| Dokumentenidentifikation |
DE102006026803A1 13.12.2007 |
| Titel |
Schutzschaltung für eine Eingangsstufe |
| Anmelder |
Deutsche Thomson-Brandt GmbH, 78048 Villingen-Schwenningen, DE |
| Erfinder |
Gries, Ulrich, 30419 Hannover, DE; Schreiber, Ulrich, 30827 Garbsen, DE |
| DE-Anmeldedatum |
07.06.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006026803 |
| Offenlegungstag |
13.12.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
H02H 9/04(2006.01)A, F, I, 20060607, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
H04R 3/00(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE
H03F 1/52(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Schutzschaltung weist eine Zenerdiode (D1, D2) auf, die über eine Diode (D3-D6) an einem Koppelkondensator (C1, C2) einer Eingangsstufe angeschlossen ist, wobei parallel zu der Zenerdiode (D1, D2) eine Kapazitäüt (C3, C4) angeordnet ist. Die Kapazität (C3, C4) ist beispielsweise ein Tantal-Elektrolytkondensator mit einem Kapazitätswert, der in dem Bereich des Wertes des Koppelkondensators liegt. Die Schutzschaltung kann insbesondere zum Schutz von empfindlichen Mikrophon-Vorverstärkern verwendet werden, die über den Koppelkondensator mit einem Kondensatormikrophon verbunden sind.
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutzschaltung mit einer
Zenerdiode und einer Diode, die an einer Eingangsstufe angeschlossen ist. Eine Schutzschaltung
dieser Art wird beispielsweise für Vorverstärker verwendet, die hochempfindliche
Eingänge aufweisen, um diese vor ESD- und anderen Entladungs-Spannungspulsen,
beispielsweise wenn ein Kondensatormikrophon an der Eingangsstufe angeschlossen
ist, zu schützen.
Es ist bekannt, das Mikrophone, insbesondere Kondensatormikrophone,
eine Betriebsspannung benötigen, beispielsweise 48 Volt. Für Kondensatormikrophone
ist diese Betriebsspannung auch als „Phantom Power" bekannt. Diese Betriebsspannung
wird über zwei Koppelkondensatoren von den Eingängen des Vorverstärkers
isoliert. Um eine tief-frequente Wiedergabe bis unter 20 Hz zu gewährleisten,
müssen die beiden Kondensatoren jedoch eine relativ hohe Kapazität aufweisen,
beispielsweise jeweils 47 Mikrofarad. Aufgrund dieser Größe und der anliegenden
Spannung speichern die Koppelkondensatoren daher eine beträchtliche Energie,
sich die bei unsachgemäßem Hantieren, beispielsweise bei einem Kurzschluss
des Eingangs, über den Eingang des Vorverstärkers entladen kann. Hierdurch
kann dessen Eingangsstufe zerstört werden.
In dem Artikel G.K. Hebert und F.W. Thomas: "The 48 Volt Phantom Menace",
Audio Engineering Society, Convention Paper 5335, 110th Convention 2001, May 12-15,
Amsterdam, Niederlande, werden verschiedene Schutzschaltungen für Mikrophonvorverstärker
vorgestellt und diskutiert. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
20, wird als Schutzschaltung eine Schottky-Diodenbrücke verwendet,
die zwei parallel geschaltete Diodenpaare mit je zwei parallelgeschalteten, gegensinnig
gepolten Dioden zwischen den beiden Eingängen aufweist. Zur Ableitung von positiven
und negativen Spannungsspitzen ist an jedem Verknüpfungspunkt zwischen den
Diodenpaaren eine Zenerdiode angeschlossen, die über separate DC Spannungen
vorgespannt sind. Als Zenerdioden werden TVS (Transient Voltage Suppresson) Dioden
verwendet.
Durch die Schottky-Diodenbrücke werden die Zenerdioden von den
Mikrophonsignalen entkoppelt, so dass keine kapazitive Rückwirkungen der TVS
Dioden auf die Mikrophonsignale auftreten. Die Schottky-Dioden und die TVS Dioden
sind derart gewählt, das in einem Fehlerfall die Spannung an den Vorverstärkereingängen
auf maximal 15 Volt und die Spitzenströme in die Vorverstärkereingänge
auf weniger als 10 Milliampere reduziert werden konnten.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schutzschaltung dieser Art
weiter zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Schutzschaltung
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Die Schutzschaltung nach der Erfindung weist eine Zenerdiode auf,
die über eine Diode mit einem Anschluss einer Eingangsstufe verbunden ist,
wobei parallel zu der Zenerdiode eine Kapazität geschaltet ist. Die Zenerdiode
ist insbesondere ein speziell für einen Überspannungsschutz geeignetes
Zenerdioden-Array, beispielsweise ein TVS Zenerdiodenarray, und die Kapazität
ein Tantal-Elektrolytkondensator.
Die Schutzschaltung kann beispielsweise für empfindliche Mikrophon-Vorverstärker
verwendet werden, die über einen Koppelkondensator mit einem Kondensatormikrophon
betrieben werden. Mikrophonvorverstärker dieser Art müssen eingangsseitig
je nach Ausführung auf Eingangssignale kleiner gleich 5 Volt begrenzt werden.
Untersuchungen haben gezeigt, dass auch ein speziell für einen Überspannungsschutz
konstruiertes TVS-Zenerdiodenarray mit vier Zenerdioden, das über eine Schottky-Diode
eingangsseitig angeschlossen ist, eventuell nicht ausreicht, wenn ein Koppelkondensator
aus Versehen kurzgeschlossen wird.
Durch die Verwendung einer zusätzlichen Kapazität, insbesondere
eines Kondensators, parallel zu dem Zenerdiodenarray kann jedoch die Schutzwirkung
dieses Arrays erheblich verbessert werden. Das Zenerdiodenarray braucht offenbar
eine gewisse Zeit zum Durchschalten, und der anfängliche Teil des Spannungspulses
kann durch die parallel geschaltete Kapazität abgefangen werden, bis das Array
durchschaltet. Der Kapazitätswert dieser Kapazität liegt beispielsweise
in der Größenordnung des Kapazitätswerts des eingangsseitigen Koppelkondensators.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden
beispielhaft anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
Figur eine Schutzschaltung für einen symmetrischen Eingang mit
zwei Koppelkondensatoren.
In der Figur ist eine Schaltungsanordnung mit einer Eingangsstufe,
die einen symmetrischen Eingang mit Anschlüssen 1 und 2 sowie
Koppelkondensatoren C1, C2 aufweist, dargestellt. Die Eingangsstufe ist einem integrierten
Vorverstärker, nicht dargestellt, vorgeschaltet, der eingangsseitig zwei Anschlüsse
7 und 8 aufweist. Der Vorverstärker ist beispielsweise ein
Mikrophon-Vorverstärker vom Typ PGA2500, erhältlich von Texas Instruments.
Dieser IC muss mit zwei Versorgungsspannungen von maximal +/–
5 Volt betrieben werden. Die Eingänge dieses Vorverstärkers sind empfindlich
auf elektrostatische Entladungen und die Eingangssignale dürfen insbesondere
nicht wesentlich über beziehungsweise unter den verwendeten Versorgungsspannungen
liegen.
Die Eingänge 7, 8 des Vorverstärkers sind
durch die Koppelkondensatoren C1, C2 mit den Eingängen 1 und
2 wechselspannungsgekoppelt und die Eingangsstufe kann daher mit einem
Mikrophon verbunden werden, das eine eigene Versorgungsspannung benötigt. Insbesondere
Kondensatormikrophone benötigen eine Versorgungsspannung von +48 Volt. Da von
Mikrophon-Vorverstärkern üblicherweise eine Wiedergabe bis herunter zu
20 Hz praktisch ohne Wiedergabeverluste gefordert wird, müssen die Kondensatoren
C1, C2 hohe Kapazitätswerte aufweisen, beispielsweise 47 Mikrofarad, da diese
in der Schaltungsanordnung als Tiefpassfilter wirken. Die Koppelkondensatoren speichern
daher bei Verwendung mit einem Kondensatormikrophon eine vergleichsweise hohe Energie.
Beim unsachgemäßen Handtieren mit den eingangsseitigen Verbindungskabeln
kann es jedoch passieren, das einer der Eingänge 1, 2 kurzgeschlossen
wird, beispielsweise gegen Masse. Hierdurch wird der betreffende Koppelkondensator
C1 oder C2 in sehr kurzer Zeit entladen, wobei Ströme im Amperebereich auftreten
können. Dies führt zu Störspannungen, die den Vorverstärker,
insbesondere dessen Eingangsstufe, zerstören.
Zum Schutz des Vorverstärkers ist daher eine Schutzschaltung
zwischen die Koppelkondensatoren C1, C2 und die Eingänge 7,
8 des Vorverstärkers geschaltet. Diese weist eine Diodenbrücke
mit zwei Diodenpaaren, Dioden D3-D6, auf, die zwischen zwei Knoten 3 und
4 angeschlossen sind. Jedes Diodenpaar weist zwei in Serie geschaltete
gegensinnig gepolte Dioden auf mit Verknüpfungspunkten 5,
6, wobei das Diodenpaar 3, 4 derart gepolt ist, das eine
positive Überspannung über den Knoten 5 abgeleitet wird, und
das Diodenpaar 5, 6 derart gepolt ist, das eine negative Überspannung
über den Knoten 6 abgeleitet wird. An den Knoten 5 bzw.
6 ist jeweils eine Zenerdiode D1, D2 angeschlossen, durch deren Schwellwerte
bestimmt wird, wenn die Dioden D3-D6 durchschalten. Die Dioden D3-D6 sind insbesondere
schnelle Schottky-Dioden. Zur Strombegrenzung ist weiterhin jeweils ein Widerstand
R1, R2 mit zehn Ohm zwischen jeden Koppelkondensator C1, C2 von dem betreffenden
Anschluss 7, 8 geschaltet zur Strombegrenzung.
Die Zenerdiode D1 ist anodenseitig mit Masse verbunden und kathodenseitig
über einen Widerstand R3 und eine positive Betriebsspannung +5 Volt auf eine
positive Spannung vorgespannt. Die Zenerdiode D2 ist entsprechend über einen
Widerstand R4 und eine negative Betriebsspannung –5 Volt auf eine negative
Spannung vorgespannt. Die Zenerdioden D1, D2 weisen in diesem Ausführungsbeispiel
eine Durchbruchsspannung von 3,3 Volt auf, so dass die Dioden D3-D6 bereits bei
Eingangsspannungen von etwa + bzw. –4 Volt durchschalten.
Die Zenerdioden D1, D2 sind in diesem Ausführungsbeispiel als
Zenerdioden-Arrays ausgebildet. Hierdurch können höhere Ströme verarbeitet,
beziehungsweise hohe Spannungen schneller abgeleitet werden. Das Zenerdioden-Array
ist hierbei eine spezielle, zum Schutz vor Überspannungen ausgebildete Schaltung
für empfindliche Eingänge, ein so genanntes TVS Zenerdioden-Array.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass auch ein Zenerdiodenarray mit vier
parallel geschalteten Zenerdioden unter bestimmten Umständen nicht ausreicht
für einen effektiven Schutz des Vorverstärkers. Nach der Erfindung ist
deshalb jeweils ein Kondensator C3, C4 zu jedem Zenerdiodenarray D1, D2 parallel
geschaltet, in diesem Ausführungsbeispiel jeweils ein Tantal-Elektrolytkondensator
mit 47 Mikrofarad. Der Kapazitätswert der Kondensatoren C3, C4 liegt hierbei
in diesem Ausführungsbeispiel in der Größenordnung des Kapazitätswerts
der Koppelkondensatoren C1, C2. Hierdurch ist die Schutzschaltung in der Lage, jegliche
Störspannungsspitzen, die bei einem Kurzschluss an dem symmetrischen Eingang
1, 2 auftreten können, sicher abzuleiten für einen zuverlässigen
Schutz des angeschlossenen Vorverstärkers.
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| Anspruch[de] |
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Schutzschaltung mit einer Zenerdiode (D1, D2), die über eine Diode
(D3-D6) an einer Eingangsstufe angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zu der Zenerdiode (D1, D2) eine Kapazität (C3, C4) angeordnet
ist.
Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazität
(C3, C4) ein Elektrolytkondensator, insbesondere ein Tantal-Elektrolytkondensator,
ist.
Schutzschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingangsstufe einen Koppelkondensator (C1, C2) aufweist.
Schutzschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, und dass der
Kapazitätswert der Kapazität (C3, C4) in der Größenordnung des
Kapazitätswerts des Koppelkondensators (C1, C2), insbesondere in einem Bereich
+/–50% dieses Kapazitätswerts, liegt.
Schutzschaltung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Diode (D3-D6) und dem Koppelkondensator (C1, C2) ein Strombegrenzungswiderstand
(R1, R2) angeordnet ist.
Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingangsstufe einen symmetrischen Eingang mit zwei Anschlüssen (1,
2) aufweist, an denen jeweils ein Koppelkondensator (C1, C2) angeordnet
ist, dass die Schutzschaltung eine Diodenbrücke (D3-D6) mit zwei jeweils parallel
geschalteten Diodenpaaren und gegenpolig angeordneten Dioden aufweist, die an Knoten
(3, 4) nach den Koppelkondensatoren (C1, C2) angekoppelt sind,
und dass an Koppelpunkten (5, 6) zwischen jedem Diodenpaar (D1-D6)
jeweils eine Zenerdiode (D1, D2) angekoppelt ist.
Schutzschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Zenerdiode (D1, D2) ein Überspannungsschutz-Zenerdioden-Array,
insbesondere ein TVS Zenerdioden-Array, ist.
Schutzschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Zenerdiode (D1, D2) mittels einer DC-Spannung (+5V, –5V)
vorgespannt ist.
Schutzschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Schutzschaltung einem Eingang (7, 8)
eines Vorverstärkers, insbesondere eines Mikrophonvorverstärkers, vorgeschaltet
ist.
Schaltungsanordnung, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Eingangsstufe
mit mindestens einem Koppelkondensator (C1, C2), einen Verstärker und eine
zwischen der Eingangsstufe und dem Verstärker angeordnete Schutzschaltung nach
einem der Ansprüche 1- 9 aufweist.
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