Gegenstand der Erfindung ist eine wässrige Lösung eines Aluminiumcarboxylat-Salzes, die mindestens 1,6 Gew.-% Aluminium enthält, dadurch gekennzeichnet, dass als Carboxylat-Anion das Anion einer Hydroxymonocarbonsäure und bevorzugt Lactat vorliegt und die Lösung pro Mol Aluminium mindestens zwei äquivalente Hydroxymonocarbonsäure enthält, sowie deren Herstellung und deren Verwendung bevorzugt als Koagulationsmittel für Lacke.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft konzentrierte, stabile wässrige
Aluminiumcarboxylat-Lösungen mit einem Aluminiumanteil von mindestens 1,6 Gew.-%
erhältlich durch Umsetzung von Hydroxymonocarbonsäuren mit basisch reagierenden
Aluminiumsalzen, bevorzugt Natriumaluminat, deren Herstellung sowie deren Verwendung
als Koagulationsmittel in partikulär-dispersen Systemen, insbesondere zur Lackkoagulierung,
oder zum Imprägnieren von Textilien, in Desinfektions- und Reinigungsmitteln
und als Fixierhilfsmittel in der Lederbearbeitung.
Aus dem Stand der Technik ist die Bildung von Aluminiumcarbonsäuresalzen
bekannt. In der DE 23 25 018 ist die Bildung
von polymeren Aluminiumcarbonsäuresalzen gemäß einer stöchiometrischen
Umsetzung eines Carbonsäure/-Wassergemisches mit elementarem Aluminium beschrieben.
Prinzipiell sind dadurch gelartige, klare und partiell hydrolysierte Salze der Carbonsäuren
zugänglich mit einem hohen Gehalt an Aluminium. Offenbart ist unter anderem
die Herstellung eines polymeren Aluminiumlactat/Wasser Gemisches mit einem Aluminiumgehalt
von ca. 10 Gew.-% bei einem Molverhältnis von Aluminium zu Lactat von 2:1.
Die Verwendung von elementarem Aluminium zur Darstellung des entsprechenden Carboxylat-Salzes
führt dazu, dass der hier vorgeschlagene Syntheseweg als äußerst
Energie verzehrend zu beurteilen ist, da dieser notwendigerweise die Herstellung
metallischen Aluminiums mit umfasst. Ferner wird die Reaktivität des metallischen
Aluminiums durch Legierungszusätze wie Gallium oder Indium erhöht und
damit zusätzliche Kontroll- und Verfahrensparameter eingeführt.
Aus der Lehre von DE 40 10 930
sind hoch konzentrierte Lösungen von Aluminiumtriformiat bekannt. Die Herstellung
hoch konzentrierter Salzlösungen gelingt dabei mittels Neutralisationsreaktion
der Ameisensäure mit einer Aluminatlauge in wässriger Lösung. Ein
erhebliches Problem derartiger Lösung besteht in deren Tendenz auszukristallisieren
oder zur hydrolytischen Ausfällung eines Aluminiumhydroxides. Dieser Sachverhalt
ist in DE 40 10 930 offenbart und der Zusatz
von Stabilisatoren wird konsequenterweise vorgeschlagen, die in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 42 36 530 explizit Gegenstand der Beschreibung
sind.
Aluminiumsalze werden standardmäßig wegen ihrer hohen Äquivalentladung
bevorzugt als anorganisches Hilfsmittel zur Koagulation in partikulär-dispersen
Systemen eingesetzt. Dabei stellt der Prozess der Lackkoagulation ein für die
vorliegende Erfindung besonderes relevantes Gebiet dar.
Eine typische Verwendung besteht in der Entklebung/Koagulierung von
Lackpartikeln im Umlaufwasser von Lackieranlagen mit Nassauswaschung. Diese Anwendung
ist beispielsweise in EP 124 850 näher
beschrieben, worauf hier ausdrücklich Bezug genommen wird. Bei der Aufbringung
von Lacken, Wachsen oder ähnlichen, nicht-wasserlösliche organische Substanzen
enthaltenden Beschichtungsmaterialien z.B. in der Automobilindustrie, gelingt es
nicht, die Materialien restlos auf die zu beschichtenden Teile aufzubringen. Speziell
bei der Lackierung von Kraftfahrzeugen fällt in den Lackspritzkabinen sog.
Overspray an, das mittels eines Wasservorhangs aus den Lackspritzkabinen entfernt
und in ein sog. Beruhigungsbecken gespült wird. Dabei sollten die Entklebung
der verspritzten und vom Wasser aufgenommenen Lackpartikel und deren Agglomeration
zu einem austragungsfähigen Koagulat in einem Arbeitsgang erfolgen. Für
dieses Einsatzgebiet ist es bevorzugt, dass die Lösung Kationen 2- oder 3-wertiger
Metalle enthält, beispielsweise Magnesium- und/oder Calcium- und/oder Aluminiumionen.
Der Anteil dieser Kationen an der wässrigen Polymerlösung, wie sie zum
Einsatz in der Lackkoagulierung verwendet wird, liegt beispielsweise im Bereich
von etwa 1 bis etwa 30 Gew.-%. Diese hochgeladenen positiven Kationen unterstützen
den Entklebungs- und Flockungsprozess der Lackpartikel. Die Verwendung von Aluminiumionen
ist bevorzugt.
Da die Kationen kontinuierlich mit dem Koagulat aus dem Umlaufwasser
entfernt werden, muss das Koagulationsmittel ständig nachdosiert werden. Des
Weiteren bedingt dies, dass die mit dem Aluminiumsalz eingebrachten Anionen im Umlaufwasser
angereichert werden. Demzufolge werden anwendungstechnisch hochkonzentrierte Aluminiumsalz-Lösungen
bevorzugt, die, um korrosive Prozesse an Anlagenteilen des Umlaufbades zu unterbinden,
weder Halogenid-(Metallkorrosion), noch Sulfat-Anionen (Betonkorrosion) enthalten.
Darüber hinaus, ist aus Gründen der Umweltverträglichkeit und erhöhter
Kosten gemäß gesetzlicher Richtlinien bei der Abwasserabgabe auf die Verwendung
von Phosphat- und Nitrat-haltigen Salzen zu verzichten.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht folglich darin, konzentrierte
und stabile Aluminiumsalzlösungen zu formulieren, die ohne Zusatz von Stabilisatoren
weder auskristallisieren noch hydrolysieren, keine korrosionsfördenden Anionen
beinhalten und ausgehend von leicht zugänglichen Rohstoffen in einem einfachen
Herstellungsverfahren gut handhabbare und dosierbare Lösungen liefern.
Gegenstand dieser Erfindung ist eine wässrige Lösung eines
Aluminiumcarboxylat-Salzes, die mindestens 1,6 Gew.-% Aluminium enthält, dadurch
gekennzeichnet, dass als Carboxylat-Anion das Anion einer Hydroxymonocarbonsäure
vorliegt und die Lösung pro Mol Aluminium mindestens zwei Äquivalente
Hydroxymonocarbonsäure enthält. Dabei können auch mehrere Hydroxymonocarbonsäuren
nebeneinander vorliegen.
Die Vorteile des Gegenstandes dieser Erfindung liegen in der außergewöhnlich
hohen Stabilität der Lösungen, die nur eine geringe Neigung zur Kristallisation
aufweisen und gegenüber Hydrolyse unempfindlich sind. Darüber hinaus ist
die Stabilität dieser Aluminiumcarboxylat-Lösung in einem weiten Temperaturbereich
gegeben, was die Anbindung bei der Verwendung der Aluminiumcarboxylat-Lösung
an bestehende Prozessparameter erleichtert. Eine Lagerung der Aluminiumcarboxylat-Lösungen
ist auch ohne Zusatz von Stabilisatoren über einen längeren Zeitraum möglich.
Die gemäß der Erfindung vorliegende Aluminiumcarboxylat-Lösung enthält
keine schädigenden und/oder korrosiv wirkenden Anionen und ist daher für
die Anwendung in technischen Systemen wie Umlaufwässern bei der Lackkoagulierung
besonders gut geeignet. Zudem zeichnen sich die erfindungsgemäß verwendeten
Carboxylate durch ihre hervorragende biologische Abbaubarkeit in der Wasseraufbereitung
industrieller Anlagen aus.
Erfindungsgemäß enthält die wässrige Lösung
des Aluminiumcarboxylat-Salzes mindestens 1,6 Gew.-% Aluminium, wobei als Carboxylatanion
das Anion einer gesättigten oder ungesättigten Hydroxymonocarbonsäure,
die entweder geradkettig oder verzweigt aufgebaut ist, vorliegt.
Hierzu gehören unter anderem die homologen gesättigten Polyhydroxymonocarbonsäuren
2,3-Dihydroxypropionsäure, Erythronsäure, Arabinonsäure und Gluconsäure,
wobei generell gilt, dass für die Lösung der erfindungsgemäßen
Aufgabe Stereoisomere ein und derselben Verbindung in gleichem Maße bevorzugt
werden.
In einer bevorzugten Ausführung liegen als Anionen des Aluminiumcarboxylat-Salzes
Anionen von einer oder mehrerer Hydroxymonocarbonsäuren der folgenden allgemeinen
Struktur vor,
wobei 1 ≤ n ≤ 6 ist und der Substituent X in jeder der n Untereinheiten
entweder ein Wasserstoff- oder Hydroxyl-Substituent sein kann, aber insgesamt mindestens
eine Untereinheit eine Hydroxylfunktion trägt, so dass Polyhydroxymonocarbonsäuren
wie 2,3-Dihydroxypropionsäure, Erythronsäure, Arabinonsäure und Gluconsäure
eingeschlossen sind, jedoch &agr;- und &bgr;-Hydroxycarbonsäuren wie die
homologen geradkettigen 2- bzw. 3-Hydroxyalkansäuren der Buttersäure,
Valeriansäure, Capronsäure, Önanthsäure und besonders Milchsäure
bevorzugt werden.
Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung
der wässrigen Lösung eines Aluminiumcarboxylat-Salzes wird die in Wasser
vorgelegte Hydroxymonocarbonsäure mit einem basischen Aluminiumsalz, vorzugsweise
einem Aluminat und besonders bevorzugt Natriumaluminat sukzessive, das heißt
portionsweise, umgesetzt. Die Reaktionstemperatur liegt dabei oberhalb von –10°C,
insbesondere oberhalb von 0°C und besonders bevorzugt oberhalb von 40°C,
wobei die Temperatur 60°C und insbesondere 110°C nicht überschreitet.
Die Umsetzung erfolgt dabei derart, dass pro Mol Aluminium mindestens 2 Äquivalente
Hydroxymonocarbonsäure vorgelegt werden, bevorzugt jedoch mindestens 2,5, besonders
bevorzugt mindestens 3,0 und insbesondere bevorzugt mehr als 3,0 Äquivalente,
wobei das Äquivalent mit der chemischen Funktionalität der Carbonsäure-Gruppe
gleichzusetzen ist und demnach die Äquivalentzahl einer Hydroxymonocarbonsäure
gleich eins ist. Nachfolgend ist exemplarisch die stöchiometrische Neutralisationsreaktion
von Milchsäure mit Natriumaluminat wiedergegeben, wobei 4 Äquivalente
der Milchsäure verbraucht werden:
Die erfindungsgemäße Lösung besitzt einen pH-Wert von
mindestens 2,5 und bevorzugt mindestens 3, aber nicht größer als 5 und
bevorzugt nicht größer als 4. Bei Temperaturen größer als –15°C,
zumindest größer als 0°C kristallisiert die Aluminiumcarboxylat-Lösung
weder aus noch tritt eine Hydrolyse und damit eine nachfolgende Ausfällung
als Aluminiumhydroxid auf. Für den Fall, dass eine Trübung der Aluminumcarboxylat-Lösung
vorliegt, so ist diese leicht durch mechanisches Umwälzen der Lösung rückgängig
zu machen. Mit diesem Verfahren können Aluminiumgehalte von mindestens 1,6
Gew.-% und bevorzugt mindestens 2,0 Gew.-% und insbesondere bevorzugt mindestens
2,5 Gew.-% realisiert werden.
In einer weiteren Ausführungsform dieser Erfindung enthält
die wässrige Aluminiumcarboxylat-Lösung zusätzlich mindestens ein
kationisches Polymer. In partikulär-dispersen Systemen wechselwirken diese
kationischen Polymere über elektrostatische Anziehungskräfte mit den Partikeln,
die vornehmlich eine negative Oberflächenladung aufweisen. Dabei kann es zu
einer polymeren Brückenbildung zwischen zwei oder mehreren Partikeln kommen,
was einer Vorstufe in der Koagulatbildung entspricht. Im Zusammenwirken mit den
hochgeladenen Aluminium-Kationen kann so eine beschleunigte und/oder effektivere
Koagulation herbeigeführt werden.
Das kationische Polymer ist erfindungsgemäß vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe der Polyalkylenimine, insbesondere der Polyethlyenimine,
Polypropylenimine, Poly(2-Hydroxpropyleniminen) sowie der Amidoamine, und aus Copolymeren,
die 1,2-Ethandiamin-Baugruppen enthalten, und enthält durch Protonierung oder
Quarternierung kationische Aminogruppen. Aufgrund der anwendungstechnischen Maßgabe
dieser Erfindung, mit halogenidarmen Lösungen zu arbeiten, sollen nicht mehr
als 10 Mol-% der Gegenionen der kationischen Aminogruppen Halogenidionen darstellen.
Die erfindungsgemäßen Aluminiumcarboxylat-Lösungen
mit oder ohne Polymerzusatz eigenen sich zum Imprägnieren von Textilien, als
Bestandteil in Desinfektions- und Reinigungsmitteln, als Fixierhilfsmittel in der
Lederbearbeitung, als Flockungsmittel in der Wasserbehandlung und insbesondere als
Koagulationsmittel für Lacke. Bei der Lackkoagulation in Umlaufwässern
aus Spritzkabinen mit Nassauswaschung ist es bevorzugt, dass eine Dosierung der
konzentrierten Aluminiumcarboxylat-Lösung mit oder ohne Polymerzusatz von 0,1
bis 20 Gew.-% des Mittels bezogen auf den Gewichtsanteil des Lack-Oversprays erfolgt.
In Tabelle 1 ist am Beispiel verschiedener Carbonsäuren die Herstellung
der entsprechenden ungetrübten, klaren Aluminiumcarboxylat-Lösungen mit
einem Aluminiumanteil von 2,5 Gew.-% und deren Stabilität angegeben. Die in
der Tabelle angegebene Durchführbarkeit bezieht sich dabei auf das Vorliegen
einer bei Raumtemperatur ungetrübten Carboxylat-Lösung mit dem gewünschten
Aluminiumanteil unmittelbar nach der stöchiometrischen Reaktionsführung
oder unmittelbar nach einem weiteren Erwärmen über die Reaktionstemperatur
von 60°C hinaus bei gleichzeitigem mechanischen Umwälzen einer anfänglich
getrübten Reaktionslösung.
Die sukzessive stöchiometrische Umsetzung der Dicarbonsäuren
Oxalsäure und Weinsäure mit Natriumaluminat liefert dabei getrübte
Lösungen mit einem kristallinen Sediment, welches auch bei weiterem Erwärmen
über die Reaktionstemperatur von 60°C hinaus nicht in Lösung geht.
Die Kristallisationsneigung der Aluminiumcarboxylat-Lösungen
der Monocarbonsäuren Ameisensäure und Essigsäure mit einem Aluminiumanteil
von 2,5 Gew.-% ist weitaus geringer ausgeprägt. Die Aluminiumformiat-Lösung
ist unmittelbar nach der Herstellung klar und wird erst bei Abkühlung auf ungefähr
0°C oder über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen instabil
und bildet einen feinkristallinen Niederschlag, der durch Erwärmen und mechanischen
Umwälzen der Lösung nicht vollständig wieder in Lösung gebracht
werden kann (siehe Tabelle 2). Eine entsprechende Aluminiumacetat-Lösung mit
einem Aluminiumanteil von 2,5 Gew.-% kann hergestellt werden, da sich die unmittelbar
nach der Umsetzung vorliegende leicht getrübte Lösung mit einem geringen
gelartigen Niederschlag durch Erwärmen und mechanisches Umwälzen in eine
klare Lösung umwandeln lässt. Allerdings ist die Stabilität einer
solchen Aluminiumacetat-Lösung bei Raumtemperatur nur für wenige Stunden
gegeben. Im Gegensatz dazu ist eine entsprechende klare Aluminiumlactat-Lösung
mit einem Aluminiumanteil von 2,5 Gew.-% unmittelbar herstellbar und bei Raumtemperatur
über einen langen Zeitraum stabil.
In Tabelle 2 sind die Eigenschaftsprofile von Aluminiumformiat- und
Aluminiumlactat-Lösungen bezüglich ihres Anwendungspotentials bei der
Lackkoagulation gegenübergestellt. Die Lagerstabilität der konzentrierten
Lösungen, welche anhand des Auftretens einer Trübung und/oder eines Sediments
beurteilt wird, liegt für die Formiat-Lösung im Bereich mehrerer Wochen
bis zu 3 Monaten, während die Aluminiumlactat-Lösung üblicherweise
über 7 Monate hinaus keine Trübung aufweist und stabil bleibt. Darüberhinaus
kann eine Lactat-Lösung bei Temperaturen bis zu –15°C gelagert
werden, ohne dass eine Kristallisation erfolgt. Bei tieferen Temperaturen gefriert
die Lactat-Lösung im Gegensatz zur Formiat-Lösung reversibel, d.h. eine
klare Lösung ist durch Temperaturerhöhung und mechanisches Umwälzen
wieder zugänglich.
In der Lackkoagulierung zeigt sich, dass Aluminiumlactat wesentlich
effektiver in der Flockenbildung ist und eine bessere Klärung im Umlaufwasser
erzielt als Aluminiumformiat. Dieser Effekt und das Maß der Trübung kann
mit Standardmethoden der Turbidimetrie und/oder Nephelometrie quantitativ erfasst
werden.
Anspruch[de]
Wässrige Lösung eines Aluminiumcarboxylat-Salzes, die mindestens
1,6 Gew.-% Aluminium enthält, dadurch gekennzeichnet, dass als Carboxylat-Anion
das Anion einer Hydroxymonocarbonsäure vorliegt und die Lösung pro Mol
Aluminium mindestens zwei Äquivalente Hydroxymonocarbonsäure enthält.Wässrige Lösung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Lösung mindestens 2,0 Gew.-% und bevorzugt mindestens 2,5 Gew.-% Aluminium
enthält.Wässrige Lösung nach einem der beiden vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung einen pH-Wert von mindestens
2,5 und bevorzugt mindestens 3, aber nicht größer als 5 und bevorzugt
nicht größer als 4 aufweist.Wässrige Lösung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das gelöste Aluminiumcarboxylat-Salz bei Temperaturen
größer als –15°C, zumindest größer als 0°C,
weder kristallisiert noch hydrolysiert und als Hydroxid ausgefällt wird, oder
dass eine entstandene Trübung der Aluminiumcarboxylat-Salzlösung durch
mechanisches Umwälzen der Lösung rückgängig gemacht werden kann.Wässrige Lösung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass als Carboxylat-Anionen Anionen von einer oder mehreren
Hydroxymonocarbonsäuren der folgenden allgemeinen Struktur (I) vorliegen,
wobei 1 ≤ n ≤ 6 ist und der Substituent X in jeder der n Untereinheiten
entweder ein Wasserstoff- oder Hydroxyl-Substituent sein kann, aber insgesamt mindestens
eine Untereinheit eine Hydroxylfunktion trägt, wobei &agr;- und &bgr;-Hydroxymonocarbonsäuren
und besonders Milchsäure bevorzugt werden.Wässrige Lösung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung zusätzlich mindestens
ein kationisches Polymer enthält.Wässrige Lösung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das kationische Polymer durch Protonierung oder Quarternierung kationische Aminogruppen
aufweist und vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe der Polyalkylenimine,
insbesondere der Polyethylenimine, Polypropylenimine, Poly(2-Hydroxypropyleniminen)
sowie der Amidoamine, und aus Copolymeren, die 1,2-Ethandiamin-Baugruppen enthalten.Wässrige Lösung nach einem oder beiden der Ansprüche
6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass nicht mehr als 10 Mol-% der Gegenionen der
kationischen Aminogruppen Halogenidionen darstellen.Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Lösung eines Aluminiumcarboxylat-Salzes
gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass eine sukzessive Umsetzung der in Wasser vorgelegten Hydroxymonocarbonsäure
mit einem basischen Aluminiumsalz, vorzugsweise einem Aluminat und besonders bevorzugt
Natriumaluminat erfolgt, wobei die Umsetzung bei einer Temperatur oberhalb von –10°C,
insbesondere oberhalb von 0°C und besonders bevorzugt oberhalb von 40°C
durchgeführt wird, wobei die Temperatur 60°C und insbesondere 110°C
nicht überschreitet.Verwendung eines Mittels gemäß einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 8 zum Imprägnieren von Textilien, in Desinfektions- und Reinigungsmitteln,
als Fixierhilfsmittel in der Lederbearbeitung, als Flockungsmittel in der Wasserbehandlung
oder als Koagulationsmittel für Lacke.Verwendung eines Mittels gemäß Anspruch 10 zur Lackkoagulation
in Umlaufwässern aus Spritzkabinen mit Naßauswaschung, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Dosierung von 0,1 bis 20 Gew.-% des Mittels bezogen auf den Gewichtsanteil
des Lack-Oversprays erfolgt.