Die Erfindung betrifft eine Wasserpumpe für insbesondere Teiche,
Aquarien, Springbrunnen oder dergleichen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die
Pumpe soll für einen Leistungsbereich zwischen etwa 100 und 900 Watt ausgelegt
sein. Derartige, im Teichbereich schon relativ große Pumpen weisen in der Praxis
Asynchronmotoren auf, die einen hohen Materialaufwand haben und daher verhältnismäßig
teuer sind. Auch ist deren Wirkungsgrad oft nicht zufriedenstellend.
Kleine Pumpen werden teilweise bereits von Synchronmotoren angetrieben,
die jedoch an aufwendige Steuerungseinrichtungen angebunden werden müssen.
Hier fällt teilweise die Abdichtung der elektrischen Teile und Verbindungen
schwer.
Die Erfindung befaßt sich daher mit dem Problem, eine Wasserpumpe
zu schaffen, deren Wirkungsgrad gegenüber herkömmlichen Pumpen der gleichen
Leistungsklasse erhöht ist und die günstiger zu fertigen und komfortabel
zu betreiben ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Wasserpumpe
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Durch die Verwendung eines elektronisch
kommutierten Motors kann der Wirkungsgrad der Pumpe in einem Leistungsbereich von
etwa 100 bis 900 Watt erheblich erhöht werden, wobei die Herstellung des Pumpenmotors
mit einem Stator aus einem Paket jeweils einteiliger Blechschnitte material- und
kostengünstig zu bewirken ist. Indem eine Steuerelektronik zur Motorsteuerung
direkt in die Pumpe integriert, innerhalb des Motorgehäuseteils angeordnet
und mit dem Stator und den Spulen der Steuerelektronik wasserdicht vergossen wird,
läßt sich ein eventueller Reparaturbedarf der Pumpe minimieren, da alle
wesentlichen elektrischen und elektronischen Bauteile zusammenfaßt und durch
den Verguß perfekt gegen Wassereindringen geschützt sind.
Hinsichtlich Wirkungsgrad und Kosten kann die Pumpe optimiert werden,
wenn als Rotor ein zweipoliger Permanentmagnet und ein Stator mit sechs Statorpolen
und dementsprechend auf diesen aufgenommenen sechs Spulen verwendet wird. Der zweipolige
Permanentmagnetrotor kann im wesentlichen aus einem einteiligen, zweipoligen Magnetring
bestehen, der diametral magnetisiert ist. Ein solcher ist einfach und somit kostengünstig
herzustellen.
Der Stator besteht erfindungsgemäß aus einer Vielzahl aufeinandergestapelten
Statorblechen, die einteilig gestanzt werden. Dies verringert den Montageaufwand
gegenüber mehrteilig aufgebauten Statoren, bei denen die Statorpole einzeln
eingesetzt sind.
Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus den Unteransprüchen
und einem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel, das im folgenden
beschreiben wird; es zeigen:
1 eine perspektivische Außenansicht einer erfindungsgemäßen
Pumpe,
2 einen Längsschnitt durch die Pumpe aus
1,
3 einen Querschnitt durch den Stator des Pumpenmotors
in der Ebene III der 2 bei Montage der Spulen,
4 den Gegenstand aus 3
mit vollständig montierten Spulen und
5 eine perspektivische Darstellung des Gegenstands
aus 4 ohne Wicklungen auf den Spulen.
Die in 1 dargestellte Pumpe besitzt ein
Gehäuse 1, das im wesentlichen aus einem Pumpengehäuseteil
2 und einem Motorgehäuseteil 3 besteht. Das Pumpengehäuseteil
2 verfügt über eine Ansaugöffnung 4 und eine Austrittsöffnung
5 für das zu pumpende Wasser. Die beiden Gehäuseteile
2, 3 sind miteinander auf einfache Weise verbunden, beispielsweise
wie dargestellt über eine Bajonettverbindung 6 mit zusätzlicher
Verschraubung 7.
Das Innere der Pumpe ist in 2 im Schnitt
dargestellt. Zwischen der Ansaugöffnung 4 und der Austrittsöffnung
5 ist im Pumpengehäuseteil 2 ein Laufrad 8 auf einer
vorzugsweise aus Keramik hergestellten Welle 9 angeordnet, das gemeinsam
mit der Welle 9 von einem im Motorgehäuse 3 angeordneten
elektronisch kommutierten Motor (EC-Motor) rotierend angetrieben wird. Die Welle
9 erstreckt sich dabei vom Pumpengehäuseteil 2 in das Motorgehäuseteil
3 hinein, wobei der Motor von dem Laufrad 8 mechanisch durch ein
Lagerschild 10 abgeschirmt ist.
Der Motor besteht im wesentlichen aus einem feststehenden Statorblechpaket
12, auf dem ebenfalls feststehende Spulen 13 aufgenommen sind,
sowie einem Rotor 14, der bei der dargestellten Ausführungsform vorteilhaft
als zweipoliger Permanentmagnet ausgebildet ist. Zwischen Rotor 14 und
Welle 9 befindet sich mit beiden Teilen fest verbunden ein vorzugsweise
massiver und geschlossener Eisenring 15, der den magnetischen Fluß
des Motors merklich erhöht.
An der Motorrückseite ist eine Platine 16 angeordnet,
die die gesamte Steuerelektronik beinhaltet. Schließlich verfügt der Motor
über einen Erdkontakt 17 am Stator 12 und ein Erdungsbelch
18 an der rückwärtigen Seite des Motorgehäuseteils
3.
Zur Abdichtung des wasserdurchflossenen Gehäuseteils
2 gegenüber dem die elektrischen Komponenten aufnehmenden Gehäuseteil
3 sind der Rotor 14 mit allen beweglichen Teilen und der
12 mit allen stromdurchflossenen Teilen voneinander durch ein den Rotor
14 umgebendes Spaltrohr 19 getrennt. Zum Pumpengehäuseteil
2 hin verbreitert sich das Spaltrohr 19 mit einem großen
kragenartigen Flansch 19' zur vollständigen Trennung zwischen Pumpengehäuseteil
2 und Motorgehäuseteil 3. Das Innere des gesamten Motorgehäuseteils
3 ist sämtliche Freiräume ausfüllend vergossen, z.B. mit
Kunstharz. Die Vergußmasse 20 umschließt damit auch die gesamte
Steuerelektronik 16, so daß diese nicht nur gegen Feuchtigkeit, sondern
auch mechanisch gegen Vibrationen geschützt ist. Gleichzeitig stützt die
Vergußmasse 20 auch das Spaltrohr 19, und dieses kann kostengünstig
aus äußerlich nicht verstärktem Kunststoff gefertigt sein.
Die Steuerelektronik 16 kann eine nicht näher dargestellte
Signalauswertungseinheit beinhalten, durch die empfangene Signale zur Drehzahlregelung
des Pumpenmotors eingesetzt werden. Die Steuersignale können direkt auf die
an den Motor übermittelte Netzspannung aufmoduliert werden. Dadurch entfällt
die Notwendigkeit einer aufwendigen Phasen-Anschnittsteuerung zur Drehzahlregelung
der Pumpe, wie sie bislang für konventionelle Motoren eingesetzt werden muß.
Die Bedienung zur Drehzahlregelung kann insbesondere über einen über eine
Fernbedienung ansteuerbaren Zwischenstecker erfolgen, der zwischen dem Netzstrom
und dem Stromversorgungskabel für die Pumpe angebracht wird. Dieser Zwischenstrecker
beinhaltet ein Empfangsmodul, das die von der Fernbedienung abgegebenen Signale
zur Änderung der Motordrehzahl empfängt. Im Zwischensteckerelement werden
diese Signale dann auf die Netzspannung aufmoduliert und dadurch an die Steuerelektronik
der Pumpe weitergegeben. Das Zwischensteckerelement übernimmt damit nur die
Rolle der Signalweitergabe, so daß keine Leistungselektronik erforderlich ist.
Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform sind der
Stator 12 und die zugeordneten Spulen 13 bevorzugt so ausgebildet,
daß die Spulen 13 bei der Montage von den Innenseite aus auf Statorpole
22 des Stators 12 aufgeschoben werden können. Dies und der
Aufbau des Stators 12 mit den Spulen 13 ist in den 3
bis 5 näher dargestellt. Durch das Aufschieben
der Spulenkörper 13 entfällt die Notwendigkeit der Verwendung
teurer Einziehmaschinen zum Wickeln der Spulen, wie es bei anderen einteiligen Blechschnitten
mit innenseitig ausgebildeten Polschuhen notwendig ist. Die Statorpole
22 des Stators 12 der erfindungsgemäßen Pumpe sind daher
innenseitig im wesentlichen ohne Verbreiterungen auszubilden, so daß das Aufschieben
der Spule 13 möglich ist.
Die Geometrieverhältnisse, die ein Aufschieben der Spulen
13 auf die Statorpole 22 ermöglichen, sind im wesentlichen
in 3 dargestellt. Dazu muß die Länge a der
Spulen 13 sowohl kleiner sein als der minimale Abstand A1 zweier gegenüberliegender
Polinnenseiten als auch kleiner als die Länge A2 der einzelnen Statorpole
22. Außerdem muß die Breite b der Spulen 13 geringer
sein als der minimale Abstand B1 zweier Polinnenkanten 42 jeweils übernächster
Pole 22, d.h. zwischen denen sich genau ein weiterer Statorpol
22 befindet. Die Breite b der Spulen 13 muß zudem kleiner
als der minimale Abstand B2 zweier Spulenaußenkanten im eingebauten Zustand
sein, zwischen denen sich wiederum noch eine weitere Spule 13 bzw. ein
weiterer Statorpol 22 befindet. Schließlich ist die Breite c der Statorpole
22 kleiner als die Innenbreite C der Spulen 13 zu wählen.
Die erfindungsgemäße Pumpe ist dahingehend optimiert, daß
einerseits ihre Abmessungen möglichst klein sein sollten, andererseits jedoch
ihr Wirkungsgrad möglichst hoch, und das bei verbesserter Montagefreundlichkeit.
Zur Erhöhung des Wirkungsgrades bei vorgegebenen Maximalabmessungen müssen
die Geometrieverhältnisse so gewählt werden, daß die Spulen
13 einerseits noch aufgeschoben werden können und andererseits möglichst
viele Wicklungen auf den Spulen 13 untergebracht werden können. Dazu
ist eine Bogenlänge BL der Statorpole 22 zu definieren. Würde
man im Inneren des Stators 12, in dem der Rotor 14 rotiert, einen
maximal großen imaginären Kreis unterbringen, der die Statorpolinnenseiten
32 genau berührt, so könnte die Summe der Bogenlängen BL
sämtlicher Pole 22 genau der Hälfte des Umfangs des definierten
Kreises entsprechen. Zugunsten der unterzubringenden Kupfermenge auf den Spulenwicklungen
und zur Vermeidung von Flußstreuungen wird vorzugsweise die Bogenlänge
BL jedes Pols 22 jedoch um ca. 11% bis 12% gegenüber der soeben definierten
ursprünglichen Länge reduziert.
Vorteilhaft kann ein Winkel &agr; zwischen zwei sich aus der Statormitte
erstreckenden, die Polinnenkanten 42 des Statorpols tangierenden Geraden
50 angegeben werden, der ca. zwischen 0,88 mal 360° geteilt durch
die Anzahl n der Statorpole 22 und ca. 0,89 mal 360° geteilt durch
die Anzahl n der Statorpole 22 liegt. Bei so optimierten Bedingungen werden
die Spulen 13 in die in 3 dargestellte Öffnung
ds eingeführt und dann bis zum Anschlag auf die Pole 22 aufgeschoben.
Der Stator 12 der dargestellten Ausführungsform hat
genau sechs Pole 22. Je nach Anforderung ist es auch möglich, den
Motor mit einem Stator 12 mit drei, neun, zwölf, fünfzehn etc.
Polen auszustatten. Jedoch werden bei mehr als sechs Polen 22 die Abstände
für die Wicklungen der Spulen 13 sehr eng, so daß sich der Montage-
und Kostenaufwand erhöht. Ein nur dreipoliger Motor hingegen
hat einen verringerten Wirkungsgrad.
Die erfindungsgemäße Pumpe zeichnet sich durch hohe Montagefreundlichkeit,
geringe Herstellungskosten, einen hohen Wirkungsgrad und eine optimierte Bedienfreundlichkeit
aus. Sie ist wenig reparaturanfällig und daher nahezu wartungsfrei einsetzbar.
Durch ihren hohen Wirkungsgrad und dem verringerten Materialaufwand wird sowohl
bei der Herstellung als auch beim Betrieb einer derartigen Pumpe der Energieaufwand
minimiert.