Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr
eines drehbeweglichen Steuerbauteils einer Funktionsvorrichtung, insbesondere einer
Gartenbewässerungsvorrichtung, dessen Drehbewegung in beiden Drehrichtungen
durch Endanschläge begrenzt ist, die eine Richtungsumkehr des Steuerbauteils
einleiten, wobei wenigstens ein Endanschlag ein verstellbar angeordnetes Rastglied
aufweist, das mit einer koaxial zu einer Drehachse des Steuerbauteils angeordneten
Umfangsverzahnung zusammenwirkt.
Derartige Einrichtungen sind aus dem Bereich der Gartenbewässerung
bei Regnern allgemein bekannt. Ein derartiger Regner weist als Steuerbauteil ein
beweglich angeordnetes Sprühelement auf, das mit wenigstens einer Austrittsöffnung
versehen ist. Das Sprühelement wird durch ein Getriebe in entsprechende Schwenkbewegungen
versetzt, das durch das strömende Medium, vorzugsweise Wasser, angetrieben
wird. Um eine Richtungsumkehr des Getriebes und demzufolge eine Richtungsumkehr
der Schwenkbewegung des Sprühelementes zu erzielen, sind Stellglieder vorgesehen,
die als Endanschlag für jeweils eine Drehrichtung bzw. Schwenkrichtung des
Sprühelementes dienen und die Drehrichtung entsprechend umkehren. Die Stellglieder
können in Umfangsrichtung verteilt an beliebige Stellen gebracht werden, so
dass verschiedene Schwenkwinkel für das Sprühelement eingestellt werden
können. Die Lage der Stellglieder entspricht den Grenzen des entsprechenden
Winkelsektors, den das Sprühelement überstreichen kann. Die Stellglieder
sind als verstellbar angeordnete Rastglieder ausgeführt, die mit einer entsprechenden
Umfangsverzahnung eines stationären Trägerbauteils zusammenwirken. Eine
bekannte praktische Ausführungsform weist als Trägerbauteil eine mit einer
radial außenliegenden Stirnverzahnung versehene Scheibe auf, auf denen zwei
Rastglieder als Reiter außen aufgesetzt sind. Die Reiter weisen entsprechende
Nocken auf, an denen ein entsprechendes Steuerteil des Getriebes anschlagen und
die entsprechende Richtungsumkehr des Getriebes bewirken kann. Die entsprechenden
Reiter sind relativ schwergängig verstellbar. Zudem kann eine unsachgemäße
Bedienung zu Beschädigungen des Getriebes oder der Rastglieder führen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die einfach bedienbar und funktionssicher ist und dennoch im Betrieb
eine sichere Umschaltfunktion ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Umfangsverzahnung
relativ zu einer Drehachse des Steuerbauteils radial innenliegend angeordnet ist,
und dass das wenigstens eine Rastglied radial beweglich angeordnet ist, um in die
Umfangsverzahnung eingerastet oder von dieser gelöst werden zu können.
Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich insbesondere für den
Einsatz in einer Gartenbewässerungsvorrichtung, bei der ein den Wasseraustrag
bewirkender, als Teil des Steuerbauteils dienender Düsenkörper während
des Wasseraustrags durch ein Getriebe bewegt wird, um das Überstreichen der
Sprühstrahlen über eine definierte Bewässerungsfläche zu ermöglichen.
Durch die Richtungsumkehr wird die Bewegung des Düsenkörpers umgedreht.
Durch das wenigstens eine Rastglied wird die Lage des Umkehrpunktes für die
Richtungsumkehr des Düsenkörpers definiert. Je nach Ausgestaltung der
Gartenbewässerungsvorrichtung kann der Düsenkörper mit etwa vertikaler
oder mit etwa horizontaler Drehachse verdrehbar gelagert sein. Dadurch, dass die
Umfangsverzahnung erfindungsgemäß radial innenliegend angeordnet ist,
und das Rastglied in radialer Richtung rastbeweglich angeordnet ist, kann durch
eine einfache Druckbewegung des Rastgliedes von außen her eine Entrastung und
ein anschließendes Verdrehen des Rastgliedes mit geringem Kraftaufwand bewerkstelligt
werden. Beschädigungen der Funktionsvorrichtung, des Steuerbauteils oder der
Rastglieder durch unsachgemäße Bedienung können zuverlässig
vermieden werden, da die Rastfunktionsteile verdeckt innen liegen und eine Druckbelastung
des Rastgliedes von außen zwangsläufig zu einem Lösen der Verrastung
führt.
In Ausgestaltung der Erfindung ist das Rastglied mittels einer Führungsanordnung
relativ zu der Drehachse des Steuerbauteils verdrehbar gelagert. Hierdurch ist eine
Verstellung des Schwenkwinkels des Steuerbauteils in einfacher Weise durch ein Verdrehen
des Rastgliedes ermöglicht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dem Rastglied eine Druckkrafteinrichtung
zugeordnet, die auf das Rastglied eine das Rastglied in einen entsprechenden Verzahnungsabschnitt
der Umfangsverzahnung drückende Radialkraft aufbringt. Dadurch wird das Rastglied
automatisch in seiner Raststellung gehalten. Durch Aufbringen einer manuellen Kraft
in entgegengesetzter Richtung zu der Druckkrafteinrichtung hingegen ist das Rastglied
in einfacher Weise aus seiner Raststellung lösbar.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Druckkrafteinrichtung
als Federspeicher ausgeführt. Vorzugsweise wird die Federkraft des Federspeichers
durch elastische Biegung aufgebracht.
In weiterer Ausgestaltung umfasst die Führungsanordnung einen
Führungsring, dem elastisch verformbare Biegungsabschnitte zugeordnet sind,
die den Federspeicher bilden. Die elastisch verformbaren Biegungsabschnitte sind
vorzugsweise derart relativ zu dem Rastglied angeordnet, dass das Rastglied
relativ zu den die Drehlagerung für das Rastglied bildenden Führungsabschnitten
des Führungsringes elastisch nachgiebig angeordnet ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst ein die Umfangsverzahnung
aufweisendes Trägerbauteil wenigstens einen koaxial zur Drehachse ausgerichteten
Lagerflansch, der den Führungsring drehbar lagert. Der wenigstens eine Lagerflansch
ist konzentrisch zu der Drehachse der Führungsanordnung und damit zu der Drehachse
des wenigstens einen Rastgliedes ausgerichtet.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Führungsring
lösbar mit dem wenigstens einen Lagerflansch verbunden. Dadurch ist eine einfache
Montage oder Demontage ermöglicht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Trägerbauteil
scheibenförmig gestaltet, und an seinen gegenüberliegenden Stirnflächen
ist jeweils ein Lagerflansch für die Lagerung jeweils eines Führungsrings
jeweils eines Rastgliedes vorgesehen. Das Trägerbauteil ist somit beidseitig
mit jeweils einem Rastglied versehen, wobei die beiden Rastglieder unabhängig
voneinander, jedoch koaxial zueinander verdrehbar angeordnet sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Rastglied einschließlich
der zugeordneten Führungsanordnung und dem zugeordneten Federspeicher als einstückiges
Kunststoffbauteil ausgeführt. Dadurch ist eine kostengünstige und funktionssichere
Herstellung erzielbar. Die Anzahl an zu montierenden Teilen der Gartenbewässerungseinrichtung
wird reduziert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jedes Rastglied eine
Handhabe zum manuellen Verstellen des Rastgliedes auf. Die Handhabe kann insbesondere
eine mit Riffelungen oder andersartigen Profilierungen versehene Grifffläche
umfassen. Vorzugsweise ist die Handhabe mit einer quer zur Drehrichtung des Rastgliedes
profilierten Riffelfläche versehen. Dies ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform,
da die Handhabe sowohl zum radialen Lösen als auch zum manuellen Verstellen
in Umfangsrichtung vorgesehen ist. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform
der Erfindung sind die Handhaben zum radialen Lösen des Rastgliedes und zum
Verstellen in Umfangsrichtung voneinander getrennt. Die beiden Funktionen, nämlich
das Lösen und das Verstellen, werden bei dieser Ausführung durch getrennte
Handhaben wahrgenommen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der
Erfindung, die anhand der Zeichnungen dargestellt sind.
1 zeigt in isometrischer Darstellung eine Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr,
2 die Einrichtung nach 1
in einer Explosionsdarstellung,
3 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach den
1 und 2,
4 ein Rastglied mit angeformtem Führungsring der
Einrichtung nach den 1 bis 3,
5 ein scheibenförmiges Trägerbauteil der
Einrichtung nach den 1 bis 3,
6 in einer Explosionsdarstellung eine weitere Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr,
das einem Regnergetriebe einer Gartenbewässerungsvorrichtung zugeordnet ist,
7 die Einrichtung nach 6
in isometrischer Darstellung,
8 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach
7,
9 in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt
IX der Darstellung nach 8,
10 ein weiteres Trägerbauteil ähnlich
5,
11 eine Draufsicht auf das Trägerbauteil nach
10,
12 eine Querschnittsdarstellung des Trägerbauteils
nach 11 entlang der Schnittlinie XII–XII in
11,
13 in einer weiteren Explosionsdarstellung die Einrichtung
nach 6 zusammen mit einem drehbeweglichen Steuerbauteil
einer Gartenbewässerungseinrichtung und
14 die Einrichtung nach 13
in einer Seitenansicht.
Die beiden Ausführungsformen von erfindungsgemäßen
Einrichtungen zur mechanischen Richtungsumkehr eines drehbeweglichen Steuerbauteils
einer Gartenbewässerungsvorrichtung, wie sie anhand der 1
bis 5 einerseits und anhand der 6
bis 14 andererseits dargestellt sind, weisen im Wesentlichen
den gleichen Aufbau auf. Beide Ausführungsformen sind jeweils Teil einer Gartenbewässerungsvorrichtung
in Form eines Regners. Der Regner weist in grundsätzlich bekannter Weise ein
nicht näher dargestelltes Regnergehäuse auf, in dem ein
Regnergetriebe G untergebracht ist. Das Regnergetriebe G ist als Hydraulikgetriebe
ausgeführt und wird in einfacher Weise durch einen Wasserdruck einer Gartenbewässerungsleitung
gespeist. Das Regnergetriebe G ist abtriebsseitig mit einem relativ zu dem Regnergehäuse
drehbeweglich gelagerten Steuerbauteil S gekoppelt, wobei das Steuerbauteil S mit
einem koaxial in das Regnergetriebe G hineinragenden Ritzelfortsatz 13
versehen ist, der mit einem entsprechenden Abtriebsritzel des Regnergetriebes G
kämmt, um das Steuerbauteil S in Drehung zu versetzen. Das Steuerbauteil S
(13 und 14) ist als Düsenhalter
für eine entsprechende Regnerdüse ausgeführt. Bei der vorliegend
beschriebenen Gartenbewässerungsvorrichtung handelt es sich um ein Steuerbauteil
S, das in seinem Funktionszustand mit etwa vertikaler Drehachse D ausgerichtet ist.
Nicht dargestellte Regnergetriebe anderer Gartenbewässerungsvorrichtungen,
die mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr
versehen werden können, weisen im Funktionszustand eine etwa horizontale Abtriebsdrehachse
des Regnergetriebes auf. Derartige Ausführungsformen werden bei Viereckregnern
eingesetzt.
Um eine Richtungsumkehr des Steuerbauteils S und demzufolge eine hin-
und hergehende Beregnungsbewegung durchzuführen, ist das Regnergetriebe G mit
einem Schaltelement in Form eines Schaltstiftes St versehen, der die Umkehr der
Getrieberichtung bewirkt. Die Betätigung des Schaltstiftes St erfolgt mittels
der nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen der Einrichtungen zur mechanischen
Richtungsumkehr gemäß den 1 bis
5 bzw. 6 bis
14. Der bislang beschriebene grundsätzliche Aufbau
der Gartenbewässerungsvorrichtung gilt nicht nur für die Ausführungsform
nach den 6 bis 14, für
die das Regnergetriebe G und das als Düsenhalter dienende Steuerbauteil S eigens
dargestellt sind, sondern in gleicher Weise für die Ausführungsform nach
den 1 bis 5. Die beiden
Ausführungsformen unterscheiden sich bezüglich ihres grundsätzlichen
Aufbaus nicht. Einziger Unterschied bei beiden Ausführungsformen ist die Gestaltung
der Rastglieder und ihrer entsprechenden Führungsanordnungen, wie sie nachfolgend
ausführlich beschrieben werden.
Um die Richtungsumkehr des Steuerbauteils S zu bewirken, ist das Steuerbauteil
S mit einer Anschlagrippe 14 versehen, die bei einem definierten Drehwinkel
an einem gehäuseseitigen Endanschlag anschlägt. Dadurch wird eine kurzzeitige
Blockierung des Regnergetriebes G erzielt, wodurch der Schaltstift St in nachfolgend
näher beschriebener Weise gegen einen Anschlag läuft und dadurch umgelegt
wird. Das Umlegen des Schaltstiftes bewirkt die Richtungsumkehr des Regnergetriebes,
so dass das Steuerbauteil S anschließend in entgegengesetzter Richtung zurückgedreht
werden kann. In umgekehrter Drehrichtung ist ein weiterer Endanschlag vorgesehen,
der ebenfalls nachfolgend noch näher beschrieben wird. Dieser Endanschlag bewirkt
ebenfalls nach einem bestimmten Drehwinkel in die andere Drehrichtung, der in jedem
Fall kleiner als 360° ist, ein erneutes Anlaufen der Anschlagrippe
14 des Steuerbauteils S an diesem zweiten Endanschlag, wodurch das Regnergetriebe
durch die Drehmomentübertragung zwischen Ritzelfortsatz 13 des Steuerbauteils
S und Abtriebsritzel des Regnergetriebes G erneut kurzzeitig blockiert wird. Hierdurch
wird in analoger Weise wie zuvor bereits beschrieben der Schaltstift St erneut umgelegt,
wodurch das Regnergetriebe wieder in der ursprünglichen Drehrichtung in Drehung
versetzt wird. Das Steuerbauteil S und damit auch die entsprechende Regnerdüse
vollführen somit eine alternierende Schwenk- oder Drehbewegung.
Der jeweilige Schwenk- oder Drehwinkel ist durch die gegenüberliegenden
Endanschläge für die Anschlagrippe 14 definiert. Diese Endanschläge
werden bei beiden Ausführungsformen durch Anschlagstege von Rastgliedern
3a, 3b; 3'a, 3'b definiert, wie sie nachfolgend
näher beschrieben werden. Bei beiden Ausführungsformen sind die Rastglieder
3a, 3b und 3'a, 3'b jeweils gegen eine radial
nach außen wirkende elastische Federkraft radial zur Drehachse D beweglich
angeordnet. Zudem sind alle Rastglieder 3a, 3b; 3'a,
3'b koaxial zur Drehachse D relativ zu dem Regnergehäuse verdrehbar
angeordnet. Einziger Unterschied bei beiden Ausführungsformen ist es, dass
die Art der Drehlagerung der Rastglieder und die Gestaltung der radialen Federelastizität
unterschiedlich aufgebaut sind. Bei beiden Ausführungsformen sind die Rastglieder
3a, 3b; 3'a, 3'b jeweils mit einer radial nach
außen gerichteten Rastnase 6a, 6b; 6'a,
6'b versehen, die jeweils in eine radial nach innen gerichtete Umfangsverzahnung
2a, 2b; 2'a, 2'b eines gehäusefesten Trägerbauteils
2; 2' einrasten.
Das Trägerbauteil ist, wie anhand der 1
bis 3, 5 bzw.
6 bis 8 und
10 bis 13 erkennbar ist,
bei beiden Ausführungsformen im Wesentlichen identisch gestaltet. Jedes Trägerbauteil
2, 2' ist scheibenförmig ausgeführt und weist eine obere,
radial innenliegende Umfangsverzahnung 2a, 2'a und eine untenliegende,
ebenfalls radial nach innen gerichtete Umfangsverzahnung 2b,
2'b auf. Das Trägerbauteil 2, 2' ist einstückig
aus einem Kunststoffbauteil hergestellt und weist neben den die umlaufenden Ränder
des Trägerbauteils 2, 2' bildenden Umfangsverzahnungen
2a, 2'a; 2b, 2'b jeweils einen innenliegenden,
ringförmigen Lagerflansch 4a, 4b; 4'a,
4'b auf, wobei der obenliegende Lagerflansch 4a, 4'a
ringstegartig nach oben und der untenliegende Lagerflansch
4b; 4'b ringstegartig nach unten abragt. Beide ringstegförmigen
Lagerflansche sind mit jeweils vier Rastlaschen 5a, 5b;
5'a, 5;b versehen, die – relativ zur Drehachse D –
eine Axialsicherung für einen entsprechenden Führungsring des jeweiligen
Rastgliedes bilden. Die beiden Lagerflansche 4a, 4b;
4'a, 4'b definieren Gleitlagerungen für die Rastglieder
3a, 3b; 3'a, 3'b. Die Lagerflansche
4a, 4b; 4'a, 4'b definieren zudem entsprechende
Anschlagränder für den Schaltstift St. Hierzu ist in dem oberen Ringsteg
des Lagerflansches 4a, 4'a eine Aussparung 12,
12' vorgesehen, die gemäß 9 die
in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Anschlagflächen für den Schaltstift
St bilden.
Bei der Ausführungsform nach den 1
bis 5 weisen die Rastglieder 3a,
3b jeweils einen Führungsring auf, der herzartig ausgeführt ist.
Die herzartigen Ausbuchtungen 9 bilden einen Federspeicher für die
radial elastische Nachgiebigkeit des Rastgliedes 3a, 3b, da die
Ausbuchtungen sich an der innenliegenden Umfangsverzahnung unter Spannung und damit
unter elastischer Verformung abstützen. Zudem ist jeweils ein kreisbogenförmiger
Führungsabschnitt 10 vorgesehen, der gemeinsam mit weiteren Anlageflächen
des Führungsringes 8 die drehbewegliche Führung des Rastgliedes
3a, 3b auf dem jeweiligen Lagerflansch 4a,
4b des Trägerbauteils 2 bewirken. Beide Rastglieder
3a, 3b weisen jeweils einen Anschlagsteg 7a,
7b auf, die in montiertem Zustand in gleicher Radialebene angeordnet sind,
wie anhand der 1 erkennbar ist. Bei den Rastgliedern
3a, 3b sind zudem im Bereich der Anschlagstege 7a,
7b und auf axialer Höhe der Rastnasen 6a, 6b radial
außenliegende Handhaben mit Griffflächen 11 vorgesehen, die eine
manuelle Handhabung der Rastglieder 3a, 3b vereinfachen. Die Griffflächen
11 sind mit einer Querriffelung versehen, wie anhand der Zeichnungen erkennbar
ist, um die Betätigung durch einen Finger einer Bedienperson zu erleichtern.
Bei der Ausführungsform nach den 6
bis 14 weisen die Rastglieder 3'a,
3'b jeweils einen geschlossenen, kreisförmigen Führungsring
8' auf, der axial auf den entsprechenden Lagerflansch 4'a,
4'b aufrastbar ist, wobei die elastisch beweglichen Rastlaschen
5'a, 5'b beim Aufrasten radial nach innen zurückgedrückt
werden und anschließend mit ihren hakenartigen Rastvorsprüngen den entsprechenden
Führungsring 8' axial sichern. Durch den kreisförmigen Führungsring
8' sind die Rastglieder 3'a, 3'b koaxial zur Drehachse
D an dem Trägerbauteil 2' drehbeweglich gelagert. An jedem geschlossenen
Führungsring 8' ist jeweils ein Federspeicher in Form einer als Biegungsabschnitt
dienenden, kreisbogenförmig gekrümmten Blattfeder 9' einstückig
angeformt, wobei die Blattfeder sich in der Radialebene des Führungsrings
8' nach außen erstreckt. An einem Scheitelpunkt der kreisbogenförmig
gekrümmten Blattfeder 9' ist radial außenliegend die entsprechende
Rastnase 6'a, 6'b angeformt. Die Blattfeder 9' ist in
montiertem Zustand des Führungsringes 8' unter Vorspannung, so dass
die Rastnase 6'a, 6'b in einen entsprechenden Verzahnungsabschnitt
der Umfangsverzahnung 2'a, 2'b formschlüssig hineingedrückt
ist. Zudem ist die Grifffläche 11' gemeinsam mit dem entsprechenden
Anschlagsteg 7'a, 7'b einstückig angeformt. Das mit der Grifffläche
11' versehene Griffelement einschließlich des als Endanschlag dienenden
Anschlagsteges 7'a, 7'b und der Rastnase 6'a,
6'b sind mittels des Blattfederabschnitts 9' radial zur Drehachse
D elastisch beweglich an dem geschlossenen Führungsring 8' einstückig
angeformt. Das Rastglied 3'a wird von oben her und das Rastglied
3'b von unten her axial auf den entsprechenden Lagerflansch 4'a,
4'b des Trägerbauteils 2' aufgerastet.
Bei beiden Ausführungsformen gemäß den 1
bis 5 bzw. 6 bis
14 erfolgt eine Verstellung der Anschlagstege
7a, 7b; 7'a, 7'b manuell durch ein einfaches
radiales Nachinnendrücken des jeweiligen Rastglieds 3a,
3b; 3'a, 3'b relativ zur Drehachse D, wodurch die Rastnasen
aus dem entsprechenden Verzahnungsabschnitt der Umfangsverzahnung 2a,
2b; 2'a, 2'b entfernt werden. Anschließend ist in
gedrücktem Zustand ein einfaches Verdrehen des entsprechenden Rastgliedes
3a, 3b; 3'a, 3'b ermöglicht. Sobald der
gewünschte Drehwinkel erreicht ist, wird der manuelle Radialdruck auf das entsprechende
Rastglied 3a, 3b; 3'a, 3'b weggenommen, wodurch
die entsprechend nach außen wirkende radiale Druckkraft des Federspeichers,
nämlich der Biegungsabschnitte 9 bzw. 9' die entsprechende
Rastnase 6a, 6b bzw. 6'a, 6'b wieder in einen
korrespondierenden Verzahnungsabschnitt der Umfangsverzahnung 2a,
2b; 2'a, 2'b einrastet. Hierdurch ergibt sich ein Formschluss
in Umfangsrichtung, so dass für die Anschlagrippe 14 des Steuerbauteils
S ein gehäusefester Endanschlag in beiden Drehrichtungen erzielt wird. Je nachdem,
in welchem Winkel die beiden Anschlagstege 7a, 7b; 7'a,
7'b relativ zueinander ausgerichtet sind, wird der maximale Drehwinkel
des Steuerbauteils S und damit der Anschlagrippe 14 definiert.