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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein spanabhebendes Werkzeug, insbesondere ein Fräswerkzeug in Form eines Schaftfräsers.

Ein Schaftfräser weist in der Regel einen langgestreckten zylindrischen Schaft als Grundteil und ein sich an das Grundteil anschließendes Kopfteil mit einer Umfangsseite und einer Stirnseite auf. Grund- und Kopfteil sind in der Regel einstückig ausgebildet und weisen eine gemeinsame Mittelachse auf. Das Kopfteil umfasst zumeist mehrere Schneiden, von denen jede eine Schnittkante an der Umfangsseite als auch eine Schnittkante an der Stirnseite aufweisen kann.

Je nach Einsatzbereich eines Schaftfräsers, insbesondere im Hinblick auf das Zerspanvolumen pro Zeiteinheit, welches mit einem solchen Schaftfräser erzielt werden soll, ist dieser unterschiedlich ausgebildet. Schaftfräser mit hohem Zerspanvolumen pro Zeiteinheit sind beispielsweise in der Luftfahrtindustrie bei der Herstellung von Teilen von Luftfahrzeugen erforderlich, da aus Sicherheitsgründen Bauteile für Luftfahrzeuge aus einem massiven Materialblock einstückig gefräst werden müssen. Um die Zeit für die Herstellung derartiger Bauteile in Grenzen zu halten, sind für in diesem Bereich eingesetzte Schaftfräser Zerspanvolumen von 4 l/min. und mehr gefordert. Diese Schaftfräser sind dabei starken Belastungen ausgesetzt, weshalb insbesondere die Hersteller derartiger Schaftfräser stets bemüht sind, die Schnitteigenschaften der Schaftfräser zu verbessern.

Eine Möglichkeit, die auf ein Werkzeug wirkenden Belastungen beim Zerspanen zu reduzieren, besteht beispielsweise darin, das Spanflussverhalten von Werkzeugflächen zu beeinflussen.

Aus der DE 197 24 319 C1 ist beispielsweise ein Verfahren bekannt, bei dem im Bereich von Schneidkanten bei spanerzeugenden Werkzeugen mit geometrisch bestimmter Schneide mit Hilfe einer Laserbestrahlung die Spanflächen im geringen Abstand zur Schneidkante mit einem die Oberflächenstruktur verändernden Muster versehen werden. Mit dieser Maßnahme kann die Fließgeschwindigkeit sowie die Richtung der abfließenden Späne beeinflusst werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein spanabhebendes Werkzeug der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass mit dem Werkzeug ein möglichst hohes Zerspanvolumen pro Zeiteinheit erreichbar ist.

Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch ein spanabhebendes Werkzeug, insbesondere ein Fräswerkzeug, mit

  • a) einem Grundteil und
  • b) einem sich an das Grundteil anschließenden Kopfteil mit einer Umfangsseite und einer Stirnseite,
  • e) welches Grundteil und Kopfteil eine gemeinsame Mittelachse aufweisen,
  • d) welches Kopfteil wenigstens eine Schneide mit einer Schnittkante an der Umfangsseite aufweist,
  • e) wobei die Schneide eine an die Schnittkante der Umfangsseite angrenzende Spanleitfläche aufweist,
  • f) die Spanleitfläche zwei Spanleitteilflächen umfasst,
  • g) wobei die erste Spanleitteilfläche unter einem ersten Spanwinkel und die zweite Spanleitteilfläche unter einem zweiten Spanwinkel angeordnet ist,
  • h) der zweite Spanwinkel in Bezug auf den ersten Spanwinkel größer ist und
  • i) wobei die erste Spanleitteilfläche eine Wölbung aufweist.

Erfindungsgemäß ist es bei dem spanabhebenden Werkzeug also vorgesehen, die Spanleitfläche in zwei Spanleitteilflächen mit unterschiedlichen Spanwinkeln zu unterteilen. Dadurch, dass der zweite Spanwinkel der zweiten Spanleitteilfläche im Vergleich zu dem ersten Spanwinkel der ersten Spanleitteilfläche größer gewählt ist, erreicht man, dass beim Zerspanvorgang zuerst nur die erste Spanleitteilfläche mit Spänen in Berührung kommt. Insbesondere wenn die erste Spanleitteilfläche dabei eine Wölbung aufweist, dient die erste Spanleitteilfläche quasi als eine Art „Sprungschanze" für die Späne, so dass die Späne erst nach einer Flugphase im Spanraum auf die zweite Spanleitteilfläche gelangen. Dadurch verringert sich der Schnittdruck, da eine geringere Umformenergie für die Späne erforderlich ist. In Folge des verringerten Schnittdrucks, kann man mit dem spanabhebenden Werkzeug ein höheres Zerspanvolumen pro Zeiteinheit erreichen, wodurch der Einsatz eines solchen spanabhebenden Werkzeuges wirtschaftlicher wird.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung weist die Schneide nicht nur eine Schnittkante an der Umfangsseite, sondern auch eine Schnittkante an der Stirnseite des Kopfteils auf, wobei die Schnittkante der Umfangsseite der Schneide in die Schnittkante der Stirnseite der Schneide übergeht. Auf diese Weise kann mit dem spanabhebenden Werkzeug nicht nur umfangsseitig, sondern auch stirnseitig zerspant werden.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung grenzt die Schnittkante der Stirnseite dabei an die zweite Spanleitteilfläche an. Demnach ist die erste Spanleitteilfläche im Wesentlichen nur der Schnittkante der Umfangsseite zugeordnet, während der Schnittkante der Stirnseite nur eine Spanleitfläche, nämlich die zweite Spanleitteilfläche zugeordnet ist.

Varianten der Erfindung sehen vor, dass der erste Spanwinkel zwischen 5° und 20°, vorzugsweise 17° beträgt und der zweite Spanwinkel zwischen 10° und 30°, vorzugsweise 24° beträgt.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung weist die erste Spanleitteilfläche die in Folge ihrer Wirkung als „Sprungschanze" als Spanleitstufe bezeichnet wird, radial in Richtung auf die Mittelachse gesehen eine Breite zwischen 0,2 und 1,5 mm auf. Auch die zweite Spanleitteilfläche kann zur besseren Führung der Späne gewölbt sein.

Weitere Varianten der Erfindung sehen vor, dass die Schneide auf der Umfangsseite drei Freiflächen umfasst, von denen jede einen Freiwinkel zu einer Schnittebene der Umfangsseite aufweist. Der erste Freiwinkel der ersten Freifläche beträgt zwischen 0,8° und 1,2°, vorzugsweise 1°, der zweiten Freiwinkel der zweiten Freifläche beträgt zwischen 10° und 18°, vorzugsweise 12° und der dritte Freiwinkel der dritten Freifläche beträgt zwischen 20° und 25°, vorzugsweise 23°. Durch diese Ausgestaltung mit drei Freiflächen auf der Umfangsseite ergibt sich insgesamt beim Zerspanvorgang eine geringere Reibung zwischen dem spanabhebenden Werkzeug und dem Werkstück mit dämpfender Wirkung, so dass der Lauf des spanabhebenden Werkzeuges, welches vorzugsweise um die Mittelachse gedreht wird, ruhiger ist und somit die beim Zerspanen erzeugten Oberflächen von besserer Qualität sind.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die Breite der ersten Freifläche auf der Umfangsseite in Umfangsrichtung abhängig von dem Gesamtdurchmesser des wenigstens teilweise, im Wesentlichen zylinderförmig ausgeführten Werkzeugs, wobei die Breite der ersten Freifläche mit zunehmendem Durchmesser des Werkzeugs ebenfalls zunimmt. Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Werkzeugs weist dieses einen Durchmesser zwischen 6 mm und 30 min auf, wobei die Breite der Freifläche dabei zwischen 0,03 mm und 0,16 mm variieren kann. Verschiedenen Durchmessern des Werkzeugs sind dabei jeweils Parameterbereiche für die wählbare Breite der ersten Freifläche tabellarisch zugeordnet.

Die drei Freiflächen der Schneide auf der Umfangsseite sind im Übrigen im Wesentlichen eben ausgeführt, können jedoch auch leicht konkav gekrümmt sein.

Eine weitere Ausgestaltung des spanabhebenden Werkzeugs sieht vor, dass die Schneide auf der Stirnseite zwei Stirnfreiflächen aufweist, von denen jede einen Stirnfreiwinkel mit einer Schnittebene der Stirnseite einschließt. Der erste Stirnfreiwinkel der ersten Stirnfreifläche beträgt zwischen 7° und 15°, vorzugsweise 12° und der zweite Stirnfreiwinkel der zweiten Stirnfreifläche beträgt zwischen 15° und 30°, vorzugsweise 23°.

Die Schnittkante der Umfangsseite der Schneide des spanabhebenden Werkzeugs geht im Übrigen in einem Radius in die Schnittkante der Stirnseite der Schneide über. Der Radius beträgt dabei vorzugsweise 4 mm. Der Radius wird jedoch in der Regel an den Gesamtdurchmesser des Werkzeugs angepasst.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung geht nicht nur die Schnittkante der Umfangsseite der Schneide in dem Radius in die Schnittkante der Stirnseite über, sondern auch die Freiflächen der Umfangsseite gehen in die Freiflächen der Stirnseite über. Während die zweite Freifläche der Umfangsseite in die erste Stirnfreifläche und die dritte Freifläche der Umfangsseite in die zweite Stirnfreifläche übergeht, läuft die erste Freifläche der Umfangsseite der Schneide in dem Radius, vorzugsweise nach im Wesentlichen zwei Dritteln des Radius aus.

Gemäß einer Variante der Erfindung weist das spanabhebende Werkzeug mehrere im Wesentlichen gleich ausgebildete Schneiden, vorzugsweise jedoch vier, fünf oder sechs Schneiden auf, welche um die Mittelachse angeordnet sind. Die Schnittkanten auf der Umfangsseite der Schneiden liegen dabei im Wesentlichen auf einer Mantelfläche eines Zylinders.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Schneiden in Bezug auf die Mittelachse unter wenigstens zwei verschiedenen Teilungswinkeln relativ zueinander angeordnet. Die Schneiden sind demnach nicht gleichförmig um die Mittelachse angeordnet. Die Teilungswinkel zwischen aufeinander folgenden Schneiden betragen zwischen 60° und 120°. Ausführungsformen des spanabhebenden Werkzeuges sehen vor, dass dieses vier Schneiden aufweist, wobei der Teilungswinkel zwischen der ersten und zweiten Schneide und der dritten und vierten Schneide jeweils 80° und der Teilungswinkel zwischen der zweiten und dritten Schneide und der vierten und ersten Schneide jeweils 100° beträgt. Der Teilungswinkel zwischen der ersten und zweiten Schneide und der dritten und vierten Schneide kann jedoch auch jeweils 60° und der Teilungswinkel zwischen der zweiten und dritten Schneide und der vierten und ersten Schneide jeweils 120° betragen.

Die Schnittkante der Umfangsseite einer Schneide verläuft nach einer Ausführungsform der Erfindung schraubenlinienförmig, wobei der Drallwinkel einer Schneide zwischen 20° und 50°, vorzugsweise 30° beträgt. Der Drall muss jedoch nicht notwendigerweise konstant sein, sondern kann sich axial in Richtung der Mittelachse M auf die Stirnseite zu erhöhen. Der Drallwinkel kann sich also im Bezug auf die Mittelachse auf die Stirnseite zu verkleinern.

Einer jeden Schneide des spanabhebenden Werkzeugs ist ein Spanraum zum Abführen von Spänen zugeordnet, wobei sich nach einer Ausführungsform der Erfindung das Volumen des Spanraums axial in Richtung der Mittelachse auf das Grundteil zu verkleinert. Nach einer Variante der Erfindung ist der Spanraum im Wesentlichen konisch ausgebildet, wobei der Konus im Bezug auf die Mittelachse einen Winkel zwischen größer 0° und 10°, vorzugsweise zwischen 5° und 6° aufweist. Verläuft die Schnittkante der Umfangsseite einer Schneide schraubenlinienförmig, so verläuft auch der konisch ausgebildete Spanraum entsprechend schraubenlinienförmig, wobei sich, wie bereits erwähnt, in Folge der konischen Ausgestaltung des Spanraums, das Volumen des Spanraums axial in Richtung der Mittelachse auf das Grundteil zu verkleinert.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung liegen jeweils zwei jeweils eine Schnittkante einer Schneide aufweisende Schnittbereiche auf der Stirnseite auf einer Geraden, wobei zwei auf einer ersten Gerade liegende Schnittbereiche ineinander übergehen und zwei auf einer die erste Gerade schneidenden zweiten Gerade liegende Schnittbereiche im Bereich der Mittelachse jeweils eine radial nach außen in Richtung der ersten Gerade verlaufende Ausnehmung aufweisen, die jeweils in einen Spanraum übergeht. Eine derartige Ausnehmung weist zwei im Wesentlichen V-förmige Teilbereiche auf. Bei einem Werkzeug mit vier Schneiden sind demnach zwei derartige Ausnehmungen mit jeweils zwei im Wesentlichen V-förmigen Teilbereichen vorhanden.

Nach einer Variante der Erfindung weist das Werkzeug wenigstens einen Kanal für die Zuführung von Kühlmittel zu den Schneiden auf, wobei der Kanal seine Mündung im Bereich einer Ausnehmung und einer zweiten Stirnfreifläche einer Schneide hat, deren Schnittbereich auf der Stirnseite nicht in einen anderen Schnittbereich übergeht. Vorzugsweise weist das Werkzeug mit vier Schneiden zwei Kanäle auf, deren Mündungen sich 180° gegenüber liegen. Diese Anordnung der Mündungen der Kühlkanäle erlaubt es, über die Ausnehmungen die Schneiden gut mit Kühlmittel zu beaufschlagen. Zudem wird eine gute Abfuhr von anfallenden Spänen bewirkt.

Nach einer Variante der Erfindung handelt es sich bei dem spanabhebenden Werkzeug bevorzugt um einen Torusfräser.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beigefügten schematischen Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:

1 in einer perspektivischen Darstellung einen Schaftfräser,

2 einen Querschnitt durch den Schaftfräser aus 1,

3 in vergrößerter Darstellung eine Schneide gemäß der Danstellung nach 2,

4 eine perspektivische Ansicht des Kopfteils des Schaftfräsers auf 1 und

5 eine Draufsicht auf die Stirnseite des Schaftfräsers aus 1

In 1 ist ein spanabhebendes Werkzeug in Form eines Schaftsfräsers, im vorliegenden Fall in Form eines Torusfräser 1 dargestellt. Der Torusfräser 1 umfasst ein Grundteil 2, welches den Schaft des Torusfräsers 1 darstellt. An den Schaft 2 schließt sich ein Kopfteil 3 des Torusfräsers 1 an, welches Kopfteil 3 die Schneiden des Torusfräsers aufweist.

Der Torusfräser 1 ist vorliegend wenigstens teilweise im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet und weist eine Mittelachse M auf, um die der Torusfräser 1 drehbar ist. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispieles weist der Torusfräser 1 vier Schneiden 4 bis 7 auf, welche um die Mittelachse M angeordnet sind. Jede der Schneiden 4 bis 7 umfasst einen Schnittbereich 8 auf der Stirnseite und einen Schnittbereich 9 auf der Umfangsseite. Jede der Schneiden 4 bis 7 weist in ihrem Schnittbereich 8 auf der Stirnseite eine Schnittkante 10 und in ihrem Schnittbereich 9 auf der Umfangsseite eine Schnittkante 11 auf. Die Schnittbereiche 9 auf der Umfangsseite, insbesondere die Schnittkanten 11 der Umfangsseite der Schneiden 4 bis 7 verlaufen im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispieles schraubenlinienförmig, wobei sich die Schnittkanten 11 im Wesentlichen auf der Mantelfläche des zylinderförmigen Torusfräsers 1 befinden. Der Drallwinkel &egr; einer jeden Schneide 4 bis 7, welcher in Bezug auf die Mittelachse M angegeben wird, was in 1 veranschaulicht ist, beträgt im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispieles 30°. Der Drallwinkel kann jedoch je nach Dimensionierung des Torusfräsers zwischen 20° und 50° liegen. Vorzugsweise ändert sich der Drall einer Schneide 4 bis 7, wie im Fall des vorliegenden Ausführungsbeispieles, nicht. Der Drall kann jedoch auch axial in Richtung der Mittelachse M auf die Stirnseite des Torusfräsers 1 zu erhöht werden.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels sind die um die Mittelachse M angeordneten Schneiden 4 bis 7 nicht gleichförmig, d. h. jeweils mit gleichem Abstandswinkel in Bezug auf die Mittelachse M um die Mittelachse M angeordnet.

Wie insbesondere der 2 entnommen werden kann, die in vereinfachter Weise einen Querschnitt durch das Kopfteil 3 des Torusfräsers 1 im Bereich der Schneiden 4 bis 7 zeigt, variiert der Winkel zwischen den Schneiden 4 bis 7, wobei jeweils auf die Lage der Schnittkante, im Falle der 2 auf die Lage der Schnittkante 11 der Umfangsseite einer Schneide 4 bis 7 Bezug genommen wird. Während der so genannte Teilungswinkel zwischen der Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 4 und der Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 5 sowie der Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 6 und der Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 7 jeweils &phgr;1 beträgt, schließen die Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 5 und die Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 6 sowie die Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 7 und Schnittkante 11 der Umfangsseite der Schneide 4 jeweils einen Teilungswinkel &phgr;2 ein. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels betragen der Teilungswinkel &phgr;1 80° und der Teilungswinkel &phgr;2 100 °. Die Teilungswinkel &phgr;1 und &phgr;2 können aber auch andere Werte einnehmen. Beispielsweise kann der Teilungswinkel &phgr;1 60° und der Teilungswinkel &phgr;2 120° betragen. Erwähnenswert ist, dass die Winkle &phgr;1 und &phgr;2 verhältnismäßig weit auseinandexliegen. Vorzugsweise beträgt der Teilungswinkel zwischen zwei aufeinander folgenden Schneiden zwischen 60° und 120°. Die Angabe der Teilungswinkel gilt im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels im Übrigen auch für die entsprechenden zu den Schnittkanten 11 der Umfangsseite gehörigen Schnittkanten 10 der Stirnseite der jeweiligen Schneide, was der 5 zu entnehmen ist.

Anhand von 3, welche in einer vergrößerten Darstellung eine Schneide aus 2 zeigt, sollen insbesondere die geometrischen Verhältnisse einer Schneide in Umfangsrichtung erläutert werden. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist in 3 exemplarisch für alle Schneiden des Torusfräsers 1 die Schneide 4 auf ihrer Umfangsseite vergrößert dargestellt. Im Schnittbereich 9 auf der Umfangsseite weist die Schneide 4 die Schnittkante 11 der Umfangsseite auf. Der Schnittkante 11 unmittelbar benachbart ist eine erste Freifläche 12, die unter einem ersten Freiwinkel zu der mit S bezeichneten Schnittebene angeordnet ist. Bei der Schnittebene S handelt es sich um die Tangentialebene an die Schnittkante 11 in Schnittrichtung. Der erste Feiwinkel &agr;1 der ersten Freifläche 12 beträgt zwischen 0,8° und 1,2°, vorzugsweise 1°. An die erste Freifläche 12 schließt sich eine zweite Freifläche 13 an, welche unter einem zweiten, gegen die Schnittebene S gemessenen Freiwinkel &agr;2 angeordnet ist. Der zweite Freiwinkel &agr;2 der zweiten Freifläche 13 beträgt zwischen 10° und 18°, vorzugsweise 12°. An die zweite Freifläche 13 schließt sich schließlich eine dritte Freifläche 14 an, die unter einem dritten Freiwinkel &agr;3 steht, der ebenfalls gegen die Schnittebene S gemessen wird. Der dritte Freiwinkel &agr;3 der dritten Freifläche 14 beträgt zwischen 20° und 25°, vorzugsweise 23°. Die Breite B in Umfangsrichtung der ersten Freifläche 12, welche auch als Stützphase bezeichnet wird, steht in Abhängigkeit vom Durchmesser D des zylinderförmigen Torusfräsers 1. Mit zunehmenden Durchmesser D des Torusfräsers 1 nimmt auch die Breite B der ersten Freifläche 12 zu. Vorzugsweise wird der Torusfräser mit Durchmessern D zwischen 6 mm und 30 mm ausgeführt, wobei die Breite B in Umfangsrichtung der ersten Freifläche 12 in diesem Fall zwischen 0,03 mm und 0,16 mm variieren kann. Die drei Freiflächen 12 bis 14 sind im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels als ebene Freiflächen dargestellt. Die drei Freiflächen müssen jedoch nicht notwendigerweise eben sein, sondern können auch leicht gekrümmt, insbesondere können die drei Freiflächen leicht konkav gekrümmt ausgeführt sein.

In 4, welche eine perspektivische Ansicht der Schneiden 4 bis 7 des Kopfteils 3 des Torusfräsers 1 zeigt, sind die drei Freiflächen 12 bis 14 der Schneide 4 exemplarisch für alle Schneiden 4 bis 7 nochmals dargestellt.

Wie der 3 weiterhin entnommen werden kann, weist der Schnittbereich 9 in Umfangsrichtung der Schneide 4 eine Spanleitfläche 15 auf, welche zwei Spanleitteilflächen 16 und 17 umfasst. Die erste Spanleitteilfläche 16 ist in Bezug auf eine durch die Schnittkante 11 verlaufende Normalenebene N zu der Schnittebene S unter einem ersten Spanwinkel &ggr;1 und die zweite Spanleitfläche 17 unter einem zweiten Spanwinkel &ggr;2 in Bezug auf die Normalenebene N angeordnet. Der erste Spanwinkel &ggr;1, der in Bezug auf den der Schnittkante 11 benachbarten Anfangsverlauf der ersten Spanleitteilfläche 16 angegeben wird, beträgt zwischen 5° und 20°, vorzugsweise 17°. Der zweite Spanwinkel &ggr;2, der in Bezug auf den der ersten Spanleitteilfläche 16 benachbarten Anfangsverlauf der zweiten Spanleitteilfläche 17 angegeben wird, beträgt zwischen 10° und 30°, vorzugsweise 24°. Je nach Ausführungsform des Torusfräsers 1 wird der zweite Spanwinkel &ggr;2 immer größer gewählt als der erste Spanwinkel &ggr;1, da sich, wie der 3 entnehmen lässt, dadurch eine Art „Sprungschanze" für an der Spanleitteilfläche 16 entlanggleitende, beim Zerspanprozess entstehende Späne ergibt. Die erste Spanleitteilfläche 16 weist zur Verstärkung dieses Effektes eine Wölbung 18 auf. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels weist im Übrigen auch die Spanleitteilfläche 17 eine Wölbung 19 auf. Durch die Ausführung insbesondere der Spanleitteilfläche 16, welche auch als Spanleitstufe bezeichnet wird, treten beim Zerspanprozess entstehende Späne in der Regel zunächst nur mit der ersten Spanleitteilfläche 16 in Berührung und werden insbesondere bedingt durch die Wölbung 18 und die Winkelwahl von &ggr;1 und &ggr;2 von der zweiten Spanleitteilfläche 17 zunächst ferngehalten. Dies schließt jedoch nicht aus, dass nachfolgend dennoch Späne, aber bereits nach ihrer Umformung mit der zweiten Spanleitteilfläche 17 in Berührung kommen. Vorteilhaft an dieser Ausführung ist, dass der Schnittdruck beim Zerspanvorgang vermindert wird, da weniger Energie für die Umformung der Späne benötigt wird.

Die Spanleitteilfläche 16 weist im Ubrigen radial in Richtung auf die Mittelachse M eine Breite C zwischen 0,2 und 1,5 mm auf.

Wie insbesondere den 1 und 4 entnommen werden kann, geht jeder Schnittbereich 9 einer Umfangsseite einer der Schneiden 4 bis 7 jeweils in den Schnittbereich 8 der Stirnseite der Schneide 4 bis 7 über. Insbesondere geht die Schnittkante 11 der Umfangsseite einer Schneide 4 bis 7 in die Schnittkante 10 der Stirnseite der Schneide 4 bis 7 über. Wie anhand von 4, mit Bezugszeichen veranschaulicht, weist jede der Schneiden 4 bis 7 in ihrem Schnittbereich 8 auf der Stirnseite neben der Schnittkante 10 eine erste Stirnfreifläche 20 und eine zweite Stirnfreifläche 21 auf. Die erste Stirnfreifläche 20 schließt sich jeweils an die Schnittkante 10 der Stirnseite an und weist in Bezug auf eine stirnseitige, nicht explizit dargestellte Schnittebene einen ersten Stirnfreiwinkel &bgr;1 zwischen 7° und 15°, vorzugsweise 12° ein.

Die zweite, sich an die erste Stirnfreifläche 20 anschließende Stirnfreifläche 21 schließt mit der nicht explizit dargestellten stirnseitigen Schnittebene einen zweiten Stirnfreiwinkel &bgr;2 zwischen 15° und 30°, vorzugsweise 23° ein.

Wie bereits erwähnt, geht der Schnittbereich 9 der Umfangsseite in einen Schnittbereich 8 der Stirnseite, insbesondere in einem Radius R über. Speziell trifft dies auf die Schnittkante 11 der Umfangsseite und die Schnittkante 10 der Stirnseite zu. Der Radius R beträgt in der Regel 4 mm. Wie insbesondere 4 entnommen werden kann, läuft die erste Freifläche 12 auf der Umfangsseite einer jeden Schneide 4 bis 7 in dem Radius R, vorzugsweise nach im Wesentlichen zwei Dritteln des Radius R aus. Demnach geht die zweite Freifläche 13 der Umfangsseite im Wesentlichen in die erste Stirnfreifläche 20 der Stirnseite einer Schneide 4 bis 7 über. In entsprechender Weise geht die dritte Freifläche 14 der Umfangsseite in die zweite Stirnfreifläche 21 der Stirnseite über.

Wie ebenfalls der 4 anhand der Schneide 7, exemplarisch für alle Schneiden 4 bis 7, entnommen werden kann, ist die erste Spanleitteilfläche 16 jeweils nur auf der Umfangsseite und nicht auf der Stirnseite einer jeden der Schneiden 4 bis 7 vorhanden. Die Schnittkante 10 auf der Stirnseite einer jeden Schneide 4 bis 7 grenzt nur unmittelbar an die zweite Spanleitteilfläche 17 an.

Jede der Schneiden 4 bis 7 weist darüber hinaus einen Spanraum 22 zur Abfuhr der beim Zerspanen erzeugten Späne auf. Das Volumen eines jeden Spanraumes 22 verkleinert sich dabei axial in Richtung der Mittelachse M auf den Schaft 2 zu. Vorzugsweise ist jeder Spanraum 22 jeder der Schneiden 4bis 7 im Wesentlichen konisch ausgebildet, wobei der Konus in Bezug auf die Mittelachse M einen Winkel &dgr; zwischen größer 0° und 10°, vorzugsweise zwischen 5° und 6° aufweist, wodurch die Verkleinerung des Volumens des Spanraums 22 erreicht wird. Durch die Verkleinerung des Spanraums 22 wird der Aufbau des Torusfräsers 1 im Kopfbereich 3 speziell im Bereich seiner Schneiden 4 bis 7 in Richtung der Mittelachse M auf den Schaft 2 zu stabiler, so dass axiale Verbiegungen bei der Zerspanung reduziert werden können.

In 5 ist in einer Draufsicht auf den Torusfräser 1 die stirnseitige Ausgestaltung des Torusfräsers 1 gezeigt. So ist aus 5 zu erkennen, dass jeweils zwei jeweils eine stirnseitige Schnittkante 10 einer Schneide aufweisende Schnittbereiche 8 auf der Stirnseite auf einer Geraden G1 bzw. G2 liegen. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels liegen die Schnittbereiche 8 der Stirnseite der Schneiden 4 und 6 auf der Geraden G1 und gehen ineinander über. Die Schnittbereiche 8 der Schneiden 5 und 7 liegen auf der Geraden G2, welche die Gerade G1 schneidet, wobei der Schnittbereich 8 auf der Stirnseite der Schneide 5 nicht in den Schnittbereich 8 auf der Stirnseite der Schneide 7 übergeht. Vielmehr weisen die Schnittbereiche 8 der Schneiden 5 und 7 in Richtung der Geraden G1 verlaufende gleichförmige Ausnehmungen auf, wobei jede Ausnehmung zwei im Wesentlichen V-föxmige Teilbereiche 30 und 31 umfasst. Die Teilbereiche 30, 31 der Ausnehmung gehen dabei jeweils in einen Spanraum 22 über. Vom Teilbereich 30 zweigt jeweils in Richtung der Geraden G2 bei den Schneiden 4 und 6 ein ebenfalls V-förmiger Bereich 32 ab, welche ebenfalls jeweils in einen Spanraum 22 münden.

Wie aus Gründen der Übersichtlichkeit nur der 5 entnommen werden kann, weist der Torusfräser 1 zwei Kanäle 40 und 41 für die Zuführung von Kühlmittel zu den Schneiden 4 bis 7 auf, wobei der Kanal 40 seine Mündung im Bereich des Teilbereichs 31 und der zweiten Stirnfreifläche 21 der Schneide 5 und der Kanal 41 seine Mündung im Teilbereich 31 der Ausnehmung der Schneide 7 und der zweiten Stirnfreifläche 21 der Schneide 7 hat. Durch die Ausnehmungen 30 bis 32 kann das Kühlmittel zur Kühlung der Schneiden 4 bis 7 beim Zerspanprozess jeweils zu den Schneiden 4 bis 7 gelangen und zudem für einen Abtransport der beim Zerspanvorgang anfallenden Späne sorgen. Die Mündungen der Kanäle 40 und 41 liegen im Übrigen 180 ° gegenüber. Die Führung der Kanäle 40, 41 durch den Torusfräser 1 ist nicht explizit gezeigt, erfolgt aber speziell im Kopfbereich 3 in Anpassung an die schraubenlinienförmige Führung der Schneiden 4 bis 7 vorzugsweise entsprechend schraubenlinienförmig.

Die Erfindung wurde vorstehend am Beispiel eines Torusfräsers beschrieben. Die Erfindung ist jedoch nicht auf einen Torusfräser oder ein anderes Fräswerkzeug beschränkt. Vielmehr können auch andere spanabhebende Werkzeuge erfindungsgemäß ausgebildet sein.

Die genannten Dimensions- und Winkelangaben sind im Übrigen nur exemplarisch zu verstehen, d.h., dass andere Dimensionierungen und Winkel sowie nicht explizit angegebene Toleranzen ohne Abkehr von der Erfindung möglich sind.

Das spanabhebende Werkzeug ist vorliegend mit vier Schneiden beschrieben, was jedoch nicht zwingend erforderlich ist. So kann das Werkzeug auch mit fünf, sechs oder mehr Schneiden ausgeführt werden. Die Schneiden müssen dabei nicht notwendigerweise auch stirnseitig Schnittkanten aufweisen.

Vielmehr können nur an der Umfangsseite Schnittkanten vorgesehen sein.

1
Torusfräser
2
Schaft
3
Kopfteil
4 bis 7
Schneiden
8
stirnseitiger Schnittbereich
9
umfangsseitiger Schnittbereich
10
Schnittkante der Stirnseite
11
Schnittkante der Umfangsseite
12
erste Freifläche (Stützphase)
13
zweite Freifläche
14
dritte Freifläche
15
Spanleitfläche
16
erste Spanleitteilfläche (Spanleitstufe)
17
zweite Spanleitteilfläche
18
Wölbung
19
Wölbung
20
erste Stirnfreifläche
21
zweite Stirnfreifläche
22
Spanraum
30
Teilbereich der Ausnehmung
31
Teilbereich der Ausnehmung
32
Ausnehmung
40, 41
Kühlmittelkanal
M
Mittelachse
&egr;
Drallwinkel
D
Werkzeugdurchmesser
&agr;1
erster Freiwinkel
&agr;2
zweiter Freiwinkel
&agr;3
dritter Freiwinkel
&bgr;1
erster Stirnfreiwinkel
&bgr;2
zweiter Stirnfreiwinkel
&ggr;1
erster Spanwinkel
&ggr;2
zweiter Spanwinkel
&phgr;1
erster Teilungswinkel
&phgr;2
zweiter Teilungswinkel
&dgr;
Konuswinkel
S
Schnittebene
N
Normalenebene
B
Breite der ersten Freifläche
C
Breite der ersten Spanleitteilfläche
R
Radius
G1
erste Gerade
G2
zweite Gerade


Anspruch[de]
Spanabhebendes Werkzeug (1), insbesondere Fräswerkzeug, mit

a) einem Grundteil (2) und

b) einem sich an das Grundteil (2) anschließenden Kopfteil (3) mit einer Umfangsseite und einer Stirnseite,

c) welches Grundteil (2) und Kopfteil (3) eine gemeinsame Mittelachse (M) aufweisen,

d) welches Kopfteil (3) wenigstens eine Schneide (4 bis 7) mit einer Schnittkante (11) an der Umfangsseite aufweist,

e) wobei die Schneide (4 bis 7) eine an die Schnittkante (11) der Umfangsseite angrenzende Spanleitfläche (15) aufweist,

f) die Spanleitfläche (15) zwei Spanleitteilflächen (16, 17) umfasst,

g) wobei die erste Spanleitteilfläche (16) unter einem ersten Spanwinkel (&ggr;1) und die zweite Spanleitteilfläche (17) unter einem zweiten Spanwinkel (&ggr;2) angeordnet ist,

h) der zweite Spanwinkel (&ggr;2) in Bezug auf den ersten Spanwinkel (&ggr;1) größer ist und

i) wobei die erste Spanleitteilfläche (16) eine Wölbung (18) aufweist.
Werkzeug nach Anspruch 1, bei dem die Schneide (4 bis 7) eine Schnittkante (10) an der Stirnseite aufweist, wobei die Schnittkante (11) der Umfangsseite der Schneide (4 bis 7) in die Schnittkante (10) der Stirnseite der Schneide (4 bis 7) übergeht. Werkzeug nach Anspruch 2, bei dem die Schnittkante (10) der Stirnseite an die zweite Spanleitteilfläche (17) angrenzt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der erste Spanwinkel (&ggr;1) zwischen 5° und 20°, vorzugsweise 17° beträgt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem der zweite Spanwinkel (&ggr;2) zwischen 10° und 30°, vorzugsweise 24° beträgt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die erste Spanleitteilfläche (16) radial in Richtung auf die Mittelachse M eine Breite C zwischen 0,2 und 1, 5 mm aufweist. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die zweite Spanleitteilfläche (17) eine Wölbung (19) aufweist. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Schneide (4 bis 7) auf der Umfangsseite drei Freiflächen (12, 13, 14) umfasst, von denen jede einen Freiwinkel (&agr;1, &agr;2, &agr;3) zu einer Schnittebene S der Umfangsseite aufweist. Werkzeug nach Anspruch 8, bei dem der erste Freiwinkel (&agr;1) der ersten Freifläche (12) zwischen 0,8° und 1,2°, vorzugsweise 1° beträgt. Werkzeug nach Anspruch 8 oder 9, bei dem der zweite Freiwinkel (&agr;2) der zweiten Freifläche (13) zwischen 10° und 18°, vorzugsweise 12° beträgt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem der dritte Freiwinkel (&agr;3) der dritten Freifläche (13) zwischen 20° und 25°, vorzugsweise 23° beträgt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei dem die Breite B der ersten Freifläche (12) in Umfangsrichtung abhängig von dem Durchmesser D des Werkzeugs (1) ist und mit zunehmendem Durchmesser D des Werkzeug (1) zunimmt. Werkzeug nach Anspruch 12, bei dem der Durchmesser D des Werkzeugs (1) zwischen 6 mm und 30 mm und die Breite B der ersten Freifläche (12) zwischen 0,03 mm und 0,16 mm beträgt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 13, bei dem die drei Freiflächen (12, 13, 14) im Wesentlichen eben oder leicht konkav gekrümmt ausgeführt sind. Werkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 14, bei dem die Schneide (4 bis 7) auf der Stirnseite zwei Stirnfreiflächen (20, 21) aufweist, von denen jede einen Stirnfreiwinkel (&bgr;1, &bgr;2) zu einer Schnittebene der Stirnseite aufweist. Werkzeug nach Anspruch 15, bei dem der erste Stirnfreiwinkel (&bgr;1) der ersten Stirnfreifläche (20) zwischen 7° und 15°, vorzugsweise 12° beträgt. Werkzeug nach Anspruch 15 oder 1 G, bei dem der zweite Stirnfreiwinkel (&bgr;2) der zweiten Stirnfreifläche (21) zwischen 15° und 30°, vorzugsweise 23° beträgt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 17, bei dem die Schnittkante (11) der Umfangsseite der Schneide (4 bis 7) in einem Radius R in die Schnittkante (10) der Stirnseite der Schneide (4 bis 7) übergeht. Werkzeug nach Anspruch 18, bei dem der Radius R 4 mm beträgt. Werkzeug nach Anspruch 18 oder 19, bei dem die erste Freifläche (12) auf der Umfangsseite der Schneide (4 bis 7) in dem Radius R, vorzugsweise nach im Wesentlichen zwei Dritteln des Radius R ausläuft. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 20, welches mehrere im Wesentlichen gleich ausgebildete Schneiden (4 bis 7), vorzugsweise vier, fünf oder sechs Schneiden aufweist, welche um die Mittelachse (M) angeordnet sind. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 21, bei dem die Schnittkante (11) auf der Umfangsseite der Schneide (4 bis 7) im Wesentlichen auf einer Mantelfläche eines Zylinders liegt. Werkzeug nach Anspruch 21 oder 22, bei dem die Schneiden (4 bis 7) in Bezug auf die Mittelachse (M) unter wenigstens zwei verschiedenen Teilungswinkeln (&phgr;1, &phgr;2) relativ zueinander angeordnet sind. Werkzeug nach Anspruch 23, bei dem der Teilungswinkel (&phgr;1, &phgr;2) zwischen zwei aufeinander folgenden Schneiden (4 bis 7) zwischen 60° und 120° beträgt. Werkzeug nach Anspruch 23 oder 24, welches vier Schneiden (4 bis 7) aufweist, wobei der Teilungswinkel (&phgr;1) zwischen der ersten und zweiten Schneide (4, 5) und der dritten und vierten Schneide (6, 7) jeweils 80° und der Teilungswinkel (&phgr;2) zwischen der zweiten und dritten Schneide (5, 6) und der vierten und ersten Schneide (7, 4) jeweils 100° beträgt. Werkzeug nach Anspruch 23 oder 24, welches vier Schneiden (4 bis 7) aufweist, wobei der Teilungswinkel (&phgr;1) zwischen der ersten und zweiten Schneide und der dritten und vierten Schneide jeweils 60° und der Teilungswinkel (&phgr;2) zwischen der zweiten und dritten Schneide und der vierten und ersten Schneide jeweils 120° beträgt. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 26, bei dem die Schnittkante (11) der Umfangsseite einer Schneide (4 bis 7) schraubenlinienförmig verläuft. Werkzeug nach Anspruch 27, bei dem der Drallwinkel (&egr;) einer Schneide (4 bis 7) zwischen 20° und 50°, vorzugsweise 30° beträgt. Werkzeug nach Anspruch 27 oder 28, bei dem sich der Drall einer Schneide (4 bis 7) axial in Richtung der Mittelachse (M) auf die Stirnseite zu erhöht. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 29, bei dem der Schneide (4 bis 7) ein Spanraum (22) zum Abführen von Spänen zugeordnet ist, wobei sich das Volumen des Spanraums (22) axial in Richtung der Mittelachse (M) auf das Grundteil (2) zu verkleinert. Werkzeug nach Anspruch 30, bei dem der Spanraum (22) im Wesentlichen konisch ausgebildet ist, wobei der Konus in Bezug auf die Mittelachse (M) einen Winkel &dgr; zwischen größer 0° und 10°, vorzugsweise zwischen 5° und 6° aufweist. Werkzeug nach einem der Ansprüche 21 bis 31, bei dem jeweils zwei jeweils eine Schnittkante (10) einer Schneide (4 bis 7) aufweisende Schnittbereiche (8) auf der Stirnseite auf einer Geraden (G1, G2) liegen, wobei zwei auf einer ersten Geraden (G1) liegende Schnittbereiche (8) ineinander übergehen und zwei auf einer die erste Gerade (G1) schneidenden zweiten Gerade (G2) liegende Schnittbereiche (8) im Bereich der Mittelachse (M) jeweils eine radial nach außen in Richtung der ersten Gerade (G1) verlaufende Ausnehmung (30, 31) aufweisen, die jeweils in einen Spanraum (22) übergeht. Werkzeug nach Anspruch 32, bei dem die Ausnehmung zwei im Wesentlichen V-förmige Teilbereiche (30, 31) aufweist. Werkzeug nach Anspruch 32 oder 33, welches wenigstens einen Kanal (40, 41) für die Zuführung von Kühlmittel zu den Schneiden (4 bis 7) aufweist, wobei der Kanal (40, 41) seine Mündung im Bereich einer Ausnehmung (31) und einer zweiten Stirnfreifläche (21) einer Schneide (4 bis 7) hat, deren Schnittbereich (8) auf der Stirnseite nicht in einen anderen Schnittbereich (8) übergeht. Werkzeug nach Anspruch 34, welches zwei Kanäle (40, 41) aufweist, deren Mündungen einander 180° gegenüber liegen. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 35, welches ein Torusfräser (1) ist.






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