Die Erfindung richtet sich auf eine Schaltungseinrichtung zur Verbleibsüberwachung
von Schlüsseleinrichtungen in Aufnahmesystemen, insbesondere Türschlössern
von Türeinrichtungen die als solche mit elektronischen Zugangskontrolleinrichtungen
ausgestattet sind.
Es ist bekannt, mechanische Schließsysteme mit einer elektronischen
Schaltungseinrichtung auszustatten, die in der Lage ist, ein von einer Schlüsseleinrichtung
generiertes Schlüsselsignal zu empfangen und auf Grundlage einer Schlüsselcode-Verarbeitungsprozedur
dieses Signal mit Blick auf dessen Muster und hierdurch transportierte Informationsinhalte
zu verarbeiten. Anhand des Verarbeitungsergebnisses kann die Freischaltung des Schließsystems
veranlasst und insoweit eine Zugangskontrolle realisiert werden. Diese Schaltungseinrichtungen
werden üblicherweise mit kleinen Batterien ausgestattet. Die Signalübertragung
von der Schlüsseleinrichtung zu der Schaltungseinrichtung wird üblicherweise
unter Einsatz von Transpondereinrichtungen auf Grundlage elektromagnetischer Wechselwirkungseffekte
bewerkstelligt.
Um das Einführen oder den Verbleib von Schlüsseln in Schließzylindern
zu erfassen, sind üblicherweise innerhalb eines Schließzylinders durch
den Schlüssel betätigte mechanische oder magnetische Schalter vorgesehen.
Dies stellt einen erheblichen Aufwand bei der Konstruktion und Ausführung der
Schließzylinder dar. Dadurch bedingt, müssen sehr aufwendige Schließzylinder
bereitgestellt und gegen die herkömmlichen ausgetauscht werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, Lösungen anzugeben, die es ermöglichen,
unter Verwendung preiswerter Mechanik, insbesondere handelsüblicher Schlosskomponenten
ein Schlosssystem zu schaffen bei welchem zumindest ergänzend zur mechanischen
Schließfunktion ein entsprechender Schließzustand auf Grundlage einer
elektronischen Signalverarbeitung festgelegt wird und die entsprechenden Signale
durch eine mobile Einheit, insbesondere eine mit einem mechanischen Schlüssel
gekoppelte mobile Schlüssel-Schaltung zuverlässig bereitgestellt werden
können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
Schaltungseinrichtung zur Festlegung eines für den Verriegelungszustand einer
Türeinrichtung maßgeblichen Schaltungszustandes auf Grundlage einer signalverarbeitenden
Betrachtung, wobei die Schaltungseinrichtung eine mobile Schlüsselkomponente
und eine der Türeinrichtung zugeordnete Türkomponente umfasst und die
beiden Komponenten derart ausgelegt sind, dass bei hinreichender gemeinsamer Annäherung
zwischen diesen eine Signalübertragung auf Grundlage feldelektrischer Wechselwirkungseffekte
erfolgt, wobei sich diese Schaltungseinrichtung dadurch auszeichnet, dass die Schaltungseinrichtung
derart konfiguriert ist, dass durch diese festgestellt wird, ob ein für eine
hinreichende Annäherung der Schlüsselkomponente und der Türkomponente
indikatives Dialogkriterium erfüllt ist und dass die Abfragerate zur Feststellung
des Dialogkriteriums mit Fortschritt positiver Feststellungen abnimmt.
Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, unter Verwendung
von Standardkomponenten vorzugsweise handelsüblichen mechanischen Schließzylindern
ein elektronisches Schlosssystem zu realisieren ohne dass es eines schlossseitig
vorgesehenen Schaltorgans zur mechanischen Erfassung der Schlüsselpräsenz
bedarf. Dabei wird neben der herkömmlichen Schließfunktion, die erhalten
bleibt, ein elektronisches Signal an eine Auswerteeinheit gesandt, welches von einem
eingesteckten Schlüssel stammt. Dieser kann auf einfache Weise mit der relevanten
Elektronik ausgestattet werden.
Ferner schafft die Erfindung vorteilhafte Möglichkeiten, um den
Verbleib eines Schlüssels im Schließzylinder ohne Schalter stromsparend
nachzuweisen. Zusätzlich kann auf Grundlage des erfindungsgemäßen
Lösungskonzeptes in einer bestimmten Ausgestaltung sicher ermittelt werden,
ob der Schlüssel von innen oder von außen in die Tür eingesteckt
wurde.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist die Schaltung derart konfiguriert, dass bei fortlaufender Erfüllung
des Dialogkriteriums die Abfragehäufigkeit auf eine Mindestabfragehäufigkeit
abgesenkt wird. Der Wert für diese Mindestabfragehäufigkeit ist vorzugsweise
derart festgelegt, dass wenigstens eine Abfrage des Dialogkriteriums innerhalb einer
für den Einsatz, oder die Entnahme eines Schlüssels aus einer zugeordneten
Schlosseinrichtung typischen Zeitspanne sichergestellt ist.
Es ist möglich, das Dialogkriterium auf Grundlage des Eingangs
eines als Wecksignal interpretierbaren Signalereignisses zu bestimmen und die Häufigkeit
und/oder die zeitliche Länge der Ausgabe des Wecksignals und/oder auch die
Abfrage desselben mit Fortschritt erfolgreicher Abfragen abzusenken.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung wird das Wecksignal in Form eines seitens der Türkomponenten generierten
Wechselfeldes bereitgestellt. Es ist möglich, über dieses Wechselfeld
eine türseitige Kondensatoreinrichtung aufzuladen und eine an dieser Kondensatoreinrichtung
anliegende Spannung als schaltungsrelevante Größe, insbesondere
als logischen Zustand auszuwerten. Bei der Verwendung einer derartigen Kondensatoreinrichtung
wird es möglich, mit Abnahme des Ladezustands des Kondensators auch die Abfragehäufigkeit
abzusenken. Es ist möglich, anhand des Aufbaus des Ladezustands des Kondensators
hinsichtlich des Aufenthaltsortes der Schlüsselkomponente indikative Informationen
zu gewinnen und bei der weiteren Verarbeitung der Signale und Generierung der für
den Schließzustand der Türeinrichtung maßgeblichen Zustände
zu berücksichtigen.
Vorzugsweise ist die mobile Schlüsselkomponente einem in an sich
bekannter Weise gefertigten mechanischen Schlüssel zugeordnet. Der mechanische
Schlüssel kann als elektrischer Leiter fungieren, über welchen ein elektrischer
Verbindungsweg zwischen der schlüsselseitigen Schaltung und der türseitigen
Schaltung bereitgestellt wird.
Die mobile Schlüsselkomponente kann insbesondere in einen Schlüsselanhänger,
den Schlüssel selbst oder auch in den Schlüsselkopf integriert sein. Es
ist auch möglich, die mobile Schlüsselkomponente in einen scheckkartenartigen
Korpus zu integrieren und Vorkehrungen zu treffen, dass ein entsprechender Signalaustausch
gegebenenfalls unter Einbindung des Anwenders in den Signalübertragungsweg
erfolgt.
Die türseitigen Schaltungskomponenten sind gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in eine Türgriffeinrichtung
integriert. Die Integration in die Türgriffeinrichtung kann hierbei insbesondere
unter Nutzung eines Türknaufes oder einer Türklinke als Aufnahmestruktur
für die entsprechende elektronische Schaltung erfolgen. Alternativ hierzu,
oder auch in Kombination mit der vorgenannten Maßnahme ist es auch möglich,
die erfindungsgemäß türseitig vorgesehenen Schaltungskomponenten
in einen von einem Schlossblech abgedeckten Bereich, vorzugsweise dem durch die
Türeinrichtung abgesperrten sicheren Bereich anzuordnen. Weiterhin ist es auch
möglich, die türseitigen Komponenten in einen blattseitigen Schlosseinsatz
zu integrieren. Es ist auch möglich, die türseitigen Schaltungskomponenten
in einen zargenseitigen Beschlag zu integrieren.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist die türseitige Schaltungskomponente mit einem Netzwerksystem
gekoppelt, wobei über dieses Netzwerksystem die erfindungsgemäße
Auswertung der Eingangsinformationen, oder zumindest eine Aufzeichnung entsprechender
Daten erfolgen kann. Es ist möglich, über dieses Netzwerksystem die weitere
Ansteuerung der für den Verriegelungszustand der Türeinrichtung maßgeblichen
Verriegelungsstrukturen vorzunehmen.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist die türseitige Schaltungskomponente derart ausgebildet, dass
diese innerhalb des Beaufschlagungsbandes des schlüsselseitigen Signals eine
Modulation der Eingangsimpedanz vornimmt, wobei diese Änderungen der Eingangsimpedanz
im Bereich der schlüsselseitigen Schaltung erfasst und ausgewertet werden können.
Die Auswertungen der modulierten Eingangsimpedanz können im Bereich der schlüsselseitigen
Schaltung erfolgen und hierbei bei einer folgenden spezifischen Generierung des
Beaufschlagungssignals Berücksichtigung finden. Insbesondere wird es möglich,
dem Beaufschlagungssignal einen Informationsinhalt aufzumodulieren, der bei der
Festlegung des für die Türverriegelung maßgeblichen Schaltzustandes
Berücksichtigung findet. Dieser Informationsinhalt kann insbesondere einer
Kongruenzanalyse zugrunde gelegt werden.
Auch in diesem Falle wird es möglich, eine Stromrückführung
über den eingesteckten Schlüssel zusätzlich zu bewerkstelligen.
Die Erfindung richtet sich nicht nur auf die vorangehend allgemein,
sowie in Details spezifizierte elektronische Schaltungseinrichtung an sich, sondern
erfasst auch deren Einzelkomponenten. Die Erfindung richtet sich insoweit insbesondere
auch auf eine Schlüsselkomponente zur Realisierung der oben genannten Anordnung
sowie auch auf eine türseitige Schaltungskomponente für eine Schaltungseinrichtung
der vorgenannten Art an sich.
Bestandteil der vorliegenden Erfindungsbeschreibung ist auch das der
erfindungsgemäßen Schaltungseinrichtung hinterlegte Verfahren zur Abwicklung
eines Signaltransfers und zur Abwicklung der Präsenzabfrage der Schlüsseleinrichtung
wie es sich aus der erkennbaren Funktion der beschriebenen Komponenten im allgemeinen
und im speziellen erkennen lässt.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:
1 eine Skizze zur Veranschaulichung des Aufbaus einer
schlüsselseitigen Schaltungseinrichtung;
2 eine Schemadarstellung zur Erläuterung des Aufbaus
einer erfindungsgemäßen Anordnung mit der Möglichkeit zur Modulation
der Eingangsimpedanz einer türseitig vorgesehenen Empfangsschaltung,
3 eine Schemadarstellung zur Erläuterung des zeitlichen
Verlaufs eines Wecksignals sowie des damit einhergehenden Spannungsaufbaus
am Kondensator CX,
4 eine weitere Schemadarstellung zur Erläuterung
des zeitlichen Verlaufs des Wecksignals,
5 eine Schemadarstellung einer Schaltungsvariante,
die als solche eine Unterscheidung der Einsteckposition eines mechanischen Schlüssels
(innen/außen) ermöglicht,
6 weitere Schemadarstellungen zur Veranschaulichung
des zeitlichen Verlaufs des Wecksignals sowie der damit einhergehenden Änderungen
im Bereich der türseitigen Schaltung.
1 zeigt eine Skizze zur Veranschaulichung des Aufbaus
einer schlüsselseitigen Schaltungseinrichtung. Ein mit einer derartigen Schaltungseinrichtung
ausgestatteter Schlüssel ist in der Lage ein elektronisches Signal zu generieren,
nach dessen Maßgabe, ein elektrisches Wechselfeld moduliert wird.
Die schlüsselseitige Schaltung umfasst hierbei einen steuerbaren
Oszillator. Die Spannungsversorgung der Elektronik erfolgt hier über eine Knopfzellen-Batterie.
Letztere kann sich direkt im Schlüssel befinden oder in Form
eines Schlüsselanhängers an diesen angehängt sein.
Ein in ein entsprechendes Schloss eingesteckter und mit der gezeigten
schlüsselseitigen Schaltung ausgestatteter Schlüssel bildet zu einem Detektor
neben dem direkten Kontakt noch eine kapazitive Rückführung zur beaufschlagten
Elektronik, sodass ein geschlossener Wechselspannungskreis entsteht. Anhand nachfolgend
beschriebener Wechselwirkung in diesem Kreis kann die Elektronik im Schlüssel
feststellen, ob sich dieser noch im Schloss befindet oder nicht.
Ein Oszillator ist über einen Timer so eingestellt, dass er dreimal
pro Sekunde ein Signal von 200 kHz mit 100 Perioden ausgibt (= 500 Mikrosekunden
Dauer). Die Elektronik dazu sei, mit einer Knopfzellenbatterie versehen, in einem
Schlüsselanhänger untergebracht, der galvanisch mit dem betreffenden Schlüssel
verbunden ist (1).
Der Schließzylinder, in welchen der Schlüssel eingesteckt
wird, ist mit einer Empfangsschaltung verbunden, deren anderer Pol zu einer kapazitiven
Rückführungsfläche führt (z.B. Schlossblende). Diese bildet
mit dem Minuspol der Knopfzelle im Schlüsselanhänger eine Kapazität
von 1–100 pF. Durch diese Kapazität wird im wesentlichen der Stromfluss
der Schaltung bestimmt. (Bei 200 kHz ergibt sich ein Widerstand Xc von 1 Megaohm
bei 1 pF bis zu 10 Kiloohm bei 100 pF.) Durch Verwenden eines Serienresonanzkreises
kann der Ausgabepegel des Gebers im Schlüssel erheblich erhöht werden
(denkbar sind auch DC/DC-Wandler oder kapazitive Spannungserhöhungen, z.B.
Kaskade).
Die in 2 gezeigte Empfängerschaltung
besteht im wesentlichen aus einem Peakdetektor, der von den Impulsen des Gebers
stufenweise aufgeladen wird und eine anwachsende Gleichspannung erzeugt. Ab einer
gewissen Spannungshöhe schaltet diese einen Komparator (2), der seinerseits
einen niederohmigen MOS-Transistor durchsteuert, der die Empfangsschaltung kurzschließt.
Dadurch kann sich zum einen der Kondensator des Peakdetektors entladen,
zum anderen kann der Geber an einem Längswiderstand kurzzeitig einen erhöhten
Spannungsabfall feststellen (3). Daran ist zu erkennen,
dass sich der Schlüssel noch im Schloss befindet. Der Timer im Geber kann nun
aus Stromspargründen auf z.B. eine Ausgabesequenz (100 Schwingungen) je 10
Sekunden schalten. Wird der Schlüssel aus dem Schloss entfernt, bleibt der
vorherige Spannungsabfall während der Signalausgabe aus, woran der Geber „merkt",
dass er sich nicht mehr im Schloss befindet. Die Abtastrate wird dann wieder auf
drei Signalausgaben pro Sekunde eingestellt (Varianten: Tonfrequenzen, Filter, Pulslängen,
Doppelkomparatoren).
Eine weitere beispielhafte Schaltungsauslegung
Der Signalgeber soll mit einer Frequenz von beispielsweise 200 kHz
100 Perioden drei mal je Sekunde ausgeben (4). Über
einen ähnlichen Peakdetektor wird mit dieser Folge eine Gleichpannung aufgebaut,
die einen Komparator (1) in einem Mikrocontroller veranlasst, diesen aus dem Schlafzustand
zu wecken und die Eingangsimpedanz des Peakdetektors zu reduzieren, sodass am Geber
wiederum ein erhöhter Spannungsabfall am Längswiderstand sichtbar wird.
Nun z.B. können authentifizierte Daten dem Trägersignal aufgemischt werden.
Diese werden im Mikrocontroller ausgewertet und weitergeleitet. Der Mikrocontroller
geht daraufhin wieder in den Schlafzustand, lässt aber die niedrigere Eingangsimpedanz
am Peakdetektor bestehen. Der Geber reduziert seine Ausgabeserie auf nunmehr 50
Impulse der Frequenz (200 kHz) einmal je 10 Sekunden. Dadurch reicht der Spannungsabfall
am Peakdetektor nicht mehr aus, den Komparator (1) des nun schlafenden Mikrocontrollers
durchzuschalten, was zur Folge hat, dass der Mikrocontroller sich weiter in einem
Schlafzustand befindet, der Geber jedoch an seinem Längswiderstand die niedrigere
Impedanz feststellt und somit „weiß", dass er sich noch im Schlüsselloch
befindet. Wird der Schlüssel abgezogen, ändert sich der Spannungsabfall
am Längswiderstand und der Geber geht wieder in die alte Pulsausgaberate
(3 Pulse pro Sekunde a hundert Schwingungen zurück). Beim nächsten Einstecken
wird dann der Controller durch den Komparator wieder geweckt und der Vorgang beginnt
von neuem. Zusätzlich zur ersten Schaltung muss noch dafür gesorgt sein,
dass beim Ausziehen des Schlüssels der Kondensator im Peakdetektor entladen
wird und sich die Eingangsimpedanz automatisch wieder hochohmig schaltet (z.B. durch
Komparator 2). Durch Modulation der Eingangsimpedanz ist es dem Empfänger möglich,
dem Geber Entschlüsselungssequenzen oder Codewörter mitzuteilen, die dieser
zur Generierung eines identifizierenden Signals benutzen kann.
Die Auswerteelektronik muss sich nicht zwingend beim Schließzylinder
befinden, sondern kann über die Schließfalle auch im Türrahmen untergebracht
sein, was besonders vorteilhaft erscheint, da dort die Versorgung und die Wegführung
von Signalen in verarbeitende Netzwerke einfacher ist. In jedem Fall bleibt die
mechanische Schließfunktion des Schlüssels unangetastet, es sei denn es
ist gewünscht, dass das elektronische Identifizierungssignal eine zusätzliche
Freigabe mit Hilfe einer elektromechanischen Ver- und Entriegelungseinrichtung ermöglichen
soll.
In jedem Fall sollte sich die Elektronik in dem sicheren Teil der
Türe befinden, bei Haustüren z.B. auf der Innenseite oder im Inneren der
Türe oder im Türrahmen, damit sie nicht zugänglich und damit manipulationssicher
ist. Dazu zeigt Bild X eine entsprechende Schaltungsvariante.
Die Hauptaufgabe der Schaltung ist es, zum einen zu verhindern, dass
bei eingestecktem Schlüssel ein elektronischer Datenaustausch fortwährend
erfolgt, der eigentlich nur einmal erfolgen soll. Zum anderen würde dies natürlich
erheblich auf den Stromverbrauch der Schlüsselelektronik und der Elektronik
im Schließzylinder Einfluss haben, was ebenfalls vermieden werden soll. Die
Technik verwendete hier in der Vergangenheit Schalter, die Transponder einmal betätigen
bis sie wieder ausgeschaltet werden, was zu diesem hohen mechanischen Aufwand führt.
Die Erfindung ersetzt also in vorteilhafter Weise mechanische Schalter oder magnetische
Hallsensoren und ähnliches, wie Lichtschranken, die den eingesteckten Schlüssel
erkennen sollen. Gleichzeitig kann die gleiche Elektronik dazu verwendet werden,
Daten vom und zum Schlüssel in und vom Schließzylinder zu übertragen,
da es sich bei eingestecktem Schlüssel um einen geschlossenen Wechselspannungskreis
mit sehr geringem Stromfluss handelt, auf den sich leicht Daten aufmodulieren lassen.
Vorteilhafte Nebeneffekte
Ein in der Hosen- Jacken- Manteltasche getragener Schlüssel kann
u.U. sehr nahe an der, im Schlüsselanhänger untergebrachten Elektronik
liegen. Auch hier kann die Stromsparschaltung wirksam eingesetzt werden, z.B. beim
Nachweis eines weit erhöhten Spannungsabfalls am Längswiderstand. Ein
Pendeln des Anhängers weist auf kürzliche Benutzung hin, dadurch verändert
sich die Rückkopplungskapazität. Mittels einer zusätzlichen Koppelfläche
am Schließzylinder, die sich auch gegen Masse schalten lässt, ist es möglich
nachzuweisen, aus welcher Richtung Schlüssel in eine Tür (innen oder außen)
ein Schlüssel eingesteckt wurde (5). Nach dem
Erreichen der Weckschwelle wird dann (durch den Mikrocontroller) der Schalter S1
geschaltet, der eine Folie (hier innen) gegen Masse legt. Kam das Signal von innen,
so steigt der Pegel nun nicht mehr an, so dass sich Cx wieder entladen kann. Kommt
es dagegen von außen, ist ein Pegelanstieg zu detektieren. Misst man die Einschaltzeit
von Komparator 1, kann man ebenfalls damit die Einsteckrichtung bestimmen (6).
Tür- oder Schlosselemente, wie Griffe, Blenden, Schließfallen etc. können
als Ein- bzw. Rückkoppelflächen verwendet werden.
- 1
- Koppelfläche
- 2
- Verarbeitungslogik
- 3
- Oszillator 200 kHz
- 4
- Rmess
- 5
- Differntialverstärker
- 6
- Koppelfläche
- 7
- Anhänger
- 8
- Schlüssel
- 9
- kapazitive Kopplung
- 10
- Buffer
- 11
- R lade
- 12
- Komparator 2
- 13
- Schließzylinder
- 14
- DAC
- 15
- Schalter
- 16
- Komparator 1
- 17
- Folie innen
- 18
- Folie aussen
- 19
- Shield
- 20
- Buffer 1
- 21
- Buffer 2
- VBK
- Verbleibskontrollbake
- KS2
- Komparatorschwelle 2
- K1
- Impuls an Rmess
- K2
- Wecksignal vom Schlüssel (-anhänger)
- K3
- Spannung an CX
- K4
- Komparator 1 Schwelle
- K5
- Verarbeitung
- K6
- Komparator 1 und S1 geschaltet
- K7
- Komparator 1 (Ausgang) bei Annäherung von innen
- K8
- Komparator 1 (Ausgang) bei Annäherung von aussen