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Dokumentenidentifikation DE102006026834A1 13.12.2007
Titel Vorrichtung zur Messung des Verstellhubes einer hydraulischen Verstelleinrichtung
Anmelder TLT-Turbo GmbH, 66482 Zweibrücken, DE
Erfinder Schmidt, Jörg, Dipl.-Ing., 66482 Zweibrücken, DE
Vertreter Radünz, I., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 07.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006026834
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse F04D 27/00(2006.01)A, F, I, 20060607, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F15B 15/28(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE   G01B 17/00(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE   F04D 29/36(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Axialventilator ist mit einer hydraulischen Verstelleinrichtung (6, 6', 7, 8, 8', 9, 10, 11, 12) für Flügel (2) eines Laufrades (1) versehen. Die Verstelleinrichtung besteht im wesentlichen aus einem Verstellzylinder (6, 6') und einer Kolbenstange (8, 8') mit Kolben (7), von denen ein Teil axial verschiebbar und ein Teil nicht axial verschiebbar ist. Der axial verschiebbare Teil ist mit einer Verstellscheibe (22) verbunden, an der über verdrehbare Verstellhebel (5) jeweils Holme (3) der Flügel (2) befestigt sind. Eine aus dem Verstellzylinder (6, 6') herausragende Verlängerung der Kolbenstange (8, 8') ist von einem einer Ölversorgung (14, 15) des Verstellzylinders (6, 6') dienenden Ölübergangsstück (13) umschlossen. Zur Messung des Verstellhubes ist die Verstelleinrichtung mit einer aus Sensorgehäuse (25) mit Wellenleiter (26), Sensorkopf (27) und ringförmigen Magnet (28) bestehenden magnetostriktiven Wegmesseinrichtung (24) gekoppelt. Das Sensorgehäuse (25) und der Sensorkopf (27) der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung (24) sind mit dem Ölübergangsstück (13) verbunden, und der Magnet (28) ist an den relativ zum Ölübergangsstück (13) axial verscheibbaren Teil der Verstelleinrichtung angeschlossen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung des Verstellhubes einer hydraulischen Verstelleinrichtung für die Flügel des Laufrades eines Axialventilators mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.

Moderne Axialventilatoren sind regelbare Arbeitsmaschinen, die mechanische Energie in Strömungsenergie umwandeln. Die Regelung der Axialventilatoren erfolgt über die Drehzahl oder die Ansstellwinkel der Flügel. Soll die Flügelstellung während des Betriebs verändert werden können, muss der Flügel auf einer gelagerten Welle, dem Holm befestigt sein. Die Veränderung der Flügelstellung geschieht meist hydraulisch. Zu dem Zweck wird eine hydraulische Verstellvorrichtung an das Laufrad des Axialventilators angebaut. Eine solche Verstellvorrichtung besteht im Wesentlichen aus einer hydraulischen Verstellzylinder-Anordnung, die mit der Ventilatordrehzahl rotiert und aus einem nicht rotierenden Ölübergangsstück, an das die Ölversorgungsleitungen angeschlossen sind.

Die Stellung der Flügel des Axialventilators entspricht einer bestimmten Stellung der Verstellzylinder-Anordnung. Diese Stellung wird über eine Stellungsanzeige, die mechanisch mit dem verschiebbaren Teil der Verstellzylinder-Anordnung verbunden ist, außerhalb des Ventilatorgehäuses angezeigt und kann auch mittels eines angekoppelten Winkelcodierers zu einer Warte weitergeleitet werden. Eine derartige mechanische Anordnung zur Stellungsanzeige ist verhältnismäßig ungenau. Wegen der mechanischen Verbindung ist außerdem ein Verschleiß in den Verbindungsteilen zu berücksichtigen.

Die vorliegende Erfindung befasst sich mit dem Problem, eine vorteilhafte Einrichtung zum Messen des Verstellhubes der hydraulischen Verstelleinrichtung von Axialventilatoren vorzusehen. Eine solche Einrichtung muss für den Messeinsatz an der Flügelverstelleinrichtung im Nabenraum des Axialventilators geeignet sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die gattungsgemäße Vorrichtung ein Wegmesseinrichtung vorzusehen, die mit relativ hoher Genauigkeit arbeitet, Absolutwerte liefert und frei von Verschleiß ist.

Die Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Lösung der Aufgabe liegt in der Anwendung einer magnetostriktiven Wegmesseinrichtung für den angegebenen Zweck. Magnetostriktive Wegmesseinrichungen sind an sich bekannt, z. B. aus der US 3 898 555 A. Die Einrichtungen zeichnen sich durch eine relativ hohe Genauigkeit, eine geringe Linearitätstoleranz und eine sehr hohe Messwiederholungsgenauigkeit aus. Die Wegmesseinrichtungen liefern eine Absolutwertmessung, so dass eine Referenzmarken-Anfahrt entbehrlich ist. Schließlich arbeitet das Messsystem berührungslos, so dass ein Verschleiß zwischen den relativ zueinander dreh- und verschiebbaren Teilen des Messsystems und der Verstelleinrichtung nicht auftritt. Die magnetostriktiven Wegmesseinrichtungen werden gemäß der Erfindung an der Flügelverstelleinrichtung im Nabenraum des Axialventilators eingebaut und sind in vorteilhafter Weise an die dort vorhandenen besonderen konstruktiven Gegebenheiten angepasst.

Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Längsschnitt durch ein Laufrad eines Axialventilators mit einer Verstelleinrichtung nach der Erfindung und

2 einen Längsschnitt durch ein Laufrad eines Axialventilators mit einer Verstelleinrichtung gemäß einer anderen Ausführungsform.

Ein Laufrad 1 eines Axialventilators ist auf seinem Umfang mit mehreren Flügeln 2 bestückt, von denen ein Flügel teilweise gezeigt ist. Die Flügel 2 sind zur Anpassung des Axialventilators an die verschiedenen Betriebspunkte um ihre Längsachse anstellbar. Dazu ist ein die Flügel 2 tragender Holm 3 in einem Tragring 4 des Laufrades 1 drehbar gelagert. An jedem Holm 3 ist ein abgekröpfter Verstellhebel 5 befestigt, der in einer am Umfang einer Verstellscheibe 22 angebrachten Nut geführt ist.

Gemäß 1 ist die Verstellscheibe 22 mit einer Kolbenstange 8 verbunden, auf der ein Kolben 7 befestigt ist. Der Kolben 7 befindet sich innerhalb eines Verstellzylinders 6. Die Kolbenstange 8 mit dem Kolben 7 und die Verstellscheibe 22 sind entlang der Achse des Axialventilators verschiebbar angeordnet und rotieren mit der gleichen Drehzahl wie das Laufrad 1 und der Verstellzylinder 6. Der Verstellzylinder 6 ist mit dem Laufrad 1 verbunden und steht relativ zur Kolbenstange 8 und zum Kolben 7 still.

Das dem Laufrad 1 abgewandte Ende der Kolbenstange 8 ist zur Verlängerung mit einer Welle 23 verschraubt, die innerhalb eines nicht rotierenden Ölübergangsstücks 13 umläuft. Durch die Kolbenstange 8 und die Welle 23 sind axiale Steuerkanäle 9, 10 geführt, die beiderseits des Kolbens 7 jeweils in einen der Kolbenräume 11, 12 münden. Das Ölübergangsstück 13 dient der Versorgung des Verstellzylinders 6 mit Drucköl und ist mit einem Leckölablauf 16 und mit zwei Versorgungsleitungen 14, 15 für die beiden Kolbenräume 11, 12 versehen. Die Versorgungsleitungen 14, 15 dienen dem jeweiligen Kolbenraum sowohl als Vorlauf als auch als Rücklauf, je nach dem, in welche Richtung der Kolben 7 auf der Kolbenstange 8 mit der Verstellscheibe 22 verstellt werden soll.

Zur Messung des Verstellhubes, den der Kolben 7 auf der Kolbenstange 8 zur Anstellung der Flügel 2 ausführt, ist eine magnetostriktive Wegmesseinrichtung 24 vorgesehen, wie diese beispielsweise aus der US 3 398 555 A bekannt ist.

Die magnetostriktive Wegmesseinrichtung 24 besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus verschiedenen Komponenten, und zwar aus einem stabförmigen Sensorgehäuse 25, das einen Wellenleiter 26 aus ferromagnetischem Material umgibt, aus einem mit dem Sensorgehäuse 25 verbundenen Sensorkopf 27, der die Elektronik zur Signalaufbereitung trägt, und aus einem permanenten, relativ zum Sensorgehäuse 25 beweglichen Magneten 28 als Positionsgeber. Das Sensorgehäuse 25 kann auch als Profil-Ausführung oder dergleichen ausgebildet sein.

Gemäß 1 ist der Sensorkopf 27 zusammen mit dem stabförmigen Sensorgehäuse 25 der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung 24 fest in einem Ringflansch 29 eingesetzt, der an dem Ölübergangsstück 13 befestigt ist. Dabei ist das Sensorgehäuse 25 in Richtung der Achse des Axialventilators und damit in Bewegungsrichtung der Kolbenstange 8 ausgerichtet. Anstelle einer Wegmesseinrichtung 24 – wie dargestellt – können auch mehrere Wegmesseinrichtungen in den Ringflansch 29 des Ölübergangsstückes 13 eingesetzt werden.

Der Magnet 28 der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung 24 ist als Ringmagnet mit einem internen Magnethand ausgebildet. Der Magnet 28 umgibt somit in einem vorbestimmten Bereich die Sensorgehäuse 25 aller montierten oder eingesetzten magnetostriktiven Wegmesseinrichtungen 24.

Die Wegmesseinrichtung 24 und das Ölübergangsstück 13 sind von einem Schutzrohr 30 umgeben, das mit dem Verstellzylinder 6 fest verbunden ist. An der Wandung des Schutzrohres 30 ist der ringförmige Magnet 28 befestigt. Das Schutzrohr 30 dient damit als Träger für den Magneten 28. Das Schutzrohr 30 mit dem Magneten 28 rotiert mit der Drehzahl des Axialventilators.

Der Ringflansch 29 sowie die am Ringflansch befestigten Sensorgehäuse 25 rotieren nicht.

Um die Flügel 2 des Axialventilators zu verstellen, wird die Kolbenstange 8 und damit auch das Ölübergangsstück 13 axial bewegt. Hierbei bleibt axial betrachtet der Magnet 28, der an dem mit dem Verstellzylinder 6 verbundenen Schutzrohr 30 befestigt ist, in seiner Position. Die aus Sensorgehäuse 25 und Sensorkopf 27 bestehende Wegmesseinrichtung 24 mit dem Ringflansch 29 auf dem Ölübergangsstück 13 bewegt sich und gibt somit den Verstellhub als Wegsignal aus.

Die in 2 dargestellte Ausführungsform einer Verstelleinrichtung für einen Axialventilator entspricht in der Funktionsweise der in 1 dargestellten Verstelleinrichtung. Im Unterschied zu 1 ist jedoch der Verstellzylinder 6' der Verstelleinrichtung gemäß 2 axial verschiebbar, und die Kolbenstange 8' ist axial nicht verschiebbar angeordnet.

Der Verstellzylinder 6' ist fest mit der axial verschiebbaren Verstellscheibe 22 verbunden. Die Kolbenstange 8' mit dem darauf befestigten Kolben 7 ist mittels eines Stützkonus 31 mit dem Laufrad 1 verbunden. Das dem Laufrad 1 abgewandte Ende der Kolbenstange 8' läuft als Welle 23 innerhalb des nicht rotierenden Ölübergangsstück 13 um.

Der Sensorkopf 27 zusammen mit dem stabförmigen Sensorgehäuse 25 der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung 24 ist bei der in 2 dargestellten Verstelleinrichtung fest in einem Halteflansch 32 eingesetzt. Der Halteflansch 32 ist an dem Ölübergangsstück 13 befestigt, das hier axial nicht verschiebbar ist. Dabei ist das Sensorgehäuse 25 in Richtung der Achse des Axialventilators und damit in Bewegungsrichtung des Verstellzylinders 6' ausgerichtet. Anstelle einer Wegmesseinrichtung 24 – wie dargestellt – können auch mehrere Wegmesseinrichtungen in den Halteflansch 32 des Ölübergangsstückes 13 eingesetzt werden.

Der Magnet 28 der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung 24 ist als Ringmagnet ausgebildet, der das Sensorgehäuse umgibt. Jede montierte oder eingesetzte magnetostriktive Wegmesseinrichtung 24 hat ihren eigenen Magneten 28.

Der Verstellzylinder 6' ist fest mit einer Rückführstange 33 verbunden und führt die gleiche axiale Bewegung wie der Verstellzylinder aus. Die Rückführstange 33 ist fest mit einer Halterung 34 verbunden, an welcher wiederum der Magnet 28 bzw. die Magneten 28 der evtl. mehreren Wegmesseinrichtungen befestigt sind.

Um die Flügel 2 des Axialventilators zu verstellen, wird der Verstellzylinder 6' und damit auch die Verstellscheibe 22 und die Rückführstange 33 axial bewegt. Hierbei wird auch der Magnet 28 axial in seiner Position bewegt. Die aus Sensorgehäuse 25 und Sensorkopf 27 bestehende Wegmesseinrichtung 24 und der Halteflansch 32 auf dem Ölübergangsstück 13 bewegen sich axial nicht. Die Wegmesseinrichtung 24 gibt somit den Verstellhub als Wegsignal aus.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Messung des Verstellhubes einer hydraulischen Verstelleinrichtung (6, 6', 7, 8, 8' 9, 10, 11, 12) für Flügel (2) eines Laufrades (1) eines Axialventilators, wobei die Verstelleinrichtung im wesentlichen aus einem Verstellzylinder (6, 6') und einer Kolbenstange (8, 8'} mit Kolben (7) besteht, von denen ein Teil axial verschiebbar und ein Teil nicht axial verschiebbar ist, wobei der axial verschiebbare Teil mit einer Verstellscheibe (22) verbunden ist, an der über verdrehbare Verstellhebel (5) jeweils Holme (3) der Flügel (2) befestigt sind und wobei eine aus dem Verstellzylinder (6, 6') herausragende Verlängerung der Kolbenstange (8, 8') von einem einer Ölversorgung (14, 15) des Verstellzylinders (6, 6') dienenden Ölübergangsstück (13) umschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung mit einer aus Sensorgehäuse (25) mit Wellenleiter (26), Sensorkopf (27) und ringförmigem Magnet (28) bestehenden magnetostriktiven Wegmesseinrichtung (24) gekoppelt ist, dass das Sensorgehäuse (25) und der Sensorkopf (27) der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung (24) mit dem Ölübergangsstück (13) verbunden sind und dass der Magnet (28) an den relativ zum Ölübergangsstück (13) axial verschiebbaren Teil der Verstelleinrichtung angeschlossen ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetostriktive Wegmesseinrichtung (24) von einem Schutzrohr (30) umgeben ist, dass der Magnet (28) der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung (24) an dem Schutzrohr (30) befestigt ist, das mit dem axial nicht verschiebbaren Verstellzylinder (6) verbunden ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das die Verlängerung der axial verschiebbaren Kolbenstange (8) umschließende Ölübergangsstück (13) mit einem Ringflansch (29) versehen ist und dass in dem Ringflansch (29) das Sensorgehäuse (25) und der Sensorkopf (27) einer oder mehrerer magnetostriktiver Wegmesseinrichtungen (24) befestigt sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (28) der magnetostriktiven Wegmesseinrichtung (24) indirekt mit der axial verschiebbaren Verstellscheibe (22) verbunden ist. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Kolbenstange (8') eine Rückführstange (33) hindurchgeführt ist, dass das eine Ende der Rückführstange (31) mit der Verstellscheibe (22) verbunden ist und dass an dem anderen Ende der Rückführstange (33) über eine Halterung (34) der Magnet (28) befestigt ist. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ölübergangsstück (13) mit einem Halteflansch (29) versehen ist und dass in dem Halteflansch (29) das Sensorgehäuse (25) und der Sensorkopf (27) einer oder mehrerer magnetostriktiver Wegmesseinrichtungen (24) befestigt sind.






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