende-/Empfangsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung. Beispielsweise
kann der Begriff „Auswertesignal" für Strom- oder Spannungswerte verwendet
werden.
Das erste Auswertesignal S₌ kann beispielsweise einer sog.
Mittelspannung entsprechen. Die Mittelspannung S₌ entspricht dabei einem
Gleichspannungsanteil, der nach einer Demodulation dem Empfangssignal SRx
überlagert ist und bei einer erfindungsgemäßen Sende-/Empfangsvorrichtung
100 beispielsweise nicht durch einen Koppelkondensator abgetrennt, sondern
explizit ausgewertet wird. Wie vorhergehend bereits erläutert wurde, sind die
Spule L1 der Lesegerätantenne 102 und die Spule L2
der Transponderantenne 112 transformatorisch miteinander gekoppelt. Dabei
stellt die Spule L1 des Lesegeräts 100 die Primärspule
und die Spule L2 des Transponders 110 die Sekundärspule
eines Transformators dar. Wird ein Transformator sekundärseitig belastet, so
bewirkt ein Sekundärstrom (am Transponder 110) ein zusätzliches
magnetisches Wechselfeld. Nach dem Gesetz von Lenz ist die durch den Sekundärstrom
verursachte Magnetfeldänderung derjenigen, die durch den Primärstrom (an
der Sende-/Empfangsvorrichtung 100) verursacht wird, entgegengerichtet.
Die effektive Magnetfeldänderung ist bei Belastung somit in der Primärspule
L1 der Lesegerätantenne 102 geringer als im unbelasteten
Fall, d.h. wenn kein Transponder 110 zugegen ist. Dadurch ist die an der
Primärspule L1 des Lesegeräts 100 induzierte Spannung
kleiner. Da die Mittelspannung S₌ derjenigen Spannung entspricht, die durch
Gleichrichtung der an der Primärspule L1 anliegenden Spannung SRx
entsteht, wird bei sekundärseitiger Belastung durch einen Transponder
110 auch die Mittelspannung S₌ kleiner.
Falls ein induktiver Kopplungsfaktor &kgr; der Primär- und
der Sekundärspule verkleinert wird, d.h. die Entfernung zwischen Transponder
110 und Lesegerät 100 vergrößert wird, steigt entsprechend
die Mittelspannung S₌ an, da die Rückwirkung des Transponders
110 auf die Sende-/Empfangsvorrichtung 100 geringer wird. Ist
der Kopplungsfaktor &kgr; Null, so ist der Transponder 110 außerhalb
des Ansprechbereichs des Lesegeräts 100 und man bekommt dadurch die
maximale Spannungshöhe der Mittelspannung S₌. Dieser Zusammenhang ist
schematisch in 6b dargestellt.
6b zeigt in halb-logarithmischer Darstellung einen
gemessenen Verlauf der Mittelspannung S₌ aufgetragen über einem logarithmisch
aufgetragenen Abstand d des Transponders 110 vom Lesegerät
100.
Entsprechend zeigt 6c einen schematischen
Verlauf der Mittelspannung S₌ aufgetragen über dem Kopplungsfaktor &kgr;
des Transponders 110 zu dem Lesegerät 100.
Bei der in 5 gezeigten Verarbeitungseinrichtung
108 wird beispielsweise die Mittelspannung S₌ ermittelt und dann
gemäß einer zu der in 6b gezeigten reziproken
Vorschrift d = g1(S₌) die Entfernung d des Transponders zu der
Sende-/Empfangsvorrichtung bestimmt. Die Mittelspannung S₌ stellt demnach
ein Zuordnungssignal dar, das ein Maß für eine induktive Kopplung zwischen
der Antenneneinrichtung 102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100
und dem Transponder 110 darstellt, wobei der induktiven Kopplung eine Entfernung
d des Transponders 110 zu der Antenneneinrichtung 102 der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 zuordenbar ist.
Diese Vorgehensweise zur Nahbereichslokalisierung funktioniert auch
ohne, dass Daten vom Transponder übertragen werden. Jedoch sollte beachtet
werden, dass bei einer Mehrzahl von Transpondern in dem magnetischen Wechselfeld
des Lesegeräts 100 die gemessene Mittelspannung S₌ am Lesegerät
100 als eine Kopplung der Mehrzahl von Transpondern interpretiert werden
kann. Durch den Einsatz von geeigneten Antikollisionsverfahren kann jedoch eine
induktive Kopplung von mehr Transpondern als dem zu lokalisierenden Transponder
vermieden werden, indem beispielsweise die Antennenschwingkreise der nicht zu lokalisierenden
Transponder für einen bestimmten Zeitraum aufgetrennt, d.h. im Leerlauf betrieben
werden, um gezielt eine induktive Kopplung und damit eine Entfernung des zu lokalisierenden
Transponders bestimmen zu können. Des Weiteren ist beispielsweise eine Unterscheidung
der Mehrzahl von Transpondern durch unterschiedliche Resonanzfrequenzen der Transponderantennen
denkbar.
Weiterhin kann beispielsweise durch eine Kombination aus der Mittelspannung
S₌ mit dem zweiten Auswertesignal S~ eine Verbesserung erzielt
werden.
Das zweite Auswertesignal S~ kann beispielsweise einem
sog. Spannungshub entsprechen. Die Ermittlung des Spannungshubs S~ ist
eine weitere Möglichkeit zur Positionsbestimmung eines Transponders
110, die wiederum beispielsweise zur Bewegungsermittlung herangezogen werden
kann. Der Spannungshub S~ entsteht dadurch, dass ein Trägersignal
der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 am Antennenschwingkreis der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 vom Transponder 110 im Rhythmus der Daten belastet wird und
dadurch eine Art Amplitudenmodulation des Trägers verursacht. Eine erfindungsgemäße
Sende-/Empfangsvorrichtung 100 kann nun die Höhe dieses Spannungshubs
auswerten, um daraus eine Entfernung d zu gewinnen. Bei diesem erfindungsgemäßen
Verfahren zur Positionsbestimmung wird in der Verarbeitungseinrichtung
108 die Höhe des Spannungshubs S~ gemessen. Der Spannungshub
S~ ist über die Lastmodulation des Transponders 110 mit
dem Eingangskreis des Lesegeräts 100 verknüpft, und steht somit
auch durch den induktiven Kopplungsfaktor &kgr; mit der Entfernung d des Transponders
110 zum Lesegerät 100 in Beziehung. Die Abhängigkeit
ist jedoch umgekehrt im Vergleich zu der Mittelspannung S₌. Je näher
ein Transponder 110 am Lesegerät 100 ist, desto stärker
wirkt sich die Lastmodulation aus und dadurch steigt der Spannungshub S~.
6d zeigt in halblogarithmischer Darstellung einen gemessenen
Verlauf eines Spannungshubs S~ aufgetragen über einem logarithmisch
dargestellten Abstand d des Transponders 110 vom Lesegerät
100. Entsprechend zeigt 6e einen schematischen
Verlauf des Spannungshubs S~ aufgetragen über dem Kopplungsfaktor
&kgr; des Transponders 110 zu dem Lesegerät 100. Aus dem
Verlauf der in 6d und 6e
dargestellten Kurven wird der vorhergehend erwähnte Zusammenhang zwischen dem
Spannungshub S~, dem Abstand d und dem Kopplungsfaktor &kgr; deutlich.
Bei der in 5 gezeigten Verarbeitungseinrichtung
108 wird beispielsweise die Höhe des Spannungshubs S~ ermittelt
und dadurch mittels einer zu der in 6d gezeigten reziproken
Vorschrift d = g2(S~) die Entfernung d des Transponders
110 zu der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 bestimmt. Der Spannungshub
S~ stellt somit ein Zuordnungssignal dar, das ein Maß für eine
induktive Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung
und dem Transponder darstellt, wobei der induktiven Kopplung eine Entfernung des
Transponders zu der Antenneneinrichtung zuordenbar ist.
Der durch die Mittelspannung und/oder den Spannungshub bestimmte Abstand
d wird an dem Ausgang 108b der Verarbeitungseinrichtung 108 zu
einer Weiterverarbeitung bereitgestellt.
Führt man die Messung nur für eine Antenne durch, so kann,
wie auch bei der vorher beschriebenen erfindungsgemäßen Vorgehensweise
zur Nahbereichspositionsbestimmung nur eine eindimensionale Entfernungsermittlung
durchgeführt werden. Für den Fall, dass beispielsweise eine mehr-dimensionale
Erfassung benötigt wird, und sich die Transponder beispielsweise in verschiedenen
Winkelbeziehungen zur Leseantenne befinden oder sich bewegen, werden im Folgenden
Prinzipien mit mehreren Antennen erläutert.
Im Folgenden wird nun anhand der 7-9
beispielhaft eine weitere erfindungsgemäße Vorgehensweise zur Nahbereichspositionsbestimmung
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
erläutert, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel nun das Zuordnungssignal
auf Seiten des Transponders ermittelt wird.
Gemäß diesem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung
kann eine Lokalisierung bzw. Nahbereichspositionsbestimmung eines
Transponders dadurch erreicht werden, dass an einem Schwingkreis einer Antenneneinrichtung
112 eines Transponders 110 eine durch das von der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 erzeugte Magnetfeld induzierte Spannung im Transponder 110
erfasst und beispielsweise gleichgerichtet und geglättet wird, so dass ein
zur induzierten Spannung entsprechender Gleichspannungswert entsteht. Dieser Gleichspannungswert
wird beispielsweise durch einen Analog-Digital-Wandler in einen entsprechenden digitalen
Wert gewandelt und dann als Daten in ein entsprechendes Datenübertragungsprotokoll
zwischen dem Transponder und der Sende-/Empfangsvorrichtung eingebunden und übertragen.
Die durch das Magnetfeld induzierte Spannung könnte in einem Transponder, der
eine entsprechend leistungsfähige Signalverarbeitung aufweist, beispielsweise
auch direkt, d.h. ohne Gleichrichtung und Glättung, digitalisiert und weiterverarbeitet
werden. Die Sende-/Empfangsvorrichtung kann dann vorzugsweise die in das Übertragungsprotokoll
integrierten, digitalen Feldstärkedaten aus den eigentlichen Nutzdaten der
Kommunikation herausfiltern, so dass sie für eine Auswertung, beispielsweise
mittels eines PC's zur Verfügung stehen. Die so übertragenen digitalen
Daten sind dabei vorzugsweise proportional zu der Feldstärke des am Transponder
anliegenden magnetischen Feldes, die wiederum ein Maß für die Entfernung
von dem Transponder zu der Sende-/Empfangsvorrichtung ist.
7 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen
Transponders 110, der mit einer Antenneneinrichtung 112 gekoppelt
ist. Der Transponder 110 weist eine Einrichtung 250 zum Bereitstellen
eines Zuordnungssignals STrans,Tx auf, das ein Maß für eine
induktive Kopplung darstellt, wobei die Einrichtung 250 über eine
Leitung 252 mit der Antenneneinrichtung 112 gekoppelt ist. Ferner
ist der Transponder 110 über eine weitere Leitung 254, die
ein von der Antenneneinrichtung 112 herrührendes Signal STrans,Rx
führt, mit der Antenneneinrichtung 112 gekoppelt.
Die Einrichtung 250 zum Bereitstellen eines Zuordnungssignals
STrans,Tx kann beispielsweise derart ausgebildet sein, dass an einem
Schwingkreis der Antenneneinrichtung 112 des Transponders 110
eine durch das von einer Sende-/Empfangsvorrichtung 100 erzeugte Magnetfeld
(magnetische Wechselfeld) induzierte Spannung in der Einrichtung 250 gleichgerichtet
und geglättet wird, so dass ein zu der induzierten Spannung entsprechender
Gleichspannungswert vorliegt. Dieser Gleichspannungswert wird beispielsweise durch
einen Analog-Digital-Wandler in einen entsprechenden digitalen Wert gewandelt und
dann als Daten für ein entsprechendes Datenübertragungsprotokoll für
eine Kommunikation zwischen dem Transponder 110 und der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 (in 7 nicht gezeigt) bereitgestellt.
In vorliegendem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Transponder
110 über zwei Leitungen 252 und 254 mit der Antenneneinrichtung
112 verbunden, wobei die Leitung 252 das Zuordnungssignal STrans,Tx
und Leitung 254 ein von der Antenneneinrichtung 112 herrührendes
Signals STrans,Rx führt. Eine Trennung zwischen Sende- und Empfangspfad
findet hier somit beispielsweise in der Antenneneinrichtung 112 statt.
Diese Trennung zwischen Sende- und Empfangspfad könnte aber gemäß
der vorliegenden Erfindung gleichermaßen auch in dem Transponder
110 stattfinden, wobei es dann ausreichend wäre, den Transponder
110 über nur eine Leitung mit der Antenneneinrichtung 112
zu verbinden.
8 zeigt in Form eins Blockschaltbilds eine mögliche
technische Realisierung eines passiven Transponders 110 gemäß
einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, der die Antenneneinrichtung
112 aufweist. Ferner weist der Transponder 110 die Einrichtung
250 zum Bereitstellen des Zuordnungssignals STrans,Tx auf, die
einen Gleichrichter 302, eine Einrichtung zur analogen Messwerterfassung
304, einen A/D-Wandler 306, eine Einrichtung 308 zur
Einbindung der durch den A/D-Wandler 306 erzeugten digitalen Daten in ein
Datenprotokoll und eine Einrichtung 310 zum Codieren der für die Sende-/Empfangsvorrichtung
bestimmten Daten umfasst. Der Transponder 110 weist zudem eine Verarbeitungseinrichtung
312 auf, die sowohl eine Einrichtung 314 zum Verarbeiten von Daten,
gesendet von einer Sende- /Empfangsvorrichtung 100, als auch eine Einrichtung
316 zum Übermitteln von Daten zu einer Sende-/Empfangsvorrichtung
100 beispielsweise mittels Lastmodulation umfasst.
Die Antenneneinrichtung 112 des Transponders 110
besteht üblicherweise aus einem Parallelschwingkreis, bestehend aus einer Spule
und einem Kondensator. Dabei kann die Spule beispielsweise als Rahmen- oder Ferritstabantenne
ausgeführt sein. Das von einer Sende-/Empfangsvorrichtung erzeugte magnetische
Wechselfeld induziert in der Transponderspule eine Spannung. Da die von der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 erzeugte magnetische Feldstärke eine Funktion des Abstands des
Transponders 110 von der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 ist, kann
durch das Messen der Induktionsspannung mittels der Einrichtung zur Messwerterfassung
304 im Transponder 110 auf den Abstand des Transponders
110 von der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 zurückgerechnet
werden.
Unter Verwendung des in 8 dargestellten
Transponders 110 wird die Ermittlung des Zuordnungssignals STrans,Tx
beispielsweise nach folgendem Prinzip durchgeführt: Die an der Antenneneinrichtung
112 induzierte, analoge Spannung STrans,Rx wird durch. den Gleichrichter
302 gleichgerichtet und geglättet, so dass ein der induzierten Spannung
entsprechender Gleichspannungswert vorliegt, der beispielsweise auch für eine
Spannungsversorgung des Transponders 110 verwendet werden kann. Dieser
Gleichspannungswert wird durch eine Messwerterfassungseinrichtung 304 gemessen
und durch einen A/D-Wandler 306 digitalisiert. Diese dem Gleichspannungswert
entsprechenden digitalen Daten können dann durch die Einrichtung
308 zur Einbindung der digitalen Daten in ein Datenübertragungsprotokoll
zwischen Transponder 110 und Sende-/Empfangsvorrichtung 100 eingebunden
und vom Transponder 110 an die Sende-/Empfangsvorrichtung 100
übertragen werden.
Die Sende-/Empfangsvorrichtung bzw. das Lesegerät 100
kann ausgebildet sein, um nach der Übertragung die im Datenprotokoll integrierten,
digitalen Gleichspannungswerte als Maß für die am Transponder
110 herrschende Feldstärke des magnetische Wechselfelds aus den eigentlichen
Nutzdaten herausfiltern, so dass sie für eine Auswertung, beispielsweise in
einem PC zur Verfügung stehen. Die auf diese Weise übertragenen digitalen
Daten sind dabei abhängig von der am Transponder 110 anliegenden Feldstärke
des magnetischen Wechselfelds. Vergleicht man diese Daten beispielsweise mit Kalibierdaten
eines zuvor ermittelten Initialfeldes, bei dem in jedem Punkt die Feldstärke
bekannt ist, so kann auch hier der Abstand des Transponders 110 zur Lesegerätantenne
102 bestimmt werden. Ggf. können noch Korrekturwerte bzw. Korrekturfaktoren
mit berücksichtigt werden. Ein Korrekturwert berücksichtigt beispielsweise
die Beeinflussung des magnetischen Wechselfeldes durch das Einbringen eines Tranponders
und/oder eines Gegenstandes, an dem der Transponder befestigt ist, in das magnetische
Wechselfeld (Messfeld), wodurch beispielsweise die Feldstärke am Ort des Transponders
verändert wird. Korrekturwerte bzw. Korrekturfaktoren können also zur
Berücksichtigung jeglicher Einflüsse auf das magnetische Wechselfeld verwendet
werden. Die im Transponder 110 ermittelten Gleichspannungswerte stellen
also ein Zuordnungssignal dar, das ein Maß für die induktive Kopplung
zwischen der Antenneneinrichtung der Sende-/Empfangsvorrichtung und dem Transponder
darstellt, wobei der induktiven Kopplung eine Entfernung des Transponders zu der
Antenneneinrichtung zuordenbar ist.
Optional könnte die an der Antenneneinrichtung 112 durch
das magnetische Wechselfeld induzierte Spannung STrans,Rx auch ohne Gleichrichtung
direkt digitalisiert werden und mittels Lastmodulation vom Transponder
110 zu der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 übertragen werden.
Jedoch würde so eine wesentlich größere vom Transponder
110 zu der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 zu übertragende
Datenmenge entstehen und zu bewältigen sein.
Weiterhin ist es optional auch denkbar, dass die dem Gleichspannungswert
entsprechenden digitalen Daten nicht in ein Datenübertragungsprotokoll zwischen
Transponder 110 und Sende-/Empfangsvorrichtung 100 integriert
werden, sondern beispielsweise direkt uncodiert oder codiert mittels Lastmodulation
vom Transponder 110 an die Sende-/Empfangsvorrichtung 100 übertragen
werden, wie es durch die gestrichelten Signalpfade 318 und 320
in 8 angedeutet ist.
Eine Datenverarbeitung zur Bestimmung der Position des Transponders
könnte bei entsprechender Leistungsfähigkeit auch im Transponder selbst
stattfinden, wobei dann beispielsweise der vom Transponder bestimmte Ort vom Transponder
an die Sende-/Empfangsvorrichtung übermittelt werden könnte.
9 zeigt eine beispielhafte Darstellung einer Messung
einer Induktionsspannung STrans,Rx an einem AD-Wandler in einem Transponder
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung aufgetragen
über einen im logarithmischen Maßstab dargestellten Abstand d des Transponders
zu einer Sende-/Empfangsvorrichtung.
Die an einer Transponderspule 112 induzierte Spannung STrans,Rx
ist ein Maß für die Feldstärke des am Ort des Transponders
110 herrschenden magnetischen Wechselfeldes. Die Feldstärke des magnetischen
Wechselfelds ist wiederum zu der Entfernung des Transponders 110 zu der
Sende-/Empfangsvorrichtung zuordenbar. Wie 9 zu entnehmen
ist, sinkt mit zunehmender Entfernung des Transponders vom Lesegerät die Feldstärke
des am Ort des Transponders 110 herrschenden magnetischen Wechselfeldes
und damit auch die dadurch induzierte Induktionsspannung STrans,Rx Da
aber jeder Spannungswert der induzierten Spannung STrans,Rx genau einem
Abstandswert d zuordenbar ist, lässt sich aus einem Spannungswert unmittelbar
der entsprechende Abstandswert d bestimmen. Die im Transponder 110 ermittelten
Gleichspannungswerte stellen also ein Zuordnungssignal dar, das ein Maß für
die induktive Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung 102 der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 und dem Transponder 110 darstellt, wobei der induktiven Kopplung
eine Entfernung d des Transponders 110 zu der Antenneneinrichtung
102 zuordenbar ist.
10 zeigt ein prinzipielles Blockschaltbild einer beispielhaften
technischen Realisierung einer Sende-/Empfangsvorrichtung für die im Vorhergehenden
beschriebenen erfindungsgemäßen Vorgehensweisen zur Nahbereichslokalisierung
eines Transponders durch induktive Kopplung. 10 stellt
dabei nur Signalpfade dar, wohingegen Steuersignale unberücksichtigt bleiben.
10 zeigt eine Schleifenantenne 102, die mit
einer RF-Frontendschaltung 402 einen Antenneneingangs- bzw. Antennenausgangsschwingkreis
bildet. Der Schwingkreis bestehend aus der Antenne 102 und der Frontendschaltung
402, die im einfachsten Fall durch einen Kondensator realisiert ist, ist
mit einem Bandpassfilter 404 verschaltet. Der Ausgang des Bandpassfilters
404 ist mit einem Demodulator 406 verbunden an dessen Ausgang
ein Tiefpassfilter 408 gekoppelt sein kann. Am Ausgang des Demodulators
406 bzw. des optionalen Tiefpassfilters 408 befindet sich eine
Schalteinrichtung 410, um zwischen verschiedenen optionalen Signalzweigen
A, B und C umschalten zu können, die jeweils einem der im Vorhergehenden beschriebenen
erfindungsgemäßen Vorgehensweisen zur Nahbereichslokalisierung induktiv
gekoppelter Transponder entsprechen. Bzgl. 10 sollte
aber deutlich werden, dass natürlich bei der Realisierung einer erfindungsgemäßen
Sende-/Empfangsvorrichtung optional auch nur einer der Signalpfade A-C, zwei der
Signalpfade A-C oder alle der Signalpfade A-C vorgesehen sein können.
Der erste Signalzweig A weist einen optionalen Impedanzwandler
412a und ein damit verschalteten Tiefpassfilter 414 bzw. nur das
Tiefpassfilter 414 auf. Der zweiter Signalpfad B weist einen optionalen
Impedanzwandler 412b, einen Tiefpassfilter 416, einen danach geschalteten
Verstärker 418 und eine mit dem Verstärker verbundenen Schaltung
420 zur Gleichspannungserzeugung (sog. Mittelspannung) auf. Der dritte
Signalpfad C weist einen optionalen Impedanzwandler 412c, einen Tiefpassfilter
422, gefolgt von einer Schaltung zur Gleichspannungsunterdrückung
424 und einen Verstärker 426 auf.
Zum Senden von Daten umfasst ein Sendesignalpfad D zur Antenne
102 beispielsweise einen regelbaren Phasenschieber 428, einen
Modulator 430 und einen steuerbaren Verstärker 432.
Der erste Signalzweig A mit dem optionalen Impedanzwandler
412a und dem damit verschalteten Tiefpassfilter 414 dient beispielsweise
zur Auswertung von Daten eines Transponders, wobei die Daten im Transponder
110 ermittelte Gleichspannungswerte als Zuordnungssignal beinhalten können,
das ein Maß für die induktive Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung und dem Transponder 110 darstellt,
wobei der induktiven Kopplung eine Entfernung des Transponders 110 zu der
Antenneneinrichtung 102 zuordenbar ist. Gleichermaßen können
über diesen ersten Signalweg A auch Daten eines Transponders 110 ausgewertet
werden, der antwortet, sobald seine benötigte Ansprechmindestfeldstärke
bzw. Lesemindestfeldstärke erreicht ist. Wie vorgehend bereits beschrieben,
dient die Ansprechmindestfeldstärke bzw. Lesemindestfeldstärke des Transponders
110 als Indikator zur Bestimmung des Abstandes zur Antenne 102
des Lesegeräts.
Der zweite Signalpfad B mit dem optionalen Impedanzwandler
412b, dem Tiefpassfilter 416, dem danach geschalteten Verstärker
418 und der mit dem Verstärker 418 verbundenen Schaltung
420 zur Gleichspannungserzeugung dient beispielsweise zur Auswertung der
vorangehend beschriebenen Mittelspannung S₌ als Zuordnungssignal, das ein
Maß für die induktive Kopplung zwischen der Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 und dem Transponder
110 darstellt, wobei der induktiven Kopplung eine Entfernung des Transponders
110 zu der Antenneneinrichtung 102 zuordenbar ist.
Der dritte Signalpfad C weist den optionalen Impedanzwandler
412c, den Tiefpassfilter 422, gefolgt von der Schaltung zur Gleichspannungsunterdrückung
424 und dem Verstärker 426 auf. Er dient beispielsweise zur
Auswertung des weiter oben beschriebenen Spannungshubs S~ als Zuordnungssignal,
das ein Maß für die induktive Kopplung zwischen der Antennen einrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 und dem Transponder
110 darstellt, wobei der induktiven Kopplung eine Entfernung des Transponders
110 zu der Antenneneinrichtung 102 zuordenbar ist.
Der Sendesignalpfad D umfasst den regelbaren Phasenschieber
428, mit dem eine Phase eines Hochfrequenzträgersignals variiert werden
kann. Der Phasenschieber 428 ist mit dem Modulator 430 verschaltet,
um die zu sendenden Daten auf den Hochfrequenzträger aufzumodulieren. Schließlich
ist zwi schen den Antennenschwingkreis 400, 402 und dem Modulator
430 ein steuerbarer Verstärker 432 geschaltet, um beispielsweise
einen Strom als Ansteuersignal SSt für die Antenne 102
variieren zu können.
Die in 10 dargestellte Schaltungsanordnung
für eine Sende-/Empfangsvorrichtung 100 kann somit für sämtliche
im Vorhergehenden beschriebene Vorgehensweisen zur Positionsbestimmung eines induktiv gekoppelten
Transponders eingesetzt werden.
Bei der bisherigen Beschreibung der erfindungsgemäßen Verfahren
und Vorrichtungen zur Positionsbestimmung induktiv gekoppelter Transponder wurde
jeweils allgemein auf eine Antenneneinrichtung 102 auf Seiten der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 eingegangen. In einem einfachsten Fall umfasst die Antenneneinrichtung
102 nur eine einzelne Antenne. Mit einer einzelnen Lesegerätantenne
lässt sich, wie vorhergehend beschrieben, nur eine eindimensionale Positionsbestimmung
bzw. Abstandsbestimmung von der Antenne durchführen, d.h. es lässt sich
lediglich eine Entfernung des Transponders zu der Lesegerätantenne feststellen.
Falls beispielsweise eine Bewegungsrichtung des Transponders bekannt ist, lässt
sich trotzdem eine Position in einem mehr-dimensionalen Raum ermitteln. Ist die
Bewegungsrichtung nicht bekannt, oder bewegt sich der Transponder nicht, so werden
wenigstens zwei Antennen benötigt, um eine Positionsbestimmung im 2-dimensionalen
Raum durchzuführen. Wenigstens drei Antennen werden entsprechend benötigt,
um eine Position des Transponders im 3-dimensionalen Raum zu ermitteln, falls die
Bewegungsrichtung des Transponder nicht vorgegeben bzw. bekannt ist.
Im Folgenden wird nun anhand der 11-16
auf mögliche Realisierungen und Ausgestaltungen von Antennen bzw. Antennenstrukturen
eingegangen, die erfindungsgemäß zur Nahbereichslokalisierung induktiv
gekoppelter Transponder eingesetzt werden können, um die Antenneneinrichtung
102 zu realisieren.
11 zeigt eine schematische Darstellung eines Transponders
110 im 3-dimensionalen Raum, der durch Achsen x, y und z aufgespannt wird.
Dabei weist der Transponder eine durch Winkel &thgr; und &phgr; definierte Orientierung
im 3-dimensionalen Raum auf, wobei &thgr; den Winkel zur x-z-Ebene und &phgr;
den Winkel zur x-y-Ebene bedeuten.
Grundsätzlich lässt sich die Position eines Objekts im Raum
mit Hilfe von drei Raumkoordinaten (x, y, z) beschreiben. Soll zusätzlich eine
Aussage über eine Orientierung des Objekts getroffen werden, sollten im allgemeinen
außerdem drei Raumwinkel bekannt sein. Im Falle eines RFID-Transponders reduziert
sich die Anzahl der zu bestimmenden Raumwinkel auf zwei, wenn davon ausgegangen
werden kann, dass die Drehung des Transponders um die eigene Achse aufgrund der
Rotationssymmetrie keinen Beitrag liefert. Aufgrund einer Richtcharakteristik einer
Transponderantenne ist eine Beschreibung der Position des Transponders ohne Kenntnis
der Raumwinkel &thgr; und &phgr; nicht möglich.
Die Betrachtungen bezüglich einer Kommunikationsreichweite zwischen
Lesegerät und Transponder fanden in vorangehenden Beschreibungen der erfindungsgemäßen
Vorgehensweisen zur Nahbereichslokalisierung induktiv gekoppelter Transponder unter
der Voraussetzung statt, dass die Transponderantenne und die Antenne des Lesegeräts
vorzugsweise so zueinander ausgerichtet sind, dass die maximal mögliche induktive
Kopplung zwischen den Antennen gewährleistet ist. Dieser für die induktive
Kopplung ideale Fall liegt jedoch nur dann genau vor, wenn beide Antennenspulen
bzw. Spulenöffnungsflächen parallel zueinander angeordnet sind, d.h. die
Mittelachsen der Spulen im Wesentlichen identisch sind bzw. aufeinander fallen.
Die Spulenmittelachse bildet eine Normale zu den Spulenöffnungsflächen,
die von dem magnetischen Wechselfeld durchflutet werden.
Stehen dagegen die Spulen bzw. die Spulenöffnungsflächen
von Transponder und Sende-/Empfangsvorrichtung hingegen senkrecht zueinander, verschwindet
die induktive Kopplung und eine Kommunikation zwischen Sende-/Empfangsvorrichtung
und Transponder ist nicht möglich. Im allgemeinen Fall existiert zum Einen
ein Winkel größer 0° zwischen den Spulenmittelachsen von Transponder
und Sende-/Empfangsvorrichtung, zum Anderen befinden sich die Spulen nicht auf derselben
Achse, sondern sind zueinander verschoben. Es kommt somit aufgrund der Inhomogenität
des Spulenfeldes zu anderen Winkelkonstellationen für minimale und maximale
induktive Kopplung.
Die Abhängigkeit des induktiven Kopplungsfaktors von der Transponderorientierung
sollte vorzugsweise somit bei der Orientierung der Lesegerätantennen für
die Anwendung der Positionsbestimmung berücksichtigt werden. Für den Fall,
dass die Transponderorientierung konstant ist, kann der induktive Kopplungsfaktor
entsprechend der Feldorientierung des Lesefeldes angepasst werden. Bei unbekannter
Transponderorientierung kommen im zweidimensionalen Fall mit den beiden Raumwinkeln
&thgr; und &phgr; zwei unbekannte zu den ebenfalls unbekannten Koordinaten des
Transponders hinzu.
Bezugnehmend auf die 12a bis
12d sollen im Folgenden erfindungsgemäße
Vorgehensweisen und Antennenkonstellationen beschrieben werden, um beispielsweise
sowohl eine Orientierungsbestimmung als auch eine mehrdimensionale Positionsbestimmung
eines induktiv gekoppelten Transponders zu ermöglichen.
Zur Bestimmung der Koordinaten eines Transponders im kartesischen
Koordinatensystem kann vorzugsweise eine zumindest näherungsweise orthogonale
Anordnung der Lesegerätantennen vorgesehen werden, wie sie in der
12a dargestellt ist.
12a zeigt zwei Draufsichten einer Antenneneinrichtung
102 mit zwei zumindest näherungsweise orthogonal zueinander angeordneten
Spulen 500a und 500b, deren Mittelachsen 502a und
502b senkrecht zueinander verlaufen. D.h. die zwei Spulenöffnungsflächen
sind in einem Winkel in einem Bereich von 90° angeordnet. Ferner zeigt
12a eine Draufsicht einer Transponderspule 510 mit einer Spulenachse
512, die mit den beiden Spulenmittelachsen 502a und
502b jeweils einen festen Winkel bildet.
Bevorzugte Werte für Winkel zwischen zwei Spulenöffnungsflächen
einer Antenneneinrichtung liegen dabei beispielsweise in einem Bereich von 90°
± 15°.
Bei der in 12a dargestellten zumindest
näherungsweise orthogonalen Anordnung der beiden Lesegerätantennen
500a und 500b müsste die Spulenachse 512 der Transponderspule
510 um je 45° zu den zwei orthogonalen Spulenmittelachsen
502a und 502b verdreht sein, um für beide Antennen
500a und 500b gleiche Empfangseigenschaften zu besitzen (siehe
linker Teil von 12a).
Durch die vorhergehend beschriebene Abhängigkeit des induktiven
Kopplungsfaktors von der Transponderorientierung zu den Antennen einer Sende-/Empfangsvorrichtung
können sich Anordnungen ergeben, bei denen eine Positionsbestimmung des Transponders
nicht möglich ist. Zum Beispiel ist dies der Fall, wenn die Transponderspule
510 parallel zu einer Antennenspule 500a und somit orthogonal
zu der zweiten Antennenspule 500 der Sende-/Empfangsvorrichtung steht (siehe
rechter Teil von 12a). Somit ist die induktive Kopplung
der Transponderspule 510 zur ersten Antennenspule 500a maximal
und gleichzeitig zur zweiten Antennenspule 500 minimal bzw. die Kopplung
verschwindet. Abhängig von Position und Winkel der Transponderspule
510 ändert sich diese Konstellation zwischen den Antennenspulen
500a, b.
Zur Lösung dieses Problems kann man eine oder mehrere zusätzliche
Antennen in einem Winkel von z.B. 45° zu dem bestehenden orthogonalen Antennensystem
der Sende-/Empfangsvorrichtung anbringen (Diagonalantenne). Dadurch kann gewährleistet
werden, dass unabhängig von Winkel und Position genügend Antennen zur
Abstands- und somit Positionsbestimmung des Transponders zur Verfügung stehen.
12b zeigt eine Draufsicht einer Antenneneinrichtung
102 mit zwei Spulen 500a und 500, deren Spulenöffnungsflächen
in einem Winkel &agr; in einem Bereich von 60° angeordnet sind. Ferner zeigt
12b eine Draufsicht einer Transponderspule
510.
Bevorzugte Werte für Winkel zwischen zwei Spulenöffnungsflächen
einer Antenneneinrichtung liegen dabei beispielsweise in einem Bereich von 60°±
15°.
Das dabei entstehende Dreieck gewährleistet ebenfalls eine Positionsbestimmung,
auch bei ungünstigen Transponderanordnungen. Die beiden Antennenspulen
500a und 500 werden also gemäß dieser möglichen
Ausgestaltung in 12b nicht im 90°-Winkel sondern
beispielsweise im 60°-Winkel zueinander angeordnet. Die Transponderspule
510 ist somit nur noch um 30° zu den Antennenspulen 500a,
b verkippt. Dadurch wird zwar zum Einen ein Gebiet kleiner, indem eine Position
der Transponderspule 510 und damit des Transponders bestimmt werden kann,
zum Anderen ist aber durch die geringere Verkippung eine induzierte Spannung am
Transponder größer und somit die Reichweite eines RFID-Systems mit dieser
Antennenanordnung größer.
Erweitert man nun die in 12a dargestellte
zumindest näherungsweise orthogonale Anordnung der Antennen der Sende-/Empfangsvorrichtung
auf drei Dimensionen, so werden beispielsweise drei oder mehr Antennenspulen benötigt,
die beispielsweise drei Seiten eines Würfels aufspannen. Eine Antennenkonstellation,
bei der alle sechs Seiten eines Würfels zur Platzierung der Antennen genutzt
werden, ist in 12c dargestellt.
12c zeigt schematisch eine Antenneneinrichtung
102 mit sechs Antennenspulen 500a-f, die jeweils eine Seite eines
(imaginären) Würfels bilden. Neben einer zeitlich sequentiellen Antennenansteuerung
der einzelnen Antennen 500a-f, um eine Position eines Transponders innerhalb
des von den Spulen 500a-f umschlossenen Raumes zu bestimmen, lassen sich
beispielsweise durch gegenüberliegende Spulen (z.B. 500c
und 500d) auch Helmholtzspulenpaare bilden. Des Weiteren könnte man
auch alle Antennen 500a-f gleichzeitig durch Ansteuersignale mit bestimmten
Phasenbeziehungen zueinander ansteuern und damit u.a. die im Nachfolgenden beschriebenen
Vorgehensweisen zur Orientierungsbestimmung und zum Ausschluss von Mehrdeutigkeiten
bei der Positionsbestimmung realisieren.
Zusätzlich zu den drei bzw. sechs Antennen 500a-f kann
die Antenneneinrichtung 102 noch beispielsweise durch eine zusätzliche
Diagonalantenne ergänzt werden, wobei auf solche Konstellationen im Nachfolgenden
noch detaillierter eingegangen wird.
Bei einer einfachen dreidimensionalen, zeitlich sequentiel len Ansteuerung
der Antennen 500a-f durch eine Steuereinrichtung könnten die drei
nicht benötigten Antennen beispielsweise auch zu Differenz- bzw. Kontrollmessungen
(Plausibilitätsüberprüfungen) benutzt werden.
Für die Bezug nehmend auf 12a bis
12c beschriebenen Antennenanordnungen lassen sich Kurven
gleicher Messwerte, d.h. Entfernungen eines Transponders zu den einzelnen Antennen
konstruieren und aus Schnittpunkten der Kurven der einzelnen Antennen die Position
eines Transponders im mehr dimensionalen Raum bestimmen (Triangulation). Die Verfahren,
die zur Auswertung der gemessenen Daten benötigt werden, entsprechen den im
Vorhergehenden anhand der 1 bis 10
beschriebenen Verfahren, die hier entsprechend auf mehrere Dimensionen erweitert
sind. Die dabei gemessenen bzw. bestimmten Zuordnungssignale werden beispielsweise
mit Initialmessungen verglichen, die durch Korrekturfaktoren entsprechend angepasst
werden können. Ein Korrekturfaktor berücksichtigt beispielsweise die Beeinflussung
des Antennenfeldes durch das Einbringen eines Transponders in das Feld, wodurch
die Feldstärke am Ort des Transponders verändert wird. Weiterhin können
Korrekturfaktoren dazu dienen, eine nichtlineare Charakteristik des Antennenfeldes
zu korrigieren. Insbesondere bei Verfahren, welche die Leistung der Antennen durchsteuern,
ändert sich die Richtung der Feldlinien abhängig von dem Antennenstrom.
Ebenfalls kann eine Richtcharakteristik des Transponders korrigiert werden, die
von einer idealen Beschreibung üblicherweise abweicht. Die Ermittlung der Korrekturdaten
bzw. Korrekturfaktoren kann dabei auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden,
beispielsweise durch Messungen, Simulationen usw. Die Genauigkeit aller Verfahren
hängt dabei u.a. von einer Granularität (räumlichen Auflösung)
der Initialmessungen für die gemessenen Punkte (Ortskoordinaten), den Korrekturfaktoren
und ggf. von der faktoren und ggf. von der Anzahl der zulässigen Orientierungen
eines Transponders (Winkelbeziehungen) ab. Führt man die Messungen der Zuordnungssignale
für jede Antenne nicht nur einmal durch, sondern wiederholt diese Messungen
bzw. Übertragungen kontinuierlich, so kann damit beispielsweise auch eine Bewegung
eines Transponders innerhalb des von den Antennen aufgespannten Volumens beschrieben
werden. Entstehen durch das Auswerten von unterschiedlichen Antennen Mehrdeutigkeiten,
so können nachfolgend beschriebene Vorgehensweisen zur Reduzierung oder zum
Ausschluss dieser Mehrdeutigkeiten beitragen.
Die Hinzunahme des Transponderwinkels, d.h. die Stellung der Spulenmittelachse
des Transponders, lässt sich nicht einfach mittels weiterer Antennen realisieren.
Bedingt durch die starke Richtcharakteristik der Transponderspule bedarf es einer
zusätzlichen Betrachtung der sich daraus ergebenden Probleme für die Bestimmung
des Winkels der Spulenmittelachse. Ein erfindungsgemäßer Ansatz ist die
Verwendung von speziellen Antennenkonstellationen, z.B. Helmholtzspulen, zur Abschätzung
des Transponderwinkels.
12d zeigt eine Draufsicht von einer beispielhaften
Antenneneinrichtung 102 mit fünf Antennenspulen 500a-e, von
denen vier Antennenspulen 500a-d rechteckig bzw. quadratisch angeordnet
sind. Eine Antennenspule 500e bildet eine Diagonalspule, die diagonal in
dem von den Antennenspulen 500a-d gebildeten Quadrat verläuft.
Neben einer zeitlich sequentiellen Antennenansteuerung der einzelnen
Antennen 500a-e, um eine Position eines Transponders innerhalb der von
den Spulen 500a-e umschlossenen Ebene zu bestimmen, kann mit der in
12d gezeigten Antennenanordnung auch ein Transponderwinkel
bestimmt werden. Durch gegenüberliegende Spulen 500a, c und
500b, d werden Helmholtzspulenpaare gebildet. Eine Helmholtzspule besteht
aus zwei in einem definierten Abstand (beispielsweise ist der Abstand kleiner als
der Radius der Spulen) parallel zueinander angeordneten Spulen (500a, c
bzw. 500b, d). Dabei ist der Abstand der Spulen 500a, c bzw.
500b, d so zu wählen, dass ein magnetisches Feld zwischen den beiden
Spulen 500a, c bzw. 500b, d möglichst homogen ist. Der Wicklungssinn
der Spulen 500a, c bzw. 500b, d ist üblicherweise der Gleiche,
wobei diese Festlegung bezüglich des Wicklungssinns im Falle eines Wechselfeldes
nur bei gleichphasiger Ansteuerung der Antennenspulen gilt. Werden die Spulen
500a, c bzw. 500b, d als Helmholtzspulen angesteuert, so ist es
aufgrund der Homogenität des Feldes zwischen den Spulen 500a, c bzw.
500b, d nicht mehr möglich, mit den, bezugnehmend auf die
1 bis 10 im Vorhergehenden
beschriebenen Vorgehensweisen eine Entfernung des Transponders
von einer der beiden Spulen 500a, c bzw. 500b, d der Helmholtzspulen
zu bestimmen. Jedoch kann das Prinzip zur Winkelabschätzung des Transponders
eingesetzt werden. Sobald sich der Transponder aus der idealen, parallel zu den
Lesegerätspulen 500a, c bzw. 500b, d orientierten Position
herausdreht, kann je nach Verfahren zur Nahbereichslokalisierung eine Reaktion darauf
ausgewertet werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, bei dem eine Ansprechmindestfeldstärke
des Transponders 110 als Indikator zur Bestimmung des Abstandes des Transponders
110 zur Antenneneinrichtung 102 der Sende-/Empfangsvorrichtung
100 herangezogen wird, steht dem Transponder 110 bei einer Drehung
weniger Energie zur Verfügung, da sich die Induktionsspannung aufgrund der
geringen magnetischen Durchflutung der Spulenöffnungsfläche der Transponderspule
verringert. Die Feldstärke, die er zum Antworten benötigt, wird dabei
ab einer bestimmten Schwelle bzw. einem bestimmten Winkel unterschritten. Diese
Änderung kann mit Hilfe der Steuerung des Antennenstroms durch die Helmholtzspule
der Antenneneinrichtung 102 gemessen werden. Bis zu einer Verdrehung von
etwa 45° lässt sich somit der Transponderwinkel abschätzen. Ab 45°
ist kein Empfang mehr möglich, da der Transponder zu weit aus der Feldorientierung
der Helmholtzspule bestehend aus den Spulen 500a, c bzw. 500b,
d herausgedreht ist. Nutzt man allerdings eine zweite Helmholtzspule bestehend aus
500b, d bzw. 500a, c, die um zumindest näherungsweise 90°
gegen die erste Helmholtzspule bestehend aus 500a, c bzw. 500b,
d verdreht ist, kann der fehlende Winkelbereich ebenfalls abgedeckt werden. Es kann
erfindungsgemäß also ein rechteckiges System mit zwei Helmholtzanordnungen
realisiert werden, um so eine optimale Ausnutzung der Antennenreichweiten zu gewährleisten.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, bei dem an einem Eingangskreis
einer Antenneneinrichtung 112 des Transponders 110 eine durch
das von der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 erzeugte Magnetfeld induzierte,
analoge Spannung beispielsweise gleichgerichtet und geglättet wird, so dass
ein zur induzierten Spannung entsprechender Gleichspannungsanteil entsteht, werden
aufgrund der Drehung des Transponders 110 reduzierte Feldstärken im
Transponder 110 gemessen und an das Lesegerät 100 übermittelt.
Somit ist auch hier bei einer zeitlich sequentiellen Auswertung von zwei im zumindest
näherungsweise 90°-Winkel angeordneten Helmholtzanordnungen der Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 eine Richtungsbestimmung möglich.
Mit den eingesetzten Antennen 500a-e, wie in 12d
dargestellt, wird eine definierte Maximalreichweite für eine Kommunikation
zwischen der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 und dem Transponder
110 erreicht. Aufgrund dieser begrenzten Reichweite und Richtcharakteristik
der Transponderspule erhält man im Normalfall nur Signale von einem Teil der
Antennen 500a-e. Aus diesem Grund sollte vorzugsweise eine Fallunterscheidung
durchgeführt werden, je nachdem welche Antennen der Antenneneinrichtung
102 der Sende-/Empfangsvorrichtung 100 Signale liefern, um dann
einen Algorithmus zur Bestimmung von Position und Winkel des Transponders
110 entsprechend anzupassen. In nachstehender Tabelle sind beispielhaft
verschiedene Konstellationen dargestellt, wobei davon ausgegangen wird, dass pro
Richtung entsprechend mindestens eine der Antennen 500a-e (Einzelantennen
+ Helmholtzverschaltung) ein Signal liefert. Die in 12d
gezeigten Antennen 500a und 500c bilden jeweils Horizontalantennen
und zusammen eine vertikale Helmholtzspule. Die Antennen 500b und
500b bilden jeweils Vertikalantennen und zusammen eine horizontale Helmholtzspule.
Die Antenne 500e bildet die Diagonalantenne.
Der Fall 1 tritt dann ein, wenn sich kein Transponder im Feld der
Antennen 500a-e befindet bzw. kein funktionierender Transponder. Fall 2
liefert aufgrund der Spiegelsymmetrie der Diagonalantenne 500e im Wesentlichen
keine verwertbare Information, selbst dann nicht, wenn eine vorherige Transponderposition
zur Verfügung steht. Dieser vorher ermittelte Messwert kann
hingegen in den Fällen 3 und 5 verwendet werden. Unter der Annahme, dass die
anderen Parameter konstant geblieben sind, wird der durch das Zuordnungssignal gegebene
Messwert in die Positionsänderung mit einbezogen. Zwangsläufig ergibt
sich daraus eine Ungenauigkeit, da sich leichte Änderungen der als konstant
angenommenen Größen zu einem beträchtlichen Fehler aufaddieren können.
Die wünschenswerten Fälle sind die Fälle 4, 6, 7 und 8, weil hier
mindestens zwei Antennensignale zur Verfügung stehen, so dass eine 2-dimensionale
Position errechnet werden kann. Die Winkelstellung des Transponders 110
wird mittels der Ergebnisse der Helmholtzspulen 500a, c bzw.
500b, d und der Diagonalantenne 500e abgeschätzt. Da eine
Drehung des Transponders 110 um 180° keinen Einfluss auf das Messergebnis
hat, sollte die Winkelabschätzung vorzugsweise lediglich in Bereich von 0°
bis 180° stattfinden. Im Bereich 0° bis 90° liegt der Transponder
110 im Empfangsbereich der Diagonalantenne 500e, bei Winkeln größer
90° ist dies nicht mehr der Fall. Auf diese Weise kann eine erste Abschätzung
stattfinden. Mittels der beiden Helmholtzspulen 500a, c bzw.
500b, d kann nur eine Präzisierung des Winkels auf bis ±5°
durchgeführt werden.
Im Vergleich zu der vorher beschriebenen Möglichkeit, Antennen
oder Antennenpaare sequentiell anzusteuern, ist es durch die Benutzung mehrerer
Antennen, die beispielsweise rechteckig angeordnet sind, möglich, die Orientierung
der Feldlinien im Inneren des von den Antennen aufgespannten Raums gezielt zu beeinflussen.
Es kann dadurch unter Umständen auf Diagonalantennen verzichtet werden. Dieser
Zusammenhang ist in den 13a-d schematisch dargestellt.
Die 13a-d zeigen jeweils eine Draufsicht
von einer Antenneneinrichtung 102 mit vier Antennenspulen 500a-d,
die rechteckig bzw. quadratisch angeordnet sind.
In 13a werden die Spulen 500b,
d phasengleich angesteuert während die anderen Spulen nicht angesteuert sind,
so dass ein dadurch resultierendes Gesamtmagnetfeld entsteht, dessen Orientierung
der Feldlinien einen Winkel von 0° einnimmt.
In 13b werden die Spulen 500a,
c phasengleich angesteuert während die anderen Spulen nicht angesteuert sind,
so dass ein dadurch resultierendes Gesamtmagnetfeld entsteht, wobei die Orientierung
der Feldlinien einen Winkel von 90° einnimmt.
In 13c werden sämtliche Spulen
500a-d mit unterschiedlichen Phasenlagen derart angesteuert, dass ein dadurch
resultierendes Gesamtmagnetfeld entsteht, dessen Orientierung der Feldlinien einen
Winkel von 135° einnimmt.
In 13d werden sämtliche Spulen
500a-d mit unterschiedlichen Phasenlagen derart angesteuert, dass ein dadurch
resultierendes Gesamtmagnetfeld entsteht, dessen Orientierung der Feldlinien einen
Winkel von 45° einnimmt.
Verändert man die Richtung der Feldlinien nach einem bestimmten
Muster, so kann die Orientierung der Transponder durch Auswerten der Transponderreaktionen,
d.h. der induktiven Kopplung des Transponders ermittelt werden.
Im Fall des Verfahrens zur Messung der Ansprechmindestfeldstärke
bzw. der Lesemindestfeldstärke eines Transponders wird zunächst mittels
der Ansteuersignale der Antennen 500a-d ein erstes Phasenmuster erzeugt
(z. B. 0°) und dabei durch Variation der Ansteuersignale (z.B. Strom) für
die Antenneneinrichtung 102 des Lesegeräts 100 das Ansprechen
des Transponders 110 gemessen. Anschließend werden die Messungen für
andere Phasenmuster wiederholt. Durch Auswerten der unterschiedlichen Ansprechmindestfeldstärken
auf die verschiedenen Phasenmuster kann eine Orientierung des Transponders
110 ermittelt werden.
Im Falle des Verfahrens zur Feldstärkemessung im Transponder
110, wird durch die Veränderung der Orientierung des magnetischen
Feldes durch eine Variation der Phasenlagen der eingespeisten Antennenströme
in den verschiedenen Antennen 500a-e folgendes erreicht. Die durch das
erzeugte Gesamtfeld im Transponderschwingkreis induzierte Spannung wird gemessen
und in der vorher beschriebenen Art und Weise zur Auswertung an das Lesegerät
100 übermittelt. Anschließend wird eine andere Phasenbeziehung
der eingespeisten Antennenströme erstellt und die im Transponderschwingkreis
induzierte Spannung ebenfalls gemessen und übertragen. Erzeugt man auf diese
Art und Weise ausreichend viele Konstellationen von Orientierungen von Feldlinien,
so kann durch eine Auswertung der gemessenen Daten auch hier die Orientierung des
Transponders 110 in dem von den Antennen 500a-d aufgespannten
Raum ermittelt werden.
Im Fall des Verfahrens zur Messung der Mittelspannung bzw. des Spannungshubs
kann ebenfalls zunächst ein erstes Phasenmuster der eingespeisten Antennenströme
erzeugt und dabei die Mittelspannung bzw. der Spannungshub am Lesegerät
100 ausgewertet werden. Sind die Orientierung der Feldlinien des durch
die unterschiedlichen Phasenbeziehungen der Antennenströme erzeugten magnetischen
Wechselfelds und die Orientierung der Transponderspulenmittelachse senkrecht zueinander,
wird der Spannungshub am Lesegerät 100 maximal bzw. die Mittelspannung
minimal. Sind Transponderspulenmittelachse und die erzeugten Feldlinien parallel
zueinander, so wird der Spannungshub minimal und die Mittelspannung maximal. Für
andere Phasenbeziehung ergeben sich Werte dazwischen.
Wurde durch eine der im Vorhergehenden beschriebenen Vorgehensweisen
die Richtung bzw. Orientierung des Transponders ermittelt, so kann die entsprechende
Phasenbeziehung der Antennenspeiseströme beispielsweise auch dazu benutzt werden,
um den Transponder immer mit bestimmten vorgegebenen bzw. den maximal möglichen
Feldstärken zu versorgen. Maximale Feldstärken sind dann möglich,
wenn dass Messfeld die Transponderspule näherungsweise senkrecht, d.h. in einem
Winkel in einem Bereich von 90° ± 30°, durchdringt. Der Transponder
selbst kann dabei natürlich beliebig im Raum orientiert sein.
Für die Fälle 4 und 6 der vorhergehend gezeigten Tabelle
liegt lediglich ein Signal, entweder einer Horizontalantenne oder einer Vertikalantenne
vor, und zusätzlich das Signal der Diagonalantenne. Aufgrund der Struktur der
in 12d dargestellten Antennenanordnung kann nicht in
allen Fällen eine Positionsbestimmung eines Transponders durchgeführt
werden, ohne die vorherige Position des Transponders mit einzubeziehen. Diese Problematik
ist in 14 verdeutlicht.
Wie 12d zeigt auch 14
eine Draufsicht einer Antenneneinrichtung 102 mit fünf Antennenspulen
500a-e, von denen vier Antennenspulen 500a-d rechteckig bzw. quadratisch
angeordnet sind. Eine Antennenspule 500e bildet eine Diagonalspule, die
diagonal in dem von den Antennenspulen 500a-d gebildeten Quadrat verläuft.
Ferner zeigt 14 einen ersten Transponder
110a und einen zweiten Transponder 110b, wobei die beiden Transponder
110a und 110b einen gleichen Abstand a zu der Diagonalantenne
500e aufweisen.
14 zeigt zwei unterschiedliche Transponderpositionen,
an denen identische Messwerte eines Zuordnungssignals zu erwarten sind. Dies führt
zu einer Uneindeutigkeit der Messung, die sich nur mittels Berücksichtigung
der vorherigen Transponderpositionen auflösen lässt. Es ist dabei sinnvoll,
die Abweichung zu einem vorherigen Messwert zu bestimmen und ggf. zusätzliche
Messungen abzuwarten, bevor eine neue Position angezeigt wird.
Bei den im Vorhergehenden beschriebenen Verfahren zur Ausnutzung mehrerer
zeitlich sequentieller Antenneninformationen lassen sich zusätzlich zur Orientierungsbestimmung
auch Mehrdeutigkeiten von Transponderaufenthaltsorten ausschließen. Wurden
beispielsweise für einen Transponder aufgrund von Feld- oder Symmetrieeigenschaften,
mehrere Aufenthaltsorte ermittelt, so kann auf folgende Weise unter Bezugnahme auf
15 eine Mehrdeutigkeit verringert oder ganz ausgeschlossen
werden.
15 zeigt dazu eine Draufsicht einer Antenneneinrichtung
102 mit vier Antennenspulen 500a-e, die rechteckig bzw. quadratisch
angeordnet sind. Ferner zeigt 15 einen Transponder
110 mit einem ersten möglichen Aufenthaltsort (x1, y1)
und einem zweiten möglichen Aufenthaltsort (x2, y1).
Da es mit den weiter oben beschriebenen Verfahren möglich ist,
eine Orientierung des Transponders 110 zu ermitteln und somit die Transponderorientierung
für eine weitere Vorgehensweise bekannt ist, kann man durch Variation der Phasenbeziehungen
der Ansteuersignale für die. Antennen 500a-e der Antenneneinrichtung
102 einer Sende-/Empfangsvorrichtung 100 Bereiche mit unterschiedlicher
Feldausprägung erzeugen, d.h. man erzeugt zunächst eine erste Feldkonstellation
und bestimmt die möglichen Aufenthaltsorte des Transponders 110. Im
Regelfall werden hier die Mehrdeutigkeiten entstehen. Wiederholt man anschließend
die Messung mit einem beispielsweise nach links orientierten Feld, beispielsweise
durch Ansteuerung der Spulen 500a, d, so steht der Transponderposition
(x1, y1) eine wesentlich höhere Feldstärke zur Verfügung,
als der Transponderposition (x2, y1), d.h. falls der Transponder
110 sich nicht auf der Position (x1, y1) befindet,
wird man trotz ausreichender Energieversorgung keine Reaktion des Transponders
110 bekommen. Der Transponder 110 befindet sich also auf Position
(x2, y1) von der er nicht antworten kann, weil er nicht genügend
Energie zum Antworten bekommt. Zur Sicherheit kann man diese Messung auch noch umdrehen,
d.h. beispielsweise durch Ansteuerung der Spulen 500a, b, und damit das
Ergebnis überprüfen. Auch dieser Vorteil der im Vorhergehenden beschriebenen
Vorgehensweise ist erfindungsgemäß auf alle Verfahren bezugnehmend auf
die 1 bis 10 anwendbar.
Soll eine Bewegung eines Transponders innerhalb des von den Antennen
aufgespannten Raumes ermittelt werden, so kann dies im Allgemeinen durch wiederholte
Positionsbestimmung gemäß einer der im Vorhergehend beschriebenen Vorgehensweisen
geschehen. Wurde beispielsweise durch eine der im Vorhergehenden beschriebenen Vorgehensweisen
die Richtung bzw. Orientierung des Transponders ermittelt, so können, basierend
auf der ermittelten Orientierung, die entsprechenden Phasenbeziehungen der Antennenspeiseströme
beispielsweise dazu benutzt werden, um den Transponder mit bestimmten vorgegebenen
bzw. den maximal möglichen Feldstärken des Messfeldes zu versorgen und
dadurch eine Nachvollziehbarkeit der Messergebnisse verbessern zu können. Im
Anschluss daran kann eine Bewegung des Transponders innerhalb des von den Antennen
aufgespannten Raumes durch wiederholte Positionsbestimmung gemäß einer
der im Vorhergehend beschriebenen Vorgehensweisen ermittelt werden. Aus einer Kombination
zweier aufeinanderfolgender Positionsmessungen kann exakt 1 auf eine momentane Bewegungsrichtung
des Transponders geschlossen werden.
Abschließend sollen Bezug nehmend auf 16
und 17 weitere optionale Sende-/Empfangseinrichtungen
gemäß weiteren Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung für
ein RFID-System zur Positionsbestimmung eines Transponders durch induktive Kopplung
beschrieben werden.
16 zeigt eine erfindungsgemäße Realisierung
einer Sende-/Empfangseinrichtung 100, die ein Steuermodul 610,
eine Schreib-Leseeinheit 10 und eine Antennenauswahleinrichtung
620 zur Antennenauswahl umfasst. Des Weiteren ist die erfindungsgemäße
Sende-/Empfangseinrichtung 100 mit einem Personal Computer 630
gekoppelt. Ferner ist die Sende-/Empfangseinrichtung 100 zur Erzeugung
eines magnetischen Wechselfeldes mit einer Antenneneinrichtung 102 gekoppelt.
In vorliegendem Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht die Antenneneinrichtung
102 aus sechs Antennenspulen 500af, die jeweils eine Seite eines
Würfels bilden.
Zur Positions-, Orientierungs- und Bewegungsermittlung, werden je
nach Anzahl der zu bestimmenden Koordinaten eine oder mehrere Antennen der Antennen
500a-f benötigt. Mittels dieser Antennen lassen sich der Abstand und
die Orientierung eines Transponders von den Antennen 500a-f bestimmen.
Die erfindungsgemäß modifizierte Schreib-/Leseeinheit 100 kann
dabei einen oder mehreren Sende- und Empfangspfade umfassen. Über das Antennenauswahlmodul
620, welches vom Steuermodul 610 gesteuert wird, können entweder
einzelne Antennen der Antenneneinrichtung 102 nacheinander (sequentiell)
oder auch mehrere bzw. alle Antennen 500a-f gleichzeitig mit unterschiedlichen
Phasenbeziehungen von Antennenspeiseströmen über die Sendepfade angesteuert
werden. Um eine Orientierung eines Transponders innerhalb des von den Antennen
500a-f umschlossenen Raumes zu bestimmen, lassen sich beispielsweise durch
gegenüberliegende Spulen (z.B. 500c und 500d) Helmholtzspulenpaare
bilden und entsprechend ansteuern. Auch für die Auswertung der Signale stehen
ein oder mehrere Empfangspfade zur Verfügung.
17 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Realisierung
einer Sende-/Empfangsvorrichtung 100, die eine Steuereinrichtung
710 bestehend aus einem Mikrocontroller 210, einem steuerbaren
Schalter 720 und einem steuerbaren Verstärker 730 aufweist.
Ferner umfasst die Sende-/Empfangsvorrichtung 100 ein herkömmliches
RFID-Schreib-Lese-Gerät 10 und einem Personal Computer 630.
Außerdem ist die Sende-/Empfangsvorrichtung 100 mit einer Antenneneinrichtung
102 bestehend aus zwei Antennen 740 und 750 gekoppelt,
wobei die Antennen 740 und 750 jeweils eine Spule 740a
bzw. 750a, einen Kondensator 740b bzw. 750b und einen
Widerstand 740c bzw. 750c aufweisen.
Das RFID-Schreib-Lese-Gerät 10 (beispielsweise ein herkömmliches
Lesegerät) liefert einen Antennenstrom, der über den Mikrocontroller
210 und den steuerbaren Verstärker 730 der Steuereinrichtung
710 variiert werden kann. Zusätzlich ist der Mikrocontroller
210 ausgebildet, um mit dem steuerbaren Schalter 720 die Antennen
740 und 750 anzuwählen. Mittels des oben beschriebenen Verfahrens
und dem PC 630 kann nun für jede der beiden Antennen 740
und 750 eine Entfernung zu einem Transponder (nicht gezeigt) bestimmt werden
und damit schließlich eine Position des Transponders im 2-dimensionalen Raum
errechnet werden, wie es Bezug nehmend auf die 12a
bis 12d vorhergehend bereits beschrieben wurde.
Mit den beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren und Vorrichtungen
lassen sich Transponder in einem vorgegebenen Volumen, beispielsweise in der Größenordnung
von einem oder mehreren Kubikmetern (m3), orten. Anwendungsgebiete sind
beispielsweise Tieridentifizierung und -ortung, wie z.B. das Orten von Tieren im
Erdreich oder eine Ortung und Identifizierung von Objekten in nicht bzw. schwer
zugänglichen Bereichen, wie z.B. chemischen Reaktionsbereichen. Die Verwendung
passiver Transponder ermöglicht kleinste Bauformen der Transponder.
Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass abhängig von den Gegebenheiten
das erfindungsgemäße Schema auch in Software implementiert sein kann.
Die Implementierung kann auf einem digitalen Speichermedium, insbesondere einer
Diskette oder einer CD mit elektronisch auslesbaren Steuersignalen erfolgen, die
so mit einem programmierbaren Computersystem und/oder Mikrocontroller zusammenwirken
können, dass das entsprechende Verfahren ausgeführt wird. Allgemein besteht
die Erfindung somit auch in einem Computerprogrammprodukt mit auf einem maschinenlesbaren
Träger gespeicherten Programmcode zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem Rechner und/oder Mikrocontroller
abläuft. In anderen Worten ausgedrückt kann die Erfindung somit als ein
Computerprogramm mit einem Programmcode zur Durchführung des Verfahrens realisiert
werden, wenn das Computerprogramm auf einem Computer und/oder Mikrocontroller abläuft.
Anspruch[de]
Verfahren zur Positions- oder Lagebestimmung eines Transponders (110)
durch induktive Kopplung in einem Funksystem, wobei das Funksystem eine Sende-/Empfangsvorrichtung
(100) mit einer Antenneneinrichtung (102) umfasst, mit folgenden
Schritten:
Erzeugen eines magnetischen Wechselfeldes mittels der Sende-/Empfangsvorrichtung
(100) und der Antenneneinrichtung (102); und
Ermitteln eines Zuordnungssignals, das ein Maß für eine induktive Kopplung
zwischen der Antenneneinrichtung (102) der Sende-/Empfangsvorrichtung (100)
und dem Transponder (110) darstellt, wobei der induktiven Kopplung eine
Entfernung oder Orientierung des Transponders (110) zu der Antenneneinrichtung
(102) zuordenbar ist.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Ermitteln des Zuordnungssignals
in der Sende-/Empfangsvorrichtung (100) erfolgt.Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Transponder (110)
eine Lesemindestfeldstärke aufweist, die für eine Kommunikation zwischen
dem Transponder (110) und der Sende-/Empfangsvorrichtung (100)
erforderlich ist, und wobei das magnetische Wechselfeld mittels der Sende-/Empfangsvorrichtung
(100) durch ein Ansteuersignal (SSt) für die Antenneneinrichtung
(102) erzeugt wird, und wobei der Schritt des Ermittelns des Zuordnungssignals
folgende Unterschritte aufweist:
Variieren der Feldstärke des magnetischen Wechselfeldes über das Ansteuersignal
(SSt); und
Auswerten des Ansteuersignals (SSt) bezüglich der Kommunikation
zwischen Transponder (110) und Sende-/Empfangsvorrichtung (100),
um an dem Transponder (110) das Auftreten der Lesemindestfeldstärke
des magnetischen Wechselfeldes zu ermitteln, wobei das Ansteuersignal (SSt)
beim Auftreten der Lesemindestfeldstärke dem Zuordnungssignal entspricht.Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Transponder (110)
eine Ansprechmindestfeldstärke aufweist, die für eine Energieversorgung
des Transponders (110) erforderlich ist, und wobei das magnetische Wechselfeld
mittels der Sende-/Empfangsvorrichtung (100) durch ein Ansteuersignal (SSt)
für die Antenneneinrichtung (102) erzeugt wird, und wobei der Schritt
des Ermittelns des Zuordnungssignals folgende Unterschritte aufweist:
Variieren der Feldstärke des magnetischen Wechselfeldes über das Ansteuersignal
(SSt); und
Auswerten des Ansteuersignals (SSt) bezüglich einer induktiven Rückwirkung
von dem Transponder (110) zu der Sende-/Empfangsvorrichtung (100),
um an dem Transponder (110) das Auftreten der Ansprechmindestfeldstärke
des magnetischen Wechselfeldes zu ermitteln, wobei das Ansteuersignal (SSt)
beim Auftreten der Ansprechmindestfeldstärke dem Zuordnungssignal entspricht.Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Schritt des Ermittelns
des Zuordnungssignals folgende Unterschritte aufweist:
Erfassen der durch die induktive Kopplung zwischen Transponder (110) und
Sende-/Empfangsvorrichtung (100) hervorgerufenen Rückwirkung des Transponders
(110) auf die Sende-/Empfangsvorrichtung (100), wobei die Rückwirkung
ein Maß für den Abstand zwischen dem Transponder (110) und der
Antenneneinrichtung (102) ist; und Erzeugen des Zuordnungssignals basierend
auf der erfassten Rückwirkung, wobei das Zuordnungssignal einen Gleichanteil
(S₌) und/oder einen Wechselanteil (S~) aufweist.Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei der Gleichanteil (S₌)
des Zuordnungssignals durch eine von dem Transponder (110) hervorgerufene
und in der Sende-/Empfangsvorrichtung (100) erfassbaren Last bewirkt wird.Verfahren gemäß Anspruch 5 oder 6, wobei der Wechselanteil
(S~) des Zuordnungssignals durch eine von dem Transponder (110)
hervorgerufene und in der Sende-/Empfangsvorrichtung (100) erfassbaren
Lastmodulation bewirkt wird.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Ermitteln des Zuordnungssignals
in dem Transponder (110) erfolgt.Verfahren gemäß Anspruch 8, wobei durch das an dem Ort des
Transponders (110) herrschende magnetische Wechselfeld an einer Antenneneinrichtung
(112) des Transponders (110) ein Induktionssignal (STrans,Rx)
erzeugt wird, und wobei der Schritt des Ermittelns folgenden Unterschritt aufweist:
Ermitteln des Zuordnungssignals basierend auf dem Induktionssignal (STrans,Rx),
wobei das Zuordnungssignal mittels der induktiven Kopplung von dem Transponder (110)
an die Sende-/Empfangsvorrichtung (100) übertragbar ist.Verfahren gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei bei dem Schritt des
Ermittelns des Zuordnungssignals ein Gleichanteil und/oder ein Wechselanteil des
Zuordnungssignals bestimmt wird.Verfahren gemäß Anspruch 9 oder 10, wobei der Schritt des
Ermittelns des Zuordnungssignals ferner einen Schritt des Digitalisierens Induktionssignals
aufweist.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8-11, wobei bei einer
Übermittlung des Zuordnungssignals ferner das Zuordnungssignal in ein Datenübertragungsprotokoll
zwischen Transponder (110) und Sende-/Empfangsvorrichtung (100)
einbindbar ist.Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Antenneneinrichtung (102) eine Mehrzahl von Antennen (500a-f)
aufweist, wobei jede Antenne (500a; 500b; 500c;
500d; 500e; 500f) separat ansteuerbar ist und der Schritt
des Ermittelns des Zuordnungssignals für jede Antenne (500a;
500b; 500c; 500d; 500e; 500f) der Mehrzahl
von Antennen (500a-f) durchführbar wird.Verfahren gemäß Anspruch 13, wobei eine Position des Transponders
(110) mittels der Zuordnungssignale der Mehrzahl von Antennen (500a-f)
bestimmt wird.Verfahren gemäß Anspruch 13 oder 14, wobei die Antennen (500a;
500b; 500c; 500d; 500e; 500f) der Mehrzahl
von Antennen (500a-f) und eine Antenne (112) des Transponders
(110) Spulen mit Spulenöffnungsflächen aufweisen, wobei die Spulenöffnungsflächen
von dem magnetischen Feld durchflutet werden und die Spulenöffnungsfläche
des Transponders (110) in jeweils einem festen Winkel zu den Spulenöffnungsflächen
der Antenneneinrichtung (102) der Sende-/Empfangsvorrichtung (100)
angeordnet ist.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 13-15, wobei die
Antennen (500a; 500b; 500c; 500d;
500e; 500f) der Antenneneinrichtung (102) Spulen mit
Spulenöffnungsflächen aufweisen, wobei die Spulenöffnungsflächen
von dem magnetischen Feld durchflutet werden und wobei die Spulen derart angeordnet
sind, dass sie wenigstens zwei zumindest näherungsweise orthogonal angeordnete
Helmholtz-Spulenpaare bilden und eine Transponderorientierung über ein Zuordnungssignal
ermittelt wird, das ein Maß für eine induktive Kopplung darstellt, wobei
der induktiven Kopplung ein Winkel des Transponders (110) innerhalb des
von den Helmholtz-Spulenpaaren aufgespannten Raumes zuordenbar ist.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 13 bis 16, wobei
eine Ermittlung einer Transponderorientierung derart erfolgt, dass die Antennen
(500a; 500b; 500c; 500d; 500e;
500f) der Antenneneinrichtung (102) gleichzeitig mittels Ansteuersignalen
unterschiedlicher Phasenlage angesteuert werden, um eine Orientierung des magnetischen
Feldes innerhalb des von den Antennen (500a; 500b; 500c;
500d; 500e; 500f) der Antenneneinrichtung (102)
aufgespannten Raumes zu beeinflussen und damit ein Zuordnungssignal zu ermitteln,
das ein Maß für eine induktive Kopplung darstellt, wobei der induktiven
Kopplung ein Winkel des Transponders (110) innerhalb des von den Antennen
(500a; 500b; 500c; 500d; 500e;
500f) aufgespannten Raumes zuordenbar ist.Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
folgenden Schritten:
Erfassen der Orientierung des Transponders (110) bzgl. der Antenneneinrichtung
(102);
Erzeugen des magnetischen Wechselfeldes basierend auf der erfassten Orientierung,
so dass das magnetische Wechselfeld den Transponder (110) in einem vorbestimmten
Winkel durchdringt; und
Ermittlung der Entfernung des Transponders (110) zur der Antenneneinrichtung
(102).Verfahren gemäß Anspruch 18, wobei der vorbestimmte Winkel
in einem Bereich von 90° ± 30° liegt.Sende-/Empfangsvorrichtung (100) in einem Funksystem zur Positions-
oder Lagebestimmung eines Transponders (110) durch induktive Kopplung,
mit folgenden Merkmalen:
einer Antenneneinrichtung (102) zum Erzeugen eines magnetischen Wechselfeldes;
einer Einrichtung (104) zum Erzeugen eines Ansteuersignals (SSt)
zum Ansteuern der Antenneneinrichtung (102);
einer Verarbeitungseinrichtung (108), die ausgebildet ist, um bei einer
induktiven Kopplung mit einem Transponder (110) ein Zuordnungssignal zu
ermitteln, das ein Maß für die induktive Kopplung darstellt, wobei die
induktive Kopplung einer Entfernung oder Orientierung des Transponders (110)
zu der Sende-/Empfangsvorrichtung (100) zuordenbar ist.Vorrichtung gemäß Anspruch 20, wobei die Einrichtung (104)
zum Erzeugen des Ansteuersignals (SSt) ausgebildet ist, um das Ansteuersignal
(SSt) hinsichtlich einer Amplitude zu variieren, um die Feldstärke
des magnetischen Wechselfeldes zu variieren.Vorrichtung gemäß Anspruch 20 oder 21, wobei der Transponder
(110) eine Lesemindestfeldstärke aufweist, die für eine Kommunikation
zwischen dem Transponder (110) und der Sende-/Empfangsvorrichtung (100)
erforderlich ist, und wobei das magnetische Wechselfeld mittels der Sende-/Empfangsvorrichtung
(100) durch ein Ansteuersignal (SSt) für die Antenneneinrichtung
(102) erzeugt wird, und wobei die Verarbeitungseinrichtung (108)
ferner folgende Merkmale aufweist:
eine Einrichtung zum Variieren der Feldstärke des magnetischen Wechselfeldes
über das Ansteuersignal (SSt); und
eine Einrichtung zum Auswerten des Ansteuersignals (SSt) bezüglich
der Kommunikation zwischen Transponder (110) und Sende-/Empfangsvorrichtung
(100), um an dem Transponder (110) das Auftreten der Lesemindestfeldstärke
des magnetischen Wechselfeldes zu ermitteln, wobei das Ansteuersignal (SSt)
beim Auftreten Lesemindestfeldstärke der dem Zuordnungssignal entspricht.Vorrichtung gemäß Anspruch 20 oder 21, wobei der Transponder
(110) eine Ansprechmindestfeldstärke aufweist, die für eine Energieversorgung
des Transponders (110) erforderlich ist, und wobei das magnetische Wechselfeld
mittels der Sende-/Empfangsvorrichtung (100) durch ein Ansteuersignal (SSt)
für die Antenneneinrichtung (102) erzeugt wird, und wobei die Verarbeitungseinrichtung
(108) ferner folgende Merkmale aufweist:
eine Einrichtung zum Variieren der Feldstärke des magnetischen Wechselfeldes
über das Ansteuersignal (SSt); und
eine Einrichtung zum Auswerten des Ansteuersignals (SSt) bezüglich
einer induktiven Rückwirkung von dem Transponder (110) zu der Sende-/Empfangsvorrichtung
(100), um an dem Transponder (110) das Auftreten der Ansprechmindestfeldstärke
des magnetischen Wechselfeldes zu ermitteln, wobei das Ansteuersignal (SSt)
beim Auftreten Ansprechmindestfeldstärke der dem Zuordnungssignal entspricht.Vorrichtung gemäß Anspruch 20, wobei die Verarbeitungseinrichtung
(108) ausgebildet ist, um eine durch die induktive Kopplung zwischen Transponder
(110) und Sende-/Empfangsvorrichtung (100) hervorgerufene Rückwirkung
des Transponders (110) auf die Sende-/Empfangsvorrichtung (100)
zu erfassen, wobei die Rückwirkung ein Maß für den Abstand zwischen
dem Transponder (110) und der Antenneneinrichtung (102) ist und
ein Zuordnungssignal basierend auf der erfassten Rückwirkung zu erzeugen, wobei
das Zuordnungssignal einen Gleichanteil (S₌) und/oder einen Wechselanteil
(S~) aufweist.Vorrichtung gemäß Anspruch 21, wobei durch das an dem Ort
des Transponders (110) herrschende magnetische Wechselfeld an einer Antenneneinrichtung
(112) des Transponders (110) ein Induktionssignal erzeugt wird,
und wobei die Verarbeitungseinrichtung (108) ferner folgende Merkmale aufweist:
eine Einrichtung zum Ermitteln des Zuordnungssignals basierend auf dem Induktionssignal,
wobei das Zuordnungssignals mittels der induktiven Kopplung von dem Transponder
(110) an die Sende-/Empfangsvorrichtung (100) übertragbar
ist.Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 20 bis 25, wobei
die Antenneneinrichtung (102) eine Antenne in Form einer Spule umfasst,
wobei die Spule eine Spulenöffnungsfläche aufweist, die von dem magnetischen
Wechselfeld durchflutet wird.Vorrichtung gemäß einem der An