Die Erfindung betrifft einen Zusatzreflektor für ein Terrassenheizgerät,
das aus einem mit einer Gasquelle verbundenen, auf einer Standsäule angeordneten
Infrarot-Rundumstrahler besteht, oberhalb dessen ein schirmförmiger Reflektor
angeordnet ist.
Derartige Terrassenheizgeräte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit
sowohl im gastronomischen als auch im privaten Bereich, weil mit diesen Geräten
die Nutzung der Terrasse sowohl bei bedecktem Himmel als auch bis in die späten
Abendstunden und bis spät in den Spätsommer oder Herbst hinein ermöglicht
wird. Im gastronomischen Bereich ist es üblich, eine Mehrzahl derartiger Geräte
über eine große Terrasse verteilt zu nutzen, im privaten Bereich stehen
üblicherweise ein oder zwei derartiger Geräte auf der Terrasse jeweils
seitlich im Abstand zu einer aus einem Tisch und mehreren Stühlen bestehenden
Sitzgruppe.
Besonders im privaten Bereich hat sich das Problem ergeben, dass lediglich
ein kleiner Teil der von dem Terrassenheizgerät abgegebenen Wärmestrahlung
von den auf der Terrasse befindlichen Menschen tatsächlich genutzt wird, während
ein anderer Teil entweder wirkungslos in die Umgebung abgegeben wird oder gar –
wenn das Gerät benachbart zu einem Fenster oder einem Haus aufgestellt ist
– zu einer unzuträglichen Erwärmung des Hauses oder des Fensters
führt, was unerwünscht ist und darüber hinaus eine Verschwendung
der eingesetzten Heizenergie bedeutet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Zusatzreflektor
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dessen Hilfe die von dem Terrassenheizgerät
abgegebene Wärme von denjenigen Bereichen, wo die Wärme nicht genutzt
werden kann. auf solche Bereich umzulenken, wo die Wärmestrahlung erwünscht
ist und genutzt wird, so dass nicht nur Energie eingespart sondern unerwünschte
Erwärmung der Nachbarschaft des Heizgerätes unterbleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass im Randbereich des Reflektors ihn teilweise umgebend ein aus wärmereflektierendem
Material bestehender Kragen angeordnet ist, der den Reflektor an seiner Unterseite
überragt.
Der schirmförmige Reflektor reflektiert die von dem Infrarot-Rundumstrahler
ausgehende Wärmestrahlung, soweit sie seitlich nach oben abgestrahlt wird,
aufgrund der schirmförmigen Ausbildung des Reflektors nach unten und seitlich
gleichmäßig rund um das Terrassenheizgerät herum. Durch den Einsatz
des den Reflektors teilweise umgebenden wärmereflektierenden Kragens wird ein
Teil der Wärme des Rundumstrahlers in Richtungen reflektiert, die dem Kragen
abgewandt sind und Bereiche hinter dem Kragen gegen Wärmestrahlungen abgeschirmt.
Hierdurch kann ein erheblicher Teil des eingesetzten Heizgases eingespart werden,
ohne dass die von den Benutzern empfundene Heizleistung des Terrassenheizgerätes
spürbar eingeschränkt wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen eine
bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist.
In den Zeichnungen zeigen:
1: Eine Seitenansicht eines Terrassenheizgerätes
mit angesetztem Zusatzreflektor;
2: einen Schnitt entlang der Linie II II in
1;
3: eine Draufsicht auf einen Zusatzreflektor mit Halteklammern.
Ein erfindungsgemäßer Zusatzreflektor 1 besteht
im Wesentlichen aus einem aus Aluminium oder Edelstahl gefertigten Kragen
2, der über Befestigungsmittel 3 an der Unterseite eines
Reflektors 4 eines Infrarot-Rundumstrahlers 5 befestigt ist, der
auf einer Standsäule 6 angeordnet und über eine in einem Standfuß
7 untergebrachten Gasflasche verbunden ist.
Der Kragen 2 umgibt den Reflektor 4 in seinem Randbereich
8 etwa in einer Größenordnung von einem Drittel bis zu einer
Hälfte des Randbereiches 8 des Reflektors 4. Er verläuft
– optimiert nach dem gewünschten Reflexionsverhalten – entweder
geradlinig nach unten oder mit einem leichten Winkel nach außen. Er ist vorzugsweise
an seiner Unterseite 9 mit einer Einkragung 10 versehen, die nach
innen in Richtung auf die Standsäule 6 eingeformt ist. Die Einkragung
10 bildet eine weitere gebogene Retroreflektionsfläche aus, die solche
Wärmestrahlen reflektiert, die im Bereich des Zusatzreflektors 1 von
dem Reflektor 4 nach außen unten abgestrahlt werden. Hierdurch wird
die Wärmestrahlung in die gewünschte Richtung gerichtet und die Effizienz
des Zusatzreflektors 1 erheblich gesteigert. Es ist auch vorstellbar, dass
mehrere Einkragungen 10 übereinander am Kragen 2 angeordnet
sind, um die Wirkung zu optimieren.
Der Kragen 2 ist vorzugsweise mit Halteklammern
11 am Reflektor 4 befestigt, die den Reflektor 4 an seiner
Außenkante kraftschlüssig umgreifen.
Der Kragen 2 kann aber auch an seiner dem Reflektor
4 zugekehrten Oberkante 13 mit einer Abkantung versehen sein,
die im Sinne einer Rastklemmung dem Reflektor 4 angepasst ist. Sofern der
Reflektor 4 im Bereich seiner Außenkante mit einem Ringwulst
12 versehen ist, kann die Befestigung des Zusatzreflektors 1 form-
und kraftschlüssig ausgebildet sein.
Ferner kann der Kragen 2 an seiner Oberkante 13
mit Haltebügeln versehen sein, die ihn im Bereich von Befestigungsschrauben
zur Befestigung des Reflektors 4 auf dem Infrarot-Rundumstrahler
5 haltern.
Es ist ferner vorstellbar, dass der Zusatzreflektor 1 einstückig
mit dem Reflektor 4 ausgebildet ist.
Ein erfindungsgemäßer Zusatzreflektor 1 ist einfach
im Aufbau, leicht zu montieren und wieder zu entfernen, eine preiswerte Zusatzeinrichtung,
die Energie und damit Kosten sowie Arbeitsaufwand für die Beschaffung von Gasbehältern
erspart. Mit Hilfe des Zusatzreflektors 1 kann die erhebliche Hitzeentwicklung
des Infrarot-Rundumstrahlers 5 so gerichtet werden, dass im ausgewählten
Nutzungsbereich viel Wärme bei geringem Energieaufwand ankommt und unerwünschte
Erwärmungen der Umgebung zuverlässig vermieden werden können. Ein
Zusatzreflektor 1 ist preiswert in der Herstellung und amortisiert sind
innerhalb kürzester Zeit durch die eingesparten Kosten für die Heizenergie.