Hintergrund
Bestimmte elektrische und elektronische Schaltungen erfordern einen
Überstromschutz und einen Überspannungsschutz. In der Vergangenheit wurde
der Überstrom- und Überspannungsschutz durch mindestens zwei diskrete
Einrichtungen erzielt. Dabei stellt jede Einrichtung einen Schutz für eine
spezielle Anwendung bereit. So wird beispielsweise eine diskrete Überstromeinrichtung
verwendet, um einen Schutz während einer Überstromsituation bereitzustellen.
Zusätzlich wird ein diskreter Spannungsunterdrücker verwendet, um während
einer übermäßigen Spannung einen Schutz bereitzustellen. Die beiden
diskreten Einrichtungen werden über eine Leiterplattenspur untereinander verbunden.
Durch die getrennten Installationsflächen der getrennten Komponenten wird wertvoller
Platz der Leiterplatte verbraucht. Gestalter von Leiterplatten suchen ständig
nach Wegen, um Leiterplattenplatz zu erhalten. Ein Weg, um Leiterplattenplatz zu
erhalten kann die Verringerung des gesamten Leiterplattenplatzes sein, der für
einen Überstrom- und Überspannungsschutz benötigt wird.
Ebenso entstehen mit den diskreten Einrichtungen elektrische Koordinationsprobleme,
was zu Schwierigkeiten führt zu gewährleisten, dass der Spannungsunterdrücker
und die Überstromschutzeinrichtung ihre Aufgabe jeweils korrekt erfüllen.
Eine Koordination zwischen Einrichtungen ist wichtig, um sicherzustellen, dass die
Schutzkomponenten unter festgelegten Überstrom- und Überspannungsbedingungen
arbeiten. Ein Grund, dass eine Koordination zwischen den diskreten Einrichtungen
schwierig sein kann ist, dass die Einrichtungen oftmals von unterschiedlichen Herstellern
bereitgestellt werden. Festgelegte Toleranzen für diskrete Einrichtungen von
unterschiedlichen Herstellern können variieren, was zu einer geringen Koordination
zwischen den diskreten Einrichtungen führt. Die Verantwortung die Kompatibilität
der diskreten Einrichtungen zu gewährleisten wird auf den Leiterplattentechniker
übertragen. Weiterhin erfordert ein Bestimmen einer korrekten elektrischen
Koordination zwischen den Einrichtungen ein Bewerten der Leistungsmerkmale von jeder
Einrichtung (beispielsweise I2t-Energiekurven etc.), um sicherzustellen,
dass ein Schutz gegen übermäßige Spannungen und Ströme wie gewünscht
bereitgestellt wird.
Ein Integrieren eines Überstrom- und Überspannungsschutzes
in einer einzigen Einrichtung führt zu bestimmten Problemen. So kann beispielsweise
eine bestimmte Anwendung spezifische Schutzerfordernisse aufweisen und eine bestimmte
Anschlussanordnung erforderlich machen. Die Verwendung diskreter Einrichtungen ermöglicht
es dem Techniker, jede Einrichtung dort zu lokalisieren, wo sie benötigt wird.
Eine integrierte Einrichtung muss jedoch für die Mehrzweckanwendung bzw. duale
Anwendung konfiguriert werden. Außerdem sollte eine integrierte Überstrom-
und Überspannungseinrichtung die von diskreten Einrichtungen erwartete Leistung
nicht opfern, um Platz zu sparen und um Herstellungskosten zu verringern.
Deshalb besteht ein Bedarf für eine integrierte Überstrom-
und Überspannungseinrichtung, um Leiterplattenplatz zu erhalten, die leicht
für unterschiedliche Anwendungen und Nennwerte bzw. Belastbarkeiten konfiguriert
werden kann, und die ein Leistungsniveau entsprechend von dem von diskreten Überstrom-
und Überspannungseinrichtungen zeigt.
Zusammenfassung
Nachfolgend werden Beispiele von Leadless bzw. Anschlussbeinchen-freien-Schaltungsschutzeinrichtungen
beschrieben. Die Schaltungsschutzeinrichtungen umfassen jeweils mehrere von mindestens
einem Typ eines Schaltungsschutzes. In einem nachstehend gezeigten Beispiel stellt
die Leadless-Einrichtung einen Überstrom- und Überspannungsschutz in der
Form einer Sicherung in Kombination mit mehreren SIDACtor®-Überspannungsschutzkomponenten
bereit. Die gezeigte Einrichtung ist konfiguriert, um vier Signalleitungen zu schützen,
wie zwei verdrillte Leitungspaare bzw. verdrillte Zweidrahtleitungen, die sich beispielsweise
zu einer Telekommunikationssteckvorrichtung erstrecken. Die Leadless-Einrichtung
ist hier konfiguriert, das jede ihrer Sicherungen in Reihe mit einer unterschiedlichen
Signalleitung auf einer Leiterplatte ("PCB") platziert wird.
In einem Bespiel umfasst jede der Sicherungen einen isolierenden Körper
und zwei an den Körper angefügte Endkappen. Ein Sicherungselement wird
durch den Körper gehalten und ist elektrisch mit den Endkappen verbunden. Außerhalb
des Sicherungskörpers ist jede Endkappe mit einem Leiter verbunden. Die Leiter
erstrecken sich in einem isolierenden Gehäuse der Leadless-Einrichtung und
enden an Anschlussbereichen bzw. -abschnitten, die sich durch das Gehäuse der
Einrichtung erstrecken. In einer Ausführungsform ist der Anschlussbereich von
jedem Leiter mindestens im Wesentlichen bündig mit der äußeren Oberfläche
des Einrichtungsgehäuses ausgerichtet.
Wie nachstehend gezeigt, ist einer der Leiter, die sich von jeder
Sicherung erstrecken, elektrisch mit einer Überspannungsschutzkomponente, beispielsweise
SIDACtor®-Überspannungsschutzkomponenten, verbunden. Eine Seite
der SIDACtor®-Komponenten ist mit dem Sicherungsleiter verbunden,
während die gegenüberliegende Seite der SIDACtor®-Komponenten
mit einem dritten Leiter verbunden ist. In einer Ausführungsform ist dieser
dritte Leiter vollständig in dem isolierenden Gehäuse der Einrichtung
untergebracht. In einer Implementierung erstreckt sich der dritte Leiter zu oder
überbrückt mit der freigelegten Oberfläche einer zweiten Überspannungsschutzkomponente,
die in Serie mit einer zweiten Sicherung platziert ist. In einer Ausfürungsform
ist der dritte Leiter oder Brückenleiter in Verbindung mit einer dritten Überspannungsschutzkomponente
oder SIDACtor® Komponenten platziert. Diese dritte SIDACtor®-Komponente
ist wiederum mit einem Leiter verbunden, der einen Rückführungsanschluss
(return terminal) bildet, der sich durch das Einrichtungsgehäuse in einer mindestens
im Wesentlichen bündigen Beziehung mit dem Gehäuse erstreckt. Dieser Rückführungsanschluss
ist üblicherweise mit der Massenerdung verbunden, was im Stand der Technik
manchmal als "dual abgeglichene longitudinale" Leistungsschutzschemata bezeichnet
wird.
In einer Ausführungsform ist die Überspannungsschutzeinrichtung,
beispielsweise SIDACtor®-Komponenten, vom Typ eines Überspannungs-Crowbar-Schutzes
bzw. vom "Crowbar"-Typ, der normalerweise eine hohe Impedanz aufweist, die jedoch
als Antwort auf eine transiente Spannungsspitze in einen niedrigen Impedanzstatus
schaltet, um so die Spannung über sie auf ein niedriges Niveau einzuklemmen.
In dieser ersten Ausführungsform wird dann, wobei jede Signalleitung vor einer
transienten Überspannungsspitze geschützt ist, was ermöglicht, dass
ein normalerweise nicht-leitender Weg zur Erde bzw. Erdung leitend wird, die Spitze
zur Erde und weg von einer Signalleitung und damit verbundener empfindlicher Komponenten
nebengeschloßen bzw. parallel geschalten bzw. geshunten. Wie vorstehend erläutert
ist jede Signalleitung ebenfalls durch eine Überstromschutzkomponente, wie
eine Sicherung, geschützt, die aufgrund einer anhaltenden Stromüberlastbedingung
beispielsweise durch das Vorliegen einer kontinuierlich abnormalen Spannung öffnet.
Eine Quelle für derartige abnormale Spannungen ist eine "Strom-Kreuzung" ("power
cross"), die auftritt, wenn eine elektrische Stromleitung bzw. Starkstromleitung
über eine Telekommunikationsleitung fällt, was hohe Spannungen in der
Telekommunikationsleitung induziert.
Die soeben erläuterten zwei Sicherungen und drei Überspannungsschutzkomponenten
bilden einen Aufbau. In einer Ausführungsform ist in dem isolierenden Einrichtungsgehäuse
ebenfalls ein zweiter ähnlicher Aufbau untergebracht. Der zweite Aufbau ist
als ein Spiegelbild des ersten Aufbaus konfiguriert und erzeugt eine Einrichtung
mit vier Signalleitern und entsprechenden Anschlussbereichen, die sich über
eine Dimension der Einrichtung erstrecken, und zwei Erdungsanschlüssen, die
sich von den Überspannungsschutzkomponenten in einer zu den Signalleitungen
orthogonalen Richtung nach außen erstrecken. Die Beabstandung der Anschlüsse
der integrierten Einrichtung stellt eine Pad- bzw. Anschlussflächen-Anordnung
bereit, die auf deren bestimmte Anwendung zugeschnitten ist, wie eine Telekommunikationsanwendung
mit zwei Leitungen, die zwei verdrillte Leitungspaare bzw. Twisted-Pair-Leitungen
umfasst.
In einer Ausführungsform wird die vorstehend beschriebene integrierte
Einrichtung mit Sicherung und SIDACtor® Komponente hergestellt indem
ein Anschlussrahmen bzw. Leadframe verwendet wird, der die Sicherung und die SIDACtor®-Leiter
(und entsprechende Sicherungen und SIDACtor®-Komponenten) korrekt
beabstandet, so dass die Leiter und Komponenten zeitweilig zusammengehalten werden
können, während sie in das Gehäuse eingekapselt werden. Das Gehäuse
hält danach die Leiter und Komponenten an Ort und Stelle, so dass Rahmenelemente
des Anschlussrahmens (die sich außerhalb des Gehäuses erstrecken) entfernt
werden können, wobei eine elektrische Trennung zwischen den verschiedenen Signal-
und Erd- bzw. Erdungsleitern der Ausbauten mit Sicherung und SIDACtor®-Komponente
erzeugt wird.
In einer Ausführungsform wird der Anschlussrahmen aus einem dünnen,
metallischen Rohling so bearbeitet bzw. spanabhebend bearbeitet oder geätzt,
dass er erhöhte Pads aufweist, die die Überstromkomponente (beispielsweise
eine zylinderförmige Sicherung) zentriert und an Ort und Stelle hält bevor
und während die Komponente an die Pads und den Anschlussrahmen angelötet
wird. Der Anschlussrahmen wird ebenfalls bearbeitet oder geätzt, um Pads zum
Anlöten an die Überspannungskomponente (beispielsweise SIDACtor®-Komponente)
aufzuweisen. Der Anschlussrahmen kann ferner bearbeitet oder geätzt werden,
um Vertiefungen aufzuweisen, die es ermöglichen, dass das Gehäuse um einen
Bereich des Anschlussrahmens geformt bzw. formgepresst (molded) wird, während
andere Bereiche des Anschlussrahmens freigelegt bleiben, um Anschlüsse zu bilden,
die mindestens im Wesentlichen bündig mit dem Gehäuse sein können.
Ein Bearbeiten oder Ätzen des Anschlussrahmens aus einem Rohling beseitigt
die Notwendigkeit den Anschlussrahmen, der ziemlich klein und dünn sein kann,
zu biegen oder zu formen. Es ermöglicht ebenfalls, dass ein Array bzw. eine
Anordnung von Anschlussrahmen in der Masse produziert und getrennt wird.
In einer Ausführungsform wird das Einrichtungsgehäuse spritzgegossen
(injection molded) oder umspritzt (insert molded), wobei Kunststoffmaterial oder
anderes geeignetes isolierendes Material verwendet wird, das den
Raum zwischen den Leitern und Komponenten und den äußeren Oberflächen
des Gehäuses vollständig füllen kann. Das Kunststoffgehäuse
oder isolierende Gehäuse kann auch in einer hohlen Form geformt werden, die
so konfiguriert ist, dass sie die Leiter und Komponenten fest an Ort und Stelle
hält.
In einer weiteren Ausführungsform wird eine ähnliche Einrichtung
bereitgestellt, die wiederum beispielsweise Sicherungen und SIDACtor®-Komponenten
als Überstrom- bzw. Überspannungsschutzkomponenten umfasst. Die Einrichtung
ist hier jedoch für eine Telekommunikationsanwendung mit vier Leitungen zugeschnitten.
Anstelle eines gemeinsames Überbrückens von zwei SIDACtor®-Komponenten
und eines Anfügens von ihnen an eine dritte SIDACtor®-Komponente,
wie vorstehend aufgeführt, ist dementsprechend jede SIDACtor®-Komponente
getrennt mit einem Rückführungsanschluss gekoppelt, der normalerweise
an die andere Leitung eines verdrillten Leitungspaars verbunden ist, die im Stand
der Technik manchmal als eine "Ring"-Leitung (ring line) bezeichnet wird. Die andere
Signalleitung des verdrillten Leitungspaars wird im Stand der Technik als eine "Spitzen"-Leitung
(tip line) bezeichnet und ist wiederum abgesichert oder andersartig mit einem Überstromschutz
ausgerüstet. Somit ist die SIDACtor®-Komponente über das
verdrillte Leitungspaar verbunden und klemmt momentane Überspannungen auf ein
niedriges Niveau ein.
In dieser alternativen Ausführungsform kann die Einrichtung ebenfalls
wie vorstehend aufgeführt hergestellt werden, wobei ein Anschlussrahmen verwendet
wird, um die Leiter und Komponenten in Bezug zueinander in einer kurzzeitig fixierten
Beziehung zu halten. Das Gehäuse wird dann über die Leiter und Komponenten
formgepresst, wobei Anschlussbereiche der Leiter in einem gewünschten Muster
freigelegt bleiben. Anschließend werden äußerliche Elemente des Rahmens
entfernt, wobei eine elektrische Isolation zwischen den Leitern und Komponenten
wie benötigt erzeugt wird.
Der Schaltungsschutz der vorliegenden Einrichtung kann so zugeschnitten
sein, dass er sich für eine große Anzahl von elektrischen Anwendungen
eignet, die einer Vielzahl von unterschiedlichen Typen und Nennwerten eines Schaltungsschutzes
bedürfen. Beispielsweise stellt, wie nachführend im Detail erläutert,
eine Einrichtung lediglich einen Überstromschutz für jede der vielen Signalleitungen,
beispielsweise vier Leitungen, bereit. Die Sicherungen sind jeweils an ein Paar
von Leitern bzw. ein Leiterpaar verbunden, wobei jeder an einem Anschlussbereich
endet, der sich durch das Einrichtungsgehäuse erstreckt und sich mindestens
im Wesentlichen bündig mit einer äußeren Oberfläche des Einrichtungsgehäuse
ausrichtet.
Die Sicherungen und Anschlüsse werden in dem Gehäuse durch
das Gehäusematerial getrennt gehalten. Die Sicherungen und Leiter können
wieder ursprünglich räumlich fixiert werden und zeitweise über einen
Anschlussrahmen, der die Sicherungen Leiter wie benötigt beabstandet. Das Gehäusematerial
wird umspritzt oder spritzgegossen, um die Sicherungen und Leiter mit Ausnahme der
Anschlussbereiche, die an den Enden der Leiter lokalisiert sind, zu umhüllen
oder zu umschließen. Anschließend werden freigelegte Rahmenelemente des
Anschlussrahmens entfernt, um die Sicherungen und Leiter für die verschiedenen
Signalleitungen elektrisch zu trennen und zu isolieren.
Deshalb besteht ein Vorteil der hier offenbarten Beispiele darin,
eine Schaltungsschutzeinrichtung bereitzustellen, die Leiterplattenplatz erhält.
Ein weiterer Vorteil der hier offenbarten Beispiele besteht darin,
einen korrekt koordinierten integrierten Überspannungs- und Überstromschutz
bereitzustellen.
Ein weiterer Vorteil der hier offenbarten Beispiele besteht darin,
ein Verfahren bereitzustellen mit dem eine Einrichtung leicht hergestellt werden
kann, die für unterschiedliche Anwendungen, Anbringungskonfigurationen und
Nennwerte zugeschnitten ist.
Ein noch weiterer Vorteil der hier offenbarten Beispiele besteht darin,
eine Einrichtung bereitzustellen, die mindestens ein gutes) Leistungsmerkmal bzw.
Leistungseigenschaft aufweist, wie niedriger Widerstand, niedriger elektrischer
Leitwert, niedrige Kapazität und Fähigkeiten eines guten Wärmeleistungsverlustes.
Zusätzliche Eigenschaften und Vorteile werden hier beschrieben
und werden aus der folgenden ausführlichen Beschreibung und den Figuren offensichtlich.
Kurze Beschreibung der Figuren
1 ist eine Aufsicht von oben von einer Ausführungsform
einer Leadless-Schaltungsschutzeinrichtung, die einen Überstrom- und Überspannungsschutz
aufweist.
2 ist eine Seitenansicht der Schaltungsschutzeinrichtung
von 1.
3 ist eine Aufsicht von unten auf die Schaltungsschutzeinrichtung
von 1.
4 ist eine perspektivische Ansicht der Überstrom-
und Überspannungsschutzkomponenten und der assoziierten Leiter, die mindestens
teilweise mit dem Gehäuse der Einrichtung von 1
eingeschlossen sind.
5A ist eine Aufsicht auf einen Anschlussrahmens, der
die Überspannungs- und Überstromschutzkomponenten der Einrichtung von
1 aufweist, die einen Schritt in der Herstellung der
Einrichtung zeigt.
5B zeigt einen zweiten Herstellungsschritt, in dem
ein isolierendes Gehäuse auf den Anschlussrahmen angewendet wird, bevor der
Anschlussrahmen zugestutzt wird, um die Schaltungsschutzeinrichtung von
1 zu erzeugen.
6A ist ein elektrisches Schema für die in
1 gezeigte Schaltungsschutzeinrichtung.
6B ist eine elektrische Schaltung, die eine Anwendung
der Einrichtung von 1 bis 8
zeigt.
7 ist ein Pinbelegungs- bzw. Anschlussbelegungsdiagramm,
das dem elektrischen Diagramm von 6 entspricht.
8 ist eine empfohlene Pad-Anordnung für die in
1 gezeigte Schaltungsschutzeinrichtung.
9 ist eine Aufsicht von oben auf eine weitere Ausführungsform
einer Leadless-Schaltungsschutzeinrichtung, die einen Überstrom- und Überspannungsschutz
aufweist.
10 ist eine Seitenansicht der Schaltungsschutzeinrichtung
von 9.
11 ist eine Aufsicht von unten auf die Schaltungsschutzeinrichtung
von 9.
12 ist eine perspektivische Ansicht der Überstrom-
und Überspannungsschutzkomponenten und der assoziierten Leiter, die mindestens
teilweise von dem Gehäuse der Einrichtung von 9
eingeschlossen sind.
13A ist eine Aufsicht auf einen Anschlussrahmen mit
den Überspannungs- und Überstromschutzkomponenten der Einrichtung von
9, die einen Schritt in der Herstellung der Einrichtung
zeigt.
13B zeigt einen zweiten Herstellungsschritt, in dem
ein isolierendes Gehäuse auf den Anschlussrahmen angewendet wird, bevor der
Anschlussrahmen zugestutzt wird, um die Schaltungsschutzeinrichtung von
9 zu erzeugen.
14A ist ein elektrisches Schema der in 9
gezeigten Schaltungsschutzeinrichtung.
14B und 14C sind elektrische
Schaltungen, die verschiedene Anwendungen für die Einrichtung der
9 bis 16 zeigen.
15 ist ein Pinbelegungsdiagramm, das dem elektrischen
Diagramm von 14 entspricht.
16 ist eine empfohlene Pad-Anordnung für die in
9 gezeigte Schaltungsschutzeinrichtung.
17A und 17B sind perspektivische
Ansichten, die ein Beispiel eines Anschlussrahmens zeigen, der zum Anbringen der
Überspannungs- und Überstromschutzkomponenten der hier erläuterten
Leadless-Schaltungsschutzeinrichtungen geeignet ist.
17C ist eine Aufsicht auf einen Array von Anschlussrahmen,
die in der Masse produziert und getrennt werden.
18 ist eine Aufsicht von oben auf eine dritte Ausführungsform
einer Leadless-Schaltungsschutzeinrichtung, die einen Überstromschutz für
mehrere Signalleitungen bereitstellt.
19 ist eine Seitenansicht der Schaltungsschutzeinrichtung
von 18.
20 ist eine Aufsicht von unten auf die Schaltungsschutzeinrichtung
von 18.
21 ist eine perspektivische Ansicht der Überstromschutzkomponenten
und der assoziierten Leiter, die mindestens teilweise in dem Gehäuse der Einrichtung
von 18 eingeschlossen sind.
22A ist eine Aufsicht auf einen Anschlussrahmen mit
den Überstromschutzkomponenten der Einrichtung von 18,
die einen Schritt in der Herstellung der Einrichtung zeigt.
22B zeigt einen zweiten Herstellungsschritt, in dem
ein isolierendes Gehäuse auf den Anschlussrahmen angewendet wird, bevor der
Anschlussrahmen zugestutzt wird, um die Schaltungsschutzeinrichtung von
18 zu erzeugen.
23 ist eine empfohlene Pad-Anordnung für die in
18 gezeigte Schaltungsschutzeinrichtung.
Ausführliche Beschreibung
Es werden hier Beispiele von Leadless-Schaltungsschutzeinrichtungen
im Detail beschrieben, die den Problemen der gegenwärtigen Halbleiterindustrie
nachkommen, nämlich Einrichtungen zu verwenden, die kleiner sind und mit hohen Produktionsraten
hergestellt werden können. Die hier offenbarten Ausführungsformen sollen
den Standards der Halbleiterindustrie entsprechen, wie solchen, die dargelegt sind
in der JEDEC Publikation 95, Design Guide 4.19, Quad No-Lead Staggered and In-Line
Multi-Row Packages ("QFN").
In einer Ausführungsform basieren die Einrichtungen auf Anschlussrahmen,
in Kunststoff eingekapselte bzw. eingeschlossene Packagen (packages) mit niedrigem
Widerstand, elektrischem Leitwert, Kapazität ("RLC"). Die Konstruktion des
Anschlussrahmens ermöglicht, dass der Typ, die Beschaffenheit und die Konfiguration
der in den Einrichtungen untergebrachten Schaltungsschutzkomponenten auf eine bestimmte
Anwendung zugeschnitten wird. Die Einrichtungen weisen eine gute Fähigkeit
zum Hitzeleistungsverlust auf. Eine Integration von Überstrom- und Überspannungsfunktionen
hilft eine korrekte Koordination zu gewährleisten und die unmittelbare Nachbarschaft
der Schaltungsschutzkomponenten, die in der Gesamteinrichtung untergebracht sind,
fördert eine elektrische Leistung. Ihre Leadless-Beschaffenheit fördert
ebenfalls eine elektrische Leistung und ihre freigelegten Pads verbessern thermische
Merkmale. Die Leadless-Beschaffenheit und integrierte Beschaffenheit der Einrichtungen
verringert die zum Anbringen benötigte Installationsfläche auf der Leiterplatte.
Die relativ geringe Größe und das niedrige Profil der Einrichtungen machen
die Einrichtungen gut geeignet für Leiterplatten mit hoher Dichte ("PCB's").
Unter Bezugnahme auf die Abbildungen, insbesondere auf 1
bis 4, ist eine Ausführungsform einer Leadless-Schaltungsschutzeinrichtung
durch Einrichtung 10 gezeigt. Es ist klar, dass die in Verbindung mit
1 bis 3 gezeigten Abmessungen
lediglich beispielhaft sind und den Umfang und Geist der hier angefügten Ansprüche
in keinster Weise begrenzen. Die gezeigten Abmessungen sind in Inch und betonen
die kompakte Beschaffenheit der Einrichtung 10, die Überstrom- und
Überspannungsschutzkomponenten unterbringt, die in der Lage sind eine beispielsweise
auf einer PCB bereitgestellte Telekommunikationsschaltungsanordnungen zu schützen.
Wie in 1 bis 3
gezeigt, umfasst Einrichtung 10 ein schützendes und isolierendes Gehäuse
12. Das isolierende Gehäuse 12, das ebenfalls in Verbindung
mit 5A und 5B gezeigt
ist, ist um die Überstrom- und Überspannungsschutzkomponenten geformt
bzw. formgepresst, um so die Komponenten elektrisch zu isolieren. Das Gehäuse
ist ebenfalls so konfiguriert, dass Anschlussbereiche der Leiter, die sich von den
Überstrom- und Überspannungsschutzkomponenten erstrecken, durch das Gehäuse
erstrecken und mindestens im Wesentlichen bündig mit einer äußeren
Oberfläche (beispielsweise einer in 3 zu sehenden
unteren Oberfläche 12b) des Gehäuses 12 bleiben. Diese
Anschlussbereiche sind so konfiguriert, dass sie an eine entsprechende Pad-Anordnung
der PCB (beispielsweise 8), beispielsweise über
ein Aufschmelzlötverfahren, gelötet werden können.
In einer Ausführungsform umhüllt Gehäuse
12 die Überspannungs- und Überstromschutzkomponenten, so dass
Gehäuse 12 die Einrichtungen an Ort und Stelle hält ohne dass
Gehäuse 12 oder die eingeschlossenen Leiter speziell geformte oder
bearbeitete Schnapper oder Vorrichtungen zum Einpressen aufweisen müssen. Das
heißt, Einrichtung 10 kann fest oder im Wesentlichen fest sein, wobei
das Material des Gehäuses 12 die Hohlräume zwischen den äußeren
Oberflächen des Gehäuses 12 und den eingeschlossenen Überstrom-
und Überspannungsvorrichtungen und den assoziierten Leitern füllt. Alternativ
kann Gehäuse 12 eine oder mehrere Luftlücken zwischen den äußeren
Oberflächen des Gehäuses 12 und den Überspannungs- und Überstromschutzkomponenten
definieren. In jedem Fall ist Gehäuse 12 so konfiguriert, dass es
mit den Komponenten und Leitern ausreichend mechanisch in Eingriff kommt, um die
Komponenten fest an Ort und Stelle zu halten.
Das Gehäuse 12 kann aus einem beliebigen geeigneten
Material hergestellt werden. In einer Ausführungsform ist Gehäuse
12 aus einem beliebigen Material hergestellt, das annehmbar spritzgegossen
oder umspritzt werden kann, wie Polycarbonat, Phenol- oder Epoxidharz. Alternativ
kann Gehäuse 12 aus einem auf Keramik oder Glas basierendem Material
hergestellt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist Gehäuse
12 hart oder halb-hart. In einer alternativen Ausführungsform umfasst
Gehäuse 12 eine isolierende Schutzummantelung oder ein einkapselndes
Material, wie eine Harzummantelung. Auf jeden Fall sollte das Material für
Gehäuse 12 in der Lage sein den Härten eines Aufbaus, beispielsweise
durch Bestückungs- und Löttätigkeiten bedingtem Stress und Hitze,
zu widerstehen.
Wie in 1 und 2
gezeigt, umfasst Einrichtung 10 einen ersten Aufbau 20a und einen
zweiten Aufbau 20b. In 4 sind der erste und
der zweite Aufbau 20a und 20b alleine in der perspektivischen
Ansicht gezeigt. Wie gezeigt sind Aufbauten 20a und 20b spiegelbildlich
zueinander, was eine effiziente Verwendung von verfügbaren Raum zur Lokalisation
von Anschlüssen entlang der Unterseite 12b des Gehäuses
12 ermöglicht, wie in Verbindung mit 3
zu sehen ist. Alternativ wird lediglich ein einzelner Aufbau bereitgestellt oder
es werden mehr als zwei Aufbauten bereitgestellt.
Aufbauten 20a und 20b umfassen jeweils eine erste
Überstromschutzkomponente 14a und eine zweite Überstromschutzkomponente
14b. In der gezeigten Ausführungsform sind die Überstromschutzkomponenten
Sicherungen. Eine geeignete Sicherung für die Überstromschutzkomponenten
14a und 14b ist eine Pico®-Sicherung, die von
dem Begünstigen der vorliegenden Erfindung hergestellt wird. Trotzdem ist eine
Sicherung eine geeignete Überstromschutzkomponente für Schaltungsschutzeinrichtung
10, andere geeignete Überstromschutzkomponenten für Schaltungsschutzeinrichtung
10 umfassen einen keramischen oder polymeren Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten,
einen thermischen Begrenzer oder eine Halbleitereinrichtung.
Jede Sicherung 14a und 14b umfasst erste und zweite
Endkappen 16a und 16b. Die Endkappen 16a und
16b können aus einem beliebigen geeigneten einen oder mehrerer leitender
Materialien, wie Kupfer, Nickel, Gold, Silber, Blei, Zinn, Legierungen davon und
Schichten, hergestellt sein. Die Endkappen 16a und 16b sind an
beide Enden eines isolierenden Sicherungskörpers 18 befestigt und
umgeben diese bzw. schließen diese ein. Der Sicherungskörper
18 ist aus einem beliebigen geeigneten elektrisch isolierenden Material
hergestellt, wie Kunststoff, Keramik, Glas oder Karton bzw. Pappe. In einer Ausführungsform
ist das Material für Körper 18 hart und stark genug dem Druck,
der Hitze und/oder der Kraft zu widerstehen, die durch das Formen des Gehäuses
12 um den Körper 18 angewendet wird. Alternativ kann der
Körper 18 aus einem relativ dünnen oder knickbaren Material hergestellt
werden, wobei jedoch der Körper 18 mit einem unterstützenden
isolierenden Material, wie Sand, gefüllt ist.
Wie am besten in 2 zu sehen ist, sind
die Endkappen 16a und 16b elektrisch und in einer Ausführungsform
physikalisch bzw. körperlich an Leiter 22a bzw. 22b verbunden.
Die Leiter 22a und 22b sind aus einem beliebigen geeigneten leitenden
Material, wie Kupfer, Nickel, Gold, Silber, Blei, Zinn, Legierungen davon und Schichten
davon, hergestellt. In einer Ausführungsform sind die Leiter 22a und
22b eingepresst auf, einstückig/integral mit und/oder bzw. gelötet
an die Endkappen 16a und 16b. Alternativ werden die Leiter
22a und 22b gemäß den Leeren des Anschlussrahmens
150 von 17A bis 17C
bearbeitet oder geätzt.
Wie am besten in 2 zu sehen ist, ist
ein Bereich der Leiter 22a und 22b in Gehäuse 12
eingeschlossen. Unabhängig ob Gehäuse 12 durch Einrichtung
10 durchwegs fest ist (mit Ausnahme der Komponenten und Leiter) wird Gehäuse
12 in einer bevorzugten Ausführungsform um die Leiter 22a
und 22b für jede der Sicherungen 14a und 14b der
Aufbauten 20a und 20b geformt. Das Gehäuse 12 wird
dadurch um die Leiter 22a und 22b fixiert, so dass Gehäuse
12 die entsprechenden Aufbauten 20a und 20b fest an Ort
und Stelle hält.
Wie in 2 gezeigt, erstrecken sich von
jedem der Leiter 22a bzw. 22b Anschlussbereiche 24a und
24b. Die Anschlussbereiche 24a und 24b erstrecken sich
durch Gehäuse 12 und bleiben in einer Ausführungsform mindestens
im Wesentlichen bündig mit einer unteren Oberfläche 12b des Gehäuses
12. Die Anschlussbereiche 24a und 24b können sich
etwas unterhalb der unteren Oberfläche 12b des Gehäuses
12 erstrecken, um einen korrekten elektrischen Kontakt mit den in der Pad-Anordnung
von 8 gezeigten Pads sicherzustellen. Es sollte jedoch
klar sein, dass die an die Pads der PCB 36 von 8
angewendete Lötpaste einen geeigneten positiven elektrischen Eingriff zwischen
den Pads von 8 und den Anschlussbereichen
24a und 24b bereitstellen soll, selbst wenn die Anschlussbereiche
24a und 24b genau bündig mit der unteren Oberfläche
12b des Gehäuses 12 sind. Der Umriss bzw. die Kontur der
Einrichtung 10 kann deshalb mindestens im Wesentlichen glatt sein, wie
in Verbindung mit 1 bis 3
gezeigt ist.
Die Sicherungen 14a und 14b umfassen jeweils ein
Sicherungselement 26, das an die Endkappen 16a und 16b
elektrisch verbunden ist (und in einer Ausführungsform daran befestigt ist).
Sicherungselement 26 ermöglicht, dass normale Betriebsströme
und Ströme, die mit transienten Ereignissen, wie einem Blitzschlag, assoziiert
sind, über die durch Einrichtung 10 geschützten Signalleitungen
übertragen werden. Element 26 öffnet, wenn es einem kontinuierlich
abnormalen Strom ausgesetzt ist, wie einem der durch eine Strom-Kreuzungsbedingung
verursacht wird, was eine geschützte Signalleitung öffnet, die mit den
jeweiligen Anschlüssen 24a und 24b verbunden ist. Elemente
26 der Überstromschutzkomponenten 14a und 14b der
Aufbauten 20a und 20b können einen beliebigen geeigneten
Nennwert aufweisen, wie ungefähr S bis ungefähr 2 Ampere. Die Nennwerte
der Elemente 26 der verschiedenen Sicherungen 14a und
14b können jeweils die gleichen sein, verschieden sein oder irgendeine
Kombination davon.
In der gezeigten Ausführungsform sind die Überstromschutzkomponenten
14a und 14b nicht rückstellbar. Das heißt, sobald ein
Element 26 einer Sicherung 14a oder 14b öffnet,
ist das Element permanent geöffnet. Eine insbesonders nützliche Anwendung
für Einrichtung 10 ist dementsprechend eine in der die PCB, an die
Einrichtung 10 verbunden ist, nachbearbeitet oder ersetzt werden muss,
nachdem eine Elementöffnungsbedingung eingetreten ist. Derartige Anwendungen
umfassen Telekommunikationsnetzwerkleiterkarten und Teilnehmerendgeräte, wie
Modems und Telefone.
In einer alternativen Ausführungsform sind die
Überstromschutzkomponenten 14a und 14b rückstellbar.
Beispiele geeigneter rückstellbarer Überstromschutzkomponenten
14a und 14b umfassen keramische oder polymere Thermistoren mit
positivem Temperaturkoeffizienten, thermische Begrenzer oder Halbleitereinrichtungen.
Einrichtung 10 stellt einen Überstrom- und Überspannungsschutz
für die Schaltungsanordnung bereit, an die Einrichtung 10 verbunden
ist. In der gezeigten Ausführungsform wird für jede geschützte Signalleitung
ein Überspannungsschutz durch eine Überspannungsschutzkomponente, beispielsweise
ein Schutz-Thyristor mit zwei Anschlüssen (two-terminal protection thyrister),
wie eine SIDACtor®-Komponente, bereitgestellt. Insbesondere umfasst
Aufbau 20a eine erste SIDACtor®-Komponente 28a,
die in elektrischer Verbindung mit Leiter 22a platziert ist, der wiederum
elektrisch an Sicherung 14a gekoppelt ist. Aufbau 20aumfasst ebenfalls
eine zweite Überspannungsschutzkomponente oder SIDACtor®-Komponente
28b, die elektrisch an Leiter 22a gekoppelt ist, der wiederum
elektrisch an Sicherung 14b verbunden ist. Aufbau 20b, der im
Gehäuse 12 der Einrichtung 10 lokalisiert ist, umfasst ebenfalls
erste und zweite Überspannungsschutzkomponenten 28a und
28b, die an den gleichen Stellen wie bei Aufbau 20a verbunden
sind. Überspannungsschutzkomponenten 28a und 28b sind über
ein beliebiges geeignetes Verfahren, wie ein Lötverfahren, leitendes Haftmittel,
etc., elektrisch mit Leiter 22a verbunden.
In einer Ausführungsform sind die Überspannungsschutzkomponenten
28a und 28b SIDACtor®-Komponenten, die von Littelfuse®
Inc., die Begünstigte dieser Anmeldung, bereitgestellt werden. SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b sind Thyristoren mit zwei Anschlüssen mit bi-direktionaler
stromleitender Fähigkeit, die als Festkörper-Halbleiter-Schalter fungieren.
SIDACtor®-Komponenten 28a und 28b können
halbleitende Einrichtungen mit vier Schichten sein, wobei jede Schicht aus einem
abwechselnden Material vom N- oder P-Typ besteht, beispielsweise N-P-N-P. Die Hauptanschlüsse
(Anoden- und Kathodenanschlüssen) erstrecken sich über die vollen vier
Schichten.
Die SIDACtor®-Komponenten 28a und
28b sind Einrichtungen vom "Crowbar"-Typ, die normalerweise einen hohen
Impedanzweg zwischen Leitern 22a und der Erde darstellen. Aufgrund einer
transienten Spannungsspitze schalten die SIDACtor®-Komponenten auf
einen Zustand mit niedriger Impedanz, wobei die Spannung auf einen niedrigen Wert
eingeklemmt wird und dem Strom ermöglicht wird in die Erde bzw. Erdung zu fließen.
Die Komponenten bleiben leitend solange die momentane Überspannung bzw. der
Übergangsprozess (transient) andauert. Nach Abführen bzw. Dissipieren
der momentanen Überspannung schaltet die Überspannungsschutzkomponente
ab und stellt wieder einen hohen Impedanzweg zur Erde her. Die SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b sind deshalb rückstellbar. In einer Ausführungsform
sind die SIDACtor®-Komponenten 28a und 28b so
ausgelegt, dass sie bei 225 Volt oder höher von dem hohen Impedanzstatus in
die niedrige Impedanz schalten. Andere geeignete Überspannungsschutzkomponenten
vom "Crowbar"-Typ für Einrichtung 10 umfassen Komponenten aus polymerbasiertem
spannungsvariablen Material ("VVM") und Komponenten mit gasgefüllter Entladungsröhre
("GDT"). In der gezeigten Ausführungsform ist jede Überspannungsschutzkomponente
28a und 28b der Aufbauten 20a und 20b mit einem
innen liegenden Leiter 30 verbunden. Der innen liegende Leiter
30 ist hier vollständig im Gehäuse 12 eingeschlossen
und bildet eine Brücke zwischen den SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b des jeweiligen Aufbaus 20a oder
20b. Der Fuß des T-förmigen Leiters 30 erstreckt sich
zu einer dritten SIDACtor®-Komponente 28c. Die dritte SIDACtor®-Komponente
28c ist an einen Erdungsleiter 32 (siehe 4)
angebracht oder elektrisch verbunden. Die dritte SIDACtor®-Komponente
28c wird für jeden Aufbau 20a und 20b bereitgestellt.
Die Erdungsleiter 32 werden teilweise durch Gehäuse
12 bedeckt. Wie Leiter 22a und 22b erstrecken sich die
Erdungsleiter 32 zu und umfassen Erdungsanschlüsse 34. Die
Erdungsanschlüsse 34 können die gemeinsame Leitung für Massenerdung
oder Abschirmungserdung sein. Die Erdungsanschlüsse 34 erstrecken
sich, wie Anschlüsse 24a und 24b, durch das Gehäuse
12 und bleiben in einer Ausführungsform mindestens im Wesentlichen
bündig mit einer unteren Oberfläche 12b des Gehäuses
12. Die Anschlussbereiche 34 können sich etwas unterhalb
der unteren Oberfläche 12b des Gehäuses erstrecken, um einen
korrekten elektrischen Kontakt mit den in der Pad-Anordnung von 8
gezeigten Pads sicherzustellen. Die an die Pads der PCB 36 von
8 angewendete Lötpaste sollte einen geeigneten
positiven elektrischen Eingriff zwischen den Pads von 8
und den Erdungsanschlussbereichen 34 bereitstellen, selbst wenn die Anschlüsse
mit der unteren Oberfläche 12b des Gehäuses 12 exakt
bündig sind.
In einer Ausführungsform ist der Haltestrom der SIDACtor®-Komponente
28c geringer als der der SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b. Die SIDACtor®-Komponente
28c steuert hier zunächst an und leitet, um den SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b zu helfen, um in Einklang auszulösen und zu leiten
und um die Spitzen- bzw. Spitzen(kontakt)- bzw. Tip- und Ring- bzw. Ring(kontakt)-Leitungen
der Telekommunikationsschaltung mit zwei Leitungen während eines Schaltens
in Balance zu halten. Das so erhaltene relative Schalten der SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b kann beispielsweise innerhalb von 0,5 Mikrosekunden
stattfinden. In einer Implementation ist der Haltestrom der SIDACtor®-Komponente
28b beispielsweise zwanzig Milliamps. Die SIDACtor®-Konfiguration
von
1 bis 8 ist in der US-P-4,905,119
("Das '119-Patent") beschrieben, wobei dessen gesamte Lehren hier unter Bezugnahme
aufgenommen sind.
In 5A und 5B
sind Schritte in dem Herstellungsverfahren der Einrichtung 10 gezeigt.
5A zeigt, dass Aufbauten 20a und
20b anfangs auf oder über einen Anschlussrahmen 40 gebildet
werden. Zur Bezugnahme sind Überstromschutzkomponenten 14a und
14b der Aufbauten 20a und 20b gezeigt. Ferner sind Überspannungsschutzkomponenten
28a bis 28c für Aufbauten 20a und 20b gezeigt.
Ebenso sind zur Bezugnahme die Anschlüsse 24a, 24b und
34 für jeden Aufbau 20a und 20b gezeigt.
Wie gezeigt umfasst Anschlussrahmen 40 Elemente
42a, 42b, 42c und 42d. Die Rahmenelemente
42a bis 42d werden einstückig gebildet mit den Anschlüssen
24a, 24b, 34 bzw. ihrer assoziierten Leitern
22a, 22b und 32 von jedem Aufbau 20a und
20b. Die einstückige Struktur setzt die Beabstandung für die
verschiedenen Leiter und Komponenten der Einrichtung 10 fest. In einer
Ausführungsform wird Anschlussrahmen 40 mit Laser geschnitten, geprägt,
funkenerodiert (wire electrical discharge machined) ("EDM") oder andersartig über
ein beliebiges geeignetes metallformendes Verfahren gebildet.
In einer Ausführungsform sind die Komponenten 28a bis
28c, 14a, 14b und ein überbrückender Leiter
30 elektrisch mit dem Anschlussrahmen 40 verbunden. Anschließend
wird Gehäuse 12 über die Komponenten, Bereiche der Leiter
22a, 22b und 32 und die gesamten Leiter 30 geformt.
Wie vorstehend erläutert erstrecken sich die Anschlüsse 24a,
24b und 34 durch das Gehäuse 12.
Die Rahmenelemente 42a, 42b, 42c und
42d werden von dem in 5B gezeigten Unteraufbau
entfernt oder weggeschnitten, um die verschiedenen Anschlussbereiche und Komponenten
elektrisch zu trennen, während die Komponenten und Anschlussbereiche in korrekter
relativer Positionierung verbleiben. Wie in 5A gezeigt,
wird das Rahmenelement 42a von den Anschlüssen 24a entlang
der gestrichelten Linien entfernt, wobei die Anschlüsse getrennt werden. Rahmenelement
42b wird von Anschluss 34 entlang der gestrichelten Linie entfernt,
wobei der Anschluss getrennt wird. Rahmenelement 42c wird von den Anschlussbereichen
24b entlang der gestrichelten Linien entfernt, wobei diese Anschlüsse
getrennt werden. Ebenfalls wird Rahmenelement 42d von Anschluss
34 entlang der in 5A gezeigten gestrichelten
Linie getrennt.
In 6A ist ein elektrisches Schema für
Unteraufbauten 20a und 20b gezeigt. In einem Beispiel wird Einrichtung
10 verwendet, um eine Telekommunikationsschaltung mit zwei Leitungen zu
schützen. Die Bezeichnung der Knotenpunkte entspricht folglich einer Telekommunikationsschaltung
mit zwei Leitungen. Das heißt, der Eintrittsknotenpunkt der ersten Spitze T1-I
der Telekommunikationsschaltung ist elektrisch mit Sicherung 14a verbunden,
die den Eintritt T1-I der ersten Spitze an einen Austritt der ersten Spitze T1-O
abgesichert verbindet. In gleicher Art und Weise verbindet Sicherung 14b
eine Eingabe der ersten Ring-Leitung R1-I und eine Ausgabe der ersten Ring-Leitung
R1-O abgesichert. Nach einem Überspannungsereignis schützen, wie vorstehend
beschrieben, Überspannungsschutzeinrichtungen 28a bis 28c
die ersten Spitzen- und Ring-Leitungen durch Einklemmen der Spannung über die
Spitzen- und Ring-Leitungen auf einen niedrigen Wert und durch ein Nebenschließen
bzw. Shunten von transienter Energie auf Erdung G1.
In gleicher Art und Weise schützt Sicherung 14a in Verbindung
mit Aufbau 20b die zweite Spitzen-Leitung (T2-I/T2-O), während Sicherung
14b die zweite Ring-Leitung (R2-I/R2-O) schützt. Die SIDACtor®-Komponenten
28a bis 28c schützen die zweiten Spitzen- und Ring-Leitungen
vor einer momentanen Überspannung indem sie nach dem Überspannungsereignis
auf einen Zustand mit niedriger Impedanz schalten, die Spannung über die Spitzen-
und Ring-Leitungen auf einen niedrigen Wert einklemmen und diese auf Erdung G2 nebenschließen,
wie vorstehend beschrieben.
In 6B ist eine Anwendung für Einrichtung
10 durch eine elektrische Schaltung 50 gezeigt, die Schnittstellen
eines Hochgeschwindigkeits-Steuerbüroterminals (high-speed control office terminal
("COT")) einer Telefongesellschaft zeigt. Hier ist ein longitudinaler Schutz nötig
und bereitgestellt, da eine Stromquelle 54 mit der Erde 52 verbunden
wird. Die Stromquelle 54 stellt beispielsweise 48 VDC an die COT-Schaltung
50 bereit. SIDACtor®-Einrichtungen 28a und
28b stellen einen Überspannungsschutz für Spitzen- und Ring-Leitungen
56 bzw. 58 bereit, wie in 6B zu sehen
ist. SIDACtor®-Einrichtung 28c dient den in dem ' 119-Patent
erläuterten Zweck. Sicherungen 14a und 14b (die TeleLink®-Sicherungen
sein können, die von Littelfuse® Inc., der Begünstigten
der vorliegenden Anmeldung bereit gestellt werden) stellen einen Überstromschutz
für die Spitzen- bzw. Ring-Leitungen 56 und 58 bereit.
Die Überspannungsschutzeinrichtungen 28a und
28b schützen beispielsweise COT-Schaltung 50 vor einem Blitzschlag
oder anderen Überspannungsereignissen. Sicherungen 14a und
14b schützen Transformator bzw. Übertrager 60 und Überspannungsschutzeinrichtungen
28a und 28b vor einer Strominduktion oder einer
Strom-Kreuzung, beispielsweise einer kontinuierlichen hohen Spannung, die beispielsweise
auf den verdrillten Leitungspaaren 62a, 62b oder 62c
induziert wird, wenn eine beliebige der verdrillten Leitungspaare in anhaltenden
Kontakt mit einer Stromverkabelung kommt. Die verdrillten Leitungspaare
62a und 62b sind Paare vom Simplex-Typ, wobei ein Paar bestimmt
ist Daten zu übertragen und ein Paar bestimmt ist Daten zu empfangen. Die Übertragungsdaten
und Empfangsdaten auf den Paaren 62a und 62b werden über
eine U-Schnittstelle 64 zusammengefügt, die ein Chip oder ein anderer
Typ einer Schaltungsanordnung sein kann, und dann entlang Spitzen- und Ring-Leitungen
56 und 58 in einer Duplex-Art nach außen an das Kundenendgerät
gesendet, wie in Verbindung mit dem Schema 70 von 14B
gezeigt sind.
Da die Spitzen- und Ring-Leitungen 56 und 58 einen
guten Bezug zur Erdung haben, werden getrennte Überspannungsschutzeinrichtungen
28c und 28d benötigt und wie gezeigt in Reihe platziert.
Auf diese Art und Weise werden die Spitzen- und Ring-Leitungen 56 und
58 unabhängig geschützt, falls eine Überspannung lediglich
in einer der Leitungen auftritt oder gleichzeitig falls die Überspannung beiderseits
in Spitzen- und Ring-Leitungen 56 und 58 auftritt. Kombiniert
mit Sicherungen 14a und 14b, die die Spitzen und Ring-Leitungen
schützen, wird der durch Einrichtung 10 an die COT-Schaltung
50 bereitgestellte elektrische Schutz als "longitudinaler" Schutz bezeichnet,
der einen Schutz in Bezug auf die Erde bereitstellt.
Die gezeigte Einrichtung 10 ist in der Lage, zwei Sätze
von duplex-verdrillten Teilen 62ceiner COT-Schaltung 50 (lediglich
eine gezeigt) zu schützen, wobei jedes Paar 62c eine Spitzen- und
eine Ring-Leitung 56 und 58 aufweist. Der Schutz durch eine einzige
Einrichtung 10 von zwei verdrillten Leitungspaaren 62c ist nachfolgend
in Verbindung mit 14C gezeigt, in der eine COT-Schaltung
50 mit einer Regeneratorschaltung 90 in Verbindung steht. Die
verdrillten Leitungspaare 62c können sich alternativ von der COT-Schaltung
50 an eine Teilnehmerschaltung 70 erstrecken, die nachfolgend
in Verbindung mit 14B gezeigt ist.
7 zeigt ein Pinbelegungsdiagramm für Einrichtung
10. Die vorstehend in Verbindung mit dem elektrischen Diagramm von
6A erläuterten Bezeichnungen entsprechen jeder
der Bezeichnungen für das Pinbelegungsdiagramm.
In 8 ist eine Ausführungsform einer
Pad-Anordnung für Einrichtung 10 gezeigt. Die in Verbindung mit
8 gezeigten Abmessungen dienen lediglich als Beispiele
und begrenzen in keinster Weise den Umfang und den Geist der hier angefügten
Ansprüche. Die Pad-Anordnung für Anschlüsse 38,
44a und 44b wird auf PCB 36 über ein beliebiges
geeignetes Verfahren bereitgestellt, wie Photoätzen. In einer Ausführungsform
sind die Pads 38, 44a und 44b aus Kupfer. Die Anschlussbereiche
24a, 24b und 34 werden jeweils an die Pads
44a, 44b und 38 über ein beliebiges geeignetes Lötverfahren,
wie Aufschmelzlöten, angelötet.
In 9 bis 12
ist eine weitere Ausführungsform einer Leadless-Schaltungsschutzeinrichtung
durch Einrichtung 110 gezeigt. Es sollte klar sein, dass die in Verbindung
mit 9 bis 11 gezeigten
Abmessungen lediglich als Beispiele dienen und den Umfang und Geist der hier angefügten
Ansprüche in keinster Weise begrenzen. Die in Inch angegebenen Abmessungen
betonen die kompakte Beschaffenheit der Einrichtung 110, in der Überstrom-
und Überspannungs-Schutzkomponenten untergebracht sind, die in der Lage sind
beispielsweise eine Telekommunikationsschaltung mit vier Leitungen, die beispielsweise
auf einer PCB bereitgestellt ist, zu schützen.
Wie 9 bis 11
zeigen umfasst die Einrichtung 110 ein schützendes und isolierendes
Gehäuse 112. Das ebenfalls in Verbindung mit 13A
und 13B gezeigte isolierende Gehäuse
112 ist in einer Ausführungsform um die Überstrom- und Überspannungsschutzkomponenten
geformt. In der gezeigten Ausführungsform erstrecken sich Anschlussbereiche
der Leiter, die sich von den Überstrom- und Überspannungsschutzkomponenten
erstrecken, durch das Gehäuse 112 und bleiben mindestens im Wesentlichen
bündig mit einer äußeren Oberfläche (beispielsweise einer in
11 zu sehenden unteren Oberfläche 112b)
des Gehäuses 112. Diese Anschlussbereiche sind konfiguriert um an
eine entsprechende Pad-Anordnung der PCB (beispielsweise 16)
über beispielsweise ein Aufschmelzlötverfahren angelötet zu werden.
Wie vorstehende aufgeführt hält das Gehäuse
112 die Komponenten an Ort und Stelle ohne dass Gehäuse
112 oder die Leiter in dem Gehäuse speziell geformte oder bearbeitete
Schnapper oder Vorrichtungen zum Einpressen aufweisen müssen. Vorrichtung
110 kann fest oder im Wesentlichen fest sein, wobei das Material des Gehäuses
112 die Hohlräume zwischen den äußeren Oberflächen
des Gehäuses 112 und den eingeschlossenen Überstromund Überspannungsvorrichtungen
und den assoziierten Leitern füllt. Alternativ kann Gehäuse
112 eine oder mehrere Luftlücken zwischen den äußeren Oberflächen
des Gehäuses 112 und den Überstrom- und Überspannungsschutzkomponenten
definieren. Das Gehäuse 112 ist hier so konfiguriert, dass es mit
den Komponenten und Leitern mechanisch ausreichend in Eingriff kommt, um die Komponenten
fest an Ort und Stelle zu halten.
Das Gehäuse 112 ist aus einem beliebigen vorstehend
aufgeführten Material für Gehäuse 12 hergestellt. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist Gehäuse 112 hart oder halb-hart.
In einer alternativen Ausführungsform umfasst Gehäuse 112 eine
isolierende, schützende Ummantelung oder ein einkapselndes Material, wie eine
Harzummantelung.
Wie 9 und 10
zeigen, umfasst Einrichtung 110 eine erste zusammenwirkende bzw. kooperierende
Struktur 120a und eine zweite zusammenwirkende Struktur 120b (die
Leiter aufweisen, die konfiguriert sind um zusammenzuwirken, um Platz zu erhalten,
jedoch nicht physikalisch wie bei Einrichtung 10 verbunden sind). Die ersten
und zweiten zusammenwirkenden Strukturen 120a und 120b sind alleine
in der perspektivischen Ansicht in 12gezeigt. Wie gezeigt
sind die zusammenwirkenden Strukturen 120a und 120b spiegelbildlich
zueinander, was ermöglicht, dass eine effiziente Verwendung von verfügbarem
Raum zur Lokalisierung von Anschlüssen entlang der Unterseite 112
des Gehäuses 112 erfolgt. Alternativ kann/können lediglich eine
einzige zusammenwirkende Struktur oder mehr als zwei Strukturen bereitgestellt werden.
Die zusammenwirkenden Strukturen 120a und 120b umfassen
jeweils eine erste Überstromschutzkomponente 14a und eine zweite Überstromschutzkomponente
14b. In der gezeigten Ausführungsform sind die Überstromschutzkomponenten
wiederum Sicherungen, wie eine Pico®-Sicherung, die durch die Begünstigte
der vorliegenden Erfindung hergestellt wird. Es können beliebige der vorstehend
aufgeführten alternativen Einrichtungen für Überstromschutzkomponenten
14a und 14b für Komponenten 14a und 14b
der Einrichtung 110 verwendet werden.
Jede Sicherung 14a und 14b umfasst erste und zweite
Endkappen 16a und 16b, einen isolierenden Körper
18 und Sicherungselement 26, wie vorstehend für Sicherungen
14a und 14b der Einrichtung 10 beschrieben wurde (umfassend
aller alternativen Ausführungsformen). Das Sicherungselement 26 ermöglicht,
dass normale Betriebsströme und Ströme, die mit transienten bzw. vorübergehenden
Ereignissen, wie Blitzschlag, assoziiert sind, durch die durch Einrichtung
110 geschützten Signalleitungen übertragen werden. Element
26 öffnet, wenn es einem kontinuierlich abnormalen Strom ausgesetzt
ist, wie einem solchen, der durch eine Strom-Kreuzungbedingung verursacht wird,
was eine geschützte Signalleitung öffnet, die mit den jeweiligen Anschlüssen
124a und 124b verbunden ist.
Die Elemente 26 der Überstromschutzkomponenten
14a und 14b der zusammenwirkenden Strukturen 120a und
120b können einen beliebigen geeigneten Nennwert aufweisen, wie S
bis 2 Ampere. Die Nennwerte der Elemente 26 der verschiedenen Sicherungen
der Einrichtung 110 können jeweils die gleichen sein, verschieden
oder eine beliebige Kombination davon sein. In der gezeigten Ausführungsform
sind die Überstromschutzkomponenten 14a und 14b nicht rückstellbar.
Das heißt, sobald ein Element 26 einer Sicherung 14a oder
14b öffnet, ist das Element permanent geöffnet. In einer alternativen
Ausführungsform sind die Überstromschutzkomponenten 14a und
14b, wie eine beliebige der vorstehend aufgeführten rückstellbaren
Überstromeinrichtungen, rückstellbar.
Wie am besten in 10 zu sehen ist, sind
Endkappen 16a und 16b elektrisch und in einer Ausführungsform
physikalisch an Leiter 122a bzw. 122b verbunden. Die Leiter
122a und 122b sind aus einem beliebigen geeigneten leitenden Material
hergestellt, wie ein beliebiges von denen, die für Leiter 22a und
22b aufgeführt wurden. In einer Ausführungsform sind die Leiter
122a und 122b eingepresst auf, einstückig mit und/oder bzw.
gelötet an die Endkappen 16a und 16b. Alternativ sind die
Leiter 122a und 122b gemäß den Lehren des Anschlussrahmens
150 der 17A bis 17C
bearbeitet oder geätzt.
Wie am besten in 10 zu sehen ist, ist
ein Bereich der Leiter 122a und 122b im Gehäuse
112 eingeschlossen. Unabhängig ob Gehäuse 112 durch
Einrichtung 110 durchwegs fest ist (mit Ausnahme der Komponenten und Leiter),
wird Gehäuse 112 in einer bevorzugten Ausführungsform um die
Leiter 122a und 122b für jede der Sicherungen 14a
und 14b der Strukturen 120a und 120b geformt. Das Gehäuse
112 wird dadurch um die Leiter 122a und 122b fixiert,
so dass Gehäuse 112 die entsprechenden Strukturen 120a und
120b fest an Ort und Stelle hält.
Wie 10 zeigt, erstrecken sich Anschlussbereiche
124a und 124b von jedem der Leiter 122a bzw.
122b. Die Anschlussbereiche 124a und 124b erstrecken
sich durch Gehäuse 112 und bleiben in einer Ausführungsform mindestens
im Wesentlichen bündig mit einer unteren Oberfläche 112b des
Gehäuses 112. Der Umriss der Einrichtung 110 kann mindestens
im Wesentlichen glatt sein, wie in Verbindung mit 9
bis 11 gezeigt ist. Die Anschlussbereiche
124a und 124b können sich alternativ, wie vorstehend beschrieben,
etwas unterhalb der unteren Oberfläche 112b des Gehäuses
112 erstrecken.
Einrichtung 110 stellt wie Einrichtung 10 einen
Überstrom- und Überspannungsschutz für die Schaltungsanordnung bereit,
an die Einrichtung 110 verbunden ist. Die zusammenwirkende bzw. zusammenarbeitende
Struktur 120a umfasst einen ersten Schutz-Thyristor mit zwei Anschlüssen,
wie eine SIDACtor®-Komponente 28a, der mit Leiter
122a in elektrischer Verbindung stehend platziert ist, der wiederum elektrisch
an Sicherung 14a gekoppelt ist. Die zusammenwirkende
Struktur 120a umfasst ebenfalls eine zweite Überspannungsschutzkomponente
oder eine SIDACtor®-Komponente 28b, die elektrisch an Leiter
122a gekoppelt ist, der wiederum elektrisch mit Sicherung 14b
verbunden ist.
Die zusammenwirkende Struktur 120b, die im Gehäuse
112 der Einrichtung 110 lokalisiert ist, umfasst ebenfalls erste
und zweite Überspannungsschutz-Komponenten 28a und 28b, die
an den gleichen Stellen wie bei der zusammenwirkenden Struktur 120a verbunden
sind. Die Überspannungsschutz-Komponenten 28a und 28b werden
über ein beliebiges geeignetes Verfahren, wie ein Lötverfahren, leitendes
Haftmittel etc., elektrisch mit den Leiter 122a verbunden.
[Wie vorstehend beschrieben, schalten die SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b nach Erfahren einer transienten Spannungsspitze in
einen niedrigen Impedanzstatus, der ermöglicht, dass die momentane Überspannung
zur Erde nebengeschlossen wird, wobei sie leitend bleiben so lange die momentane
Überspannung anhält. Nachdem die momentane Überspannung abgeführt
ist, schaltet die Überspannungsschutz-Komponente ab und stellt wieder einen
hohen Impedanzweg zur Erde her. Die SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b sind deshalb rückstellbar und können ausgelegt
werden, um bei ungefähr zweihundertfünfundzwanzig Volt oder mehr von einem
hohen Impedanzstatus in einen niedrigen Impedanzstatus zu schalten. Andere geeignete
Überspannungsschutzkomponenten vom "Crowbar"-Typ für Einrichtung
110 umfassen eine beliebige der für Einrichtung 10 vorstehend
aufgeführten Komponenten.]
In der gezeigten Ausführungsform sind die Überspannungsschutz-Komponenten
28a und 28b der zusammenwirkenden Strukturen 120a und
120b mit getrennten inneren bzw. innen liegenden Leitern 130a
bzw. 130b verbunden. Die innen liegenden Leiter 130a und
130b sind vollständig in dem Gehäuse 112 eingeschlossen,
wobei jedoch Leiter 130a und 130b im Unterschied zu Leitern
30 der Einrichtung 10 keine Brücke zwischen den SIDACtor®-Komponenten
28a und 28b der jeweiligen zusammenwirkenden Strukturen
120a oder 120b bilden. Einrichtung 110 stellt keine dritte
SIDACtor®-Komponente 28c bereit, die in Einrichtung
10 bereitgestellt ist [Warum wird sie zuvor gebraucht und jetzt nicht?
Hat dies etwas zu tun mit einer 4-Leitungsanwendung im Vergleich zu einer 2-Leitungsanwendung?]
Die innen liegenden Leiter 130a und 130b der zusammenwirkenden
Strukturen 120a und 120b sind entsprechend mit Erdungsleitern
132a und 132b verbunden, die jeweils teilweise durch das Gehäuse
112 bedeckt werden. Die Erdungsleiter 132a und 132b sind,
wie gezeigt, winkelförmig geformt und/oder so gebildet, dass sie sich zwischen
Leitern 122a und 122b der äußeren Sicherungen
14a und 14b der zusammenwirkenden Strukturen 120a bzw.
120b erstrecken. Eine Erdung erfolgt hierbei entlang der kurzen Seiten
der Einrichtung 110.
Wie Leiter 122a und 122b erstrecken sich Erdungsleiter
132a und 132b durch und umfassen jeweilige Erdungsanschlüsse
134a bzw. 134b. Die Erdungsanschlüsse 134a und
134b können gemeinsame Leitungen für Massenerdung oder Abschirmungserdung
sein. Die Erdungsanschlüsse 134a und 134b erstrecken sich,
wie Anschlüsse 124a und 124b, durch Gehäuse
112 und bleiben in einer Ausführungsform mindestens im Wesentlichen
bündig mit einer unteren Oberfläche 112b des Gehäuses
112. Die Anschlussbereiche 134a und 134b können
sich alternativ etwas unterhalb einer unteren Oberfläche 112b des
Gehäuses 112 erstrecken, um einen korrekten elektrischen Kontakt mit
den in der Pad-Anordnung von 16 gezeigten Pads sicherzustellen.
Alternativ können ferner Leiter 130a/130b und 132a/132b
(und somit Anschlüsse 134a/134b) aus einem einzigen Stück
Metall gebildet werden.
In 13A und 13B
sind Schritte des Herstellungsverfahrens von Einrichtung 110 gezeigt.
13A zeigt, dass die zusammenwirkenden Strukturen
120a und 120b anfänglich auf oder über einen Anschlussrahmen
140 gebildet werden. Zur Bezugnahme sind Überstromschutzkomponenten
14a und 14b der Strukturen 120a und 120b gezeigt.
Ferner sind Überspannungsschutzkomponenten 28a und 28b der
Strukturen 120a und 120b gezeigt. Ebenfalls sind Anschlüsse
124a, 124b, 134a und 134b für jede zusammenwirkende
Struktur 120a und 120b zur Bezugnahme gezeigt.
Wie gezeigt, umfasst Anschlussrahmen 140 Rahmenelemente
142a, 142b, 142c und 142d. Rahmenelemente
142a bis 142d werden einstückig gebildet mit Anschlüssen
124a, 124b, 134und jeweils deren assoziierten Leitern
122a, 122b und 132 von jeder zusammenwirkenden Struktur
120a und 120b. Die einstückige Struktur setzt die Beabstandung
für die verschiedenen Leiter und Komponenten der Einrichtung 110 fest.
In einer Ausführungsform ist Anschlussrahmen 140 lasergeschnitten,
geprägt, funkenerodiert ("EDM") oder andersartig durch ein beliebiges geeignetes
metallformendes Verfahren gebildet.
In einer Ausführungsform sind Komponenten 28a,
28b, 14a, 14b und die innen liegenden Leiter
130a und 130b elektrisch mit Anschlussrahmen 140 verbunden.
Anschließend wird das Gehäuse 112 über die Komponenten,
Bereiche der Leiter 122a, 122b, 132a und 132b
und die gesamten Leiter 130a und 130b geformt. Wie vorstehend
erläutert erstrecken sich Anschlüsse 124a, 124b,
134a und 134b durch das Gehäuse 12.
Die Rahmenelemente 142a, 142b, 142c und
142d werden von dem in 13B gezeigten Unteraufbau
entfernt oder weggeschnitten, um die verschiedenen Anschlussbereiche und Komponenten
elektrisch zu trennen, während die Komponenten und Anschlussbereiche in korrekter
relativer Positionierung verbleiben. Wie 13A zeigt,
wird das Rahmenelement 142a von Anschluss 124a entlang der gestrichelten
Linien entfernt, wobei die Anschlüsse getrennt werden. Rahmenelement
142b wird von Anschlüssen 134a und 134b entlang
der gestrichelten Linie entfernt, wobei die Anschlüsse getrennt werden. Rahmenelement
142c wird von den Anschlussbereichen 124b entlang der gestrichelten
Linien entfernt, wobei diese Anschlüsse getrennt werden. Ebenfalls wird das
Rahmenelement 142d von den Anschlüssen 134a und
134b entlang der in 13A gezeigten gestrichelten
Linie getrennt.
In 14A ist ein elektrisches Schema für
zusammenwirkende Strukturen 120a und 120b der Einrichtung
110 gezeigt. In einem Bespiel wird Einrichtung 110 verwendet,
um eine Telekommunikationsschaltung mit vier Leitungen zu schützen. Die Bezeichnung
der Knotenpunkte entspricht folglich der einer Telekommunikationsschaltung mit vier
Leitungen. Das heißt, für die erste zusammenwirkende Struktur
120a ist der Eintrittsknotenpunkt der ersten Spitze TI1 der Telekommunikationsschaltung
elektrisch mit Sicherung 14a verbunden, die den Eintritt der ersten Spitze
TI1 mit einem Austritt der ersten Spitze TO1 abgesichert verbindet. Gleichermaßen
verbindet Sicherung 14b einen Eintritt der zweiten Spitze TI2 abgesichert
mit einem Austritt der zweiten Spitze TO2. Die Überspannungsschutzeinrichtungen
28a und 28b schützen die ersten und zweiten Spitzen-Leitungen
indem sie nach einem Überspannungsereignis eine transiente Energie auf getrennte
Erdungsknotenpunkte R1 bzw. R2 nebenschließen.
Gleichermaßen schützt Sicherung 14a in Verbindung
mit einer zusammenwirkenden Struktur 120b eine dritte Spitzen-Leitung (TI3/TO3),
während Sicherung 14b eine vierte Spitzen-Leitung (TI4/TO4) schützt.
SIDACtor®-Komponenten 28a und 28b der zusammenwirkenden
Struktur 120b schützen die dritten und vierten Spitzen-Leitungen vor
einer momentanen Überspannung indem sie nach dem Überspannungsereignis
in einen niedrigen Impedanzstatus schalten und dieses auf getrennte Erdungsknotenpunkte
R3 und R4 nebenschließen.
In 14B ist eine Anwendung für Einrichtung
110 durch eine elektrische Schaltung 70 gezeigt, welche die elektrische
Schaltung eines Handgeräts eines Nutzers in einem Teilnehmerendgerät oder
in einem Haus darstellt. Hier wird ein einziges voll-duplex verdrilltes Leitungspaar
62c (das beispielsweise von Spitzen- und Ring-Leitungen 56 und
58 der Schaltung 50 von 6B kommt)
ohne Bezug zur Erde bereitgestellt. Der Rufstromgeber 74, der Brückengleichrichter
76, der Wähler 75, das Sprachnetzwerk 80 und der
Hörer 82 etc. werden jeweils durch die 48 VDC der COT-Schaltung
50 versorgt und sind in Bezug auf die Erde elektrisch "erdfrei bzw. nicht
geerdet (floating)". Als solche aktivieren Überspannungskomponenten
28a und 28b, wenn eine Spannungsfehlanpassung zwischen der Spitzen-Leitung
des verdrillten Leitungspaars 62c und der Ring-Leitung des verdrillten
Leitungspaars 62c auftritt. Beispielsweise wird Überspannungskomponente
28a aktiviert, wenn eine hohe Spannung in der Spitzen-Leitung auftritt,
die eine höhere Spannung als die erzeugt, die in der Ring-Leitung des Paars
62c gesehen wird, wobei die Spannung über die Spitzen- und Ring-Leitungen
zusammenbricht. Gleichermaßen wird Überspannungskomponente 28a
wieder aktiviert, wenn eine hohe Spannung in der Ring-Leitung auftritt, die eine
höhere Spannung als die erzeugt, die in der Spitzen-Leitung des Paars
62c gesehen wird, wobei die Spannung über die Spitzen- und Ring-Leitungen
zusammenbricht. Tritt die Überspannung sowohl in der Spitzen- als auch in der
Ring-Leitung des Paars 62c auf, wird Komponente 28a nicht aktiviert,
da die Spannung für beide Leitungen gemeinsam ist und bei Erreichen eines Brückengleichrichters
76 ausgelöscht wird.
Sicherung 14a schützt vor einer Strom-Kreuzung, die
entlang des verdrillten Leitungspaars 62c auftritt. Mit dem verdrillten
Leitungspaar 62c wird nichts auf die Erde bezogen und die Schaltung wird
als erdfrei bzw. nicht geerdet bezeichnet. Eine beliebige Überspannung tritt
zwischen den beiden Leitungen auf. Folglich muss lediglich eine der beiden Leitungen,
Spitzen-Leitung 56 oder Ring-Leitung 58 abgesichert werden. Wird
eine Leitung geöffnet, wird der Schaden von der Überspannung, die über
die Spitzen-Leitung 56 und Ring-Leitung 58 auftritt, abgemildert.
Einrichtung 110, die vier Sätze von Überstrom- und Überspannungsschutzkomponenten
umfasst, kann vier Teilnehmerschaltungen 70 schützen.
In 14C ist eine COT-Schaltung
50 gezeigt, die mit Einrichtung 10 (vorstehend in 6B
gezeigt) arbeitet, wobei sie betriebsfähig mit einer Telefon-Regenerator bzw.
Rückkopplungsverstärker bzw. Impulswiederholer-Schaltung 90 verbunden
ist, die mit Schutzeinrichtung 110 arbeitet. Die beiden von der COT-Schaltung
50 ausgehenden verdrillten Leitungspaare 26c verbrauchen eine
gesamte Einrichtung 10, die in einer Ausführungsform vier Paare an
Überstrom- und Überspannungskomponenten bereitstellt. Einrichtung
10 schützt, wie vorstehend beschrieben, jede Leitung der Paare
62c in Bezug auf die Erde 52. Die von der COT-Schaltung
50, die beispielsweise durch 48 VDC von einer Quelle
54 versorgt wird, ausgehenden Signale können entlang eines voll-duplex
verdrillten Leitungspaars 62c für ungefähr 2000 Yards wandern
(angezeigt durch die doppelten Teillinien) bevor sie regeneriert
werden müssen. Schaltung 90 leistet eine derartige Regeneration.
Schaltung 90 kann beispielsweise eine integrierte Schaltung
auf einer Leiterplatte ("PCB") sein. Die PCB kann viele derartiger integrierter
Schaltungen umfassen, wobei jede eine oder mehrere Regeneratorschaltungen
90 aufweist. In der gezeigten Ausführungsform verbraucht Regeneratorschaltung
90 eine Schutzeinrichtung 110. Eingehende duplex-verdrillte Leitungspaare
62c, Transceiver bzw. Sende-Empfänger 92 und ausgehende duplex-verdrillte
Leitungspaare 62c werden jeweils durch die COT-Schaltung 50 versorgt,
so dass die Spitzen- und Ring-Leitungen von jeder der eingehenden und ausgehenden
Paare 62c in Bezug auf die Erde sowie mit Teilnehmerschaltung
70 von 14B "erdfrei" sind. Folglich aktiviert
eine hohe Spannung, die sowohl an Spitzen- als auch Ring-Leitungen eines beliebigen
der verdrillten Leitungspaare 62c auftritt nicht die assoziierte Überspannungsschutz-Komponente
14a oder 14b. Eine hohe Spannung, die lediglich in einer der Spitzen-
oder Ring-Leitung eines beliebigen der verdrillten Leitungspaare 62c auftritt
aktiviert die assoziierte Überspannungsschutz-Komponente 14a oder
14b, so dass die Spannung über die Spitzen- und Ring-Leitungen zusammenbricht.
15 zeigt das Pinbelegungsdiagramm für Einrichtung
110. Die vorstehend in Verbindung mit dem elektrischen Diagramm von
14 erläuterte Knotenpunktbezeichnung entspricht jeder der
Bezeichnungen für das Pinbelegungsdiagramm. Sicherungen 14a und
14b und SIDACtor®-Komponenten 28a und
28b sind mit diesen Knotenpunktbezeichnungen figürlich verbunden gezeigt.
In 16 ist eine Ausführungsform für
eine Pad-Anordnung für Einrichtung 110 gezeigt. Die in Verbindung
mit 16 gezeigten Abmessungen dienen lediglich zu Beispielszwecken
und begrenzen den Umfang und Geist der hier angefügten Ansprüche in keinster
Weise. Die Pad-Anordnung für Pads 138a, 138b, 144a
und 144b wird auf PCB 136 über ein beliebiges geeignetes
Verfahren, wie Photoätzen, bereitgestellt. In einer Ausführungsform sind
Pads 138a, 138b, 144a und 144b aus Kupfer. Die
Anschlussbereiche 124a, 124b, 134a und 134b
der Einrichtung 110 sind jeweils an die Pads 144a, 144b,
138a und 138b über ein beliebiges geeignetes Lötverfahren,
wie Aufschmelzlöten, angelötet.
In 17A und 17B
sind Vorder- bzw. Hinteransichten eines Anschlussrahmens 150 gezeigt. Die
mit dem Anschlussrahmen 150 assoziierten Lehren können auf die Anschlussrahmens
der hier erläuterten Einrichtungen 10, 110 und
210 angewendet werden. Das heißt, ein beliebiger einer oder mehrerer
der entsprechenden Anschlussrahmens 40, 140 und 240 kann/können
alternativ gemäß der folgenden Lehren hergestellt werden.
Ein Anschlussrahmen 150 umfasst Grenzen 152a,
152b, 152c und 152d. Ein Anschlussrahmen 150
umfasst ebenfalls Signalleiter 154, 156, 158 und
160. Die Signalleiter 154, 156, 158 und
160 erstrecken sich jeweils zu Anschlussbereichen 162,
164, 168 und 170. Ein Anschlussrahmen 150 umfasst
ferner Erdungsanschlüsse 172 und 174.
Die Grenzen 152a, 152b, 152c und
152d werden letztendlich jeweils entlang der gestrichelten Linien weggebrochen
von (i) den Anschlussbereichen 164 und 166 der Signalleiter
154, 156; (ii) Erdungsanschluss 172; (iii) Anschlussbereiche
168 und 170 der Signalleiter 158 und 160; und
(iv) Erdungsanschluss 174, wie vorstehend in Verbindung mit 5A/5B
und 13A/13B beschrieben
wurde, um die verschiedenen Anschlussbereiche und Komponenten elektrisch zu trennen,
während die Komponenten und Anschlussbereiche in korrekter relativer Positionierung
verbleiben.
In einer Ausführungsform wird ein Anschlussrahmen 150
aus einem einzigen Stück Metall, wie Kupfer, bearbeitet oder geätzt. Wie
17A zeigt, umfassen oder definieren die Vorder- oder
Oberseiten der Signalleiter 154, 156, 158 und
160 jeweils Pads 176a und 176b. Die Pads 176a
und 176b halten Endkappen 16a und 16b der Sicherungen
14a und 14b drehbar stabil und stellen einen Metall-zu-Metall-Kontakt
mit den Endkappen 16a und 16b bereit, der leitend zu den Lötstellen
der Sicherungen 14a und 14b an Leiter 154,
156, 158 und 160 ist. Die erhöhten Pads
176a und 176b sind ebenfalls einfacher zu bilden als die vorstehend
erläuterten gebogenen Leiter 22a/22b und 122a/122b,
die ebenfalls mit Endkappen 16a und 16b in Kontakt treten.
Signalleiter 154 und 156 umfassen jeweils ebenfalls
oder definieren ein Pad 178. Die Pads 178 sind so bemessen und
konfiguriert, dass sie eine SIDACtor®- oder SIDACtor®SIDACtor®-Komponenten
28a oder 28b aufnehmen und daran angelötet werden können.
Die Pads 178 werden ebenfalls aus dem ursprünglichen Metallrohling
bearbeitet oder geätzt. Die Höhe der Pads 176a, 176b
und 178 (oder die Tiefe der Bearbeitung oder des Ätzens) beträgt
in einer Implementierung ungefähr 0,005 Inch. Die Gesamtdicke des Rohlings
für einen Anschlussrahmen kann ungefähr 0,025 Inch betragen, wobei in
einer Ausführungsform eine Dicke der Grenzen und Anschlüsse von ungefähr
0,02 Inch verbleibt.
17B zeigt, dass Leiter 154, 156,
158 und 160 jeweils ferner vertiefte Bereiche 180umfassen
oder definieren. Die vertieften Bereiche 180 ermöglichen, dass sich
das Kunststoffmaterial oder anderes isolierendes Material des Gehäuses unterhalb
der Bereiche 180 erstreckt, um die Leiter 154
bis 160 und die an die Leiter angebrachten Komponenten zu sichern. Die
nicht-vertieften Bereiche der Leiter 154 bis 160 bilden jeweils
Anschlussbereiche 164 bis 170, wobei in einer Ausführungsform
die Unterseite des Gehäuses mindestens im Wesentlichen mit den Anschlussbereichen
164 bis 170 bündig ist. Die vertieften Bereiche
180 können beispielsweise auf eine Tiefe von ungefähr 0,01 Inch
bearbeitet oder geätzt werden.
Anschlussrahmen 150 ist einerseits vorteilhaft, da er nicht
gebogen oder geformt werden muss, was bei seiner gegebenen Länge und Breite
(beispielsweise ungefähr 0.50 × 0,56 Inch) und Dicke (beispielsweise ungefähr
0,025 Inch) schwierig sein kann. Ferner kann, wie in 17C
gezeigt, das Bearbeitungs- oder Ätzverfahren in einer Massenproduktion über
einen Array 180 von vielen Anschlussrahmens 150 durchgeführt
werden. Nach einer Massenbearbeitung oder einem Massenätzen können individuelle
Anschlussrahmen 150 von dem Array 180 abgetrennt werden und in
einer Einrichtung aufgebaut werden. Die in 17C gezeigten
Abmessungen dienen lediglich zu Beispielszwecken und begrenzen den Umfang der hier
angefügten Ansprüche in keinster Weise.
In den 18 bis 23
ist eine weitere Ausführungsform einer Leadless-Schaltungsschutzeinrichtung
durch Einrichtung 210 gezeigt. Es ist klar, dass die in Verbindung mit
18 bis 20 gezeigten Abmessungen
lediglich zu Beispielszwecken dienen und den Umfang und Geist der hier angefügten
Ansprüche in keinster Weise begrenzen. Die in Inch angegebenen Abmessungen
betonen die kompakte Beschaffenheit der Einrichtung 210, in der Überstromschutzkomponenten
untergebracht sind, die in der Lage sind beispielsweise eine Schaltung mit vier
Leitungen, die beispielsweise auf einer PCB bereitgestellt ist, zu schützen.
Wie 18 bis 20
zeigen, umfasst Einrichtung 210 ein schützendes und isolierendes Gehäuse
212. Das ebenfalls in Verbindung mit 22A und
22B gezeigte isolierende Gehäuse 112
ist in einer Ausführungsförm um die Überstromschutzkomponenten geformt.
In der gezeigten Ausführungsform erstrecken sich Anschlussbereiche der Leiter,
die sich von den Überstromschutzkomponenten erstrecken, durch Gehäuse
212 und bleiben mindestens im Wesentlichen bündig mit einer äußeren
Oberfläche (beispielsweise einer in 19 gezeigten
unteren Oberfläche 212b) des Gehäuses 212. Diese Anschlussbereiche
sind konfiguriert um an eine entsprechende Pad-Anordnung der PCB (beispielsweise
23) über beispielsweise ein Aufschmelzlötverfahren
angelötet zu werden.
Wie vorstehend aufgeführt, hält Gehäuse 212
die Komponenten an Ort und Stelle ohne dass Gehäuse 212 oder die Leiter
darin speziell geformte oder bearbeitete Schnapper oder Vorrichtungen zum Einpressen
aufweisen müssen. Die Einrichtung 210 kann fest oder im Wesentlichen
fest sein, wobei das Material des Gehäuses 212 die Hohlräume
zwischen den äußeren Oberflächen des Gehäuses 212 und
den eingeschlossenen Überstromkomponenten und den assoziierten Leitern füllt.
Alternativ kann Gehäuse 212 eine oder mehrere Luftlücken zwischen
den äußeren Oberflächen des Gehäuses 212 und den Überstromschutzkomponenten
definieren. Das Gehäuse 212 ist hier konfiguriert um mechanisch ausreichend
mit den Komponenten und Leitern in Eingriff zu kommen, um die Komponenten fest an
Ort und Stelle zu halten.
Das Gehäuse 212 ist aus einem beliebigen der vorstehend
aufgeführten Materialen für Gehäuse 12 hergestellt. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist Gehäuse 212 hart oder halb-hart.
In einer alternativen Ausführungsform umfasst Gehäuse 212 eine
isolierende, schützende Ummantelung oder ein einkapselndes Material, wie eine
Harzummantelung.
Wie 18 und 19
zeigen, umfasst Einrichtung 210 vier separate Strukturen mit vier separaten
Überstromschutzkomponenten 14a bis 14d. Die vier separaten
Strukturen sind alleine in der perspektivischen Ansicht in 21
gezeigt. Wie gezeigt nutzen die separaten Strukturen den verfügbaren Raum zur
Lokalisierung von Anschlüssen entlang der Unterseite 212b des Gehäuses
212 effektiv. In der gezeigten Ausführungsform sind die Überstromschutzkomponenten
wiederum Sicherungen, wie eine Pico®-Sicherung, die durch den Begünstigten
der vorliegenden Erfindung hergestellt wird. Es kann eine beliebige der vorstehend
aufgeführten alternativen Einrichtungen für Überstrom-Schutzkomponenten
14a und 14b für Komponenten 14a bis 14d
der Einrichtung 110 verwendet werden.
Jede Sicherung 14a bis 14d umfasst erste und zweite
Endkappen 16a und 16b, einen isolierenden Körper
18 und Sicherungselement 26, wie vorstehend für Sicherungen
14a bis 14d der Einrichtung 10 beschrieben wurde (umfassend
aller alternativer Ausführungsformen). Sicherungselement 26 arbeitet
wie vorstehend beschrieben. Nach einer Kurzschlussbedingung (der gesamte Scheitelstrom
übersteigt einen ausgelegten Scheitelstrom) und/oder einer Überlastbedingung
(gesamte I2R- oder durchgelassene Energie übersteigt eine ausgelegte
I2R-Energie) öffnet Element 26, was eine geschützte
Signalleitung öffnet, die mit den jeweiligen Anschlüssen 224a
und 224b verbunden ist.
Die Elemente 26 der Überstromschutzkomponenten
14a bis 14d der Einrichtung 210 können einen beliebigen
geeigneten Nennwert, wie ungefähr S bis ungefähr
2 Ampere, aufweisen. Die Nennwerte der Elemente 26 der verschiedenen Sicherungen
der Einrichtung 210 können jeweils die gleichen sein, verschieden
oder eine beliebige Kombination davon sein. In der gezeigten Ausführungsform
sind die Überstromschutzkomponenten 14a bis 14d nicht rückstellbar.
In einer alternativen Ausführungsform sind die Überstromschutzkomponenten
14a bis 14d rückstellbar, wie eine beliebige der vorstehend
aufgeführten rückstellbaren Überstromeinrichtungen.
Wie am besten in 19 zu sehen ist, sind
Endkappen 16a und 16b elektrisch und in einer Ausführungsform
physikalisch an Leiter 222a bzw. 222b verbunden. Die Leiter
222a und 222b sind aus einem beliebigen geeigneten leitenden Material
hergestellt, wie ein beliebiges der für Leiter 22a und 22b
aufgeführten. Die Leiter 222a und 222b sind in einer Ausführungsform
eingepresst auf, einstückig mit und/oder bzw. gelötet an die Endkappen
16a und 16b. Alternativ sind die Leiter 222a und
222b gemäß den Lehren des Anschlussrahmens 150 der
17A bis 17C bearbeitet
oder geätzt.
Wie am besten in 19 zu sehen ist, ist
ein Bereich der Leiter 222a und 222b im Gehäuse
212 eingeschlossen. Unabhängig davon ob Gehäuse 212
durchwegs durch Einrichtung 210 fest ist (mit Ausnahme der Komponenten
und Leiter), wird Gehäuse 212 in einer bevorzugten Ausführungsform
um die Leiter 222a und 222b für jede der Sicherungen
14a bis 14d der Einrichtung 210 geformt. Das Gehäuse
212 wird dadurch um die Leiter 222a und 222b fixiert,
so dass das Gehäuse 212 die Sicherungen und die entsprechenden Leiter
fest an Ort und Stelle hält.
Wie 19 zeigt, erstrecken sich Anschlussbereiche
224a und 224b von jedem der Leiter 222a bzw.
222b. Die Anschlussbereiche 224a und 224b erstrecken
sich durch Gehäuse 212 und bleiben in einer Ausführungsform mindestens
im Wesentlichen bündig mit einer unteren Oberfläche 212b des
Gehäuses 112. Der Umriss der Einrichtung 210 kann mindestens
im Wesentlichen glatt sein, wie in Verbindung mit 18
bis 20 gezeigt ist. Die Anschlussbereiche
224a und 224b können sich alternativ, wie vorstehend beschrieben,
etwas unter die untere Oberfläche 212b des Gehäuses
212 erstrecken.
Einrichtung 210 stellt im Unterschied zu Einrichtung
10 und 110 lediglich einen Überstromschutz für die Schaltungsanordnung
bereit, an die Einrichtung 210 verbunden ist. Insgesamt zeigen die Einrichtungen,
dass ein Schaltungsschutz gemischt und wie gewünscht angepasst werden kann,
sowohl hinsichtlich des Typs als auch hinsichtlich des Nennwerts. Entsprechende
Leiter und Anschlüsse können wie für eine bestimmte Anwendung benötigt
konfiguriert werden. Der Anschlussrahmen und das Formverfahren unterstützt
bei der leichten Herstellung der offenbarten Beispiele.
In 22A und 22B
sind Schritte des Herstellungsverfahrens von Einrichtung 210 gezeigt.
22A zeigt, dass die Sicherungsstrukturen anfänglich
auf oder über einen Anschlussrahmen 240 gebildet werden. Zur Bezugnahme
sind die Überstromschutzkomponenten 14a bis 14d gezeigt.
Ebenfalls sind Anschlüsse 224a und 224b für jede Sicherung
14a bis 14d zur Bezugnahme gezeigt.
Wie gezeigt umfasst Anschlussrahmen 240 Elemente
242a, 242b, 242c und 242d. Die Rahmenelemente
242a bis 242d werden einstückig gebildet mit Anschlüssen
224a und 224b und jeweils deren assoziierten Leitern
222a und 222b für jede Sicherung 14a bis
14d. Die einstückige Struktur setzt die Beabstandung für die
verschiedenen Leiter und Komponenten der Einrichtung 210 fest. Der Anschlussrahmen
240 wird wie vorstehend beschrieben gebildet.
In einer Ausführungsform sind die Komponenten 14a bis
14d elektrisch an den Anschlussrahmen 140 verbunden. Anschließend
wird das Gehäuse 212 über die Komponenten 14a bis
14d und Bereiche der Leiter 222a und 222b geformt. Wie
vorstehend erläutert erstrecken sich Anschlüsse 124a und
124b durch das Gehäuse 212.
Die Rahmenelemente 242a, 242b, 242c und
242d werden von dem in 22B gezeigten Unteraufbau
entfernt oder weggeschnitten, um die verschiedenen Anschlussbereiche und Komponenten
elektrisch zu trennen, während die Komponenten und Anschlussbereiche in korrekter
relativer Positionierung verbleiben. Wie 22A zeigt,
wird ein Rahmenelement 242a von den Anschlüssen 224a und
222b entlang der gestrichelten Linien entfernt, wobei die Anschlüsse
getrennt werden. Rahmenelement 242c wird von den Anschlüssen
224a und 222b entlang der gestrichelten Linie entfernt, wobei
die Anschlüsse getrennt werden.
In 23 ist eine Ausführungsform für
eine Pad-Anordnung für Einrichtung 210 gezeigt. Die in Verbindung
mit 23 gezeigten Abmessungen dienen lediglich zu Beispielszwecken
und begrenzen den Umfang und Geist der hier angefügten Ansprüche in keinster
Weise. Die Pad-Anordnung für Pads 244a und 244b wird auf
einer PCB 236 über ein beliebiges geeignetes Verfahren, wie Photoätzen,
bereitgestellt. In einer Ausführungsform sind die Pads 244a und
244b aus Kupfer. Die Anschlussbereiche 224a und 224b
sind jeweils an die Pads 244a und 244b über ein beliebiges
geeignetes Lötverfahren, wie Aufschmelzlöten, angelötet.
Es ist klar, dass dem Fachmann verschiedenartige Veränderungen
und Modifikationen zu den hier beschriebenen gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsformen offensichtlich sind. Derartige Veränderungen
und Modifikationen können durchgeführt werden ohne vom Geist und Umfang
des vorliegenden Gegenstands abzuweichen und ohne dessen beabsichtigte Vorteile
zu verringern. Deshalb sind derartige Veränderungen und Modifikationen durch
die angefügten Ansprüche abgedeckt.