Die Erfindung betrifft ein Bettzeug zum Einziehen in einen Bettbezug
mit einer Ober- und einer Unterseite und mit einer im Wesentlichen rechteckigen,
zwei Seiten in Längsrichtung und zwei Seiten in Breitenrichtung bildenden Außenkontur,
bei der jeweils eine Seite in Längsrichtung und eine hieran angrenzende Seite
in Breitenrichtung eine Ecke mit einem im Wesentlichen rechten Winkel bilden.
Beim Einziehen eines Bettzeugs, beispielsweise einer Steppdecke oder
eines Kissens, in einen Bettbezug besteht die Schwierigkeit, die Ecken des Bettzeugs
in die Ecken des Bettbezugs hineinzuführen.
Eine Möglichkeit des Einziehens besteht darin, eine Ecke des
Bettzeugs mit einer Hand zu umgreifen und mit der anderen Hand von außen die
Ecke des Bettbezugs zu fassen. Anschließend wird die umfasste Ecke des Bettzeugs
in den Bettbezug geführt und mit der anderen Hand durch den Bettbezug hindurch
die Ecke des Bettzeugs gegriffen. Ist eine Ecke des Bettzeugs in eine zugeordnete
Ecke des Bettbezugs geführt und mit einer Hand festgehalten, wird eine zweite
Ecke des Bettzeugs in die zugeordnete Ecke des Bettbezugs geführt und mit der
zweiten Hand gegriffen.
Anschließend wird der Bettbezug durch Schütteln von Bettzeug
und Bettbezug um das Bettzeug gelegt.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Bettbezug zu wenden
und mit den beiden Händen von der innen liegenden Außenseite des Bettbezugs
die zwei zugeordneten Ecken des Bettzeugs zu greifen. Anschließend wird der
Bettbezug gewendet und durch Schütteln von Bettzeug und Bettbezug um das Bettzeug
fallen gelassen. Insbesondere bei größeren Bettbezügen, wie zum Beispiel
Bettdecken, ist das Wenden des Bettbezugs mühselig.
Das Greifen einer Ecke des Bettzeugs durch den Bettbezug hindurch
wird ferner dadurch erschwert, dass die Ecken eines Bettzeugs regelmäßig
nicht genau rechtwinklig ausgebildet sind, sondern gerundet. Dies führt dazu,
dass auch bei eingezogenem Bettzeug ein freier Raum im Bereich der Ecke des Bettbezugs
verbleibt, der das vorangehende Einziehen erschwert. Die Formulierung „im
Wesentlichen rechten Winkel" umfasst sowohl eine Ecke mit nahezu genau rechtem Winkel
als auch die herkömmlichen „gerundeten Ecken".
DE 299 22 687 U1 offenbart einen
Bettbezug, in dem in herkömmlicher Weise eine Einziehdecke eingebracht werden
soll. Der Bettbezug weist auf seiner Innenseite taschenförmige Klemmelemente
auf, die zusammen mit einem Federbügel die Einziehdecke in der Ecke des Bettbezugs
klemmend halten sollen. Eine Änderung der Einziehdecke ist nicht vorgesehen.
DE 10 2004 015 724 A1 offenbart
eine gefaltete Patientendecke für die medizinische Erstversorgung. Eine derartige
Decke besteht aus mehreren Papierlagen und wird insbesondere für den Transport
des Patienten ins Krankenhaus verwendet. Das Einziehen der Patientendecke in einen
Bettbezug ist weder vorgesehen noch auf Grund der Instabilität möglich.
Die Patientendecke wird in besonderer Weise vielfach gefaltet, um auf kleinem Raum
transportiert werden zu können. Für das Auseinanderfalten der Decke sind
an ihrer Unterseite in den vier Ecken aufgenähte Eingreiftaschen vorgesehen,
die die Richtung des Auseinanderfaltens der Decke für den Benutzer nahe legen.
Der Auffaltvorgang der Decke soll dabei auf kleinstem Raum möglich sein
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu Grunde, ein Bettzeug
zu erstellen, das sich einfach in einen Bettbezug einziehen lässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Bettzeug
der eingangs erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, dass auf der Ober- und/oder
Unterseite im Bereich wenigstens zweier benachbarter Ecken jeweils eine Tasche vorgesehen
ist, die zu den Seiten in Längs- und Breitenrichtung hin geschlossen ist und
jeweils eine Öffnung zum Einführen mehrerer Finger aufweist, wobei die
Taschen zum Einschieben des Bettzeugs in korrespondierende Ecken des Bettbezugs
ausgebildet sind.
Zum Einziehen des Bettzeugs in einen Bettbezug werden mehrere Finger
einer Hand durch die Öffnung einer Tasche geführt. Die andere Hand hält
den Bettbezug im Bereich der zugeordneten Ecke des Bettbezugs. Dadurch, dass die
Ecke des Bettzeugs nicht von außen mit der Hand umgriffen wird, sondern aus
einem mittleren Bereich des Bettzeugs in Richtung einer Ecke des Bettzeugs geführt
wird, ist es möglich, die Ecke des Bettzeugs in die zugeordnete Ecke des Bettbezugs
hineinzuschieben. Da auf diese Weise keine hindernde Hand um die Ecke des Bettzeugs
herum vorhanden ist, ist es möglich, die Ecke des Bettzeugs sehr genau in die
zugeordnete Ecke des Bettbezugs hineinzuschieben. Dies ermöglicht ein gutes
Greifen mit der anderen Hand von Bettbezug und Bettzeug.
Nachdem eine erste Ecke des Bettzeugs in die zugeordnete Ecke des
Bettbezugs geführt worden ist, kann der gleiche Vorgang aufgrund einer zweiten,
im Bereich einer benachbarten Ecke vorgesehenen zweiten Tasche wiederholt werden.
Die Taschen sind zweckmäßig an zwei benachbarten Ecken derjenigen Seite
angeordnet, an der die Öffnung des Bettbezugs vorgesehen ist.
Bei dem Bettbezug einer im Wesentlichen rechteckigen Bettdecke ist die Öffnung
zum Einziehen der Bettdecke üblicherweise an einer Seite in Breitenrichtung
vorgesehen. Dann ist es zweckmäßig, wenn die Taschen der Bettdecke an
zwei benachbarten Ecken einer Seite in Breitenrichtung angeordnet sind.
Die Tasche lässt sich einfach ausbilden durch eine auf die Ober-
und/oder Unterseite entlang der Seiten in Längs- und in Breitenrichtung im
Bereich der Ecke befestigten Lage aus einem geeigneten Material.
In einer besonderen Ausführungsform ist das erfindungsgemäße
Bettzeug dadurch gekennzeichnet, dass die Lage jeweils eine Außenkontur in
Form eines im Wesentlichen rechtwinkligen Dreiecks mit zwei Schenkeln und einer
Grundseite aufweist, deren Schenkel parallel zu oder entlang der Seiten in Längs-
bzw. Breitenrichtung ausgerichtet sind, dass die Schenkel über ihre Länge
an der Ober- und/oder Unterseite befestigt sind und dass die Öffnungen durch
die nicht befestigten Grundseiten gebildet sind.
Durch eine Lage mit einer Außenkontur in Form eines im Wesentlichen
rechtwinkligen Dreiecks lässt sich auf sehr einfache Weise eine geeignete Tasche
auf dem Bettzeug bilden. Die Lage wird zweckmäßig im Wesentlichen in die
Ecke eines Bettzeugs gelegt. In dieser Lage erstrecken sich die beiden, den rechten
Winkel einschließenden Schenkel des Dreiecks entlang einer Seite in Längsrichtung
bzw. einer Seite in Breitenrichtung. Die beiden Schenkel laufen im rechten Winkel
des Bettzeugs zusammen. Werden die Schenkel über Ihre Länge hin im Rand
des Bettzeugs eingearbeitet, bildet sich eine Tasche, deren Öffnung entlang
der Grundseite angeordnet ist. Die Grundseite weist eine Länge auf, die eine
Öffnung hervorruft, in die mehrere Finger, beispielsweise drei oder vier Finger
einer Hand durchgeführt werden können. Die Schenkel müssen dabei
derart fest in den Rand des Bettzeugs eingearbeitet sein, dass sich die Lage beim
Einziehen des Bettzeugs in einen Bettbezug nicht löst.
Vorzugsweise ist das Dreieck gleichschenklig. Wird die Lage mit dieser
Außenkontur in der Ecke des Bettzeugs befestigt, verläuft die Öffnung
von einer Seite in Längsrichtung zu einer anliegenden Seite in Breitenrichtung
unter einem Winkel von etwa 45° zu diesen beiden Seiten. Durch eine derart
verlaufende Öffnung lässt sich die Ecke des Bettzeugs sehr bequem in die
Ecke des Bettbezugs führen.
Eine Befestigung der Lage an dem Bettzeug, die fest genug ist, lässt
sich vorzugsweise durch Vernähen der Lage auf dem Bettzeug realisieren. Eine
sehr feste Verbindung lässt sich durch eine Mehrfachbefestigungen erzielen,
wie zum Beispiel einer Doppelnaht entlang der Schenkel einer Lage mit einer Außenkontur
in Form eines rechtwinkligen Dreiecks. Es ist aber auch denkbar, dass zusätzlich
zu oder statt einer Naht eine Verklebung oder Verschweißung vorgenommen wird.
Damit die Ecke des in den Bettbezug eingezogenen Bettzeugs nicht herausrutscht,
wenn die Hand aus der Tasche gezogen wird, weist die äußere Oberfläche
der Tasche zweckmäßig zumindest teilweise eine rutschhemmende Oberfläche
auf.
Ein geeignetes rutschhemmendes Material ist beispielsweise Velours,
dessen offene Fasern zweckmäßig zu der Öffnung hin geneigt sind.
Dies ermöglicht einerseits ein einfaches Hineinschieben der Ecke des Bettzeugs
in die zugeordnete Ecke des Bettbezugs. Andererseits bieten die Fasern aufgrund
ihrer Orientierung einen Widerstand gegen ein Hinausrutschen der Ecke des Bettzeugs
aus der Ecke des Bettbezugs.
Vorzugsweise ist auf der Ober- und/oder Unterseite in jeder Ecke eine
Tasche vorgesehen, um das Bettzeug nicht mit einer bestimmten Seite in den Bettbezug
einziehen zu müssen.
Wenn es sich bei dem Bettzeug um eine Bettdecke handelt, sind die
Seiten in Breitenrichtung vorzugsweise kürzer als die Seiten in Längsrichtung.
Die Erfindung soll im Folgenden anhand einiger in den folgenden Figuren
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
1 – ein erfindungsgemäßes Bettzeug
in Draufsicht,
2 – einen vergrößerten Ausschnitt
einer Ecke des Bettzeugs aus 1,
3 – einen vereinfachten Querschnitt in Richtung
A aus 2 und
4 – einen Ausschnitt eines weiteren erfindungsgemäßen
Bettzeugs um eine Ecke herum.
Bei dem in 1 dargestellten Bettzeug
1 handelt es sich um eine Steppdecke. Die Steppdecke weist eine rechteckige
Außenkontur mit zwei kürzeren Seiten 2, 3 und zwei längeren
Seiten 4, 5 auf. Die Seiten 2 bis 5 bilden vier
Ecken, 6, 7, 8, 9.
Die Steppdecke kann durch Nähte gegeneinander abgesteppte und
mit einer isolierenden Füllung versehene Zonen, gegebenenfalls mit unterschiedlichen
Fülldichten, aufweisen.
An der oberen kürzeren Seite 2 sind im Bereich der Ecken
6, 7 zwei Taschen 10, 11 ausgebildet.
Die Tasche 10 wird durch eine auf eine Oberseite
12 des Bettzeugs 1 aufgenähte Stofflage 13 gebildet.
Die Stofflage 13 hat in Draufsicht eine Außenkontur in Form eines
gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks. Die Stofflage 13 weist demzufolge
zwei gleichlange Schenkel 14, 15 und eine Grundseite
16 auf.
Die Stofflage 13 ist derart auf die Oberseite 12
des Bettzeugs 1 aufgebracht, dass der Schenkel 14 geringfügig
beabstandet, etwa bis zu drei Zentimetern, und parallel zu der längeren Seite
5 und der Schenkel 15 geringfügig beabstandet und parallel
zu der kürzeren Seite 2 angeordnet ist. Durch diese Anordnung verläuft
die Grundseite 16 sowohl zu der längeren Seite 5 als auch
zu der kürzeren Seite 2 jeweils in einem Winkel von 45°.
Entlang der Schenkel 14, 15 ist die Stofflage
13 mit der Oberseite 12 vernäht. Die Grundseite
16 ist frei, sodass entlang der Grundseite 16 eine Öffnung
der Tasche 10 ausgebildet ist. Die Tasche 10 ist entlang der Schenkel
14, 15 geschlossen. „Geschlossen" meint dabei, dass ein
Finger beim Einziehen des Bettzeugs 1 in einen Bettbezug nicht durch die
Befestigung hindurch stößt. Die Lage 13 ist so dimensioniert,
dass etwa vier bis fünf Finger einer ausgewachsenen menschlichen Hand durch
die an der Grundseite 16 realisierten Öffnung der Tasche
10 hindurch gesteckt werden können.
Damit es nicht zu einer Überlappung der Taschen 10,
11 kommt, ist der Schenkel 15 kürzer als die halbe Länge
der kürzeren Seite 2.
Um mit den Fingern bequem in die Tasche 10 eingreifen zu
können, kann die Lage 13 aus einem elastischen Material hergestellt
sein. Dies hat den Vorteil, dass die Stofflage 13 vor dem Aufnähen
auf die Oberseite 12 mit einer Außenkontur in Form eines im Wesentlichen
rechtwinkligen gleichschenkligen Dreiecks zugeschnitten werden kann.
Handelt es sich bei dem Material der Stofflage 13 nicht um
ein elastisches Material, wird der Zuschnitt zweckmäßig so erfolgen, dass
der in Draufsicht rechte Winkel etwas größer als 90° ist. Auf diese
Weise wird bei der in 1 gezeigten Befestigung eine
Öffnung entlang der Grundseite 16 ausgebildet.
Die Tasche 11 ist entsprechend der Tasche 10 ausgebildet.
In 2 ist ein Bereich um die Ecke
6 des Bettzeugs 1 aus 1 vergrößert
dargestellt.
Es ist die Tasche 10 mit ihren parallel zu den Seiten
2, 5 angeordneten Schenkeln 14, 15 zu erkennen.
Die Stofflage 13 ist entlang der Schenkel 14, 15 jeweils
mit einer Naht 17, 18 mit der Oberseite des Bettzeugs
1 fest vernäht. Um die Tasche 10 noch strapazierfähiger
zu machen, könnten parallel zu den Nähten 17, 18 weitere
Nähte oder ein zusätzliches Verkleben oder Verschweißen erfolgen.
Selbstverständlich ist es auch möglich, den die Naht bildenden Garn sowohl
durch die Ober- 12 als auch die Unterseite hindurch zu führen.
In 3 ist ein Teilquerschnitt entlang
der Blickrichtung A aus 2 dargestellt.
Gezeigt ist die Stofflage 13. Die Stofflage 13 weist
auf ihrer äußeren Oberfläche 19 Veloursfasern
20 auf. Die Veloursfasern 20 weisen gegenüber der Lage
13 eine Neigung von etwa 45° in Richtung der Grundseite
16 auf. Durch diese Ausrichtung der Veloursfasern 20 wird ein
Widerstand erzeugt, der verhindert, dass das Bettzeug 1 im Bereich der
Ecke 6 aus der zugeordneten Ecke des Bettbezugs herausrutscht. Gleichzeitig
lässt sich das Bettzeug 1 leicht in die Ecke des Bettbezugs hinein
schieben.
In 4 ist ein Ausschnitt eines weiteren
erfindungsgemäßen Bettzeugs 21 um eine Ecke 22 des Bettzeugs
21 herum dargestellt.
Die Ecke 22 bildet keinen genauen rechten Winkel, sondern
ist gerundet ausgebildet. Der gerundete Verlauf der Ecke 22 stellt im Wesentlichen
einen Kreisbogen dar.
Im Bereich der Ecke 22 ist eine Tasche 23 vorgesehen.
Die Tasche 23 weist eine Außenkontur mit der Form eines im Wesentlichen
gleichschenkligen Dreiecks mit zwei Schenkel 24, 25 und einer
Grundseite 26 auf.
Anders als in der in den 1 und
2 dargestellten Ausführungsform treffen die Schenkel
24, 25 jedoch nicht in einem rechten Winkel aufeinander, sondern
bilden miteinander eine „gerundete Ecke" 27.
Die Tasche 23 wird durch eine Stofflage 28 ausgebildet,
die mittels einer Naht 29 mit dem Bettzeug 21 fest verbunden ist.
Es ist zu erkennen, dass die Naht 29 auch im Bereich um die Ecke
27 herum durchgehend ausgeführt ist.