| Dokumentenidentifikation |
DE102006027121A1 13.12.2007 |
| Titel |
Bildaufnahmesystem und Verfahren für die Entfernungsbestimmung mit einem Bildaufnahmesystem |
| Anmelder |
Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE |
| Erfinder |
Muehlmann, Karsten, 70499 Stuttgart, DE; Wuerz-Wessel, Alexander, 70599 Stuttgart, DE |
| DE-Anmeldedatum |
12.06.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006027121 |
| Offenlegungstag |
13.12.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
H04N 5/235(2006.01)A, F, I, 20060612, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
H04N 5/335(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE
G06K 9/62(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE
B60R 1/00(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE
G01C 3/06(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein insbesondere fahrzeuggebundenes Bildaufnahmesystem 80 mit einem Bildsensor 81, der eine aus linearen Abschnitten K1.1, K1.2, K1.3 zusammengesetzte Kennlinie K1 aufweist, umfassend Mittel für die Bestimmung der Entfernung der von dem Bildsensor 81 abgebildeten leuchtenden Objekte 20, 21, 22.
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| Beschreibung[de] |
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Stand der Technik
Die Erfindung betrifft ein Bildaufnahmesystem nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und ein Verfahren für die Entfernungsbestimmung zwischen einem
Bildaufnahmesystem und einem sich relativ zu dem Bildaufnahmesystem bewegenden leuchtenden
Objekt nach dem Oberbegriff des Anspruchs 3. Ein Bildaufnahmesystem der in Rede
stehenden Art wird vorzugsweise in Kraftfahrzeugen eingesetzt, um Bilder des Fahrzeugumfelds
zu gewinnen und, in Verbindung mit einem Fahrerassistenzsystem, dem Fahrer die Führung
des Fahrzeugs zu erleichtern. Ein derartiges Bildaufnahmesystem umfasst wenigstens
einen Bildsensor und ein diesem Bildsensor zugeordnetes optisches System, das ein
Aufnahmefeld des Fahrzeugumfelds auf den Bildsensor abbildet. Eine wichtige Aufgabe
eines solchen Fahrerassistenzsystems ist die präzise Messung des Abstands,
da nur mit Kenntnis genauer Abstandswerte Fahrspur- und Abstandsüberwachungssysteme
auf optischer Basis mit Funktionen wie beispielsweise LDW (Lane Departure Warning)
und LKS (Lane Keeping Support) zuverlässig genug funktionieren. Es sind bereits
Bildaufnahmesysteme unter Verwendung von zwei Kameras bekannt, die ein Stereobildpaar
eines Objekts erzeugen, wobei die Inhalte eines Bildes leicht gegenüber dem
anderen Bild verschoben sind. Diese Verschiebung wird als Disparität bezeichnet.
Bei bekannter Anordnung der Kameras kann aus der gemessenen Disparität auf
die Entfernung des Objekts von den Kameras geschlossen werden. Bei einem Bildaufnahmesystem
mit lediglich einem Bildsensor kann jedoch die Disparität nicht mehr ohne weiteres
erfasst werden, da kein Stereobild erzeugt wird. Die bei derartigen Bildaufnahmesystemen
verwendeten Bildsensoren müssen einen weiten Bereich von unterschiedlichen
Beleuchtungsstärken verarbeiten, um einerseits in praller Sonne und andererseits
in spärlich beleuchteten Tunnels noch brauchbare Ausgangssignale liefern zu
können. Während bei herkömmlichen Bildsensoren die Belichtungsempfindlichkeit
häufig einer fest eingestellten linearen oder logarithmischen Kennlinie folge,
wurden bereits auch schon Bildsensoren vorgeschlagen (DE
103 01 898 A1), bei denen diese Kennlinie in einzelnen linearen Abschnitten
individuell einstellbar ist. Eine solche Kennlinie setzt die absolute Helligkeit
eines Objekts und den Grauwert in dem von dem Objekt gewonnenen Bild in Beziehung.
Aus DE 43 32 612 A1
ist ein Außenansichtsverfahren für Kraftfahrzeuge bekannt, das durch folgende
Schritte gekennzeichnet ist: Aufnahme einer Außenansicht vom eigenen Kraftfahrzeug
des Fahrers aus, welches sich bewegt, Erfassung einer Bewegung eines einzelnen Punktes
in zwei Bildern als ein optischer Fluss, wobei eines der beiden Bilder zu einem
früheren Zeitpunkt und das andere der beiden Bilder zu einem späteren
Zeitpunkt aufgenommen wird; und Überwachung einer Korrelation des eigenen Kraftfahrzeugs
des Fahrers bezüglich zumindest entweder einem vorausfahrenden Kraftfahrzeug,
oder einem Hindernis auf der Straße, wobei eine Gefahrenrate beurteilt wird
in Abhängigkeit von einer Größe und einem Ort eines Vektors eines
optischen Flusses, der von einem Punkt auf zumindest entweder dem vorausfahrenden
Kraftfahrzeug, dem hinterherfahrenden Kraftfahrzeug oder dem Hindernis auf der Straße
abgeleitet wird. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der optische Fluss
desto größer wird je kleiner die Entfernung zwischen dem eigenen Fahrzeug
des Fahrers und dem vorausfahrenden Kraftfahrzeug oder Hindernis ist, oder je größer
die Relativgeschwindigkeit ist, so ist dieses bekannte Verfahren so ausgelegt, dass
die Gefahr von der Größe eines optischen Flusses her beurteilt werden
kann, der von einem Punkt auf einem voraus fahrenden Kraftfahrzeug oder einem Hindernis
auf der Straße abgeleitet wird. Daher ist es nicht besonders erforderlich,
ein Abstandsmessgerät anzubringen, um die Entfernung zu einem vorausfahrenden
Kraftfahrzeug zu messen.
Offenbarung der Erfindung
Technische Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Leistungsfähigkeit
eines mit einem Fahrerassistenzsystem zusammenwirkenden bordgebundenen Bildaufnahmesystems
zu verbessern.
Technische Lösung
Diese Aufgabe wird durch ein Bildaufnahmesystem mit einem Bildsensor,
der eine aus linearen Abschnitten zusammengesetzte Kennlinie aufweist gelöst,
das Mittel für die Bestimmung der Entfernung der von dem Bildsensor abgebildeten
leuchtenden Objekten umfasst.
Weiterhin durch ein Verfahren für die Bestimmung der Entfernung
zwischen einem einen Bildsensor umfassenden Bildaufnahmesystem und einem sich relativ
zu dem Bildaufnahmesystem bewegenden leuchtenden Objekt, das durch folgende Verfahrensschritte
gekennzeichnet ist:
- – Mit dem Bildsensor wird ein Bild des leuchtende Objekte umfassenden
Umfelds des Bildsensors erzeugt,
- – Aus dem von dem Bildsensor erzeugten Bild werden interessierende leuchtende
Objekte ausgewählt,
- – Bei den ausgewählten Objekten wird die sich infolge der Regelungseigenschaften
des Bildsensors und der Relativgeschwindigkeit zwischen dem Bildsensor und den leuchtenden
Objekten einstellende Schweifbildung des Abbildes der leuchtenden
Objekte erfasst,
- – Die Größe der Schweifbildung wird einem Entfernungswert zugeordnet.
Vorteile der Erfindung
Die Erfindung ermöglicht die Bestimmung der Entfernung eines
Objekts, das von einem lediglich einen Bildsensor in Monotechnik aufweisenden Bildaufnahmesystem
aufgenommen worden ist. Die Erfindung macht sich hier die Erkenntnis zunutze, dass
bei Aufnahme eines leuchtenden Objekts mit einem Bildsensor, der eine abschnittsweise
lineare Kennlinie aufweist, ein „Ausschmieren" oder eine Schweifbildung in
dem Abbild des Objekts auftritt. Diese Ausschmierung ist umso größer,
je näher das leuchtende Objekt dem Bildsensor ist. Als leuchtende Objekte sind
insbesondere die Leuchten von Kraftfahrzeugen, wie die Rückleuchten von vorausfahrenden
Kraftfahrzeugen oder die Scheinwerfer von sich im Gegenverkehr nähernden Kraftfahrzeugen,
von Interesse. Bei Nachtfahrt oder witterungsbedingten schlechten Sichtverhältnissen
sind die genannten Leuchten häufig die einzigen noch einigermaßen erkennbaren
Teile fremder Fahrzeuge. Mit der Erfindung gelingt es somit, die Entfernung dieser
Leuchten von dem Bildsensor des eigenen Fahrzeugs zu bestimmen und damit auch eine
Risikobewertung zu ermöglichen. Je näher sich ein leuchtendes Objekt zu
dem eigenen Kraftfahrzeug befindet desto größer ist das potentielle Risiko
einer Kollision. Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der Beschreibung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsformen näher erläutert.
Es zeigen:
1 die Kennlinie eines Bildsensors eines Bildaufnahmesystems;
2 ein bei Nacht von einem Bildaufnahmesystem aufgenommenes
Bild eines Verkehrsraums mit leuchtenden Objekten;
3 eine vergrößerte Darstellung des in
2 von dem Rahmen A eingefassten Objekts;
4 nochmals das schon in 3
dargestellte Bild mit drei durch Umrahmung gekennzeichneten leuchtenden Objekten;
5 eine vergrößerte Darstellung des in
4 durch den Rahmen B gekennzeichneten leuchtenden Objekts;
6 eine vergrößerte Darstellung des in
4 durch den Rahmen C gekennzeichneten leuchtenden Objekts;
7 eine vergrößerte Darstellung des in
4 durch den Rahmen A gekennzeichneten leuchtenden Objekts;
8 ein Blockschaltbild eines Bildaufnahmesystems.
Ausführungsformen der Erfindung
Nachfolgend wird eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben.
Die Erfindung geht von einem insbesondere fahrzeuggebundenen Bildaufnahmesystem
mit lediglich einem Bildsensor, vorzugsweise einer CMOS-Kamera, aus. Die Erfindung
geht weiterhin davon aus, dass zur optimalen Ausnutzung der Leistungsfähigkeit
der als Bildsensor eingesetzten CMOS-Kamera eine abschnittsweise lineare Kennlinie
verwendet wird. Eine derartige Kennlinie K1 ist beispielhaft in 1
dargestellt. Das Diagramm repräsentiert die Belichtungsempfindlichkeit eines
Pixels des Bildsensors. Auf der Abszisse des Diagramms ist die Belichtung
10 in frei definierten virtuellen Einheiten von –200 bis 1400 eingetragen,
wobei die Belichtung 10 beispielsweise ein Maß der Bestrahlungsstärke
oder der Beleuchtungsstärke ist. Auf der Ordinate des Diagramms ist das Ausgangssignal
12 des Pixels des Bildsensors als frei definierte virtuelle Einheit von
0 bis 1500 aufgetragen. Das Ausgangssignal 12 kann dabei als digitales
oder analoges Signal vorliegen. Die in 1 gezeigte Kennlinie
K1 umfasst drei lineare Abschnitte K1.1, K1.2, K1.3 mit unterschiedlichen Steigungen.
Die Kennlinie K1 setzt die absolute Helligkeit eines Objekts mit dem Grauwert in
dem von dem Objekt gewonnenen Bild in Beziehung. Dadurch, dass die Kennlinie K1
abschnittsweise linear mit unterschiedlichen Steigungen der Abschnitte ist, entstehen
unterschiedliche Belichtungszeiten für entsprechende Objekthelligkeiten. Als
Folge kann in der Nacht bei hellen Objekten eine „Schweifbildung" (Ausschmieren)
beobachtet werden, wenn sich das Bildaufnahmesystem relativ zu einem leuchtenden
Objekt bewegt. Als leuchtende Objekte sind insbesondere die Leuchten von Kraftfahrzeugen,
wie die Rückleuchten von vorausfahrenden Kraftfahrzeugen oder die Scheinwerfer
von sich im Gegenverkehr nähernden Kraftfahrzeugen, von Interesse. Bei Nachtfahrt
oder witterungsbedingten schlechten Sichtverhältnissen sind die genannten Leuchten
häufig die einzigen noch einigermaßen erkennbaren Teile fremder Fahrzeuge.
Mit der Erfindung gelingt es somit, die Entfernung dieser Leuchten von dem Bildsensor
des eigenen Fahrzeugs zu bestimmen und damit auch eine Risikobewertung zu ermöglichen.
Je näher sich ein leuchtendes Objekt zu dem eigenen Kraftfahrzeug befindet
desto größer ist das potentielle Risiko einer Kollision. Mit einer Monokamera
kann die metrische Entfernung eines Objekts nicht direkt gemessen, sondern nur über
Hilfskonstruktionen ermittelt werden. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen,
dass über die intrinsische Kalibrierung (Kamerahauptpunkt, Fokallänge
und ggf. Verzeichnungsparameter), die extrinsische Kalibrierung (Kamerahöhe,
Einbaunickwinkel zu der Straßenebene), eine Oberflächenvermessung oder
alternativ, unter der Annahme einer ebenen Straße und mit Bestimmung der Objektunterkante
in dem Bild, die Entfernung berechnet wird. Fehler in einem dieser Werte wirken
sich dabei direkt auf die metrische Entfernungsbestimmung aus. Dabei bieten die
Unterkantenbestimmung eines Objekts im Bild in Abhängigkeit von den Beleuchtungsverhältnissen
und die Unsicherheit bei der Oberflächenschätzung die größten
Schwierigkeiten. In Sequenzen von monokularen Bildern kann jedoch durch eine Skalierung
eines erfassten Objekts auf eine zeitliche Entfernung des Objekts geschlossen werden.
Geht man von zwei aufeinander folgenden Bildern aus, so kann aus dem zeitlichen
Aufnahmeabstand &Dgr;t der Bilder und der relativen Größenänderung
des Objekts sc (sc = scale change) auf die so genannte tta (tta = time to adjacency)
geschlossen werden:
tta = &Dgr;t/(sc – 1.0)
Der Wert sc = 1 bedeutet dabei, dass keine Größenänderung
stattfindet. An eben dieser Stelle kommen nun die Schweifbildung (zeitliche Ausschmierung)
und die Kameraregelungspatrameter in das Spiel. Die Integrationszeiten der Pixel
gehen in die Berechnung von &Dgr;t ein. Die Schweifbildung, also die Geometrie
der Ausschmierung, geht in die relative Größenänderung ein. Das erwähnte
Ausschmieren eines erfassten leuchtenden Objekts stellt im Prinzip eine Abbildung
der Bewegung des Objekts während der Aufnahmezeit dar. Diese Bewegung wird
üblicherweise in Bildsequenzen durch Korrelation entsprechender Bildmerkmale
bestimmt und als optischer Fluss bezeichnet.
Bei bekannter Fahrzeuggeschwindigkeit kann anhand dieses optischen
Flusses die Entfernung eines von dem Bildaufnahmesystem erfassten Objekts bestimmt
werden. Anstatt den optischen Fluss aus einer Bildsequenz zu bestimmen, kann hier
der optische Fluss direkt gemessen werden. Die Regelungszeiten und die Schwellen
der Regelung des Bildaufnahmesystems können dabei dazu verwendet werden, auf
die relative Entfernung des Objekts zu schließen und auch eine Risikobewertung
vorzunehmen. Beispielsweise könnte auf ein größeres Risiko bei einem
näheren Objekt geschlossen werden. Anhand von 2
und 3 wird im Folgenden der Mechanismus der Schweifbildung
bzw. des „Ausschmierens" bei der Erfassung eines leuchtenden Objekts mit
dem Bildsensor des Bildaufnahmesystems erläutert. 2
zeigt ein bei Nacht von einem Bildaufnahmesystem aufgenommenes Bild eines Verkehrsraums
mit leuchtenden Objekten. Bei dem Verkehrsraum handelt es sich offensichtlich um
eine Fahrbahn mit mehreren Fahrspuren. Im Licht der Scheinwerfer des eigenen Fahrzeugs
sind noch Fahrspurmarkierungen erkennbar. In dem Bild sind mehrere eng begrenzte
leuchtende Objekte erkennbar, bei denen es sich um fahrzeuggebundene Lichtquellen,
wie beispielsweise Rückleuchten oder Scheinwerfer, handelt. Ein herausgegriffenes
leuchtendes Objekt ist in 2 mit der Bezugsziffer
20 bezeichnet und zusammen mit einem dieses umgebenden Teilbereich A des
Bildes in 3 vergrößert dargestellt. Aus der
vergrößerten Darstellung in 3 ist ersichtlich,
dass das leuchtende Objekt 20 nicht scharf abgebildet ist, sondern eine
Schweifbildung oder „Ausschmierung" zeigt. Diese Schweifbildung ist auf die
Eigenschaften des Bildsensors und die Relativbewegung zwischen dem leuchtenden Objekt
20 und dem Bildsensor des Bildaufnahmesystems zurückzuführen.
4 zeigt nochmals das schon in 3
dargestellte Bild, wobei jetzt mehrere ein leuchtendes Objekt enthaltende Teilbereiche
A, B, C des Bildes hervorgehoben und in den 5,
6 und 7 vergrößert
dargestellt sind. Der Teilbereich A enthält wiederum das schon in
3 und nochmals in 7 dargestellte
leuchtende Objekt 20. Der Teilbereich B enthält das leuchtende Objekt
21 und der Teilbereich C enthält das leuchtende Objekt 22.
Der Vergleich der leuchtenden Objekte 20, 21, 22 zeigt,
dass das leuchtende Objekt 20 die größte Schweifbildung oder
Ausschmierung zeigt. Das leuchtende Objekt 21 hat eine geringere Schweifbildung
als das leuchtende Objekt 20. Das leuchtende Objekt 22 zeigt dagegen
die kleinste Schweifbildung. Daraus kann abgeleitet werden, dass das leuchtende
Objekt 20 dem Bildsensor des Bildaufnahmesystems am nächsten gelegen
ist. Das leuchtende Objekt 22 ist am weitesten von dem Bildsensor entfernt.
Das leuchtende Objekt 21 ist weiter als das leuchtende Objekt
20 von dem Bildsensor entfernt, liegt jedoch näher an diesem als das
leuchtende Objekt 22. Im Rahmen einer daraus abgeleiteten Risikobetrachtung
könnte somit geschlossen werden, dass von dem leuchtenden Objekt
20, bzw. von dem das leuchtende Objekt 20 tragenden Fremdfahrzeug
das größte Risikopotentials ausgeht, da es sich in größter Nähe
zu dem eigenen Fahrzeug befindet. Das jeweilige Ausmaß der Schweifbildung kann
zweckmäßig durch Fenster mit variabler Größe bestimmt werden,
die die interessierenden leuchtenden Objekte umschließen.
8 zeigt noch, in Gestalt eines Blockschaltbildes, ein
Bildaufnahmesystem 80, das beispielsweise Bestandteil eines Fahrerassistenzsystems
eines Fahrzeugs ist oder mit einem derartigen Fahrerassistenzsystem zusammenarbeitet.
Das Bildaufnahmesystem 80 umfasst einen Bildsensor 81, bei dem
es sich vorzugsweise um eine CMOS-Kamera in Monotechnik handelt.
Der Bildsensor 81 ist mit einem Steuergerät 82 verbunden,
das die Bildsignale des Bildsensors 81 verarbeitet. Die mittels der Erfindung
gewonnene Information über die Entfernung eines leuchtenden Objekts
20, 21, 22 lässt sich vorteilhaft für Funktionen
eines Fahrerassistenzsystems wie Abstandsregelung, LDW, LKS und LCA (Lane Change
Assistant) einsetzen.
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| Anspruch[de] |
Bildaufnahmesystem (80), insbesondere fahrzeuggebundenes Bildaufnahmesystem,
mit einem Bildsensor (81), der eine aus linearen Abschnitten (K1.1, K1.2,
K1.3) zusammengesetzte Kennlinie (K1) aufweist, umfassend Mittel für die Bestimmung
der Entfernung der von dem Bildsensor (81) abgebildeten leuchtenden Objekten
(20, 21, 22).
Bildaufnahmesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Bildsensor (81) eine CMOS-Kamera in Monotechnik ist.
Verfahren für die Bestimmung der Entfernung zwischen einem einen
Bildsensor (81) umfassenden Bildaufnahmesystem (80) und einem
sich relativ zu dem Bildaufnahmesystem (80) bewegenden leuchtenden Objekt
(20, 21, 22), gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
– Mit dem Bildsensor (81) wird ein Bild des leuchtende Objekte (20,
21, 22) umfassenden Umfelds des Bildsensors (81) erzeugt,
– Aus dem von dem Bildsensor (81) erzeugten Bild werden interessierende
leuchtende Objekte (20, 21, 22) ausgewählt,
– Bei den ausgewählten Objekten (20, 21,
22) wird die sich infolge der Regelungseigenschaften des Bildsensors (81)
und der Relativgeschwindigkeit zwischen dem Bildsensor (81) und den leuchtenden
Objekten (20, 21, 22) einstellende Schweifbildung des
Abbildes der leuchtenden Objekte (20, 21, 22) erfasst,
– Die Größe der Schweifbildung wird einem Entfernungswert zugeordnet.
Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmaß
der Schweifbildung durch ein das Bild des leuchtenden Objekts (20,
21, 22) umschließendes Fenster erfasst wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die größte Schweifbildung dem kürzesten Entfernungswert zugeordnet
wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass in Abhängigkeit von der Schweifbildung eine Risikobewertung durchgeführt
wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass aus dem zeitlichen Aufnahmeabstand der Bilder des Bildsensors und der relativen
Größenänderung des Objekts in dem Bild die time to adjacency nach
folgender Beziehung bestimmt wird:
tta = &Dgr;t/(sc – 1.0)
mit
tta = time to adjacency,
&Dgr;t = zeitlicher Aufnahmeabstand der Bilder,
sc = scale change (relative Größenänderung des Objekts in dem Bild).
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