Die Erfindung richtet sich auf ein mobiles elektronisches Kommunikationsgerät,
sowie ein System und ein Verfahren zur elektronischen Verarbeitung und Bereitstellung
von Daten insbesondere für den Betrieb jenes elektronischen Kommunikationsgerätes.
Die Erfindung richtet sich hierbei insbesondere auf ein hinsichtlich
einer Displayeinrichtung sowie hinsichtlich einer Eingabeeinrichtung benutzerfreundlich
gestaltetes, komfortables Kommunikationsgerät, insbesondere in Form eines WARP-Mobiltelefons,
i-phones, eines Palmtops oder Blackberrys, oder auch anderweitig, insbesondere in
Anlehnung an derartige Geräte gestaltete mobile Kommunikationsgeräte.
Jene vorgenannten Kommunikationsgeräte sind vorzugsweise so ausgebildet,
dass über diese eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt
wird, die zumindest indirekt einen Internetzugang oder anderweitigen Zugriff auf
internetbasiert bereitgestellte Daten ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Technik zu schaffen,
die es dem Anwender eines mobilen elektronischen Kommunikationsgerätes ermöglicht,
im Wege einer durch eine elektronische Schaltungseinrichtung bewerkstelligten schaltungstechnischen
Verarbeitung elektronischer Daten einen für den Anwender als solchen besonders
vorteilhaften Zugang zu jenen elektronischen Daten und damit verbundenen Informationen
zu erhalten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein
mobiles elektronisches Kommunikationsgerät mit einer Empfangseinrichtung, einer
Sendeeinrichtung, einer Speichereinrichtung zur Speicherung von Daten, einer Datenverarbeitungseinrichtung
zur Verarbeitung von Daten nach Maßgabe eines Datenverarbeitungsprozesses,
einer Eingabeeinrichtung zur Ermöglichung anwenderseitiger Eingabeoperationen,
und einer Displayeinrichtung zur graphischen Informationswiedergabe, wobei
- – die Datenverarbeitungseinrichtung programm- und schaltungstechnisch
derart konfiguriert ist, dass
- – das Kommunikationsgerät in einem Vor-Ort Betriebsmodus betreibbar
ist, in welchem unter Zugrundelegung eines ersten Selektionsansatzes und
- – unter Zugrundelegung eines zweiten Selektionsansatzes über die
Displayeinrichtung Informationen zur Verfügung gestellt werden, und
- – wobei der erste Selektionsansatz einem Anforderungsprofil des Anwenders
Rechnung trägt, und der zweite Selektionsansatz auf die Nutzbarkeit der Daten
an einem durch den Anwender bestimmten, insbesondere durch diesen aufgesuchten Ort
oder örtlichen Bereich abstellt.
Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, bei Gebrauch
des Kommunikationsgerätes über dieses einen raschen und mit hoher Wahrscheinlichkeit
den anwenderseitig vor Ort bestehenden, momentanen Bedürfnissen Rechnung tragenden
Zugriff auf die bereitgestellten Daten zu ermöglichen.
Der erste Selektionsansatz wird vorzugsweise durch ein anwenderseitig
abgestimmtes Kriterienfeld festgelegt. Der erste Selektionsansatz kann hierzu insbesondere
durch menuebasierte Eingabeprogramme, oder durch Übernahme und ggf. individuelle
Modifikation eines Standardselektionsansatzes generiert werden.
Der erste Selektionsansatz kann auf dem Kommunikationsgerät,
oder vorzugsweise auf einem Serversystem abgelegt sein. Die Datenselektion kann
insbesondere als Preprozessing-Prozedur im Hintergrund aus einem Datenvolumen, ggf.
unter Anwendung von Suchkriterien erfolgen. Es ist möglich, über die Anwendung
des ersten Selektionsansatzes einen Gesamtdatensatz anzulegen, und/oder Zugriffsinformationen
oder ein Schlüsselraster zu generieren durch welche bzw. welches ein Zugriff
auf Daten ermöglicht wird, die auf den Anwendertyp abgestimmt als primär
relevant erscheinen.
Der erste Selektionsansatz ist vorzugsweise derart gestaltet, dass
durch diesen sichergestellt wird, dass aus der Menge von insgesamt verfügbaren
Informationen eine Vorauswahl erfolgt mit der Maßgabe, dass diese ausgewählten,
oder zum vorrangigen Zugriff zur Verfügung gestellten Informationen mit hoher
Wahrscheinlichkeit einem anwenderseitigen Interessens- oder Bedürfnisprofil
entsprechen.
Die Zuordnung des ersten Selektionsansatzes zu dem Anwender kann über
eine Anwender- bzw. Kommunikationsgeräte spezifische Kennung ermöglicht
werden, die beispielsweise bei Nutzung des Kommunikationsgerätes für den
erfindungsgemäßen Zweck an das Serversystem übermittelt wird. Im
Bereich des Serversystems wird dann auf den Selektionsansatz zugegriffen und nach
Maßgabe desselben eine Datenselektion, oder Datenordnung durchgeführt.
Alternativ hierzu ist es auch möglich, die das Bedürfnisprofil des Anwenders
charakterisierenden Angaben auf dem Endgerät bereitzuhalten und im Rahmen des
Informationsbezuges an ein Basissystem zu übermitteln. Die unter Maßgabe
des ersten Selektionsansatzes selektierten Informationen und Angebote können
auf das vor Ort verfügbare Gesamtangebot abgestimmt sein. So ist es möglich,
bei Unterschreiten eines bestimmten Angebotsvolumens auch Angebote zuzulassen die
an anderer Stelle, bei höherer Dichte nutzungsrelevanter Informationen
unterdrückt und der Wiedergabe entzogen worden wären.
Der erste Selektionsansatz kann so ausgebildet sein, dass durch diesen
eine Vorfilterung, Vorauswahl oder Rangabstimmung von Informationen, von Themen
oder Informationskategorien erfolgt.
Der zweite Selektionsansatz kann so ausgebildet sein, dass durch diesen
eine Auffüllung der durch den ersten Selektionsansatz generierten Kategorien
mit Inhalten oder zumindest Sprungadressen erfolgt. Die Auswahl der Inhalte erfolgt
unter Berücksichtigung von Relevanzkriterien, die als solche die Bedeutung
der Inhalte im Zusammenhang mit dem angegebenen Aufenthaltsort des Anwenders darstellen.
So ist es beispielsweise möglich, eine aufgrund der Gestaltung des ersten Selektionsansatzes
vorgesehene Rubrik „Mobilität" so mit Inhalten aufzufüllen, dass
die für den momentanen Aufenthaltsort des Anwenders jeweils optimalen Verkehrsverbindungsmöglichkeiten
selektiert werden. In einer Unterrubrik „Taxi" kann beispielsweise die für
den momentanen Aufenthaltsort jeweils günstigste Taxirufnummer abgelegt sein.
Diese Taxirufnummer wird entsprechend etwaiger Ortsveränderungen des Anwenders
laufend oder bei entsprechender Anwahl dieser Unterrubrik jeweils selbsttätig
aktualisiert. In einer Unterrubrik „Bahn/Buss" können relevante Haltestellen
und hierfür maßgebliche Verbindungen und Abfahrtszeiten auffindbar sein.
Über Angaben zu Fortbewegungsmöglichkeiten, und aufzusuchende
Orte kann ein Ablaufplan generiert werden. Der Anwender kann über die Benutzeroberfläche
entsprechend diesem Ablaufplan navigiert werden. Im Rahmen der Umsetzung dieses
Ablaufplanes können dem Anwender zusätzliche, in diesem Zusammenhang für
diesen – insbesondere nach Maßgabe seines Anwenderprofiles –
selektierte Informationen an den Anwender in Ton und Bild übermittelt werden.
Über das erfindungsgemäße Kommunikationsgerät
kann insbesondere ein Navigationsgerät realisiert werden, das als solches eine
auf bestimmte anwenderspezifische Vorgaben ausgerichtete Navigation ermöglicht.
Diese Navigation kann so abgewickelt werden, dass eine von dem Anwender vorgenommene
Auswahl möglichst effizient, oder für den Anwender anderweitig vorteilhaft
erfüllt wird. Falls der Anwender beispielsweise vor Ort bestimmte Waren erwerben
möchte, kann über das Kommunikationsgerät eine Auswahl der diesbezüglich
vor Ort in Frage kommenden Geschäfte aufgezeigt werden.
Über das mobile Kommunikationsgerät kann eine hinsichtlich
von Wegstrecken, stadthistorischen, oder anderweitig für den Anwender vorrangigen
Gesichtspunkten optimierte Führung zu einem ausgewählten Ort, beispielsweise
einer aufzusuchenden Adresse, einem Restaurant, oder Geschäft, oder auch zu
anderen momentan vor Ort antreffbaren Personen, insbesondere Anwendern der gleichen
Kommunikationstechnologie erfolgen. Hierbei können diese Informationen akustisch
und visuell dem Anwender zugeführt werden.
Auf Grundlage des erfindungsgemäßen Konzeptes wird es möglich,
durch ein elektronisches Kommunikationsgerät ein Dienstleistungstool zu schaffen,
das es dem jeweiligen Nutzer ermöglicht, zielgenau – und an den eigenen
Bedürfnissen orientiert – sich im Raum kommerzieller und insbesondere
auch kultureller Angebote navigiert zu bewegen. Das erfindungsgemäße Konzept
macht es möglich, das elektronische Kommunikationsgerät personalisiert
und anwenderspezifisch als selbstständig sich optimierendes und lernfähiges
persönliches Navigationsgerät zu gestalten.
Auf Grundlage des erfindungsgemäßen Konzeptes wird es möglich,
eine als virtueller Marktplatz fungierende, optimierte Kommunikationsplattform zu
schaffen durch die es möglich wird, Informationssucher und Informations-, Dienst-
und Warenanbieter in einer Weise zusammenzuführen, die eine hohe Deckung zwischen
Nachfrage und Angebot sicherstellt. Insbesondere können Nachfrager nach spezifischen
Informationen, Waren und Dienstleistungen in schneller, direkter Weise zielgenau
Zugang zu diesen Informationen, Waren oder Dienstleistungen bzw. entsprechenden
Anbietern finden.
Bei Änderung des Aufenthaltsortes des Anwenders erfolgt eine
automatische Aktualisierung der Inhalte eines auf die anwenderspezifischen Anforderungen
abgestimmten Rubrikenfeldes. Das erfindungsgemäße elektronische Kommunikationsgerät
kann derart ausgebildet sein, dass der überwiegende, oder zumindest ein erheblicher
Teil der im Zusammenhang mit der Selektion der Daten verbundenen Rechenleistung
netz-insbesondere internetbasiert im Bereich eines externen Servers abgearbeitet
wird und auf das Kommunikationsgerät im wesentlichen nur die zur Navigation
und Informationswiedergabe erforderlichen Datensätze, insbesondere Grafik-
und ggf. Tondatensätze übertragen werden.
Es ist möglich, das erfindungsgemäße Konzept durch
ein durch Aufspielen eines Programms erfindungsgemäßes konfiguriertes
elektronisches Kommunikationsgerät, insbesondere Mobiltelefon PDA oder WARP-Handy
zur Anwendung zu bringen indem auf dem Kommunikationsgerät eine anwenderspezifisch
abgestimmte Benutzeroberfläche geschaffen wird, wobei die über diese Benutzeroberfläche
abrufbaren Informationen oder Daten in Abhängigkeit von vorzugsweise automatisiert
generierten Ortsangaben selektiert und angepasst werden.
Über das erfindungsgemäße Kommunikationsgerät
kann ein anwenderspezifisch abgestimmtes Führungsgerät (USPG –
User Specific Preference Guide) realisiert werden auf welchem in unterschiedlichen
Varianten Funktionsprofile, insbesondere Suchroutinen installiert werden können.
In einer Standardvariante können Grundprofile bzw. Nutzertypen
vorgegeben werden, bei welchen sich der Anwender Menü basiert, insbesondere
per Mausklick zuordnen kann und bei welchem bestimmte Teile miteinander kombiniert
werden können. Auf diese Weise ordnet sich der Anwender – beispielsweise
orientiert an Grundbausteinen eines Profilbaukastens – einem bestimmten Anwender
(Consumerbzw. Userprofil oder einer USER-Character-Gruppe) zu.
In einer Premiumvariante kann auf Grundlage eines tiefer differenzierten
Kriterienfeldes, beispielsweise in Form eines Online-Fragebogens ein individualisiertes,
anwenderspezifisches Profil erstellt werden, das gegebenenfalls auch auf Wunsch
durch Teilnahme an einem sich selbst optimierenden Lernprogramm des USPG ständig
optimiert wird und dadurch gegebenenfalls an sich wechselnde Präferenzsetzungen
angepasst wird.
Der Anwender selbst kann durch Auswahl entsprechender Kriterien, insbesondere
über Anklicken eines geeigneten Buttons darüber entscheiden, wie detailliert
sein Profil weiterentwickelt werden soll, er kann aber auch Nutzerinformationen
die er nicht in sein Profil aufgenommen haben möchte unterdrücken. Es
ist möglich, ein personalisiertes Nutzertagebuch zu erstellen das bedarfsweise
abgerufen werden kann und durch welches der Nutzer seine Navigation durch verschiedene,
für ihn relevante Informationsräume selbst verfolgen kann und über
welches er beispielsweise auch ein detailliertes Umsatzprotokoll erhält.
Der Anwender kann vorzugsweise die Anwendung seines Profils mit selektierbaren
Gewichtungen vornehmen. So ist es möglich für bestimmte Zeitfenster beruflich
und hinsichtlich Mobilität relevante Informationen in den Vordergrund zu stellen.
Zu anderen Zeitfenstern können hinsichtlich Verpflegung oder Unterhaltung tendierende
Gewichtungen vorgenommen werden.
Auf Grundlage des erfindungsgemäßen Konzeptes kann das elektronische
Kommunikationsgerät so konfiguriert werden, dass dieses als persönlicher
Assistent fungiert der als solcher die für die anwenderspezifischen, ggf. sich
mit der Tageszeit ändernden Anforderungen jeweils vor Ort geeigneten Angebote
(vor-) selektiert.
Die erfindungsgemäße Technik bewirkt die Schaffung eines
Informationsverarbeitungswerkzeuges, das es Nutzern ermöglicht, sich über
ein mobiles Kommunikationsgerät, insbesondere Mobiltelefon zielgenau –
an den eigenen Bedürfnissen orientiert – im Raum kommerzieller und kultureller
Angebote zu navigieren. Die erfindungsgemäße Technik ermöglicht die
Schaffung eines personalisierten, sich selbständig optierenden lernfähigen
persönlichen Navigationssystems.
Durch die erfindungsgemäße Datenverarbeitung wird es möglich,
eine als virtueller Marktplatz fungierende, auf die momentanen Wahrnehmungsinteressen
und Wahrnehmungsmöglichkeiten optimierte Kommunikationsplattform bereitzustellen,
die dafür sorgt, dass Informationseeker und Informationsbroker, also die Nachfrager
nach spezifischen Informationen bzw. Dienstleistungen und die Anbieter in schneller,
direkter Weise zielgenau zueinander finden.
Das erfindungsgemäße Informationsselektionskonzept kann
bedarfsweise auch durch aktive Zeit- und Ortsangabe über das Handy, einen PDA
oder auch stationären den PC genutzt werden, um eine Reise vorzubereiten, oder
unterschiedliche Reiseziele, oder Reiserouten mit Blick auf die Wahrnehmbarkeit
persönlich, oder beruflich relevanter Offerten zu vergleichen.
Der USPG bietet dem Anwender insbesondere zwei unterschiedliche Möglichkeiten
seine Personal Preferences als Suchroutinen zu installieren:
- a) In einer Standard-Variante können Grundprofile bzw. Nutzertypen vorgegeben
sein, denen man sich per Klick zuordnen und die man zum Teil miteinander kombinieren
kann. Auf diese Weise ordnet man sich – orientiert an den Grundbausteinen
des Profilbaukastens – einem halbstandardisierten Consumer- bzw. Userprofil
zu.
- b) In der Premium-Variante wird auf Grundlage eines differenzierten Online-Fragebogens
ein individualisiertes, einmaliges Consumer-/Userprofil erstellt, das auf Wunsch
durch Teilnahme am sich selbst optimierenden Lernprogramm des USPGs ständig
optimiert und den sich wechselnden Präferenzsetzungen angepasst wird. Der User
selbst kann, durch Anklicken eines entsprechenden Buttons darüber entscheiden
wie detailliert sein Profil weiterentwickelt werden soll, kann aber auch Nutzerinformationen,
die er nicht in sein Profil aufgenommen haben möchte, unterdrücken.
Der Usernutzen des USPG besteht darin, dass er das Informationsüberangebot
durch eine an den individuellen Präferenzen orientierte Vorauswahl signifikant
reduziert und es ermöglicht, in kürzester Zeit an relevanten Orten, ohne
zeit- und kostenaufwändige Suche, zielgenau die Angebote und Insiderinformationen
zu bekommen, die er sich wünscht.
Wenn der User sich einverstanden erklärt, dass über den
Verlauf seiner Aktionen ein dynamisches indviduelles Nutzerprofil angefertigt wird,
dann werden die Angebote, die ihm der USPG zu seinen Suchanfragen bietet, mit der
Zeit immer zielgenauer. Das USPG wird so zum persönlichen Assistenten, zu einem
individuell konturierten Guide, der es dem Nutzer erlaubt im unübersichtlichen
Raum des Wissens und der Angebote, ohne großen Aufwand, die eigenen Ziele optimal
zu verfolgen. Das Profiling-System optimiert sich permanent, kann aber auch durch
Korrekturen des Users so beeinflusst werden, das nur gewünschte Bereiche aktiviert
werden.
Über ein Personal Consumer Diary, beispielsweise inklusive Ausgabenübersichts-
und Kontrollfunktion, können Grenzwerte vorgegeben und Warnsignale gesendet
und Sperrungen veranlasst werden, ggf. innerhalb einer Familien Credit-Karten-Steuerungs-
und Verwaltungsfunktion.
Über das erfindungsgemäße Konzept ergibt sich auch
für die Informationsanbieter, oder Informationsgeneratoren ein Anbieter-Nutzen.
So ist beispielsweise eine zielgenaue Ansprache von Kunden durch Anbieter von Dienstleistungen
und Waren möglich. Anbieter können auf dem USPG einen klar definierten
Raum mieten, in dem sie ihre Angebote darstellen, wobei diese beispielsweise so
kategorisiert oder verschlagwortet werden, dass sie zu möglichen Suchanfragen
passen. Auf diese Weise ergeben sich eine effektive, kostengünstige Werbung
und die jeweiligen Anbieter erhalten direkt den Zugang zu ihrer jeweiligen Zielgruppe.
Dem Anbieter kann eine Informationsrückführung ermöglicht werden
die diesem einen Überblick darüber bietet, mit welcher Häufigkeit,
welchem Zeitprofil und von welchem Verbrauchertyp diese Angebote wahrgenommen wurden.
Für die Anbieter wird es auch möglich, eine Profilanalyse
des Anwenders vorzunehmen und Angebote darauf abzustimmen. Die Anbieter erhalten
beispielsweise durch softwarebasiert abgestimmten Serverzugriff, oder Informationstransfer
regelmäßig Informationen über die Inanspruchnahme der verschiedenen
Angebote, so dass sie als zusätzlichen Service die Ergebnisse kontinuierlicher,
individualisierter Marktforschung erhalten, was es ihnen ermöglicht, ihre Angebote
noch stärker an den Präferenzen der User zu orientieren. Hierdurch wird
es möglich, ein sich permanent selbst optimierendes Marktforschungsinstrument
zu schaffen und spezielle Interessensgruppen und Bedürfniscluster anzusprechen.
Durch die erfindungsgemäße Technik können auch Personen in der Art
einer mobilen Partnerbörse nach Maßgabe filigraner Kriterien zusammengeführt
werden.
Der Datenschutz kann in vorteilhafter Weise dadurch gewährleistet
werden, dass für den User vollständige Transparenz gegeben ist: Über
die Fragebögen, aber auch über den regelmäßigen Bericht über
sein derzeitiges Consumer Profile kann er selbst bestimmen, was in das System eingespeist
und was unterbunden werden soll. Der User selbst kann jederzeit alle persönlichen
Einträge löschen. Der Systembetreiber garantiert die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen.
Funktionsbeschreibung anhand eines Anwendungsbeispieles unter Veranschaulichung
der Funktion auf der Nutzerseite:
Roland B auf Tagungsreise in Berlin
Roland B. hält sich im Rahmen einer Tagung drei Tage in Berlin
auf und verfügt nur über eine knapp bemessene Freizeit. Er kennt sich
wenig in der Stadt aus, möchte aber die Zeit optimal nutzen, um spezifischen
persönlichen Interessen nachzugehen.
Der USPG ermöglicht es ihm, diese Zeit optimal zu nutzen, denn
er muss sich nicht erst eine Stadtzeitung kaufen und sich in der unübersichtlichen
Vielzahl kultureller und kommerzieller Angebote orientieren, um diejenigen herauszufinden,
die seinen Bedürfnissen entsprechen. Als eingetragener Nutzer des USPG hat
er vorab einen für Ihn allgemein gültigen differenzierten USER-Fragebogen
ausgefüllt, in dem er seine Vorlieben und Wünsche dargestellt hat. Auf
dieser Grundlage bietet ihm das System nun eine qualifizierte Auswahl an Angeboten
an: Im Kulturfinder etwa wird er auf die im Technikmuseum stattfindende Sonderausstellung
„Stromgitarren – Zum Einfluss der Elektrogitarre auf die Entwicklung
von Blues, Rock und Pop." hingewiesen. Er erhält die Eintrittszeiten und Preise
und wird über GPS/Gallileo direkt zum Museum geführt. Am Abend des gleichen
Tages findet in einem Szeneclub am Prenzlauer Berg um 22h ein Blueskonzert statt,
für das ihm das System die Karten reserviert und zu dem es ihn führt.
Weiterhin erhält er eine Auswahl einschlägiger Geschäfte mit Bluesliteratur,
kann bei Bedarf auch im Jazz-Club Flöz an der regelmäßig stattfindenden
Jam-Session teilnehmen.
Die „User Specific Preferences", die er durch den Fragebogen
selbst profiliert hat, sind unterteilt in eine Reihe von Rubriken, wie shopping,
travelling, business etc., so dass die Vielzahl der Informationen vorsortiert sind
und der User immer nur eine qualifizierte, zielgenau auf sein User-Profil zugeschnittene
Auswahl aus dem Bereich bekommt, der ihn im Augenblick interessiert und potentiell
wahrnehmungsrelevant ist.
Anwendungsbeispiel auf der Anbieterseite: City-Portal Kassel – Ein
Nutzerorientiertes Stadtinformationssystem
Problemstellung: Die Stadt Kassel möchte ein neuartiges Stadtinformationssystem
bereitstellen, das es Einwohnern und Besuchern ermöglicht, die Tiefenstruktur
der Stadt, ihren sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Reichtum zu erschließen.
Jeder Besucher soll in wenigen Minuten in der Lage sein, diejenigen Angebote zu
finden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Bedürfnissen entsprechen.
Gleichzeitig möchte die Stadt ihren Bürgern, kommerziellen
und nicht-kommerziellen Anbietern als Service ein Portal zur Verfügung stellen,
auf dem sie ihre Angebote in ansprechender Weise, ohne großen Aufwand präsentieren
können.
Dieses System soll wenig kosten und einen geringen Steuerungs- bzw.
Wartungsaufwand erfordern. Wenn es einmal installiert ist, soll es sich selbst optimieren.
Lösung: Der USPG stellt der Stadt und ihren vielfältigen
Anbietern eine einfach zu handhabende Kommunikationsplattform zur Verfügung,
in die jeder per Passwort sein Angebot eingeben kann und Rückmeldung darüber
erhält, wie viele Nachfrager es gibt. Die Bereitstellung der Hardware kann
durch Kooperation mit Geräteanbietern, insbesondere Mobilfunksystem-Anbietern,
erfolgen.
Vertragsformen, Kontrakte und Leistungen
User können die erfindungsgemäß abgewickelten Informationsverarbeitungsdienste,
die über die Handygebühren abgerechnet werden, nutzen und zwar insbesondere
an den persönlichen Präferenzen und den Bereichen orientierte und insoweit
vorselektierte, am Aufenthaltsort wahrnehmbare Angebote.
Anbieter erhalten gegen einen Unkostenbeitrag die Möglichkeit
ihre Angebote in eine standardisierte Suchmaske einzugeben, sie erhalten automatisch
eine Rückmeldung über die Nutzung ihres Angebotes, sie erhalten regelmäßig
einen Marktforschungsbericht zu ihrem Segment
Der User kann sich im Shoppingbereich z.B. ein Modul der Stiftung
Warentest zuschalten, so dass er zu seiner jeweiligen Anfrage, nur die Produkte
erhält, die mit sehr gut, oder gut getestet sind. Wenn er an der ökologischen
Zertifizierung interessiert ist, erhält er die entsprechende Information von
Ökotest oder entsprechende Agenturen. Das Selektionskonzept kann von einer
Anwendergemeinde gepflegt und optimiert werden, so dass dem Anwenderprofil mit hoher
Entsprechungssicherheit Rechnung getragen wird.
Der USPG kann als sich selbst organisierendes und optimierendes System
realisiert sein. Der USPG ermöglicht eine weiterentwickelte Konsumentendemokratie.
Es ist möglich, das Kommunikationsgerät und das zum Betrieb desselben
vorgesehene Gesamtsystem so zu gestalten, dass über das Mobilfunknetz Kennungen
übermittelt werden die es Anbietern ermöglichen über lokale Wirelesssysteme
mit dem User in Kontakt zu treten. So ist es möglich den zur Übermittlung
an den Anwender, oder zum Zugriff durch den Anwender vorgesehenen Datensatz über
eine Wireless-Homezone des Informations- oder Leistungsanbieters bereitzustellen,
wobei diese Informationen über das anwenderseitig geführte Kommunikationsgerät
erst dann auf einer „Desktop-Ebene" Kommunikationsgerätes oder in einem
rasch aufrufbaren Menuefenster angezeigt werden, wenn anhand des anwenderseitig
definierten Interessensprofils dargelegt ist, dass diese Informationen für
den Anwender tatsächlich relevant sind. Es ist möglich, das Kommunikationsgerät
so zu konfigurieren, dass im Rahmen der Bewegung des Anwenders durch eine Stadt
diesem durch bestimmte akustische Signale angedeutet wird, dass auf seinem Kommunikationsgerät
u.U. vor Ort relevante Informationen nunmehr zur Verfügung stehen. Es ist auch
möglich, das Kommunikationsgerät so zu gestalten, dass bei Eintritt in
eine lokale Wireless-Zone ein die Wireless-Zone betreibender Anbieter von der Präsenz
des Users Kenntnis erlangt und internetbasiert Zugriff auf das Userprofil erhält
und ein Angebot generieren kann, dass auf das Userprofil abgestimmt ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:
1 eine Schemadarstellung zur Erläuterung des Einsatzes
eines erfindungsgemäßen elektronischen Kommunikationsgerätes;
2 eine Schemadarstellung eines erfindungsgemäßen
Kommunikationsgerätes in Gestalt eines BlackBerrys;
3 eine Schemadarstellung zur Veranschaulichung einer
Realisierungsvariante des erfindungsgemäßen Systems;
4 eine weitere Schemadarstellung zur Veranschaulichung
von Einzelheiten eines erfindungsgemäßen und zur orts- und anwenderprofilabhängigen
Bereitstellung von vorortrelevanten Informationen und Links.
Wie aus 1 ersichtlich, kann durch den
Anwender 1 zunächst dessen Kommunikationsgerät 2
nach Maßgabe benutzerspezifischer Vorstellungen konfiguriert
werden. Diese Konfigurierung kann erfolgen indem der Anwender 1 zunächst
mit einem Server 3 in Verbindung tritt. Dies kann durch einen dem Anwender
1 zugänglichen stationären Rechner 4 oder gegebenenfalls
unmittelbar durch Schaffung einer Verbindung zwischen dem Kommunikationsgerät
2 und dem Server 3 erfolgen. Im Rahmen des Dialogs wird über
eine sich hierbei dem Anwender 1 darbietende Benutzeroberfläche ein
auf das Anforderungsprofil des Anwenders 1 abgestimmter, oder dieses Anforderungsprofil
beschreibender Datensatz DS generiert. Weiterhin kann im Rahmen dieses Dialogs auch
eine später sich auf dem Kommunikationsgerät darbietende Benutzeroberfläche
vordefiniert werden.
Sofern dieser Dialog nicht unmittelbar zwischen dem Kommunikationsgerät
2 und dem Server 3 abgewickelt wurde ist es möglich, ein
nunmehr auf dem stationären Rechner 4 vorhandenes Programm auf das
Kommunikationsgerät 2 zu übertragen und dieses hierbei erfindungsgemäß
zu konfigurieren. Begibt sich der Anwender 1 mit dem Kommunikationsgerät
2 nunmehr in die Stadt A, so sind über das Kommunikationsgerät
2 auf einer durch dieses bereitgestellten Benutzeroberfläche Inhalte
abrufbar, die in der Stadt A oder insbesondere im näheren Umkreis des Anwenders
1 sinnvoll zugänglich sind und bestimmten, im Zusammenspiel mit dem
ersten Selektionsansatz generierten Kriterien Rechnung tragen. Bei Aktivierung des
Kommunikationsgerätes 2 in der Stadt A kann dieses funkbasiert mit
einem Serversystem 33 in Verbindung treten und auf diesem Serversystem
33 abgelegte Informationen abgreifen oder über dieses Serversystem
33 insgesamt auf das Internet bzw. daran angeschlossene Server zugreifen.
Begibt sich der Anwender 1 nunmehr in die Stadt B, so kann
dieser über die gleiche Benutzeroberfläche und in gleicher Weise nach
anwenderseitigen Anforderungen strukturierter Weise auf Informationen zugreifen,
die auf dem Server 33 oder über das mit diesem kommunizierende Internet
abgelegt sind und bestimmte Kriterien im Zusammenhang mit der Präsenz des Anwenders
1 an der Stadt B erfüllen.
Die Auffüllung eines Datenpools oder die Bereitstellung der wiedergaberelevanten
Informationen kann über einen Anwender- und Anbietergemeinde AG insbesondere
über das Internet erfolgen. Als Mitglieder der Informationsanbietergemeinde
könne insbesondere Institutionen der Städte A, B... operieren um kulturelle
oder verkehrstechnische oder anderweitige zuständigkeitstypische Informationen
zu hinterlegen. Die Informationsanbieter stellen vorzugsweise ihre Informationen
nach Maßgabe eines bestimmten Eingabeschemas beispielsweise in Anlehnung an
Wikipedia, ebay oder dgl. zur Verfügung. Diese Informationen können vom
Systembetreiber gepflegt, geprüft und von der Anwender- und Anbietergemeinde
weiter gepflegt und bearbeitet werden. Es können hierbei Informationen eingepflegt
werden, die nur bei bestimmten Spezifikationen des Anwenderprofils, d.h. für
ganz bestimmte Anwender 1 an bestimmten Orten relevant werden können.
Der Zugang zu den jeweiligen Informationen erfolgt vorzugsweise über
Sprungfunktionen oder Links. Diese Links sind vorzugsweise unter Themenflächen
hinterlegt. Diese Themenflächen können vom Anwender zusammengestellt werden.
Es ist möglich für einen Standard Nutzertyp, z.B. Tourist, Geschäftsreisenden,
Zusteller bestimmte für diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit passende Benutzeroberflächen
bereitzustellen.
In 2 ist ein als WARP-Mobiltelefon ausgeführtes
und erfindungsgemäß konfiguriertes elektronisches Kommunikationsgerät
dargestellt. Dieses umfasst eine hier nicht näher erkennbare und in das Gerätegehäuse
integrierte als Antenne ausgeführte Empfangs- und Sendeeinrichtung
20, eine hier ebenfalls nicht näher erkennbare Speichereinrichtung
zur Speicherung von Daten, eine Datenverarbeitungseinrichtung zur Verarbeitung von
Daten nach Maßgabe eines Datenverarbeitungsprozesses, eine hier als Eingabetastenfeld
ausgeführte Eingabeeinrichtung 21 zur Ermöglichung anwenderseitiger
Eingabeoperationen sowie eine Displayeinrichtung 22 zur graphischen Informationswiedergabe.
Die Datenverarbeitungseinrichtung ist derart konfiguriert, dass das
Kommunikationsgerät in einem Vor-Ortbetriebsmodus betreibbar ist, in welchem
unter Zugrundelegung eines ersten Selektionsansatzes und unter Zugrundelegung eines
zweiten Selektionsansatzes über die Displayeinrichtung 22 Informationen
über eine Fensterfunktion zur Verfügung gestellt werden, wobei der erste
Selektionsansatz einem Anforderungsprofil des Anwenders Rechnung trägt und
der zweite Selektionsansatz dafür sorgt, dass unter einer dem Anforderungsprofil
Rechnung tragenden Benutzeroberfläche Inhalte zur Verfügung gestellt werden,
die für den Anwender vor Ort relevant sind. Die Benutzeroberfläche ist
als Pull-Down Menü gestaltet und enthält hier einen scrollfähigen
Fensterabschnitt 23 sowie einen Abschnitt 24, in welchem Inhalte
des jeweils durch Scrollen selektierten Menüpunktes wiedergegeben werden. Bei
diesen Inhalten kann es sich um Links oder auch um aufbereitete, unmittelbar verständliche
Darstellungen handeln. Das Kommunikationsgerät ist derart gestaltet, dass das
innerhalb des durch die Displayeinrichtung 22 bereitgestellten Fensters
eine Cursorbewegung steuerbar ist. Der Scrollfensterabschnitt 23 kann minimiert
werden indem der Cursor in den Abschnitt 24 bewegt wird.
Der Anwender kann über das Menue auswählen, ob und ggf.
welche Informationen ihm akustisch (z.B. über einen Kopfhörer) und grafisch
über das Display des Kommunikationsgeräts übermittelt werden sollen.
So kann er beispielsweise eine akustische Stadtführung, in einem Museum eine
Museumsführung und in einer Geschäftsumgebung, insbesondere innerhalb
eines Kaufhauses eine akustische und ggf. grafische Shoppingbegleitung erhalten.
Die Ortsinformationen werden durch das Kommunikationsgerät, oder durch Netzinformationen
automatisch zur Verfügung gestellt.
In 3 ist in Form einer Schemadarstellung
weiter veranschaulicht, wie in vorteilhafter Weise auf einem anwenderseitig zu führenden
Kommunikationsgerät Informationen und Sprungadressen durch ein System zur Verfügung
gestellt werden, das ein anwenderseitiges Verbraucherprofil und Informationen zum
Aufenthaltsort des Anwenders berücksichtigt. Die dem Anwender zum Zugriff zur
Verfügung gestellten Informationen können wie ersichtlich durch zahlreiche
Anbieter generiert und zum Zugriff zur Verfügung gestellt werden. Die Selektion
welche der Angebote zum Anwender durchgelassen werden erfolgt in Abhängigkeit
von den Ortsangaben und dem spezifizierten Anwenderprofil.
In 4 ist schematisch weiter veranschaulicht,
wie die Auswahl der dem Anwender zur Verfügung gestellten Informationen und
Sprungadressen abgewickelt werden kann. In Abhängigkeit von Informationen zum
Kaufverhalten, zur Liquidität und anderweitigen, ggf. anwenderseitig spezifizierten
Kriterien, insbesondere das Bedürfnisprofil kennzeichnenden Angabe des Anwenders
wird der Nachfrageschlüssel des Anwenders gestaltet. Die Gemeinschaft der Informationsanbieter,
ggf. eine Nutzergemeinde und weitere Teilnehmer können das Informationsangebot
ausbauen. Im Bereich der Quelle 3 kann spezifiziert werden, nach welchen Ansätzen
bewertet wird, ob eine Vorort-Relevanz gegeben ist.
Beispielsweise kann die Wiedergabe von Informationen auf die Öffnungszeiten
der der Geschäfte im Umgebungsbereich und ggf. einen spezifizierten Tagesplan
des Anwenders abgestimmt werden.