Die vorliegende Erfindung betrifft Komposits, umfassend anorganische und/oder organische Pigmente und/oder Füllstoffe in Form von Mikropartikeln, deren Oberfläche mit Hilfe von Bindemitteln, basierend auf Copolymeren, umfassend als Monomer ein oder mehrere Dicarbonsäuren und ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe der Diamine, Triamine, Dialkanolamine oder Trialkanolamine, wenigstens teilweise mit fein verteilten Nano-Calciumcarbonatpartikeln beschichtet ist, ein Verfahren zur Herstellung solcher Komposits, wässrige Aufschlämmungen davon und deren Verwendung in der Papierherstellung oder auf dem Gebiet der Farb- und Kunststoffherstellung sowie die Verwendung der erfindungsgemäßen Bindemittel für die Beschichtung der Mikropartikel mit Nano-Calciumcarbonat.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft Komposits, umfassend anorganische
und/oder organische Pigmente und/oder Füllstoffe in Form von Mikropartikeln,
deren Oberfläche mit Hilfe von Bindemitteln wenigstens teilweise mit fein verteilten
Calciumcarbonatpartikeln im Nanometerbereich beschichtet ist, ein Verfahren zur
Herstellung solcher Komposits, wässerige Aufschlämmungen davon und deren
Verwendung in der Papierherstellung oder auf dem Gebiet der Farb- und Kunststoffherstellung
sowie die Verwendung der erfindungsgemäßen Bindemittel für die Beschichtung
der Mikropartikel mit Nano-Calciumcarbonat.
Pigmente und/oder Füllstoffe basierend auf Calciumcarbonat-Partikeln
im Nanometerbereich (sogenannte "Nanopartikel") sind bekannt und werden in zahlreichen
Anwendungen umfassend Papier-, Farben- und Kunststoffanwendungen eingesetzt. Organische
und/oder anorganische Pigmente und/oder Füllstoffe im Mikrometerbereich (sogenannte
"Mikropartikel"), wie z.B. auf Polystyrol basierende Hohlkugeln oder feste Partikel
und anorganische Mineralpartikel wie Talk- oder Glimmer-basierte Pigmente und/oder
Füllstoffe sind ebenfalls bekannt und werden in denselben oder ähnlichen
Anwendungen eingesetzt.
Mischungen von Nano- und Mikropartikeln unterschiedlicher chemischer
Zusammensetzung werden verwendet, da diese bestimmte unterschiedliche Eigenschaften
haben, deren Kombination vorteilhaft ist, um dem Endprodukt, z.B. Papier, die gewünschten
Eigenschaften zu verleihen. Mischungen solcher Stoffe werden z.B. als Pigmente oder
als Füllstoffe in der Papierherstellung, aber insbesondere in der Papierveredelung
wie beim Streichen verwendet, beispielsweise um die Papierqualität hinsichtlich
der Opazität, Weiße und des Glanzes des Papiers oder der Bedruckbarkeit
und Druckeigenschaften zu verbessern. Es ist bekannt, dass die Eigenschaften solcher
Mikro- und Nanopartikel hinsichtlich der Retention bei der Papierherstellung und
dem Strich-"Holdout" bei der Papierveredelung z.B. dem Papierstreichen vorteilhaft
kombiniert werden können. Unter Strich-"Holdout" versteht der Fachmann, ob
der Strich beim Streichen auf der Papieroberfläche verbleibt oder teilweise
bis vollständig in die Papieroberfläche eindringt, oder ein Teil, z.B.
der Binder und/oder ein Pigment oder eine Teilfraktion eines Pigments vom Ganzen
"segregiert" und in die Papieroberfläche eindringt. Besonders beim Bestreichen
von saugfähigem Untergrund, unter Verwendung von Streichfarben mit tiefem Feststoffgehalt,
ist dieses Problem dem Fachmann bekannt.
Bei der Verwendung von Mischungen solcher Mikro- und Nanopartikel
in derartigen Anwendungen kommt es leider häufig zu einer unerwünschten
Entmischung der Komponenten, der sogenannten "Segregation" und damit verbunden beispielsweise
zu einer ungleichmäßigen Verteilung des Strichs hinsichtlich der Strichdicke
auf der darunter liegenden Oberfläche, dem darunter liegenden Vorstrich oder
der Papieroberfläche und was somit zum Beispiel einem ungleichmäßigen
Druck auf dem Papier hervorruft. Der Begriff "Segregation" bezeichnet den Vorgang
der Entmischung von unterschiedlichen Elementen in einem Beobachtungsgebiet mit
einer Tendenz zur räumlichen Aufteilung der Elemente gemäß bestimmter
Eigenschaften.
Die Segregation von Pigment- und/oder Füllstoff-Komposits hat
z.B. beim Veredeln des Papiers durch Streichen ein unterschiedliches Porenvolumen
im Strich zur Folge, da die freien Nanoteilchen von den Mikroteilchen segregieren
und dadurch die Poren des Papiers bzw. des Strichs belegen können oder „aufschwimmen"
d.h. heißt, sich z.B. vorwiegend im oberen Bereich des Strichs ansammeln.,
was vor allem von Bedeutung ist, wenn der Strich beim späteren Bedrucken ein
bestimmtes Volumen an Flüssigkeit, wie Wasser aus der Druckfarbe aufnehmen
soll.
Im Stand der Technik sind eine Reihe solcher Mischungen, deren Herstellung
und Verwendung bekannt.
Eine weit verbreitete Technik zur Herstellung solcher Pigment- oder
Füllstoffmischungen wird beispielsweise in DE
33 12 778 A1 und DE 43 12 463 C1
beschrieben und besteht in der Vermischung und gemeinsamen Vermahlung eines Mineralfüllstoffs
wie natürlichem Calciumcarbonat mit einem mineralischen Füllstoff wie
Talk.
Solche Mischungen unterliegen jedoch beispielsweise unter den Bedingungen
der Papierherstellung oder des Streichens in der Regel der Segregation, da die Bindungen
zwischen den Mischungsbestandteilen diesen Bedingungen oft nicht standhalten. Es
ist bekannt, dass beim Streichen mit einem Rakel bei 1500 m/min. Scherraten von
über 106 sec-1 auftreten können.
Deshalb wurden weitere Verfahren zur Herstellung solcher Komposits
entwickelt, die auf der Vernetzung zwischen den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln
basieren, wobei zahlreiche interne Hohlräume gebildet werden,
die die physikalischen, im speziellen die optischen Eigenschaften der Pigmente und/oder
Füllstoffe verbessern sollen.
So wird in WO 92/08755 ein Verfahren zur Bildung von chemisch aggregierten
porösen Pigmentkomposits beschrieben, wobei eine wässerige Aufschlämmung
mineralischer Partikel wie zum Beispiel Calciumcarbonat hergestellt wird, zu der
ein Carbonsäure-Gruppen enthaltendes Polymer oder Copolymer zugegeben wird,
um diese auszuflocken. Es werden Calcium-Ionen im Überschuss zu der Aufschlämmung
zugegeben, um das Calcium-Salz des Polymers auf den mineralischen Flocken auszufällen
und so Aggregate der Mineralpartikel herzustellen, die durch das Calciumsalz verbunden
sind und eine poröse, flockige Struktur aufweisen. Die überschüssigen
Calciumionen werden mit Kohlendioxid umgesetzt und als Calciumcarbonat auf dem Polymer-Calciumsalz
ausgefällt. Da die Calciumionen jedoch in Form von alkalischen chemischen Verbindungen
wie Calciumhydroxid zugegeben werden, entstehen alkalische Zwischenprodukte, die
sich z.B. beim Einsatz bestimmter Dispergiermittel negativ auswirken können.
Weiterhin verändert die weitere Ausfällung von Calciumcarbonat die Struktur
des ursprünglichen Nano-/Mikropartikelstruktur und führt zwangsläufig
zur Einführung eines weiteren Pigments, nämlich dem durch die Neutralisation
gebildeten ausgefällten Calciumcarbonat. Ausgeflockte Aggregate können
hierbei generell problematisch in Papieranwendungen sein, da sie eine diffuse Lichtstreuung
auf der Oberfläche bewirken, die zum Verlust des Papierglanzes führt.
Im weiteren wird das ursprünglich zu erzielende Porenvolumen des Komposits
einerseits durch die Flockung und anderseits durch das gebildete ausgefällte
Calciumcarbonat beeinflusst und verändert.
US 5,449,402 beschreibt funktionell modifizierte
Pigmentpartikel, die durch Mischen eines ausgeflockten Pigments wie Calciumcarbonat
mit einer Reglersubstanz, die entgegengesetzt zu dem ausgeflockten Pigment geladen
ist, hergestellt werden. Bevorzugt ist das ausgeflockte Pigment eine wässerige
Suspension von Filterkuchenpartikeln. Bevorzugte Reglersubstanzen sind unter anderem
wasserunlösliche oder dispergierbare Latexbindemittel, wasser- oder alkalilösliche
organische und/oder anorganische polymere Bindemittel, und nicht filmbildende organische
Partikel, die elektrostatisch an die Pigmentpartikel gebunden werden, wenn sie mit
diesen vermischt werden.
US 5,454,864, US
5,344,487 und EP 0 573 150 beschreiben
ebenfalls Pigmentkomposits, deren Herstellung auf elektrostatischen Anziehungskräften
zwischen den Träger- und Beschichtungspartikeln beruht. Der Einsatz solcher
Komposits kann jedoch aufgrund von Wechselwirkungen mit anderen geladenen Komponenten
in den jeweiligen Anwendungen problematisch sein.
Eine weiteres Verfahren zur Verbesserung der Weiße gemäß
WO 97/32934 besteht darin, die Pigmentpartikel mit anderen Pigmentpartikeln wie
fein verteilten Partikeln gefällten Calciumcarbonats zu beschichten, die zunächst
als Agglomerate vorliegen, jedoch ohne ein Bindemittel zu verwenden, was zu den
eingangs erwähnten Problemen wie Flockung führen kann. Die Stabilität
dieser Komposits beruht im wesentlichen auf Anziehungskräften wie vander-Waals-Kräften,
die sich nur unter Einhaltung ganz bestimmter Bedingungen entfalten können.
So muss ein definierter pH-Wert genau eingehalten werden, um ein möglichst
günstiges Zeta-Potential, das für jede Stoffkombination unterschiedlich
ist, zu erhalten. Sobald von den optimalen Bedingungen abgewichen wird überwiegen
die Abstoßungskräfte und die Komponenten segregieren.
WO 99/52984 betrifft Kompositzusammensetzungen costrukturierter oder
coadsorbierter Füllstoffe, die wenigstens zwei unterschiedliche Arten von mineralischen
oder organischen Füllstoffen oder Pigmenten beispielsweise aus Calciumcarbonat,
Talk oder Polystyrol enthalten und ihre Verwendung. Die unterschiedlichen Arten
von Pigmenten oder Füllstoffen weisen hydrophile bzw. organophile Bereiche
auf, aufgrund derer eine Bindung über spezielle Bindemittel ermöglicht
wird. Die Bindemittel, die eine Affinität sowohl mit den hydrophilen wie auch
organophilen Komponenten aufweisen müssen, um ihre Bindefunktion zu entfalten,
werden aus speziellen Polymeren und/oder Copolymeren ausgewählt. Der Teilchendurchmesser
der verwendeten Pigmente bzw. Füllstoffe spielt hierbei insofern keine Rolle,
als ein solcher nicht explizit erwähnt wird bzw. die in den Beispielen genannten
Teilchendurchmesser allesamt im besten Falle kleiner 1 &mgr;m betragen. Somit
werden die Vorteile von Füllstoffen oder Pigmenten und damit verbundene Problematik
im Falle der Segregation nicht thematisiert.
In WO 03/078734 wird eine Zusammensetzung zur Oberflächenbehandlung,
insbesondere zum Streichen von Papier beschrieben, die eine Nanopartikelfraktion,
z.B. aus ausgefälltem Calciumcarbonat, und eine Trägerfraktion, die plättchenförmige
Pigmentpartikel, unter anderem Talk oder Kunststoff-Pigmentpartikel, und wenigstens
ein Bindemittel umfasst, enthält. Die Nanopartikel beschichten den Träger
jedoch nicht. Durch gezieltes Anordnen der plättchenförmigen Mikropartikel
auf der Papieroberfläche werden Poren geschlossen und Nanopartikel können
nicht mehr eindringen. Es wird beschrieben wie die plättchenförmigen Mikropartikel
durch Segregation auf die Papieroberfläche wandern und so
Poren zwischen den Fasern schließen und damit verhindern, dass die Nanopartikel
in die Oberfläche eindringen können. Somit ist eine gezielte Segregation
von Nano- und Mikropartikel ein Ziel. Mikropartikel segregieren von den Nanopartikeln
und liegen unten im Strich und Nanopartikel oben im Strich. Der Binder, vorzugsweise
ein Polymer-Latex bewirkt beim Trocknen der Streichfarbe auf dem Papier die Verbindung
zwischen einzelnen Teilchen und den zwei Teilchenfraktionen unten und oben im Strich.
Die gewünschte Segregation hat zu diesem Zeitpunkt bereits stattgefunden.
US 2005/0287313 hat schmelzbare Printmedien basierend auf einem Substrat
und einer Tinte aufnehmenden Schicht auf dem Substrat zum Gegenstand. Die Tinte
aufnehmende Schicht umfasst eine Vielzahl von Hohlkugeln, beispielsweise Polystyrol-Hohlkugeln,
mit im wesentlichen demselben Durchmesser, der 0.3 bis 10 &mgr;m betragen kann.
Die Schicht umfasst weiterhin Bindemittel wie Polyvinylalkohol oder Polyvinylpyrrolidon
und ähnliche, um die Hohlkugeln miteinander zu verbinden. Die Hohlkugeln können
auch teilweise gegen mikro- und/oder mesoporöse anorganische Partikel wie Calciumcarbonat
oder Talk, sowie nicht hohle Polymerpartikel ausgetauscht werden, die einen Durchmesser
von 0.2 bis 5 µm haben können. Somit wird in der US 2005/0287313 ein Gemisch
von Mikropartikeln beschrieben, das nebeneinander vorliegt und durch die Fixierung
in einem Bindemittel zusammengehalten wird, das auf die Erfordernisse des Schmelzvorgangs
abgestimmt ist. Eine Art Beize, die aus bestimmten kationischen Polymeren und Copolymeren
enthaltend Aminogruppen bestehen kann, soll für eine bessere chemische Wechselwirkung
zwischen einer Farbstoff-basierten Tinte und der Tinte aufnehmenden Schicht sorgen.
Hinsichtlich der Bindung der unterschiedlichen Komponenten innerhalb der Schicht
spielt sie keine Rolle. Das Problem der Segregation wird nicht erwähnt.
Die WO 2006/016036 betrifft unter anderem ein Verfahren zum Mahlen
von mineralischen Materialien in Wasser in Gegenwart von Bindemitteln sowie die
hierdurch erhaltenen Suspensionen und die Verwendung derselben in Beschichtungsformulierungen.
In der Beschreibung und den Ansprüchen wird eine grosse Anzahl mineralische
Materialien aufgezählt z.B. auch Talk, welche in Gegenwart von Bindern vermahlen
werden können. In den Beispielen jedoch, sind ausschliesslich Calciumcarbonate
verwendet worden. In keinem der Beispiele wird die Vermahlung von z.B. zwei chemisch
verschiedenen Mineralien in Gegenwart eines Bindemittels offenbart. Es gibt auch
keinen Hinweis, dass durch dieses Mahlverfahren Nanopartikel entstehen oder Nano-Mikro-Komposits
hergestellt werden. Das Bindmittel wird nicht zur Herstellung eines Komposits verwendet,
sondern als Mahlhilfsmittel, für eine feinere Vermahlung, wobei der mittlere
Durchmesser der Pigment-Suspensionen bis zu 30 µm betragen kann. Die während
der Vermahlung verwendeten Bindemittel können beispielsweise auf Styrol-Acrylat,
Styrol-Butadien basieren, sind also dem Fachmann bestens bekannte Bindemittel wie
sie beim Streichen von Papier oder als Bindemittel in Wandfarben verwendet werden.
Somit beinhaltet das in WO 2006/016036 beschriebene Verfahren zwingend einen Vermahlungsschritt,
der Partikel im wesentlichen im Mikrobereich liefert und beschreibt auch kein Bindemittel,
das die Bildung eines im wesentlichen segregationsbeständigen Komposits ermöglicht.
Somit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Pigment-
bzw. Füllstoff-Komposits sowie wässerige Aufschlämmungen davon bereitzustellen,
die einerseits sehr gute optische Eigenschaften wie z.B. bezüglich der Opazität,
Weiße und Helligkeit oder der Druckeigenschaften aufweisen, und gleichzeitig
unter den Verarbeitungsbedingungen, denen sie ausgesetzt sind, nicht oder nicht
wesentlich der Segregation unterliegen.
Diese Aufgabe erstreckt sich jedoch soweit es Komposits aus organischen
Mikropartikeln und anorganischen Nanopartikel-Komponenten für die Papierherstellungs-
und Veredelungsverfahren betrifft nicht auf das Gebiet der Thermopapiere, ihre Herstellung
und Verarbeitung.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung solcher Komposits, die Verwendung der erfindungsgemäßen
Komposits bei der Papierherstellung und -veredelung, z.B. dem Streichen, jedoch
soweit es Komposits aus organischen Mikropartikel und anorganischen Nanopartikel-Komponenten
betrifft nicht bei der Thermopapierherstellung und -verarbeitung. Weiterhin ist
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen
Komposits bei der Farb- oder Kunststoffherstellung sowie der Einsatz bestimmter
Bindemittel bei der Beschichtung von Pigment- bzw. Füllstoff-Mikropartikeln
mit Calciumcarbonat-Nanopartikeln.
Zur Lösung der Aufgaben dienen die in den unabhängigen Ansprüchen
definierten Merkmale.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung.
Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Komposit, das
anorganische und/oder organische Pigment- und/oder Füllstoffpartikel, welche
wenigstens teilweise mit einer Calciumcarbonat-Zusammensetzung beschichtet sind,
und ein Bindemittel umfasst.
Das Bindemittel besteht aus einem Copolymer umfassend als Monomer
ein oder mehrere Dicarbonsäuren und ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe
der Diamine, Triamine, Dialkanolamine oder Trialkanolamine.
Das erfindungsgemäße Bindemittel weist in Kombination mit
den Mikropartikeln und den Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzungen besonders gute
Bindeeigenschaften auf. So wird ein Großteil der eingesetzten Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
nachhaltig auf der Oberfläche des Mikropartikels gebunden, was in der Anwendung
des Komposits eine offene Struktur und damit unter anderem eine Erniedrigung der
Packungsdichte respektive eine Erhöhung des Porenvolumens ermöglicht.
Erfindungsgemäß liegt der sphärische Äquivalentdurchmesser
der Pigment- und/oder Füllstoffpartikel vorwiegend im Mikrometerbereich, während
der sphärische Äquivalentdurchmesser der Calciumcarbonatpartikel vorwiegend
im Nanometerbereich liegt.
Ein Partikel im Nanometerbereich wird im Rahmen dieser Erfindung definiert
als ein Partikel mit einem sphärischen Äquivalentdurchmesser von kleiner
als 200 nm.
Ein Mikropartikel wird erfindungsgemäß definiert als ein
Partikel mit einem sphärischen Äquivalentdurchmesser von etwa 0.3 bis
etwa 100 µm, insbesondere von etwa 1 bis etwa 25 µm.
Der sogenannte sphärische Äquivalentdurchmesser ist ein
Maß für die Größe eines unregelmäßig geformten Partikels.
Er berechnet sich aus einem Vergleich einer Eigenschaft des unregelmäßigen
Teilchens mit einer Eigenschaft eines regelmäßig geformten Teilchens.
Je nach Auswahl der zum Vergleich herangezogenen Eigenschaft unterscheidet man verschiedene
Äquivalentdurchmesser. Vorliegend wird der Äquivalentdurchmesser hinsichtlich
der Sedimentationseigenschaften der untersuchten Teilchen betrachtet.
Die Sedimentation und damit der Äquivalentdurchmesser der Teilchen
sowie deren Verteilung wird für diese Erfindung mit der Sedimentationsmethode;
d.h. einer Sedimentationsanalyse im gravimetrischen Feld, unter Verwendung des Sedigraph
5100 der Firma Microtronics, USA, bestimmt. Diese Methode und dieses Gerät
sind dem Fachmann geläufig und werden weltweit zur Bestimmung des Grads der
Feinheit von Füllstoffen und Pigmenten verwendet. Die Messung wird in einer
wässerigen Lösung von 0.1 Gew.-% Na4P2O7
durchgeführt. Die Dispergierung der Proben wurde unter Verwendung eines Hochgeschwindigkeitsrührers
und Ultraschall durchgeführt.
In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den
Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln um anorganische Partikel, z.B. Talk,
Glimmer oder Mischungen davon. Erfindungsgemäß nicht geeignet als Mikropartikel
ist Calciumcarbonat. Geeignete Talkqualitäten werden beispielsweise von MONDO
Minerals vertrieben. Es können auch Glimmer verwendet werden, die beispielsweise
bei Aspanger Bergbau und Mineralwerke GmbH, Österreich erhältlich sind.
Die Pigment- und/oder Füllstoffpartikel weisen bevorzugt eine
im wesentlichen kugelförmige, insbesondere hohlkugelförmige, halbkugelförmige,
oder plättchenförmige Struktur auf. Plättchenförmigen und hohle
halbkugelförmige Mikropigmente und/oder -füllstoffe erweisen sich als
besonders vorteilhaft da sie durch ihre Form einen guten "Holdout" aufweisen.
Anorganische Mikropartikel-Pigmente und/oder Füllstoffe sind
bevorzugt plättchenförmig.
Die erfindungsgemäßen Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln
können jedoch auch organische Partikel sein, z.B. auf der Basis von Polyethylen,
Polypropylen, Polyethylenterephthalat, Polystyrol oder Mischungen davon. In der
vorliegenden Erfindung einsetzbare organische Pigmente und/oder Füllstoffe
werden beispielsweise von Rohm & Haas unter der Bezeichnung Ropaque, z.B. Ropaque
HP-1055 vertrieben. Der Vorteil organischer Mikropartikel im Komposit ergibt sich
unter anderem aus den unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften wie Dichte,
Leitfähigkeit und Farbe von organischen Materialien gegenüber anorganischen
mineralischen Stoffen.
In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die organischen Pigment-
und/oder Füllstoffpartikel eine im wesentlichen kugelförmige,
bevorzugt hohlkugelförmige oder hohle halbkugelförmige Struktur auf. Im
Falle von hohlkugelförmigen Partikeln können diese auch Flüssigkeiten,
z.B. Wasser, enthalten, die bei etwaigen weiteren physikalischen Schritten, wie
Trocknung vor, während und/oder nach der Verwendung in der vorliegenden Erfindung
aus der Hohlkugel entfernt werden können. Der Vorteil von Hohlkugeln liegt
unter anderem beim tieferen spezifischen Gewicht gegenüber gefüllten Kugeln.
Der daraus gefertigte Gegenstand wie Papier oder Kunststoff wird dadurch ebenfalls
leichter was zum Beispiel beim Transport von Vorteil sein kann. Durch die geschlossene
Hohlkugel oder offene hohle Halbkugel ergibt sich auch eine erhöhte Streulichtmenge
was unter anderem zu erhöhter Opazität führt.
In einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Äquivalentdurchmesser
der Pigment- und/oder Füllstoffpartikel im wesentlichen in einem Bereich von
etwa 0.3 bis etwa 100 µm, bevorzugt in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa
75 µm, mehr bevorzugt in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 50 µm, noch
mehr bevorzugt in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 25µm, am meisten bevorzugt
in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 15 µm, insbesondere in einem Bereich
von etwa 0.3 bis etwa 12 µm.
Der Äquivalentdurchmesser der organischen Pigment- und/oder Füllstoffpartikel
kann auch in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 10 µm, z.B. in einem Bereich
von etwa 0.5 bis etwa 1.5 µm oder etwa 0.7 bis etwa 1.1 µm, insbesondere
von etwa 0.9 bis etwa 1.0 µm liegen.
Insbesondere von Vorteil in der vorliegenden Erfindung sind organische
Pigment- und/oder Füllstoffpartikel, auf Polystyrol-Basis, z.B. in der Form
von Polystyrol-Hohlkugeln, die einen sphärischen Äquivalentdurchmesser
von etwa 0.3 bis etwa 2 µm, bevorzugt etwa 0.7 bis etwa 1.5 µm, besonders
bevorzugt etwa 0.9 bis etwa 1.1 µm, z.B. etwa 1 µm aufweisen.
Weiterhin vorteilhaft sind auch anorganische Pigment- und/oder Füllstoffpartikel
auf Talk-Basis, wobei etwa 95 bis 98 Gew.-%, z.B. 96 Gew.-% der Talkteilchen einen
sphärischen Äquivalentdurchmesser von < 10 µm, etwa 79 bis 82
Gew.-%, z.B. 80 Gew.-% einen sphärischen Äquivalentdurchmesser von kleiner
5 µm und etwa 43 bis 46 Gew.-%, z.B. 45 Gew.-% einen sphärischen Äquivalentdurchmesser
von kleiner 2 µm aufweisen.
Bei dem für die Beschichtung eingesetzten Nano-Calciumcarbonat
kann es sich um synthetisches ausgefälltes Calciumcarbonat ("precipitated calcium
carbonate"; PCC) handeln, das beispielsweise vateritische, calcitische oder aragonitische
Kristallstruktur aufweisen kann.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung von gemahlenem natürlichem
Nano-Calciumcarbonat ("ground calcium carbonate"; GCC), z.B. in Form von Marmor,
Kalkstein und/oder Kreide, die wenigstens 95 Gew.-%, bevorzugt über 98 Gew.-%
Calciumcarbonat enthalten. Bekannte Pigmente und/oder Füllstoffe mit einer
großen Fraktion im Nanometerbereich werden beispielsweise von der Firma OMYA
vertrieben.
In einer besonderen Ausführungsform weisen etwa 90 bis 100 %,
bevorzugt 92 bis 99 %, mehr bevorzugt 94 bis 98 %, besonders bevorzugt 96 bis 98
%, z.B. 97 ± 0.5 % der Calciumcarbonat-Partikel bezogen auf die Anzahl N der
Calciumcarbonatpartikel einen sphärischen Äquivalentdurchmesser von kleiner
200 nm, bevorzugt von kleiner 150 nm, noch mehr bevorzugt von kleiner 100 nm auf.
Bevorzugt liegt der Durchmesser in einem Bereich von 20 bis 200 nm, 50 bis 180 nm
oder 70 bis 150 nm.
Die Korngrößenverteilung wurde mit der Sedimentationsmethode
wie oben beschrieben unter Verwendung eines Sedigraph 5100 Geräts der Firma
Micrometrics, USA, gemessen und unter Verwendung eines X-Y-Plotters als Durchsatz-Summations-Kurve
ausgedruckt, wobei die X- Achse den Teilchendurchmesser als entsprechenden sphärischen
Äquivalentdurchmesser wiedergibt und die Y-Achse den entsprechenden Teilchenanteil
in Gewichtsprozent angibt (siehe z.B. Belger, P., Schweizerische Vereinigung der
Lack- und Farben-Chemiker, XVII FATIPEC Congress, Lugano, 23th to 28th Sep. 1984).
Der Prozentanteil der Teilchenanzahl N-% der Nano-Partikel wurde aus
den gewonnenen Messergebnissen unter Verwendung der folgenden Methode berechnet:
Die Werte werden aus der Sedigraphkurve entnommen. Die Differenz zwischen 0 und
0.2 µm ergibt den 0.1 µm Wert (100 nm), die Differenz zwischen 0.2 und
0.4 µm denjenigen von 0.3 µm (300 nm), usw. Die Summe der Differenzen
wird auf 100 mg normiert und daraus die Mengen jedes Bereichs berechnet. Bei der
Berechnung wird angenommen, dass die Teilchen kugelförmig mit einem Durchmesser
vom Mittelwert des Differenzbereiches sind. Daraus wird das Volumen eines Teilchens.
V = 0.5236 d3
und daraus das Gewicht eines Teilchens (geteilt durch die spezifische Dichte, für
CaCO3 entspricht dies 2.7 g/cm3) berechnet
G = V/2.7
Aus dem Gewicht der jeweiligen Fraktion kann durch Division des Teilchengewichtes
die Anzahl der Teilchen berechnet werden und daraus die prozentuale Verteilung in
N %.
Sollte das einzusetzende Calciumcarbonat die gewünschte bzw.
erforderliche Feinheit, d.h. Teilchengröße, noch nicht aufweisen, kann
es in einem oder mehreren, bevorzugt mehreren, z.B. zwei trockenen und/oder nassen,
bevorzugt wässerigen Mahlschritten auf den entsprechenden sphärischen
Äquivalentdurchmesser vermahlen werden.
Die Mahlung kann in allen dem Fachmann für die Vermahlung von
Calciumcarbonat bekannten Mahlvorrichtungen durchgeführt werden. Besonders
geeignet für die Trockenmahlung sind hierfür übliche Kugelmühlen,
Strahlplattenmühlen, sehr gut eignen sich auch Kombinationen solcher Mühlen
mit Cyclonen und Sichtern. Für die nasse Vermahlung eignen sich gängige
Attritor-Mühlen wie sie z.B. von der Firma Dynomill vertrieben werden.
Im Falle der Trockenmahlung werden als Mahlkörper bevorzugt Eisen-
und/oder Porzellankugeln mit einem Durchmesser von 0.5–10 cm, besonders bevorzugt
Eisen-Cylpebs mit einem Durchmesser von 2.5 cm verwendet. Bei der Nassmahlung werden
Mahlkugeln bestehend z.B. aus Zirkoniumsilikat und/oder Baddeleit mit einer Größe
von 0.5–2 mm Durchmesser bevorzugt. Es kann aber auch Quarzsand mit einem
äquivalent sphärischen Durchmesser von 0.1–2 mm verwendet werden.
Bevorzugt werden die Calciumcarbonatpartikel im Nanometerbereich jedoch
durch Nassvermahlung hergestellt, insbesondere wenn es sich hierbei um natürliches
Calciumcarbonat handelt.
Es können sowohl trockene wie auch nasse Vermahlungsschritte
nacheinander erfolgen, wobei der letzte Vermahlungsschritt dann bevorzugt eine nasse
Vermahlung ist.
Das natürliche gemahlene Calciumcarbonat kann in Gegenwart eines
oder mehrerer Mahlhilfsmittels und/oder Dispergiermittel dispergiert und/oder gemahlen
werden, bevorzugt bei einem Feststoffgehalt von über 10 Gew.-%, bevorzugt über
30 Gew.-%, mehr bevorzugt über 50 Gew.-%, besonders bevorzugt über 70
Gew.-%, z.B. bei einem Feststoffgehalt von 72–80 Gew.-%.
Bei Konzentrationen von kleiner 30 Gew.-% kann auch ohne chemische
Hilfsmittel nass vermahlen werden. Solche Produkte werden dann bevorzugt physikalisch
aufkonzentriert, z.B. durch Filterpressen und/oder Zentrifugieren und/oder thermisch
und unter Verwendung von ein oder mehreren Dispergiermitteln dispergiert. Die Endkonzentration
nach dem Aufkonzentrieren liegt bevorzugt bei größer 60 Gew.-% Feststoffgehalt,
besonders bevorzugt zwischen 65 Gew.-% und 78 Gew.-%, z.B. bei 72 ± 2 Gew.-%.
Als Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel können beispielsweise
anionische Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel eingesetzt werden, bevorzugt
ausgewählt aus der Gruppe umfassend Homo- oder Copolymeren von Polycarbonsäuresalzen
basierend auf z.B. Acryl-, Malein-, Fumar- oder Itaconsäure, Acrylamid oder
Mischungen davon. Besonders bevorzugt sind Homo- oder Copolymere der Acrylsäure
wie sie beispielsweise bei BASF, Ludwigshafen, der Firma Allied Colloids, Great
Britain, oder bei der Firma COATEX, Frankreich erhältlich sind. Das Molekulargewicht
Mw solcher Produkte liegt vorzugsweise im Bereich von 2000 bis 15000, besonders
bevorzugt ist ein Mw von 3000 bis 7000. Die Polymere und/oder Copolymere können
mit ein- und/oder mehrwertigen Kationen neutralisiert sein oder die freien Säuregruppen
aufweisen. Geeignete einwertige Kationen sind z.B. Natrium, Lithium, Kalium und/oder
Ammonium. Geeignete mehrwertige Kationen sind z.B. zweiwertige wie Calcium, Magnesium,
Strontium oder dreiwertige wie Aluminium. Auch Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel
wie Natriumpolyphosphate oder Natriumcitrat können vorteilhaft alleine oder
in Kombination mit anderen eingesetzt werden.
Insbesondere bei der Trockenvermahlung können als Mahlhilfsmittel
und/oder Dispergiermittel auch solche ausgewählt aus der Gruppe umfassend Glykole,
Polyglykole, oder Alkanolamine wie Triethanolamin oder eine Mischung davon eingesetzt
werden.
Die Dispergier- und/oder Mahlhilfsmittel können in einer Menge
von etwa 0.01 Gew.-% bis 5 Gew.-% bezogen auf das Gesamttrockengewicht des Komposits
eingesetzt werden, z.B. bei der Trockenvermahlung in einer Menge von etwa 0.01–0.5
Gew.-%, bevorzugt 0.1–0.3 Gew.-% und bei der Nassvermahlung in einer Menge
von etwa 0.05–2.0 Gew.-%, bevorzugt einer Menge von etwa 0.85 bis 0.95 Gew.-%.
Das Mahl- und/oder Dispergiermittel unterstützt die Vermahlung der Calciumcarbonatteilchen
in den Nanobereich durch Reduktion der Viskosität der Aufschlämmung und
dadurch Erhöhung der Mobilität und freien Weglänge der zu mahlenden
Partikel und der Mahlperlen. Dies ist ebenfalls von besonderem Vorteil für
die spätere Kompositbildung.
Auch ist es möglich während des Mahlens und/oder Dispergierens
zusätzlich zu dem Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel weitere monomere
oder polymere Additive, wie Ethylen-Acrylsäure-Copolymere (EAA) oder Salze
davon allein oder in Kombination zu verwenden. Das Verhältnis von Acrylsäure-Monomeren
im Copolymerisat mit Ethylen-Monomeren liegt vorzugsweise bei 1:4 bis 1:50, besonders
bevorzugt bei 1:4 bis 1:10 und insbesondere bei 1:5. Bevorzugt werden EAA bzw. deren
Salze, welche in der nicht neutralisierten Form eine Schmelzviskosität von
3000 bis 25000 mPa·s, von 15000 bis 100000 mPa·s und von 50000 bis 400000
mPa·s bei 200, 170 bzw. 140 °C, bevorzugt von 3000 bis 7000 mPa·s,
von 15000 bis 20000 mPa·s und von 50000 bis 100000 mPa·s bei 200, 170
bzw. 140 °C und insbesondere eine Viskosität von 15000 bis 25000 mPa·s,
von 50000 bis 100000 mPa·s und von 300000 bis 400000 mPa·s bei 200, 170
bzw. 140 °C aufweisen.
Besonders bevorzugt ist ein EAA-Copolymer, das eine Schmelzviskosität
von 24 300 mPa·s bei 200 °C, 88300 mPa·s bei 170 °C und 367000
mPa·s bei 140 °C aufweist.
Kommerziell erhältliche gut geeignete EAA, die bevorzugt einen
Acrylsäureanteil von 20 mol-% haben, werden beispielsweise von BASF, Deutschland,
oder Dow, USA, vertrieben.
Der Einsatz der EAA Copolymere oder ihrer Salze bewirkt unter anderem
eine teilweise bis vollständige Hydrophobierung der Poren des Substrats, z.B.
des gestrichenen Papiers und/oder der Poren des Komposits selbst, so dass die Benetzung
der offenen Poren des Papiers bzw. des Strichs beziehungsweise des Komposits durch
Wasser reduziert, kontrolliert und/oder verhindert wird.
Werden die EAA-Salze verwendet, sind diese teilweise oder vollständig
z.B. mit Aminen, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe umfassend 2-Amino-2-methyl-l-propanol,
3-Amino-1-propanol, 2-[Bis(2-hydroxyethyl)amino]ethanol, und/oder Alkalimetallionen
wie Kalium, Lithium und/oder Natrium oder Mischungen davon, bevorzugt mit Natrium,
neutralisiert. Es werden beispielsweise mindestens 70 mol-% oder mindestens 95 mol-%
der Carbonsäuregruppen neutralisiert.
EAA und deren Salze können in einer Menge von 0.01 Gew.-% bis
5 Gew.-% bezogen auf das Gesamttrockengewicht des Komposits eingesetzt werden, bevorzugt
0.1 Gew.-% bis 2 Gew.-%, z.B. in einer Menge von 1.0 Gew.-%.
Das erfindungsgemäße Komposit enthält bevorzugt bezogen
auf das Gesamt-Trockengewicht des Komposits von 5 bis 95 Gew.-%, mehr bevorzugt
von 20 bis 80 Gew.-%, noch mehr bevorzugt von 25 bis 75 Gew.-% an Pigment- und/oder
Füllstoffpartikeln und von 95 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 80 bis 20 Gew.-%, noch
mehr bevorzugt von 75 bis 25 Gew.-% an Calciumcarbonatpartikeln. Das Komposit kann
z.B. auch 50 Gew.-% Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln und 50 Gew.-% Nano-Calciumcarbonatpartikeln
enthalten.
Die Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln und das Nano-Calciumcarbonat
liegen bezogen auf das Trockengewicht vorteilhaft in einem Verhältnis von bevorzugt
1 : 20 bis 20:1, insbesondere in einem Verhältnis von 1:4 bis 4:1, mehr bevorzugt
in einem Verhältnis von 1:3 bis 3:1 oder 1:2 bis 2:1, aber auch in einem Verhältnis
von 1:1 vor. Ganz besonders bevorzugt ist das Gewichts-Verhältnis von anorganischen
und/oder organischen Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln zu Nano-Calciumcarbonatpartikeln
von 3:1.
Das Bindemittel besteht aus einem Copolymer umfassend als Monomer
ein oder mehrere Dicarbonsäuren und ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe
der Diamine, Triamine, Dialkanolamine oder Trialkanolamine.
Als Dicarbonsäuremonomere eingesetzt werden bevorzugt gesättigte
oder ungesättigte, verzweigte oder unverzweigte C2-C10
Dicarbonsäuren, bevorzugt C3-C9 Dicarbonsäuren,
C4-C8 Dicarbonsäuren, C5-C7 Dicarbonsäuren,
insbesondere Adipinsäure.
Als zweites Monomer des Bindemittelpolymers besonders geeignet sind
gerad- und verzweigtkettige, substituierte und unsubstituierte Di- und Triamine,
insbesondere N-(2-Aminoethyl)-1,2-ethandiamin. Bevorzugt eingesetzte Dialkanolamine
und Trialkanolamine sind beispielsweise Diethanolamin, N-Alkyl-dialkanolamine wie
N-Methyl- und N-Ethyldiethanolamin, und Triethanolamin.
Zur Kontrolle und Steuerung des Molekulargewichts, respektive der
Kettenlänge können während der Polykondensation ein oder mehrere
einwertige Amine wie Monoalkanolamine eingesetzt werden. Bevorzugt wird Monoethanolamin
eingesetzt.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel im Rahmen der vorliegenden
Erfindung wird als Bindemittel ein Copolymer eingesetzt, welches weiterhin mit Epichlorhydrin
vernetzt ist.
In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel im Rahmen
der vorliegenden Erfindung wird als Bindemittel ein Copolymer von Adipinsäure
mit N-(2-Aminoethyl)-1,2-ethandiamin und Epichlorhydrin eingesetzt.
Das Bindemittel kann im übrigen weitere Hilfsmittel zur Copolymerisation
oder sonstige gängige Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten, z.B. Isocyanate.
Bezogen auf das Gesamt-Trockengewicht des Komposits ist das Bindemittel
vorteilhaft in einer Menge von etwa 0.1 bis etwa 10 Gew.-%, bevorzugt etwa 0.3 bis
etwa 5 Gew.-%, besonders bevorzugt etwa 0.5 bis etwa 3 Gew.-% enthalten.
Eine weitere Lösung der Aufgabe dieser Erfindung stellt ein Verfahren
zur Herstellung des erfindungsgemäßen Komposits dar, die Mikro-Pigment-
und/oder Füllstoffpartikel, die Nano-Calciumcarbonatzusammensetzung und das
Bindemittel bereitgestellt und vermischt werden. Hierbei wird das Bindemittel entweder
den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln oder der Calciumcarbonatzusammensetzung
zugegeben und die resultierende Mischung mit der jeweils zweiten Komponente vermischt
und homogenisiert.
In einer alternativen Ausgestaltung werden die Pigment- und/oder Füllstoffpartikel
zunächst mit der Calciumcarbonatzusammensetzung vermischt und zu die resultierende
Reaktionsmischung mit dem Bindemittel versetzt und homogenisiert.
Hierbei wird üblicherweise die Nano-Calciumcarbonatzusammensetzung
in Form einer wässerigen Aufschlämmung bereitgestellt, während die
Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel in fester Form oder in Form einer
wässerigen Aufschlämmung eingesetzt werden können. Die anorganischen
Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel werden oft bevorzugt in fester Form
eingesetzt und die organischen Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel als
wässerige Aufschlämmung.
Unter "fest" ist hierbei nicht notwendigerweise "trocken" zu verstehen.
Der Begriff "fest" soll lediglich die Konsistenz der eingesetzten Substanz beschreiben,
die durchaus einen beträchtlichen Feuchtigkeitsanteil enthalten kann. So kann
beispielsweise eine Mischung aus 80 Gew.-% anorganischem Mikro-Pigment- und/oder
Füllstoffpartikel mit 20 Gew.-% Wasser trotzdem eine feste Konsistenz aufweisen.
Das Bindemittel wird bevorzugt in Form einer wässerigen Aufschlämmung,
besonders bevorzugt als Lösung bereitgestellt.
Um eine bessere Dispergierung zu gewährleisten kann zu jeder
der Aufschlämmungen oder Mischungen weiterhin ein oder mehrere Dispergiermittel
zugegeben werden, z.B. in Form eines Pulvers oder einer wässerigen Lösung.
Das oder die Dispergiermittel können beispielsweise nach der Zugabe des Bindemittels
der resultierenden Reaktionsmischung zugesetzt werden oder vor der Zugabe des Bindemittels
zu den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln oder der Calciumcarbonatzusammensetzung
zu der Komponente der nachfolgend das Bindemittel zugegeben wird oder der Komponente,
die zugemischt wird.
Vorteilhafte Dispergiermittel sind beispielsweise Polyacrylsäure
Salze wie das Natriumsalz, Natriumpolyphosphat oder Polyacrolein/acrylat-Copolymere.
Weiterhin können aber auch polymere kationische und/oder amphotere
Dispergiermittel zugegeben werden, z.B. Polydiallydimethylammoniumchlorid (PolyDADMAC)
oder Copolymere der Acrylsäure mit kationischen Monomeren oder Mischungen solcher
Dispergiermittel. Solche Produkte sind z.B. in der DE
40 18 162beschrieben und z.B. bei der Firma Stockhausen GmbH, Krefeld unter
anderem unter der Bezeichnung Prästol erhältlich.
Diese Dispergiermittel können dem Bindemittel zusätzlich
in einer Menge von 0.01 Gew.-% bis 1 Gew.-% bezogen auf das Gesamttrockengewicht
des Komposits, bevorzugt in einer Menge von 0.1 Gew.-% bis 0.5 Gew.-%, z.B. 0.25
Gew.-% zugegeben werden. Sie unterstützen die Adsorption des Bindemittels.
Das Mischen und Homogenisieren der Aufschlämmungen der Pigment-
und/oder Füllstoffpartikel bzw. der Calciumcarbonat-Zusammensetzung inklusive
des Zumischens und Einrühren des Bindemittels kann beispielsweise mit einem
Rührwerk des Typs Pendraulik, mit einer Zahnscheibe von 3.5 cm Durchmesser
als Rührer und bevorzugt bei Raumtemperatur erfolgen.
Ebenso ist die Mischung und Homogenisierung der Aufschlämmungen,
insbesondere, wenn die Pigment- und/oder Füllstoffpartikel zunächst mit
dem Bindemittel vermischt werden, mittels eines Pflugscharmischers möglich.
Pflugscharmischer funktionieren nach dem Prinzip des mechanisch erzeugten Fließbetts.
Pflugscharschaufeln rotieren nahe der inneren Wand einer horizontalen zylindrischen
Trommel und befördern die Mischungsbestandteile aus dem Produktbett in den
offenen Mischungsraum. Das mechanisch erzeugte Fließbett gewährleistet
eine intensive Mischung sogar großer Ansätze in sehr kurzer Zeit. Zerhacker
und/oder Dispergierer werden dazu verwendet, Klumpen in trockener Funktionsweise
zu dispergieren. Die verwendete Ausrüstung ist bei der Gebrüder Lödige
Maschinenbau GmbH, Paderborn, Deutschland, erhältlich.
Wird die Aufschlämmung der Calciumcarbonat-Zusammensetzung erst
wenn die Pigment- und/oder Füllstoffpartikel bereits mit dem Bindemittel vorbehandelt
wurden, zugegeben, kann dies beispielsweise mittels einer Rohrmischeinrichtung geschehen,
beispielsweise indem die Aufschlämmung mithilfe einer Zentrifugalpumpe durch
die Rohrmischeinrichtung gepumpt wird und die Aufschlämmung der vorbehandelten
Pigment- und/oder Füllstoffpartikel kontinuierlich über ein Ansaugrohr
in die Rohrmischeinrichtung eingeleitet wird. Eine solche Rohrmischeinrichtung ist
beispielsweise erhältlich bei der Ystral GmbH, Ballrechten-Dottingen, Deutschland.
Die Mischung wird bei einer Raumtemperatur von ca. 20–25°C
vorgenommen. Einer Erwärmung während dem Herstellungsprozess, z.B. durch
Reibung während des Dispergiervorgangs muss nicht entgegengewirkt werden. So
kann die Temperatur während dem Prozess üblicherweise bei 20–90°C
vorzugsweise zwischen 20 und 70°C liegen.
Auch eine Kombination verschiedener Mischsysteme kann zum Einsatz
kommen.
Die gemäß dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
erhaltenen Komposits können getrocknet werden, so dass das Komposit als Feststoff
anfällt, sie können aber auch als Aufschlämmung weiterverarbeitet
werden sowie als erneute wässerige Aufschlämmung des getrockneten Komposits,
so dass nicht nur das erfindungsgemäße Komposit an sich, sondern auch
eine wässerige Aufschlämmung davon eine Lösung der vorliegenden Erfindung
darstellt.
Weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung stellen die Verwendungsmöglichkeiten
des Komposits, sei es im trockenen Zustand oder als wässerige Aufschlämmung
dar.
So ist eine der Hauptverwendungen des Komposits oder seiner Aufschlämmung
die Verwendung als Füllstoff oder Pigment, z.B. Streichpigment, jedoch nicht
bei der Herstellung oder Verarbeitung von Thermopapier, sofern das Komposit organische
Mikropartikel enthält.
Der Einsatz als Füllstoff oder Pigment kann in der Papierherstellung
oder bei der Papierveredelung, z.B. beim Streichen von Papier erfolgen, jedoch nicht
von Thermopapier, wenn das Komposit organische Mikropartikel enthält.
Bei der Papierherstellung wird das Komposit bevorzugt in Mengen von
0.5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Papiers
eingesetzt. Bei der Papierveredelung, z.B. beim Streichen von Papier, sind bevorzugte
Mengen des erfindungsgemäßen Komposits von 0.5 bis 100 g/m2,
bevorzugt 2 bis 50 g/m2, besonders bevorzugt 5 bis 25 g/m2
pro Papierseite.
Hierbei kann das Komposit auch in mehrfach gestrichenen Systemen eingesetzt
werden, z.B. im Vorstrich und/oder Zwischenstrich und/oder Deckstrich oder Einfachstrich.
Wenn der Kompositstrich ein Vor- und/oder Zwischenstrich ist kann
darauf auch eine weiterer Strichauftrag mit konventionellen, dem Fachmann bekannten
Pigmenten erfolgen. Das Komposit kann für einseitig und beidseitig gestrichene
Papiere verwendet werden, wobei einer oder mehrere der Striche auf einer oder beiden
Seiten das Komposit enthält Das einseitig oder beidseitig gestrichene oder
angestrichene Papier kann kalandriertes ebenso wie unkalandriertes Papier sein.
Durch die gezielte Auswahl des Komposits hinsichtlich seiner Zusammensetzung
und seiner Größe kann weiterhin das Porenvolumen des Papiers bzw. des
Strichs, durch Belegung oder Nicht-Belegung durch die Kompositpartikel verändert,
zum Beispiel vergrößert, und gesteuert werden, wobei ein derartiger Einsatz
der erfindungsgemäßen Komposits, sofern sie organische Mikropartikel enthalten,
sich nicht auf das Gebiet der Thermopapiere, deren Herstellung oder Verarbeitung
erstreckt.
Das erfindungsgemäße Komposit kann auch zusammen mit anderen
gängigen Pigmenten und/oder Füllstoffen eingesetzt werden, sofern ihr
Einsatz nicht das Gebiet der Thermopapiere, deren Herstellung oder Verarbeitung
betrifft, wenn das Komposit organische Mikropartikel enthält.
Eine weitere Lösung der vorliegenden Erfindung ist auch ein Einsatz
in der Farb- oder Kunststoffherstellung.
Durch die plättchenförmige Struktur der anorganischen Mikropigmente
und/oder -füllstoffe wie Talk und/oder Glimmer und die Oberflächeneigenschaften
von Calciumcarbonat ermöglicht das erfindungsgemäße Komposit z.B.
den Einsatz eines „plättchenförmigen Calciumcarbonats".
Durch die Hohlkugel-Struktur der organischen Mikropigmente und/oder
-füllstoffe wie Polystyrol-Hohlkugeln und die Oberflächeneigenschaften
von Calciumcarbonat ermöglicht das erfindungsgemäße Komposit weiterhin
auch z.B. den Einsatz eines „leichten Calciumcarbonats" in Kunststoffen und
Farben, was z.B. im Flugzeugbau von Vorteil sein kann.
Eine weitere Lösung der vorliegenden Erfindung ist weiterhin
eine Streichfarbe umfassend ein erfindungsgemäßes Komposit, jedoch nicht
für den Einsatz bei der Herstellung oder Verarbeitung von Thermopapier, wenn
das Komposit organische Mikropartikel enthält.
Bevorzugt weist eine solche Streichfarbe einen Feststoffgehalt von
25–75 Gew.-% Feststoff auf, mehr bevorzugt 30–60 Gew.-%, besonders
bevorzugt 30–40 Gew.-% Feststoff. Der Anteil an Komposit bezogen auf den
Gesamtfeststoffgehalt der Streichfarbe kann 3 bis 97 Gew.-% betragen, bevorzugt
liegt er zwischen 10 und 90 Gew.-%. Besonders bevorzugt beträgt er 85 ±
10 Gew.-%.
In Anbetracht der hervorragenden Bindeeigenschaften der erfindungsgemäßen
Bindemittel in den erfindungsgemäßen Komposits stellt schließlich
eine weitere Lösung der vorliegenden Erfindung die Verwendung eines Copolymers
umfassend als Monomer ein oder mehrere Dicarbonsäuren und ein oder mehrere
Monomere aus der Gruppe der Diamine, Triamine, Dialkanolamine oder Trialkanolamine
zur wenigstens teilweisen Beschichtung von Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln
mit einer Zusammensetzung umfassend Nano-Calciumcarbonatpartikel dar wie sie oben
beschrieben wurden. Besonders bevorzugt ist hierbei die Verwendung eines Copolymers
von Adipinsäure mit N-(2-Amionoethyl)-1,2-ethandiamin und Epichlorhydrin als
Bindemittel.
Die nachfolgend beschriebenen Figuren Beispiele und Versuche dienen
der Erläuterung der Erfindung und sollen diese in keiner Weise einschränken.
Figurenbeschreibung:
Bei den im folgenden beschriebenen Figuren handelt es sich um Raster-Elektronenmikroskop-Aufnahmen
(REM) verschiedener Mischungen des Stands der Technik und erfindungsgemäßer
Komposits. Die Mischungen sowie die erfindungsgemäßen Komposits wurden
hierzu in Wasser unter Verwendung von Ultraturax auf eine Konzentration von 20 Gew.-%
eingestellt. Davon wurden jeweils einige Tropfen (ca. 100 mg) in 250 ml dest. Wasser
verdünnt und über ein 0.2 µm Poren Membranfilter filtriert. Die so
auf dem Membranfilter erhaltenen Präparate wurden mit Gold bedampft und im
REM bei verschiedenen Vergrößerungen beurteilt.
1 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats einer
Mischung aus Nano-Calciumcarbonat und organischen Mikropartikeln gemäß
dem Stand der Technik.
2 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats einer
Mischung aus Nano-Calciumcarbonat und anorganischen Mikropartikeln gemäß
dem Stand der Technik.
3 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats einer
Mischung aus Nano-Calciumcarbonat und anorganischen Mikropartikeln gemäß
dem Stand der Technik.
4 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats eines
erfindungsgemäßen Komposits aus organischen Mikropartikeln, Nano-Calciumcarbonat
und Bindemittel.
5 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats eines
weiteren erfindungsgemäßen Komposits aus organischen Mikropartikeln, Nano-Calciumcarbonat
und Bindemittel.
6 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats eines
weiteren erfindungsgemäßen Komposits aus anorganischen Mikropartikeln,
Nano-Calciumcarbonat und Bindemittel.
7 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats eines
weiteren erfindungsgemäßen Komposits aus anorganischen Mikropartikeln,
Nano-Calciumcarbonat und Bindemittel.
8 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats eines
weiteren erfindungsgemäßen Komposits aus anorganischen Mikropartikeln,
Nano-Calciumcarbonat und Bindemittel.
9 zeigt die REM-Aufnahme eines Präparats eines
weiteren erfindungsgemäßen Komposits aus organischen Mikropartikeln, Nano-Calciumcarbonat
und Bindemittel.
BEISPIELE:Herstellung und Beschreibung der in den Beispielen verwendeten
Nano-Partikel
Im folgenden wird die Herstellung von für die erfindungsgemäßen
Komposits geeigneten Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzungen beschrieben:
Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 1 wurde kontinuierlich unter Verwendung von,
in einer konventionellen Kugelmühle trocken auf einen sphärischen Äquivalentdurchmesser
von 45 µm vorvermahlenem Norwegischem Marmor durch Nassvermahlung in einer
vertikalen 160 Liter Attritor-Kugelmühle in zwei Durchgängen unter Verwendung
von insgesamt 0.85 Gew.-% Natrium/Magnesium-Polyacrylat mit einem Mw von etwa 6000
g/mol bezogen auf das Gesamttrockengewicht des Komposits als Dispergier-/Mahlhilfsmittel,
bei einem Feststoffgehalt von 72 Gew.-%, auf die folgende Größenverteilung
vermahlen:
Die Brookfield-Viskosität der nach der Nassvermahlung erhaltenen
Aufschlämmung betrug 285 mPa·s.
Die verwendeten Mahlkugeln bestehend aus Zirkoniumsilikat und Baddeleit
hatten eine Größe von 0.5–2 mm.
Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 2 wurde kontinuierlich unter
Verwendung von in einer konventionellen Kugelmühle trocken auf einen sphärischen
Äquivalentdurchmesser von 45 µm vorvermahlenem Norwegischem Marmor durch
Nassvermahlung in einer vertikalen 160 Liter Attritor-Kugelmühle in zwei Durchgängen
unter Verwendung insgesamt 0.85 Gew.-% Natrium/Magnesium-Polyacrylat mit einem Mw
von etwa 6000 g/mol bezogen auf das Gesamttrockengewicht des Komposits als Dispergier-/Mahrhilfsmittel
und 1 Gew.-% Polyethylen-Polyacrylsäure-Copolymer-Natriumsalz (aus Primacor
5880 I, DOW, bei 95°C neutralisiert mit der äquivalenten Menge von NaOH
bezogen auf die Carbonsäuregruppen) bezogen auf das Gesamttrockengewicht des
Komposits, bei einem Feststoffgehalt von 72 Gew.-%, auf die folgende Größenverteilung
vermahlen:
Die Brookfield-Viskosität der nach der Herstellung erhaltenen
Aufschlämmung beträgt 450 mPa.s.
Die verwendeten Mahlkugeln bestehend aus Zirkoniumsilikat und Baddeleit
hatten eine Größe von 0.5–2 mm.
Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung-3 wurde kontinuierlich unter
Verwendung von Norwegischem Marmor mit einem sphärischen Äquivalentdurchmesser
von 45 µm durch Nassvermahlung in einer vertikalen 1500 Liter Attritor-Kugelmühle
in zwei Durchgängen unter Verwendung von insgesamt 0.95 Gew.-% Natrium/Magnesium-Polyacrylat
mit einem Mw von etwa 6000 g/mol bezogen auf das Gesamttrockengewicht des Komposits
als Dispergier-/Mahrhilfsmittel, bei einem Feststoffgehalt von 75 Gew.-%, auf die
folgende Größenverteilung vermahlen:
Die Brookfield-Viskosität der nach der Herstellung erhaltenen
Aufschlämmung beträgt 285mPa.s
Die verwendeten Mahlkugeln bestehend aus Zirkoniumsilikat und Baddeleit
hatten eine Größe von 0.5–2 mm.
Beschreibung der in den Beispielen verwendeten Mikro-Partikel
Für die folgenden Versuche wurden folgende kommerziell erhältliche
Pigmente und/oder Füllstoffe verwendet:
Organische Mikropartikel: Ropaque HP-1055 – Aufschlämmung (Rohm & Haas):
Partikelgröße: relativ einheitlich 1.0 µm
Die Partikelgröße wurde mittels REM bestimmt.
Feststoffgehalt: 27 Gew.-% (bestimmt bei 120°C, 2 h im Trockenschrank)
Anorganische Mikropartikel 1: Finntalc C 10 – Aufschlämmung (MONDO Minerals,
Finnland)
Partikelgröße: 95 Gew.-% < 10 µm
80 Gew.-% < 5 µm
45 Gew.-% < 2 µm
Die Partikelgröße wurde mit der Sedimentationsmethode unter Verwendung
eines Sedigraph 5100, Micrometrics, USA, bestimmt.
Feststoff-Gehalt: 61.5 Gew.-%. (bestimmt bei 120°C, 2 h im Trockenschrank)
Anorganische Mikropartikel 2: Finntalc P 05 Pulver, MONDO Minerals Finnland
Die Partikelgröße wurde mit der Sedimentationsmethode unter Verwendung
eines Sedigraph 5100, Micrometrics, USA, bestimmt.
Feuchtigkeit: < 0.5 Gew.-% (bestimmt bei 120°C, 2 h im Trockenschrank)
Beschreibung der in den Beispielen verwendeten BindemittelnBindemittel 1
15 ± 0.5 Gew.-% wässerige Lösung eines Copolymers von
Adipinsäure mit N-(2-aminoethyl)-1,2-ethandiamin und Epichlorhydrin mit folgenden
Kenngrößen:
– Gesamtchlorgehalt: etwa 1.5 Gew.-%
– Organischer Chlorgehalt: < 0.5 Gew.-%
– Mw > 1000 g/mol
– Brookfield Viskosität der wässerigen Lösung: 80 mPa·s
± 30 mPa·s (Brookfield Typ EV-2+, Scheibenspindel 3, 100 U/min)
– pH 3.0
Solche Produkte können in dem Fachmann für organische Synthese
bekannter Weise durch zweistufige Synthese hergestellt werden. Die Herstellung erfolgt
z.B. durch Erzeugung eines Zwischenprodukts, bestehen aus dem Reaktionsprodukt von
Diethylentriamin, Monoethanolamin und Adipinsäure in destilliertem Wasser.
In einer 2. Reaktion wird resultierende Zwischenprodukts mit Epichlorhydrin unter
Verwendung von Schwefelsäure und Kaliumsorbat als Katalysator zum Endprodukt
umgesetzt, mit Wasser auf einen Feststoffgehalt von 12–20 Gew.-% verdünnt
und der pH-Wert mit weiterer Schwefelsäure auf pH 3 eingestellt. Solche Copolymere
werden unter anderem von der Firma Lanxess, Deutschland, und der Firma Mare, Italien,
verkauft, wie zum Beispiel Nadavin, z.B. Nadavin DHN (15 %-ig).
Bindemittel 2
60 ± 0.5 Gew.-% aktive wässerige Lösung eines Copolymers
von Adipinsäure mit N-(2-aminoethyl)-1,2-ethandiamin mit folgenden Kenngrößen:
– Brookfield Viskosität der 60 Gew.-% wässerigen Lösung:
1300 mPa·s ± 100 mPa·s (Brookfield Typ EV-2+, Scheibenspindel 3,
100 U/min)
– Säurezahl: 12 mg KOH/g Feststoff
– Farbzahl nach Gardner: 4
– pH 8.9
Solche Produkte können in dem Fachmann für organische Synthese
bekannter Weise durch einstufige Synthese hergestellt werden. Die Herstellung für
diese Erfindung erfolgt durch die Reaktion von 300.0 g Diethanoltriamin, 18.7 g
Monoethanolamin und 446.9 g Adipinsäure in 439.4 g destilliertem Wasser. Hierbei
wird das Monoethanolamin in Portionen langsam zu Diethanoltriamin zugegeben. Während
der Zugabe wird die Temperatur auf 110–120 °C gehalten. Ist die exotherme
Reaktion beendet, wird unter Berücksichtigung der Dampftemperatur von max.
103 °C langsam auf 160–170 °C aufgeheizt. Bei dieser Temperatur
wird auf eine Säurezahl von ca. 20 mg KOH/g verkocht. Danach wird auf 130 °C
abgekühlt und vorsichtig in kleinen Portionen destilliertes Wasser zugegeben
bis der Feststoffgehalt 60 Gew.-% beträgt.
Beispiele des Stands der TechnikBeispiel 1Versuch 1: Mischung aus organischen Mikropartikeln und Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
Es wurden 473.3 g der Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 3 mit 438.2
g der Aufschlämmung der organischen Mikropartikel am Pendraulik-Rührwerk
mit einer Zahnscheibe von 3.5 cm Durchmesser als Rührer und einer Rührgeschwindigkeit
von 7500 U/min. bei einer Startemperatur von 22 °C während 15 min unter
Rühren gemischt. Die Endtemperatur nach dem Mischen betrug 45 °C.
Die resultierende Mischung hatte folgende Kenngrößen:
– Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60 min/120 min.: 77/79/81
mPa·s
– pH: 8.23,
– Feststoffgehalt: 52.22 Gew.-%
Aus 1 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat von den organischen Mikropartikeln segregiert
ist. Nur ein geringer Anteil der 75 Gew.-% des Nano-Calciumcarbonats ist in der
REM-Aufnahme zu sehen.
Es wurde ein Filtertest durchgeführt, um die Segregationsneigung
zu verdeutlichen, indem 200 ml einer Aufschlämmung mit 0.5 Gew.-% Feststoffgehalt
der Nano-/Mikropartikel-Mischung hergestellt wurde und die Aufschlämmung unter
Verwendung eines Membranfilters mit 0.2 µm Porendurchmesser filtriert wurde
(Druck: ca. 25 mbar, Wasserstrahlpumpe; Raumtemperatur). Es wurde die Zeit, um 200
ml zu filtrieren, gemessen. Bei Auftreten von Segregation, tritt Nano-Calciumcarbonat
zunächst durch die Poren, aber mit der Zeit bildet sich ein sekundärer
Filterkuchen auf dem Membranfilter und blockiert die Poren.
Filtrierungszeit: > 24 Stunden. Nach 10 h liegen noch 90 ml an
zu filtrierender Aufschlämmung vor.
Die Filtrierungszeit zeigt deutlich die Segregation von Nano- und
Mikropartikeln.
Versuch 2: Mischung aus gemeinsam vermahlenen anorganischen Mikropartikeln
2 und Calciumcarbonat:
Eine Mischung aus
– 47.0 Gew.-% in einer konventionellen Kugelmühle trocken auf einen
mittleren sphärischen Teilchendurchmesser von 45 µm vermahlenem Norwegischem
Marmor
– 23.3 Gew.-% Mikropartikel 2
– 28.9 Gew.-% Wasser
– 0.4 Gew.-% Natrium-Polyacrylat Lösung als Mahrhilfsmittel
– 0.4 Gew.-% Kalium neutralisierte (Acrylsäure/Butylacrylat)-Copolymer
Lösung als Dispergiermittel
wurde durch Nassvermahlen in einer horizontalen Rührwerkskugelmühle der
Firma Dynomill mit 2 Liter Inhalt, auf die folgende Kornverteilung vermahlen:
Die Partikelgröße wurde mit der Sedimentationsmethode unter
Verwendung eines Sedigraph 5100, Micrometrics, USA, bestimmt.
– Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60 min/120 min.: 182/194/210
mPa·s
– pH: 9.4,
– Feststoffgehalt: 69.8 Gew.-%
Aus 2 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat von den anorganischen Mikropartikeln segregiert ist.
Es wurde ein Filtertest durchgeführt, um die Segregationsneigung
zu verdeutlichen, indem 200 ml einer Aufschlämmung mit 0.5 Gew.-% Feststoffgehalt
der gemeinsam vermahlenen Mischung hergestellt wurde und die Aufschlämmung
unter Verwendung eines Membranfilters mit 0.2 µm Porendurchmesser filtriert
wurde (Druck: ca. 25 mbar, Wasserstrahlpumpe; Raumtemperatur). Es wurde die Zeit,
um 200 ml zu filtrieren, gemessen. Bei Auftreten von Segregation, tritt Nano-Calciumcarbonat
zunächst durch die Poren, aber mit der Zeit bildet sich ein sekundärer
Filterkuchen auf dem Membranfilter und blockiert die Poren.
Filtrierungszeit: > 24 Stunden. Nach 12 h liegen noch 50 ml an
zu filtrierender Aufschlämmung vor.
Die Filtrierungszeit zeigt deutlich die Segregation von Nano- und
Mikropartikeln.
Versuch 3: Mischung aus anorganischen Mikropartikeln und Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
1:
Es werden 753.4 g der Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 1 mit 882.0
g der Aufschlämmung der anorganischen Mikropartikel 1 am Pendraulik-Rührwerk
mit einer Zahnscheibe von 3.5 cm Durchmesser als Rührer und einer Rührgeschwindigkeit
von 7500 U/min. bei einer Startemperatur von 22 °C während 15 min. unter
Rühren gemischt. Die Endtemperatur nach dem Mischen betrug 48 °C.
Die resultierende Mischung hatte folgende Kenngrößen:
– Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60 min/120 min.: 142/138/138
mPa·s
– pH: 8.28
– Feststoffgehalt: 66.5 Gew.-%
Aus 3 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat von den anorganischen Mikropartikeln segregiert ist. Nur ein
geringer Anteil der 50 Gew.-% des Nano-Calciumcarbonats ist in der REM-Aufnahme
zu sehen.
Es wurde ein Filtertest durchgeführt, um die Segregationsneigung
zu verdeutlichen, indem 200 ml einer Aufschlämmung mit 0.5 Gew.-% Feststoffgehalt
der Nano-/Mikropartikel-Mischung hergestellt wurde und die Aufschlämmung unter
Verwendung eines Membranfilters mit 0.2 µm Porendurchmesser filtriert wurde
(Druck: ca. 25 mbar, Wasserstrahlpumpe; Raumtemperatur). Es wurde die Zeit, um 200
ml zu filtrieren, gemessen. Bei Auftreten von Segregation, tritt Nano-Calciumcarbonat
zunächst durch die Poren, aber mit der Zeit bildet sich ein sekundärer
Filterkuchen auf dem Membranfilter und blockiert die Poren.
Filtrierungszeit: > 24 Stunden. Nach 10 h liegen noch 70 ml an
zu filtrierender Aufschlämmung vor.
Die Filtrierungszeit zeigt deutlich die Segregation von Nano- und
Mikropartikeln.
Erfindungsgemäße BeispieleBeispiel 2: Komposits aus organischen Mikropartikeln, Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
3 und Bindemittel 1Versuch 4: Komposit aus 25 Gew.-% organischen Mikropartikeln und 75 Gew.-%
Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 3:
Es werden 2100 g der Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 3 am Pendraulik
vorgelegt und 1944.4 g der Aufschlämmung der organischen Mikropartikel während
2 min. eingerührt. Der Feststoffgehalt wurde mit Wasser auf eine Konzentration
von 50 Gew.-% verdünnt. Zu dieser Mischung wurden 272.7 g Bindemittel 1 als
wässerige Lösung mit einem Feststoffgehalt von 15.4 Gew.-% während
weiteren 2 min eingerührt und mit Wasser auf einen Feststoffgehalt von 35 Gew.-%
verdünnt. Die so erhaltene Reaktionsmischung wurde 15 Minuten geschert wobei
nach der Hälfte der Scherzeit mit 10 Gew.-%iger NaOH der pH auf 9 eingestellt
wurde und mit 0.525 Gew.-% bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt einer 42 Gew.-%
aktiven wässerigen Lösung eines Polyacrylsäure-Natriumsalzes (Mw:
etwa 4000 g/mol; pH: 8.5) dispergiert wurde. Das Pendraulik-Rührwerk war mit
einer Zahnscheibe von 3.5 cm Durchmesser ausgerüstet und die Rührgeschwindigkeit
betrug 7500 U/min. Die Startemperatur betrug 21 °C und die Endtemperatur nach
der 15 minütigen Scherzeit betrug 38 °C.
Die resultierende Komposit-Aufschlämmung hatte folgende Kenngrößen:
– Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60 min/120 min.: 610/580/583
mPa·s
– pH-Wert: 9.04
– Feststoffgehalt: 35.1 Gew.-%
Aus 4 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat nicht von den organischen Mikropartikeln segregiert ist und
sich auf der Oberfläche der organischen Mikropartikel befindet. Es ist leicht
zu erkennen, dass das Porenvolumen im Beispiel 2, Versuch 3 gegenüber dem Beispiel
1, Versuch 1 stark gesteigert werden konnte.
Es wurde ein Filtertest durchgeführt, um die Segregationsneigung
zu verdeutlichen, indem 200 ml einer Aufschlämmung mit 0.5 Gew.-% Feststoffgehalt
der Nano-/Mikropartikel-Mischung hergestellt wurde und die Aufschlämmung unter
Verwendung eines Membranfilters mit 0.2 µm Porendurchmesser filtriert wurde
(Druck: ca. 25 mbar, Wasserstrahlpumpe; Raumtemperatur). Es wurde die Zeit, um 200
ml zu filtrieren, gemessen. Bei Auftreten von Segregation, tritt Nano-Calciumcarbonat
zunächst durch die Poren, aber mit der Zeit bildet sich ein sekundärer
Filterkuchen auf dem Membranfilter und blockiert die Poren.
Filtrierungszeit: 1.5 Stunden.
Die Filtrierungszeit zeigt deutlich, dass die Segregation von Nano-
und Mikropartikeln erheblich reduziert wurde. Es bildet sich nahezu kein sekundärer
Filterkuchen aus Nano-Calciumcarbonat auf dem Membranfilter, der die Poren blockiert.
Die Filtrierungszeit ist aufgrund der offenen Struktur des Verbunds im Vergleich
mit Versuch 1 des Beispiels 1 sehr kurz.
Versuch 5: Komposit aus 50 Gew.-% organischen Mikropartikeln und 50 Gew.-&
Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
Es werden 1457g der Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 3 am Pendraulik-Rührwerk
vorgelegt und 4047 g der Aufschlämmung der organischen Mikropartikel eingerührt.
Der Feststoffgehalt wurde mit Wasser auf eine Konzentration von 40 Gew.-% verdünnt.
Zu dieser Mischung wurden 283.8 g Bindemittel 1 als wässerige Lösung mit
einem Feststoffgehalt von 15.4 Gew.-% eingerührt und mit destilliertem Wasser
auf 30 Gew.-% verdünnt und das Reaktionsgemisch während 15 min gerührt,
wobei der pH zu Beginn der Rührzeit mit 10 Gew.-%-iger NaOH auf 9 eingestellt
wurde und mit 0.3 Gew.-% bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt einer 42 Gew.-% aktiven
wässerigen Lösung eines Polyacrylsäure-Natriumsalzes (Mw: etwa 4000
g/mol; pH: 8.5) bezogen auf den Gesamtfeststoff dispergiert wurde. Das Pendraulik-Rührwerk
war mit einer Zahnscheibe von 3.5 cm Durchmesser als Rührer ausgerüstet.
Die Rührgeschwindigkeit betrug 7500 U/min. Beim Start betrug die Temperatur
22 °C. Während dem 15 minütigen Rühren erhöhte sich die
Temperatur der Aufschlämmung auf eine Endtemperatur von 42 °C..
Die resultierende Komposit-Aufschlämmung hatte folgende Kenngrößen:
– Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60 min/120 min.: 459/574/616
mPa·s
– pH-Wert: 9.03
– Feststoffgehalt: 28.9 Gew.-%
Aus 5 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat nicht von den organischen Mikropartikeln segregiert ist und
sich auf der Oberfläche der organischen Mikropartikel befindet. Es ist leicht
zu erkennen, dass das Porenvolumen im Beispiel 2, Versuch 5 gegenüber dem Beispiel
1, Versuch 1 stark gesteigert werden konnte.
Beispiel 3: Komposits aus anorganischen Mikropartikeln, Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
und Bindemittel 1Versuch 6: Komposit aus 50 Gew.-% anorganschen Mikropartikeln 2 und 50
Gew.-%Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 1:a) Schritt 1: Herstellen eines Zwischenprodukts aus Mikropartikeln 2 mit
Bindemittel 1
400 kg anorganische Mikropartikel 2 werden in einem Pflugscharmischer,
Typ FKM 2000 D, Lödige, Deutschland, vorgelegt und 53.3 kg wässerige Lösung
des Bindemittels 1 bei laufenden Mischern innerhalb von 10 Minuten zugeben und weitere
10 Minuten homogenisiert. Der Feststoffgehalt des Zwischenprodukts lag nach Zugabe
des Bindemittels 1 bei 88 Gew.-% und wies eine feste, pulvrige Konsistenz auf.
b) Schritt 2: Herstellung des Komposit aus Zwischenprodukt und Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
1
522.6 kg Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 1 und 388 kg Wasser
für einen Feststoffgehalt von 41.63 Gew.-% wurden in einem 2 m3
Behälter gemischt. Es wurden 8.9 kg einer 42 Gew.-% aktiven wässerigen
Lösung eines Polyacrylsäure-Natriumsalzes (Mw: etwa 4000 g/mol; pH: 8.5)
und 3 kg 10 Gew.-%-ige NaOH zugegeben. Die Aufschlämmung wurde mithilfe einer
Zentrifugalpumpe durch eine Rohrmischeinrichtung gepumpt und es wurden 427.5 kg
des Zwischenprodukts aus Schritt 1 mit einem Feststoffgehalt von 88 Gew.-% von der
Seite her während 2 min. kontinuierlich über ein Ansaugrohr in die Rohrmischeinrichtung
eingeleitet und das Zwischenprodukt mit der Aufschlämmung in Kontakt gebracht.
Danach wurde die so erhaltene Aufschlämmung noch während 8 min im Kreislauf
gemischt.
Anschließend wurde über ein 104 µm Sieb direkt in einen
Container gesiebt.
Die resultierende Komposit-Aufschlämmung hatte folgende Kenngrößen:
5 Tage nach der Herstellung: Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60
min./120 min.: 76/75/77 mPa·s
pH: 8.65
Feststoffgehalt: 58.6 Gew.-%
Aus 6 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat nicht von den anorganischen Mikropartikeln segregiert ist und
sich auf der Oberfläche der anorganischen Mikropartikel befindet. Es ist leicht
zu erkennen, dass das Porenvolumen im Beispiel 3, Versuch 6 gegenüber dem Beispiel
1, Versuch 3 stark gesteigert werden konnte.
Es wurde ein Filtertest durchgeführt, um die Segregationsneigung
zu verdeutlichen, indem 200 ml einer Aufschlämmung mit 0.5 Gew.-% Feststoffgehalt
der Nano-/Mikropartikel-Mischung hergestellt wurde und die Aufschlämmung unter
Verwendung eines Membranfilters mit 0.2 µm Porendurchmesser filtriert wurde
(Druck: ca. 25 mbar, Wasserstrahlpumpe; Raumtemperatur). Es wurde die Zeit, um 200
ml zu filtrieren, gemessen. Bei Auftreten von Segregation, tritt Nano-Calciumcarbonat
zunächst durch die Poren, aber mit der Zeit bildet sich ein sekundärer
Filterkuchen auf dem Membranfilter und blockiert die Poren.
Filtrierungszeit: 6.0 Stunden.
Die Filtrierungszeit zeigt deutlich, dass die Segregation von Nano-
und Mikropartikeln erheblich reduziert wurde. Es bildet sich nahezu kein sekundärer
Filterkuchen aus Nano-Calciumcarbonat auf dem Membranfilter, der die Poren blockiert.
Die Filtrierungszeit ist aufgrund der offenen Struktur des Verbunds im Vergleich
mit Versuch 3 des Beispiels 1 sehr kurz.
Versuch 7: Komposit aus 50 Gew.-% anorganischen Mikropartikeln 2 und 50
Gew.-% Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 2:a) Schritt 1: Herstellen eines Zwischenprodukts aus Mikropartikeln 2 mit
Bindemittel 1
400 kg anorganische Mikropartikel 2 werden in einem Pflugscharmischer,
Typ FKM 2000 D, Lödige, Deutschland, vorgelegt und 53.3 kg wässerige Lösung
des Bindemittels 1 bei laufenden Mischern innerhalb von 10 Minuten zugeben und weitere
10 Minuten homogenisiert. Der Feststoffgehalt des Zwischenprodukts lag nach Zugabe
des Bindemittels 1 bei 88 Gew.-%.
b) Schritt 2: Herstellung des Komposit aus Zwischenprodukt und Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
2
518.3 kg Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 2 und 348 kg Wasser
wurden in einem 2 m3 Behälter gemischt. Danach wurden 3.6 kg einer
42 Gew.-% aktiven wässerigen Lösung eines Polyacrylsäure-Natriumsalzes
(Mw: etwa 4000 g/mol; pH: 8.5) und 1.35 kg 10 Gew.-%-ige NaOH unter Rühren
zugemischt. Die Aufschlämmung wurde mithilfe einer Zentrifugalpumpe durch eine
Rohrmischeinrichtung gepumpt und es wurden 424 kg des Zwischenprodukts aus Schritt
1 mit einem Feststoffgehalt von 88 Gew.-% von der Seite her während 2 min.
kontinuierlich über ein Ansaugrohr in die Rohrmischeinrichtung eingeleitet
und vermischt.
Anschließend wurde über ein 104 µm Sieb direkt in einen
Container gesiebt.
Die resultierende Komposit-Aufschlämmung hatte folgende Kenngrößen:
5 Tage nach der Herstellung: Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60
min./120 min.: 422/405/409 mPa·s
pH: 8.3
Feststoffgehalt: 58.35 Gew.-%
Aus 7 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat nicht von den anorganischen Mikropartikeln segregiert ist und
sich auf der Oberfläche der anorganischen Mikropartikel befindet. Es ist leicht
zu erkennen, dass das Porenvolumen im Beispiel 3, Versuch 7 gegenüber dem Beispiel
1, Versuch 3 stark gesteigert werden konnte.
Es wurde ein Filtertest durchgeführt, um die Segregationsneigung
zu verdeutlichen, indem 200 ml einer Aufschlämmung mit 0.5 Gew.-% Feststoffgehalt
der Nano-/Mikropartikel-Mischung hergestellt wurde und die Aufschlämmung unter
Verwendung eines Membranfilters mit 0.2 µm Porendurchmesser filtriert wurde
(Druck: ca. 25 mbar, Wasserstrahlpumpe; Raumtemperatur). Es wurde die Zeit, um 200
ml zu filtrieren, gemessen. Bei Auftreten von Segregation, tritt Nano-Calciumcarbonat
zunächst durch die Poren, aber mit der Zeit bildet sich ein sekundärer
Filterkuchen auf dem Membranfilter und blockiert die Poren.
Filtrierungszeit: 2.5 Stunden.
Die Filtrierungszeit zeigt deutlich, dass die Segregation von Nano-
und Mikropartikeln erheblich reduziert wurde. Es bildet sich nahezu kein sekundärer
Filterkuchen aus Nano-Calciumcarbonat auf dem Membranfilter, der die Poren blockiert.
Die Filtrierungszeit ist aufgrund der offenen Struktur des Verbunds im Vergleich
mit Versuch 3 des Beispiels 1 sehr kurz.
Versuch 8: Komposit aus 25 Gew.-% anorganischen Mikropartikeln 2 und 75
Gew.-% Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 2:a) Schritt 1: Herstellen eines Zwischenprodukts aus Mikropartikeln 2 mit
Bindemittel 1
400 kg anorganische Mikropartikel 2 werden in einem Pflugscharmischer,
Typ FKM 2000 D, Lödige, Deutschland, vorgelegt und 53.3 kg wässerige Lösung
des Bindemittels 1 bei laufenden Mischern innerhalb von 10 Minuten zugeben und weitere
10 Minuten homogenisiert. Der Feststoffgehalt des Zwischenprodukts lag nach Zugabe
des Bindemittels 1 bei 88 Gew.-%.
In einem Pflugscharmischer Typ Lödige wurden 77.5 kg Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
2 vorgelegt und mit 17.5 kg Wasser vermischt. Dann wurden 180 g einer 42 Gew.-%igen
wässerigen Lösung eines Polyacrylsäure-Natriumsalzes (Mw: etwa 4000
g/mol; pH: 8.5) zugegeben und nach einer kurzen Homogenisierungzeit von 2 min wurden
21.1 kg des Zwischenprodukts aus Schritt 1 mit einem Feststoffgehalt von 88 Gew.-%
zugegeben und unter Verwendung der beiden Mischeraggregate des Pflugscharmischers
des Typ FKM 130 D, des Homogenisators und der Pflugschar, während 30 Minuten
intensiv vermischt.
Anschließend wurde über ein 104 µm Sieb direkt in einen
Container gesiebt.
Die resultierende Komposit-Aufschlämmung hatte folgende Kenngrößen:
5 Tage nach der Herstellung: Brookfield-Viskosität: 108/109/112 mPa·s
pH: 8.86
Feststoffgehalt: 64.76 Gew.-%
Aus 8 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat nicht von den anorganischen Mikropartikeln segregiert ist und
sich auf der Oberfläche der anorganischen Mikropartikel befindet. Es ist leicht
zu erkennen, dass das Porenvolumen im Beispiel 3, Versuch 8 gegenüber dem Beispiel
1, Versuch 3 stark gesteigert werden konnte.
Dieser Versuch zeigt, dass auch ein anderer Ausrüstungstyp als
die bisher beschriebenen und unterschiedliche Zugabepunkte der Pigmente und/oder
Füllstoffe und Bindemittel zu einer guten Oberflächenbehandlung anorganischer
Mikropartikel mit Nano-Calciumcarbonat-Partikeln führt.
Beispiel 4: Komposits aus organischen Mikropartikeln, Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung
3 und Bindemittel 2Versuch 9: Komposit aus 25 Gew.-% organischen Mikropartikeln und 75 Gew.-%
Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 3 und Bindemittel 2:
Es werden 654.2 g organische Mikropartikel am Pendraulik-Rührwerk
vorgelegt, 17.6 g einer 20 Gew.-%-igen PolyDADMAC Lösung zugegeben, 5 min.
gerührt, dann 23.5 g des Bindemittels 2 zugegeben, 5 min gerührt, dann
700 g der Nano-Calciumcarbonat-Zusammensetzung 3 zugegeben und mit dest. Wasser
auf ca. 30 Gew.-% verdünnt. Die erhaltene Reaktionsmischung wurde 15 Minuten
geschert, wobei der pH mit 10 Gew.-%-iger NaOH auf 9 eingestellt wurde und mit 16.8
g einer 42 Gew.-% aktiven wässerigen Lösung eines Polyacrylsäure-Natriumsalzes
(Mw: etwa 4000 g/mol; pH: 8.5) dispergiert wurde. Das Pendraulik-Rührwerk war
mit einer Zahnscheibe von 3.5 cm Durchmesser als Rührer ausgerüstet. Die
Rührgeschwindigkeit betrug 7500 U/min. Beim Start betrug die Temperatur 23
°C. Während dem 15 minütigen Rühren erhöhte sich die Temperatur
der Aufschlämmung auf eine Endtemperatur von 44°C.
Die resultierende Komposit-Aufschlämmung hatte folgende Kenngrößen:
– Brookfield-Viskosität gemessen nach 5 min./60 min/120 min.: 317/338/358
mPa·s
– pH-Wert: 9.26
– Feststoffgehalt: 32.0 Gew.-%
Aus 9 geht deutlich hervor, dass das
Nano-Calciumcarbonat nicht von den organischen Mikropartikeln segregiert ist und
sich auf der Oberfläche der organischen Mikropartikel befindet. Es ist leicht
zu erkennen, dass das Porenvolumen im Beispiel 4, Versuch 9 gegenüber dem Beispiel
1, Versuch 1 stark gesteigert werden konnte.
Es wurde ein Filtertest durchgeführt, um die Segregationsneigung
zu verdeutlichen, indem 200 ml einer Aufschlämmung mit 0.5 Gew.-% Feststoffgehalt
der Nano-/Mikropartikel-Mischung hergestellt wurde und die Aufschlämmung unter
Verwendung eines Membranfilters mit 0.2 µm Porendurchmesser filtriert wurde
(Druck: ca. 25 mbar, Wasserstrahlpumpe; Raumtemperatur). Es wurde die Zeit, um 200
ml zu filtrieren, gemessen. Bei Auftreten von Segregation, tritt Nano-Calciumcarbonat
zunächst durch die Poren, aber mit der Zeit bildet sich ein sekundärer
Filterkuchen auf dem Membranfilter und blockiert die Poren.
Filtrierungszeit: 13 Minuten
Die extrem kurze Filtrierungszeit zeigt deutlich, dass die Segregation
von Nano- und Mikropartikeln erheblich reduziert wurde. Es bildet sich nahezu kein
sekundärer Filterkuchen aus Nano-Calciumcarbonat auf dem Membranfilter, der
die Poren blockiert. Die Filtrierungszeit ist aufgrund der offenen Struktur des
Verbunds im Vergleich mit Versuch 1 des Beispiels 1 außerordentlich kurz.
Versuch 10: Versuch zum Verschmieren und Trocknen von Tinte auf gestrichenem
Papier:a) Verschmiertest auf unkalandriertem Papier
Es wurden Streichfarben aus dem erfindungsgemäßen Komposit
des Versuchs 8 und einer Mischung des Stands der Technik wie in Versuch 1 beschrieben
mit der folgenden Formulierung hergestellt:
A) 350 g des trockenen Komposits des Versuchs 8 und 35 g Trockengewicht eines
Styrol-Acrylat-Latex (Acronal S 360 D; BASF) wurden unter Scherung für 5 min.
bei 200 U/min unter Verwendung eines Scheibenrührers mit einem Durchmesser
von 5 cm zur Bildung einer Streichfarbe zusammengemischt.
B) 500 g des trockenen Komposits des Versuchs 1 und 50 g Trockengewicht eines
Styrol-Acrylat-Latex (Acronal S 360 D; BASF) wurden unter Scherung für 5 min.
bei 2000 U/min unter Verwendung eines Scheibenrührers mit einem Durchmesser
von 5 cm zur Bildung einer Streichfarbe zusammengemischt.
15 g Trockengewicht der oben beschriebenen Streichfarben wurden jeweils
zur Beschichtung eines 58 g/m2 Offset Basispapiers wie "Magnostar", Sappi,
verwendet. Die Beschichtung erfolgte mittels einem Erichsen Tischcoater (Rakelauftraggerät;
Modell 624). Je nach Rakelgrösse werden verschiedene Mengen der hergestellten
Aufschlämmung vor den Rakel gegeben. Danach wird bei einer Stell-Geschwindigkeit
von 5 der Rakel über das zu streichende Papier gezogen. Um ein Mitdrehen des
Rakels zu verhindern, soll der Rakel auf der linken Seite mit der Hand festgehalten
werden, ohne dabei einen Druck auf das zu streichende Papier zu geben.
Für die Mischung aus Versuch 1 wurde der Rakel Nr. 2 verwendet,
um 15 g/m2 Auftragsgewicht zu erreichen und der Rakel Nr. 3 um 22 g/m2
zu erreichen. Für das Komposit des Versuchs 8 wurde der Rakel Nr. 3 verwendet
um 15 g/m2 Auftragsgewicht zu erreichen.
Nach dem Trocknen unter Verwendung von heißer Luft bei etwa 105°C
für 15 min. wurden die Papiere unter Verwendung eines HP Deskjet 6540 Tintenstrahldruckers
und unter Verwendung der Tinten HP Tri Color 344 und HP Black 339 bedruckt.
Die Trocknungsgeschwindigkeit der Tinte wurde unter Verwendung eines
FOGRA Fingerwisch Prüfgeräts bei 30 Newton überprüft. Das FOGRA-Fingerwisch-Prüfgerät
wurde von der Forschungsgesellschaft Druck, München, entwickelt und erhältlich
und ist ein Prüfgerät zur Bestimmung der Wischfestigkeit der Druckfarbenschicht.
Mit diesem Gerät wird ein Verschmieren der Ink Jet Druckfarbe nach definierter
Zeit auf ein bestrichenes Magnostar Standardpapier festgestellt. So kann ein Verschmieren
auf dem Strich durch die Hand bzw. den Finger simuliert werden.
Der gestrichene Papierstreifen wird mit einer Standardbeschriftung
bedruckt. Danach wird die bedruckte Fläche mit dem FOGRA-Fingerwisch-Prüfgerät
getestet. Dabei ist das Prüfgerät auf 30 Newton eingestellt und es erfolgt
eine 360°-Drehung.
Die Auswertung erfolgt optisch. Ein gleichmäßiger Strich
ohne Verschmieren ist erforderlich. Ergebnis:
Das Ergebnis zeigt deutlich die Verbesserung durch die Erfindung.
Bei dem Vergleichsversuch des Stands der Technik konnte nicht einmal eine Erhöhung
des Beschichtungsgewichts eine Verbesserung der Trocknungsgeschwindigkeit bewirken.
b) Drucktest auf kalandriertem Papier
Ein wie unter a) gestrichenes Papiermuster von 5 × 10 cm Fläche
wurde kalandriert und unter den obigen Bedingungen bedruckt.
Kalandrierbedingunungen:
Labor Dixon Kalander Model 8000
Walzentemperatur: 90°C
Kalandrierdruck: 40 Bar
4 Nips (4 Durchgänge)
Ergebnis:
Beim Drucktest wurde in diesem Fall besonders auf das Verlaufen der
schwarzen Farbe auf bereits gelb bedruckten Untergrund geachtet. Die Auswertung
erfolge visuell nach 1 Stunde ohne zusätzliche Vergrösserung.
Das Ergebnis zeigt deutlich die Verbesserung durch die Erfindung auch
hinsichtlich der Druckqualität ohne äußere Einwirkung auf kalandriertem
Papier.
Anspruch[de]
Komposit, umfassend
anorganische und/oder organische Pigment- und/oder Füllstoffpartikel, die wenigstens
teilweise mit einer Zusammensetzung umfassend Calciumcarbonatpartikel beschichtet
sind, und ein Bindemittel,
dadurch gekennzeichnet, dass
– der sphärische Äquivalentdurchmesser der Pigment- und/oder Füllstoffpartikel
im Mikrometerbereich liegt und der sphärische Äquivalentdurchmesser der
Calciumcarbonatpartikel im Nanometerbereich liegt; und
– das Bindemittel ein Copolymer umfassend als Monomer ein oder mehrere Dicarbonsäuren
und ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe der Diamine, Triamine, Dialkanolamine
oder Trialkanolamine ist.Komposit gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln um anorganische Partikel,
bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe umfassend Talk, Glimmer oder Mischungen
davon handelt.Komposit gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln um organische Partikel,
bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe umfassend auf Polyethylen, Polypropylen,
Polyethylenterephthalat oder Polystyrol basierende Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln
oder Mischungen davon handelt.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Pigment- und/oder Füllstoffpartikel eine im wesentlichen
kugelförmige, bevorzugt hohlkugelförmige oder hohle halbkugelförmige,
oder plättchenförmige Struktur aufweisen.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass der sphärische Äquivalentdurchmesser der Pigment-
und/oder Füllstoffpartikel im wesentlichen in einem Bereich von etwa 0.3 bis
etwa 100 µm, bevorzugt in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 75 µm, mehr
bevorzugt in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 50 µm, noch mehr bevorzugt
in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 25µm, am meisten bevorzugt in einem
Bereich von etwa 0.3 bis etwa 15 µm, insbesondere in einem Bereich von etwa
0.3 bis etwa 12 µm liegt.Komposit gemäß Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der sphärische Äquivalentdurchmesser der organischen Pigment- und/oder
Füllstoffpartikel in einem Bereich von etwa 0.3 bis etwa 10 µm, bevorzugt
in einem Bereich von etwa 0.5 bis etwa 1.5 µm, mehr bevorzugt in einem Bereich
von etwa 0.7 bis etwa 1.1 µm und am meisten bevorzugt in einem Bereich von
etwa 0.9 bis etwa 1 µm liegt.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass es sich bei den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln um
auf Polystyrol basierende Partikel, bevorzugt in der Form von Polystyrol-Hohlkugeln
mit einem sphärischen Äquivalentdurchmesser von etwa 0.3 bis etwa 2 µm,
bevorzugt etwa 0.7 bis etwa 1.5 µm, besonders bevorzugt etwa 0.9 bis etwa 1.1
µm, z.B. 1 µm handelt.Komposit gemäß Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln um Talk-Partikel handelt,
wobei etwa 95 bis 98 Gew.-%, z.B. 96 Gew.-% der Talkpartikel einen sphärischen
Äquivalentdurchmesser von < 10 µm, etwa 79 bis 82 Gew.-%, z.B. 80 Gew.-%
einen sphärischen Äquivalentdurchmesser von kleiner 5 µm und etwa
43 bis 46 Gew.-%, z.B. 45 Gew.-% einen sphärischen Äquivalentdurchmesser
von kleiner 2 µm aufweisen.Komposit gemäß Patentanspruch einem der Patentansprüche
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumcarbonat ausgewählt ist aus
der Gruppe bestehend aus synthetischem ausgefälltem Calciumcarbonat, bevorzugt
mit vateritischer, calcitischer oder aragonitischer Kristallstruktur; oder gemahlenem
natürlichem Calciumcarbonat, bevorzugt Marmor, Kalkstein oder Kreide.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass etwa 90 bis 100 %, bevorzugt 92 bis 99 %, mehr bevorzugt 94
bis 98, besonders bevorzugt 96 bis 98 %, z.B. 97 ± 0.5 % der Calciumcarbonat-Partikel
bezogen auf die Anzahl N der Calciumcarbonatpartikel einen sphärischen Äquivalentdurchmesser
von kleiner 200 nm, z.B. in einem Bereich von 20 bis 200 nm oder 50 bis 180 nm,
bevorzugt von kleiner 150 nm, z.B. in einem Bereich von 70 bis 150 nm, noch mehr
bevorzugt von kleiner 100 aufweisen.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass das Calciumcarbonat in einem oder mehreren, bevorzugt zwei
trockenen und/oder nassen, bevorzugt wässerigen Mahlschritten auf den sphärischen
Äquivalentdurchmesser vermahlen wird.Komposit gemäß Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mahlung in einer Kugelmühle stattfindet, wobei bei der Trockenmahlung
bevorzugt Eisen- und/oder Porzellankugeln mit einem Durchmesser von 0.5–10
cm, besonders bevorzugt Eisen-Cylpebs mit einem Durchmesser von 2.5 cm, verwendet
werden und bei der Nassmahlung bevorzugt Mahlkugeln bestehend aus Zirkoniumsilikat
und/oder Baddeleit mit einem Durchmesser von 0.5–2 mm verwendet werden.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das natürliche gemahlene Calciumcarbonat bei einem
Feststoffgehalt des Calciumcarbonats von über 10 Gew.-%, bevorzugt über
30 Gew.-%, mehr bevorzugt über 50 Gew.-%, besonders bevorzugt bei über
70 Gew.-%, z.B. bei einem Feststoffgehalt von 72–80 Gew.-% dispergiert und/oder
vermahlen wird.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass das natürliche gemahlene Calciumcarbonat in Gegenwart
eines oder mehrerer Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel dispergiert und/oder
vermahlen wird.Komposit gemäß Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel anionische Mahlhilfsmittel und/oder
Dispergiermittel sind, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe umfassend Homo-
oder Copolymeren von Polycarbonsäuresalzen basierend auf z.B. Acryl-, Malein-,
Fumar-, Itaconsäure, Acrylamid oder Mischungen davon; Natriumpolyphosphate,
Natriumcitrat oder Mischungen davon.Komposit gemäß Patentanspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Homo- oder Copolymere der Polycarbonsäuresalze teilweise oder vollständig
mit Natrium, Lithium, Kalium, Ammonium, Calcium, Magnesium, Strontium und/oder Aluminium
oder Mischungen davon, bevorzugt Natrium und Magnesium neutralisiert sind.Komposit gemäß Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel ausgewählt sind aus der
Gruppe umfassend Glykole, Polyglykole, oder Alkanolamine wie Triethanolamin oder
Mischungen davon.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 14 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, dass die Dispergier- und/oder Mahlhilfsmittel in einer Menge von
etwa 0.01 Gew.-% bis etwa 5 Gew.-% bezogen auf das Gesamttrockengewicht des Komposits
eingesetzt werden, bevorzugt in einer Menge von etwa 0.01 bis etwa 0.5.-Gew %, insbesondere
0.1 bis 0.3.-Gew % bei der Trockenvermahlung und in einer Menge von etwa 0.05 bis
etwa 2.0 Gew.-%, insbesondere einer Menge von etwa 0.85 bis etwa 0.95.-Gew.-% bei
der Nassvermahlung.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 14 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mahlhilfsmittel und/oder Dispergiermittel während
des Mahlens und/oder Dispergierens mit Ethylen-Acrylsäure-Copolymeren (EAA)
oder Salzen davon kombiniert werden.Komposit gemäß Patentanspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
dass die EAA-Salze teilweise oder vollständig mit Aminen, bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe umfassend 2-Amino-2-methyl-l-propanol, 3-Amino-1-propanol, 2-[Bis(2-hydroxyethyl)amino]ethanol,
und/oder Alkalimetallionen wie Kalium, Lithium und/oder Natrium oder Mischungen
davon, bevorzugt mit Natrium, neutralisiert sind.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, dass die EAA und deren Salze in einer Menge von 0.01 Gew.-%
bis 5 Gew.-% bezogen auf das Gesamttrockengewicht des Komposits eingesetzt werden,
bevorzugt in einer Menge von 0.1 Gew.-% bis 2 Gew.-%, z.B. in einer Menge von 1.0
Gew.-%.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, dass es bezogen auf das Gesamt-Trockengewicht des Komposits von
5 bis 95 Gew.-%, bevorzugt 20 bis 80 Gew.-%, noch mehr bevorzugt 25 bis 75 Gew.-%
an Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln und von 95 bis 5 Gew.-%, bevorzugt
80 bis 20 Gew.-%, noch mehr bevorzugt von 75 bis 25 Gew.-% an Calciumcarbonatpartikeln
enthält, z.B. 50 Gew.-% an Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln und 50
Gew.-% an Calciumcarbonatpartikeln.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, dass die Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln und das Calciumcarbonat
bezogen auf das Trockengewicht in einem Verhältnis von bevorzugt 1:20 bis 20:1,
insbesondere in einem Verhältnis von 1:4 bis 4:1, mehr bevorzugt in einem Verhältnis
von 1:3 bis 3:1 oder 1:2 bis 2:1, insbesondere in einem Verhältnis von 1:1
oder 3:1 vorliegen.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, dass als Dicarbonsäuremonomere des Bindemittels gesättigte
oder ungesättigte, verzweigte oder unverzweigte C2-C10
Dicarbonsäuren, bevorzugt C3-C9 Dicarbonsäuren,
C4-C8 Dicarbonsäuren, C5-C7 Dicarbonsäuren,
insbesondere Adipinsäure eingesetzt werden.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, dass als Diamin-, Triamin-, Dialkanolamin- oder Trialkanolamin-Monomere
des Bindemittels gerad- und verzweigtkettige, substituierte und unsubstituierte
Di- und Triamine und Di- und Trialkanolamine, insbesondere N-(2-Aminoethyl)-1,2-ethandiamin,
Diethanolamin, N-Alkyl-dialkanolamine wie N-Methyl- und N-Ethyldiethanolamin, und
Triethanolamin eingesetzt werden.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein Copolymer von Adipinsäure mit N-(2-Aminoethyl)-1,2-ethandiamin
und Epichlorhydrin ist.Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, dass es bezogen auf das Gesamt-Trockengewicht des Komposits von
etwa 0.1 bis etwa 10 Gew.-%, bevorzugt etwa 0.3 bis etwa 5 Gew.-%, besonders bevorzugt
von etwa 0.5 bis etwa 3 Gew.-% an Bindemittel enthält.Verfahren zur Herstellung eines Komposits gemäß einem der
Patentansprüche 1 bis 27,
umfassend die Schritte:
a) Bereitstellung der Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel;
b) Bereitstellung der Nano-Calciumcarbonatzusammensetzung;
c) Bereitstellung des Bindemittels;
d) Vermischen der Pigment- und/oder Füllstoffpartikel und der Calciumcarbonatzusammensetzung
aus a) und b)
wobei das Bindemittel vor dem Schritt d) zu den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln
aus a) oder der Calciumcarbonatzusammensetzung aus b) zugegeben und die resultierende
Reaktionsmischung homogenisiert wird.Verfahren zur Herstellung eines Komposits gemäß einem der
Patentansprüche 1 bis 27,
umfassend die Schritte:
a) Bereitstellung der Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel;
b) Bereitstellung der Nano-Calciumcarbonatzusammensetzung;
c) Bereitstellung des Bindemittels;
d) Vermischen der Pigment- und/oder Füllstoffpartikel und der Calciumcarbonatzusammensetzung
aus a) und b)
wobei das Bindemittel nach dem Schritt d) zu der Mischung aus Pigment- und/oder
Füllstoffpartikeln aus a) und der Calciumcarbonatzusammensetzung aus b) zugegeben
und die resultierende Reaktionsmischung homogenisiert wird.Verfahren nach einem der Patentansprüche 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet,
dass die Nano-Calciumcarbonatzusammensetzung in Form einer wässerigen Aufschlämmung
bereitgestellt wird.Verfahren nach einem der Patentansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel in fester Form oder in Form
einer wässerigen Aufschlämmung bereitgestellt werden.Verfahren nach einem der Patentansprüche 28 bis 31, dadurch gekennzeichnet,
dass die anorganischen Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel in fester
Form bereitgestellt werden.Verfahren nach einem der Patentansprüche 28 bis 31, dadurch gekennzeichnet,
dass die organischen Mikro-Pigment- und/oder Füllstoffpartikel als wässerige
Aufschlämmung bereitgestellt werden.Verfahren nach einem der Patentansprüche 28 bis 33, dadurch gekennzeichnet,
dass das Bindemittel in Form einer wässerigen Aufschlämmung oder Lösung
bereitgestellt wird.Verfahren nach einem der Patentansprüche 29 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
dass nach der Zugabe des Bindemittels der resultierenden Reaktionsmischung ein oder
mehrere Dispergiermittel zugegeben werden.Verfahren nach einem der Patentansprüche 28 oder 30 bis 34, dadurch
gekennzeichnet, dass vor der Zugabe des Bindemittels zu den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln
aus a) oder der Calciumcarbonatzusammensetzung aus b) ein oder mehrere Dispergiermittel
zugegeben werden.Verfahren nach einem der Patentansprüche 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet,
dass die Dispergiermittel ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Polyacrylsäure
Salzen wie dem Natriumsalz, Natriumpolyphosphat oder Polyacrolein/acrylat-Copolymeren;
polymeren kationischen und/oder amphoteren Dispergiermitteln, z.B. Polydiallydimethylammoniumchlorid
(PolyDADMAC) oder Copolymeren der Acrylsäure mit kationischen Monomeren oder
Mischungen solcher Dispergiermittel.Verfahren nach einem der Patentansprüche 35 bis 37, dadurch gekennzeichnet,
dass die Dispergiermittel in einer Menge von 0.01 Gew.-% bis 1 Gew.-% bezogen auf
das Gesamttrockengewicht des Komposits, bevorzugt in einer Menge von 0.1 Gew.-%
bis 0.5 Gew.-%, z.B. 0.25 Gew.-% zugegeben werden.Wässerige Aufschlämmung, dadurch gekennzeichnet, dass sie
ein Komposit gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 27 umfasst.Verwendung eines Komposits gemäß einem der Patentansprüche
1 bis 27 oder einer Aufschlämmung gemäß Patentanspruch 39 als Füllstoff
oder Pigment, jedoch nicht bei der Herstellung oder Verarbeitung von Thermopapier,
wenn es sich bei den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln um organische Pigment-
und/oder Füllstoffpartikel handelt.Verwendung gemäß Patentanspruch 40, dadurch gekennzeichnet,
dass das Komposit bei der Papierherstellung, bevorzugt in Mengen von 0.5 bis 50
Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Papiers, eingesetzt
wird und bei der Papierveredelung, z.B. beim Streichen von Papier, bevorzugt in
Mengen von 0.5 bis 100 g/m2, bevorzugt 2 bis 50 g/m2, besonders
bevorzugt 5 bis 25 g/m2 pro Papierseite eingesetzt wird.Verwendung gemäß Patentanspruch 41, dadurch gekennzeichnet
dass das Komposit im Vorstrich, Zwischenstrich, Deckstrich und/oder Einfachstrich
eingesetzt wird und das das Papier einseitig und/oder beidseitig gestrichen ist
und einer oder mehrere der Striche auf einer oder beiden Seiten das Komposit enthält.Verwendung gemäß einem der Patentansprüche 41 oder 42,
dadurch gekennzeichnet dass das Komposit in kalandriertem oder unkalandriertem Papier
eingesetzt wird.Verwendung gemäß einem der Patentansprüche 40 bis 43,
dadurch gekennzeichnet, dass das Komposit für die Modifizierung oder Steuerung
des Porenvolumens des Papiers oder des Strichs eingesetzt wird.Verwendung eines Komposits gemäß einem der Patentansprüche
1 bis 27 oder einer Aufschlämmung gemäß Patentanspruch 39 bei der
Farb- oder Kunststoffherstellung.Streichfarbe, umfassend ein Komposit gemäß einem der Patentansprüche
1 bis 27 oder eine Aufschlämmung gemäß Patentanspruch 39, jedoch
nicht für den Einsatz bei der Herstellung oder Verarbeitung von Thermopapier,
wenn es sich bei den Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln um organische Pigment-
und/oder Füllstoffpartikel handelt.Streichfarbe gemäß Patentanspruch 46, dadurch gekennzeichnet,
dass die Streichfarbe einen Feststoffgehalt von 25–75 Gew.-% Feststoff aufweist,
mehr bevorzugt 30–60 Gew.-%, besonders bevorzugt 30–40 Gew.-% Feststoff.Streichfarbe gemäß einem der Patentansprüche 46 oder
47, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an Komposit bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt
in der Streichfarbe 3 bis 97 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt
85 ± 10 Gew.-% beträgt.Verwendung eines Copolymers umfassend als Monomer ein oder mehrere Dicarbonsäuren
und ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe der Diamine, Triamine, Dialkanolamine
oder Trialkanolamine zur wenigstens teilweisen Beschichtung von anorganischen und/oder
organischen Pigment- und/oder Füllstoffpartikeln mit einem sphärischen
Äquivalentdurchmesser im Mikrometerbereich mit einer Zusammensetzung umfassend
Calciumcarbonatpartikel mit einem sphärischen Äquivalentdurchmesser im
Nanometerbereich.Verwendung gemäß Patentanspruch 49, dadurch gekennzeichnet,
dass das Copolymer als Monomere Adipinsäure, N-(2-Amionoethyl)-1,2-ethandiamin
und Epichlorhydrin umfasst.